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Kleine AnfrageWahlperiode 21Noch nicht beantwortet

Projekt "Sozial-ökologische Transformationen verbunden mit einer Demokratisierung von links in Afrika"

Fraktion

AfD

Datum

11.06.2026

Aktualisiert

16.06.2026

Deutscher BundestagDrucksache 21/645411.06.2026

Projekt „Sozial-ökologische Transformationen verbunden mit einer Demokratisierung von links in Afrika“

der Abgeordneten Rocco Kever, Matthias Rentzsch, Denis Pauli, Johann Martel, Martina Uhr, Dr. Alexander Wolf, Dr. Michael Espendiller und der Fraktion der AfD

Vorbemerkung

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat das Projekt „Sozial-ökologische Transformationen verbunden mit einer Demokratisierung von links in Afrika“ (IATI-Maßnahmen-ID: DE-1-201928290; www.transparenzportal.bund.de/de/detailsuche/DE-1-201928290?title=Sozial-%C3%96kologische+Transformationen+verbunden+mit+einer+Demokratisierung+von+links+in+Afrika&tab=list) gefördert.

Das Programm hatte folgende Eckdaten:

  • Laufzeit: 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2023
  • Finanzierungsvolumen: 24 669 200 Euro
  • Tatsächliche Ausgaben: 23 434 178,55 Euro

In der Maßnahmenbeschreibung heißt es wörtlich: „Durch Kooperation mit PartnerInnen und Eigenmaßnahmen trägt das Regionalprogramm Afrika zu mehr sozialer Gerechtigkeit sowie selbstbestimmtem Handeln diverser AkteurInnen bei. Aktive Beteiligung am Prozess politischer Willensbildung, Stärkung sozialer und demokratischer Rechte, Fragen nachhaltigen Wirtschaftens und ökologischer Transformation stehen im Zentrum.“

Das Programm wird zu 100 Prozent dem Sektor „Demokratische Teilhabe und Zivilgesellschaft“ zugeordnet. Die Durchführungsorganisation wird lediglich als „donor country based NGO“ anonymisiert (a. a. O.).

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen11

1

Welche konkreten Maßnahmen und Aktivitäten wurden im Rahmen dieses Programms in den jeweiligen afrikanischen Ländern durchgeführt und welche Kosten wurden dafür je Maßnahme aufgewendet (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller, bitte detailliert auflisten und alles nach Ländern aufschlüsseln)?

2

Welche konkrete Nichtregierungsorganisation (vollständiger Name, Rechtsform, Sitz, Geschäftsführung) war als „donor country based NGO“ die Durchführungsorganisation dieses Programms (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?

3

Welche lokalen Partnerorganisationen (vollständige Namen, Sitz, Rechtsform) wurden in den afrikanischen Ländern durch diese NGO gefördert (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?

4

Warum trägt das Programm den expliziten Titel „Sozial-ökologische Transformationen verbunden mit einer Demokratisierung von links in Afrika“ (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?

5

Was versteht die Bundesregierung bzw. die durchführende NGO konkret unter „Demokratisierung von links“ und welche politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ziele sind damit verbunden (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?

6

Inwiefern dient dieses Programm der Förderung linksgerichteter, sozialökologischer und gender-spezifischer Agenden in afrikanischen Ländern (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?

7

Sieht die Bundesregierung die gezielte Förderung einer „Demokratisierung von links“ nicht als unzulässige Einmischung in die inneren politischen Angelegenheiten souveräner afrikanischer Staaten (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?

8

Auf welcher völkerrechtlichen und demokratischen Legitimation beruht es, dass die Bundesregierung mit deutschen Steuergeldern versucht, die politische Ausrichtung anderer Staaten in eine bestimmte (linke) Richtung zu beeinflussen (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?

9

Wer im BMZ entscheidet letztlich darüber, welche politische Richtung und welche gesellschaftlichen Transformationen in afrikanischen Ländern als förderungswürdig gelten und welche nicht (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?

10

Wie rechtfertigt die Bundesregierung, dass auch bei diesem Programm die durchführende NGO lediglich als „donor country based NGO“ anonymisiert bleibt (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?

11

Plant die Bundesregierung, derart ideologisch ausgerichtete Programme künftig einzustellen oder zumindest ideologisch neutrale Förderansätze zu wählen (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller)?

Berlin, den 1. Juni 2026

Dr. Alice Weidel, Tino Chrupalla und Fraktion

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