[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Götz Frömming, Nicole Höchst,
Dr. Marc Jongen, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 20/7105 –
Mögliche Benachteiligung von Jungen im deutschen Bildungssystem
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Nach der Studie der Bertelsmann Stiftung im Jahr 2023 namens „Jugendliche
ohne Hauptschulabschluss, Demographische Verknappung und
qualifikatorische Vergeudung“ (Klemm, Klaus, Jugendliche, ohne Hauptschulabschluss,
Demographische Verknappung und qualifikatorische Vergeudung,
Bertelsmann Stiftung, S. 26, abrufbar:
https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publik
ationen/publikation/did/jugendliche-ohne-hauptschulabschluss-1, Stand:
24. April 2023) waren im Jahr 2020 ganze 38 Prozent aller Schüler, welche
die Schule ohne Hauptschulabschluss verlassen haben, Mädchen. Das heißt
im Umkehrschluss, dass 62 Prozent derer, die ohne Hauptschulabschluss die
Schule verlassen haben, Jungen waren. Dabei werden diese in der Statistik
nicht mal als solche bezeichnet. Allein dies wirft für die Fragesteller
spezifische Fragen auf.
Schon im Jahr 2002 wurde in dem Artikel „Bringing boys back in“ eine
wissenschaftliche Untersuchung von Diefenbach und Klein veröffentlicht, die die
soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern mit Bezug zum deutschen
Bildungssystem evaluiert. Die Ergebnisse der Auswertung brachten hervor,
dass Jungen, anders als vielfach in der breiten Öffentlichkeit dargestellt, im
Bereich der Schulbildung schon lange hinter den Mädchen zurückblieben.
Demnach erreichten sie im Untersuchungszeitraum 1994/1995 bis 1999/2000
über alle Bundesländer hinweg seltener das Abitur oder einen
Realschulabschluss. Dagegen besuchten sie jedoch häufiger eine Hauptschule und
verließen die Schule auch öfter ohne Abschluss. Die Publikation konnte zudem
einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen der Zahl an
männlichen Grundschullehrern und der Anzahl an Jungen ohne Schulabschluss
aufzeigen – so ginge ein höherer Anteil an männlichem Lehrpersonal in der
Primarstufe mit einem geringeren Anteil an männlichen Schulabbrechern einher
(vgl. Heike Diefenbach und Michael Klein (2002), „Bringing boys back in“.
Soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern im Bildungssystem
zuungunsten von Jungen am Beispiel der Sekundarschulabschlüsse, Zeitschrift für
Pädagogik 48 (2002) 6, 938 bis 958, abrufbar:
https://www.pedocs.de/volltext
e/2011/3868/pdf/ZfPaed_6_2002_Diefenbach_Klein_Bringing_Boys_Back_I
n_D_A.pdf, letzter Stand: 26. April 2023).
Deutscher Bundestag Drucksache 20/7301
20. Wahlperiode 16.06.2023
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
vom 16. Juni 2023 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Die Geschlechterdisparität zum Nachteil von Jungen im Bildungsbereich hat
sich bis heute fortgesetzt. Im Zeitraum zwischen 1999 und 2019 lag der Anteil
von Jungen an Schülern ohne Schulabschluss beständig bei etwa 60 Prozent
(vgl. Statistisches Bundesamt, Allgemeinbildende Schulen – Fachserie 11
Reihe 1 – Schuljahr 2019/2020, Tabelle 6.1, abrufbar:
https://www.destatis.de/D
E/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bildung-Forschung-Kultur/Schulen/Publikati
onen/Downloads-Schulen/allgemeinbildende-schulen-2110100207005.html,
letzter Stand: 26. April 2023). Auch die jüngsten empirischen Befunde
belegen, dass es Jungen auf ihrem Bildungsweg oft schwerer haben als Mädchen.
Diese Beobachtung geht u. a. aus den aktuellsten Erhebungen der
Geschlechtervergleichsstudien IQB-Bildungstrend 2018 hervor (vgl.
https://www.iqb.hu-
berlin.de/bt/BT2018/Bericht, letzter Stand: 27. April 2023) und PISA 2018
(vgl.
https://www.pisa.tum.de/pisa/pisa-2000-2018/pisa-2018/, letzter Stand:
26. April 2023). Die Ergebnisse zeigen, dass Jungen vermehrt später und
Mädchen häufiger vorzeitig eingeschult werden. Auch der Anteil von
männlichen Schülern mit Förderbedarf ist im Vergleich fast doppelt so hoch (vgl.
Deutsches Schulportal vom 26. Mai 2020, Schneiden Jungen in der Schule
schlechter ab?,
https://deutsches-schulportal.de/bildungswesen/schneiden-jung
en-in-der-schule-schlechter-ab/, letzter Stand: 27. April 2023, sowie
Bundestagsdrucksache 19/31951).
Ähnliche Tendenzen lassen sich auch bei den Übergangsempfehlungen für
weiterführende Schulen erkennen. Dabei fallen die Beurteilungen ebenso wie
die Besuchsquoten verschiedener Schularten zugunsten der Schülerinnen aus:
Jungen der 9. Klasse sind vor allem an Hauptschulen (13 zu 10 Prozent),
Mädchen der 9. Klasse hingegen an Gymnasien überrepräsentiert (39 zu 32
Prozent; vgl.
https://www.iqb.hu-berlin.de/bt/BT2018/Bericht, letzter Stand:
27. April 2023).
Viel weist nach Auffassung der Fragesteller darauf hin, dass die teilweise
deutlichen Leistungsunterschiede zwischen Mädchen und Jungen keineswegs
vererbt werden. Stattdessen scheint u. a. auch eine Bildungsbenachteiligung
durch das deutsche Bildungssystem zu persistierenden
Geschlechterdisparitäten auf Kosten der Jungen beizutragen.
1. Welche Gründe gibt es nach Kenntnis und aus Sicht der Bundesregierung
dafür, dass Jungen in Deutschland später eingeschult werden, häufiger in
die Sonderschule bzw. Förderschule überwiesen werden, schlechtere
Noten erzielen, seltener eine Empfehlung für ein Gymnasium erhalten, an
Hauptschulen überrepräsentiert sind, öfter die Schule abbrechen und
keinen Schulabschluss erwerben sowie geringere und schlechtere
Bildungsabschlüsse erzielen als Mädchen (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
2. Kennt und teilt ggf. die Bundesregierung die Auffassung vieler Experten
(u. a. Allan Guggenbühl [2001], Böse Buben: Weshalb vor allem Knaben
in der Schule Probleme machen, in: Neue Zürcher Zeitung, abrufbar:
https://www.nzz.ch/folio/bose-buben-ld.1617858, letzter Stand: 14. Juli
2021; Frank Dammasch [2008], Die Krise der Jungen: Das schwache
Geschlecht? Psychoanalytische Überlegungen, S. 18, abrufbar:
https://w
ww.pedocs.de/volltexte/2010/1699/pdf/Dammasch_Die_Krise_der_Jung
en_2008_D_A.pdf, letzter Stand: 27. April 2023), dass die Schule die
geschlechtsspezifischen Verhaltensweisen von Jungen sowie deren Lern-
und Entwicklungsbedürfnisse nicht angemessen berücksichtigt und dass
dies u. a. mit der zunehmenden „Feminisierung“ im Bildungswesen
zusammenhängt?
3. Welche Gründe gibt es nach Kenntnis und aus Sicht der Bundesregierung
für die vorliegende Korrelation der statistisch belegten Rückläufigkeit
von männlichen Schulabbrechern bei einem höheren Anteil an
männlichem Lehrpersonal, speziell in der Grundschule (siehe Vorbemerkung
der Fragesteller)?
Die Fragen 1 bis 3 werden im Zusammenhang beantwortet.
Entsprechend der verfassungsrechtlichen Kompetenzverteilung zwischen Bund
und Ländern liegt die Zuständigkeit für den schulischen Bildungsbereich bei
den Ländern. Diese sind daher auch verantwortlich für die Entwicklung,
Ausgestaltung und Umsetzung von Maßnahmen zur Verhinderung bzw. zum Abbau
möglicher Benachteiligungen von Jungen.
Die Bundesregierung setzt sich für eine chancengerechte Bildungsbeteiligung
ein und unterstützt Maßnahmen, die die Bildung von Rollenstereotypen
erschweren oder verhindern, so dass geschlechterunabhängig Chancengleichheit
im Lebensverlauf hergestellt wird. Diese Zielsetzung gilt sowohl für Jungen als
auch für Mädchen. Hierzu gehören auch Maßnahmen zur Erhöhung des
Männeranteils insbesondere in den erzieherischen Berufen. Ein Beispiel ist der
BoysʼDay, der seit dem Jahr 2011 durchgeführt wird und vom
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert wird. An
diesem Aktionstag können Schüler ab der 5. Klasse u. a. auch erzieherische
Berufe kennenlernen.
Darüber hinaus wird auf die Antwort der Bundesregierung zu den Fragen 1
bis 3 der Kleinen Anfrage der Fraktion der AfD auf Bundestagsdrucksache
19/32199 verwiesen.
4. Gab es im Zeitraum von 2021 bis 2023 vom Bund geförderte
Maßnahmen im Bildungsbereich exklusiv für Mädchen im schulfähigen Alter,
wenn ja, welche, und welche finanziellen Mittel wurden im Zeitraum
von 2021 bis 2023 vom Bund für diese Förderprojekte bereitgestellt
(bitte nach Maßnahme, Fördervolumen in Euro, Zeitraum und
Gesamtfördervolumen aller Maßnahmen in Euro aufschlüsseln)?
Seit dem Jahr 2001 unterstützt die Bundesregierung die bundesweite
Durchführung des Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag. Ziel des gemeinsam vom BMFSFJ
(Federführung) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF) geförderten Aktionstags ist es, das Berufswahlspektrum von Mädchen
zu erweitern. Er bietet Schülerinnen ab der 5. Klasse wertvolle Einblicke
insbesondere in technische und naturwissenschaftliche Berufe, in denen laut Statistik
mehr Männer beschäftigt sind. Der Aktionstag Girls’Day soll explizit Mädchen
für diese Berufsfelder begeistern und Ausbildungs- und Studienperspektiven
für die Zeit nach dem Schulabschluss vorstellen. Der Girls’Day trägt dazu bei,
eine Berufsorientierung frei von Geschlechterklischees zu ermöglichen.
Die laufende Förderphase erstreckt sich vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni
2023. Für diese Maßnahme sind vom Jahr 2021 bis zum Jahr 2023
(Kofinanzierung BMBF und BMFSFJ) folgende Fördermittel zur Verfügung gestellt
worden: 655 608 Euro im Jahr 2021, 657 772 Euro im Jahr 2022 sowie
332 979 Euro im Jahr 2023. Damit wurden insgesamt 1 646 359 Euro
bereitgestellt.
Im Bereich „Chancengerechtigkeit und Vielfalt in Wissenschaft und
Forschung“ hat das BMBF zur Unterstützung der Zielstellungen des
Memorandums zum Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen Projekte zur
Umsetzung von Maßnahmen gefördert, die sich exklusiv an Mädchen im schulfähigen
Alter richten. Zudem wurden im Rahmen der Förderrichtlinie „Erfolg mit
MINT – Neue Chancen für Frauen“ des BMBF Projekte gefördert, mit denen
bildungsbiografische und berufliche Übergänge im akademischen MINT-
Bereich für Mädchen im schulfähigen Alter unterstützt wurden.
Um die Repräsentanz von Frauen im MINT-Bereich zu erhöhen, unterstützt das
BMBF mit der Förderrichtlinie „MissionMINT – Frauen gestalten Zukunft“
seit dem Jahr 2022 das Handlungsfeld 3 „Chancen von Mädchen und Frauen in
MINT“ des MINT-Aktionsplans. Gefördert werden innovative und nachhaltig
ausgerichtete Praxismaßnahmen und/oder Forschungsvorhaben, die sich auf
akademische MINT-Studiengänge und akademische MINT-Berufe sowie auf
Frauenkarrieren in Forschung, Entwicklung und Innovation fokussieren. Die
Förderrichtlinie setzt überdies einen besonderen Fokus auf die Stärkung der
Selbstwirksamkeit, der Erfindungskraft und des Innovationsantriebs von jungen
Frauen im Hinblick auf ihr akademisches MINT-Potenzial.
Ergänzend wird auf die tabellarische Übersicht mit der Auflistung der
geförderten Projekte und deren Fördersummen im Zeitraum vom Jahr 2021 bis zum
Jahr 2023 in der Anlage 1* verwiesen.
5. Gab es im Zeitraum von 2021 bis 2023 vom Bund geförderte
Maßnahmen im Bildungsbereich exklusiv für Jungen im schulfähigen Alter,
wenn ja, welche, und welche finanziellen Mittel wurden im Zeitraum
von 2021 bis 2023 vom Bund für diese Förderprojekte bereitgestellt
(bitte nach Maßnahme, Fördervolumen in Euro, Zeitraum und
Gesamtfördervolumen aller Maßnahmen in Euro aufschlüsseln)?
Im Zeitraum von 2021 bis 2023 hat das BMFSFJ die Maßnahme BoysʼDay –
Jungen-Zukunftstag gefördert. Ziel des BoysʼDay ist es, Schülern ab der
5. Klasse Einblicke in Berufsfelder und Studiengänge zu ermöglichen, die
bisher weiblich dominiert sind. Hier geht es darum, eine Berufsorientierung zu
ermöglichen, die sich ausschließlich an persönlichen Interessen und Stärken
orientiert. Diese Maßnahme ist vom Jahr 2021 bis zum Jahr 2023
ausschließlich vom BMFSFJ gefördert worden. Für diese Maßnahme sind konkret
folgende Fördermittel zur Verfügung gestellt worden: 658 939 Euro im Jahr 2021,
659 001 Euro im Jahr 2022 sowie 332 211 Euro im Jahr 2023. Damit wurden
insgesamt 1 650 151 Euro im genannten Zeitraum bereitgestellt.
6. Hat die Bundesregierung seit dem Bildungsbericht 2008 konkrete
Maßnahmen ergriffen, um die im Bericht benannten, zunehmenden
Misserfolge von Jungen in der Schule zu bekämpfen, und wenn ja, welche
(vgl. Bildungsbericht 2008, „Geschlechtsspezifische Disparitäten:
Mädchen und junge Frauen werden im Bildungssystem immer erfolgreicher,
neue Problemlage bei den Jungen“, S. 11, abrufbar:
https://www.bildung
sbericht.de/de/bildungsberichte-seit-2006/bildungsbericht-2008/pdf-bildu
ngsbericht-2008/bb-2008.pdf/view, letzter Stand: 27. April 2023; bitte
die vom Bund geförderten Maßnahmen für Mädchen, junge Frauen bzw.
Jungen und junge Männer von 2008 bis heute, aufgeschlüsselt nach
Maßnahme, Fördersumme in Euro, Zeitraum und Gesamtvolumen aller
Maßnahmen in Euro gegenüberstellen)?
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 6 der Kleinen Anfrage
der Fraktion der AfD auf Bundestagsdrucksache 19/32199 sowie auf die
Antworten zu den Fragen 4 und 5 verwiesen.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/7301 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
7. Wurden seit 2002 von der Bundesregierung Studien und
Forschungsprojekte im Bereich der Bildungs- und Geschlechterforschung zur
Benachteiligung von Mädchen und jungen Frauen im deutschen Bildungswesen
initiiert bzw. gefördert, wenn ja, welche, und wie hoch waren ggf. die
jeweiligen Fördergelder (bitte nach Forschungsprojekt, Zeitraum,
Fördersumme in Euro und Gesamtfördervolumen aller Projekte in Euro
aufschlüsseln)?
8. Wurden seit 2002 von der Bundesregierung Studien und
Forschungsprojekte im Bereich der Bildungs- und Geschlechterforschung zur
Benachteiligung von Jungen und jungen Männern im deutschen Bildungswesen
initiiert bzw. gefördert, wenn ja, welche, und wie hoch waren ggf. die
jeweiligen Fördergelder (bitte nach Forschungsprojekt, Zeitraum,
Fördersumme in Euro und Gesamtfördervolumen aller Projekte in Euro
aufschlüsseln)?
Die Fragen 7 und 8 werden im Zusammenhang beantwortet.
In den im Rahmenprogramm „Empirische Bildungsforschung“ geförderten
Forschungsprojekten ist weder die Benachteiligung von Mädchen und jungen
Frauen noch von Jungen und jungen Männern explizit als
Forschungsgegenstand ausgewiesen. Allerdings erfolgen im Rahmen der Analysen unabhängiger
Variablen auch geschlechtsspezifische Auswertungen, so dass hier
geschlechtsspezifische Unterschiede im Kompetenzerwerb und in der
Kompetenzvermittlung als Teilaspekte der Analyse zum Tragen kommen.
Im Rahmen des Forschungsschwerpunkts „Digitalisierung im Bildungsbereich
– Grundsatzfragen und Gelingensbedingungen (Digitalisierung I)“ wurde im
Verbundprojekt „Learning Analytics und Diskriminierung“ der Frage nach
geschlechterspezifischer Benachteiligung durch digitale Bildungstechnologien
nachgegangen: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchten,
wie Diskriminierung nach Geschlecht, Alter, Herkunft oder Lerntyp durch den
Einsatz von Datenanalysen in digitalen Lernsystemen begünstigt oder
verhindert werden kann. Das Fördervolumen des BMBF betrug hierfür im Zeitraum
vom 1. November 2018 bis zum 28. Februar 2022 rund 470 000 Euro.
Aus den Ergebnissen des IQB-Bildungstrends 2018 und des IQB-
Ländervergleichs 2012 konnten Rückgänge der Kompetenzen und Motivation von
Neuntklässlerinnen und Neuntklässlern im Fach Mathematik zwischen den Jahren
2012 und 2018 identifiziert werden, die bei Jungen besonders stark ausgeprägt
waren. Um ein genaueres Bild über die Entwicklungen von Leistung und
Motivation bei den Jungen zu erhalten, wurde von Seiten des BMBF im Jahr 2020
ein Forschungsprojekt mit rund 42 000 Euro gefördert, das die Ergebnisse der
genannten IQB-Studien weiterführend analysiert hat. Im Rahmen der
Förderung des Zentrums für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB) vom Jahr
2017 bis zum Jahr 2023 wurde durch das BMBF und die Ständige Konferenz
der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland unter
anderem eine Forschungssynthese zum Thema „Geschlechterunterschiede im
Bildungskontext – Von wissenschaftlichen Studien zu Impulsen für die
Unterrichtspraxis“ gefördert, die im Jahr 2022 veröffentlicht wurde. Die Erstellung
von sieben Forschungssynthesen am ZIB wurden und werden seit dem Jahr
2017 bis zum Jahr 2023 mit bundesseitig insgesamt 1 155 000 Euro gefördert.
Im Mai 2023 wurde die Richtlinie zur Förderung des Programms „Integration
durch Bildung“ veröffentlicht, welche darauf abzielt, durch neue
wissenschaftliche Erkenntnisse und innovative Transfermaßnahmen zu gleichen
Bildungschancen für Menschen mit Migrationsgeschichte beizutragen. Das Programm
umfasst zwei Förderinitiativen, von der eine das Forschungsthema „Forschung
und Transfer zu Bildungsangeboten und Empowerment für Mädchen und
Frauen mit Migrationsgeschichte“ beinhaltet. Aufgrund des Umsetzungsstandes des
Programms – die Projekte starten voraussichtlich erst im Jahr 2024 – können
derzeit keine Aussagen zum Fördervolumen getroffen werden.
Das BMBF hat im Bereich „Chancengerechtigkeit und Vielfalt in Wissenschaft
und Forschung“ Forschungsprojekte zur Benachteiligung von Mädchen und
jungen Frauen mit Fokus auf den tertiären Bildungsbereich als
Einzelmaßnahmen sowie im Rahmen mehrerer Förderrichtlinien („Power für Gründerinnen“,
„Frauen an die Spitze“ sowie „Erfolg mit MINT – Neue Chancen für Frauen“,
„MissionMINT – Frauen gestalten Zukunft“) gefördert.
In den vom BMBF geförderten MINT-Forschungsprojekten und -studien zu
„Gelingensbedingungen guter MINT-Bildung“ sowie innerhalb des
„Metavorhabens zu strategischen Handlungsfeldern der MINT Förderung“ werden
geschlechtsspezifische Auswertungen und der Abbau von Benachteiligung
berücksichtigt.
Zu den Details und dem Gesamtfördervolumen aller Projekte wird auf die
Anlage 2* verwiesen.
9. Hat sich die Bundesregierung zu den anhaltenden und deutschlandweit
auftretenden schulischen Leistungsdefiziten, die Jungen gegenüber
Mädchen aufweisen (siehe Vorbemerkung der Fragesteller) eine eigene
Auffassung gebildet, und wenn ja, wie lautet diese?
10. Welche Konsequenzen zieht die Bundesregierung aus der nach
Auffassung der Fragesteller beunruhigenden Entwicklung, dass Jungen im
deutschen Schulsystem seit mehr als 20 Jahren persistent schlechter
abschneiden als Mädchen (siehe Vorbemerkung der Fragesteller) für ihr
eigenes Handeln?
Die Fragen 9 und 10 werden im Zusammenhang beantwortet.
Es wird auf die Antwort zu den Fragen 1 bis 3 verwiesen.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/7301 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
Kleine Anfrage der Fraktion der AfD – BT-Drs. 20/7105
Anlage 1 - Tabellarische Übersicht zu Frage 4
Maßnahmen Fördervolumen
in Euro
Zeitraum
Girls' Day - Mädchen-Zukunftstag: Verankerung einer
klischeefreien Berufs- und Studienwahl unter
Berücksichtigung der digitalen Transformation und deren
Einfluss auf die Berufs- und Lebenswelt von Mädchen und
jungen Frauen
1.646.359,00 2021-2023
digiMINT – Digitalisierung als Chance für Frauen in MINT:
Schule – Studium – Beruf
238.688,40 2021-2023
Hybrides MINT-Studienwahlorientierungsprogramm für
Frauen im Kontext digitaler Transformation
52.839,99 2021-2023
Verbundvorhaben: Young Scientists for Future - MINT-
bezogene Selbstwirksamkeit, Interesse und Eigeninitiative von
Schülerinnen durch eigene Forschung zum Klimawandel
stärken - Teilvorhaben 1: Bildungswissenschaftliche
Begleitung einer Praxismaßnahme im Fach Physik und
Verbundkoordination
51.450,00 2021-2023
Verbundvorhaben: Young Scientists for Future - MINT-
bezogene Selbstwirksamkeit, Interesse und Eigeninitiative von
Schülerinnen durch eigene Forschung zum Klimawandel
stärken - Teilvorhaben 2: Fachdidaktische Entwicklung einer
Praxismaßnahme im Fach Physik
37.199,00 2021-2023
MINTnetz 18: MINT erleben, MINT verändern 65.607,00 2021-2023
PlayMINT: Spielerische Förderung von Studentinnen in eine
unternehmerische MINT Karriere [PlayMINT]
78.876,64 2021-2023
Do IT! – Erfassung sozio-kultureller Hemmnisse für die Wahl
von IT-Berufswegen von Frauen
166.035,80 2021-2023
Verbundvorhaben: DiversitySensiblerSupport: MINT-
Berufsorientierung für weibliche Adoleszenten mit
Migrationshintergrund in Tochter-Elternteil-Dyaden
(DISENSU) – Teilvorhaben: Verbundkoordination,
Entwicklung der Methodenwerkzeuge, visuelle Tools und
Fokusgruppen
21.662,40 2021-2023
Innovationspotenziale von Frauen für die Digitalisierung der
Gesellschaft erschließen -Konzeption und Realisierung
innovativer, nachhaltiger Maßnahmen für mehr Frauen im
MINT-Studium und -Beruf
605.264,08 2021-2023
Verbundvorhaben: intoMINT 4.0: Begeisterung und
Engagement für MINT wecken und ausbauen. Entwicklung
einer App zur Berufs- und Studienorientierung für
Schülerinnen im MINT-Bereich. Teilvorhaben I: Entwicklung,
Test und Betrieb einer App.
15.000,00 2021-2023
"Verbundvorhaben: Open MINT Maßnahmen für eine
Erhöhung des Frauenanteils in MINT-Berufen in
strukturschwachen Regionen; Teilvorhaben I:
Verbundkoordination, Durchführung und Koordination der
Begleitforschung"
106.330,42 2021-2023
"Verbundvorhaben: Open MINT Maßnahmen für eine
Erhöhung des Frauenanteils in MINT-Berufen in
strukturschwachen Regionen; Teilvorhaben II:
Maßnahmenumsetzung und Datengenerierung"
69.926,61 2021-2023
Korrespondenzzirkel für Schülerinnen im Bereich
Agrarwissenschaften (fachübergreifend) - MINT-Zirkel
119.344,39 2021-2023
Kleine Anfrage der Fraktion der AfD – BT-Drs. 20/7105
Das Gesamtfördervolumen aller Maßnahmen im Zeitraum von 2021 bis 2023 beträgt
3.274.583,73 Euro.
Kleine Anfrage der Fraktion der AfD – BT-Drs. 20/7105
Anlage 2 - Tabellarische Übersicht zu den Fragen 7 und 8
Maßnahmen Fördervolumen
in Euro
Zeitraum
Jungen als neue Bildungsverlierer? – Zusatzauswertungen des
IQB-Ländervergleichs 2012 und des IQB-Bildungstrends 2018;
Humboldt-Universität zu Berlin;
41.221,20 01.03.2020 bis
31.12.2020
Verbundprojekt „Learning Analytics und Diskriminierung“;
HTW Berlin und Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
472.874,00 01.11.2018 bis
29.02.2022
Forschungssynthesen im Rahmen der Förderung des Zentrums
für internationale Bildungsvergleichsstudien (ZIB)
1.155.000 01.01.2017 bis
31.12.2023
be.physical -Realisierung einer Best-Practice-Sammlung
Physikunterricht und eines Hochschul-Informationsangebots
(Ranking) zur Erhöhung des Frauenanteils in technischen und
naturwissenschaftlichen Studienfächern
268.867,00 01.09.2002 bis
31.05.2004
Analysen und Handlungsempfehlungen zur Herstellung von
Chancengleichheit bei der Einführung von Bachelor-/
Masterstudiengängen an deutschen Hochschulen
31.170,00 01.07.200 bis
30.06.2004
Online Lernen Interaktiv - Entwicklung und Erprobung
innovativer Qualifizierungskonzepte für Mädchen mit
unterschiedlichen Bildungshintergründen
430.130,00 01.01.2005 bis
31.12.2007
Online Lernen Interaktiv - Entwicklung und Erprobung
innovativer Qualifizierungskonzepte für Mädchen mit
unterschiedlichen Bildungshintergründen
1.618.112,00 01.01.2005 bis
31.12.2007
Studienabbruch von Frauen in den Ingenieurwissenschaften -
Analyse Studienabbruch relevanter Studienerlebnisse zur
Exploration von Ansatzpunkten zur Erhöhung der
Bindungskräfte technischer Studiengänge
218.940,00 01.12.2005 bis
31.12.2008
Verbundvorhaben: Potenzialanalyse und Entwicklung des
Konzepts universitärer Übungsfirmen - Didaktische Innovation
durch Modellierung und Erprobung von "Managing Gender -
and Diversity "-Ansätzen - (DIANA) - Teilprojekt
Objektstrukturen
129.362,00 01.12.2006 bis
30.11.2008
Verbundvorhaben: Potenzialanalyse und Entwicklung des
Konzepts universitärer Übungsfirmen - Didaktische Innovation
durch Modellierung und Erprobung von "Managing Gender -
and Diversity "-Ansätzen - (DIANA) - Teilprojekt
Subjektstrukturen
119.925,00 01.12.2006 bis
31.12.2008
Mathematikunterricht und Gender - Empirische Ergebnisse
und Pädagogische Ansätze
8.050,00 01.11.2007 bis
15.09.2008
Spurensuche! Genderspezifische Entscheidungswege in Natur-
und Ingenieurwissenschaften hinein und mögliche Ursachen
für das Verlassen dieser Fächer an den TU9-Universitäten
135.852,16 01.12.2007 bis
30.11.2009
Verbundvorhaben: CyberMentor - E-Mentoring für Mädchen
im MINT-Bereich vor dem Hintergrund des Aktiotopansatzes.
Teilvorhaben: Koordination, Öffentlichkeitsarbeit, Evaluation
153.850,16 01.07.2008 bis
29.02.2012
Verbundvorhaben: CyberMentor - E-Mentoring für Mädchen
im MINT-Bereich vor dem Hintergrund des Aktiotopansatzes.
Teilvorhaben: Koordination, Öffentlichkeitsarbeit, Evaluation
615.400,64 01.07.2008 bis
29.02.2012
Verbundvorhaben: CyberMentor - E-Mentoring für Mädchen
im MINT-Bereich vor dem Hintergrund des Aktiotopansatzes.
Teilvorhaben: Mentorinnen-Schulungen
41.437,82 01.07.2008 bis
29.02.2012
Kleine Anfrage der Fraktion der AfD – BT-Drs. 20/7105
Verbundvorhaben: CyberMentor - E-Mentoring für Mädchen
im MINT-Bereich vor dem Hintergrund des Aktiotopansatzes.
Teilvorhaben: Mentorinnen-Schulungen
165.751,28 01.07.2008 bis
29.02.2012
Entwicklung von Messinstrumenten mit reduzierten
geschlechtsstereotypen Interessen- und
Selbstwirksamkeitseinschätzungen als Grundlage einer
geschlechtergerechter Studien- und Berufsberatung
209.913,80 01.11.2008 bis
29.02.2012
Light up your life - Photonik für
Mädchen/Berufsorientierungsprozesse und
Geschlechtsspezifische Fragestellungen im
naturwissenschaftlich-technischen Bereich
472.668,50 01.12.2008 bis
31.01.2012
Evaluation des Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen 336.550,00 01.12.2008 bis
31.01.2012
Genderfairness berufs- und studieneignungsdiagnostischer
Tests
600.921,90 01.10.2009 bis
28.02.2014
Bilanzierung der Gleichstellungsaktivitäten im Bereich
"Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik"
(MINT)
42.881,00 01.11.2009 bis
31.12.2010
InformATTRAKTIV - Informatik-Professorinnen für
Innovation und Profilbildung. Eine Informatik, die für Frauen
und Mädchen attraktiv ist
229.731,81 01.01.2011 bis
28.02.2014
InformATTRAKTIV - Informatik-Professorinnen für
Innovation und Profilbildung. Eine Informatik, die für Frauen
und Mädchen attraktiv ist
536.040,89 01.01.2011 bis
28.02.2014
IGaDtools4MINT - Integration von Gender and Diversity in
MINT-Studiengänge an Hochschulen. Entwicklung und
pilothafte Umsetzung eines Toolkits zur Implementierung von
Gender and Diversity Mainstreaming am Beispiel der
Informatik
165.972,84 01.02.2011 bis
30.06.14
IGaDtools4MINT - Integration von Gender and Diversity in
MINT-Studiengänge an Hochschulen. Entwicklung und
pilothafte Umsetzung eines Toolkits zur Implementierung von
Gender and Diversity Mainstreaming am Beispiel der
Informatik
387.269,96 01.02.2011 bis
30.06.2014
Verbundvorhaben: ChemWiss - Chemikerinnen auf dem Weg
in die Wissenschaft? Teilvorhaben A: Gendersensible Analyse
der Studienfachkultur Chemie und der Karrierevorstellungen
von Studentinnen der Chemie
45.775,80 01.03.2011 bis
29.02.2012
Verbundvorhaben: ChemWiss - Chemikerinnen auf dem Weg
in die Wissenschaft? Teilvorhaben A: Gendersensible Analyse
der Studienfachkultur Chemie und der Karrierevorstellungen
von Studentinnen der Chemie
183.103,20 01.03.2011 bis
29.02.2012
Verbundvorhaben: ChemWiss - Chemikerinnen auf dem Weg
in die Wissenschaft? Teilvorhaben B: Entwicklung und
Erprobung eines genderspezifischen Erhebungsinstrumentes
zur Befragung von Studierenden am Beispiel der Chemie
14.917,10 01.03.2011 bis
29.02.2012
Verbundvorhaben: ChemWiss - Chemikerinnen auf dem Weg
in die Wissenschaft? Teilvorhaben B: Entwicklung und
Erprobung eines genderspezifischen Erhebungsinstrumentes
zur Befragung von Studierenden am Beispiel der Chemie
59.668,40 01.03.2011 bis
29.02.2012
Verbundvorhaben: Berufsorientierung auf zukunftsträchtige
Berufe. Teilvorhaben B: Gelingensbedingungen und Barrieren
pädagogischer Interventionen zur Förderung des Interesses
junger Frauen an MINT-Berufen in außerschulischen
Berufsorientierungsprojekten
21.788,50 01.04.2011 bis
31.03.2012
Verbundvorhaben: Berufsorientierung auf zukunftsträchtige
Berufe. Teilvorhaben B: Gelingensbedingungen und Barrieren
pädagogischer Interventionen zur Förderung des Interesses
87.153,93 01.04.2011 bis
31.03.2012
Kleine Anfrage der Fraktion der AfD – BT-Drs. 20/7105
junger Frauen an MINT-Berufen in außerschulischen
Berufsorientierungsprojekten
Verbundvorhaben: Berufsorientierung auf zukunftsträchtige
Berufe. Teilvorhaben A: Gelingensbedingungen und Barrieren
pädagogischer Interventionen zur Förderung des Interesses
junger Frauen an MINT-Berufen in schulischen
Berufsorientierungsprojekten
15.653,00 01.04.2011 bis
31.05.2012
Verbundvorhaben: Berufsorientierung auf zukunftsträchtige
Berufe. Teilvorhaben A: Gelingensbedingungen und Barrieren
pädagogischer Interventionen zur Förderung des Interesses
junger Frauen an MINT-Berufen in schulischen
Berufsorientierungsprojekten
62.611,98 01.04.2011 bis
31.05.2012
"AN(N)O 2015" - Aktuelle Normative Orientierungen,
Geschlechteridentitäten und Berufswahlentscheidungen junger
Frauen
75.795,60 01.04.2011 bis
30.06.2014
"AN(N)O 2015" - Aktuelle Normative Orientierungen,
Geschlechteridentitäten und Berufswahlentscheidungen junger
Frauen
303.182,49 01.04.2011 bis
30.06.2014
Bildungsziel - Ingenieurin: Technik- und
naturwissenschaftliche Studienrichtungen bei jungen Frauen
(BildIng)
127.286,94 01.05.2011 bis
31.10.2014
Bildungsziel - Ingenieurin: Technik- und
naturwissenschaftliche Studienrichtungen bei jungen Frauen
(BildIng)
297.002,86 01.05.2011 bis
31.10.2014
MINT und Chancengleichheits-Entertainment-Excellence:
MINT-E-E bewerten und weiterentwickeln (MINTiFF)
78.346,62 01.05.2011 bis
30.06.2013
MINT und Chancengleichheits-Entertainment-Excellence:
MINT-E-E bewerten und weiterentwickeln (MINTiFF)
313.386,48 01.05.2011 bis
30.06.2013
Verbundvorhaben: GEnderMAINStreAMing Veränderungen
erreichen (GEMAINSAM), Teilvorhaben Theoretisches
Rahmenmodell und Instrument zur Messung des
Genderbewusstseins (TRIG)
65.718,40 01.06.2011 bis
30.09.2014
Verbundvorhaben: GEnderMAINStreAMing Veränderungen
erreichen (GEMAINSAM), Teilvorhaben Theoretisches
Rahmenmodell und Instrument zur Messung des
Genderbewusstseins (TRIG)
262.873,60 01.06.2011 bis
30.09.2014
Verbundprojekt: GEnderMAINStreAMing. Veränderungen
erreichen (GEMAINSAM), Teilvorhaben Feldtypisierende
Adaption des theoretischen Rahmenmodells und des
Diagnoseinstruments (FARD)
24.411,42 01.06.2011 bis
30.09.2014
Verbundprojekt: GEnderMAINStreAMing. Veränderungen
erreichen (GEMAINSAM), Teilvorhaben Feldtypisierende
Adaption des theoretischen Rahmenmodells und des
Diagnoseinstruments (FARD)
97.645,68 01.06.2011 bis
30.09.2014
Aktuelle Ungleichzeitigkeiten von Geschlechterkonzepten im
Bildungsbereich – eine Gefahr für die Chancengleichheit?
(Geschlechterkonzepte im Bildungsbereich)
133.656,24 01.10.2013 bis
30.09.2014
Verbundvorhaben: Geschlechtergerechte Fachdidaktik in
Naturwissenschaften, Technik und Wirtschaftswissenschaften -
Teilvorhaben 2: Wissenschaftliches Tagungsprogramm,
Internetplattform & Öffentlichkeitsarbeit, Evaluation &
Transfer (GELEFA)
51.090,16 01.05.2015 bis
30.04.2016
Verbundvorhaben: Geschlechtergerechte Fachdidaktik in
Naturwissenschaften, Technik und Wirtschaftswissenschaften -
Teilvorhaben 1: Verbundkoordination, wissenschaftliches
Tagungsprogramm, Veranstaltungsformate und -organisation,
Evaluation & Transfer (GELEFA)
80.660,07 01.05.2015 bis
30.04.2016
Kleine Anfrage der Fraktion der AfD – BT-Drs. 20/7105
Science meets Fiction: Science und Gender in Space Movies und
Serien
181.578,00 01.04.2016 bis
30.06.2017
Entwicklung einer Informationsplattform für junge Frauen zur
Berufs- und Studienorientierung in IT-nahen Berufen (Digital
Me)
882.757,20 01.10.2016 bis
30.09.2019
GenderMINT 4.0 - Studiengangentscheidungen, Studieneingang
und Studienerfolg von Frauen (und Männern) in MINT
649.071,60 01.10.2016 bis
29.02.2020
Master mIt ZukuNfT. Wie die Attraktivität von MINT-Berufen
für Frauen gesteigert werden kann.
287.038,80 01.11.2016 bis
31.12.2019
Entwicklung eines virtuellen IT-Berufs- und
Studienorientierungsangebots für Frauen (BeSt F:IT)
563.014,29 01.03.2017 bis
30.04.2020
Erhöhung des Frauenanteils im Studienbereich
Informationstechnologie durch flexible, praxisorientierte und
interdisziplinäre Studienganggestaltung (FRUIT)
292.798,62 01.03.2017 bis
28.02.2019
Verbundvorhaben "Individuelle Interventionen bei
Schülerinnen zur Erkennung und Förderung von MINT-
Begabungen (MINTcoach) – Teilvorhaben:
informationstechnikbasiertes Konzept, technische App-
Entwicklung, Interventionsdurchführung, Evaluation und
Verbundkoordination"
416.147,60 01.07.2017 bis
30.06.2020
Verbundvorhaben "Individuelle Interventionen bei
Schülerinnen zur Erkennung und Förderung von MINT-
Begabungen (MINTcoach) – Teilvorhaben:
genderdidaktischpsychologisches Konzept, Interventionsdurchführung,
Evaluation"
200.832,55 01.07.2017 bis
30.06.2020
Do IT! – Erfassung sozio-kultureller Hemmnisse für die Wahl
von IT-Berufswegen von Frauen
522.020,38 01.09.2017 bis
31.10.2021
PlayMINT: Spielerische Förderung von Studentinnen in eine
unternehmerische MINT Karriere [PlayMINT]
440.107,20 01.10.2017 bis
30.09.2021
InvestMINT – Familiärer Einfluss auf das MINT-Interesse von
Töchtern und Konzeption aktiver Beteiligungsformate zur
gendersensiblen Studien- und Berufsorientierung
400.127,46 01.10.2017 bis
30.09.2019
"Identi<phy>: Forschungsbasierte Intervention zur
Unterstützung junger Frauen in der Physik"
242.234,73 01.10.2017 bis
31.12.2020
"Fix-IT. Fixing IT for Women. Genderkompetenz &
Kulturwandel zwischen Forschungsperspektive und
Anwendungsebene - Neue Impulse für die Studien- und
Berufsorientierung von Mädchen im Kontext der
Digitalisierung von Arbeit und Lebenswelten"
749.241,00 01.10.2017 bis
31.12.2020
Verbundvorhaben: MINT-Strategien 4.0 – Strategien zur
Gewinnung von Frauen für MINT-Studiengänge an
Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Teilvorhaben I:
Intersektionale und fachkulturelle Perspektiven;
Verbundkoordination
460.444,80 01.11.2017 bis
31.01.2021
Verbundvorhaben: MINT-Strategien 4.0 – Strategien zur
Gewinnung von Frauen für MINT-Studiengänge an
Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Teilvorhaben II:
Evaluationsforschung
350.822,40 01.11.2017 bis
31.12.2020
Verbundvorhaben: DiversitySensiblerSupport: MINT-
Berufsorientierung für weibliche Adoleszenten mit
Migrationshintergrund in Tochter-Elternteil-Dyaden
(DISENSU) – Teilvorhaben: Erhebung der Rahmenbedingungen,
Untersuchung der Tochter-Elternteil-Interaktion und des
Selbstkonzeptes
274.029,60 01.02.2018 bis
31.03.2021
Verbundvorhaben: DiversitySensiblerSupport: MINT-
Berufsorientierung für weibliche Adoleszenten mit
Migrationshintergrund in Tochter-Elternteil-Dyaden
294.388,80 01.02.2018 bis
31.03.2021
Kleine Anfrage der Fraktion der AfD – BT-Drs. 20/7105
(DISENSU) – Teilvorhaben: Verbundkoordination, Entwicklung
der Methodenwerkzeuge, visuelle Tools und Fokusgruppen
digiMINT – Digitalisierung als Chance für Frauen in MINT:
Schule – Studium – Beruf
238.688,40 01.10.2022 bis
30.09.2025
Verbundvorhaben: Young Scientists for Future - MINT-
bezogene Selbstwirksamkeit, Interesse und Eigeninitiative von
Schülerinnen durch eigene Forschung zum Klimawandel
stärken - Teilvorhaben 1: Bildungswissenschaftliche Begleitung
einer Praxismaßnahme im Fach Physik und
Verbundkoordination
51.450,00 01.11.2022 bis
31.10.2025
Verbundvorhaben: Young Scientists for Future - MINT-
bezogene Selbstwirksamkeit, Interesse und Eigeninitiative von
Schülerinnen durch eigene Forschung zum Klimawandel
stärken - Teilvorhaben 2: Fachdidaktische Entwicklung einer
Praxismaßnahme im Fach Physik
37.199,00 01.11.2022 bis
31.10.2025
Verbundvorhaben: Re-Imagining GenderFuture in MINT –
Hochschulische Potenziale der Gewinnung und Bindung von
weiblichen Non-Traditionals durch die Integration von
Nachhaltigkeit und Geschlechtergerechtigkeit in den
Technikwissenschaften - Teilprojekt: Nontraditional Students
in GreenTec und Verbundkoordination
30.237,60 01.03.2023 bis
28.02.2026
Verbundvorhaben: Re-Imagining GenderFuture in MINT –
Hochschulische Potenziale der Gewinnung und Bindung von
weiblichen Non-Traditionals durch die Integration von
Nachhaltigkeit und Geschlechtergerechtigkeit in den
Technikwissenschaften - Teilprojekt: In organisationale
Blickordnungen intervenieren
46.288,80 01.03.2023 bis
28.02.2026
Verbundvorhaben: FösaMINT: Forschung zu materiellen,
sozialen und informationellen MINT-Förderressourcen auf
schulischer und außerschulischer sowie lokaler und
überregionaler Ebene zur optimalen Förderung von Mädchen
in ihrem Lebenskontext.
2.259.779
01.08.2022 bis
31.07.2027
transMINT4.0: Grenzen überwinden, MINT-Bildung verbinden
durch außerschulische Lernorte und den Einsatz digitaler
Medien unter Berücksichtigung zielgruppenspezifischer
Erkenntnisse und Lösungsansätze.
797.664 01.09.2022 bis
31.08.2025
Verbundvorhaben: EnvironMINT: Gelingensbedingungen für
eine erfolgreiche Zusammenarbeit von Kindern, Eltern, Schulen
und Fab Labs für nachhaltige MINT-bezogene Maker-
Aktivitäten unter Berücksichtigung zielgruppenspezifischer
Erkenntnisse und Lösungsansätze.
1.125.509 01.09.2022 bis
31.08.2025
Verbundvorhaben: DearH_MINT: Denk-, Arbeits- und
Handlungsweisen beim MINT-Lernen in der Grundschule unter
Berücksichtigung zielgruppenspezifischer Erkenntnisse und
Lösungsansätze.
770.624 01.09.2022 bis
31.08.2025
MINT4all: Die Gewinnung geschlechtsspezifischer Erkenntnisse
und Lösungsansätze, insbesondere für das fächerübergreifende,
vernetzte Denken zur Bewältigung komplexer globaler
Herausforderungen, soll zur Förderung von Chancengleichheit
in der MINT-Bildung beitragen.
599.693 01.10.2022 bis
30.09.2025
NAMAKI: Naturwissenschaftliche und mathematische Bildung
in der Kita weiterentwickeln unter Berücksichtigung
zielgruppenspezifischer Erkenntnisse und Lösungsansätze.
678.662 01.09.2022 bis
31.08.2025
Verbundvorhaben: GeP: Gelingensindikatoren effektiven
Problemlösens) unter Berücksichtigung zielgruppenspezifischer
Erkenntnisse und Lösungsansätze.
75.135 01.03.2022 bis
30.04.2023
MesH_MINT: Metavorhaben zu strategischen Handlungsfeldern
der MINT Förderung
1.102.065
01.04.2023 bis
31.03.2028
Kleine Anfrage der Fraktion der AfD – BT-Drs. 20/7105
Teilvorhaben Reviewforschung zum Querschnittsthema
Diversität und Chancengleichheit
Gesamtfördervolumen aller Projekte 26.009.272,26
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]