[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Peter Felser, Stephan Protschka,
Frank Rinck, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 20/2476 –
Auswirkungen hochverarbeiteter vegetarischer Lebensmittel auf die menschliche
Gesundheit
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die Zahl der Menschen in Deutschland, die sich selbst als Vegetarier
einordnen, lag im Jahr 2021 bei 7,5 Millionen und somit um 1 Million höher als ein
Jahr zuvor (
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/173636/umfrage/leben
seinstellung-anzahl-vegetarier/). Demgegenüber ordneten sich laut einer
Umfrage im Jahr 2021 1,4 Millionen Menschen als Veganer ein, was einen
Zuwachs zum Vorjahr von 280 000 Personen ausmacht (
https://de.statista.com/st
atistik/daten/studie/445155/umfrage/umfrage-in-deutschland-zur-anzahl-
derveganer/). Paradoxerweise zeichnet sich der Anstieg an alternativen
Ernährungsweisen im Einzelhandel durch ein breites Angebot bei pflanzenbasierten
Ersatzprodukten für tierische Lebensmittel wie Käse, Milch, Wurst und auch
Fleisch aus. So verzeichnete die Gruppe der Fleischersatzprodukte im Jahr
2021 einen Produktionsanstieg von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr
(
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/05/PD22_N025_
42.html#:~:text=Im%20Jahr%202021%20betrug%20der,fache%20des%20We
rtes%20der%20Fleischersatzprodukte). Bei den Milchalternativen dominierte
beispielsweise der Absatz von Hafermilch, die im Jahr 2021 einen Marktanteil
in dieser Kategorie von über 55 Prozent ausmachte und gegenüber dem
Vorjahr fast 10 Prozent Zuwachs zeigte (
https://de.statista.com/statistik/daten/stud
ie/1297316/umfrage/absatzverteilung-von-milchersatzprodukten-nach-art/#:~:t
ext=Absatzverteilung%20von%20Milchersatzprodukten%20nach%20Art%20
bis%202021&text=Gemessen%20am%20Absatz%20ist%20Hafer,Marktanteil
%20gegen%C3%BCber%20dem%20Vorjahr%20ausbauen).
Viele dieser Waren haben jedoch ein schlechtes Nährwert- und Nährstoffprofil
und werden durch Zusatz vieler einzelner homogener Komponenten an die
Textur und den Geschmack der ursprünglichen und natürlichen Lebensmittel
herangeführt (
https://dge.de/blog/2022/05/12/hochverarbeitete-lebensmittel/).
Durch die Verwendung billiger Zutaten, wie hydrolysierte Öle, Glucose-
Fructose-Sirup, Proteinisolate und viele weitere Zusatzstoffe, sind die
genannten Produkte zudem hoch profitabel für die Hersteller (ebd.). Die
gesundheitlichen Nachteile tragen jedoch die Konsumenten, denn eine Ernährung mit
vielen stark verarbeiteten Lebensmitteln geht im Vergleich zu einer Ernährung
mit unverarbeiteten Lebensmitteln mit einer signifikant höheren Energieauf-
Deutscher Bundestag Drucksache 20/2742
20. Wahlperiode 07.07.2022
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft
vom 7. Juli 2022 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
nahme und einer Gewichtszunahme einher (ebd). Hier knüpft auch die
Bundesregierung in ihrer Nationalen Innovations- und Reduktionsstrategie an, mit
der sie dafür sorgen möchte, dass verarbeitete Lebensmittel gesünder werden
(
https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/reduktions
strategie/reduktionsstrategie-zucker-salz-fette.html).
Aus einer kürzlich veröffentlichten Studie der US-amerikanischen Loma
Linda University Health aus Kalifornien geht sogar hervor, dass eine
vegetarische Ernährung mit einem hohen Anteil an stark verarbeiteten Lebensmitteln,
wie vor allem Softdrinks, Süßigkeiten aber auch Fleischersatzprodukte, das
Sterblichkeitsrisiko stärker erhöht als eine Ernährung mit rotem Fleisch
(
https://academic.oup.com/ajcn/article-abstract/115/6/1589/6535558). Es
zeigte sich, dass Menschen, die 50 Prozent ihrer Gesamtkalorien aus
hochverarbeiteten Lebensmitteln aufnahmen, eine um 14 Prozent erhöhte Sterblichkeit,
verglichen mit Personen, die nur 12,5 Prozent ihrer Gesamtkalorien aus
derselben Lebensmittelauswahl bezogen, aufweisen (ebd.). Personen, die
hingegen täglich 40 Gramm rotes Fleisch konsumierten, steigerten ihr
Sterblichkeitsrisiko nur um a8 Prozent. Vorausgesetzt, dass stark verarbeitete
Lebensmittel nahezu gänzlich gemieden wurden (ebd.). Die Ergebnisse beschreiben
in der Summe, dass der Anteil stark verarbeiteter vegetarischer Lebensmittel
in der täglichen Ernährung mit Bezug auf das Sterblichkeitsrisiko mehr
Gewicht hat als der Anteil an tierischen Lebensmitteln (ebd.). Weitere Nachteile
stark verarbeiteter Lebensmittel ergeben sich zudem für die Nachhaltigkeit des
gesamten Lebensmittelsystems, weil die Produktion stark verarbeiteter
Lebensmittel mit einer intensiven Landwirtschaft verbunden ist. Auch negative
kulturelle und sozioökonomische Auswirkungen, wie die Verdrängung
traditioneller Zubereitungsverfahren und Mahlzeiten und die Gefährdung der
Existenz von kleinbäuerlichen Strukturen durch das Monopol transnationaler
Großkonzerne, werden ihnen zugeschrieben (ebd.).
1. Ist der Bundesregierung die in der Vorbemerkung der Fragesteller
aufgezeigte Studie der US-amerikanischen Loma Linda University Health aus
Kalifornien bekannt, und wenn ja, hat sie sich dazu eine Positionierung
erarbeitet (welche Rückschlüsse zieht die Bundesregierung ggf. aus den
Ergebnissen für ihr eigenes Handeln hinsichtlich ihrer
Ernährungspolitik)?
Der Bundesregierung ist die oben genannte Studie bekannt. Die Studie zeigt
einen positiven Zusammenhang zwischen dem Verzehr von hochverarbeiteten
Lebensmitteln und der Gesamtsterblichkeit. Dieser Zusammenhang wurde auch
in anderen Studien gezeigt.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) setzt sich
für eine gesundheitsfördernde Ernährungsumgebung und eine verbesserte
Ernährungskompetenz der Verbraucherinnen und Verbraucher ein. Ziel ist es
dabei, Verbraucherinnen und Verbraucher zu befähigen und es ihnen zu
erleichtern, sich gesund und nachhaltig zu ernähren. Unter einer gesunderhaltenden
Ernährungsweise, die auch Klima und Umwelt schützt, versteht das BMEL
eine pflanzenbetonte, bedarfsgerechte Ernährungsweise mit der Bevorzugung
von saisonal erzeugten und unverarbeiteten oder gering verarbeiteten
Lebensmitteln.
2. Wie schätzt die Bundesregierung das allgemeine Risiko für deutsche
Verbraucher hinsichtlich des Konsums hochverarbeiteter Lebensmittel ein?
a) Wie wird das Risiko für die Ernährungsweise der Vegetarier
eingeschätzt?
b) Wie wird das Risiko für die Ernährungsweise der Veganer eingestuft?
Die Fragen 2 bis 2b werden gemeinsam beantwortet.
Mögliche gesundheitliche Risiken des Konsums hochverarbeiteter
Lebensmittel müssen im Zusammenhang mit dem gesamten Ernährungsstil beurteilt
werden. Der Bundesregierung sind keine Studien bekannt, die spezifisch den
Verzehr von hochverarbeiteten Lebensmitteln innerhalb pflanzenbetonter
Ernährungsweisen betrachten und einen Bezug zum Auftreten
ernährungsmitbedingter Erkrankungen hergestellt haben. Auch liegen insgesamt nur wenige Daten
zu Zusammenhängen zwischen vegetarischen oder veganen Ernährungsweisen
und den Risiken für chronische Erkrankungen und Sterblichkeit vor.
3. Möchte die Bundesregierung, wenn ihr die Studie bekannt ist, die
Ergebnisse der Studie der Loma Linda University Health aufgrund der
ernährungsmedizinischen Relevanz mit in den laufenden Prozess der
Reduktions- und Innovationsstrategie des Bundesministeriums für Ernährung
und Landwirtschaft (BMEL) mit einfließen lassen?
a) Wenn ja, welchen Stellenwert werden die Ergebnisse in der Strategie
einnehmen?
b) Wenn nein, was hindert die Bundesregierung daran, die Resultate zu
berücksichtigen?
Die Fragen 3 bis 3b werden gemeinsam beantwortet.
Die Nationale Reduktions- und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz
in Fertigprodukten (NRI) zielt darauf ab, die Prävalenz von Übergewicht,
Adipositas und ernährungsmitbedingten Krankheiten zu verringern, indem die
Ausgewogenheit der Energiebilanz und die Nährstoffversorgung der Bevölkerung
verbessert werden. Verarbeitete Lebensmittel sind ein fester Bestandteil im
Alltag der meisten Verbraucherinnen und Verbraucher. Ein hoher
Verarbeitungsgrad geht jedoch oftmals mit hohen Gehalten an Zucker, Fetten und Salz sowie
einer hohen Energiedichte einher. Die NRI leistet einen Beitrag zur
Verbesserung der Nährstoffzusammensetzung verarbeiteter Lebensmittel und damit zur
Förderung einer gesunden Lebensweise.
4. Möchte die Bundesregierung, wenn ihr die Studie bekannt ist, die
vorliegenden Ergebnisse der Studie der Loma Linda University Health
aufgrund der ernährungsmedizinischen Relevanz mit in die geplante
Ernährungsstrategie einbinden?
a) Wenn ja, in welcher Art und Weise werden die Resultate
Berücksichtigung finden?
b) Wenn nein, warum sollen die Studienergebnisse nicht genutzt
werden?
Die Fragen 4 bis 4b werden gemeinsam beantwortet.
Im Rahmen des Prozesses zur Erarbeitung der Ernährungsstrategie der
Bundesregierung werden relevante wissenschaftliche Erkenntnisse angemessen
berücksichtigt.
5. Hat die Bundesregierung Kenntnis darüber, wie viele Vegetarier in
Deutschland tatsächlich regelmäßig hochverarbeitete Lebensmittel
(NOVA-Klassifikation der Lebensmittel, NOVA-Gruppe 4) konsumieren,
und wenn ja, wie hoch ist der Anteil am Gesamtkollektiv, und welche
Lebensmittel haben hier den größten Anteil?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine repräsentativen Daten für
Deutschland vor.
Es sei an dieser Stelle auf die in Planung befindliche COPLANT-Studie
(COhort on PLANT-based Diets) verwiesen, die vom Bundesinstitut für
Risikobewertung (BfR) koordiniert wird und das Ziel verfolgt, die gesundheitlichen,
ökologischen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen veganer und
vegetarischer Ernährungsweisen sowie einer Mischkost zu untersuchen (
https://www.
bfr.bund.de/de/coplant-studie.html). Ein Augenmerk wird auf dem
Verarbeitungsgrad der in den verschiedenen Ernährungsweisen konsumierten
Lebensmittel liegen.
6. Hat die Bundesregierung Kenntnis darüber, wie viele Veganer in
Deutschland tatsächlich regelmäßig hochverarbeitete Lebensmittel
(NOVA-Klassifikation der Lebensmittel, NOVA-Gruppe 4) konsumieren,
und wenn ja, wie hoch ist der Anteil am Gesamtkollektiv, und welche
Lebensmittel haben hier den größten Anteil?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine repräsentativen Daten für
Deutschland vor. Diese Datenlücke soll mit der oben erwähnten COPLANT-Studie
geschlossen werden.
7. Hat die Bundesregierung Kenntnis darüber, wie viele Mischköstler in
Deutschland tatsächlich regelmäßig hochverarbeitete Lebensmittel
(NOVA-Klassifikation der Lebensmittel, NOVA-Gruppe 4) konsumieren,
und wenn ja, wie hoch ist der Anteil am Gesamtkollektiv, und welche
Lebensmittel haben hier den größten Anteil?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine aktuellen, für Mischköstler
spezifischen repräsentativen Daten für Deutschland vor.
8. Unterstützt die Bundesregierung innovative Projekte in der
Ernährungsindustrie, die für die Herstellung von hochverarbeiteten Lebensmitteln
Verwendung finden sollen oder bereits gefunden haben, und wenn ja,
welche Projekte sind hier zu nennen (bitte nach Projekt, Projektnehmer,
Dauer des Projektes und Art der Unterstützung durch die
Bundesregierung aufschlüsseln)?
Eine Übersicht von relevanten, vom BMEL geförderten und durch den
Projektträger Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (ptble) betreuten
Projekten der letzten fünf Jahre, die sich mit der Herstellung von Lebensmitteln
beschäftigen oder beschäftigt haben, ist als Anlage* beigefügt. Die Anlage
enthält zudem eine Übersicht über die Unterstützung des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) von Projekten mit Bezug zur
Ernährungsindustrie im Rahmen des Förderprogramms Industrielle Bioökonomie
sowie eine Übersicht unterschiedlicher, vom Bundesministerium für Bildung und
Forschung (BMBF) im Rahmen der Nationalen Bioökonomiestrategie geför-
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/2742 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
derter Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die die nachhaltige Erzeugung
von Lebensmitteln zum Gegenstand haben.
9. Plant die Bundesregierung, die ansprechenden Verpackungen sowie die
intensiven Vermarktungspraktiken durch die Hersteller für
hochverarbeitete Lebensmittel (
https://dge.de/blog/2022/05/12/hochverarbeitete-leben
smittel/) gesetzlich einzuschränken?
a) Wenn ja, in welcher Art und Weise sollen die Verpackung und die
Vermarktung beschränkt werden?
b) Wenn nein, was hindert die Bundesregierung an einer
Reglementierung bei den Herstellern?
Die Fragen 9 bis 9b werden gemeinsam beantwortet.
Im Koalitionsvertrag für die 20. Legislaturperiode wurde vereinbart, dass es an
Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel mit hohem Zucker-, Fett- oder
Salzgehalt in Zukunft bei Sendungen und Formaten für unter 14-Jährige nicht
mehr geben darf. Der für eine zielgerichtete Umsetzung des Auftrags aus dem
Koalitionsvertrag notwendige Prozess der Konkretisierung, insbesondere im
Hinblick auf den Anwendungsbereich und den Maßstab für einen hohen Gehalt
an Zucker, Fett und Salz, ist noch nicht abgeschlossen.
10. Hat die Bundesregierung Kenntnis darüber, wie viel Umsatz jährlich mit
hochverarbeiteten Lebensmitteln (NOVA-Klassifikation der
Lebensmittel, NOVA-Gruppe 4) in Deutschland, in Europa und weltweit generiert
wird, und wenn ja, welche Lebensmittel und Lebensmittelgruppen sind
hier zu nennen, und durch welche Unternehmen werden sie produziert?
11. Ist der Bundesregierung bekannt, welche Länder die hauptsächlichen
Importeure hochverarbeiteter Lebensmittel (NOVA-Klassifikation der
Lebensmittel, NOVA-Gruppe 4) seit dem Jahr 2019 sind, und wenn ja, in
welcher Größenordnung werden diese Lebensmittel und
Lebensmittelgruppen eingekauft (bitte nach Jahr, Art und Menge des Lebensmittels,
Produzent und Importeur aufschlüsseln)?
Die Fragen 10 und 11 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Da die NOVA-Klassifikation von Lebensmitteln im statistischen Kontext nicht
verwendet wird, liegen der Bundesregierung bezüglich der angefragten Aspekte
keine Informationen vor.
12. Gibt es Bedenken seitens der Bundesregierung hinsichtlich nicht
untersuchter langfristiger, aber auch durch Kombination mehrerer Zusatzstoffe
ausgelöster negativer gesundheitlicher Wirkungen infolge eines
Konsums hochverarbeiteter Lebensmittel (vgl. Vorbemerkung der
Fragesteller)?
Lebensmittelzusatzstoffe sind Stoffe, die Lebensmitteln aus technologischen
Gründen zugesetzt werden. In der Europäischen Union (EU) ist die
Verwendung von Lebensmittelzusatzstoffen gemäß der Verordnung (EG)
Nr. 1333/2008 zulassungspflichtig. Eine Voraussetzung für die Zulassung von
Lebensmittelzusatzstoffen ist ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit. Deshalb
werden Lebensmittelzusatzstoffe einer umfassenden toxikologischen Prüfung
nach international anerkannten Kriterien unterzogen. Dabei werden auch
langfristige Wirkungen nach chronischer Exposition berücksichtigt. Die
Prüfberichte werden von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)
bewertet. Gemäß Verordnung (EU) Nr. 257/2010 wurde die Sicherheit aller
Lebensmittelzusatzstoffe, die vor dem 20. Januar 2009 in der EU zur Verwendung
zugelassen wurden, neu bewertet. Dieses Bewertungsprogramm ist weit
fortgeschritten, aber noch nicht ganz abgeschlossen. Die Gutachten der EFSA sind
veröffentlicht.
Auch das BfR hat sich mit der gesundheitlichen Unbedenklichkeit der
Verwendung von Lebensmittelzusatzstoffen befasst und dabei unter anderem auch die
Kombination mehrerer Lebensmittelzusatzstoffe berücksichtigt. Das BfR ist
dabei zu dem Schluss gekommen, dass die Datenlage zur Bewertung von
Kombinationen von Lebensmittelzusatzstoffen unzureichend ist, die verfügbaren
Daten es jedoch wissenschaftlich nicht rechtfertigen, die Verwendung
einzuschränken. Zu berücksichtigen ist dabei auch, dass sich dieser Aspekt wegen
der großen Anzahl von Kombinationsmöglichkeiten nicht systematisch prüfen
lässt.
Der Einsatz von Lebensmittelzusatzstoffen ist nur ein Aspekt unter zahlreichen
anderen Gesichtspunkten, die für die ernährungsphysiologische Qualität
hochverarbeiteter Lebensmittel und damit für ihre gesundheitlichen Wirkungen eine
Rolle spielen. Es sind weitere Studien notwendig, um umfassender zu
verstehen, welche der vielschichtigen Aspekte der hochverarbeiteten Lebensmittel
die ernährungsphysiologische Qualität beeinflussen.
13. Welche negativen gesundheitlichen Auswirkungen sind der
Bundesregierung ggf. bekannt, die mit dem Konsum hochverarbeiteter Lebensmittel
einhergehen?
Nach Aussage des Max Rubner-Instituts (MRI) zeigen prospektive
Beobachtungsstudien einen positiven Zusammenhang zwischen dem Verzehr
hochverarbeiteter Lebensmittel und der Prävalenz von Übergewicht, Adipositas und
nichtübertragbaren Krankheiten (z. B. Diabetes mellitus Typ 2,
kardiometabolische Erkrankungen) sowie der Gesamtsterblichkeit. Diese Ergebnisse würden
in der Ernährungswissenschaft kritisch diskutiert. Kritik werde insbesondere an
der Klassifikation von hochverarbeiteten Lebensmitteln geübt. Diese sei
bisweilen noch nicht eindeutig auf alle Produkte anwendbar, ebenso fehle eine
einheitliche und unmissverständliche Definition. Zudem werde diskutiert, ob
das Konzept von „Hochverarbeitung“ lediglich bereits etablierte Risikofaktoren
für ernährungsmitbedingte Erkrankungen abdecke. So seien hochverarbeitete
Lebensmittel häufig reich an Zucker und gesättigten Fetten und enthielten
gleichzeitig weniger Ballaststoffe, Proteine oder sekundäre Pflanzenstoffe.
Solche Ernährungsweisen könnten sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Ob
die Hochverarbeitung per se (durch Matrixeffekte, Lebensmittelzusatzstoffe
etc.) einen zusätzlichen negativen Einfluss haben kann, ist laut MRI derzeit
noch unklar.
14. Bei wie vielen der in Deutschland vermarkteten hochverarbeiteten
Lebensmittel handelt es sich nach Kenntnis der Bundesregierung um
pflanzliche Milchersatzprodukte?
Der Bundesregierung liegen keine Informationen bezüglich des Anteils
pflanzlicher Milchersatzprodukte am Angebot hochverarbeiteter Lebensmittel vor.
15. Wie groß ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Anteil pflanzlicher
Fleischersatzprodukte in der Gruppe der hochverarbeiteten Lebensmittel?
Der Bundesregierung liegen keine Informationen bezüglich des Anteils
pflanzlicher Fleischersatzprodukte am Angebot hochverarbeiteter Lebensmittel vor.
16. Hat die Bundesregierung Kenntnis darüber, wie In-vitro-Fleisch
(Laborfleisch) und Eier aus Pflanzenprotein nach der NOVA-Klassifikation von
Lebensmitteln einzustufen sind?
a) Wenn ja, wie sind diese Produkte einzuordnen?
b) Wenn nein, warum kann die Bundesregierung keine Angaben
machen?
Die Fragen 16 bis 16b werden gemeinsam beantwortet.
Die aktuelle Version der NOVA-Klassifizierung gruppiert alle Lebensmittel in
vier Kategorien, die unterschiedliche Grade der Verarbeitung und die
Verwendung von Zutaten wiedergeben:
I nicht/wenig verarbeitet,
II haushaltsübliche Zutaten,
III verarbeitet,
IV stark verarbeitet.
Zur Herstellung von In-vitro-Fleisch (Laborfleisch) werden vom Tier
stammende Muskel- und Fettzellen (Stammzellen) in einer Nährlösung auf Basis
pflanzlicher Proteine über verschiedene Zellstadien hinweg vermehrt. Enthält die
Nährlösung zur Texturierung ein Trägergerüst, meist aus tierischem Kollagen,
bildet sich eine größere, zusammenhängende Zellmasse. In-vitro-Fleisch ist
nach der NOVA-Klassifizierung in die Kategorie IV, stark verarbeitet,
einzuordnen. In der EU ist diese Art von Fleischersatz bislang nicht zugelassen.
Eiersatzprodukte können auf Basis unterschiedlicher Pflanzenproteine,
beispielsweise aus Sojabohnen, Ackerbohnen oder Süßlupinen, hergestellt werden.
Ebenso wie kommerziell erhältliche Fleischersatzprodukte aus
Leguminosenproteinen (z. B. aus Erbsen, Bohnen, Soja, Süßlupinen) werden
Eiersatzprodukte aus zuvor isolierten Proteinen hergestellt. Sie sind damit der NOVA-
Kategorie IV, stark verarbeitet, zuzuordnen.
17. Hat die Bundesregierung die hoch heterogene Gruppe der
hochverarbeiteten Lebensmittel für zukünftige politische Prozesse und Empfehlungen
bereits untersuchen lassen oder plant sie, dies zu tun?
a) Wenn ja, gibt es schon erste Ergebnisse zu berichten, und wie sehen
diese im Detail aus?
b) Wenn nein, warum möchte die Bundesregierung bei einer
ernährungsphysiologisch brisanten Thematik nichts unternehmen?
Die Fragen 17 bis 17b werden gemeinsam beantwortet.
Im Rahmen des Produktmonitorings der NRI untersucht das MRI mögliche
Veränderungen der Energie- und Nährstoffgehalte verarbeiteter Lebensmittel
im Zeitverlauf (
https://www.mri.bund.de/de/themen/reduktion-von-zucker-fett-
und-salz/produktmonitoring/). Im Jahr 2016 wurden Daten zu Energie- und
Nährstoffgehalten von 12 500 Produkten erhoben, ergänzt durch eine Erhebung
der Zuckergehalte von 1 750 Erfrischungsgetränken im Jahr 2018. Seit 2019
finden jährlich erneute Erhebungen von ausgewählten Produktgruppen statt,
darunter in 2021 auch eine Untersuchung von Fleischersatz- und
Wurstersatzprodukten (
https://www.mri.bund.de/fileadmin/MRI/Institute/EV/Produktmonitori
ng2021_Ergebnisbericht.pdf). Dabei erfolgt jedoch keine Einteilung nach dem
Verarbeitungsgrad, sodass unbekannt ist, bei wie vielen der erhobenen
Produkte, beispielsweise der Fleischersatz- und Wurstersatzprodukte, es sich um
hochverarbeitete Lebensmittel handelt.
Die bisherigen Ergebnisse des Produktmonitorings zeigen, dass in vielen
Lebensmittelkategorien bereits Fortschritte erzielt wurden. Allerdings sind
zwischen 2016 und 2021 bei Fleischersatz- und Wurstersatzprodukten die Gehalte
an Energie um durchschnittlich 4,9 Prozent und die Gehalte an gesättigten
Fettsäuren um durchschnittlich fast 34 Prozent gestiegen. Trotzdem weisen
Fleischersatz- und Wurstersatzprodukte mehrheitlich niedrigere Gehalte an Energie,
Fett und gesättigten Fettsäuren auf als die entsprechenden Erzeugnisse auf
tierischer Basis. Während Wurstersatzprodukte außerdem niedrigere Salzgehalte
besitzen als ihre tierischen Pendants, enthalten die meisten
Fleischersatzprodukte mehr Salz als die Vergleichsprodukte tierischen Ursprungs.
18. Hat die Bundesregierung Kenntnis darüber, wie viel der weltweit
angebauten Monokulturen bei Reis, Weizen, Mais und Kartoffeln im Ergebnis
für die Herstellung von hochverarbeiteten Lebensmitteln eingesetzt
werden (ggf. ausführen)?
Der Bundesregierung liegen keine Informationen darüber vor, wie viel der
weltweit angebauten Monokulturen für die Herstellung von hochverarbeiteten
Lebensmitteln eingesetzt werden.
19. Welche Kulturpflanzenarten beziehungsweise deren Inhaltsstoffe werden
nach Kenntnis der Bundesregierung für die Produktion hochverarbeiteter
Lebensmittel eingesetzt?
a) Wie groß ist die jeweilige Anbaufläche dieser Kulturpflanzen?
b) Welche zu fraktionierenden Bestandteile werden aus ihnen
hergestellt?
c) In welchen Lebensmitteln werden die einzelnen Stoffe verwendet?
Die Fragen 19 bis 19c werden gemeinsam beantwortet.
Viele landwirtschaftliche Kulturpflanzenarten haben grundsätzlich das
Potenzial, in verarbeiteten Lebensmittelprodukten eingesetzt zu werden. Aus der
Fragestellung lassen sich spezielle Kulturpflanzen nicht herausfiltern, da der
Bundesregierung keine Informationen vorliegen, welche Kulturpflanzen und
Herkünfte den Zutaten verarbeiteter Lebensmittelprodukte am meisten zu
Grunde liegen. Auf die allgemeinen Anbaustatistiken wird verwiesen.
20. Welchen Anteil an den weltweiten Treibhausgasemissionen hat nach
Kenntnis der Bundesregierung die Kultur von Pflanzen, die in der
Produktion hochverarbeiteter Lebensmittel genutzt werden?
a) Welchen Anteil am weltweiten Wasserverbrauch haben diese
Pflanzen nach Kenntnis der Bundesregierung?
b) Welchen Anteil an der Landnutzung nehmen nach Kenntnis der
Bundesregierung Kulturen ein, die für die Herstellung
hochverarbeiteter Lebensmittel gedacht sind?
Die Fragen 20 bis 20b werden gemeinsam beantwortet.
Der Bundesregierung liegen keine Daten bezüglich der
Treibhausgasemissionen, des Wasserverbrauchs und der Landnutzung vor, die durch die Kultur von
Pflanzen bedingt sind, die in der Produktion hochverarbeiteter Lebensmittel
genutzt werden.
21. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Anteil von
hochverarbeiteten Lebensmitteln an ernährungsbedingten Umwelteffekten
global?
Der Bundesregierung liegen keine Daten bezüglich des Anteils
hochverarbeiteter Lebensmittel an ernährungsbedingten Umwelteffekten global vor.
22. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Anteil von
hochverarbeiteten Lebensmitteln an ernährungsbedingten Umwelteffekten in
Deutschland?
Der Bundesregierung liegen keine Daten bezüglich des Anteils
hochverarbeiteter Lebensmittel an ernährungsbedingten Umwelteffekten in Deutschland vor.
23. Plant die Bundesregierung eine Art Vermeidungsstrategie, wie
Warnhinweise auf Verpackungen, Verbot einer Ausgabe an Schulen oder auch
steuerliche Anreize für hochverarbeitete Lebensmittel in Deutschland
einzuführen, und wenn ja, wie sieht diese Strategie aus, und wann wird
sie eingeführt?
Die Verbraucherinformation über Lebensmittel ist auf EU-Ebene grundsätzlich
einheitlich geregelt. Ergänzende nationale Regelungen sind nur unter sehr
engen Voraussetzungen zulässig. Interessierte Verbraucherinnen und Verbraucher
können bereits aufgrund der sich aus der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011
ergebenden Pflichtangaben, z. B. dem Zutatenverzeichnis und der
Nährwerttabelle, die Zusammensetzung eines Lebensmittels erfahren. Auch der Nutri-Score,
an dem immer mehr Unternehmen teilnehmen, gibt Orientierung bei der
Auswahl an Lebensmitteln. Die langfristigen Effekte von Warnhinweisen auf
bestimmten Lebensmitteln sind bisher nicht geklärt. Eine langfristige Änderung
des Konsumverhaltens konnte nicht nachgewiesen werden. Die
Bundesregierung plant deswegen keine Warnhinweise auf Verpackungen für
hochverarbeitete Lebensmittel in Deutschland einzuführen.
In den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V.
(DGE) für die Gemeinschaftsverpflegung ist ein Kriterium bei der Planung
eines abwechslungsreichen, gesundheitsfördernden und nachhaltigen
Mahlzeitenangebots, dass hochverarbeitete, küchenfertige Produkte wie „Würstchen“,
„Schnitzel“ oder Bratlinge auf Soja-, Tofu-, Lupinen-, Pilz- oder Milchbasis
sowie aus Seitan nur viermal in 20 Verpflegungstagen im Angebot sind.
Projektliste Programm zur Innovationsförderung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft
Berichtsfilter:
(Projektbeginn (PROJEKTBEGINN) <= 30.06.2022) Und (Projektende (PROJEKTENDE) >= 01.01.2017)
Förderkennzeichen Projekttitel Zuwendungsempfänger Projektbeginn Projektende
281A104116 Verbundprojekt: Technische Gewinnung von Lactoferrin aus
Sauermolke mittels innovativer Magnetseparation (LactoMag) -
Teilprojekt 1
Technische Universität München 01.07.2018 31.05.2022
281A104216 Verbundprojekt: Technische Gewinnung von Lactoferrin aus
Sauermolke mittels innovativer Magnetseparation (LactoMag)-
Teilprojekt 2
Universität Hohenheim 01.07.2018 31.05.2022
281A104316 Verbundprojekt: Technische Gewinnung von Lactoferrin aus
Sauermolke mittels innovativer Magnetseparation (LactoMag) -
Teilprojekt 3
Schwarzwaldmilch GmbH Freiburg 01.07.2018 31.05.2022
281A201116 Verbundprojekt: Innovatives Verfahren zur Herstellung von
fettreduzierten Brühwursterzeugnissen für
Hochtemperaturanwendungen durch Entwicklung und Einsatz
eines kollagenhaltigen Fettaustauschstoffes (BRIGHT) -
Teilprojekt 1
Verein zur Förderung agrar- und stadtökologischer
Projekte (ASP) e. V.
01.07.2018 31.08.2020
281A201216 Verbundprojekt: Innovatives Verfahren zur Herstellung von
fettreduzierten Brühwursterzeugnissen für
Hochtemperaturanwendungen durch Entwicklung und Einsatz
eines kollagenhaltigen Fettaustauschstoffes (BRIGHT) -
Teilprojekt 2
EWG Eberswalder Wurst GmbH 01.07.2018 31.08.2020
281A400417 Verbundprojekt: Funktionalisierung insekten-basierter Mehle
mittels Extrusion für die Zubereitung von Backwaren
(InsekBack) - Teilprojekt 1
Max Rubner-Institut Bundesforschungsinstitut für
Ernährung und Lebensmittel
01.05.2019 30.09.2022
281A400517 Verbundprojekt: Funktionalisierung insekten-basierter Mehle
mittels Extrusion für die Zubereitung von Backwaren
(InsekBack) - Teilprojekt 2
Karlsruher Institut für Technologie (KIT) 01.05.2019 30.09.2022
281A400617 Verbundprojekt: Funktionalisierung insekten-basierter Mehle
mittels Extrusion für die Zubereitung von Backwaren
(InsekBack) - Teilprojekt 3
SKZ - KFE gGmbH 01.05.2019 30.09.2022
281A402717 Verbundprojekt: Entwicklung von gereiften Käsealternativen auf
Basis heimischer Erbsen (KERBSE) - Teilprojekt 1
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung eingetragener Verein
01.02.2020 31.01.2023
281A402817 Verbundprojekt: Entwicklung von gereiften Käsealternativen auf
Basis heimischer Erbsen (KERBSE) - Teilprojekt 2
Axel Brinkhaus GmbH & Co. KG 01.02.2020 31.01.2023
281A602A19 Verbundprojekt: Einsatz von Oleogelen auf Rapsölbasis zur
Verbesserung des Fettsäureprofils von frittierten Lebensmitteln
(Oleofry) - Teilprojekt A
Max Rubner-Institut Bundesforschungsinstitut für
Ernährung und Lebensmittel
01.10.2020 31.01.2023
281A604A19 Verbundprojekt: Neuartige Protein-basierte Zuckerersatzstoffe
mit verbesserten gustatorischen und prozesstechnischen
Eigenschaften (NovelSweets) - Teilprojekt A
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung eingetragener Verein
15.09.2020 14.09.2023
Anlage 1 zu Frage 8
Förderkennzeichen Projekttitel Zuwendungsempfänger Projektbeginn Projektende
281A604B19 Verbundprojekt: Neuartige Protein-basierte Zuckerersatzstoffe
mit verbesserten gustatorischen und prozesstechnischen
Eigenschaften (NovelSweets) - Teilprojekt B
metaX Institut für Diätetik GmbH 15.09.2020 14.09.2023
281A604C19 Verbundprojekt: Neuartige Protein-basierte Zuckerersatzstoffe
mit verbesserten gustatorischen und prozesstechnischen
Eigenschaften (NovelSweets) - Teilprojekt C
candidum GmbH 15.09.2020 14.09.2023
281A200116 Verbundprojekt: Entwicklung eines systematischen
physikalischchemischen Verständnisses für die Zuckerreduktion in
Lebensmitteln mit Erythritol auf molekularer Basis (Erythritol) -
Teilprojekt 1
Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der
Wissenschaften e.V.
20.08.2018 30.09.2022
281A200316 Verbundprojekt: Neuartige kalorienarme Zucker in
Lebensmitteln (Healthy Sugars) - Teilprojekt 1
Pfeifer & Langen GmbH & Co. KG 01.03.2018 31.08.2021
281A200416 Verbundprojekt: Neuartige kalorienarme Zucker in
Lebensmitteln (Healthy Sugars) - Teilprojekt 2
Krüger GmbH & Co. Kommanditgesellschaft 01.03.2018 31.08.2021
281A200516 Verbundprojekt: Neuartige kalorienarme Zucker in
Lebensmitteln (Healthy Sugars) - Teilprojekt 3
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule
Aachen
01.03.2018 31.08.2021
281A200616 Verbundprojekt: Neuartige kalorienarme Zucker in
Lebensmitteln (Healthy Sugars) - Teilprojekt 4
Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe 01.09.2018 31.08.2021
281A201416 Verbundprojekt: Neuartige kalorienarme Zucker in
Lebensmitteln (Healthy Sugars) - Teilprojekt 5
Savanna Ingredients GmbH 01.03.2018 31.08.2021
281A201316 Verbundprojekt: Salzgeschmack verstärkende Peptide aus
enzymatisch gewonnenen Proteinhydrolysaten (SalModuPep) -
Teilprojekt 1
Leibniz Universität Hannover 01.03.2018 31.08.2021
281A107816 Verbundprojekt: Entwicklung innovativer Analysenverfahren
zum Nachweis von Molkenproteinen und Etablierung von
Biomarkern als Qualitätsparameter bei
Molkenproteinangereichertem Schnittkäse (Molkkaese) - Teilprojekt 1
Max Rubner-Institut Bundesforschungsinstitut für
Ernährung und Lebensmittel
01.10.2018 31.03.2022
281A107916 Verbundprojekt: Entwicklung innovativer Analysenverfahren
zum Nachweis von Molkenproteinen und Etablierung von
Biomarkern als Qualitätsparameter bei
Molkenproteinangereichertem Schnittkäse (Molkkaese) - Teilprojekt 2
Universität Hamburg 01.10.2018 31.03.2022
281A200716 Verbundprojekt: Fettstrukturierung von Schokoladenfüllungen –
Optimierung des Fettsäureprofils für verbesserte
ernährungsphysiologische Eigenschaften (FETTSTRUKTUR) -
Teilprojekt 1
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung eingetragener Verein
01.06.2018 31.05.2021
281A401817 Verbundprojekt: Entwicklung eines neuartigen enzymatischen
Lyse-Verfahrens für die fermentative Umwandlung von
Restbroten mit speziellen Aromakomponenten in ein für die
Backwarenproduktion geeignetes Hydrolysat (CarumFerm) –
Teilprojekt 1
Verein zur Förderung des Technologietransfers an der
Hochschule Bremerhaven
01.04.2019 30.06.2021
Förderkennzeichen Projekttitel Zuwendungsempfänger Projektbeginn Projektende
281A401917 Verbundprojekt: Entwicklung eines neuartigen enzymatischen
Lyse-Verfahrens für die fermentative Umwandlung von
Restbroten mit speziellen Aromakomponenten in ein für die
Backwarenproduktion geeignetes Hydrolysat (CarumFerm) –
Teilprojekt 2
Bäckerei Storch GmbH & Co. KG 01.04.2019 30.06.2021
281A602A19 Verbundprojekt: Einsatz von Oleogelen auf Rapsölbasis zur
Verbesserung des Fettsäureprofils von frittierten Lebensmitteln
(Oleofry) - Teilprojekt A
Max Rubner-Institut Bundesforschungsinstitut für
Ernährung und Lebensmittel
01.10.2020 31.01.2023
281A603A19 Verbundprojekt: Entwicklung fettreduzierter Lebensmittel unter
Einsatz mikropartikulierter Pflanzenproteine (MiPro) - Teilprojekt
A
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung eingetragener Verein
01.10.2020 30.09.2023
281A603F19 Verbundprojekt: Entwicklung fettreduzierter Lebensmittel unter
Einsatz mikropartikulierter Pflanzenproteine (MiPro) - Teilprojekt
F
VAN HEES GmbH 01.10.2020 30.09.2023
Projektliste EU-Forschung
Berichtsfilter:
(Projektbeginn (PROJEKTBEGINN) <= 30.06.2022) Und (Projektende (PROJEKTENDE) >= 01.01.2017)
Förderkennzeichen Projekttitel Zuwendungsempfänger Projektbeginn Projektende
2818ERA06B Verbesserung von ineffizienten industriellen Verfahren (im
Hinblick auf Durchlaufzeiten, Wasser- und Energieverbrauch)
zur Kohlenhydratextraktion aus Meeresalgen durch erforschen
neuer, umweltfreundlicher und effizienter Extraktionsmethoden
und Nutzung der verbleibenden Biomasse.
Universität Hohenheim 01.09.2018 31.08.2021
2818ERA09B Prozessoptimierung und intelligente Reststoffnutzung durch
moderate elektrische Felder (MEF) für mehr Nachhaltigkeit in
der Lebensmittelverarbeitung
Technische Universität Berlin 01.09.2018 31.12.2021
2818ERA12B DISCOVERY - Aufschluss gängiger pflanzlicher Presskuchen
mittels neuartiger Techniken, um neue Produkte zu erzeugen
und die Ausbeute zu erhöhen - Teilvorhaben: Untersuchung des
Aufschlusses von pflanzlichen Presskuchen mittels Ultraschall
und Hefen, der Konzentration der flüssigen proteinreichen
Ströme
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung eingetragener Verein
01.10.2018 30.06.2021
2818ERA13B DISCOVERY - Aufschluss gängiger pflanzlicher Presskuchen
mittels neuartiger Techniken, um neue Produkte zu erzeugen
und die Ausbeute zu erhöhen
Berief Food GmbH 01.10.2018 30.06.2021
2818ERA14B Nachhaltige Verarbeitung von Agrarreststoffen zu hochwertigen
Wirkstoffen
ASA Spezialenzyme GmbH 01.10.2018 31.12.2021
2820ERA18E Innovative Ansätze mit Pflanzenprotein-Ballaststoff-Produkten
und körperlicher Aktivität zur Steigerung des Appetits und
Vorbeugung von Mangelernährung bei Senioren (APPETITE)
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg 01.04.2021 31.03.2024
2820ERA19E Innovative Ansätze mit Pflanzenprotein-Ballaststoff-Produkten
und körperlicher Aktivität zur Steigerung des Appetits und
Vorbeugung von Mangelernährung bei Senioren (APPETITE)
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung eingetragener Verein
01.04.2021 31.03.2024
Förderkennzeichen Projekttitel Zuwendungsempfänger Projektbeginn Projektende
2820ERA20E Entwicklung einer semantischen Wissensdatenbank mit
integrierten, spezifischen Methoden des maschinellen Lernens
für das transnationale Projekt AMBROSIA zur Entwicklung und
Evaluierung eines innovativen Lebensmittelproduktes gegen
Unterernährung in älteren Menschen mit Herzerkrankungen
Genevention GmbH 01.01.2021 31.03.2024
Seitens des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) im Rahmen des
Förderprogramms Industrielle Bioökonomie unterstützte Projekte mit Bezug zur Ernährungsindustrie
Projekt Projektnehmer Laufzeit Art der Unterstützung
Myscale Mushlabs
Technische Universität
Hamburg
01.08.21 - 31.01.22 Förderung der Nutzung
einer Multipurpose-
Demonstrationsanlage
(Fleischersatz durch
Pilze)
NaFePro Phytowelt Green
Technologies GmbH
01.01.22 - 31.12.23 Förderung
vorbereitender Arbeiten zum Bau
einer Single-Use-
Demonstrationsanlage
(Produktion von
Aromastoffen)
NextOil Global Sustainable
Transformation GST
UG
Technische Universität
München
01.02.22 - 31.12.22 Förderung der Nutzung
einer Multipurpose-
Demonstrationsanlage
(Produktion von
Hefeöl)
Formo_PilotPlant Formo (LegenDairy
Foods GmbH)
01.12.21 - 30.11.23 Förderung
vorbereitender Arbeiten zum Bau
einer Single-Use-
Demonstrationsanlage
(Tierfreie
Milchprodukte)
Gras zu Protein Deutsches Institut für
Lebensmitteltechnik e.
V.
landwirtschaftlicher
Betrieb Christoph Geil
01.04.22 - 30.09.22 Förderung der Nutzung
einer Multipurpose-
Demonstrationsanlage
(Proteine aus Gras)
Polyfoods Anlage QUH-Lab
Lebensmittelsicherheit
16.04.22 - 16.10.22 Förderung der Nutzung
einer Multipurpose-
Demonstrationsanlage
(proteinreiche, vegane
Fleischalternative auf
Pilzmyzelbasis)
Seitens des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Nationalen
Bioökonomiestrategie geförderte Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur nachhaltigen Erzeugung von
Lebensmitteln
Projekt Projektnehmer Laufzeit Art der Unterstützung
Rapssaat als
einheimische Quelle von
hochwertigem Protein für die
menschliche Ernährung
(RaPEQ)
Universität Bielefeld
Universität Gießen
Universität Göttingen
Technische Universität
München
Pilot
Pflanzenöltechnologie Magdeburg e. V.
Deutsches Institut für
Lebensmitteltechnik e. V.
Rügenwalder Mühle Carl
Müller GmbH & Co. KG
Symrise AG
01.02.20 - 31.01.23 Forschung & Entwicklung
(F&E) Projektförderung
(Rapslinien bzw. -sorten mit
reduziertem oder
eliminiertem Fehlgeschmack und
Texturate aus Rapsprotein
und -kuchen sowie weitere
Rapsprotein-
Formulierungen für die
Humanernährung)
Agrarsysteme der
Zukunft: F4F – Nahrung
der Zukunft
Leibniz-Institut für
Gemüse- und
Zierpflanzenbau Großbeeren/Erfurt e.
V. (IGZ)
Leibniz-Zentrum für
Marine Tropenforschung
(ZMT) GmbH
Humboldt-Universität zu
Berlin
pmp Projekt Gesellschaft
für Projektentwicklung
und Generalplanung mbH
Deutsches Institut für
Ernährungsforschung
Potsdam-Rehbrücke (DIfE)
Fraunhofer-Gesellschaft
zur Förderung der
angewandten Forschung e. V.
Technische Hochschule
Wildau (FH)
Freie Universität Berlin
Leibniz-Institut für
Agrartechnik und Bioökonomie
e. V. (ATB)
weitere assoziierte
Forschungs- und
Industriepartner
01.03.19 - 29.02.24 F&E Projektförderung
(urbane Produktionssysteme
für bisher zum Teil wenig
beachtete
Modellorganismen, die saline
Bedingungen tolerieren und als
ernährungsphysiologisch
wertvolle Rohstoffquellen für
innovative Food-Produkte
dienen)
Agrarsysteme der
Zukunft: CUBES Circle ‒
Die Entwicklung und
Erprobung eines
geschlossenen symbiotischen
Produktionssystems
modularer Einheiten mit
dem Ziel einer höchst
ressourceneffizienten
Humboldt-Universität zu
Berlin
Technische Universität
Carolo-Wilhelmina zu
Braunschweig
Hochschule
Weihenstephan-Triesdorf
01.03.19 - 29.02.24 F&E Projektförderung
(smarte Vernetzung
intensiver agrarischer
Produktionssysteme am Beispiel Fisch,
Pflanze und Insekt zu einem
Gesamtsystem mit
weitgehend geschlossenen
Energie- und Stoffkreisläufen
Projekt Projektnehmer Laufzeit Art der Unterstützung
Produktion von
Lebensmitteln
Technische Universität
Chemnitz
Forschungsverbund Berlin
e. V.
weitere assoziierte
Forschungs- und
Industriepartner
mit optimierter
Produktivität gesunder
Nahrungsmittel. Proteine und Fette aus
den Produktionsorganismen,
insbesondere Insekten,
können in der Lebens- und
Futtermittelindustrie eingesetzt
werden)
Innovationsraum
NewFoodSystems
Konsortium aus über 50
wissenschaftlichen
Einrichtungen und Firmen
Koordiniert durch das
Max Rubner-Institut
(MRI)
10.19 - 12.25 F&E Projektförderung
(Lebensmittelsysteme:
algenbasierte Lebensmittel,
nachhaltiger Anbau von Vanille
in der Europäischen Union
(EU), nachhaltige
Proteinzutaten, pflanzenbasierte
essbare
Verpackungskonzepte)
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333]