Deutscher Bundestag Drucksache 21/4922
21. Wahlperiode 20.03.2026
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger, Anne-Mieke Bremer,
Katrin Fey, weiterer Abgeordneter und der Fraktion Die Linke
– Drucksache 21/4215 –
Zurückweisungen an den Binnengrenzen im Jahr 2025
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Der Bundesminister des Innern, Alexander Dobrindt, wies die Bundespolizei
am 7. Mai 2025 an, an den deutschen Grenzen Menschen ohne die
erforderlichen Einreisepapiere auch dann zurückzuweisen, wenn sie ein Asylgesuch
stellen wollen. Dabei berief Alexander Dobrindt sich auf§ 18 Absatz 2 des
Asylgesetzes (AsylG), wonach einem Ausländer die Einreise zu verweigern
ist, wenn er über einen sicheren EU-Mitgliedstaat einreist. Eine Ausnahme
sieht die Weisung nur für „erkennbar vulnerable Personen“ vor, die weiterhin
an die zuständigen Stellen oder Erstaufnahmeeinrichtungen weitergeleitet
werden können (
www.lto.de/recht/hintergruende/h/zurueckweisungen-grenzen-au
snahme-weisung-europarecht-thym).
Die neue Zurückweisungspraxis rief Kritik hervor, denn unter Juristinnen und
Juristen herrscht weitgehend Einigkeit, dass pauschale Zurückweisungen von
Asylsuchenden gegen EU-Recht verstoßen. In der EU regelt die Dublin-
Verordnung, welcher Mitgliedstaat für die Durchführung eines Asylverfahrens
zuständig ist. Diese Zuständigkeit muss im Rahmen eines Dublin-Verfahrens
durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ermittelt
werden; die Bundespolizei kann dies nicht an der Grenze entscheiden.§ 18
Absatz 2 AsylG wird nach dieser Auffassung durch EU-Recht verdrängt (vgl.
exemplarisch „Fragen zur Zurückweisung an der Grenze und zu Transitzonen“
vom 24. Januar 2024, Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages
(WD) 3 – 3000 – 151/23). Prof. Dr. Constantin Hruschka befand nach
ausführlicher Analyse der EU-Rechtsordnung, dass Alexander Dobrindts Weisung
„evident rechtswidrig“ sei (
https://verfassungsblog.de/zuruckweisung-grenze-
kontrolle-dobrindt/). Auch das Verwaltungsgericht (VG) Berlin begründete
Anfang Juni 2025 seine Entscheidung, dass drei Asylsuchenden aus Somalia
die Einreise in die Bundesrepublik Deutschland zwecks Durchführung eines
Dublin-Verfahrens erlaubt werden müsse, mit dem Anwendungsvorrang der
Dublin-Verordnung gegenüber§ 18 Absatz 2 AsylG (Beschluss vom 2. Juni
2025, 6 L 191/25, 6 L 192/25 sowie 6 L 193/25).
Nichtsdestotrotz hält das Bundesministerium des Innern bislang an den
Zurückweisungen fest, ohne dafür eine aus Sicht der Fragestellenden fundierte
rechtliche Begründung vorzubringen. Um die Zurückweisungen zu
rechtfertigen, bezog sich das Bundesinnenministerium teilweise auf Artikel 72 des Ver-
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern vom 20. März 2026
übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
trags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV). Dieser erlaube
es, im Ausnahmefall zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und zum
Schutz der inneren Sicherheit auf das nationale Recht zurückzugreifen und
von EU-Sekundärrecht abzuweichen (vgl. Antworten zu den Fragen 11 bis 13
auf Bundestagsdrucksache 21/820). Allerdings sind die Voraussetzungen dafür
sehr hoch; der Europäische Gerichtshof wies alle bisherigen Versuche, sich
auf die Ausnahmeklausel zu berufen, zurück (
https://papers.ssrn.com/sol3/pap
ers.cfm?abstract_id=4647561).
In der Debatte über Zurückweisungen geht nach Wahrnehmung der
Fragestellenden häufig unter, dass auch bereits unter der Vorgängerregierung in großem
Umfang Menschen an den Grenzen zurückgewiesen wurden. Im Jahr 2024
waren davon rund 40 000 Menschen betroffen, viele von ihnen kamen aus
typischen Asylherkunftsländern wie der Türkei, Syrien oder Afghanistan. Die
Fragestellenden vermuten, dass bereits vor dem 7. Mai 2025 Asylsuchende
zurückgewiesen wurden, die die Bundespolizei allerdings nicht als solche
registriert hat. Ein Indiz dafür ist, dass der Anteil registrierter Asylgesuche bei
Aufgriffen an den Binnengrenzen mit der Verstärkung von
Binnengrenzkontrollen merklich zurückgegangen ist (vgl. Bundestagsdrucksache 20/14902).
Die Bundespolizei verwendet bei der Einreisebefragung ein Formular, das
unterschiedliche Reisegründe beinhaltet – etwa Arbeitsaufnahme,
Verwandtenbesuch –, nicht aber das Motiv, einen Asylantrag zu stellen (vgl. hierzu und
zum Folgenden: Bundestagsdrucksache 20/14902, insbesondere die
Vorbemerkung der Fragestellenden, S. 2 f.). Die Fragestellenden halten es für
wahrscheinlich, dass Asylsuchende durch dieses Formular dazu verleitet wurden,
einen anderen Einreisegrund als „Asyl“ anzugeben, was dann ihrer
Zurückweisung Vorschub leistete (vgl. auch
www.sueddeutsche.de/politik/asyl-grenz
e-bundespolizei-lux.TcfdrXntcbACMqyfjhwifH?s=09). Ein weiteres von der
Bundespolizei verwendetes Formular, das bei Hinweisen auf ein Asylgesuch
verwendet werden soll, sieht vor, dass die Grenzbeamtinnen und
Grenzbeamten nach einer Befragung entscheiden sollen, ob die vorgebrachten Gründe ein
Asylgesuch darstellen oder nicht. Auch das halten die Fragestellenden für
rechtswidrig, weil der geäußerte Wille eines Asylgesuchs ihrer Auffassung
nach zwingend zur Einleitung eines Asylverfahrens führen muss, das in
alleiniger Zuständigkeit des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge liegt.
1. Wie viele Feststellungen einer unerlaubten Einreise gab es an deutschen
Grenzen im Jahr 2025 bzw. im Jahr 2024 (bitte jeweils auch nach
Quartalen auflisten und dabei nach Grenzabschnitten bzw. Nachbarländern
differenzieren und gegebenenfalls auch vorläufige, noch nicht
qualitätsgesicherte Zahlenangaben machen – das gilt auch für alle nachfolgenden
Fragen), und wie viele Eurodac-Treffer (Eurodac = Europäische
Datenbank zur Speicherung von Fingerabdrücken) gab es dabei (bitte nach
Zeitraum, Land der ersten Registrierung und Grenzabschnitten
differenzieren)?
Die Feststellungen der mit der polizeilichen Kontrolle des
grenzüberschreitenden Verkehrs beauftragten Behörden zu unerlaubten Einreisen und deren
Aufschlüsselung nach Grenzart und Nachbarstaaten sind in der nachfolgenden
Übersicht dargestellt.
2024 2025
1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt 1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt
unerlaubte Einreisen
Gesamt 19.994 22.407 21.891 19.280 83.572 14.646 16.537 16.662 15.114 62.959
nach Grenzen
Landgrenze 16.402 18.810 18.198 15.634 69.044 11.764 13.532 13.480 12.249 51.025
Polen 3.462 6.280 3.968 2.438 16.148 1.946 2.738 1.829 1.607 8.120
Tschechien 1.736 2.136 1.594 1.531 6.997 1.296 1.555 1.229 1.282 5.362
Österreich 3.563 3.109 3.460 3.414 13.546 2.092 2.389 2.658 2.414 9.553
2024 2025
1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt 1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt
unerlaubte Einreisen
Schweiz 3.523 2.785 3.900 2.896 13.104 1.571 1.453 2.265 2.092 7.381
Frankreich 1.989 2.088 3.101 2.477 9.655 2.341 2.678 2.910 2.609 10.538
Luxemburg 234 314 285 484 1.317 331 367 348 326 1.372
Belgien 704 828 773 1.061 3.366 913 812 705 608 3.038
Niederlande 589 689 609 976 2.863 994 1.253 1.221 1.026 4.494
Dänemark 151 138 111 102 502 102 157 138 120 517
keiner
Landgrenze
zuzuordnen
451 443 397 255 1.546 178 130 177 165 650
Luftgrenze 3.468 3.425 3.562 3.515 13.970 2.734 2.866 3.089 2.779 11.468
Seegrenze 124 172 131 131 558 148 139 93 86 466
Die Anzahl der unerlaubt Eingereisten mit EURODAC-Treffer ist in der
beigefügten Anlage dargestellt.* Eine Erfassung des Staates der ersten
Asylantragsstellung erfolgt nicht, daher sind alle Staaten dargestellt, für die EURODAC-
Treffer festgestellt wurden.
2. Wie viele Feststellungen einer unerlaubten Einreise gab es an deutschen
Grenzen im Jahr 2025 bzw. 2024, bitte zusätzlich differenzieren nach
a) Grenzabschnitten bzw. Nachbarländern und Monaten,
b) Bundespolizeidirektionen,
c) den wichtigsten 20 Staatsangehörigkeiten, und wie viele der
Betroffenen kamen aus einem der 15 wichtigsten Asylherkunftsländer (bitte
in absoluten und relativen Zahlen angeben und auch die
Gesamtsummen für diese Länder nennen)?
Die Anzahl unerlaubter Einreisen nach Grenzabschnitten und Nachbarstaaten
nach Monaten (2a) ist in der Anlage dargestellt.*
Die Anzahl der unerlaubten Einreisen nach feststellenden
Bundespolizeidirektionen (2b) ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt.
2024 2025
unerlaubte Einreisen
BPOLD Berlin 9.804 5.231
BPOLD Bad Bramstedt 3.582 2.597
BPOLD Flughafen Frankfurt am Main 7.746 6.160
BPOLD Hannover 2.556 2.806
BPOLD Koblenz 5.964 4.933
BPOLD München 19.341 14.631
BPOLD Pirna 9.816 4.932
BPOLD Stuttgart 19.007 15.284
BPOLD Sankt Augustin 5.624 6.208
Bayerische Grenzpolizei 132 177
Die Anzahl der unerlaubten Einreisen nach Staatsangehörigkeiten (2c) ist in der
nachfolgenden Übersicht dargestellt.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/4922 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
2024 Anteil an
Gesamt
2025 Anteil an
Gesamt
unerlaubte Einreisen
Gesamt (20 häufigste Staatsangehörigkeiten im
Jahr 2025)
64.155 76,8 Prozent 44.896 71,3 Prozent
ukrainisch 10.217 12,2 Prozent 7.096 11,3 Prozent
afghanisch 8.254 9,9 Prozent 5.188 8,2 Prozent
syrisch 15.926 19,1 Prozent 4.911 7,8 Prozent
türkisch 6.155 7,4 Prozent 4.719 7,5 Prozent
algerisch 2.529 3,0 Prozent 3.188 5,1 Prozent
indisch 2.399 2,9 Prozent 2.121 3,4 Prozent
marokkanisch 2.230 2,7 Prozent 2.090 3,3 Prozent
albanisch 1.641 2,0 Prozent 1.693 2,7 Prozent
somalisch 1.638 2,0 Prozent 1.520 2,4 Prozent
tunesisch 1.587 1,9 Prozent 1.491 2,4 Prozent
russisch 1.611 1,9 Prozent 1.250 2,0 Prozent
chinesisch 1.257 1,5 Prozent 1.232 2,0 Prozent
irakisch 1.752 2,1 Prozent 1.230 2,0 Prozent
serbisch 914 1,1 Prozent 1.111 1,8 Prozent
georgisch 1.327 1,6 Prozent 1.106 1,8 Prozent
kolumbianisch 978 1,2 Prozent 1.105 1,8 Prozent
eritreisch 844 1,0 Prozent 1.043 1,7 Prozent
kosovarisch 869 1,0 Prozent 1.008 1,6 Prozent
moldauisch 1.057 1,3 Prozent 899 1,4 Prozent
nigerianisch 970 1,2 Prozent 895 1,4 Prozent
weitere Staatsangehörigkeiten, welche im Jahr 2025 unter den 15 häufigsten Asylherkunftsländern lagen
guineisch 1.064 1,3 Prozent 860 1,4 Prozent
iranisch 1.248 1,5 Prozent 743 1,2 Prozent
vietnamesisch 911 1,1 Prozent 676 1,1 Prozent
venezolanisch 280 0,3 Prozent 289 0,5 Prozent
3. In wie vielen Fällen wurde bei Personen, die an der Grenze von der
Bundespolizei bei einer unerlaubten Einreise aufgegriffen wurden, im Jahr
2025 bzw. 2024 ein Asylgesuch registriert (bitte nach Quartalen auflisten
und dabei nach Grenzabschnitten bzw. Nachbarländern differenzieren),
und wie viele Eurodac-Treffer gab es dabei (bitte nach Zeitraum, Land
der ersten Registrierung und Grenzabschnitten differenzieren)?
Die Anzahl registrierter Asylgesuche im Zusammenhang mit einer unerlaubten
Einreise und deren Aufschlüsselung nach Grenzart und Nachbarstaaten ist in
der nachfolgenden Übersicht dargestellt.
2024 2025
1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt 1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt
Asylgesuche im Zusammenhang mit unerlaubter Einreise
Gesamt 4.361 5.313 5.038 3.467 18.179 1.579 1.300 1.285 964 5.128
nach Grenzen
Landgrenze 3.407 4.379 4.268 2.796 14.850 1.095 815 879 588 3.377
Polen 450 1.884 877 340 3.551 117 230 162 55 564
Tschechien 159 102 226 203 690 43 45 34 23 145
Österreich 432 359 411 370 1.572 116 104 196 170 586
Schweiz 1.321 1.020 1.649 998 4.988 381 212 171 120 884
Frankreich 546 544 540 343 1.973 155 72 102 74 403
Luxemburg 48 35 60 84 227 22 11 25 8 66
2024 2025
1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt 1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt
Asylgesuche im Zusammenhang mit unerlaubter Einreise
Belgien 185 202 203 260 850 157 88 94 72 411
Niederlande 52 31 53 72 208 44 15 38 29 126
Dänemark 38 18 28 15 99 1 5 4 1 11
keiner
Landgrenze
zuzuordnen
176 184 221 111 692 59 33 53 36 181
Luftgrenze 929 904 753 653 3.239 475 469 398 366 1.708
Seegrenze 25 30 17 18 90 9 16 8 10 43
Die statistische Erfassung von EURODAC-Treffern erfolgt nur im
Zusammenhang mit einem gestellten Asylgesuch gegenüber den Grenzbehörden. Im
Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 1 verwiesen.
4. In wie vielen Fällen wurde bei Personen, die an der Grenze von der
Bundespolizei bei einer unerlaubten Einreise aufgegriffen wurden, im Jahr
2025 bzw. 2024 ein Asylgesuch registriert, bitte zusätzlich differenzieren
nach
a) Grenzabschnitten bzw. Nachbarländern und Monaten,
b) Bundespolizeidirektionen,
c) den wichtigsten 20 Staatsangehörigkeiten, und wie viele der
Betroffenen kamen aus einem der 15 wichtigsten Asylherkunftsländer (bitte
in absoluten und relativen Zahlen angeben und auch die
Gesamtsummen für diese Länder nennen),
d) der Zahl der Personen, die nach einem Asylgesuch an die zuständige
Erstaufnahmeeinrichtung weitergeleitet wurden?
Die statistischen Daten zu Grenzabschnitten und Nachbarstaaten nach Monaten
(4a) sind in der Anlage dargestellt.*
Die Anzahl der Asylgesuche im Zusammenhang mit einer unerlaubten Einreise
nach feststellenden Bundespolizeidirektionen (4b) ist in der nachfolgenden
Übersicht dargestellt.
2024 2025
Asylgesuche gegenüber Grenzbehörden
im Zusammenhang mit unerlaubter Einreise
BPOLD Berlin 2.276 449
BPOLD Bad Bramstedt 1.033 262
BPOLD Flughafen Frankfurt am Main 852 463
BPOLD Hannover 1.196 727
BPOLD Koblenz 1.508 451
BPOLD München 1.920 667
BPOLD Pirna 1.723 349
BPOLD Stuttgart 6.378 1.143
BPOLD Sankt Augustin 1.260 606
Bayerische Grenzpolizei 33 11
Die Anzahl der Asylgesuche im Zusammenhang mit einer unerlaubten Einreise
nach Staatsangehörigkeiten (4c) ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/4922 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
2024 Anteil an
Gesamt
2025 Anteil an
Gesamt
Asylgesuche gegenüber Grenzbehörden
im Zusammenhang mit unerlaubter Einreise
Gesamt (20 häufigste Staatsangehörigkeiten im
Jahr 2025)
16.399 90,2 Prozent 4.452 86,8 Prozent
afghanisch 3.828 21,1 Prozent 1.326 25,9 Prozent
syrisch 6.322 34,8 Prozent 505 9,8 Prozent
türkisch 1.381 7,6 Prozent 388 7,6 Prozent
algerisch 494 2,7 Prozent 337 6,6 Prozent
russisch 482 2,7 Prozent 241 4,7 Prozent
iranisch 578 3,2 Prozent 202 3,9 Prozent
somalisch 431 2,4 Prozent 191 3,7 Prozent
marokkanisch 411 2,3 Prozent 185 3,6 Prozent
ukrainisch 359 2,0 Prozent 159 3,1 Prozent
tunesisch 249 1,4 Prozent 128 2,5 Prozent
chinesisch 146 0,8 Prozent 127 2,5 Prozent
irakisch 523 2,9 Prozent 118 2,3 Prozent
libysch 116 0,6 Prozent 107 2,1 Prozent
pakistanisch 205 1,1 Prozent 85 1,7 Prozent
eritreisch 147 0,8 Prozent 77 1,5 Prozent
guineisch 226 1,2 Prozent 74 1,4 Prozent
sudanesisch 121 0,7 Prozent 62 1,2 Prozent
indisch 181 1,0 Prozent 50 1,0 Prozent
nigerianisch 109 0,6 Prozent 49 1,0 Prozent
palästinensisch 90 0,5 Prozent 41 0,8 Prozent
weitere Staatsangehörigkeiten, welche im Jahr 2025 unter den 15 häufigsten Asylherkunftsländern lagen
georgisch 18 0,1 Prozent 23 0,4 Prozent
kolumbianisch 87 0,5 Prozent 14 0,3 Prozent
venezolanisch 34 0,2 Prozent 9 0,2 Prozent
vietnamesisch 5 0,0 Prozent 2 0,0 Prozent
Im Jahr 2025 erfolgte bei insgesamt 4.179 Personen, die nach unerlaubter
Einreise ein Asylgesuch gegenüber den Grenzbehörden äußerten, die Weiterleitung
an die zuständige Erstaufnahmeeinrichtung (4d) (einschließlich
Flughafenasylverfahren (4d)). Im Jahr 2024 waren es 17.789 Personen.
5. Wie viele Zurückweisungen gab es an deutschen Grenzen im Jahr 2025
bzw. 2024 (bitte nach Quartalen auflisten und dabei nach
Grenzabschnitten bzw. Nachbarländern differenzieren), und wie viele Asylsuchende
waren darunter (bitte nach den wichtigsten Herkunftsländern,
Grenzabschnitten und der Rechtsgrundlage für die Zurückweisung
differenzieren)?
Die Anzahl aller vollzogenen Zurückweisungen und deren Aufschlüsselung
nach Grenzart und Nachbarstaaten ist in der nachfolgenden Übersicht
dargestellt.
2024 2025
1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt 1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt
Zurückweisungen
Gesamt 10.175 11.481 12.506 11.175 45.337 9.273 11.194 11.384 10.364 42.215
nach Grenzen
Landgrenze 8.261 9.513 10.565 9.304 37.643 7.439 9.313 9.237 8.474 34.463
Polen 2.388 3.330 2.144 1.525 9.387 1.436 2.083 1.210 1.251 5.980
2024 2025
1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt 1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt
Zurückweisungen
Tschechien 714 1.109 689 626 3.138 581 612 595 522 2.310
Österreich 1.805 1.715 1.952 2.004 7.476 1.425 1.764 2.017 1.867 7.073
Schweiz 3.287 2.380 3.448 2.517 11.632 1.379 1.483 1.922 1.720 6.504
Frankreich 47 458 1.857 1.411 3.773 1.516 1.962 2.132 1.959 7.569
Luxemburg 1 110 91 265 467 211 223 249 226 909
Belgien 4 157 163 402 726 318 379 364 277 1.338
Niederlande 14 192 177 484 867 493 681 635 551 2.360
Dänemark 1 62 44 70 177 80 126 113 101 420
Luftgrenze 1.914 1.918 1.901 1.868 7.601 1.831 1.880 2.142 1.889 7.742
Seegrenze 50 40 3 93 3 1 5 1 10
Die Erhebung des Status der Person (zum Beispiel Asylnachsuchender) erfolgt
im Zusammenhang mit aufenthaltsverhindernden Maßnahmen nicht. Hier wird
lediglich die Rechtsgrundlage von Zurückweisungen erfasst. Diese stellen sich
wie folgt dar:
2024 2025
1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt 1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt
Zurückweisungen
nach Rechtsgrundlage
gemäß
Aufenthaltsgesetz
(AufenthG)
10.123 11.398 12.428 11.122 45.071 9.197 10.841 10.939 9.981 40.958
gemäß
Asylgesetz (AsylG)
40 46 44 33 163 43 305 421 338 1.107
gemäß Gesetz
über die
allgemeine
Freizügigkeit von
Unionsbürgern
(FreizügG/ EU)
12 37 34 20 103 33 48 24 45 150
Die aufgeschlüsselten Daten von Zurückweisungen gemäß Asylgesetz sind in
der nachfolgenden Übersicht dargestellt.
2024 2025
1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt 1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt
Zurückweisungen gemäß AsylG
Gesamt 40 46 44 33 163 43 305 421 338 1.107
nach Grenzen
Landgrenze 6 2 8 5 21 12 275 390 315 992
Polen 133 29 21 183
Tschechien 1 1 2 8 26 7 41
Österreich 6 1 8 4 19 11 38 141 175 365
Schweiz 16 52 14 82
Frankreich 21 42 39 102
Luxemburg 7 21 9 37
Belgien 37 56 34 127
Niederlande 13 21 16 50
Dänemark 1 2 2 5
Luftgrenze 34 44 36 28 142 31 30 31 23 115
Seegrenze
2024 2025
1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt 1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt
Zurückweisungen gemäß AsylG
20 häufigste Staatsangehörigkeiten im Jahr 2025
afghanisch 1 1 2 2 6 3 68 38 32 141
türkisch 2 1 1 1 5 2 5 74 31 112
algerisch 1 2 3 24 40 32 96
ukrainisch 16 52 17 85
somalisch 36 6 24 66
russisch 1 2 3 1 9 21 26 57
syrisch 2 9 1 12 10 30 14 54
marokkanisch 8 4 3 2 17 13 12 17 42
iranisch 1 1 2 1 21 15 39
chinesisch 10 10 12 32
libysch 2 14 15 31
tunesisch 1 1 2 2 6 9 14 31
eritreisch 20 4 6 30
irakisch 1 13 7 2 23 1 6 11 9 27
georgisch 1 1 5 2 10 4 21
pakistanisch 2 2 2 8 5 5 20
äthiopisch 4 4 8 2 18
guineisch 1 1 7 5 2 14
tansanisch 2 2 8 1 1 2 12
sudanesisch 1 8 2 11
6. Wie viele Zurückweisungen gab es an deutschen Grenzen im Jahr 2025
bzw. 2024, bitte zusätzlich differenzieren nach
a) Grenzabschnitten bzw. Nachbarländern und Monaten,
b) Bundespolizeidirektionen,
c) den wichtigsten 20 Staatsangehörigkeiten, und wie viele der
Betroffenen kamen aus einem der 15 wichtigsten Asylherkunftsländer (bitte
in absoluten und relativen Zahlen angeben und auch die
Gesamtsummen für diese Länder nennen),
d) den Gründen der Zurückweisung?
Die statistischen Daten zu Grenzabschnitten und Nachbarstaaten nach Monaten
(6a) ist in der Anlage dargestellt.*
Die Anzahl der vollzogenen Zurückweisenden nach Bundespolizeidirektionen
(6b) ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt.
2024 2025
Zurückweisungen
BPOLD Berlin 6.550 4.626
BPOLD Bad Bramstedt 1.342 1.337
BPOLD Flughafen Frankfurt am Main 2.373 2.206
BPOLD Hannover 743 1.453
BPOLD Koblenz 2.354 3.291
BPOLD München 9.325 8.784
BPOLD Pirna 5.218 3.128
BPOLD Stuttgart 14.187 12.585
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/4922 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
2024 2025
Zurückweisungen
BPOLD Sankt Augustin 2.884 4.390
Bayerische Grenzpolizei 361 415
Die Anzahl der vollzogenen Zurückweisungen nach Staatsangehörigkeiten (6c)
ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt.
2024 Anteil an
Gesamt
2025 Anteil an
Gesamt
Zurückweisungen
Gesamt (20
häufigste Staatsangehörigkeiten
im Jahr 2025)
35.297 77,9 Prozent 30.914 73,2 Prozent
ukrainisch 7.858 17,3 Prozent 5.902 14,0 Prozent
türkisch 3.646 8,0 Prozent 3.007 7,1 Prozent
afghanisch 3.445 7,6 Prozent 2.704 6,4 Prozent
algerisch 1.338 3,0 Prozent 2.404 5,7 Prozent
syrisch 6.579 14,5 Prozent 2.241 5,3 Prozent
albanisch 1.409 3,1 Prozent 1.762 4,2 Prozent
marokkanisch 1.291 2,8 Prozent 1.508 3,6 Prozent
kosovarisch 1.285 2,8 Prozent 1.451 3,4 Prozent
georgisch 1.151 2,5 Prozent 1.219 2,9 Prozent
tunesisch 880 1,9 Prozent 1.117 2,6 Prozent
moldauisch 1.035 2,3 Prozent 1.080 2,6 Prozent
serbisch 818 1,8 Prozent 1.020 2,4 Prozent
eritreisch 530 1,2 Prozent 926 2,2 Prozent
somalisch 624 1,4 Prozent 907 2,1 Prozent
kolumbianisch 587 1,3 Prozent 693 1,6 Prozent
russisch 557 1,2 Prozent 637 1,5 Prozent
irakisch 519 1,1 Prozent 620 1,5 Prozent
indisch 779 1,7 Prozent 615 1,5 Prozent
mazedonisch 538 1,2 Prozent 586 1,4 Prozent
ägyptisch 428 0,9 Prozent 515 1,2 Prozent
weitere Staatsangehörigkeiten, welche im Jahr 2025 unter den 15 häufigsten
Asylherkunftsländern lagen
guineisch 494 1,1 Prozent 508 1,2 Prozent
chinesisch 328 0,7 Prozent 488 1,2 Prozent
vietnamesisch 691 1,5 Prozent 430 1,0 Prozent
iranisch 393 0,9 Prozent 360 0,9 Prozent
venezolanisch 133 0,3 Prozent 172 0,4 Prozent
Die Anzahl der vollzogenen Zurückweisungen nach Gründen (6d) ist in der
nachfolgenden Übersicht dargestellt.
2024 2025
Zurückweisungen
gemäß
AufenthG
(A) ohne gültiges Reisedokument 17.501 16.366
(B) im Besitz eines falschen, ge- oder verfälschten Reisedokuments 293 385
(C) ohne gültiges Visum oder gültigen Aufenthaltstitel 18.930 15.373
(D) im Besitz eines falschen, ge- oder verfälschten Visums oder
Aufenthaltstitels
67 98
(E) verfügt nicht über die erforderlichen Dokumente zum Nachweis
von Aufenthaltszweck und -bedingungen
2.075 2.107
(F) hat sich bereits 90 Tage innerhalb eines Zeitraumes von 180 Tagen
im Gebiet der Schengenstaaten aufgehalten
2.551 2.657
(G) verfügt nicht über ausreichende Mittel zur Bestreitung des
Lebensunterhalts
1.076 989
(H1) Ausschreibung zur Einreiseverweigerung im Schengener
Informationssystem
895 861
(H2) Ausschreibung zur Einreiseverweigerung in nationalen
Fahndungsbeständen
1.116 1.151
(I) Gefahr für die öffentliche Ordnung, die innere Sicherheit, die
öffentliche Gesundheit oder die internationalen Beziehungen
567 971
gemäß
AsylG
§ 18 Absatz 2 41 1.016
§ 18a Absatz 3: unbegründeter Asylantrag im Rahmen des sog.
Flughafenasylverfahren
122 91
gemäß FreizügG/EU 103 150
7. Welche Angaben kann die Bundesregierung machen zum „Verbleib“ der
bei einer unerlaubten Einreise an den deutschen Grenzen im Jahr 2025
bzw. 2024 festgestellten Personen (bitte wie in der Antwort zu Frage 7
auf Bundestagsdrucksache 20/12827 auflisten)?
Der Verbleib der Personen nach Feststellung der unerlaubten Einreise im Jahr
2025 und 2024 ist in der Anlage dargestellt.*
8. Wie viele Zurückweisungen von Asylsuchenden nach § 18 Absatz 2
AsylG gab es seit dem 7. Mai 2025 (bitte nach Monaten,
Grenzabschnitten und den 15 wichtigsten Herkunftsländern der Betroffenen
aufschlüsseln)?
Der Erfassung von Zurückweisungen von Asylsuchenden im Rahmen der
vorübergehend wiedereingeführten Binnengrenzkontrollen an allen landseitigen
deutschen Binnengrenzen liegt die Weisung des Bundesministeriums des
Innern vom 7. Mai 2025 zugrunde. Vom 8. Mai 2025 bis zum 31. Dezember 2025
erfolgten insgesamt 996 Zurückweisungen gemäß§ 18 Absatz 2 AsylG. Weitere
Daten sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt.
2025
08.-31.
Mai
Juni Juli August September Oktober November Dezember
Zurückweisungen gemäß§ 18 Absatz 2 AsylG
Gesamt 119 159 143 133 122 94 132 94
nach Grenzen
Landweg 117 157 140 130 120 93 128 94
Polen 41 92 8 17 4 2 12 7
Tschechien 1 7 10 6 10 1 3 3
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/4922 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
2025
08.-31.
Mai
Juni Juli August September Oktober November Dezember
Zurückweisungen gemäß§ 18 Absatz 2 AsylG
Österreich 19 19 46 55 40 57 66 52
Schweiz 10 6 30 11 11 6 4 4
Frankreich 7 14 20 6 16 6 14 19
Luxemburg 6 1 3 5 13 2 7
Belgien 25 11 17 20 19 14 13 7
Niederlande 7 6 6 10 5 5 9 2
Dänemark 1 1 2
Luftweg 2 2 3 3 2 1 4
15 häufigste Staatsangehörigkeiten
afghanisch 23 45 22 9 7 15 11 6
türkisch 2 2 21 30 23 14 15 2
algerisch 18 6 11 14 14 10 15 7
ukrainisch 4 12 20 21 11 2 9 6
somalisch 8 28 2 1 8 9 3
russisch 3 6 8 1 11 4 17 5
syrisch 3 7 9 10 11 4 9 1
marokkanisch 7 4 4 6 2 4 9 2
iranisch 1 13 3 1 3 3 7
chinesisch 9 6 4 4 2 6
libysch 1 1 2 6 6 1 6 8
eritreisch 13 7 2 2 3 3
tunesisch 4 2 3 4 2 7 3
irakisch 1 2 3 6 1 7
pakistanisch 4 4 1 1 1 2 1 2
9. Wie viele Asylsuchende wurden nicht zurückgewiesen, weil sie als
vulnerabel eingestuft wurden (bitte nach Monaten, Grenzabschnitten und
den 15 wichtigsten Herkunftsländern der Betroffenen aufschlüsseln)?
Die Bundespolizei erhebt keine statistischen Daten im Sinne der Fragestellung.
10. Wie viele Eil- bzw. Klageverfahren gegen Zurückweisungen von
Asylsuchenden durch die Bundespolizei sind derzeit noch bei den
Verwaltungsgerichten anhängig, und welche Entscheidungen sind bereits
ergangen (bitte mit Gericht, Aktenzeichen und Inhalt der Entscheidung
auflisten)?
Bei den Verwaltungsgerichten sind derzeit elf Hauptsacheverfahren (HS) und
acht Eilverfahren anhängig sowie ein Hauptsacheverfahren rechtskräftig
abgeschlossen. Weitere Informationen sind nachfolgend dargestellt.
Gericht Aktenzeichen Inhalt der Entscheidung
VG Berlin (Eil) 6 L 191/25 Gestattung Grenzübertritt (nicht Einreise)
zwecks Durchführung der Dublin-III-
Zuständigkeitsprüfung
VG Berlin (Eil) 6 L 192/25
VG Berlin (Eil) 6 L 193/25
VG München
(Eil)
M 24 E
25.4518
Einstellung, wegen gegenseitiger
Erledigungserklärung
Gericht Aktenzeichen Inhalt der Entscheidung
VG München
(Eil und HS)
M 29 S
25.33268,
M 29 K
25.33267
Einstellung, wegen gegenseitiger
Erledigungserklärung
VG Karlsruhe
(Eil)
A 1 K 6656/25 Einstellung mangels Anordnungsgrund, da
Einreise schon erfolgt
VG Karlsruhe
(Eil)
A 13 K 6042/25 Einstellung, wegen gegenseitiger
Erledigungserklärung
VG Köln (Eil) 19 L 3228/25.A Antrag abgelehnt, da kein Asylgesuch
geäußert
11. Welche Reaktionen seitens anderer Mitgliedstaaten und der EU-
Kommission gab es seit dem 7. Mai 2025 auf die von Bundesinnenminister
Alexander Dobrindt angeordneten Zurückweisungen von Asylsuchenden
sowie auf die fortgesetzten Grenzkontrollen an allen deutschen
Binnengrenzen (bitte differenziert darstellen), und was hat die Bundesregierung
darauf erwidert?
Die Bundesregierung steht mit der EU-Kommission und den Mitgliedstaaten in
einem regelmäßigen Austausch. Die Reaktionen sind abhängig von der
jeweiligen Betroffenheit unterschiedlich ausgeprägt. Dabei erfolgt insbesondere der
Dialog mit den Mitgliedstaaten nicht nur auf der ministeriellen Ebene, sondern
auch auf der langjährig bewährten und vertrauensvollen fachbehördlichen
Ebene unmittelbar vor Ort. Die Bundesregierung nimmt in diesen
Austauschformaten die teilweise vorgetragenen Belastungen in den Grenzregionen zur
Kenntnis und setzt sich für die Suche nach Lösungen vor Ort ein; sie
unterstreicht aber auch die derzeitige Erforderlichkeit der vorübergehend
wiedereingeführten Binnengrenzkontrollen. Datum und Format der Gespräche werden
statistisch nicht erfasst. Im Übrigen wird auf die Antwort der Bundesregierung
zu Frage 27 der Kleinen Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
auf Bundestagsdrucksache 21/3358 verwiesen.
12. Wie viele Einsätze der Bundespolizei gab es im Jahr 2025 bzw. 2024,
und wie viele Einsätze zur „Grenzsicherung“ waren darunter (bitte nach
Bundesländern differenziert auflisten)?
Ein polizeilicher Einsatz liegt vor, wenn operative polizeiliche Aufgaben unter
Nutzung personeller und materieller Ressourcen wahrgenommen werden. Nicht
jede Grenzkontrolltätigkeit bedingt einen einzelnen Einsatz im
Einsatzleitstellensystem (ELS BPOL). Einsätze können auch als „Tageseinsatz“ angelegt
sein. Maßnahmen zur „Grenzsicherung“ können auch im Rahmen der
bahnpolizeilichen Aufgabenwahrnehmung erfolgen. Eine Differenzierung ist in diesen
Fällen nicht möglich. Insofern ist die Anzahl an Einsätzen zur
„Grenzsicherung“ nicht abschließend.
In der Bundespolizei findet dementsprechend täglich eine Vielzahl von
Einsatzmaßnahmen im Rahmen der originären Aufgabenwahrnehmung statt. Die
Einsatzmaßnahmen betreffen hierbei alle Aufgabenbereiche, welche der
Bundespolizei nach dem Bundespolizeigesetz obliegen. Sie sind ferner in ihrer
Zielrichtung (präventiv/repressiv), ihrem jeweiligen Umfang (Wahrnehmung in der
Allgemeinen Aufbauorganisation / Besonderen Aufbauorganisation) und dem
Anlasszeitpunkt (ad hoc/geplant) unterschiedlich.
Die Bundespolizei dokumentierte im Jahr 2024 insgesamt 1.046.120 Einsätze
und im Jahr 2025 insgesamt 1.072.661 Einsätze. Aufgrund des weit zu
fassenden Begriffs „Grenzsicherung“ bilden die nachfolgend dargestellten Werte die
Einsätze ab, welche im Rahmen der grenzpolizeilichen Aufgabenwahrnehmung
durchgeführt wurden. Dies waren im Jahr 2024 insgesamt 251.313 und im Jahr
2025 insgesamt 262.639 Einsätze. Eine differenzierte Auflistung nach Ländern
und Jahren ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt.
2024 2025
Gesamtanzahl der Einsätze der Bundespolizei 1.046.120 1.072.661
davon zur Grenzsicherung 251.313 262.639
Einsätze zur Grenzsicherung nach Ländern gemäß räumlicher Zuständigkeit
der
Bundespolizeiinspektionen
Bayern 40.381 42.748
Baden-Württemberg 21.531 21.314
Berlin 18.615 20.447
Brandenburg 20.514 23.339
Hamburg 7.712 7.842
Hessen 25.877 25.985
Mecklenburg-Vorpommern 10.834 12.598
Niedersachsen + Bremen 7.147 7.937
Nordrhein-Westfalen 43.762 43.942
Rheinland-Pfalz 7.208 5.212
Saarland 5.389 5.541
Sachsen 32.053 33.678
Sachsen-Anhalt 12 15
Schleswig-Holstein 9.892 11.495
Thüringen 386 546
13. Wie viele strafrechtliche Ermittlungsverfahren wurden im Jahr 2025 bzw.
2024 gegen unerlaubt eingereiste Personen eingeleitet (bitte auch nach
Quartalen und den 15 wichtigsten Herkunftsländern bzw. den 15
wichtigsten Straftatbeständen differenzieren), und welchen Deliktgruppen
sind die Straftaten vor allem zuzuordnen (z. B. Verstöße gegen das
Aufenthalts- bzw. Freizügigkeitsgesetz, Urkundenfälschung,
Straßenverkehrsdelikte, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Steuerdelikte
usw.; bitte quantifizieren)?
Den unerlaubt eingereisten Personen wurden im Tatzusammenhang zu ihrer
unerlaubten Einreise im Jahr 2024 insgesamt 151.020 Delikte und im Jahr 2025
insgesamt 99.052 Delikte im Sinne der Fragestellung zugeordnet.
Die Staatsangehörigkeiten entsprechen denen der unerlaubt eingereisten
Personen. Auf die Antwort zu Frage 2 wird verwiesen.
Die 15 häufigsten Delikte sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt.
2024 2025
1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt 1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt
Delikte im Zusammenhang mit unerlaubter Einreise
§ 95 Absatz 1 Nr. 3
AufenthG
18.890 21.319 20.851 18.265 79.325 13.823 15.651 15.664 14.245 59.383
§ 95 Absatz 1 Nr. 2
AufenthG
10.625 11.246 9.586 8.221 39.678 5.444 5.387 5.621 5.066 21.518
§ 95 Absatz 1 Nr. 1
AufenthG
6.198 6.194 5.450 4.138 21.980 2.250 2.244 2.264 2.145 8.903
§ 95 Absatz 2 Nr. 1
AufenthG
812 831 592 739 2.974 733 716 658 713 2.820
§ 95 Absatz 2 Nr. 2
AufenthG
355 361 328 384 1.428 309 309 372 360 1.350
§ 267 Absatz 1
StGB
273 279 283 252 1.087 206 216 232 266 920
§ 34 KCanG 89 112 187 388 202 223 197 206 828
§ 276 Absatz 1
Nr. 1 StGB
163 175 136 152 626 103 106 103 140 452
§ 281 StGB 123 116 146 129 514 92 108 90 91 381
§ 95 Absatz 6
AufenthG
65 91 121 59 336 57 58 73 57 245
§ 21 Absatz 1 Nr. 1
StVG
35 41 35 43 154 38 72 58 59 227
§ 9 FreizügG/EU 37 46 41 51 175 49 52 44 51 196
§ 29 Absatz 1 Nr. 1
BtMG
150 44 43 37 274 33 35 40 26 134
§ 52 Absatz 3 Nr. 1
WaffG
36 33 26 35 130 34 34 27 36 131
§ 263 Absatz 1
StGB
17 19 33 25 94 22 31 11 24 88
Die Zuordnung aller Delikte zu den Deliktgruppen ist in der nachfolgenden
Übersicht dargestellt.
2024 2025
1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt 1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt
Delikte im Zusammenhang mit unerlaubter Einreise
Verstoß AufenthG 36.975 40.086 36.968 31.839 145.86
8
22.657 24.404 24.693 22.629 94.383
Urkundenfälschungen
810 758 825 729 3.122 552 546 524 624 2.246
Betäubungsmittel 243 151 171 254 819 250 277 260 256 1.043
Straßenverkehrsdelikte
62 71 60 70 263 67 90 67 69 293
Verstoß
FreizügG/EU
37 46 41 51 175 49 52 44 51 196
Waffendelikte 43 43 36 57 179 42 44 35 45 166
Widerstand gegen
die Staatsgewalt
30 24 20 36 110 41 55 35 21 152
sonstige Straftaten 17 16 17 25 75 30 35 34 28 127
Betrug und Untreue 23 29 40 30 122 29 36 12 24 101
Eigentumsdelikte 22 22 31 19 94 28 26 11 19 84
Verstoß AsylG 11 4 8 23 12 9 10 7 38
Steuerstraftaten 3 1 2 4 10 13 10 5 6 34
2024 2025
1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt 1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt
Delikte im Zusammenhang mit unerlaubter Einreise
Straftaten gegen die
persönliche Freiheit
2 7 1 4 14 5 8 14 6 33
Begünstigung und
Hehlerei
9 10 10 8 37 9 8 7 8 32
Sprengstoffdelikte 4 4 1 26 35 7 2 3 19 31
Körperverletzungsdelikte
7 11 5 7 30 4 15 7 1 27
Sachbeschädigung 2 3 4 3 12 5 2 5 2 14
Eingriffe und
Störungen
2 2 3 3 3 4 13
Geld- und
Wertzeichenfälschung
5 2 5 12 6 1 3 1 11
Staatsschutz 2 5 2 1 10 3 2 2 3 10
gemeingefährliche
Straftaten
1 1 2 1 2 5
Straftaten gegen
die öffentliche
Ordnung
1 1 2 2 3 5
Sexualdelikte 1 1 2 2 4
Amtsdelikte 2 1 3 2 2
Raubdelikte 1 1
Luftsicherheit 1 1 1 1
14. Wie viele Aufgriffe unerlaubt eingereister, unbegleiteter Minderjähriger
gab es an deutschen Grenzen im Jahr 2025 bzw. 2024, wie viele von
ihnen wurden in die Obhut der Jugendämter gegeben, und wie viele
wurden zurückgewiesen (bitte nach Quartalen auflisten und dabei nach
Grenzabschnitten bzw. Nachbarländern und den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Die festgestellten unerlaubten Einreisen und Zurückweisungen unbegleiteter
Minderjähriger sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt.
Hinweis:
Die statistische Erfassung von unerlaubten Einreisen (Straftaten) und
Zurückweisungen erfolgt voneinander unabhängig. In den Daten der Zurückweisungen
sind Maßnahmen enthalten, denen eine unerlaubte Einreise vorausgeht und
denen keine unerlaubte Einreise im strafrechtlichen Sinne zugrunde liegt.
2024 2025
1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt 1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt
Feststellungen unbegleiteter Minderjähriger
unerlaubte
Einreisen
1.105 1.192 1.608 1.056 4.961 519 700 651 584 2.454
davon
Weiterleitung an das
Jugendamt
805 907 1.176 697 3.585 308 370 277 250 1.205
Zurückweisungen
355 418 531 353 1.657 145 333 274 254 1.006
Die Aufschlüsselung der unerlaubten Einreisen unbegleiteter Minderjähriger
nach Grenzart, Nachbarländern und den zehn häufigsten Staatsangehörigen
sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt.
2024 2025
1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt 1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt
unerlaubte Einreisen unbegleiteter Minderjähriger
nach Grenzen
Landgrenze 1.076 1.167 1.563 1.035 4.841 501 688 629 576 2.394
Polen 87 353 313 107 860 44 220 57 47 368
Tschechien 16 16 32 35 99 13 22 15 13 63
Österreich 218 147 249 242 856 53 82 88 82 305
Schweiz 400 363 588 302 1.653 138 122 234 239 733
Frankreich 201 170 222 190 783 133 143 124 118 518
Luxemburg 11 6 12 15 44 11 11 9 8 39
Belgien 61 48 63 86 258 55 41 37 29 162
Niederlande 19 19 22 26 86 34 36 44 21 135
Dänemark 10 1 2 13 2 1 4 2 9
keiner
Landgrenze
zuzuordnen
53 45 61 30 189 18 10 17 17 62
Luftgrenze 27 21 43 21 112 17 10 21 8 56
Seegrenze 2 4 2 8 1 2 1 4
zehn häufigste Staatsangehörigkeiten im Jahr 2025
somalisch 58 168 238 74 538 34 168 81 132 415
afghanisch 162 215 272 237 886 86 110 94 79 369
algerisch 51 47 67 63 228 49 43 52 61 205
ukrainisch 56 61 51 34 202 34 65 40 43 182
syrisch 328 246 521 333 1.428 62 32 49 34 177
guineisch 149 102 69 83 403 64 38 33 40 175
marokkanisch 58 60 72 45 235 34 43 59 35 171
eritreisch 5 16 20 7 48 8 55 48 21 132
türkisch 21 21 42 20 104 15 11 27 12 65
tunesisch 36 19 34 19 108 17 10 12 13 52
15. In wie vielen Fällen gab es im Jahr 2025 bzw. 2024 Zurückweisungen an
der Grenze nach einem parallel durchgeführten Dublin-Verfahren (bitte
nach Monaten, wichtigsten Staatsangehörigkeiten und Mitgliedstaaten
differenzieren)?
Die statistischen Daten zu Zurückweisungen nach einem durchgeführten
Dublin Verfahren sind in der Anlage dargestellt.*
16. Welche Angaben kann die Bundesregierung machen zu Aufgriffen,
Zurückweisungen und Festnahmen sogenannter Schleuser bzw.
entsprechender Ermittlungsverfahren bei Kontrollen der Bundespolizei an den
Grenzen im Jahr 2025 bzw. 2024 (bitte zusätzlich nach Monaten,
Grenzabschnitten bzw. Landesgrenzen, wichtigsten Staatsangehörigkeiten,
stationärer Kontrolle bzw. Schleierfahndung bzw. Schwerpunktkontrolle
differenzieren)?
Die statistischen Daten zu Feststellungen von Schleusern nach
Grenzabschnitten und Nachbarstaaten nach Monaten ist in der Anlage dargestellt.*
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 21/4922 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
Die Anzahl der Schleuser nach den wichtigsten 20 Staatsangehörigkeiten und
nach Aufgriffsort ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt. Weitere
Informationen im Sinne der Fragestellung liegen nicht vor.
2024 2025
Schleuser
20 häufigste Staatsangehörigkeiten im Jahr 2025
syrisch 253 207
ukrainisch 256 181
türkisch 158 147
afghanisch 96 117
deutsch 96 80
albanisch 37 58
irakisch 42 44
französisch 33 38
serbisch 43 35
algerisch 15 33
kosovarisch 23 32
pakistanisch 24 31
rumänisch 34 28
moldauisch 40 27
chinesisch 11 26
georgisch 29 25
italienisch 12 22
niederländisch 16 20
tunesisch 9 20
belgisch 14 19
bosnisch-herzegowinisch 6 19
vietnamesisch 19 19
Aufgriffsort
Grenzübergang 1.091 1.397
Grenzgebiet bis zu einer Tiefe von
30 Kilometern
501 183
Inland 72 46
17. Gegen wie viele der im Jahr 2025 bzw. 2024 bei einer unerlaubten
Einreise festgestellten Personen lag ein Einreise- bzw. Aufenthaltsverbot vor
(bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und nach den 15
wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren), wie viele dieser Personen
wurden zurückgewiesen bzw. zurückgeschoben bzw. wie vielen wurde
infolge eines Asylgesuchs der Zugang zu einem Asylverfahren gewährt (bitte
ebenfalls nach den 15 wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)?
Die Feststellungen unerlaubt eingereister Personen mit Einreise- und
Aufenthaltsverbot sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt.
2024 2025
Gesamt Anteil an
unerlaubten Einreisen
Gesamt Anteil an
unerlaubten Einreisen
unerlaubte Einreisen mit Einreise- und Aufenthaltsverbot
Gesamt 2.284 2,7 Prozent 2.326 3,7 Prozent
15 häufigste Staatsangehörigkeiten im Jahr 2025
afghanisch 246 3,0 Prozent 207 4,0 Prozent
syrisch 233 1,5 Prozent 207 4,2 Prozent
algerisch 119 4,7 Prozent 160 5,0 Prozent
2024 2025
Gesamt Anteil an
unerlaubten Einreisen
Gesamt Anteil an
unerlaubten Einreisen
unerlaubte Einreisen mit Einreise- und Aufenthaltsverbot
türkisch 148 2,4 Prozent 154 3,3 Prozent
albanisch 147 9,0 Prozent 136 8,0 Prozent
georgisch 152 11,5 Prozent 112 10,1 Prozent
marokkanisch 66 3,0 Prozent 97 4,6 Prozent
kosovarisch 74 8,5 Prozent 65 6,4 Prozent
rumänisch 53 84,1 Prozent 61 85,9 Prozent
ukrainisch 50 0,5 Prozent 58 0,8 Prozent
moldauisch 70 6,6 Prozent 56 6,2 Prozent
mazedonisch 59 11,8 Prozent 52 9,3 Prozent
somalisch 22 1,3 Prozent 52 3,4 Prozent
irakisch 39 2,2 Prozent 51 4,1 Prozent
guineisch 23 2,2 Prozent 50 5,8 Prozent
Die aufgrund eines Einreise- und Aufenthaltsverbots vollzogenen
Zurückweisungen sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt. Dabei ist zu
berücksichtigen, dass die statistische Erfassung von unerlaubten Einreisen (Straftaten)
und Zurückweisungen voneinander unabhängig erfolgt.
2024 2025
Zurückweisungen wegen Einreise- und Aufenthaltsverbot
Gesamt 2.011 2.012
15 häufigste Staatsangehörigkeiten im Jahr 2025
kosovarisch 233 187
georgisch 195 180
albanisch 217 170
afghanisch 122 132
syrisch 144 123
türkisch 126 118
algerisch 60 81
mazedonisch 100 75
moldauisch 72 72
serbisch 72 67
iranisch 35 54
ukrainisch 53 49
marokkanisch 34 43
russisch 27 35
somalisch 19 31
Daten zu Zurückschiebungen aufgrund eines Einreise- und Aufenthaltsverbots
werden nicht erhoben.
Personen, welche nach einer unerlaubten Einreise mit Einreise- und
Aufenthaltsverbot und einem Asylgesuch gegenüber den Grenzbehörden an eine
inländische Stelle (einschließlich Flughafenasylverfahren) weitergeleitet wurden,
sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt.
2024 2025
unerlaubte Einreisen mit Einreise- und Aufenthaltsverbot und
Asylgesuch und Weiterleitung an inländische Stellen (einschließlich
Flughafenasylverfahren)
Gesamt 36 17
Staatsangehörigkeiten
afghanisch 9 1
marokkanisch 5 1
syrisch 4 1
türkisch 3 1
algerisch 3
iranisch 3
russisch 1 2
aserbaidschanisch 2
eritreisch 2
ghanaisch 1 1
ägyptisch 1
albanisch 1
amerikanisch 1
armenisch 1
georgisch 1
irakisch 1
ivorisch 1
jemenitisch 1
kamerunisch 1
moldauisch 1
serbisch 1
turkmenisch 1
venezolanisch 1
18. Wie viele einsatzbedingte Mehrkosten sind bei der Bundespolizei infolge
der Wiedereinführung von Binnengrenzkontrollen an allen
Landesgrenzen seit dem 16. September 2024 entstanden (bitte nach Quartalen sowie
nach Mehrarbeitsvergütung, Zulagen, Hotelkosten usw. differenzieren)?
Die Bundespolizei erfasst ihre geleisteten Einsatzstunden sowie ihre
einsatzbedingten Kosten aufgrund der vorübergehend eingeführten Grenzkontrollen
quartalsweise. Bezüglich der Quartale bis 30. Juni 2025 wird auf die Antwort
der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage 25 der Abgeordneten Clara
Bünger auf Bundestagsdrucksache 21/1164 verwiesen. Zusätzlich wird darauf
hingewiesen, dass die sogenannte Mehrarbeitsvergütung eine rechnerische
Größe darstellt und sich kostenwirksam so nicht realisiert, weil nach § 88 des
Bundesbeamtengesetzes (BBG) vorrangig Freizeitausgleich gewährt wird.
Zeitraum
Mehrarbeitsvergütung*
Zulage für
Dienst zu
ungünstigen
Zeiten
Betrieb
Grenzkontrollstellen
Verbrauch
Führungs- und
Einsatzmittel
Hotelunterbringung,
Verpflegung
Gesamt
01.07. –
30.09.2025
12,2 2,4 2,0 2,9 9,9 29,4
01.10. –
31.12.2025
11,7 2,3 4,9 3,1 8,1 30,1
Gesamt in
Mio. Euro
23,9 4,7 6,9 6,0 18,0 59,5
Die Mehrarbeitsvergütung ist kalkulatorisch ermittelt. Diese wird nur dann
kassenwirksam, wenn Beamtinnen und Beamten nach Vorgabe des § 88 BBG nicht
– im Grundsatz vorrangig – innerhalb von zwölf Monaten Freizeitausgleich
gewährt werden kann.
19. Welche Einschätzungen hat die Bundesregierung bzw. die Bundespolizei
dazu, in welchem Umfang Asylsuchende durch die
Binnengrenzkontrollen und Zurückweisungen tatsächlich effektiv und dauerhaft von einer
Einreise und Asylantragstellung in Deutschland abgehalten werden?
a) Wie bewertet die Bundesregierung diesbezüglich das Verhältnis der
Zahl zurückgewiesener Asylsuchender seit dem 7. Mai 2025 zur Zahl
der in diesem Zeitraum registrierten Asylerstanträge (bitte beide
Zahlen nennen)?
b) Welche Daten, Informationen oder Einschätzungen gibt es dazu, wie
viele der zurückgewiesenen Personen später nach Deutschland
eingereist sind und einen Asylantrag stellten (bitte so differenziert wie
möglich, etwa auch mit Zahlen für das Jahr 2025, ausführen)?
c) Welche Einschätzung hat die Bundesregierung bzw. die
Bundespolizei dazu, ob Asylsuchende auf ein Asylgesuch nach einem Aufgriff
an der Binnengrenze verzichten, weil sie wissen, dass sie trotz eines
Asylgesuchs zurückgewiesen werden können und sie sich deshalb
auf den Versuch einer erneuten Einreise zu einem späteren Zeitpunkt
und bzw. oder an einem anderen Grenzabschnitt konzentrieren (bitte
ausführen)?
Die Fragen 19 bis 19c werden gemeinsam beantwortet. Im Zeitraum vom
7. Mai 2025 bis zum 31. Dezember 2025 wurden 66.077 Asylerstanträge
registriert. Im Januar 2026 waren es 7.649 Asylerstanträge. Im Zeitraum vom 7. Mai
2025 bis zum 31. Dezember 2025 hat die Bundespolizei im Rahmen der
vorübergehend wiedereingeführten Binnengrenzkontrollen 979 Personen mit
Asylgesuch zurückgewiesen. Im Januar 2026 waren es in diesem Sinne 79
Personen. Die vorübergehend wiedereingeführten Binnengrenzkontrollen und damit
einhergehenden Zurückweisungen sind als eine von mehreren
migrationsordnenden und -begrenzenden Maßnahmen erforderlich, um der Belastung der
Systeme in Deutschland durch das insgesamt zu hohe Migrationsgeschehen in den
letzten Jahren entgegenzuwirken und notwendig, bis das neue Gemeinsame
Europäische Asylsystem tatsächlich funktionsfähig ist. Das heißt: wirksamer
Schutz an den EU-Außengrenzen, ein funktionierendes System mit
Überstellungen von Flüchtlingen in die EU-Länder, die dafür zuständig sind und ein
Solidaritätsmechanismus, der tatsächlich greift. Das Ziel der Bundesregierung
ist weiterhin, das irreguläre Migrationsgeschehen einzudämmen und die
Schleuserkriminalität entschieden zu bekämpfen. Nicht nur die isolierte
Betrachtung der Anzahl des irregulären Migrationsgeschehens einschließlich des
Asylzugangs allein, sondern auch die Stetigkeit dieses Zustroms über die
zurückliegenden Jahre be- bzw. überlastet insbesondere die Aufnahme- und
Integrationssysteme in Bund, Ländern und Kommunen. Hinzu kommen die
andauernden Herausforderungen für die Unterbringung und Versorgung der rund
1,3 Millionen aus der Ukraine kriegsbedingt geflüchteten Personen. Der
Bundesregierung liegen darüber hinaus keine Erkenntnisse im Sinne der
Fragestellung vor.
20. Wie ist die aktuelle Fortsetzung von Zurückweisungen von
Asylsuchenden an den deutschen Binnengrenzen unter Berufung auf Artikel 72 des
Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union, d. h. die
Behauptung einer Notlage, die eine Abweichung von EU-Recht
ausnahmsweise rechtfertigen können soll (vgl. Bundestagsdrucksache 21/820),
damit vereinbar, dass der Bundesminister des Innern, Alexander Dobrindt,
in der Regierungsbefragung vom 14. Januar 2026 (Plenarprotokoll 21/52,
S. 6179) darauf verwies, dass die „illegale Migration um 51 Prozent
gesenkt“ worden sei, „im Verhältnis zu zwei Jahren davor um 66 Prozent“,
und dass die „Migrationswende“ „ein großer Erfolg“ sei, dass also die
Zahl der Asylsuchenden massiv zurückgegangen ist, was die Annahme
einer besonderen Notlage, die es erfordere, EU-Recht unangewendet zu
lassen, nach Auffassung der Fragestellenden noch fragwürdiger
erscheinen lässt als zuvor (bitte begründen)?
Auf die Antwort zu den Fragen 19 bis 19c wird verwiesen.
a) Inwiefern berücksichtigt die Bundesregierung dabei, dass das Berliner
Verwaltungsgericht bereits mit Beschluss vom 2. Juni 2025 (
www.asy
l.net/view/vg-berlin-keine-zurueckweisung-an-der-grenze) die
Berufung der Bundesregierung auf Artikel 72 AEUV zurückgewiesen hat,
unter anderem, weil keine konkreten Gründe für die Annahme einer
gegenwärtigen, erheblichen Gefahr für die öffentliche Sicherheit und
Ordnung dargelegt worden seien (bitte in Auseinandersetzung mit den
inhaltlichen Gründen des Gerichts beantworten)?
Aus Sicht des Bundesministeriums des Innern wurde bisher nicht über die
Rechtmäßigkeit der Zurückweisungspraxis allgemein entschieden. Zu den
Voraussetzungen des Artikels 72 AEUV konnte in dem Eilverfahren weder
umfassend vorgetragen werden, noch wurden die Voraussetzungen umfänglich
geprüft.
b) Wie begründet die Bundesregierung, dass Zurückweisungen von
Schutzsuchenden erforderlich, verhältnismäßig und geeignet sind (bei
der Antwort bitte auf diese Aspekte getrennt eingehen), um die
„Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und den Schutz der inneren
Sicherheit“ (so die Bundesregierung in der Antwort zu Frage 2 auf
Bundestagsdrucksache 21/820) zu gewährleisten (bitte ausführlich
darlegen)?
Die Zurückweisungen von Schutzsuchenden im Rahmen der vorübergehend
wiedereingeführten Binnengrenzkontrollen erfolgen bei Nichterfüllung der
Einreisevoraussetzungen. Sie sind aus Sicht des Bundesministeriums des Innern
erforderlich, verhältnismäßig und geeignet, als eine von mehreren Maßnahmen
das irreguläre Migrationsgeschehen zu verhindern oder zu unterbinden und der
Be- und Überlastung der deutschen Versorgungs- und Aufnahmesysteme
entgegenzuwirken. Sie tragen dazu bei, den bereits erzielten temporären Rückgang
des irregulären Migrationsgeschehens nachhaltig zu festigen und die
andauernde unterschiedlich ausgeprägte Be- und Überlastung der Versorgungs- und
Aufnahmesysteme zu reduzieren. Im Übrigen wird auf die Antwort zu den
Fragen 19 bis 19c verwiesen.
c) Wie begründet die Bundesregierung, dass sie Artikel 72 AEUV in
Anspruch nimmt, obwohl nach Feststellungen des VG Berlin (s.
Vorbemerkung der Fragestellenden) zuvor nicht auf im Europarecht
vorgesehene geregelte Verfahren zurückgegriffen wurde, etwa Artikel 33
der Dublin‑III-Verordnung oder Artikel 43 Absatz 1 der
Asylverfahrensrichtlinie?
Auf die Antwort zu Frage 20b wird verwiesen.
d) Ist die Annahme der Fragestellenden zutreffend, dass der
Bundesinnenminister bei seinen o. g. Äußerungen mit der Redewendung
„illegaler Migration“ die Schutzsuche von Asylsuchenden meinte (denn
die Zahlenangaben entsprechen dem Rückgang der registrierten
Asylanträge), wenn nein, was meinte er, wie passen dazu die von ihm
genannten Zahlen, und wenn ja, hält die Bundesregierung dies für eine
angemessene Ausdrucksweise, vor dem Hintergrund, dass „jeder
Mensch[…] das Recht [hat], in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl
zu suchen und zu genießen“ (Artikel 14 Absatz 1 der Allgemeinen
Erklärung der Menschenrechte) und dass die Einreise von
Schutzsuchenden nicht kriminalisiert werden darf (vgl. Artikel 31 Absatz 1 der
Genfer Flüchtlingskonvention und § 95 Absatz 5 des Aufenthaltsgesetzes),
sodass auch die Verfahren wegen unerlaubter Einreise bei
Asylsuchenden regelmäßig wieder eingestellt werden (bitte begründen)?
Der Begriff der illegalen Migration wird im migrationspolitischen Kontext für
Personen verwendet, die nach Deutschland einreisen bzw. einzureisen
versuchen oder sich aufhalten, ohne die rechtlichen Einreise- und
Aufenthaltsvoraussetzungen zu erfüllen.
21. Gilt nach Auffassung der Bundesregierung immer noch die von der
Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister des Innern Daniela
Ludwig am 21. Mai 2025 im Parlament zur Rechtfertigung der Annahme
einer Notlage im Sinne von Artikel 72 AEUV vorgetragene Behauptung,
sie kenne „keine Kommune in ganz Deutschland, […] die klarkommt mit
den hohen Zahlen“ (Plenarprotokoll 21/6, S. 411), wenn ja, bitte
begründen und darlegen, und wenn nein, wie lässt sich dann die andauernde
Außerkraftsetzung von EU-Recht nach Auffassung der Bundesregierung
rechtfertigen (bitte begründen)?
Auf die Antwort zu den Fragen 19 bis 19c wird verwiesen.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
1
Anlage zur Antwort der Bundesregierung zur Kleinen Anfrage 21/4215 der Fraktion Die Linke
Antwort auf Frage 1:
2024 2025
1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt 1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt
unerlaubte Einreisen mit EURODAC-Treffer
Gesamt 1.890 1.456 1.820 1.395 6.561 673 405 309 201 1.588
nach Grenzen
Landgrenze 1.628 1.238 1.652 1.263 5.781 492 235 177 138 1.042
Polen 37 53 119 88 297 21 5 6 6 38
Tschechien 49 57 123 129 358 34 34 7 8 83
Österreich 145 79 93 107 424 43 22 23 13 101
Schweiz 717 459 718 468 2.362 175 95 60 53 383
Frankreich 349 352 327 188 1.216 76 23 31 24 154
Luxemburg 30 24 26 50 130 14 6 8 2 30
Belgien 128 107 98 138 471 77 33 15 5 130
Niederlande 42 15 30 33 120 27 1 6 10 44
Dänemark 24 14 14 9 61 1 2 3 1 7
keiner Landgrenze
zuzuordnen
107 78 104 53 342 24 14 18 16 72
Luftgrenze 246 199 152 124 721 173 157 129 55 514
Seegrenze 16 19 16 8 59 8 13 3 8 32
nach Land der Antragstellung (EURODAC-Treffer)
Italien 502 415 556 456 1.929 139 57 55 36 287
Griechenland 555 387 312 282 1.536 238 180 119 74 611
Kroatien 456 270 479 292 1.497 86 69 68 25 248
Bulgarien 147 103 187 106 543 30 5 8 6 49
Schweiz 131 78 78 72 359 61 33 15 27 136
Frankreich 122 121 58 65 366 52 23 14 8 97
Österreich 77 72 46 50 245 37 28 7 9 81
2
2024 2025
1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt 1. Qu. 2. Qu. 3. Qu. 4. Qu. Gesamt
unerlaubte Einreisen mit EURODAC-Treffer
Deutschland 60 71 60 46 237 48 17 15 7 87
Niederlande 72 47 37 42 198 44 15 14 17 90
Spanien 47 37 59 54 197 36 21 8 16 81
Polen 14 60 94 45 213 23 3 10 2 38
Belgien 44 44 40 22 150 28 8 6 2 44
Schweden 40 26 22 22 110 14 18 5 2 39
Slowenien 23 14 34 27 98 16 7 3 1 27
Lettland 5 3 34 32 74 1 1 13 15
Rumänien 35 12 11 8 66 5 3 3 11
Finnland 9 10 8 5 32 6 1 3 1 11
Dänemark 7 7 9 10 33 1 2 3 1 7
Ungarn 17 7 4 4 32 2 2 1 1 6
Luxemburg 3 8 1 6 18 5 2 1 8
Norwegen 5 2 3 2 12 8 1 2 11
Zypern 4 8 6 4 22 1 1
Portugal 7 2 3 5 17 1 1 2
Slowakei 1 4 4 3 12 4 4
Litauen 1 2 1 3 7 1 1 1 3
Tschechien 1 1 4 6 2 2 4
Irland 2 1 3 6 1 1
Liechtenstein 1 1 1 3 2 2
Malta 1 1 1 1 2
Island 1 1 1 1
Estland 1 1
3
Antwort auf Frage 2a:
Januar Februar März April Mai Juni Juli August
Septemb
er
Oktober
Novembe
r
Dezembe
r
unerlaubte Einreisen
2024
Gesamt 6.906 5.998 7.090 7.566 7.124 7.717 7.151 7.819 6.921 6.889 6.153 6.238
Landgrenze 5.776 4.864 5.762 6.301 6.059 6.450 5.801 6.590 5.807 5.649 4.903 5.082
Polen 905 911 1.646 2.159 2.237 1.884 1.304 1.459 1.205 800 682 956
Tschechien 583 509 644 777 684 675 597 548 449 561 426 544
Österreich 1.503 1.069 991 1.033 1.010 1.066 1.171 1.257 1.032 1.239 1.137 1.038
Schweiz 1.436 1.050 1.037 983 901 901 1.005 1.530 1.365 1.200 904 792
Frankreich 641 642 706 617 635 836 898 1.132 1.071 880 780 817
Luxemburg 84 73 77 67 65 182 108 90 87 147 184 153
Belgien 220 265 219 274 211 343 261 235 277 363 366 332
Niederlande 198 192 199 206 149 334 267 144 198 303 336 337
Dänemark 28 35 88 42 26 70 53 27 31 40 26 36
keiner
Landgrenze
zuzuordnen
178 118 155 143 141 159 137 168 92 116 62 77
Luftgrenze 1.096 1.089 1.283 1.210 1.032 1.183 1.289 1.198 1.075 1.197 1.199 1.119
Seegrenze 34 45 45 55 33 84 61 31 39 43 51 37
2025
Gesamt 5.394 4.667 4.585 5.079 5.801 5.657 5.783 5.916 4.963 5.093 5.015 5.006
Landgrenze 4.306 3.779 3.679 4.132 4.791 4.609 4.648 4.822 4.010 4.072 4.114 4.063
Polen 681 607 658 811 924 1.003 696 610 523 521 527 559
Tschechien 454 399 443 498 531 526 402 457 370 422 411 449
Österreich 800 669 623 849 817 723 804 1.010 844 812 767 835
Schweiz 610 529 432 522 467 464 789 772 704 714 726 652
Frankreich 833 717 791 644 1.040 994 920 1.112 878 792 946 871
Luxemburg 126 111 94 111 148 108 119 117 112 104 111 111
4
Januar Februar März April Mai Juni Juli August
Septemb
er
Oktober
Novembe
r
Dezembe
r
unerlaubte Einreisen
Belgien 339 344 230 268 288 256 303 229 173 203 226 179
Niederlande 356 323 315 330 489 434 510 407 304 384 308 334
Dänemark 35 27 40 54 45 58 53 40 45 53 36 31
keiner Landgrenze
zuzuordnen
72 53 53 45 42 43 52 68 57 67 56 42
Luftgrenze 1.045 840 849 887 977 1.002 1.098 1.073 918 997 868 914
Seegrenze 43 48 57 60 33 46 37 21 35 24 33 29
5
Antwort auf Frage 4a:
Januar Februar März April Mai Juni Juli August
Septemb
er
Oktober
Novembe
r
Dezembe
r
Asylgesuche im Zusammenhang mit unerlaubter Einreise
2024
Gesamt 1.508 1.149 1.704 1.880 1.962 1.471 1.434 1.930 1.674 1.437 1.114 916
Landgrenze 1.248 825 1.334 1.493 1.692 1.194 1.146 1.662 1.460 1.169 869 758
Polen 52 49 349 617 836 431 251 334 292 164 91 85
Tschechien 47 35 77 29 47 26 67 85 74 94 66 43
Österreich 192 131 109 119 144 96 121 141 149 128 115 127
Schweiz 581 358 382 381 313 326 385 676 588 433 305 260
Frankreich 187 103 256 188 201 155 131 205 204 141 111 91
Luxemburg 20 14 14 17 12 6 15 33 12 25 34 25
Belgien 64 68 53 71 61 70 65 63 75 90 94 76
Niederlande 24 16 12 13 7 11 21 20 12 21 29 22
Dänemark 8 6 24 5 4 9 14 8 6 5 7 3
keiner Landgrenze
zuzuordnen
73 45 58 53 67 64 76 97 48 68 17 26
Luftgrenze 252 317 360 370 263 271 283 264 206 263 239 151
Seegrenze 8 7 10 17 7 6 5 4 8 5 6 7
2025
Gesamt 594 535 450 541 383 376 463 497 325 277 345 342
Landgrenze 442 370 283 376 184 255 294 358 227 181 230 177
Polen 41 35 41 73 65 92 59 86 17 20 27 8
Tschechien 23 19 1 10 11 24 12 8 14 7 12 4
Österreich 65 19 32 61 19 24 60 89 47 44 56 70
Schweiz 145 152 84 126 44 42 70 65 36 34 54 32
Frankreich 63 52 40 38 13 21 35 34 33 22 24 28
Luxemburg 8 12 2 7 1 3 1 5 19 2 6
Belgien 61 47 49 45 21 22 29 33 32 32 20 20
6
Januar Februar März April Mai Juni Juli August
Septemb
er
Oktober
Novembe
r
Dezembe
r
Asylgesuche im Zusammenhang mit unerlaubter Einreise
Niederlande 11 15 18 3 4 8 10 18 10 7 15 7
Dänemark 1 1 3 1 1 2 1 1
keiner Landgrenze
zuzuordnen
24 19 16 12 3 18 17 18 18 13 16 7
Luftgrenze 147 162 166 161 196 112 168 136 94 95 108 163
Seegrenze 5 3 1 4 3 9 1 3 4 1 7 2
7
Antwort auf Frage 6a:
Januar Februar März April Mai Juni Juli August
Septemb
er
Oktober
Novembe
r
Dezembe
r
Zurückweisungen
2024
Gesamt 3.493 3.132 3.550 3.477 3.366 4.638 4.509 4.071 3.926 3.901 3.589 3.685
Landgrenze 2.873 2.534 2.854 2.906 2.741 3.866 3.709 3.547 3.309 3.336 2.949 3.019
Polen 670 705 1.013 1.190 1.040 1.100 798 762 584 492 412 621
Tschechien 224 195 295 429 361 319 301 222 166 235 162 229
Österreich 671 615 519 530 519 666 726 657 569 657 698 649
Schweiz 1.291 996 1.000 738 786 856 1.077 1.222 1.149 1.055 813 649
Frankreich 12 14 21 15 26 417 533 682 642 495 477 439
Luxemburg 1 1 109 51 40 87 72 106
Belgien 2 2 4 153 77 1 85 137 138 127
Niederlande 5 7 2 4 4 184 111 1 65 149 160 175
Dänemark 1 62 35 9 29 17 24
Luftgrenze 620 598 696 570 624 724 760 524 617 564 639 665
Seegrenze 1 1 48 40 1 1 1
2025
Gesamt 3.283 3.051 2.939 3.208 4.061 3.925 3.930 3.894 3.560 3.542 3.384 3.438
Landgrenze 2.629 2.467 2.343 2.599 3.393 3.321 3.116 3.233 2.888 2.857 2.822 2.795
Polen 501 456 479 575 708 800 428 396 386 368 432 451
Tschechien 185 179 217 184 209 219 221 192 182 193 148 181
Österreich 536 498 391 578 612 574 616 714 687 629 592 646
Schweiz 529 458 392 455 512 516 642 656 624 654 562 504
Frankreich 498 471 547 433 777 752 671 831 630 591 700 668
Luxemburg 73 73 65 75 88 60 95 74 80 71 80 75
Belgien 111 136 71 93 157 129 151 124 89 90 108 79
Niederlande 170 172 151 161 296 224 249 217 169 217 169 165
8
Januar Februar März April Mai Juni Juli August
Septemb
er
Oktober
Novembe
r
Dezembe
r
Zurückweisungen
Dänemark 26 24 30 45 34 47 43 29 41 44 31 26
Luftgrenze 652 584 595 609 668 603 810 660 672 685 562 642
Seegrenze 2 1 1 4 1 1
9
Antwort auf Frage 7:
Landgrenze
Luftgren
ze
Seegren
ze POL CZE AUT CHE FRA LUX BEL NLD DNK
keiner
Landgren
ze
zuzuordn
en
Verbleib unerlaubt eingereister Personen
2024
Abschiebehaft 25 36 123 34 55 17 9 34 2 2 50 8
Abschiebung 11 14 27 8 15 12 8 9 1 3 90 2
Ausreisegestattung 504 72 275 167 359 36 63 164 22 160 6.110 32
Ausstellung
Grenzübertrittsbescheinigun
g
264 107 472 115 522 98 335 213 35 19 865 195
Ausstellung
Passersatz/Visum
1 2 21
Einlieferung
Untersuchungshaft
1 7 23 3 1 2 2 1
Einreisegestattung 437 571 17 158 21 5 1 146 1 1 215 5
Haft zur Sicherung der
Zurückschiebung
5 16 271 4 23 10 14 4 1 1 6
Haft zur Sicherung der
Zurückweisung
1 42 380 1 3 8 16 1
Strafhaft (Einlieferung JVA) 45 34 88 105 100 15 45 35 5 6 22 2
Übergabe Ausländerbehörde 1.061 1.132 1.272 969 1.217 306 871 815 119 118 604 36
Übergabe ausländische
Behörde
75 6 6 1 1 2 1 2
Übergabe BAMF 3.307 862 2.866 5.302 2.152 246 1.008 281 120 983 2.538 131
Übergabe Bundespolizei 6 1 2 90 22 2 1 5
Übergabe Jugendamt 713 65 660 1.299 443 31 237 30 9 185 51 6
Übergabe Landespolizei 14 10 44 56 53 1 14 19 34 6 1
10
Landgrenze
Luftgren
ze
Seegren
ze POL CZE AUT CHE FRA LUX BEL NLD DNK
keiner
Landgren
ze
zuzuordn
en
Verbleib unerlaubt eingereister Personen
Weiterleitung
Flughafenasylverfahren
1 392
Zurückschiebung 316 67 284 41 662 15 30 244 12 3 18 24
Zurückweisung 9.298 2.967 6.369 4.724 3.659 469 706 831 171 11 2.833 100
Sonstige / Unbekannt 64 994 371 25 340 46 20 32 4 19 125 15
2025
Abschiebehaft 24 24 53 11 44 18 18 53 4 2 64 1
Abschiebung 5 12 33 15 10 5 7 21 1 3 159 9
Ausreisegestattung 271 71 247 156 346 24 105 301 19 208 4.981 39
Ausstellung
Grenzübertrittsbescheinigun
g
122 116 280 93 113 8 58 136 12 13 1.021 205
Ausstellung
Passersatz/Visum
1 5 11 1 15
Einlieferung
Untersuchungshaft
26 1 7 2 4 4 2 5
Einreisegestattung 399 486 12 186 111 45 14 67 177 6
Haft zur Sicherung der
Zurückschiebung
9 2 40 4 5 21 5 11 2
Haft zur Sicherung der
Zurückweisung
3 29 236 1 13 30 8 2 11
Strafhaft (Einlieferung JVA) 33 22 77 82 116 21 39 49 3 1 24 3
Übergabe Ausländerbehörde 444 1.128 1.329 691 1.374 249 908 1.247 19 61 607 59
Übergabe ausländische
Behörde
27 1 2
11
Landgrenze
Luftgren
ze
Seegren
ze POL CZE AUT CHE FRA LUX BEL NLD DNK
keiner
Landgren
ze
zuzuordn
en
Verbleib unerlaubt eingereister Personen
Übergabe BAMF 415 164 586 938 447 39 322 109 16 260 1.042 69
Übergabe Bundespolizei 11 2 1 5
Übergabe Jugendamt 259 26 188 385 149 19 135 40 6 59 31 8
Übergabe Landespolizei 10 12 29 18 37 4 24 10 1 23 16 1
Weiterleitung
Flughafenasylverfahren
1 207
Zurückschiebung 310 73 82 33 297 4 16 24 1 3 24 47
Zurückweisung 5.767 2.211 5.920 4.727 7.300 876 1.337 2.333 427 3 2.957 12
Sonstige / Unbekannt 21 981 404 28 165 28 21 92 8 11 111 5
12
Antwort auf Frage 15:
2024 2025
Zurückweisungen nach DÜ-III Verfahren
Gesamt 107 55
nach Monaten
Januar 17 4
Februar 7 12
März 7 6
April 9 3
Mai 8 8
Juni 10 5
Juli 8 3
August 3 2
September 10 2
Oktober 15 1
November 8 5
Dezember 5 4
20 häufigste Staatsangehörigkeiten im Gesamtzeitraum
türkisch 18 4
afghanisch 12 7
syrisch 15 3
algerisch 5 6
russisch 7 2
marokkanisch 8 1
äthiopisch 5
nigerianisch 1 3
irakisch 1 3
iranisch 1 3
ukrainisch 3 1
indisch 4
13
2024 2025
Zurückweisungen nach DÜ-III Verfahren
bangladeschisch 4
kenianisch 4
pakistanisch 1 2
ghanaisch 1 2
tunesisch 2 1
ruandisch 2 1
georgisch 3
libysch 3
Zielländer
Bulgarien 25 6
Kroatien 21 3
Österreich 21
Spanien 7 8
Niederlande 6 5
Rumänien 3 6
Frankreich 4 4
Schweden 2 6
Tschechien 4 2
Polen 3 2
Lettland 4 1
Zypern 1 4
Slowenien 2 2
Griechenland 2 1
Schweiz 1
Belgien 1
Dänemark 1
Finnland 1
Irland 1
Portugal 1
14
2024 2025
Zurückweisungen nach DÜ-III Verfahren
Slowakei 1
15
Antwort auf Frage 16:
Januar Februar März April Mai Juni Juli August
Septemb
er
Oktober
Novembe
r
Dezembe
r
Schleuser
2024
Gesamt 124 107 138 123 122 164 194 187 107 143 131 124
Landgrenze 117 99 129 115 119 157 183 178 98 135 121 119
Polen 5 6 26 23 29 30 34 21 17 8 4 7
Tschechien 11 19 22 15 15 12 20 18 13 13 7 12
Österreich 57 42 48 51 48 61 65 91 42 67 59 53
Schweiz 24 13 13 9 16 15 11 16 4 11 7 12
Frankreich 4 8 8 1 6 8 26 16 8 7 13 9
Luxemburg 1 1 1 1 5 4
Belgien 8 5 3 6 1 11 11 11 8 7 13 7
Niederlande 5 3 7 8 3 16 12 2 6 15 11 13
Dänemark 1 4 2 1 1 2
keiner
Landgrenze
zuzuordnen
1 2 1 2 1 2 3 5 1
Luftgrenze 4 1 4 1 4 4 1 2 2
Seegrenze 1 1 1 2 1 1 3 1
Inlandsfeststellung 3 6 4 6 1 7 6 5 8 5 7 2
2025
Gesamt 108 116 103 140 174 162 170 220 120 101 98 114
Landgrenze 102 110 99 124 165 158 166 208 118 93 91 110
Polen 8 2 7 14 15 19 13 13 15 6 6 1
Tschechien 10 11 13 12 12 20 10 6 11 7 9 9
Österreich 38 47 35 52 54 49 66 112 51 49 29 41
Schweiz 5 6 6 5 7 14 10 7 10 6 3 7
16
Januar Februar März April Mai Juni Juli August
Septemb
er
Oktober
Novembe
r
Dezembe
r
Schleuser
Frankreich 12 14 15 9 35 25 23 30 18 6 19 17
Luxemburg 5 2 2 4 3 4 7 5 1 2 2 2
Belgien 16 11 8 10 11 9 14 7 2 6 10
Niederlande 8 14 12 14 21 18 20 24 10 13 16 20
Dänemark 1 1 2 5 2 4 2 1 1 1
keiner
Landgrenze
zuzuordnen
2 2 2 1 1 2
Luftgrenze 4 4 1 2 1 2 2 5 1 3 5 3
Seegrenze 1 1 1 1 2 2 1
Inlandsfeststellung 1 1 2 13 6 2 2 5 1 4 2 1