Deutscher Bundestag Drucksache 20/12749
20. Wahlperiode 30.08.2024
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU
– Drucksache 20/12564 –
Künstliche Intelligenz in der Hochschulbildung
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt mit
der Bund-Länder-Initiative „Künstliche Intelligenz in der Hochschulbildung“
die Stärkung der KI-Kompetenzen von Hochschulpersonal und Studierenden,
um die Schlüsseltechnologie Künstliche Intelligenz (KI) in die Breite des
Hochschulsystems zu tragen.
Seit Dezember 2021 werden nach Angaben der Bundesregierung sowohl
Maßnahmen zur Entwicklung von Studiengängen oder einzelnen Modulen im KI-
Bereich gefördert als auch der Aufbau KI-gestützter Systeme an den
Hochschulen. 14 Verbund- und 40 Einzelvorhaben, an denen 52 Hochschulen
beteiligt sind, werden für eine Laufzeit von bis zu vier Jahren gefördert. Insgesamt
sollen 81 Hochschulen durch die Förderinitiative erreicht werden. Die
maximale Förderhöhe beträgt für Einzelvorhaben 2 Mio. Euro und für
Verbundprojekte 5 Mio. Euro. Die Fördermittel werden jeweils im Verhältnis 90 : 10 vom
Bund und vom Sitzland der jeweiligen Hochschule übernommen (
www.bmb
f.de/bmbf/de/bildung/bildungsforschung/wissenschafts-und-hochschulforschu
ng/ki-in-der-hochschulbildung/ki-in-der-hochschulbildung_node.html).
Rechtliche Grundlage der Förderinitiative ist die am 10. Dezember 2020 durch
die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) verabschiedete Bund-
Länder-Vereinbarung „Künstliche Intelligenz in der Hochschulbildung“. Zur
Finanzierung stellen Bund und Länder bis zu 133 Mio. Euro zur Verfügung. Die
Vereinbarung hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2025. Eine unabhängige
Evaluation der Förderinitiative ist nach Angaben der GWK für das Jahr 2024
vorgesehen.
V o r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Über die Ausgestaltung der Lehre einschließlich des Umgangs mit KI-
Systemen entscheiden die Hochschulen im Rahmen der durch Artikel 5 Absatz 3 des
Grundgesetzes gewährten Freiheit von Wissenschaft und Lehre in eigener
Verantwortung. Für Fragen der Hochschulbildung sind im Rahmen der
grundgesetzlich festgelegten Aufgabenverteilung grundsätzlich die Länder zuständig.
Die Bundesregierung unterstützt im Rahmen ihrer verfassungsrechtlichen
Möglichkeiten.
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
vom 29. August 2024 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
1. Wie viele Mittel standen und stehen in den Jahren 2022, 2023 und 2024
für die Bund-Länder-Initiative „Künstliche Intelligenz in der
Hochschulbildung“ zur Verfügung, und wie viele Mittel wurden tatsächlich
verausgabt (bitte tabellarisch entlang den Haushaltsjahren darstellen)?
Gemäß § 6 Absatz 2 der Bund-Länder-Vereinbarung „KI in der
Hochschulbildung“ waren bzw. sind für die Jahre 2022 bis 2024 jeweils Mittel in Höhe von
33 Mio. Euro durch Bund und Länder (im Verhältnis 90:10) vorgesehen. Die
Zuwendung erfolgt durch den Bund. Der tatsächliche Mittelabfluss (Angabe in
T Euro) in den Jahren 2022 bis 2024 (Stichtag: 16. August 2024) stellt sich wie
folgt dar:
2022 2023 2024
37 257 24 199 10 696
Im Jahr 2022 wurden auch verschobene Bedarfe aus 2021 gedeckt. Bis zum
Jahresende 2024 wird auf Basis bisheriger Erfahrungen ein weiterer erheblicher
Mittelabfluss erwartet.
2. Wie viele Mittel stehen nach gegenwärtiger Planung der
Bundesregierung dem BMBF im Jahr 2025 für die Bund-Länder-Initiative
„Künstliche Intelligenz in der Hochschulbildung“ zur Verfügung, und wie viele
Mittel sind hiervon für die Bewilligung neuer Projekte eingeplant?
Für die Bund-Länder-Förderinitiative „KI in der Hochschulbildung“ stehen
gemäß der bewilligten Maßnahmen im Regierungsentwurf zum Haushalt 2025
Mittel in Höhe von 17,63 Mio. Euro zur Verfügung. Die entsprechenden
Bewilligungen erfolgten bereits zu Beginn der Maßnahme.
3. Wann liegt die unabhängige Evaluation der Förderinitiative „Künstliche
Intelligenz in der Hochschulbildung“ vor?
Die Ergebnisse der aktuell laufenden unabhängigen Evaluation der Bund-
Länder-Förderinitiative „KI in der Hochschulbildung“ werden voraussichtlich in
der zweiten Jahreshälfte 2025 vorliegen.
4. Wie werden die bisherigen Erfolge der Bund-Länder-Initiative
„Künstliche Intelligenz in der Hochschulbildung“ hinsichtlich der Stärkung der
KI-Kompetenzen von Hochschulpersonal und Hochschulabsolventen
bewertet?
Mit Blick auf die in § 1 der entsprechenden Bund-Länder-Vereinbarung
vereinbarten Ziele – und in diesem Zusammenhang auch hinsichtlich der Stärkung
der KI-Kompetenzen von Hochschulpersonal und -absolventen – bewertet die
Bundesregierung die bisher vorliegenden Ergebnisse (u. a. in Form von
Projektverläufen, Zwischennachweisen und -berichten) der Bund-Länder-
Förderinitiative als erfolgreich. Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 3
verwiesen.
5. Welche weiteren spezifischen Förderprogramme für KI-Forschung
existieren aktuell, die sich an die Hochschulen richten?
Im Geschäftsbereich der Bundesregierung gibt es u. a. die Förderlinie 4
„Innovationen in der Hochschulbildung durch KI und Big Data“ im Rahmen der vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützten
Forschung zur Digitalen Hochschulbildung. Die darüber geförderten Vorhaben
erforschen Einsatzmöglichkeiten und Effekte des unterstützenden Einsatzes von
Big Data und KI in der Hochschulbildung mit dem Ziel, Ergebnisse und
Entwicklungen in den regulären Betrieb der Hochschullehre zu überführen. Eine
Übersicht der Vorhaben ist auf der Webseite des BMBF abrufbar.
Auch die Fördermaßnahme „KI-Nachwuchs@FH“, die sich spezifisch an
Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) richtet, soll einen
Beitrag leisten, den Bedarf an Fachkräften mit KI-Kompetenzen nachhaltig zu
decken.
Darüber hinaus veröffentlicht das BMBF laufend Förderrichtlinien mit Bezug
zur KI-Forschung, bei denen Hochschulen antragsberechtigt sind. So zum
Beispiel zuletzt folgende Förderrichtlinien:
– Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema „Sichere
Zukunftstechnologien in einer hypervernetzten Welt: KI“ im Rahmen des
Forschungsrahmenprogramms der Bundesregierung zur IT-Sicherheit „Digital. Sicher.
Souverän.“
– Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema Computational Life
Sciences – Digitale Methoden zur Erforschung postakuter
Infektionssyndrome.
– Richtlinie zur Förderung von interdisziplinären Veranstaltungsreihen für
Studierende und Promovierende im Förderschwerpunkt „Zukunft eHealth“.
Über die genannten spezifischen Förderprogramme für KI-Forschung hinaus
gibt es im Geschäftsbereich der Bundesregierung eine Vielzahl weiterer
Programme und Maßnahmen generell zur Förderung der Schlüsseltechnologie KI,
an und von denen Hochschulen partizipieren und profitieren. Auf diese wird
jeweils im Rahmen der weiteren Antworten verwiesen.
6. Wie viele Mittel standen und stehen in den Jahren 2022, 2023 und 2024
für etwaige Programme zur Verfügung, und wie viele Mittel wurden
tatsächlich verausgabt?
Die Bundesrepublik Deutschland hat die Investitionen in KI in den
vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. Allein das KI-Budget des BMBF beträgt in der
20. Legislaturperiode über 1,6 Mrd. Euro. Mit dem im Jahr 2023
veröffentlichten „KI-Aktionsplan“ setzt das BMBF weitere Akzente für die Umsetzung der
Ziele aus der KI-Strategie der Bundesregierung, vor allem zur Stärkung der
Forschungsbasis. Insgesamt hat das BMBF im Rahmen seines KI-
Aktionsplanes für KI-spezifische Maßnahmen im Jahr 2022 rund 280 Mio. Euro, im Jahr
2023 über 405 Mio. Euro zur Verfügung gestellt und beabsichtigt, dieses hohe
Niveau im Jahr 2024 fortzusetzen.
Die Mittel (Angabe in T Euro) zur Förderung der Förderlinie „Forschung zur
digitalen Hochschulbildung – Innovationen in der Hochschulbildung durch KI
und Big Data“ verteilen sich in den Jahren 2022 bis 2024 (Stichtag: 16. August
2024) wie folgt.
2022 2023 2024
SOLL IST SOLL IST SOLL IST
4 315 4 380 4 219 3 637 669 514
Die Mittel (Angabe in T Euro) für die Fördermaßnahme „KI-Nachwuchs@FH“
verteilen sich in den Jahren 2022 bis 2024 (Stichtag: 14. August 2024) wie
folgt.
2022 2023 2024
SOLL IST SOLL IST SOLL IST
6 023 6 023 5 486 5 486 5 583 1 403
Die in der Antwort zu Frage 5 genannten Förderrichtlinien wurden zum Ende
des Jahres 2023 und im Laufe des Jahres 2024 veröffentlicht. Die daraus
resultierenden Projekte werden voraussichtlich ab dem Jahr 2025 finanzwirksam.
7. Wie verteilen sich die zwischen den Jahren 2021 und 2024 verausgabten
Mittel auf die einzelnen Hochschulen?
Mit Blick auf die Förderlinie „Innovationen in der Hochschulbildung durch KI
und Big Data“ verteilen sich die Mittel auf die einzelnen Hochschulen wie
folgt.
Zuwendungsempfänger Zuwendung in T Euro
Bauhaus-Universität Weimar 200
Bergische Universität Wuppertal 301
Charité – Universitätsmedizin Berlin 1 024
Deutsche Sporthochschule Köln (Verbundpartner) 460
DIPF Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation 362
Freie Universität Berlin 784
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg 323
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf 1 507
Helmut-Schmidt-Universität – Universität der Bundeswehr Hamburg 194
Hochschule Bochum 167
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin 269
Hochschule Furtwangen 361
Hochschule Mainz 735
Julius-Maximilians-Universität Würzburg 588
Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik 316
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen 393
Technische Akademie Esslingen e. V. 154
Technische Hochschule Köln 836
Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe 543
Technische Universität Hamburg 1 153
Technische Universität Ilmenau 229
Universität Leipzig 569
Mit Blick auf die Fördermaßnahme „KI-Forschung@FH“ verteilen sich die
Mittel auf die einzelnen Hochschulen wie folgt.
Zuwendungsempfänger (Hochschule) Summe 2021 bis 2024 in T Euro
Fachhochschule Aachen 560
Technische Hochschule Aschaffenburg 679
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin 801
Hochschule Bielefeld – University of Applied Sciences and Arts (HSBI) 720
Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg 1 066
Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (FH) 1 021
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde 430
Zuwendungsempfänger (Hochschule) Summe 2021 bis 2024 in T Euro
Frankfurt University of Applied Sciences 1 117
Hochschule Weihenstephan-Triesdorf 600
Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft 766
Hochschule Koblenz 222
Technische Hochschule Köln 1 128
Hochschule Niederrhein University of Applied Sciences 1 272
Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut 463
Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe 882
Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) 153
Hochschule Mannheim 836
Hochschule Osnabrück 1 856
Technische Hochschule Wildau (FH) 1 538
Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth 986
Westsächsische Hochschule Zwickau 877
Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 6 verwiesen. Nach Projektstart ist
eine Recherche nach Hochschulen über den Förderkatalog des Bundes möglich.
8. Welche Projekte zur Entwicklung und Anwendung von KI an
Hochschulen werden derzeit vom Bund gefördert?
9. Welche Projekte zur Entwicklung und Anwendung von KI an
Hochschulen sind für den Rest der Legislatur geplant?
Die Fragen 8 und 9 werden gemeinsam beantwortet.
Im Geschäftsbereich der Bundesregierung fördert das BMBF u. a. seit dem Jahr
2022 den Aufbau von vier KI-Servicezentren, die vornehmlich an Hochschulen
angesiedelt bzw. an denen Hochschulen beteiligt sind. Ziel der Förderung ist,
dass die Servicezentren für Spitzenforschung im Bereich der KI leistungsstarke
IT-Infrastruktur anbieten, um den Transfer in die Praxis voranzutreiben. Ferner
soll hiermit die deutsche KI-Forschung gestärkt und ausgebaut werden, um mit
den internationalen Entwicklungen Schritt zu halten.
Bis zum Ende der 20. Legislaturperiode ist u. a. geplant, die KI-Servicezentren
in die zweite Förderphase zu überführen. Ab dem Jahr 2025 liegt der Fokus auf
dem Übergang in den aktiven Betrieb, der Erweiterung der Servicekataloge und
der Durchführung von Dienstleistungen mit immer mehr Interessentinnen und
Interessenten.
Mit Blick auf die Förderung von KI-Anwendungen in der Hochschulbildung
wird auf die Bund-Länder-Förderinitiative „KI in der Hochschulbildung“ und
die dortige Übersicht der Projekte sowie auf die Förderlinie „Innovationen in
der Hochschulbildung durch KI und Big Data“ und die Antworten zu den
Fragen 5 bis 7 verwiesen.
Darüber hinaus fördert das BMBF im Rahmen des Programms „Forschung an
HAW“ eine Reihe von Projekten mit dem Fokus KI. Eine Übersicht über
laufende und geplante Vorhaben ist der Anlage* zu entnehmen.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/12749 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
10. In welchem Umfang kooperieren nach Kenntnis der Bundesregierung
deutsche Hochschulen im Bereich der KI-Forschung mit
(internationalen) Partnern?
11. Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung, um solche
(internationalen) Kooperationen zu fördern und zu unterstützen?
Die Fragen 10 und 11 werden gemeinsam beantwortet.
Die Bundesregierung hält keine Übersicht sämtlicher Kooperationen deutscher
Hochschulen nach. Es wird in diesem Zusammenhang auf die Vorbemerkung
der Bundesregierung verwiesen.
Im Rahmen ihrer Zuständigkeit ergreift die Bundesregierung vielfältige und
zielgenaue Maßnahmen, um Kooperationen deutscher Hochschulen mit
nationalen und internationalen Partnern zu fördern.
So unterhält die Bundesregierung im Bereich der KI-Forschung mit
ausgewählten Partnerländern gemeinsame Förderrichtlinien, an denen sich deutsche
Hochschulen beteiligen können. Aktuell werden internationale Kooperationen
deutscher Hochschulen in diesem Bereich mit Brasilien, Indien und Kanada
gefördert. Im Jahr 2022 wurde zudem eine „Richtlinie zur Förderung von
deutsch-französischen Projekten zum Thema KI“ veröffentlicht.
Darüber hinaus beteiligt sich die Bundesregierung in Abstimmung mit der
deutschen Wissenschaftscommunity auch an der Mutual Learning Exercise
(MLE) der EU-Kommission zum Thema KI in der Wissenschaft. MLE
konzentrieren sich auf spezifische F&I-Herausforderungen, die für mehrere
Mitgliedstaaten und zum 9. EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation
„Horizont Europa“ assoziierte Länder von Interesse sind, und basieren auf
einem praktischen, projektbasierten Austausch bewährter Verfahren. Für
weitere Informationen zur vom BMBF verantworteten MLE für „KI in der
Wissenschaft“ wird auf die Webseite der Europäischen Kommission unter „Mutual
Learning Exercise on National Policies for AI in Science“ verwiesen.
Nicht zuletzt werden im Programm „Innovation und Strukturwandel“ und in
der Förderrichtlinie DATIpilot Kooperationen von deutschen Hochschulen im
Bereich der KI-Forschung im Jahr 2024 mit insgesamt rund 24,9 Mio. Euro
gefördert. Die Maßnahmen des Programms „Innovation und Strukturwandel“ und
die Förderrichtlinie DATIpilot sind keine reinen KI-Fördermaßnahmen, jedoch
werden in jeder Maßnahme einzelne Vorhaben zur KI-Forschung durchgeführt.
In jeder Maßnahme (ausgenommen die DATIpilot-Innovationsprints) ist die
Kooperation zwischen verschiedenen Einrichtungen ein zentrales Element.
Anzahl der Verbundvorhaben mit Hochschulbeteiligung 2021 2022 2023 2024
Programm „Innovation und Strukturwandel“ 8 13 28 39
Förderrichtlinie DATIpilot/Modul 1: DATIpilot-Innovationssprints 0 0 0 30
12. Gibt es nationale Netzwerke oder Cluster, die Hochschulen,
Forschungseinrichtungen und Unternehmen im Bereich KI miteinander vernetzen,
und wenn ja, wie werden diese unterstützt?
Die Bundesregierung unterstützt eine Vielzahl von nationalen Netzwerken und
Clustern, die Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen im
Bereich KI miteinander vernetzen.
So fördert das BMBF u. a. sechs KI-Kompetenzzentren, von denen fünf an
Hochschulen angesiedelt sind. Diese pflegen nicht nur miteinander einen
intensiven Austausch, sondern praktizieren darüber hinaus internationalen
Austausch und Zusammenarbeit. Diese Formate werden mitunter durch das BMBF
begleitet und unterstützend organisiert. Daneben führen die KI-
Kompetenzzentren regelmäßige Vernetzungstreffen wie bspw. das sogenannte „All-
handsmeeting“ durch, bei denen ein Austausch mit weiteren vom BMBF geförderten
KI-Projekten stattfindet. Die an den Hochschulen etablierten Zentren werden
seit Juli 2022 von Bund und Ländern institutionell gefördert.
Auch in Exzellenzclustern, die im Rahmen der Exzellenzstrategie durch Bund
und Länder gefördert werden, findet Vernetzung zwischen Universitäten und
weiteren Partnern einschließlich Unternehmen im Bereich KI statt.
Auch im Programm „Innovation und Strukturwandel“ werden aktuell fünf
nationale Cluster gefördert. In der Förderrichtlinie DATIpilot werden zukünftig
voraussichtlich drei nationale Cluster gefördert.
Mit Blick auf die Außeruniversitären Forschungseinrichtungen ist
beispielsweise die Fraunhofer-Gesellschaft an den folgenden „KI-Netzwerken“
beteiligt:
– „Lamarr-Institut für Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz“
(Förderung: BMBF, Land Nordrhein-Westfalen) als eines der sechs KI-
Kompetenzzentren;
– „Plattform Lernende Systeme“ (Förderung: BMBF);
– „KI-Produktionsnetzwerk Augsburg“ (Förderung: Land Bayern);
– „KI.NRW“ (Förderung: Land Nordrhein-Westfalen).
Auch die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) ist an „KI-Netzwerken“ beteiligt:
– Cyber Valley, ein regionales Innovationscluster von Hochschulen,
Außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Unternehmen im Bereich der
künstlichen Intelligenz in der Region Stuttgart-Tübingen;
– Tübingen AI-Center, das seinen Ursprung in dem Förderprogramm
„Maschinelles Lernen“ des BMBF aus dem Jahr 2018 hat und eines der sechs
KI-Kompetenzzentren ist, die vom BMBF gefördert werden;
– Amazon MPG Science Hub in Tübingen: zunächst auf fünf Jahre angelegte
Kooperation der MPG mit Amazon;
– Max Planck ETH Center for Learning Systems seit 2015 als Kooperation
von ETH Zürich und dem Max-Planck-Institut (MPI) für Intelligente
Systeme;
– Saarbrücken Forschungszentrum für Visual Computing, Interaktion und
Künstliche Intelligenz VIA seit 2022 geschlossen als Kooperation des MPI
für Informatik und Google;
– European Laboratory for Learning and Intelligent Systems (ELLIS), eine
von der MPG im Jahr 2018 angestoßene Initiative zur Forschung und
Entwicklung auf dem Gebiet des maschinellen Lernens (ML) und KI in
Europa. Das Netzwerk besteht mittlerweile aus 41 ELLIS-Einheiten in 16
Ländern, darunter 9 Einheiten in Deutschland.
Darüber hinaus gibt es die Initiative „Confederation of Laboratories for
Artificial Intelligence Research in Europa“ mit ähnlicher Zielsetzung wie ELLIS,
initiiert u. a. vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. In der
Initiative sind aktuell 445 Forschungsgruppen und Einrichtungen Mitglied,
darunter 62 in Deutschland.
13. Wie viele Studiengänge im Bereich KI wurden in den letzten fünf Jahren
an deutschen Hochschulen neu eingerichtet oder entsprechend
modifiziert?
Der Bundesregierung liegen hierzu keine Informationen vor. Es wird in diesem
Zusammenhang auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
14. Welche Maßnahmen werden ergriffen, um die Anzahl der Lehrstühle und
die Qualität der Lehre im Bereich KI zu erhöhen?
15. Welche neuen Ziele hat sich die Bundesregierung nach Zielerreichung
der in der KI-Strategie der Bundesregierung vorgenommenen 100 KI-
Professuren am 6. Mai 2022 gesetzt (
www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/pre
ssemitteilungen/de/2022/05/030522-KI-Professoren.html)?
Die Fragen 14 und 15 werden gemeinsam beantwortet.
Die Gestaltung der Lehre (einschließlich des Einsatzes von KI), die Einrichtung
von Lehrstühlen sowie die Ausgestaltung von Professuren obliegt den
Hochschulen. Es wird hierzu auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
Die Bundesregierung unterstützt die Hochschulen im Rahmen ihrer
Zuständigkeit mit vielfältigen Maßnahmen.
So können mit Blick auf die Erhöhung der Qualität der Lehre die Mittel des
„Zukunftsvertrags Studium und Lehre stärken“ auch für die Digitalisierung der
Hochschullehre genutzt werden. Dies betrifft beispielsweise die Erweiterung
digitaler Angebote in der Lehre (einschließlich des Einsatzes von KI) oder die
Verbesserung der lehrbezogenen digitalen Infrastruktur an den Hochschulen.
Weiterhin ist in diesem Zusammenhang auf die Stiftung Innovation in der
Hochschullehre (StIL) zu verweisen. Mit der StIL setzen Bund und Länder
Impulse für Veränderungen in der Lehre. Die Mandatierung der StIL umfasst
gemäß § 1 Absatz 1 der entsprechenden BLV explizit das Ziel, die Fähigkeit der
Hochschullehre zu stärken, sich laufend und nachhaltig zu erneuern, um den
jeweiligen Herausforderungen eines sich kontinuierlich wandelnden Umfeldes
noch besser gerecht zu werden. In diesem Zusammenhang eröffnet die StIL
dauerhaft Möglichkeiten und Perspektiven, Fragen im Hinblick auf Qualität
und Innovation der Lehre (pädagogische und didaktische Konzepte) auch im
Bereich KI zu adressieren – im Rahmen unterschiedlicher Förderrichtlinien zur
strategisch-strukturellen Stärkung der Hochschulen, zu aktuellen,
themenbezogenen Herausforderungen oder der themenoffenen Erprobung neuer Ideen in
Studium und Lehre wie auch in den Bereichen Austausch und Vernetzung oder
Transfer. In diesem Kontext kann exemplarisch insbesondere auf die
Förderbekanntmachung „Hochschullehre durch Digitalisierung stärken“ (seit 2021)
hingewiesen werden. Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung
und entsprechender jüngster Entwicklungen, z. B. im Bereich der generativen
KI wurde diese bis Ende 2025 verlängert.
Mit Blick auf die Einrichtung von Lehrstühlen und die Etablierung von KI-
Professuren verankert die erfolgreiche Einrichtung von mittlerweile 150 neuen
zusätzlichen KI-Professuren in Deutschland die Forschung und Lehre zu KI in der
Hochschullandschaft und sichert diese institutionell ab. Die 150 KI-Professuren
sind das Ergebnis verschiedener Maßnahmen des BMBF zur Unterstützung der
Länder. Neben der Alexander von Humboldt-Professur für KI und dem Aufbau
der fünf KI-Kompetenzzentren zählen dazu das Tenure-Track-Programm,
Programme der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie Kooperationen von
außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Hochschulen.
Dabei zielt insbesondere die seit Juli 2019 und noch bis Dezember 2031
bestehende Förderung der Alexander von Humboldt-Professur für KI bei der
Alexander von Humboldt-Stiftung auf die Gewinnung weltweit führender
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Disziplinen im Bereich KI aus dem
Ausland.
Darüber hinaus fördert das BMBF mit den „Konrad Zuse Schools of
Excellence in Artificial Intelligence“ in Kooperation mit dem Deutschen
Akademischen Austauschdienst seit 2021 die Etablierung von zunächst drei Zuse
Schools für eine exzellente, forschungsbasierte Ausbildung im Bereich KI auf
Master- und Promotionsebene. Jede Zuse School vereint dabei ein Konsortium
an wissenschaftlich ausgewiesenen und an innovativer Lehre interessierten
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Hochschulen,
außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Vertreterinnen und Vertretern aus den
Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Wirtschaft (Fellows). Durch die
Kombination von exzellenter, forschungsbasierter Ausbildung auf Master- und
Promotionsebene, eine Betreuung durch Mentorinnen und Mentoren aus
Wissenschaft und Wirtschaft, ein umfangreiches Betreuungsangebot und
standortübergreifende Vernetzung besitzen die Zuse Schools ein
Alleinstellungsmerkmal, um die besten KI-Talente weltweit zu gewinnen und dauerhaft an die
deutsche Wirtschaft und Wissenschaft zu binden.
16. In welchem Umfang werden Weiterbildungsprogramme für Berufstätige
im Bereich KI angeboten, und welche Rolle spielen Hochschulen dabei?
Hochschulen treten als Anbieterinnen von Weiterbildungen im Bereich KI auf.
Der Bundesregierung liegen jedoch keine Informationen über den konkreten
Umfang der KI-Weiterbildungsangebote der Hochschulen vor. Es wird in
diesem Zusammenhang auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
Das Engagement vieler deutscher Hochschulen bei Weiterbildungen im Bereich
KI lässt sich im HRK-Portal hoch&weit einsehen.
Die Bundesregierung unterstützt den Kompetenzaufbau im Bereich KI auf
vielfältige Weise. Beispielsweise wird mit dem vom BMBF geförderten KI-
Campus eine offene und interoperable digitale Lernplattform zu KI gefördert. Dabei
stehen die Weiterbildungsangebote des KI-Campus allen Interessierten
kostenlos zur Verfügung (Hochschulen, Einrichtungen der beruflichen Bildung,
Unternehmen oder auch Privatpersonen). Hochschulen können eigens entwickelte
KI-bezogene Lehr-/Lernangebote auf dem KI-Campus bereitstellen sowie auch
Weiterbildungsangebote des KI-Campus als Material für die Hochschullehre
oder für die Weiterbildung von Hochschulmitarbeitenden verwenden.
17. Welche konkreten Anwendungsfelder von KI werden an deutschen
Hochschulen besonders intensiv erforscht und entwickelt?
Im Rahmen der grundgesetzlich gesicherten Wissenschaftsfreiheit und
Hochschulautonomie obliegt es grundsätzlich den Hochschulen, eigene
Schwerpunkte bei der Erforschung und Entwicklung der Anwendungsfelder von KI zu
setzen. Es wird in diesem Zusammenhang auf die Vorbemerkung der
Bundesregierung verwiesen.
Mit Blick auf konkrete Anwendungsfelder von KI-Forschung im Rahmen des
BMBF-Förderportfolios wird auf die Antwort zu den Fragen 5 bis 9 sowie auf
die über die Webseite des BMBF zugänglichen Informationen verwiesen.
18. Welche Unterstützung erhalten Hochschulen bei der Patentierung und
Vermarktung von KI-Innovationen?
Die Bundesregierung unterstützt die Kommerzialisierung von KI-Innovationen
aus Hochschulen in Form von Ausgründungen durch das Förderprogramm
EXIST – Existenzgründungen aus der Wissenschaft. Auf KI-Ausgründungen
wird aktuell ein besonderer Schwerpunkt gelegt, u. a. durch die Förderung von
KI-Modellregionen.
In den Maßnahmen des Programms „Innovation und Strukturwandel“ (vgl.
Antworten zu den Fragen 10 bis 12) und auch im Rahmen der Förderrichtlinie
DATIpilot können sich Hochschulen die Patentierung fördern lassen, soweit die
Ausgaben im Bewilligungszeitraum anfallen und nicht anderweitig öffentlich
finanziert wurden bzw. werden (mit Ausnahme der DATIpilot-
Innovationssprints). Eine Vermarktung der Ergebnisse ist hingegen nicht förderfähig.
19. Welche wesentlichen Schwierigkeiten und Herausforderungen bestehen
derzeit bei der KI-Forschung und KI-Lehre an Hochschulen?
Die Umsetzung von KI-Forschung an den Hochschulen und die Ausgestaltung
der Hochschullehre, einschließlich des Einsatzes von KI in der Hochschullehre,
liegt grundsätzlich allein in der Verantwortung der Hochschulen. Hierzu wird
auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.
Nach Kenntnis der Bundesregierung besteht generell eine wesentliche
Herausforderung im KI-Bereich – auch für Hochschulen – in der
Fachkräftegewinnung sowie dem allgemeinen digitalen Transformationsprozess.
In diesem Zusammenhang unterstützt beispielsweise das vom BMBF
geförderte Hochschulforum Digitalisierung (HFD) die Hochschulen bundesweit mit
Informations-, Beratungs- und Qualifizierungsangeboten bei ihrem digitalen
Transformationsprozess. Ein Schwerpunkt der Arbeit des HFD ist das
Schlüsselthema KI.
20. Von welchem Fachkräftebedarf im Bereich KI geht die Bundesregierung
bis zum Jahr 2030 aus, und welche Maßnahmen werden ergriffen, um
den Bedarf zu decken?
Die KI ist eine Querschnittstechnologie mit einer großen Bandbreite an
Einsatzmöglichkeiten. Bis zum Jahr 2030 wird sich der Einsatz von KI in vielen
Bereichen der Wirtschaft und öffentlichen Verwaltung verbreiten. Entwicklung
und Einsatz von KI führen zu neuen Kompetenzbedarfen. Dies erfordert die
entsprechende Befähigung und Weiterbildung, bspw. im Bereich Daten,
Softwareentwicklung oder IT-Infrastruktur.
Fachkräftebedarfe nach insgesamt 140 Berufsgruppen, die teilweise auch mit
der Querschnittstechnologie KI in Verbindung stehen können, werden in der
mittleren und langen Frist im Fachkräftemonitoring für das Bundesministerium
für Arbeit und Soziales prognostiziert.
Grundsätzlich ist es Aufgabe der Unternehmen, durch gezielte Aus- und
Weiterbildung oder Neueinstellungen auf einen erhöhten Arbeitskräftebedarf zu
reagieren. Die Bundesregierung unterstützt dabei mit ihrer branchen- und
regionenübergreifend angelegten Fachkräftestrategie, die im Herbst 2022 neu
aufgestellt wurde und fortlaufend umgesetzt wird.
Ziel der Fachkräftestrategie ist es, mit gesetzlichen wie untergesetzlichen
Maßnahmen die Anstrengungen der Unternehmen und Betriebe zur Gewinnung und
Sicherung von Fachkräften zu unterstützen. Dazu wurden fünf prioritäre
Handlungsfelder identifiziert: 1) Zeitgemäße Ausbildung, 2) Gezielte Weiterbildung,
3) Arbeitspotenziale nutzen und Erwerbsbeteiligung erhöhen, 4) Arbeitsqualität
und Arbeitskultur verbessern sowie 5) Einwanderung modernisieren und
Abwanderung reduzieren.
Jede Branche und jede Region ist selbst aufgefordert zu analysieren, welche
Maßnahmen in welchem Bereich und für welchen Beruf passend sind. Da dies
nach Region und Unternehmen sehr unterschiedlich ist, müssen die passenden
Lösungen immer von den Akteuren direkt vor Ort gefunden werden. Dies gilt
auch für Kompetenzen und Bedarfe bei KI.
Um mit Blick auf die Schlüsseltechnologie KI die Fachkräftebasis speziell im
MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik)
insgesamt zu sichern, leistet die Bundesregierung etwa mit dem im Juni 2022
verkündeten MINT-Aktionsplan 2.0 einen wesentlichen Beitrag. Der MINT-
Aktionsplan 2.0 bündelt die MINT-Maßnahmen der Bundesregierung entlang
der Bildungskette unter einem Dach – von der Kita bis zur Hochschule. Indem
bereits Kinder und Jugendliche systematisch für MINT-Themen und darauf
aufbauende Berufsperspektiven begeistert werden, wird für eine nachhaltige
Sicherung von digitalen oder Informatik-Kompetenzen in Deutschland gesorgt.
21. Welche langfristigen Strategien verfolgt die Bundesregierung, um die
KI-Forschung und KI-Lehre an Hochschulen nachhaltig zu stärken und
weiterzuentwickeln?
22. Welche Maßnahmen sind geplant, um sicherzustellen, dass Hochschulen
die notwendigen pädagogischen und didaktischen Konzepte entwickeln
und umsetzen, um die Qualität der Lehre im Bereich KI zu
gewährleisten?
Die Fragen 21 und 22 werden gemeinsam beantwortet.
Im Geschäftsbereich der Bundesregierung unterstützt das BMBF im Rahmen
seiner verfassungsrechtlichen Möglichkeiten die Forschung an Hochschulen
durch die Veröffentlichung von Förderrichtlinien, die sich gezielt an
Hochschulen richten oder bei denen Hochschulen antragsberechtigt sind. Daneben wurde
mit der Verstetigung von fünf institutionell vom BMBF geförderten KI-
Kompetenzzentren, die an Hochschulen angesiedelt sind, eine langfristige Perspektive
geschaffen. Hierzu wird auch auf die Antwort zu den Fragen 5 und 12
verwiesen.
Mit Blick auf den Einsatz von KI in der Hochschullehre unterstützt die
Bundesregierung Hochschulen im Rahmen ihrer Zuständigkeit auf vielfältige Weise,
um die Qualität der Lehre im Lichte des zunehmenden Einsatzes von KI zu
gewährleisten.
Beispielsweise unterstützt das vom BMBF geförderte HFD die deutschen
Hochschulen mit Leitlinien zum Umgang generativer KI in Studium und Lehre,
vernetzt Hochschulakteure im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft zu KI-
Kompetenzen und bietet themenspezifische Beratungsangebote zu KI an
Hochschulen an.
Weiterhin steht über den vom BMBF geförderten KI-Campus ein vielseitiges
Weiterbildungsangebot zur Qualifizierung von Lehrenden im Bereich KI zur
Verfügung.
Darüber hinaus unterstützt das BMBF gemeinsam mit den Ländern im Rahmen
der Bund-Länder-Förderinitiative „KI in der Hochschulbildung“ die
Hochschulen dabei, KI in der Lehre besser zu nutzen.
Nicht zuletzt leisten auch der „Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken“
sowie die Stiftung Innovation in der Hochschullehre substanzielle Beiträge, um
die Qualität der Lehre an Hochschulen, einschließlich des Einsatzes von KI, zu
stärken.
Schließlich leisten auch die vom BMBF geförderten „Konrad Zuse Schools of
Excellence in Artificial Intelligence“ einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des
wissenschaftlichen Nachwuchses im Feld KI.
Im Übrigen wird auf die Antwort zu den Fragen 14 bis 16 und 19 verwiesen.
Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU auf BT-Drs. 20/12564
Anlage – Antwort zu den Fragen 8 und 9
KI-Projekte an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften/Fachhochschulen (Stand 08/2024
laufend)
FH-Impuls 2016 I: Maßgeschneiderte und qualitätsgesicherte Magnetwerkstoffe für effizienzoptimierte
Elektromotoren (Smart-MAG)
FH-Invest 2020: Aufbau einer Rechnerarchitektur zur umsetzungsbezogenen Weiterentwicklung von
intelligenten Technologien, Verfahren der Künstlichen Intelligenz und modernen digitalen
Werkzeugen (KI-Cluster)
FH-Impuls 2016 I: Drugs4Future
FH-Impuls 2016 I: BioProcessMonitoring
FH-Kooperativ 2-2019: Sozioempathische Künstliche Intelligenz basierte Dialoge (Skilled)
FH-Kooperativ 2-2019: Automatische KI-gestützte Generierung von Videoreportagen (KIGVI)
FH-Impuls 2016 I: Gebäude, Quartiere und Infrastruktur (IQG4iCity)
FH-Impuls 2016 I: Einsatz multimodaler Informationsfusion zur Realisierung eines Monitoring-Device
und eines Life-Cycle Simulators zur Untersuchung und Quantifizierung von Qualitätsbestimmender
Parameter und der Haltbarkeit von Lebensmitteln und deren Zutaten (FoodLifeTimeTracking)
FH-Impuls 2016 I: Individualisierte Strategien für Medizin und Medizintechnik (PersonaMed_A)
FH-Impuls 2016 I: Informations- und Kommunikationstechnik für die iCity (ICT4iCity)
FH-Kooperativ 1-2020: SYSTEM ZUR DIGITALEN CAD-MODELLERFASSUNG UND
ZUSTANDSDOKUMENTATION VON BAUPROJEKTEN (DIGIBAUEN)
KI-Nachwuchs@FH 1-2021: High-Performance-Cluster der HSOS (HiPer4AllAtHsOs)
KI-Nachwuchs@FH 1-2021: High Performance Computing for Applied Artificial Intelligence
(HPC4AAI)
KI-Nachwuchs@FH 1-2021: KI-Werkstatt: für den Nachwuchs in den angewandten Wissenschaften
zum Transfer in die Wirtschaft (KiWi)
KI-Nachwuchs@FH 1-2021: Collaborative Spatial Artificial Intelligence in Realtime (CoSAIR)
FH-Impuls 2016 I: Prozessoptimierung im Bereich der Weizenteigverarbeitung mittels KI-basierter
Methoden - "Echtzeiterfassung von qualitätsrelevanten Merkmalen bei Rohstoffen, Zwischen- und
Endprodukten" (TEIG40)
KI-Nachwuchs@FH 1-2021: Künstliche Intelligenz lernen und anwenden (KILEAN)
KI-Nachwuchs@FH 1-2021: KI-Werkstatt – Interdisziplinäres und gemeinsames Forschen und Lehren
an der HTW Berlin zum Thema Künstliche Intelligenz (KI-Werkstatt)
KI-Nachwuchs@FH 1-2021: Aufbau einer verteilten IT-Infrastruktur für latenzkritische KI-
Anwendungen (ILKA)
FH-Kooperativ 1-2020: Deep Learning-basierte Authentizitäts- und Qualitätsanalyse von
Citrusprodukten und Vanille mittels multimodalem Benchtop Profiling (DeepAuthent)
FH-Kooperativ 1-2020: Robuste 3D Stereo-Kamera auf Basis von Time-of-Flight Sensoren zur
Verbesserung der Umfeld- und Objekterkennung bei autonomen mobilen Robotern (3DROBUST)
FH-Kooperativ 1-2020: SCalable dEep Networks for business Text - Skalierbare lernende Modelle zur
semantischen Textähnlichkeitsanalyse für den deutschsprachigen Geschäftskontext (SCENT)
FH-Kooperativ 1-2020: Rückführung des Treibhausgases CO2 in den Energiekreislauf durch seine
Reduktion in flüssiges Ethanol (ReduCO2)
FH-Kooperativ 1-2020: Rückführung des Treibhausgases CO2 in den Energiekreislauf durch seine
Reduktion in flüssiges Ethanol (ReduCO2)
KI-Nachwuchs@FH 1-2021: ArtificialIntelligenz@FRA UAS (AI@FRA)
KI-Nachwuchs@FH 1-2021: Young Researchers Cloud and Edge Computing Platform for AI (yourAI)
Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU auf BT-Drs. 20/12564
FH-Impuls 2016 I: Hybride Modelle und KI Methoden für Sichere Mobilität – Datengenerierung und
Datenqualität (HyMne)
FH-Impuls 2016 I: DeepLearning
FH-Impuls 2016 I: Domänenoptimierte Machine Learning Verfahren für smarte Produktionssysteme
(Smart-DATA)
FH-Kooperativ 1-2020: Entwicklung eines neuartigen additiven Auftragsverfahrens von leitfähigen
Strukturen mit integriertem Sinterprozess (InteSint-3D)
FH-Kooperativ 1-2020: Konstruktion und Evaluation von Referenzmodellen und –bausteinen zur KI-
gestützten Automatisierung von Prozessen (KEBAP)
FH-Kooperativ 2-2020: KI-gestützte Assistenz zur Förderung dezentraler Inklusion (KIAssist)
FH-Kooperativ 2-2020: Intelligente Infrastruktur für das Daten-Management in Automatisierten
Chemischen Hochdurchsatz-Prozessen (I2DACH)
FH-Kooperativ 2-2020: KI-gestützte Assistenz zur Förderung dezentraler Inklusion (KIAssist)
FH-Kooperativ 1-2020: Integrierte neurotechnologische Architektur zur kontaktlosen Erfassung und
Kompensation von Kinetose in selbstfahrenden Fahrzeugen (KINESYMBIOSIS).
FH-Kooperativ 2-2020: Leichtgewichtige Funksensoren für die weltraumgestützte Tierbeobachtung
(FUBE)
FH-Impuls 2016 I: Sensoren und Simulation für Energieeffizienz und Umwelt (SenSim4iCity)
FH-Kooperativ 2-2020: Entwicklung eines dauerhaften Stahlbeton-lnstandsetzungssystems mit
Kathodischen Korrosionsschutz zur Ertüchtigung und Sicherung der Tragfähigkeit (SI-E-KKS)
FH-Kooperativ 2-2020: Entwicklung von Produktionsverfahren zur Erzeugung nachhaltiger Gläser
(GreenGlass 4.0)
FH-Kooperativ 2-2020: Entwicklung von Produktionsverfahren zur Erzeugung nachhaltiger Gläser
(GreenGlass 4.0)
FH-Kooperativ 2-2020: Entwicklung eines dauerhaften Stahlbeton-lnstandsetzungssystems mit
Kathodischen Korrosionsschutz zur Ertüchtigung und Sicherung der Tragfähigkeit (SI-E-KKS)
FH-Kooperativ 2-2020: KI-gestützte Zustandsüberwachung von elektrischen Antriebssträngen
autonomer Tage- und Untertagebaufahrzeuge zur Effizienz- und Zuverlässigkeitssteigerung (SEED)
FH-Kooperativ 2-2020: Extended Reality im Gebäudebau (XR-BAU)
FH-Impuls 2016 I: Individualisierte Strategien für Medizin und Medizintechnik (PersonaMed_B)
KI-Nachwuchs@FH 2-2021: LearnGreenAI – Forschungsinfrastruktur für multidisziplinäre
Technologien der Künstlichen Intelligenz (LearnGreenAI)
FH-Impuls 2016 I: Entwicklung einer Molecular High Content Durg Profiling-Technologieplattform
für eine effizientere pharmazeutische Wirkstoffforschung (DrugsData)
KI-Nachwuchs@FH 2-2021: KI-Nachhaltigkeitslabor an der Hochschule für nach- haltige Entwicklung
Eberswalde (KINLatHNEE)
FH-Kooperativ 1-2021: Hyperaktivierung von Proteinen durch intelligente chemische Formulierung
für umweltschonende Waschmittel (GreenProtAct)
FH-Kooperativ 1-2021: Ein interdisziplinärer Data-Science-Prozess zur effektiven Nutzbarmachung
medizinischer Register- und Studiendaten (IDEN)
FH-Kooperativ 1-2021: Restlebensdauerprognose komplex verteilter Anlagenobjekte - Anwendung
von Methoden der KI zur Erhöhung der Zuverlässigkeit des Bahnbetriebs - (RELAXO)
FH-Kooperativ 1-2021: Entwicklung eines assistiven Systems zur hochgenauen Knie-Endoprothetik
auf Basis von Augmented Reality und optischer 3D-Messtechnik (ASKAR3D)
FH-Kooperativ 1-2021: Modell- und KI- unterstützte Fertigungsprozesse (MoKI-pro)
'FH-Kooperativ 1-2021: Modell- und KI- unterstützte Fertigungsprozesse (MoKi-Pro)
FH-Kooperativ 1-2021: Non-Contact Radiative Food Temperature Measurement (NoCRaFT)
FH-Kooperativ 1-2021: Modell- und KI-unterstützte Fertigungsprozesse
FH-Impuls 2016 I: Authentifizierung von PET Recyclat für Lebensmittelverpackungen mit Hilfe
datenintensiver Sensoren und Methoden des Maschinellen Lernens (PETauthent)
FH-Impuls 2016 I: Entwicklung eines Systems zur intelligenten und effizienten Prozess- und
Anlagensteuerung industrieller Prozesse mittels KI-gestützter Auswertelogiken (M2AindFoodData).
Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU auf BT-Drs. 20/12564
KI-Nachwuchs@FH 2-2021: KI Interdisziplinär für Wirtschaft, Ingenieurwesen, Mathematik und
Technik
KI-Nachwuchs@FH 2-2021: Vernetzte Forschungslandschaft für KI-unterstützte, hybride Wohn- und
Arbeitswelten (CoRe-AI)
KI-Nachwuchs@FH 2-2021: Plattform zur KI-gestützten Sensordatenanalyse (KIsS)
KI-Nachwuchs@FH 2-2021: Transdisziplinärer KI-Nachwuchs Mannheim (KI-at-HSMA)
KI-Nachwuchs@FH 2-2021: KI-Infrastruktur für Forschung, Technologie und Transformation in
Sachsen-Anhalt (KITT)
KI-Nachwuchs@FH 2-2021: Artificial Intelligence for Life Sciences (AI4Life)
KI-Nachwuchs@FH 2-2021: Angewandte Künstliche Intelligenz (AKI)
KI-Nachwuchs@FH 2-2021: KI-Kompetenz-Netzwerk TH OWL (KI-NET)
FH-Impuls 2016 I: Smarte Recyclinglösungen für Zukunftstechnologien (SmartCycle)
KI-Nachwuchs@FH 2-2021: TH Köln - Künstliche Intelligenz plus (THK-KIplus)
FH-Impuls 2016 I: Situationsspezifisches Emotionstraining (Learning Emotions: Situation Specific
ONline) (LESSON)
FH-Impuls 2016 I: Hybride Modelle und Kl Methoden für Sichere Mobilität - Datennutzung für die
Absicherung automatisierter Fahrfunktionen (HyMne2)
FH-Impuls 2016 I: Sustainable non-dairy milk production – ganzheitliche Rohstoffverwertung durch
adaptive KI-gestützte Steuerung (FoodProduction40)
FH-Kooperativ 2-2022: KI-Steuerung zur Schallreduktion bei innerstädtischen Geothermie Bohrungen
(KI-Bohrer)
FH-Kooperativ 2-2022: LegierungsEntwicklung für Nachhaltige ElektroMobilität (LENa E-Mobil)
KI-Nachwuchs@FH 2-2021: KI-Infrastruktur für Exzellenz in Bildung, Innovation, Transfer und
Zusammenarbeit (KIEBITZ)
FH-Impuls 2016 I: Functionalsafety for Automotive Objekt Recognition of Optical sensors by state
monitoring of CameRAs (AURORA)
FH-Kooperativ 2-2022: KI-optimierte Leistungsprognosen wetterabhängiger Stromerzeugung unter
Wahrung der Datensouveränität mit Hilfe von föderiertem Lernen (FederatedForecasts)
FH-Kooperativ 2-2022: Nachhaltige, situationsadaptive Entsorgungslogistik durch Künstliche
Intelligenz (NEwAIste)
FH-Kooperativ 2-2022: Hardware-basierte Absicherung von Automobilelektronik gegen Cyberattacken
am Beispiel eines Radarsensors für autonome Fahranwendungen (Asphales)
FH-Kooperativ 2-2022: KI unterstützte Mass Customization (KiMaC)
FH-Kooperativ 2-2022: Multimodales Konzentrationstraining mit digitaler Unterstützung (MultiKo)
FH-Kooperativ 2-2022: Multimodales Konzentrationstraining mit digitaler Unterstützung (MultiKo)
FH-Kooperativ 1-2023: Optimierung von Engineering-Prozessen der kommunalen
Gebäudeautomation auf Basis standardisierter Anlagentypen und Informationsmodelle (OptGA4.0)
FH-Impuls 2016 I: Optimierung von Backwaren aus Weizenteig auf Basis digitaler Produktabbilder
mittels deskriptiver Sensorik und sensordatenbasierten Prozessinformationen Ursache-
Wirkungsbeziehungen zwischen Rohstoffen, Prozessen und der Endproduktqualität. (qcBak3D)
FH-Impuls 2016 I: iCity - Explorativprojekt (EXP) Nutzung von Erdbeobachtungsdaten zur
Verbesserung der Datenbasis für Stadtklimasimulationen (Space4iCity)
FH-Kooperativ 1-2023: KI zur Leistungssteigerung von SiC Power Elektronik durch Defektreduktion
FH-Kooperativ 1-2023: Verbesserte Energieeffizienz von Radialventilatoren (Green-Fans)
FH-Kooperativ 1-2023: Verbesserte Energieeffizienz von Radialventilatoren (Green-Fans)
FH-Kooperativ 1-2023: Intelligente User Interfaces für adaptive Leitstand-Systeme im öffentlichen
Personenverkehr (IADAPT)
FH-Kooperativ 1-2023: Intelligenter Assistent für die vorausschauende Wartung von Kühlsystemen
(IAMCool)
FH-Kooperativ 1-2023: Digitalisierung von Spundwanddickenmessungen mit KI-basierter
Korrosionsprognose (iRON)
Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU auf BT-Drs. 20/12564
KI-Projekte an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften/Fachhochschulen (Stand 08/2024 in
Planung)
FH-Kooperativ 2-2023: Zielgerichtete Nutzung von fluoreszenzoptischem Imaging in der
Rheumatologie durch dedizierte Datenanalyse (FOIDAL)
FH-Kooperativ 2-2023: Experimentelle und KI-basierte Evaluationsprozesse zur Entwicklung
kovalenter Wirkstoffe (EKIKO)
FH-Kooperativ 2-2023: Large Language Models in der Praxis (LLMpraxis)
FH-Kooperativ 2-2023: Erforschung von Mustern in histopathologischen Bildern durch Eye Tracking
(EXPLAINER)
FH-Kooperativ 2-2023: Erklärbare KI für intelligente Tiefenkameras (Safe3D)
FH-Kooperativ 2-2023: Neuronale 3D-Repräsentation für dynamische Szenen mit passiven Multi-
Kamera-Systemen (NeRDy)
FH-Kooperativ 2-2023: Elektrisches Marker-freies Ausleseverfahren für den schnellen Nachweis von
Viren (ELVIR)
FH-Kooperativ 2-2023: Cognitive Edge Computing für Multi-Sensor-Anwendungen mit Spärlichkeit in
den Daten und hohen Latenzanforderungen (Edge4SparseML)
FH-Kooperativ 2-2023: Smart Fast Charger – Intelligentes Schnellladen für E-Bikes (SmaFaC)
FH-Kooperativ 2-2023: Menschmodell für die Evaluation von Diagnosegeräten und Wearables im
Benchtest (MEDI-Test)
FH-Kooperativ 2-2023: Dataset Engineering and Evaluation Procedures For Reconstructive Neural
Architectures with Modal Expandability (DeepFrame)
FH-Kooperativ 2-2023: Reinforcement Learning zur Optimierung optisch überwachter
Produktionsprozesse (ReLOOP)
FH-Kooperativ 2-2023: KI-Assistent für Sicherheitsüberwachung in Mobilfunknetzwerken (KISsMe)
FH-Kooperativ 2-2023: Autonomes Fahren mit generativen vortrainierten Transformer-Architekturen
(ADRIVE-GPT)
FH-Kooperativ 2-2023: Autonomes Fahren mit generativen vortrainierten Transformer-Architekturen
(ADRIVE-GPT)
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
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ISSN 0722-8333