[Deutscher Bundestag Drucksache 17/9368
17. Wahlperiode 20. 04. 2012 Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Aydan Özoğuz, Lars Klingbeil,
Petra Crone, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der SPD
– Drucksache 17/9206 –
Internetdialogforen der Bundesregierung, Medienkompetenz und
Medienkompetenzforschung
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Zahlreiche Bundesministerien sowie das Bundeskanzleramt veranstalten bzw.
haben Internetdialogforen veranstaltet. Das Bundesministerium für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat am 12. Dezember 2011 erste
Handlungsempfehlungen, die im Rahmen des „Dialog Internet“ erarbeitet
wurden, vorgestellt.
Besondere Herausforderungen stellen die Verbesserung der Medienkompetenz
von Kindern und Jugendlichen, Eltern und pädagogischen Fachkräften, die
stärkere Sensibilisierung für Datenschutz im Internet sowie der Umgang mit
jugendgefährdenden Inhalten dar. Hier bedarf es eines Gesamtkonzepts.
Internetdialogforen
1. Welche Bundesministerien haben bislang Internetdialogforen durchgeführt?
Die Bundesministerien haben im Einzelnen folgende Internetdialogforen
durchgeführt:
Das Bundespresseamt hat 2010 und 2011 einen Bürgerdialog zur Nachhaltigkeit
(
www.dialog-nachhaltigkeit.de) ausgerichtet und betreibt derzeit den
Bürgerdialog der Bundeskanzlerin (
www.dialog-ueber-deutschland.de).
Das Bundesministerium des Innern betreibt die Internetplattform www.
e-konsultation.de, auf der internetgestützte Beteiligungsverfahren zu
Gesetzentwürfen, Eckpunktepapieren von Regierungsvorhaben und wissenschaftlichen
Gutachten verzeichnet werden. Zu den durchgeführten Internetdialogforen
zählen u. a. die Online-Beteiligung zu den „Netzpolitischen Thesen“, zum
„Bürgerportalgesetz“ (De-Mail) und zur Sammlung von „Ideen für eine
nationale E-Government-Strategie“. Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend vom 19. April 2012 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 17/9368 – 2 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeVom 1. Oktober 2009 bis 31. Oktober 2011 hat das Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit auf der Seite
www.mitreden-u.de
einen Dialog zu umweltpolitischen Fragen der nationalen
Nachhaltigkeitsstrategie durchgeführt. Seit Dezember 2010 existiert ein Internetdialogforum
auf
www.gorlebendialog.de mit Fachdialogen zum Thema „Endlagerung
radioaktiver Abfälle“.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat im Rahmen des
Bürgerdialogs „Zukunftstechnologien“ Internetdialogforen durchgeführt. Jeder
Themendialog wird eigens von einem Dialogforum im Internet flankiert.
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
hat 2011 ein Dialogforum auf seiner Website durchgeführt. Das Dialogforum
war Teil des Austauschprozesses zum neuen Entwicklungspolitischen Konzept
„Chancen schaffen – Zukunft entwickeln“.
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterhält im
Rahmen der Initiative „Dialog Internet – für eine zeitgemäße Kinder- und
Jugendnetzpolitik“ die Online-Plattform
www.dialog-internet.de.
Das Bundesministerium der Verteidigung betreibt Internetdialogforen im
Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit (Kampagnen- und Facebookseite Wir. Dienen.
Deutschland.) und der Personalgewinnung (Foren im Rahmen
www.bundeswehr-
karriere.de und
www.treff.bundeswehr.de sowie deren Facebookseiten) sowie
auf den YouTube-Kanälen Bundeswehr und Karriereberatung Bundeswehr.
2. Welche Konzeption lag jeweils diesen Internetdialogforen zu Grunde, und
inwiefern wurden dabei jugendschutzpolitische Aspekte berücksichtigt?
Das Spektrum der Zielsetzungen, die die Bundesregierung mit ihren Online-
Dialogen verfolgt, ist sehr breit und reicht von der Informationsvermittlung
über die Begleitung und Vertiefung realer Bürgerkonferenzen bis zur Schaffung
von Plattformen für eine originäre Online-Partizipation. Die verschiedenen
Dialoge unterscheiden sich hinsichtlich der angestrebten Dauer und Intensität
und auch mit Blick auf die eingesetzten Darstellungsformate. Mit Blick auf den
raschen technischen Wandel im Internet und das veränderte Kommunikations-
und Informationsverhalten insbesondere der jungen Generation ist es der
Bundesregierung sehr wichtig, die ganze Bandbreite der Möglichkeiten des Internet
im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu nutzen.
Die Internetdialogforen beachten die geltenden rechtlichen Regelungen zum
Jugendmedienschutz.
Auf der Internetplattform „
www.dialog-ueber-deutschland.de“, können
Bürgerinnen und Bürger genau dasselbe tun, was die Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler sowie Praktikerinnen und Praktiker im Expertendialog tun:
nämlich ganz konkret eigene Handlungsvorschläge machen und von ihren
Erfahrungen berichten. Im Mittelpunkt stehen konkrete Handlungsvorschläge. Und
zwar am besten solche, die die Bundespolitik mit Anregungen und Ideen
konfrontieren – und der Bundeskanzlerin die Möglichkeit eröffnen, diese
weiterzuverfolgen: Sei es in der Gesetzgebung oder mit anderen Initiativen.
Damit der Bürgerdialog nicht nur auf der Onlineplattform stattfindet, hat die
Bundeskanzlerin im Februar und März 2012 direkt mit Bürgerinnen und
Bürgern diskutiert.
Ziel des Zukunftsdialogs ist es, eine gesamtgesellschaftliche Diskussion über
die nahe Zukunft unseres Landes anzuregen und konkrete
Handlungsvorschläge und Denkanstöße für die politische Arbeit zu gewinnen.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 3 – Drucksache 17/9368Der Bürgerdialog wird von einer Redaktion im Bundespresseamt betreut, die
die Vorschläge und Kommentare entsprechend der Regeln („Netiquette“)
freischaltet. Auszug aus den Regeln:
„Wir behalten uns vor, Beiträge nicht zu veröffentlichen, wenn dadurch gegen
Gesetze verstoßen wird, insbesondere, wenn die Beiträge Persönlichkeitsrechte
anderer verletzen. Beiträge gegen die Menschenwürde werden nicht
zugelassen. Beleidigende oder vulgäre, diskriminierende, rassistische,
ausländerfeindliche, sexistische oder menschenverachtende Beiträge werden nicht
veröffentlicht. Gleiches gilt für verfassungsfeindliche, extremistische und
fundamentalistische sowie gewaltverherrlichende Beiträge.“
Im Rahmen des Bürgerdialogs Nachhaltigkeit konnten sich Bürgerinnen und
Bürger mit Stellungnahmen und Kommentaren zur Nachhaltigkeitspolitik der
Bundesregierung äußern und damit die Arbeit am Fortschrittsbericht 2012 der
Bundesregierung unterstützen.
Durch Software-Filter und Moderation hat die Redaktion darauf geachtet, dass
sexistische, rassistische, extremistische oder strafrechtlich relevante
Äußerungen keinen Platz fanden. Die Moderation behielt es sich zudem vor, bei
Einträgen mit Beleidigungen, Bedrohungen und Schimpfwörtern einzuschreiten.
Besondere Maßnahmen zum Jugendschutz über die allgemeinen Regeln hinaus
waren nicht erforderlich.
Eine wichtige Grundlage für die in der Antwort zu Frage 1 genannten
Internetdialogforen des Bundesministeriums des Innern bildete der von der
Bertelsmann Stiftung im Jahr 2010 veröffentlichte „Leitfaden Online-Konsultation“
mit Praxisempfehlungen für die Einbeziehungen von Bürgerinnen und Bürger
über das Internet (zu finden unter
www.online-konsultation.de/leitfaden).
Das Bundesministerium des Innern ist gemeinsam mit dem Deutschen Städte-
und Gemeindebund (DStGB) und der Freien und Hansestadt Hamburg
Mitherausgeber.
Das Vorhaben „Mitreden-U“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz
und Reaktorsicherheit hatte zum Ziel kommunikations- und
medienübergreifend gesellschaftliche Akteure bei der Weiterentwicklung und Umsetzung
insbesondere der umweltrelevanten Aspekte der nationalen
Nachhaltigkeitsstrategie mittels eines Online-Dialogs einzubinden. Zur vertieften Erörterung der
Ergebnisse aus der Online-Diskussion, wurden wesentliche Umweltthemen in
drei Präsenz-Fachdialogen mit Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertreterinnen
und Vertreter der Verbände diskutiert. Ergebnisse dieser Veranstaltungen
wurden durch Interview-Videos mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wieder
in das Online-Forum zurück gespeist.
Das Konzept des Onlineportals
www.gorlebendialog.de besteht darin, mehrere
Onlinedialoge mit einer Dauer von jeweils einigen Wochen zu einem konkreten
Fachthema durchzuführen. Dabei sollen offene Fragen identifiziert werden, aus
denen sich dann ergänzende Forschungs- und Überprüfungsarbeiten für die
Erkundung des Salzstocks Gorleben ergeben können. Jeder Fachdialog soll seinen
Abschluss in einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung, mit Experten und
Teilnehmern am Online-Dialog finden. Die Ergebnisse der Dialoge werden auf
der Internetseite umfassend dokumentiert.
Die Internetdialogforen im Rahmen des Bürgerdialogs „Zukunftstechnologien“
des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sind im Zusammenhang
mit dem Bürgerdialog (Bürgerkonferenzen, Bürgergipfel und Bürgerreport)
konzipiert und haben die Offline-Formate ergänzt. Die Diskussionen im Netz
sind moderiert, so dass keine jugendgefährdenden Beiträge auf der Website
erscheinen können.
Drucksache 17/9368 – 4 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeIm Rahmen des Dialogforums „Chancen schaffen – Zukunft entwickeln“ des
Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
haben über allgemeine datenschutzrechtliche Problemstellungen
hinausgehende jugendschutzpolitische Aspekte keine besondere Berücksichtigung
gefunden.
Mit dem „Dialog Internet“ hat das Bundesministerium für Familie, Senioren,
Frauen und Jugend ein Forum geschaffen, in dem erstmals Vertreterinnen und
Vertreter aus der Kinder- und Jugendhilfe, des Jugendschutzes, der
Internetwirtschaft, der Internetgemeinde, anderer Ressorts und der Länder sowie
Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und nachgeordneten Behörden über
konkrete Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Internet diskutieren. Es
geht um eine zeitgemäße Kinder- und Jugendnetzpolitik, die Risiken und
Chancen des Internet gleichermaßen berücksichtigt. Der Prozess ist zweistufig
angelegt: Die erste Stufe diente dazu, Handlungsfelder zu Chancen und Risiken des
Internets abzustecken und konkrete Handlungsempfehlungen zu formulieren.
Dazu haben die am „Dialog Internet“ Beteiligten Unterarbeitsgruppen gebildet
und jeweils Sprecherinnen und Sprecher benannt. Alle Besucherinnen und
Besucher der Internetseite hatten Gelegenheit, ihre Ansichten, Anregungen,
Meinungen zu Chancen und Risiken für ein Aufwachsen mit dem Internet zu
äußern. Die Einträge wurden ausgewertet und sind direkt in die Arbeit der
Unterarbeitsgruppen eingeflossen. Diese wiederum haben ihre
Zwischenergebnisse auf der Website zur Diskussion gestellt und Reaktionen darauf in ihre
weitere Arbeit integriert. Im Dezember 2011 wurden die erarbeiteten
Handlungsempfehlungen an Bundesministerin Dr. Kristina Schröder übergeben.
Damit begann die zweite Stufe des „Dialog Internet“, die als Umsetzungsphase
geplant ist, in der konkrete Projekte und Initiativen jeweils Lösungen zu den
Handlungsempfehlungen entwickeln. Um die Initiativen online begleiten zu
können, wurde die Internetplattform umgebaut. Seitdem können der Verlauf der
Initiativen sowie Beiträge von Expertinnen und Experten zu den
Fragestellungen des Dialog Internet auf
www.dialog-internet.de begleitet und kommentiert
werden.
Die Internetdialogforen des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg)
folgen konzeptionell den „Richtlinien für die Durchführung der
Informationsarbeit im Geschäftsbereich des BMVg“, veröffentlicht im Ministerialblatt des
Bundesministeriums der Verteidigung (VMBl) am 1. Februar 2007, Seite 2. In
diesem Rahmen wird auf Dialogforen für die Zielgruppe der Jugendlichen
unter 18 Jahren generell verzichtet. Ergänzende Weisungen des
Bundesministeriums für Verteidigung gegenüber dem Redaktionspersonal, das ausschließlich
aus Bediensteten des Bundes oder Soldatinnen und Soldaten besteht, zur
Tonalität und zum Betrieb ausschließlich moderierter Dialogforen stellen die
Einhaltung jugendschutzpolitischer Aspekte sicher. Alle Einträge und
Verlinkungen im Text durch die Internetnutzer werden erst nach Prüfung durch das
Redaktionspersonal freigeschaltet und in den Internetdialogforen sichtbar. Die
Internetdialogforen der Personalgewinnung folgen konzeptionell den Vorgaben
des VMBl 2003, Seite 135. Darüber hinaus stellen Studienanalysen zum
Mediennutzungs- sowie Berufsinformationsverhalten junger Menschen eine
weitere konzeptionelle Grundlage dar. Das Internetdialogforum des
Jugendmarketings verfügt über ein postalisches Authentifizierungsverfahren mit
Elternbeteiligung durch Unterschrift als Mittel des Jugendschutzes. Die
weiteren Internetdialogforen, teilweise auf den Plattformen externer Anbieter wie
Facebook, werden durch Fachpersonal der Bundeswehr im versetzten
Tagesdienst betreut, so dass Auffälligkeiten hinsichtlich des Jugendschutzes
hierdurch erkannt werden können.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 5 – Drucksache 17/93683. In welcher Höhe wurden dafür Mittel in den Bundeshaushalt seit 2009
eingestellt (bitte jeweils nach Bundesministerien, Haushaltstiteln und Jahren
gesondert auflisten)?
1 Die Kosten des Bürgerdialogs der Bundeskanzlerin, durchgeführt durch das Bundespresseamt, lassen sich erst nach Projektende exakt beziffern.
Aufgrund des hohen Interesses musste die Redaktion aufgestockt werden – hier können weitere Kosten entstehen.
4. Werden die Dialogforen durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der
jeweiligen Bundesministerien betreut, oder werden externe Dienstleister
hinzugezogen (bitte nach Bundesministerien aufschlüsseln)?
Den Bürgerdialog der Bundeskanzlerin betreuen sowohl interne als auch
externe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundespresseamtes.
Den Bürgerdialog zur Nachhaltigkeit (
www.dialog-nachhaltigkeit.de) haben
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundespresseamtes betreut. Hinzu kamen
ein Dienstleister für die technische Realisierung und ein
Dienstleistungsunternehmen für Moderation und Auswertung des Dialogs.
Ministerium/
Name Dialogforum
Kapitel/
Titel
2009 2010 2011 2012 Gesamt
BPA
Bürgerdialog
0403/54201 ca. 600 000 € ca. 600 000 €1
BPA
Dialog Nachhaltigkeit
0403/54201 66 618 € 126 485 € 193 103 €
BMI
Internetdialogforen
ca. 100 000 € ca. 100 000 €
BMU
www.gorlebendialog.de
1607/71233
keine
gesonderten
Mittel in den
Haushalt
eingestellt
17 612 €
keine
gesonderten
Mittel in den
Haushalt
eingestellt
120 707 €
keine
gesonderten
Mittel in den
Haushalt
eingestellt
22 020 €
160 339 €
BMU
www.mitreden-u.de
1602/54401
keine gesonderten Mittel in den Haushalt
eingestellt.
Im Zeitraum 1. 10. 2009 bis 31. 10. 2011:
73 778 €
73 778 €
BMBF
Bürgerdialog ‚
Zukunftstechnologien‘
3003/54101 ca. 88 000 € ca. 350 000 €
(geschätzt)
155 000 €
ca. 593 000 €
BMZ
„Chancen schaffen –
Zukunft entwickeln“
?/5421 ca. 8 000 € ca. 8 000 €
BMVg
Dialogforen
1403/53801 38 000 € 38 000 €
BMVg
„Wir. Dienen.
Deutschland“
1401/53501 40 000 € 40 000 €
BMFSFJ
Online-Plattform
www.dialog-internet.de
1702/68411 ca. 245 000 € ca. 213 000 € ca. 458 000 €
Drucksache 17/9368 – 6 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeDie Betreuung der Internetdialogforen des Bundesministeriums des Innern
erfolgte grundsätzlich durch deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bei
Bedarf wurden externe Dienstleister hinzugezogen, u. a. bei der Begleitung der
„Netzpolitischen Thesen“ durch die Firma Serviceplan. Die redaktionelle und
administrative Betreuung der Internetplattform
www.e-konsultation.de erfolgte
durch die Firma „Zebralog“.
Die Betreuung der beiden Internetdialogforen des Bundesministeriums für
Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (
www.mitreden-u.de und
www.gorlebendialog.de) erfolgt bzw. erfolgte sowohl durch Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter des Ministeriums als auch durch ein externes
Dienstleistungsunternehmen.
Im Rahmen des Bürgerdialogs ‚Zukunftstechnologien‘ des Bundesministerium
für Bildung und Forschung werden Dienstleistungsunternehmen mit dem
Aufbau und der Moderation der Dialogforen beauftragt.
Das Dialogforum des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung werden durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses
betreut.
Im Rahmen der Initiative „Dialog Internet“ des Bundesministeriums für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend werden externe Dienstleistungsunternehmen mit
dem Aufbau und der Betreuung der Online-Plattform
www.dialog-internet.de
beauftragt.
Die Betreuung der Dialogforen des Bundesministeriums der Verteidigung
erfolgt weitgehend durch Bedienstete des Bundes oder Soldatinnen und Soldaten.
Lediglich im Bereich des Jugendmarketings ist ein externes
Dienstleistungsunternehmen mit einbezogen.
5. Planen weitere Bundesministerien die Etablierung solcher
Internetdialogforen, und wenn ja, um welche Bundesministerien handelt es sich dabei?
Es ist davon auszugehen, dass bei der Erstellung des nächsten
Fortschrittsberichts zur nachhaltigen Entwicklung in Deutschland 2016 erneut ein
onlinegestützter Bürgerdialog stattfindet.
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung plant, für den
Zeitraum von drei Wochen, ein Dialogforum zur Neuregelung des
Punktesystems und des Verkehrszentralregisters.
Weitere Internetdialogforen sind derzeit nicht in Planung.
6. Inwieweit gibt es einen Erfahrungsaustausch zwischen den
Bundesministerien bezüglich der Durchführung und Beteiligung (z. B. im Rahmen einer
interministeriellen Arbeitsgruppe)?
a) Wenn nein, warum nicht?
b) Wenn ja, welche Bundesministerien sind daran beteiligt?
Ein regelmäßiger Austausch findet in den Ressort-Abstimmungsrunden des
Bundespresseamtes statt. An diesen interministeriellen Koordinierungsrunden
sind alle Ministerien beteiligt.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 7 – Drucksache 17/93687. Hat die Bundesregierung eine wissenschaftliche Evaluierung bezüglich der
Beteiligung und Qualität der Beiträge in den bereits durchgeführten
Dialogforen durchgeführt bzw. durchführen lassen?
a) Wenn ja, wann soll diese der Öffentlichkeit vorgelegt werden?
b) Wenn nein, warum nicht?
Die Wirksamkeit der verschiedenen internetbasierten Dialogangebote bemisst
sich nicht allein an der Zahl der unmittelbar und mittelbar online erreichten
Bürgerinnen und Bürger, sondern auch an der jeweiligen Zielsetzung des
Programms, an der Qualität und Nachhaltigkeit der geführten bzw. angestoßenen
Dialoge und nicht zuletzt auch an dem Beitrag, den das jeweilige
Dialogangebot zur konzeptionellen Weiterentwicklung der politischen Partizipation im
Internet leistet.
Die Vorschläge des Onlinedialogs im Rahmen des Bürgerdialogs der
Bundeskanzlerin werden nach Ende der Vorschlagsphase (1. Februar 2012 bis 15. April
2012) inhaltlich ausgewertet (siehe auch Antwort zu Frage 2). Darüber hinaus
ist eine wissenschaftliche Evaluation des Online-Bürgerdialogs in Prüfung.
Die einzelnen Phasen des Bürgerdialogs zur Nachhaltigkeit (erste Phase
27. September bis 14. November 2010, zweite Phase 20. Juni bis 30. September
2011) wurden analysiert und ausgewertet. Die Berichte sind im Internet unter
www.nationale-nachhaltigkeitsstrategie.de einzusehen. Die Auswertung
geschah sowohl unter inhaltlichen wie unter statistischen Gesichtspunkten.
Wissenschaftliche Evaluierungen oder Studien zu den vom Bundesministerium
des Innern durchgeführten Dialogforen liegen nicht vor. Die Aus- und
Verwertung der Ergebnisse wurde unmittelbar durch das Bundesministerium des
Innern vorgenommen. Die Einholung wissenschaftlicher Expertise war bisher
nicht erforderlich.
Der Dialog zu umweltpolitischen Fragen der Nachhaltigkeitsstrategie wurde
wissenschaftlich begleitet und ein evaluierender Abschlussbericht wurde
erstellt. Einen besonderen Schwerpunkt im Abschlussbericht nehmen die
Schlussfolgerungen bzw. Lerneffekte durch den Dialogprozess ein, wobei Erfolge und
Hürden weitreichend dargestellt werden.
Bezüglich
www.gorlebendialog.de liegt bisher nur eine Teilevaluierung vor, da
das Projekt noch nicht abgeschlossen ist.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung lässt den gesamten Prozess
des Bürgerdialogs ‚Zukunftstechnologien‘ wissenschaftlich evaluieren. Die
Ergebnisse werden wie alle Bürgerreports und Umsetzungsergebnisse der
Bürgerempfehlungen auch ins Netz gestellt. Der ungekürzte wissenschaftliche
Gesamtbericht über die Evaluation kann von allen Interessierten auf der
Internetseite angefordert werden.
Eine Evaluation der im Rahmen des „Dialog Internet“ realisierten Initiativen
erfolgt mit Projektabschluss.
Das Sozialwissenschaftliche Institut der Bundeswehr evaluiert in
Zusammenarbeit mit der Akademie für Information und Kommunikation der Bundeswehr
die Internetangebote im Geschäftsbereich einschließlich der Dialogforen. Die
Ergebnisse sind Teil der verwaltungsinternen begleitenden Erfolgskontrolle
nach § 7 der Bundeshaushaltsordnung BHO bzw. dienen der
Weiterentwicklung der Ausbildung des Redaktionspersonals und werden i. d. R. nicht
veröffentlicht, weil dies dem Sinn und Zweck einer modernen, sanktionsfrei
lernenden Verwaltungsführung widerspräche.
Drucksache 17/9368 – 8 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode„Dialog Internet“
8. Welche Ziele verfolgt die Bundesregierung bei der Umsetzung einer
Kinder- und Jugendnetzpolitik und eines wirksamen Jugendmedienschutzes,
und welche Maßnahmen haben dabei für sie oberste Priorität?
Gegenstand des „Dialog Internet“ ist eine zeitgemäße Kinder- und
Jugendnetzpolitik, die Risiken und Chancen des Internets gleichermaßen berücksichtigt.
Kinder und Jugendliche sollen zu mündigen Nutzerinnen und Nutzern
heranwachsen können, die das Internet selbstbestimmt, verantwortungsbewusst,
kritisch und kreativ für sich selbst nutzen und es als Ort der Teilhabe erfahren.
Die im Dialog Internet entwickelte Kinder- und Jugendnetzpolitik folgt der
Annahme, dass Medienkompetenz, Elternverantwortung und altersgerechter
Jugendmedienschutz in einer Gesamtstrategie darauf hinwirken, dass Kinder
und Jugendliche sicher und selbstbestimmt mit dem Netz aufwachsen können.
9. Wie hoch sind die Bundesmittel, die für die in Aussicht gestellten drei
Maßnahmen (Internet-Kinderschutzzentrum, Online-Jugendbeteiligung,
Kampagne zum Jugendmedienschutz) zukünftig zur Verfügung stehen
(bitte jeweils nach Maßnahme aufschlüsseln)?
Im Rahmen des Internet-Kinderschutzzentrums sollen Mittel von rund
200 000 Euro im laufenden Jahr sowie – vorbehaltlich der Verfügbarkeit im
Bundeshaushalt – je rund 350 000 Euro in den Folgejahren, bereitgestellt
werden. Hinzu treten etwaige Drittmittel sowie Mittel für Forschungsaktivitäten
und Publikationen, deren Umfang auch von der noch zu konkretisierenden
Arbeitsplanung des Zentrums abhängen.
Im Bereich Online-Jugendbeteiligung ist bislang das Projekt „Youthpart“ in
Trägerschaft des IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der
Bundesrepublik Deutschland e.V. gestartet worden, für das in den Jahren 2011 bis 2014
Mittel von insgesamt rund 714 000 Euro bereitgestellt werden.
Aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes soll die gemeinsame
Informationskampagne zum Jugendmedienschutz in 2012 und 2013 mit Mitteln
in Höhe von rund 250 000 Euro gefördert werden. Der Umfang hängt, neben
dem Vorbehalt der Verfügbarkeit der Mittel im Bundeshaushalt, von den
laufenden Absprachen mit den weiteren Partnern der vorgesehenen Kampagne ab.
10. Wann wird das angekündigte Internet-Kinderschutzzentrum seine Arbeit
aufnehmen, und wie soll die fachliche Begleitung dieses Zentrums
erfolgen?
Die Arbeitsaufnahme des Internet-Kinderschutzzentrums wird derzeit in einer
Reihe von Gesprächen mit weiteren Beteiligten vorbereitet, deren fachliche
Mitwirkung für das übergreifende Ziel, eine Gesamtstrategie zum Schutz von
Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung, vor
Belästigung, Grooming und Cybermobbing in den digitalen Medien zu entwickeln und
umzusetzen, aus Sicht des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen
und Jugend sinnvoll erscheint. Die Arbeitsaufnahme erfolgt unmittelbar nach
Abschluss dieser Gespräche, voraussichtlich noch im Laufe dieses Sommers.
Durch die Beteiligung der vorgesehenen weiteren Beteiligten, insbesondere
von Expertinnen und Experten aus dem Bereich des Kinder- und
Jugendschutzes, von Behörden auf Bundes- und Landesebene sowie aus dem Bereich der
Internetwirtschaft wird das Zentrum auf ein breites fachliches Fundament
gestellt werden.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 9 – Drucksache 17/936811. Wo wird das angekündigte Internet-Kinderschutzzentrum institutionell
angesiedelt?
Die institutionelle Struktur und Ansiedlung ist Gegenstand der in der Antwort
zu Frage 10 genannten Gespräche. Hierbei wird zunächst eine Struktur für eine
mehrmonatige Aufbauphase vorbereitet, für deren Unterstützung eine
Zusammenarbeit, insbesondere mit
www.jugendschutz.net, der gemeinsamen Stelle
der Länder für den Jugendschutz im Internet, verabredet ist. Eine endgültige
institutionelle Struktur wird im Laufe der Aufbauphase entlang der
Arbeitsschwerpunkte des Zentrums zu fixieren sein.
12. Welche Personalausstattung ist für das Internet-Kinderschutzzentrum
geplant (bitte nach Anzahl der Stellen, Stellenumfang und
Vergütungsgruppen aufschlüsseln)?
Für die fachliche Begleitung der Aufbauphase des Internet-
Kinderschutzzentrums stehen hinreichende Ressourcen zur Verfügung, um die vorgesehenen
Aufgaben wahrzunehmen. Einzelheiten werden derzeit im Rahmen der in der
Antwort zu Frage 10 genannten Gespräche diskutiert. Neben den durch das
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus Mitteln des
Kinder- und Jugendplans bereitgestellten Ressourcen sollen auch
Personalressourcen durch Kooperationen mit geeigneten weiteren Beteiligten geschaffen
werden. Die Arbeit des Zentrums als Ort des Austauschs über eine Gesamtstrategie
zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und
Ausbeutung, vor Belästigung, Grooming und Cybermobbing in den digitalen Medien
wird neben eigenen personellen Ressourcen auch durch Arbeitsgruppen
geleistet werden, in denen die am Zentrum Beteiligten ihre Expertise einbringen.
13. Wie sollen bei der Implementation eines Internet-Kinderschutzzentrums
Doppelstrukturen vermieden werden?
Das Internet-Kinderschutzzentrum wird bestehende Initiativen bündeln, Wissen
vernetzen und Forschungsaktivitäten koordinieren, anregen oder selbst auf den
Weg bringen. Ziel ist es, Lücken im bisherigen System mit dem Ziel der
Entwicklung einer Gesamtstrategie zu schließen und ein fachliches Forum des
Kinder- und Jugendschutzes im Internet auf der Ebene des Bundes zu
verankern. Doppelstrukturen entstehen dadurch nicht.
14. Mit welchen öffentlichen und privaten Stellen soll das Internet-
Kinderschutzzentrum nach Ansicht des BMFSFJ zusammenarbeiten?
Das Internet-Kinderschutzzentrum wird mit Expertinnen und Experten
insbesondere aus Kinderschutzeinrichtungen, der Wissenschaft, der
Beratungsstellen, von Verbänden sowie mit Vertreterinnen und Vertretern von Behörden des
Bundes und der Länder sowie aus der Internetwirtschaft zusammenarbeiten, die
mit Fragen des Kinder- und Jugendschutzes im Internet befasst sind.
15. Welche inhaltlichen Aufgaben und Schwerpunkte wird das geplante
Internet-Kinderschutzzentrum – über die angekündigte Etablierung eines
zentralen Notrufbuttons hinaus – übernehmen?
Von Cybermobbing über selbstgefährdendes Verhalten von Kindern und
Jugendlichen bis zur Bekämpfung von Missbrauchsdarstellungen im Netz wird
das Internet-Kinderschutzzentrum das breite Themenfeld des Kinder- und
Jugendschutzes im Internet abdecken und dazu schwerpunktmäßig Wissen bün-
Drucksache 17/9368 – 10 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodedeln und generieren sowie technische Entwicklungen beobachten und
bewerten. Eine thematische Schwerpunktsetzung für die Aufbauphase wird
unmittelbar zu deren Beginn gemeinsam mit den Beteiligten festgelegt werden.
16. Welche Maßnahmen ergreift die Bundesregierung im Kampf gegen
Mobbing im Internet über den geplanten Notrufbutton hinaus, und welche
weiteren Maßnahmen plant sie?
Die Bundesregierung klärt in vielfacher Weise über Mobbing, insbesondere
Cybermobbing, und seine Folgen auf. Konkrete Ratschläge und die Namen von
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sind beispielsweise auf der
Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
unter
www.bmfsfj.de/cybermobbing verfügbar. Es wird eine Aufgabe des
Internet-Kinderschutzzentrums sein zu prüfen und anzuregen, ob und, wenn ja,
welche weiteren Maßnahmen erforderlich sind.
17. Wie bewertet die Bundesregierung die Wirksamkeit bestehender
Regelungen (z. B. im Strafgesetzbuch) in Bezug auf Mobbing im Internet, und
erwägt die Bundesregierung die Einführung eines eigenen
Straftatbestandes im Falle von exzessivem Mobbing?
Wenn nein, warum nicht?
Das Strafrecht kennt zwar keinen besonderen Tatbestand des „Mobbings“. Als
„Mobbing“ bezeichnete Verhaltensweisen können aber bereits nach geltendem
Recht unter verschiedenen Gesichtspunkten strafbar sein:
Abhängig von den Umständen des Einzelfalls kommt eine Strafbarkeit wegen
Körperverletzung (§ 223 des Strafgesetzbuches – StGB), Beleidigung (§ 185
StGB), übler Nachrede (§ 186 StGB), Verleumdung (§ 187 StGB), Nötigung
(§ 240 StGB) sowie Nachstellung (§ 238 StGB) in Betracht. Die geltende
Rechtslage erfasst das Phänomen des „Mobbings“ somit hinreichend, sodass es
keine Bestrebungen gibt, einen eigenständigen Tatbestand des „Mobbings“ zu
schaffen.
Fälle von „Mobbing“ werden in den maßgeblichen Statistiken (Polizeiliche
Kriminalstatistik und Strafverfolgungsstatistik) nicht explizit ausgewiesen,
sondern nur innerhalb der oben genannten Delikte als Straftaten bzw.
Verurteilungen registriert. Den Statistiken können daher keine weiterführenden
Erkenntnisse zum „Mobbing“ entnommen werden.
18. Wann werden die Kommunen mit der angekündigten Software zur
besseren Online-Jugendbeteiligung ausgestattet?
19. Welche Institution hat diese Software entwickelt bzw. wird diese
Software entwickeln?
20. Wie viele Kommunen haben bislang ihr Interesse an einer solchen
Software bekundet?
21. Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse über erfolgreiche Kampagnen
zur Online-Jugendbeteiligung in anderen Staaten vor, und wenn ja, welche?
22. Plant die Bundesregierung – wie in einer Handlungsempfehlung der
UAG „Partizipation“ vorgeschlagen –, einen „internationalen
Austauschprozess“ über innovative Partizipationsverfahren anzustoßen, und wenn
ja, bis wann?
Aufgrund des Sachzusammenhangs werden die Fragen 18 bis 22 zusammen
beantwortet.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 11 – Drucksache 17/9368Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert seit
Juli 2011 aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans das multilaterale
Kooperationsprojekt „Youthpart: Internationaler und nationaler Erfahrungsaustausch
sowie Modellentwicklung für mehr Jugendbeteiligung in der digitalen
Gesellschaft“ (
www.youthpart.de). Das Projekt ist für eine Laufzeit von drei Jahren
angelegt. Träger ist die IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der
Bundesrepublik Deutschland e.V. „Youthpart“ ist als offener,
gemeinschaftlicher Austauschprozess konzipiert, der die Empfehlungen des „Dialog
Internet“ im Bereich Partizipation verknüpft mit einer im Rahmen des europäischen
und internationalen Austauschs initiierten Zusammenarbeit mit ausgewählten
Partnerländern zum Thema ePartizipation.
Dazu werden innovative ePartizipationsverfahren auf nationaler und
internationaler Ebene identifiziert und anhand jugendgerechter Kriterien einer
wirksamen Partizipation systematisiert und dokumentiert. Im Oktober 2011 wurden
dazu im Rahmen eines Werkstattgesprächs mit 60 Expertinnen und Experten aus
Forschung, Stiftungen, Ministerien und Verwaltung sowie Fachleuten aus
anderen EU-Mitgliedstaaten Grundlagen diskutiert. Zur Dokumentation von Good-
Practice-Beispielen internetgestützter Jugendbeteiligung im nationalen und
internationalen Bereich wird derzeit im Rahmen von „Youthpart“ eine Datenbank
aufgebaut. Zum weiteren Austausch über neueste Erkenntnisse sowie
erfolgreiche Praxisbeispiele sind nationale und internationale Fachleute eingeladen
anlässlich eines internationalen Fachtagung des Projekts „Youthpart“ am 4. und
5. Juni 2012 in Berlin zu diskutieren (
www.amiando.com/eParticipationYouth.
html).
Daneben werden Modellvorhaben öffentlicher Verwaltungen und der
Jugendarbeit im Rahmen ihrer Erprobung begleitet und in Form partnerschaftlicher
Beratung weiterentwickelt werden.
Die Einbeziehung der Kommunen startet mit einem Teilnahmewettbewerb vom
1. Juni 2012 bis zum 1. Juni 2013. Eine Jury wird regelmäßig
Modellkommunen auswählen, die dann im Rahmen von „Youthpart“ folgende Leistungen
abrufen können:
• Qualifizierte Beratung bei der Entwicklung von Konzepten zur lokalen
internetgestützter Beteiligung von Jugendlichen.
• Bereitstellung von Software-Werkzeugen zur Realisierung lokaler
Beteiligungsvorhaben für Jugendliche.
• Vermittlung von Expertinnen und Experten im Bereich Softwareentwicklung
zur Umsetzung und Begleitung von ePartizipationsverfahren.
• Vernetzungsstrukturen auf nationaler und internationaler Ebene.
Den Kommunen werden im Rahmen der genannten Unterstützung
verschiedene Software-Werkzeuge zur Verfügung gestellt, die zur Förderung von
netzbasierter Jugendbeteiligung geeignet ist. Dazu werden im Rahmen von
„Youthpart“ Software-Werkzeuge sukzessive entwickelt und bereitgestellt.
Dabei wird auf freie Software zurückgegriffen und unter den Bedingungen der
offenen Lizenzen weiterentwickelt sowie wieder verfügbar gemacht. Es ist
geplant, einige Software-Werkzeuge neu zu entwickeln, andere werden unter
Mitarbeit bestehender ePartizipationsintitiativen überarbeitet.
Das Projekt „Youthpart“ ist als multilateraler Austauschprozess angelegt, in
dessen Mittelpunkt der Erfahrungsaustausch über Entwicklung, Erprobung und
Auswertung innovativer ePartizipationsverfahren für Jugendliche steht.
Angestrebt wird ein Transfer bereits vorliegender Erkenntnisse aus anderen Ländern.
Mit einzelnen Partnerländern soll es darüber hinaus ein zeitnahes Erproben
vergleichbarer ePartizipationsmodelle geben, um Erfahrung über unterschiedliche
Drucksache 17/9368 – 12 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeUmsetzungsstrategien zu gewinnen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dann
öffentlich verfügbar gemacht werden. Als Projektpartner wurden bereits
Länder angesprochen,
• von deren Praxis im Bereich ePartizipation Jugendlicher Impulse und
Anregungen ausgehen,
• die an einer Zusammenarbeit interessiert sind und die eine gemeinsame
Weiterentwicklung bestehender Online-Jugendbeteiligungsformate anstreben.
Die Auswahl der Partnerländer findet derzeit statt. Nach Abschluss des
Auswahlprozesses sollen im Laufe des Jahres 2012 konkrete Vereinbarung mit den
Partnerländern abgeschlossen werden.
23. Wann wird das BMFSFJ die angekündigte Kampagne zum
Jugendmedienschutz starten?
Der Start der Informationskampagne ist vorgesehen, sobald alle Gespräche mit
den beteiligten Partnern – insbesondere Länder, Verbände und Einrichtungen
des Kinder- und Jugendschutzes, Verbände und Unternehmen aus dem Bereich
der Medien- und Internetwirtschaft – abgeschlossen sind, die derzeit geführt
werden. Das BMFSFJ strebt einen Start noch vor der Sommerpause 2012 an.
24. Welche inhaltlichen Schwerpunkte hat diese Kampagne?
Der Schwerpunkt der Kampagne soll darauf liegen, insbesondere
Erziehungsberechtigte über die Möglichkeiten und Grenzen des technischen
Jugendmedienschutzes zu informieren und so in der elterlichen Medienerziehung zu
unterstützen. Im Mittelpunkt stehen dabei Jugendschutzprogramme, aber auch
andere Angebote und Möglichkeiten wie sog. Whitelists von Internetseiten mit
für Kinder unbedenklichen Inhalten, Kinder-Suchmaschinen und Internet-
Startseiten für Kinder.
25. Plant die Bundesregierung die Umsetzung der Handlungsempfehlung der
UAG „Medienkompetenz“, einen „Projektdatenpool für Beratung,
Vermittlung und Vernetzung – Onlinedatenbank und Clearingstelle“
einzurichten?
a) Wenn ja, wie und bis wann soll die Umsetzung erfolgen?
b) Wenn nein, warum nicht?
Das BMFSFJ beabsichtigt, die Handlungsempfehlungen der Unterarbeitsgruppe
des „Dialog Internet“ in der Weise aufzugreifen, dass Projekte und Initiativen,
die die Förderung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen zum
Ziel haben, gebündelt und systematisiert werden sollen, um pädagogischen
Fachkräften, Eltern sowie im Bereich Medienkompetenz aktiven Institutionen
aus Politik und Gesellschaft Orientierung zu bieten. Die Umsetzung ist für 2012
geplant. Die konzeptionellen Planungen und organisatorischen Vorbereitungen
zu dieser Initiative haben unmittelbar nach Übergabe der
Handlungsempfehlungen an Bundesministerin Dr. Kristina Schröder am 13. Dezember 2011 begonnen.
26. Ist geplant, weitere Handlungsempfehlungen des „Dialog Internet“
umzusetzen?
Wenn ja, welche, wann und mit Mitteln in welcher Höhe?
Es ist vorgesehen, unter dem Dach des „Dialog Internet“ bis Mitte 2013 weitere
Initiativen umzusetzen, deren Konzeption schrittweise und in Kooperation mit
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 13 – Drucksache 17/9368Partnern erfolgt und im Einzelnen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht
abgeschlossen ist.
27. Wie viele Treffen und Arbeitsgruppensitzungen haben im Rahmen des
„Dialog Internet“ stattgefunden, und wer hat daran teilgenommen?
Das Bundesfamilienministerium hat im Rahmen des „Dialog Internet“ zu den
folgenden Arbeitsgruppensitzungen eingeladen:
• Auftaktveranstaltung „Dialog Internet – Aufwachsen mit dem Netz“ am
4. November 2010
• Sitzung der AG „Risiken“ am 13. Dezember 2010
• Sitzung der AG „Chancen“ am 27. Januar 2011
• Treffen der Unterarbeitsgruppen „Medienkompetenz“, „Partizipation“,
„Umgang mit schädigenden Inhalten – Jugendschutz im Internet“, „Chatten & Co –
Risiken im Internetalltag von Kindern und Jugendlichen“ sowie
„Verbraucher- und Datenschutz“ zur Diskussion von Zwischenergebnissen am 30. Mai
2011
• Treffen der Sprecherinnen und Sprecher der Unterarbeitsgruppen am 7. April
2011
• Treffen der Unterarbeitsgruppen „Medienkompetenz“, „Partizipation“,
„Umgang mit schädigenden Inhalten – Jugendschutz im Internet“, „Chatten & Co –
Risiken im Internetalltag von Kindern und Jugendlichen“ sowie
„Verbraucher- und Datenschutz“ zur Diskussion zur Präsentation ihrer Ergebnisse am
13. September 2011
Die aus diesen Sitzungen hervorgegangenen Ergebnisse wurden auf
www.dialog-
internet.de veröffentlicht. Den Prozess der Erstellung von
Handlungsempfehlungen – insbesondere in Vorbereitung auf die Arbeitstreffen am 30. Mai 2011 und
13. September 2011 – haben die Unterarbeitsgruppen „Medienkompetenz“,
„Partizipation“, „Umgang mit schädigenden Inhalten – Jugendschutz im
Internet“, „Chatten & Co – Risiken im Internetalltag von Kindern und Jugendlichen“
sowie „Verbraucher- und Datenschutz“ ohne Vorgaben vom BMFSFJ
eigenständig organisiert. Mit der Übergabe der Handlungsempfehlungen am 13.
Dezember 2011 wird der „Dialog Internet“ mit der Umsetzung von Initiativen
weitergeführt.
28. Wie viele Nutzerinnen und Nutzer haben sich für die Online-
Kommentarfunktion registriert?
29. Wie viele Beiträge wurden von den registrierten Nutzerinnen und
Nutzern abgegeben, und zu welchen Themen wurden diese Beiträge
gepostet?
Aufgrund des Sachzusammenhangs werden die Fragen 28 und 29 gemeinsam
beantwortet.
Nutzerinnen und Nutzer haben verschiedene Möglichkeiten, die Aktivitäten
im Dialog Internet zu verfolgen und zu kommentieren: auf
www.dialog-
internet.de, auf Unterseiten der Initiativen und über die Social Media Kanäle
Facebook, Twitter und SchülerVZ. Insgesamt hat der Dialog Internet auf den
Social Media Kanälen knapp 2 000 Follower, die zusammen über 300
Kommentare abgegeben oder Beiträge weiter verbreitet haben. Einzelne Initiativen
– z. B. die Initiative „Youthpart“ – verfügen über eigene Social-Media-Kanäle,
auf denen weitere Diskussionen stattfinden, die auf die Dialogplattform zurück-
Drucksache 17/9368 – 14 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodegespielt werden. Kommentare in jüngster Zeit betreffen die Themen
Medienkompetenz, Jugendbeteiligung, Jugendschutzprogramme und das Internet-
Kinderschutzzentrum.
Die Kommentarfunktion auf
www.dialog-internet.de erfordert keine
permanente Nutzerregistrierung, sondern erfolgt pro Session über ein Double-Opt-In-
Verfahren mit Bestätigung per Mailadresse. Daten über die Identität und das
Online-Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer werden nicht gesammelt.
Jugendliche Nutzerinnen und Nutzer erreicht „Dialog Internet“ derzeit vor allem über
die Plattform SchülerVZ, auf der sich 760 Nutzerinnen und Nutzer als Freunde
von „Dialog Internet“ angemeldet haben.
30. Wie bewertet die Bundesregierung die Beteiligungsquote und die Qualität
der Beiträge?
31. Auf wie viele Kommentare haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des
BMFSFJ bzw. Expertinnen und Experten des „Dialog Internet“
geantwortet?
Aufgrund des Sachzusammenhangs werden die Fragen 30 und 31 gemeinsam
beantwortet.
Das BMFSFJ ist an einer Steigerung der Beteiligungsquote im „Dialog Internet“
interessiert. Zu einer zeitgemäßen Kinder- und Jugendnetzpolitik gehört als
integraler Bestandteil ein öffentliches Dialogangebot. Die Qualität der Beiträge, in
denen in der Regel Expertinnen und Experten selbst fachlich argumentieren,
schätzt das BMFSFJ als hoch ein.
32. Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse darüber vor, wie viele
Nutzerinnen und Nutzer der Online-Kommentarfunktion im Kinder- und
Jugendlichenalter waren?
Auf die Antwort zu den Fragen 28 und 29 wird verwiesen.
33. Inwieweit ist eine Evaluierung der Maßnahmen und ihre
wissenschaftliche Fundierung vorgesehen, wie es auch die Enquete-Kommission
„Internet und digitale Gesellschaft“ einvernehmlich vorgeschlagen hat?
Alle unter dem Dach des „Dialog Internet“ durchgeführten Initiativen
berücksichtigen aktuelle Medienentwicklungen, wissenschaftliche Erkenntnisse und
systematisch aufbereitete Erfahrungen aus der Praxis. Hinsichtlich der
Durchführung der Initiativen ist der Bezug zu aktuellen Ergebnissen aus Forschung
und Praxis fester Bestandteil einer Analyse in der Konzeptionsphase einer
Initiative und bestimmt in der Regel den gesamten Projektverlauf sowie die
Anforderungen an Dokumentation und Berichtslegung.
Medienkompetenz und Medienkompetenzforschung
34. Teilt die Bundesregierung die Feststellung der Enquete-Kommission
„Internet und digitale Gesellschaft“, dass erhebliche Defizite im Bereich der
Medienkompetenzforschung bestehen, und wo sieht sie diese?
Die Bundesregierung teilt die Einschätzung der Enquete-Kommission „Internet
und digitale Gesellschaft“, dass in einigen Bereichen der
Medienkompetenzforschung bereits mehr Ergebnisse vorliegen als in anderen. Vor dem Hintergrund
einer sich ständig wandelnden, digitalen Gesellschaft und den damit verbunde-
Deutscher Bundestag ��� 17. Wahlperiode – 15 – Drucksache 17/9368nen Anforderungen an eine aktive und (medien)kompetente Teilhabe sind
jedoch die verschiedenen Bereiche der Medienkompetenzforschung möglichst
interdisziplinär zu adressieren und nicht im Einzelnen besonders
hervorzuheben.
35. Wird die Bundesregierung den Vorschlag der Enquete-Kommission
„Internet und digitale Gesellschaft“ von längerfristigen
Forschungsprogrammen aufgreifen, den diese vor dem Hintergrund der Feststellung
gemacht hat, dass im Bereich der Medienkompetenzforschung erhebliche
Defizite bestehen und dass es eine Verbreiterung der
Forschungsaktivitäten geben müsse?
a) Wenn ja, wann und mit Mitteln in welcher Höhe sollen welche
Forschungsprogramme auf den Weg gebracht werden?
b) Wenn nein, warum nicht?
Die Bundesregierung teilt die Einschätzung der Enquete-Kommission „Internet
und digitale Gesellschaft“, dass die Verbreiterung der Forschungsaktivitäten im
Medienkompetenzbereich – zum Beispiel über längerfristige
Forschungsprogramme – einen wichtigen Beitrag zum Aufbau von Wissen bei den in diesem
Feld tätigen Akteuren leistet und somit zur Verbesserung der
Medienkompetenz im Allgemeinen beiträgt. Zu diesem Zweck schuf das Bundesministerium
für Bildung und Forschung bereits im Jahr 2011 mit der
Förderbekanntmachung „Stärkung der digitalen Medienkompetenz für eine
zukunftsorientierte Medienbildung in der beruflichen Qualifizierung“ eine Möglichkeit, unter
anderem anwendungsorientierte Forschungsvorhaben, aber auch
Grundlagenforschung im Bereich der Medienkompetenzforschung zu fördern.
36. Für welche konkreten Maßnahmen sind die in den Bundeshaushalt des
Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zusätzlich
eingestellten Mittel zum Ausbau des technischen Jugendmedienschutzes und
zur Stärkung der technischen Medienkompetenz eingeplant, und bis
wann sollen diese eingesetzt werden?
Es ist beabsichtigt, im Rahmen der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB)
Verfahren zu entwickeln, mit denen weitgehend verhindert werden kann, dass
jugendgefährdende Inhalte in die DDB eingestellt werden. Neben öffentlichen
Einrichtungen sollen künftig auch private Einrichtungen und Personen Inhalte
in die DDB einstellen können. In einem weiteren Schritt sollen die Verfahren so
fortentwickelt werden können, dass sie auch für Zwecke des Jugendschutzes
bei Internet-Nutzung (mit einem sehr hohen Datendurchsatz) eingesetzt werden
können.
37. Welche Schwerpunkte wird die Bundesregierung bei diesen geplanten
Maßnahmen bzw. Forschungsvorhaben setzen?
Zunächst sollen vor allem Text- und Bilderkennungsverfahren entwickelt
werden, die potentiell jugendgefährdende Inhalte mit möglichst hoher
Treffergenauigkeit automatisch erkennen und herausfiltern, um sie insgesamt von
Kindern und Jugendlichen fernzuhalten oder um sie (z. B. vor Aufnahme in die
DDB) einer zuständigen Stelle zur abschließenden Prüfung und Entscheidung
zuzuleiten. Die Verfahren sollen gegenüber herkömmlichen Verfahren eine
verbesserte Treffergenauigkeit aufweisen und vor allem auch hinsichtlich des
Daten-Durchsatzes, der in einer ersten Stufe auf die DDB ausgerichtet sein soll,
Drucksache 17/9368 – 16 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodenach Bedarf fortentwickelt werden können. Die Entwicklung soll in enger
Zusammenarbeit mit der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) erfolgen.
38. Wann wird die Bundesregierung erste Arbeitsergebnisse der geplanten
Maßnahmen bzw. Forschungsvorhaben vorlegen?
Die Bundesregierung wird voraussichtlich im Frühjahr 2013 die ersten
Arbeitsergebnisse vorlegen.
39. Welche weiteren Vorhaben plant die Bundesregierung im Bereich
Medienkompetenz und Medienkompetenzforschung (bitte mit Zeitangaben)?
Die Bundesregierung sieht es als vorrangig an, die bereits laufenden und
erfolgreichen Aktivitäten zur Förderung der Medienkompetenz fortzuentwickeln.
Im Rahmen der bildungspolitischen Zuständigkeiten und zur Gewährleistung
eines kontinuierlichen Ergebnisprozesses im Bereich Medienkompetenz/
Medienkompetenzforschung plant das BMBF aufbauend auf den Ergebnissen und
Erfahrungen aus der aktuellen Förderbekanntmachung „Stärkung der digitalen
Medienkompetenz für eine zukunftsorientierte Medienbildung in der
beruflichen Qualifizierung“ im Jahr 2014 eine modifizierte Fortsetzung dieser
Förderbekanntmachung.
Bezogen auf den „Dialog Internet“ wird auf die Antwort zu Frage 26
verwiesen.Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]