Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU
– Drucksache 20/11234 –
Internationale Zusammenarbeit in Forschung, Entwicklung, Bildung und
Ausbildung im Bereich grüner Wasserstoff
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
In ihrem im November 2021 geschlossenen Koalitionsvertrag haben sich SPD,
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP auf eine Fortschreibung der
Wasserstoffstrategie festgelegt. Der Aufbau einer leistungsfähigen
Wasserstoffwirtschaft und die dafür notwendige Import- und Transportinfrastruktur sollen
möglichst schnell vorangetrieben werden. Eine Energieinfrastruktur für
erneuerbaren Strom und Wasserstoff sei eine Voraussetzung für die europäische
Handlungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit im 21. Jahrhundert, die
Gründung einer Europäischen Union für grünen Wasserstoff erklärtes Ziel (
www.b
undesregierung.de/breg-de/service/gesetzesvorhaben/koalitionsvertrag-2021-1
990800).
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sieht sich hierbei
als entscheidender Wegebereiter und investiert hohe dreistellige
Millionenbeträge in Wasserstoffleitprojekte. Deutschland soll zur Wasserstoffrepublik und
zum Leitmarkt für Wasserstofftechnologien werden (
www.bmbf.de/bmbf/shar
eddocs/kurzmeldungen/de/2023/07/230725-nws.html).
Als Schlüssel für die Erforschung von grünem Wasserstoff entlang der
gesamten Wertstoffketten wird die langfristig wirksame Vernetzung der deutschen
Forschungslandschaft mit potenziellen Partnern im europäischen wie
außereuropäischen Ausland gefördert. Diese soll dazu beitragen, dass über die
gesamte Innovations- und Wertschöpfungskette hinweg Forschungsbeiträge
geliefert, deutsche Akteure am internationalen Fachdiskurs beteiligt, nachhaltige
internationale Wissens- und Innovationsnetzwerke geknüpft sowie
Kompetenzlücken des Forschungs- und Industriestandorts Deutschland und der
Wasserstoffpartnerländer bei Forschung, Entwicklung und Innovation geschlossen
werden. Die Sichtbarkeit des Forschungs- und Innovationsstandorts
Deutschland im internationalen Wettbewerb soll erhöht, die Leistungsfähigkeit
Deutschlands als Forschungs- und Industriestandort bewahrt und weiter
ausgebaut werden (
www.bmbf.de/bmbf/de/home/_documents/internationale-koop
erationen-gruener-wasserstoff.html).
Da Deutschland nach bisherigen Berechnungen der Bundesregierung in
großen Mengen grünen Wasserstoff oder grüne Wasserstoffderivate importieren
muss, um bis 2045 klimaneutral wirtschaften zu können, baut das
Bundesministerium für Bildung und Forschung nach eigenen Angaben umfassende
Deutscher Bundestag Drucksache 20/11575
20. Wahlperiode 29.05.2024
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
vom 28. Mai 2024 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Wasserstoffpartnerschaften auf. Die Veröffentlichung einer Importstrategie für
Wasserstoff war für das Jahr 2023 angekündigt (
www.bmbf.de/bmbf/de/forsch
ung/energiewende-und-nachhaltiges-wirtschaften/nationale-wasserstoffstrategi
e/nationale-wasserstoffstrategie.html).
1. Wie hoch wird der Bedarf an grünem Wasserstoff für Deutschland im
Jahr 2030 und im Jahr 2045 nach aktuellen Berechnungen sein?
Im Rahmen der Fortschreibung der Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS)
wird für das Jahr 2030 von einem Gesamtwasserstoffbedarf von 95 bis 130
Terawattstunden (TWh) ausgegangen. Dieser enthält den prognostizierten Bedarf
an Wasserstoffderivaten wie Ammoniak, Methanol oder synthetischen
Kraftstoffen. Für das Jahr 2045 ist in der Fortschreibung der Nationalen
Wasserstoffstrategie ein Bedarf für industrielle Anwendungen und Anwendungen im
Umwandlungssektor (Energiewirtschaft) unter Verweis auf Studien des
Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) von 370 bis 540 TWh
Wasserstoff ausgewiesen.
2. Wie viel grüner Wasserstoff kann bis 2030 und 2045 nach aktuellen
Berechnungen im eigenen Land erzeugt werden?
3. Wie viel grüner Wasserstoff soll bis 2030 und 2045 in Deutschland
zentral erzeugt und über weitere Strecken an die Stätten des Bedarfs
transportiert werden?
4. Wie viel grüner Wasserstoff kann aus Sicht der Bundesregierung bis
2030 und 2045 ergänzend dazu dezentral erzeugt werden, und welche
Aktivitäten in diese Richtung unterstützt die Bundesregierung bereits,
um den Importbedarf zu verringern?
6. Wie viel grüner Wasserstoff muss nach aktuellen Berechnungen und
unter Berücksichtigung verschiedener Szenarien (u. a. im Hinblick auf
eine höhere dezentrale Erzeugung) bis 2030 und 2045 nach Deutschland
importiert werden, um den weiteren Bedarf zu decken?
7. In welchem prozentualen Verhältnis stehen die Importbedarfe gemessen
an der Gesamtheit des benötigten Wasserstoffs in Deutschland bis 2030
und 2045?
Die Fragen 2 bis 4, 6 und 7 werden gemeinsam beantwortet.
Die Bundesregierung strebt gemäß Fortschreibung der NWS bis 2030 einen
Zubau von mindestens 10 Gigawatt (GW) inländischer Elektrolysekapazität an.
Wie viel Wasserstoff damit erzeugt werden kann, hängt unter anderem vom
Wirkungsgrad der eingesetzten Elektrolyseure und der Zahl der Einsatzstunden
ab. Über das Wasserstoffkernnetz kann der erzeugte Wasserstoff vom Ort der
Erzeugung zum Ort der Nachfrage auch über weitere Strecken transportiert
werden. Daneben werden für die Deckung der Wasserstoffnachfrage in
Deutschland Importe eine immer größere Rolle spielen. Ergänzend zum
Transport über das Wasserstoffnetz bleibt auch eine dezentrale Erzeugung von
Wasserstoff möglich. Unternehmen wählen je nach den örtlichen Gegebenheiten
und ökonomischen Erwägungen die Versorgungsvariante, die für sie am
günstigsten ist. Die Bundesregierung unterstützt die Wasserstofferzeugung in
Deutschland gemäß der NWS insbesondere mit der Important-Project-of-
Common-Interest-(IPCEI-)Förderung und den geplanten Ausschreibungen für
systemdienliche Elektrolyse und Offshore-Elektrolyse. Bis zum Jahr 2045 sollte
die wasserstoffseitige Elektrolyseleistung in Deutschland in Abhängigkeit von
der Entwicklung der Wasserstoffnachfrage auf rund 55 bis 70 GW steigen
(siehe Systementwicklungsstrategie des BMWK). Trotz einer umfangreichen
inländischen Erzeugung geht das Bundesministerium für BMWK davon aus, dass
Deutschland auch langfristig rund 50 bis 70 Prozent importieren wird.
5. Welcher Forschungsbedarf in welchen Forschungsfeldern besteht, um
den Anteil an dezentral erzeugtem grünem Wasserstoff in Deutschland zu
erhöhen?
Welche Forschungsprojekte gibt es dazu oder sind geplant?
Es besteht Bedarf entlang der gesamten Wertschöpfungskette, um dieses Ziel
zu erreichen. Von effizienteren, nachhaltigeren Erzeugungstechnologien bis zu
sicherem, wirtschaftlichem Transport und zur Speicherung. Das Internet-Portal
EnArgus informiert über laufende und abgeschlossene Forschungsvorhaben
rund um das Thema „Energieforschung“. Die Planungen der Bundesregierung
für das Haushaltsjahr 2025 sind derzeit noch nicht abgeschlossen, sodass noch
keine Aussage über weitere Forschungsprojekte getroffen werden kann.
8. Welche Länder kommen aktuell für den Import von grünem Wasserstoff
infrage (bitte alle Länder aufführen)?
Für den Import von grünem Wasserstoff und dessen Derivaten kommen
perspektivisch sowohl europäische als auch außereuropäische Länder in Frage.
Der große Vorteil von grünem Wasserstoff ist, dass dieser prinzipiell überall
hergestellt werden kann, wo ausreichend Wind, Sonne und Wasser vorhanden
sind.
Gemäß der Datenbank der Internationalen Energieagentur (IEA) befinden sich
auf allen Kontinenten Projekte zur Produktion von grünem Wasserstoff in
Planung. Deutschland arbeitet daher im Rahmen von Klima-, Energie- und
Wasserstoffpartnerschaften mit ca. 30 Ländern auf allen Kontinenten zusammen.
9. Wie weit ist der Kapazitätsaufbau in diesen Ländern bereits
vorangeschritten?
Kapazitäten für eine Wasserstoffwirtschaft werden aktuell in vielen Ländern
aufgebaut. Ein Überblick zu einzelnen Wasserstoffprojekten bietet bspw. die
Datenbank der IEA.
a) Welche Förderung erhalten diese Länder dazu aus Deutschland?
Deutschland fördert internationale Wasserstoffprojekte im Wesentlichen über
Förderprogramme des BMWK, des Auswärtigen Amts (AA), des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des Bundesministeriums für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Dabei werden v. a.
Themen in den Bereichen Forschung, Kapazitätsaufbau und
Entwicklungszusammenarbeit adressiert.
b) Welche deutschen Firmen sind daran beteiligt?
Einen Überblick über den Stand der Wasserstoffprojekte in einzelnen Staaten
gibt die jährlich aktualisierte IEA-Datenbank.
Einen Beitrag zur Beteiligung deutscher Unternehmen an diesem
Kapazitätsaufbau wird insbesondere durch die BMWK-Förderprogramme H2Uppp und
Förderrichtlinie, die BMBF-Fördermaßnahmen mit Namibia im Rahmen des
Joint Communiqué of Intent und mit Australien im Rahmen des Wasserstoff-
Akkords sowie der gemeinsamen Maßnahme zu internationalen
Wasserstoffprojekten geleistet. Die betreffenden Länder und beteiligten Firmen aus
Deutschland sind in den nachfolgenden Tabellen aufgeführt.
Förderrichtlinie internationale Wasserstoffprojekte
Land Deutsche Beteiligung
Königreich Saudi-Arabien SPG Steiner GmbH
Republik Namibia CO2GRAB GmbH, TS Elino GmbH, LSF GmbH & Co. KG
Republik Südafrika Linde GmbH
Republik Serbien Leipziger Energiegesellschaft
Republik Östlich des Uruguay Linde GmbH
Republik Chile A-zero GmbH, Linde GmbH
Tunesische Republik eFuel-GmbH
Förderprogramm H2UPPP
Land Deutsche Beteiligung
Globale Komponente (Deutschland, Australien) Vielzahl deutscher Firmen
Demokratische Volksrepublik Algerien Vielzahl deutscher Firmen
Argentinische Republik Vielzahl deutscher Firmen
Föderative Republik Brasilien Mele Biogas, SAP
Republik Chile INERATEC, Soventix, SI Solar Investments, Pabettin,
Vielzahl deutscher Firmen
Republik Indien RWE, Vielzahl deutscher Firmen
Republik Kolumbien Vielzahl deutscher Firmen
Königreich Marokko Vielzahl deutscher Firmen
Vereinigte Mexikanische Staaten Siemens Energy, Hy2Gen, Vielzahl deutscher Firmen
Bundesrepublik Nigeria Vielzahl deutscher Firmen
Republik Südafrika, Republik Namibia Vielzahl deutscher Firmen
Königreich Thailand Vielzahl deutscher Firmen
Tunesische Republik Vielzahl deutscher Firmen
Republik Türkei Burgbad, Vielzahl deutscher Firmen
Republik Östlich des Uruguay Vielzahl deutscher Firmen
Fördermaßnahme mit Namibia im Rahmen des Joint Communiqué of Intent
Land Deutsche Beteiligung
Republik Namibia O&L Nexentury, TÜV Rheinland InterTraffic GmbH
Fördermaßnahme mit Australien im Rahmen des Wasserstoff-Akkords
Land Deutsche Beteiligung
Australien Whitecell Eisenhuth GmbH & Co. KG, Alantum Europe GmbH, Messkonzept GmbH,
VAF Gesellschaft für Verkettungsanlagen, Automationseinrichtungen und Fördertechnik
mbH, Mabanaft GmbH & Co. KG
Wasserstoffprojekte im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit
Land Deutsche Beteiligung
Königreich Marokko Ausschreibung noch nicht gestartet
Tunesische Republik Ausschreibung noch nicht gestartet
Demokratische Volksrepublik Algerien Ausschreibung noch nicht gestartet
Republik Südafrika Es wurden noch keine Förderentscheidungen in den FZ-Vorhaben
getroffen.
Föderative Republik Brasilien Neumann & Esser
Republik Kolumbien / (keine deutsche Beteiligung)
10. Wie hoch ist der Import von grünem Wasserstoff aus diesen Ländern
aktuell, und ab wann kann nach Einschätzung der Bundesregierung mit
nennenswerten Importen aus diesen Ländern gerechnet werden – per
Pipeline und in flüssiger oder fester Form per Schiff?
Derzeit wird noch kein grüner Wasserstoff nach Deutschland importiert. Über
das Programm H2Global wird auf dem Seeweg voraussichtlich ab dem Jahr
2027 der großskalige Import von grünen Wasserstoffderivaten nach
Deutschland erfolgen. Das daraus erfolgende Importvolumen wird sich in den
Folgejahren stark erhöhen. Zusätzlich erwartet die Bundesregierung den Abschluss von
privaten Lieferverträgen für Wasserstoffderivate durch Flankierung über die
Klima-, Energie- und Wasserstoffpartnerschaften sowie mit Unterstützung
durch die Außenwirtschaftsförderinstrumente.
Elementarer Wasserstoff kann besonders gut über Pipelines transportiert
werden. Pipelinegebundene Wasserstoffinfrastruktur soll den Transport von
elementarem Wasserstoff aus Europa und Anrainerstaaten nach Deutschland
ermöglichen. Mit Importen von grünem Wasserstoff kann teilweise ab Ende 2028
gerechnet werden.
11. Welcher Forschungsbedarf in welchen Forschungsfeldern besteht aktuell
noch, damit in diesen Ländern in absehbarer Zeit genügend grüner
Wasserstoff oder Derivate für den Export nach Deutschland hergestellt und
effizient dorthin transportiert werden können?
Es wird auf die Antwort zu Frage 5 verwiesen. Die genannten Bedarfe sind
nicht länderspezifisch.
12. Welche gemeinsamen Forschungsprojekte gibt es mit diesen Ländern
bereits, und welche Forschungsprojekte sind in Planung, um die Erzeugung
von grünem Wasserstoff und von klimaneutralen Wasserstoffderivaten
inklusive alternativen Kraftstoffen auf der Basis von grünem Wasserstoff
voranzubringen?
Unter der Federführung des BMBF und von weiteren 25 europäischen
Mitgliedstaaten wurde am 18. März 2022 die Strategic Research and Innovation
Agenda (SRIA) als „Agenda Prozess für Europäische Forschungs- und
Innovationsaktivitäten zum Thema Grüner Wasserstoff“ veröffentlicht. Als Teil der
Umsetzung wurde im November 2023 der deutsch-italienische Aktionsplan
zum gemeinsamen Austausch im Bereich Grüner Wasserstoff unterzeichnet.
Daraus resultiert der gemeinsame Förderaufruf „Green Hydrogen Research:
A Collaboration to Empower Tomorrow's Energy“. Ziel der bilateralen
Forschung ist es, Technologien für grünen Wasserstoff entlang der gesamten
Wertschöpfungskette zu optimieren – und damit die europäische
Wasserstoffwirtschaft zu stärken. Antragsteller sind aufgerufen, noch bis zum 7. Juni 2024
Skizzen einzureichen. Ferner ist eine gemeinsame Forschungs-und-
Entwicklungs-(FuE)-Bekanntmachung mit der Französischen Republik im Bereich
Wasserstoff veröffentlicht worden.
Im Rahmen des gemeinsamen Förderaufrufs von BMWK, BMBF und des
Nationalen Forschungsrates des Königreichs der Niederlande (NWO)
„Electrochemical materials and processes for green hydrogen and green chemistry
(ECCM)“ im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms der
Bundesregierung fördern das BMWK Projekte wie hx-electrode und WinHy und das BMBF
die Projekte Alkalimit, DIAMOND, ECOMET und Hydrogen4Tomorrow zu
Themen aus den Bereichen Power-to-X und Wasserstoff-Systemintegration.
Zudem wird auf die Umsetzung des Joint Communiqué of Intent mit der
Republik Namibia und des Wasserstoff-Akkords mit Australien verwiesen.
13. Wie viele Mittel stehen den einzelnen Ressorts nach aktuellen Plänen der
Bundesregierung in den Jahren 2024 und 2025 dafür zur Verfügung?
Wie viele Mittel stehen den einzelnen Ressorts in den Jahren 2024 und
2025 nach aktuellen Plänen der Bundesregierung für Neubewilligungen
zur Verfügung?
Eine Auswertung der Bundesregierung aus dem laufenden Jahr zeigt einen
Soll-Ansatz für das Haushaltsjahr 2024 von ca. 4,2 Mrd. Euro für
wasserstoffbezogene Aktivitäten. Davon entfallen 83 Prozent auf das BMWK, 10 Prozent
auf das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) und 7 Prozent
auf das BMBF.
Die Planungen der Bundesregierung für das Haushaltsjahr 2025 sind derzeit
noch nicht abgeschlossen.
14. Welche aktuell laufenden Förderrichtlinien im Bereich Wasserstoff
existieren im BMBF (bitte samt Fördersumme, Förderlaufzeit, geförderten
Projekten inklusive beteiligten internationalen Partnerstaaten,
Bewilligungsvolumen, verausgabten Mitteln tabellarisch auflisten)?
a) Welche deutschen Firmen und Universitäten sind daran beteiligt?
b) Wann werden die Forschungsprojekte abgeschlossen sein (bitte
jeweils alle Projekte getrennt nach Ländern auflisten)?
Die Fragen 14 bis 14b werden gemeinsam beantwortet.
Es wird auf die Anlage verwiesen.*
15. Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen dem
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und dem Bundesministerium für
Bildung und Forschung bei Projekten zur Förderung von Erzeugung und
Transport von grünem Wasserstoff und Derivaten aus
Wasserstoffpartnerländern?
Die Ressorts koordinieren – unter Federführung des BMWK – die
Energieforschung der Bundesregierung und führen diese entsprechend den jeweiligen
Ressortzuständigkeiten durch.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/11575 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
16. Welche Qualifizierungsmaßnahmen zur Arbeit an Projekten für grünen
Wasserstoff unterstützt die Bundesregierung aktuell vor Ort in den
Wasserstoffpartnerländern – in der Berufsausbildung, im Bereich der
Weiterbildung, in der akademischen Bildung sowie gezielt für
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler?
Derzeit laufen nachfolgende Maßnahmen, die Qualifizierungsmaßnahmen zur
Arbeit an Projekten für grünen Wasserstoff beinhalten:
• Internationaler Masterstudiengang Energie und Grüner Wasserstoff in
Westafrika. Es handelt sich um eine rein akademische Ausbildung.
• Stipendienprogramm Youth4GreenH2 im Rahmen der Wasserstoff-
Kooperation mit der Republik Namibia. Es werden sowohl die akademische
Ausbildung (Master) als auch die nichtakademische Ausbildung (Aus-, Weiter-
und Fortbildung) unterstützt.
a) Welche weiteren Projekte sind geplant?
Es sind Projekte zur BMBF-Richtlinie zur Förderung von „projektbezogener
Mobilität zum Thema Grüner Wasserstoff mit Australien“ geplant.
b) Welche Mittel werden in den Jahren 2024 und 2025 dafür zur
Verfügung gestellt?
Im Haushaltsjahr 2024 werden 4,9 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Die
Planungen der Bundesregierung für das Haushaltsjahr 2025 sind derzeit noch nicht
abgeschlossen.
c) Welche Unternehmen, Universitäten und Organisationen vor Ort und
in Deutschland sind daran beteiligt (bitte jeweils die Maßnahmen in
allen Ländern weltweit aufführen)?
Im Folgenden werden die aktuell laufenden Maßnahmen und die jeweils
Beteiligten angeführt:
• Masterstudiengang Westafrika:
◦ Abdou Moumouni University in Niamey, Niger
◦ Université de Lomé in Lomé, Togo
◦ University Felix Houphӧet Boingy in Abidjan, Côte d’Ivoire
◦ Université Cheikh Anta Diop de Dakar in Dakar, Senegal
◦ West African Science Service Center in Climate Change and Land Use
(WASCAL)
In Deutschland:
◦ Forschungszentrum Jülich GmbH
◦ RWTH Aachen
◦ Universität Rostock
• Stipendienprogramm Namibia:
◦ Southern African Science Service Center in Climate Change and
Adaptive Land Management (SASSCAL)
◦ University of Namibia
◦ Namibia University of Science and Technology (NUST)
◦ The International University of Management (IUM)
◦ Namibia Training Authority (NTA)
◦ Windhoek VTC
◦ Atlantic Training Institute
◦ Valombola VTC
◦ NAMCOL
◦ Namibia Institute of Mining and Technology (NIMT)
In Deutschland:
◦ Universität Stuttgart
◦ Hochschule Anhalt
◦ Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
◦ Karlsruher Institut für Technologie
◦ Hochschule Hof
◦ Hochschule Rhein-Main
◦ Bundesanstalt für Materialforschung
◦ Physikalisch-Technische Bundesanstalt Braunschweig
◦ Forschungszentrum Jülich GmbH
◦ Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg
◦ Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme
◦ Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung
◦ Institut für Zukunftsenergie- und Stoffstromsysteme gGmbH
◦ Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
17. Welche konkreten Ergebnisse hatte die Reise von
Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger nach Namibia und Südafrika im März
2023?
Welche Fortschritte gab es seitdem bei gemeinsamen Projekten für
grünen Wasserstoff inklusive Ausbildungspartnerschaften und
Stipendienprogrammen in diesem Bereich?
Die Reise der Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger nach Südafrika hat zu
folgenden konkreten Ergebnissen geführt:
• Die Zusammenarbeit zur Just Energy Transition Partnership (JETP) wird
weiter ausgebaut.
• Der im Projekt Catalyst Research for Sustainable Kerosene (Care-O-Sene)
weiterentwickelte Katalysator „Catalyst 1“ für den Fischer-Tropsch-Prozess
wurde in der südafrikanischen Anlage von Sasol getestet. Die sehr guten
Ergebnisse lassen eine Produktausbeute von über 80 Prozent grünen
Kerosins erwarten – eine deutliche Verbesserung gegenüber den bisher genutzten
Katalysatoren.
Die Reise der Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger nach Namibia hat zu
folgenden konkreten Ergebnissen geführt:
• Das Joint Communiqué of Intent wird weiter umgesetzt.
• Das zweite Pilotvorhaben ist Ende 2023 gestartet (Cleanergy Project
Refueling Station in Walvis Bay: Produktion von grünem Wasserstoff,
Wasserstofftankstelle sowie mobile Tanker für den Transport von Wasserstoff zu
Abnehmern in Namibia).
• Das dritte Pilotvorhaben HyRail wurde finalisiert und ist im zweiten
Quartal 2024 gestartet (Dual-Fuel-Lokomotive, die mit Diesel und Wasserstoff
fahren wird).
• Der zweite Durchlauf des Stipendienprogramms (akademisch und
nichtakademisch) ist gestartet: Es wurden weitere 90 Stipendiaten aus über 4 000
Bewerbungen ausgesucht. Die Masteranden des ersten Batches sind seit
April 2024 zum Auslandssemester in Deutschland.
18. Plant Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger für das Jahr
2024 weitere Reisen mit dem Schwerpunkt der Zusammenarbeit in
Forschung und Entwicklung im Bereich grüner Wasserstoff?
Die Reiseplanung der Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger für die zweite
Jahreshälfte 2024 ist noch nicht abgeschlossen.
19. Welche konkreten Ergebnisse im Hinblick auf grüne
Wasserstoffpartnerschaften hatte die Reisen vom Bundesminister für Wirtschaft und
Klimaschutz, Dr. Robert Habeck, nach Algerien Anfang Februar 2024 und
nach Namibia und Südafrika im Dezember 2022?
Welche Fortschritte gab es seitdem bei der Wasserstoffzusammenarbeit
mit dem südlichen Afrika, und wie ist das BMBF darin eingebunden?
Der Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Dr. Robert Habeck
tauschte sich mit Regierungsvertretern, u. a. mit dem Energieminister der
Demokratischen Volksrepublik Algerien Mohamed Arkab, zu den Potenzialen von
Wasserstoff aus. Insbesondere das Thema gemeinsame Wasserstoffprojekte stand
dabei im Mittelpunkt. Der Austausch zu den Möglichkeiten der
Zusammenarbeit im Bereich Wasserstoff wird im Rahmen der bilateralen
Energiepartnerschaft, die seit dem Jahr 2015 zwischen Deutschland und der Demokratischen
Volksrepublik Algerien besteht, fortgesetzt.
Das BMBF wurde über die Aktivitäten informiert.
20. Welche Aktivitäten hat der Innovationsbeauftragte „Grüner Wasserstoff“
des BMBF unternommen, um die Importstrategie, die
Forschungszusammenarbeit und gemeinsame Ausbildungsprojekte mit
Wasserstoffpartnerländern voranzubringen?
Welche Erfolge hat er dabei seit seinem Amtsantritt erzielt?
Der Innovationsbeauftragte „Grüner Wasserstoff“ des BMBF ist ständiger Gast
des Staatssekretärsausschusses für Wasserstoff und des Nationalen
Wasserstoffrates. Er kooperiert mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, ist
Schnittstelle für den Dialog und bringt neue Impulse in den öffentlichen
Diskurs ein. Er hat die Fortschreibung der Wasserstoffstrategie der
Bundesregierung erfolgreich mit verhandelt und sorgt in seiner Rolle als Vermittler für den
ständigen Austausch zwischen Stakeholdern und Politik zu regulatorischen
Hürden beim Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft.
Der Innovationsbeauftragte vernetzt sich auf Auslandsreisen mit
Regierungsvertretern und Stakeholdern, um Energiepartnerschaften,
Forschungszusammenarbeit und Ausbildungsprojekte vorzubereiten und auszubauen. Hier ist
insbesondere seine Initiative für Wasserstoffpartnerschaften mit afrikanischen
Staaten und den dazugehörigen erfolgreichen BMBF-Förderprojekten zu
nennen.
21. Mit wie vielen der 21 außereuropäischen Staaten, mit denen die
Bundesregierung weltweit Wasserstoffpartnerschaften, Kooperationen und
Allianzen unterhält (
www.bmwk.de/Navigation/DE/Wasserstoff/Internationa
le-Wasserstoffzusammenarbeit/internationale-wasserstoffzusammenarbei
t.html?gtp=%25260e76e16a-29a5-4d09-b6df-e0d8cd5dbc51_list%2
53D3), findet auch eine Forschungskooperation im Bereich grüner
Wasserstoff statt oder ist eine Forschungskooperation im Bereich grüner
Wasserstoff geplant?
Aktuell finden Forschungskooperationen seitens des BMBF mit sieben der
Staaten statt.
22. Welche Bedeutung misst die Bundesregierung dem Thema „grüner
Wasserstoff“ in der Außenwissenschaftspolitik bei?
Die Außenwissenschaftspolitik ist ein strategisches Element für den Auf- und
Ausbau von internationalen Wissenschaftsbeziehungen, die auch auf globale
Lieferketten für grünen Wasserstoff einzahlen.
23. Welche Aufgabe und welchen Mehrwert haben die Hydrogen Diplomacy
Offices, die die Bundesregierung in einigen der
Wasserstoffpartnerländern eingerichtet hat?
Inwieweit ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung in
deren Arbeit eingebunden, insbesondere bei der Bereitstellung von
Know-how und den Analysen zu lokalen und regionalen Auswirkungen?
Mit Hilfe der „Wasserstoffdiplomatiebüros“ (H2-diplo-Initiative) intensiviert
die Bundesregierung den Dialog mit ausgewählten Exporteuren oder
Transitländern fossiler Brennstoffe mit Blick auf die Chancen und Herausforderungen
einer schrittweisen, globalen Energiewende unter Einbeziehung von
Wasserstoff. Partnerländer sollen unterstützt werden, Potenziale für grünen
Wasserstoff entlang von Wertschöpfungsketten zu identifizieren und diese in ihren
nationalen Klimastrategien zu berücksichtigen. Die jeweiligen
Innovationsbeauftragten „Grüner Wasserstoff“ des Bundesministeriums für Bildung und
Forschung traten als Redner bei Veranstaltungen im Rahmen von H2-diplo auf.
24. Welche afrikanischen Länder, die im Rahmen des Potenzialatlas Grüner
Wasserstoff untersucht wurden, eignen sich am besten für die
Zusammenarbeit bei Erzeugung und Import von grünem Wasserstoff nach
Deutschland, und welche Folgeprojekte wurden insbesondere im Bereich
Bildung, Ausbildung, Forschung und Entwicklung im Hinblick auf
Technologien zu Erzeugung und Transport von grünem Wasserstoff und
erneuerbaren Energien eingeleitet oder sind geplant?
Wie sieht der Zeitplan dazu aus (bitte nach Ländern aufschlüsseln)?
Der Potenzialatlas Grüner Wasserstoff Afrika hat über 30 Länder im
westlichen, südlichen und östlichen Afrika wissenschaftlich untersucht. Für das
südliche und westliche Afrika stehen Ergebnisse öffentlich zur Verfügung. Eine
finale Veröffentlichung aller Ergebnisse sowie eine Darstellung der am besten
geeigneten Länder/Regionen wird mit Projektabschluss voraussichtlich im Juni
2024 erwartet.
Mit Bezug zu den bereits bekannten Daten für Westafrika und das südliche
Afrika eignen sich aus rein technischer Sicht folgende Länder für die
Zusammenarbeit bei Erzeugung und Import von grünem Wasserstoff:
• Republik Niger
• Republik Mali
• Bundesrepublik Nigeria
• Republik Guinea
• Republik Senegal
• Republik Südafrika
• Republik Namibia
• Republik Angola.
Seit dem Jahr 2021 wurden aufgrund vorliegender Ergebnisse erste FuE-
Projekte – meist als Vor- oder Machbarkeitsstudien – sowie Projekte im Bereich
Capacity Building gestartet:
1. Internationaler Masterstudiengang Energie und Grüner Wasserstoff
2. ECOWAS-Wasserstoffstrategie
3. Maßnahmen PV2H, Bio2H, Nigeria4H, DryHy und Care-O-Sene
4. Joint Communiqué of Intent mit Namibia
Derzeit gibt es keine konkreten Planungen zu Folgeprojekten.
25. Inwieweit sind entsprechende Folgeprojekte des Potenzialatlas mit
europäischen Staaten abgestimmt, bzw. ist eine solche Abstimmung geplant?
Zu den BMBF-Projekten hat ein Austausch mit WASCAL (u. a. Executive
Director) und der Europäischen Kommission stattgefunden. Die Delegation of the
European Union to Namibia ist in die Aktivitäten in Namibia eingebunden.
26. Inwieweit werden Folgeprojekte oder Planungen der Bundesregierung
zur Bildungs- und Forschungszusammenarbeit mit Ländern des
Potenzialatlas durch instabile politische Verhältnisse und den Austritt einiger
Länder aus der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS)
behindert und verzögert?
Derzeit gibt es keine konkreten Planungen zu Folgeprojekten.
27. Inwieweit werden insgesamt politische Risikopotenziale bei der
Forschungs- und Bildungszusammenarbeit mit außereuropäischen
Wasserstoffpartnerländern untersucht, und welche Konsequenzen zieht die
Bundesregierung aus den Ergebnissen?
Politische Risikopotenziale sind Gegenstand entsprechender Studien und
Analysen. Es wird einzelfallbezogen bezüglich möglicher Forschungs- und
Bildungszusammenarbeit geprüft.
28. Plant die Bundesregierung, auch andere Länder weltweit analog zum
afrikanischen Potenzialatlas Grüner Wasserstoff hinsichtlich einer
möglichen Wasserstoffpartnerschaft zu untersuchen, wenn ja, welche Länder,
und wenn nein, warum nicht?
Mögliche Wasserstoffpartnerschaften sind Gegenstand weiterer
Forschungsarbeiten.
29. Welche Forschungszusammenarbeit im Bereich grüner Wasserstoff
besteht mit Japan, zu welchen Ergebnissen hat die Zusammenarbeit bisher
geführt, und ist eine weitere Vertiefung der Zusammenarbeit vorgesehen?
Wird Japan als Kooperationspartner oder aufgrund seines hohen
Wasserstoffbedarfs und seiner intensiven Forschung in diesem Bereich als
Konkurrent angesehen?
Der Deutsch-Japanische Expertenrat für die Energiewende, ein
Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Deutschland und
Japan, hat sich in seinen Studien zur Energiewende auch mit der Rolle von
Wasserstoff auseinandergesetzt. Das deutsche Sekretariat des Rats wird vom
BMWK mit einer Zuwendung gefördert. Für den Markthochlauf von grünem
Wasserstoff ist die Kooperation mit anderen voraussichtlichen Importnationen
ebenso wichtig, bspw. zur Zertifizierung. Dazu findet mit Japan in der AG
Wasserstoff der Deutsch-Japanischen Energiepartnerschaft ein enger Austausch
statt.
30. Welche Forschungszusammenarbeit im Bereich grüner Wasserstoff
besteht mit Südkorea, zu welchen Ergebnissen hat die Zusammenarbeit
bisher geführt, und ist eine weitere Vertiefung der Zusammenarbeit
vorgesehen?
Wird Südkorea als Kooperationspartner oder aufgrund seines hohen
Wasserstoffbedarfs und seiner intensiven Forschung in diesem Bereich als
Konkurrent angesehen?
Deutsche und südkoreanische Forschungsinstitute und Unternehmen
kooperieren eng bei der Erforschung von Anwendungen für grünen Wasserstoff. Das
BMWK unterstützt über die Deutsch-Koreanische Energiepartnerschaft die
jährlich stattfindende Germany Korea Hydrogen Conference, die auf deutscher
Seite u. a. vom Büro der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung e. V. in Seoul und der Bundesanstalt für Materialforschung und
-prüfung (BAM) organisiert wird. Sie dient dem Austausch von Politik,
Wissenschaft und Unternehmen in beiden Ländern. Im Rahmen der H2DEKO
2022 wurde zwischen dem Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von
Werkstoffen und Systemen (IMWS) und dem Korean Institute of Energy Technology
(KENTECH) die „Fraunhofer Innovation Platform for Hydrogen Energy at
KENTECH“ ins Leben gerufen. Die Plattform befasst sich mit technologischen
Innovationen entlang der ganzen Wertschöpfungskette. Die BAM führt
gemeinsam mit südkoreanischen Partnern eine Reihe von Projekten zur
Wasserstoffsicherheit durch. Für den Markthochlauf von grünem Wasserstoff ist die
Kooperation mit anderen voraussichtlichen Importnationen ebenso wichtig, bspw. zur
Zertifizierung. Dazu findet mit Südkorea in der Arbeitsgruppe Wasserstoff der
Deutsch-Koreanischen Energiepartnerschaft ein enger Austausch statt.
31. Welche Forschungszusammenarbeit zu Erzeugung und Transport von
grünem Wasserstoff – auch unter Berücksichtigung der
Wasserstoffleitprojekte – besteht mit Norwegen und anderen europäischen Ländern, zu
welchen Ergebnissen hat die Zusammenarbeit bisher geführt, und welche
weiteren gemeinsamen Projekte sind geplant (bitte nach Ländern
aufschlüsseln)?
Die Bundesregierung steht in einem engen Austausch mit den Partnerländern.
Dabei werden auch technische Fragestellungen diskutiert. Länderübergreifende
spezifische Forschungsprojekte werden zum Beispiel im Rahmen der SRIA
umgesetzt (siehe Antwort zu Frage 12).
32. Welche Schritte hat die Bundesregierung zur Gründung einer
Europäischen Union für grünen Wasserstoff bisher unternommen, und inwieweit
hat sich Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger hierfür auf
europäischer Ebene eingesetzt (bitte nach Möglichkeit konkrete
Initiativen auflisten)?
Die Europäische Kommission sieht angesichts ihrer ambitionierten Energie-
und Klimaziele des „European Green Deals“ eine wesentliche Rolle für
Wasserstoff zur Erreichung der europäischen Energiewende. Von besonderer
Bedeutung für den europäischen Markthochlauf, den die Bundesregierung
uneingeschränkt unterstützt, sind der Aufbau eines europäischen Wasserstoffmarkts
und die Errichtung grenzüberschreitender Wasserstoffinfrastrukturen. Hierfür
arbeitet die Bundesregierung in vielen Bereichen, etwa um kohärente rechtliche
Voraussetzungen auf nationaler, europäischer und möglichst auch
internationaler Ebene zu erreichen, eng mit der Europäischen Kommission und anderen
Mitgliedstaaten zusammen. So hat die Bundesregierung bspw. angekündigt,
über die H2-Pilotausschreibung der Europäischen Wasserstoffbank die
Förderung zusätzlicher Elektrolyseurprojekte in Deutschland aus Mitteln des Klima-
und Transformationsfonds (KTF) zu ermöglichen.
Über bilaterale Forschungsförderung setzt sich die Bundesministerin Bettina
Stark-Watzinger für die wissenschaftliche und technologische Grundlage zum
Aufbau einer europäischen Wasserstoffwirtschaft ein. Das BMBF hat in enger
Abstimmung mit dem BMWK und der Europäischen Kommission die
Implementierung einer dezidierten Arbeitsgruppe zu Wasserstoff unten dem Dach des
Strategic-Energy-Transition-(SET)-Plans der Europäischen Union (EU)
vorangetrieben. Diese Arbeitsgruppe baut inhaltlich u. a. auf der SRIA auf, die im
Frühjahr 2022 als Ergebnis einer von Deutschland initiierten Europäischen
Forschungsraum-(EFR)-Pilotaktion veröffentlicht worden ist. Darüber hinaus
unterstützt das BMBF mit einem Stipendienprogramm des Deutschen
Akademischen Austauschdienstes e. V. zu grünem Wasserstoff in den Jahren 2023 bis
2025 die Vernetzung und den Austausch des wissenschaftlichen Nachwuchses
innerhalb des EFR und mit internationalen Partnerländern außerhalb Europas.
Damit wird die Fachkräftebasis für die Nutzung von Wasserstoff innerhalb
Deutschlands und Europas sowie in Kooperation mit anderen Regionen in der
Welt nachhaltig gestärkt.
33. Wie reagiert die Bundesregierung auf Forderungen aus der Wirtschaft
nach dem Bau von großen Wasserstoff-Pipelines aus Ländern wie
Spanien, Portugal und Marokko nach Deutschland (u. a.
www.zeit.de/news/20
24-01/02/l-pez-fordert-nee-wasserstoff-pipelines-aus-suedeuropa),
welcher weiterer Forschungsbedarf besteht hier, und welche
gemeinsamen Forschungsprojekte mit diesen Ländern gibt es dazu bereits oder
sind geplant?
Die Bundesregierung sieht den Bedarf einer Wasserstoffimportinfrastruktur zur
Deckung zukünftiger Bedarfe, die allein durch nationale Produktion vor Ort
nicht gedeckt werden können. So hat etwa der Südwestkorridor von der
Iberischen Halbinsel durch Frankreich das Potenzial, jährlich bis zu 2 Mio. Tonnen
grünen Wasserstoff nach Deutschland zu transportieren. Seine Umsetzung ist
erklärtes Ziel der Bundesregierung. Frankreich und Deutschland haben sich mit
der Erklärung des Deutsch-Französischen Ministerrates vom 22. Januar 2023
zum Aufbau eines europäischen Wasserstoffmarkts bekannt und angekündigt,
die notwendigen Maßnahmen für eine europaweite Wasserstoffinfrastruktur zu
treffen, einschließlich der Verlängerung des Pipeline-Projekts „H2Med“ nach
Deutschland. Am 18. Oktober 2023 ist der deutsche Fernnetzbetreiber Open
Grid Europe dem „H2Med“-Konsortium beigetreten. Deutschland und
Frankreich setzen derzeit den Dialog zum Thema Wasserstoffinfrastruktur fort.
Bezüglich Forschungsbedarfen wird auf die Antwort zu Frage 11 verwiesen.
34. Welche Forschungsprojekte führt die Bundesregierung gemeinsam mit
welchen anderen Ländern durch bzw. welche Projekte sind geplant, um
die CCS (Carbon Capture and Storage)-Technologie zur Speicherung von
CO2 voranzubringen, um blauen Wasserstoff so klimafreundlich wie
möglich als Brückentechnologie nutzen zu können?
Im Rahmen der internationalen Initiative Accelerating CCS Technologies
(ACT) fördert die Bundesregierung die Projekte SCOPE (mit dem Vereinigten
Königreich Großbritannien und Nordirland, der Republik Indien, dem
Königreich der Niederlande, dem Königreich Norwegen, den Vereinigten Staaten von
Amerika), LOUISE (mit der Hellenischen Republik Griechenland, dem
Königreich Norwegen, der Republik Türkei), EverLoNG (mit dem Vereinigten
Königreich Großbritannien und Nordirland, dem Königreich der Niederlande,
dem Königreich Norwegen, den Vereinigten Staaten von Amerika), RETURN
(mit Kanada, dem Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland, der
Italienischen Republik, dem Königreich der Niederlande, dem Königreich
Norwegen) und MeDO-RA (mit den dem Königreich der Niederlande sowie dem
Königreich Norwegen). Weitere Vorhaben sind derzeit nicht geplant.
35. Wie bewerten das BMBF und das Bundesministerium für Wirtschaft und
Klimaschutz (BMWK) die Auswirkungen der „Carbon-Management-
Strategie“ auf Forschungsbedarfe und deren Zeithorizonte zu grünem
Wasserstoff, auch im Hinblick auf die Forschungszusammenarbeit mit
anderen Ländern?
Welche Konkurrenzsituation entsteht zwischen der Nationalen
Wasserstoffstrategie und der Carbon-Management-Strategie?
Aus Sicht des BMWK und des BMBF bestehen Synergien zwischen der
Carbon-Management-Strategie (CMS) und der Wasserstoffstrategie. Beide
Strategien ergänzen sich und liefern substanzielle Beiträge im Hinblick auf das
übergeordnete Ziel der Klimaneutralität. Auch sind Auswirkungen der CMS weder
auf die FuE-Bedarfe und Zeithorizonte von grünem Wasserstoff noch auf die
Forschungszusammenarbeit mit anderen Ländern ersichtlich.
36. Plant die Bundesregierung, gemeinsam mit anderen Ländern
Forschungsprojekte im Hinblick auf die Ausbeutung natürlicher Vorkommen
von sogenanntem weißem Wasserstoff, wie sie kürzlich in größeren
Mengen in Albanien entdeckt wurden, aufzusetzen oder auch Projekte
zur Serpentinisierung wie in den USA, um die natürliche
Wasserstoffproduktion in geeigneter Umgebung mit verschiedenen Methoden zu
stimulieren, wenn ja, welche, und wenn nein, warum nicht?
Derzeit sind keine länderübergreifenden Forschungsprojekte dazu geplant. Zum
Thema weißer Wasserstoff ist das BMWK im Austausch mit entsprechenden
Fachakteuren.
37. Auf welche Hauptländer will sich die Bundesregierung bis 2030 bei der
Forschungs- und Bildungszusammenarbeit in erster Linie konzentrieren,
um ungelöste Erzeugungs-, Import- und Effizienzfragen so schnell wie
möglich zu klären und den Import von grünem Wasserstoff und
Derivaten in großen Mengen zu forcieren, und mit welcher Begründung?
Förderangebote im Bereich Forschung und Entwicklung sind vornehmlich
wettbewerblich ausgerichtet. Die Förderverfahren stehen länderübergreifenden
Projektkonsortien offen, in denen die Bundesregierung die deutschen
Zuwendungsempfänger fördern kann.
38. Beabsichtigt die Bundesregierung, den Import von gasförmigem grünem
Wasserstoff über Pipelines sowie eine europäische Option für den Import
von Wasserstoff nach Deutschland zu erschließen und ggf. unter
Berücksichtigung geostrategischer Risiken durch ausgewählte außereuropäische
Partner zu ergänzen, wenn ja, warum, und wenn nein, warum nicht?
Übergeordnetes Ziel ist es, eine resiliente, d. h. stabile, sichere, nachhaltige und
diversifizierte Versorgung mit grünem, auf Dauer nachhaltigem Wasserstoff
und Derivaten zu gewährleisten. Die Bundesregierung verfolgt den parallelen
Aufbau von Importinfrastrukturen für Pipeline- und Schiffstransporte.
Elementarer Wasserstoff kann besonders effizient über Pipelines transportiert werden.
Diese ermöglichen insbesondere Wasserstoffimporte aus Europa und
Anrainerstaaten nach Deutschland. Ergänzend wird auf die Antwort zu Frage 10
verwiesen. Für Transporte per Schiff, Schiene oder Straße kommen vor allem
Wasserstoffderivate, Trägermedien und Folgeprodukte in Frage. Insbesondere der
Schiffstransport ermöglicht Wasserstoffimporte aus Weltregionen, die aus
technischen und ökonomischen Gründen nicht per Pipeline angebunden werden
können, aber günstige Potenziale für erneuerbare Energien bieten. Mittelfristig
ist davon auszugehen, dass ein Großteil des Bedarfs an elementarem
Wasserstoff durch Pipelines gedeckt wird. Für den Bedarf an Derivaten (bspw.
Ammoniak) ist davon auszugehen, dass Schiffstransporte auch langfristig effizient
sein können und daher voraussichtlich eine bedeutende Rolle im Importmix
spielen werden.
39. Welche Rolle misst das BMBF der PtX Technologiefamilie als
Bindeglied des grünen Wasserstoffs in nachhaltigen Energiesystemen bei?
Welche Anstrengungen werden zu deren Etablierung innerhalb und
außerhalb der EU unternommen?
Die Transformation des Energiesystems ist nur mit Sektorenkopplung möglich.
Dementsprechend misst das BMBF Power-to-X-(PtX)-Technologien zur
Sektorenkopplung eine hohe Bedeutung bei. Bereits im Jahr 2011 begann im
Rahmen der Förderinitiative Energiespeicher eine umfangreiche Förderung. Das
BMBF führte dies in den Kopernikus-Projekten für die Energiewende fort und
setzte mit den Leitprojekten Grüner Wasserstoff, insbesondere H2Giga und
H2Mare zur Kerntechnologie Elektrolyse, die bisher umfangreichste Initiative
der Energieforschung auf – mit einem Schwerpunkt PtX. PtX-Technologien
sind zudem Forschungsgegenstand aller laufenden bzw. initiierten
Forschungskooperationen innerhalb und außerhalb der EU (u. a. mit dem Königreich der
Niederlande, der Französischen Republik, der Italienischen Republik,
Neuseeland, Australien sowie Afrika).
40. Welche Maßnahmen sind vorgesehen, um die internationalen
Entwicklungen beispielsweise der Hydrogen Hubs in den USA in die deutsche
Forschung und deren Transfer in Technologien wirksam einzukoppeln?
Welche in Dimension und Zielsetzung vergleichbaren Initiativen in der
Welt werden vom BMBF identifiziert, und welche Schlussfolgerungen
zieht die Bundesregierung hieraus (bitte vollständig auflisten)?
Es wurde eine Analyse von bestehenden Initiativen in europäischen Ländern
(EU, Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland, Königreich
Norwegen, Schweizerische Eidgenossenschaft, Island, Staaten des Westbalkan)
sowie dem Staat Israel durchgeführt. Diese Analyse bezog sowohl Strategien und
Projekte zu grünem Wasserstoff als auch die Qualität der bilateralen
Kooperation im Allgemeinen mit ein. Auf Basis der Ergebnisse der Analyse wurden
Schwerpunkte der zukünftigen Kooperation identifiziert und konkrete
Fördermaßnahmen angestoßen bzw. geplant.
Das BMBF steht mit relevanten Staaten im inhaltlichen Austausch u. a. über
die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit.
Mit der Fortschreibung der NWS leistet die Bundesregierung einen Beitrag
hinsichtlich einer globalen, dynamischen Wasserstoffwirtschaft. Dabei steht sie im
engen Austausch mit Stakeholdern aus Wirtschaft und Wissenschaft, der auch
aktuelle sowie mögliche künftige internationale Aktivitäten umfasst.
41. Wie werden die jeweils ersten Phasen der Leitprojekte Wasserstoff im
BMBF fortentwickelt?
a) Welche Ziele sind dafür definiert, auch im Hinblick auf die
Forschungszusammenarbeit mit anderen Ländern?
b) Welche Mittel sind nach den Plänen der Bundesregierung dafür in
der mittelfristigen Finanzplanung der kommenden fünf Jahre
vorgesehen?
Die Fragen 41 bis 41b werden gemeinsam beantwortet.
Die Leitprojekte sind Bestandteil des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans
(DARP). Zur Refinanzierung durch die EU müssen die DARP-Maßnahmen bis
zum dritten Quartal 2026 beendet und die Mittel nachgewiesen sein.
42. Welche Auswirkungen erwartet das BMBF von einer erwartbaren
Reduzierung der Projektförderung im Bereich grüner Wasserstoff für die
nationale Kooperation zwischen Academia und Industrie sowie für das
internationale Standing der deutschen Energieforschung?
a) Gibt es Planungen für schadensbegrenzende Maßnahmen?
b) Müssen die entsprechenden Ziele in der Nationalen
Wasserstoffstrategie angepasst werden?
Die Fragen 42 bis 42b werden gemeinsam beantwortet.
Das BMBF erwartet keine weitere Reduzierung der Projektfördermittel für
grünen Wasserstoff.
43. Ist die für das Jahr 2023 angekündigte Importstrategie für grünen
Wasserstoff weiterhin ein Koalitionsvorhaben, das in dieser Legislaturperiode
realisiert werden soll, wenn ja, wann wird die Importstrategie vorgestellt,
und wird sie auch eine Strategie für den Import von grünen
Wasserstoffderivaten enthalten, und wenn nein, warum nicht?
Die Importstrategie Wasserstoff wird derzeit erarbeitet. Sie soll möglichst
zeitnah vorgelegt werden. Details, auch zum Import von Wasserstoffderivaten,
werden zwischen den Ressorts abgestimmt.
Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU auf BT-Drs. 20/11234
Anlage zu Frage 14: Übersicht zu Vorhaben des BMBF im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung
Titel beteiligte
Länder
Laufzeitbeginn
Laufzeitende
Fördersumme
(TEuro)
Mittelabfluss
(TEuro)
Zuwendungsempfänger
H2-Atlas: Potentialatlas Grüner
Wasserstoff in Afrika
verschiedene
in Afrika
südlich der
Sahara
15.01.2020 30.06.2024 7.538 5.208 Forschungszentrum Jülich GmbH
West African Science Service Center on Climate
Change and Adapted Land Use (WASCAL)
Southern African Science Service Centre for Climat
e Change and Adaptive Land Management(SASSCA
L)
GSP Green H2: Entwicklung und
Aufbau eines
Graduiertenschulprogramms zu
Grünem Wasserstoff in Westafrika
Cote d'Ivoire
Ghana
Niger
Senegal
Togo
01.03.2021 31.12.2025 21.202 10.891 West African Science Service Center on Climate
Change and Adapted Land Use (WASCAL)
Forschungszentrum Jülich GmbH
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule
Aachen
Universität Rostock
CARE-o-SENE: Katalysatorforschung
für nachhaltige Flugzeugtreibstoffe
Südafrika 01.09.2022 31.08.2025 30.272 10.583 Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und
Energie Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Karlsruher Institut für Technologie
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung eingetragener Verein
Sasol Germany GmbH
INERATEC GmbH
Koordinierungsprojekt für
Aktivitäten im Bereich erneuerbare
Energien und grüner Wasserstoff im
südlichen Afrika
verschiedene
in Südliches
Afrika
01.02.2022 31.01.2025 10.505 10.505 Southern African Science Service Centre for Climat
e Change and Adaptive Land Management
(SASSCAL)
GreeN-H2-Namibia: Feasibility Study
for Green Hydrogen in Namibia
Namibia 01.10.2022 31.03.2025 1.316 515 DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und
Biotechnologie e.V.
Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE)
GmbH
Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU auf BT-Drs. 20/11234
H2GlobalAfrica: Potenziale und
Maßnahmen zum nachhaltigen
Wasserstoff- und PtX-Hochlauf in
Afrika
verschiedene
in Afrika
01.01.2023 31.12.2025 4.244 1.017 Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung eingetragener Verein
Daure Green Hydrogen und PTX
Projekt Namibia
Namibia 15.02.2023 14.02.2025 477 115 Universität Stuttgart
Koordinierungsprojekt für
Aktivitäten im Bereich erneuerbare
Energien und grüner Wasserstoff im
südlichen Afrika Phase 2
Namibia 09.12.2022 31.12.2025 27.189 24.189 Southern African Science Service Centre for Climat
e Change and Adaptive Land Management
(SASSCAL)
Cleanergy Project/Refueling Station
Namibia
Namibia 01.07.2023 30.06.2026 1.230 190 Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
(BAM)
O&L Nexentury GmbH
DryHy: Wasserbewusste Erzeugung
von Wasserstoff und e-Fuels in
trockenen Regionen (Phase 1)
verschiedene
in
Westafrika
01.05.2023 31.05.2026 16.204 1.565 Forschungszentrum Jülich GmbH
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule
Aachen
FEV Europe GmbH
Volkswagen AG
Analyse der Potenziale, der
Infrastruktur und
Rahmenbedingungen für die
Produktion von grünen
Düngemitteln in Nigeria
Ghana
Nigeria
01.09.2023 31.07.2024 343 307 West African Science Service Centre on Climate
Change and Adapted Land Use
HyRail Namibia: H2 Dual-Fuel
Locomotive Pilot Project
Namibia 15.12.2023 15.12.2026 642 - Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
(BAM)
TÜV Rheinland InterTraffic GmbH
HySupply – Deutsch-Australische
Machbarkeitsstudie zu Wasserstoff
aus erneuerbaren Energien
Australien 01.11.2020 31.01.2024 1.675 1.508 acatech - Deutsche Akademie der
Technikwissenschaften e.V.
Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU auf BT-Drs. 20/11234
ScaleH2 Verbundvorhaben:
Skalierbare Elektrolyseure mit
innovativen Materialien für den
Wasserstoffexport nach Deutschland
Australien 01.05.2023 30.04.2027 4.719 1.325 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung eingetragener Verein
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu
Braunschweig
Whitecell Eisenhuth GmbH & Co. KG
CFE_PILOT: High-Efficiency
‘Capillary-fed’ Electrolyser Pilot
Project
Australien 01.06.2023 30.11.2026 5.864 667 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung eingetragener Verein
Forschungszentrum Jülich GmbH
Alantum Europe GmbH
Messkonzept GmbH
VAF Gesellschaft für Verkettungsanlagen,
Automationseinrichtungen und Fördertechnik mbH
TrHyHub: Machbarkeitsstudie für ein
trinationales Wasserstoff-
Innovations- und Export-Hub der
Länder Australien, Niederlande und
Deutschland
Australien 15.04.2023 30.09.2024 466 307 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung eingetragener Verein
SolMeth24: Entwicklung, Bau und
Inbetriebnahme einer einzigartigen
solaren Methanolproduktionsanlage
in Australien
Australien 01.01.2024 31.12.2027 13.755 - Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
Mabanaft GmbH & Co. KG
FC-CAT: Fuel Cell CFD and
thoughplane Modelling
Kanada 01.07.2019 31.12.2024 6.135 5.492 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung eingetragener Verein
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
AVL Deutschland GmbH
DIAMOND: Boron-doped diamond
electrodes for paired
electrosynthesis of sustainable platform
chemicals
Niederlande 01.04.2024 31.03.2028 1.124 - Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule
Aachen
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung eingetragener Verein
Schaeffler Technologies AG & Co. KG
Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU auf BT-Drs. 20/11234
Hydrogen4Tomorrow: Hydrogen
formation assisted by alternative
anodic reactions for future
electrolyzer concepts
Niederlande 01.01.2024 31.12.2027 1.002 - Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule
Aachen
Heraeus Precious Metals GmbH & Co. KG
ECOMET: Effiziente Aufwertung von
CO2; zu Methan aus Wasserdampf in
einer protonenleitenden
keramischen Elektrolysezelle
Niederlande 01.01.2024 31.12.2027 531 - EIfER Europäisches Institut für Energieforschung
EDF-KIT EWIV
WZR ceramic solutions GmbH
Alkalimit: "Exploring transport
limitations in zero-gap alkaline
electrolysis"
Niederlande 01.01.2024 31.12.2027 1.124 - Technische Universität Dresden
Helmholtz-Zentrum Dresden - Rossendorf e. V.
Vitesco Technologies GmbH
HighHy: Entwicklung hochaktiver
Anoden für die
Anionenaustauschmembran-Elektrolyse
Neuseeland 01.08.2022 31.07.2025 440 267 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung eingetragener Verein
Universität Bayreuth
Neuseeländisch-Deutsche Plattform
für die Systemintegration von
Grünem Wasserstoff (HINT)
Neuseeland 01.08.2022 31.07.2025 399 85 Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
Verwendung neuseeländischer
Ressourcen zur Entwicklung von
TiFe-basierten
Wasserstoffspeichermaterialien (NZMat4H2Sto)
Neuseeland 01.08.2022 31.07.2025 395 94 Helmholtz-Zentrum hereon GmbH
LH2-Containerlogistik Vereinigtes
Königreich
01.01.2024 31.12.2025 2.193 43 Leibniz-Institut für Festkörper- und
Werkstoffforschung Dresden e.V.
Hamburger Hafen und Logistik Aktiengesellschaft
INC Innovation Center GmbH
HyDS: Umsetzung einer
begleitenden Durchführbarkeitsstudie zur
großindustriellen Skalierung der
Produktion von grünem Wasserstoff
und Derivaten in Serbien
Serbien 01.10.2023 31.07.2025 651 48 Leipziger Energiegesellschaft mbH & Co. KG
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung eingetragener Verein
Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU auf BT-Drs. 20/11234
Power-to-MEDME-FuE:
Begleitforschung zum großskaligen
Aufbau der Produktion von grünem
Methanol und DME in Chile
Chile 01.10.2023 31.07.2025 11.219 2.308 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung eingetragener Verein
FiBS RILLL Research Institute on Lifelong Learning
gGmbH
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule
Aachen
HySecunda:
Technologieentwicklung, Zertifizierung und Capacity
Building für den internationalen
Markthochlauf von Grünem
Wasserstoff und seiner Derivate in
der SADC-Region am Beispiel des
HyShiFT-Projektes in Südafrika
Südafrika 01.11.2023 31.10.2026 14.983 2.083 Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung eingetragener Verein
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
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ISSN 0722-8333