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Kleine AnfrageWahlperiode 20Beantwortet
Amtsführung von Wolfgang Schmidt
(insgesamt 79 Einzelfragen)
Fraktion
CDU/CSU
Ressort
Bundeskanzleramt
Datum
14.02.2025
Aktualisiert
26.02.2025
BT20/1480930.01.2025
Amtsführung von Wolfgang Schmidt
Kleine Anfrage
Volltext (unformatiert)
Deutscher Bundestag Drucksache 20/14809
20. Wahlperiode 30.01.2025
Kleine Anfrage
der Fraktion der CDU/CSU
Amtsführung von Wolfgang Schmidt
Der Chef des Bundeskanzleramts (BKAmt) und Bundesminister für besondere
Aufgaben, Wolfgang Schmidt, ist Bundeskanzler Olaf Scholz’ engster
Vertrauter und begleitet ihn seit seinem Assessorexamen im Jahr 2002 in
verschiedenen Funktionen. Für die 21. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages
kandidiert Wolfgang Schmidt als Bundestagskandidat (www.tagesspiegel.de/politi
k/scholz-engster-vertrauter-wolfgang-schmidt-will-in-den-bundestag-1212460
1.html).
Der Werdegang von Bundeskanzler Olaf Scholz war nach Ansicht der
Fragesteller immer wieder erschüttert von politischen Skandalen wie
– der Rückforderung der zu Unrecht erstatteten Steuern aus Cum-Ex-
Geschäften von der M. M. Warburg & CO Bank in den Jahren 2016 und
2017, mit dessen politischer Aufarbeitung Wolfgang Schmidt bis heute
beschäftigt ist (www.tagesspiegel.de/politik/journalisten-diffamierung-in-cu
m-ex-affare-der-chef-des-kanzleramts-war-nicht-im-dienst-1000259
8.html);
– dem G20-Gipfel 2017, bei dem es zu Ausschreitungen und Plünderungen in
der Hamburger Innenstadt kam (www.hdg.de/lemo/bestand/objekt/fotografi
e-G20_hamburg). Wolfgang Schmidt galt zu seiner Amtszeit als
„inoffizieller Außenminister Hamburgs“ und war für die Organisation des G20-
Gipfels in Hamburg 2017 mitverantwortlich (www.abendblatt.de/hamburg/
kommunales/article210711085/Hamburgs-Aussenminister.html);
– dem Bilanzbetrugsskandal und der anschließenden Insolvenz von Wirecard,
aufgrund schwerer Verfehlungen der Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), über die der damalige Bundesminister der Finanzen
Olaf Scholz die Rechts- und Fachaufsicht trug. Auch hier geriet Wolfgang
Schmidt in die Kritik (www.spiegel.de/politik/deutschland/wirecard-kanzle
ramt-setzte-sich-fuer-finanzdienstleister-ein-a-e5b50a9f-128d-4bda-b7d5-9
07e2fea9f7c).
Wolfgang Schmidt wurde im September 2021 vorgeworfen, während seiner
Arbeitszeit als Staatssekretär in sozialen Medien für den SPD-Kanzlerkandidaten
Olaf Scholz und seine Partei geworben zu haben (www.lto.de/recht/nachrichte
n/n/staatsanwaltschaft-ermittelt-gegen-staatssekretaer-bundesfinanzministeriu
m-wolfgang-schmidt-durchsuchungsbeschluss-vereffentlicht).
Auch in seiner Zeit als Bundeskanzleramtschef wurde wiederholt kritisch über
Wolfgang Schmidt bei seinem Umgang mit Journalisten berichtet. So hatte
Wolfgang Schmidt auf öffentlichen Druck Anfang 2024 seinen vertraulichen
„Austausch“ mit ausgewählten Journalisten im Bundeskanzleramt vorerst
beendet (www.tagesspiegel.de/politik/keine-verschwiegenen-runden-mehr-im-kanzl
eramt-scholz-vertrauter-stoppt-treffen-mit-journalisten-11625071.html).
Inzwischen soll Wolfgang Schmidt den vertraulichen Austausch mit
ausgewählten Journalisten wieder aufgenommen haben (www.tagesspiegel.de/politi
k/vertrauliches-aus-dem-kanzleramt-scholz-vertrauter-informiert-wieder-im-hin
tergrund-12898819.html).
Schließlich ist auch die Nähe Wolfgang Schmidts zum „Dezernat Zukunft“
während der letztjährigen Haushaltsverhandlungen aufgefallen. Der „Spiegel“
berichtete am 7. August 2024 unter der Überschrift „Hat Scholz recht? Oder
doch Lindner?“ (www.spiegel.de/politik/deutschland/bundeshaushalt-olaf-scho
lz-gegen-christian-lindner-wer-hat-recht-a-7872ab06-6ec2-46ee-abc7-f8e35831
e5b5), die „Ampelspitze“ habe bei der Einigung zum Haushalt womöglich auf
Ideen des „Dezernats Zukunft“ zurückgegriffen. Unter dem Titel „Wie wir die
Bahn und Straßen finanzieren – ohne die Schuldenbremse zu ändern“ legten die
Mitarbeiter des Dezernats in einem 14-seitigen Papier dar, „wie eine
Darlehensvergabe an Bahn und Autobahngesellschaft bei dem Versuch helfen können,
eine Finanzierungslücke im Bundeshaushalt zu schließen“. In dem „Spiegel“-
Artikel hieß es weiter: „Das ‚Dezernat Zukunft‘ pflegt gute Beziehungen in die
Regierungszentrale. Seine Geschäftsführerin und Co-Autorin des Papiers,
Philippa Sigl-Glöckner, ist mit Bundeskanzleramtsminister Wolfgang Schmidt
(SPD) liiert.“
Mit ihr nahm er wiederholt Termine im Ausland wahr. Auffällig war in den
vergangenen drei Jahren, dass der Bundeskanzleramtschef Wolfgang Schmidt die
Koalition von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP nicht nur aus dem
Bundeskanzleramt heraus organisiert hat; er hat auch zahlreiche Außentermine
wahrgenommen, darunter auch mehrtägige Auslandsreisen. So war er z. B. im
Mai 2023 – während der heiklen Debatte um das Gebäudeenergiegesetz – drei
Tage beim Munich Leaders Meeting in Tokio (securityconference.org/mediathe
k/asset/wolfgang-schmidt-20230515-0110/) und vier Tage bei der Bilderberg-
Konferenz in Lissabon (www.nachdenkseiten.de/?p=98040).
Laut Webseite der Hans Ringier Stiftung hat Bundeskanzleramtschef Wolfgang
Schmidt in den Jahren 2022 und 2023 an der Veranstaltung zur Verleihung des
„Europapreises für politische Kultur“ teilgenommen. Der Preis wird alljährlich
während des Filmfestivals Locarno in dem 5-Sterne-Hotel Castello del Sole
von der Stiftung des Schweizer Ringier Verlags verliehen. In beiden Jahren
wurde Bundesminister Wolfgang Schmidt ausweislich der Webseite der
Stiftung von seiner Lebensgefährtin Philippa Sigl-Glöckner begleitet. 2022 sind
beide wie folgt auf der Bildunterschrift des Gruppenfotos ausgewiesen:
Wolfgang Schmidt – Chef des Bundeskanzleramts, Philippa Sigl-Glöckner –
Begleitung v. Wolfgang Schmidt und Ökonomin und Direktorin der Berliner
Denkfabrik Dezernat Zukunft (www.ringier.com/de/hans-ringier-stiftung-
kajakallas-mit-dem-europapreis-fuer-politische-kultur-2022-ausgezeichnet/). 2023
ist aus der Bildunterschrift des Gruppenbildes erkennbar: Philippa Sigl-
Glöckner, Partnerin von Wolfgang Schmidt, Chef des Bundeskanzleramts,
Wolfgang Schmidt, Chef des Bundeskanzleramts (www.ringier.com/de/alexei-n
avalny-mit-dem-europapreis-fur-politische-kultur-2023-ausgezeichnet/). Laut
der Webseite des Veranstalters wurde er als Bundesminister eingeladen und so
vom Veranstalter auch vorgestellt. Bundesminister Wolfgang Schmidt hat dabei
nicht erklärt, dass er als Privatperson auftrat.
Schließlich begleitete ihn seine Lebensgefährtin (www.schloss-elmau.de/kultu
r/symposien/) u. a. zum Symposium auf Schloss Elmau Anfang Dezember
2024. Auf dem Veranstaltungsflyer wurde er als Bundesminister eingeladen
und vom Veranstalter Dietmar Mueller-Elmau als Bundesminister vorgestellt.
Er hat dabei nicht erklärt, dass er als Privatperson auftrat. Zugleich trat seine
Lebensgefährtin Philippa Sigl-Glöckner auf der gleichen Veranstaltung als
Vortragende zur Schuldenbremse auf. Die Vielzahl politischer Skandale und die
Regelmäßigkeit der Verwicklung Wolfgang Schmidts darin, gibt aus Sicht der
Fragesteller Anlass für weitere Fragen.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Welche Aufgaben hat der Bundesminister für besondere Aufgaben laut
Geschäftsverteilungsplan des Bundeskanzleramts, und welche Aufgaben
hat der Chef des Bundeskanzleramts?
2. Auf welche Bereiche bzw. Tätigkeiten hat Wolfgang Schmidt seine
Arbeitszeit in welchem Umfang verwendet (bitte nach Zuständigkeiten laut
Geschäftsverteilungsplan in Prozent darstellen)?
3. Nimmt Bundesminister Wolfgang Schmidt auch nach Feierabend
dienstliche Termine wahr oder verfolgt er dienstliche Interessen?
a) Wenn ja, wann, und welche dienstlichen Termine und Interessen hat er
wahrgenommen?
b) Wenn dies nicht nachgehalten wird, wie wird dann sichergestellt, dass
die Arbeitszeitrichtlinie von Bundesminister Wolfgang Schmidt
eingehalten wird?
c) Wenn nein, warum nicht?
4. Wie definiert die Bundesregierung die Abgrenzung von Dienst und
Freizeit bei Bundesministern?
5. Wurden die Öffentlichkeit und der Deutsche Bundestag vom heutigen
Bundesminister für besondere Aufgaben Wolfgang Schmidt über den
„Steuerfall M. M. Warburg & CO Bank“ zeitnah, zutreffend und
vollständig informiert, wurde z. B. aus Informationen, die ihm vorlagen, eine
einschränkende oder deutende Auswahl getroffen oder Interpretation
vorgenommen, und wenn ja, mit welcher Zielsetzung?
6. Welche Journalisten hat der Bundesminister für besondere Aufgaben
Wolfgang Schmidt in dieser Legislaturperiode in dienstlicher Eigenschaft
zur Cum-Ex-Berichterstattung über den Bundeskanzler Olaf Scholz
kontaktiert (bitte nach Dienstzeit und Freizeit mit dienstlichem Bezug
aufschlüsseln)?
a) Wenn die Bundesregierung keine Aufzeichnungen zu den privaten
oder dienstlichen Kontakten von Wolfgang Schmidt mit Journalisten
hat, wie beurteilt die Bundesregierung die Rolle von Wolfgang
Schmidt bei etwaigen Kontaktaufnahmen mit Journalisten in seiner
Freizeit zum Themenkomplex Warburg, z. B. als interessierter Leser
oder als engagierter Bürger?
b) Wie stellt die Bundesregierung sicher, dass er in diesen Fällen nicht
dienstliche Interessen verfolgt?
7. Wer hat die Abordnung bzw. Freistellung von Carsten Ernst, der zuvor im
Bundesministerium der Finanzen (BMF) im Verantwortungsbereich des
damaligen Staatssekretärs des BMF und heutigen
Bundeskanzleramtschefs Wolfgang Schmidt tätig war und nun stellvertretender Leiter des
Arbeitsstabes im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA)
„Cum-Ex Steuergeldaffäre“ der Hamburger Bürgerschaft ist, an den
Arbeitsstab des Hamburger Untersuchungsausschusses bewilligt bzw.
abgezeichnet?
8. War der damalige Staatssekretär Wolfgang Schmidt über den Vorgang
informiert?
9. Hat der damalige Staatssekretär und heutige Bundeskanzleramtschef
Wolfgang Schmidt direkt oder indirekt Kontakt (elektronisch, per Telefon
etc.) zu Carsten Ernst unterhalten oder aufgenommen, seit dieser als
stellvertretender Arbeitsstableiter für den PUA in Hamburg tätig ist?
a) Wenn ja, wann fanden die Kontakte statt (bitte genau auflisten)?
b) Wenn ja, wie fanden die Kontakte statt (persönlich, elektronisch,
telefonisch etc.; bitte auf den Kontakt in Frage 9a Bezug nehmen)?
c) Wenn ja, wann, was war der Anlass bzw. waren die Inhalte des
Kontaktes (bitte auf den Kontakt in den Fragen 9a und 9b Bezug nehmen)?
10. Hat der damalige Staatssekretär im Bundesfinanzministerium und heutige
Bundeskanzleramtschef Wolfgang Schmidt sich im Nachgang zur als VS-
Vertraulich (VS = Verschlusssache) eingestuften Sitzung des
Finanzausschusses des Deutschen Bundestages, in dem der damalige
Bundesfinanzminister und heutige Bundeskanzler Olaf Scholz am 1. Juni 2020 „zum
Umgang mit Steuerforderungen/Cum-Ex-Geschäften“ der Hamburger
Privatbank M. M. Warburg befragt wurde, Zugang zu dem damals als „VS-
Vertraulich“ eingestuften Protokoll zu der Sitzung verschafft bzw.
Einblick genommen in der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages,
des Bundeskanzleramts oder des Bundesfinanzministeriums?
a) Wenn ja, wann hat der damalige Staatssekretär Wolfgang Schmidt
Einblick genommen, und wie oft (bitte die Daten auflisten)?
b) Was war der Grund bzw. Anlass dafür, dass der damalige
Staatssekretär sich Zugang zu dem Protokoll verschaffte?
c) Trifft es zu, dass der damalige Staatssekretär Wolfgang Schmidt
Aussagen aus dem damals als VS-Vertraulich eingestuften Protokoll mit
einem Handy abfotografiert und an ausgesuchte Journalisten
verschickt hat (siehe „Die Akte Scholz. Der Kanzler, das Geld und die
Macht“, Ch. Links Verlag, 2022, S. 252)?
d) Hatte der damalige Bundesfinanzminister und heutige Bundeskanzler
Olaf Scholz Kenntnis von diesen Vorgängen?
e) Wie bewertet Bundeskanzler Olaf Scholz dieses Vorgehen seines
damaligen Staatssekretärs und heutigen Bundeskanzleramtsministers
Wolfgang Schmidt?
11. Wurden der damalige Bundesfinanzminister Olaf Scholz, sein
Staatssekretär Wolfgang Schmidt und bzw. oder seine Mitarbeiter des
Bundesfinanzministeriums vom Hamburger Senat zur Beantwortung der Kleinen
Anfrage der Fraktion der Linken in der Hamburger Bürgerschaft (Drucksache
21/18881, kleineanfragen.de/hamburg/21/18881-cum-ex-und-cum-cum-i
n-hamburg-hier-bankhaus-m-m-warburg) eingebunden bzw. angefragt, in
der der Hamburger Senat gefragt wurde, ob Vertreter des Senates (explizit
auch Olaf Scholz in seiner Funktion als Erster Bürgermeister) im
Zusammenhang mit den Ermittlungen u. a. gegen die Inhaber der Privatbank
M. M. Warburg wegen derer Cum-Ex-Geschäfte Gespräche geführt
haben?
a) Wenn ja, wann genau wurde das Bundesfinanzministerium und bzw.
oder der damalige Bundesfinanzminister Olaf Scholz aus Hamburg
angefragt?
b) Wenn ja, wie wurde damals mit der Anfrage umgegangen, und war der
damalige Bundesfinanzminister Olaf Scholz persönlich eingebunden?
c) Wenn ja, hat der damalige Bundesfinanzminister und heutige
Bundeskanzler Olaf Scholz im Zusammenhang mit der Kleinen Anfrage auf
Drucksache 21/18881 direkt oder indirekt Kontakt (elektronisch,
telefonisch, persönlich) gehabt mit Vertretern bzw. Mitarbeitern des
Hamburger Senats?
12. Hatten Olaf Scholz, Wolfgang Schmidt oder ihre Mitarbeiter in dieser
Legislaturperiode Kontakt zu Vertretern, Repräsentanten oder
Bevollmächtigten der M. M. Warburg, wenn ja, wann, und zu welchem Thema?
13. Waren Olaf Scholz oder Wolfgang Schmidt über die im Bundeskanzleramt
gefertigte rechtliche Stellungnahme dazu, ob die Einrichtung eines
Untersuchungsausschusses im Deutschen Bundestag zu dem Komplex
„Warburg/Olaf Scholz“ zulässig ist, informiert, und kennt einer von ihnen die
rechtliche Stellungnahme, und wenn ja, wie bewerten Olaf Scholz und
Wolfgang Schmidt dieses Gutachten?
14. Besteht im Bundeskanzleramt eine separate Organisationseinheit, wie
z. B. eine Task Force etc., die mit dem Umgang mit dem
Parlamentarischen Untersuchungsausschuss in Hamburg oder dem Parlamentarischen
Untersuchungsausschuss im Deutschen Bundestag zum Warburg-Skandal
betraut ist?
15. Gab es oder gibt es für Untersuchungsausschüsse des Deutschen
Bundestages oder eines Landtags oder einer Bürgerschaft weitere Arbeitsteams
oder Abteilungen oder Arbeitsgemeinschaften oder anderweitige Gremien
im Bundeskanzleramt?
a) Wenn ja, für welche Untersuchungsausschüsse wurden solche
Gremien im Bundeskanzleramt eingerichtet?
b) Wenn ja, was ist die Aufgabe eines solchen Gremiums (ggf. pro
Untersuchungsausschuss differenzieren)?
c) Durch wen und wie wird dieses Gremium besetzt (ggf. pro
Untersuchungsausschuss differenzieren)?
d) Wer in welcher Funktion leitete bzw. leitet ein solches Gremium im
Bundeskanzleramt (ggf. pro Untersuchungsausschuss differenzieren)?
16. Wie viel Zeit hat Wolfgang Schmidt zusammen mit Olaf Scholz in die
Vorbereitung der Befragung von Olaf Scholz vor dem
Untersuchungsausschuss der Hamburger Bürgerschaft investiert, wie laut seiner Aussage vor
dem Untersuchungsausschuss „Cum-Ex Steuergeldaffäre“ nunmehr klar
ist, und fanden diese Vorbereitungen während der Dienstzeit statt?
17. Hat Wolfgang Schmidt für die Vorbereitung des Kanzlers noch weitere
Personen bzw. Beamte des Bundeskanzleramts konsultiert, wenn ja, wie
viele, und wen (es genügt die Angabe von Position und Abteilung bzw.
Referat)?
18. Hat Wolfgang Schmidt als Staatssekretär im Bundesministerium der
Finanzen und bzw. oder als Bundesminister für besondere Aufgaben und
Chef des Bundeskanzleramts – wie im Fall seines Schreibens an den
chinesischen Vize-Finanzminister Liao Min vom 27. Juni 2019, das auf
einem Entwurf einer von Wirecard engagierten Beratungsfirma basierte –
in weiteren Fällen von Unternehmen (bzw. Beratungsfirmen)
vorformulierte Textentwürfe als Grundlage für Schreiben an Amtsträger anderer
Länder genutzt, und wenn ja, in welchen Fällen?
19. Kann die Bundesregierung ausschließen, dass Wolfgang Schmidt als
Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen Kommunikation im
Zusammenhang mit dem Fall Wirecard über ein privates E-Mail-Postfach
geführt hat, und wenn nein, welche Informationen liegen der
Bundesregierung ggf. vor, wonach Wolfgang Schmidt ein privates Postfach zur
Kommunikation genutzt hat?
20. Sind die E-Mails, die der damalige Staatssekretär im Bundesministerium
der Finanzen Wolfgang Schmidt im Februar 2020 mit dem damaligen
Gesellschafter der Virtual Solutions AG und Bekannten des flüchtigen
ehemaligen Wirecard-Vorstands Jan Marsalek, Nicolaus von Rintelen,
ausgetauscht hat (vgl. Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche
Frage 20 auf Bundestagsdrucksache 20/957) in dem mit Stand vom
19. Dezember 2024 nicht gelöschten Postfach von Wolfgang Schmidt aus
dessen Zeit als Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen (vgl.
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 20/14359) enthalten?
21. War Wolfgang Schmidt im August 2019 in die Entscheidung des
Bundesministeriums der Finanzen eingebunden, dem Bundeskanzleramt auf
dessen Anfrage hin die Information über eine von der BaFin initiierte
Prüfung des verkürzten Abschlusses der Wirecard AG zum 30. Juni 2018
durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) nicht zu
übermitteln, und wenn ja, inwiefern?
22. Inwiefern war Wolfgang Schmidt seit Beginn der Amtszeit der aktuellen
Bundesregierung ggf. mit dem Fall Wirecard bzw. dessen Aufarbeitung
befasst (hat er beispielsweise von öffentlichen Stellen des Bundes
Informationen erhalten oder an diese übermittelt)?
23. Inwiefern verfolgt Wolfgang Schmidt ggf. das Verfahren gegen Markus
Braun vor dem Landgericht München I?
24. War Jan Marsalek Gegenstand von Gesprächen, die Wolfgang Schmidt
seit Beginn der Amtszeit der Bundesregierung geführt hat, und mit wem,
wann, wo und aus welchem Anlass hat Wolfgang Schmidt entsprechende
Gespräche ggf. geführt?
25. Welche Kanäle nutzt Wolfgang Schmidt in den sozialen Medien dienstlich
und privat mit dienstlichen Bezügen?
26. Veröffentlicht Wolfgang Schmidt Beiträge in den sozialen Medien
während seiner Dienstzeit, und wenn ja, mit welchem Inhalt (bitte tabellarisch
nach Inhalt und Datum auflisten)?
27. Veröffentlicht Wolfgang Schmidt Beiträge in den sozialen Medien
während dienstlicher Pausen oder nach Feierabend mit dienstlichem Bezug,
und wenn ja, mit welchem Inhalt (bitte tabellarisch nach Inhalt und Datum
auflisten)?
28. Welche Kanäle, Konten etc. hat Wolfgang Schmidt geblockt (bitte nach
sozialem Netzwerk, Kanal und Grund der Blockung tabellarisch
auflisten)?
29. Welche Journalisten hat Wolfgang Schmidt neben Oliver Schröm
diffamiert (www.tagesspiegel.de/politik/journalisten-diffamierung-in-cum-ex-a
ffare-der-chef-des-kanzleramts-war-nicht-im-dienst-10002598.html)?
30. Welche Journalisten lud Wolfgang Schmidt zu seinem regelmäßigen,
vertraulichen „Austausch“ ins Bundeskanzleramt ein (bitte nach Medium und
Häufigkeit der Teilnahme sowie Themen aufschlüsseln)?
31. Hat dieser vertrauliche „Austausch“ nach der Ankündigung des
Bundeskanzleramtschefs, den Austausch zu beenden, nochmal im
Bundeskanzleramt oder an anderem Ort bzw. telefonisch oder digital stattgefunden, und
findet dieser Austausch immer noch statt?
a) Wenn ja, wozu diente die Ankündigung des Bundeskanzleramtschefs,
dass er diese Treffen künftig beende?
b) Wenn ja, worüber wurde bei diesen Terminen gesprochen?
c) Wenn ja, wann finden die nächsten Hintergrundgespräche statt?
d) Wenn nein, kann die Bundesregierung ausschließen, dass Wolfgang
Schmidt als Privatperson an solchen Treffen teilnimmt und da
dienstliche Interessen wahrnimmt?
32. Trifft sich Bundesminister Wolfgang Schmidt bei anderen privaten
Veranstaltungen mit Journalisten, wie z. B. Geburtstagsfeiern oder zum
Fußballspielen, und kann die Bundesregierung ausschließen, dass er dabei
dienstliche Interessen wahrnimmt, und wenn nein, wie stellt das
Bundeskanzleramt sicher, dass die dienstlichen Vorgänge korrekt veraktet werden?
33. Führt Wolfgang Schmidt eine schwarze Liste von Journalisten, denen er
Informationen vorenthält, und wenn ja, wer steht auf dieser schwarzen
Liste?
34. Wie viele Vorlagen erhält Wolfgang Schmidt in seiner Funktion als Chef
des Bundeskanzleramts oder als Bundesminister für besondere Aufgaben
durchschnittlich im Laufe eines Tages?
35. Wie viele Vorlagen beantwortet oder nimmt Wolfgang Schmidt zur
Kenntnis im Laufe eines Tages?
36. Wie viele Tage wartet die älteste Vorlage an Wolfgang Schmidt auf ihre
Beantwortung bzw. Kenntnisnahme, und wie viele Vorlagen warten
ähnlich lange auf ihre Beantwortung bzw. Kenntnisnahme?
37. Wie rechtfertigt Wolfgang Schmidt, dass er sich als Privatsache um die
Reputation von Olaf Scholz, seinem Vorgesetzten und Dienstherren
kümmert (www.tagesspiegel.de/politik/einflussnahme-auf-medien-wie-der-ka
nzleramtschef-zu-cum-ex-meinung-macht-8720464.html), während
dienstliche Vorlagen verschleppt werden?
38. Lag bzw. liegt das Papier „Wie wir die Bahn und Straßen finanzieren –
ohne die Schuldenbremse zu ändern“ in den zuständigen Referaten bzw.
Abteilungen des Bundeskanzleramts vor, und wenn ja, wie kamen die
Mitarbeiter in den Besitz des Papiers?
39. Haben Bundeskanzler Olaf Scholz und bzw. oder Bundeskanzleramtschef
Wolfgang Schmidt Kenntnis von dem Papier „Wie wir die Bahn und
Straßen finanzieren – ohne die Schuldenbremse zu ändern“?
a) Wenn ja, seit wann kennen der Bundeskanzler Olaf Scholz und bzw.
oder der Bundeskanzleramtschef Wolfgang Schmidt das Papier?
b) Wenn ja, wie haben sie Kenntnis von dem Papier des „Dezernats
Zukunft“ erhalten?
40. Hat das „Dezernat Zukunft“ mit Sitz in Berlin (www.dezernatzukunft.org)
in der Vergangenheit finanzielle Mittel vom Bundeskanzleramt erhalten,
wenn ja, wann, in welcher Höhe, und für welche Leistung?
41. Gab es sonstige (Sach-)Leistungen aus Bundesmitteln, und wenn ja,
welche?
42. Haben Vertreter der Denkfabrik Dezernat Zukunft, namentlich Philippa
Sigl-Glöckner, seit Beginn der Legislatur Zugang zum Bundeskanzleramt
erhalten, wenn ja, zu welchen Terminen, mit welchen Themen, und
inwiefern haben Vertreter des „Dezernats Zukunft“ Informationen zu
dienstlichen Angelegenheiten des Bundeskanzleramts erhalten, die sonstige
Dritte nicht erhalten haben?
43. Haben Mitarbeiter des Dezernats Gespräche mit Bediensteten des
Bundeskanzleramts geführt, und wenn ja, wer, wann, und zu welchem Thema?
44. Wurden Mitarbeiter des Dezernats als Experten, Gesprächspartner,
Moderatoren etc. eingeladen, waren sie an der Ausarbeitung von Entwürfen
beteiligt, wenn ja, wer, wann, und zu welchem Thema?
45. Inwiefern wurde das „Dezernat Zukunft“ vom Bundeskanzleramt um
Erarbeitung von Stellungnahmen, Studien oder sonstigen Ausarbeitungen
gebeten bzw. damit beauftragt (bitte im Einzelnen mit Thema, Zeitpunkt
der Erstellung und beteiligten Personen auflisten), inwiefern wurden die
Vorgaben des Vergaberechts dabei jeweils beachtet, und bei welchen
Gelegenheiten hat das Bundeskanzleramt sich auf Papiere und Studien des
Dezernats berufen?
46. War der Bundeskanzleramtschef Wolfgang Schmidt bei der Akquise der
Spender für das „Dezernat Zukunft“ behilflich oder hat Vertreter des
„Dezernats Zukunft“ mit Vertretern US-amerikanischer Organisationen
bekannt gemacht, und wenn ja, um welche US-amerikanischen
Organisationen handelt es sich?
47. Nahmen Mitarbeiter des Dezernats an Reisen des Bundeskanzleramts teil,
wenn ja, wer, und wann?
48. Welche dienstlichen Termine hat der Bundeskanzleramtschef Wolfgang
Schmidt zusammen mit seiner Lebensgefährtin Philippa Sigl-Glöckner
wahrgenommen, und warum?
49. Hat Wolfgang Schmidt gegenüber Dritten öffentlich oder nichtöffentlich
dafür geworben, Wahlkampfspenden für die Bundestagskandidatur seiner
Lebensgefährtin zu leisten, und wenn ja, wurde dabei kenntlich gemacht,
dass diese Spendenwerbung durch einen Bundesminister in seiner
Eigenschaft als Lebenspartner der Kandidatin erfolgte?
50. Welche anderen Lösungen wurden im Bundeskanzleramt für das schon
länger bekannte Problem der Enthaltung Deutschlands bei
Entscheidungen des Rates der Europäischen Union (sog. German Vote) erwogen,
welches in seinen unterschiedlichen Formationen ist in den letzten Jahren zu
einem echten Problem für das Vertrauen der europäischen Partner in unser
Land als auch für die Entscheidungsprozesse auf europäischer Ebene
geworden, wie aus dem Brief des Botschafters bei der Europäischen Union
Michael Clauß hervorgeht (table.media/europe/news/deutscher-eu-botscha
fter-fordert-weisungen-von-berlin/), welche Maßnahmen wurden vom
Bundeskanzleramt dann konkret unternommen, damit die deutsche
Regierung auf europäischer Ebene nicht als uneinig und zerstritten
wahrgenommen wird, und warum waren diese nicht erfolgreich?
51. Warum hat der Bundeskanzler nicht stärker von seiner
Richtlinienkompetenz nach Artikel 65 des Grundgesetzes Gebrauch gemacht, um eine
Änderung dieser deutschen Haltung herbeizuführen und damit Schaden und
Reputationsverlust von Deutschland abzuwenden?
52. Welche Maßnahmen wurden vom Chef des Bundeskanzleramts initiiert,
um engere Beziehungen zwischen dem Bundeskanzleramt und dem
Elysée-Palast herbeizuführen, und warum hat dies die so bedeutenden
deutsch-französischen Beziehungen in den letzten drei Jahren nicht
verbessert, sondern eher zu einer öffentlich wiederholt konstatierten Eiszeit
zwischen den Regierungschefs geführt?
53. Wie erklärt die Bundesregierung die Diskrepanz zwischen der
Feststellung, dass einerseits israelische Sicherheitsinteressen deutsche Staatsräson
sind und andererseits der Tatsache, dass im Jahr 2024 kaum noch
Genehmigungen für Waffenexporte nach Israel mehr erteilt wurden
(Bundestagsdrucksache 20/11838)?
54. Wann erhielt Wolfgang Schmidt die Einladungen zu der Verleihung des
„Europapreises für politische Kultur“ im 5-Sterne-Hotel Castello del Sole
für die Jahre 2022 und 2023?
55. Handelt es sich um eine dienstliche oder private Einladung?
a) Wenn es sich um eine private Einladung handelt, hat Wolfgang
Schmidt darauf hingewiesen, als Privatperson daran teilzunehmen, wie
dies jedem Mitarbeiter in einem öffentlich-rechtlichen
Dienstverhältnis vorgeschrieben ist, der privat an Veranstaltungen teilnimmt?
b) Erging die Einladung an Wolfgang Schmidt an das
Bundeskanzleramt?
c) Wurde die Einladung veraktet, und wenn nein, warum nicht, wenn die
Einladung an seine dienstliche Adresse ging?
d) Wurden Mitarbeiter des Bundeskanzleramts zur Vorbereitung der
Veranstaltungsteilnahme eingesetzt?
56. Wann hat Wolfgang Schmidt die Einladungen für 2022 und 2023
zugesagt?
57. An welchen Tagen hat Wolfgang Schmidt an den Veranstaltungen in den
Jahren 2022 und 2023 teilgenommen?
58. Hat Wolfgang Schmidt für den Zeitraum, an dem die Veranstaltungen in
den Jahren 2022 oder 2023 stattfanden, Urlaub beantragt?
59. War der Bundeskanzler über diese Veranstaltungen und die Teilnahme
seitens des Bundeskanzleramtschefs informiert?
60. Hat der Bundeskanzler die Dienstreise oder ggf. den Urlaub in den Jahren
2022 oder 2023 genehmigt?
61. Ist Wolfgang Schmidt mit Personenschutz zu den Veranstaltungen in den
Jahren 2022 oder 2023 angereist?
a) Wenn ja, waren die Personenschützer während der Veranstaltungen
anwesend?
b) Wenn nein, warum nicht, obwohl der Bundesminister ständigem
Personenschutz unterliegt?
62. Welches Verkehrsmittel hat Wolfgang Schmidt zur An- und Abreise zu
und von den Veranstaltungen in den Jahren 2022 und 2023 genutzt?
63. Hat Bundesminister Wolfgang Schmidt für die Veranstaltungsteilnahme in
den Jahren 2022 oder 2023 ein Entgelt in Geld oder in anderer Form, etwa
kostenloser Nutzung des 5-Sterne-Hotels Castello del Sole, erhalten?
64. Hat Bundesminister Wolfgang Schmidt in den Jahren 2022 oder 2023 auf
ein Entgelt verzichtet und stattdessen um eine Spende seitens des
Veranstalters gebeten?
a) Wenn ja, wurde die Spende geleistet?
b) Wenn ja, an wen wurde (ggf. in seinem Namen) gespendet?
65. An welchem Tag ist Bundesminister Wolfgang Schmidt von den
Veranstaltungen in den Jahren 2022 und 2023 abgereist, und wann hat er seinen
Dienst in den Jahren 2022 und 2023 wieder in Berlin angetreten?
66. Wann erhielt Bundesminister Wolfgang Schmidt die Einladung, an der
Konferenz im Schlosshotel Elmau als Referent teilzunehmen (bitte die
Kopie der Einladung beifügen)?
67. Handelte es sich um eine dienstliche oder private Einladung?
a) Erging die Einladung an Bundesminister Wolfgang Schmidt an das
Bundeskanzleramt oder an seine private Anschrift?
b) Wenn es sich um eine private Einladung handelte, hat Bundesminister
Wolfgang Schmidt darauf hingewiesen, als Privatperson zu sprechen,
wie dies jedem Mitarbeiter in einem öffentlich-rechtlichen
Dienstverhältnis vorgeschrieben ist, der privat auf Konferenzen seines
Zuständigkeitsbereiches vorträgt?
c) Wurde die Einladung veraktet, und wenn nein, warum nicht, wenn die
Einladung an seine dienstliche Adresse ging?
d) Wurden Mitarbeiter des Bundeskanzleramts zur Vorbereitung der
Konferenzteilnahme eingesetzt?
e) Wann hat Bundesminister Wolfgang Schmidt die Einladung zugesagt?
68. Da der Veranstalter den Bundeskanzleramtschef duzt (www.youtube.com/
watch?v=g11eb0a8xQw; z. B. ab Zeitstempel 28:50 Minuten), sind der
Veranstalter, Dietmar Mueller-Elmau, und Wolfgang Schmidt miteinander
befreundet?
69. An welchen Tagen hat Bundesminister Wolfgang Schmidt an der
Konferenz teilgenommen?
a) Hat der Bundesminister für den Zeitraum, an dem die Konferenz
stattfand, Urlaub beantragt?
b) War der Bundeskanzler über diese Konferenz und die Teilnahme
seitens Wolfgang Schmidt informiert?
c) Hat der Bundeskanzler die Dienstreise oder den Urlaub genehmigt,
obwohl am 5. und 6. Dezember 2024 noch Sitzungswoche des
Deutschen Bundestages war?
70. Ist Bundesminister Wolfgang Schmidt mit Personenschutz zur Konferenz
angereist?
a) Waren die Personenschützer während der Konferenz anwesend?
b) Wenn nein, warum nicht, obwohl der Bundesminister ständigem
Personenschutz unterliegt?
71. Welches Verkehrsmittel hat Wolfgang Schmidt zur An- und Abreise zu
und von der Konferenz genutzt?
72. War Bundesminister Wolfgang Schmidt als Chef des Bundeskanzleramts
in die Koordination und Gespräche zur Sicherstellung einer
parlamentarischen Zustimmung zu den von Bundeskanzler Olaf Scholz noch für 2024
als wichtig angesehenen Gesetzgebungsvorhaben eingebunden, und wenn
nein, warum nicht?
73. War Bundesminister Wolfgang Schmidt als Chef des Bundeskanzleramts
in die Vorbereitung des Briefes des Bundeskanzlers an die
Bundestagspräsidentin Bärbel Bas am 11. Dezember 2024, in der Bundeskanzler Olaf
Scholz die Vertrauensfrage stellte, eingebunden, und hat Bundesminister
Wolfgang Schmidt die entsprechende BKAmt-Vorlage gezeichnet?
74. Hat Bundesminister Wolfgang Schmidt für die Konferenzteilnahme ein
Entgelt in Geld oder in anderer Form, etwa kostenloser Hotelnutzung,
erhalten?
a) Wenn nein, warum nicht, wenn andere Konferenzteilnehmer ein
Entgelt erhielten?
b) Hat Bundesminister Schmidt auf ein Entgelt verzichtet und stattdessen
um eine Spende seitens des Veranstalters gebeten?
c) Wurde die Spende geleistet, und wenn ja, an wen wurde in seinem
Namen gespendet?
75. An welchem Tag ist Bundesminister Wolfgang Schmidt von der
Konferenz abgereist, und wann hat er seinen Dienst wieder in Berlin angetreten?
76. Teilt Bundeskanzler Olaf Scholz die Ansicht, dass die Teilnahme seines
Bundeskanzleramtschefs mit seiner Lebensabschnittsgefährtin an einer
politischen Konferenz allein für Hotelgäste des Schlosshotels Elmau
Priorität gegenüber der politischen Vorbereitung der Stellung der
Vertrauensfrage hat?
77. Teilt Bundeskanzler Olaf Scholz die Ansicht, dass die Teilnahme seines
Bundeskanzleramtschefs an einer politischen Konferenz allein für
Hotelgäste des Schlosshotels Elmau Priorität gegenüber der politischen
Koordination der Zustimmung der Opposition von politisch als äußerst wichtig
angesehenen Gesetzesvorhaben wie dem Gesetz zur Änderung des
Grundgesetzes (Artikel 93 und 94) zum Schutz des Bundesverfassungsgerichts
hat?
78. An wie vielen Veranstaltungen (Konferenzen, Symposien, Talkrunden,
Podiumsdiskussionen, Empfängen etc.) im In- und Ausland hat Wolfgang
Schmidt in dieser Legislaturperiode teilgenommen (bitte Veranstalter, Ort,
Datum und Thema auflisten)?
79. Zu wie vielen dieser Veranstaltungen im In- und Ausland wurde Wolfgang
Schmidt von seiner Lebensgefährtin Philippa Sigl-Glöckner begleitet
(bitte Veranstalter, Ort, Datum und Thema auflisten)?
Berlin, den 21. Januar 2025
Friedrich Merz, Alexander Dobrindt und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
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ISSN 0722-8333
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