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Kleine AnfrageWahlperiode 20Beantwortet
Bestandsaufnahme der Bekämpfung von Finanzkriminalität, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Proliferationsfinanzierung und Sanktionsumgehung
(insgesamt 181 Einzelfragen mit zahlreichen Unterfragen)
Fraktion
CDU/CSU
Ressort
Bundesministerium der Finanzen
Datum
22.05.2024
Antwortdauer
61 Tage
Aktualisiert
17.12.2024
Offizielle Quellen und Volltext
Die verlinkten PDFs stammen direkt vom Dokumentenserver des Deutschen Bundestages.
BT20/1080422.03.2024
Bestandsaufnahme der Bekämpfung von Finanzkriminalität, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Proliferationsfinanzierung und Sanktionsumgehung
Kleine Anfrage
Volltext (unformatiert)
Kleine Anfrage
der Fraktion der CDU/CSU
Bestandsaufnahme der Bekämpfung von Finanzkriminalität, Geldwäsche,
Terrorismusfinanzierung, Proliferationsfinanzierung und Sanktionsumgehung
Deutschland ist international dafür bekannt, anfällig für das Ein- und
Durchschleusen krimineller Gelder zu sein (vgl. beispielsweise die Aussagen des
Bundesministers der Finanzen Christian Lindner im Plenum des Deutschen
Bundestages am 14. Dezember 2023). Durch diese Anfälligkeit kommt es zu
vielfältigen Risiken für das gesellschaftliche und wirtschaftliche
Zusammenleben – beispielsweise, weil Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung,
Sanktionsumgehungen oder Proliferationsfinanzierung nicht effektiv genug verhindert
werden können. Im Rahmen der Länderprüfung Deutschlands durch die
Financial Action Task Force (FATF) hat auch der internationale Standardsetzer für
die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung deutliche Kritik
an der Bekämpfung der Finanzkriminalität in Deutschland geübt und diese
Kritik mit der Benennung struktureller Mängel untermauert (FATF 2022, Germany
Mutual Evaluation Report [MER]). Hierzu zählen insbesondere die der
Strafverfolgung von Geldwäschetaten hinderliche Fokussierung auf Vortaten, die
ineffektive Geldwäscheaufsicht im Nicht-Finanzsektor und die damit
einhergehende Passivität der geldwäscherechtlich Verpflichteten, die defizitäre
Verhinderung von Geldwäsche unter Verwendung juristischer Personen und das
Fehlen von zeitgemäßen und auf die Bedürfnisse der Strafverfolgungsbehörden
abgestimmten Verfahren und Methoden zur Analyse von verdächtigen
Finanztransaktionen bei der Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (FIU).
Vor diesem Hintergrund herrscht zwar ein breit getragener politischer Konsens,
dass in Deutschland schnelle Verbesserungen bei der Bekämpfung von
Finanzkriminalität herbeigeführt werden müssen. Gleichzeitig bestehen allerdings
unterschiedliche Ansichten darüber, wie das Ziel einer schnellen und
wirksamen Verbesserung der Bekämpfung von Finanzkriminalität erreicht werden
kann. Für die damit verbundene Debatte ist es unerlässlich, dass ein
umfassendes Bild über den aktuellen Stand der Bekämpfung von Finanzkriminalität in
Deutschland existiert.
Deutscher Bundestag Drucksache 20/10804
20. Wahlperiode 22.03.2024
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Wie beurteilt die Bundesregierung den Umsetzungsstand der
Maßnahmen, deren Umsetzung die FATF in ihrem Abschlussbericht
Deutschlands (MER) als dringlich bekundet hat sowie der Maßnahmen, deren
Umsetzung sie empfohlen hat (bitte getrennt je „Priority Action“ des
Abschlussberichts [siehe hierzu MER, S. 14 f.] sowie auch je
„Recommended Action“ des Abschlussberichts [siehe hierzu MER, S. 41, 57 –
59, 103, 140 f., 163 f., 199, 214] angeben, inwiefern für die einzelnen
„Priority Actions“ und „Recommended Actions“ der FATF eine
Umsetzung bereits erfolgt ist, und mit welchen Maßnahmen eine Umsetzung
geplant ist, und mit welchen Maßnahmen oder eine Umsetzung seitens
der Bundesregierung nicht angestrebt wird)?
2. Wie lautet die Bewertung der FATF im Rahmen des ersten Follow-Up-
Reports Deutschlands nach Verabschiedung des Abschlussberichts
(MER) zum Bereich „technical compliance“, der gemäß der Antwort der
Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU
„Unbeantwortete und weitere offene Fragen zu Missständen bei der
Financial Intelligence Unit“ auf Bundestagsdrucksache 20/7258 im
Rahmen des FATF-Plenums im Oktober 2023 verabschiedet werden sollte?
3. Wird im Vorfeld des zweiten Follow-Up-Reports Deutschlands nach
Verabschiedung des FATF-Abschlussberichts (MER) zum Bereich
„effectiveness“, dessen Verabschiedung gemäß der Antwort der
Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU
„Unbeantwortete und weitere offene Fragen zu Missständen bei der Financial
Intelligence Unit“ auf Bundestagsdrucksache 20/7258 für den Oktober
2024 vorgesehen ist, zur Neubewertung der Effektivität der Umsetzung
der FATF-Empfehlungen eine Beurteilung Deutschlands durch FATF-
Prüfer stattfinden, wenn ja, wann wird das der Fall sein, und wird diese
Beurteilung auch eine Vor-Ort-Prüfung umfassen?
4. Worin wird der Beurteilungsgegenstand des dritten Follow-Up-Reports
Deutschlands nach Verabschiedung des FATF-Abschlussberichts (MER)
liegen, dessen Verabschiedung gemäß der Antwort der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU „Unbeantwortete
und weitere offene Fragen zu Missständen bei der Financial Intelligence
Unit“ auf Bundestagsdrucksache 20/7258 für den Oktober 2025
vorgesehen ist?
5. Wie hat sich die Bundesregierung jeweils in den bereits stattgefundenen
Abstimmungen bzw. wie wird sich die Bundesregierung in den noch
folgenden Abstimmungen auf Ebene der EU jeweils zu den Vorschlägen
der EU-Kommission für eine Verordnung zur Verhinderung der Nutzung
des Finanzsystems für Zwecke der Geldwäsche oder der
Terrorismusfinanzierung sowie für eine Richtlinie über die von den Mitgliedstaaten
einzurichtenden Mechanismen zur Verhinderung der Nutzung des
Finanzsystems zum Zwecke der Geldwäsche und der
Terrorismusfinanzierung und zur Aufhebung der Richtlinie (EU) 2015/849 verhalten, und
wie begründet die Bundesregierung jeweils ihr Abstimmungsverhalten
in Bezug auf die einzelnen erfolgten bzw. zu erfolgenden Abstimmungen
(bitte jeweils pro Abstimmung auf EU-Ebene zu den genannten
Gesetzesvorschlägen begründen, warum die Bundesregierung mit
Zustimmung, Enthaltung oder Ablehnung votierte bzw. sie jeweils beabsichtigt,
mit Zustimmung, Enthaltung oder Ablehnung zu votieren)?
6. Wie viele Strafverfahren wurden in Deutschland im Bereich Geldwäsche
jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024
geführt, wie viele Verurteilungen gab es jeweils in den Jahren 2020,
2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 wegen Geldwäsche nach
§ 261 des Strafgesetzbuches, und in welcher Höhe wurden dabei
Vermögensgegenstände eingezogen (bitte jeweils getrennt nach Jahren
aufschlüsseln)?
7. Wie viele Strafverfahren wurden in Deutschland im Bereich
Terrorismusfinanzierung jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und
bislang im Jahr 2024 geführt, wie viele Verurteilungen gab es jeweils in den
Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 wegen
Terrorismusfinanzierung nach § 89c des Strafgesetzbuches, und in welcher
Höhe wurden dabei Vermögensgegenstände eingezogen (bitte jeweils
getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
8. Bei wie vielen der in Deutschland jeweils in den Jahren 2020, 2021,
2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 geführten Strafverfahren kam es zu
einer selbständigen Einziehung nach § 76a des Strafgesetzbuches, und in
welcher Höhe wurden dabei jeweils Vermögensgegenstände eingezogen
(bitte jeweils getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
a) In wie vielen Fällen, in denen jeweils in den Jahren 2020, 2021,
2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 eine selbständige Einziehung
nach § 76a des Strafgesetzbuches erfolgte, geschah dies auf
Grundlage eines Verdachts auf Geldwäsche nach § 261 des
Strafgesetzbuches, und in welcher Höhe wurden dabei jeweils
Vermögensgegenstände eingezogen (bitte jeweils getrennt nach Jahren
aufschlüsseln)?
b) In wie vielen Fällen, in denen jeweils in den Jahren 2020, 2021,
2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 eine selbständige Einziehung
nach § 76a des Strafgesetzbuches erfolgte, geschah dies auf
Grundlage eines Verdachts auf Terrorismusfinanzierung nach § 89c des
Strafgesetzbuches, und in welcher Höhe wurden dabei jeweils
Vermögensgegenstände eingezogen (bitte jeweils getrennt nach Jahren
aufschlüsseln)?
9. Wie viele der jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang
im Jahr 2024 in Deutschland im Bereich der Organisierten Kriminalität
geführten Verfahren (OK-Verfahren) wurden im Kriminalitätsbereich
Geldwäsche geführt (bitte jeweils getrennt nach Jahren sowohl die
absoluten Zahlen der OK-Verfahren sowie derjenigen OK-Verfahren im
Kriminalitätsbereich Geldwäsche und deren relativen Anteil an den
insgesamt erhobenen OK-Verfahren angeben)?
10. Wie viele der jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang
im Jahr 2024 in Deutschland geführten OK-Verfahren standen im
Zusammenhang mit Geldwäscheaktivitäten (bitte jeweils getrennt nach
Jahren sowohl die absoluten Zahlen der OK-Verfahren mit
Geldwäscheaktivitäten und deren relativen Anteil an den insgesamt erhobenen OK-
Verfahren angeben)?
11. Wie verteilen sich die jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und
bislang im Jahr 2024 in Deutschland geführten OK-Verfahren im
Zusammenhang mit Geldwäscheaktivitäten jeweils auf die verschiedenen
Gruppen von Tatverdächtigen (bitte jeweils getrennt nach Jahren und
Gruppen von Tatverdächtigen aufschlüsseln)?
12. In welchem finanziellen Umfang haben bei den jeweils in den Jahren
2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in Deutschland
geführten OK-Verfahren im Kriminalitätsbereich Geldwäsche (vorläufige)
Vermögenssicherungen stattgefunden, und bei wie vielen der OK-
Verfahren haben diese stattgefunden (bitte jeweils getrennt nach Jahren
die Höhe der [vorläufigen] Vermögenssicherungen und die Anzahl der
OK-Verfahren, in denen [vorläufige] Vermögenssicherungen
stattgefunden haben, aufschlüsseln)?
13. Wie verteilen sich die bei den jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022,
2023 und bislang im Jahr 2024 in Deutschland geführten OK-Verfahren
stattgefundenen Geldwäscheaktivitäten auf verschiedene
Geldwäschehandlungen?
a) In wie vielen Fällen bestand eine bei den jeweils in den Jahren 2020,
2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in Deutschland geführten
OK-Verfahren stattgefundene Geldwäscheaktivität in einer
Einbindung Dritter, und in welcher Höhe waren Gelder davon betroffen
(bitte jeweils getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen
aufschlüsseln)?
b) In wie vielen Fällen bestand eine bei den jeweils in den Jahren 2020,
2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in Deutschland geführten
OK-Verfahren stattgefundene Geldwäscheaktivität in einer
Überweisung, und in welcher Höhe waren Gelder davon betroffen (bitte
jeweils getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen aufschlüsseln)?
c) In wie vielen Fällen bestand eine bei den jeweils in den Jahren 2020,
2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in Deutschland geführten
OK-Verfahren stattgefundene Geldwäscheaktivität in einer
Bargeldtransaktion, und in welcher Höhe waren Gelder davon betroffen (bitte
jeweils getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen aufschlüsseln)?
d) In wie vielen Fällen bestand eine bei den jeweils in den Jahren 2020,
2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in Deutschland geführten
OK-Verfahren stattgefundene Geldwäscheaktivität in der
Verwendung von Geldkurieren, und in welcher Höhe waren Gelder davon
betroffen (bitte jeweils getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen
aufschlüsseln)?
e) In wie vielen Fällen bestand eine bei den jeweils in den Jahren 2020,
2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in Deutschland geführten
OK-Verfahren stattgefundene Geldwäscheaktivität in der
Verwendung von Finanzagenten, und in welcher Höhe waren Gelder davon
betroffen (bitte jeweils getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen
aufschlüsseln)?
f) In wie vielen Fällen bestand eine bei den jeweils in den Jahren 2020,
2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in Deutschland geführten
OK-Verfahren stattgefundene Geldwäscheaktivität in einem Krypto-
Transfer, und in welcher Höhe waren Gelder davon betroffen (bitte
jeweils getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen aufschlüsseln)?
g) In wie vielen Fällen bestand eine bei den jeweils in den Jahren 2020,
2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in Deutschland geführten
OK-Verfahren stattgefundene Geldwäscheaktivität in der
Verwendung von Methoden des Hawala-Bankings, und in welcher Höhe
waren Gelder davon betroffen (bitte jeweils getrennt nach Jahren,
Fallzahl und Volumen aufschlüsseln)?
h) In wie vielen Fällen bestand eine bei den jeweils in den Jahren 2020,
2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in Deutschland geführten
OK-Verfahren stattgefundene Geldwäscheaktivität in einer
unbekannten Geldwäschehandlung, und in welcher Höhe waren Gelder
davon betroffen (bitte jeweils getrennt nach Jahren, Fallzahl und
Volumen aufschlüsseln)?
14. Wie verteilen sich die bei den jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022,
2023 und bislang im Jahr 2024 in Deutschland geführten OK-Verfahren
stattgefundenen Investitionen von kriminell erlangten Geldern zur
Geldwäsche auf verschiedene Arten von Investitionen?
a) In wie vielen Fällen und in welcher Höhe erfolgte bei den jeweils in
den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in
Deutschland geführten OK-Verfahren eine Investition von kriminell
erlangten Geldern zur Geldwäsche in Darlehen (bitte jeweils getrennt
nach Jahren, Fallzahl und Volumen aufschlüsseln)?
b) In wie vielen Fällen und in welcher Höhe erfolgte bei den jeweils in
den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in
Deutschland geführten OK-Verfahren eine Investition von kriminell
erlangten Geldern zur Geldwäsche in Handelsgüter (bitte jeweils
getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen aufschlüsseln)?
c) In wie vielen Fällen und in welcher Höhe erfolgte bei den jeweils in
den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in
Deutschland geführten OK-Verfahren eine Investition von kriminell
erlangten Geldern zur Geldwäsche in Immobilien (bitte jeweils
getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen aufschlüsseln)?
d) In wie vielen Fällen und in welcher Höhe erfolgte bei den jeweils in
den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in
Deutschland geführten OK-Verfahren eine Investition von kriminell
erlangten Geldern zur Geldwäsche in Fahrzeuge (bitte jeweils
getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen aufschlüsseln)?
e) In wie vielen Fällen und in welcher Höhe erfolgte bei den jeweils in
den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in
Deutschland geführten OK-Verfahren eine Investition von kriminell
erlangten Geldern zur Geldwäsche in Luxusgüter (bitte jeweils
getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen aufschlüsseln)?
f) In wie vielen Fällen und in welcher Höhe erfolgte bei den jeweils in
den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in
Deutschland geführten OK-Verfahren eine Investition von kriminell
erlangten Geldern zur Geldwäsche in Krypto-Werte (bitte jeweils
getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen aufschlüsseln)?
g) In wie vielen Fällen und in welcher Höhe erfolgte bei den jeweils in
den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in
Deutschland geführten OK-Verfahren eine Investition von kriminell
erlangten Geldern zur Geldwäsche in Unternehmen (bitte jeweils
getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen aufschlüsseln)?
h) In wie vielen Fällen und in welcher Höhe erfolgte bei den jeweils in
den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in
Deutschland geführten OK-Verfahren eine Investition von kriminell
erlangten Geldern zur Geldwäsche in unbekannte Investitionsziele
(bitte jeweils getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen
aufschlüsseln)?
15. Welche Tätigkeiten wurden durch die bei den jeweils in den Jahren
2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in Deutschland
geführten OK-Verfahren gewaschenen Gelder jeweils in welcher Höhe
finanziert, und in wie vielen Fällen war dies jeweils der Fall (bitte
getrennt nach Jahren, Fallzahl und Höhe der Gelder je Finanzierungszweck
aufschlüsseln)?
16. Wie viele Planstellen wurden dem Zollfahndungsdienst seit Mai 2023
bisher zugeführt und wie viele Planstellen werden diesem bis zum Ende
des zweiten Quartals 2025 zugeführt, um dort eine im Zuge der
„Strategie zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität und Geldwäsche
durch den Zoll“ vorgesehene personelle Stärkung zu erreichen, und an
welcher anderen Stelle wurden bzw. werden die entsprechenden
Planstellen (zukünftig) eingespart?
17. Wie ist jeweils der genaue Umsetzungsstand der im Zuge der „Strategie
zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität und Geldwäsche durch
den Zoll“ vorgesehenen Einrichtung des OK-Bekämpfungszentrums im
Zollkriminalamt, der regionalen OK-Ermittlungszentren im
Zollfahndungsdienst und in der Finanzkontrolle Schwarzarbeit sowie des
Innovationszentrums für die technische Einsatz- und Ermittlungsunterstützung
im Zollkriminalamt?
18. Mit welchen jeweiligen personellen und/oder organisatorischen und/oder
die Ausstattung der Einsatzkräfte betreffenden und/oder anderweitigen
Maßnahmen wurde eine im Zuge der „Strategie zur Bekämpfung der
Organisierten Kriminalität und Geldwäsche durch den Zoll“ vorgesehene
Stärkung der verfahrensintegrierten Finanzermittlungen im Zoll
herbeigeführt?
19. Welche genauen Prüfbitten in Bezug auf die FIU sind Gegenstand der
abschließenden Mitteilung des Bundesrechnungshofes (BRH) an das
Bundesministerium der Finanzen (BMF) vom 13. Dezember 2022?
20. Welche genauen Prüfbitten sind der abschließenden Mitteilung des BRH
an das BMF vom 13. Dezember 2022 zu entnehmen, die im
Zusammenhang mit der Verhinderung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung,
Proliferationsfinanzierung oder Sanktionsumgehung stehen?
21. Zu welchen Anlässen hat der BRH seit 2017 gegenüber der
Bundesregierung welche Aussagen getroffen, die die FIU betreffen?
22. Ist die im Pressebericht des ZDF vom 5. Januar 2024 (vgl. www.zdf.de/n
achrichten/politik/deutschland/geldwaesche-lindner-fiu-behoerde-ruecks
tau-meldungen-100.html) in Bezug auf die FIU genannte Anzahl nicht
endbearbeiteter Verdachtsmeldungen von 164 597 korrekt, und auf
welchen Stichtag bezieht sich diese Anzahl?
23. Wie viele Verdachtsmeldungen befanden sich bei der FIU im Zeitraum
von Januar 2020 bis Februar 2024 jeweils zum Monatsende sowie zum
20. September 2023 in dem Status „nicht endbearbeitet“?
24. Wie verteilen sich die Verdachtsmeldungen, die zum Stichtag 29.
Februar 2024 bei der FIU im Status „nicht endbearbeitet“ sind, auf die Monate
ihres Eingangs bei der FIU?
25. Wie viele Verdachtsmeldungen befanden sich bei der FIU im Zeitraum
von Januar 2020 bis Februar 2024 jeweils zum Monatsende sowie zum
20. September 2023 gleichzeitig in der Bearbeitung?
26. Wie verteilen sich die Verdachtsmeldungen, die zum Stichtag 29.
Februar 2024 bei der FIU gleichzeitig in der Bearbeitung befindlich sind, auf
die Monate ihres Eingangs bei der FIU?
27. Von welchen Daten stammen die drei ältesten der Verdachtsmeldungen,
die bei der FIU zum Stichtag 29. Februar 2024 in Bearbeitung waren?
28. Werden die bei der FIU zum 1. Januar 2024 eingesetzten Filter nur auf
die seit dem 1. Januar 2024 eingehenden Meldungen angewendet oder
erfolgt eine rückwirkende – gegebenenfalls zusätzliche – Filterung von
allen zuvor in Bearbeitung befindlichen und/oder nicht endbearbeiteten
Verdachtsmeldungen?
29. Wie viele Verdachtsmeldungen sind jeweils in den Zeiträumen vom
1. September 2023 bis zum 1. Januar 2024 sowie seit dem 1. Januar
2024 bei der FIU eingegangen, und wie viele wurden seit dem 1. Januar
2024 unter Verwendung der Filter in die manuelle Analyse überführt?
30. Bei wie vielen Verdachtsmeldungen mit Bezug zu Geldwäsche,
Terrorismusfinanzierung oder einer sonstigen Straftat dauerte die
Endbearbeitung seit Einführung des 2-Level-Modells jeweils länger als drei, zehn,
30 Tage?
31. Welche Kategorien existieren zum Stand 29. Februar 2024 in Bezug auf
den Bearbeitungsstand der bei der FIU vorliegenden
Verdachtsmeldungen?
32. Wie viele Verdachtsmeldungen befinden sich zum Stand 29. Februar
2024 durchschnittlich bei einem Analysten im Bereich der operativen
Analyse der FIU, dem die Verdachtsmeldungen unmittelbar mit ihrem
Eingang zugewiesen werden, in Bearbeitung?
33. Wie hoch war der Stand der Verdachtsmeldungen, die sich zum Stand
29. Februar 2024 bei den drei Analysten im Bereich der operativen
Analyse der FIU in Bearbeitung befanden, die unter allen Analysten im
Bereich der operativen Analyse über die meisten in Bearbeitung
befindlichen Verdachtsmeldungen verfügten?
34. Wie hoch war der Stand der Verdachtsmeldungen, die sich zum Stand
29. Februar 2024 bei den drei Analysten im Bereich der operativen
Analyse der FIU in Bearbeitung befanden, die unter allen Analysten im
Bereich der operativen Analyse über die wenigsten in Bearbeitung
befindlichen Verdachtsmeldungen verfügten?
35. Kommt bei der Bearbeitung von Verdachtsmeldungen bei der FIU ein
Vier-Augen-Prinzip zum Tragen, und wenn ja, in welcher Form, oder
werden die eingehenden Verdachtsmeldungen bis zu deren
Endbearbeitung ausschließlich von demjenigen Analysten bearbeitet, dem sie mit
ihrem Eingang bei der FIU zugewiesen werden?
36. Wie wurde die Treffergenauigkeit der FIU-Filter, die den Aussagen des
BMF zufolge hoch sei, gemessen, und wie groß war die Stichprobe?
37. Wie hoch war die Treffergenauigkeit der FIU-Filter zu dem jeweiligen
der nachstehenden Anlässe ihrer Beurteilung, und wie groß war jeweils
die Stichprobe, die der jeweiligen Beurteilung zugrunde lag
a) im Rahmen des im Dezember 2022 begonnenen Auswerteprojektes
(vgl. Ausschussdrucksache 20(7)0338, Sachstand zur
Aufgabenerledigung bei der FIU),
b) nach den Mindestanpassungen aus dem Juni 2023,
c) nach der „Filterertüchtigung“ nach Inkrafttreten des Gesetzes zur
Stärkung der risikobasierten Arbeitsweise der Zentralstelle für
Finanztransaktionsuntersuchungen zum 18. November 2023 (vgl.
Ausschussdrucksache 20(7)0507, Sachstand zur Aufgabenerledigung
bei der FIU)?
38. In welchen zeitlichen Abständen findet die „stichprobenhafte Kontrolle“
der FIU-Filter (vgl. Ausschussdrucksache 20(7)0507, Sachstand zur
Aufgabenerledigung bei der FIU) statt, mit welcher Stichprobengröße
werden diese Kontrollen durchgeführt, und werden die an dem
Auswerteprojekt bzw. der „Filterertüchtigung“ beteiligten Behörden daran
ebenfalls beteiligt (wenn ja, bitte auch angeben, auf welche dies zutrifft)?
39. Bei wie vielen der seit der Einführung der zur Überwachung der
Funktionsfähigkeit der FIU getroffenen Zielvereinbarung einer
Endbearbeitung innerhalb von 90 Tagen eingegangenen Verdachtsmeldungen wurde
das Ziel dieser Zielvereinbarung, d. h. eine Endbearbeitung innerhalb
von 90 Tagen, jeweils erfüllt bzw. nicht erfüllt, und wann wurde die
Zielvereinbarung getroffen?
40. Aufgrund welcher sachlichen Begründung wurde bei der zwischen dem
BMF und der FIU getroffenen Zielvereinbarung das Ziel einer
Endbearbeitung von Verdachtsmeldungen innerhalb von 90 Tagen gewählt?
41. Welche Behörden waren in die Entscheidungen über die Kalibrierung
der FIU-Filter im Rahmen der Filterertüchtigung nach Inkrafttreten des
Gesetzes zur Stärkung der risikobasierten Arbeitsweise der Zentralstelle
für Finanztransaktionsuntersuchungen eingebunden, und welche der
beteiligten Behörden haben die Wiedereinsetzung der Filter als sachgerecht
beurteilt?
42. Wie viele Stellen waren bei der FIU im Bereich der operativen Analyse
seit Anfang 2023 jeweils pro Monat offen oder unbesetzt (bitte nach
Monaten aufschlüsseln), und wie lange dauerte die Besetzung einer Stelle
im Bereich der operativen Analyse der FIU seit Anfang 2023
durchschnittlich?
43. Zu welchem Termin wird die Bundesregierung ein Gremium des
Deutschen Bundestages gemäß § 28a des Geldwäschegesetzes erstmals über
die Aufgabenerfüllung der FIU informieren, welche Größe hält die
Bundesregierung für ein solches Gremium für sachgerecht, und befindet sich
die Bundesregierung zur Einrichtung des Gremiums in Abstimmungen
mit den Regierungsfraktionen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und
FDP?
44. Wie viel Personal hat die FIU derzeit, wie viele Arbeitskräfte davon sind
aktuell in der operativen Analyse eingesetzt, und bis zu welchem
Enddatum sollen die derzeit „rund 220“ bei der FIU eingesetzten
Geschäftsaushilfen (vgl. Ausschussdrucksache 20(7)0507, Sachstand zur
Aufgabenerledigung bei der FIU) bei der FIU verbleiben, und aus welchen
Bereichen des Zolls stammen wie viele dieser Geschäftsaushilfen?
45. Wie viele Verdachtsmeldungen sind bei der FIU jeweils in den Jahren
2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 eingegangen, und wie
viele Verdachtsmeldungen wurden jeweils an die
Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet, weil sie im Zusammenhang mit Geldwäsche,
Terrorismusfinanzierung, Proliferationsfinanzierung oder mit einer sonstigen
Straftat stehen (bitte jeweils getrennt nach Jahren und Grund der
Weiterleitung aufschlüsseln)?
46. Wie viele der bei FIU jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und
bislang im Jahr 2024 eingegangenen Verdachtsmeldungen wurden
mindestens einem Risikoschwerpunkt zugeordnet bzw. wie viele wurden
keinem Risikoschwerpunkt zugeordnet (bitte jeweils getrennt nach
Jahren aufschlüsseln)?
47. Bei wie vielen der im Jahr 2023 und bislang im Jahr 2024 bei der FIU
eingegangenen Verdachtsmeldungen erfolgte eine vereinfachte Abgabe
an die Strafverfolgungsbehörden, und bei wie vielen davon jeweils, weil
sie im Zusammenhang mit Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung,
Proliferationsfinanzierung oder mit einer sonstigen Straftat stehen (bitte
jeweils getrennt nach Abgabegrund und nach Jahren aufschlüsseln)?
48. Wie viele der im Jahr 2023 und bislang im Jahr 2024 bei der FIU
eingegangenen Verdachtsmeldungen wurden in die vertiefte Analyse
überführt, und wie viele davon wurden jeweils an die
Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet, weil sie im Zusammenhang mit Geldwäsche,
Terrorismusfinanzierung, Proliferationsfinanzierung oder mit einer sonstigen
Straftat stehen (bitte jeweils getrennt nach Abgabegrund und nach
Jahren aufschlüsseln)?
49. Wie viele der in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr
2024 bei der FIU eingegangenen Verdachtsmeldungen wurden an das
Bundesamt für Verfassungsschutz übermittelt, weil Anhaltspunkte
bestanden, dass die Information für dessen Arbeit erforderlich ist (bitte
getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
50. Wie viele der in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr
2024 bei der FIU eingegangenen Verdachtsmeldungen wurden an den
Bundesnachrichtendienst übermittelt, weil Anhaltspunkte bestanden,
dass die Information für dessen Arbeit erforderlich ist (bitte getrennt
nach Jahren aufschlüsseln)?
51. Wie hoch ist das Transaktionsvolumen der in den Jahren 2020, 2021,
2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 bei der FIU eingegangenen
Verdachtsmeldungen, und wie hoch ist das jeweilige Transaktionsvolumen
derjenigen Verdachtsmeldungen, die in den Jahren 2020, 2021, 2022,
2023 und bislang im Jahr 2024 bei der FIU eingegangen sind und an die
Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet wurden, weil sie im
Zusammenhang mit Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung,
Proliferationsfinanzierung oder mit einer sonstigen Straftat stehen (bitte das
Transaktionsvolumen jeweils getrennt nach Weiterleitungsgrund und nach Jahren
aufschlüsseln und, sofern die Bundesregierung entlang ihrer bisherigen
Antworten in Bezug auf das Transaktionsvolumen von Verdachtsmeldungen
darauf verweisen sollte, dass die entsprechenden Pflichtfelder „von den
Verpflichteten vielfach nicht mit den dafür tatsächlich benötigen
Angaben befüllt“ würden und eine „realitätsgetreue Auswertung […] nicht
möglich“ sei [vgl. die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine
Anfrage der Fraktion der CDU/CSU „Unbeantwortete und weitere offene
Fragen zu Missständen bei der Financial Intelligence Unit“ auf
Bundestagsdrucksache 20/7258], darlegen, warum der FIU-Jahresbericht trotz
dessen Aussagen über das Transaktionsvolumen von
Verdachtsmeldungen trifft [vgl. beispielsweise FIU-Jahresbericht 2022, S. 22: „Hierbei
wurden Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von knapp 3,7 Mio.
Euro angehalten.“])?
52. Wie viele der in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr
2024 an die FIU abgegebenen Verdachtsmeldungen entfielen jeweils auf
die verschiedenen Gruppen von Verpflichteten (bitte getrennt nach
Jahren aufschlüsseln)?
53. Ist die Einstufung einer bei der FIU eingegangenen Verdachtsmeldung
als in Bearbeitung befindlich nur an die Bedingung geknüpft, dass sie
einem Analysten in der operativen Analyse zugewiesen wurde, oder
zusätzlich auch daran, dass derjenige Analyst, dem sie zugewiesen wurde,
die Verdachtsmeldung einer ersten manuellen Bewertung unterzogen hat,
und wenn letzteres zutrifft, durch welchen technischen Mechanismus
wird sichergestellt, dass eine manuelle Begutachtung tatsächlich
stattgefunden hat?
54. Wie viele Verdachtsmeldungen befanden sich bei der FIU im Zeitraum
von Januar 2020 bis Februar 2024 jeweils zum Monatsende im
sogenannten Informationspool der FIU (bitte getrennt nach Monaten
aufschlüsseln)?
55. Wie viele Verdachtsmeldungen wurden im Zeitraum von Januar 2020 bis
Februar 2024 jeweils pro Monat in den sogenannten Informationspool
der FIU überführt (bitte getrennt nach Monaten aufschlüsseln)?
56. Wie viele der im sogenannten Informationspool der FIU befindlichen
Verdachtsmeldungen sind jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023
und bislang im Jahr 2024 zu einem werthaltigen Sachverhalt erstarkt,
und wie viele davon wurden an die Strafverfolgungsbehörden abgegeben
(bitte getrennt nach Jahren sowie nach erstarkten und abgegebenen
Meldungen aufschlüsseln)?
57. Bei wie vielen der jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und
bislang im Jahr 2024 bei der FIU eingegangenen Verdachtsmeldungen
wurden die bei der Abgabe einer Verdachtsmeldung auszufüllenden
Pflichtfelder zum „Herkunftsland der Transaktion“ („Land*“; vgl.
Handbuch goAML Web Portal) und/oder „genaue[n] Betrag der Transaktion“
(„Betrag in Euro*“; vgl. ebd.) von den Verpflichteten jeweils mit den für
die Pflichtfelder tatsächlich benötigten Angaben befüllt bzw. nicht mit
den dafür tatsächlich benötigten Angaben befüllt (vgl.
Bundestagsdrucksache 20/7258, S. 7), und wie verteilen sich die Verdachtsmeldungen, bei
denen diese mit den dafür tatsächlich benötigten Angaben befüllt
wurden bzw. nicht mit den dafür tatsächlich benötigten Angaben befüllt
wurden, jeweils auf die verschiedenen Gruppen von Verpflichteten (bitte
jeweils getrennt für die genannten Pflichtfelder sowie für die Gruppen von
Verpflichteten nach Jahren aufschlüsseln)?
58. Zu welchen Zeitpunkten und mit welchen Ergebnissen hat die
Bundesregierung geprüft, ob für diejenigen ihrer Antworten auf die Kleinen
Anfragen der Fraktion der CDU/CSU auf den Bundestagsdrucksachen
20/6467 und 20/7258, für die sie eine öffentliche Beantwortung oder
selbst eine Beantwortung unter VS-Einstufung ablehnt, der Grund für
die nach erklärter Maßgabe der Bundesregierung notwendige Einstufung
als Verschlusssache „VS – Vertraulich“ fortbesteht bzw. der
Geheimhaltungsgrad änderungsbedürftig ist oder ob der Grund für die nach
erklärter Maßgabe der Bundesregierung notwendige Auskunftsverweigerung
fortbesteht, obwohl u. a. die Arbeitsweise der FIU mittlerweile mehrfach
grundlegend verändert wurde und schon daher frühere Informationen
keine Rückschlüsse auf die Arbeitsweise der FIU zulassen, bzw. ob
bezüglich dessen ein Änderungsbedarf besteht?
59. Wie viele geldwäscherechtlich Verpflichtete haben sich zum Stand
29. Februar 2024 gemäß § 45 des Geldwäschegesetzes bei der FIU
registriert?
60. Wie viele geldwäscherechtlich Verpflichtete unterliegen zum Stand
29. Februar 2024 der Pflicht zur Registrierung bei der FIU gemäß § 45
des Geldwäschegesetzes?
61. Wie viele Anträge auf eine Registrierung nach § 45 des
Geldwäschegesetzes sind zum Stand 29. Februar 2024 bei der FIU eingegangen, und
wie viele davon sind zum Stand 29. Februar 2024 noch nicht
abschließend bearbeitet?
62. Wie viele geldwäscherechtlich Verpflichtete existieren in Deutschland
jeweils im Finanzsektor und im Nicht-Finanzsektor, und wie verteilen
sich diese jeweils auf die einzelnen Gruppen von Verpflichteten?
63. In wie vielen Fällen hat die Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bisher festgestellt, dass Automaten zum Kauf und/oder
Verkauf von Krypto-Werten in Deutschland ohne Erlaubnis betrieben
wurden (bitte getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
64. In wie vielen Fällen hat die BaFin bisher Kenntnis von Stellenangeboten
erlangt, die eine Betätigung als Finanzagent zum Gegenstand hatten, und
durch wen und über welche Wege wurden diese Angebote jeweils
verbreitet (bitte getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
65. Wie viele Maßnahmen hat die BaFin im Rahmen ihrer
Geldwäscheaufsicht in den Jahren seit 2020 ergriffen, und wie verteilen sich die
ergriffenen Maßnahmen auf die verschiedenen Arten von Maßnahmen und
geldwäscherechtlich Verpflichteten (bitte jeweils getrennt nach Art der
Maßnahme, Art der Verpflichteten und nach Jahren aufschlüsseln)?
66. Wann haben in den Jahren 2023 und bislang im Jahr 2024 jeweils
Austausche zwischen der Hausleitung des BMF und/oder Staatssekretären
des BMF und der FIU-Leitung stattgefunden, wer war aus dem
Personenkreis der Hausleitung des BMF und/oder der Staatssekretäre des
BMF jeweils daran beteiligt, und was war jeweils der inhaltliche
Gegenstand (bitte chronologisch jeweils nach Gesprächsteilnehmern, Art des
Austausches [persönliches Gespräch, Telefonat, Videokonferenz,
Briefwechsel, E-Mails, Kurznachrichten etc.] und inhaltlichem Gegenstand
aufschlüsseln)?
67. Wie viele Anzeigen sind bei der BaFin seit 2020 eingegangen, um
Geschäftsbeziehungen oder Transaktionen im Zusammenhang mit
Drittstaaten mit hohem Risiko in Bezug auf Geldwäsche,
Terrorismusfinanzierung und Proliferationsfinanzierung anzuzeigen (bitte jeweils getrennt
nach Jahren aufschlüsseln)?
a) Wie viele Anzeigen sind bei der BaFin seit 2020 auf Grundlage der
Allgemeinverfügung GW 1-GW 2002-2020/0002 jeweils von
welchen Verpflichtetengruppen eingegangen, um der BaFin das
Bestehen von Geschäftsbeziehungen mit dem Iran oder mit im Iran
ansässigen natürlichen oder juristischen Personen anzuzeigen (bitte
jeweils getrennt nach Verpflichtetengruppen und nach Jahren
aufschlüsseln)?
b) Wie viele Anzeigen sind bei der BaFin seit 2020 auf Grundlage der
Allgemeinverfügung GW 1-GW 2002-2020/0002 jeweils von
welchen Verpflichtetengruppen eingegangen, um der BaFin das
Bestehen von Transaktionen mit dem Iran oder mit im Iran ansässigen
natürlichen oder juristischen Personen anzuzeigen (bitte jeweils
getrennt nach Verpflichtetengruppen und nach Jahren aufschlüsseln)?
c) Wie viele Anzeigen sind bei der BaFin seit 2020 auf Grundlage der
Allgemeinverfügung GW 1-GW 2002-2020/0002 jeweils von
welchen Verpflichtetengruppen eingegangen, um der BaFin das
Bestehen von Geschäftsbeziehungen mit Nordkorea oder mit in
Nordkorea ansässigen natürlichen oder juristischen Personen anzuzeigen
(bitte jeweils getrennt nach Verpflichtetengruppen und nach Jahren
aufschlüsseln)?
d) Wie viele Anzeigen sind bei der BaFin seit 2020 auf Grundlage der
Allgemeinverfügung GW 1-GW 2002-2020/0002 jeweils von
welchen Verpflichtetengruppen eingegangen, um der BaFin das
Bestehen von Transaktionen mit Nordkorea oder mit in Nordkorea
ansässigen natürlichen oder juristischen Personen anzuzeigen (bitte
jeweils getrennt nach Verpflichtetengruppen und nach Jahren
aufschlüsseln)?
68. Wie viele Behörden üben in Deutschland die Geldwäscheaufsicht über
den Nicht-Finanzsektor aus, wie viele Verpflichtete des Nicht-
Finanzsektors stehen durchschnittlich unter der Aufsicht einer
Aufsichtsbehörde, und welchen drei Aufsichtsbehörden im Nicht-Finanzsektor
unterstehen jeweils die meisten bzw. die wenigsten Verpflichteten (bitte
jeweils auch angeben, wie viele Verpflichtete den jeweiligen
Aufsichtsbehörden unterstehen)?
69. Wie verteilen sich die beim Bundesamt für die Bekämpfung von
Finanzkriminalität (BBF) gemäß den Vorschlägen der Bundesregierung
innerhalb des Entwurfs eines Gesetzes zur Verbesserung der Bekämpfung von
Finanzkriminalität (FKBG) neu zu schaffenden Stellen auf die beiden
Standorte Köln und Dresden (bitte jeweils getrennt nach Standorten,
Jahren und Besoldungsgruppen aufschlüsseln), und wie verteilen sich die
insgesamt vorgesehenen Stellen des BBF nach Abschluss der
Aufbauphase auf die beiden Standorte Köln und Dresden (bitte jeweils getrennt
nach Standorten, Jahren und Besoldungsgruppen aufschlüsseln)?
70. Welche Unternehmen wurden im Zusammenhang mit dem BBF und/
oder dem FKBG von der Bundesregierung mit der Erbringung von
Beratungsdienstleistungen beauftragt, worin bestanden die jeweiligen
beauftragten Dienstleistungen, und welche finanziellen Verpflichtungen
ergaben sich aus den jeweiligen Beauftragungen?
71. Steht bereits fest, wer dem BBF als Präsident vorstehen soll, und wenn
nein, bis wann soll die Auswahl des Präsidenten des BBF abgeschlossen
sein?
72. Wie viele der 262 im Jahr 2024 zu schaffenden Planstellen bzw. Stellen
beim BBF (vgl. Bundestagsdrucksache 20/9648, S. 79) wurden bereits
besetzt, in welcher jeweiligen Besoldungsgruppe wurden diese besetzt,
und wie viele der Bewerber, mit denen die Stellen besetzt wurden,
kommen jeweils vom Zoll, von der Bundespolizei, einer Landespolizei oder
von anderen staatlichen Stellen, und wie viele kommen aus der
Privatwirtschaft (bitte jeweils getrennt nach Bewerberherkunft und nach
Besoldungsgruppen aufschlüsseln)?
73. Wie erklärt die Bundesregierung, dass die älteste der zum Stand 17.
Januar 2024 bei der FIU in Bearbeitung befindlichen Verdachtsmeldungen
vom 18. November 2022 datiert (vgl. Ausschussdrucksache 20(7)0514,
79. Sitzung des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages am
17. Januar 2024; Tagesordnungspunkt [TOP] 12: Selbstbefassung
„Berichte über mehr als 160.000 offene Verdachtsmeldungen bei der
Financial Intelligence Unit (FIU)“ – Nachfragen des Abgeordneten Matthias
Hauer (Fraktion der CDU/CSU)), wenn im Rahmen der Aufarbeitung
des Bearbeitungsrückstaus der insgesamt 289 823 Verdachtsmeldungen,
die bei der FIU entweder als nicht endbearbeitet oder als mit unklarem
(End-)Status identifiziert worden waren, „Verdachtsmeldungen im
Zeitraum 1. Januar 2020 bis 20. November 2022“ Gegenstand einer
„umfassenden Betrachtung“ waren (vgl. Ausschussdrucksache 20(7)0268,
Schlussbewertung des BMF zu den Bearbeitungsrückständen bei der
FIU im Bereich der operativen Analyse) und die Bundesregierung am
19. Juni 2023 mitgeteilt hat, dass seit dem 25. Mai 2023 kein zu
bearbeitender Bearbeitungsrückstand mehr besteht (vgl. Ausschussdrucksache
20(7)0338, Sachstand zur Aufgabenerledigung bei der FIU)?
74. Wann wird die Bundesregierung einen Gesetzentwurf vorlegen, mit dem
ein administratives Verfahren für Ermittlungen verdächtiger
Vermögensgegenstände geschaffen wird, welches nach Angaben des BMF „[…] als
separater Gesetzesvorschlag, jedoch als wesentlicher Teil des aktuellen
Reformpakets, eingebracht“ werden soll (vgl. bundesfinanzministeriu
m.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Geldwaesche-b
ekaempfen/voller-einsatz-gegen-finanzkriminalitaet.html)?
75. Soll das Verfahren für Ermittlungen verdächtiger
Vermögensgegenstände, zu dem das BMF einen Gesetzesvorschlag angekündigt hat (vgl. bun
desfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglic
hter/Geldwaesche-bekaempfen/voller-einsatz-gegen-finanzkriminalitae
t.html), rein gefahrenabwehrrechtlich ausgestaltet sein oder wird seitens
der Bundesregierung eine Ausgestaltung als Einziehungsinstrument mit
einer strafrechtlichen Anlasstat angestrebt?
76. Steht die Regelung, dass der Einsatz verdeckter Ermittlungsmaßnahmen
in Bezug auf Geldwäschetaten innerhalb der Strafprozessordnung an
einen Vortatenkatalog geknüpft ist, dem „follow-the-money“-Ansatz
nach Ansicht der Bundesregierung entgegen, wenn nein, warum nicht,
und wenn ja, beabsichtigt die Bundesregierung, eine gesetzliche
Regelung für einen Vortaten-unabhängigen Einsatz verdeckter
Ermittlungsmaßnahmen vorzuschlagen?
77. In wie vielen Fällen erfolgten jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022,
2023 und bislang im Jahr 2024 im Zusammenhang mit der Verbringung
von Bargeld Sicherstellungen nach § 12a Absatz 7 des
Zollverwaltungsgesetzes, wie verteilen sich die Fälle jeweils auf die Gründe der
Sicherstellung, welche Herkunfts- und Bestimmungsländer waren dabei jeweils
betroffen, und in welcher Höhe wurden dabei jeweils Barmittel
sichergestellt (bitte die Höhe der sichergestellten Barmittel jeweils getrennt nach
Jahren und dem Grund der Sicherstellung sowie nach betroffenen
Herkunfts- und Bestimmungsländern aufschlüsseln)?
78. In wie vielen Fällen erfolgten jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022,
2023 und bislang im Jahr 2024 im Zusammenhang mit der
grenzüberschreitenden Verbringung von Bargeld Abgaben an die
Strafverfolgungsbehörden, mit Barmitteln welcher Höhe standen diese jeweils im
Zusammenhang, wie verteilen sich die Fälle jeweils auf die Gründe der
Abgabe, und welche Herkunfts- und Bestimmungsländer waren dabei
jeweils betroffen (bitte jeweils getrennt nach Jahren die Fallzahl der
Abgaben, die Höhe der betroffenen Barmittel, den Abgabegrund und die
betroffenen Herkunfts- und Bestimmungsländer angeben)?
79. Ist ein Verpflichteter nach Auffassung der Bundesregierung dazu
verpflichtet, eine Transaktion, wegen der eine Verdachtsmeldung nach § 43
des Geldwäschegesetzes abgegeben wurde, auszuführen, wenn ihm die
Ausführung der Transaktion nach Ablauf des dritten Werktags nach dem
Abgangstag der Meldung nicht von der FIU oder der Staatsanwaltschaft
untersagt wurde?
80. Wie viele Sofortmaßnahmen nach § 40 des Geldwäschegesetzes hat die
FIU jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr
2024 ergriffen, und wie verteilen sich die im jeweiligen Jahr von der FIU
ergriffenen Sofortmaßnahmen jeweils auf Fälle im Zusammenhang mit
Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, sonstigen Straftaten, Sanktionen
und Proliferationsfinanzierung (bitte jeweils getrennt nach Jahren sowie
nach möglichem Zusammenhang mit Geldwäsche,
Terrorismusfinanzierung, sonstigen Straftaten, Sanktionen und Proliferationsfinanzierung
aufschlüsseln)?
81. In welcher Höhe wurden bei den nach § 40 des Geldwäschegesetzes
ergriffenen Sofortmaßnahmen jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022,
2023 und bislang im Jahr 2024 Transaktionen angehalten, und wie
verteilt sich das Volumen der im jeweiligen Jahr angehaltenen
Transaktionen jeweils auf Fälle im Zusammenhang mit Geldwäsche,
Terrorismusfinanzierung, sonstigen Straftaten, Sanktionen und
Proliferationsfinanzierung (bitte das Transaktionsvolumen jeweils getrennt nach Jahren sowie
nach Transaktionen mit möglichem Zusammenhang mit Geldwäsche,
Terrorismusfinanzierung, sonstigen Straftaten, Sanktionen und
Proliferationsfinanzierung aufschlüsseln)?
82. Auf welche Anzahl von Verdachtsmeldungen haben sich die in den
Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 ergriffenen
Sofortmaßnahmen nach § 40 des Geldwäschegesetzes jeweils bezogen (bitte
getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
83. In wie vielen Fällen haben die 27 091 im Rahmen der Abarbeitung des
Rückstaus der insgesamt 289 823 Verdachtsmeldungen, die bei der FIU
im Rahmen des Bearbeitungsrückstaus entweder als nicht endbearbeitet
oder als mit unklarem (End-)Status identifiziert worden waren, an die
zuständigen Strafverfolgungsbehörden abgegebenen
Verdachtsmeldungen (vgl. Bundestagsdrucksache 20/7258, S. 12) jeweils dazu geführt,
dass ein Strafverfahren eingeleitet wurde, und wie verteilen sich die
eingeleiteten Strafverfahren jeweils auf Fälle, bei denen ein Bezug zu
Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung oder zu einer sonstigen Straftat
bestand?
84. Wurden die Verdachtsmeldungen im unteren zweistelligen Bereich, die
Teil des Rückstaus der insgesamt 289 823 Verdachtsmeldungen, die bei
der FIU im Rahmen des Bearbeitungsrückstaus entweder als nicht
endbearbeitet oder als mit unklarem (End-)Status identifiziert worden
waren, bei denen nach Auskunft des BMF vom 19. Juni 2023 noch
tiefergehende Analysen notwendig waren (vgl. Ausschussdrucksache
20(7)0338, Sachstand zur Aufgabenerledigung bei der FIU), mittlerweile
endbearbeitet, und wenn ja, an welchem Tag wurde die letzte dieser
Verdachtsmeldungen endbearbeitet?
85. In wie vielen Fällen wurden bei der FIU Personen seit Januar 2020 vor
Abschluss der Sicherheitsüberprüfung im Bereich der operativen
Analyse eingesetzt, und über welchen Zeitraum erfolgte jeweils ein etwaiger
Einsatz im Bereich der operativen Analyse vor Abschluss der
Sicherheitsüberprüfung?
86. In wie vielen Fällen ergaben sich seit Januar 2020 während der
Sicherheitsüberprüfung von Mitarbeitern der FIU sicherheitserhebliche
Erkenntnisse bzw. wurde ein Sicherheitsrisiko festgestellt (bitte dabei auch
darlegen, in wie vielen der Fälle die jeweiligen Personen weiter bzw.
nicht weiter mit einer sicherheitsempfindlichen Tätigkeit betraut wurden
und/oder ihre Tätigkeit bei der FIU einstellen mussten)?
87. In welchen zeitlichen Abständen werden Sicherheitsüberprüfungen der
im Bereich der operativen Analyse eingesetzten Mitarbeiter der FIU
erneuert?
88. Wie verteilen sich die im Bereich der operativen Analyse eingesetzten
Mitarbeiter der FIU jeweils auf die verschiedenen Arten der
Sicherheitsüberprüfungen nach dem Sicherheitsüberprüfungsgesetz?
89. Welche der Mitarbeiter der FIU haben jeweils Zugriff auf das
Ausländerzentralregister, und an welche vorliegende Stufe der
Sicherheitsüberprüfung nach dem Sicherheitsüberprüfungsgesetz ist der Zugriff von
Mitarbeitern der FIU auf das Ausländerzentralregister geknüpft?
90. In welcher Abteilung wurden die seit Januar 2020 für einen Einsatz im
Bereich der operativen Analyse neu eingestellten Mitarbeiter der FIU
jeweils eingesetzt, bis ihre jeweilige Sicherheitsüberprüfung
abgeschlossen war, und für wie lange war dies jeweils der Fall?
91. Welche Umstände gelten in Bezug auf den Mitarbeiter der FIU aus dem
Bereich der operativen Analyse, auf den sich die Berichterstattung zu
einer mutmaßlichen Informationsweitergabe aus der FIU an externe
Dritte bezieht (vgl. www.bild.de/bild-plus/politik/inland/politik-inland/m
iri-clan-spitzel-affaere-bei-lindners-finanzpolizei-87013918.bild.html)?
a) Von wann bis wann war der betreffende Mitarbeiter bei der FIU
beschäftigt (bitte mit taggenauen Angaben beantworten)?
b) Wurde der betreffende Mitarbeiter suspendiert, und wenn ja, wann
(bitte mit taggenauen Angaben beantworten)?
c) Von wann bis wann war der betreffende Mitarbeiter in der operativen
Analyse der FIU eingesetzt (bitte mit taggenauen Angaben
beantworten)?
d) In welchen anderen Abteilungen der FIU war der betreffende
Mitarbeiter gegebenenfalls eingesetzt, und in welchen Zeiträumen (bitte
mit taggenauen Angaben beantworten)?
e) Wann wurde für den betreffenden Mitarbeiter der Antrag auf die
Sicherheitsüberprüfung nach dem Sicherheitsüberprüfungsgesetz
gestellt (bitte mit taggenauen Angaben beantworten)?
f) In welcher Stufe wurde die Sicherheitsüberprüfung für den
betreffenden Mitarbeiter beantragt?
g) Wann wurde der FIU das Ergebnis der Sicherheitsüberprüfung des
betreffenden Mitarbeiters übermittelt, und gab es dabei
sicherheitsrelevante Erkenntnisse (bitte mit taggenauen Angaben beantworten)?
h) Wurde im Zuge der Sicherheitsüberprüfung die finanzielle Situation
des betreffenden Mitarbeiters überprüft?
i) Wurde im Zuge der Sicherheitsüberprüfung des betreffenden
Mitarbeiters eine mögliche Beteiligung an Glücksspiel überprüft?
j) Waren dem betreffenden Mitarbeiter Verdachtsmeldungen
zugewiesen worden, die mit dem Clan im Zusammenhang stehen, in dessen
Auftrag der Mitarbeiter bei der FIU Informationen beschafft haben
soll?
k) Hatte der betreffende Mitarbeiter Zugriff auf das
Ausländerzentralregister, und wenn ja, aus welchen Gründen, und in welchen
Zeiträumen (bitte mit taggenauen Angaben beantworten)?
92. Wie viele Transaktionen sind Gegenstand der jeweils in den Jahren
2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 bei der FIU
eingegangenen Verdachtsmeldungen (bitte getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
93. Wie verteilen sich die Transaktionen, die Gegenstand der jeweils in den
Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 bei der FIU
eingegangenen Verdachtsmeldungen sind, auf die Transaktionsarten
Banküberweisung, Bareinzahlung, Barabhebung, Geldwechsel, Krypto-
Transfer, Güterkauf oder auf sonstige Transaktionen (bitte jeweils
getrennt nach Jahren und Transaktionsarten aufschlüsseln)?
94. Wie viele Verdachtsmeldungen sind 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang
im Jahr 2024 jeweils bei der FIU eingegangen, bei denen die
Verpflichteten Auffälligkeiten im Zusammenhang mit Krypto-Werten als
Meldungsgrund angaben, und wie viele dieser Meldungen führten zu einer
Abgabe an die Strafverfolgungsbehörden (bitte jeweils getrennt nach
Jahren aufschlüsseln)?
95. Wie viele Verdachtsmeldungen sind in den Jahren 2020, 2021, 2022,
2023 und bislang im Jahr 2024 jeweils bei der FIU eingegangen, die sich
auf Krypto-Transaktionen zwischen Wallet-Adressen bezogen, und wie
viele dieser Meldungen führten zu einer Abgabe an die
Strafverfolgungsbehörden (bitte jeweils getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
96. Wie viele der jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang
im Jahr 2024 bei der FIU eingegangenen Verdachtsmeldungen stehen im
Zusammenhang mit Glücksspielanbietern, und wie viele dieser
Meldungen führten zu einer Abgabe an die Strafverfolgungsbehörden (bitte
jeweils getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
97. Wie viele der jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang
im Jahr 2024 bei der FIU eingegangenen Verdachtsmeldungen stehen im
Zusammenhang mit der grenzüberschreitenden Verbringung von
Bargeld, mit Barmitteln in welcher Höhe standen diese jeweils im
Zusammenhang, wie viele dieser Meldungen führten jeweils aus welchen
Gründen zu einer Abgabe an die Strafverfolgungsbehörden, und welche
Herkunfts- und Bestimmungsländer waren dabei jeweils betroffen (bitte
jeweils getrennt nach Jahren die Fallzahl der Verdachtsmeldungen, die
Höhe der betroffenen Barmittel, die Abgaben an die
Strafverfolgungsbehörden und die jeweiligen Abgabegründe sowie die betroffenen
Herkunfts- und Bestimmungsländer aufschlüsseln)?
98. Wie viele Ersuchen wurden in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und
bislang im Jahr 2024 seitens inländischer Behörden an die FIU gestellt
(bitte jeweils getrennt nach ersuchenden Behörden und Jahren
aufschlüsseln)?
99. Wie viele Ersuchen wurden in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und
bislang im Jahr 2024 seitens inländischer Behörden mit Bezug zu
Terrorismusfinanzierung oder staatsschutzrelevanter Kriminalität an die FIU
gestellt (bitte jeweils getrennt nach ersuchenden Behörden und Jahren
aufschlüsseln)?
100. Wie viele Ersuchen wurden in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und
bislang im Jahr 2024 jeweils seitens der FIU an ausländische FIUs
gestellt, und auf die FIUs welcher Länder verteilen sich die gestellten
Ersuchen (bitte jeweils einzeln nach Jahren und Ländern aufschlüsseln)?
101. Wie viele Ersuchen wurden in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und
bislang im Jahr 2024 jeweils seitens ausländischer FIUs an die FIU
gestellt, und auf die FIUs welcher Länder verteilen sich die gestellten
Ersuchen (bitte jeweils einzeln nach Jahren und Ländern aufschlüsseln)?
102. Wie viele Spontaninformationen hat die FIU in den Jahren 2020, 2021,
2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 jeweils von ausländischen FIUs
erhalten, und auf die FIUs welcher Länder verteilen sich die erhaltenen
Spontaninformationen (bitte jeweils einzeln nach Jahren und Ländern
aufschlüsseln)?
103. Wie viele Spontaninformationen hat die FIU in den Jahren 2020, 2021,
2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 jeweils an ausländische FIUs
übermittelt, und auf die FIUs welcher Länder verteilen sich die übermittelten
Spontaninformationen (bitte jeweils einzeln nach Jahren und Ländern
aufschlüsseln)?
104. Wie viele Rückmeldungen zu Meldungen nach den §§ 43, 44 des
Geldwäschegesetzes und § 31b der Abgabenordnung hat die FIU an die
Verpflichteten und Behörden in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und
bislang im Jahr 2024 jeweils gegeben (bitte die erfolgten Rückmeldungen
jeweils getrennt nach Jahren sowie nach der Rechtsgrundlage der
abgegebenen Meldung aufschlüsseln)?
105. An wie viele Verpflichtete bzw. Behörden wurden Rückmeldungen zu
Meldungen nach den §§ 43, 44 des Geldwäschegesetzes und § 31b der
Abgabenordnung in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im
Jahr 2024 jeweils gegeben (bitte die erfolgten Rückmeldungen jeweils
getrennt nach Jahren sowie jeweils nach Anzahl der Verpflichteten und
Behörden aufschlüsseln, die mindestens eine Rückmeldung erhalten
haben, sowie jeweils nach der Rechtsgrundlage der abgegebenen Meldung
aufschlüsseln)?
106. Welche Informationen werden den Verpflichteten und Behörden
innerhalb der Rückmeldungen durch die FIU nach § 41 des
Geldwäschegesetzes übermittelt, wie haben sich die im Rahmen einer Rückmeldung
übermittelten Informationen seit Bestehen der Rückmeldeverpflichtung der
FIU verändert, und welche Informationen müssen nach Ansicht der
Bundesregierung mindestens umfasst sein, damit eine sachgerechte
Rückmeldung vorliegt?
107. Wie oft und zu welchen taggenauen Terminen wurden die
Risikobewertungssysteme der FIU seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der
risikobasierten Arbeitsweise der Zentralstelle für
Finanztransaktionsuntersuchungen am 18. November 2023 auf ihre Zielerfüllung
überprüft?
108. Wie oft und zu welchen taggenauen Terminen wurden die
Risikobewertungssysteme der FIU seit Aufnahme der risikobasierten Arbeitsweise
bei der FIU zum Januar 2020 vor dem Inkrafttreten des Gesetzes zur
Stärkung der risikobasierten Arbeitsweise der Zentralstelle für
Finanztransaktionsuntersuchungen am 18. November 2023 auf ihre
Zielerfüllung überprüft?
109. Welche Behörden sind zum Stand 29. Februar 2024 an den Zugriff der
Strafverfolgungsbehörden auf die Daten der FIU angebunden, und seit
wann ist das für die jeweilige Behörde jeweils der Fall (bitte jeweils
getrennt nach Behörden das taggenaue Datum der jeweiligen Anbindung
der Behörde an den Zugriff der Strafverfolgungsbehörden auf die Daten
der FIU angeben)?
110. Welche der an den Zugriff der Strafverfolgungsbehörden auf die Daten
der FIU angebundenen Behörden haben im Zeitraum von August 2022
bis Februar 2024 jeweils in wie vielen Fällen auf die Daten der FIU
zugegriffen, und in wie vielen Fällen stand ein Zugriff jeweils im
Zusammenhang mit solchen Verdachtsmeldungen, die bei der FIU zum
Zeitpunkt des Zugriffs nicht endbearbeitet waren (bitte jeweils getrennt nach
zugreifenden Behörden sowie jeweils nach Gesamtzugriffen und nach
Zugriffen im Zusammenhang mit zum jeweiligen Zeitpunkt nicht
endbearbeiteten Meldungen aufschlüsseln)?
111. Auf die Daten welcher Strafverfolgungs-, Finanz- und
Verwaltungsbehörden kann die FIU zum Stand 29. Februar 2024 jeweils automatisiert
zugreifen, und seit wann besteht jeweils ein automatisierter Zugriff der
FIU auf die Daten der jeweiligen Behörde (bitte jeweils getrennt je
Behörde, bei der ein automatisierter Zugriff besteht, mit taggenauen Daten
beantworten)?
112. Wie oft hat die FIU seit Bestehen eines jeweiligen automatisierten
Zugriffs auf die Daten von Strafverfolgungs-, Finanz- und
Verwaltungsbehörden zum Stand 29. Februar 2024 jeweils auf die Daten welcher
Strafverfolgungs-, Finanz- und Verwaltungsbehörden automatisiert
zugegriffen (bitte jeweils getrennt je Behörde die Anzahl der automatisierten
Zugriffe angeben)?
113. Bei wie vielen der seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der
risikobasierten Arbeitsweise der Zentralstelle für
Finanztransaktionsuntersuchungen am 18. November 2023 bei der FIU abgegebenen
Verdachtsmeldungen wurden der FIU seitens des abgebenden Verpflichteten
mitgeteilt, dass wegen des meldepflichtigen Sachverhalts auch eine
Strafanzeige oder ein Strafantrag abgegeben wurde bzw. wurde dies nicht
mitgeteilt?
114. Wie viele der jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang
im Jahr 2024 bei der FIU eingegangenen Verdachtsmeldungen standen
jeweils im Zusammenhang mit innerdeutschen Transaktionen, wie viele
im Zusammenhang mit internationalen Transaktionen von und nach
Deutschland, wie viele enthielten keine Angaben zum Herkunfts- bzw.
Empfängerland, und bei wie vielen handelte es sich um internationale
Transaktionen ohne Deutschlandbezug (bitte jeweils getrennt nach
Jahren sowie entlang der angeführten Kategorien aufschlüsseln)?
115. Wie entwickelte sich die Zahl der bei der FIU als verdächtig gemeldeten
Transaktionen nach Herkunfts- (d. h. der nach Deutschland
eingegangenen Transaktionen) und Bestimmungsland (d. h. der aus Deutschland
ausgehenden Transaktionen) jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022,
2023 und bislang im Jahr 2024 (bitte jeweils getrennt nach Jahren sowie
nach Herkunfts- und Bestimmungsland aufschlüsseln)?
116. Wie viele der bei der FIU als verdächtig gemeldeten Transaktionen nach
Bestimmungsland entfielen in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und
bislang im Jahr 2024 jeweils auf welche Bestimmungsländer (bitte
jeweils getrennt nach Jahren sowie nach einzelnen Bestimmungsländern
aufschlüsseln)?
117. Wie viele der von der FIU in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und
bislang im Jahr 2024 jeweils an die Strafverfolgungsbehörden
abgegebenen Meldungen hatten als verdächtig gemeldete Transaktionen nach
Bestimmungsland als Ausgangspunkt, und wie verteilen sich diese jeweils
auf die einzelnen Bestimmungsländer, die den als verdächtig gemeldeten
Transaktionen nach Bestimmungsland zugrunde liegen (bitte jeweils
getrennt nach Jahren sowie nach einzelnen Bestimmungsländern
aufschlüsseln)?
118. Wie viele der bei der FIU als verdächtig gemeldeten Transaktionen nach
Herkunftsland entfielen jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023
und bislang im Jahr 2024 jeweils auf welche Herkunftsländer (bitte
jeweils getrennt nach Jahren sowie nach einzelnen Herkunftsländern
aufschlüsseln)?
119. Wie viele der von der FIU in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und
bislang im Jahr 2024 jeweils an die Strafverfolgungsbehörden
abgegebenen Meldungen hatten als verdächtig gemeldete Transaktionen nach
Herkunftsland als Ausgangspunkt, und wie verteilen sich diese jeweils auf
die einzelnen Herkunftsländer, die den als verdächtig gemeldeten
Transaktionen nach Herkunftsland zugrunde liegen (bitte jeweils getrennt
nach Jahren sowie nach einzelnen Herkunftsländern aufschlüsseln)?
120. Wie begründet die Bundesregierung, dass sie mit Verweis auf vorgeblich
fehlende Angaben in der Arbeitsstatistik der FIU eine Beantwortung der
Frage „Wie viele der insgesamt 289 823 Verdachtsmeldungen, die bei
der FIU entweder als nicht endbearbeitet oder als mit unklarem
(End-)Status identifiziert wurden, stehen in Zusammenhang mit
Ländern, die von der FATF in Bezug auf Geldwäscherisiken entweder als
Jurisdiktion mit hohem Risiko (sogenannte Black List) oder als
Jurisdiktion, die unter verschärfter Beobachtung steht (sogenannte Grey List),
genannt werden?“ der Kleinen Anfrage der Fraktion der CDU/CSU
„Missstände bei der Financial Intelligence Unit“ in ihrer Antwort auf
Bundestagsdrucksache 20/6467 ablehnt, der FIU-Jahresbericht 2022
jedoch vom Vorliegen von Länderdaten in der FIU-Statistik zeugt, indem
quantitative Aussagen zu den Herkunfts- und Zielländern von
Transaktionen getroffen werden, aufgrund derer Verdachtsmeldungen an die FIU
abgegeben wurden (vgl. FIU-Jahresbericht 2022, S. 27 ff.)?
121. Wie viele Transaktionen sind Gegenstand der insgesamt 289 823
Verdachtsmeldungen, die bei der FIU im Rahmen des
Bearbeitungsrückstaus entweder als nicht endbearbeitet oder als mit unklarem
(End-)Status identifiziert worden waren?
122. Wie viele der Transaktionen, die Gegenstand der insgesamt 289 823
Verdachtsmeldungen, die bei der FIU im Rahmen des
Bearbeitungsrückstaus entweder als nicht endbearbeitet oder als mit unklarem
(End-)Status identifiziert worden waren, standen jeweils im
Zusammenhang mit innerdeutschen Transaktionen, wie viele im Zusammenhang
mit internationalen Transaktionen von und nach Deutschland, wie viele
enthielten keine Angaben zu Herkunfts- bzw. Empfängerland, und bei
wie vielen handelte es sich um internationale Transaktionen ohne
Deutschlandbezug (bitte entlang der genannten Kategorien jeweils
getrennt aufschlüsseln)?
123. Wie stellt sich die Zahl der Transaktionen, die Gegenstand der insgesamt
289 823 Verdachtsmeldungen, die bei der FIU im Rahmen des
Bearbeitungsrückstaus entweder als nicht endbearbeitet oder als mit unklarem
(End-)Status identifiziert worden waren, nach Herkunfts- (d. h. der nach
Deutschland eingegangenen Transaktionen) und Bestimmungsland (d. h.
der aus Deutschland ausgehenden Transaktionen) dar (bitte jeweils
getrennt nach Transaktionen nach Herkunfts- und Bestimmungsland
aufschlüsseln)?
124. Wie viele der Transaktionen nach Herkunftsland (d. h. der nach
Deutschland eingegangenen Transaktionen), die Gegenstand der insgesamt
289 823 Verdachtsmeldungen waren, die bei der FIU im Rahmen des
Bearbeitungsrückstaus entweder als nicht endbearbeitet oder als mit
unklarem (End-)Status identifiziert worden waren, entfielen jeweils auf
welche Herkunftsländer (bitte jeweils getrennt nach Herkunftsländern
aufschlüsseln)?
125. Wie viele der Transaktionen nach Bestimmungsland (d. h. der von
Deutschland ausgehenden Transaktionen), die Gegenstand der insgesamt
289 823 Verdachtsmeldungen waren, die bei der FIU im Rahmen des
Bearbeitungsrückstaus entweder als nicht endbearbeitet oder als mit
unklarem (End-)Status identifiziert worden waren, entfielen jeweils auf
welche Bestimmungsländer (bitte jeweils getrennt nach
Bestimmungsländern aufschlüsseln)?
126. Wie viele der jeweils in den Jahren 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024
bei der FIU eingegangenen Verdachtsmeldungen stehen im
Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, und wie viele
dieser Verdachtsmeldungen haben jeweils zu Fallabgaben an inländische
Behörden oder Spontaninformationen an ausländische Behörden geführt
(bitte jeweils getrennt nach Jahren sowie jeweils nach Abgaben an
inländische Behörden und Spontaninformationen aufschlüsseln)?
127. Wie viele der jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang
im Jahr 2024 bei der FIU eingegangenen Verdachtsmeldungen stehen im
Zusammenhang mit islamistischen Terrorgruppen, und jeweils mit
welchen (bitte jeweils getrennt nach Jahren und Terrorgruppen
aufschlüsseln)?
128. Welche Unternehmen wurden bei der FIU seit deren Bestehen über
welche genauen Zeiträume mit der Erbringung von
Beratungsdienstleistungen beauftragt, worin bestanden die jeweiligen beauftragten
Dienstleistungen, und welche finanziellen Verpflichtungen ergaben sich aus
den jeweiligen Beauftragungen?
129. Welche Unternehmen wurden beim Informationstechnikzentrum Bund
(ITZBund) seit Bestehen der FIU über welche genauen Zeiträume mit
der Erbringung von Beratungsdienstleistungen beauftragt, die im
Zusammenhang mit der FIU stehen, worin bestanden die jeweiligen
beauftragten Dienstleistungen, und welche finanziellen Verpflichtungen ergaben
sich aus den jeweiligen Beauftragungen?
130. Vertritt die Bundesregierung nach wie vor die in ihrer Antwort auf die
Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU auf Bundestagsdrucksache
20/7258 zum Ausdruck gebrachten Auffassung, dass die §§ 29, 30
Absatz 1, 2, 2a des Geldwäschegesetzes in Verbindung mit § 28 Absatz 1
Nummer 2 und 8 des Geldwäschegesetzes eine „hinreichende
Rechtsgrundlage“ für den Einsatz der von der Bundesregierung als „KI-
Komponente“ deklarierten Software „FIU Analytics“ darstellte (vgl. die
Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage 20 des
Abgeordneten Matthias Hauer [CDU/CSU] auf Bundestagsdrucksache
20/5183, S. 17)?
131. Bestanden vor dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der
risikobasierten Arbeitsweise der Zentralstelle für
Finanztransaktionsuntersuchungen am 18. November 2023 die erforderlichen
informationstechnologischen Rechtsgrundlagen für den Einsatz automatisierter Verfahren
bei der FIU?
132. In welchem Zeitraum bzw. in welchen Zeiträumen kamen bei der FIU
bisher automatisierte Verfahren zum Einsatz, und in welchen der
jeweiligen Zeiträume geschah dies jeweils innerhalb bzw. außerhalb von
Feldversuchen (bitte jeweils mit taggenauen Angaben beantworten)?
133. Von wann bis wann läuft der Vertrag mit dem externen Betreiber der bei
der FIU eingesetzten Software „FIU Analytics“ (bitte Start- und
Enddatum des Vertrags angeben), welches finanzielle Gesamtvolumen hat der
Vertrag, und wie verteilt sich das finanzielle Gesamtvolumen auf die
Jahre der Vertragslaufzeit (bitte getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
134. Welche Haushaltsmittel standen jeweils in den Jahren 2018, 2019, 2020,
2021, 2022 und 2023 für das Vergabeverfahren „Erneuerung des
Informationsverbundes FIU (Redesign)“ im Bundeshaushalt zur Verfügung,
und welche Mittel stehen für das Projekt „Erneuerung des
Informationsverbundes FIU (Redesign)“ im Bundeshaushalt 2024 zur Verfügung?
135. Gab es im Einzelplan des BMF für den Bundeshaushalt 2024 eine
Absenkung des Haushaltstitels „Aufträge und Dienstleistungen im Bereich
Informationstechnik“, und wenn ja, welche Auswirkungen hatte diese
auf die Ausschreibung „Erneuerung des Informationsverbundes FIU
(Redesign)“?
136. Welche Austausche (persönliches Gespräch, Telefonat, Videokonferenz,
Briefwechsel, E-Mails, Kurznachrichten etc.) haben stattgefunden, die
die Ausschreibung „Erneuerung des Informationsverbundes FIU
(Redesign)“ zum Gegenstand hatten (bitte jeweils chronologisch nach Datum,
Art des Austausches und Teilnehmern auflisten)?
a) Welche Austausche (persönliches Gespräch, Telefonat,
Videokonferenz, Briefwechsel, E-Mails, Kurznachrichten etc.) fanden zwischen
der Leitung der FIU und der Hausleitung des BMF und/oder
Staatssekretären des BMF statt, die die Ausschreibung „Erneuerung des
Informationsverbundes FIU (Redesign)“ zum Gegenstand hatten (bitte
jeweils chronologisch nach Datum, Art des Austausches und
Teilnehmern auflisten)?
b) Welche Austausche (persönliches Gespräch, Telefonat,
Videokonferenz, Briefwechsel, E-Mails, Kurznachrichten etc.) fanden zwischen
der Leitung der FIU und der Leitung des ITZBund (einschließlich
Vizedirektoren) statt, die die Ausschreibung „Erneuerung des
Informationsverbundes FIU (Redesign)“ zum Gegenstand hatten (bitte
jeweils chronologisch nach Datum, Art des Austausches und
Teilnehmern auflisten)?
c) Welche Austausche (persönliches Gespräch, Telefonat,
Videokonferenz, Briefwechsel, E-Mails, Kurznachrichten etc.) fanden zwischen
der Leitung des ITZBund (einschließlich Vizedirektoren) und der
Hausleitung des BMF und/oder Staatssekretären des BMF statt, die
die Ausschreibung „Erneuerung des Informationsverbundes FIU
(Redesign)“ zum Gegenstand hatten (bitte jeweils chronologisch
nach Datum, Art des Austausches und Teilnehmern auflisten)?
d) Welche Austausche (persönliches Gespräch, Telefonat,
Videokonferenz, Briefwechsel, E-Mails, Kurznachrichten etc.) fanden zwischen
der Leitung der FIU, der Leitung des ITZBund (einschließlich
Vizedirektoren) und der Hausleitung des BMF und/oder Staatssekretären
des BMF statt, die die Ausschreibung „Erneuerung des
Informationsverbundes FIU (Redesign)“ zum Gegenstand hatten (bitte jeweils
chronologisch nach Datum, Art des Austausches und Teilnehmern
auflisten)?
137. Welche Austausche (persönliches Gespräch, Telefonat, Videokonferenz,
Briefwechsel, E-Mails, Kurznachrichten etc.) haben seit dem Stopp des
Vergabeverfahrens „Erneuerung des Informationsverbundes FIU
(Redesign)“ am 1. September 2023 stattgefunden, die das Projekt „Erneuerung
des Informationsverbundes FIU (Redesign)“ zum Gegenstand hatten
(bitte jeweils chronologisch nach Datum, Art des Austausches und
Teilnehmern auflisten)?
a) Welche Austausche (persönliches Gespräch, Telefonat,
Videokonferenz, Briefwechsel, E-Mails, Kurznachrichten etc.) fanden seit dem
Stopp des Vergabeverfahrens „Erneuerung des
Informationsverbundes FIU (Redesign)“ am 1. September 2023 zwischen der Leitung
der FIU und der Hausleitung des BMF und/oder Staatssekretären des
BMF statt, die das Projekt „Erneuerung des Informationsverbundes
FIU (Redesign)“ zum Gegenstand hatten (bitte jeweils chronologisch
nach Datum, Art des Austausches und Teilnehmern auflisten)?
b) Welche Austausche (persönliches Gespräch, Telefonat,
Videokonferenz, Briefwechsel, E-Mails, Kurznachrichten etc.) fanden seit dem
Stopp des Vergabeverfahrens „Erneuerung des
Informationsverbundes FIU (Redesign)“ am 1. September 2023 zwischen der Leitung
der FIU und der Leitung des ITZBund (einschließlich
Vizedirektoren) statt, die das Projekt „Erneuerung des Informationsverbundes
FIU (Redesign)“ zum Gegenstand hatten (bitte jeweils chronologisch
nach Datum, Art des Austausches und Teilnehmern auflisten)?
c) Welche Austausche (persönliches Gespräch, Telefonat,
Videokonferenz, Briefwechsel, E-Mails, Kurznachrichten etc.) fanden seit dem
Stopp des Vergabeverfahrens „Erneuerung des
Informationsverbundes FIU (Redesign)“ am 1. September 2023 zwischen der Leitung
des ITZBund (einschließlich Vizedirektoren) und der Hausleitung
des BMF und/oder Staatssekretären des BMF statt, die das Projekt
„Erneuerung des Informationsverbundes FIU (Redesign)“ zum
Gegenstand hatten (bitte jeweils chronologisch nach Datum, Art des
Austausches und Teilnehmern auflisten)?
d) Welche Austausche (persönliches Gespräch, Telefonat,
Videokonferenz, Briefwechsel, E-Mails, Kurznachrichten etc.) fanden seit dem
Stopp des Vergabeverfahrens „Erneuerung des
Informationsverbundes FIU (Redesign)“ am 1. September 2023 zwischen der Leitung
der FIU, der Leitung des ITZBund (einschließlich Vizedirektoren)
und der Hausleitung des BMF und/oder Staatssekretären des BMF
statt, die das Projekt „Erneuerung des Informationsverbundes FIU
(Redesign)“ zum Gegenstand hatten (bitte jeweils chronologisch
nach Datum, Art des Austausches und Teilnehmern auflisten)?
138. Wie viele Teilnehmer haben an dem Vergabeverfahren „Erneuerung des
Informationsverbundes FIU (Redesign)“ partizipiert (bitte jeweils
getrennt für gegebenenfalls verschiedene Lose des Vergabeverfahrens
aufschlüsseln)?
139. Wie hoch sind bzw. waren in der IT-Jahres- und Rahmenplanung die
Soll-Ansätze für die Ausschreibung „Erneuerung des
Informationsverbundes FIU (Redesign)“ für die Haushaltsjahre seit 2018, und in welcher
Höhe wurden diese jeweils verausgabt (bitte die Soll-Ansätze und die
Verausgabungen jeweils getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
140. In welcher Höhe sind Kosten im Zusammenhang mit der Ausschreibung
„Erneuerung des Informationsverbundes FIU (Redesign)“ entstanden,
und wie verteilen sich die entstandenen Kosten auf die einzelnen Jahre
seit 2018 (bitte die Kosten getrennt nach Jahren seit 2018
aufschlüsseln)?
141. Wodurch sind die Kosten, die im Zusammenhang mit der Ausschreibung
„Erneuerung des Informationsverbundes FIU (Redesign)“ stehen,
jeweils in welchem Zeitraum entstanden (bitte die Kosten jeweils pro
Entstehungsgrund getrennt nach Jahren seit 2018 aufschlüsseln)?
142. In welcher Höhe sind Kosten im Zusammenhang mit dem Projekt
„Erneuerung des Informationsverbundes FIU (Redesign)“ entstanden, und
wie verteilen sich die entstandenen Kosten auf die einzelnen Jahre seit
2018 (bitte die Kosten getrennt nach Jahren seit 2018 aufschlüsseln)?
143. Wodurch sind die Kosten, die im Zusammenhang mit dem Projekt
„Erneuerung des Informationsverbundes FIU (Redesign)“ stehen, jeweils in
welchem Zeitraum entstanden (bitte die Kosten jeweils pro
Entstehungsgrund getrennt nach Jahren seit 2018 aufschlüsseln)?
144. Wann wird für die FIU eine neue Software beschafft, die sie nach
Aussage der Bundesregierung benötigt (vgl. www.bundestag.de/presse/hib/k
urzmeldungen-968658)?
145. Welches Anforderungsprofil gilt in Bezug auf die neue Software, die die
FIU nach Aussage der Bundesregierung benötigt (vgl. www.bundesta
g.de/presse/hib/kurzmeldungen-968658)?
146. War der Dienstleister, der bei der FIU die Software „FIU Analytics“
betreibt, an der Ausschreibung „Erneuerung des Informationsverbundes
FIU (Redesign)“ direkt oder indirekt (beispielsweise als Teil eines
Konsortiums) beteiligt?
147. In wie vielen Fällen haben die mit der Durchsetzung von Sanktionen
befassten Behörden seit dem 24. Februar 2022 davon Kenntnis erlangt,
dass eine Übertragung von im Geltungsbereich des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes befindlichen Geldern oder Ressourcen stattgefunden hat
(bitte getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
148. In wie vielen Fällen wurden im Zusammenhang mit Übertragungen von
im Geltungsbereich des Sanktionsdurchsetzungsgesetzes befindlichen
Geldern oder Ressourcen seit dem 24. Februar 2022 mögliche
Vertragsgestaltungen festgestellt, die eine automatische Übertragung von
Vermögensgegenständen für den Fall einer Sanktionierung beinhalten (bitte
getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
149. Wie steht die Bundesregierung zu dem Vorschlag, analog zum
Anfechtungsgesetz eine Regelung zur Rückabwicklung von
Vermögensübertragungen, die zur Vermeidung von Sanktionsmaßnahmen vorgenommen
werden, zu schaffen, auf welchen Zeitraum sollte sich eine solche
Anfechtungsmöglichkeit nach Ansicht der Bundesregierung beziehen, und
welche genauen rechtlichen Fragen gilt es hierzu aus Sicht der
Bundesregierung zu prüfen?
150. Wann wird die Bundesregierung dem Deutschen Bundestag den
Evaluierungsbericht zu den Sanktionsdurchsetzungsgesetzen I und II (SDG I
und SDG II) vorlegen?
151. Welche Unternehmen wurden jeweils im Zusammenhang mit dem
SDG I, der Umsetzung des SDG I innerhalb der Verwaltung, dem
SDG II, der Umsetzung des SDG II innerhalb der Verwaltung sowie der
Evaluierung des SDG I und des SDG II von der Bundesregierung über
welche genauen Zeiträume mit der Erbringung von
Beratungsdienstleistungen beauftragt, worin bestanden die jeweiligen beauftragten
Dienstleistungen, und welche finanziellen Verpflichtungen ergaben sich aus
den jeweiligen Beauftragungen?
152. Sollten nach Ansicht der Bundesregierung weitere Banken, die in
Russland ansässig sind, vom internationalen SWIFT-System (SWIFT =
Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication)
ausgeschlossen werden, wenn ja, welche, oder sollten nach Ansicht der
Bundesregierung alle in Russland ansässigen Banken vom SWIFT-System
ausgeschlossen werden, und wie setzt sich die Bundesregierung
gegebenenfalls jeweils dafür ein?
153. Wie viele Vermögensermittlungsverfahren nach den §§ 11, 12 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes hat die Zentralstelle für
Sanktionsdurchsetzung jeweils in den Monaten von Januar 2023 bis Februar 2024
aufgenommen (bitte jeweils die neu aufgenommenen Ermittlungsverfahren
nach Monaten angeben)?
154. In wie vielen Fällen erfolgte jeweils eine Übermittlung an
Strafverfolgungsbehörden auf Grundlage von § 11 Absatz 7 bzw. § 12 Absatz 7 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes jeweils in den Monaten von Januar
2023 bis Februar 2024 (bitte jeweils die erfolgten Übermittlungen nach
Monaten aufschlüsseln)?
155. Wie hoch ist der Wert der auf Grundlage der Verordnungen (EU)
Nummer 269/2014 und (EU) Nummer 833/2014 eingefrorenen Vermögen
jeweils zum Ende der Monate Mai 2022 bis Februar 2024 (bitte jeweils
nach Monaten, Beträgen der jeweils insgesamt und neu eingefrorenen
Vermögen und der Anzahl der davon jeweils betroffenen sanktionierten
Personen und Rechtseinheiten aufschlüsseln)?
156. Wie hoch sind die Beträge der von inländischen Kreditinstituten an die
Deutsche Bundesbank gemeldeten eingefrorenen Gelder gemäß der
Verordnung (EU) Nummer 269/2014 jeweils zum Ende der Monate Mai
2022 bis Februar 2024 (bitte jeweils nach Monaten, Beträgen und
Anzahl der davon betroffenen sanktionierten Personen und Rechtseinheiten
aufschlüsseln)?
157. Wie viele Meldungen sind bei der Zentralstelle für
Sanktionsdurchsetzung auf Grundlage des Artikels 9 Absatz 2 der Verordnung (EU)
Nummer 269/2014 jeweils in den Monaten von Januar 2023 bis Februar 2024
eingegangen (bitte die eingegangenen Meldungen nach Monaten
aufschlüsseln), und wie viele Meldungen sind jeweils in den Monaten des
Jahres 2022 aufgrund der zuvor geltenden nationalen Anzeigepflicht
nach § 23a des Außenwirtschaftsgesetzes bei der Deutschen Bundesbank
oder dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
eingegangen (bitte jeweils die eingegangenen Meldungen nach Monaten
aufschlüsseln)?
158. Über wie viele Personen und Rechtseinheiten sind im Register nach § 14
des Sanktionsdurchsetzungsgesetz Angaben enthalten (bitte jeweils
getrennt nach natürlichen und juristischen Personen aufschlüsseln)?
159. In welcher Höhe werden Vermögenswerte im Register nach § 14 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes geführt, und in welcher Höhe stehen
diese jeweils im Zusammenhang mit natürlichen und juristischen
Personen (bitte jeweils getrennt nach natürlichen und juristischen Personen
aufschlüsseln)?
160. In welcher Höhe werden im Register nach § 14 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes Vermögenswerte geführt, die von sanktionierten Personen
oder Rechtseinheiten kontrolliert werden (bitte jeweils getrennt nach
natürlichen und juristischen Personen aufschlüsseln)?
161. In welcher Höhe werden im Register nach § 14 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes Vermögenswerte geführt, zu denen nachvollziehbare
Hinweise vorliegen, dass sie von sanktionierten Personen oder
Rechtseinheiten kontrolliert werden, und bei denen an einer Eigentümerschaft oder
wirtschaftlichen Berechtigung anderer Personen oder Rechtseinheiten
nach dem Abschluss eines Verfahrens nach den §§ 11 oder 12 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes durch Tatsachen berechtigte Zweifel
bestehen (bitte jeweils getrennt nach natürlichen und juristischen Personen
aufschlüsseln)?
162. Zu wie vielen Immobilien sind im Register nach § 14 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes Angaben enthalten, wie hoch ist der (geschätzte)
Wert der Immobilien, zu denen das Register Angaben enthält, und wie
viele der Immobilien bzw. Immobilien mit welchem (geschätzten) Wert
stehen jeweils im Zusammenhang mit natürlichen und juristischen
Personen (bitte jeweils getrennt die Anzahl der Immobilien sowie den [
geschätzten] Wert nach Zusammenhängen mit natürlichen und juristischen
Personen aufschlüsseln)?
163. Bei wie vielen der Immobilien, zu denen das Register nach § 14 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes Angaben enthält, wurden ebenfalls
Angaben nach § 19a des Geldwäschegesetzes im Transparenzregister
gemacht?
164. Zu wie vielen Kraftfahrzeugen sind im Register nach § 14 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes Angaben enthalten (bitte jeweils getrennt
nach Hersteller aufschlüsseln), wie hoch ist der (geschätzte) Wert der
Kraftfahrzeuge, zu denen das Register Angaben enthält, und wie viele
der Kraftfahrzeuge bzw. Kraftfahrzeuge mit welchem (geschätzten) Wert
stehen jeweils im Zusammenhang mit natürlichen und juristischen
Personen (bitte jeweils getrennt die Anzahl der Kraftfahrzeuge sowie den
[geschätzten] Wert nach Zusammenhängen mit natürlichen und
juristischen Personen sowie nach Hersteller aufschlüsseln)?
165. Zu wie vielen Flugzeugen sind im Register nach § 14 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes Angaben enthalten (bitte jeweils getrennt nach
Hersteller aufschlüsseln), wie hoch ist der (geschätzte) Wert der
Flugzeuge, zu denen das Register Angaben enthält, und wie viele der
Flugzeuge bzw. Flugzeuge mit welchem (geschätzten) Wert stehen jeweils im
Zusammenhang mit natürlichen und juristischen Personen (bitte jeweils
getrennt die Anzahl der Flugzeuge sowie den [geschätzten] Wert nach
Zusammenhängen mit natürlichen und juristischen Personen sowie nach
Hersteller aufschlüsseln)?
166. Zu wie vielen Schiffen sind im Register nach § 14 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes Angaben enthalten (bitte jeweils getrennt nach
Hersteller aufschlüsseln), wie hoch ist der (geschätzte) Wert der Schiffe, zu
denen das Register Angaben enthält, und wie viele der Schiffe bzw.
Schiffe mit welchem (geschätzten) Wert stehen jeweils im
Zusammenhang mit natürlichen und juristischen Personen (bitte jeweils getrennt die
Anzahl der Schiffe sowie den [geschätzten] Wert nach Zusammenhängen
mit natürlichen und juristischen Personen sowie nach Hersteller
aufschlüsseln)?
167. Wie viele besondere Überwachungsmaßnahmen nach § 9 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes hat die Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung
jeweils in den Monaten von Januar 2023 bis Februar 2024 angeordnet, in
welcher Form wurden die besonderen Überwachungsmaßnahmen
durchgeführt, und aufgrund welcher Tatsachen, die die Annahme
rechtfertigen, dass gegen ein Bereitstellungs- oder Verfügungsverbot verstoßen
wurde oder ein Verstoß bevorsteht, wurden diese durchgeführt (bitte die
Anzahl der besonderen Überwachungsmaßnahmen pro Monat entlang
der in § 9 des Sanktionsdurchsetzungsgesetzes aufgeführten Kategorien
der Form der Überwachungsmaßnahme nach § 9 Absatz 1 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes sowie der Tatsachen, die die Annahme
rechtfertigen, dass gegen ein Bereitstellungs- oder Verfügungsverbot
verstoßen wurde oder ein Verstoß bevorsteht nach § 9 Absatz 2 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes aufschlüsseln)?
168. In wie vielen Fällen hat sich die Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung
jeweils in den Monaten von Januar 2023 bis Februar 2024 zur
Durchführung der besonderen Überwachungsmaßnahmen nach § 9 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes Dritter bedient, und welcher Dritte hat sie sich
dabei bedient (bitte die Bedienungen Dritter durch die Zentralstelle für
Sanktionsdurchsetzung jeweils getrennt nach Monaten und nach Dritten
sowie nach Art der Überwachungsmaßnahme aufschlüsseln)?
169. Hat die Bundesregierung dem Beschluss und/oder der Verordnung zur
Präzisierung der Verpflichtungen für Zentralverwahrer in Bezug auf die
getrennte Verwahrung außerordentlicher Einnahmen im Zusammenhang
mit der Verwahrung der Vermögenswerte und Reserven der russischen
Zentralbank im Rat der EU zugestimmt, und beabsichtigt die
Bundesregierung, dem weiterhin geplanten Vorschlag zu einer möglichen
Weiterleitung dieser gesondert zu verwahrenden Gelder an die Ukraine im
Rat der EU zuzustimmen (vgl. www.consilium.europa.eu/de/press/
pressreleases/2024/02/12/immobilised-russian-assets-council-decides-to-set-a
side-extraordinary-revenues/ bzw. www.handelsblatt.com/politik/internat
ional/ukraine-krieg-eu-staaten-verstaendigen-sich-auf-plan-zur-
nutzungrussischer-gelder/100011337.html)?
170. Wie viele mitteilungspflichtige Rechtseinheiten werden im
Transparenzregister geführt, und für wie viele der mitteilungspflichtigen
Rechtseinheiten wurden im Transparenzregister Angaben zum wirtschaftlich
Berechtigten gemacht (bitte jeweils nach Rechtsform aufschlüsseln)?
171. Wie viele Rechtseinheiten gibt es zum Stand 29. Februar 2024, die an
das Transparenzregister mitteilungspflichtig sind (bitte jeweils nach
Rechtsform aufschlüsseln)?
172. Wie viele Unstimmigkeitsmeldungen nach § 23a des
Geldwäschegesetzes wurden in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr
2024 jeweils abgegeben, wie verteilen sich die abgegebenen
Unstimmigkeitsmeldungen jeweils auf Unstimmigkeitsmeldungen von
Verpflichteten, Aufsichtsbehörden und der FIU, und bei wie vielen
Unstimmigkeitsmeldungen war jeweils der Meldungsgrund, dass abweichende
wirtschaftlich Berechtigte ermittelt wurden (bitte jeweils getrennt nach
Jahren, Abgebenden und Meldungsgrund aufschlüsseln)?
173. Bei wie vielen der mitteilungspflichtigen Rechtseinheiten wird bei den
im Transparenzregister gemachten Angaben zum wirtschaftlich
Berechtigten im Hinblick auf Art und Umfang des wirtschaftlichen Interesses
auf die Funktion des gesetzlichen Vertreters, geschäftsführenden
Gesellschafters oder Partners abgestellt (bitte jeweils nach Rechtsform
aufschlüsseln)?
a) Bei wie vielen mitteilungspflichtigen Rechtseinheiten, bei denen
hinsichtlich der im Transparenzregister gemachten Angaben zum
wirtschaftlich Berechtigten im Hinblick auf Art und Umfang des
wirtschaftlichen Interesses auf die Funktion des gesetzlichen Vertreters,
geschäftsführenden Gesellschafters oder Partners abgestellt wurde,
wurde angegeben, dass ermittelt wurde, dass keine natürliche Person
die Voraussetzungen eines wirtschaftlich Berechtigten nach § 3
Absatz 1 oder Absatz 2 Satz 1 bis 4 des Geldwäschegesetzes erfüllt
(bitte jeweils nach Rechtsform aufschlüsseln)?
b) Bei wie vielen mitteilungspflichtigen Rechtseinheiten, bei denen
hinsichtlich der im Transparenzregister gemachten Angaben zum
wirtschaftlich Berechtigten im Hinblick auf Art und Umfang des
wirtschaftlichen Interesses auf die Funktion des gesetzlichen Vertreters,
geschäftsführenden Gesellschafters oder Partners abgestellt wurde,
wurde angegeben, dass die Ermittlung eines wirtschaftlich
Berechtigten nach § 3 Absatz 1 oder Absatz 2 Satz 1 bis 4 des
Geldwäschegesetzes nach Durchführung umfassender Prüfungen nicht möglich
war (bitte jeweils nach Rechtsform aufschlüsseln)?
174. Bei wie vielen mitteilungspflichtigen Rechtseinheiten wurden im
Transparenzregister nach § 19a des Geldwäschegesetzes Angaben zu
Immobilien gemacht, und auf wie viele Immobilien beziehen sich die gemachten
Angaben (bitte jeweils nach Rechtsform aufschlüsseln)?
175. Wie viele Vereinigungen mit Sitz im Ausland haben im
Transparenzregister Angaben nach § 19 des Geldwäschegesetzes gemacht, weil sie seit
einem Zeitpunkt vor dem 1. Januar 2020 Eigentum an einer im Inland
gelegenen Immobilie halten oder weil sich seit einem Zeitpunkt vor dem
1. August 2021 Anteile im Sinne des § 1 Absatz 3 des
Grunderwerbsteuergesetzes bei ihr vereinigen oder sie seit einem Zeitpunkt vor dem
1. August 2021 im Sinne des § 1 Absatz 3a des
Grunderwerbsteuergesetzes aufgrund eines Rechtsvorgangs eine wirtschaftliche Beteiligung
innehaben (bitte jeweils getrennt nach Land des Sitzes der Vereinigung,
nach der Rechtsform sowie entlang der genannten Gründe
aufschlüsseln)?
176. Wie viele Vereinigungen mit Sitz im Ausland haben im
Transparenzregister nach § 19a des Geldwäschegesetzes Angaben zu Immobilien
gemacht, und auf wie viele Immobilien beziehen sich die gemachten
Angaben (bitte jeweils getrennt nach Land des Sitzes der Vereinigung, nach
der Rechtsform sowie nach Anzahl der Immobilien aufschlüsseln)?
177. Plant die Bundesregierung innerhalb des BMF organisatorische
Veränderungen im Zusammenhang mit der Finanzkriminalitätsbekämpfung,
wenn ja, welcher Art sollen diese Veränderungen sein, welche
Konsequenzen ergeben sich daraus für den organisationstechnischen Aufbau
des BMF im Hinblick auf bestehende Abteilungen und Referate, und
werden etwaige geplante Veränderungen mit dem Aufbau neuer Stellen
und/oder Beförderungen einhergehen (wenn ja, bitte auch angeben, auf
welche Besoldungsgruppen jeweils wie viele neue Stellen bzw. wie viele
Beförderungen entfallen)?
178. Welche Bundesfinanzbehörden müssen durch die Zollverwaltung gegen
Störungen und sonstige negative Einwirkungen, die die Durchführung
ihrer Aufgaben gefährden, geschützt werden, und welche behördliche
Gefährdungsanalyse liegt dem entsprechenden Vorschlag der
Bundesregierung (vgl. Artikel 9 des Entwurfs eines
Finanzkriminalitätsbekämpfungsgesetzes [FKBG] auf Bundestagsdrucksache 20/9648) in Bezug auf
welche zu schützenden Bundesfinanzbehörden zugrunde (sofern eine
Gefährdungsanalyse vorliegt, bitte auch angeben, von welcher Stelle
diese zu welchem Zeitpunkt durchgeführt wurde)?
179. Welche Kosten entstehen für den Bundeshaushalt jeweils in Bezug auf
welche Bundesfinanzbehörde jeweils einmalig und laufend je
Haushaltsjahr dadurch, dass die Zollverwaltung gemäß den Vorschlägen der
Bundesregierung zusätzliche Aufgaben des Wachschutzes von
Bundesfinanzbehörden übernehmen soll (vgl. Artikel 9 FKBG auf
Bundestagsdrucksache 20/9648), und welche Mehrkosten entstehen dadurch jeweils
in Bezug auf welche Bundesfinanzbehörde jeweils einmalig und laufend
je Haushaltsjahr gegenüber der bisherigen Wahrnehmung des
Objektschutzes der betreffenden Bundesfinanzbehörden?
180. Durch welche genauen Gefährdungen von Liegenschaften, sonstigen
Einrichtungen und Veranstaltungen welcher Bundesfinanzbehörden kam
es in der laufenden Wahlperiode zu Störungen der
Aufgabenwahrnehmung der jeweiligen Bundesfinanzbehörden (bitte die genauen
Gefährdungen chronologisch jeweils getrennt nach Behörden der
Bundesfinanzverwaltung sowie jeweils nach Gefährdungen von Liegenschaften,
sonstigen Einrichtungen und Veranstaltungen aufschlüsseln)?
181. Aus welchen Bereichen der Zollverwaltung werden jeweils wie viele
derjenigen Arbeitskräfte des Zolls stammen, die gemäß den Vorschlägen
der Bundesregierung zusätzliche Aufgaben des Wachschutzes von
Bundesfinanzbehörden übernehmen sollen (vgl. Artikel 9 FKBG auf
Bundestagsdrucksache 20/9648), die bisher nicht vom Zoll erfüllt werden?
Berlin, den 14. März 2024
Friedrich Merz, Alexander Dobrindt und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
BT20/1149622.05.2024
auf die Kleine Anfrage - Drucksache 20/10804 - Bestandsaufnahme der Bekämpfung von Finanzkriminalität, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Proliferationsfinanzierung und Sanktionsumgehung
AntwortAntwort
Volltext (unformatiert)
Deutscher Bundestag Drucksache 20/11496
20. Wahlperiode 22.05.2024
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU
– Drucksache 20/10804 –
Bestandsaufnahme der Bekämpfung von Finanzkriminalität, Geldwäsche,
Terrorismusfinanzierung, Proliferationsfinanzierung und Sanktionsumgehung
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Deutschland ist international dafür bekannt, anfällig für das Ein- und
Durchschleusen krimineller Gelder zu sein (vgl. beispielsweise die Aussagen des
Bundesministers der Finanzen Christian Lindner im Plenum des Deutschen
Bundestages am 14. Dezember 2023). Durch diese Anfälligkeit kommt es zu
vielfältigen Risiken für das gesellschaftliche und wirtschaftliche
Zusammenleben – beispielsweise, weil Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung,
Sanktionsumgehungen oder Proliferationsfinanzierung nicht effektiv genug verhindert
werden können. Im Rahmen der Länderprüfung Deutschlands durch die
Financial Action Task Force (FATF) hat auch der internationale Standardsetzer
für die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung deutliche
Kritik an der Bekämpfung der Finanzkriminalität in Deutschland geübt und
diese Kritik mit der Benennung struktureller Mängel untermauert (FATF 2022,
Germany Mutual Evaluation Report [MER]). Hierzu zählen insbesondere die
der Strafverfolgung von Geldwäschetaten hinderliche Fokussierung auf
Vortaten, die ineffektive Geldwäscheaufsicht im Nicht-Finanzsektor und die damit
einhergehende Passivität der geldwäscherechtlich Verpflichteten, die defizitäre
Verhinderung von Geldwäsche unter Verwendung juristischer Personen und
das Fehlen von zeitgemäßen und auf die Bedürfnisse der
Strafverfolgungsbehörden abgestimmten Verfahren und Methoden zur Analyse von verdächtigen
Finanztransaktionen bei der Zentralstelle für
Finanztransaktionsuntersuchungen (FIU).
Vor diesem Hintergrund herrscht zwar ein breit getragener politischer
Konsens, dass in Deutschland schnelle Verbesserungen bei der Bekämpfung von
Finanzkriminalität herbeigeführt werden müssen. Gleichzeitig bestehen
allerdings unterschiedliche Ansichten darüber, wie das Ziel einer schnellen und
wirksamen Verbesserung der Bekämpfung von Finanzkriminalität erreicht
werden kann. Für die damit verbundene Debatte ist es unerlässlich, dass ein
umfassendes Bild über den aktuellen Stand der Bekämpfung von
Finanzkriminalität in Deutschland existiert.
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen
vom 16. Mai 2024 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
V o r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Die Antworten zu den Fragen, welche als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“
eingestuft sind (Fragen 29, 30, 32, 35 bis 38, 41, 42, 44, 49, 50, 53 bis 55, 77,
80 bis 82, 85 bis 90, 91, 97 bis 103, 108 bis 112, 116 bis 119, 124 bis 126, 159),
sind als Anlage 1 beigefügt. Die Angaben zu den Fragen 70, 128, 129, welche
als „Verschlusssache – Vertraulich“ eingestuft sind, wurden als Anlage 2
ebenfalls zur Einsichtnahme an die Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages
übersandt.
1. Wie beurteilt die Bundesregierung den Umsetzungsstand der
Maßnahmen, deren Umsetzung die FATF in ihrem Abschlussbericht
Deutschlands (MER) als dringlich bekundet hat sowie der Maßnahmen, deren
Umsetzung sie empfohlen hat (bitte getrennt je „Priority Action“ des
Abschlussberichts [siehe hierzu MER, S. 14 f.] sowie auch je
„Recommended Action“ des Abschlussberichts [siehe hierzu MER, S. 41, 57–
59, 103, 140 f., 163 f., 199, 214] angeben, inwiefern für die einzelnen
„Priority Actions“ und „Recommended Actions“ der FATF eine
Umsetzung bereits erfolgt ist, und mit welchen Maßnahmen eine Umsetzung
geplant ist, und mit welchen Maßnahmen oder eine Umsetzung seitens
der Bundesregierung nicht angestrebt wird)?
Die Financial Action Task Force (FATF) hat Deutschlands System gegen
Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung umfassend geprüft. Dazu veröffentlichte
die FATF am 25. August 2022 den Mutual Evaluation Report (MER). Im
Gegensatz zur vergangenen Prüfrunde wurde nicht nur die Umsetzung der FATF-
Standards ins geltende Recht (Technical Compliance – TC) untersucht, sondern
auch, inwieweit diese Regelungen in der Praxis effektiv angewandt werden
(Effectiveness).
Bei der Übereinstimmung des Rechtsrahmens mit den FATF-Standards
(Technical Compliance – TC) hat Deutschland gute Ergebnisse erzielt, d. h., es
besteht nur geringer Neuregelungsbedarf und ein erstes „Upgrade“ konnte bereits
im vergangenen Jahr erzielt werden (für die Einzelheiten wird auf die Fragen 3
und 4 verwiesen).
Hinsichtlich der Effektivität der Anwendung (Effectiveness) findet sich
Deutschland im guten Mittelfeld wieder: Die FATF erkennt an, dass
Deutschland in vielen Bereichen bereits die richtigen Wege eingeschlagen hat. Da die
FATF aber zehn Jahre rückwärtsblickend die Wirkung der Maßnahmen
beurteilt, kann sie teilweise noch keine ausreichende Effektivität der jüngeren
Maßnahmen (z. B. verbesserte Koordinierung mit Ländern) feststellen.
Deutschland ist derzeit im sogenannten „Enhanced Follow Up Process“, d. h.,
die Bundesregierung muss für drei Jahre jährlich an die FATF über Fortschritte
bei der Umsetzung der Empfehlungen berichten (siehe zum Sachstand den
Bericht der FATF vom Dezember 2023, www.fatf-gafi.org/en/publications/Mutual
evaluations/germany-fur-2023.html). Das Follow-up-Verfahren der FATF
behandelt primär die Technical Compliance, indem Mitgliedstaaten ein Re-Rating
für noch unvollständige Vorgaben beantragen können. Im Bereich der
Effectiveness geben die Mitgliedstaaten hingegen lediglich eine Sachstandsmeldung,
ohne dass eine weitere Prüfung erfolgt.
Die Bundesregierung arbeitet kontinuierlich an der Umsetzung der
Feststellungen des FATF-Berichts. Ziel im Bereich Technical Compliance ist es, für die
drei nach dem letzten Update der Deutschlandbewertung im Oktober 2023 noch
mit „Partially compliant“ (PC) bewerteten Empfehlungen ein Re-Rating zu
beantragen (zu den Einzelheiten wird auf die Antwort zu den Fragen 2 und 4
verwiesen). Zu den Empfehlungen im Bereich Effectiveness („Priority Actions“
und „Immediate Outcomes“), auf die sich die Frage ausdrücklich bezieht,
behandelt die nachfolgende Tabelle den Sachstand im Einzelnen. Die Umsetzung
der Empfehlungen im Bereich Effectiveness soll spätestens bis zur nächsten
Deutschlandprüfung 2029 (5. Mutual Evaluation) erfolgen, wenn die
Effectiveness, für die im Follow-up-Verfahren kein Re-Rating erfolgt, seitens der FATF
erstmals erneut geprüft wird.
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2. Wie lautet die Bewertung der FATF im Rahmen des ersten Follow-Up-
Reports Deutschlands nach Verabschiedung des Abschlussberichts
(MER) zum Bereich „technical compliance“, der gemäß der Antwort
der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der
CDU/CSU „Unbeantwortete und weitere offene Fragen zu Missständen
bei der Financial Intelligence Unit“ auf Bundestagsdrucksache 20/7258
im Rahmen des FATF-Plenums im Oktober 2023 verabschiedet werden
sollte?
Die FATF hat Deutschlands System gegen Geldwäsche und
Terrorismusfinanzierung umfassend geprüft. Dazu veröffentlichte die FATF am 25. August 2022
den MER. Zu den Ergebnissen des Berichts wird auf Frage 1 verwiesen.
Deutschland ist derzeit im sogenannten „Enhanced Follow Up Process“, d. h.,
es muss für drei Jahre jährlich über Fortschritte bei der Umsetzung der
Empfehlungen berichten.
Das Follow-up-Verfahren fokussiert sich primär auf die TC. Insbesondere kann
ein Land im Follow-up-Verfahren eine Neubewertung bei Verbesserungen zu
einzelnen Empfehlungen der FATF-Standards erreichen. Hinsichtlich der
Effectiveness wird ein Update gegeben, das lediglich informatorischen Charakter
hat. Erst im Rahmen der nächsten Deutschlandprüfung (5. Mutual Evaluation)
erfolgt eine erneute Vor-Ort-Prüfung und eine wiederholte Untersuchung auch
der Effectiveness. Nach derzeitigem Planungsstand der FATF ist die sogenannte
„onsite period“, also die Vor-Ort-Prüfung, im April 2029 zu erwarten. Die
abschließende Plenumsdiskussion würde im Anschluss in der Herbstsitzung 2029
stattfinden.
Im Oktober 2023 konnte eine Neubewertung im Bereich der
Sanktionsdurchsetzung, konkret der Empfehlungen (Recs) 6 und 7, in der ersten Runde des
Follow-up-Verfahrens erreicht werden. Diese haben sich nunmehr von
„partially compliant“ (PC) auf „largely compliant“ (LC) verbessert, indem mit der
Einführung des § 5a des Außenwirtschaftsgesetzes eine unmittelbare Geltung der
UN-Sanktionsmaßnahmen geregelt wurde.
3. Wird im Vorfeld des zweiten Follow-Up-Reports Deutschlands nach
Verabschiedung des FATF-Abschlussberichts (MER) zum Bereich
„effectiveness“, dessen Verabschiedung gemäß der Antwort der
Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU
„Unbeantwortete und weitere offene Fragen zu Missständen bei der Financial
Intelligence Unit“ auf Bundestagsdrucksache 20/7258 für den Oktober
2024 vorgesehen ist, zur Neubewertung der Effektivität der Umsetzung
der FATF-Empfehlungen eine Beurteilung Deutschlands durch FATF-
Prüfer stattfinden, wenn ja, wann wird das der Fall sein, und wird diese
Beurteilung auch eine Vor-Ort-Prüfung umfassen?
Als nächster Schritt ist im Rahmen des Follow-up-Prozesses für das Plenum im
Oktober 2024 ein Bericht über aktuelle Maßnahmen in den Bereichen
„Technical Compliance“ und „Effectiveness“ vorgesehen. Eine Neubewertung der
Effectiveness erfolgt im Follow-up-Verfahren nach den FATF-Regularien nicht
(siehe vorangehende Frage).
4. Worin wird der Beurteilungsgegenstand des dritten Follow-Up-Reports
Deutschlands nach Verabschiedung des FATF-Abschlussberichts
(MER) liegen, dessen Verabschiedung gemäß der Antwort der
Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU
„Unbeantwortete und weitere offene Fragen zu Missständen bei der Financial
Intelligence Unit“ auf Bundestagsdrucksache 20/7258 für den Oktober
2025 vorgesehen ist?
Auch im Vorfeld des Plenums im Oktober 2025 wird Deutschland zur
Umsetzung der verbleibenden Empfehlungen des FATF-Berichts berichten. Ziel der
Bundesregierung ist es, die noch vorhandenen Defizite im Bereich Technical
Compliance zu beheben und für die drei nach dem letzten Update der
Deutschlandbewertung im Oktober 2023 noch mit „Partially compliant“ (PC)
bewerteten Empfehlungen im Jahr 2025 ein Re-Rating zu beantragen.
Eine besondere Situation besteht im Bereich der TC bei der Umsetzung der
Rec. 13 („correspondent banking“). Eine nationale Lösung verspricht keinen
Erfolg, denn die schlechte Bewertung ist darauf zurückzuführen, dass die FATF
den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) bisher nicht als einheitlichen
Rechtsraum anerkennt. Dem Ansatz der europäischen FATF-Mitgliedstaaten,
dass Korrespondenzbankbeziehungen innerhalb des EWR nicht als Drittland-
Korrespondenzbankbeziehungen anzusehen seien, wird deshalb nicht gefolgt.
Auch andere europäische Länder erhielten für die Rec. 13 in der Folge eine
schlechte Bewertung. Ein Upgrade bei Rec. 13 wird daher davon abhängen, ob
es den EU-Mitgliedstaaten gelingt, gemeinsam eine Änderung der FATF-
Auslegung der Rec. 13 zu erwirken.
Daneben arbeitet die Bundesregierung auch an einer Umsetzung der
Empfehlungen im Bereich „Effectiveness“ bis zur nächsten FATF-Vollprüfung 2029,
wenn diese erstmals einer erneuten Prüfung unterzogen werden (siehe Frage 1).
5. Wie hat sich die Bundesregierung jeweils in den bereits stattgefundenen
Abstimmungen bzw. wie wird sich die Bundesregierung in den noch
folgenden Abstimmungen auf Ebene der EU jeweils zu den
Vorschlägen der EU-Kommission für eine Verordnung zur Verhinderung der
Nutzung des Finanzsystems für Zwecke der Geldwäsche oder der
Terrorismusfinanzierung sowie für eine Richtlinie über die von den
Mitgliedstaaten einzurichtenden Mechanismen zur Verhinderung der
Nutzung des Finanzsystems zum Zwecke der Geldwäsche und der
Terrorismusfinanzierung und zur Aufhebung der Richtlinie (EU) 2015/849
verhalten, und wie begründet die Bundesregierung jeweils ihr
Abstimmungsverhalten in Bezug auf die einzelnen erfolgten bzw. zu
erfolgenden Abstimmungen (bitte jeweils pro Abstimmung auf EU-Ebene zu
den genannten Gesetzesvorschlägen begründen, warum die
Bundesregierung mit Zustimmung, Enthaltung oder Ablehnung votierte bzw.
sie jeweils beabsichtigt, mit Zustimmung, Enthaltung oder Ablehnung
zu votieren)?
Die Bundesregierung hat der allgemeinen Ausrichtung im Rat betreffend die in
der Frage genannte 6. EU-Geldwäscherichtlinie zugestimmt. Bezüglich der in
der Frage angesprochenen EU-Geldwäscheverordnung hat sich die
Bundesregierung aufgrund unterschiedlicher Auffassungen der betroffenen Ressorts
zur Einführung einer Barzahlungsobergrenze bei der Abstimmung zur
allgemeinen Ausrichtung im Rat enthalten. Bei der Abstimmung zu den Ergebnissen
des Trilogs hat die Bundesregierung beiden in der Frage angesprochenen
Rechtsakten zugestimmt.
6. Wie viele Strafverfahren wurden in Deutschland im Bereich
Geldwäsche jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr
2024 geführt, wie viele Verurteilungen gab es jeweils in den Jahren
2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 wegen Geldwäsche
nach § 261 des Strafgesetzbuches, und in welcher Höhe wurden dabei
Vermögensgegenstände eingezogen (bitte jeweils getrennt nach Jahren
aufschlüsseln)?
7. Wie viele Strafverfahren wurden in Deutschland im Bereich
Terrorismusfinanzierung jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und
bislang im Jahr 2024 geführt, wie viele Verurteilungen gab es jeweils in
den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 wegen
Terrorismusfinanzierung nach § 89c des Strafgesetzbuches, und in
welcher Höhe wurden dabei Vermögensgegenstände eingezogen (bitte
jeweils getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
8. Bei wie vielen der in Deutschland jeweils in den Jahren 2020, 2021,
2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 geführten Strafverfahren kam es
zu einer selbständigen Einziehung nach § 76a des Strafgesetzbuches,
und in welcher Höhe wurden dabei jeweils Vermögensgegenstände
eingezogen (bitte jeweils getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
a) In wie vielen Fällen, in denen jeweils in den Jahren 2020, 2021,
2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 eine selbständige Einziehung
nach § 76a des Strafgesetzbuches erfolgte, geschah dies auf
Grundlage eines Verdachts auf Geldwäsche nach § 261 des
Strafgesetzbuches, und in welcher Höhe wurden dabei jeweils
Vermögensgegenstände eingezogen (bitte jeweils getrennt nach Jahren
aufschlüsseln)?
b) In wie vielen Fällen, in denen jeweils in den Jahren 2020, 2021,
2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 eine selbständige Einziehung
nach § 76a des Strafgesetzbuches erfolgte, geschah dies auf
Grundlage eines Verdachts auf Terrorismusfinanzierung nach § 89c des
Strafgesetzbuches, und in welcher Höhe wurden dabei jeweils
Vermögensgegenstände eingezogen (bitte jeweils getrennt nach Jahren
aufschlüsseln)?
9. Wie viele der jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang
im Jahr 2024 in Deutschland im Bereich der Organisierten Kriminalität
geführten Verfahren (OK-Verfahren) wurden im Kriminalitätsbereich
Geldwäsche geführt (bitte jeweils getrennt nach Jahren sowohl die
absoluten Zahlen der OK-Verfahren sowie derjenigen OK-Verfahren im
Kriminalitätsbereich Geldwäsche und deren relativen Anteil an den
insgesamt erhobenen OK-Verfahren angeben)?
10. Wie viele der jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang
im Jahr 2024 in Deutschland geführten OK-Verfahren standen im
Zusammenhang mit Geldwäscheaktivitäten (bitte jeweils getrennt nach
Jahren sowohl die absoluten Zahlen der OK-Verfahren mit
Geldwäscheaktivitäten und deren relativen Anteil an den insgesamt erhobenen
OK-Verfahren angeben)?
11. Wie verteilen sich die jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und
bislang im Jahr 2024 in Deutschland geführten OK-Verfahren im
Zusammenhang mit Geldwäscheaktivitäten jeweils auf die verschiedenen
Gruppen von Tatverdächtigen (bitte jeweils getrennt nach Jahren und
Gruppen von Tatverdächtigen aufschlüsseln)?
12. In welchem finanziellen Umfang haben bei den jeweils in den Jahren
2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in Deutschland
geführten OK-Verfahren im Kriminalitätsbereich Geldwäsche (vorläufige)
Vermögenssicherungen stattgefunden, und bei wie vielen der OK-
Verfahren haben diese stattgefunden (bitte jeweils getrennt nach Jahren die
Höhe der [vorläufigen] Vermögenssicherungen und die Anzahl der OK-
Verfahren, in denen [vorläufige] Vermögenssicherungen stattgefunden
haben, aufschlüsseln)?
13. Wie verteilen sich die bei den jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022,
2023 und bislang im Jahr 2024 in Deutschland geführten OK-Verfahren
stattgefundenen Geldwäscheaktivitäten auf verschiedene
Geldwäschehandlungen?
a) In wie vielen Fällen bestand eine bei den jeweils in den Jahren
2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in Deutschland
geführten OK-Verfahren stattgefundene Geldwäscheaktivität in
einer Einbindung Dritter, und in welcher Höhe waren Gelder davon
betroffen (bitte jeweils getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen
aufschlüsseln)?
b) In wie vielen Fällen bestand eine bei den jeweils in den Jahren
2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in Deutschland
geführten OK-Verfahren stattgefundene Geldwäscheaktivität in
einer Überweisung, und in welcher Höhe waren Gelder davon
betroffen (bitte jeweils getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen
aufschlüsseln)?
c) In wie vielen Fällen bestand eine bei den jeweils in den Jahren
2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in Deutschland
geführten OK-Verfahren stattgefundene Geldwäscheaktivität in
einer Bargeldtransaktion, und in welcher Höhe waren Gelder davon
betroffen (bitte jeweils getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen
aufschlüsseln)?
d) In wie vielen Fällen bestand eine bei den jeweils in den Jahren
2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in Deutschland
geführten OK-Verfahren stattgefundene Geldwäscheaktivität in der
Verwendung von Geldkurieren, und in welcher Höhe waren Gelder
davon betroffen (bitte jeweils getrennt nach Jahren, Fallzahl und
Volumen aufschlüsseln)?
e) In wie vielen Fällen bestand eine bei den jeweils in den Jahren
2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in Deutschland
geführten OK-Verfahren stattgefundene Geldwäscheaktivität in der
Verwendung von Finanzagenten, und in welcher Höhe waren
Gelder davon betroffen (bitte jeweils getrennt nach Jahren, Fallzahl und
Volumen aufschlüsseln)?
f) In wie vielen Fällen bestand eine bei den jeweils in den Jahren
2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in Deutschland
geführten OK-Verfahren stattgefundene Geldwäscheaktivität in
einem Krypto-Transfer, und in welcher Höhe waren Gelder davon
betroffen (bitte jeweils getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen
aufschlüsseln)?
g) In wie vielen Fällen bestand eine bei den jeweils in den Jahren
2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in Deutschland
geführten OK-Verfahren stattgefundene Geldwäscheaktivität in der
Verwendung von Methoden des Hawala-Bankings, und in welcher
Höhe waren Gelder davon betroffen (bitte jeweils getrennt nach
Jahren, Fallzahl und Volumen aufschlüsseln)?
h) In wie vielen Fällen bestand eine bei den jeweils in den Jahren
2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in Deutschland
geführten OK-Verfahren stattgefundene Geldwäscheaktivität in
einer unbekannten Geldwäschehandlung, und in welcher Höhe
waren Gelder davon betroffen (bitte jeweils getrennt nach Jahren,
Fallzahl und Volumen aufschlüsseln)?
14. Wie verteilen sich die bei den jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022,
2023 und bislang im Jahr 2024 in Deutschland geführten OK-Verfahren
stattgefundenen Investitionen von kriminell erlangten Geldern zur
Geldwäsche auf verschiedene Arten von Investitionen?
a) In wie vielen Fällen und in welcher Höhe erfolgte bei den jeweils in
den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in
Deutschland geführten OK-Verfahren eine Investition von kriminell
erlangten Geldern zur Geldwäsche in Darlehen (bitte jeweils
getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen aufschlüsseln)?
b) In wie vielen Fällen und in welcher Höhe erfolgte bei den jeweils in
den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in
Deutschland geführten OK-Verfahren eine Investition von kriminell
erlangten Geldern zur Geldwäsche in Handelsgüter (bitte jeweils
getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen aufschlüsseln)?
c) In wie vielen Fällen und in welcher Höhe erfolgte bei den jeweils in
den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in
Deutschland geführten OK-Verfahren eine Investition von kriminell
erlangten Geldern zur Geldwäsche in Immobilien (bitte jeweils
getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen aufschlüsseln)?
d) In wie vielen Fällen und in welcher Höhe erfolgte bei den jeweils in
den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in
Deutschland geführten OK-Verfahren eine Investition von kriminell
erlangten Geldern zur Geldwäsche in Fahrzeuge (bitte jeweils
getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen aufschlüsseln)?
e) In wie vielen Fällen und in welcher Höhe erfolgte bei den jeweils in
den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in
Deutschland geführten OK-Verfahren eine Investition von kriminell
erlangten Geldern zur Geldwäsche in Luxusgüter (bitte jeweils
getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen aufschlüsseln)?
f) In wie vielen Fällen und in welcher Höhe erfolgte bei den jeweils in
den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in
Deutschland geführten OK-Verfahren eine Investition von kriminell
erlangten Geldern zur Geldwäsche in Krypto-Werte (bitte jeweils
getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen aufschlüsseln)?
g) In wie vielen Fällen und in welcher Höhe erfolgte bei den jeweils in
den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in
Deutschland geführten OK-Verfahren eine Investition von kriminell
erlangten Geldern zur Geldwäsche in Unternehmen (bitte jeweils
getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen aufschlüsseln)?
h) In wie vielen Fällen und in welcher Höhe erfolgte bei den jeweils in
den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in
Deutschland geführten OK-Verfahren eine Investition von kriminell
erlangten Geldern zur Geldwäsche in unbekannte Investitionsziele
(bitte jeweils getrennt nach Jahren, Fallzahl und Volumen
aufschlüsseln)?
15. Welche Tätigkeiten wurden durch die bei den jeweils in den Jahren
2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 in Deutschland
geführten OK-Verfahren gewaschenen Gelder jeweils in welcher Höhe
finanziert, und in wie vielen Fällen war dies jeweils der Fall (bitte
getrennt nach Jahren, Fallzahl und Höhe der Gelder je
Finanzierungszweck aufschlüsseln)?
Die Fragen 6 bis 15 werden gemeinsam beantwortet.
Die von den Fragen erfassten Angaben liegen nicht originär beim Bund vor,
sondern bei den Ländern. Soweit sich die erfragten Angaben in öffentlich
zugänglichen Bundeslagebildern oder Statistiken des Bundes wiederfinden,
namentlich in der Polizeilichen Kriminalstatistik, in den Statistiken der
Staatsanwaltschaften und der Strafgerichte sowie in der Strafverfolgungsstatistik, wird
auf diese verwiesen.
16. Wie viele Planstellen wurden dem Zollfahndungsdienst seit Mai 2023
bisher zugeführt und wie viele Planstellen werden diesem bis zum Ende
des zweiten Quartals 2025 zugeführt, um dort eine im Zuge der
„Strategie zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität und Geldwäsche
durch den Zoll“ vorgesehene personelle Stärkung zu erreichen, und an
welcher anderen Stelle wurden bzw. werden die entsprechenden
Planstellen (zukünftig) eingespart?
Im Rahmen der Ressourcenplanung für das Jahr 2024 wurde u. a. zur
Intensivierung bzw. Stärkung der Bekämpfung der organisierten Kriminalität ein
zusätzlicher Ressourcenansatz von 222 Arbeitskräften (AK) für den ZFD
vorgesehen. Hierfür wurden auch Planstellen aus bestehenden Haushaltvermerken
dem ZFD priorisiert zugeführt, um die personellen Voraussetzungen für die
Umsetzung der neuen „Strategie zur Bekämpfung der Organisierten
Kriminalität und Geldwäsche durch den Zoll“ zu schaffen. Zudem wurden Dienstposten
im Zollfahndungsdienst zur Umsetzung des Sanktionsdurchsetzungsgesetzes II
ohne entsprechenden Planstellenzulauf eingerichtet. Aktuell ist noch nicht
festgelegt, aus welchen Teilen der Zollverwaltung die Ressourcen eingespart
werden. Die Planstellen für 2025 sind den diesbezüglichen
Haushaltsverhandlungen vorbehalten.
17. Wie ist jeweils der genaue Umsetzungsstand der im Zuge der „Strategie
zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität und Geldwäsche durch
den Zoll“ vorgesehenen Einrichtung des OK-Bekämpfungszentrums im
Zollkriminalamt, der regionalen OK-Ermittlungszentren im
Zollfahndungsdienst und in der Finanzkontrolle Schwarzarbeit sowie des
Innovationszentrums für die technische Einsatz- und
Ermittlungsunterstützung im Zollkriminalamt?
18. Mit welchen jeweiligen personellen und/oder organisatorischen und/
oder die Ausstattung der Einsatzkräfte betreffenden und/oder
anderweitigen Maßnahmen wurde eine im Zuge der „Strategie zur Bekämpfung
der Organisierten Kriminalität und Geldwäsche durch den Zoll“
vorgesehene Stärkung der verfahrensintegrierten Finanzermittlungen im Zoll
herbeigeführt?
Die Fragen 17 und 18 werden gemeinsam beantwortet.
Bis voraussichtlich Mitte 2025 wird die „Optimierte Strategie zur Bekämpfung
der Organisierten Kriminalität und Geldwäsche durch den Zoll“ umgesetzt.
Konkrete Umsetzungsmaßnahmen zu den angefragten Zentren sowie zur
Stärkung der verfahrensintegrierten Finanzermittlungen erfolgen sukzessive in
diesem Zeitraum.
19. Welche genauen Prüfbitten in Bezug auf die FIU sind Gegenstand der
abschließenden Mitteilung des Bundesrechnungshofes (BRH) an das
Bundesministerium der Finanzen (BMF) vom 13. Dezember 2022?
20. Welche genauen Prüfbitten sind der abschließenden Mitteilung des
BRH an das BMF vom 13. Dezember 2022 zu entnehmen, die im
Zusammenhang mit der Verhinderung von Geldwäsche,
Terrorismusfinanzierung, Proliferationsfinanzierung oder Sanktionsumgehung stehen?
21. Zu welchen Anlässen hat der BRH seit 2017 gegenüber der
Bundesregierung welche Aussagen getroffen, die die FIU betreffen?
Die Fragen 19 bis 21 werden gemeinsam beantwortet.
Über die Herausgabe seiner Prüfungsergebnisse entscheidet gemäß § 96
Absatz 4 der Bundeshaushaltsordnung der Bundesrechnungshof. Eine
Veröffentlichung der Prüfbitten und der weiteren Prüfungsergebnisse ist der
Bundesregierung deshalb nicht möglich.
22. Ist die im Pressebericht des ZDF vom 5. Januar 2024 (vgl. www.zdf.de/
nachrichten/politik/deutschland/geldwaesche-lindner-fiu-behoerde-ruec
kstau-meldungen-100.html) in Bezug auf die FIU genannte Anzahl
nicht endbearbeiteter Verdachtsmeldungen von 164 597 korrekt, und
auf welchen Stichtag bezieht sich diese Anzahl?
Ja; die Angabe bezog sich auf den Stichtag 26. Dezember 2023.
Zu berücksichtigen ist dabei, dass seit dem 21. November 2022 – mit der
Einführung des sogenannten 2-Level-Modells – alle Verdachtsmeldungen
unmittelbar mit ihrem Eingang in die weitere Bearbeitung genommen und die für eine
weitere Analyse relevanten einer Analystin oder einem Analysten zugewiesen
werden. Es handelt sich folglich um „in Bearbeitung“ befindliche
Verdachtsmeldungen.
23. Wie viele Verdachtsmeldungen befanden sich bei der FIU im Zeitraum
von Januar 2020 bis Februar 2024 jeweils zum Monatsende sowie zum
20. September 2023 in dem Status „nicht endbearbeitet“?
24. Wie verteilen sich die Verdachtsmeldungen, die zum Stichtag 29.
Februar 2024 bei der FIU im Status „nicht endbearbeitet“ sind, auf die
Monate ihres Eingangs bei der FIU?
25. Wie viele Verdachtsmeldungen befanden sich bei der FIU im Zeitraum
von Januar 2020 bis Februar 2024 jeweils zum Monatsende sowie zum
20. September 2023 gleichzeitig in der Bearbeitung?
26. Wie verteilen sich die Verdachtsmeldungen, die zum Stichtag 29.
Februar 2024 bei der FIU gleichzeitig in der Bearbeitung befindlich sind,
auf die Monate ihres Eingangs bei der FIU?
Die Fragen 23 bis 26 werden gemeinsam beantwortet.
Zur Anzahl der im Zeitraum Januar 2020 bis zur Einführung des 2-Level-
Modells am 21. November 2022 nicht endbearbeiteten Verdachtsmeldungen wird
auf die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion der
CDU/CSU auf Bundestagsdrucksache 20/6467, S. 3, verwiesen.
Mit Einführung des 2-Level-Modells am 21. November 2022 ist der Status
„nicht endbearbeitet“ entfallen, hierzu wird auf die Antworten zu den
Fragen 22 und 31 verwiesen. Die Angaben zu dem ab diesem Zeitpunkt zu
berücksichtigenden Status „in Bearbeitung befindlich“ stellen sich für den
betreffenden Zeitraum vom 22. November 2022 bis zum Stichtag 5. März 2024 wie folgt
dar.
Monat Anzahl Verdachtsmeldungen mit Status
„in Bearbeitung befindlich“
Datenstand*
22. bis 30. November 2022 13 127 08.12.2022
Dezember 2022 21 865 08.01.2023
Januar 2023 31 000 01.02.2023
Februar 2023 40 019 01.03.2023
März 2023 69 001 29.03.2023
April 2023 83 796 03.05.2023
Mai 2023 115 254 06.06.2023
Juni 2023 119 955 04.07.2023
Juli 2023 123 568 01.08.2023
August 2023 138 527 05.09.2023
20. September 2023 143 803 19.09.2023
September 2023 147 561 03.10.2023
Oktober 2023 155 966 31.10.2023
November 2023 162 945 05.12.2023
Dezember 2023 165 942 31.12.2023
Januar 2024 122 197 06.02.2024
1. Februar bis 5. März 2024 90 019 05.03.2024
* Die Auswertung ist aus technischen Gründen zum jeweils angegebenen Datenstand erfolgt
Verteilung der Verdachtsmeldungen, die zum Stichtag 5. März 2024* bei der
FIU im Status „in Bearbeitung befindlich“ sind, auf die Monate ihres Eingangs
bei der FIU
Monat des Eingangs Anzahl Verdachtsmeldungen mit Status „in Bearbeitung befindlich“
Dezember 2022 7
Januar 2023 21
Februar 2023 37
März 2023 110
April 2023 723
Mai 2023 4 181
Juni 2023 11 725
Juli 2023 10 748
August 2023 11 458
September 2023 12 981
Oktober 2023 10 662
November 2023 11 837
Dezember 2023 10 732
Januar 2024 414
Februar 2024 3 386
März 2024 997
27. Von welchen Daten stammen die drei ältesten der Verdachtsmeldungen,
die bei der FIU zum Stichtag 29. Februar 2024 in Bearbeitung waren?
Die erfragten Verdachtsmeldungen datieren vom 2. Dezember 2022 (eine
Verdachtsmeldung) und 6. Dezember 2022 (zwei Verdachtsmeldungen).
In Einzelfällen ist eine längere Bearbeitungsdauer nicht ungewöhnlich und für
die qualitative Arbeit der FIU wichtig, denn oftmals sind vielfältige
Analyseschritte in Abstimmung mit zuständigen Strafverfolgungsbehörden für den
Erfolg zielführend.
28. Werden die bei der FIU zum 1. Januar 2024 eingesetzten Filter nur auf
die seit dem 1. Januar 2024 eingehenden Meldungen angewendet oder
erfolgt eine rückwirkende – gegebenenfalls zusätzliche – Filterung von
allen zuvor in Bearbeitung befindlichen und/oder nicht endbearbeiteten
Verdachtsmeldungen?
Die neu konfigurierten Filter wurden im Dezember 2023 mit den nach § 30
Absatz 2 Satz 7 GwG hierbei zu beteiligenden Strafverfolgungsbehörden und den
Nachrichtendiensten des Bundes abgestimmt und finden seit 1. Januar 2024 auf
alle ab diesem Zeitpunkt bei der FIU eingehenden Verdachtsmeldungen
Anwendung.
Vor dem 1. Januar 2024 eingegangene Verdachtsmeldungen werden bislang
grundsätzlich nach Maßgabe der bisherigen gesetzlichen Regelungen und den
bisherigen Prozessen bewertet und bearbeitet. Eine Ausnahme erfolgt im Wege
der tatbestandlichen Rückanknüpfung bereits für die Verdachtsmeldungen, die
bis zum 1. Januar 2024 noch keine manuelle Erstbewertung erhalten haben,
sodass diese mittels der neu konfigurierten Filter erfolgt. Die rückwirkende
Anwendung der neuen Filter wird im Übrigen geprüft.
29. Wie viele Verdachtsmeldungen sind jeweils in den Zeiträumen vom
1. September 2023 bis zum 1. Januar 2024 sowie seit dem 1. Januar
2024 bei der FIU eingegangen, und wie viele wurden seit dem 1. Januar
2024 unter Verwendung der Filter in die manuelle Analyse überführt?
Zunächst wird auf die Antwort zu Frage 28 verwiesen; die neuen Filter finden
erst seit dem 1. Januar 2024 Anwendung, zuvor wurden sämtliche
Verdachtsmeldungen manuell analysiert.
Im Übrigen kann die Beantwortung nicht offen erfolgen, sondern wird gemäß
der Verschlusssachenanweisung (VSA) als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“
eingestuft in der Anlage 1 vorgenommen.*
Eine Kenntnisnahme durch Unbefugte kann für die Bundesrepublik
Deutschland oder eines ihrer Länder mindestens nachteilig sein. Entsprechend den
internationalen Standards der FATF und den europarechtlichen Vorgaben
arbeitet die FIU im Rahmen ihrer Aufgaben und Befugnisse fachlich unabhängig.
Insbesondere die Arbeitsabläufe und Analyseschritte der operativen Analyse
und die dabei erlangten Erkenntnisse unterliegen strengen
Geheimschutzregelungen. Ein Bekanntwerden der internen Arbeitsweise, der Leistungsfähigkeit
der FIU und der Modalitäten der vertraulichen Zusammenarbeit mit ihren
Partnerbehörden und deren Methoden würde Ermittlungserfolge im Bereich der
Bekämpfung der Geldwäsche, der Terrorismusfinanzierung und der
Sanktionsumgehung gefährden. Dies kann für die wirksame Erfüllung des gesetzlichen Auf-
* Das Bundesministerium der Finanzen hat die Antwort als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die Antwort
ist im Parlamentssekretariat des Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen
werden.
trages der betroffenen Behörde und somit für die Sicherheit und die Interessen
der Bundesrepublik Deutschland mindestens nachteilig sein. Die erbetenen
Angaben werden daher als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft und dem
Deutschen Bundestag gesondert übermittelt.
30. Bei wie vielen Verdachtsmeldungen mit Bezug zu Geldwäsche,
Terrorismusfinanzierung oder einer sonstigen Straftat dauerte die
Endbearbeitung seit Einführung des 2-Level-Modells jeweils länger als drei,
zehn, 30 Tage?
35. Kommt bei der Bearbeitung von Verdachtsmeldungen bei der FIU ein
Vier-Augen-Prinzip zum Tragen, und wenn ja, in welcher Form, oder
werden die eingehenden Verdachtsmeldungen bis zu deren
Endbearbeitung ausschließlich von demjenigen Analysten bearbeitet, dem sie mit
ihrem Eingang bei der FIU zugewiesen werden?
36. Wie wurde die Treffergenauigkeit der FIU-Filter, die den Aussagen des
BMF zufolge hoch sei, gemessen, und wie groß war die Stichprobe?
37. Wie hoch war die Treffergenauigkeit der FIU-Filter zu dem jeweiligen
der nachstehenden Anlässe ihrer Beurteilung, und wie groß war jeweils
die Stichprobe, die der jeweiligen Beurteilung zugrunde lag
a) im Rahmen des im Dezember 2022 begonnenen Auswerteprojektes
(vgl. Ausschussdrucksache 20(7)0338, Sachstand zur
Aufgabenerledigung bei der FIU),
b) nach den Mindestanpassungen aus dem Juni 2023,
c) nach der „Filterertüchtigung“ nach Inkrafttreten des Gesetzes zur
Stärkung der risikobasierten Arbeitsweise der Zentralstelle für
Finanztransaktionsuntersuchungen zum 18. November 2023 (vgl.
Ausschussdrucksache 20(7)0507, Sachstand zur
Aufgabenerledigung bei der FIU)?
38. In welchen zeitlichen Abständen findet die „stichprobenhafte
Kontrolle“ der FIU-Filter (vgl. Ausschussdrucksache 20(7)0507, Sachstand
zur Aufgabenerledigung bei der FIU) statt, mit welcher
Stichprobengröße werden diese Kontrollen durchgeführt, und werden die an dem
Auswerteprojekt bzw. der „Filterertüchtigung“ beteiligten Behörden daran
ebenfalls beteiligt (wenn ja, bitte auch angeben, auf welche dies
zutrifft)?
42. Wie viele Stellen waren bei der FIU im Bereich der operativen Analyse
seit Anfang 2023 jeweils pro Monat offen oder unbesetzt (bitte nach
Monaten aufschlüsseln), und wie lange dauerte die Besetzung einer
Stelle im Bereich der operativen Analyse der FIU seit Anfang 2023
durchschnittlich?
44. Wie viel Personal hat die FIU derzeit, wie viele Arbeitskräfte davon
sind aktuell in der operativen Analyse eingesetzt, und bis zu welchem
Enddatum sollen die derzeit „rund 220“ bei der FIU eingesetzten
Geschäftsaushilfen (vgl. Ausschussdrucksache 20(7)0507, Sachstand zur
Aufgabenerledigung bei der FIU) bei der FIU verbleiben, und aus
welchen Bereichen des Zolls stammen wie viele dieser Geschäftsaushilfen?
49. Wie viele der in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr
2024 bei der FIU eingegangenen Verdachtsmeldungen wurden an das
Bundesamt für Verfassungsschutz übermittelt, weil Anhaltspunkte
bestanden, dass die Information für dessen Arbeit erforderlich ist (bitte
getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
50. Wie viele der in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr
2024 bei der FIU eingegangenen Verdachtsmeldungen wurden an den
Bundesnachrichtendienst übermittelt, weil Anhaltspunkte bestanden,
dass die Information für dessen Arbeit erforderlich ist (bitte getrennt
nach Jahren aufschlüsseln)?
53. Ist die Einstufung einer bei der FIU eingegangenen Verdachtsmeldung
als in Bearbeitung befindlich nur an die Bedingung geknüpft, dass sie
einem Analysten in der operativen Analyse zugewiesen wurde, oder
zusätzlich auch daran, dass derjenige Analyst, dem sie zugewiesen wurde,
die Verdachtsmeldung einer ersten manuellen Bewertung unterzogen
hat, und wenn letzteres zutrifft, durch welchen technischen
Mechanismus wird sichergestellt, dass eine manuelle Begutachtung tatsächlich
stattgefunden hat?
54. Wie viele Verdachtsmeldungen befanden sich bei der FIU im Zeitraum
von Januar 2020 bis Februar 2024 jeweils zum Monatsende im
sogenannten Informationspool der FIU (bitte getrennt nach Monaten
aufschlüsseln)?
55. Wie viele Verdachtsmeldungen wurden im Zeitraum von Januar 2020
bis Februar 2024 jeweils pro Monat in den sogenannten
Informationspool der FIU überführt (bitte getrennt nach Monaten aufschlüsseln)?
80. Wie viele Sofortmaßnahmen nach § 40 des Geldwäschegesetzes hat die
FIU jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr
2024 ergriffen, und wie verteilen sich die im jeweiligen Jahr von der
FIU ergriffenen Sofortmaßnahmen jeweils auf Fälle im Zusammenhang
mit Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, sonstigen Straftaten,
Sanktionen und Proliferationsfinanzierung (bitte jeweils getrennt nach Jahren
sowie nach möglichem Zusammenhang mit Geldwäsche,
Terrorismusfinanzierung, sonstigen Straftaten, Sanktionen und
Proliferationsfinanzierung aufschlüsseln)?
81. In welcher Höhe wurden bei den nach § 40 des Geldwäschegesetzes
ergriffenen Sofortmaßnahmen jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022,
2023 und bislang im Jahr 2024 Transaktionen angehalten, und wie
verteilt sich das Volumen der im jeweiligen Jahr angehaltenen
Transaktionen jeweils auf Fälle im Zusammenhang mit Geldwäsche,
Terrorismusfinanzierung, sonstigen Straftaten, Sanktionen und
Proliferationsfinanzierung (bitte das Transaktionsvolumen jeweils getrennt nach Jahren
sowie nach Transaktionen mit möglichem Zusammenhang mit
Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, sonstigen Straftaten, Sanktionen und
Proliferationsfinanzierung aufschlüsseln)?
82. Auf welche Anzahl von Verdachtsmeldungen haben sich die in den
Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 ergriffenen
Sofortmaßnahmen nach § 40 des Geldwäschegesetzes jeweils bezogen
(bitte getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
85. In wie vielen Fällen wurden bei der FIU Personen seit Januar 2020 vor
Abschluss der Sicherheitsüberprüfung im Bereich der operativen
Analyse eingesetzt, und über welchen Zeitraum erfolgte jeweils ein
etwaiger Einsatz im Bereich der operativen Analyse vor Abschluss der
Sicherheitsüberprüfung?
86. In wie vielen Fällen ergaben sich seit Januar 2020 während der
Sicherheitsüberprüfung von Mitarbeitern der FIU sicherheitserhebliche
Erkenntnisse bzw. wurde ein Sicherheitsrisiko festgestellt (bitte dabei
auch darlegen, in wie vielen der Fälle die jeweiligen Personen weiter
bzw. nicht weiter mit einer sicherheitsempfindlichen Tätigkeit betraut
wurden und/oder ihre Tätigkeit bei der FIU einstellen mussten)?
87. In welchen zeitlichen Abständen werden Sicherheitsüberprüfungen der
im Bereich der operativen Analyse eingesetzten Mitarbeiter der FIU
erneuert?
88. Wie verteilen sich die im Bereich der operativen Analyse eingesetzten
Mitarbeiter der FIU jeweils auf die verschiedenen Arten der
Sicherheitsüberprüfungen nach dem Sicherheitsüberprüfungsgesetz?
89. Welche der Mitarbeiter der FIU haben jeweils Zugriff auf das
Ausländerzentralregister, und an welche vorliegende Stufe der
Sicherheitsüberprüfung nach dem Sicherheitsüberprüfungsgesetz ist der Zugriff von
Mitarbeitern der FIU auf das Ausländerzentralregister geknüpft?
90. In welcher Abteilung wurden die seit Januar 2020 für einen Einsatz im
Bereich der operativen Analyse neu eingestellten Mitarbeiter der FIU
jeweils eingesetzt, bis ihre jeweilige Sicherheitsüberprüfung
abgeschlossen war, und für wie lange war dies jeweils der Fall?
91. Welche Umstände gelten in Bezug auf den Mitarbeiter der FIU aus dem
Bereich der operativen Analyse, auf den sich die Berichterstattung zu
einer mutmaßlichen Informationsweitergabe aus der FIU an externe
Dritte bezieht (vgl. www.bild.de/bild-plus/politik/inland/politik-inland/
miri-clan-spitzel-affaere-bei-lindners-finanzpolizei-87013918.bil
d.html)?
a) Von wann bis wann war der betreffende Mitarbeiter bei der FIU
beschäftigt (bitte mit taggenauen Angaben beantworten)?
b) Wurde der betreffende Mitarbeiter suspendiert, und wenn ja, wann
(bitte mit taggenauen Angaben beantworten)?
c) Von wann bis wann war der betreffende Mitarbeiter in der
operativen Analyse der FIU eingesetzt (bitte mit taggenauen Angaben
beantworten)?
d) In welchen anderen Abteilungen der FIU war der betreffende
Mitarbeiter gegebenenfalls eingesetzt, und in welchen Zeiträumen
(bitte mit taggenauen Angaben beantworten)?
e) Wann wurde für den betreffenden Mitarbeiter der Antrag auf die
Sicherheitsüberprüfung nach dem Sicherheitsüberprüfungsgesetz
gestellt (bitte mit taggenauen Angaben beantworten)?
f) In welcher Stufe wurde die Sicherheitsüberprüfung für den
betreffenden Mitarbeiter beantragt?
g) Wann wurde der FIU das Ergebnis der Sicherheitsüberprüfung des
betreffenden Mitarbeiters übermittelt, und gab es dabei
sicherheitsrelevante Erkenntnisse (bitte mit taggenauen Angaben
beantworten)?
h) Wurde im Zuge der Sicherheitsüberprüfung die finanzielle Situation
des betreffenden Mitarbeiters überprüft?
i) Wurde im Zuge der Sicherheitsüberprüfung des betreffenden
Mitarbeiters eine mögliche Beteiligung an Glücksspiel überprüft?
j) Waren dem betreffenden Mitarbeiter Verdachtsmeldungen
zugewiesen worden, die mit dem Clan im Zusammenhang stehen, in dessen
Auftrag der Mitarbeiter bei der FIU Informationen beschafft haben
soll?
k) Hatte der betreffende Mitarbeiter Zugriff auf das
Ausländerzentralregister, und wenn ja, aus welchen Gründen, und in welchen
Zeiträumen (bitte mit taggenauen Angaben beantworten)?
98. Wie viele Ersuchen wurden in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und
bislang im Jahr 2024 seitens inländischer Behörden an die FIU gestellt
(bitte jeweils getrennt nach ersuchenden Behörden und Jahren
aufschlüsseln)?
99. Wie viele Ersuchen wurden in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und
bislang im Jahr 2024 seitens inländischer Behörden mit Bezug zu
Terrorismusfinanzierung oder staatsschutzrelevanter Kriminalität an die
FIU gestellt (bitte jeweils getrennt nach ersuchenden Behörden und
Jahren aufschlüsseln)?
100. Wie viele Ersuchen wurden in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und
bislang im Jahr 2024 jeweils seitens der FIU an ausländische FIUs
gestellt, und auf die FIUs welcher Länder verteilen sich die gestellten
Ersuchen (bitte jeweils einzeln nach Jahren und Ländern aufschlüsseln)?
101. Wie viele Ersuchen wurden in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und
bislang im Jahr 2024 jeweils seitens ausländischer FIUs an die FIU
gestellt, und auf die FIUs welcher Länder verteilen sich die gestellten
Ersuchen (bitte jeweils einzeln nach Jahren und Ländern aufschlüsseln)?
102. Wie viele Spontaninformationen hat die FIU in den Jahren 2020, 2021,
2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 jeweils von ausländischen FIUs
erhalten, und auf die FIUs welcher Länder verteilen sich die erhaltenen
Spontaninformationen (bitte jeweils einzeln nach Jahren und Ländern
aufschlüsseln)?
103. Wie viele Spontaninformationen hat die FIU in den Jahren 2020, 2021,
2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 jeweils an ausländische FIUs
übermittelt, und auf die FIUs welcher Länder verteilen sich die
übermittelten Spontaninformationen (bitte jeweils einzeln nach Jahren und
Ländern aufschlüsseln)?
107. Wie oft und zu welchen taggenauen Terminen wurden die
Risikobewertungssysteme der FIU seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der
risikobasierten Arbeitsweise der Zentralstelle für
Finanztransaktionsuntersuchungen am 18. November 2023 auf ihre Zielerfüllung
überprüft?
108. Wie oft und zu welchen taggenauen Terminen wurden die
Risikobewertungssysteme der FIU seit Aufnahme der risikobasierten Arbeitsweise
bei der FIU zum Januar 2020 vor dem Inkrafttreten des Gesetzes zur
Stärkung der risikobasierten Arbeitsweise der Zentralstelle für
Finanztransaktionsuntersuchungen am 18. November 2023 auf ihre
Zielerfüllung überprüft?
109. Welche Behörden sind zum Stand 29. Februar 2024 an den Zugriff der
Strafverfolgungsbehörden auf die Daten der FIU angebunden, und seit
wann ist das für die jeweilige Behörde jeweils der Fall (bitte jeweils
getrennt nach Behörden das taggenaue Datum der jeweiligen
Anbindung der Behörde an den Zugriff der Strafverfolgungsbehörden auf die
Daten der FIU angeben)?
110. Welche der an den Zugriff der Strafverfolgungsbehörden auf die Daten
der FIU angebundenen Behörden haben im Zeitraum von August 2022
bis Februar 2024 jeweils in wie vielen Fällen auf die Daten der FIU
zugegriffen, und in wie vielen Fällen stand ein Zugriff jeweils im
Zusammenhang mit solchen Verdachtsmeldungen, die bei der FIU zum
Zeitpunkt des Zugriffs nicht endbearbeitet waren (bitte jeweils getrennt
nach zugreifenden Behörden sowie jeweils nach Gesamtzugriffen und
nach Zugriffen im Zusammenhang mit zum jeweiligen Zeitpunkt nicht
endbearbeiteten Meldungen aufschlüsseln)?
111. Auf die Daten welcher Strafverfolgungs-, Finanz- und
Verwaltungsbehörden kann die FIU zum Stand 29. Februar 2024 jeweils automatisiert
zugreifen, und seit wann besteht jeweils ein automatisierter Zugriff der
FIU auf die Daten der jeweiligen Behörde (bitte jeweils getrennt je
Behörde, bei der ein automatisierter Zugriff besteht, mit taggenauen Daten
beantworten)?
112. Wie oft hat die FIU seit Bestehen eines jeweiligen automatisierten
Zugriffs auf die Daten von Strafverfolgungs-, Finanz- und
Verwaltungsbehörden zum Stand 29. Februar 2024 jeweils auf die Daten welcher
Strafverfolgungs-, Finanz- und Verwaltungsbehörden automatisiert
zugegriffen (bitte jeweils getrennt je Behörde die Anzahl der
automatisierten Zugriffe angeben)?
116. Wie viele der bei der FIU als verdächtig gemeldeten Transaktionen
nach Bestimmungsland entfielen in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023
und bislang im Jahr 2024 jeweils auf welche Bestimmungsländer (bitte
jeweils getrennt nach Jahren sowie nach einzelnen
Bestimmungsländern aufschlüsseln)?
118. Wie viele der bei der FIU als verdächtig gemeldeten Transaktionen
nach Herkunftsland entfielen jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022,
2023 und bislang im Jahr 2024 jeweils auf welche Herkunftsländer
(bitte jeweils getrennt nach Jahren sowie nach einzelnen
Herkunftsländern aufschlüsseln)?
124. Wie viele der Transaktionen nach Herkunftsland (d. h. der nach
Deutschland eingegangenen Transaktionen), die Gegenstand der
insgesamt 289 823 Verdachtsmeldungen waren, die bei der FIU im Rahmen
des Bearbeitungsrückstaus entweder als nicht endbearbeitet oder als mit
unklarem (End-)Status identifiziert worden waren, entfielen jeweils auf
welche Herkunftsländer (bitte jeweils getrennt nach Herkunftsländern
aufschlüsseln)?
125. Wie viele der Transaktionen nach Bestimmungsland (d. h. der von
Deutschland ausgehenden Transaktionen), die Gegenstand der
insgesamt 289 823 Verdachtsmeldungen waren, die bei der FIU im Rahmen
des Bearbeitungsrückstaus entweder als nicht endbearbeitet oder als mit
unklarem (End-)Status identifiziert worden waren, entfielen jeweils auf
welche Bestimmungsländer (bitte jeweils getrennt nach
Bestimmungsländern aufschlüsseln)?
126. Wie viele der jeweils in den Jahren 2022, 2023 und bislang im Jahr
2024 bei der FIU eingegangenen Verdachtsmeldungen stehen im
Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, und
wie viele dieser Verdachtsmeldungen haben jeweils zu Fallabgaben an
inländische Behörden oder Spontaninformationen an ausländische
Behörden geführt (bitte jeweils getrennt nach Jahren sowie jeweils nach
Abgaben an inländische Behörden und Spontaninformationen
aufschlüsseln)?
159. In welcher Höhe werden Vermögenswerte im Register nach § 14 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes geführt, und in welcher Höhe stehen
diese jeweils im Zusammenhang mit natürlichen und juristischen
Personen (bitte jeweils getrennt nach natürlichen und juristischen Personen
aufschlüsseln)?
Die Fragen 30, 35 bis 38, 42, 44, 49, 50, 53 bis 55, 80 bis 82, 85 bis 91k, 98 bis
103, 107 bis 112, 116, 118, 124 bis 126 und 159 werden gemeinsam
beantwortet.
Die Beantwortung kann nicht offen erfolgen, sondern wird gemäß der
Verschlusssachenanweisung (VSA) als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“
eingestuft und in der Anlage 1 vorgenommen.* Hinsichtlich der Begründung der
Einstufung wird auf die Antwort zu Frage 29 verwiesen.
31. Welche Kategorien existieren zum Stand 29. Februar 2024 in Bezug auf
den Bearbeitungsstand der bei der FIU vorliegenden
Verdachtsmeldungen?
Zunächst wird auf die Antwort zu Frage 22 verwiesen.
Es existieren die Bearbeitungsstände „in Bearbeitung befindlich“ und
„endbearbeitet“.
32. Wie viele Verdachtsmeldungen befinden sich zum Stand 29. Februar
2024 durchschnittlich bei einem Analysten im Bereich der operativen
Analyse der FIU, dem die Verdachtsmeldungen unmittelbar mit ihrem
Eingang zugewiesen werden, in Bearbeitung?
Angaben zum Arbeitspensum einzelner Analystinnen und Analysten werden
aufgrund der unzulässigen Leistungskontrolle nicht erhoben.
Im Übrigen kann die Beantwortung nicht offen erfolgen, sondern wird gemäß
der Verschlusssachenanweisung (VSA) als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“
eingestuft und in der Anlage 1 vorgenommen.* Hinsichtlich der Begründung
der Einstufung wird auf die Antwort zu Frage 29 verwiesen.
33. Wie hoch war der Stand der Verdachtsmeldungen, die sich zum Stand
29. Februar 2024 bei den drei Analysten im Bereich der operativen
Analyse der FIU in Bearbeitung befanden, die unter allen Analysten im
Bereich der operativen Analyse über die meisten in Bearbeitung
befindlichen Verdachtsmeldungen verfügten?
34. Wie hoch war der Stand der Verdachtsmeldungen, die sich zum Stand
29. Februar 2024 bei den drei Analysten im Bereich der operativen
Analyse der FIU in Bearbeitung befanden, die unter allen Analysten im
Bereich der operativen Analyse über die wenigsten in Bearbeitung
befindlichen Verdachtsmeldungen verfügten?
Die Fragen 33 und 34 werden gemeinsam beantwortet.
Die FIU kann hierzu keine Angaben machen, da eine diesbezügliche Statistik –
schon aus Gründen der unzulässigen Leistungskontrolle – nicht geführt wird.
* Das Bundesministerium der Finanzen hat die Antwort als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die Antwort
ist im Parlamentssekretariat des Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen
werden.
39. Bei wie vielen der seit der Einführung der zur Überwachung der
Funktionsfähigkeit der FIU getroffenen Zielvereinbarung einer
Endbearbeitung innerhalb von 90 Tagen eingegangenen Verdachtsmeldungen
wurde das Ziel dieser Zielvereinbarung, d. h. eine Endbearbeitung
innerhalb von 90 Tagen, jeweils erfüllt bzw. nicht erfüllt, und wann wurde
die Zielvereinbarung getroffen?
40. Aufgrund welcher sachlichen Begründung wurde bei der zwischen dem
BMF und der FIU getroffenen Zielvereinbarung das Ziel einer
Endbearbeitung von Verdachtsmeldungen innerhalb von 90 Tagen gewählt?
Die Fragen 39 und 40 werden gemeinsam beantwortet.
Nur für das Level 1, also die Bearbeitung von Verdachtsmeldungen in Bezug
auf einfachere Fälle mit geringerer Analysetiefe, wurde die Bearbeitungszeit
von 90 Tagen als reine Orientierungsgröße festgelegt. Hiermit sollte eine
Anlehnung an die anerkannte Drei-Monats-Frist (vgl. Untätigkeitsklage, § 75 der
Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO)) hergestellt werden. Für die Beurteilung
der Angemessenheit der Bearbeitungszeit kommt es stets auf die konkreten
Umstände des Einzelfalls und die Entwicklung des Meldeaufkommens an.
Das Level 2 betrifft stets umfassende Analysen und erfordert andere
Maßnahmen, so dass diese Orientierungsgröße – wie bei anderen OK-Sachverhalten
auch – nicht passen würde.
Bezogen auf den Zeitpunkt der getroffenen Zielvereinbarung am 22. Februar
2023 bis zum Stichtag 29. Februar 2024 wurden 125 884 Verdachtsmeldungen
innerhalb der Drei-Monats-Frist endbearbeitet, bei 70 618 Verdachtsmeldungen
war dies nicht der Fall.
41. Welche Behörden waren in die Entscheidungen über die Kalibrierung
der FIU-Filter im Rahmen der Filterertüchtigung nach Inkrafttreten des
Gesetzes zur Stärkung der risikobasierten Arbeitsweise der Zentralstelle
für Finanztransaktionsuntersuchungen eingebunden, und welche der
beteiligten Behörden haben die Wiedereinsetzung der Filter als
sachgerecht beurteilt?
Mit allen an der Entscheidung beteiligten Behörden wurde das Benehmen über
die Wiedereinführung der neu konfigurierten Filter hergestellt.
Im Übrigen kann die Beantwortung nicht offen erfolgen, sondern wird gemäß
der Verschlusssachenanweisung (VSA) als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“
eingestuft und in der Anlage 1 vorgenommen.* Hinsichtlich der Begründung
der Einstufung wird auf die Antwort zu Frage 29 verwiesen.
43. Zu welchem Termin wird die Bundesregierung ein Gremium des
Deutschen Bundestages gemäß § 28a des Geldwäschegesetzes erstmals über
die Aufgabenerfüllung der FIU informieren, welche Größe hält die
Bundesregierung für ein solches Gremium für sachgerecht, und
befindet sich die Bundesregierung zur Einrichtung des Gremiums in
Abstimmungen mit den Regierungsfraktionen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜ-
NEN und FDP?
Die Bundesregierung wird das Gremium des Deutschen Bundestages gemäß
§ 28a GwG erstmals über die Aufgabenerfüllung der FIU informieren, sobald
dies von dem Gremium auf die Tagesordnung eines Termins gesetzt wird. Es
* Das Bundesministerium der Finanzen hat die Antwort als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die Antwort
ist im Parlamentssekretariat des Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen
werden.
handelt sich um ein Gremium des Deutschen Bundestages, weshalb die
Bundesregierung keine Einschätzung zu der Ausgestaltung des Gremiums abgibt.
45. Wie viele Verdachtsmeldungen sind bei der FIU jeweils in den Jahren
2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 eingegangen, und wie
viele Verdachtsmeldungen wurden jeweils an die
Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet, weil sie im Zusammenhang mit Geldwäsche,
Terrorismusfinanzierung, Proliferationsfinanzierung oder mit einer
sonstigen Straftat stehen (bitte jeweils getrennt nach Jahren und Grund der
Weiterleitung aufschlüsseln)?
Soweit statistisch auswertbar sind die erbetenen Angaben der nachstehenden
Übersicht zu entnehmen.
2020 2021 2022 2023 2024**
Eingegangene Verdachtsmeldungen 144 005 298 507 337 186 322 590 45 843
Davon abgegeben gemäß § 32 Absatz 2 Satz 1
GwG
35 526 56 071 91 665 80 318 11 005
Davon mit Bezug zu Geldwäsche 8 193 11 588 21 254 24 003 1 880
Davon mit Bezug zu Terrorismusfinanzierung 1 060* 1 186* 913* 520 38
Davon mit Bezug zu Sanktionen/Embargo* 624 44
Davon Sonstige 26 273 43 297 69 498 55 171 9 043
* In den Jahren 2020 bis 2022 ist statistisch keine separate Unterscheidung erfolgt
** Stichtag: 29. Februar 2024
46. Wie viele der bei FIU jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und
bislang im Jahr 2024 eingegangenen Verdachtsmeldungen wurden
mindestens einem Risikoschwerpunkt zugeordnet bzw. wie viele wurden
keinem Risikoschwerpunkt zugeordnet (bitte jeweils getrennt nach
Jahren aufschlüsseln)?
Die erbetenen Angaben sind der nachstehenden Übersicht zu entnehmen.
Jahr Gesamtzahl eingegangener
Verdachtsmeldungen
Davon mindestens einem
Risikoschwerpunkt zugeordnet
Davon keinem
Risikoschwerpunkt zugeordnet
2020 144 005 26 013 117 992
2021 298 507 44 086 254 421
2022 337 186 54 815 282 371
2023 322 590 52 157 270 433
2024* 45 843 14 063 31 780
* Stichtag: 29. Februar 2024
47. Bei wie vielen der im Jahr 2023 und bislang im Jahr 2024 bei der FIU
eingegangenen Verdachtsmeldungen erfolgte eine vereinfachte Abgabe
an die Strafverfolgungsbehörden, und bei wie vielen davon jeweils,
weil sie im Zusammenhang mit Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung,
Proliferationsfinanzierung oder mit einer sonstigen Straftat stehen (bitte
jeweils getrennt nach Abgabegrund und nach Jahren aufschlüsseln)?
Die Frage wird dahingehend verstanden, dass die Angabe der Anzahl der im
Level 1 bearbeiteten Verdachtsmeldungen erbeten wird, die mittels einer
vereinfachten, standardisierten Analyse an die zuständigen
Strafverfolgungsbehörden gemäß § 32 Absatz 2 Satz 1 GwG abgegeben wurden. Hiervon sind keine
Sachverhalte mit möglichem Bezug zur Terrorismusfinanzierung und/oder
Proliferationsfinanzierung betroffen, weil diese stets im sogenannten Level 2
bearbeitet werden. Die Analyse wegen möglicher Terrorismusfinanzierung erfolgt
immer priorisiert.
In diesem Verständnis sind die erbetenen Angaben der nachstehenden
Übersicht zu entnehmen.
Level 1 – Abgaben gemäß § 32 Absatz 2 Satz 1 GwG 2023 2024*
Eingegangene Verdachtsmeldungen 322 590 45 843
Davon abgegeben 76 144 8 847
Davon mit Bezug zu Geldwäsche 21 835 789
Davon Sonstige 54 309 8 058
* Stichtag: 29. Februar 2024
48. Wie viele der im Jahr 2023 und bislang im Jahr 2024 bei der FIU
eingegangenen Verdachtsmeldungen wurden in die vertiefte Analyse
überführt, und wie viele davon wurden jeweils an die
Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet, weil sie im Zusammenhang mit Geldwäsche,
Terrorismusfinanzierung, Proliferationsfinanzierung oder mit einer
sonstigen Straftat stehen (bitte jeweils getrennt nach Abgabegrund und nach
Jahren aufschlüsseln)?
Die Frage wird dahingehend verstanden, dass die Angabe der Anzahl der im
Level 2 bearbeiteten Verdachtsmeldungen erbeten wird, die nach vertiefter
Analyse an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden gemäß § 32 Absatz 2
Satz 1 GwG abgegeben wurden.
In diesem Verständnis sind die erbetenen Angaben der nachstehenden
Übersicht zu entnehmen.
Level 2 – Abgaben gemäß § 32 Absatz 2 Satz 1 GwG 2023 2024*
Eingegangene Verdachtsmeldungen 322 590 45 843
Davon in die vertiefte Analyse überführt 7 944 3 249
Davon abgegeben 4 174 2 158
Davon mit Bezug zu Geldwäsche 2 168 1 091
Davon mit Bezug zu Terrorismusfinanzierung 520 38
Davon mit Bezug zu Sanktionen/Embargo 624 44
Davon Sonstige 862 985
* Stichtag: 29. Februar 2024
51. Wie hoch ist das Transaktionsvolumen der in den Jahren 2020, 2021,
2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 bei der FIU eingegangenen
Verdachtsmeldungen, und wie hoch ist das jeweilige Transaktionsvolumen
derjenigen Verdachtsmeldungen, die in den Jahren 2020, 2021, 2022,
2023 und bislang im Jahr 2024 bei der FIU eingegangen sind und an die
Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet wurden, weil sie im
Zusammenhang mit Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung,
Proliferationsfinanzierung oder mit einer sonstigen Straftat stehen (bitte das
Transaktionsvolumen jeweils getrennt nach Weiterleitungsgrund und nach Jahren
aufschlüsseln und, sofern die Bundesregierung entlang ihrer bisherigen
Antworten in Bezug auf das Transaktionsvolumen von
Verdachtsmeldungen darauf verweisen sollte, dass die entsprechenden Pflichtfelder
„von den Verpflichteten vielfach nicht mit den dafür tatsächlich
benötigen Angaben befüllt“ würden und eine „realitätsgetreue Auswertung
[…] nicht möglich“ sei [vgl. die Antwort der Bundesregierung auf die
Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU „Unbeantwortete und
weitere offene Fragen zu Missständen bei der Financial Intelligence Unit“
auf Bundestagsdrucksache 20/7258], darlegen, warum der FIU-
Jahresbericht trotz dessen Aussagen über das Transaktionsvolumen von
Verdachtsmeldungen trifft [vgl. beispielsweise FIU-Jahresbericht 2022,
S. 22: „Hierbei wurden Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von
knapp 3,7 Mio. Euro angehalten.“])?
Zunächst wird auf die vorbenannte Antwort der Bundesregierung in der vom
Fragesteller genannten Fundstelle verwiesen. Ergänzend ist zu berücksichtigen,
dass die statistischen Veröffentlichungen im FIU-Jahresbericht angehaltene
Transaktionen betreffen und nicht sämtliche bei der FIU eingehende
Verdachtsmeldungen. Entsprechende konsolidierte Statistiken für sämtliche eingehende
Verdachtsmeldungen werden nicht geführt.
52. Wie viele der in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr
2024 an die FIU abgegebenen Verdachtsmeldungen entfielen jeweils
auf die verschiedenen Gruppen von Verpflichteten (bitte getrennt nach
Jahren aufschlüsseln)?
Die erbetenen Angaben sind der nachstehenden Übersicht zu entnehmen.
Verpflichtete 2020 2021 2022 2023 2024*
Finanzsektor Kreditinstitute 129 108 180 394 242 930 217 657 35 660
Finanzdienstleistungsinstitute 9 983 12 289 12 121 28 494 5.033
Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute 238 95 386 69 961 63 764 2.918
Agenten 730 911 790 723 56
Selbstständige Gewerbetreibende 0 0 0 0 0
Versicherungsunternehmen 233 222 252 269 32
Kapitalverwaltungsgesellschaften 33 33 69 49 4
Summe Verdachtsmeldungen
Finanzsektor
140 325 289 235 326 123 310 956 43 703
Verpflichtete 2020 2021 2022 2023 2024*
Nichtfinanzsektor
Finanzunternehmen 338 378 620 359 33
Versicherungsvermittler 6 11 15 17 2
Rechtsanwälte 23 83 92 160 36
Kammerrechtsbeistände 0 0 0 0 0
Patentanwälte 0 0 0 0 0
Notare 1 629 6 471 7 223 7 305 1 365
Rechtsbeistände 0 0 0 0 0
Wirtschaftsprüfer und vereidigte
Buchprüfer
7 23 13 31 7
Steuerberater und Steuerbevollmächtigte 15 36 50 57 8
Treuhänder, Dienstleister für
Treuhandgeschäfte
13 6 12 6 4
Lohnsteuerhilfeverein 0 0 1 0 0
Immobilienmakler 135 177 222 260 43
Veranstalter und Vermittler von
Glücksspielen
252 220 462 429 43
Dienstleister für Gesellschaften und für
Treuhandvermögen (außer:
Bürodienstleister/Business-Center) (§ 2 Absatz 1
Nummer 13 GwG)
0 0 0 1 0
Dienstleister i. S. von
Bürodienstleister/Business-Center (§ 2 Absatz 1
Nummer 13c GwG)
0 0 0 3 1
Güterhändler 436 782 1 386 1 746 364
Summe Verdachtsmeldungen
Nichtfinanzsektor
2 854 8 187 10 096 10 374 1 906
Weitere Aufsichtsbehörde 144 173 108 121 17
Finanzbehörden 608 754 653 956 192
Sonstige Verdachtsmeldungen 74 158 206 183 25
Gesamtsumme 144 005 298 507 337 186 322 590 45 843
* Die Zahlen zum Stichtag 29. Februar 2024 sind vorläufig
56. Wie viele der im sogenannten Informationspool der FIU befindlichen
Verdachtsmeldungen sind jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023
und bislang im Jahr 2024 zu einem werthaltigen Sachverhalt erstarkt,
und wie viele davon wurden an die Strafverfolgungsbehörden
abgegeben (bitte getrennt nach Jahren sowie nach erstarkten und abgegebenen
Meldungen aufschlüsseln)?
Die FIU führt hierüber keine gesonderte Statistik. Der Informationspool der
FIU dient als laufende Datenabgleichquelle. Jede Verdachtsmeldung, die für
eine weitere Analyse vorgesehen wird, wird mit dem Datenbestand des
Informationspools abgeglichen.
57. Bei wie vielen der jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und
bislang im Jahr 2024 bei der FIU eingegangenen Verdachtsmeldungen
wurden die bei der Abgabe einer Verdachtsmeldung auszufüllenden
Pflichtfelder zum „Herkunftsland der Transaktion“ („Land*“; vgl.
Handbuch goAML Web Portal) und/oder „genaue[n] Betrag der
Transaktion“ („Betrag in Euro*“; vgl. ebd.) von den Verpflichteten jeweils
mit den für die Pflichtfelder tatsächlich benötigten Angaben befüllt
bzw. nicht mit den dafür tatsächlich benötigten Angaben befüllt (vgl.
Bundestagsdrucksache 20/7258, S. 7), und wie verteilen sich die
Verdachtsmeldungen, bei denen diese mit den dafür tatsächlich benötigten
Angaben befüllt wurden bzw. nicht mit den dafür tatsächlich benötigten
Angaben befüllt wurden, jeweils auf die verschiedenen Gruppen von
Verpflichteten (bitte jeweils getrennt für die genannten Pflichtfelder
sowie für die Gruppen von Verpflichteten nach Jahren aufschlüsseln)?
Die Frage kann aufgrund unverhältnismäßigen Aufwands nicht beantwortet
werden. Hierfür wäre eine manuelle Auswertung sämtlicher
Verdachtsmeldungen, die ab dem Jahr 2020 bei der FIU eingegangen sind, erforderlich.
58. Zu welchen Zeitpunkten und mit welchen Ergebnissen hat die
Bundesregierung geprüft, ob für diejenigen ihrer Antworten auf die Kleinen
Anfragen der Fraktion der CDU/CSU auf den Bundestagsdrucksachen
20/6467 und 20/7258, für die sie eine öffentliche Beantwortung oder
selbst eine Beantwortung unter VS-Einstufung ablehnt, der Grund für
die nach erklärter Maßgabe der Bundesregierung notwendige
Einstufung als Verschlusssache „VS – Vertraulich“ fortbesteht bzw. der
Geheimhaltungsgrad änderungsbedürftig ist oder ob der Grund für die
nach erklärter Maßgabe der Bundesregierung notwendige
Auskunftsverweigerung fortbesteht, obwohl u. a. die Arbeitsweise der FIU
mittlerweile mehrfach grundlegend verändert wurde und schon daher
frühere Informationen keine Rückschlüsse auf die Arbeitsweise der FIU
zulassen, bzw. ob bezüglich dessen ein Änderungsbedarf besteht?
Die betreffenden Kleinen Anfragen sind nach Maßgabe des § 104 Absatz 2 der
Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages (GO-BT) fristgebunden unter
Zugrundelegung der damaligen Sachlage – ggf. als „VS – Vertraulich“
eingestuft – beantwortet worden bzw. es ist eine Beantwortung aus Gründen der
öffentlichen Sicherheit unter Zugrundelegung der damaligen Sachlage
unterblieben. Die Bundesregierung trifft nach entsprechender Beantwortung keine
Pflicht, die Sachlage laufend auf einen Wegfall der Gründe für die eingestufte
Beantwortung oder Nichtbeantwortung zu prüfen und die Beantwortung
nachzuliefern.
59. Wie viele geldwäscherechtlich Verpflichtete haben sich zum Stand
29. Februar 2024 gemäß § 45 des Geldwäschegesetzes bei der FIU
registriert?
Zum Stichtag 15. April 2024 betrifft dies 100 060 Verpflichtete.
60. Wie viele geldwäscherechtlich Verpflichtete unterliegen zum Stand
29. Februar 2024 der Pflicht zur Registrierung bei der FIU gemäß § 45
des Geldwäschegesetzes?
62. Wie viele geldwäscherechtlich Verpflichtete existieren in Deutschland
jeweils im Finanzsektor und im Nicht-Finanzsektor, und wie verteilen
sich diese jeweils auf die einzelnen Gruppen von Verpflichteten?
Die Fragen 60 und 62 werden gemeinsam beantwortet.
Die Mehrzahl der Verpflichteten unterstehen der Aufsicht der Länder. Die
genaue Zahl der Verpflichteten, die der Registrierungspflicht unterliegen, ist der
Bundesregierung daher nicht bekannt.
Insgesamt liegen der Bundesregierung keine konkreten Zahlen der nach dem
GwG Verpflichteten vor. Nach Schätzungen beläuft sich die Zahl auf ca.
1,1 Millionen Rechtseinheiten.
Die Pflicht zur Registrierung nach § 45 Absatz 1 Satz 2 GwG war zunächst für
sämtliche Verpflichtete des GwG ab dem 1. Januar 2024 vorgesehen. Mit Blick
auf das EU-Legislativpaket zur Bekämpfung von Geldwäsche und
Terrorismusfinanzierung sowie glücksspielrechtlicher Neuregelungen, wurde die
Übergangsfrist für Güterhändler, die nicht mit Kunst, Schmuck, Uhren, Edelmetall,
Edelsteinen, Kraftfahrzeugen, Schiffen, Motorbooten oder Luftfahrzeugen
handeln, auf den 1. Januar 2027 erweitert. Die Registrierungspflicht gilt nicht für
Annahmestellen, die nach Maßgabe des § 29 Absatz 6 des
Glücksspielstaatsvertrages 2021 Sportwetten vermitteln. Insgesamt ist die Zahl der Einheiten, für
die ab dem 1. Januar 2024 eine Registrierungsplicht besteht, daher deutlich
niedriger, schätzungsweise weniger als die Hälfte der Gesamtzahl der
Verpflichteten.
61. Wie viele Anträge auf eine Registrierung nach § 45 des
Geldwäschegesetzes sind zum Stand 29. Februar 2024 bei der FIU eingegangen, und
wie viele davon sind zum Stand 29. Februar 2024 noch nicht
abschließend bearbeitet?
Im Zeitraum 26. Juni 2017 bis zum Stichtag 15. April 2024 sind bei der FIU
insgesamt 172 616 Registrierungsanträge eingegangen. Zum Stand 15. April
2024 waren insgesamt 37 320 Anträge noch nicht abschließend bearbeitet.
63. In wie vielen Fällen hat die Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bisher festgestellt, dass Automaten zum Kauf und/oder
Verkauf von Krypto-Werten in Deutschland ohne Erlaubnis betrieben
wurden (bitte getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
Im Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis zum 31. März 2024 hat die BaFin
insgesamt 63 Fälle festgestellt, in denen Automaten zum Kauf und/oder Verkauf von
Krypto-Werten in der Bundesrepublik ohne Erlaubnis betrieben wurden. Die
festgestellte Anzahl der Fälle verteilt sich über die Jahre wie folgt.
Jahr Anzahl
2020 35
2021 10
2022 6
2023 10
2024 2
Gesamt 63
64. In wie vielen Fällen hat die BaFin bisher Kenntnis von
Stellenangeboten erlangt, die eine Betätigung als Finanzagent zum Gegenstand
hatten, und durch wen und über welche Wege wurden diese Angebote
jeweils verbreitet (bitte getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
Die BaFin hat im Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis zum 31. März 2024
Kenntnis von insgesamt 90 Stellenangeboten erlangt, die eine Betätigung als
sogenannter „Finanzagent“ zum Gegenstand hatten. Die festgestellte Anzahl der
Fälle verteilt sich über die Jahre wie folgt.
Jahr Anzahl
2020 16
2021 16
2022 32
2023 24
2024 2
Gesamt 90
Zu den Anbietern der Stellenangebote können keine konkreten Angaben
gemacht werden. Regelmäßig bedienen sich die Anbieter missbräuchlich der
Identitäten tatsächlich existierender Unternehmen.
Aus den der BaFin vorliegenden Erkenntnissen gehen die Wege, über die die
Angebote veröffentlicht wurden, oftmals nicht hervor. Insofern können hierzu
keine konkreten Angaben gemacht werden. Bei den Veröffentlichungsmedien,
die in Einzelfällen bekannt sind, handelt es sich regelmäßig um gängige
Jobbörsen bzw. Online-Jobplattformen.
Neben dem Begriff des „Finanzagenten“ verwenden die Anbieter
entsprechender Stellen verschiedene andere Bezeichnungen. Auf die Verbrauchermitteilung
der BaFin „Treuhandservice: BaFin warnt erneut vor Jobangeboten“ vom
2. September 2021, geändert am 31. Juli 2023 (abrufbar unter www.bafin.de/re
f/19610490), wird hingewiesen.
65. Wie viele Maßnahmen hat die BaFin im Rahmen ihrer
Geldwäscheaufsicht in den Jahren seit 2020 ergriffen, und wie verteilen sich die
ergriffenen Maßnahmen auf die verschiedenen Arten von Maßnahmen und
geldwäscherechtlich Verpflichteten (bitte jeweils getrennt nach Art der
Maßnahme, Art der Verpflichteten und nach Jahren aufschlüsseln)?
Maßnahmen
(rechtskräftig,
veröffentlicht)
2020 2021 2022 2023
Bußgelder 3
Kreditinstitut
Kreditinstitut
Kreditinstitut
3
Kreditinstitut
Kreditinstitut
Kreditinstitut
3
Kreditinstitut
Finanzdienstleistungsinstitut
Kreditinstitut
5
Kreditinstitut
Finanzdienstleistungsinstitut
Finanzdienstleistungsinstitut
Kreditinstitut
Kreditinstitut
Maßnahmen
(rechtskräftig,
veröffentlicht)
2020 2021 2022 2023
Sonstige Maßnahmen
(gesamt):
Anmerkung: In
einigen Fällen erfolgte die
Anordnung
verschiedener Maßnahmen in
einer Veröffentlichung
6 10 8 16
Anordnung zur
Ergreifung von
Maßnahmen
2
Ausländisches
Zahlungsinstitut
Kreditinstitut
5
Kreditinstitut
Kreditinstitut
Kreditinstitut
Kreditinstitut
Kreditinstitut
3
Zahlungsinstitut
Kreditinstitut
Wertpapierinstitut
2
Kreditinstitut
Kreditinstitut
Mängelbeseitigungsanordnung
1
Kreditinstitut
1
Kreditinstitut
4
Finanzdienstleistungsinstitut
Kreditinstitut
Kreditinstitut
Zahlungsinstitut
6
Kreditinstitut
Kreditinstitut
Kreditinstitut
Kreditinstitut
Kreditinstitut
Wertpapierinstitut
Untersagung von
Transaktionen bzw.
Neukundengeschäft
(–) 1
Kreditinstitut
(–) 2
Kreditinstitut
Zahlungsinstitut
Beschränkung von
Geschäftsbeziehungen
(–) (–) (–) 1
Kreditinstitut
Bestellung eines
Sonderbeauftragten
(–) 1
Kreditinstitut
1
Wertpapierinstitut
4
Kreditinstitut
Kreditinstitut
Kreditinstitut
Kreditinstitut
Anordnung zum
Widerruf der
Bestellung eines
Geldwäschebeauftragten
(–) 1
Kreditinstitut
(–) (–)
Verlängerung von
Maßnahmen
(–) (–) (–) 1
Kreditinstitut
Ergänzung von
Maßnahmen
(–) 1
Kreditinstitut
(–) (–)
Allgemeinverfügung 3
ggü. Kreditinstituten
ggü. allen unter
Aufsicht der BaFin
stehenden GW-
Verpflichteten
ggü. allen unter
Aufsicht der BaFin
stehenden GW-
Verpflichteten
(–) (–) (–)
66. Wann haben in den Jahren 2023 und bislang im Jahr 2024 jeweils
Austausche zwischen der Hausleitung des BMF und/oder Staatssekretären
des BMF und der FIU-Leitung stattgefunden, wer war aus dem
Personenkreis der Hausleitung des BMF und/oder der Staatssekretäre des
BMF jeweils daran beteiligt, und was war jeweils der inhaltliche
Gegenstand (bitte chronologisch jeweils nach Gesprächsteilnehmern, Art
des Austausches [persönliches Gespräch, Telefonat, Videokonferenz,
Briefwechsel, E-Mails, Kurznachrichten etc.] und inhaltlichem
Gegenstand aufschlüsseln)?
Die Mitglieder der Bundesregierung, Parlamentarische Staatssekretärinnen und
Parlamentarische Staatssekretäre bzw. Staatsministerinnen und Staatsminister
sowie Staatssekretärinnen und Staatssekretäre pflegen in jeder Wahlperiode im
Rahmen der Aufgabenwahrnehmung Kontakte mit einer Vielzahl von
Akteuren. Dazu gehört im Falle des BMF auch ein steter und häufiger
Arbeitsaustausch mit der Leitung der Behörden der unmittelbaren Finanzverwaltung.
Bezüglich der FIU gilt dies insbesondere für die Staatssekretärin Prof. Dr. Luise
Hölscher, zu deren Geschäftsbereich diese gehörte. Eine Verpflichtung zur
Erfassung sämtlicher geführter Gespräche und Korrespondenzen bzw. deren
Ergebnisse besteht nicht und eine solche umfassende Dokumentation wurde auch
nicht durchgeführt. Zudem werden Gesprächsinhalte nicht protokolliert. Die
nachfolgenden Ausführungen bzw. aufgeführten Angaben erfolgen auf der
Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse sowie vorhandener Unterlagen und
Aufzeichnungen. Diesbezügliche Daten sind somit möglicherweise nicht
vollständig.
Datum BMF FIU Art und Thema des Austauschs
31.01.2023 Parlamentarische
Staatssekretärin Katja Hessel, Staatssekretärin
Prof. Dr. Luise Hölscher
Dr. Tilman Peters,
Dr. Thora Funken
Spontaner Besuch der FIU
14.03.2023 Staatssekretärin Prof. Dr. Luise
Hölscher
Daniel Thelesklaf Kennenlerngespräch
28.03.2023 Staatssekretärin Prof. Dr. Luise
Hölscher
Dr. Tilman Peters Persönliches Gespräch im Rahmen
der Führungsklausur des BMF mit der
Zollverwaltung
29.03.2023 Bundesminister Christian
Lindner
Daniel Thelesklaf Videokonferenz, Kennenlerngespräch
31.05.2023 Parlamentarischer Staatssekretär
Dr. Florian Toncar
Gesamte
Belegschaft der FIU
Vorstellung des Konzepts zum
Aufbau des Bundesamts zur Bekämpfung
von Finanzkriminalität (BBF)
03.07.2023 Staatssekretärin Prof. Dr. Luise
Hölscher
Daniel Thelesklaf Antrittsgespräch
16.08.2023 Staatssekretärin Prof. Dr. Luise
Hölscher
Daniel Thelesklaf Persönliches Gespräch im Rahmen
der Amtseinführung
17.08.2023 Staatssekretärin Prof. Dr. Luise
Hölscher
Daniel Thelesklaf Arbeitsgespräch mit der Präsidentin
der GZD und den Direktionsleitungen
20.09.2023 Parlamentarische
Staatssekretärin Katja Hessel
Daniel Thelesklaf Besuch im Finanzausschuss
26.10.2023 Bundesminister Christian
Lindner
Daniel Thelesklaf Gespräch zu aktuellen Themen
15.11.2023 Staatssekretärin Prof. Dr. Luise
Hölscher
Daniel Thelesklaf Besprechung mit BMF/GZD
Führungskräften
21.02.2024 Parlamentarische
Staatssekretärin Katja Hessel
Daniel Thelesklaf Besuch im Finanzausschuss
11.03.2024 Staatssekretärin Prof. Dr. Luise
Hölscher
Daniel Thelesklaf Persönliches Gespräch im Rahmen
der Führungsklausur des BMF mit der
Zollverwaltung
Im Übrigen fand regelmäßig anlassbezogener Austausch (unmittelbarer und
mittelbarer) im Rahmen der obliegenden Rechts- und Fachaufsicht statt.
67. Wie viele Anzeigen sind bei der BaFin seit 2020 eingegangen, um
Geschäftsbeziehungen oder Transaktionen im Zusammenhang mit
Drittstaaten mit hohem Risiko in Bezug auf Geldwäsche,
Terrorismusfinanzierung und Proliferationsfinanzierung anzuzeigen (bitte jeweils
getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
Eine Aufschlüsselung nach Jahren erfolgte nicht, da die Allgemeinverfügung
keine wiederkehrenden Pflichten der Adressaten begründete und daher die bei
weitem überwiegende Zahl von Meldungen unmittelbar nach Veröffentlichung
der Allgemeinverfügung erfolgte. Spätere Meldungen erfolgten größtenteils
aufgrund eines fehlerhaften Verständnisses der Anforderungen der
Allgemeinverfügung.
a) Wie viele Anzeigen sind bei der BaFin seit 2020 auf Grundlage der
Allgemeinverfügung GW 1-GW 2002-2020/0002 jeweils von welchen
Verpflichtetengruppen eingegangen, um der BaFin das Bestehen von
Geschäftsbeziehungen mit dem Iran oder mit im Iran ansässigen
natürlichen oder juristischen Personen anzuzeigen (bitte jeweils getrennt
nach Verpflichtetengruppen und nach Jahren aufschlüsseln)?
Im genannten Zeitraum sind bei der BaFin insgesamt 5 340
Geschäftsbeziehungen von den Adressaten der Allgemeinverfügung gemeldet worden, davon
5 330 von 416 Kreditinstituten und zehn von sechs Versicherungen.
b) Wie viele Anzeigen sind bei der BaFin seit 2020 auf Grundlage der
Allgemeinverfügung GW 1-GW 2002-2020/0002 jeweils von welchen
Verpflichtetengruppen eingegangen, um der BaFin das Bestehen von
Transaktionen mit dem Iran oder mit im Iran ansässigen natürlichen
oder juristischen Personen anzuzeigen (bitte jeweils getrennt nach
Verpflichtetengruppen und nach Jahren aufschlüsseln)?
Im genannten Zeitraum sind der BaFin insgesamt 9 564 Transaktionen von den
Adressaten der Allgemeinverfügung gemeldet worden, davon 9 511 von
416 Kreditinstituten und 53 von zehn Versicherungen.
c) Wie viele Anzeigen sind bei der BaFin seit 2020 auf Grundlage der
Allgemeinverfügung GW 1-GW 2002-2020/0002 jeweils von welchen
Verpflichtetengruppen eingegangen, um der BaFin das Bestehen von
Geschäftsbeziehungen mit Nordkorea oder mit in Nordkorea
ansässigen natürlichen oder juristischen Personen anzuzeigen (bitte jeweils
getrennt nach Verpflichtetengruppen und nach Jahren aufschlüsseln)?
Im genannten Zeitraum sind der BaFin insgesamt drei Geschäftsbeziehungen
von Kreditinstituten und keine von Versicherungen gemeldet worden.
d) Wie viele Anzeigen sind bei der BaFin seit 2020 auf Grundlage der
Allgemeinverfügung GW 1-GW 2002-2020/0002 jeweils von welchen
Verpflichtetengruppen eingegangen, um der BaFin das Bestehen von
Transaktionen mit Nordkorea oder mit in Nordkorea ansässigen
natürlichen oder juristischen Personen anzuzeigen (bitte jeweils getrennt
nach Verpflichtetengruppen und nach Jahren aufschlüsseln)?
Im genannten Zeitraum erfolgten an die BaFin keine Meldungen von
Transaktionen mit Nordkorea oder in Nordkorea ansässigen natürlichen oder juristischen
Personen.
68. Wie viele Behörden üben in Deutschland die Geldwäscheaufsicht über
den Nicht-Finanzsektor aus, wie viele Verpflichtete des Nicht-
Finanzsektors stehen durchschnittlich unter der Aufsicht einer
Aufsichtsbehörde, und welchen drei Aufsichtsbehörden im Nicht-Finanzsektor
unterstehen jeweils die meisten bzw. die wenigsten Verpflichteten (bitte
jeweils auch angeben, wie viele Verpflichtete den jeweiligen
Aufsichtsbehörden unterstehen)?
Die Ausübung der Geldwäscheaufsicht über den sogenannten
Nichtfinanzsektor und folglich die Kenntnis der entsprechenden Verpflichteten obliegt in
Deutschland weitestgehend den Ländern. Die zuständigen Aufsichtsbehörden
übermitteln zu ihrer Aufsichtstätigkeit gemäß § 51 Absatz 9 GwG statistische
Daten an das BMF. In 2023 hat das BMF von 320 Behörden des
Nichtfinanzsektors statistische Daten erhalten. Angaben, wie viele Verpflichtete durch die
Aufsichtsbehörden zu beaufsichtigen sind, stellen keinen Gegenstand der
Statistikmeldung für den Bereich der geldwäscherechtlichen Aufsicht nach § 51
Absatz 9 GwG dar und werden von der Bundesregierung daher nicht erhoben.
Es kann folglich keine aktuelle Aussage zur Größe des durchschnittlich von
einer Aufsichtsbehörde zu beaufsichtigenden Verpflichtetenkreises oder zur
Zuständigkeit einzelner Aufsichtsbehörden getroffen werden. Eine Erhebung der
Gesamtzahl der Verpflichteten des Nichtfinanzsektors in Deutschland wurde im
Rahmen der vergangenen FATF-Deutschlandprüfung vorgenommen und kann
der Anlage B des „Mutual Evaluation Report of Germany“ der FATF vom
August 2022 entnommen werden (abrufbar unter folgender Adresse: www.fatf-gaf
i.org/content/dam/fatf-gafi/mer/Mutual-Evaluation-Report-Germany-2022.pdf.
coredownload.inline.pdf).
69. Wie verteilen sich die beim Bundesamt für die Bekämpfung von
Finanzkriminalität (BBF) gemäß den Vorschlägen der Bundesregierung
innerhalb des Entwurfs eines Gesetzes zur Verbesserung der
Bekämpfung von Finanzkriminalität (FKBG) neu zu schaffenden Stellen auf die
beiden Standorte Köln und Dresden (bitte jeweils getrennt nach
Standorten, Jahren und Besoldungsgruppen aufschlüsseln), und wie verteilen
sich die insgesamt vorgesehenen Stellen des BBF nach Abschluss der
Aufbauphase auf die beiden Standorte Köln und Dresden (bitte jeweils
getrennt nach Standorten, Jahren und Besoldungsgruppen
aufschlüsseln)?
Grundsätzlich sollen in Köln die Behördenteile untergebracht werden, für deren
Aufgabenerfüllung eine räumliche Nähe zu den dort ansässigen
Partnerbehörden notwendig ist, also die Ermittlungsbereiche sowie dazugehörige
Querschnitts- und Leitungsbereiche. Alle weiteren Einheiten, die nicht aus
wichtigen Gründen in Köln beheimatet werden müssen, also diverse
Querschnittsbereiche, ein Teil des Leitungsbereichs sowie die ZfG, sollen in Dresden verortet
werden. Die Aufteilung auf die Standorte soll auch gegebene Platzreserven in
den Bestandsliegenschaften berücksichtigen, so dass z. B. keine Neu-
Anmietungen von Liegenschaften in der ersten Phase notwendig werden und die
Unterbringung haushalterisch kostenneutral erfolgen kann. Die FIU als zukünftige
Abt. III des BBF soll an ihren bisherigen Standorten in Köln und Dresden
verbleiben – genauso wie die bereits in Köln angesiedelte Zentralstelle für
Sanktionsdurchsetzung. Die Planungen zur exakten Aufteilung der neuen Stellen auf
die Standorte und auch der Gesamtzahl der Stellen des BBF sind derzeit noch
nicht abgeschlossen.
Die derzeitigen Planungen zur Aufteilung sehen vor, dass insgesamt etwa ein
Drittel der Beschäftigten in Dresden (inklusive Nebensitz Görlitz) arbeiten
werden und zwei Drittel in Köln.
70. Welche Unternehmen wurden im Zusammenhang mit dem BBF und/
oder dem FKBG von der Bundesregierung mit der Erbringung von
Beratungsdienstleistungen beauftragt, worin bestanden die jeweiligen
beauftragten Dienstleistungen, und welche finanziellen Verpflichtungen
ergaben sich aus den jeweiligen Beauftragungen?
Die Angaben sind als „VS – Vertraulich“* eingestuft, da die für
individualisierte Leistungen anfallenden und abgerechneten Vertragsentgelte zu den Betriebs-
und Geschäftsgeheimnissen der Auftragnehmer i. S. d. § 203 Absatz 2
Nummer 1 des Strafgesetzbuches (StGB) zählen und somit deren Kenntnisnahme
durch Unbefugte für die Interessen der Bundesrepublik Deutschland oder eines
ihrer Länder schädlich sein kann. Die betreffenden Informationen sind nur
einem sehr eingeschränkten Personenkreis bekannt und werden auch nach dem
Willen der innerhalb eines Unternehmens Informierten nicht publiziert. Diese
Vertragsentgelte dokumentieren den Umfang der mit bestimmten
Vertragspartnern in bestimmten Geschäftsfeldern in einem erkennbaren Zeitraum erzielten
Umsätze und beruhen im Gesamtergebnis wie im Detail auf den ebenfalls
vertraulichen einzelvertraglichen Vereinbarungen. Für diejenigen, die über
Kenntnisse der Branchenüblichkeiten verfügen, lassen sie ferner Rückschlüsse auf
den Umfang der abgerechneten Leistungen zu. Der Gesetzgeber selbst hat die
unbefugte Offenbarung eines Betriebs- und Geschäftsgeheimnisses mit der o. a.
Norm für Amtsträger unter Strafe gestellt. Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse
unterliegen zudem dem Schutz von Artikel 12 Absatz 1 des Grundgesetzes.
Eine Abwägung mit dem Informationsinteresse des Parlaments führt deshalb
für diese Fälle aus Sicht der Bundesregierung dazu, dass eine offene
Benennung der Auftragswerte nicht möglich ist, da im Zusammenhang mit bereits
erfolgten anderen offenen Meldungen Rückschlüsse auf die jeweiligen
Auftragnehmer möglich sind oder aber von den jeweiligen Auftragnehmern keine
ausdrückliche Einwilligung zur offenen Meldung vorliegt.
71. Steht bereits fest, wer dem BBF als Präsident vorstehen soll, und wenn
nein, bis wann soll die Auswahl des Präsidenten des BBF
abgeschlossen sein?
Eine Personalentscheidung zum Präsidenten/zur Präsidentin ist noch nicht
getroffen. Zum Zeitpunkt des Abschlusses der Auswahl kann derzeit ebenfalls
noch keine Aussage getroffen werden. Die Personalgewinnung für eine neue
Behörde ist insoweit regelmäßig maßgeblich vom Errichtungsdatum abhängig
(vgl. auch Antwort zu Frage 72).
72. Wie viele der 262 im Jahr 2024 zu schaffenden Planstellen bzw. Stellen
beim BBF (vgl. Bundestagsdrucksache 20/9648, S. 79) wurden bereits
besetzt, in welcher jeweiligen Besoldungsgruppe wurden diese besetzt,
und wie viele der Bewerber, mit denen die Stellen besetzt wurden,
kommen jeweils vom Zoll, von der Bundespolizei, einer Landespolizei oder
von anderen staatlichen Stellen, und wie viele kommen aus der
Privatwirtschaft (bitte jeweils getrennt nach Bewerberherkunft und nach
Besoldungsgruppen aufschlüsseln)?
Die Rekrutierung von Stammbeschäftigten für das BBF kann erst dann
erfolgen, wenn das Finanzkriminalitätsbekämpfungsgesetz in Kraft getreten, mithin
die Behörde errichtet ist.
* Das Bundesministerium der Finanzen hat die Antwort als „VS – Vertraulich“ eingestuft. Die Antwort ist in der
Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort nach Maßgabe der Geheimschutzordnung
eingesehen werden.
73. Wie erklärt die Bundesregierung, dass die älteste der zum Stand 17.
Januar 2024 bei der FIU in Bearbeitung befindlichen
Verdachtsmeldungen vom 18. November 2022 datiert (vgl. Ausschussdrucksache
20(7)0514, 79. Sitzung des Finanzausschusses des Deutschen
Bundestages am 17. Januar 2024; Tagesordnungspunkt [TOP] 12:
Selbstbefassung „Berichte über mehr als 160.000 offene Verdachtsmeldungen bei
der Financial Intelligence Unit (FIU)“ – Nachfragen des Abgeordneten
Matthias Hauer (Fraktion der CDU/CSU)), wenn im Rahmen der
Aufarbeitung des Bearbeitungsrückstaus der insgesamt 289 823
Verdachtsmeldungen, die bei der FIU entweder als nicht endbearbeitet oder als
mit unklarem (End-)Status identifiziert worden waren,
„Verdachtsmeldungen im Zeitraum 1. Januar 2020 bis 20. November 2022“
Gegenstand einer „umfassenden Betrachtung“ waren (vgl.
Ausschussdrucksache 20(7)0268, Schlussbewertung des BMF zu den
Bearbeitungsrückständen bei der FIU im Bereich der operativen Analyse) und die
Bundesregierung am 19. Juni 2023 mitgeteilt hat, dass seit dem 25. Mai
2023 kein zu bearbeitender Bearbeitungsrückstand mehr besteht (vgl.
Ausschussdrucksache 20(7)0338, Sachstand zur Aufgabenerledigung
bei der FIU)?
Die benannte Verdachtsmeldung war nicht Teil des seinerzeitigen, zum 25. Mai
2023 vollständig behobenen Bearbeitungsrückstands. Sie stellte eine solche
Verdachtsmeldung dar, die (erst) am 18. November 2022 bei der FIU einging
und unmittelbar mit ihrem Eingang für die weitere Analyse vorgesehen und in
die zugehörige Bearbeitung überführt wurde. Ihre Endbearbeitung wurde am
14. Februar 2024 abgeschlossen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass
Verdachtsmeldungen nach ihrer Zeitkritikalität und ihrem Risikogehalt abgearbeitet
werden.
74. Wann wird die Bundesregierung einen Gesetzentwurf vorlegen, mit
dem ein administratives Verfahren für Ermittlungen verdächtiger
Vermögensgegenstände geschaffen wird, welches nach Angaben des BMF
„[…] als separater Gesetzesvorschlag, jedoch als wesentlicher Teil des
aktuellen Reformpakets, eingebracht“ werden soll (vgl. bundesfinanzmi
nisterium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Geldw
aesche-bekaempfen/voller-einsatz-gegen-finanzkriminalitaet.html)?
75. Soll das Verfahren für Ermittlungen verdächtiger
Vermögensgegenstände, zu dem das BMF einen Gesetzesvorschlag angekündigt hat (vgl. bu
ndesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlagl
ichter/Geldwaesche-bekaempfen/voller-einsatz-gegen-finanzkriminalita
et.html), rein gefahrenabwehrrechtlich ausgestaltet sein oder wird
seitens der Bundesregierung eine Ausgestaltung als
Einziehungsinstrument mit einer strafrechtlichen Anlasstat angestrebt?
Die Fragen 74 und 75 werden gemeinsam beantwortet.
Die Bundesregierung hat sich im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zum
Finanzkriminalitätsbekämpfungsgesetz darauf verständigt, dass im Rahmen des
verfassungsrechtlich Zulässigen ein neues Verfahren für Ermittlungen in Bezug
auf verdächtige Vermögensgegenstände geschaffen werden soll. Das BMF hat
hierzu den Referentenentwurf eines Gesetzes zum Schutz des Wirtschafts- und
Finanzsystems vor der Verschleierung und Einbringung bedeutsamer
inkriminierter Vermögenswerte vorgelegt und auf seiner Internetseite veröffentlicht
(www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Gesetzestexte/Gesetze_Gesetz
esvorhaben/Abteilungen/Abteilung_III/20_Legislaturperiode/2024-04-23-VVB
G/0-Gesetz.html).
76. Steht die Regelung, dass der Einsatz verdeckter
Ermittlungsmaßnahmen in Bezug auf Geldwäschetaten innerhalb der Strafprozessordnung
an einen Vortatenkatalog geknüpft ist, dem „follow-the-money“-Ansatz
nach Ansicht der Bundesregierung entgegen, wenn nein, warum nicht,
und wenn ja, beabsichtigt die Bundesregierung, eine gesetzliche
Regelung für einen Vortaten-unabhängigen Einsatz verdeckter
Ermittlungsmaßnahmen vorzuschlagen?
Die Bundesregierung prüft derzeit, ob eine Änderung der verdeckten
Ermittlungsmaßnahmen zur effektiven Geldwäschebekämpfung erforderlich ist.
77. In wie vielen Fällen erfolgten jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022,
2023 und bislang im Jahr 2024 im Zusammenhang mit der Verbringung
von Bargeld Sicherstellungen nach § 12a Absatz 7 des
Zollverwaltungsgesetzes, wie verteilen sich die Fälle jeweils auf die Gründe der
Sicherstellung, welche Herkunfts- und Bestimmungsländer waren dabei
jeweils betroffen, und in welcher Höhe wurden dabei jeweils Barmittel
sichergestellt (bitte die Höhe der sichergestellten Barmittel jeweils
getrennt nach Jahren und dem Grund der Sicherstellung sowie nach
betroffenen Herkunfts- und Bestimmungsländern aufschlüsseln)?
Die Informationen ergeben sich aus den nachfolgenden Tabellen. Hinsichtlich
der Zahlen ist zu berücksichtigen, dass für eine Sicherstellung mehrere Gründe
vorliegen können, weshalb die Gesamtzahl der Sicherstellungen eines Jahres
von der Summe der Sicherstellungsgründe abweichen kann.
Gesamtzahl Sicherstellungen gemäß § 12a Absatz 7 Satz 1 ZollVG
Jahr Gesamtzahl
eingeleitete
Sicherstellungen gemäß
§ 12a Absatz 7
Satz 1 ZollVG
Gesamtwert
der
Sicherstellungen
(Wert in
Mio. Euro)
Sicherstellungsgründe
Geldwäsche
Terrorismusfinanzierung
Vereinsverbot
Bereitstellungsverbot
2020 427 38,95 425 14 3 1
2021 637 27,74 634 10 2 1
2022 632 34,8 626 17 0 0
2023 797 305,78 793 8 0 0
2024* 163 5,61 162 2 0 0
* Stichtag: 28. März 2024
Zu den im Übrigen erbetenen Angaben zu den Herkunfts- und
Empfängerländern kann die Beantwortung nicht offen erfolgen, sondern wird gemäß der
Verschlusssachenanweisung (VSA) als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“
eingestuft und in der Anlage 1 vorgenommen.* Hinsichtlich der Begründung der
Einstufung wird auf die Antwort zu Frage 29 verwiesen.
* Das Bundesministerium der Finanzen hat die Antwort als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die Antwort
ist im Parlamentssekretariat des Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen
werden.
78. In wie vielen Fällen erfolgten jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022,
2023 und bislang im Jahr 2024 im Zusammenhang mit der
grenzüberschreitenden Verbringung von Bargeld Abgaben an die
Strafverfolgungsbehörden, mit Barmitteln welcher Höhe standen diese jeweils im
Zusammenhang, wie verteilen sich die Fälle jeweils auf die Gründe der
Abgabe, und welche Herkunfts- und Bestimmungsländer waren dabei
jeweils betroffen (bitte jeweils getrennt nach Jahren die Fallzahl der
Abgaben, die Höhe der betroffenen Barmittel, den Abgabegrund und
die betroffenen Herkunfts- und Bestimmungsländer angeben)?
Im Anschluss an eine Sicherstellung nach § 12a Absatz 7 des
Zollverwaltungsgesetzes (ZollVG) führt der Zollfahndungsdienst ein Clearingverfahren zur
Aufklärung der Herkunft und des Verwendungszwecks von Barmitteln und
gleichgestellten Zahlungsmitteln durch. Ergeben sich hierbei zureichende
tatsächliche Anhaltspunkte für Geldwäsche im Zusammenhang mit dem
grenzüberschreitenden Verkehr von Barmitteln und gleichgestellten Zahlungsmitteln
oder Straftaten, die in die Ermittlungszuständigkeit der Zollbehörden fallen,
leitet der Zollfahndungsdienst ein Ermittlungsverfahren ein. Entsprechende
Fallzahlen können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Ergeben sich im
Rahmen des Clearingverfahrens Hinweise auf sonstige Straftaten und
Zuwiderhandlungen, die nicht in die Ermittlungszuständigkeit des
Zollfahndungsdienstes fallen, gibt dieser den Vorgang an die zuständige Strafverfolgungsbehörde
ab. Zu entsprechenden Abgaben liegen keine belastbaren statistischen Angaben
vor. Zu den Herkunfts- und Bestimmungsländern wird auf die Antwort zu
Frage 77 verwiesen.
Durch den ZFD eingeleitete Ermittlungsverfahren gemäß § 1 Absatz 5 Satz 1
ZollVG
Jahr Eingeleitete Ermittlungsverfahren
2020 110
2021 248
2022 290
2023 353
2024* 62
* Stichtag: 26. März 2024
79. Ist ein Verpflichteter nach Auffassung der Bundesregierung dazu
verpflichtet, eine Transaktion, wegen der eine Verdachtsmeldung nach § 43
des Geldwäschegesetzes abgegeben wurde, auszuführen, wenn ihm die
Ausführung der Transaktion nach Ablauf des dritten Werktags nach
dem Abgangstag der Meldung nicht von der FIU oder der
Staatsanwaltschaft untersagt wurde?
Der Gesetzgeber hat durch den Wortlaut des § 46 Absatz 1 GwG („darf
frühestens“) zum Ausdruck gebracht, dass kein zwingender Automatismus zu einer
unmittelbaren Durchführung der Transaktion nach Ablauf des dritten
Werktages besteht. § 46 GwG sieht u. a. vor, dass die Transaktion „frühestens“
durchgeführt werden darf, wenn der dritte Werktag nach dem Abgangstag der
Meldung verstrichen ist, ohne dass die Durchführung der Transaktion durch die
FIU oder die Staatsanwaltschaft untersagt worden ist. Ein weiteres Anhalten
der Transaktion kann z. B. erforderlich sein, wenn sich Hinweise für eine
Geldwäschehandlung oder Terrorismusfinanzierung nahezu aufdrängen. Aus Sicht
des Verpflichteten sind auch zivilrechtliche Pflichten aus seinen vertraglich
geregelten Kundenbeziehungen zu berücksichtigen.
83. In wie vielen Fällen haben die 27 091 im Rahmen der Abarbeitung des
Rückstaus der insgesamt 289 823 Verdachtsmeldungen, die bei der FIU
im Rahmen des Bearbeitungsrückstaus entweder als nicht endbearbeitet
oder als mit unklarem (End-)Status identifiziert worden waren, an die
zuständigen Strafverfolgungsbehörden abgegebenen
Verdachtsmeldungen (vgl. Bundestagsdrucksache 20/7258, S. 12) jeweils dazu geführt,
dass ein Strafverfahren eingeleitet wurde, und wie verteilen sich die
eingeleiteten Strafverfahren jeweils auf Fälle, bei denen ein Bezug zu
Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung oder zu einer sonstigen Straftat
bestand?
Der FIU liegen hierzu keine belastbaren Informationen vor. Zwar hat die
zuständige Staatsanwaltschaft der FIU nach § 42 Absatz 1 Satz 1 GwG die
Erhebung der öffentlichen Klage und den Ausgang des Verfahrens einschließlich
aller Einstellungsentscheidungen mitzuteilen, hieraus ergibt sich aber kein
vollständiges Bild. Insoweit sind diesbezügliche Auskünfte bei den zuständigen
Strafverfolgungsbehörden (der Länder) einzuholen.
84. Wurden die Verdachtsmeldungen im unteren zweistelligen Bereich, die
Teil des Rückstaus der insgesamt 289 823 Verdachtsmeldungen, die bei
der FIU im Rahmen des Bearbeitungsrückstaus entweder als nicht
endbearbeitet oder als mit unklarem (End-)Status identifiziert worden
waren, bei denen nach Auskunft des BMF vom 19. Juni 2023 noch
tiefergehende Analysen notwendig waren (vgl. Ausschussdrucksache
20(7)0338, Sachstand zur Aufgabenerledigung bei der FIU),
mittlerweile endbearbeitet, und wenn ja, an welchem Tag wurde die letzte dieser
Verdachtsmeldungen endbearbeitet?
Ja, die letzte der gegenständlichen Verdachtsmeldungen wurde am 13. Juni
2023 endbearbeitet.
92. Wie viele Transaktionen sind Gegenstand der jeweils in den Jahren
2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 bei der FIU
eingegangenen Verdachtsmeldungen (bitte getrennt nach Jahren
aufschlüsseln)?
Die erbetenen Angaben sind der nachstehenden Übersicht zu entnehmen.
Aufgrund gesetzlich vorzunehmender Löschungen von Verdachtsmeldungen
kann der Ausweis erst ab dem Jahr 2022 erfolgen.
Jahr Transaktionen, die Gegenstand eingegangener Verdachtsmeldungen sind
2022 1 480 071
2023 1 412 437
2024* 251 038
* Stichtag: 29. Februar 2024
93. Wie verteilen sich die Transaktionen, die Gegenstand der jeweils in den
Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 bei der FIU
eingegangenen Verdachtsmeldungen sind, auf die Transaktionsarten
Banküberweisung, Bareinzahlung, Barabhebung, Geldwechsel, Krypto-
Transfer, Güterkauf oder auf sonstige Transaktionen (bitte jeweils
getrennt nach Jahren und Transaktionsarten aufschlüsseln)?
Die FIU führt hierüber keine Statistik. Die Auswertung sämtlicher
Einzelvorgänge würde einen unverhältnismäßigen Aufwand darstellen.
94. Wie viele Verdachtsmeldungen sind 2020, 2021, 2022, 2023 und
bislang im Jahr 2024 jeweils bei der FIU eingegangen, bei denen die
Verpflichteten Auffälligkeiten im Zusammenhang mit Krypto-Werten als
Meldungsgrund angaben, und wie viele dieser Meldungen führten zu
einer Abgabe an die Strafverfolgungsbehörden (bitte jeweils getrennt
nach Jahren aufschlüsseln)?
Die erbetenen Angaben sind der nachstehenden Übersicht zu entnehmen.
Jahr Anzahl Verdachtsmeldungen, bei denen die
Verpflichteten Auffälligkeiten im Zusammenhang
mit Krypto-Werten als Meldungsgrund angaben
Davon an zuständige
Strafverfolgungsbehörden gemäß § 32 Absatz 2 Satz 1 GwG
abgegeben
2020 2 058 811
2021 5 235 2 246
2022 9 305 4 274
2023 8 053 3 033
2024* 1 276 583
* Stichtag: 29. Februar 2024
95. Wie viele Verdachtsmeldungen sind in den Jahren 2020, 2021, 2022,
2023 und bislang im Jahr 2024 jeweils bei der FIU eingegangen, die
sich auf Krypto-Transaktionen zwischen Wallet-Adressen bezogen, und
wie viele dieser Meldungen führten zu einer Abgabe an die
Strafverfolgungsbehörden (bitte jeweils getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
Die Frage wird dahingehend verstanden, dass die Angabe der Anzahl der bei
der FIU jährlich eingegangenen Verdachtsmeldungen erbeten wird, die im
Zusammenhang mit Auffälligkeiten mit ausschließlichem Bezug zu Krypto-
Transaktionen zwischen Wallet-Adressen zu berücksichtigen sind, sowie die Anzahl
jeweils zugehöriger Abgaben an zuständige Behörden gemäß § 32 Absatz 2
Satz 1 GwG.
In diesem Verständnis sind die erbetenen Angaben der nachstehenden
Übersicht zu entnehmen.
Jahr Anzahl Verdachtsmeldungen, bei denen
die Verpflichteten Auffälligkeiten im
Zusammenhang mit Krypto-Transaktionen
zwischen Wallet-Adressen als
Meldungsgrund angaben
Davon an zuständige
Strafverfolgungsbehörden gemäß § 32
Absatz 2 Satz 1 GwG abgegeben
2023 (04.04.–31.12.2023) 561 409
2024* 296 151
* Stichtag: 29. Februar 2024
96. Wie viele der jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang
im Jahr 2024 bei der FIU eingegangenen Verdachtsmeldungen stehen
im Zusammenhang mit Glücksspielanbietern, und wie viele dieser
Meldungen führten zu einer Abgabe an die Strafverfolgungsbehörden (bitte
jeweils getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
Die mit der Frage adressierten „Verdachtsmeldungen im Zusammenhang mit
Glücksspielanbietern“ werden so verstanden, dass damit insgesamt
Ausführungen zu Verdachtsmeldungen mit möglichem Bezug zu Glücksspiel erbeten sind.
In diesem Verständnis sind die erbetenen Angaben der nachstehenden
Übersicht zu entnehmen.
Jahr Anzahl Verdachtsmeldungen, bei denen die Verpflichteten
Auffälligkeiten im Zusammenhang mit Glücksspiel als
Meldungsgrund angaben
Davon an zuständige
Strafverfolgungsbehörden gemäß § 32
Absatz 2 Satz 1 GwG abgegeben
2020 5 288 1 167
2021 19 176 3 014
2022 29 933 8 487
2023 20 981 8 521
2024* 3 279 426
* Stichtag: 29. Februar 2024
97. Wie viele der jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang
im Jahr 2024 bei der FIU eingegangenen Verdachtsmeldungen stehen
im Zusammenhang mit der grenzüberschreitenden Verbringung von
Bargeld, mit Barmitteln in welcher Höhe standen diese jeweils im
Zusammenhang, wie viele dieser Meldungen führten jeweils aus welchen
Gründen zu einer Abgabe an die Strafverfolgungsbehörden, und welche
Herkunfts- und Bestimmungsländer waren dabei jeweils betroffen (bitte
jeweils getrennt nach Jahren die Fallzahl der Verdachtsmeldungen, die
Höhe der betroffenen Barmittel, die Abgaben an die
Strafverfolgungsbehörden und die jeweiligen Abgabegründe sowie die betroffenen
Herkunfts- und Bestimmungsländer aufschlüsseln)?
Die erbetenen Angaben sind – soweit der FIU vorliegend – den nachstehenden
Übersichten zu entnehmen. Weitergehende Angaben können aufgrund
unverhältnismäßigen Aufwands nicht belastbar erfolgen, weil hierfür eine manuelle
Auswertung sämtlich vorliegender Verdachtsmeldungen erforderlich wäre.
Jahr Anzahl Verdachtsmeldungen, bei denen die Verpflichteten
Auffälligkeiten im Zusammenhang mit
grenzüberschreitender Verbringung von Bargeld als Meldungsgrund
angaben
Davon an zuständige
Strafverfolgungsbehörden gemäß § 32
Absatz 2 Satz 1 GwG abgegeben
2020 868 199
2021 1 914 331
2022 449 150
2023 1 306 418
2024* 272 87
* Stichtag: 29. Februar 2024
Abgabegründe Anzahl
Betrug 459
Terrorismus, Terrorismusfinanzierung 34
Steuerstraftat 18
Einkünfte aus illegalem Glücksspiel 18
Sexuelle Ausbeutung/sexuelle Ausbeutung von Kindern 17
Urkundenfälschung 14
Menschenhandel oder Schmuggel von Flüchtlingen 8
Illegaler Handel mit Betäubungsmitteln oder psychotropen Substanzen 6
Raub oder Diebstahl 2
Geld- und Wertzeichenfälschung 2
Illegaler Waffenhandel 1
Mitglied einer Bande zur fortgesetzten Begehung von Straftaten 1
Schmuggel 1
Hehlerei 1
Andere Straftaten 212
Zu den im Übrigen erbetenen Angaben zu den Herkunfts- und
Empfängerländern kann die Beantwortung nicht offen erfolgen, sondern wird gemäß der
Verschlusssachenanweisung (VSA) als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“
eingestuft und in der Anlage 1 vorgenommen.* Hinsichtlich der Begründung der
Einstufung wird auf die Antwort zu Frage 29 verwiesen.
104. Wie viele Rückmeldungen zu Meldungen nach den §§ 43, 44 des
Geldwäschegesetzes und § 31b der Abgabenordnung hat die FIU an die
Verpflichteten und Behörden in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und
bislang im Jahr 2024 jeweils gegeben (bitte die erfolgten
Rückmeldungen jeweils getrennt nach Jahren sowie nach der Rechtsgrundlage der
abgegebenen Meldung aufschlüsseln)?
Die erbetenen Angaben sind der nachstehenden Übersicht zu entnehmen;
Angaben für das Jahr 2024 liegen noch nicht vor.
Jahr 2020 2021 2022 2023
Gesamtzahl der Rückmeldeberichte 1 499 1 410 2 208 5 630
105. An wie viele Verpflichtete bzw. Behörden wurden Rückmeldungen zu
Meldungen nach den §§ 43, 44 des Geldwäschegesetzes und § 31b der
Abgabenordnung in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im
Jahr 2024 jeweils gegeben (bitte die erfolgten Rückmeldungen jeweils
getrennt nach Jahren sowie jeweils nach Anzahl der Verpflichteten und
Behörden aufschlüsseln, die mindestens eine Rückmeldung erhalten
haben, sowie jeweils nach der Rechtsgrundlage der abgegebenen Meldung
aufschlüsseln)?
Die erbetenen Angaben sind der nachstehenden Übersicht zu entnehmen;
Angaben für das Jahr 2024 liegen noch nicht vor.
Jahr 2020 2021 2022 2023
Anzahl Verpflichteter, die mind. einen Rückmeldebericht erhalten
haben
944 930 1 473 2 811
106. Welche Informationen werden den Verpflichteten und Behörden
innerhalb der Rückmeldungen durch die FIU nach § 41 des
Geldwäschegesetzes übermittelt, wie haben sich die im Rahmen einer Rückmeldung
übermittelten Informationen seit Bestehen der Rückmeldeverpflichtung
der FIU verändert, und welche Informationen müssen nach Ansicht der
Bundesregierung mindestens umfasst sein, damit eine sachgerechte
Rückmeldung vorliegt?
Zunächst wird hierzu auf die Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche
Frage 31 des Abgeordneten Matthias Hauer auf Bundestagsdrucksache 20/6390
verwiesen.
Die in der betreffenden Norm geregelte Verpflichtung soll dazu dienen, den
Verpflichteten bei der Verbesserung ihres Risikomanagements und damit der
Erfüllung ihrer Sorgfaltspflichten und ihres Meldeverhaltens zu unterstützen.
Diese Zielvorgabe hat die FIU nach vorangegangener Konsultation der
Verpflichteten ab dem Jahr 2018 zunächst durch entsprechende Rückmeldungen
zur jeweiligen Meldungsqualität und zur Relevanz der von den Verpflichteten
* Das Bundesministerium der Finanzen hat die Antwort als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die Antwort
ist im Parlamentssekretariat des Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen
werden.
erstatteten Verdachtsmeldungen umgesetzt. Zum Ende des Jahres 2020 wurde
die jeweilige Relevanzbewertung verfeinert, indem der Verpflichtete zugleich
die Mitteilung erhält, welchem der von der FIU festgelegten
Risikoschwerpunkte die jeweilige Verdachtsmeldung zugeordnet werden konnte.
Künftig soll der Verpflichtete zu jeder erstatteten Verdachtsmeldung
automatisiert eine Relevanzbewertung erhalten. Hiernach wird der Rückmeldung
entnehmbar sein, ob die betreffende Verdachtsmeldung von den angewandten
Filtern ‚getroffen‘ wurde. Weitere Ausbaustufen, die gemeinsam mit den
Verpflichteten abgestimmt werden, sollen folgen.
113. Bei wie vielen der seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der
risikobasierten Arbeitsweise der Zentralstelle für
Finanztransaktionsuntersuchungen am 18. November 2023 bei der FIU abgegebenen
Verdachtsmeldungen wurden der FIU seitens des abgebenden Verpflichteten
mitgeteilt, dass wegen des meldepflichtigen Sachverhalts auch eine
Strafanzeige oder ein Strafantrag abgegeben wurde bzw. wurde dies nicht
mitgeteilt?
Die erbetenen Angaben sind der nachstehenden Übersicht zu entnehmen.
Gesamtzahl eingegangener Verdachtsmeldungen für den Zeitraum 18. November 2023 bis zum
Stichtag 29. Februar 2024
76 694
Hiervon Verdachtsmeldungen mit Hinweis auf eine zugleich erfolgte Strafanzeige oder einen
Strafantrag
753
114. Wie viele der jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang
im Jahr 2024 bei der FIU eingegangenen Verdachtsmeldungen standen
jeweils im Zusammenhang mit innerdeutschen Transaktionen, wie viele
im Zusammenhang mit internationalen Transaktionen von und nach
Deutschland, wie viele enthielten keine Angaben zum Herkunfts- bzw.
Empfängerland, und bei wie vielen handelte es sich um internationale
Transaktionen ohne Deutschlandbezug (bitte jeweils getrennt nach
Jahren sowie entlang der angeführten Kategorien aufschlüsseln)?
Die erbetenen Angaben sind der nachstehenden Übersicht zu entnehmen.
Aufgrund gesetzlich vorzunehmender Löschungen von Verdachtsmeldungen
kann der Ausweis erst ab dem Jahr 2022 erfolgen.
Verdachtsmeldungen 2022 2023 2024*
mit innerdeutschen Transaktionen 195 457 177 217 23 646
mit internationalen Transaktionen von und nach Deutschland 106 237 96 836 15 593
ohne Angaben zu Herkunfts- bzw. Empfängerland 30 616 48 171 8 235
mit internationaler Transaktion ohne Deutschlandbezug 22 328 18 316 2 281
* Stichtag: 29. Februar 2024
115. Wie entwickelte sich die Zahl der bei der FIU als verdächtig
gemeldeten Transaktionen nach Herkunfts- (d. h. der nach Deutschland
eingegangenen Transaktionen) und Bestimmungsland (d. h. der aus
Deutschland ausgehenden Transaktionen) jeweils in den Jahren 2020, 2021,
2022, 2023 und bislang im Jahr 2024 (bitte jeweils getrennt nach Jahren
sowie nach Herkunfts- und Bestimmungsland aufschlüsseln)?
Die erbetenen Angaben sind der nachstehenden Übersicht zu entnehmen.
Aufgrund gesetzlich vorzunehmender Löschungen von Verdachtsmeldungen
kann der Ausweis erst ab dem Jahr 2022 erfolgen.
2022 2023 2024*
Eingegangene Transaktionen 140 673 140 731 29 172
Ausgegangene Transaktionen 443 599 322 778 65 721
* Stichtag: 29. Februar 2024
117. Wie viele der von der FIU in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und
bislang im Jahr 2024 jeweils an die Strafverfolgungsbehörden
abgegebenen Meldungen hatten als verdächtig gemeldete Transaktionen nach
Bestimmungsland als Ausgangspunkt, und wie verteilen sich diese
jeweils auf die einzelnen Bestimmungsländer, die den als verdächtig
gemeldeten Transaktionen nach Bestimmungsland zugrunde liegen (bitte
jeweils getrennt nach Jahren sowie nach einzelnen
Bestimmungsländern aufschlüsseln)?
Die erbetenen Angaben stellen sich wie folgt dar.
Gesamtzahl gemäß § 32 Absatz 2 Satz 1 GwG abgegebener Verdachtsmeldungen mit
mindestens einer internationalen ausgehenden Transaktion
2020 4 949
2021 9 714
2022 15 723
2023 15 582
2024* 2 307
* Stichtag: 29. Februar 2024
Im Übrigen kann die Beantwortung nicht offen erfolgen, sondern wird gemäß
der Verschlusssachenanweisung (VSA) als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“
eingestuft und in der Anlage 1 vorgenommen.* Hinsichtlich der Begründung
der Einstufung wird auf die Antwort zu Frage 29 verwiesen.
119. Wie viele der von der FIU in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und
bislang im Jahr 2024 jeweils an die Strafverfolgungsbehörden
abgegebenen Meldungen hatten als verdächtig gemeldete Transaktionen nach
Herkunftsland als Ausgangspunkt, und wie verteilen sich diese jeweils
auf die einzelnen Herkunftsländer, die den als verdächtig gemeldeten
Transaktionen nach Herkunftsland zugrunde liegen (bitte jeweils
getrennt nach Jahren sowie nach einzelnen Herkunftsländern
aufschlüsseln)?
Die erbetenen Angaben zur Gesamtzahl der Verdachtsmeldungen mit
mindestens einer eingehenden internationalen Transaktion sind der nachstehenden
Übersicht zu entnehmen.
* Das Bundesministerium der Finanzen hat die Antwort als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die Antwort
ist im Parlamentssekretariat des Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen
werden.
Gesamtzahl gemäß § 32 Absatz 2 Satz 1 GwG abgegebener Verdachtsmeldungen mit
mindestens einer eingehenden internationalen Transaktion
2020 4 865
2021 10 104
2022 18 401
2023 16 834
2024* 1 925
* Stichtag: 29. Februar 2024
Im Übrigen kann die Beantwortung nicht offen erfolgen, sondern wird gemäß
der Verschlusssachenanweisung (VSA) als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“
eingestuft und in der Anlage 1 vorgenommen.* Hinsichtlich der Begründung
der Einstufung wird auf die Antwort zu Frage 29 verwiesen.
120. Wie begründet die Bundesregierung, dass sie mit Verweis auf
vorgeblich fehlende Angaben in der Arbeitsstatistik der FIU eine
Beantwortung der Frage „Wie viele der insgesamt 289 823 Verdachtsmeldungen,
die bei der FIU entweder als nicht endbearbeitet oder als mit unklarem
(End-)Status identifiziert wurden, stehen in Zusammenhang mit
Ländern, die von der FATF in Bezug auf Geldwäscherisiken entweder als
Jurisdiktion mit hohem Risiko (sogenannte Black List) oder als
Jurisdiktion, die unter verschärfter Beobachtung steht (sogenannte Grey
List), genannt werden?“ der Kleinen Anfrage der Fraktion der
CDU/CSU „Missstände bei der Financial Intelligence Unit“ in ihrer
Antwort auf Bundestagsdrucksache 20/6467 ablehnt, der FIU-
Jahresbericht 2022 jedoch vom Vorliegen von Länderdaten in der FIU-Statistik
zeugt, indem quantitative Aussagen zu den Herkunfts- und Zielländern
von Transaktionen getroffen werden, aufgrund derer
Verdachtsmeldungen an die FIU abgegeben wurden (vgl. FIU-Jahresbericht 2022,
S. 27 ff.)?
Zunächst wird auf die vorbenannte Antwort der Bundesregierung in der vom
Fragesteller genannten Fundstelle verwiesen. Ergänzend ist zu berücksichtigen,
dass die statistischen Veröffentlichungen im FIU-Jahresbericht zu den
Herkunfts- und Zielländern von Transaktionen nur solche Länderbezüge umfassen,
die seitens der Verpflichteten bei Übermittlung einer Verdachtsmeldung
statistisch auswertbar angegeben wurden und gerade nicht sämtliche bei der FIU
eingegangene Verdachtsmeldungen betreffen, wozu aufgrund unverhältnismäßigen
Aufwands keine zugehörigen Angaben erfolgen können.
121. Wie viele Transaktionen sind Gegenstand der insgesamt 289 823
Verdachtsmeldungen, die bei der FIU im Rahmen des
Bearbeitungsrückstaus entweder als nicht endbearbeitet oder als mit unklarem (End-)
Status identifiziert worden waren?
903 511 Transaktionen.
* Das Bundesministerium der Finanzen hat die Antwort als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die Antwort
ist im Parlamentssekretariat des Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen
werden.
122. Wie viele der Transaktionen, die Gegenstand der insgesamt 289 823
Verdachtsmeldungen, die bei der FIU im Rahmen des
Bearbeitungsrückstaus entweder als nicht endbearbeitet oder als mit unklarem
(End-)Status identifiziert worden waren, standen jeweils im
Zusammenhang mit innerdeutschen Transaktionen, wie viele im
Zusammenhang mit internationalen Transaktionen von und nach Deutschland, wie
viele enthielten keine Angaben zu Herkunfts- bzw. Empfängerland, und
bei wie vielen handelte es sich um internationale Transaktionen ohne
Deutschlandbezug (bitte entlang der genannten Kategorien jeweils
getrennt aufschlüsseln)?
Die erbetenen Angaben sind der nachstehenden Übersicht zu entnehmen.
Transaktionen, die Gegenstand der
289 823 Verdachtsmeldungen waren
Innerdeutsche Transaktionen 581 517
Internationale Transaktionen 267 540
Transaktionen ohne Angabe zu Herkunfts- bzw.
Empfängerland
31 314
Internationale Transaktionen ohne Deutschlandbezug 23 140
123. Wie stellt sich die Zahl der Transaktionen, die Gegenstand der
insgesamt 289 823 Verdachtsmeldungen, die bei der FIU im Rahmen des
Bearbeitungsrückstaus entweder als nicht endbearbeitet oder als mit
unklarem (End-)Status identifiziert worden waren, nach Herkunfts- (d. h.
der nach Deutschland eingegangenen Transaktionen) und
Bestimmungsland (d. h. der aus Deutschland ausgehenden Transaktionen) dar
(bitte jeweils getrennt nach Transaktionen nach Herkunfts- und
Bestimmungsland aufschlüsseln)?
Die erbetenen Angaben sind der nachstehenden Übersicht zu entnehmen.
Anzahl ausgegangener und eingegangener Transaktionen
Ausgegangene Transaktionen 145 442
Eingegangene Transaktionen 122 098
Gesamt 267 540
127. Wie viele der jeweils in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang
im Jahr 2024 bei der FIU eingegangenen Verdachtsmeldungen stehen
im Zusammenhang mit islamistischen Terrorgruppen, und jeweils mit
welchen (bitte jeweils getrennt nach Jahren und Terrorgruppen
aufschlüsseln)?
Mangels verbindlicher Definition der „islamistischen Terrorgruppen“ führt die
FIU zu dieser Fragestellung keine Statistik.
128. Welche Unternehmen wurden bei der FIU seit deren Bestehen über
welche genauen Zeiträume mit der Erbringung von
Beratungsdienstleistungen beauftragt, worin bestanden die jeweiligen beauftragten
Dienstleistungen, und welche finanziellen Verpflichtungen ergaben sich aus
den jeweiligen Beauftragungen?
129. Welche Unternehmen wurden beim Informationstechnikzentrum Bund
(ITZBund) seit Bestehen der FIU über welche genauen Zeiträume mit
der Erbringung von Beratungsdienstleistungen beauftragt, die im
Zusammenhang mit der FIU stehen, worin bestanden die jeweiligen
beauftragten Dienstleistungen, und welche finanziellen Verpflichtungen
ergaben sich aus den jeweiligen Beauftragungen?
Die Fragen 128 und 129 werden gemeinsam beantwortet.
Die Beantwortung kann nicht offen erfolgen, sondern wird gemäß der
Verschlusssachenanweisung (VSA) als „VS – Vertraulich“ eingestuft und wird an
die Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages übersandt.* Hinsichtlich
der Begründung der Einstufung wird auf die Antwort zu Frage 70 verwiesen.
130. Vertritt die Bundesregierung nach wie vor die in ihrer Antwort auf die
Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU auf Bundestagsdrucksache
20/7258 zum Ausdruck gebrachten Auffassung, dass die §§ 29, 30
Absatz 1, 2, 2a des Geldwäschegesetzes in Verbindung mit § 28 Absatz 1
Nummer 2 und 8 des Geldwäschegesetzes eine „hinreichende
Rechtsgrundlage“ für den Einsatz der von der Bundesregierung als „KI-
Komponente“ deklarierten Software „FIU Analytics“ darstellte (vgl. die
Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage 20 des
Abgeordneten Matthias Hauer [CDU/CSU] auf Bundestagsdrucksache
20/5183, S. 17)?
131. Bestanden vor dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Stärkung der
risikobasierten Arbeitsweise der Zentralstelle für
Finanztransaktionsuntersuchungen am 18. November 2023 die erforderlichen
informationstechnologischen Rechtsgrundlagen für den Einsatz automatisierter
Verfahren bei der FIU?
Die Fragen 130 und 131 werden gemeinsam beantwortet.
Mit dem Gesetz zur Stärkung der risikobasierten Arbeitsweise der Zentralstelle
für Finanztransaktionsuntersuchungen wurden die bestehenden
Rechtsgrundlagen insbesondere vor dem Hintergrund der Maßgaben des
Bundesverfassungsgerichts aus der sogenannten Palantir-Entscheidung (BVerfG, Urteil des
Ersten Senats vom 16. Februar 2023, Rn. 1–178) weiter gesetzlich
konkretisiert. Dies gilt insbesondere für die Unterstützung der Risikobewertung bei der
Zentralstelle durch automatisierte Verfahren (vgl. den Gesetzentwurf der
Bundesregierung, Bundestagsdrucksache 20/8294, S. 3). Auch vor Inkrafttreten der
Änderungen bestanden insbesondere in den § 29 Absatz 2, § 30 Absatz 2 und
2a, § 31 Absätze 3 bis 5, § 32 Absatz 4, § 33 Absatz 1 und § 36 verschiedene
Rechtsgrundlagen mit Befugnissen zur automatisierten Datenübermittlung und
dem automatisierten Datenabgleich. Im Übrigen wird auf die in der Frage 130
genannte Antwort der Bundesregierung verwiesen.
132. In welchem Zeitraum bzw. in welchen Zeiträumen kamen bei der FIU
bisher automatisierte Verfahren zum Einsatz, und in welchen der
jeweiligen Zeiträume geschah dies jeweils innerhalb bzw. außerhalb von
Feldversuchen (bitte jeweils mit taggenauen Angaben beantworten)?
Im Zeitraum Juli 2019 bis April 2023 hat die FIU zur Identifizierung solcher
Verdachtsmeldungen/Informationen, die ihrem gesetzlichen Auftrag aus § 28
Absatz 1 GwG a. F. entsprachen, im Rahmen der Erstbewertung sowohl auto-
* Das Bundesministerium der Finanzen hat die Antwort als „VS – Vertraulich“ eingestuft. Die Antwort ist in der
Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort nach Maßgabe der Geheimschutzordnung
eingesehen werden.
matisierte Abgleichverfahren in Bezug auf die ihr zur Verfügung stehenden
Datenquellen/-bestände als auch im Weiteren unter Beteiligung der
Strafverfolgungsbehörden festgelegte Risikoschwerpunkte zur teilautomatisierten
Vorfilterung eingehender Verdachtsmeldungen herangezogen. Die Bewertung, ob eine
gefilterte Meldung/Information tatsächlich einen werthaltigen Sachverhalt
darstellt, blieb dabei ausschließlich dem Ergebnis der weiteren manuellen Analyse
durch eine Analystin oder einen Analysten vorbehalten.
Zu dem im Übrigen im Sinne der Fragestellung zu berücksichtigenden IT-
Verfahren „FIU-Analytics“ wird auf die Antwort der Bundesregierung auf die
Schriftliche Frage 20 des Abgeordneten Matthias Hauer auf
Bundestagsdrucksache 20/5183 sowie auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf
Bundestagsdrucksache 20/5191, S. 12 sowie auf die Kleine Anfrage der
Fraktion der CDU/CSU auf Bundestagsdrucksache 20/6467, S. 7 verwiesen.
133. Von wann bis wann läuft der Vertrag mit dem externen Betreiber der bei
der FIU eingesetzten Software „FIU Analytics“ (bitte Start- und
Enddatum des Vertrags angeben), welches finanzielle Gesamtvolumen hat der
Vertrag, und wie verteilt sich das finanzielle Gesamtvolumen auf die
Jahre der Vertragslaufzeit (bitte getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
Der Betrieb der Software erfolgt nicht extern, sondern durch den IT-
Dienstleister der Bundesverwaltung, das Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund).
134. Welche Haushaltsmittel standen jeweils in den Jahren 2018, 2019,
2020, 2021, 2022 und 2023 für das Vergabeverfahren „Erneuerung des
Informationsverbundes FIU (Redesign)“ im Bundeshaushalt zur
Verfügung, und welche Mittel stehen für das Projekt „Erneuerung des
Informationsverbundes FIU (Redesign)“ im Bundeshaushalt 2024 zur
Verfügung?
Für die adressierte „Erneuerung des Informationsverbundes“ der FIU wurden
alle dafür erforderlichen Einzelmaßnahmen in der Vergangenheit haushalterisch
abgesichert. Im Bundeshaushalt wurden seit Beginn des Vorhabens folgende
Ausgaben berücksichtigt.
Jahr Ausgabensoll gesamt in Euro
2020 2 460 000,00
2021 12 968 000,00
2022 38 334 246,00
2023 38 290 846,20
2024 7 000 000,08
Die in den Bundeshaushalten vorgesehenen Ausgaben wurden infolge der
Verzögerungen im Ausschreibungsverfahren nicht in vollem Umfang verausgabt.
Hinsichtlich der tatsächlich verausgabten Beratungskosten wird auch auf die
Antwort zu Frage 139 verwiesen.
135. Gab es im Einzelplan des BMF für den Bundeshaushalt 2024 eine
Absenkung des Haushaltstitels „Aufträge und Dienstleistungen im Bereich
Informationstechnik“, und wenn ja, welche Auswirkungen hatte diese
auf die Ausschreibung „Erneuerung des Informationsverbundes FIU
(Redesign)“?
Ja; der Haushaltstitel „Aufträge und Dienstleistungen im Bereich
Informationstechnik“ wurde im Einzelplan des BMF für den Bundeshaushalt 2024
abgesenkt. Auf die Rubrik Kurzmeldungen „heute im Bundestag“ (hib) der
Webseite des Deutschen Bundestages vom 27. September 2023, Finanzen –
Ausschuss – hib 698/2023, wird verwiesen.
136. Welche Austausche (persönliches Gespräch, Telefonat, Videokonferenz,
Briefwechsel, E-Mails, Kurznachrichten etc.) haben stattgefunden, die
die Ausschreibung „Erneuerung des Informationsverbundes FIU
(Redesign)“ zum Gegenstand hatten (bitte jeweils chronologisch nach Datum,
Art des Austausches und Teilnehmern auflisten)?
a) Welche Austausche (persönliches Gespräch, Telefonat,
Videokonferenz, Briefwechsel, E-Mails, Kurznachrichten etc.) fanden zwischen
der Leitung der FIU und der Hausleitung des BMF und/oder
Staatssekretären des BMF statt, die die Ausschreibung „Erneuerung des
Informationsverbundes FIU (Redesign)“ zum Gegenstand hatten
(bitte jeweils chronologisch nach Datum, Art des Austausches und
Teilnehmern auflisten)?
b) Welche Austausche (persönliches Gespräch, Telefonat,
Videokonferenz, Briefwechsel, E-Mails, Kurznachrichten etc.) fanden zwischen
der Leitung der FIU und der Leitung des ITZBund (einschließlich
Vizedirektoren) statt, die die Ausschreibung „Erneuerung des
Informationsverbundes FIU (Redesign)“ zum Gegenstand hatten (bitte
jeweils chronologisch nach Datum, Art des Austausches und
Teilnehmern auflisten)?
c) Welche Austausche (persönliches Gespräch, Telefonat,
Videokonferenz, Briefwechsel, E-Mails, Kurznachrichten etc.) fanden zwischen
der Leitung des ITZBund (einschließlich Vizedirektoren) und der
Hausleitung des BMF und/oder Staatssekretären des BMF statt, die
die Ausschreibung „Erneuerung des Informationsverbundes FIU
(Redesign)“ zum Gegenstand hatten (bitte jeweils chronologisch
nach Datum, Art des Austausches und Teilnehmern auflisten)?
d) Welche Austausche (persönliches Gespräch, Telefonat,
Videokonferenz, Briefwechsel, E-Mails, Kurznachrichten etc.) fanden zwischen
der Leitung der FIU, der Leitung des ITZBund (einschließlich
Vizedirektoren) und der Hausleitung des BMF und/oder Staatssekretären
des BMF statt, die die Ausschreibung „Erneuerung des
Informationsverbundes FIU (Redesign)“ zum Gegenstand hatten (bitte
jeweils chronologisch nach Datum, Art des Austausches und
Teilnehmern auflisten)?
Die Fragen 136 bis 136d werden gemeinsam beantwortet.
Eine Verpflichtung zur Erfassung sämtlicher geführter Gespräche bzw. deren
Ergebnisse – einschließlich Telefonaten – besteht nicht, und eine solche
umfassende Dokumentation wurde auch nicht durchgeführt. Zudem werden
Gesprächsinhalte nicht protokolliert. Die nachfolgenden Ausführungen bzw.
aufgeführten Angaben erfolgen auf der Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse
sowie vorhandener Unterlagen und Aufzeichnungen. Diesbezügliche Daten
sind somit möglicherweise nicht vollständig.
Austausche im Sinne der Fragestellungen fanden im Rahmen des für die
strategische Ausrichtung des benannten Vorhabens eingerichteten Projektes durch
den zugehörigen Lenkungsausschuss (LA) statt.
Datum Teilnehmende Art des Austauschs
FIU ITZBund
20.05.2020 AD Schulte Direktor Dr. Kranstedt 1. Sitzung LA
26.08.2020 AD Schulte Direktor Dr. Kranstedt 2. Sitzung LA
23.09.2020 AD Schulte Direktor Dr. Kranstedt Sondersitzung LA
04.12.2020 AD Schulte Direktor Dr. Kranstedt 3. Sitzung LA
05.03.2021 AD Schulte Direktor Dr. Kranstedt 4. Sitzung LA
01.06.2021 AD Schulte Direktor Dr. Kranstedt 5. Sitzung LA
10.09.2021 AD Dr. Peters Direktor Dr. Kranstedt 6. Sitzung LA
12.11.2021 AD Schulte Direktor Dr. Kranstedt 7. Sitzung LA
13.01.2022 AD Schulte Direktor Dr. Kranstedt 8. Sitzung LA
23.02.2022 AD Schulte Direktor Dr. Kranstedt 9. Sitzung LA
30.03.2022 AD Schulte Vizedirektorin Serrette 10. Sitzung LA
04.07.2022 AD Dr. Peters Vizedirektorin Serrette 11. Sitzung LA
13.10.2022 AD Schulte ADin Robbert-Schlamann 12. Sitzung LA
26.01.2023 AD Dr. Peters Vizedirektorin Serrette 13. Sitzung LA
11.05.2023 AD Dr. Peters Vizedirektorin Serrette 14. Sitzung LA
16.08.2023 Leiter Daniel Thelesklaf ADin Robbert-Schlamann 15. Sitzung LA
137. Welche Austausche (persönliches Gespräch, Telefonat, Videokonferenz,
Briefwechsel, E-Mails, Kurznachrichten etc.) haben seit dem Stopp des
Vergabeverfahrens „Erneuerung des Informationsverbundes FIU
(Redesign)“ am 1. September 2023 stattgefunden, die das Projekt
„Erneuerung des Informationsverbundes FIU (Redesign)“ zum Gegenstand
hatten (bitte jeweils chronologisch nach Datum, Art des Austausches und
Teilnehmern auflisten)?
a) Welche Austausche (persönliches Gespräch, Telefonat,
Videokonferenz, Briefwechsel, E-Mails, Kurznachrichten etc.) fanden seit dem
Stopp des Vergabeverfahrens „Erneuerung des
Informationsverbundes FIU (Redesign)“ am 1. September 2023 zwischen der Leitung
der FIU und der Hausleitung des BMF und/oder Staatssekretären
des BMF statt, die das Projekt „Erneuerung des
Informationsverbundes FIU (Redesign)“ zum Gegenstand hatten (bitte jeweils
chronologisch nach Datum, Art des Austausches und Teilnehmern
auflisten)?
b) Welche Austausche (persönliches Gespräch, Telefonat,
Videokonferenz, Briefwechsel, E-Mails, Kurznachrichten etc.) fanden seit dem
Stopp des Vergabeverfahrens „Erneuerung des
Informationsverbundes FIU (Redesign)“ am 1. September 2023 zwischen der Leitung
der FIU und der Leitung des ITZBund (einschließlich
Vizedirektoren) statt, die das Projekt „Erneuerung des Informationsverbundes
FIU (Redesign)“ zum Gegenstand hatten (bitte jeweils
chronologisch nach Datum, Art des Austausches und Teilnehmern
auflisten)?
c) Welche Austausche (persönliches Gespräch, Telefonat,
Videokonferenz, Briefwechsel, E-Mails, Kurznachrichten etc.) fanden seit dem
Stopp des Vergabeverfahrens „Erneuerung des
Informationsverbundes FIU (Redesign)“ am 1. September 2023 zwischen der Leitung
des ITZBund (einschließlich Vizedirektoren) und der Hausleitung
des BMF und/oder Staatssekretären des BMF statt, die das Projekt
„Erneuerung des Informationsverbundes FIU (Redesign)“ zum
Gegenstand hatten (bitte jeweils chronologisch nach Datum, Art des
Austausches und Teilnehmern auflisten)?
d) Welche Austausche (persönliches Gespräch, Telefonat,
Videokonferenz, Briefwechsel, E-Mails, Kurznachrichten etc.) fanden seit dem
Stopp des Vergabeverfahrens „Erneuerung des
Informationsverbundes FIU (Redesign)“ am 1. September 2023 zwischen der Leitung
der FIU, der Leitung des ITZBund (einschließlich Vizedirektoren)
und der Hausleitung des BMF und/oder Staatssekretären des BMF
statt, die das Projekt „Erneuerung des Informationsverbundes FIU
(Redesign)“ zum Gegenstand hatten (bitte jeweils chronologisch
nach Datum, Art des Austausches und Teilnehmern auflisten)?
Die Fragen 137 bis 137d werden gemeinsam beantwortet.
Eine Verpflichtung zur Erfassung sämtlicher geführter Gespräche bzw. deren
Ergebnisse – einschließlich Telefonaten – besteht nicht, und eine solche
umfassende Dokumentation wurde auch nicht durchgeführt. Zudem werden
Gesprächsinhalte nicht protokolliert. Die nachfolgenden Ausführungen bzw.
aufgeführten Angaben erfolgen auf der Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse
sowie vorhandener Unterlagen und Aufzeichnungen. Diesbezügliche Daten
sind somit möglicherweise nicht vollständig.
Austausche im Sinne der Fragestellungen fanden im Rahmen des für die
strategische Ausrichtung des benannten Vorhabens eingerichteten Projektes durch
den zugehörigen Lenkungsausschuss (LA) statt.
Die erbetenen Angaben sind der nachstehenden Übersicht zu entnehmen.
Datum Teilnehmende Art des Austauschs
FIU ITZBund
27.11.2023 Leiter Daniel Thelesklaf Vizedirektorin Serrette 16. Sitzung Lenkungsausschuss
138. Wie viele Teilnehmer haben an dem Vergabeverfahren „Erneuerung des
Informationsverbundes FIU (Redesign)“ partizipiert (bitte jeweils
getrennt für gegebenenfalls verschiedene Lose des Vergabeverfahrens
aufschlüsseln)?
146. War der Dienstleister, der bei der FIU die Software „FIU Analytics“
betreibt, an der Ausschreibung „Erneuerung des Informationsverbundes
FIU (Redesign)“ direkt oder indirekt (beispielsweise als Teil eines
Konsortiums) beteiligt?
Die Fragen 138 und 146 werden gemeinsam beantwortet.
Eine Beantwortung kann nicht erfolgen. Die Vertraulichkeit des
Vergabeverfahrens besteht fort, da das Vergabeverfahren nur teilweise aufgehoben wurde und
Teilbereiche umgesetzt wurden bzw. fortgeführt werden. Nach der
Vergabeverordnung für die Bereiche Verteidigung und Sicherheit zur Umsetzung der
Richtlinie 2009/81/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13.
Juli 2009 über die Koordinierung der Verfahren zur Vergabe bestimmter Bau-,
Liefer- und Dienstleistungsaufträge in den Bereichen Verteidigung und
Sicherheit und zur Änderung der Richtlinien 2004/17/EG und 2004/18/EG
(Vergabeverordnung Verteidigung und Sicherheit – VSVgV) gelten daher die
besonderen Pflichten zum Schutz vertraulicher Informationen nach den §§ 6, 7 VSVgV,
wonach keine Auskünfte möglich sind.
139. Wie hoch sind bzw. waren in der IT-Jahres- und Rahmenplanung die
Soll-Ansätze für die Ausschreibung „Erneuerung des
Informationsverbundes FIU (Redesign)“ für die Haushaltsjahre seit 2018, und in
welcher Höhe wurden diese jeweils verausgabt (bitte die Soll-Ansätze und
die Verausgabungen jeweils getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
140. In welcher Höhe sind Kosten im Zusammenhang mit der
Ausschreibung „Erneuerung des Informationsverbundes FIU (Redesign)“
entstanden, und wie verteilen sich die entstandenen Kosten auf die einzelnen
Jahre seit 2018 (bitte die Kosten getrennt nach Jahren seit 2018
aufschlüsseln)?
141. Wodurch sind die Kosten, die im Zusammenhang mit der
Ausschreibung „Erneuerung des Informationsverbundes FIU (Redesign)“ stehen,
jeweils in welchem Zeitraum entstanden (bitte die Kosten jeweils pro
Entstehungsgrund getrennt nach Jahren seit 2018 aufschlüsseln)?
142. In welcher Höhe sind Kosten im Zusammenhang mit dem Projekt
„Erneuerung des Informationsverbundes FIU (Redesign)“ entstanden, und
wie verteilen sich die entstandenen Kosten auf die einzelnen Jahre seit
2018 (bitte die Kosten getrennt nach Jahren seit 2018 aufschlüsseln)?
143. Wodurch sind die Kosten, die im Zusammenhang mit dem Projekt
„Erneuerung des Informationsverbundes FIU (Redesign)“ stehen, jeweils
in welchem Zeitraum entstanden (bitte die Kosten jeweils pro
Entstehungsgrund getrennt nach Jahren seit 2018 aufschlüsseln)?
Die Fragen 139 bis 143 werden gemeinsam beantwortet.
Die erbetenen Angaben sind der nachstehenden Übersicht zu entnehmen.
Kosten sind ausschließlich durch externe Beratung entstanden.
Jahr Soll-Ansätze in Euro Verausgabung in Euro
2020 2 460 000,00 609 987,04
2021 12 968 000,00 2 974 800,53
2022 38 334 246,00 3 709 152,62
2023 38 290 846,20 3 540 555,08
2024 7 000 000,08 709 754,32*
* Es handelt sich um den Haushaltsmittel-Abfluss bis Ende März 2024
144. Wann wird für die FIU eine neue Software beschafft, die sie nach
Aussage der Bundesregierung benötigt (vgl. www.bundestag.de/presse/hib/
kurzmeldungen-968658)?
145. Welches Anforderungsprofil gilt in Bezug auf die neue Software, die
die FIU nach Aussage der Bundesregierung benötigt (vgl. www.bundes
tag.de/presse/hib/kurzmeldungen-968658)?
Die Fragen 144 und 145 werden gemeinsam beantwortet.
Durch das andauernde Vergabeverfahren zur Erneuerung des
Informationsverbundes der FIU werden die Bedarfe für eine zukunftsgerechte IT-Infrastruktur
einschließlich der Implementierung von Zukunftstechnologien wie Cloud-
Computing und KI-Technologie mit Hochdruck vorangetrieben. Weitergehende
Angaben können nicht erfolgen. Hierzu wird auf die Antwort zu Frage 138
verwiesen.
147. In wie vielen Fällen haben die mit der Durchsetzung von Sanktionen
befassten Behörden seit dem 24. Februar 2022 davon Kenntnis erlangt,
dass eine Übertragung von im Geltungsbereich des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes befindlichen Geldern oder Ressourcen stattgefunden hat
(bitte getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
148. In wie vielen Fällen wurden im Zusammenhang mit Übertragungen von
im Geltungsbereich des Sanktionsdurchsetzungsgesetzes befindlichen
Geldern oder Ressourcen seit dem 24. Februar 2022 mögliche
Vertragsgestaltungen festgestellt, die eine automatische Übertragung von
Vermögensgegenständen für den Fall einer Sanktionierung beinhalten (bitte
getrennt nach Jahren aufschlüsseln)?
Die Fragen 147 und 148 werden gemeinsam beantwortet.
Es wird unterstellt, dass sich die Frage auf nicht genehmigte Transfers von
Geldern oder wirtschaftlichen Ressourcen bezieht, die nach Maßgabe der
Verordnung (EU) Nr. 269/2014 eingefroren sind. Der nicht genehmigte Transfer von
Geldern oder wirtschaftlichen Ressourcen ist strafbar. Zuständig für die
Strafverfolgung sind die Staatsanwaltschaften der Länder. Der Bundesregierung
liegen keine Erkenntnisse zu nicht genehmigten Transfers vor.
149. Wie steht die Bundesregierung zu dem Vorschlag, analog zum
Anfechtungsgesetz eine Regelung zur Rückabwicklung von
Vermögensübertragungen, die zur Vermeidung von Sanktionsmaßnahmen
vorgenommen werden, zu schaffen, auf welchen Zeitraum sollte sich eine solche
Anfechtungsmöglichkeit nach Ansicht der Bundesregierung beziehen,
und welche genauen rechtlichen Fragen gilt es hierzu aus Sicht der
Bundesregierung zu prüfen?
Die Bundesregierung wird den Vorschlag im Rahmen des Evaluierungsberichts
zu den Sanktionsdurchsetzungsgesetzen I und II für den Deutschen Bundestag
einer Prüfung unterziehen. Der Vorschlag bedarf einer vertieften Prüfung im
Hinblick auf europarechtliche und verfassungsrechtliche Fragen. In
europarechtlicher Hinsicht ist fraglich, ob die EU-Sanktionsverordnungen Raum für
derart ergänzende nationale Regelungen lassen, da diese die Rechtsfolgen einer
Sanktionierung grundsätzlich abschließend regeln. Verfassungsrechtlich
problematisch ist die beabsichtigte Rückwirkung der Listung. Vor ihrer Listung kann
eine später sanktionierte Person oder Entität frei über ihr Vermögen verfügen,
da noch keine Verfügungsbeschränkungen gelten.
150. Wann wird die Bundesregierung dem Deutschen Bundestag den
Evaluierungsbericht zu den Sanktionsdurchsetzungsgesetzen I und II (SDG I
und SDG II) vorlegen?
Gemäß dem Auftrag der Koalitionsfraktionen von SPD, BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN und FDP aus dem Gesetzgebungsverfahren zum
Sanktionsdurchsetzungsgesetz I (Bundestagsdrucksache 20/1892, S. 28) und gemäß dem
Regierungsentwurf zum Sanktionsdurchsetzungsgesetz II soll der
Evaluierungsbericht bis Ende Juni 2024 vorgelegt werden. Die Bundesregierung strebt an, den
Bericht trotz der Vielzahl der zu evaluierenden Aspekte fristgerecht vorzulegen.
151. Welche Unternehmen wurden jeweils im Zusammenhang mit dem
SDG I, der Umsetzung des SDG I innerhalb der Verwaltung, dem
SDG II, der Umsetzung des SDG II innerhalb der Verwaltung sowie der
Evaluierung des SDG I und des SDG II von der Bundesregierung über
welche genauen Zeiträume mit der Erbringung von
Beratungsdienstleistungen beauftragt, worin bestanden die jeweiligen beauftragten
Dienstleistungen, und welche finanziellen Verpflichtungen ergaben sich aus
den jeweiligen Beauftragungen?
Keine.
152. Sollten nach Ansicht der Bundesregierung weitere Banken, die in
Russland ansässig sind, vom internationalen SWIFT-System (SWIFT =
Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication)
ausgeschlossen werden, wenn ja, welche, oder sollten nach Ansicht der
Bundesregierung alle in Russland ansässigen Banken vom SWIFT-System
ausgeschlossen werden, und wie setzt sich die Bundesregierung
gegebenenfalls jeweils dafür ein?
Der Ausschluss weiterer Banken aus dem SWIFT-System muss im Einzelfall
geprüft und auf europäischer Ebene abgestimmt werden. Ausschlaggebend ist
hierbei, dass der damit zu erzielende wirtschaftliche Effekt gegenüber
möglichen Einschränkungen von Zahlungskanälen, beispielweise für die
Abwicklung notwendiger Importe aus Russland sowie für die Rückzahlung von
Verbindlichkeiten russischer Gläubiger und den Rückzug von europäischen
Investoren, überwiegt. Die Frage, welche Banken im Einzelfall von einem
Ausschluss erfasst werden sollten, ist Gegenstand vertraulicher Beratungen der
Bundesregierung im Rahmen der Abstimmung mit anderen EU-
Mitgliedstaaten.
153. Wie viele Vermögensermittlungsverfahren nach den §§ 11, 12 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes hat die Zentralstelle für
Sanktionsdurchsetzung jeweils in den Monaten von Januar 2023 bis Februar 2024
aufgenommen (bitte jeweils die neu aufgenommenen
Ermittlungsverfahren nach Monaten angeben)?
Die Anzahl der in den Monaten Januar 2023 bis Februar 2024 aufgenommenen
Vermögensermittlungsverfahren nach den §§ 11 und 12 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes (SanktDG) kann der nachstehenden Tabelle entnommen werden.
Es wird statistisch nicht danach unterschieden, ob personenbezogene
Vermögensermittlungsverfahren gemäß § 11 Absatz 1 SanktDG oder
vermögensbezogene Ermittlungsverfahren gemäß § 12 Absatz 1 SanktDG geführt werden.
Januar 2023 31
Februar 2023 22
März 2023 32
April 2023 27
Mai 2023 21
Juni 2023 25
Juli 2023 22
August 2023 54
September 2023 35
Oktober 2023 13
November 2023 22
Dezember 2023 10
Januar 2024 11
Februar 2024 24
Summe 349
154. In wie vielen Fällen erfolgte jeweils eine Übermittlung an
Strafverfolgungsbehörden auf Grundlage von § 11 Absatz 7 bzw. § 12 Absatz 7
des Sanktionsdurchsetzungsgesetzes jeweils in den Monaten von Januar
2023 bis Februar 2024 (bitte jeweils die erfolgten Übermittlungen nach
Monaten aufschlüsseln)?
In den Monaten Januar 2023 bis Februar 2024 sind 18 Übermittlungen an
Strafverfolgungsbehörden auf Grundlage von § 11 Absatz 7 bzw. § 12 Absatz 7
SanktDG erfolgt. Der Zeitpunkt der Übermittlung wird statistisch nicht erfasst.
155. Wie hoch ist der Wert der auf Grundlage der Verordnungen (EU)
Nummer 269/2014 und (EU) Nummer 833/2014 eingefrorenen Vermögen
jeweils zum Ende der Monate Mai 2022 bis Februar 2024 (bitte jeweils
nach Monaten, Beträgen der jeweils insgesamt und neu eingefrorenen
Vermögen und der Anzahl der davon jeweils betroffenen sanktionierten
Personen und Rechtseinheiten aufschlüsseln)?
Die erbetenen Daten zu in Deutschland aufgrund der beiden EU-Verordnungen
Nr. 269/2014 und Nr. 833/2014 eingefrorenen oder immobilisierten
Vermögenswerten werden nicht zu den in der Fragestellung genannten Zeitpunkten
vorgehalten und werden daher in der nachfolgenden Tabelle zu ausgewählten
Stichtagen eines jeden Kalenderjahres dargestellt. Die Daten umfassen
eingefrorene Gelder und wirtschaftliche Ressourcen von gelisteten Personen bzw.
Entitäten sowie im Inland belegene Auslandswerte der Russischen Zentralbank,
die einem Transaktionsverbot unterliegen. Diese Summen unterliegen
Bewertungsschwankungen. Weitere Einflussfaktoren sind die kontinuierliche
Veränderung der Anhänge der genannten EU-Verordnungen sowie der Abschluss
von Vermögensermittlungsverfahren. Eine Aufschlüsselung dieser Summen
nach sanktionierten Personen und Rechtseinheiten ist aufgrund der
Verwendungsbeschränkungen, denen diese Informationen gemäß Artikel 8 Absatz 3
der Verordnung (EU) Nr. 269/2014 und auch gemäß Artikel 6b Absatz 4 der
Verordnung (EU) Nr. 833/2014 unterliegen, nicht zulässig.
Stand Nach Verordnung (EU) Nr. 269/2014 und 833/2014 in Deutschland
eingefrorene Vermögenswerte (Gegenwert in EUR)
22. November 2022 5,05 Mrd.
15. Februar 2023 5,32 Mrd.
9. Juni 2023 5,22 Mrd.
16. Januar 2024 4,1 Mrd.
19. April 2024 3,95 Mrd.
156. Wie hoch sind die Beträge der von inländischen Kreditinstituten an die
Deutsche Bundesbank gemeldeten eingefrorenen Gelder gemäß der
Verordnung (EU) Nummer 269/2014 jeweils zum Ende der Monate Mai
2022 bis Februar 2024 (bitte jeweils nach Monaten, Beträgen und
Anzahl der davon betroffenen sanktionierten Personen und
Rechtseinheiten aufschlüsseln)?
Eine Aufschlüsselung dieser Summen nach sanktionierten Personen und
Rechtseinheiten ist aufgrund der Verwendungsbeschränkungen, denen
Informationen gemäß Artikel 8 Absatz 3 der Verordnung (EU) Nr. 269/2014
unterliegen, nicht zulässig. Abnehmende Werte bei der Zahl der Betroffenen ergeben
sich, wenn Konten mit geringem Bestand aufgelöst werden, weil bspw.
Restguthaben durch Kontoführungsgebühren aufgezehrt oder auf andere
eingefrorene Konten übertragen werden.
Stand Ende Nach Verordnung (EU) Nr. 269/2014
in Deutschland eingefrorene Gelder
(Gegenwert in EUR)
Anzahl der betroffenen natürlichen
oder juristischen Personen,
Einrichtungen oder Organisationen
Mai 2022 143 322 903,11 57
Dezember 2022 2 222 175 965,24 50
Dezember 2023 2 514 100 265,74 89
12. April 2024 2 587 159 402,38 93
157. Wie viele Meldungen sind bei der Zentralstelle für
Sanktionsdurchsetzung auf Grundlage des Artikels 9 Absatz 2 der Verordnung (EU)
Nummer 269/2014 jeweils in den Monaten von Januar 2023 bis Februar
2024 eingegangen (bitte die eingegangenen Meldungen nach Monaten
aufschlüsseln), und wie viele Meldungen sind jeweils in den Monaten
des Jahres 2022 aufgrund der zuvor geltenden nationalen
Anzeigepflicht nach § 23a des Außenwirtschaftsgesetzes bei der Deutschen
Bundesbank oder dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
(BAFA) eingegangen (bitte jeweils die eingegangenen Meldungen nach
Monaten aufschlüsseln)?
Bei der Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung sind im Zeitraum von Januar
2023 bis Februar 2024 insgesamt zwei Meldungen nach Artikel 9 Absatz 2 der
VO (EU) Nr. 269/2014 eingegangen.
Der Deutschen Bundesbank wurden auf der Grundlage von § 23a des
Außenwirtschaftsgesetzes (AWG) a. F. bis Ende 2022 von acht Stellen (Betroffene
oder beauftragte Rechtsanwälte) eingefrorene Gelder gemeldet. Die der
Deutschen Bundesbank gemeldeten Gelder gehörten 15 von Sanktionen betroffenen
Personen und Entitäten (darunter laut Angabe der Meldenden auch Entitäten,
die unter Kontrolle von gelisteten Personen oder gelisteten Entitäten stehen).
Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle sind bis Ende 2022 vier
Meldungen nach § 23a Absatz 1 AWG a. F. von zwei betroffenen
sanktionierten Personen und 19 Meldungen nach § 23a Absatz 2 AWG a. F. von Dritten
eingegangen.
158. Über wie viele Personen und Rechtseinheiten sind im Register nach
§ 14 des Sanktionsdurchsetzungsgesetz Angaben enthalten (bitte
jeweils getrennt nach natürlichen und juristischen Personen
aufschlüsseln)?
Im Register nach § 14 SanktDG sind Einträge zu 80 natürlichen Personen und
Einträge zu 237 Rechtseinheiten enthalten.
160. In welcher Höhe werden im Register nach § 14 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes Vermögenswerte geführt, die von sanktionierten
Personen oder Rechtseinheiten kontrolliert werden (bitte jeweils getrennt
nach natürlichen und juristischen Personen aufschlüsseln)?
Im Register nach § 14 SanktDG wird nicht danach unterschieden, ob sich die
Vermögenswerte im Eigentum oder unter der Kontrolle von sanktionierten
Personen oder Rechtseinheiten befinden.
161. In welcher Höhe werden im Register nach § 14 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes Vermögenswerte geführt, zu denen nachvollziehbare
Hinweise vorliegen, dass sie von sanktionierten Personen oder
Rechtseinheiten kontrolliert werden, und bei denen an einer Eigentümerschaft
oder wirtschaftlichen Berechtigung anderer Personen oder
Rechtseinheiten nach dem Abschluss eines Verfahrens nach den §§ 11 oder 12
des Sanktionsdurchsetzungsgesetzes durch Tatsachen berechtigte
Zweifel bestehen (bitte jeweils getrennt nach natürlichen und juristischen
Personen aufschlüsseln)?
Das Register nach § 14 SanktDG enthält derzeit keine Angaben zu
Vermögenswerten im Sinne von § 14 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 SanktDG.
162. Zu wie vielen Immobilien sind im Register nach § 14 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes Angaben enthalten, wie hoch ist der (geschätzte)
Wert der Immobilien, zu denen das Register Angaben enthält, und wie
viele der Immobilien bzw. Immobilien mit welchem (geschätzten) Wert
stehen jeweils im Zusammenhang mit natürlichen und juristischen
Personen (bitte jeweils getrennt die Anzahl der Immobilien sowie den [
geschätzten] Wert nach Zusammenhängen mit natürlichen und
juristischen Personen aufschlüsseln)?
Im Register nach § 14 SanktDG sind Eintragungen zu fünf natürlichen
Personen mit insgesamt acht Grundbuchblättern enthalten. Gemäß § 14 Absatz 2
Nummer 3 SanktDG ist zu Immobilien das Grundbuchblatt zu erfassen.
Immobilien von juristischen Personen sind nicht enthalten.
Der Wert der Immobilien kann nicht abschließend angegeben werden, da keine
Bewertung der Immobilien durch die Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung
erfolgt und keine belastbaren Marktwerte vorliegen.
163. Bei wie vielen der Immobilien, zu denen das Register nach § 14 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes Angaben enthält, wurden ebenfalls
Angaben nach § 19a des Geldwäschegesetzes im Transparenzregister
gemacht?
174. Bei wie vielen mitteilungspflichtigen Rechtseinheiten wurden im
Transparenzregister nach § 19a des Geldwäschegesetzes Angaben zu
Immobilien gemacht, und auf wie viele Immobilien beziehen sich die
gemachten Angaben (bitte jeweils nach Rechtsform aufschlüsseln)?
176. Wie viele Vereinigungen mit Sitz im Ausland haben im
Transparenzregister nach § 19a des Geldwäschegesetzes Angaben zu Immobilien
gemacht, und auf wie viele Immobilien beziehen sich die gemachten
Angaben (bitte jeweils getrennt nach Land des Sitzes der Vereinigung,
nach der Rechtsform sowie nach Anzahl der Immobilien
aufschlüsseln)?
Die Fragen 163, 174 und 176 werden gemeinsam beantwortet.
§ 19a GwG sieht für eintragungspflichtige Rechtseinheiten keine
Mitteilungspflicht für Angaben zu Immobilien an das Transparenzregister vor, so dass
keine Angaben nach § 19a GwG gemacht wurden.
164. Zu wie vielen Kraftfahrzeugen sind im Register nach § 14 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes Angaben enthalten (bitte jeweils getrennt
nach Hersteller aufschlüsseln), wie hoch ist der (geschätzte) Wert der
Kraftfahrzeuge, zu denen das Register Angaben enthält, und wie viele
der Kraftfahrzeuge bzw. Kraftfahrzeuge mit welchem (geschätzten)
Wert stehen jeweils im Zusammenhang mit natürlichen und juristischen
Personen (bitte jeweils getrennt die Anzahl der Kraftfahrzeuge sowie
den [geschätzten] Wert nach Zusammenhängen mit natürlichen und
juristischen Personen sowie nach Hersteller aufschlüsseln)?
Im Register nach § 14 SanktDG sind Angaben zu vier Kraftfahrzeugen von
zwei juristischen Personen enthalten. Gemäß § 14 Absatz 2 Nummer 5
SanktDG sind zu Kraftfahrzeugen die amtlichen Kennzeichnungen oder
Registrierungsmerkmale zu erfassen. Eine Aufschlüsselung nach Hersteller und
geschätztem Wert der Kraftfahrzeuge erfolgt nicht. Kraftfahrzeuge natürlicher
Personen sind nicht enthalten.
165. Zu wie vielen Flugzeugen sind im Register nach § 14 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes Angaben enthalten (bitte jeweils getrennt nach
Hersteller aufschlüsseln), wie hoch ist der (geschätzte) Wert der
Flugzeuge, zu denen das Register Angaben enthält, und wie viele der
Flugzeuge bzw. Flugzeuge mit welchem (geschätzten) Wert stehen jeweils
im Zusammenhang mit natürlichen und juristischen Personen (bitte
jeweils getrennt die Anzahl der Flugzeuge sowie den [geschätzten] Wert
nach Zusammenhängen mit natürlichen und juristischen Personen
sowie nach Hersteller aufschlüsseln)?
Im Register nach § 14 SanktDG sind keine Angaben zu Flugzeugen enthalten.
166. Zu wie vielen Schiffen sind im Register nach § 14 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes Angaben enthalten (bitte jeweils getrennt nach
Hersteller aufschlüsseln), wie hoch ist der (geschätzte) Wert der Schiffe, zu
denen das Register Angaben enthält, und wie viele der Schiffe bzw.
Schiffe mit welchem (geschätzten) Wert stehen jeweils im
Zusammenhang mit natürlichen und juristischen Personen (bitte jeweils getrennt
die Anzahl der Schiffe sowie den [geschätzten] Wert nach
Zusammenhängen mit natürlichen und juristischen Personen sowie nach Hersteller
aufschlüsseln)?
Im Register nach § 14 SanktDG ist ein Schiff enthalten, welches im
Zusammenhang mit zwei juristischen Personen steht. Der Wert des Schiffs kann nicht
abschließend angegeben werden, da keine Bewertung der Schiffe durch die
Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung erfolgt und kein belastbarer Marktwert
vorliegt. Gemäß § 14 Absatz 2 Nummer 5 SanktDG sind zu Schiffen die
amtlichen Kennzeichnungen oder Registrierungsmerkmale zu erfassen. Schiffe,
welche im Zusammenhang mit natürlichen Personen stehen, sind nicht
enthalten.
167. Wie viele besondere Überwachungsmaßnahmen nach § 9 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes hat die Zentralstelle für
Sanktionsdurchsetzung jeweils in den Monaten von Januar 2023 bis Februar 2024
angeordnet, in welcher Form wurden die besonderen
Überwachungsmaßnahmen durchgeführt, und aufgrund welcher Tatsachen, die die
Annahme rechtfertigen, dass gegen ein Bereitstellungs- oder
Verfügungsverbot verstoßen wurde oder ein Verstoß bevorsteht, wurden diese
durchgeführt (bitte die Anzahl der besonderen Überwachungsmaßnahmen
pro Monat entlang der in § 9 des Sanktionsdurchsetzungsgesetzes
aufgeführten Kategorien der Form der Überwachungsmaßnahme nach § 9
Absatz 1 des Sanktionsdurchsetzungsgesetzes sowie der Tatsachen, die
die Annahme rechtfertigen, dass gegen ein Bereitstellungs- oder
Verfügungsverbot verstoßen wurde oder ein Verstoß bevorsteht nach § 9
Absatz 2 des Sanktionsdurchsetzungsgesetzes aufschlüsseln)?
168. In wie vielen Fällen hat sich die Zentralstelle für
Sanktionsdurchsetzung jeweils in den Monaten von Januar 2023 bis Februar 2024 zur
Durchführung der besonderen Überwachungsmaßnahmen nach § 9 des
Sanktionsdurchsetzungsgesetzes Dritter bedient, und welcher Dritte hat
sie sich dabei bedient (bitte die Bedienungen Dritter durch die
Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung jeweils getrennt nach Monaten und
nach Dritten sowie nach Art der Überwachungsmaßnahme
aufschlüsseln)?
Die Fragen 167 bis 168 werden gemeinsam beantwortet.
Bisher wurden keine besonderen Überwachungsmaßnahmen i. S. v. § 9
SanktDG durchgeführt.
169. Hat die Bundesregierung dem Beschluss und/oder der Verordnung zur
Präzisierung der Verpflichtungen für Zentralverwahrer in Bezug auf die
getrennte Verwahrung außerordentlicher Einnahmen im
Zusammenhang mit der Verwahrung der Vermögenswerte und Reserven der
russischen Zentralbank im Rat der EU zugestimmt, und beabsichtigt die
Bundesregierung, dem weiterhin geplanten Vorschlag zu einer
möglichen Weiterleitung dieser gesondert zu verwahrenden Gelder an die
Ukraine im Rat der EU zuzustimmen (vgl. www.consilium.europa.eu/d
e/press/press-releases/2024/02/12/immobilised-russian-assets-council-d
ecides-to-set-aside-extraordinary-revenues/ bzw. www.handelsblat
t.com/politik/international/ukraine-krieg-eu-staaten-verstaendigen-
sichauf-plan-zur-nutzung-russischer-gelder/100011337.html)?
Die Bundesregierung hat dem Beschluss und der Verordnung (EU)
Nr. 2024/576 des Rates vom 12. Februar 2024 zur Änderung der Verordnung
(EU) Nr. 833/2014 zugestimmt, in welchem die gesonderte Verbuchung der
außerordentlichen Einnahmen im Zusammenhang mit der Verwahrung der
Vermögenswerte und Reserven der russischen Zentralbank geregelt wurde. Die
Verhandlungen eines konkreten Vorschlags zu einer möglichen Weiterleitung
dieser gesondert zu verwahrenden Gelder an die Ukraine auf europäischer
Ebene sind noch nicht abgeschlossen.
Die Bundesregierung begrüßt grundsätzlich die Verwendung der Erträge aus
dem eingefrorenen russischen Vermögen zur Unterstützung der Ukraine und
befürwortet ein zügiges Voranschreiten.
170. Wie viele mitteilungspflichtige Rechtseinheiten werden im
Transparenzregister geführt, und für wie viele der mitteilungspflichtigen
Rechtseinheiten wurden im Transparenzregister Angaben zum
wirtschaftlich Berechtigten gemacht (bitte jeweils nach Rechtsform
aufschlüsseln)?
Die Anzahl (Stand: 27. März 2024) entnehmen Sie bitte der nachfolgenden
Tabelle.
Rechtsform Anzahl der im
Transparenzregister geführten
Rechtseinheiten
Davon mit einer
Mitteilung der
wirtschaftlich Berechtigten
Aktiengesellschaft 12 815 11 120
Eingetragene Genossenschaft 9 793 6 860
Europäische Wirtschaftliche Interessenvereinigung
(EWIV)
472 102
Gesellschaft mit beschränkter Haftung 1 556 115 1 025 724
Kommanditgesellschaft 304 100 218 360
Kommanditgesellschaft auf Aktien 422 354
Offene Handelsgesellschaft 22 326 10 511
Partnerschaftsgesellschaft 17 870 9 571
Europäische Genossenschaft 27 18
Societas Europaea 1 071 966
Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit 169 110
Eingetragene Gesellschaft bürgerlichen Rechts 11 998 2 594
Trust 401 385
Stiftung 12 103 5 477
Sonstige (hier fallen auch Stiftungen darunter,
die seinerzeit die Rechtsform noch nicht konkret
angegeben haben)
22 403 21 960
Verein 622 498 549 779
171. Wie viele Rechtseinheiten gibt es zum Stand 29. Februar 2024, die an
das Transparenzregister mitteilungspflichtig sind (bitte jeweils nach
Rechtsform aufschlüsseln)?
Es wird auf die Antwort zu Frage 170 verwiesen.
Alle Rechtseinheiten, die in einem deutschen Justizregister (die bei den
Gerichten der Länder geführten Register wie z. B. das Handelsregister) geführt
werden, sind automatisch auch im Transparenzregister transparenzpflichtig, so dass
die Anzahl der im Transparenzregister geführten Rechtseinheiten der
Gesamtzahl entspricht. Sofern die Rechtseinheiten nicht in einem deutschen
Justizregister geführt werden (z. B. eintragungspflichtige ausländische
Rechtseinheiten), besteht keine Kenntnis über die Gesamtzahl der existenten
Rechtseinheiten.
172. Wie viele Unstimmigkeitsmeldungen nach § 23a des
Geldwäschegesetzes wurden in den Jahren 2020, 2021, 2022, 2023 und bislang im Jahr
2024 jeweils abgegeben, wie verteilen sich die abgegebenen
Unstimmigkeitsmeldungen jeweils auf Unstimmigkeitsmeldungen von
Verpflichteten, Aufsichtsbehörden und der FIU, und bei wie vielen
Unstimmigkeitsmeldungen war jeweils der Meldungsgrund, dass abweichende
wirtschaftlich Berechtigte ermittelt wurden (bitte jeweils getrennt nach
Jahren, Abgebenden und Meldungsgrund aufschlüsseln)?
Die Anzahl (Stand: 27. März 2024) entnehmen Sie bitte der nachfolgenden
Tabelle.
Jahr Gesamtzahl Verpflichtete Behörden
2020 8 857 8 850 7 (7 Aufsichtsbehörden)
2021 18 019 18 016 3 (3 Aufsichtsbehörden)
2022 34 224 34 221 3 (2 Aufsichtsbehörden, 1 FIU)
2023 127 032 127 024 8 (2 Aufsichtsbehörden, 5 FIU)
2024 (bis 27.03.2024) 39 869 39 867 2 (2 Aufsichtsbehörden)
Die vorliegenden Unstimmigkeiten werden nicht kategorisiert erfasst und
können deswegen nicht ausgewertet werden. Im Rahmen der Bearbeitung einer
Unstimmigkeitsmeldung wird stets die gesamte Eintragung im
Transparenzregister durch die registerführende Stelle geprüft und nicht nur die gemeldete
Unstimmigkeit.
173. Bei wie vielen der mitteilungspflichtigen Rechtseinheiten wird bei den
im Transparenzregister gemachten Angaben zum wirtschaftlich
Berechtigten im Hinblick auf Art und Umfang des wirtschaftlichen Interesses
auf die Funktion des gesetzlichen Vertreters, geschäftsführenden
Gesellschafters oder Partners abgestellt (bitte jeweils nach Rechtsform
aufschlüsseln)?
a) Bei wie vielen mitteilungspflichtigen Rechtseinheiten, bei denen
hinsichtlich der im Transparenzregister gemachten Angaben zum
wirtschaftlich Berechtigten im Hinblick auf Art und Umfang des
wirtschaftlichen Interesses auf die Funktion des gesetzlichen
Vertreters, geschäftsführenden Gesellschafters oder Partners abgestellt
wurde, wurde angegeben, dass ermittelt wurde, dass keine
natürliche Person die Voraussetzungen eines wirtschaftlich Berechtigten
nach § 3 Absatz 1 oder Absatz 2 Satz 1 bis 4 des
Geldwäschegesetzes erfüllt (bitte jeweils nach Rechtsform aufschlüsseln)?
b) Bei wie vielen mitteilungspflichtigen Rechtseinheiten, bei denen
hinsichtlich der im Transparenzregister gemachten Angaben zum
wirtschaftlich Berechtigten im Hinblick auf Art und Umfang des
wirtschaftlichen Interesses auf die Funktion des gesetzlichen
Vertreters, geschäftsführenden Gesellschafters oder Partners abgestellt
wurde, wurde angegeben, dass die Ermittlung eines wirtschaftlich
Berechtigten nach § 3 Absatz 1 oder Absatz 2 Satz 1 bis 4 des
Geldwäschegesetzes nach Durchführung umfassender Prüfungen
nicht möglich war (bitte jeweils nach Rechtsform aufschlüsseln)?
Die Fragen 173 bis 173b werden gemeinsam beantwortet.
Bei der Mitteilung der Angabe zum wirtschaftlich Berechtigten kann als Grund
für die Angabe des sogenannten fiktiven wirtschaftlich Berechtigten
ausgewählt werden, dass entweder keine natürliche Person die Voraussetzungen eines
wirtschaftlich Berechtigten nach § 3 Absatz 1 oder Absatz 2 Satz 1 bis 4 GwG
erfüllt (kein tatsächlicher wirtschaftlich Berechtigter vorhanden, weil z. B.
niemand mehr als 25 Prozent der Anteile hält), oder die Ermittlung eines
wirtschaftlich Berechtigten nach § 3 Absatz 1 oder Absatz 2 Satz 1 bis 4 GwG nach
Durchführung umfassender Prüfungen nicht möglich war (Ermittlung nicht
möglich). Die Regelung zur Angabe des Grundes wurde erst nachträglich mit
dem Sanktionsdurchsetzungsgesetz II vom 19. Dezember 2022 eingeführt.
Eintragungen im Transparenzregister ohne eine Angabe zum Mitteilungsgrund
wurden mithin vor diesem Zeitpunkt übermittelt. Eine gleichzeitig in Kraft
gesetzte Übergangsregelung sieht ausdrücklich vor, dass es nicht erforderlich ist,
vorherige Eintragungen allein wegen der Rechtsänderung zur Angabe des
Grundes zu aktualisieren. Die Anzahl (Stand: 27. März 2024) entnehmen Sie
bitte der nachfolgenden Tabelle.
Rechtsform Anzahl der Rechtseinheiten mit
einer aktuellen Eintragung mit
der Angabe „Funktion des
gesetzlichen Vertreters,
geschäftsführenden Gesellschafters oder
Partners (§ 19 Absatz 3
Nummer 1c GwG)“
Davon mit dem
Mitteilungsgrund „Kein
tatsächlicher
wirtschaftlich
Berechtigter
vorhanden“
Davon mit dem
Mitteilungsgrund
„Ermittlung nicht
möglich“
Davon ohne
Angabe zum
Mitteilungsgrund
Aktiengesellschaft 3 176 1 310 100 1 766
Eingetragene
Genossenschaft
5 986 2 050 283 3 653
Europäische
Wirtschaftliche
Interessenvereinigung (EWIV)
65 32 6 27
Gesellschaft mit
beschränkter Haftung
160 958 55 163 5 434 100 361
Kommanditgesellschaft
39 361 17 427 930 21 004
Kommanditgesellschaft auf Aktien
96 48 8 40
Offene
Handelsgesellschaft
561 174 29 358
Partnerschaftsgesellschaft
1 374 487 32 855
Europäische
Genossenschaft
15 5 0 10
Societas Europaea 397 257 16 124
Versicherungsverein
auf Gegenseitigkeit
106 58 6 42
Eingetragene
Gesellschaft bürgerlichen
Rechts
198 190 8 0
Verein 548 683 3 823 755 544 105
175. Wie viele Vereinigungen mit Sitz im Ausland haben im
Transparenzregister Angaben nach § 19 des Geldwäschegesetzes gemacht, weil sie
seit einem Zeitpunkt vor dem 1. Januar 2020 Eigentum an einer im
Inland gelegenen Immobilie halten oder weil sich seit einem Zeitpunkt
vor dem 1. August 2021 Anteile im Sinne des § 1 Absatz 3 des
Grunderwerbsteuergesetzes bei ihr vereinigen oder sie seit einem Zeitpunkt
vor dem 1. August 2021 im Sinne des § 1 Absatz 3a des
Grunderwerbsteuergesetzes aufgrund eines Rechtsvorgangs eine wirtschaftliche
Beteiligung innehaben (bitte jeweils getrennt nach Land des Sitzes der
Vereinigung, nach der Rechtsform sowie entlang der genannten Gründe
aufschlüsseln)?
Die angegebenen Gründe für eine Eintragung im Transparenzregister
(Zeitpunkt und Form des Immobilienerwerbs) werden nicht kategorisiert erfasst und
können daher nicht ausgewertet werden. Die nachfolgende Tabelle stellt die
Gesamtzahl der eingetragenen ausländischen Rechtseinheiten dar, die sich
aufgrund unmittelbaren oder mittelbaren Immobilienerwerbs im
Transparenzregister eingetragen haben (Stand: 27. März 2024).
Gesamt 3 586
Schweiz 746
Niederlande 490
Luxemburg 302
Vereinigtes Königreich 291
USA 270
Österreich 176
Dänemark 135
Liechtenstein 104
Spanien 77
Israel 66
Zypern 61
Italien 56
China 51
Frankreich 47
Japan 40
Irland 36
Belgien 33
Türkei 33
Bulgarien 29
Tschechien 29
Britische Jungferninseln 26
Kaimaninseln 26
Singapur 26
Hongkong 25
Polen 23
Ungarn 22
Schweden 21
Estland 20
Jersey 20
Australien 18
Guernsey 18
Rumänien 18
Vereinigte Arabische Emirate 16
Kanada 15
Malta 14
Isle of Man 13
Litauen 13
Norwegen 13
Taiwan 12
Bermuda 8
Gibraltar 8
Lettland 8
Slowenien 8
Portugal 7
Russland 7
Südkorea 7
Panama 6
Uruguay 6
Bosnien und Herzegowina 5
Finnland 5
Kroatien 5
Slowakei 5
Honkong 5
Griechenland 4
Indien 4
Kosovo 4
Seychellen 4
Bahamas 3
Montenegro 3
Nordmazedonien 3
Serbien 3
Thailand 3
Britische Kanalinseln 2
Kasachstan 2
Marokko 2
Marshallinseln 2
Mexiko 2
Albanien 1
Angola 1
Aserbaidschan 1
Belarus 1
Brasilien 1
Britisches Überseegebiet 1
Chile 1
Cookinseln 1
Georgien 1
Iran 1
Kanalinseln 1
Kolumbien 1
Kuwait 1
Macau 1
Mauritius 1
Monaco 1
Neuseeland 1
Oman 1
Peru 1
Samoa 1
St. Kitts und Nevis 1
St. Vincent und die Grenadinen 1
Südafrika 1
Tunesien 1
177. Plant die Bundesregierung innerhalb des BMF organisatorische
Veränderungen im Zusammenhang mit der
Finanzkriminalitätsbekämpfung, wenn ja, welcher Art sollen diese Veränderungen sein, welche
Konsequenzen ergeben sich daraus für den organisationstechnischen
Aufbau des BMF im Hinblick auf bestehende Abteilungen und
Referate, und werden etwaige geplante Veränderungen mit dem Aufbau
neuer Stellen und/oder Beförderungen einhergehen (wenn ja, bitte auch
angeben, auf welche Besoldungsgruppen jeweils wie viele neue Stellen
bzw. wie viele Beförderungen entfallen)?
Es ist vorgesehen, zeitgleich mit der Errichtung des BBF im BMF eine
einzügige Abteilung VI mit dem Aufgabengebiet „Bekämpfung Finanzkriminalität“
einzurichten. Die neue Abteilung VI soll nach derzeitigem Stand im
Schwerpunkt durch die Herauslösung der Unterabteilung VII A („Bekämpfung
illegaler Finanzflüsse, Sanktionen“) aus der bisherigen Abteilung VII
(„Finanzmarktpolitik“) gebildet werden. Die Abteilung VII wird damit auf drei – statt bislang
vier – Unterabteilungen zurückgeführt werden. Die Einrichtung der neuen
Abteilung VI geht nicht mit dem Aufbau neuer Stellen einher. Die benötigten
Dienstposten werden durch hausinterne Umschichtungen erwirtschaftet. Über
die Besetzung freier Beförderungsdienstposten ist noch nicht entschieden
worden.
178. Welche Bundesfinanzbehörden müssen durch die Zollverwaltung gegen
Störungen und sonstige negative Einwirkungen, die die Durchführung
ihrer Aufgaben gefährden, geschützt werden, und welche behördliche
Gefährdungsanalyse liegt dem entsprechenden Vorschlag der
Bundesregierung (vgl. Artikel 9 des Entwurfs eines
Finanzkriminalitätsbekämpfungsgesetzes [FKBG] auf Bundestagsdrucksache 20/9648) in
Bezug auf welche zu schützenden Bundesfinanzbehörden zugrunde
(sofern eine Gefährdungsanalyse vorliegt, bitte auch angeben, von welcher
Stelle diese zu welchem Zeitpunkt durchgeführt wurde)?
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage 31 des
Abgeordneten Matthias Hauer auf Bundestagsdrucksache 20/10565 verwiesen.
179. Welche Kosten entstehen für den Bundeshaushalt jeweils in Bezug auf
welche Bundesfinanzbehörde jeweils einmalig und laufend je
Haushaltsjahr dadurch, dass die Zollverwaltung gemäß den Vorschlägen der
Bundesregierung zusätzliche Aufgaben des Wachschutzes von
Bundesfinanzbehörden übernehmen soll (vgl. Artikel 9 FKBG auf
Bundestagsdrucksache 20/9648), und welche Mehrkosten entstehen dadurch
jeweils in Bezug auf welche Bundesfinanzbehörde jeweils einmalig und
laufend je Haushaltsjahr gegenüber der bisherigen Wahrnehmung des
Objektschutzes der betreffenden Bundesfinanzbehörden?
Mit Artikel 9 des Gesetzesentwurfs der Bundesregierung zur Verbesserung der
Bekämpfung von Finanzkriminalität (FKBG) soll u. a. nach § 1 Absatz 5 des
Zollverwaltungsgesetzes ein Absatz 5a eingefügt werden, so dass der
Zollverwaltung im Einzelfall die Aufgabe übertragen werden kann, Einrichtungen der
Bundesfinanzbehörden gegen Gefahren, die die Durchführung ihrer Aufgaben
beeinträchtigen, zu schützen. Die tatsächliche Übernahme der in Rede
stehenden Aufgabe soll unter den Vorbehalt einer entsprechend positiven
Entscheidung des BMF stehen. Eine Schätzung des Erfüllungsaufwands enthält der
Regierungsentwurf der Bundesregierung vom 6. Dezember 2023,
Bundestagsdrucksache 20/9648, S. 95.
180. Durch welche genauen Gefährdungen von Liegenschaften, sonstigen
Einrichtungen und Veranstaltungen welcher Bundesfinanzbehörden
kam es in der laufenden Wahlperiode zu Störungen der
Aufgabenwahrnehmung der jeweiligen Bundesfinanzbehörden (bitte die genauen
Gefährdungen chronologisch jeweils getrennt nach Behörden der
Bundesfinanzverwaltung sowie jeweils nach Gefährdungen von
Liegenschaften, sonstigen Einrichtungen und Veranstaltungen aufschlüsseln)?
Die erbetenen Angaben sind der nachstehenden Übersicht zu entnehmen.
Lfd.
Nummer
Behörde Ort Ereignisdatum Art der Gefährdung
1 BMF Berlin
Platz des
Volksaufstandes
27.06.2022 Sachbeschädigung am Gebäude
2 BMF Berlin
Wilhelmstraße
17.10.2022 Sachschäden im Gebäude
3 BMF Berlin
Platz des
Volksaufstandes
27.02.2023 Sitzblockade mit Klebeaktion
vor dem Gebäude
4 BMF Berlin
Parkplatz
Wilhelmstraße
18.06.2023 Befestigung von Banner am
Zaun
5 BMF Berlin
Wilhelmstraße
18.08.2023 Sachbeschädigung im Gebäude
6 BMF Berlin
Platz des
Volksaufstandes
12.10.2023 Sachbeschädigung
7 BMF Berlin
Wilhelmstraße
März 2024 Störung durch eine
Besuchergruppe
8 BMF Berlin nicht
spezifizierbar
zahlreiche Droh- und Störanrufe
9 Generalzolldirektion Chemnitz März 2022 Einschussloch in Fensterscheibe
10 Generalzolldirektion Dresden 15.06.2022 Sachbeschädigung Gebäude
11 Generalzolldirektion Dresden 07.09.2022 Sachbeschädigung Gebäude
12 Hauptzollamt
Magdeburg
Magdeburg 07.11.2021 Einbruch
13 Hauptzollamt Düsseldorf
Zollamt Reisholz
Reisholz 27./28.11.2021 Einbruch
14 Hauptzollamt Düsseldorf
Zollamt Reisholz
Reisholz 11./12.12.2021 Einbruch
15 Hauptzollamt Itzehoe
Zollamt Flensburg
Flensburg 24.01.2022 Beschädigung priv. Fahrzeug
16 Hauptzollamt Bremen Bremen 28./29.03.2022 Einbruch (Versuch)
17 Hauptzollamt Erfurt Plauen 22./23.04.2022 Einbruch
18 Hauptzollamt Münster Münster 28.06.2022 Diebstahl Kennzeichen
19 Hauptzollamt Itzehoe Itzehoe 29.08.2022 Bengalisches Feuer an D-Kfz
20 Hauptzollamt Itzehoe
Zollamt Flensburg
Flensburg 16./17.09.2022 Einbruch
21 Hauptzollamt Koblenz Trier 24./25.09.2022 Einbruch
22 Hauptzollamt Itzehoe Itzehoe 14.11.2022 Sachschäden D-Kfz
23 Hauptzollamt Erfurt Plauen April 2023 Einbruch
Lfd.
Nummer
Behörde Ort Ereignisdatum Art der Gefährdung
24 Hauptzollamt Aachen Aachen 30.04.2023 Diebstahl Reifen
25 Zollfahndungsamt Essen Kleve 10.07.2023 Sachbeschädigung Gebäude
26 Hauptzollamt Krefeld Krefeld 10./11.08.2023 Einbruch Schießstand
Louisenburg
27 Hauptzollamt Heilbronn
Zollamt
Untermünckheim
Untermünckheim 26./27.11.2023 Einbruch
28 Hauptzollamt Köln Köln 20.12.2023 Brandstiftung an zwei
Einsatzfahrzeugen
29 Hauptzollamt Frankfurt
(Oder)
Frankfurt (Oder) 18.03.2024 Sachbeschädigung an
Einsatzfahrzeugen
30 Hauptzollamt Frankfurt
(Oder)
Zollamt Eberswalde
Eberswalde 21./22.03.2024 Einbruch
181. Aus welchen Bereichen der Zollverwaltung werden jeweils wie viele
derjenigen Arbeitskräfte des Zolls stammen, die gemäß den
Vorschlägen der Bundesregierung zusätzliche Aufgaben des Wachschutzes von
Bundesfinanzbehörden übernehmen sollen (vgl. Artikel 9 FKBG auf
Bundestagsdrucksache 20/9648), die bisher nicht vom Zoll erfüllt
werden?
Soweit im Einvernehmen mit dem BMF die Sicherung einzelner Einrichtungen
der Bundesfinanzverwaltung der Zollverwaltung übertragen wird, bestimmt die
Generalzolldirektion selbständig und eigenverantwortlich die Einzelheiten einer
effektiven und effizienten Umsetzung, u. a. welche Beschäftigten aus welchen
Organisationseinheiten der Zollverwaltung mit dem Objektschutz betraut
werden. Dabei wird die Generalzolldirektion sicherstellen, dass alle der
Zollverwaltung übertragenen Aufgaben weiterhin erfüllt werden.
Eine Vorfestlegung auf einzelne Bereiche der Zollverwaltung ist dabei nicht
vorgesehen. Aufgrund der vergleichbaren Anforderungen der Aufgaben und der
persönlichen Ausstattung werden insbesondere Beschäftigte der Sachgebiete C
(Kontrollen) und E (Finanzkontrolle Schwarzarbeit) für Aufgaben des
Objektschutzes eingesetzt werden. Im Übrigen hat die Zollverwaltung die
Möglichkeit, im Rahmen der ihr vom Gesetzgeber zuerkannten Haushaltsmittel
hinreichend qualifiziertes Personal zusätzlich einzustellen.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
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