[Deutscher Bundestag Drucksache 17/13676
17. Wahlperiode 31. 05. 2013 Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Klaus Ernst, Jutta Krellmann,
Sabine Zimmermann, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 17/13574 –
Lohnentwicklung in der Metall- und Elektroindustrie
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Gesamtwirtschaftlich ist die Lohnquote im Zeitraum von 2000 bis 2012 um
4 Prozentpunkte gesunken (vgl. Statistisches Bundesamt 2012:
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen. Wichtige Zusammenhänge im Überblick),
wodurch den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in erheblichem Umfang
Einkommen entgangen sind. Auch die Reallöhne sind in dem genannten
Zeitraum gesunken, wobei die tariflichen Löhne, die Reallohnverluste gebremst
haben (vgl. Böckler-Impuls 02/2013).
Angesichts der derzeitigen Tarifverhandlungen in der Metall- und
Elektroindustrie stellt sich die Frage, wie sich die Entwicklung für diese Branche
darstellt. Sofern keine unmittelbaren Daten für die Metall- und Elektroindustrie
vorliegen, wird gebeten, auf entsprechende relevante Bereiche aus der
Wirtschaftsklassifikation zurückzugreifen.
Vo r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Die gesamtwirtschaftliche Lohnquote ist u. a. Ergebnis tarif- bzw.
einzelvertraglicher Lohnvereinbarungen. Die Bundesregierung hält die
verfassungsrechtlich verankerte Tarifautonomie und Vertragsfreiheit für ein hohes Gut. Seit
dem Jahre 2007 ist die unbereinigte Lohnquote um fast 5 Prozentpunkte
gestiegen. Die Reallöhne sind seit dem Jahre 2009 stetig gestiegen.
1. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die realen und die
nominalen Bruttolöhne und -gehälter im Zeitraum von 2000 bis 2012 in der
Metall- und Elektroindustrie entwickelt (bitte sowohl die absoluten Zahlen Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom
29. Mai 2013 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 17/13676 – 2 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodefür jedes Jahr einzeln ausweisen als auch die prozentuale Entwicklung
darstellen)?
Wie stellen sich im Vergleich dazu die Zahlen in der Gesamtwirtschaft dar?
Die gewünschten Angaben können der nachstehenden Tabelle 1 entnommen
werden. Die Metall- und Elektroindustrie umfasst in der hier getroffenen
Abgrenzung die Wirtschaftszweige 24 bis 30 sowie 33 nach der
Wirtschaftszweigsystematik WZ 2008.
Daten auf dieser tiefen Gliederungsebene liegen aktuell bis einschließlich 2010
vor. Daten für das Berichtsjahr 2011 liegen im Sommer 2013 vor.
Tabelle 1: Bruttolöhne und -gehälter
2. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die realen und die
nominalen Tariflöhne und -gehälter im Zeitraum von 2000 bis 2012 in der
Metall- und Elektroindustrie entwickelt (bitte sowohl die absoluten Zahlen
für jedes Jahr einzeln ausweisen als auch die prozentuale Entwicklung
darstellen)?
Wie stellen sich im Vergleich dazu die Zahlen in der Gesamtwirtschaft dar?
Das Statistische Bundesamt weist für die tariflichen Monatsverdienste keine
realen und keine absoluten, sondern nur nominale Index-Werte aus. Die
prozentuale Entwicklung der nominalen tariflichen Monatsverdienste im
Metallgewerbe kann der Tabelle 2a entnommen werden. Ihr gegenübergestellt ist die
Entwicklung des Verbraucherpreisindex. Daraus lässt sich ein Bezug zur realen
Entwicklung erkennen. Da es für Deutschland keinen einheitlichen Tarifvertrag für
die Metallindustrie gibt, können keine absoluten Zahlen ausgewiesen werden.
Eine vollständige Übersicht über die Tarifverdienste in der deutschen
Metallindustrie ist der Tarifdatenbank des Statistischen Bundesamtes (
www.destatis.de/
tarifdatenbank) zu entnehmen.
Die prozentuale Entwicklung der nominalen tariflichen Monatsverdienste im
Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich kann Tabelle 2b ent-
Mrd. EUR in % z.Vj. real2), in % z.Vj. Mrd. EUR in % z.Vj. real2), in % z.Vj.
2000 142,0 4,1 2,7 894,7 3,2 1,8
2001 147,8 4,1 2,1 913,7 2,1 0,1
2002 147,6 -0,1 -1,5 920,3 0,7 -0,7
2003 147,3 -0,3 -1,4 920,2 0,0 -1,1
2004 149,8 1,7 0,1 924,7 0,5 -1,1
2005 149,9 0,1 -1,6 922,1 -0,3 -1,9
2006 155,3 3,6 2,1 935,0 1,4 -0,1
2007 162,3 4,5 2,1 965,9 3,3 1,0
2008 170,9 5,3 2,7 1.002,6 3,8 1,2
2009 157,9 -7,6 -7,9 1.004,0 0,1 -0,2
2010 163,4 3,5 2,4 1.034,1 3,0 1,9
2011 - - - 1.083,9 4,8 2,7
2012 - - - 1.126,3 3,9 2,0
1) Abgrenzung hier und im Folgenden: WZ08-24 bis -30, -33
2) Nominallohn-/-gehaltszuwachs abzgl. Veränderungen des Verbraucherpreisindexes
Quelle: Statistisches Bundesamt, Datenstand Feb. 2013, eigene Berechnungen
Jahr Metall- und Elektroindustrie
1) Gesamtwirtschaft
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 3 – Drucksache 17/13676nommen werden. Auch hier wird die Entwicklung des Verbraucherpreisindex
gegenübergestellt. Da es für den gesamten Bereich des Produzierenden
Gewerbes und der Dienstleistungen keinen repräsentativen Tarifvertrag gibt, können
absolute Werte auch hier nicht dargestellt werden.
Hinweis: Aktualisierte, auf das Basisjahr 2010 umbasierte Daten werden vom
Statistischen Bundesamt am 31. Mai 2013 veröffentlicht und lagen zum
Zeitpunkt der Beantwortung der Kleinen Anfrage noch nicht vor.
Tabelle 2a: Tariflicher Monatsverdienst im Metallgewerbe (2000 bis 2012),
Deutschland
Veränderung zum Vorjahr in Prozent
Tabelle 2b: Tariflicher Monatsverdienst im Produzierenden Gewerbe und im
Dienstleistungsbereich (2000 bis 2012), Deutschland
Veränderung zum Vorjahr in Prozent
Jahr Tarifliche
Monatsgehälter
(2005 = 100)
Verbraucherpreisindex
(2010 = 100)
2000 2,2 1,4
2001 2,5 2,0
2002 2,6 1,4
2003 2,8 1,1
2004 2,4 1,6
2005 1,8 1,6
2006 2,3 1,5
2007 3,5 2,3
2008 3,0 2,6
2009 3,2 0,3
2010 1,6 1,1
2011 2,0 2,1
2012 2,8 2,0
Jahr Tarifliche
Monatsgehälter
(2005 = 100)
Verbraucherpreisindex
(2010 = 100)
2000 2,3 1,4
2001 2,5 2,0
2002 2,3 1,4
2003 2,7 1,1
2004 2,0 1,6
2005 1,3 1,6
2006 1,0 1,5
2007 1,5 2,3
2008 3,6 2,6
2009 2,8 0,3
2010 1,6 1,1
2011 1,5 2,1
2012 2,7 2,0
Drucksache 17/13676 – 4 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode3. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Tarifbindung in der
Metall- und Elektroindustrie im Zeitraum von 2000 bis 2012 entwickelt
(bitte für jedes Jahr einzeln ausweisen)?
Wie stellen sich im Vergleich dazu die Zahlen in der Gesamtwirtschaft dar?
Amtliche Daten zur Tarifbindung in der Metall- und Elektroindustrie für die
zurückliegenden 20 Jahre liegen nicht vor. Hilfsweise kann eine Schätzung auf
Basis des IAB-Betriebspanels herangezogen werden. Da die Metall- und
Elektroindustrie keinen Wirtschaftszweig für die Stichprobenziehung und
Hochrechnung im Rahmen des IAB-Betriebspanels darstellt, wurde eine Zeitreihe für
die Investitions- und Gebrauchsgüterindustrie erstellt, die in weiten Teilen mit
der Metall- und Elektroindustrie übereinstimmt (aber z. B. ohne
Metallerzeugung und -bearbeitung). Die Entwicklung der Tarifbindung in der Investitions-
und Gebrauchsgüterindustrie ist in der angefügten Tabelle 3a angegeben. Aus
methodischen Gründen sind die Werte jedoch nicht über den gesamten
Zeitraum hinweg vergleichbar. Zwischen 1999 und 2000 sowie zwischen 2008 und
2009 wurde im IAB-Betriebspanel ein Umstieg in der
Wirtschaftszweigklassifikation vollzogen. Nur innerhalb dieser Zeiträume, die in der Tabelle kenntlich
gemacht sind, ist eine Vergleichbarkeit gegeben. Der daran anschließenden
Tabelle 3b können die Werte für die Tarifbindung in der Gesamtwirtschaft
entnommen werden. Zahlen für das Jahr 2012 liegen noch nicht vor.
Tabelle 3a: Tarifbindung in der Investitions- und Gebrauchsgüterindustrie
(Angaben in Prozent)
hochgerechnete Werte
Quelle: IAB-Betriebspanel
Zwischen 2008 und 2009 wurde im IAB-Betriebspanel ein Umstieg in der
Wirtschaftszweigklassifikation vollzogen (von WZ 2003 auf WZ 2008). Die Werte
sind über diese Jahre hinweg nicht vergleichbar.
Betriebe Beschäftigte
Branchentarifvertrag
Firmen-/
Haustarif
Branchentarifvertrag
Firmen-/
Haustarif
West Ost West Ost West Ost West Ost
2011 25 9 2 4 52 20 9 15
2010 27 12 1 4 54 25 11 12
2009 32 12 3 5 56 22 9 14
2008 27 15 3 6 59 28 9 13
2007 30 17 3 6 60 25 8 17
2006 37 14 2 6 59 22 10 17
2005 35 14 2 5 62 25 9 16
2004 38 14 3 4 65 26 7 14
2003 40 15 2 7 65 27 9 16
2002 38 17 3 4 65 30 9 13
2001 43 17 5 4 64 29 9 14
2000 42 17 3 6 66 35 7 10
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 5 – Drucksache 17/13676Tabelle 3b: Tarifbindung in der Gesamtwirtschaft (Angaben in Prozent)
hochgerechnete Werte
Quelle: IAB-Betriebspanel
4. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Lohnquote in der
Metall- und Elektroindustrie im Zeitraum von 2000 bis 2012 entwickelt
(bitte für jedes Jahr einzeln ausweisen)?
Wie stellen sich im Vergleich dazu die Zahlen in der Gesamtwirtschaft dar?
Die (um Veränderungen in der Erwerbstätigkeit unbereinigte) Lohnquote ist
eine gesamtwirtschaftliche Größe, die den Anteil des Arbeitnehmerentgelts am
Volkseinkommen misst. Das Volkseinkommen wiederum setzt sich aus dem
Arbeitnehmerentgelt und den Unternehmens- und Vermögenseinkommen
zusammen. In dieser Größe ist auch der Saldo der grenzüberschreitenden
Erwerbs- und Vermögenseinkommen enthalten. Eine (um Veränderungen in der
Erwerbstätigkeit unbereinigte) Lohnquote für einen einzelnen
Wirtschaftsbereich könnte analog errechnet werden, allerdings müsste anstelle der
Unternehmens- und Vermögenseinkommen der Nettobetriebsüberschuss verwendet
werden. Es existiert jedoch keine sektorale Aufteilung des Saldos der
grenzüberschreitenden Erwerbs- und Vermögenseinkommen, so dass ein Vergleich
zwischen der gesamtwirtschaftlichen Lohnquote und der sektoralen konzeptionell
wenig sinnvoll ist.
Betriebe Beschäftigte
Branchentarifvertrag
Firmen-/
Haustarif
Branchentarifvertrag
Firmen-/
Haustarif
West Ost West Ost West Ost West Ost
2011 32 18 2 3 54 37 7 12
2010 34 17 2 3 56 37 7 13
2009 36 19 3 4 56 38 9 13
2008 35 21 3 4 55 40 8 12
2007 36 20 3 4 56 41 7 13
2006 37 20 3 4 57 41 8 13
2005 38 19 3 4 59 42 8 11
2004 41 19 2 4 61 42 7 12
2003 43 21 3 5 62 43 8 11
2002 44 20 2 4 63 44 7 12
2001 45 22 3 6 63 44 8 12
2000 45 23 3 4 63 47 7
Drucksache 17/13676 – 6 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeDie Ergebnisse sind in den nachstehenden Tabellen 4a und 4b wiedergegeben.
Tabelle 4a: Lohnquote Metall- und Elektroindustrie
Tabelle 4b: Lohnquote Gesamtwirtschaft
5. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die
Arbeitnehmerentgelte je Arbeitnehmer im Zeitraum von 2000 bis 2012 in der Metall- und
Elektroindustrie entwickelt (bitte sowohl die absoluten Zahlen für jedes
Jahr einzeln ausweisen als auch die prozentuale Entwicklung darstellen)?
Wie stellen sich im Vergleich dazu die Zahlen in der Gesamtwirtschaft dar?
Die gewünschten Angaben können der nachstehenden Tabelle 5 entnommen
werden.
2000 86,1
2001 87,4
2002 88,6
2003 85,0
2004 82,4
2005 79,2
2006 75,5
2007 71,0
2008 77,0
2009 94,3
2010 77,4
2011 -
2012 -
Quelle: Statistisches Bundesamt, Datenstand Feb. 2013,
eigene Berechnungen
Jahr
1) Anteil der Arbeitnehmerentgelte (ANE) an der Summe aus
ANE und Nettobetriebsüberschuss
unbereinigt, in %1)
2000 72,1
2001 71,8
2002 71,6
2003 71,0
2004 67,9
2005 66,4
2006 63,9
2007 63,2
2008 65,0
2009 68,1
2010 66,2
2011 66,9
2012 68,1
Jahr
Quelle: Statistisches Bundesamt, Datenstand Feb. 2013,
eigene Berechnungen
1) Anteil der Arbeitnehmerentgelte am Volkseinkommen
unbereinigt, in %1)
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 7 – Drucksache 17/13676Tabelle 5: Arbeitnehmerentgelte je Arbeitnehmer
6. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Einkommen aus
Vermögen und Unternehmensgewinnen im Zeitraum von 2000 bis 2012
entwickelt (bitte sowohl die absoluten Zahlen für jedes Jahr einzeln
ausweisen als auch die prozentuale Entwicklung darstellen)?
Wie stellen sich im Vergleich dazu die Zahlen in der Gesamtwirtschaft dar?
Die gesamtwirtschaftlichen Angaben können der nachstehenden Tabelle 6
entnommen werden.
Tabelle 6: Unternehmens- und Vermögenseinkommen
in EUR in % z.Vj. in EUR in % z.Vj.
2000 43.148 4,8 31.483 1,9
2001 44.041 2,1 32.006 1,7
2002 45.092 2,4 32.426 1,3
2003 45.816 1,6 32.881 1,4
2004 47.158 2,9 32.996 0,3
2005 47.182 0,1 32.971 -0,1
2006 49.727 5,4 33.308 1,0
2007 49.912 0,4 33.569 0,8
2008 50.177 0,5 34.276 2,1
2009 47.983 -4,4 34.330 0,2
2010 50.701 5,7 35.150 2,4
2011 - - 36.213 3,0
2012 - - 37.109 2,5
Jahr Metall- und Elektroindustrie Gesamtwirtschaft
Quelle: Statistisches Bundesamt, Datenstand Feb. 2013, eigene
Berechnungen
in Mrd. EUR in % z.Vj.
2000 429,7 -1,5
2001 445,1 3,6
2002 452,5 1,7
2003 466,9 3,2
2004 541,4 16,0
2005 576,1 6,4
2006 652,6 13,3
2007 690,2 5,8
2008 661,0 -4,2
2009 578,8 -12,4
2010 648,3 12,0
2011 656,7 1,3
2012 644,0 -1,9
Quelle: Statistisches Bundesamt, Datenstand Feb. 2013
Jahr Gesamtwirtschaft
Drucksache 17/13676 – 8 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode7. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Lohnstückkosten
in der Metall- und Elektroindustrie im Zeitraum von 2000 bis 2012
entwickelt (bitte für jedes Jahr einzeln ausweisen)?
Wie stellen sich im Vergleich dazu die Zahlen in der Gesamtwirtschaft dar?
Wesentliche Grundlage für die Berechnung der Lohnstückkosten in einem
Wirtschaftszweig ist die preisbereinigte Bruttowertschöpfung. Die Metall- und
Elektroindustrie ist als solche nicht Darstellungsgegenstand der
Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen, daher liegt für diese Branche auch keine
preisbereinigte Bruttowertschöpfungsreihe vor. In der nachstehenden Tabelle 7 wird
deswegen die Entwicklung der Lohnstückkosten im Verarbeitenden Gewerbe
ausgewiesen. Ein Vergleich mit der Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen
Lohnstückkosten ist indes nur eingeschränkt möglich, da dieser das
preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt zugrunde liegt.
Tabelle 7: Lohnstückkosten (Personenkonzept)
8. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Produktivität je
Erwerbstätigenstunde und je Erwerbstätigen im Zeitraum von 2000 bis
2012 in der Metall- und Elektroindustrie entwickelt (bitte für jedes Jahr
einzeln ausweisen)?
Wie stellen sich im Vergleich dazu die Zahlen in der Gesamtwirtschaft dar?
Auch für die Berechnung der Arbeitsproduktivität in einem Wirtschaftszweig
ist die preisbereinigte Bruttowertschöpfung Grundlage, die vom Statistischen
Bundesamt nicht für die Metall- und Elektroindustrie ausgewiesen wird. In der
nachstehenden Tabelle 8 wird daher die Entwicklung der Produktivität im
Verarbeitenden Gewerbe dargestellt. Ein Vergleich mit der Entwicklung der
gesamtwirtschaftlichen Arbeitsproduktivität ist indes nur eingeschränkt möglich,
da dieser das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt zugrunde liegt.
Index, 2005=100 in % z.Vj. Index, 2005=100 in % z.Vj.
2000 107,1 -2,2 99,4 0,5
2001 107,6 0,5 99,8 0,4
2002 109,5 1,8 100,5 0,7
2003 107,4 -2,0 101,4 0,9
2004 103,7 -3,4 100,9 -0,5
2005 100,0 -3,6 100,0 -0,9
2006 94,6 -5,5 98,0 -2,1
2007 92,1 -2,6 97,2 -0,7
2008 98,1 6,5 99,4 2,3
2009 118,7 21,0 105,0 5,6
2010 102,3 -13,8 103,8 -1,1
2011 100,0 -2,2 105,2 1,4
2012 104,9 4,9 108,3 2,9
Quelle: Statistisches Bundesamt, Datenstand Feb. 2013
Gesamtwirtschaft
*) Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmer, jeweils umgerechnet auf Messzahlen 2005=100 in
Relation zur Arbeitsproduktivität (Bruttowertschöpfung bzw. Bruttoinlandsprodukt
(preisbereinigt, Kettenindex 2005=100) je Erwerbstätigen).
Verarbeitendes Gewerbe
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 9 – Drucksache 17/13676Tabelle 8: Arbeitsproduktivität
9. Wie haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl und der
Anteil der befristet Beschäftigten, der Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter
sowie der Teilzeitbeschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie im
Zeitraum von 2000 bis 2012 entwickelt?
Informationen zur Entwicklung der befristeten Beschäftigung, der
Zeitarbeitsverhältnisse sowie der Teilzeitbeschäftigungen können den Ergebnissen des
Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes entnommen werden. Die
Auswertungen beziehen sich auf die sogenannten Kernerwerbstätigen, d. h. Personen im
Alter von 15 bis 64 Jahren, die sich nicht in Bildung oder Ausbildung befinden,
sowie ohne Berücksichtigung der Zeit- und Berufssoldat/-innen sowie
Grundwehr- und Zivildienstleistende.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Datenstand Feb. 2013
Index, 2005=100 in % z.Vj. Index, 2005=100 in % z.Vj.
2000 86,3 6,5 85,3 7,5
2001 87,5 1,4 87,7 2,8
2002 87,3 -0,3 88,0 0,3
2003 90,8 4,1 91,6 4,1
2004 95,9 5,6 95,4 4,1
2005 100,0 4,2 100,0 4,9
2006 109,9 9,9 110,0 10,0
2007 113,7 3,5 114,1 3,8
2008 108,5 -4,6 109,9 -3,7
2009 86,9 -19,9 93,9 -14,5
2010 105,5 21,5 108,3 15,3
2011 112,2 6,3 113,6 4,9
2012 109,6 -2,3 113,0 -0,6
Index, 2005=100 in % z.Vj. Index, 2005=100 in % z.Vj.
2000 96,1 1,3 93,5 2,7
2001 97,3 1,2 95,8 2,5
2002 97,9 0,6 97,1 1,4
2003 98,3 0,5 98,0 0,9
2004 99,2 0,9 98,8 0,9
2005 100,0 0,8 100,0 1,2
2006 103,1 3,1 103,6 3,6
2007 104,7 1,5 105,4 1,7
2008 104,6 -0,1 105,3 -0,1
2009 99,2 -5,2 102,6 -2,5
2010 102,7 3,6 104,5 1,8
2011 104,4 1,6 106,2 1,6
2012 103,9 -0,4 106,5 0,3
je Erwerbstätigenstundeje Erwerbstätigen
Gesamtwirtschaft
Jahr
*) Bruttowertschöpfung bzw. Bruttoinlandsprodukt (preisbereinigt,
Kettenindex 2005=100) je Erwerbstätigen (umgerechnet auf
Messzahlen 2005=100)
Verarbeitendes Gewerbe
je Erwerbstätigen je ErwerbstätigenstundeJahr
Drucksache 17/13676 – 10 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeZur Abgrenzung der Metall- und Elektroindustrie wurden die
Wirtschaftsabteilungen 24 bis 30 und 33 der Klassifikation der Wirtschaftszweige 2008
(WZ 2008) und 27 bis 35 der Klassifikation der Wirtschaftszweige 1993 bzw.
2003 (WZ 1993/2003) herangezogen.
Bei Zeitreihenvergleichen sind die Wechsel der Klassifikation der
Wirtschaftszweige zu beachten.
Ein Ausweis der Zeitarbeit in einzelnen Branchen ist nicht valide möglich. Es
ist von einer Verzerrung auszugehen, da die Befragten im Zuge ihrer
Selbstauskunft sowohl den Entleih- als auch den Verleihbetrieb angeben können.
Detaillierte Ergebnisse können der nachfolgenden Tabelle 9 entnommen
werden. Hierbei ist zu beachten, dass Überschneidungen möglich sind
(beispielsweise kann eine Person gleichzeitig befristet und teilzeitbeschäftigt sein).
Tabelle 9: Erwerbstätige1) in der Metall- und Elektroindustrie2)
Ergebnisse des Mikrozensus, in 1000
Quelle: Statistisches Bundesamt
1) Personen im Alter von 15 bis 64 Jahren, nicht in Bildung oder Ausbildung, ohne Zeit- und
Berufssoldat(en/innen) sowie Grundwehr- und Zivildienstleistende
2) Klassifikation der Wirtschaftszweige Abteilungen 24 bis 30 und 33 (WZ2008) bzw. 27 bis 35
(WZ1993/2003). Veränderungen zwischen 2007 und 2008 können teilweise durch den Wechsel der
Wirtschaftszweigklassifikation bedingt sein.
3) Mit 20 und weniger Arbeitsstunden pro Woche
2000 4.423 4.281 216 5,0 175 4,1
2001 4.500 4.348 216 5,0 188 4,3
2002 4.468 4.320 179 4,1 182 4,2
2003 4.330 4.177 180 4,3 181 4,3
2004 4.320 4.168 187 4,5 185 4,4
2005 4.212 4.057 219 5,4 174 4,3
2006 4.322 4.171 230 5,5 185 4,4
2007 4.446 4.304 262 6,1 185 4,3
2008 4.373 4.244 260 6,1 179 4,2
2009 4.246 4.122 188 4,6 171 4,1
2010 4.187 4.061 201 4,9 164 4,0
2011 4.352 4.226 258 6,1 172 4,1
Anteil an
allen
abhängig
Beschäftigten
Anteil an
allen
abhängig
Beschäftigten
dar. befristet
Beschäftigte
dar.
Teilzeitbeschäftigte3)
Erwerbstätige
Abhängig Beschäftigte
Insgesamt
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ISSN 0722-8333]