Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Sebastian Münzenmaier,
Marc Bernhard, Roger Beckamp, weiterer Abgeordneter und
der Fraktion der AfD
– Drucksache 20/9707 –
Konzepte der 15-Minuten-Stadt und des Superblocks
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
In einer vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und
Bauwesen (BMWSB) im Jahre 2021 publizierten „Innenstadtstrategie“ (
www.bm
wsb.bund.de/Webs/BMWSB/DE/themen/stadt-wohnen/beirat-innenstadt/beira
t-innenstadt-node.html, Zugriff am 21. November 2023, S. 14) heißt es unter
anderem, dass in der Bevölkerung die Forderung nach neuen
Mobilitätskonzepten unter besonderer Beachtung der Nahmobilität mit Fuß- und Radverkehr
lauter würde und ferner, dass ein diesbezügliches Engagement außerordentlich
hoch und öffentlichkeitswirksam sei.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gab am 7.
September 2022 als Beitrag zur Umsetzung der Strategie „Forschung für
Nachhaltigkeit“ (FONA) eine ressortübergreifende Förderung von Projekten innerhalb
der European Partnership Driving Urban Transition (DUT) bekannt (
www.bm
bf.de/bmbf/shareddocs/bekanntmachungen/de/2022/09/2022-09-28-Bekanntm
achung-FONA.html, Zugriff am 21. November 2023), in dem als ein
Förderziel „15 Minutes Cities“ (15mC) genannt wird (ebd., unter Nummer 1.1
Förderziel). Dieses Konzept würde den Übergang zu einer nachhaltigen
städtischen Mobilität fokussieren und hierzu unter anderem anstreben, den größten
Teil täglicher Bedürfnisse innerhalb von 15-Minuten-Radien zu Fuß oder mit
dem Fahrrad erfüllbar zu machen.
Das BMWSB gab im September 2023 den „Innenstadt-Ratgeber.
Realexperimente: Planungshilfe und Impulsgeber für die Innenstadtentwicklung“ heraus
(
www.bmwsb.bund.de/SharedDocs/downloads/Webs/BMWSB/DE/veroeffent
lichungen/stadtentwicklung/realexperimente.pdf?__blob=publicationFile
&v=4, Zugriff am 21. November 2023). Die Innenstadtentwicklung fände in
einer Akteurslandschaft statt. Es gelte daher, hohe Beteiligung an
Planungsprozessen herzustellen. Realexperimente in Reallaboren überwänden
Denkverbote, Routinen und Planungssicherheit und setzten auf das Prinzip
Trialand-Error. Im Fokus stehe das Sammeln von Erfahrungen und Erkenntnissen
während des Prozesses (ebd., S. 13) Als eines der entsprechenden
Handlungsfelder zur Innenstadtentwicklung nennt das BMWSB Grün- und Freiräume
und in diesem Zusammenhang sogenannte Superblocks (ebd., S. 12).
Deutscher Bundestag Drucksache 20/9948
20. Wahlperiode 02.01.2024
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und
Bauwesen vom 27. Dezember 2023 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) erhält regelmäßig im
Bundeshaushalt Zuschüsse zum Betrieb. Es initiierte gemeinsam mit Partnern das mit rund
1 Mio. Euro ausgestattete und noch bis 2024 laufende Projekt „TuneOur-
Block“ (jpi-urbaneurope.eu/project/tuneourblock, Zugriff am 21 November
2023). Es gehe dabei darum, das Konzept Superblock zu validieren, zu
internationalisieren und es als politische und planerische Strategie für eine
transformative städtische Anpassung zu entwickeln.
Vom 22. bis 25. März 2023 fand in Barcelona die „Superblock-Konferenz“
statt, die von „TuneOurBlock“ – und demnach anteilig mit deutschen
Fördermitteln – mitveranstaltet worden war. Die Abschlusserklärung „Agreement
between Cities – for a new model of public space“ (
www.barcelona.cat/pla-super
illa-barcelona/sites/default/files/2023-03/AgreementBetweenCities_ENG.pdf,
Zugriff am 21. November 2023) unterzeichneten deutsche politische
Repräsentanten der Stadt Berlin.
V o r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Im strategischen Leitdokument für europäische, gemeinwohlorientierte,
nachhaltige und integrierte Stadtentwicklung der „Neue Leipzig-Charta“ wird, wie
auch im „Memorandum Urbane Resilienz – Wege zur robusten, adaptiven und
zukunftsfähigen Stadt“, zur Lösung zentraler Aufgaben der Stadtentwicklung
das Quartier als entscheidende Handlungsebene adressiert. Im Sinne einer Stadt
der kurzen Wege soll somit die Nutzungsmischung aus Wohnen, Einzelhandel
und Produktion gefördert werden.
Die Stärkung von Innenstädten und Zentren ist eines der Schwerpunktthemen
der Städtebauförderung und der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des
Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB).
In vielen Städten und Gemeinden stehen Innenstädte, Stadtkerne und Zentren
vor enormen Herausforderungen. Sie müssen als Standorte – als Sozial-,
Arbeits- und Erlebnisraum, mit Angeboten für Wirtschaft und Arbeiten,
Begegnung, Wohnen, Kultur, Bildung und Tourismus, Gastronomie und Handel –
gestärkt werden. Die Stadt der Zukunft muss vorhandene Funktionen miteinander
verknüpfen.
Es bedarf dabei lokalspezifischer Lösungen, die die jeweiligen
Rahmenbedingungen, Chancen und Potenziale berücksichtigen.
Gemeinsam mit seinem Beirat Innenstadt hat das Bundesbauressort 2021 die
Innenstadtstrategie „Die Innenstadt von morgen – multifunktional, resilient,
kooperativ“ veröffentlicht. Aufgaben, die in der Innenstadtstrategie zum Beispiel
aufgearbeitet sind, sind temporäre Lösungsansätze und ad-hoc-Maßnahmen,
neue Wege des Leerstandsmanagements und für Zwischen- und Umnutzungen,
neue Formen der Beteiligung, das Ansiedeln neuer Funktionen in der Stadt.
Aktuell arbeiten BMWSB und der Beirat Innenstadt an der Weiterentwicklung
der Innenstadtstrategie. Dazu gehört auch die Erarbeitung von sogenannten
„Innenstadt-Ratgebern“. Bisher erschienen sind zwei Broschüren mit guten
Beispielen und Hinweisen zum „Umgang mit Großimmobilien“ und zur
„Umsetzung von Experimenten und Reallaboren“.
1. Welche Ressorts der Bundesregierung sind mit den Themen 15-Minuten-
Stadt und/oder ggf. Superblock insgesamt befasst?
Die „15-Minuten-Stadt“ und „Superblock“ sind Konzepte der
Stadtentwicklung. Das BMWSB befasst sich daher im Rahmen seiner Zuständigkeit mit
beiden Themen. Das BMWSB hat die Themen in einzelne Forschungsaktivitäten
integriert, die vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
betreut werden.
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und
Verbraucherschutz (BMUV) hat derzeit keine konkreten Projekte mit Bezug zur
15-Minuten-Stadt vorliegen, gleichwohl befasst es sich grundsätzlich und im
Allgemeinen mit dem Themenkomplex, unter anderem im Zusammenhang mit
einer nachhaltigen Verkehrswende.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beteiligt sich an
europäischen Fördermaßnahmen.
2. Gibt es bei den Themen 15-Minuten-Stadt und/oder Superblock eine
ressortübergreifende Zusammenarbeit, und wenn ja, wie ist diese thematisch
und organisatorisch ausgestaltet (bitte detailliert ausführen)?
3. Welches Ressort der Bundesregierung führt die Feder bei den Themen
15-Minuten-Stadt und/oder Superblock?
Die Fragen 2 und 3 werden gemeinsam beantwortet.
Zur Stadtentwicklung erfolgt eine ressortübergreifende Zusammenarbeit. Diese
bezieht sich jedoch nicht explizit auf die Themen 15-Minuten-Stadt und/oder
Superblock. Die verschiedenen Bundesministerien koordinieren ihre
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, um eine ressortübergreifend
abgestimmte Forschungspolitik und eine dieser Politik entsprechende effiziente
Verwendung der Fördermittel beziehungsweise Zuwendungen zu ermöglichen. Hierzu
informieren sich die Bundesministerien gegenseitig über geplante
Forschungsvorhaben.
4. Initiierte die Bundesregierung zwischen 2015 und 2023 nationale,
europäische oder weltweite Forschungen zu den Themen 15-Minuten-Stadt
und/oder Superblock, und wenn ja, welche?
Das BMWSB gab im September 2023 den „Innenstadt-Ratgeber.
Realexperimente: Planungshilfe und Impulsgeber die Innenstadtentwicklung“ heraus. In
diesem Papier wurde innerhalb einer Abbildung „Superblocks“ als ein Beispiel
für Realexperimente im öffentlichen Raum benannt (
https://www.bmwsb.bun
d.de/SharedDocs/downloads/Webs/BMWSB/DE/veroeffentlichungen/stadtent
wicklung/realexperimente.pdf; S. 12). Weitergehende Ausführungen oder
Forschungen fanden in dem Rahmen nicht dazu statt.
Zur Bewältigung aktueller Folgen der COVID-19-Pandemie für die
Stadtentwicklung und einer nachhaltigen Stärkung der kommunalen Krisenfestigkeit
fördert die Nationale Stadtentwicklungspolitik auf der Grundlage eines
Projektaufrufs zum Thema „Post-Corona-Stadt“ zwischen den Jahren 2021 bis 2024
Pilotprojekte, die systematisch auf die Resilienzsteigerung und die Stärkung
der Stadt- und Quartiersstrukturen unter anderem im Themenbereich
„Öffentlicher Raum, Mobilität und Stadtstruktur“ ausgerichtet sind. In diesem
Themenbereich wird das Pilotprojekt „Neue Nähen – SUPERBLOCKS Leipzig“
gefördert und im Rahmen einer Begleitforschung wissenschaftlich analysiert.
Mit einem Forschungsprojekt der Allgemeinen Ressortforschung von BMWSB
und BBSR „Die Stadt der Viertelstunde“ wird die aktuelle Diskussion zu
diesem Thema aufgegriffen. Das Leitbild zielt auf städtische Strukturen mit einer
Vielzahl an Funktionen, die schnell und ohne Auto erreichbar sind. Dieses
Projekt hat zur Aufgabe, mittels der Kriterien der „Stadt der Viertelstunde“ eine
systematische Bestandsaufnahme der räumlichen Strukturen in den Städten und
Gemeinden Deutschlands und der tatsächlichen Nutzung insbesondere
nahräumlich verfügbarer Angebote durchzuführen (Projektstart: Sommer 2023).
https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/programme/refo/staedtebau/20
23/stadt-der-viertelstunde/01-start.html
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat zwischen den
Jahren 2015 und 2023 keine nationalen, europäischen oder weltweiten
Forschungen zu den Themen 15-Minuten-Stadt und/oder Superblock initiiert.
5. Beteiligte sich die Bundesregierung zwischen 2015 und 2023 an
nationalen, europäischen oder weltweiten Forschungen zu den Themen 15-
Minuten-Stadt und/oder Superblock, und wenn ja, an welchen?
Das BMBF beteiligt sich seit 2022 an der Europäischen Partnerschaft „Driving
Urban Transitions to a sustainable future“ (DUT). Das BMBF fördert im
Rahmen der DUT als einer der 65 europäischen DUT-Partner aus 28 Ländern
Forschungs- und Innovationsprojekte in dem Themenschwerpunkt nachhaltige
urbane Mobilität (15-Minuten-Stadt). Ab dem 1. Januar 2024 fördert das BMBF
unter der ersten Ausschreibung der DUT deutsche Wissenschaftseinrichtungen,
Kommunen und Unternehmen. Insgesamt handelt es sich um 14 Projekte in elf
Forschungs- und Entwicklungsverbünden zu den Themen nachhaltige Mobilität
und 15-Minuten-Stadt.
Das BMBF beteiligt sich seit 2021 an der europäischen Fördermaßnahme
„Urban Accessibility and Connectivity" (ENUAC) im Rahmen der europäischen
Initiative zur gemeinsamen Programmplanung „JPI Urban Europe“. Als eine
von 23 Organisationen aus 16 Ländern fördert das BMBF angewandte
Forschung im Bereich nachhaltige Mobilität, Zugänglichkeit sowie digitaler
Konnektivität in Städten. Im Rahmen dieser Fördermaßnahme fördert das BMBF
das Projekt „TuneOurBlock: Stadtquartiere im menschlichen Maßstab
umgestalten – Anwendung von Superblock-Konzepten in unterschiedlichen
Stadtstrukturen“.
6. Wenn die Fragen 4 und/oder 5 bejaht wurden, wie lautet der aktuelle
Sachstand der Bundesregierung bei den zwischen 2015 und 2023
initiierten beziehungsweise mitbearbeiteten nationalen, europäischen oder
weltweiten Forschungen zu den Themen 15-Minuten-Stadt und/oder
Superblock (bitte die jeweiligen Forschungsprojekte und Forschungsziele
sowie eventuell bereits gewonnene Erkenntnisse detailliert ausführen)?
Das Pilotprojekt „Neue Nähen – Superblocks Leipzig“ (2021 bis 2024) verfolgt
das Ziel, die Aufenthaltsqualitäten und Nutzungen im öffentlichen Raum eines
gründerzeitlichen Stadtquartiers im Leipziger Osten zu stärken. Der bereits
eingeführte Begriff der „Superblocks“ aus Barcelona wird hierbei genutzt, um die
Idee eines verkehrsberuhigten Wohnquartiers mit den beteiligten Akteuren aus
Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft zu diskutieren.
Gemeinsam wurden experimentelle Vorgehensweisen und Lösungsansätze
entwickelt, um das Projektziel kurzfristig mithilfe von temporären Superblock-
Elementen anzustoßen und langfristig zu verstetigen.
Die bisherigen Zwischenergebnisse des noch nicht abgeschlossenen Projektes
lassen darauf schließen, dass temporäre Maßnahmen zur Erprobung von
Superblocks, die zugleich in einen übergeordneten strategischen Kontext eingebettet
sind, als erfolgversprechend eingestuft werden können. Dadurch können
Potenziale der Flächenneugestaltung aufgezeigt, unterschiedliche Interessen
berücksichtigt und rechtliche Steuerungsmöglichkeiten an der Schnittstelle von
Verkehrs- und Stadtentwicklung identifiziert werden.
Bezüglich der weiteren durch das BMWSB initiierten Projekte wird auf die
Antwort zu Frage 4 verwiesen.
Überblick BMBF-geförderte Projekte in der Europäischen Partnerschaft
„Driving Urban Transitions to a sustainable future“ (DUT)
Die meisten Projekte verfolgen das Ziel der Förderung nachhaltiger
Möglichkeiten für die individuelle Mobilität und Logistik in städtischen Randgebieten.
Einige Projekte zielen auf die Gestaltung öffentlicher Räume und Straßen für
eine lebendige und nachhaltige Nachbarschaft ab. Da die Projekte erst zum
1. Januar 2024 starten, liegen noch keine Ergebnisse vor.
Akronym Projekttitel Forschungsschwerpunkte
SuCoLo Fostering sustainable consumer behaviour with
inclusive bicycle logistics infrastructure in
urban outskirts
Stadtrandgebiete; nachhaltige
Lieferung (letzte Meile);
Fahrradlogistik und Mikro-
Mobilitätsknotenpunkte
FORTHCOMING FOsteRing The City Of proximity through Maas
INteGration
Vorstadtgebiete; Mobilität &
Logistik als Dienstleistung; Integration &
Digitalisierung
DREAMS
(Teilprojekt 1)
Driving Equitable and Accessible 15 Minute
Neighbourhood Transformations
Vorstadtgebiet mit geringer bis
mittlerer Dichte; multimodale
Mobilität und Knotenpunkte;
Erreichbarkeit; Geschäfts- und
Verwaltungsmodelle
DREAMS
(Teilprojekt 2)
Driving Equitable and Accessible 15 Minute
Neighbourhood Transformations
Vorstadtgebiet mit geringer bis
mittlerer Dichte; multimodale
Mobilität und Knotenpunkte;
Erreichbarkeit; Geschäfts- und
Verwaltungsmodelle
FRESH The Freight-shopping nexus in urban outskirts
and beyond
Einkaufen; Stadtrandgebiete;
Logistik
CONFLICTED-
STREETS
Navigating conflicts over streets and urban
space in the transition to the 15mC
Konflikte um die Nutzung des
öffentlichen Raums; Umverteilung
des städtischen Raums; Prozess der
Transformation
15minESTATES
(Teilprojekt 1)
Co-creating Spatial Strategies for Just and
Sustainable Mobility in Large-Scale Housing
Estates
Großsiedlungen; soziale und
ökologische Gerechtigkeit;
Mobilitätsverhalten
15minESTATES
(Teilprojekt 2)
Co-creating Spatial Strategies for Just and
Sustainable Mobility in Large-Scale Housing
Estates
Großsiedlungen; soziale und
ökologische Gerechtigkeit;
Mobilitätsverhalten
Fair Mobility Fair mobility and access to public life Bedürfnisse gefährdeter Gruppen;
partizipative Methoden; integrative
Planung
COMMON_ACCESS COMMONing ACCESSibility in urban
outskirts and beyond
Stadtrandgebiete; gemeinsame
Zugänglichkeit; gemeinsame Mobilität
und Dienstleistungen; Gemeinden
MBD15 Mobility Benefit Districts. Travel and liveability
impacts, acceptability and governance of new
tools for accelerating transitions in the 15min
city
Mobility Benefit Districts (MBD);
Parkgebühren; nachhaltige
Mobilitätsdienstleistungen; Akzeptanz
AccessCity4All Adapting the 15-Minute City concept to support
active mobility in neighbourhoods with different
levels of accessibility
Nachhaltige Mobilität;
wahrgenommene Erreichbarkeit; ortsbezogene
Planung; Stadtzentren an der
Peripherie
Akronym Projekttitel Forschungsschwerpunkte
Car-goNE-City
(Teilprojekt 1)
Cargo Bikes and Neighborhood Engagement in
the 15-Minute City: Resident-Based
Participatory Approaches to Implementing Effective
Shared Bike Mobility for Increasing Accessibility
and Reducing Car Use
Gemeinsame Nutzung von
Lastenfahrrädern; Zugänglichkeit;
weniger Autoverkehr
Car-goNE-City
(Teilprojekt 2)
Cargo Bikes and Neighborhood Engagement in
the 15-Minute City: Resident-Based
Participatory Approaches to Implementing Effective
Shared Bike Mobility for Increasing Accessibility
and Reducing Car Use
Gemeinsame Nutzung von
Lastenfahrrädern; Zugänglichkeit;
weniger Autoverkehr
BMBF-Förderung in Fördermaßnahme „Urban Accessibility and Connectivity“
(ENUAC), JPI Urban Europe
Im Rahmen dieser Fördermaßnahme fördert das BMBF das Projekt „TuneOur-
Block“. Forschungsziel ist die Forschung zu menschengerechten Stadtvierteln
und Umgebungen. Dazu wird das Superblock-Konzept für unterschiedliche
Stadtstrukturen untersucht. Ergebnisse sind gegen Ende der Laufzeit 2024 zu
erwarten.
7. Hat die Bundesregierung zwischen 2015 und 2023 Haushaltsmittel für
die Themen 15-Minuten-Stadt und/oder Superblock zur Verfügung
gestellt, und wenn ja, an welche konkreten Empfänger gingen Mittel aus
welchen Haushaltstiteln beziehungsweise Haushaltskapiteln in welcher
Höhe und über welche Zeiträume (bitte detailliert ausführen)?
Das BMWSB fördert im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik
17 Pilotprojekte, die angesichts der COVID-19-Pandemie innovative und
beispielgebende Lösungen für krisenfeste Stadt- und Quartiersstrukturen erproben.
Hierzu zählt auch das Projekt „Neue Nähen – SUPERBLOCKS Leipzig“.
Zuwendungsnehmer ist der SUPERBLOCKS Leipzig e. V. Die Mittel wurden aus
Kapitel/Titel 0604 Titel 532 52 und Titel 893 51 Nationale
Stadtentwicklungspolitik zur Verfügung gestellt. Über die Laufzeit waren es in den Jahren 2021:
39 850 Euro, 2022: 99 790 Euro, 2023: 149 850 Euro und 2024: 39 850 Euro.
Das Ressortforschungsprojekt „Stadt der Viertelstunde“ ist dotiert mit
219 935,15 Euro einschließlich etwaig anfallender Umsatzsteuer. Die Mittel
wurden aus dem Haushaltstitel 2501 54481 03799412 zur Verfügung gestellt
und verteilen sich wie folgt: 2023: 99 935,15 Euro, 2024: 120 000 Euro.
Auftragnehmer des Projekts ist Spiekermann & Wegener Stadt- und
Regionalforschung (S & W) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für
Urbanistik gGmbH (Difu) und ForschungsBüro Scheiner.
DUT Gesamtzuwendung 3 889 521,33 Euro (davon 3,1 Mio. vom BMBF und
789 521,33 von der EU ko-finanziert); Kapitel 3004, Titel 68543
Akronym Institution Laufzeit Zuwendung
SuCoLo Universität Leipzig 01.01.2024 bis 31.12.2026 396 202,86
FORTHCOMING Hafencity Universität Hamburg 01.01.2024 bis 31.12.2026 197 699,50
DREAMS TU München 01.01.2024 bis 31.12.2026 297 839,67
DREAMS EIT Urban Mobility Innovation Hub C 01.01.2024 bis 31.12.2026 120 101,24
FRESH TU Dortmund 01.01.2024 bis 31.12.2026 399 629,32
CONFLICTED-
STREETS
Stadt Bielefeld 01.01.2024 bis 31.12.2026 96 005,89
15minESTATES Leibniz Institut für Ökologische
Raumentwicklung
01.01.2024 bis 31.12.2026 357 857,30
15minESTATES Kulturbühne Neustadt e. V. 01.01.2024 bis 31.12.2026 129 388,41
Fair Mobility Hochschule für angewandte
Wissenschaften Landshut
01.01.2024 bis 31.12.2026 355 527,48
COMMON_ACCESS TU München 01.01.2024 bis 31.12.2026 288 999,36
MBD15 Johann Wolfgang Goethe-Universität
Frankfurt am Main
01.01.2024 bis 31.12.2026 399 709,76
AccessCity4All ILS Research gGmbH 01.01.2024 bis 31.12.2026 350 951,06
Car-goNE-City Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der
Angewandten Forschung
01.01.2024 bis 31.12.2026 344 022,66
Car-goNE-City Takomat GmbH 01.01.2024 bis 31.12.2026 155 586,82
TuneOurBlock Gesamtzuwendung 335 210,90 Euro (davon circa 1/3 von der
EU ko-finanziert), Kapitel 3004, Titel 68543
Akronym Institution Laufzeit Zuwendung
TuneOurBlock Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH (Difu) 01.06.2021 bis 31.05.2024 172 868,90
TuneOurBlock Changing Cities e. V. 01.07.2021 bis 30.06.2024 79 340,00
TuneOurBlock Institute for Advanced Sustainability Studies e. V.
(IASS)
01.06.2021 bis 31.05.2024 83 002,00
8. Fasst die Bundesregierung ins Auge oder arbeitet sie bereits daran, das
Konzept der 15-Minuten-Stadt und/oder des Superblocks für
Bundesgesetze oder Verordnungen – etwa des Bundesministeriums für Digitales
und Verkehr oder des BMWSB oder des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Klimaschutz oder anderer – zu adaptieren?
9. Haben die Länder oder Kommunen, für den Fall, dass die
Bundesregierung eine diesbezügliche Adaption (Frage 8) ins Auge fasst oder bereits
durchführt, aktive Rollen im Rahmen dieser Arbeit (wenn ja, bitte
detailliert ausführen)?
10. Wenn Frage 8 bejaht wird, und die Bundesregierung solches ins Auge
fasst oder bereits durchführt, sind Interessenvertreter, die im
Lobbyregister des Deutschen Bundestages gelistet sind, in diese Arbeit involviert
beziehungsweise involviert, und wenn ja, welche Interessenvertreter sind
dies?
Die Fragen 8 bis 10 werden gemeinsam beantwortet.
Ressortforschungsprojekte wie das der Stadt der Viertelstunde von BMWSB
und BBSR (siehe Antwort zu Frage 4) sind stets gedacht, um die
Forschungsergebnisse mit dem geltenden Instrumentarium auf Bundesebene abzugleichen.
Konkrete Maßnahmen zur Adaption im Rahmen von Gesetzgebungen und
Verordnungen sind nicht in Planung.
11. Nahmen Vertreter der Bundesregierung oder ihrer Ressorts an der
Superblock-Konferenz in Barcelona (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller) teil,
und wenn ja, aus welchen Ressorts, und in welcher Weise wurden die
Erkenntnisse verarbeitet (bitte detailliert ausführen)?
Die Teilnahme von Vertreterinnen und Vertretern der Bundesregierung oder
ihrer Resorts an der oben genannten Veranstaltung ist nicht bekannt.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
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