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Kleine AnfrageWahlperiode 21Noch nicht beantwortet

Situation der Seeleute im Persischen Golf und im Roten Meer

Diese Kleine Anfrage von DIE LINKE gehört zur 21. Wahlperiode und hat den Stand „Noch nicht beantwortet“.

Fraktion

DIE LINKE

Datum

07.09.2026

Aktualisiert

10.09.2026

Offizielle Quellen und Volltext

Die verlinkten PDFs stammen direkt vom Dokumentenserver des Deutschen Bundestages.

Deutscher BundestagDrucksache 21/787507.09.2026

Situation der Seeleute im Persischen Golf und im Roten Meer

der Abgeordneten Cansu Özdemir, Desiree Becker, Gökay Akbulut, Janina Böttger, Maik Brückner, Katrin Fey, Vinzenz Glaser, Maren Kaminski, Jan Krampe, Charlotte Antonia Neuhäuser, Lea Reisner, Zada Salihović, Ulrich Thoden, Donata Vogtschmidt, Christin Willnat und der Fraktion Die Linke

Vorbemerkung

Die in der internationalen Schifffahrt tätigen Seeleute transportieren nach Volumen 90 Prozent des globalen Handels (www.ics-shipping.org/resource/seafarerworkforce-report-2026-executive-summary). Viele Seeleute kommen aus dem Globalen Süden, zum Beispiel aus den Philippinen oder aus Indien (Seafarer-Workforce-Report-2026-Executive-Summary.pdf). Sie sind dementsprechend auf ihre Jobs angewiesen und oft vorsichtig, ihre Rechte einzufordern. Im Fall internationaler Konflikte wie den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine oder den US-amerikanischen Angriffskrieg auf Iran gehören sie zu den besonders gefährdeten Gruppen.

In Reaktion auf den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA und Israels (vgl. Wissenschaftlicher Dienst des Bundestag EU 6 – 3000 – 030/26) vom 28. Februar 2026 hat Iran Schiffe angegriffen, die auf dem Weg durch die Straße von Hormus sind. Der Schiffsverkehr durch die Meerenge kam daraufhin fast vollständig zum Erliegen. Als Resultat saßen zwischenzeitlich bis zu 20 000 Seeleute im Persischen Golf fest (www.imo.org/en/mediacentre/pressbriefings/pages/imo-secretary-general-statement-strait-of-hormuz-seafarer-deaths-unacceptable.aspx).

Im Memorandum of Understanding von Islamabad, das am 17. Juni unterzeichnet wurde, hat Iran zugesagt, die Straße von Hormus für die Handelsschifffahrt für 60 Tage ohne die Erhebung von Gebühren wieder zu öffnen. Des Weiteren wurden ein Waffenstillstand und das Ende der US-Blockade iranischer Häfen vereinbart (www.presidency.ucsb.edu/documents/islamabad-memorandum-understanding-between-the-united-states-america-and-the-islamic). Am 7. Juli 2026 haben iranische Streitkräfte verschiedene Handelsschiffe in der Straße von Hormus angegriffen. Die USA haben daraufhin die Luftangriffe auf iranische Ziele wieder aufgenommen und erneut eine Blockade iranischer Häfen erklärt. Iran griff daraufhin US-Basen und Infrastruktur der mit den USA verbündeten Staaten der Region an. Die Lage ist volatil und wechselt zwischen mehrtägigen Feuerpausen und Angriffen beider Seiten.

Die International Maritime Organization (IMO) kündigte nach der Unterzeichnung des Islamabad Memorandums eine Rettungsaktion für die gestrandeten Seeleute an. 11 000 Seeleute sollten evakuiert werden (www.imo.org/en/mediacentre/pressbriefings/pages/imo-accounces-evacuation-plan-in-strait-of-hormuz.aspx). Nach Schüssen auf ein Handelsschiff musste die Aktion am 25. Juni 2026 ausgesetzt werden (www.imo.org/en/mediacentre/pressbriefings/pages/statement-on-the-attack-in-strait-of-hormuz-evacuation-plan-pause.aspx). Durch die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten konnten viele Schiffe und ihre Besatzungen den Persischen Golf nicht verlassen. Angriffe auf Handelsschiffe finden weiterhin statt. So wurde am 3. August der unter liberianischer Flagge fahrendes Massengutschiff (Bulker) Minoan Pioneer von einem unbekannten Geschoss getroffen. Ein Besatzungsmitglied wird infolgedessen vermisst (www.seatrade-maritime.com/security/cargo-ship-struck-in-the-strait-of-hormuz). Die IMO geht von rund 6.000 Seeleuten auf etwa 500 Schiffen aus, die weiterhin hinter der Straße von Hormus festsitzen. Siebzehn Seeleute sind bisher bei Angriffen ums Leben gekommen, die Mehrheit davon aufgrund iranischer Angriffe (www.theguardian.com/world/2026/aug/09/ordinary-seafarers-trapped-straitof-hormuz-iran-strikes-killed). Die Angriffe der USA haben aber ebenfalls das Leben unschuldiger Seeleute gekostet. So feuerte ein US-Flugzeug zwei Raketen in den Maschinenraum der MT Settebello, einen Tanker unter der Flagge von Palau. Drei indische Seeleute wurden dabei getötet (www.theguardian.com/world/2026/jun/11/delhi-issues-strong-protest-after-us-fire-kills-three-indian-seafarers-in-gulf).

Die Lage der Seeleute auf den Schiffen im Persischen Golf ist äußerst prekär. Zwar werden die meisten Schiffe von kleineren Booten von Land aus mit Lebensmitteln versorgt, die meisten Seeleute können ihr Schiff aber nicht verlassen. Einige Seeleute sind bereits seit Beginn des Krieges, also fast ein halbes Jahr, im Persischen Golf gefangen (www.theguardian.com/world/2026/aug/09/ordinary-seafarers-trapped-strait-of-hormuz-iran-strikes-killed). Die Seeleute haben wenig Kontakt zu ihren Familien und kaum Internetzugang. Manche Seeleute bekommen nur begrenzt Verpflegung und ernähren sich von einer Mahlzeit am Tag. (www.nytimes.com/2026/08/04/business/iran-strait-hormuz-shipping-sailors.html). Um die geistige Gesundheit ihrer Besatzungen zu schützen, ordnen einige Kapitäne an, sämtliche Aktivitäten gemeinsam auszuüben. Berichten zufolge wird der Zugang zu Messern und anderen scharfen Gegenständen stark eingeschränkt, um Selbstverletzungen zu verhindern (https://theweek.com/world-news/life-on-ships-stranded-in-the-persian-gulf).

Der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte berichtet von mindestens neun Schiffen, die von ihren Besitzern zurückgelassen wurden. Mindestens 93 Besatzungsmitglieder wurden dabei ohne Unterstützung, ohne Heimschaffung und ohne Heuer in einem fremden Krisengebiet zurückgelassen (www.ohchr.org/en/press-briefing-notes/2026/07/stranded-hormuz-seafarers-abandoned-months-sea).

Als Reaktion auf die militärische Auseinandersetzung in der Straße von Hormus verschifft Saudi-Arabien nun mehr als 70 Prozent seiner Öl-Exporte durch den Hafen von Yanbu im Roten Meer (www.theguardian.com/world/2026/jul/28/asia-energy-oil-crisis-red-sea-blockade-houthis). Unter anderem um diesen Exportweg zu stören, kündigten nach der erneuten Eskalation vom 7. Juli 2026 die mit Iran verbündeten Huthi-Milizen eine Blockade von saudischen Schiffen in der Meerenge von Bab al-Mandab an (www.zdfheute.de/politik/ausland/huthi-jemen-blockade-rotes-meer-saudi-arabien-100.html). Damit entsteht ein neuer Gefahrenherd für die Besatzungen der Tanker und Frachtschiffe in der Region. Am 11. August 2026 haben Unbekannte ein ägyptisches Frachtschiff unter tansanischer Flagge in der Straße von Bab Al‑Mandab angegriffen. Beim ersten Angriff wurden drei pakistanische und ein indonesischer Seemann getötet. Als Rettungskräfte die Evakuierung des Schiffes einleiteten, folgte ein zweiter Angriff, bei dem zwei der Rettungskräfte getötet wurden (www.france24.com/en/middle-east/20260811-three-killed-in-suspected-houthi-attack-on-egyptian-ship-in-the-red-sea; www.aljazeera.com/news/2026/8/12/six-killed-in-houthi-attack-on-bab-al-mandeb-ship-yemens-government-says). Dieser Angriff, für den Huthi-Milizen verantwortlich gemacht werden, unterstreicht, welcher Gefahr die Arbeiter*innen auf Schiffen und in Häfen der Region ausgesetzt sind.

Der Deutsche Bundestag hat am 23. April 2026, knapp zwei Monate nach Kriegsbeginn, mit der Annahme des Antrags „Deutschlands maritime Wirtschaft stärken“ das Ziel bekräftigt, wieder mehr deutsch bereederte Schiffe unter die deutsche Flagge zu bringen und die Bundesregierung aufgefordert, sich bei der Internationalen Arbeitsorganisation für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Seeleuten einzusetzen (Bundestagsdrucksache 21/5478; Plenarprotokoll 21/074, S. 8854). Nach öffentlich zugänglichen Informationen erstellt die deutsche Marineschifffahrtleitung fortlaufend Lagebilder, die Schiffe mit deutschem Bezug in der Region erfassen und Bewertungen über die drohende Gefahr für Schiffe unter deutscher Flagge in einzelnen ‚Areas of Interest‘ ausweisen. Nach Auffassung der Fragestellenden besteht jedoch ein Ungleichgewicht: Für Schiffe und Ladungen gibt es Versicherungsdeckungen, Risikozuschläge und die genannten militärische Lagebilder. Ob die Menschen an Bord die ihnen tarifvertraglich und nach dem Seearbeitsübereinkommen zustehenden Leistungen erhalten, ob für ihre Sicherheit und für ihre Heimschaffung gesorgt wird, wird dagegen weder erhoben noch kontrolliert. Diese Kleine Anfrage soll klären, welche Kenntnisse die Bundesregierung über die Lage dieser Seeleute hat und welche Verantwortung sie für sie übernimmt.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen18

1

Wie viele Schiffe unter deutscher Flagge, Schiffe in deutschem Eigentum unter fremder Flagge, Schiffe unter deutschem Management befinden sich nach Kenntnis der Bundesregierung derzeit im Persischen Golf oder in Häfen der Anrainerstaaten (bitte jeweils gesondert ausweisen)?

a) Wie viele dieser Schiffe können nach Kenntnis der Bundesregierung die Gewässer aufgrund der Sicherheitslage, fehlender Versicherungsdeckung oder behördlicher Beschränkungen derzeit nicht verlassen (bitte gesondert ausweisen: Schiffe unter deutscher Flagge, Schiffe in deutschem Eigentum unter fremder Flagge, Schiffe unter deutschem Management)?

b) Wie viele Seeleute befinden sich nach Kenntnis der Bundesregierung auf den genannten Schiffen (bitte gesondert angeben für Schiffe unter deutscher Flagge, Schiffe unter fremder Flagge in deutschem Eigentum oder Management; bitte jeweils nach Staatsangehörigkeit aufschlüsseln; bitte für jede Teilangabe die Erkenntnisquelle benennen und angeben)?

c) Wie hat sich die Zahl der genannten Schiffe und Seeleute nach Kenntnis der Bundesregierung seit dem 28. Februar 2026 entwickelt (bitte monatsweise darstellen)?

d) Seit wann befinden sich nach Kenntnis der Bundesregierung diese Seeleute auf den Schiffen jeweils ununterbrochen an Bord (bitte in den Kategorien unter 6 Monate, 6 bis 9, 9 bis 12 und über 12 Monate auflisten)?

e) Was für Maßnahmen hat die Bundesregierung ergriffen, um den deutschen Staatsangehörigen unter den Seeleuten eine Ausreise zu ermöglichen? In wie vielen Fällen wurde seit dem 28. Februar 2026 konsularischer Beistand geleistet, und worin bestand dieser? Erfolgte dies auf Antrag oder auf Initiative der Auslandsvertretungen?

2

Wie stellt die deutsche Flaggenstaatsverwaltung sicher, dass auf Schiffen unter deutscher Flagge im Persischen Golf die Höchstdauer des ununterbrochenen Bordaufenthalts nach Norm A2.5.1 Absatz 2 Buchstabe b des Seearbeitsübereinkommens 2006 eingehalten wird und in wie vielen Fällen wurde seit dem 28. Februar 2026 eine Überschreitung festgestellt?

3

Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über Vertragsverlängerungen und ausgesetzte Besatzungswechsel auf Schiffen mit deutschem Bezug im Persischen Golf und der Region?

4

Falls in Bezug auf Frage 3 keine Kenntnisse vorliegen, hat die Bundesregierung versucht, diese bei den betroffenen Reedereien oder beim Verband Deutscher Reeder Informationen zu erheben und wenn nein, warum nicht?

5

Welche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung, drittstaatsangehörige Besatzungsmitglieder auf Deutsch bereederten Schiffen zu unterstützen, deren Herkunftsstaaten in der Region um den Persischen Golf über keine leistungsfähige konsularische Vertretung verfügen?

a) Wurden solche Möglichkeiten in der Vergangenheit genutzt?

b) Ist geplant solche Möglichkeiten künftig zu nutzen?

6

Welchen konkreten Beitrag hat die Bundesregierung zu dem Vorhaben der IMO mehr als 11 000 Seeleute aus dem Persischen Golf zu evakuieren finanziell, logistisch oder diplomatisch geleistet?

7

Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung darüber, ob deutsche Reedereien den betroffenen Besatzungen für die Fahrt bzw. den Aufenthalt in der Region Persischer Golf, Straße von Hormus, Golf von Oman, Straße von Bab al‑Mandab und südliches Rotes Meer Gefahrenzulagen, Kriegsgebietszuschläge und erhöhte Todesfallentschädigungen gezahlt haben?

a) Wie viele Seeschiffe unter deutscher Flagge in dieser Region unterliegen nach Kenntnis der Bundesregierung einem Tarifvertrag, der Bestandteil der Heuerverträge ist? Bei wie vielen enthält dieser Regelungen für Kriegs- und Hochrisikogebiete, insbesondere ein Recht zur Verweigerung der Einfahrt, erhöhte Heuer und erhöhte Entschädigung im Todes- oder Invaliditätsfall? Wird dies im Rahmen der Seearbeitsinspektion nach Norm A2.1 Seearbeitsübereinkommens 2006 erfasst und falls nein: Warum nicht?

b) Wurden bei Seearbeitsinspektionen auf Schiffen unter deutscher Flagge, die diese Region befahren haben, seit dem 28. Februar 2026 Mängel hinsichtlich der Zahlung tarifvertraglich geschuldeter Zuschläge für Kriegs- und Hochrisikogebiete festgestellt?

c) Wie viele Beschwerden von Besatzungsmitgliedern sind seit dem 28. Februar 2026 bei der deutschen Flaggenstaatsverwaltung eingegangen, die Schiffe in der Region betreffen und wie wurden diese Beschwerden beschieden (bitte nach Beschwerdegegenstand aufschlüsseln, insbesondere Heuerzahlung, Bordaufenthaltsdauer, Heimschaffung und Einfahrt in Kriegs- oder Hochrisikogebiete)?

8

Hat die Bundesregierung vor dem Hintergrund, dass Deutsche und andere Reedereien seit März 2026 Kriegsrisikozuschläge erheben – Hapag-Lloyd erhob zunächst 1 500 US-Dollar je TEU und 3 500 US-Dollar je Kühl- und Spezialcontainer (www.hapag-lloyd.com/de/services-information/news/2026/03/shipping-from-upper-gulf--arabian-gulf--and-persian-gulf--a-war-.html) – darüber, ob Teile dieser Zuschläge den Seeleuten als Gefahrenzulage zugutekommt und falls nein, beabsichtigt sie, eine entsprechende Transparenz- oder Meldepflicht zu schaffen?

9

Zieht die Bundesregierung Konsequenzen aus dem US-amerikanischen Angriff auf den unter der Flagge von Palau fahrenden Tanker MT Settebello vom 10. Juni 2026, bei dem drei indische Besatzungsmitglieder getötet wurden?

10

Welche Konsequenzen zieht die Bundesregierung aus den Auswirkungen der von den Vereinigten Staaten verhängten Seeblockade in Hinblick auf die Versorgung und Sicherheit der Seeleute auf Handelsschiffen in der Region und hat sie diese Frage gegenüber der US-Regierung angesprochen?

11

Haben nach Kenntnis der Bundesregierung Schiffe unter deutscher Flagge, Schiffe in deutschem Eigentum unter fremder Flagge oder Schiffe unter deutschem Management Gebühren für die Passage durch die Straße von Hormus an Iran oder an andere relevante Staaten gezahlt und falls ja wie viele und in welcher Höhe?

12

Wie viele Schiffe unter deutscher Flagge, in deutschem Eigentum oder unter deutschem Management haben nach Kenntnis der Bundesregierung seit dem 1. Juni 2026 die Straße Bab al‑Mandab passiert und wie viele haben ihre Route geändert und sind stattdessen um das Kap der Guten Hoffnung gefahren?

13

Welche Warnstufen hat die Marineschifffahrtleitung seit Juni 2026 für Bab al-Mandab, das südliche Rote Meer und den Golf von Aden vergeben?

14

Wurden die o. g. Warnstufen nach der Blockadeankündigung der Huthi-Milizen vom 20. Juli 2026 angepasst?

15

Wie bewertet die Bundesregierung die Einstufung der Marineschifffahrtleitung der Bundeswehr, die in ihrem „Security Update Brief Persian Gulf“ vom 6. August 2026 die Region um die Straße von Bab Al-Mandab und das südliche Rote Meer weiterhin mit der Warnstufe „substantial“ versehen hat, anstelle der Warnstufe „severe“, wie sie für die Straße von Hormus gilt auch angesichts des Angriffes vom 11. August 2026 auf ein ägyptisches Frachtschiff und welche Konsequenzen zieht sie daraus?

16

Welche Gespräche haben zwischen Bundesregierung und dem Verband Deutscher Reeder bzw. einzelnen Reedereien zur Lage im Persischen Golf, der Straße von Hormus und der Straße von Bab al-Mandab stattgefunden und wurde in diesen Gesprächen die Lage der Besatzungen thematisiert?

17

Wie will die Bundesregierung angesichts dieses Ziels, wieder mehr deutsch bereederte Schiffe unter die deutsche Flagge zu bringen (Bundestagsdrucksache 21/5478) sicherstellen, dass die Rechte der Besatzungen nach dem Seearbeitsübereinkommen 2006 auch in Kriegs- und Hochrisikogebieten, insbesondere im Persischen Golf und in der Straße von Hormus, gewährleistet werden?

18

Mit welchen konkreten Initiativen hat sich die Bundesregierung seit dem Beschluss des Deutschen Bundestages vom 23. April 2026 (Bundestagsdrucksache 21/5478) bei der Internationalen Arbeitsorganisation für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Seeleuten eingesetzt und beabsichtigt sie, die Attraktivität der deutschen Flagge auch durch verbesserte Arbeits- und Schutzbedingungen zu erhöhen?

Berlin, den 31. August 2026

Heidi Reichinnek, Sören Pellmann und Fraktion

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