[Deutscher Bundestag Drucksache 17/14491
17. Wahlperiode 06. 08. 2013 Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Wolfgang Gehrcke, Paul Schäfer (Köln),
Christine Buchholz, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 17/14408 –
Kosten der Auslandseinsätze der Bundeswehr
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Seit 1990 hat die Bundesregierung die Bundeswehr in 44 Auslandseinsätze
geschickt, die ein breites Spektrum von der Katastrophenhilfe bis hin zu
Kriegseinsätzen abgedeckt haben bzw. abdecken.
Dieses „militärische Engagement“ wird in der Regel mit dem Hinweis der
„gewachsenen Verantwortung Deutschlands in der Welt“ und der Solidarität
innerhalb des transatlantischen Bündnisses begründet.
Über die realen Kosten dieser Politik wird die Öffentlichkeit weitestgehend im
Unklaren gelassen. Die im Haushaltsentwurf veranschlagten „Maßnahmen der
Bundeswehr im Zusammenhang mit internationalen Einsätzen“
(Personalausgaben, Nicht aufteilbare sächliche Verwaltungsausgaben, Erhaltung von
Wehrmaterial, Militärische Beschaffungen, Militärische Anlagen, Deutscher
Beitrag zu den gemeinsamen Kosten NATO-/EU-geführter Militäreinsätze)
werden regelmäßig überschritten.
Vo r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Die Bundeswehr beteiligt sich an Auslandseinsätzen sowie an internationalen
Hilfseinsätzen. Einsatzbedingte Zusatzausgaben im Rahmen von
Auslandseinsätzen werden in der Regel aus dem Einzelplan 14 Kapitel 14 03 Titelgruppe 08,
die Beteiligung an internationalen Hilfseinsätzen hingegen aus den originären
Titeln des Einzelplans 14 finanziert.
In den 90er-Jahren, zu Beginn der Einsätze der Bundeswehr, gab es eine solche
differenzierte Betrachtungsweise nicht. Ausgaben für internationale
Hilfseinsätze und Auslandseinsätze wurden zunächst aus dem Einzelplan 60
(Allgemeine Finanzverwaltung) finanziert. Im Einzelplan 14 wurde erstmals im Jahr
1994 ein entsprechender Titel für „Maßnahmen der Bundeswehr im
Zusammenhang mit internationalen humanitären Hilfsmaßnahmen“ eingeführt.
Gleichwohl wurde – insbesondere für die im ehemaligen Jugoslawien durchgeführten
Einsätze – auf eine Finanzierung aus dem Einzelplan 60 zurückgegriffen. Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums der Verteidigung vom 4. August
2013 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 17/14491 – 2 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeMit dem Haushalt 2001 wurde im Einzelplan 14 erstmals die Titelgruppe 08 bei
Kapitel 14 03 eingeführt. Wegen der sich stetig verändernden
Rahmenbedingungen in den laufenden Einsätzen sowie wegen möglicher neuer Einsätze können
die einsatzbedingten Zusatzausgaben allerdings nicht im Rahmen der
Haushaltsaufstellung für das jeweilige Haushaltsjahr verlässlich prognostiziert werden.
Auf Grund der ausgebrachten Haushaltsvermerke ist es jedoch in der Regel
möglich, die mit den Auslandseinsätzen verbundenen einsatzbedingten
Zusatzausgaben aus dem Einzelplan 14 zu finanzieren.
Ab dem Haushaltsjahr 1995 hat das Bundesministerium der Verteidigung dem
Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages regelmäßig über die
geleisteten einsatzbedingten Zusatzausgaben berichtet. Ab dem Haushaltsjahr 1998
wird in diesen Berichten die Ausgabenplanung zu Beginn eines Haushaltsjahres
(1. Januar) den Ist-Ausgaben zum Ende eines Haushaltsjahres (31. Dezember)
gegenübergestellt. In den Jahresberichten werden unterjährig beginnende
Einsätze auf Grund der Stichtagsbezogenheit bei der Ausgabenplanung (1. Januar)
im ersten Einsatzjahr nicht dargestellt. Gleichwohl werden vor Beginn eines
Einsatzes die voraussichtlich entstehenden Ausgaben prognostiziert und bei zu
mandatierenden Einsätzen im Mandatstext aufgeführt.
Letztmalig wurde der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages im Mai
2013 mit Ausschussdrucksache 17(8)5993 unterrichtet.
In der Anlage sind die Ausgaben und Ausgabenplanungen von
Auslandseinsätzen und internationalen Hilfseinsätzen dargestellt. Auf Grund der geschilderten
Historie und vor dem Hintergrund der teilweise mehr als 20 Jahre
zurückliegenden Einsätze ist eine Darstellung in der gewünschten Informationstiefe nicht in
jedem Fall möglich.
1. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr bei der Erdbebenhilfe für den Iran 1990 vorab veranschlagt,
und wie hoch waren die Kosten tatsächlich?
Ausgabenplanung und geleistete Ausgaben sind nicht mehr ermittelbar.
Zu den Leistungen der Bundeswehr wird auf Bundestagsdrucksache 12/7737
verwiesen.
2. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die Operation „Südflanke“ (Entsendung von
Minensuchbooten ins Mittelmeer und in den Persischen Golf von 1990 bis 1991)
vorab veranschlagt, und wie hoch waren die Kosten tatsächlich (bitte nach
Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Ausgabenplanung und geleistete Ausgaben sind nicht mehr ermittelbar.
3. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für den Schutz der Türkei 1991 im Rahmen der Allied
Command Europe Mobile Forces (AMF Air) der NATO vor eventuellen
Angriffen des Iraks vorab veranschlagt, und wie hoch waren die Kosten
tatsächlich?
Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die Operation „Kurdenhilfe“ 1991 vorab veranschlagt, und
wie hoch waren die Kosten tatsächlich?
Ausgabenplanung und geleistete Ausgaben sind nicht mehr ermittelbar.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 3 – Drucksache 17/144914. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die Mission der United Nations Special Commission
(1991 bis 1996) vorab veranschlagt, und wie hoch waren die tatsächlichen
Kosten tatsächlich (bitte nach Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Die geleisteten Ausgaben sind in der Anlage dargestellt. Die Ausgabenplanung
lässt sich nicht mehr ermitteln.
5. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die UN Advanced Mission in Cambodia (UNAMIC)
1991 vorab veranschlagt, und wie hoch waren die Kosten tatsächlich?
Ausgabenplanung und geleistete Ausgaben sind nicht mehr ermittelbar.
6. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die Operation „Sharp Guard “ unter NATO- und WEU-
Führung (Embargo gegen das ehemalige Jugoslawien in der Adria) 1992
bis 1996 vorab veranschlagt, und wie hoch waren die Kosten tatsächlich
(bitte nach Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Die geleisteten Ausgaben sind in der Anlage dargestellt. Die Ausgabenplanung
lässt sich nicht mehr ermitteln.
7. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die United Nations Transitional Authority Mission in
Cambodia (UNTAC) 1992 bis 1993 vorab veranschlagt, und wie hoch
waren die tatsächlichen Kosten (bitte nach Kalenderjahren
aufschlüsseln)?
Die geleisteten Ausgaben sind in der Anlage dargestellt. Die Ausgabenplanung
lässt sich nicht mehr ermitteln.
8. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die UN-geführte Operation UNSOM II und Operation
„Southern Cross“ 1993 bis 1994 vorab veranschlagt, und wie hoch waren
die Kosten tatsächlich (bitte nach Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Die geleisteten Ausgaben der Mission UNSOM II sind in der Anlage
dargestellt. Die der Operation „Southern Cross“ zurechenbaren Ausgaben lassen
sich nicht mehr feststellen. Die Ausgabenplanung lässt sich nicht mehr
ermitteln.
9. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die UN-geführte Mission „UNAMIR“ (Ruanda) 1994
vorab veranschlagt, und wie hoch waren die Kosten tatsächlich?
Die geleisteten Ausgaben sind in der Anlage dargestellt. Die Ausgabenplanung
lässt sich nicht mehr ermitteln.
10. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die NATO-Operation „Deliberate Force“ (Schutz der
UNPROFOR-Mission in Bosnien-Herzegowina) 1995 vorab veranschlagt,
und wie hoch waren die Kosten tatsächlich?
Ausgabenplanung und geleistete Ausgaben sind nicht mehr ermittelbar.
Drucksache 17/14491 – 4 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode11. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die UN-geführte Mission UNPROFOR (Kroatien und
Bosnien-Herzegovina) 1995 bis 1996 vorab veranschlagt, und wie hoch
waren die Kosten tatsächlich (bitte nach Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Die geleisteten Ausgaben sind in der Anlage dargestellt. Die Ausgabenplanung
lässt sich nicht mehr ermitteln.
12. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die NATO-Operation „Joint Endeavour“ IFOR (Bosnien-
Herzegovina) 1995 bis 1996 vorab veranschlagt, und wie hoch waren die
Kosten tatsächlich (bitte nach Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Die geleisteten Ausgaben sind in der Anlage dargestellt. Die Ausgabenplanung
lässt sich nicht mehr ermitteln.
13. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die NATO-Operation „Joint Guard“ und „Joint Forge“
SFOR (Stabilisation Force in Bosnien-Herzegowina) 1996 bis 2004 vorab
veranschlagt, und wie hoch waren die Kosten tatsächlich (bitte nach
Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Die geleisteten Ausgaben und die Ausgabenplanung ab 1998 sind in der Anlage
dargestellt. Hinsichtlich der Ausgabenplanung für das Jahr 1997 wird auf
Bundestagsdrucksache 13/6500 verwiesen. Die den Operationen „Joint Guard“ und
„Joint Forge“ zurechenbaren Ausgaben lassen sich nicht mehr ermitteln.
14. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die Operation „Libelle“ – Evakuierung von Zivilisten aus
Albanien – 1991 bis 2004 vorab veranschlagt, und wie hoch waren die
Kosten tatsächlich?
Die Evakuierungsoperation Libelle wurde am 14. März 1997 durchgeführt.
Die Ausgaben wurden nicht gesondert erfasst.
15. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die NATO-Operation „Allied Force“ (Luftkrieg gegen
BR Jugoslawien) vorab veranschlagt, und wie hoch waren die Kosten
tatsächlich?
Ausgaben und Ausgabenplanung für die im Jahr 1999 erfolgte Beteiligung an
den von der NATO geplanten begrenzten und in Phasen durchzuführenden
Luftoperationen zur Abwendung einer humanitären Katastrophe im Kosovo-
Konflikt sind der Anlage zu entnehmen. Ausgaben für die in Einsatzbereitschaft
zu haltenden Kräfte in den Jahren 1998 und 2001 wurden dem SFOR- bzw.
KFOR-Einsatz zugeordnet.
16. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die Albanien Force – NATO-geführte Operation ALLIED
HARBOUR 1999 vorab veranschlagt, und wie hoch waren die Kosten
tatsächlich?
Die geleisteten Ausgaben und die Ausgabenplanung sind in der Anlage
dargestellt.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 5 – Drucksache 17/1449117. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die UN-Mission INTERFET (Osttimor) 1999 bis 2000
vorab veranschlagt, und wie hoch waren die Kosten tatsächlich (bitte
nach Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Die geleisteten Ausgaben sind in der Anlage dargestellt. Zur Ausgabenplanung
wird auf Bundestagsdrucksache 14/1719 verwiesen.
18. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die NATO-Operation „Essential Harvest“ (Mazedonien)
2001 vorab veranschlagt, und wie hoch waren die Kosten tatsächlich?
Die geleisteten Ausgaben und die Ausgabenplanung sind in der Anlage
dargestellt.
19. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die Operation „Enduring Freedom“ (Kuwait) 2002 bis
2003 vorab veranschlagt, und wie hoch waren die Kosten tatsächlich
(bitte nach Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Ausgaben und Ausgabenplanung (ab 2002) für die bereits am 16. November
2001 mandatierte und begonnene Beteiligung der Bundeswehr an der Operation
„Enduring Freedom“ sind in der Anlage dargestellt. Eine Erfassung dieser
Ausgaben nach Regionen erfolgte nicht. Hinsichtlich der Ausgabenplanung für das
Jahr 2001 wird auf Bundestagsdrucksache 14/7296 verwiesen.
20. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die Operation „Enduring Freedom“ (Horn von Afrika)
2002 bis 2010 vorab veranschlagt, und wie hoch waren die Kosten
tatsächlich (bitte nach Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Auf die Antwort zu Frage 19 wird verwiesen.
21. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die Operation „Enduring Freedom“ (Afghanistan) 2002
bis 2010 vorab veranschlagt, und wie hoch waren die Kosten tatsächlich
(bitte nach Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Auf die Antwort zu Frage 19 wird verwiesen.
22. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die Operation „Concordia“ (Mazedonien) 2003 vorab
veranschlagt, und wie hoch waren die Kosten tatsächlich?
Die geleisteten Ausgaben sind in der Anlage dargestellt. Hinsichtlich der
Ausgabenplanung wird auf Bundestagsdrucksache 15/696 verwiesen.
23. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die EU-Operation „Artemis“ (Demokratischen Republik
Kongo) 2003 vorab veranschlagt, und wie hoch waren die Kosten
tatsächlich?
Die geleisteten Ausgaben sind in der Anlage dargestellt. Hinsichtlich der
Ausgabenplanung wird auf Bundestagsdrucksache 15/1168 verwiesen.
Drucksache 17/14491 – 6 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode24. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für den humanitären Hilfseinsatz in Indonesien nach dem
Seebeben 2005 vorab veranschlagt, und wie hoch waren die Kosten
tatsächlich?
Für die Tsunami-Katastrophenhilfe im Jahr 2005 hat der Haushaltsausschuss
des Deutschen Bundestages eine außerplanmäßige Ausgabe im Einzelplan 23
des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(BMZ) bis zu einer Höhe von 125 Mio. Euro gebilligt. Hiervon wurden für den
Bundeswehreinsatz in Banda Aceh 15 Mio. Euro eingeplant und rund 13,7 Mio.
Euro verausgabt.
25. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die EU-Operation EUFOR RD Congo 2006 vorab
veranschlagt, und wie hoch waren die Kosten tatsächlich?
Die geleisteten Ausgaben sind in der Anlage dargestellt. Hinsichtlich der
Ausgabenplanung wird auf Bundestagsdrucksache 16/1507 verwiesen.
26. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die von der Afrikanischen Union geführte Operation
AMIS (African Union Mission in Sudan) 2004 bis 2007 vorab
veranschlagt, und wie hoch waren die Kosten tatsächlich (bitte nach
Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Die geleisteten Ausgaben sowie die Ausgabenplanung ab 2005 sind in der
Anlage dargestellt. Hinsichtlich der Ausgabenplanung für das Jahr 2004 wird
auf Bundestagsdrucksache 15/4227 verwiesen.
27. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die UN-Beobachtermission UNMEE (Äthiopien und
Eritrea) 2000 bis 2008 vorab veranschlagt, und wie hoch waren die
Kosten tatsächlich (bitte nach Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Die Bundeswehr hat sich von 2004 bis 2008 an der UN-Beobachtermission
UNMEE beteiligt. Die geleisteten Ausgaben sowie die Ausgabenplanung ab
2007 sind in der Anlage dargestellt.
28. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die UN-Beobachtermission UNOMIG (Georgien) 1994
bis 2009 vorab veranschlagt, und wie hoch waren die Kosten tatsächlich
(bitte nach Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Die geleisteten Ausgaben sowie die Ausgabenplanung ab 2004 sind in der
Anlage dargestellt.
29. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die UN-geführte Mission UNMIS (United Nations
Mission in Sudan) 2005 bis 2011 vorab veranschlagt, und wie hoch waren
die Kosten tatsächlich (bitte nach Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Die geleisteten Ausgaben sowie die Ausgabenplanung ab 2006 sind in der
Anlage dargestellt. Hinsichtlich der Ausgabenplanung für das Jahr 2005 wird auf
Bundestagsdrucksache 15/5265 verwiesen.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 7 – Drucksache 17/1449130. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die Evakuierungsoperation „Pegasus“ (Libyen) 2011
vorab veranschlagt, und wie hoch waren die Kosten tatsächlich?
Ausgaben für diese Evakuierungsoperation wurden nicht gesondert erfasst.
31. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für den Einsatz der
Bundeswehr für die EUFOR Operation „Althea“ (European Union Force
in Bosnia and Herzegovina) 2004 bis 2012 vorab veranschlagt, und wie
hoch waren die Kosten tatsächlich (bitte nach Kalenderjahren
aufschlüsseln)?
Die geleisteten Ausgaben sowie die Ausgabenplanung ab 2005 sind in der
Anlage dargestellt. Hinsichtlich der Ausgabenplanung für das Jahr 2004 wird auf
Bundestagsdrucksache 15/4245 verwiesen.
32. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für die Beteiligung
der Bundeswehr am KFOR-Einsatz jeweils seit Beginn der Mission vorab
veranschlagt, und wie hoch waren jeweils die Kosten tatsächlich (bitte
nach Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Der KFOR-Einsatz wurde erstmalig am 11. Juni 1999 mandatiert. Die
geleisteten Ausgaben und die Ausgabenplanung sind in der Anlage dargestellt.
Überdies sind in der Anlage unter der laufenden Nummer 32b Ausgaben für
Maßnahmen erfasst, die dazu dienten, die Streitkräfte personell, ausbildungs-
und ausrüstungsmäßig zur Teilnahme an den Einsätzen SFOR, KFOR und
EUFOR zu befähigen. Diese Ausgaben werden ab dem Jahr 2006 nicht mehr
gesondert ausgewiesen.
33. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für die Beteiligung
der Bundeswehr an der NATO-geführten Operation „Active Endeavour“
(Mittelmeer) jeweils seit Beginn der Mission vorab veranschlagt, und wie
hoch waren jeweils die Kosten tatsächlich (bitte nach Kalenderjahren
aufschlüsseln)?
Die Ausgaben der Operation „Active Endeavour“ (OAE) wurden zunächst bei
der Operation „Enduring Freedom“ (OEF) erfasst. Am 2. Dezember 2010
wurde die Teilnahme am Einsatz OAE erstmalig gesondert mandatiert. Die
geleisteten Ausgaben und die Ausgabenplanung sind in der Anlage dargestellt.
34. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für die Beteiligung
der Bundeswehr an der NATO-geführten Operation ISAF (Afghanistan)
jeweils seit Beginn der Mission vorab veranschlagt, und wie hoch waren
jeweils die Kosten tatsächlich – einschließlich der Kosten für die
Beteiligung deutscher Streitkräfte am NATO-AWACS-Einsatz im Rahmen der
ISAF (bitte nach Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Der ISAF-Einsatz wurde erstmals am 22. Dezember 2001 mandatiert.
Ausgaben und Ausgabenplanung sind in der Anlage dargestellt.
Drucksache 17/14491 – 8 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode35. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für die Beteiligung
der Bundeswehr an der UN-geführten Operation UNIFIL II (Libanon)
jeweils seit Beginn der Mission vorab veranschlagt, und wie hoch waren
jeweils die Kosten tatsächlich (bitte nach Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Der UNIFIL-Einsatz wurde erstmalig am 20. September 2006 mandatiert. Die
geleisteten Ausgaben und die Ausgabenplanung ab 2007 sind in der Anlage
dargestellt. Hinsichtlich der Ausgabenplanung für das Jahr 2006 wird auf
Bundestagsdrucksache 16/2572 verwiesen.
36. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für die Beteiligung
der Bundeswehr an der UN/AU-geführten Operation UNAMID (United
Nations and African Union Mission in Darfur-Sudan) jeweils seit Beginn
der Mission vorab veranschlagt, und wie hoch waren jeweils die Kosten
tatsächlich (bitte nach Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Der UNAMID/DARFUR-I-Einsatz wurde erstmalig am 15. November 2007
mandatiert. Die geleisteten Ausgaben und die Ausgabenplanung ab 2008 sind in
der Anlage dargestellt. Die einsatzbedingten Zusatzausgaben des Jahres 2008
betrugen rund 17 000 Euro und können auf Grund des geringen Wertes nicht
tabellarisch in der Anlage abgebildet werden. Hinsichtlich der
Ausgabenplanung für das Jahr 2007 wird auf Bundestagsdrucksache 16/6941 verwiesen.
37. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für die Beteiligung
der Bundeswehr an der EU-Operation ATALANTA (Horn von Afrika)
jeweils seit Beginn der Mission vorab veranschlagt, und wie hoch waren
jeweils die Kosten tatsächlich (bitte nach Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Der ATALANTA-Einsatz wurde erstmalig am 19. Dezember 2008 mandatiert.
Die geleisteten Ausgaben und die Ausgabenplanung ab 2009 sind in der Anlage
dargestellt. Hinsichtlich der Ausgabenplanung für das Jahr 2008 wird auf
Bundestagsdrucksache 16/11337 verwiesen.
38. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für die Beteiligung
der Bundeswehr an der EUTM Somalia (EU-Trainingsmission) jeweils
seit Beginn der Mission vorab veranschlagt, und wie hoch waren jeweils
die Kosten tatsächlich (bitte nach Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Die Beteiligung der Bundeswehr an der EUTM Somalia begann 2010. Die
geleisteten Ausgaben und die Ausgabenplanung ab 2011 sind in der Anlage
dargestellt. Zu Beginn der Mission im Jahr 2010 wurden für einen Zeitraum von
12 Monaten voraussichtliche einsatzbedingte Zusatzausgaben in Höhe von
1,5 Mio. Euro angenommen.
39. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für die Beteiligung
der Bundeswehr an der UN-geführten Mission UNMISS (Südsudan)
jeweils seit Beginn der Mission vorab veranschlagt, und wie hoch waren
jeweils die Kosten tatsächlich (bitte nach Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Die Beteiligung der Bundeswehr an der UNMISS wurde erstmalig am 8. Juli
2011 mandatiert. Die geleisteten Ausgaben und die Ausgabenplanung ab 2012
sind in der Anlage dargestellt. Hinsichtlich der Ausgabenplanung für das Jahr
2011 wird auf Bundestagsdrucksache 17/6449 verwiesen.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 9 – Drucksache 17/1449140. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für die Beteiligung
der Bundeswehr an der EUCAP-NESTOR-Ausbildungsmission (Horn
von Afrika) jeweils seit Beginn der Mission vorab veranschlagt, und wie
hoch waren jeweils die Kosten tatsächlich (bitte nach Kalenderjahren
aufschlüsseln)?
Die Beteiligung der Bundeswehr an EUCAP NESTOR wurde am 15. August
2012 durch das Kabinett beschlossen. Ausgaben und Ausgabenplanung können
auf Grund des geringen Wertes nicht in der Anlage abgebildet werden. Die
Ausgaben für 2012 belaufen sich auf 1 132 Euro (geplant 70 000 Euro). Im
laufenden Haushaltsjahr wurden mit Stand 30. Juni 2013 bislang 9 915 Euro
verausgabt (geplant 280 000 Euro).
41. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für die Beteiligung
der Bundeswehr an der NATO-Operation „Active Fencer“ (Patriot-
Luftabwehrsystem Türkei) seit Beginn der Mission vorab veranschlagt?
Die Beteiligung der Bundeswehr an „Active Fence“ wurde erstmalig am
12. Dezember 2012 mandatiert. Die geleisteten Ausgaben und die
Ausgabenplanung für 2013 sind in der Anlage dargestellt. Hinsichtlich der
Ausgabenplanung für das Jahr 2012 wird auf Bundestagsdrucksache 17/11783 verwiesen.
42. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für die Beteiligung
der Bundeswehr an der EUTM-MALI-Ausbildungsmission (Mali) seit
Beginn der Mission vorab veranschlagt?
Die Beteiligung der Bundeswehr an der EUTM Mali wurde erstmalig am 28.
Februar 2013 mandatiert. Die geleisteten Ausgaben sind in der Anlage dargestellt.
Hinsichtlich der Ausgabenplanung wird auf Bundestagsdrucksache 17/12367
verwiesen.
43. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten für die Beteiligung
der Bundeswehr an der ECOWAS-geführten Operation AFISMA/UN-
geführten Mission MINUSMA (Mali) seit Beginn der Mission vorab
veranschlagt?
Die Beteiligung der Bundeswehr an AFISMA wurde erstmalig am 28. Februar
2013 mandatiert. Die geleisteten Ausgaben sind in der Anlage dargestellt.
Hinsichtlich der Ausgabenplanung wird auf Bundestagsdrucksache 17/12368
verwiesen. Mit Wirkung vom 1. Juli 2013 wurde AFISMA in die UN-geführte
Mission MINUSMA überführt. Hinsichtlich der Ausgabenplanung wird auf
Bundestagsdrucksache 17/13754 verwiesen.
44. Wie hoch wurden die einsatzbedingten Zusatzkosten aller benannten
Einsätze seit 1990 bis heute insgesamt vorab veranschlagt, und wie hoch
waren die Kosten tatsächlich (bitte nach Kalenderjahren aufschlüsseln)?
Hinsichtlich der Gesamtausgaben und Ausgabenplanung wird auf die Anlage
verwiesen. Die Fragen 1, 24 und 40 blieben hierbei unberücksichtigt. Ergänzend
werden ab dem Haushaltsjahr 2007 in den Jahresberichten neben den
einsatzspezifischen Ausgaben querschnittliche Ausgaben, die keinem konkreten
Einsatz zugeordnet werden können, gesondert geplant und erfasst. Sie sind unter
Frage 44 in der Anlage aufgeführt und in der Gesamtsumme berücksichtigt. Im
Übrigen wird auf die Antworten zu den Fragen 1 bis 43 verwiesen.
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ISSN 0722-8333]