Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Heidi Reichinnek, Susanne Ferschl,
Gökay Akbulut, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 20/9398 –
Aufwachsen in Ostdeutschland
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Auch über 30 Jahre nach der Wiedervereinigung unterscheiden sich Ost- und
Westdeutschland in unzähligen Bereichen. Der Wiedervereinigung im
Jahr 1990 folgten mit dem Zusammenbruch der Wirtschaftsstrukturen neben
Massenarbeitslosigkeit, Verarmung und dem Rückbau öffentlicher
Infrastruktur und zum Teil ganzer Stadteile zahlreiche demografische Verwerfungen
bestehend aus rücklaufenden Geburtenzahlen und Abwanderung überwiegend
junger Menschen. Kaum eine Darstellung wirtschaftlicher oder sozialer
Kennzahlen im Ländervergleich lässt den ehemaligen Grenzverlauf nicht auf den
ersten Blick erkennen. Neben einigen positiven Ausreißern, etwa bei der
Betreuungsquote bei Kindern oder der Erwerbstätigkeitsquote bei Frauen,
belegen die allermeisten Daten weiterhin Aufholbedarf für die ostdeutschen
Bundesländer. Sei es für das Pro-Kopf-Einkommen oder den durchschnittlichen
Stundenlohn (vgl.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/207076/umfrag
e/gesamtwirtschaftliche-daten-von-ost-und-westdeutschland-im-vergleich/#:~:
text=Die%20Statistik%20zeigt%20gesamtwirtschaftliche%20Daten,435%2C6
%20Milliarden%20Euro.) und die Arbeitslosenquote (vgl.
https://de.statist
a.com/statistik/daten/studie/915315/umfrage/arbeitslosenquote-in-west-und-os
tdeutschland/). Wenig überraschend ist die Zahl derjenigen, die in den
vergangenen Jahrzehnten von Ost nach West abwanderten, erheblich höher als die
umgekehrte Bewegung (vgl.
https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/
Demografischer-Wandel/Aspekte/demografie-bevoelkerungsentwicklung-ost-
west.html#:~:text=Im%20Zeitraum%20von%201991%20bis,den%20Osten%2
0in%20Richtung%20Westdeutschland.).
Die wirtschaftliche und soziale Situation in Ostdeutschland hat direkte Folgen
für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Finanziell schlecht
ausgestattete Kommunen müssen an Angeboten für Kinder und Jugendliche sparen
(vgl.
https://www.welt.de/wirtschaft/article242646257/Inflation-und-Energiek
rise-Klamme-Staedte-Es-wird-dunkel-auf-Deutschlands-Strassen.html). Um
Freizeitangebote wahrnehmen zu können oder die Schule zu besuchen,
müssen weitere Wege zurückgelegt werden, wozu man wiederum auf einen gut
ausgebauten öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) angewiesen ist. Durch
die schlechtere Arbeitsplatzsituation lässt sich zudem eine negativere
Einschätzung der eigenen Zukunftsperspektive vermuten. Dass die schlechteren
wirtschaftlichen Verhältnisse auch als solche empfunden werden, belegen
Deutscher Bundestag Drucksache 20/9749
20. Wahlperiode 13.12.2023
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland
vom 5. Dezember 2023 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
auch Untersuchungen, die Jugendliche in den neuen Bundesländern als
„erheblich unzufriedener, was ihre soziale Sicherheit, ihre finanzielle Lage sowie
ihre politischen Einflussmöglichkeiten angeht“ (vgl.
https://link.springer.com/
referenceworkentry/10.1007/978-3-658-23670-0_65-1) identifizieren. Um
sich den zahlreichen Herausforderungen adäquat stellen zu können, halten die
Fragestellerinnen und Fragesteller es für unerlässlich, ein umfassendes Bild
der aktuellen Situation zu zeichnen.
1. Wie stellt sich die demografische Entwicklung in Ostdeutschland seit
1990 dar, insbesondere in Bezug auf die Altersstruktur und den Anteil
junger Menschen (bitte sowohl für Ostdeutschland insgesamt als auch für
die einzelnen Bundesländer angeben)?
Welche signifikanten Unterschiede sind hierbei zwischen städtischem
und ländlichem Raum in Ostdeutschland festzustellen?
2. Wie hat sich die Zahl junger Menschen in Ostdeutschland seit 1990
entwickelt (bitte für Ostdeutschland insgesamt, als auch aufgeschlüsselt
nach Bundesländern und in Gruppen von 0 bis 6, 7 bis 12, 13 bis 18, 19
bis 25 Jahren angeben)?
Die Fragen 1 und 2 werden gemeinsam beantwortet.
Es wird auf die anliegende Tabelle verwiesen,* die die Altersstruktur und den
Anteil junger Menschen nach Zahlen und prozentualen Anteilen, sowohl für
Ostdeutschland insgesamt einschließlich Berlin als auch für die einzelnen
Bundesländer gesondert nach den Altersgruppen null bis sechs, sieben bis 12, 13
bis 18, 19 bis 25, darstellt.
Unterschiede zwischen dem städtischen und ländlichen Raum in
Ostdeutschland werden dabei entsprechend der Besiedlungsdichte „dicht besiedelt“,
„mittlere Besiedlungsdichte“ sowie „gering besiedelt“ ausgewiesen.
Bevölkerungsdaten hierzu liegen nur für die Jahre 2011 bis 2022 vor, nicht jedoch für die
Jahre 1990 bis 2010.
Die Fortschreibung der Bevölkerungszahlen von 1990 bis 2010 in
Ostdeutschland basiert auf einem Auszug des zentralen Melderegisters der DDR zum
3. Oktober 1990. Ab 2011 werden die Bevölkerungszahlen für das gesamte
Bundesgebiet auf Basis des Zensus 2011 fortgeschrieben.
Methodische Informationen zur Bevölkerungsfortschreibung sind im
Qualitätsbericht des Statistischen Bundesamtes verfügbar. Dieser ist abrufbar unter:
https://www.destatis.de/DE/Methoden/Qualitaet/Qualitaetsberichte/Bevoelkeru
ng/bevoelkerungsfortschreibung-2022.pdf?__blob=publicationFile.
3. Welche Auswirkungen hat die Unterjüngung Ostdeutschlands auf den
Arbeitsmarkt?
Gibt es spezifische Maßnahmen oder Programme, die von der
Bundesregierung ergriffen wurden, um die Beschäftigungsmöglichkeiten für
junge Menschen zu verbessern?
Aufgrund der jahrzehntelangen Abwanderung seit Beginn der 1990er Jahre
weisen die ostdeutschen Flächenländer bereits heute einen Altenquotient auf,
der in Westdeutschland voraussichtlich erst Anfang der 2030er Jahre erreicht
wird. Die prognostizierten Neuzugänge auf den Arbeitsmarkt fallen dadurch
deutlich niedriger aus. Während die Erwerbsbevölkerung im Alter von 20 bis
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/9749 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
27 Jahren deutschlandweit bis 2030 im Durchschnitt um 3,1 Prozent zurück
geht, ist Ostdeutschland mit einem Rückgang von 6,7 Prozent deutlich stärker
betroffen als Westdeutschland.
Durch die sogenannte Ausbildungsgarantie, die mit dem am 20. Juli 2023
verkündeten Gesetz zur Stärkung der Aus- und Weiterbildungsförderung (kurz:
Aus- und Weiterbildungsgesetz) geschaffen wurde, werden perspektivisch auch
die Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Menschen in Ostdeutschland
verbessert (vgl. auch Antwort zu Frage 41). Darüber hinaus stehen verschiedene
ausbildungsvorbereitende und begleitende Förderinstrumente, wie z. B.
Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Einstiegsqualifizierungen und Assistierte
Berufsausbildung, zur Verfügung, um junge Menschen – auch in
Ostdeutschland – am Übergang von der Schule in den Beruf zu unterstützen.
4. Welche Konsequenzen ergeben sich aus der Unterjüngung für das
Bildungssystem in Ostdeutschland?
Welche Maßnahmen werden von der Bundesregierung ergriffen, um die
Qualität der Bildung und Ausbildung junger Menschen in der Region zu
gewährleisten?
Für die schulische Bildung sind nach der föderalen Ordnung die Länder und
ihre Kommunen zuständig. Soweit der Bund die Länder bei dieser Aufgabe
unterstützt, kommt diese Unterstützung stets allen Ländern zugute.
So stehen mit dem DigitalPakt Schule Mittel bereit, um digitale Infrastrukturen
im Schulsystem zu schaffen. Länder und Schulträger werden damit beim
flächendeckenden Auf- und Ausbau einer zeitgemäßen digitalen
Bildungsinfrastruktur unter dem Primat der Pädagogik unterstützt.
Ziel des Investitionsprogramms zum Ausbau ganztägiger Bildungs- und
Betreuungsangebote ist nicht nur die Zahl der Betreuungsangebote zu erhöhen,
sondern auch die Qualität der Angebote zu verbessern. Womit die Förderung in
Ostdeutschland insbesondere darauf abzielt, die vorhandenen
Betreuungsangebote attraktiver zu machen.
Das Startchancen-Programm ist ein zentraler Hebel für ein leistungsfähigeres
Bildungssystem und für mehr Chancengerechtigkeit an den Schulen
Deutschlands. Übergänge in Ausbildung und Beruf oder in das Übergangssystem
werden im Startchancen-Programm besonders berücksichtigt.
In der Initiative Bildungsketten arbeiten Bund, Länder und BA eng mit dem
Ziel zusammen, dass jungen Menschen der Übergang von der Schule in
Ausbildung und Beruf möglichst reibungslos gelingt. Hierzu stimmen die Akteure
ihre unterschiedlichen Förderinstrumente in der beruflichen Bildung sowie
am Übergang Schule-Beruf strukturiert und kohärent aufeinander ab. Das
Programm „Bildungskommunen“ fördert wichtige Innovationen in kommunalen
Bildungssystemen. Es strahlt auf zahlreiche zentrale Zukunftsbereiche aus wie
die digitale Bildung, den Ausbau des Ganztags, den Abbau von
Bildungsbarrieren oder die Sicherung der Fachkräftebasis und gibt den Kommunen in
Ostdeutschland ein Instrument zur Modernisierung ihrer Bildungslandschaft an die
Hand.
In der Förderrichtlinie „Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen“ werden
Vorhaben gefördert, die kulturelle Bildung in unterschiedlichen Disziplinen
erforschen. Besondere Aufmerksamkeit wird Regionen zuteil, die als „sehr
peripher“ eingestuft werden. Von großer Bedeutung ist in diesem Rahmen der
aktive Einbezug von lokalen Akteuren in ländlichen Bereichen.
5. Inwiefern beeinflusst die Unterjüngung in Ostdeutschland die soziale
Infrastruktur, wie zum Beispiel das Gesundheitssystem, die
Pflegeeinrichtungen und die soziale Unterstützung für ältere Menschen?
Die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen und flächendeckenden
Gesundheitsversorgung ist ein wichtiges Anliegen der Bundesregierung. Im
ländlichen Raum steht die Gesundheitsversorgung durch den demografischen
Wandel, die Zunahme der Multimorbidität und die Abwanderung in Städte vor
besonderen Herausforderungen. Dies gilt insbesondere für die ostdeutschen
Bundesländer, die von diesen Herausforderungen besonders betroffen sind.
Während 1990 die Bevölkerung im Osten im Schnitt jünger als im Westen war, hat
sich dieses Verhältnis mittlerweile umgekehrt. 2021 war im Osten der Anteil
der unter 20-Jährigen mit 17 Prozent geringer als im Westen mit fast 19
Prozent. Zugleich war im Osten der Anteil der ab 65-Jährigen mit 27 Prozent
höher als im Westen (22 Prozent) (Quelle: Statistisches Bundesamt
Bevölkerungsentwicklung in Ost- und Westdeutschland zwischen 1990 und 2021). Durch die
älter werdende Bevölkerung steigt der Bedarf an gesundheitlicher und
pflegerischer Versorgung. Gleichzeitig wird sich der Fachkräftemangel in den nächsten
Jahren – gerade auch in den ostdeutschen Bundesländern – aufgrund der
demografischen Entwicklung und dem damit verbundenen Rückgang der
Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter weiter vergrößern. Um den Herausforderungen
im Rahmen der Fachkräftesicherung zu begegnen, arbeitet das
Bundesministerium für Gesundheit auf Grundlage der branchenübergreifenden
Fachkräftestrategie der Bundesregierung aktuell an einer auf den Gesundheits- und
Pflegebereich bezogenen Fachkräftestrategie. Ziel ist, dass in den Gesundheits- und
Pflegeberufen eine steigende Anzahl qualifizierter und motivierter Menschen
tätig ist. Zudem hat die Bundesregierung zur Eindämmung des
Fachkräftemangels, insbesondere auch im Gesundheitswesen, bereits vielfältige Maßnahmen
ergriffen, um die gesundheitliche und pflegerische Versorgung der Bevölkerung
sicherzustellen. Hierzu gehören insbesondere verschiedene Initiativen zur
Steigerung der Attraktivität der Gesundheits- und Pflegeberufe. Die faire und
ethische Anwerbung von Gesundheitsfachkräften aus Drittstaaten sowie deren
Integration ergänzt die Strategien zur Steigerung der inländischen Potentiale.
Für die Sicherstellung einer bedarfsgerechten Versorgung der Bevölkerung mit
leistungsfähigen und eigenverantwortlich wirtschaftenden Krankenhäusern sind
ausschließlich die Länder zuständig. Die Länder sind für die Sicherstellung der
bedarfsgerechten stationären Versorgung der Bevölkerung im Rahmen der
Krankenhausplanung zuständig. In ihren Krankenhausplänen haben die Länder
die Versorgungsangebote im stationären Bereich unter Berücksichtigung des
unterschiedlichen Versorgungsbedarfs und des demografischen Wandels in den
einzelnen Regionen angemessen weiterzuentwickeln und dem besonderen
Versorgungsbedarf einer älter werdenden Bevölkerung Rechnung zu tragen. Bund
und Länder verhandeln derzeit über eine Krankenhausstrukturreform, die den
genannten Bedarfen Rechnung trägt.
Hinsichtlich der ambulanten ärztlichen Versorgung hat der Gemeinsame
Bundesausschuss (G-BA) die Aufgabe, bei der Ermittlung der Verhältniszahlen
(Verhältnis Ärztinnen und Ärzte zu Einwohnerinnen und Einwohner) sowohl
die bundesweite Entwicklung der Alters- und Geschlechtsstruktur im
Zeitverlauf als auch die regionale Verteilung von Alter, Geschlecht und Morbiditätslast
zu berücksichtigen. Demnach spiegelt sich der (regional) höhere Bedarf einer
älteren und statistisch kränkeren Bevölkerung an ambulanter ärztlicher
Versorgung in der Bedarfsplanungsrichtlinie des G-BA wieder. Die Kassenärztlichen
Vereinigungen und die Kassenärztliche Bundesvereinigung haben den
Sicherstellungsauftrag für die ambulante ärztliche Versorgung und müssen damit alle
erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um diese vor Ort zu gewährleisten.
Zudem sind weitere gesetzliche Weichenstellungen geplant. Um die
Gestaltungsspielräume in der Kommune zu stärken, soll es Kreisen und kreisfreien
Städten künftig möglich sein, Gesundheitskioske zu errichten, sich in
Primärversorgungszentren zu engagieren und Gesundheitsregionen zu etablieren.
Durch diese erweiterten Möglichkeiten, eine bedarfsorientierte gesundheitliche
Versorgung zu gestalten, wird die Situation der Patientinnen und Patienten vor
Ort zusätzlich verbessert.
Im Pflegeversicherungsrecht wird die pflegerische Versorgung der Bevölkerung
als gesamtgesellschaftliche Aufgabe definiert. Die Länder, die Kommunen, die
Pflegeeinrichtungen und die Pflegekassen wirken unter Beteiligung des
Medizinischen Dienstes eng zusammen, um eine leistungsfähige, regional
gegliederte, ortsnahe und aufeinander abgestimmte ambulante und stationäre
pflegerische Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Die Länder sind im
Besonderen verantwortlich für die Vorhaltung einer leistungsfähigen, zahlenmäßig
ausreichenden und wirtschaftlichen pflegerischen Versorgungsstruktur und
bestimmen das Nähere zur Planung und zur Förderung der Pflegeeinrichtungen
durch Landesrecht.
Ältere Menschen sind häufig auf soziale Unterstützung angewiesen. Die
Unterjüngung kann die Verfügbarkeit solcher Unterstützungssysteme einschränken,
da weniger junge Menschen vorhanden sind, um diese Dienste zu unterstützen.
Dies kann zu Isolation und einem Mangel an sozialer Interaktion für ältere
Menschen führen. Im Bereich der sozialen Infrastruktur ist es das Ziel des
"Bundesprogramms Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander"
mithilfe der bundesweit aktuell rund 530 Mehrgenerationenhäuser (MGH) zu guten
Entwicklungschancen und fairen Teilhabemöglichkeiten für alle in Deutschland
lebenden Menschen beizutragen und damit gleichwertige und bessere
Lebensverhältnisse in allen Gebieten Deutschlands zu schaffen. Das Bundesprogramm
ist ausgerichtet auf die Stärkung der Kommunen bei der Gestaltung des
demografischen Wandels, der sozialen Daseinsvorsorge und Sicherstellung der
sozialen Infrastruktur. Aktuell finden sich in Ostdeutschland 154 MGH
(Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Berlin).
6. Welche Initiativen oder Förderprogramme wurden von der
Bundesregierung implementiert, um die Unterjüngung in Ostdeutschland anzugehen
und die Lebensbedingungen junger Menschen in der Region zu
verbessern?
Die Bundesregierung nimmt Kinder, Jugendliche und junge Heranwachsende
der gesamten Bundesrepublik in den Blick und nimmt grundsätzlich keine
geographische Unterteilung vor. Für die Herstellung von guten Lebensbedingungen
ist es entscheidend, dass junge Menschen und ihre Familien im Alltag
unterstützt werden und sie sich mit ihren Anliegen gehört fühlen.
Zur Unterstützung im Alltag setzt sich die Bundesregierung für den Ausbau
und die Qualitätssicherung in der Kindertagesbetreuung sowie im schulischen
Ganztag ein. Mit Inkrafttreten des Kinderförderungsgesetzes 2013 wurde der
Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem ersten Geburtstag gesetzlich
verankert. Zudem unterstützt der Bund Länder und Kommunen mit den
Bundesinvestitionsprogrammen „Kinderbetreuungsfinanzierung“. Seit 2008
konnten so insgesamt 5,4 Mrd. Euro für den bundesweiten Kita-Ausbau
bereitgestellt werden. Neben dem 4. Investitionsprogramm
„Kinderbetreuungsfinanzierung 2017 – 2020“ läuft aktuell noch das 5. Investitionsprogramm
„Kinderbetreuungsfinanzierung 2020 – 2021“ (weitere Ausführungen dazu finden sich in
der Antwort zu Frage 38).
Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter
unterstützt die Teilhabe von Kindern, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern am Erwerbsleben
sowie die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse. Verlässliche Kinderbetreuung
und kindgerechte Bildungs- und Betreuungsangebote sind für junge Familien
zudem ein wichtiger Standortfaktor.
Jugendverbände bieten jungen Menschen einen Rahmen, um sich einzubringen
und sich ehrenamtlich zu engagieren. Dabei orientiert sich die Arbeit der
Jugendverbände in Ostdeutschland, insbesondere auch in ländlichen Gebieten, an
den konkreten Bedürfnissen der jungen Menschen vor Ort. Wichtige Themen
dabei sind Mobilität, Bildung und Ausbildung sowie digitale Infrastruktur und
Ehrenamtsförderung.
Die Politische Kinder- und Jugendbildung stellt einen wichtigen Bereich der
außerschulischen Bildung in Ostdeutschland dar. Sie verfolgt das Ziel,
Verständnis für politische Sachverhalte zu fördern, demokratisches Bewusstsein zu
festigen und Bereitschaft zur politischen Mitarbeit zu stärken. Die Tätigkeit der
Jugendverbände bzw. die Träger der politischen Bildung werden aus Mitteln
des Kinder- und Jugendplans vom Bund gefördert. Die Evangelische
Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung (et) ist mit sieben Standorten
in den ostdeutschen Bundesländern vertreten. Ein Schwerpunkt der politischen
Bildung der et ist die Etablierung einer jugendgerechten Gesellschaft. Das
Projekt „#vonwegenanders – Jugendpolitik Ost“ setzt sich z. B. mit den
jugendpolitischen Bedingungen in den ostdeutschen Bundesländern auseinander und
unterstreicht die Notwendigkeit verstärkter struktureller Förderung von Kinder-
und Jugendarbeit.
Außerdem leistet die Jugendstrategie der Bundesregierung und deren
Weiterentwicklung durch den Nationalen Aktionsplan für Kinder- und
Jugendbeteiligung einen wesentlichen Beitrag, die Kinder- und Jugendbeteiligung auf allen
Ebenen nachhaltig zu verbessern. Um junge Menschen in den
Strukturwandelprozess der Kohleregionen einzubinden und ihre Sichtweisen stärker zu
berücksichtigen, fand beispielswiese im November 2021 in Halle (Saale) im Rahmen
der Jugendstrategie der Planathon „Jugend gestaltet Strukturwandel“ statt
(Informationen finden sich dazu auch hier:
https://jugendpolitikberatung.de/planat
hon/).
Mit dem Bundesprogramm „Das Zukunftspaket für Bewegung, Kultur und
Entwicklung“ fördert das BMFSFJ 2023 Projekte von und für Kinder und
Jugendlichen. Gut ein Viertel der bewilligten Projekte wird in Ostdeutschland
umgesetzt. Das Umsetzen eigener Ideen und das Übernehmen von Verantwortung in
der eigenen Lebenswelt können dazu beitragen, dass sich junge Menschen auch
zukünftig in ihrer Region einbringen und Verantwortung übernehmen.
Das im „Bundesprogramms Mehrgenerationenhaus. Miteinander –
Füreinander“ enthaltene Handlungsfeld „Jugendgerechte Gesellschaft“ unterstützt mit
Angeboten wie Jugendparlamenten und Jugendsozialarbeit, dass Kommunen
für junge Menschen attraktiv bleiben. Mehrgenerationenhäuser tragen mit ihren
Angeboten dazu bei, dass Jugendliche mit ihren Bedürfnissen gehört werden,
mitgestalten können und sich nachhaltig vor Ort verwurzeln.
Das Modellprojekt „Zukunftswerkstatt Kommunen – Attraktiv im Wandel“
(Laufzeit: 2021 bis 2024) zielt auf eine strategische Gestaltung des
demografischen Wandels auf kommunaler Ebene ab, auch um einer Unterjüngung
entgegenzuwirken. Den inhaltlichen Fokus des Modellprojekts bildet die Frage nach
konkreten Halte- bzw. Anziehungsfaktoren für strukturschwache Kommunen
und die Stärkung kommunaler Identität zur Herstellung gleichwertiger
Lebensverhältnisse. Es werden kommunale Demografiestrategien entwickelt und bei
deren Umsetzung in kommunale Projekte Menschen in allen Lebensphasen
adressiert. Dabei werden auch gezielt Interessen von Kindern, Jugendlichen
und Familien in den Blick genommen. Partizipative Instrumente wie
Jugendbeiräte aggregieren dabei die Interessen junger Menschen und bringen sie in
den kommunalpolitischen Aushandlungsprozess ein.
Mit dem Engagementwettbewerb „machen!2023“ zeichnete der Beauftragte der
Bundesregierung für Ostdeutschland gemeinsam mit der Deutschen Stiftung für
Ehrenamt 30 Projektideen in Ostdeutschland aus, die Kindern und
Jugendlichen neue Perspektiven bieten, Angebote in Freizeit sowie schulischer,
kultureller und politischer Bildung schaffen und die Selbstwirksamkeit stärken.
Insgesamt wurden dafür Preisgelder in Höhe von 164.000 Euro ausgereicht.
7. Wie bewertet die Bundesregierung die langfristigen wirtschaftlichen
Auswirkungen der Unterjüngung in Ostdeutschland?
Gibt es Pläne oder Strategien der Bundesregierung, um die
Wirtschaftsentwicklung in der Region gezielt zu fördern und Investitionen
anzuziehen?
Die demografische Entwicklung in Ostdeutschland stellt die künftige
Verfügbarkeit von Arbeits- und Fachkräften vor große Herausforderungen. Mit dem
Renteneintritt starker Geburtsjahrgänge wird auf dem ostdeutschen
Arbeitsmarkt der Ersatzbedarf für Fachkräfte in vielen Wirtschaftsbereichen und der
öffentlichen Verwaltung weiter wachsen. Durch die Transformation der
Wirtschaft zur Klimaneutralität entstehen in Ostdeutschland derzeit neue
zukunftsträchtige Beschäftigungsmöglichkeiten und damit weitere Fachkräftebedarfe
insbesondere im Bereich der Erneuerbaren Energien und der
Wasserstoffwirtschaft sowie in der Mikroelektronik und im Automobilbau. Neuansiedlungen
von großen internationalen Technologieunternehmen in Ostdeutschland
verstärken den Fachkräftebedarf zusätzlich. Damit die Verknappung an Fachkräften
das Wachstumspotenzial der Wirtschaft nicht gefährdet, unterstützt die
Bundesregierung mit dem Maßnahmenpaket ihrer Fachkräftestrategie die
Anstrengungen der Betriebe und Unternehmen, Fachkräfte zu gewinnen und zu halten.
Dazu zählen u. a. das Gesetz zur Stärkung der Aus- und
Weiterbildungsförderung (mit Ausbildungsgarantie und Qualifizierungsgeld) sowie das Gesetz zur
Weiterentwicklung der Fachkräfteeinwanderung.
In Deutschland sind in erster Linie die Länder und Kommunen selbst für ihre
Entwicklung zuständig. Die Bundesregierung wirkt etwa im Rahmen der
nationalen und europäischen Regionalpolitik an der wirtschaftlichen Entwicklung
von Regionen mit, insbesondere wenn dies zur Herstellung gleichwertiger
Lebensverhältnisse im Bundesgebiet erforderlich ist. Von besonderer Bedeutung
auch für die ostdeutschen Regionen ist dabei die Gemeinschaftsaufgabe
„Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Sie ist das zentrale
Instrument der Regionalpolitik in Deutschland und wurde in der 20.
Legislaturperiode bereits sehr weitreichend von der Bundesregierung und den Ländern
reformiert. Die wichtigsten Zielsetzungen des Programms seit Inkrafttreten des
neuen GRW-Koordinierungsrahmens zum 1. Januar 2023 bestehen nicht mehr
nur darin Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen, sondern insbesondere auch
in der Verbesserung von Standortbedingungen in strukturschwachen Regionen
ebenso wie der Erhöhung der Einkommen und der Beschleunigung von
Transformationsprozessen hin zu einer klimaneutralen und nachhaltigen Wirtschaft.
Ostdeutschland gilt im Sinne der Kriterien der GRW weiterhin flächendeckend
als strukturschwach. Die ostdeutschen Regionen werden daher vollständig im
Rahmen der GRW gefördert. Die aktuelle GRW-Förderung stellt stärker als
bisher auf die Stärkung der Produktivität und Wertschöpfungsketten in den
Regionen sowie der Grundlagen für eine eigenständige Regionalentwicklung ab. Es
wurden zudem erleichterte Fördervoraussetzungen für klimafreundliche
Investitionen sowie für forschungsintensive Unternehmen geschaffen und die
Möglichkeiten zur Förderung von Umweltschutzinvestitionen, mit denen
Unternehmen über nationale oder EU-Normen hinausgehen, erweitert. Auch bei der
Förderung kommunaler Infrastruktur bietet die reformierte GRW bessere Anreize
für nachhaltige und klimafreundliche Investitionen. Erstmals können auch
Maßnahmen der regionalen Daseinsvorsorge mit klarem Wirtschaftsbezug
unterstützt werden, sofern sie zur Steigerung der Standortattraktivität und
Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaftsstruktur beitragen. Darüber hinaus
wurden neue Anreize in das Regelwerk zur GRW aufgenommen, um der
Einhaltung der Tarifbindung von Unternehmen und Arbeitsplätzen mit guter
Entlohnung in strukturschwachen Regionen zusätzlichen Rückenwind zu geben.
Mit dem Gesamtdeutschen Fördersystem für strukturschwache Regionen
wurden über 20 Förderprogramme des Bundes aus sieben Ressorts und sechs
Förderbereichen erstmals unter einem gemeinsamen Dach gebündelt. Die
Regionen mit Aufholbedarf erhalten ein umfassendes Unterstützungsangebot.
Gefördert werden Investitionen, Innovationen, Gründungen, Fachkräfteinitiativen,
Breitband und digitale Entwicklung, städtebauliche Entwicklungen bis hin zu
sozialen Themen. Das Gesamtdeutsche Fördersystem deckt damit wesentliche
Rahmenbedingungen für die regionale Wirtschaftskraft, Beschäftigung und
Einkommen ab.
Diese Maßnahmen werden durch die allgemeinen mittelstandspolitischen
Maßnahmen zur Entlastung und Förderung ergänzt. Hier setzt das breite
Förderangebot von der KfW aus ERP-Mitteln an, das sowohl Existenzgründungen und
Wachstumsinvestitionen finanziert als auch bei der Umsetzung von
Innovations- oder Digitalisierungsprojekten wirksam unterstützt.
Die Germany Trade and Invest – GTAI ist auf Bundesebene Anlaufstelle für
ausländische Unternehmen, die sich über Investitionsmöglichkeiten
informieren möchten. Die GTAI begleitet ausländische Investoren vom Markteintritt bis
zur Ansiedlung in Deutschland. Neben der Stärkung des Images des deutschen
Standortes legt die GTAI einen regionalen Fokus auf Regionen im
Strukturwandel sowie auf vom Kohleausstieg betroffene Gebiete.
Investitionen in ostdeutschen Regionen werden auch im Rahmen der deutschen
und europäischen Politik zur Sicherung der Energieversorgung oder der
technologischen Souveränität und damit auch der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit
der Standorte angestoßen. Beispiele sind die LNG-Versorgung, das zukünftige
Wasserstoffkernnetz oder die Important Projects of Common European Interest
Projekt (IPCEI). So wurde im Rahmen des bereits 2018 gestarteten
Mikroelektronik (IPCEI ME) die Errichtung einer Halbleiterfertigung der Robert Bosch
Semiconductor Manufacturing GmbH in Dresden unterstützt. Die neue
Halbleiterfabrik wird mit der Entwicklung leistungsstarker, energiesparender und
kostengünstiger Halbleiterlösungen dazu beitragen, die Mikrotechnologie als
Schlüsseltechnologie in Deutschland und Europa zu stärken und damit den
digitalen und grünen Wandel zu ermöglichen. Weitere IPCEI wurden in den
Bereichen Batteriezellfertigung und Wasserstofftechnologien gefördert.
Ostdeutschland ist dabei gut beteiligt. Von den 35 deutschen IPCEI-
Wasserstoffprojekten befinden sich 11 ganz oder teilweise in ostdeutschen Bundesländern.
8. Welche Rolle spielt die Bundesregierung bei der Zusammenarbeit mit
den Ländern und Kommunen in Ostdeutschland, um den
Herausforderungen der Unterjüngung entgegenzuwirken?
Bund, Länder und Kommunen arbeiten im Rahmen der regulären Beteiligungs-
und Gesetzgebungsverfahren eng zusammen, um den demografischen
Herausforderungen gerecht zu werden. Zugleich findet ein regelmäßiger Austausch
der Bundesregierung mit der Ministerpräsidentin und den Ministerpräsidenten
der ostdeutschen Bundesländer statt. Der Beauftragte der Bundesregierung für
Ostdeutschland trifft sich zudem mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern
ostdeutscher Städte, um die allgemeine politische Lage zu erörtern.
Zudem findet in allen Feldern der Kinder- und Jugendpolitik eine enge
Zusammenarbeit zwischen dem Bund und Ländern statt, beispielsweise im Rahmen
der Jungend- und Familienministerkonferenzen. Hinzu kommt ein intensiver
Austausch mit der Fachszene, Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, Verbänden
und den Kommunen.
Auch in Modellvorhaben wie beispielsweise der „Zukunftswerkstatt
Kommunen – Attraktiv im Wandel“ (siehe Antwort auf Frage 6), welches darauf
abzielt, den demografischen Wandel auf kommunaler Ebene strategisch zu
gestalten, werden kommunale Demografiestrategien entwickelt und bei deren
Umsetzung in kommunale Projekte Menschen in allen Lebensphasen adressiert; dabei
werden auch gezielt Interessen von Kindern, Jugendlichen und Familien in den
Blick genommen.
9. Welche weiteren Maßnahmen plant die Bundesregierung, um die
negativen Auswirkungen der Unterjüngung in Ostdeutschland zu mildern und
die Perspektiven junger Menschen in der Region zu stärken?
Der Koalitionsvertrag sieht vor, dass die Bundesregierung die Kinder- und
Jugendbeteiligung in Deutschland stärken wird. Mit der im Koalitionsvertrag
vereinbarten Änderung des Grundgesetzes soll das aktive Wahlalter für die Wahl
zum Deutschen Bundestag auf 16 Jahre gesenkt werden.
Siehe zur Jugendstrategie und zum Nationalen Aktionsplan Kinder- und
Jugendbeteiligung auch die Ausführungen in der Antwort zu Frage 6.
10. Wie bewertet die Bundesregierung die aktuelle Situation der
Infrastruktur und Daseinsvorsorge für Kinder und Jugendliche in Ostdeutschland
im Vergleich zu anderen Regionen des Landes?
Die Bundesregierung nimmt Kinder- und Jugendliche sowie auch junge
Heranwachsende der gesamten Bundesrepublik in den Blick und kann hier keine
geographische Unterteilung vornehmen. In Deutschland leben 22 Millionen junge
Menschen vom ersten Lebensjahr bis zum 27. Geburtstag (Kinder, Jugendliche
und junge Erwachsene gemäß § 7 SGB VIII). Sie wachsen unter verschiedenen
Bedingungen auf, haben vielfältige Interessen, gehen unterschiedliche Wege
und haben deswegen unterschiedliche Bedarfe. Kinder benötigen vor allem
Bildung, Betreuung, Erziehung und Schutz, während die Kernherausforderungen
der Lebensphase Jugend im 15. Kinder- und Jugendbericht treffend mit
Qualifizierung, Verselbstständigung und Selbstpositionierung beschrieben sind.
Aufgabe des Bundes ist es, rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, vor
allem mit dem SGB VIII und dem Jugendschutzgesetz. Zudem setzt der Bund
fachliche Impulse, z. B. mit Bundesprogrammen und Modellprojekten. Darüber
hinaus fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend zahlreiche Verbände, Fach- und Jugendorganisationen mit dem Kinder-
und Jugendplan.
Im Bereich der Kindertagesbetreuung bestehen – bedingt durch historisch
unterschiedliche Traditionen – strukturelle Unterschiede zwischen Ost- und
Westdeutschland fort. So bestehen in den ostdeutschen Bundesländern
tendenziell deutlich höhere Betreuungsquoten als in den meisten westdeutschen
Bundesländern. Zum Stichtag 1. März 2022 lag die Betreuungsquote bei Kindern
im Alter unter drei Jahren in Ostdeutschland um 21,5 Prozentpunkte höher als
in Westdeutschland. Zudem sind die Öffnungszeiten und
Qualifizierungsniveaus der Fachkräfte in Ostdeutschland überdurchschnittlich. Hingegen sind die
Personal-Kind-Schlüssel in den ostdeutschen Bundesländern durchschnittlich
ungünstiger als in den meisten westdeutschen Bundesländern.
Dementsprechend weisen die Länder unterschiedliche Entwicklungsbedarfe in der
frühkindlichen Bildung auf.
Zur aktuellen Situation der Infrastruktur und Daseinsvorsorge wird auf die
Antworten zu den Fragen 5, 19 bis 30, 33 bis 35 und 37 verwiesen.
11. Welche spezifischen Bereiche der Infrastruktur, wie beispielsweise
Bildungseinrichtungen, Freizeiteinrichtungen, Sportanlagen oder
Gesundheitsversorgung für Kinder, weisen in Ostdeutschland besonders große
Defizite auf?
Die Sicherstellung der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung obliegt gem.
§ 75 SGB V den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und der
Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). In Ostdeutschland hat der Landesausschuss
der Ärzte und Krankenkassen für die Fachgruppe Kinder- und Jugendmedizin
im KV-Bereich Thüringen einen Planungsbereich (PB) mit Unterversorgung
und einen PB mit drohender Unterversorgung festgestellt, sowie im KV-
Bereich Sachsen zwei PB mit drohender Unterversorgung. Zudem wurde auch in
der Fachgruppe Kinder- und Jugendpsychiatrie im KV-Bereich Thüringen ein
Planungsbereich mit Unterversorgung festgestellt (Quelle:
Bedarfsplanungsdaten der KBV, Stand: 31.12.2022).
Hinsichtlich der Sicherstellung einer flächendeckenden stationären Versorgung
wird auf die Antwort zu Frage 5 verwiesen. Dieser Sicherstellungauftrag der
Länder umfasst auch das Vorhandensein ausreichender stationärer
Behandlungskapazitäten für Kinder.
Zu den Bereichen Bildungseinrichtungen, Freizeiteinrichtungen, Sportanlagen
in Ostdeutschland liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor. Die
Zuständigkeit für Bildungseinrichtungen, Freizeiteinrichtungen und Sportanlagen
liegt bei den Ländern und Kommunen.
Für den Bereich der Kindertagesbetreuung wird auf die in Zusammenhang mit
Frage 10 erläuterten unterschiedlichen Entwicklungsbedarfe der Länder
hingewiesen.
12. Welche Programme, Initiativen oder Fördermaßnahmen hat die
Bundesregierung in den letzten Jahren ergriffen, um die Infrastruktur und
Daseinsvorsorge für Kinder und Jugendliche in Ostdeutschland zu
verbessern?
Die Bundesregierung nimmt Kinder- und Jugendliche sowie auch junge
Heranwachsende der gesamten Bundesrepublik in den Blick und kann hier keine
geographische Unterteilung vornehmen.
Bundesprogramme, die zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse
beitragen sind das „Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. Miteinander –
Füreinander“ sowie das Modellprojekt „Zukunftswerkstatt Kommunen – Attraktiv
im Wandel“. Im Bereich der psychischen Gesundheit leistet die
Bundesregierung mit dem Programm „Mental Health Coaches“ einen Beitrag zur
gesundheitlichen Daseinsvorsorge für Kinder und Jugendliche auch in Ostdeutschland.
In der Vorbereitung der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf
Ganztagsbetreuung unterstützt der Bund Länder und Kommunen bei dem erforderlichen
Infrastrukturausbau mit Finanzhilfen in Höhe von 3,5 Mrd. Euro, hiervon profitieren
auch die ostdeutschen Bundesländer. Zwar ist der quantitative Ausbaubedarf
geringer als in den westdeutschen Bundesländern, doch ermöglichen die
Finanzhilfen Plätze zu erhalten und die Qualität der ganztägigen Bildungs- und
Betreuungsangeboten zu verbessern. Auf die Ausführungen in den Antworten
zu Fragen 6 und 10 wird verwiesen.
Für den Bereich der Kindertagesbetreuung werden aufgrund des
Sachzusammenhangs die Fragen 12, 13 und 14 gemeinsam beantwortet.
Mit dem Zweiten Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe
in der Kindertagesbetreuung (KiTa-Qualitätsgesetz) wurde zum 1. Januar 2023
das KiTa-Qualitäts- und -Teilhabeverbesserungsgesetz (KiQuTG) geändert und
inhaltlich weiterentwickelt. Ziel des KiQuTG ist es, die Qualität der
frühkindlichen Erziehung, Bildung und Betreuung in Tageseinrichtungen und in der
Kindertagespflege bundesweit weiterzuentwickeln und die Teilhabe in der
Kindertagesbetreuung zu verbessern. Hierdurch soll ein Beitrag zur Herstellung
gleichwertiger Lebensverhältnisse für das Aufwachsen von Kindern im
Bundesgebiet und zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf geleistet
werden. Durch die Weiterentwicklung der Qualität frühkindlicher Bildung,
Erziehung und Betreuung in der Kindertagesbetreuung entsprechend den jeweiligen
Bedarfen der Länder werden bundesweit gleichwertige qualitative Standards
angestrebt. Der Bund unterstützt die Länder in den Jahren 2023 und 2024 mit
insgesamt rund vier Milliarden Euro bei Maßnahmen zur Weiterentwicklung
der Qualität und zur Verbesserung der Teilhabe in der Kindertagesbetreuung.
13. Wie werden die finanziellen Mittel der Bundesregierung für den Ausbau
und die Modernisierung der Infrastruktur in Ostdeutschland verteilt?
Gibt es spezielle Fördertöpfe oder Programme, die auf die Bedürfnisse
von Kindern und Jugendlichen in der Region abzielen?
Für die soziale Infrastruktur wird auf die Antwort zu den Fragen 5, 6, 9, 11 und
12 verwiesen.
Sofern sich Frage 13 auf den Ausbau der Verkehrs-, Telekommunikations- und
Energieinfrastruktur beziehen sollte, so werden die Mittel der Bundesregierung
im Hinblick auf die Bedürfnisse der Gesamtbevölkerung verteilt. Im Übrigen
wird auf die Antwort zu Frage 15 verwiesen.
14. Welche Maßnahmen werden ergriffen, um die Gleichwertigkeit der
Lebensverhältnisse für Kinder und Jugendliche in Ostdeutschland im
Vergleich zu anderen Regionen sicherzustellen?
Politik für gleichwertige Lebensverhältnisse ist Querschnittspolitik. Sie betrifft
Bundesressorts, Länder und Kommunen. Sie zielt auf sämtliche
Lebensbereiche und auf alle Altersgruppen ab. Staatliches Handeln in der Daseinsvorsorge
soll für alle Menschen an allen Orten des Landes gute Lebensbedingungen
schaffen und sich für eine ausgewogene Entwicklung einsetzen. Die Förderung
strukturschwacher Regionen stärkt in besonderem Maße Ostdeutschland.
2024 wird die Bundesregierung den ersten Gleichwertigkeitsbericht vorlegen.
Dieser Bericht wird eine Analyse der Raumwirksamkeit und Evaluation des
Gesamtdeutschen Fördersystems für strukturschwache Regionen beinhalten.
Zusätzlich wird er über den Stand und Fortschritte berichten beim Ziel,
gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen. Außerdem werden die Ergebnisse von
Fokusgruppen-Workshops zu Aspekten gleichwertiger Lebensverhältnisse mit
Menschen aus verschiedenen Regionen Deutschlands in den Bericht einfließen.
Im Rahmen der Ansiedlung von Bundes- und Forschungseinrichtungen trägt
die Bundesregierung aktiv dazu bei, strukturschwache Regionen zu stärken. So
werden Arbeitsplätze geschaffen und positive Impulse für die
Wirtschaftsbeziehungen und Infrastrukturen vor Ort gesetzt. Wir ermöglichen es Menschen, dort
zu leben und ihrem Beruf dort nachzugehen, wo sie sich verbunden fühlen.
Um Auswirkungen auf die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse bei
Gesetzesvorhaben zu berücksichtigen, wurde der „Gleichwertigkeits-Check“
geschaffen.
Die Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements spielt gerade in
Ostdeutschland eine wichtige Rolle. Viele Infrastrukturen (wie bspw. schulische
und außerschulische Bildung, Sport und Bewegung oder der soziale Bereich)
gerade in ländlichen strukturschwachen Räumen, würde es ohne
ehrenamtliches Engagement nicht geben. Im Jahre 2020 ist daher die öffentlich-rechtliche
Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) mit Sitz in
Neustrelitz (Mecklenburg-Vorpommern) durch Errichtungsgesetz als zentrale
Ansprechpartnerin des Bundes zur Förderung und Unterstützung des
bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engagements auf Bundesebene gegründet worden.
Stiftungszweck ist die Stärkung und Förderung des bürgerschaftlichen
Engagements und des Ehrenamts insbesondere in strukturschwachen und ländlichen
Räumen im Rahmen der Zuständigkeit des Bundes (siehe auch Antwort auf
Frage 42).
Das Bundesprogramm „Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander“ als
Fachprogramm im Gesamtdeutschen Fördersystem für strukturschwache
Regionen trägt zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse für Menschen
aller Generationen bei.
Zweck der Förderung der Integrierten ländlichen Entwicklung (ILE) der Bund-
Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des
Küstenschutzes.“ (GAK) ist es, zur Verbesserung der Agrarstruktur im Rahmen der
Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union die ländlichen Räume als
Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturräume zu sichern und
weiterzuentwickeln. Die Maßnahmen sollen zu einer positiven Entwicklung der
Agrarstruktur, zur Verbesserung der Infrastruktur ländlicher Gebiete und zu einer
nachhaltigen Stärkung der Wirtschaftskraft beitragen. Dabei sind bestimmte
Ziele zu berücksichtigen, u. a. gleichwertige Lebensverhältnisse, einschließlich
der erreichbaren Grundversorgung, attraktiver und lebendiger Ortskerne und
der Behebung von Gebäudeleerständen.
Mit der Maßnahme „Dorfentwicklung“ in Orten mit bis zu 10.000 Einwohnern
werden dazu u. a. dorfgemäße Gemeinschaftseinrichtungen als Treffpunkte
auch für Kinder und Jugendliche, Mehrfunktionshäuser, Räume zur
gemeinschaftlichen Nutzung sowie Co-Working Spaces, sozialbezogene dörflicher
Infrastruktureinrichtungen und Freizeit- und Naherholungseinrichtungen
gefördert.
Zur Grundversorgung tragen außerdem die ILE-Maßnahmen
„Kleinstunternehmen der Grundversorgung“ und „Einrichtungen für lokale
Basisdienstleistungen“ bei.
Die über das Regionalbudget der ILE geförderten Kleinprojekte leisten
insbesondere einen Beitrag zur Orts- und Innenentwicklung, zum sozialen und
kulturellen Leben sowie zur Freizeit und Erholung. Die Projekte kommen direkt bei
den Menschen an und gelingen sehr schnell innerhalb von drei bis sechs
Monaten.
Der Bund gibt 60 Prozent der Mittel der ILE. Auf Grund der
verfassungsmäßigen Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern sind die Länder für die
Umsetzung und damit auch für die Antragsbearbeitung zuständig. Sie haben
eigene Landesrichtlinien.
Aus der Integrierten ländlichen Entwicklung der GAK fließen regelmäßig
Zahlungen auch nach Ostdeutschland. Im Jahr 2022 wurden dafür 152,44 Mio.
Euro an Bundes- und Landesmitteln zusammen verausgabt. Das sind 33,4
Prozent der Mittel für die ILE insgesamt.
Im Rahmen einer Forschungsbekanntmachung „Ehrenamtliches Engagement in
ländlichen Räumen“ fördert das BMEL aus dem Bundesprogramm Ländliche
Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULE plus) u. a. sowohl
Forschungsvorhaben zu Engagementkonstellationen in ländlichen Räumen im Ost-
West-Vergleich als auch zu Engagementkulturen junger Menschen auf dem
Land. Zwischen den einzelnen Forschungsprojekten findet ein regelmäßiger
Austausch in Form von Vernetzungstreffen statt.
Im Rahmen der Forschungsbekanntmachung „Faktor K – Forschung zum
Faktor Kultur in ländlichen Räumen“ fördert das BMEL aus dem
Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULE plus) ein
Forschungsvorhaben zur kulturellen Selbstorganisation Jugendlicher in Bayern,
Sachsen und Thüringen.
Auch das EU-Programm LEADER (Liaison entre les actions de développement
de l'économie rurale; zu Deutsch: Verbindung zwischen Aktionen zur
Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) ist ein Instrument zur Stärkung der
Selbstwirksamkeit der Bevölkerung ländlicher Regionen. Hier können sich so genannte
Lokale Aktionsgruppen (LAGen) zusammenfinden, die für ihre Region ein
Budget aus dem ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die
Entwicklung des ländlichen Raumes) erhalten und selbst entscheiden können, welche
Projekte eine Förderung erhalten. Die Bandbreite der geförderten Projekte
reicht dabei von privaten betrieblichen Investitionen über kommunale Projekte
bis hin zu ehrenamtlich betriebenen Vorhaben. Die LAGen sollen so
ausgestaltet sein, dass keine Gruppe das Geschehen dominiert, so dass insbesondere die
öffentliche Hand (Kommunen) keine Mehrheit im Entscheidungsgremium hat.
LEADER wird in Deutschland von den Ländern und den jeweiligen LEADER-
Regionen ausgestaltet. LEADER ist kein Programm, das auf Ostdeutschland
beschränkt ist, dort wird es aber flächendeckend umgesetzt. Einige ostdeutsche
Bundesländer (Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt) sehen für LEADER
schon seit Jahren sehr erhebliche Mittel vor, dort ist LEADER das relevanteste
EU-Förderinstrument zur Stärkung ländlicher Räume. Die Bedeutung des
Programms ist damit in vielen ostdeutschen Regionen rein faktisch deutlich größer
als in Westdeutschland.
LAGen sind auch vielfach Erstempfänger der Mittel aus dem Regionalbudget
der GAK-ILE, wodurch kleinen Initiativen eine niedrigschwellige Möglichkeit
geboten wird, schnell und mit wenig Aufwand kleine Beträge zur Umsetzung
kleinerer lokaler Maßnahmen zu erhalten. Dies soll insbesondere auch dazu
dienen, neue, unerfahrene Initiativen, und damit auch junge Leute, besser zu
erreichen und zum Engagement zu motivieren.
Jugendbeteiligung ist im LEADER-Programm ein wichtiger Faktor. Hierzu
haben die Länder eine Mindestbeteiligung jüngerer Personen in den LAGen
festgeschrieben. In vielen LAGen gibt es Vorhaben, dass Kinder- und
Jugendaspekte in der Projektauswahl zu berücksichtigen sind, so z. B. Vorhaben der
Freizeitgestaltung aber auch von Fort- und Ausbildung von Jugendlichen im
Kontext mit dem Fachkräftemangel. Allerdings zeigt die Erfahrung in
Deutschland insgesamt, dass es sehr schwierig ist, Jugendliche und junge Erwachsene
für eine kontinuierliche Mitarbeit über mehrere Jahre zu gewinnen, wie es für
die mehrjährige Förderperiode erforderlich ist.
15. Inwiefern werden die Bedürfnisse und Anliegen von Kindern und
Jugendlichen in Ostdeutschland bei der Planung und Umsetzung von
Infrastrukturprojekten berücksichtigt?
Das Ziel der Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Deutschland
beinhaltet die Sicherung der Lebensqualität in den Kommunen sowie die
Erreichbarkeit von Angeboten der Daseinsvorsorge für alle Bevölkerungsgruppen in
allen Teilräumen Deutschlands. Die Bundesregierung will Sorge dafür tragen,
dass alle Menschen am Ort ihrer Wahl gut leben können: auf dem Land, in der
Stadt, in Ost- und Westdeutschland. Für die Entwicklungschancen von Kindern
und Jugendlichen ist Infrastruktur und Daseinsvorsorge vor Ort entscheidend
für Bildungs- und Teilhabechancen.
Der Abbau regionaler Disparitäten und die Schaffung gleichwertiger
Lebensverhältnisse sind seit Jahrzehnten eine zentrale Leitvorstellung der
Raumordnung in der Bundesrepublik Deutschland. Entsprechend dem
Raumordnungsgesetz ist das Ziel „eine nachhaltige Raumentwicklung, die die sozialen und
wirtschaftlichen Ansprüche an den Raum mit seinen ökologischen Funktionen in
Einklang bringt und zu einer dauerhaften, großräumig ausgewogenen Ordnung
mit gleichwertigen Lebensverhältnissen in den Teilräumen führt“.
Mit zahlreichen Förderprogrammen unterstützt die Bundesregierung den
Ausgleich zwischen Regionen mit starker Zuwanderung und solchen mit
Bevölkerungsverlusten, zwischen wirtschaftlich starken und weniger starken Regionen
und zwischen Regionen in Ost- und Westdeutschland.
Die Städtebauförderung unterstützt seit 1971 Kommunen bei städtebaulichen
Anpassungsprozessen. Seit der Wiedervereinigung erhalten auch die
ostdeutschen Bundesländer Finanzhilfen für die städtische Erneuerung. Ein Ziel der
Städtebauförderung ist, Teilhabe und Austausch am gesellschaftlichen Leben
für alle zu ermöglichen, eine Vielfalt von Akteuren bei der Stadtentwicklung zu
integrieren und damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Bei der
Umsetzung der Städtebauförderung werden alle Bürgerinnen und Bürger, aber
auch Kinder und Jugendliche und schwer erreichbare Bevölkerungsgruppen
beteiligt.
Das Modellvorhaben „Verbesserung der Mobilität in ländlichen Räumen zur
Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse“ verfolgt das Ziel,
Mobilitätslösungen in die Fläche zu bringen, die nachhaltig und bezahlbar sind. Auf dem
Online-Nachschlagewerk Mobilikon finden Kommunen auf ihre
Herausforderungen abgestimmte Mobilitätslösungen. So können gezielt
Mobilitätsmaßnahmen gesucht werden, die Kindern und Jugendlichen zugutekommen. Im
länderübergreifenden Mobilitätsnetzwerk arbeiten Landesministerien, Bundesressorts
und kommunale Spitzenverbände zusammen, um Informationen und Wissen
zur Verbesserung der Mobilität insbesondere in ländlichen Räumen
auszutauschen.
Die Interessen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendliche zu hören, zu
beachten und umzusetzen ist Teil der Jugendstrategie der Bundesregierung und
deren Weiterentwicklung durch den Nationalen Aktionsplan für Kinder- und
Jugendbeteiligung. Beteiligung von Kindern und Jugendlichen auch im Bereich
von Infrastrukturprojekten erfolgt direkt auf Ebene der Länder, bzw. der
Kommunen. Hierbei unterstützt das vom Bundesministerium für Familie, Senioren,
Frauen und Jugend geförderte Projekt „Initiative Starke Kinder- und
Jugendparlamente“ bundesweit Kinder- und Jugendparlamente auf kommunaler Ebene
durch Beratung, Information, Vernetzung und Qualifizierung.
Beim Ausbau der Ganztagsbetreuung stehen Kinder im Mittelpunkt. Dies
zeigen auch die „Empfehlungen für die pädagogische Qualität in Ganztagsschulen
und ganztägigen Angeboten für Grundschulkinder“ der KMK, welche seit
Oktober 2023 vorliegen und welche die Bundesregierung begrüßt, denn sie
legen einen Schwerpunkt auf die Partizipation und Beteiligung von Kindern an
ganztägiger Bildung und Betreuung. Der Ausbau der Ganztagsbetreuung wird
langfristig durch die Bundesregierung begleitet.
Das vom BMFSFJ geförderte Projekt „Kinderfreundliche Kommunen e. V.“
zeichnet Städte und Gemeinden mit einem Siegel als „Kinderfreundliche
Kommune“ aus, sofern diese gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen für die
lokale Umsetzung der Kinderrechte aus der VN-Kinderrechtskonvention
verbindliche Ziele und einen Aktionsplan entwickeln. Das Projekt leistet damit
einen großen Beitrag zur Berücksichtigung der Bedürfnisse und Anliegen von
Kindern und Jugendlichen in ihren Kommunen.
In Bezug auf die Bedürfnisse und Anliegen von Kindern und Jugendlichen in
Ostdeutschland bei der Planung und Umsetzung von Infrastrukturprojekten,
insbesondere im Bereich der Radverkehrsinfrastruktur, obliegt die
Zuständigkeit für die örtliche Radinfrastruktur den Ländern und Kommunen. Das BMDV
fördert gleichwohl im Rahmen seiner Möglichkeiten den Bau der
Radverkehrsinfrastruktur in Gesamtdeutschland.
Sichere Radverkehrsinfrastruktur ist insbesondere bei Kindern und
Jugendlichen ein wichtiges Thema, damit sie möglichst gefahrlos mit dem Fahrrad
unterwegs sein können.
Das BMDV hat daher den Leitfaden „Einladende Radverkehrsnetze –
Begleitbroschüre zum Sonderprogramm ‚Stadt und Land‘“ veröffentlicht, der
beispielhaft illustriert, wie mit Hilfe der Finanzierungsmöglichkeiten des BMDV
attraktive und sichere Radverkehrsinfrastruktur in Deutschland gestaltet werden
kann, die gerade auch für Kinder und Jugendliche wichtig ist.
Auf Initiative des BMDV startete im Sommer 2023 der vom Mobilitätsforum
Bund im Bundesamt für Logistik und Mobilität angebotene berufsbegleitende
Lehrgang „Einladende Radverkehrsnetze planen und umsetzen“ (kurz: PLAN-
RAD). Der Lehrgang ist ein praxisorientiertes Angebot an Kommunen und
deren Mitarbeitende zur Wissensvermittlung moderner Planungsinstrumente für
die Umsetzung der Radverkehrsförderung.
Zudem wurden verschiedene Modellprojekte gefördert, die sich mit der
Weiterentwicklung der schulischen Radfahrausbildung unter besonderer
Berücksichtigung des sicheren Radfahrens von Kindern in der Verkehrswirklichkeit
befassen.
16. Wie kooperiert die Bundesregierung mit den Ländern und Kommunen in
Ostdeutschland, um die Infrastruktur und Daseinsvorsorge für Kinder
und Jugendliche zu verbessern?
Welche Rolle spielt dabei die Zusammenarbeit mit
zivilgesellschaftlichen Organisationen und Trägern der Jugendhilfe?
Die Bundesregierung befindet sich im regelmäßigen Austausch mit den
Ländern über die Innenministerkonferenz und deren Unterausschüsse. Diese haben
sowohl thematischen Bezug und widmen sich darüber hinaus im
Arbeitskreis III (Kommunale Angelegenheiten) ebenfalls allen kommunalen Belangen.
Mit Unterstützung durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und
Raumforschung (BBSR) findet bereits ein regelmäßiger Austausch auf Arbeitsebene mit
dem MORO Netzwerk Daseinsvorsorge statt. Teilnehmende Netzwerkregionen
vereint dabei ein gemeinsames Verständnis der strategischen Entwicklung und
Umsetzung regionaler Daseinsvorsorge.
Im Rahmen des Programms Region gestalten wurde mit dem Projekt
„daviplan“ ein Open-Source-Datentool zur Planung der regionalen Daseinsvorsorge
entwickelt. Mit diesem Tool können Gemeinden, Gemeindeverbände, Kreise
und Regionen geobasiert eigenständig regionale und lokale Analysen,
Szenarien und Erreichbarkeitsauswertungen für ausgewählte Leistungsbereiche der
Daseinsvorsorge durchführen und in Karten darstellen. Damit unterstützt es
politische Diskussionen und fachliche Entscheidungen zur Sicherung einer
bedarfsgerechten Daseinsvorsorge.
Das BMFSFJ steht seit einigen Jahren mit den Ländern in einem engen
Austausch dazu, wie die Qualität der Kindertagesbetreuung bundesweit verbessert
werden kann. Derzeit läuft diesbezüglich ein gemeinsamer Prozess zur
Erarbeitung von Vorschlägen für ein Qualitätsentwicklungsgesetz. Neben Bund,
Ländern und Kommunen ist auch ein zivilgesellschaftlicher Expertendialog am
Prozess beteiligt. In diesem Prozess wird auch diskutiert, wie mit den
Unterschieden zwischen den ost- und westdeutschen Bundesländern bei der Qualität
sowie den unterschiedlichen Ausganglagen in den Ländern insgesamt
umgegangen werden kann.
Insgesamt gilt, dass staatliches Handeln in der Daseinsvorsorge für alle
Menschen in allen Altersgruppen an allen Orten des Landes gute
Lebensbedingungen schaffen und sich für eine ausgewogene Entwicklung einsetzen will.
Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 8 verwiesen.
17. Gibt es konkrete langfristige Pläne oder Strategien der Bundesregierung,
um die Infrastruktur und Daseinsvorsorge für Kinder und Jugendliche in
Ostdeutschland nachhaltig zu verbessern?
Auf die Antwort zu Frage 15.wird verwiesen.
18. Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung über die Entwicklung der
sozialen Mobilität in Ostdeutschland, insbesondere auch im Vergleich zu
Westdeutschland?
Gibt es Unterschiede zwischen der Entwicklung bei Männern und
Frauen?
Sollte es Unterschiede geben – welche Maßnahmen ergreift die
Bundesregierung, um dieser Tatsache zu begegnen?
Bei der Beurteilung der Entwicklung der sozialen Mobilität ist zu
unterscheiden zwischen intergenerationaler sozialer Mobilität, bei der ein Vergleich zur
Elterngeneration vorgenommen wird, und intragenerationaler sozialer
Mobilität, die Veränderung in der gesellschaftlichen Positionierung im individuellen
Lebensverlauf untersucht.
Für die intergenerationale soziale Mobilität sind der Bildungsstatus und der
berufliche Status die üblicherweise genutzten Indikatoren. Im Sechsten Armuts-
und Reichtumsbericht hat die Bundesregierung festgestellt, dass sich die
hinsichtlich des beruflichen Status gemessene soziale Mobilität für Menschen in
Ost- und Westdeutschland sowie für Frauen und Männer unterschiedlich
darstellt zeigt (vgl. S. 142 ff). Männer in Westdeutschland haben sowohl die im
Zeitverlauf stabilsten als auch höchsten Aufstiegsraten während sich die
Aufstiegschancen für Männer in Ostdeutschland seit den Geburtsjahrgängen 1935
bis 1944 stetig verschlechtert und die Abstiegsrisiken zugenommen haben. Als
Gründe dafür werden insbesondere selektive innerdeutsche
Wanderungsbewegungen, die nach wie vor unterschiedliche Wirtschaftsstruktur sowie damit
einhergehend ein geringeres Angebot an Tätigkeiten in höheren Positionen in
Ostdeutschland gesehen.
Für Frauen haben sich die Chancen insbesondere in Westdeutschland deutlich
verbessert, wobei die Aufstiegsraten der Geburtskohorten 1935 bis 1944 noch
sehr gering und die Abstiegsrisiken relativ hoch waren. Für die
Geburtskohorten 1975 bis 1983 liegen die Aufstiegsraten dagegen fast auf dem Niveau
westdeutscher Männer, die Abstiegsrisiken sind merklich gesunken. Dagegen waren
in Ostdeutschland die Aufstiegschancen für Frauen älterer Kohorten etwas
höher, als sie es für die jüngeren Kohorten sind. Gleichwohl weisen aber auch
diese höhere Aufstiegsraten auf, als ostdeutsche Männer gleicher
Geburtsjahrgänge.
Die Gründe für die insgesamt verbesserten beruflichen Aufstiegschancen der
Frauen werden insbesondere in den veränderten Rollenmustern gesehen.
Darüber hinaus ist Bildung weiterhin die wirksamste und wichtigste Stellschraube
für sozialen Aufstieg.
Auch im Siebten Armuts- und Reichtumsbericht (7. ARB), der sich derzeit in
der Erstellung befindet, werden Analysen zur sozialen Mobilität dargestellt,
wobei diesmal der Schwerpunkt auf die intragenerationelle soziale Mobilität
gelegt wird. Zur Vorbereitung des 7. ARB sind Forschungsaufträge vergeben
worden, die Zusammenhänge zwischen biographischen Ereignissen und
Einkommen und Erwerbsbeteiligung im Lebensverlauf und Kohortenvergleich
betrachten. Zudem wird untersucht, welche biographischen Ereignisse Auf- und
Abstiege aus unterschiedlichen sozialen Lagen befördern. Dabei werden
jeweils auch geschlechterspezifische Unterschiede sowie Unterschiede zwischen
Ost- und Westdeutschland analysiert.
19. Wie hat sich die Zahl der Kindertageseinrichtungen seit 1990 in
Ostdeutschland entwickelt (bitte für die Jahre 1990, 2000, 2010 und den
aktuellsten verfügbaren Datenpunkt angeben)?
Zur Beantwortung der Frage wird auf die nachfolgende Tabelle verwiesen, die
die Kindertageseinrichtungen und Horte in Ostdeutschland und Berlin für die
Jahre 1991, 2002, 2010 und 2023 ausweist.
Tabelle 1: Anzahl der Kindertageseinrichtungen und Horte (Ostdeutschland und
Berlin; 1991, 2002, 2010 und 2023)
1991 2002 2010 2023
Kindertageseinrichtungen
Ostdeutschland ohne Berlin)
15.266 7.317 7.245 7.706
Kindertageseinrichtungen
Berlin
1.122 1.825 1.920 2.832
Horte Ostdeutschland (ohne
Berlin)
2.708 1.226 1.306 1.698
Horte Berlin2 25 209 – –
Quelle: Statistisches Bundesamt, Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe, Kinder und tätige
Personen in Tageseinrichtungen und öffentlich geförderter Kindertagespflege, versch. Jahre (1991 bis
2023), Berechnungen Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik.
Anmerkung:
Für das Jahr 1991 ist nur Ost-Berlin enthalten, für die übrigen Jahre ganz
Berlin. Für die Jahre 1990 und 2000 liegen keine Daten vor.
20. Wie hat sich die Zahl der Grundschulen seit 1990 in Ostdeutschland
entwickelt (bitte für die Jahre 1990, 2000, 2010 und den aktuellsten
verfügbaren Datenpunkt sowie getrennt nach Bundesländern angeben)?
Zur Beantwortung der Frage wird auf die nachfolgende Tabelle, die die Anzahl
der Grundschulen in den ostdeutschen Bundesländern (einschließlich Berlin)
ausweist, verwiesen. Zum Berichtsjahr 1990 liegen der Bundesregierung keine
Daten vor; es wird daher hilfsweise das Jahr 1992 ausgewiesen.
Tabelle 2: Anzahl der Grundschulen in den ostdeutschen Bundesländern 1992,
2000, 2010 und 2022
Anzahl der Grundschulen in den ostdeutschen Bundesländern
Bundesland Schulart 1992 2000 2010 2022
Berlin Grundschulen 476 494 433 443
Brandenburg Grundschulen 562 508 506 518
Mecklenburg-
Vorpommern
Grundschulen 575 425 323 327
Sachsen Grundschulen 1246 987 838 843
Sachsen-Anhalt Grundschulen 850 680 552 496
Thüringen Grundschulen 767 527 473 426
gesamt 4476 3621 3125 3053
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2023
21. Wie hat sich die Zahl der weiterführenden Schulen seit 1990 in
Ostdeutschland entwickelt (bitte für die Jahre 1990, 2000, 2010 und den
aktuellsten verfügbaren Datenpunkt sowie getrennt nach Bundesländern
angeben)?
Zur Beantwortung der Frage wird auf die nachfolgende Tabelle, welche die
Anzahl der weiterführenden Schulen in den ostdeutschen Bundesländern
(einschließlich Berlin) ausweist, verwiesen. Zum Berichtsjahr 1990 liegen der
Bundesregierung keine Daten vor; es wird daher hilfsweise das Jahr 1992
ausgewiesen.
Tabelle 3: Anzahl der weiterführenden Schulen im den ostdeutschen
Bundesländern 1992, 2000, 2010 und 2022
Anzahl der weiterführenden Schulen in den ostdeutschen Bundesländern
Bundesland Schulart 1992 2000 2010 2022
Berlin Schulartunabhängige Orientierungsstufe 476 469 415 429
Hauptschulen 68 63 43 0
Realschulen 76 91 66 0
Gymnasien 121 128 112 112
Integrierte Gesamtschulen 84 70 175 181
Freie Waldorfschulen 5 7 9 12
Förderschulen 94 100 92 93
Brandenburg Schulartunabhängige Orientierungsstufe 565 505 490 507
Schularten mit mehreren Bildungsgängen 0 0 151 154
Realschulen 76 79 0 0
Gymnasien 94 106 96 106
Integrierte Gesamtschulen 298 252 38 45
Freie Waldorfschulen 5 5 4 7
Förderschulen 131 146 121 96
Anzahl der weiterführenden Schulen in den ostdeutschen Bundesländern
Bundesland Schulart 1992 2000 2010 2022
Mecklenburg-
Vorpommern
Schulartunabhängige Orientierungsstufe 260 0 0 0
Hauptschulen 308 218 0 0
Schularten mit mehreren Bildungsgängen 98 173 186 195
Realschulen 392 336 5 0
Gymnasien 94 92 72 75
Integrierte Gesamtschulen 14 15 21 24
Freie Waldorfschulen 0 3 3 6
Förderschulen 101 105 102 79
Sachsen Schularten mit mehreren Bildungsgängen 662 632 339 368
Gymnasien 185 187 148 177
Integrierte Gesamtschulen 0 0 0 4
Freie Waldorfschulen 3 3 3 9
Förderschulen 203 191 159 158
Sachsen-Anhalt Schulartunabhängige Orientierungsstufe 587 434 0 0
Hauptschulen 361 181 0 0
Schularten mit mehreren Bildungsgängen 180 444 178 126
Realschulen 585 429 0 0
Gymnasien 144 126 85 85
Integrierte Gesamtschulen 2 3 7 58
Freie Waldorfschulen 3 2 3 4
Förderschulen 135 135 119 99
Thüringen Hauptschulen 1 0 0 0
Schularten mit mehreren Bildungsgängen 455 341 245 188
Gymnasien 110 113 99 99
Integrierte Gesamtschulen 3 5 9 80
Freie Waldorfschulen 2 4 5 5
Förderschulen 114 99 89 72
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2023
22. Wie hat sich die Zahl der Kinderärzte seit 1990 in Ostdeutschland
entwickelt (bitte für die Jahre 1990, 2000, 2010 und den aktuellsten
verfügbaren Datenpunkt sowie getrennt nach Bundesländern angeben)?
Nach Auskunft der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (Quelle:
Bundesarztregister) hat sich die Anzahl der an der vertragsärztlichen Versorgung
teilnehmenden Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte seit den 90er Jahren in den
östlichen Bundesländern (Vertragsarztzahlen liegen in diesen erst ab dem Jahr
1993 vor) wie folgt entwickelt:
Tabelle 4: Anzahl der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Kinder und
Jugendärztinnen und -ärzte in den ostdeutschen Bundesländer 1993, 2000,
2010, 2020 und 2022
Bundesland
Zählung nach Personen Zählungen nach
Bedarfsplanungsgewichten
1993 2000 2010 2020 2022 1993 2000 2010 2020 2022
Brandenburg 256 232 197 213 226 208 192 170 178 181
Mecklenburg-
Vorpommern 201 175 165 171 170 164 146 126 119 121
Sachsen 462 466 432 463 458 413 394 345 344 340
Sachsen-Anhalt 238 240 198 205 207 203 198 155 159 156
Thüringen 235 245 201 219 224 202 193 164 168 172
Bundesland
Zählung nach Personen Zählungen nach
Bedarfsplanungsgewichten
1993 2000 2010 2020 2022 1993 2000 2010 2020 2022
neue Bundesländer
(ohne Berlin) 1.392 1.358 1.193 1.271 1.285 1.190 1.123 960 968 969
Berlin 350 359 349 387 388 326 330 311 315 322
neue Bundesländer
(mit Berlin) 1.742 1.717 1.542 1.658 1.673 1.516 1.453 1.271 1.283 1.291
Bundesgebiet Gesamt 6.192 6.711 7.080 8.041 8.260 5.519 5.834 5.701 6.052 6.112
23. Wie hat sich die Zahl der Unterstützungsbedarfe für Familien auf
Grundlage von §§ 27 ff. des Achten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VIII) seit
1990 in Ostdeutschland entwickelt (bitte für die Jahre 1990, 2000, 2010
und den aktuellsten verfügbaren Datenpunkt sowie getrennt nach
Bundesländern angeben)?
Zur Beantwortung der Frage wird auf die nachfolgende Tabelle verwiesen, die
junge Menschen in den Hilfen zur Erziehung (einschließlich der Hilfen für
junge Volljährige) gemäß § 27 ff. SGB VIII (ohne §§ 28 und 27 Absatz 2 SGB
VIII) ausweist.
Tabelle 5: Junge Menschen in den Hilfen zur Erziehung (einschl. der Hilfen für
junge Volljährige) gemäß § 27 ff. SGB VIII (ohne §§ 28 und 27 Absatz 2
SGB VIII) in den ostdeutschen Bundesländern 1992, 2000, 2010 und 2021 (am
31. Dezember andauernde und innerhalb eines Jahres beendete Hilfen,
Angaben absolut).
Am
31.12. 1992
Beendet
1992
Summe
1992
Am
31.12.2000
Beendet
2000
Summe
2000
Brandenburg
Mecklenburg-
Vorpommern
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Thüringen
Ostdeutschland
(ohne Berlin)
34.317 33.686 68.003 39.458 57.418 96.876
Am
31.12.2010
Beendet
2010
Summe
2010
Am
31.12.2021
Beendet
2021
Summe
2021
Brandenburg 11.004 13.703 24.707 15.413 15.178 30.591
Mecklenburg-
Vorpommern
9.942 7.852 17.794 12.412 8.642 21.054
Sachsen 10.886 21.335 32.221 17.873 24.158 42.031
Sachsen-Anhalt 8.161 12.048 20.209 13.058 12.516 25.574
Thüringen 5.551 11.954 17.505 8.218 11.354 19.572
Ostdeutschland
(ohne Berlin)
45.544 66.892 112.436 66.974 71.848 138.822
Quelle: Statistisches Bundesamt: Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe – Erzieherische Hilfen,
Eingliederungshilfe, Hilfe für junge Volljährige; versch. Jahrgänge; Datenzusammenstellung und
Berechnungen der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik
Anmerkungen:
Da die KJH-Statistik erst im Zuge des damals in Kraft getretenen SGB VIII
Anfang der 1990er-Jahre entstanden ist, liegen erste valide Daten erst für das
Jahr 1992 vor. Die Daten für die einzelnen Länder liegen für die Jahre 1992
und 2000 nicht vor. Die Statistik zu den Hilfen zur Erziehung wurde für das
Erfassungsjahr 2007 umfangreich modifiziert, sodass in längeren Zeitreihen die
Daten nur eingeschränkt vergleichbar sind. Für eine bessere zeitliche
Vergleichbarkeit werden hier daher die am 31. Dezember andauernden
Erziehungsberatungen sowie die Hilfen nach § 27 Absatz 2 SGB VIII für die Jahre 2010 und
2021 nicht mitberücksichtigt. Die Sozialpädagogische Familienhilfe gemäß
§ 31 SGB VIII kann hier nicht differenziert für die unter 18-Jährigen
ausgewiesen werden, ihre Werte für die sozialpädagogische Familienhilfe basieren auf
der Anzahl junger Menschen, die durch eine Leistung der Hilfen zur Erziehung
erreicht werden, und nicht auf der Anzahl der Hilfen.
24. Wie hat sich die Zahl der Jugendzentren, Jugendclubs und sonstigen
Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen seit 1990 in Ostdeutschland
entwickelt (bitte für die Jahre 1990, 2000, 2010 und den aktuellsten
verfügbaren Datenpunkt sowie getrennt nach Bundesländern angeben)?
Zur Beantwortung der Fragen wird auf die nachfolgenden Tabellen verwiesen,
welche die Anzahl der Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit am 31.
Dezember 1991, 31. Dezember 2002, 31. Dezember 2010 und 31. Dezember 2020
jeweils nach Art der Einrichtung und Land enthalten.
Tabelle 6: Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit am 31.12.1991 nach Art
der Einrichtung und Land (Angaben absolut)
Art der Einrichtung Berlin-
Ost
Ostdeutschland
(o. Berlin)
Brandenburg
Mecklenburg-
Vorpommern
Sachsen Sachsen-
Anhalt
Thüringen
Kur- Genesungs- und
Erholungsheime für Kinder
und Jugendliche
– 10 2 6 1 – 1
Jugendherbergen und
Jugendgästehäuser,
Jugendübernachtungshäuser
1 130 3 23 68 9 27
Jugendtagungsstätten,
Jugendbildungsstätten
– 10 – – 1 1 8
Jugendzentren, -
freizeitheime, Häuser der offenen
Tür
86 226 49 26 35 55 61
Jugendheime – 6 3 – 2 1 –
Einrichtungen der
Stadtranderholung
– – – – – – –
Kinder- und Jugendferien/
-erholungsstätten
1 17 5 1 1 9 1
Pädagogisch betreute
Spielplätze u. ä.
1 – – – – – –
Jugendzeltplätze – – – – – – –
Erziehungs-, Jugend- und
Familienberatungsstellen
11 76 14 7 5 15 35
Quelle: Statistisches Bundesamt: Sozialleistungen - Reihe 6.S. 1 - Einrichtungen und tätige
Personen in der Jugendhilfe 1991 in den ostdeutschen Bundesländern und Berlin-Ost, Berechnungen
Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik
Tabelle 7: Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit am 31. Dezember 2002
nach Art der Einrichtung und Land (Angaben absolut)
Art der Einrichtung Berlin
Ostdeutschland
(o. Berlin)
Brandenburg
Mecklenburg-
Vorpommern
Sachsen Sachsen-
Anhalt
Thüringen
Kur-, Genesungs- und
Erholungseinrichtung für
junge Menschen
– – – – – – –
Jugendherberge,
Jugendgästehaus,
Jugendübernachtungshaus
13 160 21 26 58 22 33
Jugendtagungsstätte,
Jugendbildungsstätte
20 63 9 18 9 9 18
Kur-, Genesungs- und
Erholungseinrichtung für
junge Menschen
– – – – – – –
Jugendherberge,
Jugendgästehaus,
Jugendübernachtungshaus
23 138 26 24 49 5 34
Jugendtagungsstätte,
Jugendbildungsstätte
10 47 10 2 17 1 17
Jugendzentrum, -
freizeitheim, Haus der offenen Tür
364 1.656 316 199 571 247 323
Jugendräume/Jugendheim
ohne hauptamtliches
Personal
22 1.369 236 59 595 126 353
Einrichtung oder Initiative
der mobilen Jugendarbeit
50 248 33 27 128 22 38
Jugendkunstschule,
kulturpädagogische und
kulturelle Einrichtung für junge
Menschen
15 100 16 13 51 8 12
Einrichtung der
Stadtranderholung
– 8 1 – 5 1 1
Kinder- und
Jugendferienstätte, Kinder- und
Jugenderholungsstätte
4 41 14 2 19 5 1
Pädagogisch betreuter
Spielplatz/Spielhaus/
Abenteuerspielplatz
26 26 8 2 10 5 1
Jugendzeltplatz – 6 1 1 – 1 3
Jugendberatungsstelle
gemäß § 11 SGB VIII
22 55 8 4 8 3 32
Quelle: Statistisches Bundesamt: Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe - Einrichtungen und tätige
Personen (ohne Tageseinrichtungen für Kinder), 2010, Berechnungen Arbeitsstelle Kinder- und
Jugendhilfestatistik
Tabelle 8: Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit am 31. Dezember 2010
nach Art der Einrichtung und Land (Angaben absolut)
Art der Einrichtung Berlin
Ostdeutschland
(o. Berlin)
Brandenburg
Mecklenburg-
Vorpommern
Sachsen Sachsen-
Anhalt
Thüringen
Kur-, Genesungs- und
Erholungseinrichtung für
junge Menschen
– – – – – – –
Jugendherberge,
Jugendgästehaus,
Jugendübernachtungshaus
23 138 26 24 49 5 34
Jugendtagungsstätte,
Jugendbildungsstätte
10 47 10 2 17 1 17
Jugendzentrum,
Freizeitheim, Haus der offenen Tür
364 1.656 316 199 571 247 323
Jugendräume/Jugendheim
ohne hauptamtliches
Personal
22 1.369 236 59 595 126 353
Einrichtung oder Initiative
der mobilen Jugendarbeit
50 248 33 27 128 22 38
Jugendkunstschule,
kulturpädagogische und
kulturelle Einrichtung für junge
Menschen
15 100 16 13 51 8 12
Einrichtung der
Stadtranderholung
– 8 1 – 5 1 1
Kinder- und
Jugendferienstätte, Kinder- und
Jugenderholungsstätte
4 41 14 2 19 5 1
Pädagogisch
betreuter Spielplatz/
Spielhaus/Abenteuerspielplatz
26 26 8 2 10 5 1
Jugendzeltplatz – 6 1 1 – 1 3
Jugendberatungsstelle
gemäß § 11 SGB VIII
22 55 8 4 8 3 32
Quelle: Statistisches Bundesamt: Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe - Einrichtungen und tätige
Personen (ohne Tageseinrichtungen für Kinder), 2010, Berechnungen Arbeitsstelle Kinder- und
Jugendhilfestatistik
Tabelle 9: Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit am 31. Dezember 2020
nach Art der Einrichtung und Land (Angaben absolut)
Art der Einrichtung Berlin
Ostdeutschland
(o. Berlin)
Brandenburg
Mecklenburg-
Vorpommern
Sachsen Sachsen-
Anhalt
Thüringen
Kur-, Genesungs- und
Erholungseinrichtung für
junge Menschen
– – – – – – –
Jugendherberge,
Jugendgästehaus,
Jugendübernachtungshaus
7 109 18 26 36 5 24
Jugendtagungsstätte,
Jugendbildungsstätte
14 40 8 5 4 7 16
Art der Einrichtung Berlin
Ostdeutschland
(o. Berlin)
Brandenburg
Mecklenburg-
Vorpommern
Sachsen Sachsen-
Anhalt
Thüringen
Jugendzentrum,
Freizeitheim, Haus der offenen
Tür
367 1.458 247 223 385 314 289
Jugendräume/Jugendheim
ohne hauptamtliches
Personal
31 1.100 287 30 368 145 270
Einrichtung oder Initiative
der mobilen Jugendarbeit
63 272 60 13 106 41 52
Jugendkunstschule,
kulturpädagogische und
kulturelle Einrichtung für junge
Menschen
19 86 4 20 40 • 22
Einrichtung der
Stadtranderholung
– – • – • • •
Kinder- und
Jugendferienstätte, Kinder- und
Jugenderholungsstätte
5 39 9 - 17 5 8
Pädagogisch
betreuter Spielplatz/
Spielhaus/Abenteuerspielplatz
31 19 3 • 10 • 6
Jugendzeltplatz • – – – – – •
Jugendberatungsstelle
gemäß § 11 SGB VIII
18 75 14 6 42 • 13
Quelle: Statistisches Bundesamt: Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe - Einrichtungen und tätige
Personen (ohne Tageseinrichtungen für Kinder), 2020, Berechnungen Arbeitsstelle Kinder- und
Jugendhilfestatistik
Anmerkungen:
Für das Jahr 1991 ist nur Ost-Berlin enthalten, in den übrigen Jahren ganz
Berlin. Im Jahr 1991 wurden noch keine Angaben zu Jugendkunstschulen sowie zu
Einrichtungen oder Initiativen der mobilen Kinder- und Jugendarbeit erfasst.
Davon abgesehen sind die Kategorien teilweise sprachlich angepasst worden,
inhaltlich aber vergleichbar. So ist die 1991 erfasste Kategorie „Jugendheime“
inhaltlich vergleichbar mit der später verwendeten Kategorie „Jugendräume/
Jugendheim ohne hauptamtliches Personal“. Im Jahr 2020 hat das Statistische
Bundesamt einige Werte mit kleinen Fallzahlen aufgrund statistischer
Geheimhaltungsregelungen nicht veröffentlicht – diese sind mit „•“ gekennzeichnet.
25. Wie hat sich die Zahl der Sportvereine mit Angeboten für Kinder und
Jugendliche seit 1990 in Ostdeutschland entwickelt (bitte für die Jahre
1990, 2000, 2010 und den aktuellsten verfügbaren Datenpunkt sowie
getrennt nach Bundesländern angeben)?
Der Bundesregierung liegen keine Informationen zu der Anzahl von
Sportvereinen mit Angeboten für Kinder und Jugendliche vor.
26. Wie hat sich die Zahl der Kulturzentren bzw. Kreiskulturhäuser etc. seit
1990 in Ostdeutschland entwickelt (bitte für die Jahre 1990, 2000, 2010
und den aktuellsten verfügbaren Datenpunkt sowie getrennt nach
Bundesländern angeben)?
Hierzu liegen der Bundesregierung aufgrund der Zuständigkeit der Länder bzw.
Kommunen keine Daten vor.
27. Wie hat sich die Zahl der Musik- und Kunstschulen seit 1990 in
Ostdeutschland entwickelt (bitte für die Jahre 1990, 2000, 2010 und den
aktuellsten verfügbaren Datenpunkt sowie getrennt nach Bundesländern
angeben)?
Hierzu liegen der Bundesregierung aufgrund der Zuständigkeit der Länder bzw.
Kommunen keine Daten vor.
Hinsichtlich der Jugendkunstschulen wird auf die Antwort zu Frage 24
verwiesen.
28. Wie hat sich die Anzahl der Angebote von Kinder- und Jugendarbeit
nach § 11 sowie Kinder- und Jugendsozialarbeit nach § 13 SGB VIII seit
1990 in Ostdeutschland entwickelt (bitte für die Jahre 1990, 2000, 2010
und den aktuellsten verfügbaren Datenpunkt sowie getrennt nach
Bundesländern angeben)?
Anmerkungen:
Für die Angebote der Kinder- und Jugendsozialarbeit nach § 13 SGB VIII wird
keine amtliche Statistik durchgeführt, daher liegen hierzu keine Daten vor.
Zur Beantwortung der Frage nach der Entwicklung der Anzahl der Angebote
von Kinder- und Jugendarbeit nach § 11 SGB VIII wird auf die nachfolgenden
Tabellen verwiesen. Da die Statistik zur Anzahl der öffentlich geförderten
Angebote der Kinder- und Jugendarbeit gemäß § 11 SGB VIII erstmals 2015
durchgeführt wurde, werden aus dem Nationalen Aktionsplan „Chancen für
Kinder in DEU“ (im Juli 2023 vom Bundeskabinett beschlossen), die
Ergebnisse für 2015 und 2021 gegenübergestellt. Diese weisen Angebote aus, die eine
öffentliche Förderung enthalten. Es ist daher sowohl möglich, dass manche
Einrichtungen hier nicht mitgezählt werden, als auch, dass mehrere Angebote
pro Einrichtung existieren. Die Angaben sind daher nicht mit denen aus der
Antwort zu Frage 24 und 27 vergleichbar. Für das Jahr 2015 liegen laut
Statistischem Bundesamt Hinweise auf Untererfassungen vor. Im Jahr 2021 hat das
Statistische Bundesamt einige Werte mit kleinen Fallzahlen aufgrund
statistischer Geheimhaltungsregelungen nicht veröffentlicht – diese sind mit „•“
gekennzeichnet.
Tabelle 10: Öffentlich geförderte Angebote der Kinder- und Jugendarbeit 2015
nach Art des Angebotes und Land (Angaben absolut)
Angebotstyp Berlin
Ostdeutschland (ohne
Berlin)
Brandenburg
Mecklenburg-
Vorpommern
Sachsen Sachsen-
Anhalt
Thüringen
Insgesamt 3.399 23.742 2.078 2.772 6.403 4.428 8.061
Offene Angebote
Zusammen 440 4.409 399 347 1.298 1.128 1.237
davon
Jugendzentrum/ zentrale
(Groß-)Einrichtung
72 691 28 55 271 187 150
Jugendclub, Jugendtreff/
Stadtteiltreff
228 2.066 219 210 601 405 631
Jugendfarm,
Abenteuerspielplatz
25 53 5 3 18 11 16
Jugendkulturzentrum,
Jugendkunst- oder
Musikschule
23 84 3 9 43 4 25
Sonstiges
einrichtungsbezogenes Angebot
72 717 71 44 254 135 213
Spiel- und/oder Sportmobil 10 286 4 4 23 223 32
Einrichtung/Initiative der
mobilen Jugendarbeit
2 222 20 6 45 119 32
Sonstiges aufsuchendes
Angebot
8 290 49 16 43 44 138
Gruppenbezogene
Angebote
1.578 3.949 363 394 1.294 456 1.442
Veranstaltungen und
Projekte1
Zusammen 1.381 15.384 1.316 2.031 3.811 2.844 5.382
davon
Freizeit 210 3.653 294 544 1.023 478 1.314
Aus-, Fort-, Weiterbildung,
Seminar
610 3.741 362 540 860 656 1.323
Projekt 199 3.454 350 587 939 573 1.005
Fest, Feier, Konzert 216 2.037 123 199 460 505 750
Sportveranstaltung 32 996 80 85 198 219 414
Sonstiges 114 1.503 107 76 331 413 576
Quelle: Statistisches Bundesamt: Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe – Angebote der
Jugendarbeit, 2015, Berechnungen Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik
Tabelle 11: Öffentlich geförderte Angebote der Kinder- und Jugendarbeit 2021
nach Art des Angebotes und Land (Angaben absolut)
Angebotstyp Berlin
Ostdeutschland (ohne
Berlin)
Brandenburg
Mecklenburg-
Vorpommern
Sachsen Sachsen-
Anhalt
Thüringen
Insgesamt 3.378 17.231 3.623 1.972 4.498 2.726 4.412
Offene Angebote
Zusammen 1.021 4.214 1.163 330 990 803 928
davon
Jugendzentrum/ zentrale
(Groß-)Einrichtung
294 492 56 16 92 172 156
Jugendclub, Jugendtreff/
Stadtteiltreff
494 2.030 624 225 376 376 429
Angebotstyp Berlin
Ostdeutschland (ohne
Berlin)
Brandenburg
Mecklenburg-
Vorpommern
Sachsen Sachsen-
Anhalt
Thüringen
Jugendfarm,
Abenteuerspielplatz
57 41 • • 19 6 16
Jugendkulturzentrum,
Jugendkunst- oder
Musikschule
23 78 17 18 22 9 12
Sonstiges
einrichtungsbezogenes Angebot
129 1.048 358 41 349 117 183
Spiel- und/oder Sportmobil 6 72 • • 25 25 22
Einrichtung/ Initiative der
mobilen Jugendarbeit
5 187 60 8 52 27 40
Sonstiges aufsuchendes
Angebot
13 241 27 18 55 71 70
Gruppenbezogene
Angebote
981 3.493 566 443 1.060 470 954
Veranstaltungen und
Projekte1
Zusammen 1.376 9.524 1.894 1.199 2.448 1.453 2.530
davon
Freizeit 400 3.022 597 356 867 336 866
Aus-, Fort-, Weiterbildung,
Seminar
270 1.755 248 205 435 452 415
Projekt 270 2.763 701 408 656 352 646
Fest, Feier, Konzert 180 858 144 89 244 132 249
Sportveranstaltung 28 411 95 37 66 74 139
Sonstiges 228 715 109 104 180 107 215
Quelle: Statistisches Bundesamt: Statistiken der Kinder- und Jugendhilfe – Angebote der
Jugendarbeit, 2021, Berechnungen Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik
29. Wie haben sich die Kennzahlen bezüglich der Wohnraumversorgung seit
1990 in Ostdeutschland entwickelt (bitte für die Jahre 1990, 2000, 2010
und den aktuellsten verfügbaren Datenpunkt sowie getrennt nach
Bundesländern angeben)?
Die folgenden Tabellen geben die Anzahl bestehender Wohnungen sowie die
Fertigstellungen von Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden in den
ostdeutschen Bundesländern sowie in Ostdeutschland insgesamt in den
jeweiligen Jahren wieder.
Tabelle 12: Wohnungsbestand in Wohn- und Nichtwohngebäuden in den
ostdeutschen Bundesländern 1990, 2000, 2010, 2011, 2020 und 2021
Land
Anzahl Wohnungen
1990 2000 2010 2011 2020 2021
Berlin 1.712.848 1.862.766 1.867.673 1.871.782 1.982.825 1.998.155
Brandenburg 1.085.221 1.236.091 1.272.634 1.275.919 1.348.702 1.360.155
Mecklenburg-
Vorpommern 760.329 853.588 874.205 877.786 921.785 925.798
Sachsen 2.193.425 2.350.731 2.323.347 2.324.242 2.383.732 2.392.056
Sachsen-Anhalt 1.244.244 1.331.513 1.289.563 1.287.516 1.294.780 1.298.074
Land
Anzahl Wohnungen
1990 2000 2010 2011 2020 2021
Thüringen 1.100.048 1.170.111 1.161.554 1.162.954 1.193.270 1.196.973
Ostdeutschland 8.096.115 8.804.800 8.788.976 8.800.199 9.125.094 9.171.211
Tabelle 13: Fertiggestellte Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden in
den ostdeutschen Bundesländern 1990, 2000, 2010, 2020, 2021 und 2022
Land
fertiggestellte Wohnungen
1990 2000 2010 2020 2021 2022*
Berlin 11.068 9.061 4.321 16.337 15.870 17.310
Brandenburg 9.550 21.041 6.521 10.474 12.620 9.924
Mecklenburg-Vorpommern 9.779 12.182 3.743 7.493 4.293 5.616
Sachsen 17.183 23.716 4.429 12.032 9.095 9.904
Sachsen-Anhalt 9.535 13.240 1.550 4.008 4.405 4.457
Thüringen 10.274 10.896 2.570 4.773 4.405 4.046
Ostdeutschland 67.389 90.136 23.134 55.117 50.688 51.257
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistisches Bundesamt: Baugenehmigungen/
Baufertigstellungen – Lange Reihen z. T. ab 1949;
*Fortschreibung der Baufertigstellungen des Bundes und der Länder
Amtliche Ergebnisse zur Zahl der Wohnungsleerstände wurden zuletzt als
Vollerhebung für das Jahr 2011 mit den Ergebnissen des Zensus 2011
veröffentlicht. Die folgende Tabelle zeigt die Leerstandsquoten in Wohn- und
Nichtwohngebäuden. Die Ergebnisse des Zensus 2022 werden voraussichtlich im
Frühjahr 2024 durch die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder
veröffentlicht.
Tabelle 14: Wohnungsleerstand in Wohn- und Nichtwohngebäuden in den
ostdeutschen Bundesländern 2011
Land
Anteil leerstehender Wohnungen an allen
Wohnungen in Prozent 2011
Berlin 3,4
Brandenburg 5,7
Mecklenburg-Vorpommern 6,0
Sachsen 9,9
Sachsen-Anhalt 9,3
Thüringen 6,9
Ostdeutschland 7,0
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistisches Bundesamt: Zensus 2011, Gebäude-
und Wohnungszählung, Stand: 28. Mai 2014
30. Wie haben sich die Kennzahlen bezüglich der Miet- und Wohnkosten seit
1990 in Ostdeutschland entwickelt (bitte für die Jahre 1990, 2000, 2010
und den aktuellsten verfügbaren Datenpunkt sowie getrennt nach
Bundesländern angeben)?
Durchschnittliche Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen
(Angebotsmieten) liegen als konsistente Zeitreihe ab dem Jahr 2010 vor.
Demnach hatte Ostdeutschland im Jahr 2022 durchschnittliche Erst- und
Wiedervermietungsmieten von 8,71 Euro je m² nettokalt. Berlin prägt hier mit dem
großen Mietwohnungsbestand den Durchschnittswert. Ohne Berlin lag der
Durchschnitt in den ostdeutschen Flächenländern bei 6,91 Euro je m².
Tabelle 15: Erst- und Wiedervermietungsmieten inserierter Wohnungen in den
ostdeutschen Bundesländern 2010 und 2022
Land
Erst- und Wiedervermietungsmieten in Euro
je m² nettokalt
2010 2022
Berlin 6,07 12,91
Brandenburg 5,58 8,20
Mecklenburg-Vorpommern 5,38 7,50
Sachsen 4,95 6,55
Sachsen-Anhalt 4,87 6,19
Thüringen 5,18 6,74
Ostdeutschland 5,40 8,71
Ostdeutschland ohne Berlin 5,12 6,91
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, IDN ImmoDaten GmbH, microm Wohnlagen
Anmerkungen: Angebotsmieten ohne Nebenkosten im Bestand und Neubau für
unmöblierte Wohnungen mit 40 bis 100 m² Wohnfläche, mittlere
Wohnungsausstattung, mittlere bis gute Wohnlage, basierend auf im Internet
veröffentlichten Wohnungsinseraten von Immobilienplattformen und Zeitungen.
Über das Zusatzprogramm „Wohnen“ des Mikrozensus 2022 wurden zuletzt
Nettokaltmieten aus bestehenden Mietverhältnissen (Bestandsmieten)
abgefragt. Demnach lag in Ostdeutschland die durchschnittliche Nettokaltmiete bei
6,60 Euro je m². Die ostdeutschen Flächenländer hatten eine durchschnittliche
Nettokaltmiete von 6 Euro je m². Die Mietbelastung, bezogen auf die
Nettokaltmiete, lag in Ostdeutschland bei 21 Prozent, in den ostdeutschen
Flächenländern bei 20,2 Prozent. Aufgrund von Änderungen bei der Erhebung und
Hochrechnung im Mikrozensus sind keine Zeitreihenvergleiche der Ergebnisse zu
früheren Erhebungen möglich.
Tabelle 16: Durchschnittliche Nettokaltmieten und Mietbelastungsquoten in
den ostdeutschen Bundesländern 2022
Land
Nettokaltmiete in Euro
je m²
Mietbelastungsquote
nettokalt in Prozent
2022
Berlin 8,0 22,6
Brandenburg 6,5 21,2
Mecklenburg-Vorpommern 6,2 21,5
Sachsen 5,9 19,2
Sachsen-Anhalt 5,6 20,3
Thüringen 5,9 20,3
Ostdeutschland 6,6 21,0
Ostdeutschland ohne Berlin 6,0 20,2
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Statistisches Bundesamt: Sonderauswertung des
Mikrozensus 2022 – Wohnsituation
Anmerkungen: Hauptmieterhaushalte in Gebäuden mit Wohnraum (ohne
Wohnheime); Mietbelastung: Durchschnittlicher Anteil der Nettokaltmiete
eines Haushalts am Haushaltsnettoeinkommen.
Ein Vergleich mit Ergebnissen aus früheren Mikrozensuserhebungen ist
aufgrund methodischer Änderungen nicht möglich.
Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Kaufpreise von gebrauchten
freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern und gebrauchten
Eigentumswohnungen bei Wiederverkauf der Jahre 2010 und 2020 in den ostdeutschen
Bundesländern, basierend auf den notariellen Informationen der Kaufverträge.
Tabelle17: Durchschnittliche Kaufpreise bei Wiederverkauf in den
ostdeutschen Bundesländern 2010 und 2020
Land
freistehende Ein- und
Zweifamilienhäuser Eigentumswohnungen
2010 2020 2010 2020
Kaufpreise in Euro je m² Wohnfläche (Median)
Berlin 1.770 4.250 1.210 3.730
Brandenburg 1.160 1.680 970 1.550
Mecklenburg-
Vorpommern 950 1.870 940 1.550
Sachsen 910 1.410 830 1.090
Sachsen-Anhalt 710 960 600 870
Thüringen 820 1.070 650 920
Datenbasis: BBSR-Wohnungsmarktbeobachtung, Arbeitskreis der Oberen Gutachterausschüsse,
Zentralen Geschäftsstellen und Gutachterausschüsse in der Bundesrepublik Deutschland (AK
OGA): Immobilienmarktberichte Deutschland 2011 und 2021
31. Wie hat sich die Zahl der Stiftungen und Förderprogramme für die
Entwicklung von Kindern und Jugendlichen seit 1990 in Ostdeutschland
entwickelt (bitte für die Jahre 1990, 2000, 2010 und den aktuellsten
verfügbaren Datenpunkt sowie getrennt nach Bundesländern angeben)?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor.
32. Wie hat sich die Zahl der Beratungsstellen für Berufsberatung und
Berufsorientierung seit 1990 in Ostdeutschland entwickelt (bitte für die
Jahre 1990, 2000, 2010 und den aktuellsten verfügbaren Datenpunkt
sowie getrennt nach Bundesländern angeben)?
Das Angebot der Berufsberatung wird gemäß den §§ 29 ff. SGB III bundesweit
für alle jungen Menschen von den Agenturen für Arbeit vorgehalten. Dies sind
nach Kenntnisstand der Bundesagentur für Arbeit in den ostdeutschen
Bundesländern:
Tabelle 18: Anzahl der Agenturen für Arbeit in den ostdeutschen
Bundesländern 2010, 2012 und 2023
Anzahl der Agenturen für Arbeit
12.2010 12.2012 10.2023
Berlin 3 3 3
Brandenburg 5 5 5
Mecklenburg-Vorpommern 4 4 5
Sachsen 10 10 11
Sachsen-Anhalt 8 7 4
Thüringen 7 6 4
Eine Auswertung auf Liegenschaft-, Standort- oder Geschäftsstellenebene ist
systemtechnisch nicht valide möglich. Zahlen zu den Jahren 1990 und 2000
sind im derzeitig genutzten System zum Personalberichtswesen nicht hinterlegt.
Die ausgewiesenen Reduzierungen bzw. Erhöhungen der Anzahl der Agenturen
für Arbeit sind jeweils auf Umstrukturierungen zurückzuführen.
33. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung das Angebot des ÖPNV
in Ostdeutschland entwickelt (bitte für die Jahre 1990, 2000, 2010 und
2020 sowie getrennt nach Bundesländern angeben)
a) die genutzten Schienenkilometer im Nahverkehr,
b) die genutzten Schienenkilometer im Fernverkehr,
c) die genutzten Schienenkilometer im Güterverkehr,
Die erbetenen Angaben zu den Fragen 33a bis 33c sind der nachfolgenden
Tabelle zu entnehmen. Diese ist unter den folgenden Maßgaben zu lesen: Die
abgerechneten Trassenkilometer bilden die Grundlage für die Auswertung; zu den
genutzten Schienenkilometern je Verkehrsart und Land liegen die Daten erst ab
dem Jahr 2006 vor, daher wurde dieses Jahr ergänzt.
Tabelle 19: Entwicklung genutzter Schienenkilometer nach Verkehrsart in Mio.
Trassenkilometern in den ostdeutschen Bundesländern 2006, 2010 und (DB
Netz AG inklusive Regio Netz Infrastruktur GmbH)
Entwicklung genutzter Schienenkilometer nach Verkehrsart
in Mio. Trassenkilometern DB Netz AG (inkl. RNI)
Verkehrsart Land 2006 2010 2020
Nahverkehr Berlin 36,19 32,88 36,66
Brandenburg 34,39 32,75 35,10
Mecklenburg-Vorpommern 16,04 15,88 15,83
Sachsen 33,92 35,08 36,86
Sachsen-Anhalt 26,19 25,81 26,05
Thüringen 21,19 21,20 21,07
Fernverkehr Berlin 2,40 2,82 2,65
Brandenburg 7,59 8,09 8,36
Mecklenburg-Vorpommern 3,56 3,48 3,68
Sachsen 3,75 3,29 3,18
Sachsen-Anhalt 7,33 7,76 8,32
Thüringen 3,33 3,42 3,82
Güterverkehr inkl. Rest (im
wesentlichen Bauverkehre)
Berlin 1,35 1,94 1,68
Brandenburg 14,31 17,10 17,05
Mecklenburg-Vorpommern 4,93 5,10 4,28
Sachsen 9,07 9,53 9,75
Sachsen-Anhalt 14,39 15,50 16,42
Thüringen 5,39 5,20 4,70
d) die Länge des Streckennetzes der Eisenbahnen,
Die Entwicklung der Streckenlänge für die Jahre 1995, 2000, 2010 und 2020 in
den ostdeutschen Bundesländern sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt.
Der früheste auswertbare Zeitpunkt ist der 1. Dezember 1995.
Tabelle 20: Länge des Streckennetzes im Schienenverkehr in den ostdeutschen
Bundesländern in den Jahren 1995, 2002, 2010 und 2020
Stichtag 1995 1) 2000 2) 2010 3) 2020 4)
Land
Betriebslänge
[in km]
Betriebslänge
[in km]
Betriebslänge
[in km]
Betriebslänge
[in km]
Brandenburg 3.264 2.901 2.479 2.355
Berlin 427 595 581 584
Mecklenburg-
Vorpommern
1.872 1.725 1.364 1.308
Sachsen 3.116 2.803 2.188 2.122
Stichtag 1995 1) 2000 2) 2010 3) 2020 4)
Land
Betriebslänge
[in km]
Betriebslänge
[in km]
Betriebslänge
[in km]
Betriebslänge
[in km]
Sachsen-Anhalt 2.753 2.510 1.933 1.874
Thüringen 1.983 1.813 1.358 1.419
Quellen:
1) Streckendatenbank (STREDA), 01.12.1995.
2) STREDA, 30.11.2000.
3) Infrastrukturkataster (ISK) 2010 gem. Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV),
Streckenmerkmalsliste (SML), 30.11.2010.
4) ISK 2020 gem. LuFV, SML, 30.11.2020.
e) die Zahl der Bahnhaltepunkte und Bahnhöfe,
Die Anzahl der Stationen in den ostdeutschen Bundesländern kann der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Tabelle 21: Anzahl der Stationen in den ostdeutschen Bundesländern für die
Jahre 2001, 2010 und 2020
Land 2001 2010 2020
Berlin 131 133 133
Brandenburg 346 316 310
Mecklenburg-Vorpommern 205 204 179
Sachsen 492 405 400
Sachsen-Anhalt 398 320 292
Thüringen 306 299 280
Summe 1.878 1.677 1.594
f) die Zahl der beförderten Personen im Busverkehr,
g) die Zahl der Busverbindungen,
h) die Zahl der Bushaltestellen?
Hierzu liegen der Bundesregierung liegen aufgrund der Zuständigkeit der
Länder und Kommunen keine Daten vor.
34. Welche konkreten Pläne hat die Bundesregierung für den Ausbau des
Schienennetzes in Ostdeutschland, und bis wann werden die
entsprechenden Projekte ausgeführt?
Bezüglich der Aus- und Neubaumaßnahmen des Bedarfsplans Schiene wird auf
den vorliegenden Verkehrsinvestitionsbericht (Bundestagsdrucksache 20/7000)
verwiesen. Über den Bedarfsplan hinaus wurden zur Förderung des
Strukturwandels in den Kohleregionen bislang 21 Schienenvorhaben in Ostdeutschland
von Bund und Ländern mit einem Volumen von rund 3,4 Mrd. Euro mit
Umsetzung bis 2038 beschlossen. Die Vorhaben befinden sich überwiegend in einem
sehr frühen Planungsstadium. Für zwei Vorhaben konnte im Jahr 2023 eine
Baufinanzierungsvereinbarung abgeschlossen werden.
35. In welchen Bereichen sieht die Bundesregierung besondere Defizite im
ÖPNV in Ostdeutschland, und wie möchte sie diesen begegnen?
Der ÖPNV ist Aufgabe der Länder und Kommunen. Der Bund unterstützt die
Länder dabei finanziell in erheblichem Maße. Insgesamt muss der ÖPNV
digitaler und effizienter organisiert werden. Während in städtischen Regionen der
ÖPNV in der Regel gut ausgebaut ist, bedarf es in dünn besiedelten ländlichen
Räumen meist weiterer angepasster, bedarfsgerechter Angebote.
36. Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über die Entwicklung der
durchschnittlichen Länge von Schulwegen in Ostdeutschland seit 1990
a) für Grundschulkinder,
b) für Kinder in weiterführenden Schulen?
Hierzu liegen der Bundesregierung aufgrund der Zuständigkeit der Länder bzw.
Kommunen keine Daten vor.
37. Gibt es bei Kindern und Jugendlichen in Ostdeutschland Unterschiede
bezüglich der psychischen Gesundheit und dem Zugang zu
Hilfsangeboten und Beratungsstellen im Vergleich mit Westdeutschland?
Es liegen nur wenige Daten zur psychischen Gesundheit von Kindern und
Jugendlichen im Ost-West-Vergleich vor. Eine Studie aus dem Jahr 1998 findet
kaum relevante Unterschiede (Döpfner et al. 1998). Eine Analyse von Daten
der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland
(KiGGS) zeigt, dass 1989 geborene Jugendliche aus Familien mit DDR-
Sozialisation in den Jahren 2003 bis 2006 unabhängig vom familiären Sozialstatus
ein höheres Risiko geringerer personaler Ressourcen aufwiesen als Jugendliche
aus Familien in der damaligen Bundesrepublik Deutschland (15 Prozent vs.
10 Prozent). 25 Jahre (2014 bis 2017) nach der Wende war dieser Befund nicht
mehr erkennbar. Während die Unterschiede zwischen Ost und West im
Zeitverlauf abnehmen, nimmt die Bedeutung der sozioökonomischen Lage der
Familien für die personalen Ressourcen der Jugendlichen insgesamt jedoch zu und
zwar zuungunsten derer mit niedrigem sozioökonomischen Status (Schmidkte
et al. 2022).
Hinsichtlich der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung ist ausweislich
der aktuellen Daten der Bedarfsplanungsumfrage der Kassenärztlichen
Bundesvereinigung (Stand: 31. Dezember 2022) kein Ost-West-Gefälle festzustellen.
Für die Fachgruppe der Psychotherapeuten wurde in keinem Planungsbereich
Unterversorgung oder drohende Unterversorgung festgestellt. Für die
Fachgruppe der Kinder- und Jugendpsychiater wurde bundesweit nur in einem
Planungsbereich in Thüringen Unterversorgung festgestellt; drohende
Unterversorgung wurde in insgesamt drei Planungsbereichen festgestellt, die Bayern,
Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt betreffen.
38. Welche Schritte unternimmt die Bundesregierung, um die soziale
Teilhabe von Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien
in Ostdeutschland zu fördern, und wie bewertet sie den aktuellen Stand
der sozialen Gerechtigkeit in dieser Region?
Soziale Teilhabe ist ein wesentlicher Teil eines gesunden und guten
Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen in den ost- und westdeutschen
Bundesländern. Die Herstellung sozialer Teilhabe ist der Bundesregierung daher ein
zentrales Anliegen, dem mit zahlreichen bestehenden und geplanten Maßnahmen
entsprochen wird. Dabei werden Kinder- und Jugendliche sowie junge
Heranwachsende der gesamten Bundesrepublik in den Blick genommen.
So unterstützt das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) Familien, die
insbesondere aufgrund von geringem oder nicht vorhandenem Einkommen auf
finanzielle Unterstützung angewiesen sind.
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die Bürgergeld oder Sozialhilfe
(Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung im Alter und bei
Erwerbsminderung) erhalten oder deren Eltern den Kinderzuschlag oder Wohngeld oder
Asylbewerberleistungen beziehen, werden mit den verschiedenen Leistungen
des Bildungs- und Teilhabepakets gefördert. So wird für die soziale und
kulturelle Teilhabe in der Gemeinschaft (zum Beispiel für die Mitgliedschaft in
einem Sportverein) monatlich ein pauschaler Betrag von 15 Euro gewährt,
sofern Aufwendungen entstehen. Die Leistungen umfassen auch Kosten für
Klassenfahrten, Schülerbeförderung, Lernförderung (Nachhilfe) oder die
Mittagsverpflegung in Kita und Schule. Für den persönlichen Schulbedarf erhalten
Familien mit geringem Einkommen zudem 174 Euro (2024: 195 Euro) pro Kind
und Schuljahr. Diese Regelungen gelten bundesweit einheitlich.
Träger der Bedarfe für Bildung und Teilhabe sind die Kommunen bzw. die
Länder. Sie entscheiden, auf welche Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Einzelfall einen Anspruch haben
und wissen, welche Angebote vor Ort verfügbar sind.
Die Bundesregierung hat zur weiteren Stärkung der sozialen Teilhabe von
Kindern und Jugendlichen am 27. September 2023 den vom BMFSFJ vorgelegten
Gesetzentwurf zur Einführung einer Kindergrundsicherung beschlossen. Mit
der Kindergrundsicherung sollen Armutsrisiken für Kinder besser vermieden
und verdeckter Armut entgegengewirkt werden, vor allem indem mehr
Familien und Kinder mit Unterstützungsbedarf als bisher erreicht werden.
Insbesondere sollen durch die Kindergrundsicherung bessere Chancen auf Bildung und
soziale Teilhabe für Kinder und Jugendliche geschaffen werden, beispielsweise
indem die pauschalierten Teile des BuT (15 Euro für soziale sowie kulturelle
Aktivitäten und 174 Euro für den persönlichen Schulbedarf) als automatische
Antragsleistung (Antragsfiktion) in die Kindergrundsicherung überführt
werden. Zusätzlich soll in den kommenden Jahren ein eigenes digitales
Kinderchancenportal aufgebaut werden.
Mit Inkrafttreten des Kinderförderungsgesetzes 2013 wurde der
Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem ersten Geburtstag gesetzlich
verankert. Der Bund unterstützt die Bemühungen der Länder und Kommunen allen
Kindern eine bedarfsgerechte Betreuung anbieten zu können mit den
Bundesinvestitionsprogrammen „Kinderbetreuungsfinanzierung“. Seit 2008 konnten so
insgesamt 5,4 Mrd. Euro für den bundesweiten Kita-Ausbau bereitgestellt
werden.
Neben dem 4. Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2017 –
2020“ läuft aktuell noch das 5. Investitionsprogramm
„Kinderbetreuungsfinanzierung 2020 – 2021“, mit dem neben dem bedarfsgerechten Ausbau von
zusätzlichen 90.000 Betreuungsplätzen auch Neubau-, Ausbau- und
Erhaltungsmaßnahmen sowie notwendige Ausstattungsinvestitionen gefördert werden.
Um Familien bundesweit bei den Kostenbeiträgen zu entlasten, besteht die
Pflicht, Elternbeiträge zu staffeln; zudem müssen Familien, die
Kinderzuschlag, Wohngeld, Arbeitslosengeld oder andere Leistungen nach dem SGB II,
dem SGB XII oder dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten, keine
Elternbeiträge bezahlen (§ 90 Abs. 3 und 4 SGB VIII).
Neben der materiellen Lage der Familie des Kindes gibt es weitere wichtige
Armutsfaktoren, die zu sozialer Benachteiligung führen: Soziale Teilhabe und
Zugänge zu Bildungsangeboten sowie zu sozialen, kulturellen und
gesundheitlichen Dienstleistungen sind für ein gesundes Aufwachsen von Kindern ebenso
wichtig. Der im Juli 2023 von der Bundesregierung beschlossene Nationale
Aktionsplan „Neue Chancen für Kinder in Deutschland“ stellt daher
Vernetzung, Niedrigschwelligkeit und Beteiligung als wirksame Instrumente zur
Verwirklichung von Zugängen heraus.
Im Übrigen wird auf die Antworten zu den Fragen 6 und 15 verwiesen.
39. Wie hat sich die Jugendarbeitslosigkeit seit 1990 in Ostdeutschland
entwickelt (bitte für die Jahre 1990, 2000, 2010 und den aktuellsten
verfügbaren Datenpunkt sowie getrennt nach Bundesländern angeben)?
Zur Beantwortung der Frage verweist die Bundesregierung auf die Statistik der
Bundesagentur für Arbeit. Die Datenlage für die Jugendarbeitslosigkeit (15 bis
unter 25 Jahre) in Ostdeutschland liegt seit 1993 vor. Diese hat sich seit 1990
auf unterschiedliche Weise entwickelt. In den 1990er Jahren stieg sie stark an;
fällt aber seit 2006 kontinuierlich.
Tabelle 22: Jugendarbeitslosigkeit in den ostdeutschen Bundesländern 1993,
2000, 2010 und 2023
Land/Jahr 1993 2000 2010 10.2023
Ostdeutschland 13,5 % 17,0 % 11,3 % 7,4 %
Berlin 13,8 % 19,4 % 14,4 % 9,0 %
Brandenburg 12,6 % 16,7 % 11,3 % 6,3 %
Mecklenburg-
Vorpommern
14,0 % 16,9 % 11,5 % 8,2 %
Sachsen-Anhalt 14,3 % 18,6 % 11,1 % 7,8 %
Sachsen 11,2 % 15,8 % 11,0 % 6,5 %
Thüringen 13,0 % 14,3 % 8,3 % 6,6 %
40. Wie hat sich die Zahl junger Menschen ohne Schul- oder
Ausbildungsabschluss seit 1990 in Ostdeutschland entwickelt (bitte für die Jahre 1990,
2000, 2010 und den aktuellsten verfügbaren Datenpunkt sowie getrennt
nach Bundesländern angeben)?
Zur Beantwortung wird auf die nachfolgende Tabelle verwiesen.
Zur Erläuterung der Daten wird auf Folgendes hingewiesen:
Der Mikrozensus, dem die Daten zur Beantwortung entnommen wurden, wurde
in den ostdeutschen Bundesländern und Berlin-Ost erstmals in 1991 erhoben.
Der Nachweis von Personen ohne abgeschlossene Schul- bzw.
Berufsausbildung erfolgt für Geringqualifizierte, d. h. Personen mit Abschlüssen der IS-
CED-Stufen 1 und 2. Hierbei erfolgt ein kombinierter Nachweis der Merkmale
höchster allgemeiner Schulabschluss und höchster beruflicher Bildungs- oder
Hochschulschulabschluss. Es werden damit Personen ohne allgemeinen
Schulabschluss oder maximal mit einem Hauptschul- oder Realschulabschluss
nachgewiesen, die gleichzeitig keinen berufsqualifizierten Bildungsabschluss
besitzen.
Für die Festlegung der Gruppe „junge Menschen“ wurde die Altersabgrenzung
20 bis 25 Jahre gewählt, da der Mikrozensus, dem die Daten entstammen, die
Fragen zum allgemeinen Schulabschluss nur an Personen stellt, die keine
allgemeinbildende Schule mehr besuchen und zudem für Personen bis 18 Jahren
eine (Teilzeit-)Schulpflicht besteht.
Tabelle 23: Bildungsstand der Bevölkerung im Alter von 20 bis 25 Jahren in
den ostdeutschen Bundesländern, Anzahl in 1000
Bildungsstand der Bevölkerung im Alter von 20-25 Jahren, Anzahl in 1000
1991 2000 2010 2022
Davon Davon Davon Davon
Land Alle
Bildungsbereiche
zusammen
ISCED ½
(Haupt-
(Volks-)
schulabschluss/
Mittlere
Reife)
Alle
Bildungsbereiche
zusammen
ISCED 0-2
niedrig
Alle
Bildungsbereiche
zusammen
ISCED
0-2
niedrig
Alle
Bildungsbereiche
zusammen
ISCED 0-2
niedrig
Berlin 246 30 204 61 224 63 201 38
Brandenburg 163 7 154 28 148 28 101 27
Mecklenburg-
Vorpommern
124 / 118 21 108 19 70 17
Sachsen 293 9 260 40 276 47 181 34
Sachsen-
Anhalt
190 9 141 30 140 34 95 24
Thüringen. 173 6 150 23 141 22 91 21
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis) 2023, Ergebnisse des Mikrozensus.
41. Welche Programme und Initiativen gibt es, um die Jugendarbeitslosigkeit
in den neuen Bundesländern zu bekämpfen und die
Beschäftigungschancen junger Menschen zu verbessern?
Mit dem Gesetz zur Stärkung der Aus- und Weiterbildungsförderung (kurz:
Aus- und Weiterbildungsgesetz), das am 20. Juli 2023 im Bundesgesetzblatt
verkündet wurde, wurde u. a. eine Ausbildungsgarantie geschaffen, um allen
jungen Menschen ohne Berufsabschluss den Zugang zu einer
vollqualifizierenden, möglichst betrieblichen Berufsausbildung zu eröffnen. Diese soll ein
Signal an junge Menschen sein, eine duale Ausbildung als Karriereoption
wahrzunehmen.
Durch die Ausbildungsgarantie werden auch die Beschäftigungschancen von
jungen Menschen in den ostdeutschen Bundesländern verbessert. Durch einen
Zugang zu einer vollqualifizierenden Berufsausbildung können ihre
Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeiten nachhaltig verbessert und inländische
Fachkräftepotenziale gestärkt werden.
Die Ausbildungsgarantie setzt an den bereits vorhandenen Instrumenten der
Ausbildungsförderung an; diese werden angepasst und (ab dem 1. April 2024)
durch zusätzliche Fördermöglichkeiten ergänzt. Das Gesamtkonzept zur
Ausbildungsgarantie beinhaltet u. a. die Stärkung der beruflichen Orientierung, die
Förderung von Mobilität, die Flexibilisierung der Einstiegsqualifizierung sowie
(ab dem 1. August 2024) einen Rechtsanspruch auf außerbetriebliche
Berufsausbildung. Zudem enthält sie eine Erweiterung der Zielgruppe, die mit einer
außerbetrieblichen Berufsausbildung gefördert werden kann, auf junge
Menschen, die in einer Region mit einer erheblichen Unterversorgung an
Ausbildungsplätzen wohnen. Auch in den ostdeutschen Bundesländern gibt es derzeit
Agenturbezirke, die durch eine erhebliche Unterversorgung gekennzeichnet
sind.
42. Wie unterstützt die Bundesregierung die kulturelle und gesellschaftliche
Vielfalt in Ostdeutschland, insbesondere in Bezug auf die Integration von
Migranten und Flüchtlingen vor allem auch in ländlichen Gebieten?
Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und
Integration und zugleich Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus fördert
zahlreiche Modellprojekte zur Integration in ländlichen Räumen, insbesondere
in Ostdeutschland. Hierzu gehören zum Beispiel Flüchtlingshilfsprojekte des
Bundesverband Netzwerke von Migrant*innenorganisationen (BV-NeMO
e. V.), dem Dachverband der Migrant*innenorganisationen (DaMigra e. V.)
oder Verband afghanischer Organisationen in Deutschland (VAFO e. V.) und
Tür an Tür e. V. Alle Projekte zielen auf die Teilhabe und Partizipation von
Menschen mit Einwanderungsgeschichten.
Die Beauftragte fördert in dieser Legislatur zudem mehrere Modellprojekte zur
community-basierten Beratung gegen Rassismus. So unterstützt sie bspw. das
Projekt „Aktiv gegen (Alltags)Rassismus! Empowerment, Beratung und
Bildung ‚AntiRaktiv‘“ beim Dachverband der Migrant*innenorganisationen in
Ostdeutschland e. V. (DaMOst). Ziel des Vorhabens ist es, in verschiedenen
Modellstandorten in allen ostdeutschen Bundesländern Anlauf- und
Beratungsstellen aufzubauen, in den Menschen, die von Rassismus betroffen sind, Hilfe
und Unterstützung finden. Im Fokus des Modellprojekts „Stark gegen
Rassismus“ der Citizens For Europe (CFE) gUG steht die Unterstützung und das
Empowerment zivilgesellschaftlicher, informeller Gruppen und kleinerer Vereine
in ländlichen und strukturschwachen Räumen – vor allem in Ostdeutschland –
in ihrem lokalen, ehrenamtlichen Engagement gegen Rassismus und für
Vielfalt.
Im Bereich Kultur und kultureller Vielfalt arbeiten Bund, Länder und
Kommunen gemeinsam mit einem starken Netzwerk der Kulturinstitutionen, -akteure
und -verbände der Zivilgesellschaft einschließlich
Migrant*innenorganisationen zusammen. Aufgrund der Kulturhoheit der Länder sind die Kommunen und
Länder sowohl Träger von Kultureinrichtungen als auch Gestalter einer
regional eigenständigen und vielfältigen Kulturpolitik. Der Bund gestaltet die
rechtlichen Rahmenbedingungen für den Kultur- und den Medienbereich mit und
fördert Kultureinrichtungen und -projekte von nationaler Bedeutung, u. a. die
Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und das Deutsche Hygienemuseum
Dresden, die mit jungen Menschen in ländlichen Räumen partizipative
Kulturprojekten z. B. zum Thema Rassismus durchführten.
Einen Überblick über die Kulturförderung des Bundes in Ostdeutschland findet
sich hier:
https://www.kulturstaatsministerin.de/DE/kunst-und-kulturfoerderung/kulturein
richtungen/kulturfoerderung-in-ostdeutschland/kulturfoerderung-in-ostdeutschl
and_node.html.
Ein Überblick über die Kulturförderung des Bundes in ländlichen Räumen,
welche wie die gesamte Kulturförderung des Bundes selbstverständlich auch
Ostdeutschland umfasst, findet sich hier:
https://www.kulturstaatsministerin.de/DE/kunst-und-kulturfoerderung/kultur-i
n-laendlichen-raeumen/kultur-in-laendlichen-raeumen_node.html.
Die Bundesregierung fördert, finanziert durch die Beauftragte der
Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), die Initiative Kulturelle Integration, deren
Mitglieder unter anderem das BMI, das BMAS und die Integrationsbeauftragte
sind. Unter der Moderation des Deutschen Kulturrates e. V., des
Spitzenverbands der Bundeskulturverbände, gemeinsam mit 23 großen Organisationen der
Zivilgesellschaft, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Medien,
Sozialpartnerinnen und -partnern, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden wurden 15
Thesen zu kultureller Integration mit dem Titel „Zusammenhalt in Vielfalt“
formuliert. Die Thesen sollen den gesellschaftlichen Diskurs fördern,
demokratische Werte verteidigen und Vorbehalte abbauen.
Die Bundesregierung (BKM) fördert Diversität und kulturelle Vielfalt in
Kultureinrichtungen über das Programm „360° – Fonds für Kulturen der neuen
Stadtgesellschaft“ der Kulturstiftung des Bundes (KSB). Mit dem Programm
werden bis 2023 insgesamt 39 Kultureinrichtungen darunter acht im Osten
Deutschlands mit rund 16 Millionen Euro dabei unterstützt (ca. 3,3 Mio. in
Ostdeutschland), sich intensiver mit Migration und kultureller Vielfalt als
Zukunftsthemen auseinanderzusetzen. Hierdurch wird ein wichtiger Beitrag zur
kulturellen Öffnung bei der Programmgestaltung von Kulturinstitutionen
geleistet.
https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/projekte/transformation_und_zuk
unft/detail/360_fonds_fuer_kulturen_der_neuen_stadtgesellschaft.html
In Ostdeutschland existieren im 360°-Programm acht Institutionen: Deutsches
Hygiene Museum in Dresden, Staatliches Museum für Archäologie in
Chemnitz, Theater junge Generation in Dresden, Ernst Abbe Bücherei in Jena,
Mecklenburgisches Staatstheater in Schwerin, Museum der bildenden Künste in
Leipzig, Kleist Museum in Frankfurt (Oder), Stadtbibliothek Wismar sowie
vier weitere in Berlin.
Zudem fördert die Bundesregierung (BKM) mit dem Programm „Kulturelle
Vermittlung“ zusätzlich gesamtstaatlich relevante Modellvorhaben im Bereich
der kulturellen Vermittlung, Integration und Diversitätsentwicklung mit einer
Gesamtsumme von rund 1,5 Millionen Euro jährlich.
Der Bund und das Land Brandenburg unterstützen über die Stiftung Genshagen
in Brandenburg den internationalen Austausch zur kulturellen Bildung. Seit
2019 entwickelt das Haus Bastian als Zentrum für kulturelle Bildung der
Staatlichen Museen zu Berlin Programme und Projekte zur kulturellen Bildung. Das
bis März 2025 bundesgeförderte Projekt „Weg und Hin. Museen erweitern ihre
Wirkungsbereiche“ kooperiert mit 70 Schulklassen aus Brandenburg und
vermittelt mit pädagogischem Programm die Kunst der Berliner Museumsinsel.
Die Förderung kultureller und gesellschaftlicher Vielfalt einschließlich der
Integration von Migrantinnen, Migranten und Geflüchteten stellt im
Zusammenhang mit Maßnahmen der ländlichen Entwicklung eine Querschnittsaufgabe
dar. Denn Vielfalt, Akzeptanz und ein aktives soziales Miteinander machen
ländliche Räume lebenswert und zukunftsfähig. Durch eine entsprechende
Schwerpunktsetzung bei Fördermaßnahmen kann hierzu ein Beitrag geleistet
werden. Ein Beispiel dafür ist die Fördermaßnahme „Soziale Dorfentwicklung
- Starke Gemeinschaften für zukunftsfähige ländliche Räume“ des
Bundesprogramms Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus;
Bekanntmachung vom 24. Juli 2023), bei der „Vielfalt, gesellschaftlichen
Zusammenhalt und Inklusion leben“ einen von vier Themenschwerpunkten bildet.
Durch das Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ werden in ganz
Deutschland Städte, Gemeinden und Landkreise dabei unterstützt, im Rahmen von
Partnerschaften für Demokratie und Landes-Demokratiezentren
Handlungskonzepte zur Förderung von Demokratie und Vielfalt zu entwickeln und
umzusetzen. Etwa ein Drittel der 357 Partnerschaften befinden sich in Ostdeutschland.
In Ostdeutschland leisten Jugendverbände wie z. B. die Deutsche
Jugendfeuerwehr e. V. einen wertvollen Beitrag zur Stärkung der Akzeptanz und
Unterstützung der Demokratie und tragen zu einer bunten und vielfältigen Gesellschaft
bei (ausführlich zur Arbeit von Jugendverbänden siehe Frage 6).
Eine wichtige wissenschaftliche Grundlage für die Integration in ländlichen
Räumen bilden die Ergebnisse des Mitte 2021 abgeschlossenen Verbund-
Forschungsprojekts „Zukunft für Geflüchtete in ländlichen Regionen
Deutschlands“, das vom Thünen-Institut für ländliche Räume zusammen mit der
Technischen Universität Chemnitz, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-
Nürnberg und der Stiftung Universität Hildesheim durchgeführt wurde. Mit
Mitteln aus dem BULEplus wurde am Thema Integration von Geflüchteten
untersucht, wie humanitäres Engagement und ländliche Entwicklung erfolgreich
verbunden werden können und wie dies von Politik und Zivilgesellschaft
positiv beeinflusst werden kann. Ein daraus entwickelter Ratgeber bietet den
Kommunen konkrete Handlungsempfehlungen für Integration in ländlichen
Räumen.
Im Rahmen der Forschungsbekanntmachung „Ehrenamtliches Engagement in
ländlichen Räumen“ (siehe Frage 14) fördert das BMEL darüber hinaus ein
Vorhaben, das soziale Bedingungen, Potenziale und Aktivierungsstrategien
ehrenamtlichen Engagements für und von Migrantinnen und Migranten in
ländlichen Räumen untersucht.
Die gemeinsam von BMFSFJ, BMI und BMEL getragene Deutsche Stiftung
für Engagement und Ehrenamt (DSEE) hat den gesetzlichen Auftrag,
ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement insbesondere in ländlichen und
strukturschwachen Räumen zu stärken und zu fördern. Ihre Förderprogramme
und Beratungsangebote werden von Engagierten, Vereinen und Organisationen
im ländlichen Raum Ostdeutschlands in besonderem Maße angenommen. Eine
besondere Verbindung mit dem ländlichen ostdeutschen Raum ist auch
aufgrund des Sitzes der DSEE in Neustrelitz (Mecklenburg-Vorpommern)
gegeben. Mit verschiedenen Förderprogrammen adressiert die DSEE Projekte, die
den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern und sich damit auch an Projekte
zur Integration von Migrantinnen und Migranten und Geflüchteten richten.
Im Rahmen des Wettbewerbs „machen!2023“, der vom Beauftragten der
Bundesregierung für Ostdeutschland in Kooperation mit der Deutschen Stiftung für
Engagement und Ehrenamt ausgerichtet wird, wurden auch Projektideen
ausgezeichnet, die die kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt in Ostdeutschland zu
fördern beabsichtigen.
Titel: Berlin Bevölkerung nach Besiedlungsdichte im Zeitverlauf nach Altersgruppen zum Stichtag 31.12. eines Jahres
Alter
Jahr Besiedlung Insgesamt 0 bis 6 7 bis 12 13 bis 18 19 bis 25 0 bis 25 Insgesamt 0 bis 6 7 bis 12 13 bis 18 19 bis 25 0 bis 25
Anzahl in %
1990 Insgesamt 3 433 695 270 542 215 115 187 550 375 936 1 049 143 100,0 7,9 6,3 5,5 10,9 30,6
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1991 Insgesamt 3 446 031 260 763 219 255 189 893 350 720 1 020 631 100,0 7,6 6,4 5,5 10,2 29,6
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1992 Insgesamt 3 465 748 254 217 222 925 196 567 329 540 1 003 249 100,0 7,3 6,4 5,7 9,5 28,9
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1993 Insgesamt 3 475 392 245 285 224 222 205 105 312 397 987 009 100,0 7,1 6,5 5,9 9,0 28,4
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1994 Insgesamt 3 472 009 232 556 225 393 211 275 294 850 964 074 100,0 6,7 6,5 6,1 8,5 27,8
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1995 Insgesamt 3 471 418 220 388 226 471 216 629 283 892 947 380 100,0 6,3 6,5 6,2 8,2 27,3
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1996 Insgesamt 3 458 763 209 811 225 635 220 005 277 024 932 475 100,0 6,1 6,5 6,4 8,0 27,0
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1997 Insgesamt 3 425 759 199 470 221 962 220 253 270 340 912 025 100,0 5,8 6,5 6,4 7,9 26,6
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1998 Insgesamt 3 398 822 195 028 211 089 218 827 274 040 898 984 100,0 5,7 6,2 6,4 8,1 26,4
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1999 Insgesamt 3 386 667 194 224 200 462 216 387 282 791 893 864 100,0 5,7 5,9 6,4 8,4 26,4
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2000 Insgesamt 3 382 169 194 416 188 024 215 405 291 965 889 810 100,0 5,7 5,6 6,4 8,6 26,3
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2001 Insgesamt 3 388 434 195 121 176 224 215 243 301 931 888 519 100,0 5,8 5,2 6,4 8,9 26,2
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2002 Insgesamt 3 392 425 196 100 165 994 214 609 309 674 886 377 100,0 5,8 4,9 6,3 9,1 26,1
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2003 Insgesamt 3 388 477 195 609 157 496 212 922 311 987 878 014 100,0 5,8 4,6 6,3 9,2 25,9
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2004 Insgesamt 3 387 828 195 096 155 896 204 977 312 067 868 036 100,0 5,8 4,6 6,1 9,2 25,6
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2005 Insgesamt 3 395 189 195 121 155 153 196 168 313 383 859 825 100,0 5,7 4,6 5,8 9,2 25,3
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2006 Insgesamt 3 404 037 195 680 156 107 185 027 313 628 850 442 100,0 5,7 4,6 5,4 9,2 25,0
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2007 Insgesamt 3 416 255 198 173 157 606 174 180 315 440 845 399 100,0 5,8 4,6 5,1 9,2 24,7
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2008 Insgesamt 3 431 675 202 548 158 597 164 705 317 337 843 187 100,0 5,9 4,6 4,8 9,2 24,6
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2009 Insgesamt 3 442 675 207 223 159 378 157 141 320 269 844 011 100,0 6,0 4,6 4,6 9,3 24,5
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2010 Insgesamt 3 460 725 213 213 159 752 156 682 318 158 847 805 100,0 6,2 4,6 4,5 9,2 24,5
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2011 Insgesamt 3 326 002 215 498 159 496 152 849 297 826 825 669 100 6,5 4,8 4,6 9 24,8
Dicht besiedelt 3 326 002 215 498 159 496 152 849 297 826 825 669 100 6,5 4,8 4,6 9 24,8
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2012 Insgesamt 3 375 222 222 193 161 525 155 362 296 753 835 833 100 6,6 4,8 4,6 8,8 24,8
Dicht besiedelt 3 375 222 222 193 161 525 155 362 296 753 835 833 100 6,6 4,8 4,6 8,8 24,8
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2013 Insgesamt 3 421 829 228 038 164 197 158 766 291 288 842 289 100 6,7 4,8 4,6 8,5 24,6
Dicht besiedelt 3 421 829 228 038 164 197 158 766 291 288 842 289 100 6,7 4,8 4,6 8,5 24,6
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2014 Insgesamt 3 469 849 235 048 169 479 162 120 283 495 850 142 100 6,8 4,9 4,7 8,2 24,5
Dicht besiedelt 3 469 849 235 048 169 479 162 120 283 495 850 142 100 6,8 4,9 4,7 8,2 24,5
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2015 Insgesamt 3 520 031 243 147 176 647 165 777 277 096 862 667 100 6,9 5 4,7 7,9 24,5
Dicht besiedelt 3 520 031 243 147 176 647 165 777 277 096 862 667 100 6,9 5 4,7 7,9 24,5
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2016 Insgesamt 3 574 830 253 281 183 651 170 346 276 620 883 898 100 7,1 5,1 4,8 7,7 24,7
Dicht besiedelt 3 574 830 253 281 183 651 170 346 276 620 883 898 100 7,1 5,1 4,8 7,7 24,7
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2017 Insgesamt 3 613 495 258 312 187 925 172 185 278 177 896 599 100 7,2 5,2 4,8 7,7 24,8
Dicht besiedelt 3 613 495 258 312 187 925 172 185 278 177 896 599 100 7,2 5,2 4,8 7,7 24,8
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2018 Insgesamt 3 644 826 262 525 191 375 173 539 280 578 908 017 100 7,2 5,3 4,8 7,7 24,9
Dicht besiedelt 3 644 826 262 525 191 375 173 539 280 578 908 017 100 7,2 5,3 4,8 7,7 24,9
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2019 Insgesamt 3 669 491 264 206 196 143 175 009 283 184 918 542 100 7,2 5,4 4,8 7,7 25
Dicht besiedelt 3 669 491 264 206 196 143 175 009 283 184 918 542 100 7,2 5,4 4,8 7,7 25
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2020 Insgesamt 3 664 088 263 758 198 102 177 684 276 636 916 180 100 7,2 5,4 4,9 7,6 25
Dicht besiedelt 3 664 088 263 758 198 102 177 684 276 636 916 180 100 7,2 5,4 4,9 7,6 25
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2021 Insgesamt 3 677 472 263 332 201 217 182 531 278 984 926 064 100 7,2 5,5 5 7,6 25,2
Dicht besiedelt 3 677 472 263 332 201 217 182 531 278 984 926 064 100 7,2 5,5 5 7,6 25,2
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2022 Insgesamt 3 755 251 264 197 209 683 192 621 289 768 956 269 100 7 5,6 5,1 7,7 25,5
Dicht besiedelt 3 755 251 264 197 209 683 192 621 289 768 956 269 100 7 5,6 5,1 7,7 25,5
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2023
Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.
Ab 2011 Ergebnisse auf Grundlage des Zensus 2011
Titel: Brandenburg Bevölkerung nach Besiedlungsdichte im Zeitverlauf nach Altersgruppen zum Stichtag 31.12. eines Jahres
Alter
Jahr Besiedlung Insgesamt 0 bis 6 7 bis 12 13 bis 18 19 bis 25 0 bis 25 Insgesamt 0 bis 6 7 bis 12 13 bis 18 19 bis 25 0 bis 25
Anzahl in %
1990 Insgesamt 2 578 312 240 040 258 437 176 318 250 188 890 563 100,0 9,3 10,0 6,8 9,7 34,5
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1991 Insgesamt 2 542 723 218 430 258 663 179 466 229 766 850 513 100,0 8,6 10,2 7,1 9,0 33,4
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1992 Insgesamt 2 542 651 196 327 260 247 190 157 218 403 828 240 100,0 7,7 10,2 7,5 8,6 32,6
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1993 Insgesamt 2 537 661 174 873 259 230 201 897 209 520 807 272 100,0 6,9 10,2 8,0 8,3 31,8
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1994 Insgesamt 2 536 747 153 064 258 073 212 145 201 171 786 932 100,0 6,0 10,2 8,4 7,9 31,0
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1995 Insgesamt 2 542 042 134 244 256 413 220 992 196 897 770 392 100,0 5,3 10,1 8,7 7,7 30,3
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1996 Insgesamt 2 554 441 119 480 253 248 225 934 197 667 758 638 100,0 4,7 9,9 8,8 7,7 29,7
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1997 Insgesamt 2 573 291 108 948 248 899 229 106 199 997 749 197 100,0 4,2 9,7 8,9 7,8 29,1
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1998 Insgesamt 2 590 375 109 976 233 368 231 394 206 415 742 851 100,0 4,2 9,0 8,9 8,0 28,7
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1999 Insgesamt 2 601 207 114 777 213 198 230 902 215 899 737 403 100,0 4,4 8,2 8,9 8,3 28,3
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2000 Insgesamt 2 601 962 120 511 191 690 230 606 222 862 727 491 100,0 4,6 7,4 8,9 8,6 28,0
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2001 Insgesamt 2 593 040 124 283 169 034 227 842 228 371 712 749 100,0 4,8 6,5 8,8 8,8 27,5
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2002 Insgesamt 2 582 379 127 529 148 463 223 762 230 902 696 254 100,0 4,9 5,7 8,7 8,9 27,0
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2003 Insgesamt 2 574 521 129 843 132 208 217 585 231 226 679 203 100,0 5,0 5,1 8,5 9,0 26,4
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2004 Insgesamt 2 567 704 131 510 119 660 199 561 230 695 661 114 100,0 5,1 4,7 7,8 9,0 25,7
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2005 Insgesamt 2 559 483 132 583 119 121 178 783 227 928 641 649 100,0 5,2 4,7 7,0 8,9 25,1
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2006 Insgesamt 2 547 772 132 345 122 459 156 131 225 516 621 083 100,0 5,2 4,8 6,1 8,9 24,4
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2007 Insgesamt 2 535 737 132 102 127 575 134 752 223 132 601 970 100,0 5,2 5,0 5,3 8,8 23,7
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2008 Insgesamt 2 522 493 133 137 131 424 116 479 218 181 582 938 100,0 5,3 5,2 4,6 8,6 23,1
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2009 Insgesamt 2 511 525 134 145 134 855 102 811 212 806 566 746 100,0 5,3 5,4 4,1 8,5 22,6
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2010 Insgesamt 2 503 273 135 560 137 101 101 320 197 398 552 464 100,0 5,4 5,5 4,0 7,9 22,1
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2011 Insgesamt 2 453 180 135 436 118 502 103 430 173 103 530 471 100 5,5 4,8 4,2 7,1 21,6
Dicht besiedelt 388 021 23 457 17 014 14 310 37 011 91 792 100 6,1 4,4 3,7 9,5 23,7
Mittlere Besiedlungsdichte 1 125 203 63 972 57 178 49 406 75 735 246 291 100 5,7 5,1 4,4 6,7 21,9
Gering besiedelt 939 956 48 007 44 310 39 714 60 357 192 388 100 5,1 4,7 4,2 6,4 20,5
2012 Insgesamt 2 449 511 137 081 118 667 108 144 156 116 520 008 100 5,6 4,8 4,4 6,4 21,2
Dicht besiedelt 389 055 23 887 17 414 14 928 34 553 90 782 100 6,1 4,5 3,8 8,9 23,3
Mittlere Besiedlungsdichte 1 126 535 64 919 57 395 51 971 68 875 243 160 100 5,8 5,1 4,6 6,1 21,6
Gering besiedelt 933 921 48 275 43 858 41 245 52 688 186 066 100 5,2 4,7 4,4 5,6 19,9
2013 Insgesamt 2 449 193 138 956 118 540 113 521 139 909 510 926 100 5,7 4,8 4,6 5,7 20,9
Dicht besiedelt 390 113 24 278 17 726 15 664 31 630 89 298 100 6,2 4,5 4 8,1 22,9
Mittlere Besiedlungsdichte 1 129 846 66 095 57 400 54 721 62 498 240 714 100 5,9 5,1 4,8 5,5 21,3
Gering besiedelt 929 234 48 583 43 414 43 136 45 781 180 914 100 5,2 4,7 4,6 4,9 19,5
2014 Insgesamt 2 457 872 141 224 120 925 117 660 127 656 507 465 100 5,8 4,9 4,8 5,2 20,7
Dicht besiedelt 392 214 24 579 18 440 16 398 28 931 88 348 100 6,3 4,7 4,2 7,4 22,5
Mittlere Besiedlungsdichte 1 138 119 67 333 58 723 57 022 58 045 241 123 100 5,9 5,2 5 5,1 21,2
Gering besiedelt 927 539 49 312 43 762 44 240 40 680 177 994 100 5,3 4,7 4,8 4,4 19,2
2015 Insgesamt 2 484 826 144 804 125 250 122 627 123 739 516 420 100 5,8 5 4,9 5 20,8
Dicht besiedelt 397 098 25 183 19 272 17 298 27 396 89 149 100 6,3 4,9 4,4 6,9 22,5
Mittlere Besiedlungsdichte 1 154 571 69 033 60 880 59 875 57 493 247 281 100 6 5,3 5,2 5 21,4
Gering besiedelt 933 157 50 588 45 098 45 454 38 850 179 990 100 5,4 4,8 4,9 4,2 19,3
2016 Insgesamt 2 494 648 149 310 128 323 125 112 115 648 518 393 100 6 5,1 5 4,6 20,8
Dicht besiedelt 402 083 26 246 20 118 18 068 26 147 90 579 100 6,5 5 4,5 6,5 22,5
Mittlere Besiedlungsdichte 1 159 225 71 057 62 157 60 923 53 819 247 956 100 6,1 5,4 5,3 4,6 21,4
Gering besiedelt 933 340 52 007 46 048 46 121 35 682 179 858 100 5,6 4,9 4,9 3,8 19,3
2017 Insgesamt 2 504 040 151 284 131 503 126 334 116 679 525 800 100 6 5,3 5,1 4,7 21
Dicht besiedelt 406 869 26 889 21 012 18 801 26 483 93 185 100 6,6 5,2 4,6 6,5 22,9
Mittlere Besiedlungsdichte 1 162 749 71 432 63 298 61 562 54 693 250 985 100 6,1 5,4 5,3 4,7 21,6
Gering besiedelt 934 422 52 963 47 193 45 971 35 503 181 630 100 5,7 5,1 4,9 3,8 19,4
2018 Insgesamt 2 511 917 153 162 134 285 126 492 120 581 534 520 100 6,1 5,4 5 4,8 21,3
Dicht besiedelt 408 305 27 101 21 460 19 105 27 249 94 915 100 6,6 5,3 4,7 6,7 23,3
Mittlere Besiedlungsdichte 1 167 332 72 199 64 558 61 657 56 870 255 284 100 6,2 5,5 5,3 4,9 21,9
Gering besiedelt 936 280 53 862 48 267 45 730 36 462 184 321 100 5,8 5,2 4,9 3,9 19,7
2019 Insgesamt 2 521 893 154 398 137 319 126 855 126 034 544 606 100 6,1 5,5 5 5 21,6
Dicht besiedelt 487 662 31 629 27 060 24 639 32 654 115 982 100 6,5 5,6 5,1 6,7 23,8
Mittlere Besiedlungsdichte 1 264 492 77 859 69 559 64 608 62 947 274 973 100 6,2 5,5 5,1 5 21,8
Gering besiedelt 769 739 44 910 40 700 37 608 30 433 153 651 100 5,8 5,3 4,9 4 20
2020 Insgesamt 2 531 071 155 325 139 031 129 369 130 323 554 048 100 6,1 5,5 5,1 5,2 21,9
Dicht besiedelt 487 995 31 372 27 089 25 245 33 010 116 716 100 6,4 5,6 5,2 6,8 23,9
Mittlere Besiedlungsdichte 1 270 437 78 296 70 642 65 890 65 694 280 522 100 6,2 5,6 5,2 5,2 22,1
Gering besiedelt 772 639 45 657 41 300 38 234 31 619 156 810 100 5,9 5,4 5 4,1 20,3
2021 Insgesamt 2 537 868 154 858 141 637 132 781 134 726 564 002 100 6,1 5,6 5,2 5,3 22,2
Dicht besiedelt 488 885 30 988 27 417 26 002 33 960 118 367 100 6,3 5,6 5,3 7 24,2
Mittlere Besiedlungsdichte 1 276 221 77 990 72 107 67 646 68 271 286 014 100 6,1 5,7 5,3 5,4 22,4
Gering besiedelt 772 762 45 880 42 113 39 133 32 495 159 621 100 5,9 5,5 5,1 4,2 20,7
2022 Insgesamt 2 573 135 155 717 147 803 138 939 141 439 583 898 100 6,1 5,7 5,4 5,5 22,7
Dicht besiedelt 495 977 30 779 28 361 27 325 35 286 121 751 100 6,2 5,7 5,5 7,1 24,6
Mittlere Besiedlungsdichte 1 297 017 78 575 75 451 70 977 71 875 296 878 100 6,1 5,8 5,5 5,5 22,9
Gering besiedelt 780 141 46 363 43 991 40 637 34 278 165 269 100 5,9 5,6 5,2 4,4 21,2
© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2023
Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.
Ab 2011 Ergebnisse auf Grundlage des Zensus 2011
Titel: Mecklenburg-Vorpommern Bevölkerung nach Besiedlungsdichte im Zeitverlauf nach Altersgruppen zum Stichtag 31.12. eines Jahres
Alter
Jahr Besiedlung Insgesamt 0 bis 6 7 bis 12 13 bis 18 19 bis 25 0 bis 25 Insgesamt 0 bis 6 7 bis 12 13 bis 18 19 bis 25 0 bis 25
Anzahl in %
1990 Insgesamt 1 923 959 190 772 178 861 142 494 192 366 704 493 100,0 9,9 9,3 7,4 10,0 36,6
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1991 Insgesamt 1 891 657 173 128 175 787 145 875 174 794 669 584 100,0 9,2 9,3 7,7 9,2 35,4
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1992 Insgesamt 1 864 980 154 009 172 724 152 368 162 823 641 924 100,0 8,3 9,3 8,2 8,7 34,4
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1993 Insgesamt 1 843 455 135 106 168 809 160 535 153 624 618 074 100,0 7,3 9,2 8,7 8,3 33,5
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1994 Insgesamt 1 832 298 116 179 168 023 166 995 147 813 599 010 100,0 6,3 9,2 9,1 8,1 32,7
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1995 Insgesamt 1 823 084 100 371 165 168 172 008 144 886 582 433 100,0 5,5 9,1 9,4 7,9 31,9
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1996 Insgesamt 1 817 196 87 723 162 055 172 036 146 109 567 923 100,0 4,8 8,9 9,5 8,0 31,3
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1997 Insgesamt 1 807 799 77 614 156 716 170 936 147 718 552 984 100,0 4,3 8,7 9,5 8,2 30,6
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1998 Insgesamt 1 798 689 76 386 142 464 169 738 152 551 541 139 100,0 4,2 7,9 9,4 8,5 30,1
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1999 Insgesamt 1 789 322 77 992 126 252 167 051 159 269 530 564 100,0 4,4 7,1 9,3 8,9 29,7
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2000 Insgesamt 1 775 703 81 096 107 722 166 120 163 115 518 053 100,0 4,6 6,1 9,4 9,2 29,2
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2001 Insgesamt 1 759 877 84 170 90 683 162 777 166 650 504 280 100,0 4,8 5,2 9,2 9,5 28,7
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2002 Insgesamt 1 744 624 86 226 76 496 158 597 168 018 489 337 100,0 4,9 4,4 9,1 9,6 28,0
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2003 Insgesamt 1 732 226 87 701 65 726 153 027 167 713 474 167 100,0 5,1 3,8 8,8 9,7 27,4
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2004 Insgesamt 1 719 653 88 635 64 037 138 863 167 151 458 686 100,0 5,2 3,7 8,1 9,7 26,7
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2005 Insgesamt 1 707 266 88 903 64 721 123 084 166 472 443 180 100,0 5,2 3,8 7,2 9,8 26,0
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2006 Insgesamt 1 693 754 88 876 66 912 105 355 165 034 426 177 100,0 5,2 4,0 6,2 9,7 25,2
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2007 Insgesamt 1 679 682 88 493 70 161 88 971 163 335 410 960 100,0 5,3 4,2 5,3 9,7 24,5
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2008 Insgesamt 1 664 356 88 541 72 605 74 894 158 735 394 775 100,0 5,3 4,4 4,5 9,5 23,7
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2009 Insgesamt 1 651 216 89 107 73 669 64 534 154 042 381 352 100,0 5,4 4,5 3,9 9,3 23,1
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2010 Insgesamt 1 642 327 89 958 74 438 63 070 143 590 371 056 100,0 5,5 4,5 3,8 8,7 22,6
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2011 Insgesamt 1 606 899 89 495 75 040 63 523 129 893 357 951 100 5,6 4,7 4 8,1 22,3
Dicht besiedelt 470 037 26 868 19 414 15 953 53 507 115 742 100 5,7 4,1 3,4 11,4 24,6
Mittlere Besiedlungsdichte 391 864 21 566 17 452 14 624 29 769 83 411 100 5,5 4,5 3,7 7,6 21,3
Gering besiedelt 744 998 41 061 38 174 32 946 46 617 158 798 100 5,5 5,1 4,4 6,3 21,3
2012 Insgesamt 1 600 327 90 388 75 120 66 068 117 520 349 096 100 5,7 4,7 4,1 7,3 21,8
Dicht besiedelt 470 788 27 365 19 681 16 727 49 880 113 653 100 5,8 4,2 3,6 10,6 24,1
Mittlere Besiedlungsdichte 391 403 21 810 17 573 15 387 26 946 81 716 100 5,6 4,5 3,9 6,9 20,9
Gering besiedelt 738 136 41 213 37 866 33 954 40 694 153 727 100 5,6 5,1 4,6 5,5 20,8
2013 Insgesamt 1 596 505 91 186 75 088 69 706 105 116 341 096 100 5,7 4,7 4,4 6,6 21,4
Dicht besiedelt 472 197 27 748 19 950 17 924 45 960 111 582 100 5,9 4,2 3,8 9,7 23,6
Mittlere Besiedlungsdichte 387 781 21 776 17 389 16 186 23 816 79 167 100 5,6 4,5 4,2 6,1 20,4
Gering besiedelt 736 527 41 662 37 749 35 596 35 340 150 347 100 5,7 5,1 4,8 4,8 20,4
2014 Insgesamt 1 599 138 92 257 75 945 72 775 95 236 336 213 100 5,8 4,8 4,6 6 21
Dicht besiedelt 473 826 28 130 20 398 19 025 42 043 109 596 100 5,9 4,3 4 8,9 23,1
Mittlere Besiedlungsdichte 390 126 22 139 17 800 16 907 21 485 78 331 100 5,7 4,6 4,3 5,5 20,1
Gering besiedelt 735 186 41 988 37 747 36 843 31 708 148 286 100 5,7 5,1 5 4,3 20,2
2015 Insgesamt 1 612 362 94 316 78 365 76 156 90 825 339 662 100 5,9 4,9 4,7 5,6 21,1
Dicht besiedelt 481 740 29 242 21 553 20 517 40 580 111 892 100 6,1 4,5 4,3 8,4 23,2
Mittlere Besiedlungsdichte 391 767 22 489 18 278 17 500 20 014 78 281 100 5,7 4,7 4,5 5,1 20
Gering besiedelt 738 855 42 585 38 534 38 139 30 231 149 489 100 5,8 5,2 5,2 4,1 20,2
2016 Insgesamt 1 610 674 95 320 79 961 77 463 83 295 336 039 100 5,9 5 4,8 5,2 20,9
Dicht besiedelt 484 061 29 575 22 347 21 437 38 083 111 442 100 6,1 4,6 4,4 7,9 23
Mittlere Besiedlungsdichte 392 088 22 670 18 820 18 242 18 397 78 129 100 5,8 4,8 4,7 4,7 19,9
Gering besiedelt 734 525 43 075 38 794 37 784 26 815 146 468 100 5,9 5,3 5,1 3,7 19,9
2017 Insgesamt 1 611 119 95 539 81 552 78 715 82 966 338 772 100 5,9 5,1 4,9 5,2 21
Dicht besiedelt 486 868 29 985 23 053 22 074 38 647 113 759 100 6,2 4,7 4,5 7,9 23,4
Mittlere Besiedlungsdichte 391 484 22 682 19 197 18 635 18 121 78 635 100 5,8 4,9 4,8 4,6 20,1
Gering besiedelt 732 767 42 872 39 302 38 006 26 198 146 378 100 5,9 5,4 5,2 3,6 20
2018 Insgesamt 1 609 675 95 706 83 020 79 018 84 438 342 182 100 6 5,2 4,9 5,3 21,3
Dicht besiedelt 487 593 29 990 23 523 22 515 39 689 115 717 100 6,2 4,8 4,6 8,1 23,7
Mittlere Besiedlungsdichte 390 504 22 462 19 656 18 717 18 384 79 219 100 5,8 5 4,8 4,7 20,3
Gering besiedelt 731 578 43 254 39 841 37 786 26 365 147 246 100 5,9 5,5 5,2 3,6 20,1
2019 Insgesamt 1 608 138 95 320 84 167 78 928 87 471 345 886 100 5,9 5,2 4,9 5,4 21,5
Dicht besiedelt 487 255 29 611 23 825 22 496 41 073 117 005 100 6,1 4,9 4,6 8,4 24
Mittlere Besiedlungsdichte 397 273 22 799 20 483 19 040 19 594 81 916 100 5,7 5,2 4,8 4,9 20,6
Gering besiedelt 723 610 42 910 39 859 37 392 26 804 146 965 100 5,9 5,5 5,2 3,7 20,3
2020 Insgesamt 1 610 774 94 661 84 971 79 571 90 845 350 048 100 5,9 5,3 4,9 5,6 21,7
Dicht besiedelt 486 529 29 028 23 932 22 659 41 968 117 587 100 6 4,9 4,7 8,6 24,2
Mittlere Besiedlungsdichte 396 998 22 332 20 565 19 274 20 355 82 526 100 5,6 5,2 4,9 5,1 20,8
Gering besiedelt 727 247 43 301 40 474 37 638 28 522 149 935 100 6 5,6 5,2 3,9 20,6
2021 Insgesamt 1 611 160 93 695 85 552 81 506 93 418 354 171 100 5,8 5,3 5,1 5,8 22
Dicht besiedelt 485 686 28 557 23 925 23 291 42 799 118 572 100 5,9 4,9 4,8 8,8 24,4
Mittlere Besiedlungsdichte 396 427 22 031 20 746 19 578 20 972 83 327 100 5,6 5,2 4,9 5,3 21
Gering besiedelt 729 047 43 107 40 881 38 637 29 647 152 272 100 5,9 5,6 5,3 4,1 20,9
2022 Insgesamt 1 628 378 93 262 89 291 85 843 97 260 365 656 100 5,7 5,5 5,3 6 22,5
Dicht besiedelt 491 559 28 214 25 029 24 877 43 765 121 885 100 5,7 5,1 5,1 8,9 24,8
Mittlere Besiedlungsdichte 402 514 22 265 21 957 20 943 22 219 87 384 100 5,5 5,5 5,2 5,5 21,7
Gering besiedelt 734 305 42 783 42 305 40 023 31 276 156 387 100 5,8 5,8 5,5 4,3 21,3
© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2023
Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.
Ab 2011 Ergebnisse auf Grundlage des Zensus 2011
Titel: Sachsen Bevölkerung nach Besiedlungsdichte im Zeitverlauf nach Altersgruppen zum Stichtag 31.12. eines Jahres
Alter
Jahr Besiedlung Insgesamt 0 bis 6 7 bis 12 13 bis 18 19 bis 25 0 bis 25 Insgesamt 0 bis 6 7 bis 12 13 bis 18 19 bis 25 0 bis 25
Anzahl in %
1990 Insgesamt 4 764 301 397 059 374 107 311 866 441 518 1 524 550 100,0 8,3 7,9 6,5 9,3 32,0
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1991 Insgesamt 4 678 877 364 342 368 229 313 876 407 595 1 454 042 100,0 7,8 7,9 6,7 8,7 31,1
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1992 Insgesamt 4 640 997 329 686 364 786 325 592 386 947 1 407 011 100,0 7,1 7,9 7,0 8,3 30,3
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1993 Insgesamt 4 607 660 295 710 358 367 341 810 371 735 1 367 622 100,0 6,4 7,8 7,4 8,1 29,7
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1994 Insgesamt 4 584 345 260 444 355 522 354 952 361 727 1 332 645 100,0 5,7 7,8 7,7 7,9 29,1
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1995 Insgesamt 4 566 603 229 826 349 481 365 346 356 276 1 300 929 100,0 5,0 7,7 8,0 7,8 28,5
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1996 Insgesamt 4 545 702 205 186 342 603 366 574 355 808 1 270 171 100,0 4,5 7,5 8,1 7,8 27,9
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1997 Insgesamt 4 522 412 185 962 332 538 364 926 356 547 1 239 973 100,0 4,1 7,4 8,1 7,9 27,4
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1998 Insgesamt 4 489 415 184 451 304 747 362 012 362 531 1 213 741 100,0 4,1 6,8 8,1 8,1 27,0
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1999 Insgesamt 4 459 686 189 679 272 692 355 898 374 969 1 193 238 100,0 4,3 6,1 8,0 8,4 26,8
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2000 Insgesamt 4 425 581 197 919 237 553 352 127 384 003 1 171 602 100,0 4,5 5,4 8,0 8,7 26,5
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2001 Insgesamt 4 384 192 205 174 204 072 344 396 391 248 1 144 890 100,0 4,7 4,7 7,9 8,9 26,1
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2002 Insgesamt 4 349 059 211 777 175 661 335 975 396 315 1 119 728 100,0 4,9 4,0 7,7 9,1 25,7
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2003 Insgesamt 4 321 437 216 841 154 137 325 408 395 924 1 092 310 100,0 5,0 3,6 7,5 9,2 25,3
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2004 Insgesamt 4 296 284 221 481 151 491 298 417 393 931 1 065 320 100,0 5,2 3,5 6,9 9,2 24,8
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2005 Insgesamt 4 273 754 224 614 155 175 267 168 393 005 1 039 962 100,0 5,3 3,6 6,3 9,2 24,3
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2006 Insgesamt 4 249 774 226 269 161 942 233 345 390 745 1 012 301 100,0 5,3 3,8 5,5 9,2 23,8
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2007 Insgesamt 4 220 200 227 057 170 828 201 376 386 410 985 671 100,0 5,4 4,0 4,8 9,2 23,4
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2008 Insgesamt 4 192 801 229 447 178 089 173 578 378 240 959 354 100,0 5,5 4,2 4,1 9,0 22,9
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2009 Insgesamt 4 168 732 231 923 182 532 152 646 370 462 937 563 100,0 5,6 4,4 3,7 8,9 22,5
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2010 Insgesamt 4 149 477 235 469 186 215 150 144 348 282 920 110 100,0 5,7 4,5 3,6 8,4 22,2
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2011 Insgesamt 4 054 182 235 365 188 228 152 615 315 149 891 357 100 5,8 4,6 3,8 7,8 22
Dicht besiedelt 1 479 781 94 051 64 802 50 455 148 148 357 456 100 6,4 4,4 3,4 10 24,2
Mittlere Besiedlungsdichte 1 627 153 87 918 75 283 62 484 107 942 333 627 100 5,4 4,6 3,8 6,6 20,5
Gering besiedelt 947 248 53 396 48 143 39 676 59 059 200 274 100 5,6 5,1 4,2 6,2 21,1
2012 Insgesamt 4 050 204 238 744 190 505 160 335 293 267 882 851 100 5,9 4,7 4 7,2 21,8
Dicht besiedelt 1 497 609 97 186 66 601 53 795 144 975 362 557 100 6,5 4,5 3,6 9,7 24,2
Mittlere Besiedlungsdichte 1 623 787 88 534 76 044 65 678 97 177 327 433 100 5,5 4,7 4 6 20,2
Gering besiedelt 928 808 53 024 47 860 40 862 51 115 192 861 100 5,7 5,2 4,4 5,5 20,8
2013 Insgesamt 4 046 385 242 612 191 055 170 132 268 978 872 777 100 6 4,7 4,2 6,7 21,6
Dicht besiedelt 1 513 911 100 200 68 108 57 712 138 678 364 698 100 6,6 4,5 3,8 9,2 24,1
Mittlere Besiedlungsdichte 1 618 317 89 743 75 992 69 640 86 274 321 649 100 5,6 4,7 4,3 5,3 19,9
Gering besiedelt 914 157 52 669 46 955 42 780 44 026 186 430 100 5,8 5,1 4,7 4,8 20,4
2014 Insgesamt 4 055 274 246 754 194 633 178 509 249 610 869 506 100 6,1 4,8 4,4 6,2 21,4
Dicht besiedelt 1 533 644 103 127 70 425 61 309 133 259 368 120 100 6,7 4,6 4 8,7 24
Mittlere Besiedlungsdichte 1 637 865 92 003 78 229 73 955 78 944 323 131 100 5,6 4,8 4,5 4,8 19,7
Gering besiedelt 883 765 51 624 45 979 43 245 37 407 178 255 100 5,8 5,2 4,9 4,2 20,2
2015 Insgesamt 4 084 851 253 547 201 396 187 470 239 512 881 925 100 6,2 4,9 4,6 5,9 21,6
Dicht besiedelt 1 564 521 107 588 74 476 66 072 130 675 378 811 100 6,9 4,8 4,2 8,4 24,2
Mittlere Besiedlungsdichte 1 642 000 93 943 80 452 77 000 74 592 325 987 100 5,7 4,9 4,7 4,5 19,9
Gering besiedelt 878 330 52 016 46 468 44 398 34 245 177 127 100 5,9 5,3 5,1 3,9 20,2
2016 Insgesamt 4 081 783 257 964 205 433 192 768 222 321 878 486 100 6,3 5 4,7 5,5 21,5
Dicht besiedelt 1 576 081 110 645 77 191 68 655 123 262 379 753 100 7 4,9 4,4 7,8 24,1
Mittlere Besiedlungsdichte 1 627 996 94 664 81 122 78 698 67 934 322 418 100 5,8 5 4,8 4,2 19,8
Gering besiedelt 877 706 52 655 47 120 45 415 31 125 176 315 100 6 5,4 5,2 3,6 20,1
2017 Insgesamt 4 081 308 259 898 209 476 197 070 223 358 889 802 100 6,4 5,1 4,8 5,5 21,8
Dicht besiedelt 1 591 638 113 013 80 210 71 511 126 049 390 783 100 7,1 5 4,5 7,9 24,6
Mittlere Besiedlungsdichte 1 619 610 94 371 81 734 79 927 66 788 322 820 100 5,8 5,1 4,9 4,1 19,9
Gering besiedelt 870 060 52 514 47 532 45 632 30 521 176 199 100 6 5,5 5,2 3,5 20,3
2018 Insgesamt 4 077 937 260 853 213 207 198 754 229 786 902 600 100 6,4 5,2 4,9 5,6 22,1
Dicht besiedelt 1 600 538 113 703 82 617 72 744 129 747 398 811 100 7,1 5,2 4,5 8,1 24,9
Mittlere Besiedlungsdichte 1 611 808 94 655 82 551 80 109 68 874 326 189 100 5,9 5,1 5 4,3 20,2
Gering besiedelt 865 591 52 495 48 039 45 901 31 165 177 600 100 6,1 5,6 5,3 3,6 20,5
2019 Insgesamt 4 071 971 259 301 217 767 199 207 238 067 914 342 100 6,4 5,4 4,9 5,9 22,5
Dicht besiedelt 1 664 168 116 498 88 718 77 243 136 194 418 653 100 7 5,3 4,6 8,2 25,2
Mittlere Besiedlungsdichte 1 523 814 89 245 78 837 74 729 68 862 311 673 100 5,9 5,2 4,9 4,5 20,5
Gering besiedelt 883 989 53 558 50 212 47 235 33 011 184 016 100 6,1 5,7 5,3 3,7 20,8
2020 Insgesamt 4 056 941 256 679 220 234 202 421 244 262 923 596 100 6,3 5,4 5 6 22,8
Dicht besiedelt 1 663 942 115 006 90 153 79 014 137 982 422 155 100 6,9 5,4 4,8 8,3 25,4
Mittlere Besiedlungsdichte 1 512 764 88 225 79 411 75 561 71 764 314 961 100 5,8 5,3 5 4,7 20,8
Gering besiedelt 880 235 53 448 50 670 47 846 34 516 186 480 100 6,1 5,8 5,4 3,9 21,2
2021 Insgesamt 4 043 002 252 373 222 868 207 248 251 715 934 204 100 6,2 5,5 5,1 6,2 23,1
Dicht besiedelt 1 664 191 112 775 91 397 81 758 140 887 426 817 100 6,8 5,5 4,9 8,5 25,7
Mittlere Besiedlungsdichte 1 504 090 86 871 80 324 76 892 74 902 318 989 100 5,8 5,3 5,1 5 21,2
Gering besiedelt 874 721 52 727 51 147 48 598 35 926 188 398 100 6 5,9 5,6 4,1 21,5
2022 Insgesamt 4 086 152 250 121 233 194 217 914 262 328 963 557 100 6,1 5,7 5,3 6,4 23,6
Dicht besiedelt 1 695 095 111 520 96 892 87 547 145 615 441 574 100 6,6 5,7 5,2 8,6 26,1
Mittlere Besiedlungsdichte 1 515 133 86 712 83 908 80 548 78 943 330 111 100 5,7 5,5 5,3 5,2 21,8
Gering besiedelt 875 924 51 889 52 394 49 819 37 770 191 872 100 5,9 6 5,7 4,3 21,9
© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2023
Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.
Ab 2011 Ergebnisse auf Grundlage des Zensus 2011
Titel: Sachsen-Anhalt Bevölkerung nach Besiedlungsdichte im Zeitverlauf nach Altersgruppen zum Stichtag 31.12. eines Jahres
Alter
Jahr Besiedlung Insgesamt 0 bis 6 7 bis 12 13 bis 18 19 bis 25 0 bis 25 Insgesamt 0 bis 6 7 bis 12 13 bis 18 19 bis 25 0 bis 25
Anzahl in %
1990 Insgesamt 2 873 957 249 124 228 708 189 003 281 990 948 825 100,0 8,7 8,0 6,6 9,8 33,0
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1991 Insgesamt 2 823 324 228 330 225 827 188 375 260 951 903 483 100,0 8,1 8,0 6,7 9,2 32,0
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1992 Insgesamt 2 796 981 207 221 224 074 194 594 246 887 872 776 100,0 7,4 8,0 7,0 8,8 31,2
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1993 Insgesamt 2 777 935 186 317 221 518 204 404 234 791 847 030 100,0 6,7 8,0 7,4 8,5 30,5
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1994 Insgesamt 2 759 213 164 473 220 307 213 659 222 722 821 161 100,0 6,0 8,0 7,7 8,1 29,8
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1995 Insgesamt 2 738 928 143 929 218 261 220 580 213 327 796 097 100,0 5,3 8,0 8,1 7,8 29,1
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1996 Insgesamt 2 723 620 127 830 214 409 223 315 209 492 775 046 100,0 4,7 7,9 8,2 7,7 28,5
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1997 Insgesamt 2 701 690 114 140 208 605 223 051 205 849 751 645 100,0 4,2 7,7 8,3 7,6 27,8
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1998 Insgesamt 2 674 490 111 870 191 105 222 264 207 132 732 371 100,0 4,2 7,1 8,3 7,7 27,4
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1999 Insgesamt 2 648 737 113 115 171 265 219 152 213 589 717 121 100,0 4,3 6,5 8,3 8,1 27,1
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2000 Insgesamt 2 615 375 115 880 148 530 216 828 217 468 698 706 100,0 4,4 5,7 8,3 8,3 26,7
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2001 Insgesamt 2 580 626 118 255 126 785 213 613 221 124 679 777 100,0 4,6 4,9 8,3 8,6 26,3
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2002 Insgesamt 2 548 911 120 504 108 382 207 981 224 093 660 960 100,0 4,7 4,3 8,2 8,8 25,9
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2003 Insgesamt 2 522 941 121 231 93 574 201 588 225 499 641 892 100,0 4,8 3,7 8,0 8,9 25,4
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2004 Insgesamt 2 494 437 121 514 90 717 184 653 224 398 621 282 100,0 4,9 3,6 7,4 9,0 24,9
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2005 Insgesamt 2 469 716 121 761 91 021 165 192 224 633 602 607 100,0 4,9 3,7 6,7 9,1 24,4
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2006 Insgesamt 2 441 787 120 675 93 324 143 558 222 903 580 460 100,0 4,9 3,8 5,9 9,1 23,8
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2007 Insgesamt 2 412 472 119 648 96 916 122 652 219 388 558 604 100,0 5,0 4,0 5,1 9,1 23,2
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2008 Insgesamt 2 381 872 119 271 99 586 104 925 213 593 537 375 100,0 5,0 4,2 4,4 9,0 22,6
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2009 Insgesamt 2 356 219 119 069 101 079 90 853 208 714 519 715 100,0 5,1 4,3 3,9 8,9 22,1
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2010 Insgesamt 2 335 006 119 879 101 292 88 163 195 577 504 911 100,0 5,1 4,3 3,8 8,4 21,6
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2011 Insgesamt 2 276 736 118 369 100 279 87 392 174 642 480 682 100 5,2 4,4 3,8 7,7 21,1
Dicht besiedelt 544 892 30 776 22 546 19 159 55 920 128 401 100 5,7 4,1 3,5 10,3 23,6
Mittlere Besiedlungsdichte 781 754 39 021 33 570 29 587 56 661 158 839 100 5 4,3 3,8 7,3 20,3
Gering besiedelt 950 090 48 572 44 163 38 646 62 061 193 442 100 5,1 4,7 4,1 6,5 20,4
2012 Insgesamt 2 259 393 118 757 100 162 90 426 160 184 469 529 100 5,3 4,4 4 7,1 20,8
Dicht besiedelt 545 970 31 210 23 070 20 086 54 073 128 439 100 5,7 4,2 3,7 9,9 23,5
Mittlere Besiedlungsdichte 774 388 39 062 33 435 30 468 51 398 154 363 100 5 4,3 3,9 6,6 19,9
Gering besiedelt 939 035 48 485 43 657 39 872 54 713 186 727 100 5,2 4,7 4,3 5,8 19,9
2013 Insgesamt 2 244 577 119 705 99 456 94 376 145 830 459 367 100 5,3 4,4 4,2 6,5 20,5
Dicht besiedelt 546 202 31 641 23 373 21 123 51 521 127 658 100 5,8 4,3 3,9 9,4 23,4
Mittlere Besiedlungsdichte 768 895 39 298 33 082 31 809 46 450 150 639 100 5,1 4,3 4,1 6 19,6
Gering besiedelt 929 480 48 766 43 001 41 444 47 859 181 070 100 5,3 4,6 4,5 5,2 19,5
2014 Insgesamt 2 235 548 120 897 100 114 98 048 133 112 452 171 100 5,4 4,5 4,4 6 20,2
Dicht besiedelt 547 837 32 189 23 859 22 154 48 760 126 962 100 5,9 4,4 4 8,9 23,2
Mittlere Besiedlungsdichte 796 251 41 651 34 728 34 451 43 546 154 376 100 5,2 4,4 4,3 5,5 19,4
Gering besiedelt 891 460 47 057 41 527 41 443 40 806 170 833 100 5,3 4,7 4,7 4,6 19,2
2015 Insgesamt 2 245 470 124 114 103 399 103 410 128 435 459 358 100 5,5 4,6 4,6 5,7 20,5
Dicht besiedelt 555 633 33 375 25 212 23 884 47 852 130 323 100 6 4,5 4,3 8,6 23,5
Mittlere Besiedlungsdichte 800 540 42 879 35 936 36 799 42 662 158 276 100 5,4 4,5 4,6 5,3 19,8
Gering besiedelt 889 297 47 860 42 251 42 727 37 921 170 759 100 5,4 4,8 4,8 4,3 19,2
2016 Insgesamt 2 236 252 126 241 105 450 104 737 119 259 455 687 100 5,7 4,7 4,7 5,3 20,4
Dicht besiedelt 558 646 34 599 26 387 24 637 45 940 131 563 100 6,2 4,7 4,4 8,2 23,6
Mittlere Besiedlungsdichte 765 013 41 682 34 781 35 632 38 099 150 194 100 5,5 4,6 4,7 5 19,6
Gering besiedelt 912 593 49 960 44 282 44 468 35 220 173 930 100 5,5 4,9 4,9 3,9 19,1
2017 Insgesamt 2 223 081 127 354 107 027 104 978 117 555 456 914 100 5,7 4,8 4,7 5,3 20,6
Dicht besiedelt 559 762 35 422 27 244 25 396 45 921 133 983 100 6,3 4,9 4,5 8,2 23,9
Mittlere Besiedlungsdichte 758 470 41 791 35 300 35 498 37 111 149 700 100 5,5 4,7 4,7 4,9 19,7
Gering besiedelt 904 849 50 141 44 483 44 084 34 523 173 231 100 5,5 4,9 4,9 3,8 19,1
2018 Insgesamt 2 208 321 127 606 108 009 104 723 118 578 458 916 100 5,8 4,9 4,7 5,4 20,8
Dicht besiedelt 559 191 35 837 27 740 25 832 46 661 136 070 100 6,4 5 4,6 8,3 24,3
Mittlere Besiedlungsdichte 751 301 41 724 35 551 35 185 37 098 149 558 100 5,6 4,7 4,7 4,9 19,9
Gering besiedelt 897 829 50 045 44 718 43 706 34 819 173 288 100 5,6 5 4,9 3,9 19,3
2019 Insgesamt 2 194 782 126 664 109 477 103 910 121 497 461 548 100 5,8 5 4,7 5,5 21
Dicht besiedelt 556 430 35 284 28 016 25 867 47 601 136 768 100 6,3 5 4,7 8,6 24,6
Mittlere Besiedlungsdichte 842 168 46 907 40 796 39 245 42 965 169 913 100 5,6 4,8 4,7 5,1 20,2
Gering besiedelt 796 184 44 473 40 665 38 798 30 931 154 867 100 5,6 5,1 4,9 3,9 19,5
2020 Insgesamt 2 180 684 125 451 110 241 104 442 123 961 464 095 100 5,8 5,1 4,8 5,7 21,3
Dicht besiedelt 552 994 34 788 28 105 26 005 47 845 136 743 100 6,3 5,1 4,7 8,7 24,7
Mittlere Besiedlungsdichte 834 388 46 309 41 041 39 235 43 944 170 529 100 5,6 4,9 4,7 5,3 20,4
Gering besiedelt 793 302 44 354 41 095 39 202 32 172 156 823 100 5,6 5,2 4,9 4,1 19,8
2021 Insgesamt 2 169 253 124 194 111 150 106 449 127 198 468 991 100 5,7 5,1 4,9 5,9 21,6
Dicht besiedelt 552 980 34 446 28 245 26 817 49 230 138 738 100 6,2 5,1 4,9 8,9 25,1
Mittlere Besiedlungsdichte 827 215 45 732 41 303 39 845 44 816 171 696 100 5,5 5 4,8 5,4 20,8
Gering besiedelt 789 058 44 016 41 602 39 787 33 152 158 557 100 5,6 5,3 5 4,2 20,1
2022 Insgesamt 2 186 643 124 498 116 285 112 048 132 215 485 046 100 5,7 5,3 5,1 6,1 22,2
Dicht besiedelt 561 102 34 605 29 776 28 862 50 431 143 674 100 6,2 5,3 5,1 9 25,6
Mittlere Besiedlungsdichte 836 495 46 397 43 768 42 377 47 470 180 012 100 5,6 5,2 5,1 5,7 21,5
Gering besiedelt 789 046 43 496 42 741 40 809 34 314 161 360 100 5,5 5,4 5,2 4,4 20,5
© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2023
Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.
Ab 2011 Ergebnisse auf Grundlage des Zensus 2011
Titel: Thüringen Bevölkerung nach Besiedlungsdichte im Zeitverlauf nach Altersgruppen zum Stichtag 31.12. eines Jahres
Alter
Jahr Besiedlung Insgesamt 0 bis 6 7 bis 12 13 bis 18 19 bis 25 0 bis 25 Insgesamt 0 bis 6 7 bis 12 13 bis 18 19 bis 25 0 bis 25
Anzahl in %
1990 Insgesamt 2 611 319 230 790 216 908 179 595 253 426 880 719 100,0 8,8 8,3 6,9 9,7 33,7
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1991 Insgesamt 2 572 069 211 029 215 373 178 593 236 225 841 220 100,0 8,2 8,4 6,9 9,2 32,7
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1992 Insgesamt 2 545 808 190 642 212 775 184 356 225 220 812 993 100,0 7,5 8,4 7,2 8,8 31,9
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1993 Insgesamt 2 532 799 170 752 209 374 193 829 216 864 790 819 100,0 6,7 8,3 7,7 8,6 31,2
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1994 Insgesamt 2 517 776 149 764 207 399 202 634 208 153 767 950 100,0 5,9 8,2 8,0 8,3 30,5
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1995 Insgesamt 2 503 785 131 077 203 567 209 722 201 474 745 840 100,0 5,2 8,1 8,4 8,0 29,8
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1996 Insgesamt 2 491 119 116 796 198 515 211 663 198 905 725 879 100,0 4,7 8,0 8,5 8,0 29,1
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1997 Insgesamt 2 478 148 105 150 191 997 212 230 197 911 707 288 100,0 4,2 7,7 8,6 8,0 28,5
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1998 Insgesamt 2 462 836 104 042 175 285 210 843 201 081 691 251 100,0 4,2 7,1 8,6 8,2 28,1
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1999 Insgesamt 2 449 082 106 072 156 571 207 321 208 816 678 780 100,0 4,3 6,4 8,5 8,5 27,7
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2000 Insgesamt 2 431 255 109 465 136 077 204 913 214 384 664 839 100,0 4,5 5,6 8,4 8,8 27,3
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2001 Insgesamt 2 411 387 113 423 116 207 200 262 220 862 650 754 100,0 4,7 4,8 8,3 9,2 27,0
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2002 Insgesamt 2 392 040 116 299 100 251 194 584 224 317 635 451 100,0 4,9 4,2 8,1 9,4 26,6
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2003 Insgesamt 2 373 157 117 837 87 387 187 891 224 811 617 926 100,0 5,0 3,7 7,9 9,5 26,0
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2004 Insgesamt 2 355 280 118 668 86 230 171 554 223 731 600 183 100,0 5,0 3,7 7,3 9,5 25,5
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2005 Insgesamt 2 334 575 118 758 87 645 153 089 220 328 579 820 100,0 5,1 3,8 6,6 9,4 24,8
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2006 Insgesamt 2 311 140 118 241 90 382 132 980 215 661 557 264 100,0 5,1 3,9 5,8 9,3 24,1
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2007 Insgesamt 2 289 219 117 942 94 387 113 741 211 659 537 729 100,0 5,2 4,1 5,0 9,2 23,5
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2008 Insgesamt 2 267 763 117 885 97 342 98 245 205 714 519 186 100,0 5,2 4,3 4,3 9,1 22,9
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2009 Insgesamt 2 249 882 117 969 98 959 86 010 201 259 504 197 100,0 5,2 4,4 3,8 8,9 22,4
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2010 Insgesamt 2 235 025 118 914 99 428 84 760 187 863 490 965 100,0 5,3 4,4 3,8 8,4 22,0
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2011 Insgesamt 2 181 603 118 732 99 931 85 902 170 427 474 992 100 5,4 4,6 3,9 7,8 21,8
Dicht besiedelt 467 012 28 188 20 697 16 642 50 107 115 634 100 6 4,4 3,6 10,7 24,8
Mittlere Besiedlungsdichte 813 458 42 102 35 411 31 318 59 964 168 795 100 5,2 4,4 3,9 7,4 20,8
Gering besiedelt 901 133 48 442 43 823 37 942 60 356 190 563 100 5,4 4,9 4,2 6,7 21,2
2012 Insgesamt 2 170 460 119 969 100 125 89 024 155 730 464 848 100 5,5 4,6 4,1 7,2 21,4
Dicht besiedelt 469 020 28 832 20 874 17 516 47 438 114 660 100 6,2 4,5 3,7 10,1 24,5
Mittlere Besiedlungsdichte 814 331 42 655 35 870 32 414 55 188 166 127 100 5,2 4,4 4 6,8 20,4
Gering besiedelt 887 109 48 482 43 381 39 094 53 104 184 061 100 5,5 4,9 4,4 6 20,8
2013 Insgesamt 2 160 840 121 780 99 661 93 509 140 398 455 348 100 5,6 4,6 4,3 6,5 21,1
Dicht besiedelt 470 851 29 432 21 218 18 683 44 169 113 502 100 6,3 4,5 4 9,4 24,1
Mittlere Besiedlungsdichte 812 042 43 284 35 778 34 046 49 841 162 949 100 5,3 4,4 4,2 6,1 20,1
Gering besiedelt 877 947 49 064 42 665 40 780 46 388 178 897 100 5,6 4,9 4,6 5,3 20,4
2014 Insgesamt 2 156 759 123 556 100 521 97 258 127 807 449 142 100 5,7 4,7 4,5 5,9 20,8
Dicht besiedelt 472 395 29 997 21 694 19 750 40 871 112 312 100 6,4 4,6 4,2 8,7 23,8
Mittlere Besiedlungsdichte 817 165 44 263 36 489 35 785 46 316 162 853 100 5,4 4,5 4,4 5,7 19,9
Gering besiedelt 867 199 49 296 42 338 41 723 40 620 173 977 100 5,7 4,9 4,8 4,7 20,1
2015 Insgesamt 2 170 714 127 262 103 860 102 693 123 580 457 395 100 5,9 4,8 4,7 5,7 21,1
Dicht besiedelt 479 787 30 828 22 967 21 300 39 690 114 785 100 6,4 4,8 4,4 8,3 23,9
Mittlere Besiedlungsdichte 831 834 46 557 38 060 38 614 46 459 169 690 100 5,6 4,6 4,6 5,6 20,4
Gering besiedelt 859 093 49 877 42 833 42 779 37 431 172 920 100 5,8 5 5 4,4 20,1
2016 Insgesamt 2 158 128 128 598 104 686 103 293 114 054 450 631 100 6 4,9 4,8 5,3 20,9
Dicht besiedelt 480 539 31 208 23 457 21 731 37 427 113 823 100 6,5 4,9 4,5 7,8 23,7
Mittlere Besiedlungsdichte 817 773 46 575 37 916 38 338 42 132 164 961 100 5,7 4,6 4,7 5,2 20,2
Gering besiedelt 859 816 50 815 43 313 43 224 34 495 171 847 100 5,9 5 5 4 20
2017 Insgesamt 2 151 205 129 332 106 183 104 383 113 555 453 453 100 6 4,9 4,9 5,3 21,1
Dicht besiedelt 483 372 31 685 24 221 22 484 37 633 116 023 100 6,6 5 4,7 7,8 24
Mittlere Besiedlungsdichte 813 225 46 716 38 233 38 595 42 024 165 568 100 5,7 4,7 4,8 5,2 20,4
Gering besiedelt 854 608 50 931 43 729 43 304 33 898 171 862 100 6 5,1 5,1 4 20,1
2018 Insgesamt 2 143 145 129 555 107 950 104 529 115 622 457 656 100 6,1 5 4,9 5,4 21,4
Dicht besiedelt 484 348 31 957 24 893 22 653 38 352 117 855 100 6,6 5,1 4,7 7,9 24,3
Mittlere Besiedlungsdichte 836 124 48 191 40 014 39 825 43 736 171 766 100 5,8 4,8 4,8 5,2 20,5
Gering besiedelt 822 673 49 407 43 043 42 051 33 534 168 035 100 6 5,2 5,1 4,1 20,4
2019 Insgesamt 2 133 378 128 240 109 990 103 875 118 966 461 071 100 6 5,2 4,9 5,6 21,6
Dicht besiedelt 483 677 31 637 25 304 22 806 39 317 119 064 100 6,5 5,2 4,7 8,1 24,6
Mittlere Besiedlungsdichte 870 294 50 581 43 014 41 577 46 845 182 017 100 5,8 4,9 4,8 5,4 20,9
Gering besiedelt 779 407 46 022 41 672 39 492 32 804 159 990 100 5,9 5,4 5,1 4,2 20,5
2020 Insgesamt 2 120 237 125 791 110 992 104 257 122 021 463 061 100 5,9 5,2 4,9 5,8 21,8
Dicht besiedelt 481 647 30 896 25 415 23 111 39 866 119 288 100 6,4 5,3 4,8 8,3 24,8
Mittlere Besiedlungsdichte 866 113 49 625 43 420 41 651 48 085 182 781 100 5,7 5 4,8 5,6 21,1
Gering besiedelt 772 477 45 270 42 157 39 495 34 070 160 992 100 5,9 5,5 5,1 4,4 20,8
2021 Insgesamt 2 108 863 122 925 112 318 105 909 125 380 466 532 100 5,8 5,3 5 6 22,1
Dicht besiedelt 480 235 29 947 25 617 23 702 40 703 119 969 100 6,2 5,3 4,9 8,5 25
Mittlere Besiedlungsdichte 861 286 48 463 43 980 42 298 49 805 184 546 100 5,6 5,1 4,9 5,8 21,4
Gering besiedelt 767 342 44 515 42 721 39 909 34 872 162 017 100 5,8 5,6 5,2 4,5 21,1
2022 Insgesamt 2 126 846 121 670 117 723 110 572 130 582 480 547 100 5,7 5,5 5,2 6,1 22,6
Dicht besiedelt 485 414 29 424 26 602 24 961 41 588 122 575 100 6,1 5,5 5,1 8,6 25,3
Mittlere Besiedlungsdichte 873 484 48 530 47 030 44 686 52 586 192 832 100 5,6 5,4 5,1 6 22,1
Gering besiedelt 767 948 43 716 44 091 40 925 36 408 165 140 100 5,7 5,7 5,3 4,7 21,5
© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2023
Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.
Ab 2011 Ergebnisse auf Grundlage des Zensus 2011
Titel: Ostdeutsche Bevölkerung inklusive Berlin nach Besiedlungsdichte im Zeitverlauf nach Altersgruppen zum Stichtag 31.12. eines Jahres
Alter
Jahr Besiedlung Insgesamt 0 bis 6 7 bis 12 13 bis 18 19 bis 25 0 bis 25 Insgesamt 0 bis 6 7 bis 12 13 bis 18 19 bis 25 0 bis 25
Anzahl in %
1990 Insgesamt 18 185 543 1 578 327 1 472 136 1 186 826 1 795 424 5 998 293 100,0 8,7 8,1 6,5 9,9 33,0
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1991 Insgesamt 17 954 681 1 456 022 1 463 134 1 196 078 1 660 051 5 739 473 100,0 8,1 8,1 6,7 9,2 32,0
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1992 Insgesamt 17 857 165 1 332 102 1 457 531 1 243 634 1 569 820 5 566 193 100,0 7,5 8,2 7,0 8,8 31,2
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1993 Insgesamt 17 774 902 1 208 043 1 441 520 1 307 580 1 498 931 5 417 826 100,0 6,8 8,1 7,4 8,4 30,5
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1994 Insgesamt 17 702 388 1 076 480 1 434 717 1 361 660 1 436 436 5 271 772 100,0 6,1 8,1 7,7 8,1 29,8
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1995 Insgesamt 17 645 860 959 835 1 419 361 1 405 277 1 396 752 5 143 071 100,0 5,4 8,0 8,0 7,9 29,1
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1996 Insgesamt 17 590 841 866 826 1 396 465 1 419 527 1 385 005 5 030 132 100,0 4,9 7,9 8,1 7,9 28,6
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1997 Insgesamt 17 509 099 791 284 1 360 717 1 420 502 1 378 362 4 913 112 100,0 4,5 7,8 8,1 7,9 28,1
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1998 Insgesamt 17 414 627 781 753 1 258 058 1 415 078 1 403 750 4 820 337 100,0 4,5 7,2 8,1 8,1 27,7
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
1999 Insgesamt 17 334 701 795 859 1 140 440 1 396 711 1 455 333 4 750 970 100,0 4,6 6,6 8,1 8,4 27,4
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2000 Insgesamt 17 232 045 819 287 1 009 596 1 385 999 1 493 797 4 670 501 100,0 4,8 5,9 8,0 8,7 27,1
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2001 Insgesamt 17 117 556 840 426 883 005 1 364 133 1 530 186 4 580 969 100,0 4,9 5,2 8,0 8,9 26,8
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2002 Insgesamt 17 009 438 858 435 775 247 1 335 508 1 553 319 4 488 107 100,0 5,0 4,6 7,9 9,1 26,4
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2003 Insgesamt 16 912 759 869 062 690 528 1 298 421 1 557 160 4 383 512 100,0 5,1 4,1 7,7 9,2 25,9
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2004 Insgesamt 16 821 186 876 904 668 031 1 198 025 1 551 973 4 274 621 100,0 5,2 4,0 7,1 9,2 25,4
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2005 Insgesamt 16 739 983 881 740 672 836 1 083 484 1 545 749 4 167 043 100,0 5,3 4,0 6,5 9,2 24,9
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2006 Insgesamt 16 648 264 882 086 691 126 956 396 1 533 487 4 047 727 100,0 5,3 4,2 5,7 9,2 24,3
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2007 Insgesamt 16 553 565 883 415 717 473 835 672 1 519 364 3 940 333 100,0 5,3 4,3 5,0 9,2 23,8
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2008 Insgesamt 16 460 960 890 829 737 643 732 826 1 491 800 3 836 815 100,0 5,4 4,5 4,5 9,1 23,3
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2009 Insgesamt 16 380 249 899 436 750 472 653 995 1 467 552 3 753 584 100,0 5,5 4,6 4,0 9,0 22,9
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2010 Insgesamt 16 325 833 912 993 758 226 644 139 1 390 868 3 687 311 100,0 5,6 4,6 3,9 8,5 22,6
Dicht besiedelt
Mittlere Besiedlungsdichte
Gering besiedelt
2011 Insgesamt 15 898 602 912 895 741 476 645 711 1 261 040 3 561 122 100 5,7 4,7 4,1 7,9 22,4
Dicht besiedelt 6 675 745 418 838 303 969 269 368 642 519 1 634 694 100 6,3 4,6 4 9,6 24,5
Mittlere Besiedlungsdichte 4 739 432 254 579 218 894 187 419 330 071 990 963 100 5,4 4,6 4 7 20,9
Gering besiedelt 4 483 425 239 478 218 613 188 924 288 450 935 465 100 5,3 4,9 4,2 6,4 20,9
2012 Insgesamt 15 905 117 927 132 746 104 669 359 1 179 570 3 522 165 100 5,8 4,7 4,2 7,4 22,1
Dicht besiedelt 6 747 664 430 673 309 165 278 414 627 672 1 645 924 100 6,4 4,6 4,1 9,3 24,4
Mittlere Besiedlungsdichte 4 730 444 256 980 220 317 195 918 299 584 972 799 100 5,4 4,7 4,1 6,3 20,6
Gering besiedelt 4 427 009 239 479 216 622 195 027 252 314 903 442 100 5,4 4,9 4,4 5,7 20,4
2013 Insgesamt 15 919 329 942 277 747 997 700 010 1 091 519 3 481 803 100 5,9 4,7 4,4 6,9 21,9
Dicht besiedelt 6 815 103 441 337 314 572 289 872 603 246 1 649 027 100 6,5 4,6 4,3 8,9 24,2
Mittlere Besiedlungsdichte 4 716 881 260 196 219 641 206 402 268 879 955 118 100 5,5 4,7 4,4 5,7 20,3
Gering besiedelt 4 387 345 240 744 213 784 203 736 219 394 877 658 100 5,5 4,9 4,6 5 20
2014 Insgesamt 15 974 440 959 736 761 617 726 370 1 016 916 3 464 639 100 6 4,8 4,6 6,4 21,7
Dicht besiedelt 6 889 765 453 070 324 295 300 756 577 359 1 655 480 100 6,6 4,7 4,4 8,4 24
Mittlere Besiedlungsdichte 4 779 526 267 389 225 969 218 120 248 336 959 814 100 5,6 4,7 4,6 5,2 20,1
Gering besiedelt 4 305 149 239 277 211 353 207 494 191 221 849 345 100 5,6 4,9 4,8 4,4 19,7
2015 Insgesamt 16 118 254 987 190 788 917 758 133 983 187 3 517 427 100 6,1 4,9 4,7 6,1 21,8
Dicht besiedelt 6 998 810 469 363 340 127 314 848 563 289 1 687 627 100 6,7 4,9 4,5 8,1 24,1
Mittlere Besiedlungsdichte 4 820 712 274 901 233 606 229 788 241 220 979 515 100 5,7 4,9 4,8 5 20,3
Gering besiedelt 4 298 732 242 926 215 184 213 497 178 678 850 285 100 5,7 5 5 4,2 19,8
2016 Insgesamt 16 156 315 1 010 714 807 504 773 719 931 197 3 523 134 100 6,3 5 4,8 5,8 21,8
Dicht besiedelt 7 076 240 485 554 353 151 324 874 547 479 1 711 058 100 6,9 5 4,6 7,7 24,2
Mittlere Besiedlungsdichte 4 762 095 276 648 234 796 231 833 220 381 963 658 100 5,8 4,9 4,9 4,6 20,2
Gering besiedelt 4 317 980 248 512 219 557 217 012 163 337 848 418 100 5,8 5,1 5 3,8 19,7
2017 Insgesamt 16 184 248 1 021 719 823 666 783 665 932 290 3 561 340 100 6,3 5,1 4,8 5,8 22
Dicht besiedelt 7 142 004 495 306 363 665 332 451 552 910 1 744 332 100 6,9 5,1 4,7 7,7 24,4
Mittlere Besiedlungsdichte 4 745 538 276 992 237 762 234 217 218 737 967 708 100 5,8 5 4,9 4,6 20,4
Gering besiedelt 4 296 706 249 421 222 239 216 997 160 643 849 300 100 5,8 5,2 5,1 3,7 19,8
2018 Insgesamt 16 195 821 1 029 407 837 846 787 055 949 583 3 603 891 100 6,4 5,2 4,9 5,9 22,3
Dicht besiedelt 7 184 801 501 113 371 608 336 388 562 276 1 771 385 100 7 5,2 4,7 7,8 24,7
Mittlere Besiedlungsdichte 4 757 069 279 231 242 330 235 493 224 962 982 016 100 5,9 5,1 5 4,7 20,6
Gering besiedelt 4 253 951 249 063 223 908 215 174 162 345 850 490 100 5,9 5,3 5,1 3,8 20
2019 Insgesamt 16 199 653 1 028 129 854 863 787 784 975 219 3 645 995 100 6,4 5,3 4,9 6 22,5
Dicht besiedelt 7 348 683 508 865 389 066 348 060 580 023 1 826 014 100 6,9 5,3 4,7 7,9 24,9
Mittlere Besiedlungsdichte 4 898 041 287 391 252 689 239 199 241 213 1 020 492 100 5,9 5,2 4,9 4,9 20,8
Gering besiedelt 3 952 929 231 873 213 108 200 525 153 983 799 489 100 5,9 5,4 5,1 3,9 20,2
2020 Insgesamt 16 163 795 1 021 665 863 571 797 744 988 048 3 671 028 100 6,3 5,3 4,9 6,1 22,7
Dicht besiedelt 7 337 195 504 848 392 796 353 718 577 307 1 828 669 100 6,9 5,4 4,8 7,9 24,9
Mittlere Besiedlungsdichte 4 880 700 284 787 255 079 241 611 249 842 1 031 319 100 5,8 5,2 5 5,1 21,1
Gering besiedelt 3 945 900 232 030 215 696 202 415 160 899 811 040 100 5,9 5,5 5,1 4,1 20,6
2021 Insgesamt 16 147 618 1 011 377 874 742 816 424 1 011 421 3 713 964 100 6,3 5,4 5,1 6,3 23
Dicht besiedelt 7 349 449 500 045 397 818 364 101 586 563 1 848 527 100 6,8 5,4 5 8 25,2
Mittlere Besiedlungsdichte 4 865 239 281 087 258 460 246 259 258 766 1 044 572 100 5,8 5,3 5,1 5,3 21,5
Gering besiedelt 3 932 930 230 245 218 464 206 064 166 092 820 865 100 5,9 5,6 5,2 4,2 20,9
2022 Insgesamt 16 356 405 1 009 465 913 979 857 937 1 053 592 3 834 973 100 6,2 5,6 5,3 6,4 23,5
Dicht besiedelt 7 484 398 498 739 416 343 386 193 606 453 1 907 728 100 6,7 5,6 5,2 8,1 25,5
Mittlere Besiedlungsdichte 4 924 643 282 479 272 114 259 531 273 093 1 087 217 100 5,7 5,5 5,3 5,6 22,1
Gering besiedelt 3 947 364 228 247 225 522 212 213 174 046 840 028 100 5,8 5,7 5,4 4,4 21,3
© Statistisches Bundesamt (Destatis), 2023
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Ab 2011 Ergebnisse auf Grundlage des Zensus 2011
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ISSN 0722-8333