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Kleine AnfrageWahlperiode 20Beantwortet
Rolle neuer Aufklärungs- und Wirkmöglichkeiten in der Bundeswehr
(insgesamt 80 Einzelfragen)
Fraktion
CDU/CSU
Ressort
Bundesministerium der Verteidigung
Datum
12.02.2025
Antwortdauer
30 Tage
Aktualisiert
19.02.2025
Offizielle Quellen und Volltext
Die verlinkten PDFs stammen direkt vom Dokumentenserver des Deutschen Bundestages.
BT20/1448313.01.2025
Rolle neuer Aufklärungs- und Wirkmöglichkeiten in der Bundeswehr
Kleine Anfrage
Volltext (unformatiert)
Deutscher Bundestag Drucksache 20/14483
20. Wahlperiode 13.01.2025
Kleine Anfrage
der Fraktion der CDU/CSU
Rolle neuer Aufklärungs- und Wirkmöglichkeiten in der Bundeswehr
Die Bundeswehr steht vor der Herausforderung, mit den immer schneller
werdenden Technologiesprüngen mitzuhalten und Möglichkeiten, die die
Digitalisierung bietet, zu nutzen. In den Konflikten der Zukunft muss sich die
Bundeswehr aber auch gegen hochmoderne und äußerst flexible Waffen, Technologien
und operative Methoden durchsetzen können. Originär zivile, aber auch Dual-
Use-Technologien kommen in den derzeitigen Konflikten immer stärker zum
Einsatz. Das zeigt sich im russischen Angriffskrieg in der Ukraine deutlich.
Dort hat die ukrainische Armee gezeigt, dass der systematische Einsatz von
(Mini-)Drohnen, der Rückgriff auf Künstliche Intelligenz (KI) und moderne
Software sowie die Nutzung des äußerst resilienten Satelliteninternets von
Starlink auch für eine zahlenmäßig kleinere und damit vermeintlich unterlegene
Armee erhebliche strategische Vorteile im Feld mit sich bringen und die Kriegs-
und Gefechtsführung sowohl offensiv als auch defensiv drastisch verändert
(www.focus.de/experts/innovationen-auf-dem-schlachtfeld-welche-neuen-techn
ologien-den-ukraine-krieg-veraendern_id_198189127.html).
Der Bundeskanzler Olaf Scholz hat in seiner Zeitenwende-Rede vom 27.
Februar 2022 die Frage aufgeworfen, „[…] welche Fähigkeiten […] Putins
Russland [besitzt], und welche […] wir [brauchen], um dieser Bedrohung zu
begegnen, heute und in der Zukunft […]“ (www.bundesregierung.de/breg-de/suche/r
egierungserklaerung-von-bundeskanzler-olaf-scholz-am-27-februar-2022-200
8356).
Nach mehr als zwei Jahren des nach wie vor andauernden russischen
Angriffskrieges gegen die Ukraine stellt sich daher die Frage, ob die Bundesregierung
dem Auftrag des Bundeskanzlers vom 27. Februar 2022, Fähigkeiten zu
identifizieren und zu entwickeln, um der russischen Bedrohung jetzt und in Zukunft
begegnen zu können, nachgekommen ist und ob die Bundeswehr entsprechend
auf die oben skizzierten Änderungen in der Kriegs- und Gefechtsführung im
Bereich der Ausbildung und Beschaffung schon ausreichend reagiert hat.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Hat die Bundeswehr Drohnen, die auf die Bekämpfung anderer Drohnen
spezialisiert sind, seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die
Ukraine bisher beschafft, und wenn ja, wie viele (bitte nach
Drohnenmodell, Hersteller und Anzahl aufschlüsseln)?
2. Wie viele Beschaffungen wie vieler und welcher Drohnen hat die
Bundeswehr seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine bisher
gestartet (bitte nach Drohnenmodell, Hersteller und Anzahl
aufschlüsseln)?
3. Wie viele und welche neuen Drohnen werden der Bundeswehr bis zum
Jahr 2028 zugeführt (bitte nach Jahr, Anzahl, Drohnenmodell und
Hersteller aufschlüsseln)?
4. Wie viele Drohnen befinden sich derzeit in den Beständen der
Bundeswehr (bitte nach Drohnenmodell, Hersteller und Anzahl aufschlüsseln)?
5. Wie viele Drohnen hat die Bundeswehr für die Bestände der Bundeswehr
im Jahr 2024 bereits in Auftrag gegeben (www.handelsblatt.com/dpa/krie
g-in-der-ukraine-ukraine-will-russland-bei-drohnenproduktion-ueberflueg
eln/30004488.html; bitte aufgeschlüsselt nach Anzahl, Drohnenmodell
und Hersteller angeben)?
6. Plant die Bundeswehr, im Jahr 2025 Bodendrohnen zu beschaffen, und
wenn ja, wie viele (www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Minister-
nenntimmensen-Drohnenbedarf-fuer-Ukraine-Front-article25403736.html; bitte
nach Anzahl, Drohnenmodell und Hersteller aufschlüsseln)?
7. Über wie viele First-Person-View-(FPV-)Drohnenmodelle verfügt die
Bundeswehr (bitte nach Anzahl, Drohnenmodell und Hersteller
aufschlüsseln)?
8. Über wie viele FPV-Aufklärungsdrohnen verfügt die Bundeswehr (bitte
nach Anzahl, Drohnenmodell und Hersteller aufschlüsseln)?
9. Über wie viele FPV-Drohnen mit offensiven Wirkmöglichkeiten verfügt
die Bundeswehr (bitte nach Anzahl, Drohnenmodell und Hersteller
aufschlüsseln)?
10. Über wie viele kabelgebundene FPV-Drohnen verfügt die Bundeswehr
(bitte nach Anzahl, Drohnenmodell und Hersteller aufschlüsseln)?
11. Wie viele FPV-Drohnenpiloten hat die Bundeswehr bisher ausgebildet?
12. Verfügt die Bundeswehr derzeit über KI-gesteuerte oder durch KI
unterstützte Drohnen, und wenn ja, wie viele (bitte nach Anzahl,
Drohnenmodell und Hersteller aufschlüsseln)?
13. Plant die Bundesregierung, vor dem Hintergrund, dass KI-gestützte,
bewaffnete Drohnen am Standort Deutschland im industriellen Maßstab
gefertigt werden (www.n-tv.de/wirtschaft/Helsing-baut-KI-Kamikaze-Drohn
en-bald-in-Serie-article25402832.html), KI-gestützte, bewaffnete Drohnen
zu beschaffen, und wenn ja, wie viele plant die Bundesregierung, bis zum
Jahr 2028 zu beschaffen (bitte nach Jahresscheiben, Anzahl, Hersteller
und Drohnenmodell aufschlüsseln)?
14. Verfügt die Bundeswehr derzeit über Loitering Munition, und wenn ja, in
welcher Anzahl (bitte nach Anzahl, Modell und Hersteller aufschlüsseln)?
15. Plant die Bundesregierung, sogenannte Loitering Munition zu beschaffen,
und wenn ja, wie viele plant die Bundesregierung, bis zum Jahr 2028 zu
beschaffen (bitte nach Jahresscheiben, Anzahl, Hersteller und Modell
aufschlüsseln)?
16. Welche Drohnen mit offensiver Wirkmöglichkeit werden nach Kenntnis
der Bundesregierung in Deutschland inzwischen in serieller
Großproduktion hergestellt (bitte Drohnenmodelle und Hersteller angeben)?
17. Plant die Bundesregierung, die Entwicklung und bzw. oder die
Beschaffung von Drohnenträgerschiffen für die Bundesmarine in Auftrag geben
zu lassen (www.businessinsider.de/politik/international-politics/iran-und-t
uerkei-der-seemacht-ausbau-mit-drohnenschiffen/)?
a) Wenn ja, welche Zeitlinien verfolgt die Bundesregierung dabei?
b) Wenn ja, wie viele Finanzmittel hat die Bundesregierung dafür
vorgesehen?
c) Wenn ja, mit welchen Auftragsstückzahlen plant die
Bundesregierung?
d) Wenn nein, warum nicht?
18. Ist die Bundeswehr in der Lage, den deutschen Luftraum gegen seriell
hergestellte iranische Drohnen mit offensiven Wirkmöglichkeiten mit
4 000 Kilometern Reichweite (www.spiegel.de/ausland/iran-praesentiert-n
eue-kamikaze-drohne-shahed-136-b-a-6111bb01-6d0d-43e5-abeb-c2f6b3
96cda2) zu verteidigen?
19. Verfügt die Bundeswehr über eigene Drohnen mit offensiven
Wirkmöglichkeiten oder ballistische Raketen, mit denen die Bundeswehr auch
gegen Ziele in 4 000 Kilometern Entfernung wirken könnte (www.spiege
l.de/ausland/iran-praesentiert-neue-kamikaze-drohne-shahed-136-b-a-611
1bb01-6d0d-43e5-abeb-c2f6b396cda2), und wenn nein, sieht die
Bundesregierung sich durch die Waffenentwicklungen in anderen Staaten (www.s
piegel.de/ausland/iran-praesentiert-neue-kamikaze-drohne-shahed-136-
ba-6111bb01-6d0d-43e5-abeb-c2f6b396cda2) faktisch und perspektivisch
in ihrer außen- und sicherheitspolitischen Souveränität eingeschränkt?
20. Plant auch die Bundesregierung den Aufbau einer laserbasierten
Luftabwehr gegen Drohnenattacken (www.spiegel.de/ausland/israel-laserverteidi
gung-iron-beam-soll-in-einem-jahr-einsatzbereit-sein-a-614ce70e-320c-4d
bb-86a5-3a4402c781cd) bzw. plant die Bundesregierung, im Rahmen der
European Sky Shield Initiative (ESSI) auch auf laserbasierte
Abwehrsysteme zu setzen?
a) Wenn ja, welche Zeitlinien verfolgt die Bundesregierung dabei?
b) Wenn ja, wie viele Finanzmittel hat die Bundesregierung dafür
vorgesehen?
c) Wenn nein, warum nicht?
21. Wie viele finanzielle Mittel hat die Bundesregierung in ihrem
Haushaltsentwurf 2025 für die Forschung an und die Entwicklung von militärischen
Drohnen vorgesehen (bitte Kapitel und Titel angeben)?
22. Wie viele Drohnen stehen den Soldatinnen und Soldaten derzeit pro
Monat für Übungszwecke zur Verfügung?
23. Ist die Abwehr von Drohnen inzwischen Bestandteil jeder
Grundausbildung von Soldatinnen und Soldaten?
24. Wie viele Drohnen wurden über oder in unmittelbarer Nachbarschaft von
Liegenschaften und Truppenübungsplätzen der Bundeswehr seit Beginn
der Legislaturperiode bis einschließlich zum Stichtag 30. November 2024
gesichtet, und wie viele davon wurden abgewehrt (bitte jeweils nach
Jahresscheiben aufschlüsseln)?
25. Brauchen Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr für das Bedienen
von Drohnen bei Übungen einen militärischen Drohnenführerschein, und
wenn ja, wie viele Soldatinnen und Soldaten haben bisher einen
militärischen Drohnenführerschein-Lehrgang erfolgreich absolviert?
26. Wie viele Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr kann die
Bundeswehr derzeit pro Monat im Umgang mit Drohnen ausbilden?
27. Plant die Bundeswehr, Roboterhunde bzw. Schreitroboter zu beschaffen
(www.welt.de/wirtschaft/article253683782/Bundeswehr-baut-Roboterhun
d-Rudel-aus-Vier-neue-Modelle-bestellt.html), und wenn ja,
a) wie viele Roboterhunde bzw. Schreitroboter plant die Bundeswehr, zu
beschaffen,
b) welche Zeitlinien verfolgt die Bundeswehr bei der Beschaffung von
Roboterhunden bzw. Schreitrobotern,
c) zu welchem Einsatzzweck plant die Bundeswehr, Roboterhunde bzw.
Schreitroboter zu beschaffen,
d) plant die Bundeswehr die Bewaffnung der zur Beschaffung geplanten
Roboterhunde bzw. Schreitroboter, und wenn nein, warum nicht?
28. Wie viele Finanzmittel hat die Bundesregierung im Bundeshaushalt 2024
sowie in der mittelfristigen Finanzplanung bis 2028 für die Entwicklung
von Roboterhunden bzw. Schreitrobotern vorgesehen (bitte
aufgeschlüsselt nach Jahresscheiben unter Angabe von Kapitel und Titel angeben)?
29. Wie viele Finanzmittel hat die Bundesregierung im Bundeshaushalt 2024
sowie in der mittelfristigen Finanzplanung bis 2028 für die Beschaffung
von Roboterhunden bzw. Schreitrobotern vorgesehen (bitte
aufgeschlüsselt nach Jahresscheiben unter Nennung von Kapitel und Titel angeben)?
30. Wie viele Finanzmittel hat die Bundesregierung in ihrem Entwurf für den
Bundeshaushalt 2025 für die Entwicklung von Roboterhunden bzw.
Schreitrobotern vorgesehen (bitte Kapitel und Titel angeben)?
31. Wie viele Finanzmittel hat die Bundesregierung in ihrem Entwurf für den
Bundeshaushalt 2025 für die Beschaffung von Roboterhunden bzw.
Schreitrobotern vorgesehen (bitte Kapitel und Titel angeben)?
32. Plant die Bundeswehr, ihre Soldatinnen und Soldaten mit unterstützenden
Exoskeletten auszustatten (www.chip.de/news/e-bikes-sind-out_18548246
1.html)?
a) Wenn ja, wie viele Finanzmittel hat die Bundesregierung im
Bundeshaushalt 2024 sowie in der mittelfristigen Finanzplanung bis 2028 für
die Entwicklung von Exoskeletten zur Unterstützung von Soldatinnen
und Soldaten vorgesehen (bitte aufgeschlüsselt nach Jahresscheiben
unter Nennung von Kapitel und Titel angeben)?
b) Wenn ja, wie viele Finanzmittel hat die Bundesregierung im
Bundeshaushalt 2024 sowie in der mittelfristigen Finanzplanung bis 2028 für
die Beschaffung von Exoskeletten zur Unterstützung von Soldatinnen
und Soldaten vorgesehen (bitte aufgeschlüsselt nach Jahresscheiben
unter Nennung von Kapitel und Titel angeben)?
c) Wenn ja, wie viele Finanzmittel hat die Bundesregierung in ihrem
Entwurf für den Bundeshaushalt 2025 für die Entwicklung von
Exoskeletten zur Unterstützung von Soldatinnen und Soldaten vorgesehen (bitte
Kapitel und Titel angeben)?
d) Wenn ja, wie viele Finanzmittel hat die Bundesregierung in ihrem
Entwurf für den Bundeshaushalt 2025 für die Beschaffung von
Exoskeletten zur Unterstützung von Soldatinnen und Soldaten vorgesehen (bitte
Kapitel und Titel angeben)?
e) Wenn nein, warum nicht?
33. Strebt die Bundesregierung an, einem internationalem Abkommen zur
Regulierung und Einschränkung des Einsatzes autonomer Waffensysteme
(https://table.media/security/analyse/warum-die-regulierung-autonomer-w
affensysteme-nicht-voranschreitet/) beizutreten, auch wenn andere Staaten
wie die USA, Israel, Russland, China einen Beitritt ablehnen, und wenn
ja, wie will die Bundesregierung die Bundeswehr kriegstüchtig machen
und gegen einen Gegner wie Russland gerüstet sein, wenn sie ihren
eigenen Streitkräften Einschränkungen bei der Entwicklung und Verwendung
von autonomen Waffensystemen auferlegt?
34. Befinden sich derzeit Vorhaben der Bundeswehr im Zusammenhang mit
der Entwicklung von taktischen Hyperschallwaffen in der Umsetzung,
und wenn ja, welche (bitte nach Vorhaben, Zeitlinien, eingesetzten
Finanzmitteln unter Angabe von Kapitel und Titel des Bundeshaushalts und
ggf. kooperierenden Staaten aufschlüsseln)?
35. Sind aktuelle Vorhaben der Bundeswehr im Zusammenhang mit der
Entwicklung von taktischen Hyperschallwaffen geplant, und wenn ja, welche
(bitte nach Vorhaben, Zeitlinien, veranschlagten Finanzmitteln unter
Angabe von Kapitel und Titel des Bundeshaushalts und ggf. kooperierenden
Staaten aufschlüsseln)?
36. Befinden sich derzeit Projekte der Bundeswehr im Zusammenhang mit
der Beschaffung von taktischen Hyperschallwaffen in der Umsetzung, und
wenn ja, welche (bitte nach Vorhaben, Zeitlinien, eingesetzten
Finanzmitteln unter Angabe von Kapitel und Titel des Bundeshaushalts und ggf.
kooperierenden Staaten aufschlüsseln)?
37. Sind aktuell Projekte der Bundeswehr im Zusammenhang mit der
Beschaffung von taktischen Hyperschallwaffen geplant, und wenn ja, welche
(bitte nach Vorhaben, Zeitlinien, veranschlagten Finanzmitteln unter
Angabe von Kapitel und Titel des Bundeshaushalts und ggf. kooperierenden
Staaten aufschlüsseln)?
38. Befinden sich derzeit Vorhaben der Bundeswehr im Zusammenhang mit
der Entwicklung von strategischen Hyperschallwaffen in der Umsetzung,
und wenn ja, welche (bitte nach Vorhaben, Zeitlinien, eingesetzten
Finanzmitteln unter Angabe von Kapitel und Titel des Bundeshaushalts und
ggf. kooperierenden Staaten aufschlüsseln)?
39. Sind aktuelle Vorhaben der Bundeswehr im Zusammenhang mit der
Entwicklung von strategischen Hyperschallwaffen geplant, und wenn ja,
welche (bitte nach Vorhaben, Zeitlinien, veranschlagten Finanzmitteln
unter Angabe von Kapitel und Titel des Bundeshaushalts und ggf.
kooperierenden Staaten aufschlüsseln)?
40. Befinden sich derzeit Projekte der Bundeswehr im Zusammenhang mit
der Beschaffung von strategischen Hyperschallwaffen in der Umsetzung,
und wenn ja, welche (bitte nach Vorhaben, Zeitlinien, eingesetzten
Finanzmitteln unter Angabe von Kapitel und Titel des Bundeshaushalts und
ggf. kooperierenden Staaten aufschlüsseln)?
41. Sind aktuelle Projekte der Bundeswehr im Zusammenhang mit der
Beschaffung von strategischen Hyperschallwaffen geplant, und wenn ja,
welche (bitte nach Vorhaben, Zeitlinien, veranschlagten Finanzmitteln
unter Angabe von Kapitel und Titel des Bundeshaushalts und ggf.
kooperierenden Staaten aufschlüsseln)?
42. Aus welchen Gründen koppelt die Bundesregierung die Bereitstellung von
Rüstungsgütern und anderen Hilfen an die Ukraine nicht an die
Berücksichtigung deutscher Unternehmen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge
(www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ukraine-oeffentliche-aufraege-china-ost
ausschuss-der-deutschen-wirtschaft-lux.xKYW8wYoeBjQM8cCYnBKp?
reduced=true) oder verpflichtet die Ukraine nicht zumindest umgekehrt,
dass die deutschen finanziellen Hilfen nicht an Unternehmen aus Ländern
fließen dürfen, die die Sanktionen gegen Russland nicht mittragen?
43. Gibt es Staaten, denen Hilfen gewährt und daran Bedingungen wie die
Berücksichtigung deutscher Unternehmen bei der Vergabe öffentlicher
Aufträge geknüpft werden, wenn ja, welche, und in welchem Kontext finden
diese Hilfen statt?
44. Plant die Bundesregierung, zumindest künftig die Bereitstellung von
Rüstungsgütern und anderen Hilfen an andere Staaten teilweise an die
Berücksichtigung deutscher Unternehmen bei der Vergabe öffentlicher
Aufträge zu knüpfen?
45. Gibt es zwischen den Weltraumteleskopen der Bundeswehr (www.zeit.de/
politik/deutschland/2024-09/bundeswehr-teleskope-weltraum-ueberwachu
ng-messstetten) und zivilen Einrichtungen wie dem Deutschen Luft- und
Raumfahrtzentrum (DLR) oder Forschungseinrichtungen Kooperationen?
46. Sind die Satelliten der Bundeswehr resistent gegen einen
Elektromagnetischen Impuls (EMP) im Weltraum (www.welt.de/politik/ausland/plus2533
56570/Putins-Plaene-im-All-Atom-Detonation-im-Weltraum-Nato-sorgt-s
ich-vor-russischen-Killersatelliten.html)?
47. Sind auf Schiffen der Bundesmarine private WLANs erlaubt (www.heis
e.de/news/Starlink-Antenne-heimlich-auf-US-Kriegsschiff-montiert-9798
943.html)?
48. Haben Schiffe der Bundesmarine Zugang zu dem US-System Starlink
(www.heise.de/news/Starlink-Antenne-heimlich-auf-US-Kriegsschiff-mo
ntiert-9798943.html)?
49. Plant die Bundeswehr, Wirkmöglichkeiten gegen Objekte im Weltraum
jenseits von Ausweichmanövern zu schaffen (www.tagesschau.de/inland/g
esellschaft/weltraum-bundeswehr-100.html)?
50. Von welchen zivilen Satellitenkommunikationsprovidern mietet die
Bundeswehr Kapazitäten an – bezugnehmend auf die Antwort der
Bundesregierung auf die Schriftliche Frage 97 des Abgeordneten Dr. Reinhard
Brandl auf Bundestagsdrucksache 20/12734?
51. Was hat die Bundesregierung bisher konkret unternommen, um die
„Responsive Space“-Kapazitäten der Bundeswehr zu stärken (www.unibw.de/s
pace/news/abschluss-der-studie-responsive-space-capabilities-der-bundes
wehr-rscbw; www.welt.de/politik/deutschland/article252268112/Bundesw
ehr-Deutsche-Spionage-Satelliten-kreisen-um-die-Erde-und-funktioniere
n-nicht.html)?
52. Sind Finanzmittel im Bundeshaushalt 2024 sowie in der mittelfristigen
Finanzplanung für die militärische Chipforschung vorgesehen (www.heis
e.de/news/Pentagon-269-Millionen-US-Dollar-fuer-die-militaerische-Chip
forschung-9876308.html; bitte nach Jahresscheiben und Ressort unter
Angabe von Kapitel und Titel aufschlüsseln)?
53. Sind Finanzmittel im Entwurf der Bundesregierung für den Haushalt 2025
für die militärische Chipforschung vorgesehen, und wenn ja, wie viele
(www.heise.de/news/Pentagon-269-Millionen-US-Dollar-fuer-die-militaer
ische-Chipforschung-9876308.html; bitte nach Ressort sowie Kapitel und
Titel aufschlüsseln)?
54. Setzt die Bundeswehr bereits KI-Technologien ein, um Informationen von
Sonarbojen besser verarbeiten zu können (https://background.tagesspiege
l.de/it-und-cybersicherheit/briefing/die-tech-kooperationsplaene-von-japa
n-und-australien)?
55. In welchen Bereichen setzt die Bundeswehr bereits KI-Technologien zur
Verbesserung der Verteidigungsfähigkeiten ein (beispielsweise beim
Truppenschutz, bei Zielerfassungssystemen, bei Aufklärungssystemen; bitte
auflisten)?
56. Wie viele Finanzmittel sind im Bundeshaushalt 2024 sowie in der
mittelfristigen Finanzplanung bis 2028 für die militärische KI-Forschung
vorgesehen (bitte nach Jahresscheiben und Ressort unter Angabe von Kapitel
und Titel aufschlüsseln)?
57. Wie viele Finanzmittel sind im Entwurf der Bundesregierung für den
Haushalt 2025 für die militärische KI-Forschung vorgesehen (bitte nach
Ressort sowie Kapitel und Titel aufschlüsseln)?
58. Wie hoch sind die Investitionen des Geschäftsbereichs Bundesministerium
der Verteidigung (BMVg) im Jahr 2025 und im Jahr 2026 im Bereich
Künstliche Intelligenz (www.br.de/nachrichten/netzwelt/wie-tech-und-
kiden-krieg-in-der-ukraine-entscheiden,U57N3Qs)?
59. Wie viele Finanzmittel sind im Bundeshaushalt 2024 sowie in der
mittelfristigen Finanzplanung bis 2028 für die militärische Quantenforschung
vorgesehen (bitte nach Jahresscheiben und Ressort unter Angabe von
Kapitel und Titel aufschlüsseln)?
60. Wie viele Finanzmittel sind im Entwurf der Bundesregierung für den
Haushalt 2025 für die militärische Quantenforschung vorgesehen (bitte
nach Ressort unter Angabe von Kapitel und Titel angeben)?
61. Hält die Bundesrepublik Deutschland Anteile an Unternehmen, die
Seekabel verlegen bzw. in deren Eigentum wichtige Seekabel liegen, und wenn
ja, an welchen Unternehmen?
62. Plant die Bundesregierung, im Rahmen der Zeitenwende für Deutschland
wichtige Seekabel-Infrastruktur zu erwerben (www.handelsblatt.com/tech
nik/it-internet/kommunikation-frankreich-kauft-seekabelsparte-asn-von-n
okia-zurueck/100086206.html)?
63. Plant die Bundesregierung, für die Bundesrepublik Deutschland Anteile
an Unternehmen, die Seekabel verlegen bzw. in deren Eigentum wichtige
Seekabel liegen, zu erwerben, und wenn ja, an welchen Unternehmen?
64. Teilt die Bundesregierung die Einschätzung der schwedischen Behörde für
Verteidigungsforschung (FOI), der zufolge „[…] die beantragten
Windkraftanlagen die Ortung potenzieller Gegner erschweren könnten […] zum
einen, weil sie die Sicht versperren, zum anderen, weil die Reichweite der
Radaraufklärung abnehme und die Gefahr sogenannter Radarechos erhöht
werde […]“ und wonach weiter „[…] die Anlagen und ihre unterseeische
Kabelinfrastruktur elektromagnetische Störungen verursachen [könnten],
die wiederum den Funkverkehr beeinträchtigen […]“ und der zufolge
außerdem „[…] Tiefflugmanöver durch die bis zu 300 Meter hohen
Windmasten erschwert [würden]“, weshalb „[…] die schwedische
Energieagentur warnte […], dass es in der ganzen Ostsee keine Gebiete gebe, in denen
die FOI die Chance einer Koexistenz von Windkraftanlagen und
Verteidigungsinteressen sehe […]“ (www.sueddeutsche.de/politik/windkraft-schw
eden-russland-verteidigung-lux.PB3Y9ptAk4h3xWRaQfN5i1)?
65. Wie viele finanzielle Mittel sind für die Unterstützung von Start-ups im
Bereich der unbemannten Luftfahrt im Rahmen des Haushaltsvermerks
Nummer 4 zu Kapitel 14 04 Titel 551 01 im Entwurf für den
Bundeshaushalt 2025 und in der mittelfristigen Finanzplanung bis 2028 gebunden
(bitte nach Jahresscheiben aufschlüsseln)?
66. Wie hoch fallen die zur Unterstützung der Ukraine eingesammelten
Finanzmittel im Zuge des am 30. Oktober 2024 auf dem Drohnenflugplatz
in Manching durchgeführten Auftakts zur Drohneninitiative im Rahmen
der „Drone Capability Coalition“ aus (bitte nach beitragendem Staat und
Summe beigetragener Finanzmittel aufschlüsseln)?
67. Wie viele Drohnen sollen mit den im Zuge des am 30. Oktober 2024 auf
dem Drohnenflugplatz in Manching durchgeführten Auftakts zur
Drohneninitiative im Rahmen der „Drone Capability Coalition“
eingesammelten Finanzmitteln für die Ukraine beschafft werden (bitte nach
Drohnenmodellen, Hersteller und Anzahl aufschlüsseln)?
68. Wie erfolgt die Evaluation der Arbeit der seit längerem eingesetzten Task
Force Drohne bzw. gibt es bereits Erkenntnis- und Erfahrungsberichte,
und wurden aus der Arbeit der Task Force weiterführend bereits F&T-
Projekte (F&T = Forschung und Transfer) generiert bzw. was ist für die
Weiterführung dieser Arbeitseinheit geplant?
69. Befinden sich derzeit Vorhaben der Bundeswehr im Zusammenhang mit
der Entwicklung und dem Einsatz von Logistik Drohnen in der
Entwicklung oder ggf. Umsetzung, und wenn ja, welche (bitte nach Vorhaben,
Zeitlinien, eingesetzten Finanzmitteln unter Angabe von Kapitel und Titel
des Bundeshaushalts und ggf. kooperierenden Staaten aufschlüsseln)?
70. Befinden sich derzeit Vorhaben der Bundeswehr im Zusammenhang mit
der Entwicklung und dem Einsatz von Rettungsdrohnen in der
Entwicklung oder ggf. Umsetzung, und wenn ja, welche (bitte nach Vorhaben,
Zeitlinien, eingesetzten Finanzmitteln unter Angabe von Kapitel und Titel
des Bundeshaushalts und ggf. kooperierenden Staaten aufschlüsseln)?
71. Plant die Bundesregierung die Prüfung sowohl von Logistik- als auch
Rettungskonzepten angesichts der in der Ukraine zu beobachtenden
Gefechtslagen, wenn ja, inwiefern, und plant die Bundesregierung darüber hinaus
die Überarbeitung der aktuellen Parameter für den Einsatz künftiger
autonomer Systeme, wenn ja, inwiefern?
72. Gibt es Überlegungen der Bundesregierung, die innovativen Start-ups der
Sicherheits- und Verteidigungsindustrie gezielt mit (auch kleineren)
Anker-Aufträgen zu unterstützen, um eine weitere Kapitalbeschaffung für
diese zu erleichtern?
73. Handelt es sich – vor dem Hintergrund, dass Deutschland 4 000
Kamikaze-Drohnen in die Ukraine liefern wird (www.welt.de/politik/ausl
and/article254575336/Kamikaze-Drohnen-Deutschland-schickt-der-Ukrai
ne-4000-KI-gesteuerte-Kampfdrohnen.html) –, bei den zu beschaffenden
4 000 Drohnensystemen um Drohnensysteme eines oder mehrerer
Hersteller (sollten mehrere Hersteller in Betracht gezogen werden, bitte die
genauen Beziehungen der Hersteller untereinander [Joint Venture,
Nationalität der Hersteller, Firmensitze etc.] erläutern)?
a) Wie viele Hersteller bzw. Joint Ventures produzieren die zu
beschaffenden 4 000 Drohnensysteme, und wenn diese nur von einem
Hersteller oder Joint Venture beschafft werden, warum wurde auf eine
Diversifizierung bei der Herstellerauswahl verzichtet?
b) Wann wird ein Einsatz der 4 000 Drohnensysteme in der Ukraine
erwartet?
c) Ist die Bereitstellung der 4 000 Drohnensysteme auf einmal oder in
mehreren Etappen geplant (bitte Lieferplan darstellen)?
d) Wie plant die Bundesregierung, die Leistungsfähigkeit der 4 000
Drohnensysteme auszuwerten, gibt es dazu etablierte Feedback-
Schleifen oder Reporting Lines, und welche Erkenntnisse erwartet die
Bundesregierung für die deutschen Streitkräfte?
e) Wie kam es angesichts der laut Presseberichten internen Bezeichnung
der 4 000 Drohnensysteme als „Mini-Taurus“ (www.bild.de/politik/au
sland-und-internationales/deutschlands-geheime-superwaffe-ki-gesteu
erte-drohnen-fuer-ukraine-6739cec347294e7a6bfec042; www.mer-
kur.de/politik/mini-taurus-heimlich-angeliefert-super-drohne-soll-
kiew-im-ukraine-krieg-helfen-zr-93417928.html) zu der Entscheidung
der Bundesregierung, vergleichbare Waffensysteme zum bisher nicht
gelieferten Waffensystem Taurus an die Ukraine als
Unterstützungsleistung zu liefern, und inwiefern unterscheiden sich die 4 000
Drohnensysteme vom Waffensystem Taurus?
f) Weshalb werden die genannten 4 000 Drohnensysteme geliefert und
das Waffensystem Taurus nicht?
g) Wie wird angesichts des Umstands, dass bei den 4 000
Drohnensystemen von autonomen Waffensystemen bzw. autonom agierenden
Waffensystemen gesprochen wird (www.dw.com/de/ki-drohnen-deutschla
nd-leiferung-ukraine-krieg-russland/a-70821690), der vertrauensvolle
Einsatz der 4 000 Waffensysteme in Bezug auf das strategische
Konzept „Responsible AI“ sichergestellt, und um welche
Systemklassifizierung handelt es sich bei den 4 000 Drohnensystemen (human-
inthe-loop, human-on-the-loop, human-out-of-the-loop)?
h) Kann beim Einsatz der 4 000 Drohnensysteme ein kurzfristiger
Einsatzabbruch gewährleistet werden, wenn ja, wie wird dieser
gewährleistet, und wie sieht das Verfahren dazu aus?
74. Werden oder sind Kampfdrohnen auf der taktischen Ebene aus Sicht der
Bundesregierung im Gefecht eine sogenannte Manöverwaffe?
75. Plant die Bundesregierung die Beschaffung bzw. Aufstellung von
Kampfdrohnen-Schwärmen, die im Gefecht der verbundenen Waffen den
Gefechtswert für die Bundeswehr maximal erhöhen?
76. Was hat die Bundesregierung unternommen und was unternimmt die
Bundesregierung, um die Abhängigkeit von China bei der Waffenproduktion
zu reduzieren (www.nzz.ch/pro/sicherheitsrisiko-deutschlands-abhaengigk
eit-von-china-bei-der-ruestung-ld.1859618)?
77. Was hat die Bundesregierung unternommen und was unternimmt die
Bundesregierung, um die Privatwirtschaft in Deutschland – insbesondere
KRITIS-Unternehmen (KRITIS = kritische Infrastrukturen) – bei der
Post-Quanten-Kryptografie zu unterstützen?
78. Was hat die Bundesregierung unternommen und was unternimmt die
Bundesregierung, um deutsche Sicherheitsbehörden und insbesondere
KRITIS-Unternehmen in der Gegenwart vor sogenannten „harvest now,
decrypt later“-Angriffen zu schützen (https://background.tagesspiegel.de/i
t-und-cybersicherheit/briefing/weckruf-fuer-die-deutsche-wirtschaft und
https://dgap.org/system/files/article_pdfs/DGAP%20Policy%20Brief_No-
25_November-2024_13pp%201.pdf und www.bsi.bund.de/DE/Service-Na
vi/Presse/Pressemitteilungen/Presse2024/241127_PQC-Joint-Statemen
t.html)?
79. Führt die Bundesregierung – um ihre eigene Aufklärung zu stärken – auch
sogenannte „harvest now, decrypt later“-Angriffe durch (https://backgroun
d.tagesspiegel.de/it-und-cybersicherheit/briefing/weckruf-fuer-die-deutsch
e-wirtschaft )?
80. Wie viele Kilometer Glasfasernetz hat die Bundesregierung bisher
quantenresistent gemacht?
Berlin, den 6. Januar 2025
Friedrich Merz, Alexander Dobrindt und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
BT20/1495512.02.2025
auf die Kleine Anfrage - Drucksache 20/14483 - Rolle neuer Aufklärungs- und Wirkmöglichkeiten in der Bundeswehr
AntwortAntwort
Volltext (unformatiert)
Deutscher Bundestag Drucksache 20/14955
20. Wahlperiode 12.02.2025
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU
– Drucksache 20/14483 –
Rolle neuer Aufklärungs- und Wirkmöglichkeiten in der Bundeswehr
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die Bundeswehr steht vor der Herausforderung, mit den immer schneller
werdenden Technologiesprüngen mitzuhalten und Möglichkeiten, die die
Digitalisierung bietet, zu nutzen. In den Konflikten der Zukunft muss sich die
Bundeswehr aber auch gegen hochmoderne und äußerst flexible Waffen,
Technologien und operative Methoden durchsetzen können. Originär zivile, aber
auch Dual-Use-Technologien kommen in den derzeitigen Konflikten immer
stärker zum Einsatz. Das zeigt sich im russischen Angriffskrieg in der Ukraine
deutlich. Dort hat die ukrainische Armee gezeigt, dass der systematische
Einsatz von (Mini-)Drohnen, der Rückgriff auf Künstliche Intelligenz (KI) und
moderne Software sowie die Nutzung des äußerst resilienten
Satelliteninternets von Starlink auch für eine zahlenmäßig kleinere und damit vermeintlich
unterlegene Armee erhebliche strategische Vorteile im Feld mit sich bringen
und die Kriegs- und Gefechtsführung sowohl offensiv als auch defensiv
drastisch verändert (www.focus.de/experts/innovationen-auf-dem-schlachtfeld-wel
che-neuen-technologien-den-ukraine-krieg-veraendern_id_198189127.html).
Der Bundeskanzler Olaf Scholz hat in seiner Zeitenwende-Rede vom 27.
Februar 2022 die Frage aufgeworfen, „[…] welche Fähigkeiten […] Putins
Russland [besitzt], und welche […] wir [brauchen], um dieser Bedrohung zu
begegnen, heute und in der Zukunft […]“ (www.bundesregierung.de/breg-de/suc
he/regierungserklaerung-von-bundeskanzler-olaf-scholz-am-27-februar-2022-
2008356).
Nach mehr als zwei Jahren des nach wie vor andauernden russischen
Angriffskrieges gegen die Ukraine stellt sich daher die Frage, ob die Bundesregierung
dem Auftrag des Bundeskanzlers vom 27. Februar 2022, Fähigkeiten zu
identifizieren und zu entwickeln, um der russischen Bedrohung jetzt und in
Zukunft begegnen zu können, nachgekommen ist und ob die Bundeswehr
entsprechend auf die oben skizzierten Änderungen in der Kriegs- und
Gefechtsführung im Bereich der Ausbildung und Beschaffung schon ausreichend
reagiert hat.
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums der Verteidigung
vom 11. Februar 2025 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
V o r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Die Bundesregierung nimmt die Vorbemerkung der Fragesteller zur Kenntnis.
Sie stimmt weder den darin enthaltenen Wertungen zu noch bestätigt sie die
darin enthaltenen Feststellungen oder dargestellten Sachverhalte.
Die Bundesregierung ist nach sorgfältiger Abwägung des parlamentarischen
Informationsanspruchs des Deutschen Bundestages zu der Auffassung gelangt,
dass eine Beantwortung der Fragen 1, 6 bis 10, 12 bis 15, 17, 19 bis 32e, 34 bis
41, 46, 50, 52 bis 54, 56, 57, 59, 60, 69 und 75 in offener Form nicht erfolgen
kann. Die Einstufung als Verschlusssache mit dem Geheimhaltungsgrad „VS-
Nur für den Dienstgebrauch“ ist im vorliegenden Fall im Hinblick auf das
Staatswohl erforderlich. Nach § 2 Absatz 2 Nummer 4 der Allgemeinen
Verwaltungsvorschrift zum materiellen Geheimschutz
(Verschlusssachenanweisung, VSA) vom 10. August 2018 sind Informationen, deren Kenntnisnahme
durch Unbefugte für die Interessen der Bundesrepublik Deutschland oder eines
ihrer Länder nachteilig sein kann, entsprechend einzustufen.
Eine zur Veröffentlichung bestimmte Antwort der Bundesregierung auf diese
Frage würde Rückschlüsse auf aktuelle Fähigkeiten und Kapazitäten der
Bundeswehr zulassen.
Dies trifft auch auf diejenigen Antworten zu, die Aufstellungen zu
Haushaltsmitteln beinhalten. Die Kenntnis über Maßnahmen bei einzelnen Titeln und
deren Finanzierungsplanungen durch Unbefugte kann zumindest nachteilig für
die Interessen der Bundesrepublik Deutschland sein.
1. Hat die Bundeswehr Drohnen, die auf die Bekämpfung anderer Drohnen
spezialisiert sind, seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die
Ukraine bisher beschafft, und wenn ja, wie viele (bitte nach
Drohnenmodell, Hersteller und Anzahl aufschlüsseln)?
6. Plant die Bundeswehr, im Jahr 2025 Bodendrohnen zu beschaffen, und
wenn ja, wie viele (www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Minister-nenn
t-immensen-Drohnenbedarf-fuer-Ukraine-Front-article25403736.html;
bitte nach Anzahl, Drohnenmodell und Hersteller aufschlüsseln)?
7. Über wie viele First-Person-View-(FPV-)Drohnenmodelle verfügt die
Bundeswehr (bitte nach Anzahl, Drohnenmodell und Hersteller
aufschlüsseln)?
8. Über wie viele FPV-Aufklärungsdrohnen verfügt die Bundeswehr (bitte
nach Anzahl, Drohnenmodell und Hersteller aufschlüsseln)?
9. Über wie viele FPV-Drohnen mit offensiven Wirkmöglichkeiten verfügt
die Bundeswehr (bitte nach Anzahl, Drohnenmodell und Hersteller
aufschlüsseln)?
10. Über wie viele kabelgebundene FPV-Drohnen verfügt die Bundeswehr
(bitte nach Anzahl, Drohnenmodell und Hersteller aufschlüsseln)?
12. Verfügt die Bundeswehr derzeit über KI-gesteuerte oder durch KI
unterstützte Drohnen, und wenn ja, wie viele (bitte nach Anzahl,
Drohnenmodell und Hersteller aufschlüsseln)?
13. Plant die Bundesregierung, vor dem Hintergrund, dass KI-gestützte,
bewaffnete Drohnen am Standort Deutschland im industriellen Maßstab
gefertigt werden (www.n-tv.de/wirtschaft/Helsing-baut-KI-Kamikaze-Droh
nen-bald-in-Serie-article25402832.html), KI-gestützte, bewaffnete
Drohnen zu beschaffen, und wenn ja, wie viele plant die Bundesregierung, bis
zum Jahr 2028 zu beschaffen (bitte nach Jahresscheiben, Anzahl,
Hersteller und Drohnenmodell aufschlüsseln)?
14. Verfügt die Bundeswehr derzeit über Loitering Munition, und wenn ja, in
welcher Anzahl (bitte nach Anzahl, Modell und Hersteller
aufschlüsseln)?
15. Plant die Bundesregierung, sogenannte Loitering Munition zu
beschaffen, und wenn ja, wie viele plant die Bundesregierung, bis zum Jahr 2028
zu beschaffen (bitte nach Jahresscheiben, Anzahl, Hersteller und Modell
aufschlüsseln)?
17. Plant die Bundesregierung, die Entwicklung und bzw. oder die
Beschaffung von Drohnenträgerschiffen für die Bundesmarine in Auftrag geben
zu lassen (www.businessinsider.de/politik/international-politics/iran-un
d-tuerkei-der-seemacht-ausbau-mit-drohnenschiffen/)?
a) Wenn ja, welche Zeitlinien verfolgt die Bundesregierung dabei?
b) Wenn ja, wie viele Finanzmittel hat die Bundesregierung dafür
vorgesehen?
c) Wenn ja, mit welchen Auftragsstückzahlen plant die
Bundesregierung?
d) Wenn nein, warum nicht?
19. Verfügt die Bundeswehr über eigene Drohnen mit offensiven
Wirkmöglichkeiten oder ballistische Raketen, mit denen die Bundeswehr auch
gegen Ziele in 4 000 Kilometern Entfernung wirken könnte (www.spiege
l.de/ausland/iran-praesentiert-neue-kamikaze-drohne-shahed-136-b-a-61
11bb01-6d0d-43e5-abeb-c2f6b396cda2), und wenn nein, sieht die
Bundesregierung sich durch die Waffenentwicklungen in anderen Staaten
(www.spiegel.de/ausland/iran-praesentiert-neue-kamikaze-drohne-shahe
d-136-b-a-6111bb01-6d0d-43e5-abeb-c2f6b396cda2) faktisch und
perspektivisch in ihrer außen- und sicherheitspolitischen Souveränität
eingeschränkt?
20. Plant auch die Bundesregierung den Aufbau einer laserbasierten
Luftabwehr gegen Drohnenattacken (www.spiegel.de/ausland/israel-laservertei
digung-iron-beam-soll-in-einem-jahr-einsatzbereit-sein-a-614ce70e-320
c-4dbb-86a5-3a4402c781cd) bzw. plant die Bundesregierung, im
Rahmen der European Sky Shield Initiative (ESSI) auch auf laserbasierte
Abwehrsysteme zu setzen?
a) Wenn ja, welche Zeitlinien verfolgt die Bundesregierung dabei?
b) Wenn ja, wie viele Finanzmittel hat die Bundesregierung dafür
vorgesehen?
c) Wenn nein, warum nicht?
21. Wie viele finanzielle Mittel hat die Bundesregierung in ihrem
Haushaltsentwurf 2025 für die Forschung an und die Entwicklung von
militärischen Drohnen vorgesehen (bitte Kapitel und Titel angeben)?
22. Wie viele Drohnen stehen den Soldatinnen und Soldaten derzeit pro
Monat für Übungszwecke zur Verfügung?
23. Ist die Abwehr von Drohnen inzwischen Bestandteil jeder
Grundausbildung von Soldatinnen und Soldaten?
24. Wie viele Drohnen wurden über oder in unmittelbarer Nachbarschaft von
Liegenschaften und Truppenübungsplätzen der Bundeswehr seit Beginn
der Legislaturperiode bis einschließlich zum Stichtag 30. November
2024 gesichtet, und wie viele davon wurden abgewehrt (bitte jeweils
nach Jahresscheiben aufschlüsseln)?
25. Brauchen Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr für das Bedienen
von Drohnen bei Übungen einen militärischen Drohnenführerschein, und
wenn ja, wie viele Soldatinnen und Soldaten haben bisher einen
militärischen Drohnenführerschein-Lehrgang erfolgreich absolviert?
26. Wie viele Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr kann die
Bundeswehr derzeit pro Monat im Umgang mit Drohnen ausbilden?
27. Plant die Bundeswehr, Roboterhunde bzw. Schreitroboter zu beschaffen
(www.welt.de/wirtschaft/article253683782/Bundeswehr-baut-Roboterhu
nd-Rudel-aus-Vier-neue-Modelle-bestellt.html), und wenn ja,
a) wie viele Roboterhunde bzw. Schreitroboter plant die Bundeswehr,
zu beschaffen,
b) welche Zeitlinien verfolgt die Bundeswehr bei der Beschaffung von
Roboterhunden bzw. Schreitrobotern,
c) zu welchem Einsatzzweck plant die Bundeswehr, Roboterhunde bzw.
Schreitroboter zu beschaffen,
d) plant die Bundeswehr die Bewaffnung der zur Beschaffung geplanten
Roboterhunde bzw. Schreitroboter, und wenn nein, warum nicht?
28. Wie viele Finanzmittel hat die Bundesregierung im Bundeshaushalt 2024
sowie in der mittelfristigen Finanzplanung bis 2028 für die Entwicklung
von Roboterhunden bzw. Schreitrobotern vorgesehen (bitte
aufgeschlüsselt nach Jahresscheiben unter Angabe von Kapitel und Titel angeben)?
29. Wie viele Finanzmittel hat die Bundesregierung im Bundeshaushalt 2024
sowie in der mittelfristigen Finanzplanung bis 2028 für die Beschaffung
von Roboterhunden bzw. Schreitrobotern vorgesehen (bitte
aufgeschlüsselt nach Jahresscheiben unter Nennung von Kapitel und Titel angeben)?
30. Wie viele Finanzmittel hat die Bundesregierung in ihrem Entwurf für den
Bundeshaushalt 2025 für die Entwicklung von Roboterhunden bzw.
Schreitrobotern vorgesehen (bitte Kapitel und Titel angeben)?
31. Wie viele Finanzmittel hat die Bundesregierung in ihrem Entwurf für den
Bundeshaushalt 2025 für die Beschaffung von Roboterhunden bzw.
Schreitrobotern vorgesehen (bitte Kapitel und Titel angeben)?
32. Plant die Bundeswehr, ihre Soldatinnen und Soldaten mit
unterstützenden Exoskeletten auszustatten (www.chip.de/news/e-bikes-sind-out_185
482461.html)?
a) Wenn ja, wie viele Finanzmittel hat die Bundesregierung im
Bundeshaushalt 2024 sowie in der mittelfristigen Finanzplanung bis 2028
für die Entwicklung von Exoskeletten zur Unterstützung von
Soldatinnen und Soldaten vorgesehen (bitte aufgeschlüsselt nach
Jahresscheiben unter Nennung von Kapitel und Titel angeben)?
b) Wenn ja, wie viele Finanzmittel hat die Bundesregierung im
Bundeshaushalt 2024 sowie in der mittelfristigen Finanzplanung bis 2028
für die Beschaffung von Exoskeletten zur Unterstützung von
Soldatinnen und Soldaten vorgesehen (bitte aufgeschlüsselt nach
Jahresscheiben unter Nennung von Kapitel und Titel angeben)?
c) Wenn ja, wie viele Finanzmittel hat die Bundesregierung in ihrem
Entwurf für den Bundeshaushalt 2025 für die Entwicklung von
Exoskeletten zur Unterstützung von Soldatinnen und Soldaten
vorgesehen (bitte Kapitel und Titel angeben)?
d) Wenn ja, wie viele Finanzmittel hat die Bundesregierung in ihrem
Entwurf für den Bundeshaushalt 2025 für die Beschaffung von
Exoskeletten zur Unterstützung von Soldatinnen und Soldaten
vorgesehen (bitte Kapitel und Titel angeben)?
e) Wenn nein, warum nicht?
34. Befinden sich derzeit Vorhaben der Bundeswehr im Zusammenhang mit
der Entwicklung von taktischen Hyperschallwaffen in der Umsetzung,
und wenn ja, welche (bitte nach Vorhaben, Zeitlinien, eingesetzten
Finanzmitteln unter Angabe von Kapitel und Titel des Bundeshaushalts
und ggf. kooperierenden Staaten aufschlüsseln)?
35. Sind aktuelle Vorhaben der Bundeswehr im Zusammenhang mit der
Entwicklung von taktischen Hyperschallwaffen geplant, und wenn ja,
welche (bitte nach Vorhaben, Zeitlinien, veranschlagten Finanzmitteln
unter Angabe von Kapitel und Titel des Bundeshaushalts und ggf.
kooperierenden Staaten aufschlüsseln)?
36. Befinden sich derzeit Projekte der Bundeswehr im Zusammenhang mit
der Beschaffung von taktischen Hyperschallwaffen in der Umsetzung,
und wenn ja, welche (bitte nach Vorhaben, Zeitlinien, eingesetzten
Finanzmitteln unter Angabe von Kapitel und Titel des Bundeshaushalts
und ggf. kooperierenden Staaten aufschlüsseln)?
37. Sind aktuell Projekte der Bundeswehr im Zusammenhang mit der
Beschaffung von taktischen Hyperschallwaffen geplant, und wenn ja,
welche (bitte nach Vorhaben, Zeitlinien, veranschlagten Finanzmitteln
unter Angabe von Kapitel und Titel des Bundeshaushalts und ggf.
kooperierenden Staaten aufschlüsseln)?
38. Befinden sich derzeit Vorhaben der Bundeswehr im Zusammenhang mit
der Entwicklung von strategischen Hyperschallwaffen in der Umsetzung,
und wenn ja, welche (bitte nach Vorhaben, Zeitlinien, eingesetzten
Finanzmitteln unter Angabe von Kapitel und Titel des Bundeshaushalts
und ggf. kooperierenden Staaten aufschlüsseln)?
39. Sind aktuelle Vorhaben der Bundeswehr im Zusammenhang mit der
Entwicklung von strategischen Hyperschallwaffen geplant, und wenn ja,
welche (bitte nach Vorhaben, Zeitlinien, veranschlagten Finanzmitteln
unter Angabe von Kapitel und Titel des Bundeshaushalts und ggf.
kooperierenden Staaten aufschlüsseln)?
40. Befinden sich derzeit Projekte der Bundeswehr im Zusammenhang mit
der Beschaffung von strategischen Hyperschallwaffen in der Umsetzung,
und wenn ja, welche (bitte nach Vorhaben, Zeitlinien, eingesetzten
Finanzmitteln unter Angabe von Kapitel und Titel des Bundeshaushalts
und ggf. kooperierenden Staaten aufschlüsseln)?
41. Sind aktuelle Projekte der Bundeswehr im Zusammenhang mit der
Beschaffung von strategischen Hyperschallwaffen geplant, und wenn ja,
welche (bitte nach Vorhaben, Zeitlinien, veranschlagten Finanzmitteln
unter Angabe von Kapitel und Titel des Bundeshaushalts und ggf.
kooperierenden Staaten aufschlüsseln)?
46. Sind die Satelliten der Bundeswehr resistent gegen einen
Elektromagnetischen Impuls (EMP) im Weltraum (www.welt.de/politik/ausland/plus25
3356570/Putins-Plaene-im-All-Atom-Detonation-im-Weltraum-Nato-sor
gt-sich-vor-russischen-Killersatelliten.html)?
50. Von welchen zivilen Satellitenkommunikationsprovidern mietet die
Bundeswehr Kapazitäten an – bezugnehmend auf die Antwort der
Bundesregierung auf die Schriftliche Frage 97 des Abgeordneten Dr. Reinhard
Brandl auf Bundestagsdrucksache 20/12734?
52. Sind Finanzmittel im Bundeshaushalt 2024 sowie in der mittelfristigen
Finanzplanung für die militärische Chipforschung vorgesehen (www.heis
e.de/news/Pentagon-269-Millionen-US-Dollar-fuer-die-militaerische-Chi
pforschung-9876308.html; bitte nach Jahresscheiben und Ressort unter
Angabe von Kapitel und Titel aufschlüsseln)?
53. Sind Finanzmittel im Entwurf der Bundesregierung für den Haushalt
2025 für die militärische Chipforschung vorgesehen, und wenn ja, wie
viele (www.heise.de/news/Pentagon-269-Millionen-US-Dollar-fuer-die-
militaerische-Chipforschung-9876308.html; bitte nach Ressort sowie
Kapitel und Titel aufschlüsseln)?
54. Setzt die Bundeswehr bereits KI-Technologien ein, um Informationen
von Sonarbojen besser verarbeiten zu können (https://background.tagess
piegel.de/it-und-cybersicherheit/briefing/die-tech-kooperationsplaene-vo
n-japan-und-australien)?
57. Wie viele Finanzmittel sind im Entwurf der Bundesregierung für den
Haushalt 2025 für die militärische KI-Forschung vorgesehen (bitte nach
Ressort sowie Kapitel und Titel aufschlüsseln)?
59. Wie viele Finanzmittel sind im Bundeshaushalt 2024 sowie in der
mittelfristigen Finanzplanung bis 2028 für die militärische Quantenforschung
vorgesehen (bitte nach Jahresscheiben und Ressort unter Angabe von
Kapitel und Titel aufschlüsseln)?
60. Wie viele Finanzmittel sind im Entwurf der Bundesregierung für den
Haushalt 2025 für die militärische Quantenforschung vorgesehen (bitte
nach Ressort unter Angabe von Kapitel und Titel angeben)?
69. Befinden sich derzeit Vorhaben der Bundeswehr im Zusammenhang mit
der Entwicklung und dem Einsatz von Logistik Drohnen in der
Entwicklung oder ggf. Umsetzung, und wenn ja, welche (bitte nach Vorhaben,
Zeitlinien, eingesetzten Finanzmitteln unter Angabe von Kapitel und
Titel des Bundeshaushalts und ggf. kooperierenden Staaten aufschlüsseln)?
75. Plant die Bundesregierung die Beschaffung bzw. Aufstellung von
Kampfdrohnen-Schwärmen, die im Gefecht der verbundenen Waffen den
Gefechtswert für die Bundeswehr maximal erhöhen?
Die Fragen 1, 6 bis 10, 12 bis 15, 17 bis 17d, 19 bis 32e, 34 bis 41, 46, 50, 52
bis 54, 57, 59, 60, 69 und 75 werden gemeinsam beantwortet.
Auf die Vorbemerkung der Bundesregierung sowie auf die als „VS-Nur für den
Dienstgebrauch“ eingestufte Anlage wird verwiesen.*
2. Wie viele Beschaffungen wie vieler und welcher Drohnen hat die
Bundeswehr seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine
bisher gestartet (bitte nach Drohnenmodell, Hersteller und Anzahl
aufschlüsseln)?
3. Wie viele und welche neuen Drohnen werden der Bundeswehr bis zum
Jahr 2028 zugeführt (bitte nach Jahr, Anzahl, Drohnenmodell und
Hersteller aufschlüsseln)?
4. Wie viele Drohnen befinden sich derzeit in den Beständen der
Bundeswehr (bitte nach Drohnenmodell, Hersteller und Anzahl aufschlüsseln)?
5. Wie viele Drohnen hat die Bundeswehr für die Bestände der Bundeswehr
im Jahr 2024 bereits in Auftrag gegeben (www.handelsblatt.com/dpa/kri
eg-in-der-ukraine-ukraine-will-russland-bei-drohnenproduktion-ueberflu
egeln/30004488.html; bitte aufgeschlüsselt nach Anzahl, Drohnenmodell
und Hersteller angeben)?
Die Fragen 2 bis 5 werden gemeinsam beantwortet.
Nach sorgfältiger Abwägung des parlamentarischen Informationsanspruchs des
Deutschen Bundestages ist die Bundesregierung zu der Auffassung gelangt,
dass eine Einstufung der Antworten zu den Fragen 2 bis 5 mit dem
Geheimhaltungsgrad „VS-Geheim“ im vorliegenden Fall erforderlich ist.** Gemäß § 2
Absatz 2 Nummer 2 VSA erfolgt die Einstufung „VS-Geheim“, wenn die
Kenntnisnahme der Informationen durch Unbefugte die Sicherheit der
Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder gefährden oder ihren Interessen
schweren Schaden zufügen kann. Mittels dieser aggregierten Informationen
kann eine detaillierte und umfassende Aussage über die Fähigkeiten und
Einsatzbereitschaft wesentlicher Teile der Bundeswehr aktuell und für die nächsten
Jahre abgeleitet werden, die zur Sicherstellung der Landes- und
Bündnisverteidigung als besonders sensitiv zu bewerten sind. Insbesondere vor dem
Hintergrund der bekannt schwierigen sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen sind
derartige gesamtheitlichen Auflistungen von in Nutzung bzw. in Beschaffung/
Planung Systemen in dem strategisch wie operativ wichtigen Technologiefeld
besonders zu schützen. Die aufgeführten Fragen werden entsprechend
eingestuft und an die Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages übermittelt.
11. Wie viele FPV-Drohnenpiloten hat die Bundeswehr bisher ausgebildet?
Die Bundeswehr unterscheidet in der Ausbildung nicht zwischen Drohnen ohne
oder mit FPV. Jeder Bediener/jede Bedienerin wird grundsätzlich in der
Betriebsart Nachtflug/Flug außerhalb des Sichtbereichs ausgebildet. Nach
Ausbildung dieses Abschnitts können alle Bediener eine FPV-Drohne nutzen.
* Das Bundesministerium der Verteidigung hat die Antwort als „VS-Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die Antwort ist im Parlamentssekretariat des Deutschen
Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen werden.
** Das Bundesministerium der Verteidigung hat die Antwort als „VS-Geheim“ eingestuft. Die Antwort ist in der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages
hinterlegt und kann dort nach Maßgabe der Geheimschutzordnung eingesehen werden.
16. Welche Drohnen mit offensiver Wirkmöglichkeit werden nach Kenntnis
der Bundesregierung in Deutschland inzwischen in serieller
Großproduktion hergestellt (bitte Drohnenmodelle und Hersteller angeben)?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Kenntnisse im Sinne der
Fragestellung vor.
18. Ist die Bundeswehr in der Lage, den deutschen Luftraum gegen seriell
hergestellte iranische Drohnen mit offensiven Wirkmöglichkeiten mit
4 000 Kilometern Reichweite (www.spiegel.de/ausland/iran-
praesentiertneue-kamikaze-drohne-shahed-136-b-a-6111bb01-6d0d-43e5-abeb-c2f6
b396cda2) zu verteidigen?
Die Luftwaffe verfügt über Fähigkeiten zur Abwehr von militärischen
Bedrohungen aus der Luft, die auch im Frieden im Rahmen der NATO integrierten
Luftverteidigung durchgeführt werden. Hierbei werden Fähigkeiten zur
Detektion und Abwehr gemeinsam mit unseren NATO-Partnern geteilt und zentral
geführt. Die Abwehrfähigkeit richtet sich dabei nicht gegen konkrete
Waffensysteme, sondern generell gegen militärische Bedrohungen aus der Luft.
33. Strebt die Bundesregierung an, einem internationalem Abkommen zur
Regulierung und Einschränkung des Einsatzes autonomer
Waffensysteme (https://table.media/security/analyse/warum-die-regulierung-autonom
er-waffensysteme-nicht-voranschreitet/) beizutreten, auch wenn andere
Staaten wie die USA, Israel, Russland, China einen Beitritt ablehnen,
und wenn ja, wie will die Bundesregierung die Bundeswehr kriegstüchtig
machen und gegen einen Gegner wie Russland gerüstet sein, wenn sie
ihren eigenen Streitkräften Einschränkungen bei der Entwicklung und
Verwendung von autonomen Waffensystemen auferlegt?
Die Frage, wie der Umgang mit letalen autonomen Waffensystemen reguliert
werden sollte, ist Gegenstand eines inklusiven, multilateralen
Diskussionsprozesses im Rahmen des VN-Waffenübereinkommens (Convention on Certain
Conventional Weapons/CCW) in Genf.
Aus Sicht der Bundesregierung ist die in diesem Prozess gewährleistete
Einbeziehung aller relevanten Akteure und militärischen Technologieführer zentral,
um ein wirksames Ergebnis zu ermöglichen. Die Bundesregierung setzt sich
dabei für die Ächtung vollautonomer letaler Waffensysteme, die außerhalb
menschlicher Kontrolle operieren, sowie für die Regulierung von
Waffensystemen mit autonomen Funktionen ein und unterstützt die Schaffung eines
rechtsverbindlichen Instruments mit Blick auf letale autonome Waffensysteme.
42. Aus welchen Gründen koppelt die Bundesregierung die Bereitstellung
von Rüstungsgütern und anderen Hilfen an die Ukraine nicht an die
Berücksichtigung deutscher Unternehmen bei der Vergabe öffentlicher
Aufträge (www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ukraine-oeffentliche-aufraege-ch
ina-ostausschuss-der-deutschen-wirtschaft-lux.xKYW8wYoeBjQM8cC
YnBKp?reduced=true) oder verpflichtet die Ukraine nicht zumindest
umgekehrt, dass die deutschen finanziellen Hilfen nicht an Unternehmen
aus Ländern fließen dürfen, die die Sanktionen gegen Russland nicht
mittragen?
Die Ukraine verteidigt seit fast drei Jahren nicht nur ihr eigenes Land gegen
den russischen Angriffskrieg, sondern auch unsere Werte und die europäische
Sicherheit. Dabei wird sie durch die Bundesregierung in ihrem
Verteidigungskampf bestmöglich unterstützt. Daher ist die deutsche Unterstützung für die
Ukraine nicht an Kompensationsgeschäfte oder Konditionalitäten geknüpft.
43. Gibt es Staaten, denen Hilfen gewährt und daran Bedingungen wie die
Berücksichtigung deutscher Unternehmen bei der Vergabe öffentlicher
Aufträge geknüpft werden, wenn ja, welche, und in welchem Kontext
finden diese Hilfen statt?
Nein.
44. Plant die Bundesregierung, zumindest künftig die Bereitstellung von
Rüstungsgütern und anderen Hilfen an andere Staaten teilweise an die
Berücksichtigung deutscher Unternehmen bei der Vergabe öffentlicher
Aufträge zu knüpfen?
Nein.
45. Gibt es zwischen den Weltraumteleskopen der Bundeswehr (www.zei
t.de/politik/deutschland/2024-09/bundeswehr-teleskope-weltraum-ueber
wachung-messstetten) und zivilen Einrichtungen wie dem Deutschen
Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) oder Forschungseinrichtungen
Kooperationen?
Zwischen der Bundeswehr und den genannten Einrichtungen existieren
Kooperationen und Austauschbeziehungen bzgl. Weltraumlagedaten. Durch das
ressortgemeinsam durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
(BMWK) und das BMVg aufgestellte und durch Luftwaffe und Deutsche
Raumfahrtagentur im DLR betriebene Weltraumlagezentrum ist die zivil-
militärische Kooperation inhärent.
Der forschende Teil des DLR steht ebenfalls in engem Austausch mit der
Bundeswehr.
47. Sind auf Schiffen der Bundesmarine private WLANs erlaubt (www.heis
e.de/news/Starlink-Antenne-heimlich-auf-US-Kriegsschiff-montiert-979
8943.html)?
48. Haben Schiffe der Bundesmarine Zugang zu dem US-System Starlink
(www.heise.de/news/Starlink-Antenne-heimlich-auf-US-Kriegsschiff-m
ontiert-9798943.html)?
Die Fragen 47 und 48 werden gemeinsam beantwortet.
Auf Schiffen der Deutschen Marine ist weder das Einbringen noch das
Betreiben von privaten WLAN-Netzen durch Besatzungsangehörige erlaubt. Unter
Auflagen ist allerdings eine Bereitstellung von Internetzugängen im Rahmen
der Betreuungskommunikation amtsseitig möglich. Diese müssen vorab von
den seegehenden Einheiten der Deutschen Marine beantragt werden. Hierzu
sind Verträge mit entsprechenden Dienstleistern (u. a. Starlink) geschlossen
worden.
49. Plant die Bundeswehr, Wirkmöglichkeiten gegen Objekte im Weltraum
jenseits von Ausweichmanövern zu schaffen (www.tagesschau.de/inland/
gesellschaft/weltraum-bundeswehr-100.html)?
Wirken gegen Objekte im Weltraum wurde für eine verteidigungsfähige
Weltraumarchitektur der Bundeswehr als elementarer Bestandteil identifiziert.
51. Was hat die Bundesregierung bisher konkret unternommen, um die
„Responsive Space“-Kapazitäten der Bundeswehr zu stärken (www.unibw.de/
space/news/abschluss-der-studie-responsive-space-capabilities-der-bunde
swehr-rscbw; www.welt.de/politik/deutschland/article252268112/Bunde
swehr-Deutsche-Spionage-Satelliten-kreisen-um-die-Erde-und-funktioni
eren-nicht.html)?
Die Bundeswehr unterstützt das DLR-Kompetenzzentrum für reaktionsschnelle
Satellitenverbringung im Rahmen der wehrtechnischen Forschung und
Technologie (F&T). Darüber hinaus beteiligt sich die Bundeswehr u. a. im Rahmen der
NATO und der EU an internationalen Projekten.
55. In welchen Bereichen setzt die Bundeswehr bereits KI-Technologien zur
Verbesserung der Verteidigungsfähigkeiten ein (beispielsweise beim
Truppenschutz, bei Zielerfassungssystemen, bei Aufklärungssystemen;
bitte auflisten)?
Bei Aufklärungssystemen wird zur Verbesserung der Verteidigungsfähigkeit
KI-Technologie eingesetzt.
56. Wie viele Finanzmittel sind im Bundeshaushalt 2024 sowie in der
mittelfristigen Finanzplanung bis 2028 für die militärische KI-Forschung
vorgesehen (bitte nach Jahresscheiben und Ressort unter Angabe von
Kapitel und Titel aufschlüsseln)?
Auf die Vorbemerkung der Bundesregierung sowie auf die als „VS-Nur für den
Dienstgebrauch“ eingestufte Anlage wird verwiesen.*
Ergänzend wird für die Anteile des Sondervermögens der Bundeswehr auf die
Antwort zu Frage 2 im „Bericht BMVg zu Nachfragen aus der Sitzung des
Digitalausschusses vom 6. November 2024“ verwiesen.
58. Wie hoch sind die Investitionen des Geschäftsbereichs
Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) im Jahr 2025 und im Jahr 2026 im
Bereich Künstliche Intelligenz (www.br.de/nachrichten/netzwelt/wie-tech-u
nd-ki-den-krieg-in-der-ukraine-entscheiden,U57N3Qs)?
Es wird auf die Antwort zu Frage 1 im „Bericht BMVg zu Nachfragen aus der
Sitzung des Digitalausschusses vom 6. November 2024“ verwiesen.
* Das Bundesministerium der Verteidigung hat die Antwort als „VS-Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die Antwort ist im Parlamentssekretariat des Deutschen
Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen werden.
61. Hält die Bundesrepublik Deutschland Anteile an Unternehmen, die
Seekabel verlegen bzw. in deren Eigentum wichtige Seekabel liegen, und
wenn ja, an welchen Unternehmen?
Der Bund ist über ein Zuweisungsgeschäft an die KfW zu 20 Prozent an der
Eurogrid GmbH, der Muttergesellschaft der 50Hertz Transmission GmbH,
beteiligt. Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz verwendet im Offshore-Bereich
Seekabel als Teil der Übertragungsnetzinfrastruktur für den Transport
elektrischen Stroms.
62. Plant die Bundesregierung, im Rahmen der Zeitenwende für Deutschland
wichtige Seekabel-Infrastruktur zu erwerben (www.handelsblatt.com/tec
hnik/it-internet/kommunikation-frankreich-kauft-seekabelsparte-asn-vo
n-nokia-zurueck/100086206.html)?
Nein.
63. Plant die Bundesregierung, für die Bundesrepublik Deutschland Anteile
an Unternehmen, die Seekabel verlegen bzw. in deren Eigentum wichtige
Seekabel liegen, zu erwerben, und wenn ja, an welchen Unternehmen?
Nein.
64. Teilt die Bundesregierung die Einschätzung der schwedischen Behörde
für Verteidigungsforschung (FOI), der zufolge „[…] die beantragten
Windkraftanlagen die Ortung potenzieller Gegner erschweren könnten
[…] zum einen, weil sie die Sicht versperren, zum anderen, weil die
Reichweite der Radaraufklärung abnehme und die Gefahr sogenannter
Radarechos erhöht werde […]“ und wonach weiter „[…] die Anlagen
und ihre unterseeische Kabelinfrastruktur elektromagnetische Störungen
verursachen [könnten], die wiederum den Funkverkehr beeinträchtigen
[…]“ und der zufolge außerdem „[…] Tiefflugmanöver durch die bis zu
300 Meter hohen Windmasten erschwert [würden]“, weshalb „[…] die
schwedische Energieagentur warnte […], dass es in der ganzen Ostsee
keine Gebiete gebe, in denen die FOI die Chance einer Koexistenz von
Windkraftanlagen und Verteidigungsinteressen sehe […]“ (www.sueddeu
tsche.de/politik/windkraft-schweden-russland-verteidigung-lux.PB3Y9pt
Ak4h3xWRaQfN5i1)?
Der Bundesregierung liegen keine Details zu den zugrundeliegenden
wissenschaftlichen Verfahren, Annahmen, Parametern und Erkenntnissen der
schwedischen Forschungsbehörde vor.
65. Wie viele finanzielle Mittel sind für die Unterstützung von Start-ups im
Bereich der unbemannten Luftfahrt im Rahmen des Haushaltsvermerks
Nummer 4 zu Kapitel 14 04 Titel 551 01 im Entwurf für den
Bundeshaushalt 2025 und in der mittelfristigen Finanzplanung bis 2028
gebunden (bitte nach Jahresscheiben aufschlüsseln)?
Für die in der Antwort der Bundesregierung zu Frage 47 der Kleinen Anfrage
der Fraktion der CDU/CSU auf Bundestagsdrucksache 20/13335 mit Bezug
zum Haushaltsvermerk Nummer 4 zu Kapitel 1404 Titel 551 01 aufgezeigten
Projekte sind die im Entwurf für den Bundeshaushalt 2025 und in der
mittelfristigen Finanzplanung bis 2028 geplanten Mittel mit Stand 22. Januar 2025
noch nicht gebunden.
66. Wie hoch fallen die zur Unterstützung der Ukraine eingesammelten
Finanzmittel im Zuge des am 30. Oktober 2024 auf dem Drohnenflugplatz
in Manching durchgeführten Auftakts zur Drohneninitiative im Rahmen
der „Drone Capability Coalition“ aus (bitte nach beitragendem Staat und
Summe beigetragener Finanzmittel aufschlüsseln)?
Bisher sind keine Finanzmittel bzw. finanzielle Zusagen von Partnern für eine
Beteiligung an der Drohneninitiative eingegangen.
Zu den durch die Partnerländer eingesetzten Mitteln kann die Bundesregierung
keine Aussage treffen.
67. Wie viele Drohnen sollen mit den im Zuge des am 30. Oktober 2024 auf
dem Drohnenflugplatz in Manching durchgeführten Auftakts zur
Drohneninitiative im Rahmen der „Drone Capability Coalition“
eingesammelten Finanzmitteln für die Ukraine beschafft werden (bitte nach
Drohnenmodellen, Hersteller und Anzahl aufschlüsseln)?
Die Initiative in Manching hatte das Ziel, überwiegend deutsche
Drohnenhersteller mit Vertretern der Nationen der Fähigkeitskoalition zusammenzuführen,
um kurzfristig verfügbare Produktionsslots zur Deckung des Bedarfs der
Ukraine nutzbar machen zu können.
68. Wie erfolgt die Evaluation der Arbeit der seit längerem eingesetzten Task
Force Drohne bzw. gibt es bereits Erkenntnis- und Erfahrungsberichte,
und wurden aus der Arbeit der Task Force weiterführend bereits F&T-
Projekte (F&T = Forschung und Transfer) generiert bzw. was ist für die
Weiterführung dieser Arbeitseinheit geplant?
Die zukünftige Koordination im BMVg wird mittels eines Steuerungsboards
mit einem dazu ablauforganisatorisch aufgestellten Sekretariat sichergestellt.
Wesentliche Aufgabe und Ziel des Steuerungsboards ist die ganzheitliche
Betrachtung des Themenfeldes auf strategischer Ebene und auf Basis dieses
Gesamtbildes das zügige Herbeiführen von Entscheidungen zur dauerhaften
Steigerung der Einsatzfähigkeit der Bundeswehr. Dazu werden auch die
Erkenntnisse der Task Force Drohne herangezogen.
Weiterhin fließen gewonnene Erkenntnisse bzw. erkannter Handlungsbedarf in
F&T Projekte ein.
70. Befinden sich derzeit Vorhaben der Bundeswehr im Zusammenhang mit
der Entwicklung und dem Einsatz von Rettungsdrohnen in der
Entwicklung oder ggf. Umsetzung, und wenn ja, welche (bitte nach Vorhaben,
Zeitlinien, eingesetzten Finanzmitteln unter Angabe von Kapitel und
Titel des Bundeshaushalts und ggf. kooperierenden Staaten aufschlüsseln)?
Nein.
71. Plant die Bundesregierung die Prüfung sowohl von Logistik- als auch
Rettungskonzepten angesichts der in der Ukraine zu beobachtenden
Gefechtslagen, wenn ja, inwiefern, und plant die Bundesregierung darüber
hinaus die Überarbeitung der aktuellen Parameter für den Einsatz
künftiger autonomer Systeme, wenn ja, inwiefern?
Das BMVg beobachtet die logistische Leistungserbringung im
völkerrechtswidrigen russischen Aggressionskrieg gegen die Ukraine und zieht Schlüsse
daraus, die sich auf die Ausgestaltung der Fähigkeiten und Weiterentwicklung
der militärischen logistischen Leistungserbringung auswirken.
Grundsätzlich wird die Weiterentwicklung der Logistik der Bundeswehr an
gegenwärtigen und vorausschaubaren Kriegsbildern ausgerichtet. Dazu werden
kontinuierlich strategische Vorgaben angepasst, die sich folgend auf alle
Fähigkeiten, Systeme und Strukturen auswirken.
72. Gibt es Überlegungen der Bundesregierung, die innovativen Start-ups
der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie gezielt mit (auch kleineren)
Anker-Aufträgen zu unterstützen, um eine weitere Kapitalbeschaffung
für diese zu erleichtern?
Ja.
73. Handelt es sich – vor dem Hintergrund, dass Deutschland 4 000
Kamikaze-Drohnen in die Ukraine liefern wird (www.welt.de/politik/ausland/arti
cle254575336/Kamikaze-Drohnen-Deutschland-schickt-der-Ukraine-400
0-KI-gesteuerte-Kampfdrohnen.html) –, bei den zu beschaffenden 4 000
Drohnensystemen um Drohnensysteme eines oder mehrerer Hersteller
(sollten mehrere Hersteller in Betracht gezogen werden, bitte die
genauen Beziehungen der Hersteller untereinander [Joint Venture, Nationalität
der Hersteller, Firmensitze etc.] erläutern)?
a) Wie viele Hersteller bzw. Joint Ventures produzieren die zu
beschaffenden 4 000 Drohnensysteme, und wenn diese nur von einem
Hersteller oder Joint Venture beschafft werden, warum wurde auf eine
Diversifizierung bei der Herstellerauswahl verzichtet?
Die Fragen 73 und 73a werden gemeinsam beantwortet.
Der Vertrag wurde zwischen der Ukraine und dem Unternehmen geschlossen.
Die Auswahl des Herstellers einschließlich Produktauswahl obliegt der
Ukraine.
Vertragspartner waren bei den in Rede stehenden Drohnen das Unternehmen
und die Ukraine. Insoweit liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse im
Sinne der Fragestellung vor.
b) Wann wird ein Einsatz der 4 000 Drohnensysteme in der Ukraine
erwartet?
Auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 13 der Kleinen Anfrage der
Fraktion der AfD auf Bundestagsdrucksache 20/14564 wird verwiesen.
c) Ist die Bereitstellung der 4 000 Drohnensysteme auf einmal oder in
mehreren Etappen geplant (bitte Lieferplan darstellen)?
Der Bundesregierung liegen keine Kenntnisse im Sinne der Fragestellung vor.
d) Wie plant die Bundesregierung, die Leistungsfähigkeit der 4 000
Drohnensysteme auszuwerten, gibt es dazu etablierte Feedback-
Schleifen oder Reporting Lines, und welche Erkenntnisse erwartet die
Bundesregierung für die deutschen Streitkräfte?
Auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 6 der Kleinen Anfrage der
Fraktion der AfD auf Bundestagsdrucksache 20/14564 wird verwiesen.
e) Wie kam es angesichts der laut Presseberichten internen Bezeichnung
der 4 000 Drohnensysteme als „Mini-Taurus“ (www.bild.de/politik/au
sland-und-internationales/deutschlands-geheime-superwaffe-ki-gesteu
erte-drohnen-fuer-ukraine-6739cec347294e7a6bfec042; www.merku
r.de/politik/mini-taurus-heimlich-angeliefert-super-drohne-soll-kiew-i
m-ukraine-krieg-helfen-zr-93417928.html) zu der Entscheidung der
Bundesregierung, vergleichbare Waffensysteme zum bisher nicht
gelieferten Waffensystem Taurus an die Ukraine als
Unterstützungsleistung zu liefern, und inwiefern unterscheiden sich die 4 000
Drohnensysteme vom Waffensystem Taurus?
Die Bezeichnung im Sinne der Fragestellung findet in der Bundesregierung
keine Verwendung und hatte daher keinen Einfluss auf Entscheidungen.
f) Weshalb werden die genannten 4 000 Drohnensysteme geliefert und
das Waffensystem Taurus nicht?
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage 7 des
Abgeordneten Tilman Kuban auf Bundestagsdrucksache 20/10565 verwiesen.
g) Wie wird angesichts des Umstands, dass bei den 4 000
Drohnensystemen von autonomen Waffensystemen bzw. autonom agierenden
Waffensystemen gesprochen wird (www.dw.com/de/ki-drohnen-deutschla
nd-leiferung-ukraine-krieg-russland/a-70821690), der vertrauensvolle
Einsatz der 4 000 Waffensysteme in Bezug auf das strategische
Konzept „Responsible AI“ sichergestellt, und um welche
Systemklassifizierung handelt es sich bei den 4 000 Drohnensystemen (human-
inthe-loop, human-on-the-loop, human-out-of-the-loop)?
Aus Sicht der Bundesregierung handelt es sich bei den genannten Drohnen
nicht um vollautonome Waffensysteme. Darüber hinaus wird auf die Antwort
der Bundesregierung zu Frage 18 der Kleinen Anfrage der Fraktion der AfD
auf Bundestagsdrucksache 20/14564 verwiesen.
h) Kann beim Einsatz der 4 000 Drohnensysteme ein kurzfristiger
Einsatzabbruch gewährleistet werden, wenn ja, wie wird dieser
gewährleistet, und wie sieht das Verfahren dazu aus?
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 18 der Kleinen Anfrage
der Fraktion der AfD auf Bundestagsdrucksache 20/14564 verwiesen.
74. Werden oder sind Kampfdrohnen auf der taktischen Ebene aus Sicht der
Bundesregierung im Gefecht eine sogenannte Manöverwaffe?
Nein.
76. Was hat die Bundesregierung unternommen und was unternimmt die
Bundesregierung, um die Abhängigkeit von China bei der
Waffenproduktion zu reduzieren (www.nzz.ch/pro/sicherheitsrisiko-deutschlands-a
bhaengigkeit-von-china-bei-der-ruestung-ld.1859618)?
Das Thema ist nicht auf die Waffenproduktion begrenzt, sondern Teil eines
gesamtwirtschaftlichen Ansatzes zur Diversifizierung und Reduktion von
Abhängigkeiten. Gemäß der China-Strategie der Bundesregierung und des
Eckpunktepapiers des BMWK, „Wege zu einer nachhaltigen und resilienten
Rohstoffversorgung“, wird die Bundesregierung die deutsche Wirtschaft bei der
Erschließung diversifizierter, nachhaltiger Bezugsquellen unterstützen. Dabei spielen
Instrumente der Außenwirtschaftsförderung und der
Entwicklungszusammenarbeit, Rohstoffpartnerschaften, strategische Lagerhaltung sowie Forschung und
Entwicklung zur Substitution und verbesserten Kreislaufführung von
Rohstoffen eine Rolle. Auch die Nationale Sicherheits- und
Verteidigungsindustriestrategie zielt darauf ab, die Diversifizierung und Resilienz von Lieferketten zu
stärken und das Monitoring von Lieferketten hinsichtlich des Zugangs zu
sicherheits- und verteidigungswichtigen Rohstoffen auszubauen.
77. Was hat die Bundesregierung unternommen und was unternimmt die
Bundesregierung, um die Privatwirtschaft in Deutschland – insbesondere
KRITIS-Unternehmen (KRITIS = kritische Infrastrukturen) – bei der
Post-Quanten-Kryptografie zu unterstützen?
Die Bundesregierung unterstützt die Privatwirtschaft über das Bundesamt für
die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) durch die Bereitstellung von
aktuellen Informationen und Empfehlungen zu aktuellen
Verschlüsselungsverfahren. Diese beinhalten auch Informationen über Post-Quanten-Kryptografie.
78. Was hat die Bundesregierung unternommen und was unternimmt die
Bundesregierung, um deutsche Sicherheitsbehörden und insbesondere
KRITIS-Unternehmen in der Gegenwart vor sogenannten „harvest now,
decrypt later“-Angriffen zu schützen (https://background.tagesspiegel.de/
it-und-cybersicherheit/briefing/weckruf-fuer-die-deutsche-wirtschaft und
https://dgap.org/system/files/article_pdfs/DGAP%20Policy%20Brief_N
o-25_November-2024_13pp%201.pdf und www.bsi.bund.de/DE/Servic
e-Navi/Presse/Pressemitteilungen/Presse2024/241127_PQC-Joint-Statem
ent.html)?
Die Bundesregierung nutzt für die geschützte und verschlüsselte
Kommunikation moderne und zugelassene Verschlüsselungsmethoden und wechselt die
dahinterliegenden Schlüssel in regelmäßigen Abständen.
Schon seit einigen Jahren veröffentlicht das BSI Empfehlungen zu
quantensicherer Kryptographie, darunter seit 2020 auch die erste Empfehlung konkreter
quantensicherer Verfahren.
Das BSI ist zusätzlich beteiligt bei der von der EU-Kommission
herausgegebenen „Empfehlung (EU) 2024/1101 der Kommission vom 11. April 2024 über
einen Fahrplan für die koordinierte Umsetzung des Übergangs zur Post-
Quanten-Kryptographie“. In Folge dieser Empfehlung wurde ein Workstream im
Rahmen der NIS-Kooperationsgruppe gegründet, in dem das BSI gemeinsam
mit dem Bundesministerium des Innern und für Heimat sowie Frankreich und
den Niederlanden die Co-Chair-Rolle übernimmt.
Das BSI initiiert folglich Maßnahmen für die Bundesregierung, um den Schutz
auch zukünftig gewährleisten zu können.
Darüber hinaus wird auf die Antwort zu Frage 79 verwiesen.
79. Führt die Bundesregierung – um ihre eigene Aufklärung zu stärken –
auch sogenannte „harvest now, decrypt later“-Angriffe durch (https://bac
kground.tagesspiegel.de/it-und-cybersicherheit/briefing/weckruf-fuer-di
e-deutsche-wirtschaft )?
Die Bundesregierung setzt die eigenen Fähigkeiten im Rahmen der jeweiligen
Aufgaben ein.
Im Übrigen betrifft die Beantwortung der Frage solche Informationen, die in
besonders hohem Maße das Staatswohl berühren und daher selbst in
eingestufter Form nicht beantwortet werden können. Die Bundesregierung ist nach
sorgfältiger Abwägung der widerstreitenden Interessen zu der Auffassung gelangt,
dass eine Beantwortung der Frage im Übrigen für die Nachrichtendienste des
Bundes nicht erfolgen kann. Das verfassungsrechtlich verbürgte Frage- und
Informationsrecht des Deutschen Bundestages gegenüber der Bundesregierung
wird durch gleichfalls Verfassungsrecht genießende schutzwürdige Interessen
wie das Staatswohl begrenzt. Durch eine Offenlegung der angefragten
Informationen würden Einzelheiten zur konkreten Methodik der Nachrichtendienste des
Bundes benannt, die die weitere Arbeitsfähigkeit und Aufgabenerfüllung auf
dem spezifischen Gebiet der technischen Aufklärung gefährden würde.
Eine Bekanntgabe von Einzelheiten zu nachrichtendienstlichen Verfahren zur
Erhebung von Daten aus zugriffsgeschützten Bereichen von IT-Infrastrukturen
im Ausland im Rahmen der technischen Aufklärung oder im Rahmen der
Aufklärung von Beobachtungsobjekten oder extremistischen Strukturen im Inland
würde weitgehende Rückschlüsse auf die technischen Fähigkeiten und damit
mittelbar auch auf die technische Ausstattung und das Aufklärungspotential der
Nachrichtendienste des Bundes zulassen. Dadurch könnte die Fähigkeit der
Nachrichtendienste des Bundes, nachrichtendienstliche Erkenntnisse im Wege
der technischen Aufklärung zu gewinnen, in erheblicher Weise negativ
beeinflusst werden.
Insofern birgt eine Offenlegung der angefragten Informationen die Gefahr, dass
Einzelheiten zur konkreten Methodik und zu den – aus den vorgenannten
Gründen im hohen Maße schutzwürdigen – spezifischen technischen Fähigkeiten der
Nachrichtendienste des Bundes bekannt würden. Infolgedessen könnten sowohl
staatliche als auch nichtstaatliche Akteure Rückschlüsse auf spezifische
Vorgehensweisen und technische Fähigkeiten der Nachrichtendienste des Bundes
gewinnen. Dies würde folgenschwere Einschränkungen der
Informationsgewinnung bedeuten, womit letztlich der gesetzliche Auftrag der Nachrichtendienste
des Bundes (§ 1 Absatz 2 BNDG, § 3 Absatz 1 BVerfSchG, § 1 Absatz 1 und 2
MADG) nicht mehr sachgerecht erfüllt werden könnte.
Eine VS-Einstufung und Hinterlegung der angefragten Informationen in der
Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages würde ihrer erheblichen
Brisanz im Hinblick auf die Bedeutung der (technischen) Aufklärung für die
Aufgabenerfüllung der Nachrichtendienste des Bundes nicht ausreichend Rechnung
tragen. Die angefragten Inhalte beschreiben die technischen Fähigkeiten der
Nachrichtendienste des Bundes so detailliert, dass eine Bekanntgabe auch
gegenüber einem begrenzten Kreis von Empfängern ihrem Schutzbedürfnis nicht
Rechnung tragen kann. Dies gilt umso mehr, als sie Spezifika betreffen, deren
technische Umsetzung nur in einem bestimmten Verfahren erfolgen kann. Bei
einem Bekanntwerden der schutzbedürftigen Information wäre kein Ersatz
durch andere Instrumente möglich.
Aus dem Vorgesagten ergibt sich, dass die erbetenen Informationen derart
schutzbedürftige Geheimhaltungsinteressen berühren, dass das Staatswohl
gegenüber dem parlamentarischen Informationsrecht überwiegt. Insofern muss
ausnahmsweise das Fragerecht der Abgeordneten gegenüber dem
Geheimhaltungsinteresse der Bundesregierung zurückstehen.
Dabei ist der Umstand, dass hier die Frage nicht weiter beantwortet wird, weder
als Bestätigung noch als Verneinung des angefragten Sachverhaltes zu
verstehen.
80. Wie viele Kilometer Glasfasernetz hat die Bundesregierung bisher
quantenresistent gemacht?
Für die Sicherheit digitaler Infrastrukturen sind vorrangig die Betreiber
öffentlicher Telekommunikationsnetze und Anbieter öffentlich zugänglicher
Telekommunikationsdienste verantwortlich. Sie sind nach dem
Telekommunikationsgesetz (TKG) dazu verpflichtet, angemessene technische und
organisatorische Maßnahmen zum Schutz gegen Störungen und zur Beherrschung von
Sicherheitsrisiken zu ergreifen, auch sofern diese durch äußere Angriffe und
Einwirkungen von Katastrophen bedingt sein können. Die zu ergreifenden
Maßnahmen werden durch den Sicherheitskatalog der Bundesnetzagentur
konkretisiert.
Die Umsetzung der Empfehlungen des BSI bzw. neuer Standards obliegt den
Unternehmen.
Weitere Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung liegen der Bundesregierung
nicht vor.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
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