[Deutscher Bundestag Drucksache 17/6683
17. Wahlperiode 26. 07. 2011 Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten René Röspel, Dr. Ernst Dieter Rossmann,
Dr. Hans-Peter Bartels, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der SPD
– Drucksache 17/6552 –
Offene Fragen zur Nationalen Forschungsstrategie Bioökonomie 2030
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Am 10. November 2010 hat das Bundeskabinett die Nationale
Forschungsstrategie Bioökonomie 2030 beschlossen. Unter Bioökonomie wird die
nachhaltige Nutzung von biologischen Ressourcen wie Pflanzen, Tiere und
Mikroorganismen verstanden. Das Ziel der Nationalen Forschungsstrategie ist
ausdrücklich zu begrüßen. Wir stehen als Gesellschaft vor der großen
Herausforderung, Alternativen zu nicht regenerativen Ressourcen wie Öl zu entwickeln
und in Wirtschaft und Gesellschaft die Weichen für eine soziale und
nachhaltig strukturierte, postfossile Gesellschaft zu stellen.
Die Vielzahl von Themenfeldern und Anwendungsbereichen, die sich unter
dem Oberbegriff der Bioökonomie bzw. der biobasierten Wirtschaft
subsumieren lässt, macht eine klare Abgrenzung von bereits laufenden
Forschungsprojekten und innovativen neuen Ansätzen und Forschungsmitteln schwierig.
Die Debatten über eine biobasierte Wirtschaft finden international seit einigen
Jahren statt; die Bundesregierung hat mit der Gründung des Bioökonomierates
im Jahr 2009 auf diesen Trend reagiert. Die Vorarbeiten seiner 17 Mitglieder
(plus zwei ständige Gäste) haben die 2010 verabschiedete Strategie der
Bundesregierung nicht unwesentlich beeinflusst.
In der nichtöffentlichen Sitzung des Ausschusses für Bildung, Forschung und
Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages am 11. Mai 2011 hat
die Bundesregierung ihre Forschungsstrategie den Mitgliedern des
Ausschusses vorgestellt. Ungeachtet dieser Aussprache bestehen noch offene Fragen
und eine öffentliches Informationsbedürfnis.
Bereits jetzt ist kritisch anzumerken, dass die Nationale Forschungsstrategie
der Bundesregierung einseitig technikorientiert ist und etwa den sozialen
Kontext und die gesellschaftlichen Folgen der avisierten biobasierten Wirtschaft
(und Gesellschaft) zu wenig in den Blick nimmt. Dabei ist eine breite
gesellschaftliche Akzeptanz von Alternativen zur Erreichung einer
postfossilen Wirtschaft nicht nur wünschenswert, sondern notwendig für eine
nachhaltige Umgestaltung unserer Wirtschaftsabläufe. Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vom
22. Juli 2011 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 17/6683 – 2 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode1. Welche Maßnahmen der Projektförderung werden im Rahmen der
1,458 Mrd. Euro in den nächsten sechs Jahren von der Bundesregierung
unter dem Begriff Bioökonomie subsumiert?
Welche Projekte werden dabei neu gestartet, bei welchen handelt es sich
um bereits laufende Projekte (bitte um tabellarische Übersicht)?
In den nächsten sechs Jahren werden Fördermaßnahmen in den
Handlungsfeldern durchgeführt, die in der Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie
2030 beschrieben sind:
● Weltweite Ernährung sichern,
● Agrarproduktion nachhaltig gestalten,
● Gesunde und sichere Lebensmittel produzieren,
● Nachwachsende Rohstoffe industriell nutzen,
● Energieträger auf Basis von Biomasse ausbauen.
Mehrheitlich werden dabei Förderschwerpunkte im Rahmen von
Förderbekanntmachungen veröffentlicht, zu denen Wissenschaft und Wirtschaft
Förderanträge einreichen können, die im Wettbewerb nach inhaltlichen Kriterien
ausgewählt werden. Eine genaue Angabe der Projekte ist daher erst im Nachhinein
möglich.
Der angegebene Finanzrahmen von 1,458 Mrd. Euro wurde auf der Basis der
mittelfristigen Finanzplanung und Annahmen über die künftige Ausgestaltung
der Förderbereiche abgeschätzt.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung bündelt seine
Projektförderung zur Bioökonomie mit dem Entwurf des Bundeshaushaltes 2012 im neuen
Haushaltstitel 30 04/683 30 „Bioökonomie“. Aus den bisherigen Haushaltstitel
30 04/683 30 „Biotechnologie“ und 30 04/685 31 „Biomedizinische Forschung“
gehen als laufende Fördermaßnahmen ein
1. weltweite Ernährung sichern: Pflanzenforschung (u. a. GABI, PLANT-
KBBE),
2. Agrarproduktion nachhaltig gestalten: Kompetenznetze Agrarforschung,
Biologische Sicherheitsforschung,
3. gesunde und sichere Lebensmittel produzieren: Funktionelle Genomanalyse
im tierischen Organismus FUGATO, ERA-Net EMIDA, Deutsches
Netzwerk zur Phänotypisierung von Pflanzen,
4. nachwachsende Rohstoffe industriell nutzen: Cluster-Wettbewerb
BioIndustrie2021, BioRaffinerie-Cluster, Genomforschung an
Mikroorganismen, Biotechnologie 2020+, Aufreinigungstechnologien, Nachhaltige
Bioproduktion, ERA-Net Industrielle Biotechnologie,
5. Energieträger auf Basis von Biomasse ausbauen: BioEnergie2021,
6. Technologietransfer beschleunigen, KMU- und Gründerförderung:
Gründungsoffensive Biotechnologie GO-Bio, KMU-innovativ: Biotechnologie –
BioChance, BioChancePlus, ERA-Net Eurotrans-Bio.
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
(BMELV) bringt sein Förderprogramm „Nachwachsende Rohstoffe“
(Einzelplan 10, Kapitel 02 Titelgruppe 08 „Nachwachsende Rohstoffe“), das
Programm zur Innovationsförderung (Haushaltstitel 10 02/686 34 und 10 02/
893 34 „Förderung von Innovationen im Bereich Ernährung, Landwirtschaft
und Verbraucher“) und das Bundesprogramm ökologischer Landbau und
andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (Haushaltstitel 10 02/686 19
„Zuschüsse zur Förderung des ökologischen Landbaus und anderer nachhaltiger
Formen der Landwirtschaft“) in die Nationale Forschungsstrategie Bio
Ökonomie 2030 ein.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 3 – Drucksache 17/6683Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(BMZ) bringt seine Förderung der internationalen Agrarforschungsförderung
ein. Aus dem Haushaltstitel 23 02/687 38 „Förderung der internationalen
Agrarforschung“ werden Forschungsarbeiten an den 15 Zentren der
Beratungsgruppe für Internationale Agrarforschung (CGIAR) sowie an zwei weiteren
Zentren, dem ICIPE und dem World Vegetable Center (AVRDC), unterstützt.
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
(BMU) bringt sein Förderprogramm zur klimaeffizienten Optimierung der
energetischen Biomassenutzung (Teil der Nationalen Klimaschutzinitiative) ein.
Aus dem Haushaltstitel 16 02/686 24 „Förderung von Einzelmaßnahmen zur
Nutzung erneuerbarer Energien“ wird die Erforschung und Entwicklung von
energieeffizienten Technologien sowie die Optimierung von Prozessen und
Verfahren zur Erzeugung von Strom, Wärme und Kraftstoffen aus Biomasse
gefördert.
Seit dem Kabinettsbeschluss über die Nationale Forschungsstrategie Bio
Ökonomie 2030 am 10. November 2010 hat das BMBF als neue Fördermaßnahmen
die „Innovationsinitiative industrielle Biotechnologie“, „GlobE – Globale
Ernährungssicherung“ und „Basistechnologien für eine nächste Generation
biotechnologischer Verfahren“ gestartet; das BMELV hat im Rahmen seiner
laufenden Programme die Förderschwerpunkte „Nachhaltige und einheimische
Eiweißversorgung in der Monogastrienernährung“, „Innovationen für eine
ressourcenschonende und emissionsarme Produktion von tierischen
Erzeugnissen“, „Förderung der Ebermast“, „Züchtung von Rohstoffpflanzen“,
„Förderung von FuE für eine nachhaltige Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung
von landwirtschaftlichen Produkten“, „Klimaeffiziente und
ressourcenschonende Produktion von Milch und Milcherzeugnissen“, „Innovationen für einen
effizienten und nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser“, „Innovative
Pflanzenschutzvorhaben zur nachhaltigen Anwendung von
Pflanzenschutzmitteln“, „Qualitätssicherung bei der Lagerung von landwirtschaftlichen
Erzeugnissen“ und „Klimarelevante landwirtschaftliche und gartenbauliche
Verwertung von biologischen Rest- und Abfallstoffen“ veröffentlicht.
2. Welche Forschungsprojekte der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried
Wilhelm Leibniz e. V. sollen im Rahmen der Nationalen
Forschungsstrategie Bioökonomie mit insgesamt 322,4 Mio. Euro gefördert werden?
Welche Projekte werden dabei neu gestartet, bei welchen handelt es sich
um bereits laufende Projekte (bitte um tabellarische Übersicht)?
Die genannten 322,4 Mio. Euro beziehen sich auf den voraussichtlichen
Bundesanteil der institutionellen Förderung für die Leibniz-Gemeinschaft während der
sechsjährigen Laufzeit der Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie. Die
Mittel sind nicht einzelnen Projekten zugeordnet, sondern umfassen den auf die
Bioökonomie entfallenden Anteil der institutionellen Förderung folgender
Institute der Leibniz-Gemeinschaft, die auf dem Gebiet der Bioökonomie forschen:
● Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB),
● Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK),
● Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (HKI),
● Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB),
● Leibniz-Institut für Neue Materialien (INM),
● Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN),
● Zoologisches Forschungsmuseum Alexander König – Leibniz-Institut für
Biodiversität der Tiere (ZFMK),
● Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen (DSMZ),
● Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF),
● Leibniz-Institut für Agrartechnik (ATB),
Drucksache 17/6683 – 4 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode● Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ),
● Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN),
● Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO).
Eine Aufschlüsselung nach Projekten innerhalb der institutionellen Förderung
ist aufgrund der kontinuierlichen und langfristigen Bearbeitung der Themen,
oftmals in umfassenderen Fragestellungen, nicht möglich. Der Pakt für
Forschung und Innovation stellt sicher, dass die laufenden Forschungsarbeiten
weiter betrieben und ausgebaut werden können.
3. Welche Forschungsprojekte der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung
der Wissenschaften e. V. sollen im Rahmen der Nationalen
Forschungsstrategie Bioökonomie mit insgesamt 275 Mio. Euro gefördert werden?
Welche Projekte werden dabei neu gestartet, bei welchen handelt es sich
um bereits laufende Projekte (bitte um tabellarische Übersicht)?
Die genannten rund 275 Mio. Euro beziehen sich auf den voraussichtlichen
Bundesanteil der institutionellen Förderung für die Max-Planck-Gesellschaft
während der sechsjährigen Laufzeit der Nationalen Forschungsstrategie Bio-
Ökonomie. Die Mittel sind nicht einzelnen Projekten zugeordnet, sondern
umfassen den auf die Bioökonomie entfallenden Anteil der institutionellen
Förderung folgender Institute der Max-Planck-Gesellschaft, die auf dem Gebiet
der Bioökonomie forschen:
● Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie,
● Max-Planck-Institut für Züchtungsforschung,
● Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie,
● Max-Planck-Institut für chemische Ökologie,
● Max-Planck-Institut für Kohlenforschung,
● Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie,
● Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme,
● Max-Planck-Institut für Metallforschung,
● Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung,
● Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie,
● Max-Planck-Institut für Bioanorganische Chemie,
● Max-Planck-Institut für Biogeochemie,
● Max Planck Forschungsgruppe für Enzymologie der Proteinentfaltung.
Eine Aufschlüsselung nach Projekten innerhalb der institutionellen Förderung
ist aufgrund der kontinuierlichen und langfristigen Bearbeitung der Themen,
oftmals in umfassenderen Fragestellungen, nicht möglich. Der Pakt für
Forschung und Innovation stellt sicher, dass die laufenden Forschungsarbeiten
weiter betrieben und ausgebaut werden können.
4. Welche Forschungsprojekte der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher
Forschungszentren e. V. sollen im Rahmen der Nationalen Forschungsstrategie
Bioökonomie mit insgesamt 267,3 Mio. Euro gefördert werden?
Welche Projekte werden dabei neu gestartet, bei welchen handelt es sich
um bereits laufende Projekte (bitte um tabellarische Übersicht)?
Die genannten 267,3 Mio. Euro beziehen sich auf den voraussichtlichen
Bundesanteil der institutionellen Förderung für die Forschungszentren der Helmholtz-
Gemeinschaft während der sechsjährigen Laufzeit der Nationalen
Forschungsstrategie BioÖkonomie. Die Mittel sind nicht einzelnen Projekten zugeordnet,
sondern umfassen den auf die Bioökonomie entfallenden Anteil der institutionel-
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 5 – Drucksache 17/6683len Förderung folgender Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, die
auf dem Gebiet der Bioökonomie forschen:
● Forschungszentrum Jülich,
● Karlsruher Institut für Technologie,
● Helmholtz-Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für
Gesundheit und Umwelt,
● Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung,
● Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung,
● Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches Geoforschungszentrum,
● Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung.
Eine Aufschlüsselung nach Projekten innerhalb der institutionellen Förderung
ist aufgrund der kontinuierlichen und langfristigen Bearbeitung der Themen,
oftmals in umfassenderen Fragestellungen, nicht möglich. Der Pakt für
Forschung und Innovation stellt sicher, dass die laufenden Forschungsarbeiten
weiter betrieben und ausgebaut werden können.
5. Welche Forschungsprojekte der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der
angewandten Forschung e. V. sollen im Rahmen der Nationalen
Forschungsstrategie Bioökonomie mit insgesamt 111,1 Mio. Euro gefördert
werden (bitte um tabellarische Übersicht)?
Welche Projekte werden dabei neu gestartet, bei welchen handelt es sich
um bereits laufende Projekte (bitte um tabellarische Übersicht)?
Die genannten 111,1 Mio. Euro beziehen sich auf den voraussichtlichen
Bundesanteil der institutionellen Förderung für die Fraunhofer-Gesellschaft
während der sechsjährigen Laufzeit der Nationalen Forschungsstrategie
BioÖkonomie. Die Mittel sind nicht einzelnen Projekten zugeordnet, sondern
umfassen den auf die Bioökonomie entfallenden Anteil der institutionellen
Förderung folgender Fraunhofer-Instituten, die auf dem Gebiet der
Bioökonomie forschen:
● Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung,
● Fraunhofer-Institut für Grenzflächen und Bioverfahrenstechnik,
● Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie,
● Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik,
● Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie,
● Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung,
● Fraunhofer-Institut für Holzforschung,
● Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin,
● Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik mit Fraunhofer
Einrichtung für Marine Biotechnologie.
Eine Aufschlüsselung nach Projekten innerhalb der institutionellen Förderung
ist aufgrund der kontinuierlichen und langfristigen Bearbeitung der Themen,
oftmals in umfassenderen Fragestellungen, nicht möglich. Der Pakt für
Forschung und Innovation stellt sicher, dass die laufenden Forschungsarbeiten
weiter betrieben und ausgebaut werden können.
6. Sind in der veranschlagten institutionellen Förderung der vier in den
Fragen 2 bis 5 genannten Forschungsorganisationen die Finanzierungsanteile
der Bundesländer bereits eingerechnet (falls ja, in welcher Höhe) oder
stehen diese Mittel zusätzlich für die Bioökonomie zur Verfügung?
In den in den Antworten zu den Fragen 2 bis 5 genannten Finanzangaben sind
die Beiträge der Bundesländer nicht enthalten.
Drucksache 17/6683 – 6 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode7. Mit welcher Summe wurde die Bioökonomie in den letzten fünf Jahren
durch die Bundesregierung gefördert (bitte pro Jahr auflisten)?
Der Begriff Bioökonomie wurde innerhalb der Bundesregierung im Jahr 2010
auch auf der Basis der Empfehlungen des BioÖkonomieRates definiert. In der
Vergangenheit gab es kein Forschungsprogramm, das alle Aspekte der
Bioökonomie ganzheitlich und umfassend betrachtet hat. Die Nationale
Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 geht von gesellschaftlichen Bedarfen aus und
stellt nicht die Förderung einer einzelnen Technologie in den Vordergrund, wie
z. B. das vorangegangene BMBF-Rahmenprogramm „Biotechnologie –
Chancen nutzen und gestalten“ (2001 bis 2010). Eine Zuordnung früherer
Forschungs- und Förderaktivitäten nach dieser Definition konnte daher innerhalb
der kurzen Fristsetzung einer Kleinen Anfrage nicht realisiert werden.
8. Wie hoch war der Anteil der Projekt- bzw. institutionellen Förderungen
für die Bioökonomie in den letzten fünf Jahren (bitte pro Jahr
aufschlüsseln)?
Es wird auf die Antwort zu Frage 7 verwiesen.
9. Welche außeruniversitären Forschungseinrichtungen haben in den letzten
fünf Jahren welche institutionelle Fördersumme für die Bioökonomie
erhalten (bitte pro Jahr aufschlüsseln)?
Es wird auf die Antwort zu Frage 7 verwiesen.
10. Welche Einrichtungen der Ressortforschung leisten Beiträge zur
Bioökonomieforschung?
Im Geschäftsbereich der Bundesregierung gibt es umfangreiche
Ressortforschung mit Bezug zur Bioökonomie. Dies betrifft im Geschäftsbereich des
Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
● das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (Julius-Kühn-Institut, JKI),
● das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (Friedrich-Loeffler-Institut,
FLI),
● das Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel (Max-
Rubner-Institut, MRI),
● das Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei
(Johann Heinrich von Thünen-Institut, vTI),
● und das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ)
sowie im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz
und Reaktorsicherheit
● das Umweltbundesamt und
● das Bundesamt für Naturschutz.
11. Ist die Finanzierung dieser Ressortforschung Bestandteil des
Fördervolumens von 2,4 Mrd. Euro über die nächsten sechs Jahre?
Nein.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 7 – Drucksache 17/668312. Welche Einrichtungen der Ressortforschung des Bundesministeriums für
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) leisten
Beiträge zur Bioökonomieforschung?
Es wird auf die Antwort zu Frage 10 verwiesen.
13. Ist die Finanzierung dieser Ressortforschung des BMELV Bestandteil des
Fördervolumens von 2,4 Mrd. Euro über die nächsten sechs Jahre?
Nein.
14. Mit welchem Anteil sollen Projekte aus der sogenannten weißen
Biotechnologie im Rahmen der Nationalen Strategie in den nächsten sechs Jahren
gefördert werden?
Nach einer vorläufigen Vorausschau, die bei der Erarbeitung der Nationalen
Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 erstellt wurde, sollen für das
Anwendungsfeld „Ernährung“ ca. 46 Prozent, für die stofflich-industrielle Nutzung
von Biomasse ca. 33 Prozent und für die energetische Nutzung von Biomasse
ca. 21 Prozent der anwendungsbezogenen Forschungsmittel eingesetzt werden.
Die weiße Biotechnologie ist eine wichtige Technologie vor allem für die
stoffliche-industrielle Biomassenutzung, spielt aber auch bei der energetischen
Nutzung (z. B. Herstellung von Biokraftstoffen) und im Ernährungssektor (z. B.
Herstellung von Futtermitteladditiven oder Backenzymen) eine Rolle. Eine der
ersten Fördermaßnahmen, die im Rahmen der Nationalen Forschungsstrategie
BioÖkonomie neu gestartet wurde, ist die „Innovationsinitiative industrielle
Biotechnologie“, für die über einen Zeitraum von 5 bis 10 Jahren bis zu
100 Mio. Euro Förderung vorgesehen sind. Da die geförderten Projekte auf der
Basis eingereichter Projektideen in einem wettbewerblichen Verfahren
ausgewählt werden, kann jedoch erst im Nachhinein ermittelt werden, welcher
Mittelanteil auf Projekte aus der weißen Biotechnologie im Rahmen der
sechsjährigen Laufzeit der Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie entfallen sein
wird (vergleiche dazu auch Antwort zu Frage 1).
15. Wie hoch ist die Fördersumme der deutschen Wirtschaft für den Bereich
der Bioökonomie jährlich?
16. Ist geplant die Wirtschaft finanziell an der Nationalen
Forschungsstrategie zu beteiligen?
Wenn ja mit welcher Summe, wenn nein, warum nicht?
Die Fragen 15 und 16 werden im Zusammenhang beantwortet.
Die Beteiligung der deutschen Wirtschaft an der Nationalen
Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 erfolgt über die anteilige Finanzierung von öffentlich
geförderten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben (FuE-Vorhaben). Sind
Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft an öffentlich geförderten FuE-
Vorhaben beteiligt, müssen sie einen Eigenanteil erbringen. Der EU-
Gemeinschaftsrahmen für staatliche Beihilfen für Forschung, Entwicklung und
Innovation gibt minimale Höhen für den prozentualen Eigenanteil vor, die sich u. a.
nach dem FuE-Typ (experimentelle Entwicklung, industrielle Forschung oder
Grundlagenforschung) und der Größe des Unternehmens richten. In der Regel
wird ein Eigenanteil der Wirtschaft von 50 Prozent der auf die Wirtschaft
entfallenden Projektkosten verlangt, wobei kleine und mittlere Unternehmen eine
höhere Förderquote erhalten können.
Drucksache 17/6683 – 8 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeDa zum heutigen Zeitpunkt nicht verlässlich abgeschätzt werden kann, in
welchem Umfang sich Unternehmen an den Fördermaßnahmen der Nationalen
Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 in den nächsten sechs Jahren
beteiligen werden, kann der zusätzlich von der Wirtschaft beigesteuerte
Finanzbetrag zur Umsetzung der Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030
im Vorhinein nicht angegeben werden (vergleiche auch Antwort zu Frage 1).
Aus diesem Grund sind die Finanzierungsbeiträge der Wirtschaft in den
2,4 Mrd. Euro Gesamtfördersumme der Nationalen Forschungsstrategie
BioÖkonomie 2030 nicht eingerechnet.
17. Welche Maßnahmen unterstützt die Bundesregierung im Rahmen der
Nationalen Forschungsstrategie, um wirksam zu verhindern, dass es zu einer
Konkurrenz von landwirtschaftlicher Herstellung von Lebensmitteln und
von Energiepflanzen/Biomasseproduktion kommt?
Zur Sicherung der Rohstoffbasis und damit zur Entschärfung von möglichen
Nutzungskonkurrenzen misst die Bundesregierung der Steigerung der
landwirtschaftlichen Erträge eine hohe Bedeutung zu. Darüber hinaus sind auch alle
weiteren sinnvollen Möglichkeiten zu nutzen, um nachteilige Nutzungs- und
Flächenkonkurrenzen zu reduzieren. Integrierte Konzepte, die die stoffliche
und energetische Nutzung im Sinne einer optimalen und effizienten
Rohstoffnutzung intelligent kombinieren, wie etwa Nutzungskaskaden oder
Bioraffinerien, sieht die Bundesregierung als besonders vielversprechend an. Weiterhin
ist auch die sinnvolle Nutzung verfügbarer agrarischer Nebenprodukte und
Reststoffe eine mögliche Maßnahme zur Minderung auftretender
Nutzungskonkurrenzen. Das BMELV unterstützt im Rahmen des Förderprogramms
„Nachwachsende Rohstoffe“ über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.
(FNR) verschiedene Forschungsprojekte, die die Verminderung nachteiliger
Nutzungskonkurrenzen zum Inhalt haben. Im Übrigen wird auf die Antwort zu
Frage 18 verwiesen.
18. Welche Forschungsprojekte hat die Bundesregierung in den vergangenen
vier Jahren unterstützt, die sich mit der Konkurrenz von Energiepflanzen
und Pflanzen zur Lebensmittelproduktion befasst haben?
Das BMBF hat im Rahmenprogramm „Forschung für nachhaltige
Entwicklungen (FONA)“ in den vergangenen vier Jahren folgende zwei Forschungsprojekte
unterstützt, die sich mit der Konkurrenz von Energiepflanzen und Pflanzen zur
Lebensmittelproduktion befassen:
● Verbundprojekt „Fair Fuels? Zwischen Sackgasse und Energiewende: Eine
sozial-ökologische Mehrebenenanalyse transnationaler Biokraftstoffpolitik“,
● Verbundprojekt „Biofuel as social fuel: Biokraftstoffe als sozialer
Treibstoff“.
Das BMELV hat über die FNR in den vergangenen vier Jahren insgesamt
111 Projekte mit insgesamt 44,6 Mio. Euro gefördert, die zur Entschärfung der
Nutzungskonkurrenz beitragen können (vgl. Projektliste im Anhang).
19. Welche Forschungsprojekte der Geistes- und Sozialwissenschaften zu
Ursachen und möglichen Lösungsansätzen zur Bekämpfung des Hungers
insbesondere in Entwicklungsländern hat die Bundesregierung in den
letzten vier Jahren gefördert, und welche Maßnahmen sind diesbezüglich
in der Nationalen Forschungsstrategie geplant?
Im Rahmen der am 14. Juli 2011 bekannt gegebenen Förderrichtlinie „GlobE –
Globale Ernährungssicherung“ des BMBF, die als eine der ersten neuen Förder-
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 9 – Drucksache 17/6683maßnahmen der nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 aufgelegt
wurde, können im Sinne systemorientierter Projekte u. a. auch Themen zu
diesen Fragestellungen vorgeschlagen werden.
Im Rahmenprogramm „Forschung für nachhaltige Entwicklungen (FONA)“
werden Fragestellungen im sozialwissenschaftlichen Bereich behandelt, die für
die Bekämpfung des Hungers von Bedeutung sind. z. B. ist die Degradation
von Land in Folge nicht-nachhaltiger Bewirtschaftungsweisen ein
Nachhaltigkeitsproblem, das insbesondere in vielen Entwicklungsländern immer
bedrohlichere Ausmaße annimmt.
Neben den beiden bereits in der Antwort zu Frage 18 genannten
Forschungsprojekten, die vom BMBF gefördert werden, thematisieren eine nachhaltige
Nahrungsmittelproduktion mit Bezug zu Entwicklungsländern
● Verbundvorhaben „Die Versorgung der Bevölkerung –
Wirkungszusammenhänge von demographischen Entwicklungen, Bedürfnissen und
Versorgungssystemen“,
● Verbundvorhaben „Klimawandel, Umweltveränderungen und Migration:
Sozial-ökologische Bedingungen von Bevölkerungsbewegungen am
Beispiel der Sahelländer Mali und Senegal,
● Projekt „BioDIVA: Transformationswissen für eine geschlechtergerechte
und nachhaltige Nutzung biologischer Vielfalt“.
Das BMZ fördert über die internationale Agrarforschungsförderung Forschung
an den 15 Zentren der Beratungsgruppe für Internationale Agrarforschung
(CGIAR) sowie an zwei weiteren Zentren, dem International Centre of Insect
Physiology and Ecology (ICIPE) und dem World Vegetable Center (AVRDC).
Die CGIAR hat sich zum Ziel gesetzt, durch hochwertige internationale
Agrarforschung in Kooperationen und auch als Themenführer zur Reduzierung von
Armut und Hunger, einer verbesserten Ernährung und Gesundheit sowie einem
gesunden Ökosystem beizutragen. Die vom BMZ geförderten
Forschungsprojekte enthalten zumeist eine Komponente, die sich mit Fragen im Kontext der
Geistes- und Sozialwissenschaften auseinandersetzt. Konkret werden
beispielsweise die folgenden Projekte, die in den letzten vier Jahren begonnen wurden,
mit dem Fokus auf sozialwissenschaftliche Themen gefördert:
● International Food Policy Institute – IFPRI (2008-2011) “Contracting Out of
Poverty: Experimental Approaches to Innovation in Agricultural Markets
with Small Farmers”
● IFPRI (2009-2012) “Working together for market access: strengthening
rural producer organizations in Sub-Saharan Africa”,
● IFPRI (2010-2012) “Accelerating Poverty Reduction by Maximizing the
Impact of Social Services Expenditures on Agricultural Labor Productivity
and Incomes in African Countries”,
● IFPRI (2011-2014) “Enhancing Women’s Assets to Manage Risk under
Climate Change: Potential for Group-Based Approaches”,
● Worldfish Center (2011-2013) “Strengthening aquatic resource governance:
Institutional innovation to build livelihood security and reduce conflict in
the Lake Victoria, Lake Kariba, and Tonle Sap/Lower Mekong ecoregions”.
20. Inwieweit wird bei der Frage nach der Konkurrenz von
landwirtschaftlicher Herstellung von Lebensmitteln und von Energiepflanzen/Bio-
Drucksache 17/6683 – 10 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodemasseproduktion eine Kohärenz zwischen nationaler Politik und
internationaler Politik beziehungsweise Entwicklungspolitik hergestellt?
In welchen konkreten Maßnahmen oder Forschungsvorhaben drückt sich
eine solche kohärente Politik der Bundesregierung aus?
Die Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 sieht eine Priorität der
Ernährungssicherung vor der stofflichen oder energetischen Nutzung von
Biomasse vor. Diese Leitlinie der nationalen Politik verfolgt die Bundesregierung
auch in der internationalen Politik.
21. Welche Maßnahmen der Forschungsförderung sind geplant, um das vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung als Herausforderung
beschriebene Problem des „Wandels im Nahrungsverhalten“ anzugehen,
und welche Forschungsmaßnahmen wurden diesbezüglich durch das
Bundesministerium in den letzten vier Jahren auf den Weg gebracht?
Das BMBF entwickelt, wie im Gesundheitsforschungsprogramm angekündigt,
bis Ende 2012 einen Aktionsplan zum Thema „Präventions- und
Ernährungsforschung“. Dieser Aktionsplan wird auch das Problem „Wandel des
Nahrungsverhaltens“ aufgreifen und Maßnahmen initiieren, die einen Lösungsbeitrag
hierzu liefern können. In den letzten vier Jahren wurden und werden seitens des
BMBF insbesondere in der Förderaktivität „Ernährungsforschung – für ein
gesundes Leben“ mit dem Modul: „Biomedizinische Ernährungsforschung“ und
dem Modul: „Innovationen und neue Ideen für den Ernährungssektor“ mehrere
Projekte gefördert, die Fragen zum Wandel des Ernährungsverhaltens
nachgehen.
22. In welcher Höhe fördert die Bundesregierung die Forschung im Bereich
des Ökolandbaus?
Im Rahmen des Bundesprogramms ökologischer Landbau und andere Formen
nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) werden jährlich für Forschungs- und
Entwicklungsvorhaben im Bereich des Ökolandbaus 8,375 Mio. Euro und
zusätzlich 500 000 Euro für Wissenstransferprojekte in diesem Bereich bereitgestellt.
Zudem können in allen einschlägigen Forschungsprogrammen des Bundes
Projekte zum ökologischen Landbau gefördert werden. Nach der Erweiterung des
Bundesprogramms Ökologischer Landbau um andere Formen nachhaltiger
Landwirtschaft werden nun auch verstärkt Projekte zum ökologischen Landbau
im Programm zur Innovationsförderung oder im Rahmen der Förderung zu
nachwachsenden Rohstoffen über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe
(FNR) gefördert.
Des Weiteren befasst sich die Ressortforschung des BMELV auch außerhalb
des Bundesprogramms mit Forschungsfragen, die dem ökologischen Landbau
dienen. Eine Ausweisung der dafür verausgabten Mittel ist nicht durchführbar,
da die dafür eingesetzte Infrastruktur und die Mitarbeiter nur mit einem hohen
Verwaltungsaufwand zugeordnet werden könnten. Eine solch differenzierte
Ausweisung der Mittel wird aus diesen Gründen von den Ressorteinrichtungen
des BMELV nicht verlangt.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 11 – Drucksache 17/668323. Ist der Ökolandbau Bestandteil der Maßnahmen bzw. der Fördermittel
der Nationalen Forschungsstrategie, falls ja, in welcher Höhe, in welcher
Form, und falls nein, warum nicht?
Unter die Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 fallen
Forschungsförderaktivitäten, die im Zusammenhang mit der Nutzung von biologischen
Ressourcen – wie Pflanzen, Tiere oder Mikroorganismen – stehen.
Entsprechend breit sind die Anwendungen: Sie umfassen Entwicklungen für die
Ernährung inklusiv der nachhaltigen Agrarproduktion (Landtechnik, Tier- und
Pflanzenzucht) ebenso wie sichere und gesunde Lebensmittel sowie die
Nutzung von Biomasse für stofflich-industrielle und energetische Zwecke. Da viele
Fragestellungen den ökologischen Landbau ebenso betreffen wie die
konventionelle Landwirtschaft, kann der ökologische Landbau grundsätzlich von der
Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 profitieren. Ein Teil der
angesetzten 2,4 Mrd. Euro stünde im wettbewerblichen Verfahren für
Forschungsprojekte zum ökologischen Landbau zur Verfügung, sofern entsprechende
Projektvorschläge in den methodenoffenen Fördermaßnahmen eingereicht werden.
Allerdings wird bislang von der Möglichkeit, Projekte zum Ökolandbau auch in
methodenoffenen Fördermaßnahmen einzureichen, wenig Gebrauch gemacht.
Die Ausgaben für das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere
Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) sind ebenfalls Teil der geplanten
Gesamtausgaben der Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030.
Eine Bezifferung der gesamten Fördermittel für den ökologischen Landbau ist
jedoch nicht möglich, da es im Rahmen der Strategie keine Vorabzuweisungen
gibt. Die Fördermittel hängen von den eingereichten und bewilligten Projekten
ab (siehe auch Antwort zu Frage 1).
24. Welche Rolle spielt nach Ansicht der Bundesregierung die Taxonomie für
den Ausbau der Bioökonomie?
Die pflanzliche und mikrobielle Diversität in Böden spielt eine wichtige Rolle
für die Nutzung aktueller und ggf. zukünftiger Potenziale in der Bioökonomie.
Daher ist es wichtig, in diesen Bereichen Expertise für die Bestimmung der
Arten, ihrer funktionalen Eigenschaften und deren Nutzung verfügbar zu haben.
25. Welche Forschungskooperationen bestehen zwischen Deutschland und
Entwicklungsländern im Bereich der Agro-Gentechnik?
Es bestehen bereits über viele Jahre gewachsene Forschungskooperationen
zwischen Deutschland und Entwicklungsländern, die sich allerdings nicht
schwerpunktmäßig mit Agrogentechnik beschäftigen. Das Bundesministerium
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung fördert aus dem
Haushaltstitel „Internationale Agrarforschung“ keine Forschungsvorhaben mit dem
expliziten Ziel einer Verwendung bzw. Entwicklung von Agrogentechnik.
Jedoch wurden in den vergangenen Jahren Forschungsarbeiten zur
Risikoabschätzung der Anwendung von Gentechnik und zur möglichen Koexistenz von
genetisch veränderten Nutzpflanzen gefördert, z. B. am Centro International
de Agricultura Tropical (CIAT) die Forschungsprojekte
● „Gene flow analysis for assessing the safety of bio-engineered crops in the
tropics“ (2000 bis 2004, deutsche Partner: Universität Hannover, Prof.
Dr. Hans-Jörg Jacobsen, und BBA Braunschweig, Dr. Jochen Schiemann),
Drucksache 17/6683 – 12 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode● „Gene flow analysis for environmental safety in the tropics“ (2005 bis 2008,
deutsche Partner: Universität Hannover, Prof. Dr. Hans-Jörg Jacobsen, und
BBA Braunschweig, Dr. Jochen Schiemann)
und am Bioversity International
● „Gene flow risk assessment of genetically engineered crops“ (2006 bis 2007,
deutscher Partner: Universität Hannover, Prof. Dr. Hans-Jörg Jacobsen).
Die Bundesregierung finanziert ferner über die internationale
Agrarforschungsförderung verschiedene Forschungsarbeiten an den 15 Zentren der
Beratungsgruppe für Internationale Agrarforschung (CGIAR) sowie an zwei weiteren
Zentren, dem International Centre of Insect Physiology and Ecology (ICIPE)
und dem World Vegetable Center (AVRDC). Die Förderung orientiert sich
dabei an den gemeinsam mit allen Gebern der CGIAR im Jahre 2005 vereinbarten
Forschungsprioritäten und den entwicklungspolitischen Grundsätzen der
Bundesregierung. Deutschland wählte aus den 20 vereinbarten Forschungsprioritäten
folgende sechs aus:
● verstärkte Nutzung vernachlässigter pflanzengenetischer Ressourcen,
● Züchtung von Pflanzen mit Toleranz gegen Trockenheit und Versalzung,
● Nutzung von Gemüse und Früchten zur Erzielung höherer Einkommen,
● Tierhaltung zur Einkommensverbesserung,
● integriertes Management von Land, Wasser und Forst und
● Stärkung von Institutionen im ländlichen Raum und deren Gestaltung,
zu denen im Jahr 2008 eine weitere Förderungspriorität zur Anpassung der
Afrikanischen Landwirtschaft an den Klimawandel hinzukam.
Deutschland gewährt den genannten Zentren eine institutionelle Förderung für
sogenannte Genbanken, die dem Erhalt und der Pflege der agrarischen
genetischen Ressourcen dienen. Die Sicherung der Agrobiodiversität liefert die
Grundlage für jede genetische Veränderung, sowohl für die konventionelle als
auch die gentechnische unterstützte Züchtung bzw. Entwicklung neuer
Pflanzensorten und Tierrassen.
Im Geschäftsbereich des BMBF gibt es eine Kontaktanbahnungsmaßnahme
„Development of non-animal protein foods for the malnourished populations in
Sub-Saharan Africa“ der deutschen Support Africa Stiftung mit Ghana,
Nigeria, Kenia und Uganda mit einem Fördervolumen von 20 000 Euro.
Darüber hinaus fördert die Bundesregierung aktuell keine
Forschungskooperationen mit Entwicklungsländern im Bereich der Agrogentechnik. Der
Bundesregierung liegen jedoch keine systematischen Kenntnisse darüber vor, ob und
ggf. in welchem Umfang Hochschulen, Forschungseinrichtungen und
Unternehmen aus Deutschland eigene Forschungskooperationen in der
Agrogentechnik mit Entwicklungsländern unterhalten.
26. Welche Forschungskooperationen bestehen zwischen Deutschland und
Entwicklungsländern im Bereich des Ökolandbaus?
Der Bundesregierung liegen keine systematischen Kenntnisse darüber vor, ob
und ggf. in welchem Umfang Hochschulen, Forschungseinrichtungen und
Unternehmen aus Deutschland Forschungskooperationen im Ökolandbau mit
Entwicklungsländern unterhalten.
Im Rahmen der Forschungsförderung des BMZ (vgl. Antworten zu den Fragen 7
bis 9, 19 und 25) wurden keine Projekte explizit im Bereich des Ökolandbaus
gefördert. Jedoch wurden zahlreiche Projekte beispielsweise mit dem Schwerpunkt
der Entwicklung einer biologischen Bekämpfungsmaßnahme von
Pflanzenschädlingen und -krankheiten und der damit verbundenen Ertragssteigerung und
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 13 – Drucksache 17/6683Ernährungssicherung gefördert. Das BMZ unterstützt darüber hinaus Ansätze
zur Integration von Biodiversitätsbelangen in landwirtschaftliche Projekte.
In Ressortforschungseinrichtungen des BMELV findet auf der Ebene der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen einzelner Projekte eine
Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Entwicklungsländern
statt.
27. Warum wurden in den Bioökonomierat keine Vertreterinnen bzw.
Vertreter aus dem Bereich Naturschutz, Verbraucherschutz sowie
Entwicklungszusammenarbeit berufen?
Die Besetzung des Rates erfolgte nach fachlichen und forschungsstrukturellen
Kriterien mit dem Ziel, sämtliche Kompetenzfelder der Bioökonomie
abzudecken. Hierzu zählen u. a. agrarwissenschaftliche Disziplinen wie Boden- und
Landnutzung, Pflanzen- und Tierzüchtung sowie die Agrarökonomie, aber auch
der Bereich der Biotechnologie oder der Energiebereitstellung. In diesem
Zusammenhang wurden auch Aspekte wie die Natur- oder
Verbraucherschutzforschung berücksichtigt. Ferner trägt die Besetzung des Rats der strukturellen
Verfasstheit der deutschen Forschungslandschaft Rechnung. Die Mitglieder des
Bioökonomierats kommen daher sowohl aus universitären wie aus
außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie aus der Ressort- und der
privatwirtschaftlichen Forschung. Da die wesentliche Aufgabe im ersten Schritt die
Erstellung einer Forschungsstrategie war, kommen die Mitglieder aus der
wissenschaftlichen und industriellen Forschung und nicht aus Verbänden.
Forschungskompetenzen zur Entwicklungszusammenarbeit werden vom Ratsmitglied
Prof. Dr. Joachim von Braun, Direktor des Zentrums für Entwicklungsforschung
Bonn, eingebracht.
28. Welche Aufgaben soll der Bioökonomierat erfüllen, nachdem nunmehr
die Nationale Forschungsstrategie der Bundesregierung vorliegt, und ist
geplant, den Bioökonomierat wieder aufzulösen?
Auch nach der Erstellung der Nationalen Forschungsstrategie ist die Begleitung
bei der Weiterentwicklung und Umsetzung der Strategie von großer Bedeutung.
Die Hauptaufgabe des Rates wird sein, für Akteure innerhalb und außerhalb der
Bundesregierung Empfehlungen und Strategievorschläge zu erarbeiten. Es ist
daher geplant, den Bioökonomierat mit aktualisierter Zielsetzung und einer
angemessenen fachlichen und strukturellen Ausstattung fortzusetzen.
29. Vertritt die Bundesregierung die Auffassung, dass die Beratungen des
Bioökonomierates technik- und methodenoffen sind, obgleich unter anderem
der Vorsitzende der KWS SAAT AG und ein Mitglied des Vorstandes der
BASF SE als Mitglieder des Bioökonomierates agieren, während etwa
Vertreterinnen/Vertreter aus dem Bereich Ökolandbau nicht vertreten
sind?
Die Beratungen des Bioökonomierates sind technik- und methodenoffen und
orientieren sich am aktuellen Stand der Wissenschaft. Die Deutsche Akademie
der Technikwissenschaften (acatech), bei der der Bioökonomierat angesiedelt ist
und deren wissenschaftlichen Qualitätsstandards er unterliegt, beruft sich in
ihren Leitlinien für die Politik- und Gesellschaftsberatung u. a. auf die Vorschläge
zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie auf die Leitlinien Politikberatung der Berlin
Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW). Acatech vertritt einen
Technikbegriff, der breit gefasst ist und somit die sozialwissenschaftliche und
Drucksache 17/6683 – 14 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodewirtschaftswissenschaftliche Perspektive mit umfasst. Hinsichtlich der
Vertretung der wissenschaftlichen Belange des Ökolandbaus wird auf die
Ratsmitgliedschaft von Prof. Dr. Folkhard Isermeyer, Präsident des Johann-Heinrich-von-
Thünen-Instituts in Braunschweig, verwiesen, zu dessen Geschäftsbereich auch
ein Institut für ökologische Landwirtschaft gehört.
30. Welchen Anteil hat der Bioökonomierat an der Erstellung der Nationalen
Forschungsstrategie Bioökonomie 2030 der Bundesregierung gehabt?
31. Welche Forderungen des Bioökonomierates hat die Bundesregierung in
die Nationale Forschungsstrategie Bioökonomie 2030 übernommen?
Die Fragen 30 und 31 werden im Zusammenhang beantwortet.
Der Bioökonomierat hat im September 2010 ein Gutachten „Innovation
Bioökonomie“ vorgelegt, dessen Ergebnisse und Empfehlungen in die Formulierung
der Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 eingeflossen sind. Das
Gutachten des Bioökonomierates wurde in einer interministeriellen
Arbeitsgruppe diskutiert und eine Vielzahl von Aspekten in die Nationale
Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 aufgenommen, jedoch zum Teil mit anderer
Schwerpunktsetzung. So wurden von der Bundesregierung insgesamt fünf
Themenbereiche zur Bioökonomieforschung identifiziert – im Unterschied zu den
drei Fachthemen des Gutachtens des Bioökonomierats. Insbesondere wurden
die Empfehlungen zur Welternährung und globalen Verantwortung
Deutschlands, zur nachhaltigen Nutzung der Ressourcen und zur Aufstellung der
Bioökonomie im System von der Bundesregierung übernommen.
32. Welche Stellungnahmen anderer Organisationen sind in die Erstellung
der Nationalen Forschungsstrategie Bioökonomie 2030 eingeflossen?
Die zum Zeitpunkt der Erstellung vorliegenden Stellungnahmen von
Verbänden aus Wissenschaft und Wirtschaft sind eingeflossen, wie auch die
Ergebnisse der verschiedenen Runden Tische zur Grünen Gentechnik.
33. Welche Maßnahmen plant die Bundesregierung, um den Frauenanteil bei
der Besetzung des Bioökonomierates zu erhöhen, und gab es
diesbezüglich Gespräche zwischen der Bundesregierung und der DEUTSCHEN
AKADEMIE DER TECHNIKWISSENSCHAFTEN e. V. (acatech)?
Die Bundesregierung strebt grundsätzlich einen höheren Anteil weiblicher
Mitglieder in ihren Beratungsgremien an. Beim Bioökonomierat war eine höhere
Beteiligung zum Berufungszeitpunkt nicht möglich, eine Verbesserung wird
aber angestrebt.
34. Teilt die Bundesregierung die Auffassung, dass Fragen und
Lösungsansätze aus den Bereichen Naturschutz, Verbraucherschutz sowie
Entwicklungszusammenarbeit integraler Bestandteil einer nachhaltigen und
sozialen nationalen Strategie zur Bioökonomie sein müssen, und falls ja, in
welcher Form hat diese Erkenntnis Niederschlag in der Strategie der
Bundesregierung gefunden?
Die Bundesregierung teilt die Ansicht, dass eine wissensbasierte Bioökonomie
die Verzahnung der Biowissenschaften mit Agrar-, Natur-, Umwelt-, Technik-
und auch Gesellschaftswissenschaften erfordert. Eine nachhaltige Bedarfs-
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 15 – Drucksache 17/6683deckung auf Basis der Bioökonomie muss auch Verbraucherinteressen sowie
internationale Aspekte betrachten.
Die Bundesregierung berücksichtigt diesen Aspekt bei der Umsetzung der
Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 durch die Förderung der
Zusammenarbeit in disziplinenübergreifenden Projekten.
Darüber hinaus verweist die Bundesregierung auf entsprechende Aussagen im
Text der Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030, vgl. u. a. die
Kapitel 4.1, 4.2 und 5.
35. Mit welchem Mittelansatz sollen biobasierte Dienstleistungen gefördert
werden?
Die Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 sieht keine prozentuale
Aufteilung der Fördermittel für biobasierte Dienstleistungen vor. Im Übrigen
wird auf die Antwort zu Frage 36 verwiesen.
36. Welche Bereiche der biobasierten Dienstleistungen sollen gefördert
werden?
Viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die moderne biotechnologische
Verfahren einsetzen, verfolgen ein hybrides Geschäftsmodell aus kurzfristiger
Umsatzgenerierung durch Dienstleistungen und längerfristiger
Produktentwicklung. Forschungs- und Entwicklungsprojekte dieser Unternehmen tragen
daher oft zur perspektivischen Erweiterung und Verbesserung sowohl des
Dienstleistungs- als auch des Produktangebots bei. Im Regelfall lassen daher
Fördermaßnahmen sowohl dienstleistungs- wie produktbezogene
Projektvorschläge zu. Eine gezielte Förderung spezieller Bereiche von biobasierten
Dienstleistungen ist derzeit nicht geplant.
37. Welche Forschungsprojekte für biobasierte Dienstleistungen wurden in
den letzten fünf Jahren gefördert?
Aus den in der Antwort zu Frage 36 dargelegten Gründen ist eine eindeutige
Abgrenzung zwischen Forschungsprojekten, die zu biobasierten
Dienstleistungen versus biobasierten Produkten führen, nicht möglich. Daher kann keine
umfassende Liste aller Forschungsprojekte für biobasierte Dienstleistungen, die
in den letzten fünf Jahren gefördert wurden, vorgelegt werden.
38. Vertritt die Bundesregierung die Auffassung, dass die acatech auch
nichttechnische Lösungsmöglichkeiten für die Herausforderungen der
Bioökonomie bei der Besetzung und den Beratungen des Bioökonomierates
berücksichtigt hat, und falls ja, auf welcher (nicht-technikbezogenen)
Kompetenz der acatech basierten diese?
Bei der Arbeit des BioÖkonomieRates spielt neben der technikbezogenen
insbesondere auch die ökonomische Kompetenz eine Rolle. Die Deutsche
Akademie der Technikwissenschaften hat bei der Besetzung des Rates ein besonderes
Augenmerk auf die Teilnahme der Agrarökonomie gelegt.
Drucksache 17/6683 – 16 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode39. Wie verteilen sich die rund 2 Mio. Euro Zuwendungen für den
Bioökonomierat auf die unterschiedlichen Bereiche Personal, Sachmittel, Reisen
und Durchführung von Veranstaltungen?
Die Zuwendung für den Bioökonomierat in Höhe von 2,053 Mio. Euro setzt
sich wie folgt zusammen:
Personal: 1,025 Mio, Euro
Reisen: 0,239 Mio. Euro
Veranstaltungen: 0,371 Mio. Euro
Sachmittel/Sonstiges: 0,418 Mio. Euro.
40. Ist mittelfristig geplant, dass die beteiligten Unternehmen einen Beitrag
zu den Kosten für den Bioökonomierat leisten, und falls nein, aus
welchen Gründen nicht?
Die Unabhängigkeit des Bioökonomierates ist essenziell für die Akzeptanz der
Empfehlungen und Stellungnahmen. Eine finanzielle Beteiligung durch
Unternehmen ist daher nicht vorgesehen.
41. Wie viele und wo haben die Mitglieder des Bioökonomierates
Zeitschriftenartikel im Rahmen ihrer Tätigkeit als Mitglieder des Rates (vgl. die
Antwort auf Frage 15 der Kleinen Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN, Bundestagsdrucksache 16/12646) veröffentlicht.
Die Mitglieder des Rates haben im Rahmen ihrer Beiratstätigkeit Beiträge in
verschiedenen Fachzeitschriften (z. B. GIT-Labor Fachzeitschrift,
Genomexpress) und Zeitungsinterviews veröffentlicht. Eine Gesamtübersicht liegt nicht
vor.
42. In welchem Verhältnis stehen nach Auffassung der Bundesregierung die
Nationale Forschungsstrategie Bioökonomie und die EU-
Nachhaltigkeitsstrategie?
Forschung und Entwicklung (FuE) spielen in der EU-Nachhaltigkeitsstrategie
keine herausgehobene Rolle. Soweit Forschung und Entwicklung in der EU-
Nachhaltigkeitsstrategie angesprochen sind, wird auf das 7. EU-
Forschungsrahmenprogramm Bezug genommen.
Die Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 trägt zur Bewältigung
von zentralen Herausforderungen wie Klimawandel und Nutzung von
umweltfreundlichen Energien bei, die in der EU-Nachhaltigkeitsstrategie genannt
werden. Die 2001 beschlossene und 2006 überarbeitete EU-
Nachhaltigkeitsstrategie befasst sich insgesamt mit folgenden sieben Schwerpunkten:
● Klimawandel und umweltverträgliche Energien,
● Nachhaltigkeit im Verkehr,
● Nachhaltigkeit beim Verbrauch und in der Produktion,
● substanzerhaltende Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen,
● öffentliche Gesundheit,
● soziale Integration, Bevölkerungsentwicklung und Migration,
● Armut in der Welt.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 17 – Drucksache 17/668343. Wie hoch ist der Umsatz, der in Deutschland mit Biopharmazeutika
erzielt wird?
Nach Angaben des Verbandes Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) lag der
Umsatz, der in Deutschland mit Biopharmazeutika erzielt wurde, im Jahr 2009
bei 4,7 Mrd. Euro; das entsprach 16 Prozent des Gesamtpharmaumsatzes. Im
Jahr 2010 lag der Umsatz mit Biopharmazeutika bei 4,9 Mrd. Euro; das
entsprach 17 Prozent des Gesamtpharmaumsatzes.
44. Erwartet die Bundesregierung durch die mittelfristige Entwicklung hin zu
einer biobasierten Wirtschaft eine Zu- oder Abnahme der
landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland und aus welchen Gründen?
Die Änderung der Rohstoffgrundlage der Wirtschaft von der fossilen hin zu
einer biologischen Basis eröffnet neue Absatzmöglichkeiten für
landwirtschaftliche Betriebe. Dies ist jedoch nur einer unter sehr vielen Parametern, welche
die Entwicklung der Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland
beeinflussen kann.
45. Gibt es Pläne, das Konzept der Bioökonomie auch durch die Einrichtung
von dezidiert mit dem Thema Bioökonomie befassten
Forschungseinrichtungen oder in anderen institutionalisierten Formen vertieft erforschen zu
lassen?
Unter wissenschaftlicher Leitung der Fraunhofer-Gesellschaft entsteht derzeit
am Chemie-Standort Leuna in Sachsen-Anhalt ein modernes Bioraffinerie-
Forschungszentrum. Das Chemisch-Biotechnologische
Prozessentwicklungszentrum (CBP) soll die Grundlagen schaffen, um Biomasse möglichst effizient und
abfallfrei für die Chemie-Industrie zu nutzen. Ähnlich wie heutige Raffinerien
aus Erdöl verschiedene Produkte wie Benzin, Heizöl sowie Grundstoffe für
Chemikalien und Kunststoffe erzeugen, sollen Bioraffinerien künftig aus
Biomasse – insbesondere auch aus Abfällen und solchen Pflanzenteilen, die nicht
in der Nahrungskette gebraucht werden – verschiedenste Produkte herstellen.
Dadurch werden neue Wege für Klimaschutz und Ressourceneffizienz eröffnet.
Die Landesregierung Sachsen-Anhalt unterstützt gemeinsam mit dem
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dem Bundesministerium für
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und dem
Bundesministerium für Umwelt (BMU) den Aufbau dieses Bioraffinerie-
Forschungszentrums mit insgesamt 50 Mio. Euro. Die Grundsteinlegung für das CBP fand
im Dezember 2010 statt, die Fertigstellung ist für Mitte 2012 geplant.
Die Helmholtz-Gemeinschaft erwägt, das Thema „Bioökonomie“ künftig
stärker im eigenen Forschungsportfolio zu verankern. Das Bundesministerium für
Bildung und Forschung begrüßt diese Überlegungen und hat daher auch die
Integration der bisherigen Landesinstitute für Biotechnologie in die 90:10-
Finanzierung des Forschungszentrums Jülich (FZJ) unterstützt, um eine breite Basis
für ein aufgreifen der Bioökonomie in der Programmorientierten Förderung zu
schaffen. In diesem Kontext steht auch die Gründung des Bioeconomy Science
Center im Oktober 2010, an dem neben dem Forschungszentrum Jülich die
RWTH Aachen sowie die Universitäten in Bonn und Düsseldorf beteiligt sind
(vgl. Antwort zu Frage 47).
Die Deutsche Agrarforschungsallianz DAFA wurde vom Bundesministerium
für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz initiiert und finanziert.
Die DAFA ist ein Gemeinschaftsprojekt der deutschen Agrarforschung. Das
Netzwerk verfolgt das Ziel, die Leistungsfähigkeit, die Transparenz und die
internationale Sichtbarkeit der deutschen Agrarforschung zu verbessern. Ein Ziel
Drucksache 17/6683 – 18 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodeunter anderen ist die Vernetzung der Forschungseinrichtungen, Bündelung ihrer
Expertise und Vorbereitung von Konsortien, die zur Bearbeitung der
identifizierten Forschungsthemen besonders geeignet sind. Die Arbeit der DAFA
gliedert sich in den Gesamtkomplex der Bioökonomieforschung ein.
Zur Stärkung der Forschung auf dem Gebiet der Bioenergie hat die
Bundesregierung das Deutsche BiomasseForschungsZentrum (DBFZ) im Februar 2008
als gemeinnützige GmbH gegründet. Das DBFZ erforscht technische,
ökologische, ökonomische, soziale sowie energiewirtschaftliche Aspekte entlang der
gesamten Nutzungskette von der Produktion über die Bereitstellung bis zur
Nutzung von Biomasse.
46. Was ist, im Gegensatz zu den bisherigen Förderprogrammen, das
spezifisch Neue an der jetzt vorgelegten Nationalen Forschungsstrategie?
Die Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 ist im Unterschied etwa
zum vorangegangenen BMBF-Rahmenprogramm „Biotechnologie – Chancen
nutzen und gestalten“ (2001 bis 2010) ein Förderprogramm der
Bundesregierung, an dem neben dem BMBF weitere Ressorts wie das BMELV, BMU und
BMZ beteiligt sind. Die Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030
geht von gesellschaftlichen Bedarfen aus und stellt nicht die Förderung einer
einzelnen Technologie in den Vordergrund. In der Vergangenheit gab es kein
Forschungsprogramm, das alle Aspekte der Bioökonomie ganzheitlich
betrachtet hat.
47. Gab es bereits Gespräche mit den Bundesländern, um den
interdisziplinären Aufbau von Kompetenzen in der Bioökonomie zu befördern, und
falls ja, bei welchen Gelegenheiten?
Im Bereich des BMELV gibt es zu verschiedenen Fachthemen regelmäßige
Gespräche in Bund- Ländern-Arbeitsgruppen. So werden z. B. in der Bund-
Länder-Arbeitsgruppe „Nachwachsende Rohstoffe“ auch Forschungsthemen
behandelt. Ebenso sind interdisziplinär aufgestellte Forschungseinrichtungen der
Länder regelmäßig bei Projekten des Bundes beteiligt.
Im Bereich des BMBF wurden beispielsweise regelmäßig Gespräche mit den
fünf Clustern geführt, die seit 2007 vom BMBF im „BioIndustrie2021“-
Wettbewerb gefördert werden. Bei diesen Besprechungen, zu denen auch die jeweils
beteiligten Bundesländer eingeladen waren, wurde auch der Aufbau von
interdisziplinären Kompetenzen in der Bioökonomie erörtert. Beispielsweise hat das
Land Nordrhein-Westfalen den Aufbau der Graduiertenausbildung und
mehrerer Technologieplattformen im BioIndustrie2021-Cluster CLIB2021
übernommen. Darüber hinaus steht das BMBF mit dem Land NRW über die
Finanzierung des Bioeconomy Science Centers, das 2010 vom Forschungszentrum
Jülich sowie den Universitäten in Aachen, Bonn und Düsseldorf gegründet
wurde, in konkreten Verhandlungen.
Eine gemeinsame Aktivität des Landes Sachsen-Anhalt sowie der
Bundesministerien BMBF, BMELV und BMU ist der Aufbau des Chemisch-
Biotechnologischen Prozessentwicklungszentrums (CBP) in Leuna. Landes- und
Bundesministerien sind im Beirat des CBP Leuna vertreten und tauschen sich dort
regelmäßig über strategische Fragen aus. Im Übrigen wird auf die Antwort zu
Frage 45 verwiesen.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 19 – Drucksache 17/668348. Soll der Dialog mit der Gesellschaft über die Bioökonomie auch mittels
des neuen Instruments des Bürgerdialogs Zukunftstechnologien vertieft
werden?
Die Themen für die kommenden Bürgerdialoge ab 2012 sind noch nicht
festgelegt.
49. Wenn, wie die Bundesregierung auf Bundestagsdrucksache 17/3787, Seite 4
ausführt, „die Nutzung des technologischen Fortschritts […] eine
Pflichtaufgabe“ ist, bedeutet das, dass im Bereich der Bioökonomie auf
Technikfolgeabschätzung verzichtet werden kann?
Wenn nein, in welchem Umfang und mit welchem finanziellen Ansatz
soll Technikfolgenabschätzung durchgeführt werden?
Die Bundesregierung fördert den technologischen Fortschritt zum Nutzen der
Menschen. Hierzu hält sie eine Wirkungs- und Begleitforschung sowie
Technikfolgenabschätzung für erforderlich. Dabei werden nicht nur technische,
ökologische, gesundheitliche oder auch ethische Aspekte berücksichtigt, sondern
auch Chancen und Risiken für die Gesellschaft abgeschätzt.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat einen eigenständigen
Förderschwerpunkt zur „Innovations- und Technikanalyse“ (ITA), für den im
Jahr 2011 insgesamt 3,6 Mio. Euro zur Verfügung stehen. Im Rahmen dieses
Förderschwerpunkts werden auch Themen aus der Bioökonomie aufgegriffen.
Derzeit werden beispielsweise ein Verbundprojekt „Innovations- und
Technikanalyse Zero Acreage Farming“ (Laufzeit Oktober 2010 bis September 2013,
BMBF-Förderung 664 000 Euro) sowie das Projekt „Innovationsanalyse
Urbane Landwirtschaft“ (Laufzeit Juni 2011 bis Juni 2014, 419 000 Euro) und eine
Potential- und Risikoanalyse zur Synthetischen Biologie (Juli 2010 bis Juni
2013, BMBF-Förderung 449 000 Euro) durchgeführt. In diesem Jahr wurde das
Projekt „Innovative Landnutzungssysteme für die multifunktionale
Entwicklung ländlicher Räume“ (September 2008 bis Januar 2011, BMBF-Förderung
310 000 Euro) abgeschlossen. Bereits 2005/06 wurde eine „Potentialanalyse der
industriellen, weißen Biotechnologie“ durch das Fraunhofer Institut für System-
und Innovationsforschung ISI Karlsruhe erstellt (siehe
www.isi.fraunhofer.de/
isi-de/t/projekte/rt-mn-wbt.php).
Außerdem werden Untersuchungen zur Innovations- und Technikanalyse auch
innerhalb der Fachprogramme des BMBF durchgeführt. Im Rahmen der
Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 ist aktuell die Innovations- und
Technikanalyse ein integraler Bestandteil des Auftrags zur Unterstützung des
Strategieprozess „Nächste Generation biotechnologischer Verfahren –
Biotechnologie 2020+“ (Laufzeit Februar 2010 bis Januar 2013, Gesamtkosten 2,093
Millionen Euro). Die 2011 gestartete „Innovationsinitiative industrielle
Biotechnologie“ ruft Wirtschaft und Wissenschaft zur Bildung strategischer
Allianzen auf, die neben technischen FuE-Vorhaben auch Begleituntersuchungen
etwa zur Abschätzung ökonomischer und ökologischer Potenziale
biotechnologischer Produkte und Herstellungsverfahren mit Blick auf
Nachhaltigkeitsaspekte durchführen sollen.
50. Richtet sich die Tätigkeit aller die Bundesregierung beratenden
Einrichtungen und Gremien nach den Leitlinien guter wissenschaftlicher
Politikberatung, die von der interdisziplinären Arbeitsgruppe
„Wissenschaftliche Politikberatung in der Demokratie“ der Berlin-Brandenburgischen
Drucksache 17/6683 – 20 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeAkademie der Wissenschaften erarbeitet worden sind, und falls nein,
warum nicht?
Die Leitlinien guter wissenschaftlicher Politikberatung, die von der
interdisziplinären Arbeitsgruppe „Wissenschaftliche Politikberatung in der Demokratie“
der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW)
erarbeitet wurden, sind nicht generell bindend für die beratenden Einrichtungen und
Gremien der Bundesregierung. Da die Leitlinien nicht alle
Beratungssituationen und -bedarfe gleichermaßen abdecken, lassen sie sich nicht in derselben
Weise für alle Beratungsgremien anwenden, wie die BBAW in ihrer
Publikation selbst einräumt.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 21 – Drucksache 17/6683Anhang
Tabelle zu Frage 18:
FKZ ZE Zuwendung
(€)
Thema
22000303 Bayerische Landesanstalt
für Landwirtschaft (LfL)
232.120 Verbundvorhaben: Erschließung des
biosynthetischen Potenzials einheimischer
Nutzpflanzen als Nachwachsende Rohstoffe
zur Erzeugung Erneuerbarer Energien,
Teilvorhaben 1: Entwicklung eines
Pflanzenbausystems für Biomassemais
22000403 Universität Hohenheim 180.130 Verbundvorhaben: Erschließung des
biosynthetischen Potentials einheimischer
Nutzpflanzen als Nachwachsende Rohstoffe
zur Erzeugung Erneuerbarer Energien,
Teilvorhaben 2: Untersuchungen zum
genotyp-spezifischen Gasertrag und zum
Gasbildungspotential
22000503 KWS SAAT AG 392.467 Verbundvorhaben: Erschließung des
biosynthetischen Potentials einheimischer
Nutzpflanzen als Nachwachsende Rohstoffe
zur Erzeugung Erneuerbarer Energien,
Teilvorhaben 3: Entwicklung von
Maisprototypen für die Biomasseproduktion
22001110 N. L. Chrestensen
Samenzucht und
Produktion GmbH Erfurt
52.075 Verbundvorhaben: Erhöhung des
Leistungspotentials und der
Konkurrenzfähigkeit der Durchwachsenen
Silphie (Silphium perfoliatum) als
Energiepflanze durch Züchtung und
Optimierung des Anbauverfahrens;
Teilvorhaben 1
22001210 Johann Heinrich von
Thünen-Institut
Bundesforschungsinstitut
für Ländliche Räume,
Wald und Fischerei
178.881 Verbundvorhaben: SNP-Diagnose
züchtungsrelevanter Eigenschaften von
Salicaceaen, Teilvorhaben 2
22001806 Fachhochschule
Südwestfalen
365.460 Verbundvorhaben: Bewertung
nachwachsender Rohstoffe zur
Biogaserzeugung für die Pflanzenzüchtung;
Teilvorhaben 2: Materialbereitstellung und
Anbauversuche einschließlich einer
ökonomischen Bewertung
22001906 VDLUFA
Qualitätssicherungs
NIRS GmbH
492.084 Verbundvorhaben: Bewertung
nachwachsender Rohstoffe zur
Biogaserzeugung für die Pflanzenzüchtung;
Teilvorhaben 4: Entwicklung von NIRS-
Kalibrierungen an getrocknetem Material und
Umsetzung der NIRS-Untersuchungen unter
praktischen Bedingungen
22001910 Hochschule Bremen 166.938 Bestandsaufnahme zum biogenen
Reststoffpotential der deutschen
Drucksache 17/6683 – 22 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeLebensmittel- und Biotechnik-Industrie
(Industrielle Biotechnologie)“
22002006 Julius Kühn-Institut
Bundesforschungsinstitut
für Kulturpflanzen (JKI)
950.380 Verbundvorhaben: Bewertung
nachwachsender Rohstoffe zur
Biogaserzeugung für die Pflanzenzüchtung;
Teilvorhaben 5: Entwicklung von NIRS-
Kalibrierungen an frischem Material unter
online-Bedingungen und Aufbau von
Datenbanken für die NIRS-Kalibrierung
22002305 Thüringer Landesanstalt
für Landwirtschaft (TLL)
4.177.160 Verbundvorhaben: Entwicklung und
Vergleich von optimierten Anbausystemen
für die landwirtschaftliche Produktion von
Energiepflanzen unter den verschiedenen
Standortbedingungen Deutschlands,
Teilprojekt 1
22002405 Leibniz-Zentrum für
Agrarlandschaftsforschu
ng (ZALF) e.V.
398.323 Verbundvorhaben: Entwicklung und
Vergleich von optimierten Anbausystemen
für die landwirtschaftliche Produktion von
Energiepflanzen unter den verschiedenen
Standortbedingungen Deutschlands,
Teilprojekt 2
22002505 Justus-Liebig-Universität
Gießen
240.444 Verbundvorhaben: Entwicklung und
Vergleich von optimierten Anbausystemen
für die landwirtschaftliche Produktion von
Energiepflanzen unter den verschiedenen
Standortbedingungen Deutschlands,
Teilprojekt 3
22002605 Leibniz-Institut für
Agrartechnik Potsdam-
Bornim e.V. (ATB)
544.704 Verbundvorhaben: Entwicklung und
Vergleich von optimierten Anbausystemen
für die landwirtschaftliche Produktion von
Energiepflanzen unter den verschiedenen
Standortbedingungen Deutschlands,
Teilprojekt 4
22002610 Kuratorium für Technik
und Bauwesen in der
Landwirtschaft (KTBL)
112.919 Datensammlung Energiepflanzen - 2.
überarbeitete Auflage
22002705 Julius Kühn-Institut
Bundesforschungsinstitut
für Kulturpflanzen (JKI)
263.153 Verbundvorhaben: Entwicklung und
Vergleich von optimierten Anbausystemen
für die landwirtschaftliche Produktion von
Energiepflanzen unter den verschiedenen
Standortbedingungen Deutschlands,
Teilprojekt 5
22002805 Universität Kassel 1.169.436 Verbundvorhaben: Entwicklung und
Vergleich von optimierten Anbausystemen
für die landwirtschaftliche Produktion von
Energiepflanzen unter den verschiedenen
Standortbedingungen Deutschlands,
Teilprojekt 6
22002906 Gemeinschaft zur
Förderung der privaten
deutschen
Pflanzenzüchtung (GFP)
e.V.
715.518 Bewertung und Entwicklung von
Energierüben als nachwachsender Rohstoff
für die Biogaserzeugung
22003305 Deutsches Maiskomitee
e.V.
87.881 Verbundvorhaben: Bewertung
nachwachsender Rohstoffe zur
Biogaserzeugung für die Pflanzenzüchtung;
Teilvorhaben 1: Projektkoordination und
Ergebnistransfer in Beratung und Praxis
22003411 Gemeinschaft zur
Förderung der privaten
deutschen
Pflanzenzüchtung (GFP)
e.V.
213.701 Rassen-Monitoring und Pathogenesestudien
zur Turcicium-Blattdürre als Beitrag zur
nachhaltigen Biomasseproduktion aus Mais
22004205 Julius Kühn-Institut
Bundesforschungsinstitut
für Kulturpflanzen (JKI)
114.241 Verbundvorhaben: Evaluierung, Züchtung
und Einsatz von Feldgras (Welsches und
Einjähriges Weidelgras) als pflanzlicher
Energierohstoff für die Biogasnutzung,
Teilvorhaben 3
22004206 Euro Grass Breeding
GmbH & Co. KG
80.171 Verbundvorhaben: Evaluierung, Züchtung
und Einsatz von Feldgras (Welsches und
Einjähriges Weidelgras) als pflanzlicher
Energierohstoff für die Biogasnutzung.
Teilvorhaben 1: Züchtung von Energiegras
(EGB)
22004305 Julius Kühn-Institut
Bundesforschungsinstitut
für Kulturpflanzen (JKI)
321.532 Erzeugung und NIRS-Bewertung von Silagen
aus nachwachsenden Rohstoffen
(NAWARO) zur Biogaserzeugung
22004306 Norddeutsche
Pflanzenzucht Hans-
Georg Lembke KG
84.519 Verbundvorhaben: Evaluierung, Züchtung
und Einsatz von Feldgras (Welsches und
Einjähriges Weidelgras) als pflanzlicher
Energierohstoff für die Biogasnutzung;
Teilvorhaben 2: Züchtung von Energiegras
22004307 Thüringer Landesanstalt
für Landwirtschaft (TLL)
257.169 Optimierung des Anbauverfahrens für
Durchwachsene Silphie (Silphium
perfoliatum) als Kofermentpflanze in
Biogasanlagen sowie Überführung in die
landwirtschaftliche Praxis
22004907 Thüringer Landesanstalt
für Landwirtschaft (TLL)
388.730 Verbundvorhaben: Ökonomische und
ökologische Bewertung von
Agroforstsystemen in der
landwirtschaftlichen Praxis; Teilvorhaben 1:
Standort Thüringen, Gesamtkoordination
22004910 Johann Heinrich von
Thünen-Institut
Bundesforschungsinstitut
für Ländliche Räume,
Wald und Fischerei
217.990 Verbundvorhaben: ZUEND - Züchtung neuer
Energiepappeln für Deutschland;
Teilvorhaben 2: Identitätsüberprüfung mittels
Marker und Marker-Entwicklung
22005007 Sächsisches Landesamt
für Umwelt,
Landwirtschaft und
Geologie
363.611 Verbundprojekt: Anbautechnik
Sorghumhirsen - ein Beitrag zur
Diversifizierung des
Energiepflanzenspektrums; Teilvorhaben 1:
Evaluierung von Standort, Sorte,
Saatstärke/Reihenweite und
Mulchsaattechnologie von Energiehirse
22005010 Nordwestdeutsche
Forstliche
Versuchsanstalt
234.166 Verbundvorhaben: ZUEND - Züchtung neuer
Energiepappeln für Deutschland;
Teilvorhaben 3: Materialbereitstellung und -
prüfung
22005308 Bayerische Landesanstalt
für Weinbau und
Gartenbau
658.989 Energetische Verwertung von kräuterreichen
Ansaaten in der Agrarlandschaft und im
Siedlungsbereich - eine ökologische und
wirtschaftliche Alternative bei der
Biogasproduktion
22005808 Thüringer Landesanstalt
für Landwirtschaft (TLL)
137.687 Optimierung der nachhaltigen
Biomassebereitstellung von repräsentativen
Dauergrünlandtypen für die thermische
Verwertung (GNUT-Verbrennung)
22005910 Julius Kühn-Institut
Bundesforschungsinstitut
für Kulturpflanzen (JKI)
298.596 Verbundvorhaben: Entwicklung
hochertragreicher Biomassesorten des
Roggens unter Nutzung innovativer
Transkriptom- und Metabolom-
Analysetechniken; Teilvorhaben 2:
Genotypisierung
22006010 LipoFIT Analytic GmbH 97.174 Verbundvorhaben: Entwicklung
hochertragreicher Biomassesorten des
Roggens unter Nutzung innovativer
Transkriptom- und Metabolom-
Analysetechniken; Teilvorhaben 3:
Metabolomanalyse
22006110 Saatzucht Steinach
GmbH & Co KG
54.001 Verbundvorhaben: Entwicklung
hochertragreicher Biomassesorten des
Roggens unter Nutzung innovativer
Transkriptom- und Metabolom-
Analysetechniken; Teilvorhaben 4:
Phänotypisierung der Elitezuchtlinien (SZ
Steinach)
22006210 Johann Wolfgang
Goethe-Universität
Frankfurt am Main
157.714 Verbundvorhaben: Entwicklung
hochertragreicher Biomassesorten des
Roggens unter Nutzung innovativer
Transkriptom- und Metabolom-
Analysetechniken; Teilvorhaben 5: Analyse
des Roggen-Transkriptoms
22006405 Gemeinschaft zur
Förderung der privaten
deutschen
Pflanzenzüchtung (GFP)
e.V.
202.194 Untersuchungen zur Verwendung von
Triticale als Rohstoff für die
Ethanolproduktion
22006710 Landwirtschaftskammer
Niedersachsen
229.412 Verbundvorhaben: Pflanzenbauliche,
ökonomische und ökologische Bewertung
von Sorghumarten und -hybriden als
Energiepflanzen; Teilvorhaben 1:
Sortenversuch, Evaluierung von Standort,
Fruchtart und Sorte
22006810 Technologie- und
Förderzentrum im
Kompetenzzentrum für
Nachwachsende
Rohstoffe
358.474 Verbundvorhaben: Pflanzenbauliche,
ökonomische und ökologische Bewertung
von Sorghumarten und -hybriden als
Energiepflanzen; Teilvorhaben 2:
Saatzeitenversuch (Evaluierung der
Saatzeiten) und Düngungsversuch
22006910 Landesamt für Ländliche
Entwicklung,
Landwirtschaft und
Flurneuordnung
Brandenburg
381.285 Verbundvorhaben: Pflanzenbauliche,
ökonomische und ökologische Bewertung
von Sorghumarten und -hybriden als
Energiepflanzen; Teilvorhaben 3:
Herbizidprüfung, Anbau auf
Rekultivierungsstandorten und
Praxisumfrage zum Sorghumanbau
22007010 Sächsisches Landesamt
für Umwelt,
Landwirtschaft und
Geologie
356.979 Verbundvorhaben: Pflanzenbauliche,
ökonomische und ökologische Bewertung
von Sorghumarten und -hybriden als
Energiepflanzen; Teilvorhaben 4:
Wirtschaftlichkeit, Inhaltstoffe,
Substratqualität und Biogas
22007110 Thüringer Landesanstalt
für Landwirtschaft (TLL)
509.923 Verbundvorhaben: Pflanzenbauliche,
ökonomische und ökologische Bewertung
von Sorghumarten und -hybriden als
Energiepflanzen; Teilvorhaben 5:
Ökologische Auswirkung des
Sorghumanbaus
22007207 Me o Corporate
Development GmbH
1.718.025 Zertifizierung von Biomasse und
Biokraftstoffen - Pilotphase
22007509 Thüringer Landesanstalt
für Landwirtschaft (TLL)
914.387 Optimierung der Biomassebereitstellung und
Vergärung in Biogasanlagen von
repräsentativen Dauergrünlandtypen
(Teilprojekt GNUT-Biogas)
22007709 Fachhochschule Trier -
Umwelt-Campus
Birkenfeld
1.443.664 Entwicklung extensiver
Landnutzungskonzepte für die Produktion
nachwachsender Rohstoffe als mögliche
Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen (ELKE) -
Phase III - Umsetzung praxisbasierter
Feldmodellprojekte
22008605 Johann Heinrich von
Thünen-Institut
Bundesforschungsinstitut
für Ländliche Räume,
Wald und Fischerei
342.778 „Modellgestützte Folgenabschätzungen für
den Anbau nachwachsender Rohstoffe in
Deutschland
22008906 DBFZ Deutsches
BiomasseForschungsZen
trum gemeinnützige
GmbH
17.077 Verbundprojekt: Vorversuch:
Fortgeschrittenes Konservier- und
Aufschlussverfahren für Grünmassen;
Teilvorhaben 1: Modellierung und
Bilanzierung der Biogasbildung und
Ableitung des weiteren FuE-Bedarfs für
verschiedene Silierungsprozesse
22009210 Saatzucht Dr. Hege
GbRmbH
15.765 Verbundvorhaben: Bioenergieproduktion mit
Triticale - Genomik-basierte Züchtung von
Hybridtriticale (HY-ENERGY);
Teilvorhaben 1: Feldversuche zur Biomasse
bei Energietriticale
22009707 Brandenburgische
Technische Universität
Cottbus
296.690 Verbundvorhaben: Ökonomische und
ökologische Bewertung von
Agroforstsystemen in der
landwirtschaftlichen Praxis; Teilvorhaben 2:
Rekultivierungsfläche in Brandenburg
22009807 Julius Kühn-Institut
Bundesforschungsinstitut
für Kulturpflanzen (JKI)
486.607 Verbundvorhaben: Ökonomische und
ökologische Bewertung von
Agroforstsystemen in der
landwirtschaftlichen Praxis; Teilvorhaben 3:
Grünland- und Ackerflächen in
Niedersachsen
22009907 Justus-Liebig-Universität
Gießen
155.057 Verbundvorhaben: Ökonomische und
ökologische Bewertung von
Agroforstsystemen in der
landwirtschaftlichen Praxis; Teilvorhaben 4:
Ökonomische Begleitforschung
22011007 Nordwestdeutsche
Forstliche
Versuchsanstalt
554.381 Verbundvorhaben: Züchtung
schnellwachsender Baumarten für die
Produktion nachwachsender Rohstoffe im
Kurzumtrieb (FastWOOD); Teilvorhaben 1:
Evaluierung, Züchtung, genetische
Charakterisierung von Schwarz- und
Balsampappeln und Weiden
22011107 Johann Heinrich von
Thünen-Institut
Bundesforschungsinstitut
für Ländliche Räume,
Wald und Fischerei
572.308 Verbundvorhaben: Züchtung
schnellwachsender Baumarten für die
Produktion nachwachsender Rohstoffe im
Kurzumtrieb (FastWOOD); Teilvorhaben 2:
Züchtung, genetische Charakterisierung
sowie Potential- und Risikoabschätzung bei
Leuce-Pappeln und Robinie
22011205 Dettendorfer Wertstoff
GmbH & Co. KG
250.985 Organo-Asche-Presslinge als
zukunftsorientiertes Düngemittel -
Produktionsoptimierung,
ernährungskundliches Potential und
Machbarkeitsstudie
22011207 Staatsbetrieb
Sachsenforst
299.687 Verbundvorhaben: Züchtung
schnellwachsender Baumarten für die
Produktion nachwachsender Rohstoffe
im Kurzumtrieb (FastWOOD); Teilvorhaben
3: Evaluierung, Züchtung und
Charakterisierung von Pappeln der Sektion
Leuce und Weiden
22011307 Bayerisches Amt für
forstliche Saat- und
Pflanzenzucht
175.510 Verbundvorhaben: Züchtung
schnellwachsender Baumarten für die
Produktion nachwachsender Rohstoffe im
Kurzumtrieb (FastWOOD); Teilvorhaben 4:
Sortenprüfung (Anbaueignung) vorhandener
und neu gezüchteter Klone von Schwarz- und
Balsampappel
22011309 Johann Heinrich von
Thünen-Institut
Bundesforschungsinstitut
für Ländliche Räume,
Wald und Fischerei
211.402 Nutzung von endophytischen Bakterien zur
Steigerung der Stabilität und Vitalität von
Pappeln im Kurzumtrieb mit dem Ziel der
Erhöhung der Biomasseproduktion
22011407 Landesbetrieb Forst
Brandenburg
127.911 Verbundvorhaben: Züchtung
schnellwachsender Baumarten für die
Produktion nachwachsender Rohstoffe im
Kurzumtrieb (FastWOOD), Teilvorhaben 7:
Modellprojekt zu Begründungsverfahren der
Robinie
22011502 Sächsisches Landesamt
für Umwelt,
Landwirtschaft und
Geologie
222.724 Verbundvorhaben: Energiepflanzen für die
Biogasproduktion - Teilvorhaben 1: Anbau
und Nutzung von Energiehirse als Alternative
für ertragsschwache Standorte in
Trockengebieten Deutschlands
22011507 Technische Universität
Dresden
272.920 Verbundvorhaben: Züchtung
schnellwachsender Baumarten für die
Produktion nachwachsender Rohstoffe im
Kurzumtrieb (FastWOOD); Teilprojekt 5:
Erschließung und Erhaltung genetischer
Ressourcen von Baumarten für den
landwirtschaftlichen Anbau
22012409 Nordwestdeutsche
Forstliche
Versuchsanstalt
195.717 Neuzüchtung und Erprobung bisher nicht
registrierter Weidenklone und -sorten
22012809 Thüringer Landesanstalt
für Landwirtschaft (TLL)
383.979 Verbundvorhaben: Erhöhung des
Leistungspotenzials und der
Konkurrenzfähigkeit der Durchwachsenen
Silphie als Energiepflanze durch Züchtung
und Optimierung des Anbauverfahrens,
Teilvorhaben 2
22012904 KWS SAAT AG 204.545 Verbundvorhaben: Entwicklung neuer
Biomasse-Genotypen bei Roggen, Raps,
Rübsen, Sonnenblume und Sorghum sowie
deren Einbindung in leistungsfähige
Energiefruchtfolgen; Teilvorhaben1: Raps,
Rübsen, Sonnenblume (Beteiligung) und
Sorghum
22012908 Thüringer Landesanstalt
für Landwirtschaft (TLL)
445.844 Optimierung des Anbauverfahrens
Ganzpflanzengetreide, inklusive Arten- und
Sortenmischungen für die Biogaserzeugung
22012909 Me o Corporate
Development GmbH
2.127.120 Aufbau und Implementierung des
International Sustainability and Carbon
Certification (ISCC) Regelbetriebs
22012910 Technologie- und
Förderzentrum im
Kompetenzzentrum für
Nachwachsende
Rohstoffe
288.006 Eignung von Buchweizen und Quinoa als
späte Zweitfrüchte für die Biogasnutzung
22013004 KWS LOCHOW GMBH 74.605 Verbundvorhaben: Entwicklung neuer
Biomasse-Genotypen bei Roggen, Raps,
Rübsen, Sonnenblume und Sorghum sowie
deren Einbindung in leistungsfähige
Energiefruchtfolgen; Teilvorhaben 2: Roggen
(Lochow-Petkus GmbH)
22013008 Thüringer Landesanstalt
für Landwirtschaft (TLL)
4.895.022 Verbundvorhaben: Entwicklung und
Vergleich von optimierten Anbausystemen
für die landwirtschaftliche Produktion von
Energiepflanzen unter den verschiedenen
Standortbedingungen Deutschlands - Phase II
(EVA II); Teilprojekt 1
22013010 Verein zur Förderung
agrar- und
stadtökologischer
Projekte e.V.
299.916 Humusreproduktion von Gärprodukten aus
Biogasanlagen
22013104 Universität Hohenheim 356.598 Verbundvorhaben: Entwicklung neuer
Biomasse-Genotypen bei Roggen, Raps,
Rübsen, Sonnenblume und Sorghum sowie
deren Einbindung in leistungsfähige
Energiefruchtfolgen; Teilvorhaben 3: Roggen
und Sonnenblumen (LSA HOH)
22013108 Leibniz-Zentrum für
Agrarlandschaftsforschu
ng (ZALF) e.V.
673.856 Verbundvorhaben: Entwicklung und
Vergleich von optimierten Anbausystemen
für die landwirtschaftliche Produktion von
Energiepflanzen unter den verschiedenen
Standortbedingungen Deutschlands - Phase II
(EVA II); Teilprojekt 2
22013208 Justus-Liebig-Universität
Gießen
336.438 Verbundvorhaben: Entwicklung und
Vergleich von optimierten Anbausystemen
für die landwirtschaftliche Produktion von
Energiepflanzen unter den verschiedenen
Standortbedingungen Deutschlands - Phase II
(EVA II); Teilvorhaben 3
22013308 Leibniz-Institut für
Agrartechnik Potsdam-
Bornim e.V. (ATB)
403.963 Verbundvorhaben: Entwicklung und
Vergleich von optimierten Anbausystemen
für die landwirtschaftliche Produktion von
Energiepflanzen unter den verschiedenen
Standortbedingungen Deutschlands - Phase II
(EVA II); Teilprojekt 4
22013311 PZO - Pflanzenzucht
Oberlimpurg
2.339 Verbundvorhaben: Nutzbare Variabilität in
genetischen Resourcen von Hafer in Bezug
auf die Eignung zur GPS-Produktion im
Zweitfruchtanbau, Teilvorhaben 1:
Beobachtungsanbau (PZO)
22013408 Julius Kühn-Institut
Bundesforschungsinstitut
für Kulturpflanzen (JKI)
98.534 Verbundvorhaben: Entwicklung und
Vergleich von optimierten Anbausystemen
für die landwirtschaftliche Produktion von
Energiepflanzen unter den verschiedenen
Standortbedingungen Deutschlands - Phase II
(EVA II); Teilprojekt 5
22013409 Johann Heinrich von
Thünen-Institut
Bundesforschungsinstitut
für Ländliche Räume,
Wald und Fischerei
174.763 Biotechnologische Erzeugung tetraploider
Elternpflanzen von Pappel und Robinie mit
dem Ziel ihrer Verwendung für die Züchtung
leistungsfähiger triploider Klone für die
Biomasseproduktion
22013508 Universität Kassel 801.350 Verbundvorhaben: Entwicklung und
Vergleich von optimierten Anbausystemen
für die landwirtschaftliche Produktion von
Energiepflanzen unter den verschiedenen
Standortbedingungen Deutschlands - Phase II
(EVA II); Teilprojekt 6
22013509 Gemeinschaft zur
Förderung der privaten
deutschen
Pflanzenzüchtung (GFP)
e.V.
502.214 Feldbasierte innovative Messtechniken für
die Verbesserung der Trockentoleranz von
Roggen in Biogasfruchtfolgen
22013608 Gemeinschaft zur
Förderung der privaten
deutschen
Pflanzenzüchtung (GFP)
e.V.
223.880 Aufklärung des Rizomaniakomplexes als
Beitrag zur nachhaltigen Ethanolproduktion
aus Zuckerrüben
22013709 Nordwestdeutsche
Forstliche
Versuchsanstalt
224.603 Verbundvorhaben: SNP-Diagnose
züchtungsrelevanter Eigenschaften von
Salicaceaen, Teilvorhaben 1:
22013809 Johann Heinrich von
Thünen-Institut
Bundesforschungsinstitut
für Ländliche Räume,
Wald und Fischerei
275.232 Pillierung von Aspen-Saatgut zur
Verbesserung der Aussaattechnologie und
Lagerfähigkeit
22013909 KWS SAAT AG 386.569 Verbundvorhaben: Erarbeitung und
Bewertung von Züchtungsansätzen und
technischen Optimierungspotenzialen für
eine im Vergleich zum Erdgaspreis
wettbewerbsfähige Biomethanproduktion aus
Betarüben in Deutschland; Teilvorhaben 1:
Züchtung
22014005 Georg-August-
Universität Göttingen
283.224 Evaluierung von Winter-Ackerbohnen als
Zwischenfrucht für die Biogasproduktion im
ökologischen Landbau
22014009 Clausthaler
Umwelttechnikinstitut
GmbH (CUTEC-Institut)
434.261 Verbundvorhaben: Erarbeitung und
Bewertung von Züchtungsansätzen und
technischen Optimierungspotenzia-len für
eine im Vergleich zum Erdgaspreis
wettbewerbsfähige Biomethanproduktion aus
Be-tarüben in Deutschland; Teilvorhaben 2
22014107 Landesforschungsanstalt
für Landwirtschaft und
Fischerei Mecklenburg-
Vorpommern
254.379 Nachhaltige Erzeugung von Bioenergie auch
auf trockenen Sandböden durch Erhöhung
der Artenvielfalt (Anbau von Bokharaklee)
22014109 INPUT Ingenieure
GmbH
41.403 Verbundvorhaben: Erarbeitung und
Bewertung von Züchtungsansätzen und
technischen Optimierungspotenzialen für
eine im Vergleich zum Erdgaspreis
wettbewerbsfähige Biomethanproduktion aus
Betarüben in Deutschland; Teilvorhaben 3
22014208 Nordwestdeutsche
Forstliche
Versuchsanstalt
23.549 Verbundvorhaben: Gezielte Züchtung von
Weiden für Kurzumtriebsplantagen in Europa
unter Berücksichtigung verschiedener
Standort- und zukünftiger Klimabedingungen
22014209 DBFZ Deutsches
BiomasseForschungs-
Zentrum gemeinnützige
GmbH
143.727 Verbundvorhaben: Erarbeitung und
Bewertung von Züchtungsansätzen und
technischen Optimierungspotenzialen für
eine im Vergleich zum Erdgaspreis
wettbewerbsfähige Biomethanproduktion aus
Betarüben in Deutschland; Teilvorhaben 4
22014411 Universität Hohenheim 169.385 Verbundvorhaben: Bioenergieproduktion mit
Triticale - Genomik-basierte Züchtung von
Hybridtriticale (HY-ENERGY);
Teilvorhaben 2: Charakterisierung der
Mitochondriengenome und Kartierung der
Restorereigenschaften
22014509 HYBRO Saatzucht
GmbH & Co KG
54.150 Verbundvorhaben: Entwicklung
hochertragreicher Biomassesorten des
Roggens unter Nutzung innovativer
Transkriptom- und Metabolom-
Analysetechniken; Teilvorhaben 1:
Phänotypisierung der Elitezuchtlinien
22014709 Phytowelt
Greentechnologies
GmbH
220.115 Verbundvorhaben: ZÜEND - Züchtung neuer
Energiepappeln für Deutschland;
Teilvorhaben 1: Somatische Hybridisierung
22015108 Micro Pro GmbH 6.000 Verbundprojekt: Vorversuch:
Fortgeschrittenes Konservier- und
Aufschlussverfahren für Grünmassen;
Teilvorhaben 2: Mikroorganismen mit
geeignetem Gärungsverhalten
22015209 Martin-Luther-
Universität Halle-
Wittenberg
174.387 Steigerung der Biomasseproduktion durch
Verzögerung natürlicher und stressinduzierter
Blattseneszenz: Identifizierung zentraler
Schalter bei Getreide
22016011 Universität Hohenheim 25.674 Verbundvorhaben: Nutzbare Variabilität in
genetischen Resourcen von Hafer in Bezug
auf die Eignung zur GPS-Produktion im
Zweitfruchtanbau, Teilvorhaben 2:
Feldversuche (HOH)
22016206 Universität Rostock 129.591 Nutzung von Biomasseaschen für die
Phosphor-Versorgung im Pflanzenbau
22016209 Gemeinschaft zur
Förderung der privaten
deutschen
Pflanzenzüchtung (GFP)
e.V.
1.379.538 Entwicklung der Produktlinie Futterpflanzen
als Biomasselieferant - Züchtung,
Schnittzeitpunkt, Nutzungssystem,
Konservierung und Einsatz von Futtergräsern
in der Biogasproduktion
22016706 Dr. Norbert Schmitz -
meo Consulting Team
199.665 Zertifizierung von Biokraftstoffen
22017007 Philipps-Universität
Marburg
95.998 Verbundvorhaben: Züchtung
schnellwachsender Baumarten für die
Produktion nachwachsender Rohstoffe im
Kurzumtrieb (FastWOOD); Teilprojekt 6:
Erschließung und Erhaltung genetischer
Ressourcen von Baumarten für den
landwirtschaftlichen Anbau
22017206 Universität Rostock 203.686 Verbundvorhaben: Untersuchungen zu
Fruchtfolgen mit Energiepflanzen als ein
Beitrag zur Reduktion des
Pflanzenschutzmitteleinsatzes im Ackerbau;
Teilprojekt 1: Feldversuche und
Gesamtkoordination
22017408 Universität Hohenheim 193.471 Verbundvorhaben: Untersuchungen zur
Züchtung von Energiesonnenblumen mit
verbessertem Methanertrag; Teilvorhaben 1:
Erstellung des Linien- und Hybridmaterials,
Leistungsprüfungen und
Qualitätsuntersuchungen
22017508 KWS SAAT AG 89.812 Verbundvorhaben: Untersuchungen zur
Züchtung von Energiesonnenblumen mit
verbessertem Methanertrag; Teilvorhaben 2:
Durchführung von Leistungsprüfungen und
chemische Analysen von Inhaltsstoffen
22018205 Hessisches Ministerium
für Umwelt, Energie,
Landwirtschaft und
Verbraucherschutz
250.865 Entwicklung und Vergleich von optimierten
Anbausystemen und geeigneten
Winterweizensorten für die
landwirtschaftliche Produktion von
Energiepflanzen; A: Systemversuch; B:
Erfassung Biomasseleistung von
Winterweizen
22018305 Gemeinschaft zur
Förderung der privaten
deutschen
Pflanzenzüchtung (GFP)
e.V.
190.967 Verbundvorhaben: Optimierung von Getreide
für die Biogasnutzung; Teilvorhaben 1:
Züchterische Evaluierung von Sorten und
pflanzengenetischen Ressourcen (PGR) bei
Roggen für die Bioenergienutzung;
22019307 KWS LOCHOW GMBH 326.040 Verbundvorhaben: Genetische und
molekulare Analyse der Eignung von
Hybridroggen für die Biogasproduktion unter
Trockenbedingungen, Teilvorhaben 1
22019407 Universität Hohenheim 134.603 Verbundvorhaben: Genetische und
molekulare Analyse der Eignung von
Hybridroggen für die Biogasproduktion unter
Trockenbedingungen; Teilvorhaben 2:
Schätzung quantitativ-genetischer Parameter
und QTL-Analyse der Biomasse- und
Körnerleistung
22020809 Verein der
Zuckerindustrie e.V.
195.189 Die Zuckerrübe als Energiepflanze in
Fruchtfolgen auf hoch produktiven
Standorten - eine
pflanzenbaulich/ökonomische Systemanalyse
- Projektphase 1
22020903 Thüringer Landesanstalt
für Landwirtschaft (TLL)
248.595 Verbundvorhaben: Energiepflanzen für die
Biogasproduktion - Teilvorhaben 2:
Optimierung der Verfahrenskette der
Bereitstellung und Nutzung von
Energiepflanzen zur Kofermentation im
Biogasreaktor
22021205 Gemeinschaft zur
Förderung der privaten
deutschen
Pflanzenzüchtung (GFP)
e.V.
287.972 Verbundvorhaben: Optimierung von Getreide
für die Biogasnutzung; Teilvorhaben 2:
Triticale - Eine Energiepflanze für die
Biogasnutzung
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333
22021507 Landesamt für Ländliche
Entwicklung,
Landwirtschaft und
Flurneuordnung - Abt. 4
Landwirtschaft und
Gartenbau
255.958 Verbundprojekt: Anbautechnik
Sorghumhirsen - ein Beitrag zur
Diversifizierung des
Energiepflanzenspektrums; Teilvorhaben 3:
Evaluierung Saatzeiten, Herbizideinsatz,
Anbau auf rekultivierten Flächen und
Praxiserhebungen zum Sorghumhirseanbau
22021607 Thüringer Landesanstalt
für Landwirtschaft (TLL)
265.851 Verbundprojekt: Anbautechnik
Sorghumhirsen - ein Beitrag zur
Diversifizierung des
Energiepflanzenspektrums; Teilvorhaben 2:
Ökologische Untersuchungen zum
Energiehirseanbau (Nährstoff-
/Wassereffizienz) und Gärrestverwertung
22022707 Georg-August-
Universität Göttingen
199.130 Verbundvorhaben: Untersuchungen zu
Fruchtfolgen mit Energiepflanzen als ein
Beitrag zur Reduktion des
Pflanzenschutzmitteleinsatzes im Ackerbau;
Teilprojekt 2: Feldversuche und
ökonomische Bewertung
22023707 Forschungsinstitut für
Bergbaufolgelandschafte
n e.V. Finsterwalde
93.119 Verbundvorhaben: Züchtung
schnellwachsender Baumarten für die
Produktion nachwachsender Rohstoffe im
Kurzumtrieb (FastWOOD), Teilvorhaben 8:
Modellprojekt zu Begründungsverfahren der
Robinie (FIB)
22028207 Technologie- und
Förderzentrum im
Kompetenzzentrum für
Nachwachsende
Rohstoffe
162.337 Verbundvorhaben: Anbautechnik
Sorghumhirse - ein Beitrag zur
Diversifizierung des
Energiepflanzenspektrums, Teilvorhaben 4:
Standortprüfung und Sortenvergleich,
Produktionstechnik, Herbizidprüfung,
Praxiserhebung zum Energiehirseanbau,
Sorghum Mischanbau
Gesamtsumme 44.623.942]