Deutscher Bundestag Drucksache 20/12124
20. Wahlperiode 27.06.2024
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger, Dr. André Hahn, Gökay
Akbulut, weiterer Abgeordneter und der Gruppe Die Linke
– Drucksache 20/11504 –
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das Jahr 2023 und aktuelle
Daten – Schwerpunktfragen zur Asylverfahrensdauer
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die durchschnittliche Asylverfahrensdauer betrug im Jahr 2022 7,6 Monate
(vgl. hierzu und, soweit nicht anders angegeben, auch im Folgenden:
Bundestagsdrucksache 20/6052). Bei Herkunftsländern mit schlechten
Anerkennungschancen verliefen die Verfahren bedeutend schneller (Moldau: 1,7
Monate, Montenegro: 1,8 Monate, Bosnien-Herzegowina: 2,2 Monate, Georgien:
2,9 Monate). Im Vergleich einzelner BAMF-Außenstellen (BAMF =
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge; bei gleichen Herkunftsländern) fallen die
Standorte Heidelberg, Bad Fallingbostel, Karlsruhe und weitere mit deutlich
überdurchschnittlichen, z. T. doppelt so langen oder noch längeren
Verfahrensdauern auf. Besonders lange dauern Verfahren, nämlich 22,6 Monate, wenn
zunächst eine Überstellung in einen anderen EU-Mitgliedstaat versucht, die
Asylprüfung dann aber doch in Deutschland vorgenommen wurde. Seit
Anfang 2023 wird bei einem der Asylprüfung vorgeschalteten Dublin-Verfahren
die Verfahrensdauer erst ab Feststellung der Zuständigkeit Deutschlands
berechnet (vgl.
www.bamf.de/SharedDocs/Meldungen/DE/2023/230505-asylges
chaeftsstatistik-april-2023.html). Solche Dublin-Verfahren dauerten im Jahr
2022 durchschnittlich 2,3 Monate.
Vor allem die Dauer der Asylgerichtsverfahren stieg in den vergangenen
Jahren an, von 7,4 Monaten im Jahr 2016 über 12,5 Monate im Jahr 2018 auf
26,5 Monate im Jahr 2021, 2022 waren es noch 26 Monate. Gerichtliche
Eilverfahren, etwa in Fällen einer Ablehnung als „offensichtlich unbegründet“,
sind bedeutend schneller, hier dauern die gerichtlichen Verfahren nur etwa
1,5 Monate (vgl. Antwort zu Frage 17 auf Bundestagsdrucksache 20/5709).
Bei den Asylklageverfahren gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den
Bundesländern: In Rheinland-Pfalz betrug die Verfahrensdauer im Jahr 2022
mit 5,9 Monaten nicht einmal ein Viertel des bundesweiten
Durchschnittswerts, überdurchschnittlich lange dauerten Gerichtsverfahren hingegen in
Brandenburg (43,4 Monate), Hessen (33,9 Monate) und Niedersachsen
(32,3 Monate). Ein Grund für die erheblich gestiegene Dauer der
Gerichtsverfahren ist aus Sicht der Fragestellenden die große Zahl mangel- oder
fehlerhafter Bescheide des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge: 37 Prozent
der von den Gerichten inhaltlich überprüften Bescheide erwiesen sich im Jahr
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern und für Heimat
vom 27. Juni 2024 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
2022 (bis November) als fehlerhaft bzw. rechtswidrig (vgl. Antwort zu
Frage 17 auf Bundestagsdrucksache 20/5709).
Die gesamte Asylverfahrensdauer bis zu einer unanfechtbaren Entscheidung,
d. h. ggf. inklusive eines sich an das behördliche Verfahren anschließenden
Gerichtsverfahrens, betrug 2016 noch 8,7 Monate, 2018 waren es 17,6 Monate
und im ersten Halbjahr 2021 24 Monate. Für das erste Halbjahr 2022 sank der
Wert auf 21,8 Monate (Russland: 44,1 Monate, Pakistan: 38,1 Monate,
Nigeria: 35,4 Monate, Iran: 35,1 Monate, Afghanistan: 28,1 Monate). Bei Ländern
mit schlechten Anerkennungschancen lag die Gesamtverfahrensdauer
inklusive etwaiger Gerichtsverfahren deutlich niedriger, z. B. Bosnien-
Herzegowina: 5 Monate, Moldau: 5,5 Monate, Montenegro: 6,5 Monate.
Die Bundesregierung und das BAMF bezogen sich in der Vergangenheit bei
Angaben zur Asylverfahrensdauer immer wieder auf neue
Berechnungsmodelle (z. B. „Verfahrensdauer am aktuellen Rand“, „Verfahrensdauer
Neuverfahren“). Nach Auffassung der Fragestellenden geschah dies, um gegenüber der
Öffentlichkeit behaupten zu können, das politisch vorgegebene Ziel
dreimonatiger Verfahrensdauern sei erreicht worden (vgl. Vorbemerkung der
Fragestellenden auf Bundestagsdrucksache 19/13366). Seit September 2018 wird z. B.
auf die sogenannte Jahresverfahrensdauer abgestellt, die nur Verfahren
umfasst, die in den vergangenen zwölf Monaten begonnen und wieder
abgeschlossen wurden, länger als ein Jahr dauernde Verfahren bleiben damit
unberücksichtigt.
Irreführende statistische Darstellungen zur Verfahrensdauer gab es aus Sicht
der Fragestellenden auch in anderen Kontexten: So behauptete der damalige
Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat Horst Seehofer zum
einjährigen Bestehen sogenannter AnkER-Zentren im August 2019, es gebe dort
„deutlich kürzere Bearbeitungszeiten“ (
www.bmi.bund.de/SharedDocs/presse
mitteilungen/DE/2019/07/20190731-bilanz-1-jahr-ankerzentren.html). Doch
das war vor allem einem statistischen Effekt geschuldet, denn wegen der
Neugründung der „AnkER“-Zentren konnten dort noch gar keine längeren
Verfahren in die Berechnung mit eingehen. Im Jahr 2020 dauerten die Verfahren in
„AnkER“-Zentren mit 8,4 Monaten dann bereits länger als im allgemeinen
Durchschnitt (8,3 Monate), und das war auch in den Jahren 2021 (7,3 statt
6,6 Monate) und 2022 (8,2 statt 7,6 Monate) der Fall.
Sogenannte beschleunigte Asylverfahren nach § 30a des Asylgesetzes
(AsylG) spielen in der Praxis kaum eine Rolle. 2022 gab es 480
Entscheidungen nach § 30a AsylG, das waren gerade einmal 0,2 Prozent aller BAMF-
Entscheidungen.
Mit dem am 1. Januar 2023 in Kraft getretenen Gesetz zur Beschleunigung der
Asylgerichtsverfahren und Asylverfahren (Bundestagsdrucksache 20/4327)
sollen insbesondere die gerichtlichen Verfahren beschleunigt werden.
Sachverständige äußerten im Rahmen einer entsprechenden Anhörung Bedenken, dass
ein genau gegenteiliger Effekt erreicht werden könnte (vgl. Wortprotokoll der
23. Sitzung des Ausschusses für Inneres und Heimat vom 28. November
2022). Die Abschaffung der anlasslosen Widerrufsprüfungen und den damit
verbundenen Entlastungseffekt für das BAMF begrüßten die meisten
Sachverständigen hingegen. Kritik einzelner Sachverständiger gab es an der
Einführung der Video-Konferenz-Technik für Asylanhörungen bzw. zur
Gewährleistung einer Übersetzung in Anhörungen.
1. Wie lange war die durchschnittliche Bearbeitungsdauer in Asylverfahren
bis zu einer behördlichen Entscheidung im Jahr 2023 bzw. im bisherigen
Jahr 2024 (bitte, auch im Folgenden, jeweils getrennt auflisten), und wie
lange war die durchschnittliche Bearbeitungsdauer im Jahr 2023 bis zu
einer unanfechtbaren (rechts- oder bestandskräftigen) Entscheidung (bitte
auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern, allen sicheren
Herkunftsstaaten und zudem Algerien, Marokko, Tunesien, sowie nach Erst-
und Folgeanträgen differenzieren)?
Die Angaben zur Verfahrensdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung
können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung in Monaten
Jahr 2023
Staatsangehörigkeiten gesamt 6,8
darunter:
Syrien 5,0
Afghanistan 9,3
Türkei 6,7
Irak 9,8
Georgien 4,5
Iran 11,0
Nordmazedonien 3,6
Russische Föderation 10,6
Somalia 9,8
Eritrea 7,1
Serbien 2,8
Ungeklärt 8,2
Moldau 2,7
Nigeria 17,2
Albanien 3,6
Algerien 5,5
Tunesien 6,8
Marokko 6,4
Bosnien und Herzegowina 3,3
Kosovo 4,0
Ghana 9,1
Montenegro 2,7
Senegal 12,7
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung in Monaten
Jahr 2023
Gesamt 6,8
davon
Erstanträge 6,7
Folgeanträge 7,2
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung in Monaten
01.01.–30.04.2024
Staatsangehörigkeiten gesamt 7,4
darunter:
Syrien 5,8
Afghanistan 9,6
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung in Monaten
01.01.–30.04.2024
Türkei 7,8
Irak 11,2
Georgien 5,2
Russische Föderation 9,0
Iran 13,1
Nordmazedonien 3,1
Tunesien 5,7
Somalia 11,1
Algerien 5,5
Serbien 2,4
Eritrea 9,6
Ungeklärt 9,6
Moldau 1,7
Marokko 5,9
Albanien 2,6
Bosnien und Herzegowina 3,3
Kosovo 2,1
Ghana 9,1
Montenegro 1,6
Senegal 10,3
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung in Monaten
01.01.–30.04.2024
Gesamt 7,4
davon
Erstanträge 7,5
Folgeanträge 6,6
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
unanfechtbaren Entscheidung in Monaten
Jahr 2023
Staatsangehörigkeiten gesamt 18,5
darunter:
Syrien 11,7
Türkei 17,6
Afghanistan 15,5
Irak 27,4
Iran 31,7
Georgien 11,4
Russische Föderation 37,6
Somalia 25,4
Eritrea 14,0
Ungeklärt 22,8
Venezuela 26,7
Guinea 26,7
Nordmazedonien 7,5
Kolumbien 24,6
Pakistan 33,7
Algerien 10,8
Marokko 13,3
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
unanfechtbaren Entscheidung in Monaten
Jahr 2023
Tunesien 10,7
Albanien 10,3
Bosnien und Herzegowina 9,3
Ghana 25,5
Kosovo 15,6
Moldau 8,0
Montenegro 9,2
Senegal 30,4
Serbien 8,0
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
unanfechtbaren Entscheidung in Monaten
Jahr 2023
Gesamt 18,5
davon
Erstanträge 18,5
Folgeanträge 18,9
Wie bereits in der Vorbemerkung und den Antworten der Bundesregierung in
der thematisch vorherigen Kleinen Anfrage „Ergänzende Informationen zur
Asylstatistik für das erste Halbjahr 2023 – Schwerpunktfragen zur
Asylverfahrensdauer“ (Bundestagsdrucksache 20/8787) hingewiesen, wurden mit
Inkrafttreten des Gesetzes zur Beschleunigung der Asylgerichtsverfahren und
Asylverfahren zum 1. Januar 2023 unionsrechtliche Vorgaben zu Verfahrensfristen
im Asylverfahren umgesetzt. Maßgeblich für die Berechnung der
Verfahrensdauer ist nunmehr der Zeitpunkt, zu dem Deutschland für das Verfahren
zuständig wurde. Ein Vergleich mit Berechnungen, die vor dem Inkrafttreten
erfolgten, ist daher nur bedingt möglich.
2. Wie lange war im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 die
durchschnittliche Bearbeitungsdauer bei Asylanträgen von unbegleiteten
Minderjährigen bis zu einer behördlichen bzw. 2023 bis zu einer
unanfechtbaren Entscheidung (bitte auch nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Zur durchschnittlichen Bearbeitungsdauer der Asylerstanträge von
unbegleiteten Minderjährigen bis zu einer unanfechtbaren Entscheidung werden nur die
elf wichtigsten Herkunftsländer ausgewiesen, da die absoluten Werte der
Entscheidungen für die nachfolgenden wichtigsten Herkunftsländer im niedrigen
einstelligen Bereich liegen, so dass keine aussagekräftigen durchschnittlichen
Dauern ermittelt werden können.
Die Angaben zur Verfahrensdauer bei Asylerstanträgen von unbegleiteten
Minderjährigen bis zu einer behördlichen Entscheidung können den nachfolgenden
Tabellen entnommen werden.
Jahr 2023 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bei Asylerstanträgen
von unbegleiteten Minderjährigen bis zu einer behördlichen
Entscheidung in Monaten
Staatsangehörigkeiten gesamt 7,3
darunter:
Syrien 6,4
Afghanistan 8,1
Jahr 2023 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bei Asylerstanträgen
von unbegleiteten Minderjährigen bis zu einer behördlichen
Entscheidung in Monaten
Türkei 7,9
Somalia 7,8
Irak 10,2
Guinea 9,5
Iran 10,3
Marokko 7,9
Äthiopien 14,4
Albanien 8,2
Ägypten 7,3
Ungeklärt 7,8
Eritrea 5,7
Gambia 6,4
Algerien 8,3
01.01.–30.04.2024 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bei Asylerstanträgen
von unbegleiteten Minderjährigen bis zu einer behördlichen
Entscheidung in Monaten
Staatsangehörigkeiten gesamt 8,4
darunter:
Syrien 7,6
Afghanistan 9,8
Türkei 8,8
Somalia 8,0
Guinea 7,4
Ungeklärt 5,9
Tunesien 5,4
Irak 12,8
Iran 9,7
Sierra Leone 10,5
Albanien 3,5
Gambia 7,2
Marokko 7,1
Äthiopien 11,6
Pakistan 29,9
Jahr 2023 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bei Asylerstanträgen
von unbegleiteten Minderjährigen bis zu einer unanfechtbaren
Entscheidung in Monaten
Staatsangehörigkeiten gesamt 9,9
darunter:
Syrien 7,8
Afghanistan 10,3
Somalia 9,6
Irak 29,6
Türkei 13,2
Guinea 11,3
Iran 15,1
Eritrea 12,0
Marokko 9,1
Algerien 9,7
Ägypten 6,1
3. Wie lange war im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 die
durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung in
Dublin-Verfahren (bitte jeweils auch nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern, allen sicheren Herkunftsstaaten und zudem Algerien, Marokko,
und Tunesien differenzieren)?
Die Angaben bis zu einer behördlichen Entscheidung in Dublin-Verfahren
können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen
Entscheidung in Dublin-Verfahren in Monaten
Gesamtjahr 2023
Staatsangehörigkeiten gesamt 3,1
darunter:
Syrien 3,0
Afghanistan 3,1
Türkei 2,8
Irak 3,2
Georgien 2,8
Iran 4,2
Nordmazedonien 3,2
Russische Föderation 3,0
Somalia 3,2
Eritrea 3,4
Serbien 3,7
Ungeklärt 3,6
Moldau 4,0
Nigeria 3,4
Albanien 4,1
Algerien 2,9
Tunesien 2,9
Marokko 2,5
Bosnien und Herzegowina 6,1
Kosovo 2,7
Ghana 3,2
Montenegro -
Senegal 3,2
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen
Entscheidung in Dublin-Verfahren in Monaten
01.01.–30.04.2024
Staatsangehörigkeiten gesamt 3,0
darunter:
Syrien 2,7
Afghanistan 3,2
Türkei 2,8
Irak 3,3
Georgien 2,8
Russische Föderation 3,1
Iran 3,9
Nordmazedonien 2,1
Tunesien 2,9
Somalia 2,6
Algerien 2,4
Serbien 4,0
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen
Entscheidung in Dublin-Verfahren in Monaten
01.01.–30.04.2024
Eritrea 3,3
Ungeklärt 3,1
Moldau 4,5
Marokko 2,5
Albanien 1,4
Bosnien und Herzegowina 6,1
Kosovo 3,3
Ghana 2,9
Montenegro 2,3
Senegal 2,5
4. Wie lange war im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 die
durchschnittliche Bearbeitungsdauer in Verfahren, in denen nach der
Feststellung, dass ein anderer Mitgliedstaat für die Asylprüfung zuständig sei,
dann doch ein Prüfverfahren in nationaler Zuständigkeit durchgeführt
wurde (bitte jeweils auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung
bei nationalen Verfahren nach gescheitertem Dublin-Verfahren in Monaten
Gesamtjahr 2023
Staatsangehörigkeiten gesamt 14,2
darunter:
Syrien 5,8
Afghanistan 12,4
Türkei 9,2
Irak 18,7
Georgien 16,1
Iran 26,0
Nordmazedonien 7,9
Russische Föderation 22,1
Somalia 30,0
Eritrea 33,4
Serbien 8,1
Ungeklärt 15,1
Moldau 4,1
Nigeria 40,0
Albanien 19,6
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung
bei nationalen Verfahren nach gescheitertem Dublin-Verfahren in Monaten
01.01.–30.04.2024
Staatsangehörigkeiten gesamt 12,2
darunter:
Syrien 5,9
Afghanistan 10,9
Türkei 9,6
Irak 20,3
Georgien 11,1
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung
bei nationalen Verfahren nach gescheitertem Dublin-Verfahren in Monaten
01.01.–30.04.2024
Russische Föderation 9,3
Iran 18,7
Nordmazedonien 8,2
Tunesien 8,9
Somalia 34,0
Algerien 12,6
Serbien 8,7
Eritrea 35,7
Ungeklärt 16,1
Moldau 5,9
5. Wie lange war im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 die
durchschnittliche Bearbeitungsdauer in Verfahren, mit denen der Widerruf
oder die Rücknahme eines Schutzstatus geprüft wurde (bitte jeweils nach
den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und welchen Anteil
hatten diese Widerrufs- und Rücknahmeprüfungen, die bei der
Berechnung der durchschnittlichen Asylverfahrensdauer nicht berücksichtigt
werden (vgl. Antwort zu Frage 5 auf Bundestagsdrucksache 19/23630),
an allen Verfahren (bitte jeweils in absoluten und relativen Zahlen
darstellen)?
Es wird zunächst darauf hingewiesen, dass seit 2023 hinsichtlich der
Durchführung von Widerrufs- und Rücknahmeverfahren eine neue Rechtslage besteht.
Hierzu wird auf die Antwort zu Frage 12 sowie die Antwort der
Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf
Bundestagsdrucksache 20/8592 verwiesen.
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer Widerrufsverfahren in Monaten
Jahr 2023
Herkunftsländer gesamt 19,1
darunter:
Syrien 18,6
Afghanistan 18,6
Irak 20,2
Iran 20,6
Türkei 19,5
Eritrea 18,8
Ungeklärt 19,7
Somalia 20,5
Pakistan 12,6
Russische Föderation 21,7
Staatenlos 20,6
Nigeria 19,2
Armenien 24,6
Äthiopien 20,0
Guinea 20,7
Entscheidungen über Erst-, Folge- und Widerrufsverfahren
Jahr 2023
Entscheidungen gesamt 281.808
Entscheidungen über Erst- und Folgeverfahren 261.601
Entscheidungen über Widerruf/Rücknahme 20.207
Anteil der Widerrufsverfahren in % 7,2 %
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer Widerrufsverfahren in Monaten
01.01.–30.04.2024
Herkunftsländer gesamt 28,1
darunter:
Syrien 28,8
Irak 29,7
Afghanistan 24,7
Eritrea 29,0
Iran 29,3
Ungeklärt 27,5
Somalia 28,1
Türkei 26,2
Nigeria 31,5
Staatenlos 28,2
Russische Föderation 29,5
Pakistan 24,5
Äthiopien 24,2
Armenien 20,6
Sudan 19,2
Entscheidungen über Erst-, Folge- und Widerrufsverfahren
01.01.–30.04.2024
Entscheidungen gesamt 118.840
Entscheidungen über Erst- und Folgeverfahren 107.557
Entscheidungen über Widerruf/Rücknahme 11.283
Anteil der Widerrufsverfahren in % 9,5 %
6. Wie lange war im Jahr 2023 die durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis
zu einer behördlichen Entscheidung, wenn Asylverfahren getrennt
danach betrachtet werden, ob sie in sogenannten Ankunftszentren, in
AnkER-Zentren bzw. „funktionsgleichen Einrichtungen“ (bitte diese
beiden Kategorien zusammenfassen) oder in den Außenstellen bzw. der
Zentrale des BAMF (bitte ebenfalls zusammenfassen) entschieden
wurden (bitte jeweils auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern, allen
sicheren Herkunftsstaaten und zudem Algerien, Marokko, und Tunesien
differenzieren, hinsichtlich der AnkER-Zentren und funktionsgleichen
Einrichtungen bitte zudem nach Standorten differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Jahr 2023 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen
Entscheidung bei Verfahren, die in einem Ankunftszentrum entschieden wurden –
in Monaten nach Staatsangehörigkeit
Gesamt 6,0
darunter:
Syrien 4,5
Afghanistan 8,6
Türkei 6,6
Jahr 2023 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen
Entscheidung bei Verfahren, die in einem Ankunftszentrum entschieden wurden –
in Monaten nach Staatsangehörigkeit
Irak 8,8
Georgien 3,9
Iran 10,9
Nordmazedonien 2,6
Russische Föderation 9,8
Somalia 9,7
Eritrea 7,7
Serbien 2,5
Ungeklärt 9,1
Moldau 1,5
Nigeria 17,8
Albanien 2,8
Algerien 4,3
Tunesien 4,0
Marokko 5,2
Bosnien und Herzegowina 2,7
Kosovo 2,8
Ghana 7,2
Montenegro 3,2
Senegal 14,2
Jahr 2023 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen
Entscheidung bei Verfahren, die in einer AnkER- bzw. funktionsgleichen
Einrichtung entschieden wurden – in Monaten nach Staatsangehörigkeit
Gesamt 7,0
darunter:
Syrien 5,1
Afghanistan 8,8
Türkei 6,6
Irak 11,0
Georgien 4,5
Iran 11,3
Nordmazedonien 3,5
Russische Föderation 11,0
Somalia 10,8
Eritrea 7,5
Serbien 3,3
Ungeklärt 8,4
Moldau 5,4
Nigeria 24,3
Albanien 4,1
Algerien 6,0
Tunesien 7,8
Marokko 7,2
Bosnien und Herzegowina 4,5
Kosovo 3,5
Ghana 8,2
Montenegro 4,2
Senegal 9,9
Jahr 2023 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen
Entscheidung bei Verfahren, die in einer AnkER- bzw. funktionsgleichen
Einrichtung entschieden wurden – in Monaten nach Standorten
Gesamt 7,0
darunter:
AS Augsburg in AnkER 7,7
AS Bamberg in AnkER 7,6
AS Chemnitz im AZ, LAS 5,2
AS Deggendorf in AnkER 4,6
AS Dresden in AnkER 5,6
AS Eisenhüttenstadt, LAS 4,9
AS Hamburg im AZ, LAS 7,4
AS Heidelberg im AZ 12,6
AS Lebach in AnkER, LAS 6,4
AS Leipzig im AZ 5,3
AS Manching in AnkER 5,4
AS Neumünster, LAS 5,7
AS Nostorf-Horst, LAS 8,1
AS Regensburg in AnkER 7,1
AS Schweinfurt in AnkER 8,3
AS Schwerin im AZ 10,5
AS Zirndorf in AnkER 6,5
Jahr 2023 Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen
Entscheidung bei Verfahren, die in einer Außenstelle bzw. Zentrale entschieden
wurden – in Monaten nach Staatsangehörigkeit
Gesamt 7,1
darunter:
Syrien 5,2
Afghanistan 10,0
Türkei 6,8
Irak 9,5
Georgien 4,9
Iran 10,9
Nordmazedonien 4,3
Russische Föderation 11,0
Somalia 9,3
Eritrea 6,5
Serbien 2,7
Ungeklärt 7,7
Moldau 2,1
Nigeria 13,6
Albanien 4,4
Algerien 6,1
Tunesien 6,8
Marokko 7,0
Bosnien und Herzegowina 3,0
Kosovo 5,6
Ghana 11,1
Montenegro 1,9
Senegal 13,9
7. Wie lange war im Jahr 2023 die durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis
zu einer behördlichen Entscheidung bei Asylsuchenden aus Syrien, dem
Irak, Afghanistan, dem Iran, der Türkei, Eritrea, Somalia, Pakistan,
Nigeria und der Russischen Föderation (bitte zudem jeweils auch nach den
Organisationseinheiten mit den jeweils zehn längsten bzw. kürzesten
Verfahrensdauern und in denen mindestens 25 entsprechende Asylanträge
bearbeitet worden sind differenziert auflisten)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Syrien Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung im Jahr 2023 (in Monaten)
Alle Organisationseinheiten 5,0
darunter:
32F Dublinzentrum Bayreuth 15,9
AS Freiburg 10,7
32D Dublinzentrum Berlin 10,2
AS Ellwangen 10,1
AS Nostorf-Horst, LAS 9,7
32C Dublinverfahren 9,4
AS Speyer 9,0
AS Heidelberg im AZ 8,8
AS Schwerin im AZ 8,1
AS Karlsruhe, LAS 8,0
AS Mönchengladbach im AZ 3,9
AS Deggendorf in AnkER 3,9
AS Bonn im AZ 3,8
AS Friedland, LAS 3,7
AS Eisenhüttenstadt, LAS 3,7
AS Bremen im AZ, LAS 3,6
AS Suhl im AZ 3,4
AS Dresden in AnkER 3,3
AS Düsseldorf 3,2
AS Essen 2,5
Irak Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung im Jahr 2023 (in Monaten)
Alle Organisationseinheiten 9,8
darunter:
AS Heidelberg im AZ 20,9
AS Ellwangen 18,5
AS Bamberg in AnkER 15,3
AS Schweinfurt in AnkER 14,7
AS Nostorf-Horst, LAS 14,5
AS Karlsruhe, LAS 14,2
AS Freiburg 14,1
AS Frankfurt/Flughafen 13,7
AS Sigmaringen 13,6
Entscheidungszentrum West Bonn 13,5
AS Oldenburg 6,2
AS Leipzig im AZ 5,7
AS Berlin, LAS 5,6
AS Friedland, LAS 5,6
32C Dublinverfahren 5,4
AS Braunschweig 5,4
Irak Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung im Jahr 2023 (in Monaten)
AS Bielefeld im AZ 5,4
32B Nürnberg 4,5
AS Neustadt 3,6
AS Bremen im AZ, LAS 3,4
Afghanistan Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung im Jahr 2023 (in Monaten)
Alle Organisationseinheiten 9,3
darunter:
AS Berlin im AZ 22,3
32F Dublinzentrum Bayreuth 20,5
62C Nürnberg 19,4
AS Schwerin im AZ 16,5
AS Freiburg 16,1
31A Nürnberg 14,0
AS Jena/Hermsdorf, LAS 14,0
AS Nostorf-Horst, LAS 13,9
AS Ellwangen 13,1
Dienstleistungszentrum Abteilung 5 12,5
AS Neumünster, LAS 6,7
AS Büdingen 6,6
AS Essen 6,5
AS Zirndorf in AnkER 6,5
AS Manching in AnkER 6,4
AS Dresden in AnkER 6,4
AS Bremen im AZ, LAS 6,3
AS Berlin, LAS 6,0
32E Dublinzentrum Bochum 5,9
AS Mönchengladbach im AZ 5,3
Iran Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung im Jahr 2023 (in Monaten)
Alle Organisationseinheiten 11,0
darunter:
AS Speyer 28,0
AS Heidelberg im AZ 21,7
AS Karlsruhe, LAS 18,8
AS Sigmaringen 16,9
AS Dresden in AnkER 15,9
AS Braunschweig 14,5
AS Bremen im AZ, LAS 13,0
AS Bonn im AZ 13,0
AS Bochum, LAS 12,6
AS Bielefeld im AZ 12,0
AS Bramsche im AZ 8,7
AS Büdingen 8,6
AS Trier, LAS 8,1
AS Mönchengladbach im AZ 8,1
AS Zirndorf in AnkER 8,1
AS Berlin, LAS 8,0
AS Düsseldorf 7,6
AS Neumünster, LAS 7,3
Iran Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung im Jahr 2023 (in Monaten)
AS Unna im AZ 6,3
32B Nürnberg 4,9
Türkei Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung im Jahr 2023 (in Monaten)
Alle Organisationseinheiten 6,7
darunter:
Dienstleistungszentrum Abteilung 5 17,8
AS Ellwangen 14,5
AS Freiburg 13,6
AS Karlsruhe, LAS 11,4
AS Frankfurt/Flughafen 9,9
AS Augsburg in AnkER 9,7
AS Sigmaringen 9,5
Entscheidungszentrum West Bonn 9,2
AS Speyer 8,5
AS Büdingen 8,5
AS Braunschweig 5,8
AS Eisenhüttenstadt, LAS 5,6
AS Neumünster, LAS 5,2
AS Mönchengladbach im AZ 5,2
AS Bremen im AZ, LAS 5,1
AS Unna im AZ 5,0
AS Bonn im AZ 4,3
AS Chemnitz im AZ, LAS 4,2
AS Berlin, LAS 3,7
AS Essen 3,2
Eritrea Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung im Jahr 2023 (in Monaten)
Alle Organisationseinheiten 7,1
darunter:
AS Heidelberg im AZ 21,0
AS Regensburg in AnkER 19,6
AS Ellwangen 17,0
AS Speyer 13,0
AS Bramsche im AZ 12,8
AS Bamberg in AnkER 11,9
AS Unna im AZ 11,2
AS Karlsruhe, LAS 9,1
Entscheidungszentrum West Bonn 8,4
AS Suhl im AZ 8,1
AS Oldenburg 4,7
AS Neustadt 4,6
AS Braunschweig 4,3
AS Neumünster, LAS 4,3
AS Augsburg in AnkER 4,3
AS Essen 4,3
AS München 4,2
AS Bremen im AZ, LAS 4,2
AS Büdingen 4,2
AS Dresden in AnkER 2,6
Somalia Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung im Jahr 2023 (in Monaten)
Alle Organisationseinheiten 9,8
darunter:
AS Heidelberg im AZ 21,0
AS Speyer 15,1
AS Leipzig im AZ 14,6
Entscheidungszentrum West Bonn 13,1
AS Oldenburg 12,2
AS Bonn im AZ 11,8
AS Bochum, LAS 11,2
AS Essen 10,9
AS Sigmaringen 10,5
AS Gießen im AZ, LAS 10,4
AS Neumünster, LAS 6,4
AS Büdingen 6,4
AS Friedland, LAS 6,1
32C Dublinverfahren 5,9
AS Suhl im AZ 5,6
AS Braunschweig 5,3
AS Augsburg in AnkER 5,2
AS München 5,0
AS Berlin, LAS 4,6
AS Eisenhüttenstadt, LAS 3,5
Pakistan Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung im Jahr 2023 (in Monaten)
Alle Organisationseinheiten 8,0
darunter:
Entscheidungszentrum West Bonn 21,3
AS Bochum, LAS 15,7
AS Heidelberg im AZ 15,0
AS Speyer 12,2
AS Karlsruhe, LAS 11,7
AS Gießen im AZ, LAS 9,8
Gesamtergebnis 8,0
AS Trier, LAS 7,7
AS Bonn im AZ 6,8
AS Chemnitz im AZ, LAS 6,4
AS Bramsche im AZ 6,1
AS Düsseldorf 6,1
AS München 5,6
AS Essen 5,0
AS Eisenhüttenstadt, LAS 4,4
AS Büdingen 4,2
AS Berlin, LAS 3,3
Nigeria Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung im Jahr 2023 (in Monaten)
Alle Organisationseinheiten 17,2
darunter:
AS Heidelberg im AZ 31,3
AS Bonn im AZ 25,4
AS Gießen im AZ, LAS 24,1
Nigeria Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung im Jahr 2023 (in Monaten)
AS Berlin im AZ 22,1
AS Ellwangen 21,5
AS Freiburg 21,2
AS Essen 20,1
AS Trier, LAS 19,9
AS Zirndorf in AnkER 18,8
AS Unna im AZ 18,8
Entscheidungszentrum West Bonn 13,6
AS Bramsche im AZ 13,4
AS Deggendorf in AnkER 12,2
AS Sigmaringen 11,6
AS München 10,4
AS Suhl im AZ 9,6
AS Düsseldorf 9,4
32B Nürnberg 9,4
AS Bielefeld im AZ 7,9
AS Büdingen 6,7
Russische Föderation Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung im Jahr 2023 (in Monaten)
Alle Organisationseinheiten 10,6
darunter:
AS Bochum, LAS 17,1
AS Heidelberg im AZ 16,2
AS Eisenhüttenstadt, LAS 14,5
AS Dresden in AnkER 13,9
AS Chemnitz im AZ, LAS 13,6
AS Berlin im AZ 13,3
Entscheidungszentrum West Bonn 13,2
AS Suhl im AZ 12,7
AS Nostorf-Horst, LAS 11,9
AS Schwerin im AZ 11,3
AS Trier, LAS 8,5
AS Bremen im AZ, LAS 8,4
AS Berlin, LAS 8,2
AS Neumünster, LAS 8,1
AS Hamburg im AZ, LAS 8,0
AS Düsseldorf 8,0
AS Halberstadt im AZ, LAS 7,1
AS Zirndorf in AnkER 6,9
AS Unna im AZ 4,8
AS Bramsche im AZ 4,4
Die Referate 31A und 62C des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge
(BAMF) haben die hier aufgeführten Außenstellen (AS) in der Bearbeitung der
Asylanträge (Abbau der Griechenland-Ablage, „virtuelle Außenstelle
Griechenland-Ablage“) unterstützt und werden deshalb ausgewiesen, obgleich sie
nicht Teil der Organisationsstruktur des BAMF sind, in denen die
Durchführung des Asylverfahrens angesiedelt ist. Das Referat 32B hat den operativen
Bereich unterstützt, in erster Linie mit formellen Entscheidungen. Das Personal
wurde aber nicht im Wege einer Organisationsverfügung einer „virtuellen
Außenstelle“ wie im Falle von Referat 31A und 62C zugeteilt, sondern hat diese
Aufgaben ergänzend erledigt.
8. Wie erklärt die Bundesregierung bzw. das BAMF, dass im Vergleich
einzelner BAMF-Außenstellen bei gleichen Herkunftsländern insbesondere
das Ankunftszentrum in Heidelberg erneut (vgl. bereits Antwort zu
Frage 7 auf Bundestagsdrucksache 20/6052) mit deutlich
überdurchschnittlichen, z. T. doppelt bis dreimal so langen Verfahrensdauern
auffällt (vgl. Antwort zu Frage 7 auf Bundestagsdrucksache 20/8787, allein
bei vier Herkunftsländern weist Heidelberg die jeweils längsten
Verfahrensdauern bundesweit auf, bei allen aufgelisteten Herkunftsländern liegt
Heidelberg über dem Durchschnitt), weil die von der Bundesregierung
gegebene Erklärung, dass die Verfahrensdauer einzelfallabhängig sei
(ebd.), zwar allgemein zutreffend ist, nach Auffassung der
Fragestellenden aber nicht erklärt, warum überdurchschnittlich komplizierte oder
langwierige Verfahren überdurchschnittlich häufig ausgerechnet am
Standort in Heidelberg vertreten sein sollen, und zwar bei allen
untersuchten Herkunftsländern und über verschiedene Zeiträume hinweg
(bitte nachvollziehbar darlegen)?
Der Standort Heidelberg ist als zentrales Ankunftszentrum grundsätzlich für
den gesamten Flüchtlingszugang im Land Baden-Württemberg zuständig und
war daher im Berichtszeitraum in besonderem Maße von der deutlichen
Zugangssteigerung betroffen. Dies schlug sich bei der Bearbeitung der
Asylanträge aus einigen Herkunftsländern durch das BAMF auch in einer längeren
Verfahrensdauer nieder. Im Übrigen wird auf die Antwort der Bundesregierung
zu Frage 8 der Kleinen Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf
Bundestagsdrucksache 20/8787 verwiesen.
9. Wie lange war die durchschnittliche Dauer von Asylklageverfahren im
Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 (bitte zudem nach
Bundesländern und den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Der Antwort werden die Daten der Gerichtsstatistik des BAMF zu Grunde
gelegt. Diese ist von der Justizgeschäftsstatistik zur Verwaltungsgerichtsbarkeit
zu unterscheiden. Aufgrund der unterschiedlichen Zählweisen sind diese
Statistiken nicht vergleichbar. Die Auswertungen des BAMF sind rein
personenbasiert und werden aus dem bundesamtseigenen Dokumenten- und
Workflowmanagementsystem MARiS (Migration, Asyl, Rückkehrförderung, Integration und
Sicherheit) generiert.
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
2023 (Erst-/Folgeanträge, Klagen) Durchschnittliche Verweildauer
bei Gericht in Monaten
Staatsangehörigkeiten gesamt 20,7
darunter:
Syrien 16,2
Irak 23,7
Afghanistan 16,8
Türkei 17,3
Georgien 10,0
Iran 28,3
Russische Föderation 34,7
Nigeria 27,9
Nordmazedonien 8,1
Pakistan 27,1
Ungeklärt 26,5
Somalia 24,6
Moldau 11,8
2023 (Erst-/Folgeanträge, Klagen) Durchschnittliche Verweildauer
bei Gericht in Monaten
Serbien 10,6
Guinea 24,7
2023 (Erst-/Folgeanträge, Klagen) Durchschnittliche Verweildauer
bei Gericht in Monaten
Bundesländer gesamt 20,7
darunter:
Baden-Württemberg 13,2
Bayern 19,6
Berlin 23,7
Brandenburg 38,8
Bremen 19,8
Hamburg 18,1
Hessen 31,5
Mecklenburg-Vorpommern 15,4
Niedersachsen 24,2
Nordrhein-Westfalen 19,8
Rheinland-Pfalz 5,0
Saarland 8,9
Sachsen 19,3
Sachsen-Anhalt 11,3
Schleswig-Holstein 17,5
Thüringen 17,4
unbekannt 4,1
Januar bis März 2024
(Erst-/Folgeanträge, Klagen)
Durchschnittliche Verweildauer
bei Gericht in Monaten
Staatsangehörigkeiten gesamt 17,6
darunter:
Türkei 13,3
Syrien 17,0
Irak 23,8
Georgien 10,2
Afghanistan 11,1
Iran 27,9
Russische Föderation 25,9
Nigeria 24,2
Nordmazedonien 7,8
Serbien 8,7
Pakistan 23,6
Ungeklärt 28,0
Somalia 26,0
Aserbaidschan 15,0
Moldau 11,3
Januar bis März 2024
(Erst-/Folgeanträge, Klagen)
Durchschnittliche Verweildauer
bei Gericht in Monaten
Bundesländer gesamt 17,6
darunter:
Baden-Württemberg 10,7
Bayern 14,1
Berlin 21,2
Brandenburg 28,4
Januar bis März 2024
(Erst-/Folgeanträge, Klagen)
Durchschnittliche Verweildauer
bei Gericht in Monaten
Bremen 16,7
Hamburg 15,4
Hessen 32,3
Mecklenburg-Vorpommern 13,2
Niedersachsen 19,5
Nordrhein-Westfalen 18,0
Rheinland-Pfalz 5,8
Saarland 8,9
Sachsen 20,7
Sachsen-Anhalt 10,4
Schleswig-Holstein 15,3
Thüringen 11,6
unbekannt 5,4
10. Welche Anstrengungen haben nach Kenntnis der Bundesregierung
einzelne Bundesländer unternommen, um Asylgerichtsverfahren ggf. zu
beschleunigen, etwa durch personelle und sachliche Aufstockungen oder
technische oder IT-Unterstützungsmaßnahmen, vor dem Hintergrund der
höchst unterschiedlichen Gerichtsverfahrensdauern in den
Bundesländern (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?
Die personelle, sachliche oder technische Ausstattung der Verwaltungsgerichte
bzw. der Oberverwaltungsgerichte und Verwaltungsgerichtshöfe sowie deren
Organisation liegt im Zuständigkeitsbereich der Länder. Der parlamentarische
Informationsanspruch erstreckt sich nicht auf Gegenstände, die keinen Bezug
zum Verantwortungsbereich der Bundesregierung gegenüber dem Bundestag
haben, insbesondere, weil sie sich außerhalb der Zuständigkeit der
Bundesregierung befinden.
11. Wie viele Asylklageverfahren waren zuletzt anhängig (bitte auch nach
Bundesländern und den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren),
und was waren in den einzelnen Bundesländern jeweils die fünf
wichtigsten Herkunftsländer bei anhängigen Asylklageverfahren (bitte auch
mit Zahlen nennen)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Anhängige Asylklageverfahren nach Herkunftsländern
Stand: 31.03.2024
Staatsangehörigkeit gesamt 122.216
darunter:
Türkei 24.558
Irak 18.521
Syrien 14.818
Iran 6.939
Georgien 5.977
Afghanistan 5.396
Russische Föderation 5.107
Nigeria 3.133
Venezuela 2.302
Nordmazedonien 2.265
Pakistan 1.933
Anhängige Asylklageverfahren nach Herkunftsländern
Stand: 31.03.2024
Ungeklärt 1.865
Somalia 1.605
Libanon 1.490
Kolumbien 1.488
Anhängige Asylklageverfahren nach Bundesländern
Stand: 31.03.2024
Bundesländer gesamt 122.216
darunter:
Baden-Württemberg 12.555
Bayern 13.617
Berlin 10.610
Brandenburg 4.420
Bremen 1.234
Hamburg 2.557
Hessen 11.253
Mecklenburg-Vorpommern 2.487
Niedersachsen 15.190
Nordrhein-Westfalen 26.736
Rheinland-Pfalz 2.118
Saarland 876
Sachsen 9.306
Sachsen-Anhalt 1.904
Schleswig-Holstein 4.325
Thüringen 2.996
unbekannt 32
Anhängige Asylklageverfahren
Stand: 31.03.2024
Baden-Württemberg 12.555
darunter:
Türkei 2.586
Syrien 1.977
Irak 1.668
Georgien 956
Nordmazedonien 688
Anhängige Asylklageverfahren
Stand: 31.03.2024
Bayern 13.617
darunter:
Türkei 2.468
Irak 1.603
Syrien 1.082
Nigeria 838
Iran 663
Anhängige Asylklageverfahren
Stand: 31.03.2024
Berlin 10.610
darunter:
Türkei 3.512
Anhängige Asylklageverfahren
Stand: 31.03.2024
Syrien 1.607
Georgien 893
Irak 794
Russische Föderation 671
Anhängige Asylklageverfahren
Stand: 31.03.2024
Brandenburg 4.420
darunter:
Russische Föderation 848
Syrien 626
Irak 525
Türkei 395
Iran 365
Anhängige Asylklageverfahren
Stand: 31.03.2024
Bremen 1.234
darunter:
Türkei 404
Syrien 182
Russische Föderation 114
Irak 65
Serbien 60
Anhängige Asylklageverfahren
Stand: 31.03.2024
Hamburg 2.557
darunter:
Afghanistan 423
Türkei 364
Irak 297
Iran 282
Syrien 252
Anhängige Asylklageverfahren
Stand: 31.03.2024
Hessen 11.253
darunter:
Türkei 3.943
Syrien 1.033
Iran 981
Irak 899
Afghanistan 808
Anhängige Asylklageverfahren
Stand: 31.03.2024
Mecklenburg-Vorpommern 2.487
darunter:
Türkei 584
Syrien 380
Irak 281
Anhängige Asylklageverfahren
Stand: 31.03.2024
Georgien 170
Iran 153
Anhängige Asylklageverfahren
Stand: 31.03.2024
Niedersachsen 15.190
darunter:
Irak 3.283
Türkei 1.624
Syrien 1.612
Kolumbien 1.357
Georgien 1.221
Anhängige Asylklageverfahren
Stand: 31.03.2024
Nordrhein-Westfalen 26.736
darunter:
Irak 5.364
Türkei 5.164
Syrien 3.556
Iran 2.296
Afghanistan 957
Anhängige Asylklageverfahren
Stand: 31.03.2024
Rheinland-Pfalz 2.118
darunter:
Türkei 494
Pakistan 421
Ägypten 202
Syrien 137
Iran 123
Anhängige Asylklageverfahren
Stand: 31.03.2024
Saarland 876
darunter:
Syrien 496
Türkei 170
Irak 77
Afghanistan 27
ungeklärt 25
Anhängige Asylklageverfahren
Stand: 31.03.2024
Sachsen 9.306
darunter:
Venezuela 2.123
Türkei 1.656
Irak 1.071
Syrien 653
Georgien 579
Anhängige Asylklageverfahren
Stand: 31.03.2024
Sachsen-Anhalt 1.904
darunter:
Syrien 496
Irak 315
Türkei 187
Indien 184
Afghanistan 101
Anhängige Asylklageverfahren
Stand: 31.03.2024
Schleswig-Holstein 4.325
darunter:
Irak 1.691
Türkei 565
Iran 444
Russische Föderation 271
Syrien 255
Anhängige Asylklageverfahren
Stand: 31.03.2024
Thüringen 2.996
darunter:
Irak 510
Syrien 458
Türkei 437
Georgien 403
Russische Föderation 260
12. In wie vielen Fällen und zu welchen konkreten Fallkonstellationen bzw.
Sachfragen sind derzeit Revisionen zur Klärung der Lage in
Herkunftsbzw. Zielstaaten auf der Grundlage der Neuregelung nach § 78 Absatz 8
des Asylgesetzes anhängig, in welchen dieser Verfahren hat das BAMF
die Revision eingelegt bzw. beantragt, und wann ist in diesen Verfahren
nach Kenntnis des BAMF mit Entscheidungen zu rechnen (bitte auflisten
und ausführen), wie bewertet die Bundesregierung vor diesem
Hintergrund die Neuregelung nach § 78 Absatz 8 des Asylgesetzes, und hat sie
nach ihrer Auffassung eher zu einer Beschleunigung (infolge von
„Leitentscheidungen“ des Bundesverwaltungsgerichts) oder eher zu einer
Verlangsamung der Asylgerichtsverfahren (weil Verwaltungsgerichte z. B.
auf „Leitentscheidungen“ des Bundesverwaltungsgerichts warten
könnten) geführt (bitte begründet ausführen)?
Mit Stand vom 31. Mai 2024 sind nach Kenntnis der Bundesregierung vier
klägerseitig eingelegte Revisionsverfahren beim Bundesverwaltungsgericht
(BVerwG) zu der Situation von vulnerablen und nicht vulnerablen anerkannt
Schutzberechtigten in Italien anhängig (BVerwG 1 C 21.23, BVerwG 1 C
23.23, BVerwG 1 C 24.23 und BVerwG 1 C 3.24). Der Bundesregierung liegen
keine Kenntnisse darüber vor, wann das BVerwG über die anhängigen
Verfahren entscheiden wird.
Im Übrigen wird auf die auf der Webseite des BVerwG veröffentlichten
Pressemitteilungen zu den Verfahren verwiesen. Aktuell liegen noch keine
Erfahrungswerte zu der Revision nach § 78 Absatz 8 des Asylgesetzes (AsylG) vor.
Eine Evaluierung der Revision nach § 78 Absatz 8 AsylG erfolgt gemäß § 78
Absatz 8a AsylG drei Jahre nach Inkrafttreten der Norm.
13. Was hat das BAMF bzw. was haben nach Kenntnis der Bundesregierung
die Bundesländer personell und organisatorisch unternommen, um die
auf der Ministerpräsidentenkonferenz vom 13. Oktober 2023 vereinbarte
Zielsetzung zu erreichen, bei Herkunftsländern mit einer
Anerkennungsquote von weniger als 5 Prozent „das Asyl- und das anschließende
Gerichtsverfahren jeweils in drei Monaten abzuschließen“ (vgl. hessen.de/si
tes/hessen.hessen.de/files/2023-10/fluechtlingspolitik_von_bund_und_la
endern_-_gemeinsame_kostentragung.pdf, S. 5; bitte darlegen)?
Um das gemeinsame Ziel von Bund und Ländern zu unterstützen,
Asylverfahren für Angehörige von Staaten, für die die Anerkennungsquote weniger als
fünf Prozent beträgt, zügiger als bisher rechtskräftig abzuschließen, hat das
BAMF in Abstimmung mit dem Bundesministerium des Innern und für Heimat
(BMI) die Bearbeitung für ausgewählte Herkunftsländer mit entsprechender
Anerkennungsquote, beginnend mit Anträgen aus sicheren Herkunftsstaaten
i. S. d. § 29a AsylG zum 1. Dezember 2023 in der Bearbeitung priorisiert und
bearbeitet diese Gruppe beschleunigt. Dies umfasst entsprechend die Länder
Albanien, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Kosovo, Moldau, Montenegro,
Nordmazedonien und Serbien. Ab 1. März 2024 wurden zusätzlich noch
Algerien, Marokko und Tunesien in die beschleunigte Bearbeitung hinzugenommen.
Die Beantwortung der folgenden Fragen erfolgt daher für die Herkunftsländer,
die seit 1. Dezember 2023 beschleunigt bearbeitet werden. Diese
Herkunftsländer bilden im Zeitraum 1. Januar 2024 bis 31. Mai 2024 rund 60 Prozent der
Antragstellungen der Herkunftsländer mit einer Anerkennungsquote von
weniger als fünf Prozent.
a) Welche Daten liegen dazu vor, inwieweit diese Zielvorgabe bereits
erreicht wurde (bitte die Verfahrensdauern zu Asylsuchenden aus
Ländern mit unter 5-prozentiger Anerkennungsquote für das Jahr 2023
bzw. das bisherige Jahr 2024 nach behördlichen und gerichtlichen
Asylklage- bzw. gerichtlichen Eilverfahren getrennt darlegen und
jeweils auch nach den 15 wichtigsten dieser Herkunftsländer
differenzieren), und wird dabei die bereinigte oder die unbereinigte
Gesamtschutzquote verwandt (bitte die jeweiligen Schutzquoten für die
15 wichtigsten dieser Herkunftsländer nennen)?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden.
Verfahrensdauer Asylverfahren für Asylanträge ab Dezember 2023
Herkunftsland Anzahl Behördliche Verfahrensdauer in Tagen
Moldau 156 6,2
Nordmazedonien 127 9,3
Georgien 103 11,4
Serbien 101 11,7
Albanien 52 12,2
Bosnien und Herzegowina 45 6,5
Kosovo 10 12,3
Montenegro 1 11,0
Verfahrensdauer Asylverfahren Januar bis April 2024* für Asylanträge von Januar bis April 2024*
Herkunftsland Anzahl Behördliche Verfahrensdauer in Tagen
Nordmazedonien 1.029 17,6
Georgien 974 19,4
Verfahrensdauer Asylverfahren Januar bis April 2024* für Asylanträge von Januar bis April 2024*
Herkunftsland Anzahl Behördliche Verfahrensdauer in Tagen
Moldau 784 9,8
Serbien 731 16,4
Albanien 452 19,5
Kosovo 322 18,8
Bosnien und Herzegowina 251 11,5
Tunesien* 123 19,2
Marokko* 119 17,1
Montenegro 86 15,4
Algerien* 83 15,6
* Für die Länder Algerien, Marokko und Tunesien wird der Zeitraum März bis April 2024 für die Asylanträge bzw. behördliche
Entscheidung berücksichtigt.
Im Zeitraum von Januar bis April 2024 wurden insgesamt betrachtet 75,7
Prozent der Herkunftsländer, die beschleunigt bearbeitet werden, in weniger als
21 Tagen entschieden. Zu beachten ist, dass bei den Verfahrensanteilen, die
nicht innerhalb von 21 Tagen entschieden werden, auch besondere
Verfahrenskonstellationen enthalten sind (z. B. vulnerable Personengruppen;
Aufgriffsfälle durch die Bundespolizei; Verfahren, in denen Dokumente und Nachweise
nachgefordert werden müssen).
Verfahrensdauer Eilverfahren für Asylanträge Dezember 2023
Herkunftsland Anzahl Verfahrensdauer gerichtlicher Eilverfahren in Tagen
Georgien 1 4,0
Nordmazedonien 1 15,0
Verfahrensdauer Eilverfahren für Asylanträge von Januar bis März 2024*
Herkunftsland Anzahl Verfahrensdauer gerichtlicher Eilverfahren in Tagen
Georgien 230 14,9
Nordmazedonien 123 16,2
Serbien 90 13,6
Moldau 78 20,5
Albanien 45 9,7
Bosnien und Herzegowina 37 13,4
Kosovo 14 8,4
Montenegro 13 22,4
Algerien* 2 7,5
Marokko* 1 8,0
Tunesien* 1 10,0
* Für die Länder Algerien, Marokko und Tunesien wird der Zeitraum März 2024 für die Asylanträge bzw. Eilverfahren berücksichtigt.
Für Anträge aus Dezember 2023 wurden in 2023 keine Asylklageverfahren
abgeschlossen.
Verfahrensdauer Asylklagen für Asylanträge von Januar bis März 2024*
Herkunftsland Anzahl Verfahrensdauer Asylklagen in Tagen
Georgien 2 36,0
Montenegro 1 23,0
Nordmazedonien 1 23,0
Serbien 1 29,0
* Für die Länder Algerien, Marokko und Tunesien wird der Zeitraum März 2024 für die Asylanträge bzw. Asylklagen berücksichtigt.
b) Welchen Anteil bildeten Asylsuchende aus Herkunftsländern mit einer
Anerkennungsquote von weniger als 5 Prozent an allen
Asylsuchenden im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 (bitte in absoluten und
relativen Zahlen angeben und nach den 15 wichtigsten dieser
Herkunftsländer differenzieren)?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden.
Dezember 2023 Asylanträge gesamt Anteil an allen HKL
HKL mit beschleunigter Bearbeitung 1.474 6,0 %
darunter
Nordmazedonien 380 1,6 %
Georgien 364 1,5 %
Serbien 246 1,0 %
Moldau 228 0,9 %
Albanien 136 0,6 %
Bosnien und Herzegowina 79 0,3 %
Kosovo 33 0,1 %
Montenegro 8 0,0 %
Jahr 2024 (Jan bis Apr)* Asylanträge gesamt* Anteil an allen HKL
HKL mit beschleunigter Bearbeitung 6.172 6,7 %
darunter
Georgien 1.147 1,2 %
Nordmazedonien 1.134 1,2 %
Serbien 845 0,9 %
Moldau 844 0,9 %
Albanien 538 0,6 %
Kosovo 436 0,5 %
Tunesien 307 0,3 %
Bosnien und Herzegowina 304 0,3 %
Algerien 268 0,3 %
Marokko 248 0,3 %
Montenegro 101 0,1 %
c) Wie viele der Ablehnungen von Asylsuchenden aus Herkunftsländern
mit unter 5-prozentiger Anerkennungsquote erfolgten im Jahr 2023
bzw. im bisherigen Jahr 2024 als „offensichtlich unbegründet“ (bitte in
absoluten und relativen Zahlen angeben und nach den 15 wichtigsten
dieser Herkunftsländer differenzieren), und inwieweit wird in diesen
Fällen bei der Frage, ob die Gerichtsverfahren innerhalb von drei
Monaten abgeschlossen werden, auf die Dauer der Klage- oder der
Eilverfahren abgestellt, vor dem Hintergrund, dass die Klageverfahren in
diesen Fällen in der Regel keine aufschiebende Wirkung haben (es sei
denn, die aufschiebende Wirkung der Klage wird gerichtlich
angeordnet), sodass solche Personen trotz anhängiger Klage nach einem
negativ verlaufenen Eilverfahren abgeschoben werden können (bitte
begründen)?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden.
Jahr 2023 o. u.-Ablehnungen Anteil an allen Ablehnungen
HKL mit beschleunigter Bearbeitung 285 47,9 %
darunter
Nordmazedonien 72 56,7 %
Georgien 67 65,0 %
Serbien 46 45,5 %
Jahr 2023 o. u.-Ablehnungen Anteil an allen Ablehnungen
Moldau 46 29,5 %
Albanien 37 71,2 %
Bosnien und Herzegowina 15 33,3 %
Montenegro 1 100,0 %
Kosovo 1 10,0 %
Jahr 2024 (Jan bis Apr) o. u.-Ablehnungen Anteil an allen Ablehnungen
HKL mit beschleunigter Bearbeitung 2.748 55,4 %
darunter
Georgien 730 74,9 %
Nordmazedonien 548 53,3 %
Serbien 407 55,7 %
Albanien 301 66,6 %
Moldau 247 31,5 %
Kosovo 171 53,1 %
Bosnien und Herzegowina 140 54,9 %
Marokko* 65 54,6 %
Tunesien* 64 52,0 %
Algerien* 45 54,2 %
Montenegro 30 34,9 %
* Für die Länder Algerien, Marokko und Tunesien wird der Zeitraum März bis April 2024 für die Asylanträge bzw. behördliche
Entscheidung berücksichtigt.
Das BAMF wertet regelmäßig die Dauer von Klageverfahren aus, auch
statistische Angaben zur Verfahrensdauer von Eilverfahren sind möglich.
14. Welche statistischen Angaben kann die Bundesregierung bzw. kann das
BAMF machen zu Anhörungen bzw. Sprachmittlungen (bitte
differenzieren) im Wege der Bild- und Tonübertragung im Jahr 2023 bzw. im
bisherigen Jahr 2024 (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und
nach den 15 wichtigsten betroffenen Herkunftsländern bzw. BAMF-
Standorten differenzieren)?
Belastbare Angaben für den Zeitraum seit Einführung der entsprechenden
Rechtsgrundlagen des § 17 Absatz 3 bzw. § 25 Absatz 7 AsylG im Rahmen des
Gesetzes zur Beschleunigung der Asylgerichtsverfahren und Asylverfahren
liegen für die Anzahl der Anhörungen im Wege der Bild- und Tonübertragung
vor. Seit August 2023 wird auch die Anzahl der Einsätze von Sprachmittelnden
im Wege der Bild- und Tonübertragung miterfasst, ist aber statistisch nicht
separat ausweisbar.
Die Angaben zu Anhörungen im Wege der Bild- und Tonübertragung können
den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Anzahl Personen mit Anhörungen bzw. Videoanhörungen/Videodolmetschen
nach Staatsangehörigkeiten im Jahr 2023
Staatsangehörigkeiten Anhörungen
gesamt
Anhörungen ohne Bild-
und Tonübertragung
Videoanhörungen bzw.
Videodolmetschen
Anzahl Anzahl Anzahl Anteil
Gesamt 185.941 184.585 1.356 0,7 %
Davon:
Syrien 70.606 70.493 113 0,2 %
Afghanistan 31.611 31.334 277 0,9 %
Türkei 22.012 21.473 539 2,4 %
Anzahl Personen mit Anhörungen bzw. Videoanhörungen/Videodolmetschen
nach Staatsangehörigkeiten im Jahr 2023
Staatsangehörigkeiten Anhörungen
gesamt
Anhörungen ohne Bild-
und Tonübertragung
Videoanhörungen bzw.
Videodolmetschen
Anzahl Anzahl Anzahl Anteil
Iran 6.227 6.227 0 0,0 %
Irak 6.067 6.064 3 0,0 %
Georgien 5.241 5.030 211 4,0 %
Russische Föderation 3.133 3.122 11 0,4 %
Somalia 2.732 2.685 47 1,7 %
Venezuela 2.426 2.407 19 0,8 %
Ungeklärt 2.295 2.292 3 0,1 %
Eritrea 1.830 1.817 13 0,7 %
Pakistan 1.779 1.770 9 0,5 %
Indien 1.705 1.705 0 0,0 %
Guinea 1.615 1.611 4 0,2 %
Nordmazedonien 1.566 1.553 13 0,8 %
Anzahl Personen mit Anhörungen bzw. Videoanhörungen/Videodolmetschen
nach Standorten im Jahr 2023
Standorte Anhörungen
gesamt
Anhörungen ohne Bild-
und Tonübertragung
Videoanhörungen bzw.
Videodolmetschen
Anzahl Anzahl Anzahl Anteil
Gesamt 185.941 184.585 1.356 0,7 %
Davon:
AS Gießen im AZ, LAS 9.954 9.935 19 0,2 %
AS Trier, LAS 7.846 7.837 9 0,1 %
AS Bramsche im AZ 7.072 7.038 34 0,5 %
AS Berlin, LAS 7.070 6.376 694 9,8 %
AS Heidelberg im AZ 7.054 7.050 4 0,1 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 6.819 6.697 122 1,8 %
AS Bielefeld im AZ 6.814 6.813 1 0,0 %
AS Unna im AZ 6.696 6.696 0 0,0 %
AS Neumünster, LAS 6.693 6.674 19 0,3 %
AS Bonn im AZ 6.249 6.249 0 0,0 %
AS Mönchengladbach im AZ 5.762 5.756 6 0,1 %
AS Bochum, LAS 5.586 5.586 0 0,0 %
AS Essen 5.531 5.531 0 0,0 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 4.938 4.829 109 2,2 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 4.677 4.611 66 1,4 %
Anzahl Personen mit Anhörungen bzw. Videoanhörungen/Videodolmetschen
nach Staatsangehörigkeiten im Zeitraum Januar bis April 2024
Staatsangehörigkeiten Anhörungen
gesamt
Anhörungen ohne Bild-
und Tonübertragung
Videoanhörungen bzw.
Videodolmetschen
Anzahl Anzahl Anzahl Anteil
Gesamt 63.995 63.752 243 0,4 %
Davon:
Syrien 23.066 23.060 6 0,0 %
Afghanistan 10.552 10.521 31 0,3 %
Türkei 8.971 8.902 69 0,8 %
Irak 2.136 2.133 3 0,1 %
Iran 1.511 1.511 0 0,0 %
Georgien 1.144 1.142 2 0,2 %
Kolumbien 1.126 1.126 0 0,0 %
Anzahl Personen mit Anhörungen bzw. Videoanhörungen/Videodolmetschen
nach Staatsangehörigkeiten im Zeitraum Januar bis April 2024
Staatsangehörigkeiten Anhörungen
gesamt
Anhörungen ohne Bild-
und Tonübertragung
Videoanhörungen bzw.
Videodolmetschen
Anzahl Anzahl Anzahl Anteil
Somalia 1.120 1.079 41 3,7 %
Venezuela 1.052 1.048 4 0,4 %
Russische Föderation 843 837 6 0,7 %
Ungeklärt 831 831 0 0,0 %
Tunesien 829 829 0 0,0 %
Guinea 703 691 12 1,7 %
Algerien 617 617 0 0,0 %
Eritrea 569 566 3 0,5 %
Anzahl Personen mit Anhörungen bzw. Videoanhörungen/Videodolmetschen
nach Standorten im Jahr 2024
Standorte Anhörungen
gesamt
Anhörungen ohne Bild-
und Tonübertragung
Videoanhörungen bzw.
Videodolmetschen
Anzahl Anzahl Anzahl Anteil
Gesamt 63.995 63.752 243 0,4 %
Davon:
AS Gießen im AZ, LAS 3.450 3.437 13 0,4 %
AS Neumünster, LAS 2.749 2.744 5 0,2 %
AS Bramsche im AZ 2.658 2.639 19 0,7 %
AS Bielefeld im AZ 2.558 2.558 0 0,0 %
AS Trier, LAS 2.468 2.468 0 0,0 %
AS Bonn im AZ 2.311 2.311 0 0,0 %
AS Berlin, LAS 2.150 2.144 6 0,3 %
AS Heidelberg im AZ 2.133 2.132 1 0,0 %
AS Unna im AZ 2.107 2.107 0 0,0 %
AS Bochum, LAS 2.068 2.068 0 0,0 %
AS Essen 2.058 2.057 1 0,0 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 1.942 1.877 65 3,3 %
AS Hamburg im AZ, LAS 1.847 1.846 1 0,1 %
AS München 1.783 1.772 11 0,6 %
AS Karlsruhe, LAS 1.678 1.677 1 0,1 %
a) Wie waren die inhaltlichen Entscheidungen in Verfahren mit
Anhörungen oder Sprachmittlungen im Wege der Bild- und Tonübertragung im
Vergleich zu „normalen“ Asylverfahren bei Personen mit gleicher
Staatsangehörigkeit (bitte in absoluten und relativen Zahlen,
differenziert nach Schutzstatus, Ablehnung, Ablehnung als offensichtlich
unbegründet, sonstige Erledigung, darstellen)?
Die Angaben zu Entscheidungen in Verfahren mit bzw. ohne Anhörungen bzw.
Sprachmittlungen im Wege der Bild- und Tonübertragung können den
nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
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Aufgrund geringer Fallzahlen sind starke Schwankungen möglich. Für
Videoanhörung bzw. Videodolmetschen werden nur Länder mit einer Mindestfallzahl
von zehn ausgewiesen. Für Anhörungen in Präsenz werden die Werte der
vorher ermittelten Länder zum Vergleich bereitgestellt.
Hinweis: Die Fallzahlen zu Entscheidungen in Verfahren mit bzw. ohne
Videoanhörungen und Videodolmetschen haben keine Aussagekraft über eine
mögliche Auswirkung der Auswahl des genutzten Verfahrens auf die Schutzquote.
Gemäß internen Weisungsinstrumenten des BAMF finden bei Asylverfahren
mit besonders schutzbedürftigen Personen, insbesondere bei unbegleiteten
Minderjährigen, geschlechtsspezifisch Verfolgten, Folteropfern und Opfern von
Menschenhandel Videoanhörungen gar nicht und Videodolmetschen nur nach
Kriterien, wann ein Einsatz von Videodolmetschen ausnahmsweise möglich ist,
statt. Der Verzicht auf Videodolmetschen/Videoanhörung in bestimmten
Fallkonstellationen verzerrt die Zahlen zu inhaltlichen Entscheidungen.
b) Wie sind die Erfahrungen insbesondere mit der Neuregelung zu
Anhörungen (nicht: Sprachmittlungen) im Wege der Bild- und
Tonübertragung, wie wird die Neuregelung von der Bundesregierung bzw. vom
BAMF beurteilt, und inwieweit gab oder gibt es diesbezüglich ggf.
Probleme bzw. Änderungsbedarf, technisch oder in Bezug auf die
Wahrung von Qualitätsstandards (bitte ausführen)?
Die Bundesregierung sieht in der gesetzlichen Möglichkeit, in geeigneten
Fällen ausnahmsweise die Anhörung im Wege der Bild- und Tonübertragung
durchzuführen, ein sinnvolles Instrument, um in ausgewählten Einzelfällen
ressourcenschonend Anhörungen von Antragstellenden durchzuführen.
Grundsätzliche strukturelle technische Probleme haben sich bisher nicht gezeigt.
15. Wie lange dauerten im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 im
Durchschnitt diejenigen Asylverfahren, die zunächst wegen der
Anerkennung eines Schutzstatus in Griechenland zurückgestellt worden waren
(„Griechenlandablage“; bitte nach den wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren), und wie viele solcher Verfahren sind aktuell noch
anhängig?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Durchschnittliche Dauer der Verfahren die zunächst wegen der
Anerkennung eines Schutzstatus in Griechenland zurückgestellt worden waren
Jahr 2023 Dauer in Monaten
Staatsangehörigkeiten gesamt 12,7
darunter:
Afghanistan 12,6
Syrien 11,6
Irak 14,5
Somalia 12,9
Ungeklärt 11,8
Pers. aus palästinensischen Gebieten
(nicht als Staat anerkannt)
15,8
Iran 14,0
Türkei 9,1
Jemen 8,7
Kongo, Demokratische Republik 12,5
Durchschnittliche Dauer der Verfahren die zunächst wegen der
Anerkennung eines Schutzstatus in Griechenland zurückgestellt worden waren
Zeitraum 01.01.–30.04.2024 Dauer in Monaten
Staatsangehörigkeiten gesamt 9,0
darunter:
Afghanistan 8,2
Syrien 8,5
Irak 9,0
Somalia 13,9
Iran 15,9
Ungeklärt 9,6
Türkei 8,9
Kongo, Demokratische Republik 17,7
Jemen 9,5
Pakistan 8,8
Mit Stand 30. April 2024 waren noch etwa 800 Asylverfahren anhängig, die
zunächst wegen der Anerkennung eines Schutzstatus in Griechenland
zurückgestellt worden waren. Das BAMF arbeitet weiter am Abbau dieser Verfahren.
16. Wie lange war im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 die
durchschnittliche Verfahrensdauer bei beschleunigten Asylverfahren nach
§ 30a AsylG (bitte jeweils auch nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern, allen sicheren Herkunftsstaaten, Algerien, Marokko und Tunesien
differenzieren; bitte zudem nach den Standorten der
Organisationseinheiten differenziert auflisten und die absoluten Fallzahlen nennen)?
Die Angaben zur Verfahrensdauer können den nachfolgenden Tabellen
entnommen werden.
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17. Wie lange war im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 die
Verfahrensdauer bei Verfahren, die in den letzten zwölf Monaten eingeleitet
(Asylantragstellung) und entschieden wurden („Jahresverfahrensdauer“;
bitte jeweils auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern und allen
sicheren Herkunftsstaaten differenzieren)?
Die Angaben zur Verfahrensdauer für Jahresverfahren können den
nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer in Monaten für das Jahr 2023
alle HKL 4,2
Syrien 3,9
Afghanistan 5,3
Türkei 5,0
Irak 4,2
Georgien 3,6
Iran 5,1
Nordmazedonien 2,9
Russische Föderation 5,4
Somalia 5,1
Eritrea 4,5
Albanien 2,8
Bosnien und Herzegowina 2,4
Ghana 4,4
Kosovo 2,8
Moldau 2,0
Montenegro 2,0
Senegal 4,0
Serbien 2,5
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer in Monaten für den Zeitraum
01.01.–30.04.2024
alle HKL 4,4
Syrien 4,4
Afghanistan 5,5
Türkei 5,0
Irak 4,7
Georgien 3,7
Russische Föderation 5,3
Iran 6,0
Nordmazedonien 2,0
Tunesien 3,1
Somalia 5,6
Albanien 2,1
Bosnien und Herzegowina 2,3
Ghana 4,2
Kosovo 1,2
Moldau 1,1
Montenegro 1,4
Senegal 3,5
Serbien 1,8
18. Wie lange war im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 die
durchschnittliche Verfahrensdauer bei früher sogenannten Neuverfahren
(„Asylantragstellung ab 1. Januar 2017“; bitte jeweils auch nach den
zehn wichtigsten Herkunftsländern und allen sicheren Herkunftsstaaten
differenzieren)?
Die Angaben zur Verfahrensdauer für Verfahren mit Antragstellung ab 1.
Januar können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer in Monaten für das Jahr 2023
alle HKL 6,8
Syrien 5,0
Afghanistan 9,3
Türkei 6,7
Irak 9,7
Georgien 4,5
Iran 11,0
Nordmazedonien 3,6
Russische Föderation 10,6
Somalia 9,7
Eritrea 7,1
Albanien 3,6
Bosnien und Herzegowina 3,3
Ghana 8,6
Kosovo 3,4
Moldau 2,7
Montenegro 2,7
Senegal 12,7
Serbien 2,8
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer in Monaten für den Zeitraum
01.01.–30.04.2024
alle HKL 7,4
Syrien 5,8
Afghanistan 9,6
Türkei 7,8
Irak 11,2
Georgien 5,2
Russische Föderation 9,0
Iran 13,1
Nordmazedonien 3,1
Tunesien 5,7
Somalia 11,1
Albanien 2,6
Bosnien und Herzegowina 3,3
Ghana 8,6
Kosovo 2,1
Moldau 1,7
Montenegro 1,6
Senegal 10,3
Serbien 2,4
19. Wie lange war im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 die
durchschnittliche Dauer bis zur Anhörung der Asylsuchenden bzw. die
durchschnittliche Dauer nach der Anhörung bis zur behördlichen Entscheidung
(bitte jeweils auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern, allen
sicheren Herkunftsstaaten und zudem Algerien, Marokko und Tunesien
differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Durchschnittliche Dauer von Antragstellung bis zur Anhörung
der Asylsuchenden in Monaten
Jahr 2023
Staatsangehörigkeiten gesamt 3,0
darunter:
Syrien 2,3
Afghanistan 4,0
Türkei 3,7
Iran 3,8
Irak 3,7
Georgien 2,1
Russische Föderation 3,5
Somalia 5,4
Venezuela 1,6
Ungeklärt 4,1
Eritrea 5,0
Pakistan 2,2
Indien 1,6
Guinea 3,0
Nordmazedonien 2,3
Albanien 2,0
Bosnien und Herzegowina 2,2
Ghana 3,9
Kosovo 2,5
Moldau 1,0
Montenegro 2,5
Senegal 3,7
Serbien 1,6
Algerien 2,5
Marokko 2,5
Tunesien 2,3
Durchschnittliche Dauer nach der Anhörung bis zu
einer behördlichen Entscheidung in Monaten
Jahr 2023
Staatsangehörigkeiten gesamt 6,3
darunter:
Syrien 4,5
Afghanistan 8,2
Türkei 4,3
Irak 12,4
Georgien 3,1
Iran 11,3
Somalia 10,2
Ungeklärt 9,0
Nordmazedonien 2,2
Durchschnittliche Dauer nach der Anhörung bis zu
einer behördlichen Entscheidung in Monaten
Jahr 2023
Eritrea 7,3
Venezuela 5,3
Nigeria 21,3
Indien 2,5
Pakistan 9,1
Russische Föderation 10,5
Albanien 2,8
Bosnien und Herzegowina 2,4
Ghana 9,7
Kosovo 3,7
Moldau 3,2
Montenegro 3,4
Senegal 13,4
Serbien 2,4
Algerien 5,9
Marokko 5,9
Tunesien 7,0
Durchschnittliche Dauer von Antragstellung bis zur Anhörung
der Asylsuchenden in Monaten
Zeitraum 01.01.–30.04.2024
Staatsangehörigkeiten gesamt 3,0
darunter:
Syrien 3,1
Afghanistan 5,3
Türkei 5,0
Irak 3,6
Iran 6,0
Georgien 3,4
Kolumbien 1,3
Somalia 6,0
Venezuela 1,5
Russische Föderation 6,3
Ungeklärt 3,4
Tunesien 2,5
Guinea 3,7
Algerien 2,6
Eritrea 6,0
Albanien 1,6
Bosnien und Herzegowina 1,6
Ghana 6,0
Kosovo 1,6
Moldau 1,1
Montenegro 0,5
Senegal 2,4
Serbien 2,1
Marokko 2,5
Durchschnittliche Dauer nach der Anhörung bis zu
einer behördlichen Entscheidung in Monaten
Zeitraum 01.01.–30.04.2024
Staatsangehörigkeiten gesamt 6,4
darunter:
Syrien 4,8
Afghanistan 7,8
Türkei 5,4
Irak 13,4
Georgien 2,6
Iran 12,1
Tunesien 5,0
Russische Föderation 10,3
Venezuela 5,1
Somalia 10,3
Ungeklärt 10,4
Algerien 4,8
Eritrea 7,8
Nordmazedonien 2,1
Marokko 4,6
Albanien 1,9
Bosnien und Herzegowina 2,6
Ghana 8,1
Kosovo 2,2
Moldau 2,7
Montenegro 1,4
Senegal 13,3
Serbien 1,8
20. Wie viele beim BAMF anhängige Verfahren waren zum letzten Stand
seit über drei, sechs, zwölf, 15, 18, 24 bzw. 36 Monaten anhängig (bitte
auch nach den zehn am meisten betroffenen Herkunftsländern
differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Anhängige
Verfahren. Stand:
30.04.2024
bis
3
Monate
über
3
Monate
über
6
Monate
über
12
Monate
über
15
Monate
über
18
Monate
über
24
Monate
über
36
Monate
Insgesamt
Gesamt 52.547 185.644 123.755 48.910 29.669 15.044 6.345 1.151 238.191
darunter:
Türkei 6.930 49.442 32.754 11.930 7.813 3.499 917 121 56.372
Syrien 16.059 36.529 20.324 4.130 2.436 1.126 425 96 52.588
Afghanistan 8.986 30.704 21.869 9.530 5.015 1.754 839 103 39.690
Irak 2.520 7.818 5.694 2.859 2.074 1.431 771 187 10.338
Iran 1.575 7.684 5.893 3.236 1.977 963 356 68 9.259
Somalia 1.729 4.499 3.186 1.314 770 528 282 58 6.228
Russische Föderation 1.307 4.143 2.825 1.385 794 344 153 21 5.450
Ungeklärt 1.403 3.065 2.015 896 608 430 245 67 4.468
Kolumbien 898 2.923 1.815 779 330 93 8 - 3.821
Guinea 839 2.551 1.561 442 232 150 52 11 3.390
Zum Stand 30. April 2024 waren 238.191 Verfahren anhängig.
21. Wie viele Asylverfahren waren nach Einschätzung des BAMF bereits
länger anhängig als dies nach EU-Recht zulässig ist (Artikel 31 Absatz 5
der Asylverfahrensrichtlinie 2013/32/EU – AsylVerfRL – sieht eine
maximale Frist von 21 Monaten nach Antragstellung vor, die Regelfrist
nach Artikel 31 Absatz 3 AsylVerfRL beträgt sechs Monate, Ausnahmen
sind unter Umständen möglich; bitte auch nach den wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren), und welche internen Vorgaben gibt es im
BAMF, um das Überschreiten dieser absoluten Höchstgrenze effektiv zu
verhindern, weil nach Auffassung der Fragestellenden auch in
komplexen Fällen und auch wenn z. B. ärztliche Bescheinigungen eingereicht
wurden, eine solch überlange Verfahrensdauer nicht zu rechtfertigen und
unzumutbar ist und gegen den klaren Wortlaut von Artikel 31 Absatz 5
AsylVerfRL („Die Mitgliedstaaten schließen das Prüfverfahren in jedem
Fall innerhalb einer maximalen Frist von 21 Monaten nach der
förmlichen Antragstellung ab.“) verstößt (bitte darlegen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Anzahl anhängiger Verfahren älter als 21 Monate
30.04.2024
Staatsangehörigkeiten gesamt 9.125
darunter:
Türkei 1.613
Afghanistan 1.083
Irak 979
Syrien 585
Iran 549
Ukraine 534
Nigeria 395
Somalia 373
Ungeklärt 307
Pers. aus palästinensischen Gebieten
(nicht als Staat anerkannt)
248
Die in § 24 Absatz 4 bis 7 AsylG bzw. Artikel 31 Absatz 3 bis 5 der
Asylverfahrensrichtlinie (AsylVerfRL) getroffenen Regelungen zu den
Bearbeitungsfristen wurden in die internen Weisungen des BAMF aufgenommen. Dabei
wurde auch geregelt, dass möglichst frühzeitig die erforderlichen Schritte
einzuleiten sind, um eine Entscheidungsreife der Verfahren herbeizuführen. Es
wird weiterhin darauf hingewiesen, dass unter anderem auch
Sachverhaltsaufklärungen, die den Antragstellenden oder anderen Verfahrensbeteiligten als
dem BAMF obliegen, die Dauer eines Verfahrens im Einzelfall beeinflussen
können; beispielsweise das Einreichen von ärztlichen Bescheinigungen im
Asylverfahren.
Zur optimalen Würdigung von Verfahrensgarantien und gesetzlichen
Bearbeitungsfristen verfügt das BAMF über eine einheitliche Verfahrenssteuerung,
unterstützt durch eine eigens entwickelte Fachanwendung. Unter Rückgriff auf
entsprechende Attribute und Indikatoren unterstützt diese die Asylverfahren
bearbeitenden Referate bei der effizienten Bearbeitung der im eigenen
Zuständigkeitsbereich anhängigen Verfahren. Durch Identifizierung und Nachhaltung von
internen und externen Handlungsbedarfen, die der Entscheidungsreife von
Verfahren entgegenstehen, wird sichergestellt, dass erforderliche Schritte unter
Berücksichtigung von Prioritäten und Vulnerabilitäten eingeleitet und anhängige
Verfahren damit im Sinne der Antragstellenden schnellstmöglich beschieden
werden können.
22. In wie vielen Fällen wurde im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024
die Regelhöchstdauer von sechs Monaten (Artikel 31 Absatz 3 Asyl-
VerfRL) überschritten, in wie vielen Fällen wurden Betroffene hierüber
in welcher Form informiert (vgl. Artikel 31 Absatz 6 Buchstabe a Asyl-
VerfRL; bitte ausführen und Daten nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren), in wie vielen Fällen wurden Betroffene über die
Gründe für die Verzögerung informiert (vgl. Artikel 31 Absatz 6
Buchstabe b AsylVerfRL)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Staatsangehörigkeit Anzahl Personen mit Regelhöchstdauer
> 6 Monate im Jahr 2023
Gesamt 113.638
davon
Afghanistan 38.620
Türkei 20.007
Irak 11.624
Iran 5.194
Somalia 3.756
Eritrea 3.693
Ungeklärt 3.344
Nigeria 2.501
Russische Föderation 2.416
Venezuela 2.002
Staatsangehörigkeit Anzahl Personen mit Regelhöchstdauer
> 6 Monate im Zeitraum 01.01.–30.04.2024
Gesamt 45.528
davon
Afghanistan 12.970
Türkei 11.551
Irak 3.797
Iran 2.050
Russische Föderation 1.644
Somalia 1.290
Eritrea 1.255
Ungeklärt 1.122
Venezuela 1.106
Nigeria 802
Staatsangehörigkeit Anzahl Personen mit Information gemäß
Artikel 31 Absatz 6a AsylVerfRL im Jahr 2023
Gesamt 52.956
davon
Afghanistan 11.432
Syrien 10.917
Türkei 9.574
Iran 2.656
Irak 1.874
Somalia 1.289
Russische Föderation 1.245
Georgien 1.122
Eritrea 1.030
Venezuela 895
Staatsangehörigkeit Anzahl Personen mit Information gemäß
Artikel 31 Absatz 6a AsylVerfRL
im Zeitraum 01.01.–30.04.2024
Gesamt 53.798
davon
Syrien 14.348
Türkei 14.339
Afghanistan 8.476
Iran 1.760
Irak 1.702
Somalia 1.252
Russische Föderation 1.173
Venezuela 953
Ungeklärt 763
Guinea 681
Staatsangehörigkeit Anzahl Personen mit Information gemäß
Artikel 31 Absatz 6b AsylVerfRL im Jahr 2023
Gesamt 1.931
davon
Syrien 619
Afghanistan 356
Türkei 275
Iran 107
Pakistan 72
Irak 66
Russische Föderation 63
Somalia 30
Nigeria 30
Ungeklärt 25
Staatsangehörigkeit Anzahl Personen mit Information gemäß
Artikel 31 Absatz 6b AsylVerfRL
im Zeitraum 01.01.–30.04.2024
Gesamt 1.540
davon
Syrien 580
Afghanistan 275
Türkei 267
Iran 72
Irak 59
Somalia 32
Guinea 28
Ungeklärt 26
Eritrea 25
Russische Föderation 23
23. In wie vielen Fällen wurden Prüfungsverfahren in den letzten drei Jahren
aufgrund einer vorübergehend ungewissen Lage im Herkunftsstaat
aufgeschoben (bitte die jeweiligen Länder, Anlässe und Zeiträume des
Aufschubs auflisten), und in wie vielen Fällen wurden Betroffene und die
EU-Kommission auf welche Weise hierüber informiert (vgl. Artikel 31
Absatz 4 AsylVerfRL; bitte ausführen)?
Im Zeitraum der letzten drei Jahre wurden Prüfungsverfahren für
Antragstellende aus Sudan und Gaza nach § 24 Absatz 5 AsylG aufgeschoben. Aufgrund der
militärischen Auseinandersetzungen zwischen der sudanesischen Armee und
den „Rapid Support Forces“ waren Entscheidungen für Antragstellende aus
dem Sudan ab dem 22. September 2023 aufgeschoben. Die
Entscheidungstätigkeit für den Herkunftsstaat Sudan wird wieder aufgenommen. Aufgrund des
Krieges wurden Entscheidungen für Antragstellende aus dem Gazastreifen mit
Schreiben vom 9. Januar 2024 aufgeschoben. Eine Unterrichtung zu den
Gründen des Aufschubs erfolgte bei Nachfragen der Antragstellenden zum
Sachstand ihres Verfahrens. Bis 30. April 2024 wurde ein entsprechendes Schreiben
an 45 Personen aus den palästinensischen Gebieten sowie an 82 Personen mit
sudanesischer Staatsangehörigkeit versandt.
Gemäß Artikel 31 Absatz 4 Buchstabe c) AsylVerfRL (2013/32/EU), umgesetzt
in § 24 Absatz 5 Satz 3 AsylG, ist neben den betroffenen Ausländern auch die
Europäische Kommission über den Aufschub der Entscheidung zu informieren.
Die Wahrnehmung dieser Informationspflicht gegenüber der Kommission
erfolgt über das BMI und die Ständige Vertretung der Bundesrepublik
Deutschland bei der Europäischen Union. In beiden oben beschriebenen Fällen, Sudan
und Gaza, wurde die EU-Kommission über die Aufschiebung nach § 24
Absatz 5 AsylG unterrichtet.
24. Wie lange war im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 die
durchschnittliche Dauer vom Datum der Einreise (wie im System MARiS des
BAMF nach Selbstauskunft der Asylsuchenden gespeichert) bis zur
formellen Asylantragstellung (bitte jeweils auch nach den zehn wichtigsten
Herkunftsstaaten differenzieren)?
Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass die Daten keine Aussagen etwa zur
Gesamtverfahrensdauer von Asylverfahren zulassen, da im Einzelfall der
Asylantrag nicht unmittelbar nach der Einreise gestellt worden ist und mitunter
längere Zeitabstände zwischen Einreise und Asylantragstellung liegen, die nicht
durch das BAMF beeinflussbar sind (bspw. Weiterreise der Personen). Die
Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Staatsangehörigkeit Dauer von Datum der Einreise bis
Antragstellung, Jahr 2023 (in Monaten)
Gesamt 4,2
darunter:
Syrien 4,7
Türkei 2,8
Afghanistan 3,3
Irak 5,3
Iran 3,1
Georgien 3,2
Russische Föderation 3,5
Somalia 5,3
Eritrea 7,8
Ungeklärt 8,4
Staatsangehörigkeit Dauer von Datum der Einreise bis
Antragstellung, 01.01.–30.04.2024 (in Monaten)
Gesamt 5,3
darunter:
Syrien 6,0
Afghanistan 3,1
Türkei 4,0
Irak 4,9
Somalia 7,8
Iran 2,9
Ungeklärt 5,7
Russische Föderation 5,0
Kolumbien 1,9
Venezuela 1,8
25. Wie bewertet die Bundesregierung AnkER- und funktionsgleiche
Einrichtungen, weil die durchschnittliche Asylverfahrensdauer dort länger
als im allgemeinen Durchschnitt ist, obwohl deren Einführung mit
angeblich schnelleren Verfahren begründet worden war (vgl.
Vorbemerkung der Fragestellenden und Antwort zu Frage 6 auf
Bundestagsdrucksache 20/6052)?
Das Konzept der AnkER-Einrichtungen wird von der Bundesregierung nicht
weiterverfolgt (siehe Koalitionsvertrag für die 20. Wahlperiode des Deutschen
Bundestages). Ungeachtet dessen verfolgt die Bundesregierung weiterhin das
Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landesbehörden im
Asylprozess zu verbessern. Dabei wird auch auf bewährte Elemente des AnkER-
Konzeptes zurückgegriffen, wie beispielsweise die frühestmögliche Feststellung der
Herkunft und Identität von Schutzsuchenden.
26. Welche Angaben kann die Bundesregierung zur absoluten Zahl, zum
Anteil (an allen Verfahren) und zu inhaltlichen Entscheidungen bei
beschleunigten Asylverfahren nach § 30a AsylG im Jahr 2023 bzw. im
bisherigen Jahr 2024 machen (bitte, soweit möglich, nach Standorten, den
zehn wichtigsten Herkunftsländern, allen sicheren Herkunftsstaaten,
Algerien, Marokko und Tunesien differenzieren; bitte wie in der Antwort
zu Frage 17 auf Bundestagsdrucksache 19/30711 darstellen)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
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28. Stimmt die Bundesregierung der Auffassung der Fragestellenden zu, dass
ein Kernanliegen des Gesetzes zur Einführung beschleunigter
Asylverfahren (Bundestagsdrucksache 18/7538) in der Praxis kaum eine Rolle
spielt, wenn im ersten Halbjahr 2023 gerade einmal 82 Asylanträge
(81 davon in Mönchengladbach) im beschleunigten Verfahren nach § 30a
AsylG innerhalb der gesetzlichen Wochenfrist entschieden wurden, was
0,06 Prozent aller BAMF-Entscheidungen in diesem Zeitraum ausmacht
(vgl. die Antworten zu den Fragen 25 und 26 auf Bundestagsdrucksache
20/8787), zumal auch die Bundesregierung von hohen organisatorischen
und personellen Anforderungen aufgrund der gesetzlichen Wochenfrist
spricht (vgl. ebd., Antwort zu Frage 27; bitte begründen)?
Die Bundesregierung teilt die Auffassung der Fragestellenden nicht. Im
Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 27 der Kleinen Anfrage der Fraktion DIE
LINKE. auf Bundestagsdrucksache 20/8787 verwiesen.
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ISSN 0722-8333