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Kleine AnfrageWahlperiode 17Beantwortet

Entwicklungen in der Leiharbeit

Zahl der Beschäftigungsverhältnisse, Anteil der offenen Stellen, Bruttolöhne, Niedriglohnanteil, Anzahl der Bezieher aufstockender Leistungen nach SGB II, Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Bereich Arbeitnehmerüberlassung<br /> (insgesamt 7 Einzelfragen)

Fraktion

DIE LINKE

Ressort

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Datum

14.02.2011

Aktualisiert

22.02.2023

Deutscher BundestagDrucksache 17/459028. 01. 2011

Entwicklungen in der Leiharbeit

der Abgeordneten Sabine Zimmermann, Diana Golze, Matthias W. Birkwald, Heidrun Dittrich, Werner Dreibus, Klaus Ernst, Katja Kipping, Jutta Krellmann, Cornelia Möhring, Yvonne Ploetz, Ingrid Remmers, Jörn Wunderlich und der Fraktion DIE LINKE.

Vorbemerkung

Mit der wirtschaftlichen Erholung zeigen sich in drastischer Weise die Fehlentwicklungen auf dem Arbeitsmarkt infolge der Hartz-Gesetzgebung. So steigt die Zahl der Leiharbeitskräfte in einem atemberaubenden Tempo. Lag ihre Zahl im Sommer 2009 bei knapp 600 000, gab es nach Berechnungen des Bundesverbandes Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen e. V. im Oktober 923 000 Leiharbeitskräfte. Inzwischen dürfte die 1 Million-Grenze überschritten sein. Damit wird einer massiven Prekarisierung der Arbeitswelt Vorschub geleistet, zu Lasten der Leiharbeitskräfte, die ungesichert und niedrigentlohnt beschäftigt sind und zu Lasten regulärer Beschäftigung, die verloren geht.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen7

1

Wie hat sich die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse im Wirtschaftsabschnitt Arbeitnehmerüberlassung (und jeweils den Anteil an allen Beschäftigungsverhältnissen) nach Bund, Bundesländern und Kreisen/kreisfreien Städten entwickelt (bitte im Zeitverlauf für die Jahre 2008, 2009 sowie den letzten verfügbaren Monat nennen)?

2

Wie hoch ist der Anteil des Bestandes an offenen Stellen, die dem Wirtschaftsabschnitt Arbeitnehmerüberlassung zugeordnet werden, an allen der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten offenen Stellen nach Bund, Bundesländern und Kreisen/kreisfreien Städten (bitte auch hier falls möglich im Zeitverlauf für die Jahre 2008, 2009 sowie den letzten verfügbaren Monat nennen)?

3

Wie hoch ist aktuell das durchschnittliche Bruttomonatsentgelt der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Wirtschaftsabschnitt Arbeitnehmerüberlassung, wie hoch das durchschnittliche Bruttomonatsentgelt der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bezogen auf alle Wirtschaftsbereiche (bitte jeweils nach Bund, Bundesländern und Kreisen/kreisfreien Städten und bitte die aktuellsten verfügbaren Monatszahlen nennen)?

4

Wie hoch ist nach der Entgeltstatistik der Niedriglohnanteil im Wirtschaftsabschnitt Arbeitnehmerüberlassung, wie hoch ist im Vergleich der Niedriglohnanteil auf alle Wirtschaftsabschnitte bezogen (bitte auch jeweils nach Bund, Bundesländern und Kreisen/kreisfreien Städten darstellen und auch hier die aktuellsten verfügbaren Monatszahlen nennen)?

5

Wie hoch ist die Zahl und der Anteil der Aufstocker (Bezieher von Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch – SGB II) unter den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Wirtschaftsabschnitt Arbeitnehmerüberlassung, wie hoch die Zahl und der Anteil der Aufstocker (Bezieher von Leistungen nach dem SGB II) unter den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bezogen auf alle Wirtschaftsbereiche (bitte jeweils nach Bund, Bundesländern und Kreisen/kreisfreien Städten und bitte die aktuellsten verfügbaren Monatszahlen nennen)?

6

Wie hoch sind die monatlichen Ausgaben für aufstockende Leistungen nach dem SGB II für die Beschäftigten im Wirtschaftsabschnitt Arbeitnehmerüberlassung (bitte jeweils nach Bund, Bundesländern und Kreisen/ kreisfreien Städten)?

7

Wie hat sich seit 2003 die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Wirtschaftsabschnitt Arbeitnehmerüberlassung entwickelt, und wie haben sich in diesem Bereich in dieser Zeit die Ausgaben für aufstockende Leistungen nach dem SGB II entwickelt (bitte jeweils in zwei Jahresabständen die Zahlen für den Bund nennen)?

Berlin, den 28. Januar 2011

Dr. Gregor Gysi und Fraktion

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