Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Martin Sichert, Kay-Uwe Ziegler,
Dr. Christina Baum, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 20/7961 –
Corona und Minderjährige – Folgen von Infektion, Maßnahmen und Impfung
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Kinder und Jugendliche erlebten durch die Corona-Maßnahmen erhebliche
Einschränkungen wie Schulschließungen, Einschränkung der Sportangebote
und Kontaktreduzierung. Von negativen Impffolgen waren auch Kinder und
Jugendliche betroffen.
Zu den Folgen von Maßnahmen und Impfungen auf die Gesundheit von
Kindern und Jugendlichen in Niedersachsen hat das dortige
Gesundheitsministerium jetzt eine vorläufige Bilanz gezogen (
www.bild.de/regional/hannover/hann
over-aktuell/infektionen-impfschaeden-depressionen-die-corona-bilanz-der-ki
nder-84803792.bild.html?t_ref=https%3A%2F%2Fm.bild.de%2Fregional%2F
hannover%2Fhannover-aktuell%2Finfektionen-impfschaeden-depressionen-di
e-corona-bilanz-der-kinder-84803792.bildMobile.html%3Ft_ref%3Dhttps%25
3A%252F%252F
www.bild.de%252Fregional%252Fhannover%252Fhannove
r-aktuell%252Finfektionen-impfschaeden-depressionen-die-corona-bilanz-de
r-kinder-84803792.bild.html).
Die Bundesregierung führt im Rahmen des Informationssystems der
Gesundheitsberichterstattung des Bundes Gesundheitsdaten an zentraler Stelle
zusammen (
www.gbe-bund.de/gbe/).
1. Wie viele Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 18 Jahren sind in
Deutschland im Zeitraum von 2018 bis einschließlich erstes Quartal 2023
wegen Depressionen behandelt worden (bitte nach Alter, Quartalen und
Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Tabelle 1 zeigt die Anzahl der vollstationären Patientinnen und Patienten im
Alter zwischen fünf und 18 Jahren, bei denen im stationären Kontext in den
Jahren 2018 bis 2021 die Hauptdiagnosen „Depressive Episode“ und
„Rezidivierende depressiver Störung“ gestellt wurden. Aktuellere Daten sind noch
nicht verfügbar. Mehrfachzählungen einer Person sind möglich, falls die
Patientin oder der Patient im Berichtsjahr aufgrund der gleichen Hauptdiagnose
mehrfach stationär behandelt werden musste. Quartalsdaten liegen nicht vor.
Deutscher Bundestag Drucksache 20/8073
20. Wahlperiode 24.08.2023
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Gesundheit vom
18. August 2023 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Tabelle 1: Diagnosedaten depressive Erkrankungen der Krankenhäuser 2018
bis 2021, stationäre Behandlungsfälle nach ICD-10 und Altersgruppen.
ICD-10 Alter (Jahre) 2018 2019 2020 2021
F32 Depressive
Episode
5 – <10 106 115 97 86
10 – <15 5.810 5.783 5.792 8.423
15 – <18 10.576 10.509 10.544 13.493
GESAMT
5 – <18
16.492 16.407 16.433 22.002
F33
Rezidivierende depressive
Störung
5 – <10 1 2 2 1
10 – <15 254 276 260 342
15 – <18 1.253 1.202 1.336 1.545
GESAMT
5 – <18
1.508 1.480 1.598 1.888
Quelle: Statistisches Bundesamt, Krankenhausdiagnosestatistik (Stand: 5. August 2023)
Für die ambulante Versorgung liegen Daten aus der aktuellen Studie des
Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi)
„Inzidenztrends psychischer sowie Entwicklungs- und Verhaltensstörungen bei
Kindern und Jugendlichen in der ambulanten Versorgung – Entwicklungen
zwischen 2014 und 2021“ vor. Depressive Störungen (F32, F33) wurden im Jahr
2021 bei 70 371 Kindern und Jugendlichen im Alter von Null bis 17 Jahren
codiert (2018: 54 970, 2019: 54 735, 2020: 56 578).
2. Bei wie vielen Kindern und Jugendlichen zwischen 5 und 18 Jahren sind
in Deutschland im Zeitraum von 2018 bis einschließlich erstes Quartal
2023 Essstörungen diagnostiziert worden (bitte nach Alter, Quartalen und
Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Daten zu Diagnoseprävalenzen aus der Krankenhausdiagnosestatistik des
Statistischen Bundesamtes liefern die folgenden Zahlen zum Vorliegen von
Essstörungen, die im stationären Kontext in den Jahren 2018 bis 2021 diagnostiziert
wurden (siehe Tabelle 2). Aktuellere Daten sind noch nicht verfügbar.
Mehrfachzählungen einer Person sind möglich falls die Patientin/der Patient im
Berichtsjahr aufgrund der gleichen Hauptdiagnose mehrfach stationär behandelt
werden musste.
Tabelle 2: Diagnosedaten Essstörungen der Krankenhäuser 2018 bis 2021,
stationäre Behandlungsfälle nach ICD-10 und Altersgruppen
ICD-10 Alter (Jahre) 2018 2019 2020 2021
F50 Essstörungen 5 – <10 118 98 111 121
10 – <15 1.941 1.911 2.030 2.988
15 – <18 2.418 2.532 2.685 3.839
GESAMT
5 – <18
4.477 4.541 4.826 6.948
Quelle: Statistisches Bundesamt, Krankenhausdiagnosestatistik (Stand: 15. August 2023)
Daten zur ambulanten Versorgung bietet der Kinder- und Jugendreport 2022
der DAK-Gesundheit, für die Jahre 2018 bis 2021. Im Jahr 2021 zeigte sich ein
deutlicher Anstieg in der Neuerkrankungsrate von Essstörungen gegenüber
dem Vorpandemiezeitraum nur bei Mädchen. Während im Jahr 2019 drei von 1
000 Mädchen im Alter von zehn bis 14 Jahren erstmalig eine ärztlich
diagnostizierte und behandelte Essstörung aufwiesen, waren es im Jahr 2021 vier von 1
000 Mädchen. Besonders ausgeprägt ist die Zunahme der Neuerkrankungen bei
jugendlichen Mädchen: Knapp zehn von 1 000 Mädchen im Alter von 15 bis
17 Jahren bekamen 2021 erstmalig eine entsprechende Diagnose gestellt. Im
Jahr 2019 betrug der Anteil neu betroffener Mädchen in dieser Altersgruppe
noch sechs von 1 000 (siehe Tabelle 3).
Tabelle 3: Entwicklung der Anzahl erstmalig ärztlich behandelter Essstörungen
(Fälle je 1 000, Falldefinition: M1Q einer gesicherten ambulant-ärztlichen
Diagnose ICD-10 F50 und diagnosefreies Vorjahr)
Alter Geschlecht 2019 2020 2021
10-14 Jahre Jungen 1,9 1,8 1,9
Mädchen 3,1 3,5 4,2
Gesamt 2,5 2,6 3,0
15-17 Jahre Jungen 1,7 1,7 1,6
Mädchen 6,3 8,1 9,8
Gesamt 3,9 4,8 5,6
Quelle: DAK Kinder und Jugendreport 2022
3. Bei wie vielen Kindern und Jugendlichen zwischen 5 und 18 Jahren sind
in Deutschland im Zeitraum von 2018 bis einschließlich erstes Quartal
2023 andere psychiatrische Erkrankungen diagnostiziert worden (bitte
nach Krankheit, Alter, Quartalen und Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Daten zu Diagnoseprävalenzen aus der Krankenhausdiagnosestatistik des
Statistischen Bundesamtes liefern die Zahlen zum Vorliegen von anderen
psychischen und Verhaltensstörungen (F00 bis F99 ohne F32, F33, F50), die im
stationären Kontext in den Jahren 2018 bis 2021 diagnostiziert wurden. Die Zahlen
sind der Anlage 1* zu entnehmen. Aktuellere Daten sind noch nicht verfügbar.
Da „andere psychiatrische Erkrankungen“ eine sehr große Gruppe von
Einzeldiagnosen umfasst, wird aus Gründen der Übersichtlichkeit in dieser Tabelle
nach den in der amtlichen Statistik ausgewiesenen Diagnosegruppen des
ICD-10-Kapitels V (F00 bis F99) differenziert.
Weitere aktuelle Daten zur Diagnosehäufigkeit psychischer Störungen im
Kindes- und Jugendalter (0 bis 17 Jahre) für den ambulanten und stationären
Bereich liefert der Kinder- und Jugendreport 2022 der DAK Gesundheit. Für alle
psychischen und Verhaltensstörungen (F00 bis F99) zusammengenommen
zeigte sich zwischen 2019 und 2021 eine Abnahme von Fällen mit einer
gesicherten ambulant-ärztlichen Diagnose bzw. einem Krankenhausaufenthalt mit
entsprechender Hauptdiagnose: im Jahr 2019 wurden 272 diagnostizierte Fälle je 1
000 verzeichnet, im Jahr 2020 waren es 270 Fälle und im Jahr 2021 insgesamt
259 Fälle.
Während der Pandemie fand bei den Kindern und Jugendlichen seltener eine
Inanspruchnahme des Gesundheitswesens statt. Die beobachteten Rückgänge in
der Diagnosehäufigkeit können daher nicht nur als eine geringere
Krankheitslast interpretiert werden, sondern könnten auch ein während der Pandemie
verändertes Inanspruchnahmeverhalten von medizinischen Versorgungsleistungen
widerspiegeln.
Die Zi-Auswertungen im Bericht „Inzidenztrends psychischer sowie
Entwicklungs- und Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen in der
ambulanten Versorgung – Entwicklungen zwischen 2014 und 2021“ fokussieren auf
ambulanten Diagnoseinzidenzen von sechs Erkrankungen: neben den genannten
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/8073 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
depressiven Störungen (F32, F33) und Anorexien (F50.0, F50.1) als Teil von
Essstörungen (F50) sind dies tabakbedingte psychische und
Verhaltensstörungen (F17) mit einem absoluten relativen Rückgang zwischen 2018 (absolute
Anzahl: 7 798) und 2021 (5 470), Angststörungen (F41, 2018: 53 565, 2019: 54
548, 2020: 58 250, 2021: 65 489), abnorme Gewohnheiten und
Impulskontrollstörungen (F63, 2018: 8 555, 2019: 9 535, 2020: 9 551, 2021: 11 181) und
emotionale und Verhaltensstörungen (F90 bis F94, 2018: 353 926, 2019: 367
707, 2020: 343 167, 2021: 358 580). Für alle sechs fokussierten Diagnosen
bzw. Diagnosegruppen zeigten sich unterschiedliche altersgruppen- und zum
Teil auch geschlechtsspezifische Inzidenzentwicklungen.
4. Wie viele Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 18 Jahren sind in
Deutschland im Zeitraum von 2018 bis einschließlich erstes Quartal 2023
mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden (bitte nach
Alter, Quartalen und Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Bei wie vielen davon kam es zu Nebenwirkungen, die ärztlich behandelt
werden mussten (bitte nach Art der Nebenwirkung, d. h. den jeweils neben
der Angabe des Auftretens einer Nebenwirkung an sich (U12.9) codierten
ICD-Codes, Alter, Quartalen und Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Für den Zeitraum 2018 bis 2020 liegen keine Daten vor, da in dieser Zeit kein
COVID-19-Impfstoff zugelassen und im Verkehr war.
Daten zu verabreichten COVID-19-Impfungen bis zum 3. April 2023 können
dem Monatsbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zum Monitoring des
COVID-19-Impfgeschehens in Deutschland vom 6. April 2023 entnommen
werden. Mit Datenstand vom 3. April 2023 waren insgesamt 4 560 583
(46,1 Prozent) Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 17 Jahren
mindestens einmal geimpft und 4 237 239 (42,9 Prozent) grundimmunisiert.
Alle Daten zu verabreichten COVID-19-Impfungen bei Kindern und
Jugendlichen zwischen fünf und 17 Jahren in Deutschland können unter folgenden
Links abgerufen werden:
• Digitales Impfquotenmonitoring zur COVID-19-Impfung:
www.rki.de/DE/
Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/Impfquoten-Tab.html
• Monatsbericht zum Monitoring des COVID-19-Impfgeschehens in
Deutschland:
www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/COVI
D- 19/Monatsbericht-Impfung.html
• Impfdaten nach Alter, Impfschutz und genauem Tag der Impfung: githu
b.com/robert-koch-institut/COVID-19-Impfungen_in_Deutschland
Für die Frage nach Nebenwirkungen wird auf die Antwort zu den Fragen 5 und
6 verwiesen.
5. Bei wie vielen Kindern und Jugendlichen zwischen 5 und 18 Jahren ist in
Deutschland im Zeitraum von 2018 bis einschließlich erstes Quartal 2023
der Verdacht eines schweren Impfschadens nach der Impfung gegen das
Coronavirus gemeldet worden (bitte nach Alter, Quartalen und
Kalenderjahren aufschlüsseln)?
6. Wie viele Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 18 Jahren sind in
Deutschland möglicherweise an den Folgen der Impfung gegen das
Coronavirus gestorben (bitte nach Alter, Quartalen und Kalenderjahren
aufschlüsseln)?
Die Fragen 5 und 6 werden anhand der dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI)
gemeldeten Verdachtsfallmeldungen von Impfnebenwirkungen zusammen
beantwortet und die Daten in tabellarischer Form zu Verfügung gestellt, Tabelle 4. Es
wird darauf hingewiesen, dass Verdachtsfallmeldungen zumeist nicht geeignet
sind, um die Kausalität der berichteten unerwünschten Reaktion mit der
Impfung bzw. ihre Häufigkeit festzustellen.
Die Kodierung von Verdachtsfällen von Nebenwirkungen erfolgt mit Hilfe des
internationalen MedDRA Kodierungssystems (Medical Dictionary for
Regulatory Activities). Eine Auswertung nach ICD-Codes findet nicht statt. Für den
Zeitraum 2018 bis 2020 liegen keine Meldungen vor, da in dieser Zeit kein
COVID-19-Impfstoff zugelassen und im Verkehr war.
Tabelle 4:
Meldequartal Q1
2021
Q2
2021
Q3
2021
Q4
2021
Q1
2022
Q2
2022
Q3
2022
Q4
2022
Q1
2023
Anzahl der Meldungen (n) 36 432 1642 1694 1989 318 130 107 57
Anzahl der Meldungen (n) für
die Altersklasse 5-11 Jahre
3 33 15 405 604 56 14 14 6
davon schwerwiegend 0 1 0 21 97 31 8 8 4
davon nicht-schwerwiegend 3 32 15 384 507 25 6 6 2
mit fatalem Ausgang
berichtet*
0 0 0 0 0 2 0 0 0
Anzahl der Meldungen (n) für
die Altersklasse 12-17 Jahre
33 399 1627 1289 1385 262 116 93 51
davon schwerwiegend 7 81 362 318 421 121 63 39 28
davon nicht-schwerwiegend 26 318 1265 971 964 141 53 54 23
mit fatalem Ausgang
berichtet*
0 0 5 4 1 0 0 0 0
* Bezüglich der gemeldeten Verdachtsfälle einer Nebenwirkung mit fatalem Ausgang konnte kein
kausaler Zusammenhang mit der Gabe des jeweiligen COVID-19-Impfstoffs bestätigt werden.
Quelle: PEI
Verdachtsfallmeldungen werden nicht personen- sondern ereignisbezogen
erfasst, somit können mehrere Verdachtsfallmeldungen zur selben Person nach
verschiedenen Impfungen mit unterschiedlichen Reaktionen erfasst sein.
Hinsichtlich der gemeldeten Verdachtsfälle von Impfnebenwirkungen mit
fatalem Ausgang konnte in keinem der in der Tabelle aufgeführten Fälle ein
kausaler Zusammenhang mit der Gabe des jeweiligen COVID-19-Impfstoffs
bestätigt werden.
7. Wie viele Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 18 Jahren haben sich
im Zeitraum von 2018 bis einschließlich erstes Quartal 2023 in
Deutschland bisher mit dem Coronavirus infiziert (bitte nach Alter, Quartalen und
Kalenderjahren aufschlüsseln)?
a) Wie viele davon mussten in Deutschland im Zeitraum von 2018 bis
einschließlich erstes Quartal 2023 mit schwerem Verlauf im
Krankenhaus behandelt werden (bitte nach Alter, Quartalen und
Kalenderjahren aufschlüsseln)?
b) Wie viele davon sind künstlich beatmet worden (bitte nach Alter,
Quartalen und Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Die Fragen 7 bis 7b werden aufgrund des Sachzusammenhangs zusammen
beantwortet.
Die Anzahl der Fälle geht aus Anlage 2* hervor. Die Anzahl bezieht sich auf
die dem RKI übermittelten gemeldeten Fälle.
8. Wie viele Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 18 Jahren haben sich
im Zeitraum von 2018 bis einschließlich erstes Quartal 2023 in
Deutschland – obwohl sie durch Einfach- oder Mehrfachimpfung dagegen geimpft
waren – bisher mit dem Coronavirus infiziert (bitte nach Impfstatus, Alter,
Quartalen und Kalenderjahren aufschlüsseln)?
a) Wie viele davon mussten in Deutschland im Zeitraum von 2018 bis
einschließlich erstes Quartal 2023 mit schwerem Verlauf im
Krankenhaus behandelt werden (bitte nach Impfstatus, Alter, Quartalen und
Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Die Fragen 8 und 8a werden gemeinsam beantwortet.
Für den Zeitraum 2018 bis 2020 liegen keine Meldungen vor, da in dieser Zeit
kein COVID-19-Impfstoff zugelassen und im Verkehr war. Vom RKI wurden
zu COVID-19-Impfdurchbrüche (Erkrankung an COVID-19 trotz vollständiger
Impfung) Auswertungen und Daten anhand der Meldedaten veröffentlicht, die
nach Altersgruppe, Impfstatus und Krankheitsschwere (Hospitalisierung bzw.
intensivstationärer Betreuung aufgrund von COVID-19) aufgeschlüsselt sind.
Diese Auswertungen und Daten sind im Monatsbericht zum Monitoring des
COVID-19-Impfgeschehens in Deutschland, Kapitel 3 „Wirksamkeit der
COVID-19-Impfung“ und in den jeweiligen Datentabellen zu den
Monatsberichten zu finden (vgl.
www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/C
OVID-19/Monatsbericht-Impfung.html).
b) Wie viele davon sind künstlich beatmet worden (bitte nach Impfstatus,
Alter, Quartalen und Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Das Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv-
und Notfallmedizin (DIVI) erfasst keine Einzelfalldaten, sondern aggregierte
Anzahlen von Patientinnen und Patienten.
Zum einen wird die Anzahl der täglich invasiv beatmeten COVID-19-Patienten
erfasst (tägliche Belegungszahl), was aufgrund verschiedener Liegedauern
allerdings keine Aussage über die Gesamtzahl dieser Patienten erlaubt. Die
Bundesregierung verweist daher bezüglich weiterer Erklärungen zum
Unterschied zwischen der Erfassung der Erstaufnahmen und der täglichen
Belegungsanzahl auf das FAQ des Intensivregisters (vgl.
www.intensivregister.de/#/
faq/b99f067d-25a6-4fe9-8edb-78f1dc548f89).
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/8073 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
Zum anderen erfasst das Intensivregister seit Ende Juli 2021, wie viele
Patientinnen und Patienten mit SARS-CoV-2-Nachweis auf Intensivstation neu
aufgenommen und dort behandelt werden, seit Mitte Dezember 2021 auch unter
Angabe des COVID-19-Impfstatus.
Weil der Erfassung der invasiven Beatmung und des Impfstatus wie
beschrieben verschiedene Mengen zugrunde gelegt werden, kann kein Zusammenhang
zwischen diesen beiden Parametern (invasive Beatmung, Impfstatus) hergestellt
werden.
Anlage 1, Antwort der Bundesregierung auf Frage 3 – KA 20/7961
1
Antwort auf Frage 3: Diagnosedaten aller psychischen und Verhaltensstörungen der Krankenhäuser
2018 – 2021, stationäre Behandlungsfälle nach ICD-10 und Altersgruppen
ICD-10 Alter (Jahre) 2018 2019 2020 2021
F00-F99 (ohne F32, F33 und
F50)
5 – <10 11.644 11.489 9.799 9.884
10 – <15 25.804 26.481 22.040 21.746
15 – <18 36.044 35.170 28.295 28.589
GESAMT
5 – <18
73.492 73.140 60.134 60.219
ICD-10 - Einzeln
aufgeschlüsselt:
Alter (Jahre) 2018 2019 2020 2021
F00-F09 Organische,
einschließlich symptomatischer
psychischer Störungen
5 – <10 52 44 40 35
10 – <15 108 105 75 77
15 – <18 121 103 82 69
GESAMT
5 – <18
281 252 197 181
F10-F19 Psychische und
Verhaltensstörungen durch
psychotrope Substanzen
5 – <10 12 11 8 8
10 – <15 3.856 4.234 3.098 2.937
15 – <18 16.166 15.901 11.230 10.804
GESAMT
5 – <18
20.034 20.146 14.336 13.749
F20-F29 Schizophrenie,
schizotype und wahnhafte
Störungen
5 – <10 8 14 10 10
10 – <15 253 259 233 224
15 – <18 1.114 1.055 1.027 940
GESAMT
5 – <18
1.375 1.328 1.270 1.174
F30-F39 Affektive Störungen
(ohne F32 und F33)
5 – <10 8 4 10 12
10 – <15 68 62 41 47
Anlage 1, Antwort der Bundesregierung auf Frage 3 – KA 20/7961
2
15 – <18 211 209 179 197
GESAMT
5 – <18
287 275 230 256
F40-F48 Neurotische,
Belastungs- und somatoforme
Störungen
5 – <10 1.288 1.159 1.047 1.037
10 – <15 7.743 7.647 6.654 6.853
15 – <18 9.857 9.693 8.520 9.192
GESAMT
5 – <18
18.888 18.499 16.221 17.082
F50-F59
Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen
Störungen und Faktoren
5 – <10 195 173 136 122
10 – <15 145 119 125 99
15 – <18 104 126 99 121
GESAMT
5 – <18
444 418 360 342
F60-F69
Persönlichkeits- und
Verhaltensstörungen
5 – <10 37 30 33 22
10 – <15 235 272 222 239
15 – <18 1.332 1.353 1.357 1.336
GESAMT
5 – <18
1.604 1.655 1.612 1.597
F70-F79
Intelligenzminderung
5 – <10 298 309 286 261
10 – <15 362 341 310 261
15 – <18 262 247 227 247
GESAMT
5 – <18
922 897 823 769
F80-F89
Entwicklungsstörungen
5 – <10 2.578 2.623 2.202 2.778
10 – <15 868 1.010 781 871
15 – <18 536 525 437 419
GESAMT
5 – <18
3.982 4.158 3.420 4.068
F90-F98 Verhaltens- und
emotionale Störungen mit
5 – <10 7.161 7.114 6.021 5.596
Anlage 1, Antwort der Bundesregierung auf Frage 3 – KA 20/7961
3
Beginn in der Kindheit und
Jugend
10 – <15 12.153 12.425 10.497 10.132
15 – <18 6.324 5.947 5.134 5.255
GESAMT
5 – <18
25.638 25.486 21.652 20.983
F99-F99 Nicht näher
bezeichnete psychische Störungen
5 – <10 7 8 6 3
10 – <15 13 7 4 6
15 – <18 17 11 3 9
GESAMT
5 – <18
37 26 13 18
Quelle: Statistisches Bundesamt, Krankenhausdiagnosestatistik (Stand: 15.08.2023)
Anlage 2 zu den Antworten der Bundesregierung auf die Fragen 7, 7a und 7b – KA 20/7961
1
Antwort auf Frage 7: Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 18, die in Deutschland bisher mit dem Corona-Virus infiziert worden sind
nach Alter, Quartalen und Kalenderjahren
Quelle: RKI
Quartal/Alter 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17
2018-01 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2018-02 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2018-03 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2018-04 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2019-01 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2019-02 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2019-03 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2019-04 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2020-01 110 98 122 142 145 156 174 195 205 203 276 336
2020-02 364 353 387 387 464 399 443 448 498 546 630 808
2020-03 704 758 777 841 921 944 1.037 1.086 1.084 1.153 1.283 1.581
2020-04 6.969 7.260 8.107 8.789 9.343 9.484 10.542 10.926 11.858 13.187 15.001 17.072
2021-01 7.523 6.556 6.793 7.053 7.053 6.662 6.952 7.010 7.234 7.871 9.356 10.954
2021-02 9.504 9.786 9.907 10.257 10.644 10.271 10.458 10.484 10.217 11.115 12.129 12.679
2021-03 7.838 9.140 9.627 10.077 10.379 11.390 10.712 10.659 10.635 10.582 10.336 10.235
2021-04 46.758 57.303 61.927 65.779 66.906 70.022 54.440 49.705 46.337 43.196 39.943 37.969
2022-01 225.304 260.715 263.550 267.912 268.596 277.101 238.677 222.625 215.409 209.978 213.647 221.768
2022-02 49.256 61.253 62.625 64.929 68.913 74.539 71.802 72.162 75.426 74.789 79.030 86.231
2022-03 22.075 28.247 29.464 30.855 31.615 36.878 38.472 40.878 43.095 42.089 41.142 45.578
2022-04 10.686 12.852 13.974 14.311 15.456 16.409 17.373 18.903 20.813 20.314 22.116 25.121
2023-01 2.100 2.404 2.506 2.489 2.601 2.684 2.838 3.172 3.584 3.822 4.639 6.091
Anlage 2 zu den Antworten der Bundesregierung auf die Fragen 7, 7a und 7b – KA 20/7961
2
Antwort auf Frage 7a: Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 18, die in Deutschland bisher mit dem Corona-Virus infiziert worden sind
und mit schwerem Verlauf im Krankenhaus behandelt wurden nach Alter, Quartalen und Kalenderjahren
Quartal/Alter 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17
2018-01 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2018-02 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2018-03 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2018-04 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2019-01 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2019-02 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2019-03 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2019-04 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2020-01 3 1 3 5 4 1 4 4 3 5 9 6
2020-02 8 8 8 9 15 9 12 14 15 10 20 21
2020-03 7 5 8 8 11 12 13 13 15 14 17 22
2020-04 44 50 57 58 73 74 88 85 104 123 152 197
2021-01 58 49 38 47 63 45 53 75 76 82 110 152
2021-02 62 48 54 55 56 59 62 73 102 87 104 158
2021-03 48 42 46 61 57 59 55 61 73 85 102 106
2021-04 125 175 172 198 172 180 155 189 187 202 182 208
2022-01 383 421 357 393 392 412 388 370 428 425 460 527
2022-02 126 131 129 126 132 135 143 159 178 169 198 241
2022-03 121 99 119 120 93 100 116 142 158 184 185 206
2022-04 81 76 71 58 60 73 89 103 128 113 156 173
2023-01 71 61 60 51 56 59 65 90 104 117 126 134
Quelle: RKI
Anlage 2 zu den Antworten der Bundesregierung auf die Fragen 7, 7a und 7b – KA 20/7961
3
Antwort auf Frage 7b: Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 18, die in Deutschland bisher mit dem Corona-Virus infiziert worden sind
und mit schwerem Verlauf im Krankenhaus behandelt wurden und künstlich beatmet worden sind, nach Alter, Quartalen und
Kalenderjahren
Quartal/Alter 06 07 08 09 10 11 12 13 14 15 16 17
2018-01 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2018-02 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2018-03 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2018-04 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2019-01 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2019-02 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2019-03 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2019-04 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2020-01 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2020-02 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1
2020-03 0 0 0 0 0 1 0 0 0 1 0 0
2020-04 0 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
2021-01 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1 2 0
2021-02 0 0 0 0 0 0 0 0 1 0 0 0
2021-03 1 0 0 0 0 1 0 0 1 0 0 1
2021-04 2 1 1 0 1 1 0 2 0 1 2 2
2022-01 1 0 0 1 0 2 0 1 0 1 0 0
2022-02 0 0 0 0 0 0 1 0 0 1 1 0
2022-03 1 0 1 0 1 0 0 0 1 0 0 0
2022-04 1 0 0 0 0 0 0 1 0 1 1 2
2023-01 0 0 0 1 0 1 0 2 0 1 0 0
Quelle: RKI
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ISSN 0722-8333