Zukunft des Obstbaus in Deutschland
der Fraktion der CDU/CSU
Vorbemerkung
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen20
Wie viele Obstbaubetriebe gibt es in Deutschland aktuell, und wie hat sich die Zahl der Obstbaubetriebe in den Jahren von 2012 bis 2022 entwickelt?
Wie viel Wertschöpfung erreicht der Obstbau in Deutschland insgesamt und im Durchschnitt der Betriebe, und wie hat sich dies in den Jahren von 2012 bis 2022 entwickelt?
Wie bewertet die Bundesregierung die wirtschaftliche Situation der Obstbetriebe in Deutschland und die Wettbewerbsfähigkeit des Obstbaus in Deutschland und auf europäische Ebene?
Welche hauptsächlichen Obstsorten werden in Deutschland bevorzugt angebaut, wie hat sich dies in den letzten zehn Jahren entwickelt (in Hektar), und wie hoch ist der jeweilige Anteil an ökologischer Produktion?
Erwartet die Bundesregierung aufgrund des Klimawandels eine veränderte Obsterzeugung, sowohl mengenmäßig als auch betreffend die erzeugten Obstsorten, in Deutschland und in der EU?
Wie hat sich der Obstkonsum in Deutschland in den letzten zehn Jahren entwickelt, und wie hoch ist der jeweilige Anteil an Obst aus Deutschland, aus der EU und aus Drittländern (bitte anhand der fünf für die Verbraucherinnen und Verbraucher wichtigsten Obstsorten in Kilogramm pro Person und prozentualem Anteil von Obst aus Deutschland, der EU und Drittstaaten auflisten)?
Inwieweit können Obstbauern von der derzeitigen Förderung im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) profitieren, und wie viel Obstbaubetriebe haben bisher eine Förderung erhalten, und wie viele hatten keinen Anspruch auf Förderung über die GAP?
Inwieweit ist geplant, bessere GAP-Förderungen speziell für den Obstbau zu ermöglichen?
Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung ergriffen, um die kleinen und mittleren Obstbaubetriebe in Deutschland in ihrer Wettbewerbsfähigkeit auf dem europäischen Markt zu unterstützen?
Welche Bundesmittel im Haushalt und in welcher Höhe sieht die Bundesregierung vor, um den Verzehr von Obst in den Schulen und Kindergärten zu fördern?
Wie hoch ist der Mittelansatz für das EU-Schulprogramm pro Jahr auf EU-Ebene, und wie viele Mittel rufen die einzelnen EU-Staaten für dieses Programm pro Jahr ab?
Wird in Deutschland das Obst aus ökologischer Erzeugung in dem EU-Schulprogramm bevorzugt eingesetzt, und wenn ja, mit welcher Begründung?
Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung, um den Anteil an ökologischer sowie konventioneller Erzeugung im Obstbau zu erhöhen?
Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung ergriffen, um dem Ziel im Koalitionsvertrag zwischen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP „Die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln muss transparent und rechtssicher nach wissenschaftlichen Kriterien erfolgen, bestehende Lücken auf europäischer Ebene werden geschlossen. Gleichzeitig muss eine schnellere Entscheidung stattfinden“ (Koalitionsvertrag, S. 46) Rechnung zu tragen?
Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung bereits ergriffen, um dem Ziel im Koalitionsvertrag „Zudem sorgen wir für eine Verbesserung der Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln, insbesondere für Anwendungen von geringfügigem Umfang bei vielfältig angebauten Sonderkulturen, für den Vorratsschutz und für geeignete Resistenzstrategien“ (Koalitionsvertrag, S. 46) Rechnung zu tragen, und welche Maßnahmen sind in der laufenden Legislaturperiode noch geplant, umzusetzen?
Sieht die Bundesregierung die Notwendigkeit, aufgrund klimatischer Veränderungen und damit einhergehend dem Auftreten neuer Schaderreger, wie Insekten oder Pilzerkrankungen, die Zulassung innovativer Pflanzenschutzmittel zügig voranzutreiben?
Sieht die Bundesregierung die Notwendigkeit, sich – aufgrund der klimatischen Veränderungen und damit einhergehend dem Auftreten neuer Schaderreger wie Insekten oder Pilzerkrankungen und aufgrund der zunehmenden klimatischen Herausforderungen wie zunehmende Trockenheit – auf EU-Ebene für eine technologieoffene Beratung bezüglich einer Zulassung und Anwendung neuer Züchtungsmethoden einzusetzen?
Steht die Bundesregierung im regelmäßigen Austausch mit Branchenvertretern, einschließlich Erzeugern, aus der Obstbaubranche, wenn ja, mit welchen, und in welchem Rahmen fanden Gespräche mit der politischen Leitung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft bisher statt?
Plant die Bundesregierung, Anforderungen an Bürokratie und Kontrollen für kleine und mittlere Obstbaubetriebe zu reduzieren, und wenn ja, welche Maßnahmen sollen dies sein?
Welche Chancen der Digitalisierung sieht die Bundesregierung für den Bereich des Obstbaus, und welche konkreten Projekte oder Forschungen im Bereich der Digitalisierung für den Obstbau hat die Bundesregierung in dieser Legislaturperiode bereits in Auftrag gegeben oder abgeschlossen, und wie hoch war der Mittelansatz für diese Projekte?