Versorgungssicherheit bei Kernmaterial
der Abgeordneten Jürgen Trittin, Hans-Josef Fell, Marieluise Beck (Bremen), Claudia Roth (Augsburg), Rainder Steenblock und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
In der Mitteilung der Kommission der Europäischen Gemeinschaft vom 14. Juli 2006 „Überblick über die Tätigkeiten gemäß Titel II Kapitel 3 bis 10 Euratom-Vertrag in den Jahren 2004 und 2005“ wird zur Versorgung mit Kernmaterial Stellung genommen.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen6
Welchen Umfang und Anteil hat Kanada, als größter Natururanlieferant der EU, an den Natururanlieferungen in die EU sowie nach Deutschland?
Welchen Umfang und Anteil hat Russland, als wichtigster Versorger von wiederangereichertem und hochangereichertem Uran, an diesen Lieferungen in die EU sowie nach Deutschland?
Beeinflusst die angespannte Versorgungslage mit Kernmaterial die Energiepolitik der Bundesregierung?
Wie beurteilt die Bundesregierung die Versorgungssicherheit und die Preisentwicklung bei Kernbrennstoffen vor dem Hintergrund, dass die Hälfte des weltweiten Reaktorbedarfes an Kernbrennstoffen aus früheren Beständen sowie durch Herabmischung hochangereicherten Urans aus militärischen Beständen gedeckt wird und diese Möglichkeit der Kernmaterialgewinnung zu einem absehbaren Ende kommen wird?
Wie beurteilt die Bundesregierung die Möglichkeiten zur Erhöhung der Uranproduktion, und in welchen Ländern ist von einer solchen Steigerung auszugehen?
Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse darüber vor, wann der Peak der Urangewinnung weltweit erreicht sein wird?