[Deutscher Bundestag Drucksache 17/14703
17. Wahlperiode 05. 09. 2013 Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Wolfgang Gehrcke,
Christine Buchholz, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 17/14580 –
Umfang von Werbemaßnahmen der Bundeswehr einschließlich Werbung
an Schulen im Jahr 2012
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die Bundeswehr hat in den letzten Jahren ihre Reklametätigkeiten sowohl im
personalwerblichen als auch im Öffentlichkeitsbereich massiv verstärkt. Das
Budget für Anzeigen ist genauso gestiegen wie Auftritte auf Messen, und
selbst die Jugendoffiziere haben im vergangenen Jahr mehr Schüler erreicht
als im Jahr 2011 (vgl. hierzu u. a. Bundestagsdrucksachen 17/4973, 17/9501
und den Jahresbericht der Jugendoffiziere 2012).
Die ausgeweitete Reklametätigkeit der Bundeswehr ist einerseits Ausdruck
ihrer Schwierigkeiten, noch ausreichend Jugendliche zu finden, die zu einem
Dienst in der „Einsatzarmee“ Bundeswehr, d. h. ggf. auch zur Beteiligung am
Krieg in Afghanistan, bereit sind. Andererseits tragen die Bemühungen nach
Auffassung der Fragesteller zur Militarisierung der Gesellschaft bei.
Eine Differenzierung in personalwerbliche und Öffentlichkeitsarbeit, wie sie
die Bundesregierung in ihrer Vorbemerkung auf Bundestagsdrucksache 17/9501
anmahnt, kann zwar zur Unterscheidung der Zielgruppen, die beworben
werden sollen, hilfreich sein. Letztlich dienen aber beide Werbearten dazu, in der
Öffentlichkeit das Bild einer Armee zu zeichnen, die angeblich der
Verteidigung und der Sicherheit diene und zugleich attraktive Arbeitsplätze
bereithalte. Eine tatsächliche Informationsarbeit, die diesen Namen verdient und
sich nicht in bloßer Propaganda erschöpft, müsste nach Auffassung der
Fragesteller auch die Kehrseite aufzeigen – z. B. den blutigen Krieg in Afghanistan
mit seinen zahlreichen, vom Militär verharmlosend „Kollateralschäden“
genannten, zivilen Toten.
Vo r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Mit dem Versuch, Personalwerbung und Öffentlichkeitsarbeit unter dem
Begriff „Reklametätigkeiten“ zusammenzuführen, vermischen die Fragesteller
trotz mehrfacher Klarstellungen im Rahmen der Beantwortung der von ihnen
eingereichten „regelmäßigen“ Anfragen erneut die inhaltlich voneinander ge- Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums der Verteidigung vom
4. September 2013 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 17/14703 – 2 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodetrennten Maßnahmen der Personalwerbung und der Öffentlichkeitsarbeit der
Bundeswehr. Die dahinter stehende Absicht ist bekannt. Die Informationsarbeit
der Bundeswehr ist eine vom Bundesverfassungsgericht der Bundesregierung
auferlegte Pflicht (BVerfG vom 2. März 1977).
Die Bundeswehr muss, darf und wird auch zukünftig für sich werben bzw. über
sich informieren.
1. Welche Gesamtkosten, einschließlich Personalkosten, sind in den Jahren
seit 2006 jeweils für Personalwerbung aufgewendet worden (bitte in
einzelne Werbeformate bzw. -träger aufgliedern)?
Die Aufbewahrungsfrist für die erbetenen Informationen beträgt fünf Jahre,
sodass Angaben seit 2008 vorgelegt werden.
Die Zuordnung der Ausgaben für Personalwerbung zu einzelnen
Werbeformaten bzw. -trägern bitte ich der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.
Personalkosten können in der erbetenen Aufgliederung nicht zugeordnet
werden. Diese werden in dieser Form nicht erfasst.
Angaben in Tsd. Euro (ca.).
2. Welche Gesamtkosten, einschließlich Personalkosten, sind in den Jahren
seit 2006 für Öffentlichkeitsarbeit aufgewendet worden (bitte in einzelne
Werbeformate bzw. -träger aufgliedern)?
Die angefallenen Ausgaben im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit sind der
nachstehenden Tabelle zu entnehmen.
Angaben in Tsd. Euro (ca.).
Personalkosten für die unterschiedlichen Veranstaltungsformate der
Öffentlichkeitsarbeit werden durch das Bundesministerium der Verteidigung nicht erfasst.
Werbeträger/Jahr 2008 2009 2010 2011 2012
Print 699 1 330 1 240 2 660 6 200
Radio 2 160 1 610 1 630 2 780 5 870
TV 1 3 1 050 1 630 4 620
Kino 590 – 1 11 –
Internet 120 600 950 1 290 2 830
Out-of-Home-Werbung 206 650 225 180 820
Jahr Ausgaben
2006 2 410
2007 2 400
2008 2 460
2009 2 340
2010 2 380
2011 2 480
2012 2 630
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 3 – Drucksache 17/14703Personalkosten für Fachpersonal der Öffentlichkeitsarbeit sind am Beispiel der
Jugendoffiziere der Antwort zu Frage 21 zu entnehmen.
Werbeformate bzw. -träger werden nicht durch Haushaltsmittel
Öffentlichkeitsarbeit getragen.
3. Welche Kosten sind 2012 im Einzelnen im personalwerblichen Bereich
und der Öffentlichkeitsarbeit jeweils für Anzeigen
a) in Printmedien,
b) im Radio,
c) im Fernsehen,
d) in Kinos,
e) im Internet,
f) auf Plakatwänden, Bandenwerbung, Bildschirmen in Stadien u. Ä.,
g) in anderen Medienformaten oder
h) durch die Erstellung eigener Medien entstanden (bitte den Bereich der
„anderen Medienformate“ und eigener Medien ausdifferenzieren)?
Die Ausgaben, die in der erbetenen Aufschlüsselung nach den Buchstaben a
bis f im Jahr 2012 im personalwerblichen Bereich entstanden sind, können der
Tabelle in der Antwort zu Frage 1 entnommen werden.
Die Ausgaben für „andere Medienformate“ bitte ich der nachstehenden Tabelle
zu entnehmen.
Angaben in Tsd. Euro (ca.).
Für Anzeigen in „eigenen Medienformaten“ sind im Jahr 2012 keine Ausgaben
entstanden.
Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit sind für Bannerpräsentationen
Haushaltsmittel in Höhe von ca. 11 000 Euro verausgabt worden.
4. Mit welchen Gesamtkosten für 2013 rechnet die Bundesregierung derzeit,
und wie gliedern sich diese auf einzelne Werbeformate bzw. -träger auf
(bitte sowohl für Personalwerbung als auch Öffentlichkeitsarbeit angeben)?
Die Angaben zum Planungsstand für den Bereich der Personalwerbung bitte
ich der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.
Andere Medienformate Ausgaben
Kooperationen im Bereich Sport 253
Postcard 2.0 21
Medienkomplettkooperationen 107
Instore Radio/ Kaufhauswerbung 11
Flyer 1
Werbeträger Ausgaben
Print 3 530
Radio 3 820
TV 7 040
Kino 6
Drucksache 17/14703 – 4 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeAngaben in Tsd. Euro (ca.).
Die Öffentlichkeitsarbeit dient der Information der Bevölkerung in Deutschland.
Sie ist keine Werbung; entsprechend gibt es keine Werbeformate (siehe Antwort
zu Frage 2).
Die Angaben bitte ich der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.
Angaben in Tsd. Euro (ca.).
Bei Tagen der offenen Tür werden Give-Aways in begrenztem Umfang
bereitgestellt. Im laufenden Jahr sind dafür Haushaltsmittel in Höhe von 50 000 Euro
eingeplant.
5. An wie vielen Messen, Ausstellungen und ähnlichen Veranstaltungen zum
Zweck der Öffentlichkeitsarbeit oder Personalwerbung inklusive
„Jugendmarketing“ hat die Bundeswehr 2012 teilgenommen, welche Kosten sind
dafür entstanden, und wie ist ein etwaiger signifikanter Unterschied zu den
Zahlen der Vorjahre zu erklären?
Die Personalgewinnungsorganisation hat an rund 1 410 Veranstaltungen
teilgenommen. Dabei sind Ausgaben in Höhe von ca. 3 500 000 Euro entstanden.*
Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit hat die Bundeswehr an sieben Fach- und
Verbrauchermessen teilgenommen. Darüber hinaus erfolgte die Teilnahme an
zwei Veranstaltungen der Bundesregierung (Tag der offenen Tür und Tag der
Deutschen Einheit). Insgesamt entstanden für die vorgenannten neun
Veranstaltungsformate der Öffentlichkeitsarbeit Ausgaben in Höhe von ca. 427 000 Euro.
Sowohl in der Öffentlichkeitsarbeit als auch in der Personalwerbung ist kein
signifikanter Unterschied zu den Vorjahren feststellbar.
Internet 3 070
Out-of-Home-Werbung 500
Veranstaltungen bzw. Formate Ausgaben
Tag der offenen Tür der Bundesregierung 25
Tag der Deutschen Einheit 75
Informationsbroschüren 135
Zentrale Sicherheitspolitische Seminare 170
Informationsmaterialien 67
Besucherdienst BMVg 35
Auftritte bei Fach- und Verbrauchermessen 350
Organisationsbereiche Bundeswehr 247
Landeskommandos 426
Bewegbildproduktion 240
Banner Hauswand BMVg 15
Weitere Maßnahmen 200
Werbeträger Ausgaben
* Das Bundesministerium der Verteidigung hat mit Schreiben vom 25. September 2013 (E-Mail) die Antwort zu Frage 5 in geänderter Fassung
übermittelt; dieses wurde den Fraktionen am 25. September 2013 zugeleitet.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 5 – Drucksache 17/14703a) Welcher Bereich der Bundeswehr (Messe- und Eventmarketing,
Zentren für Nachwuchsgewinnung usw.) hat wie viele dieser Termine
wahrgenommen, und welche Kosten sind dabei jeweils entstanden?
Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit hat das Zentrale Messe- und
Eventmarketing der Bundeswehr (ZeMEMBw) die zuvor genannten sieben Fach- und
Verbrauchermessen durchgeführt. Dabei sind Ausgaben in Höhe von insgesamt
ca. 328 000 Euro entstanden.
Die zwei Veranstaltungen der Bundesregierung wurden vom Presse- und
Informationsstab des Bundesministeriums der Verteidigung realisiert. Dabei sind
Ausgaben in Höhe von insgesamt ca. 98 000 Euro entstanden.
Im Rahmen der Personalwerbung hat das ZeMEMBw an rund 80
Veranstaltungen teilgenommen. Dabei sind Ausgaben in Höhe von insgesamt ca.
2 400 000 Euro entstanden.*
Die Zentren für Nachwuchsgewinnung haben an rund 1 300 Veranstaltungen
teilgenommen. Dabei sind Ausgaben in Höhe von insgesamt ca. 950 000 Euro
entstanden.
Das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung bzw. Bundesamt für
Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr hat an 30
Veranstaltungen teilgenommen. Dabei sind Ausgaben in Höhe von insgesamt
ca. 150 000 Euro entstanden.
b) An wie vielen dieser Veranstaltungen haben Karriereberater bzw.
Jugendoffiziere teilgenommen (bitte nach Öffentlichkeitsarbeit und
Personalwerbung differenzieren)?
An allen vorgenannten Fach- und Verbrauchermessen der Öffentlichkeitsarbeit
sowie an den beiden Regierungsveranstaltungen haben Jugendoffiziere der
Bundeswehr teilgenommen.
Karriereberater haben an rund 1 400 der vorgenannten Veranstaltungen
teilgenommen.
6. Wie viele Personen hat die Bundeswehr bei diesen Anlässen erreicht (bitte
möglichst nach Öffentlichkeitsarbeit und Personalwerbung
unterscheiden)?
Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit wurden bei den vorgenannten sieben
Messen nach Angaben der jeweiligen Messeleitungen ca. 910 000 Personen
erreicht. In den beiden vorgenannten Regierungsveranstaltungen wurden
ca. 404 000 Personen erreicht. Im Bereich der Personalwerbung wurden bei
den vorgenannten Veranstaltungen ca. 12,3 Millionen Personen erreicht.
a) Welche Anteile entfallen dabei schätzungsweise auf die Zielgruppe der
(potentiell) einberufungsnahen Jugendlichen bzw. jungen
Erwachsenen?
Die Daten werden nicht ermittelt.
b) Welche Anteile entfallen auf deren soziales Umfeld?
Die Daten werden nicht ermittelt.
* Das Bundesministerium der Verteidigung hat mit Schreiben vom 25. September 2013 (E-Mail) die Antwort zu Frage 5 in geänderter Fassung
übermittelt; dieses wurde den Fraktionen am 25. September 2013 zugeleitet.
Drucksache 17/14703 – 6 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodec) Gehen die Fragesteller richtig in der Annahme, dass die Angabe knapp
10,2 Millionen erreichter Menschen im Jahr 2011
(Bundestagsdrucksache 17/9501, Antwort der Bundesregierung zu Frage 6) so zu
verstehen ist, dass sich „erreichen“ auf ein bloßes Wahrnehmen der
Bundeswehrreklame bezieht, unabhängig von der Intensität der Wahrnehmung
(bitte ggf. korrigieren)?
Diese Annahme ist richtig.
d) Wie viele Gesprächskontakte wurden dabei erfasst (bitte in
Qualitätskontakte, Langfristkontakte und einfache Informationsgespräche
aufteilen)?
Die Angaben bitte ich der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.
Angaben in Tsd. (ca.).
7. Wie viele Zugriffe hat es 2012 auf die Internetseiten treff.bundeswehr.de
und bundeswehr-karriere.de gegeben (bitte nach Quartalen aufgliedern),
und welche Kosten sind für Betrieb sowie Bewerbung (bitte getrennt
darstellen) dieser Seiten jeweils entstanden?
Die Angaben zu Zugriffen auf die Internetseiten bitte ich der nachstehenden
Tabelle zu entnehmen.
Angaben in Tsd. (ca.).
Die Aufwendungen für den IT-Betrieb der Internetauftritte sind im
Leistungsumfang des Hauptvertrages HERKULES enthalten und werden für das IT-
Projekt HERKULES insgesamt vergütet. Die geforderten detaillierten Angaben zu
den Ausgaben können dementsprechend nicht gemacht werden.
Ausgaben für die Bewerbung sind in den Angaben zu den in der Antwort zu
Frage 1 aufgeführten Werbeträgern enthalten, weil diese auf die Internetseiten
verweisen.
8. Welche Kooperationsvereinbarungen bestanden im personalwerblichen
sowie im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit mit Medien im Jahr 2012, und
welche bestehen gegenwärtig, was beinhalten diese, und welche Kosten
entstanden bzw. entstehen hierbei (für die jeweiligen Medien bitte getrennt
ausführen)?
Die Kooperationen mit Medien und entsprechenden Ausgaben im
personalwerblichen Bereich im Jahr 2012 bitte ich der Anlage 1 zu entnehmen.
Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit gibt es keine Kooperationsvereinbarungen
mit Medien.
Qualitätskontakte Langfristkontakte Informationsgespräche
73 53 275
Internetseite 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal
treff.bundeswehr.de 75 65 73 109
bundeswehr-karriere.de 811 786 952 1 062
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 7 – Drucksache 17/147039. Wie hat sich die Auflagenhöhe der Zeitschrift „infopost“ im Jahr 2012
entwickelt, und welche Kosten entstanden dabei?
Die Auflagenhöhe betrug im Jahr 2012 rund 600 000 Stück. Dabei sind
Ausgaben in Höhe von ca. 91 000 Euro entstanden.
10. Sind die in den Antworten zu den Fragen 5, 7, 8 und 9 genannten Kosten
bereits in den Gesamtkosten (Fragen 1 und 2) enthalten?
Für den Bereich der Personalwerbung nicht; die Ausgaben aus der Antwort zu
Frage 5 sind für die Öffentlichkeitsarbeit bereits in der Antwort zu Frage 2
enthalten.
11. Wie viele Auftritte außerhalb militärischer Einrichtungen haben die
Musikkorps der Bundeswehr 2012 durchgeführt, und welche Kosten sind
dabei insgesamt verursacht worden?
Welche Kosten werden für die Musikkorps insgesamt verursacht?
Im Jahr 2012 haben die Musikeinheiten der Bundeswehr insgesamt 644
Auftritte außerhalb militärischer Einrichtungen durchgeführt. Hierfür sind
Fuhrpark- und Reisekosten in Höhe von ca. 380 000 Euro entstanden. Insgesamt
beliefen sich die Fuhrpark- und Reisekosten im Jahr 2012 auf ca. 594 000 Euro.
In der Gesamtsumme sind die o. a. Ausgaben für die Auftritte außerhalb
militärischer Anlagen enthalten. Daneben sind keine weiteren Ausgaben bezifferbar.
12. Wie viele Große Zapfenstreiche und Gelöbnisse außerhalb militärischer
Liegenschaften wurden 2012 durchgeführt, und welche Kosten sind dabei
insgesamt verursacht worden?
Im Jahr 2012 wurden durch die Bundeswehr 65 Feierliche Gelöbnisse
außerhalb militärischer Anlagen durchgeführt. Die hierfür ermittelten Ausgaben
betragen ca. 78 000 Euro. Des Weiteren fanden drei öffentlichkeitswirksame
Große Zapfenstreiche außerhalb militärischer Anlagen statt. Die hierfür
ermittelten Ausgaben betragen ca. 35 000 Euro.
13. Sind die Angaben zu den Karriereberatern (254 600 im Jahr 2012 in
Veranstaltungen erreichte Jugendliche, 25 310 erreichte Lehrkräfte sowie
81 380 weitere Multiplikatoren, vgl. Antwort der Bundesregierung auf
die Schriftliche Frage 45 der Abgeordneten Ulla Jelpke vom 11. Februar
2013 auf Bundestagsdrucksache 17/12339) weiterhin korrekt oder gab es
noch Nachmeldungen (bitte ggf. aktualisieren)?
Die Angaben sind weiterhin korrekt.
a) Wie gliedern sich die „sonstigen Anlässe“ schwerpunktmäßig auf?
Bei den „sonstigen Anlässen“ handelt es sich ausschließlich um Kontakte, die
im Rahmen der Einsätze des Zentralen Messe- und Eventmarketing der
Bundeswehr gewonnen wurden. Im Sinne der Fragestellung konkretisierte Daten
werden weder ermittelt noch vorgehalten.
b) Wie viele der rund 25 000 Lehrkräfte waren Referendare?
Diese Daten werden weder ermittelt noch vorgehalten.
Drucksache 17/14703 – 8 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodec) Wie viele jener Anlässe, die in Schulen stattfanden, fanden nach
Kenntnis der Bundesregierung während des Unterrichts statt, und in
welchem Umfang galt dabei Anwesenheitspflicht?
Informationsvorträge durch die Karriereberatung erfolgen auf Einladung der
Leitung der jeweiligen Bildungseinrichtung. Die Höhe des Anteils von
Informationsvorträgen während des Unterrichtes wird von der jeweiligen
Bildungseinrichtung verantwortet. Diesbezügliche Daten sowie Angaben zur
Anwesenheitspflicht werden weder ermittelt noch vorgehalten.
d) Inwiefern sind Wehrdienstberater dazu angehalten, bei Vorträgen in
Schulen sowie anlässlich von Truppenbesuchen im Klassenrahmen
darauf zu achten, diese außerhalb des regulären Unterrichts zu legen
und auf die Freiwilligkeit der Zuhörerinnen und Zuhörer zu bestehen?
Die Karriereberatung bietet unverbindlich Informationsangebote über den
Arbeitgeber Bundeswehr an. Planungen zum zeitlichen Rahmen und hinsichtlich
der Freiwilligkeit obliegen den jeweiligen Bildungseinrichtungen.
e) Wie gliedern sich die über 81 000 Multiplikatoren schwerpunktmäßig
auf?
Diese Daten werden weder ermittelt noch vorgehalten.
14. Wie viele Vorträge und sonstige Veranstaltungen an Schulen haben die
Karriereberater im Jahr 2012 in den einzelnen Bundesländern jeweils
durchgeführt?
Die Angaben sind der Anlage 2 zu entnehmen.
15. Wie viele Veranstaltungen haben Karriereberater 2012 in Jobcentern,
Berufsinformationszentren und Arbeitsagenturen durchgeführt?
Insgesamt wurden von den Karriereberatern 646 Veranstaltungen in Job
Centern, Berufsinformationszentren und Arbeitsagenturen durchgeführt.
a) Wie viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden dabei insgesamt
erreicht?
Die Anzahl der Teilnehmer wurden 2012 nicht durchgängig erfasst.
b) Wie gliedern sich die Veranstaltungen jeweils auf die einzelnen
Bundesländer auf?
Die Angaben sind der Anlage 3 zu entnehmen.
16. An welchen weiteren Veranstaltungen mit personalwerblicher Relevanz
haben Karriereberater 2012 teilgenommen, und wie viele Jugendliche
und junge Erwachsene haben sie dabei erreicht?
Im Jahr 2012 hat die Karriereberatung an keiner „weiteren Veranstaltung“
teilgenommen.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 9 – Drucksache 17/1470317. Wie viele Bundeswehrangehörige sind derzeit mit Personalwerbung
betraut, und wie soll sich diese Zahl perspektivisch entwickeln (bitte
getrennt für zivilen und militärischen Bereich angeben)?
Wie viele Karriereberatungsbüros sind derzeit eingerichtet und besetzt,
und wie soll sich diese Zahl perspektivisch entwickeln?
Derzeit sind 28 Personen mit der originären Aufgabe der Personalwerbung
eingesetzt, davon 18 in den Karrierecentern der Bundeswehr und zehn Personen
im Bundesamt für Personalmanagement der Bundeswehr.
Eine Differenzierung zwischen militärischem und zivilem Bereich der
Personalwerbung gibt es nicht mehr. Derzeit sind 110 Karriereberatungsbüros
eingerichtet und besetzt. Diese Angaben entsprechen der Zielstruktur.
18. Wie viele
a) Vorträge im Rahmen des Unterrichts,
b) Podiumsdiskussionen an Schulen,
c) Seminare für Schülerinnen und Schüler,
d) Besuche bei der Truppe,
e) sonstige Informationsveranstaltungen für Jugendliche und junge
Erwachsene (auch außerhalb von Schulen)
haben Jugendoffiziere im Jahr 2012 jeweils in den Bundesländern
durchgeführt (bitte Angaben für jedes einzelne Bundesland machen)?
Die Angaben zur Anzahl der Veranstaltungen der Jugendoffiziere im Jahr 2012
sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen. Die Erhebungen werden im
Bundesministerium der Verteidigung nicht nach Bundesländern, sondern nach
Veranstaltungsformaten zentral erfasst und sind im Jahresbericht der
Jugendoffiziere der Bundeswehr, Ausgabe 2012, veröffentlicht.
19. Wie viele Veranstaltungen im Sinne der vorangestellten Frage haben
Jugendoffiziere im Jahr 2012 jeweils für
a) Referendare,
b) Lehrerinnen und Lehrer,
c) weitere Multiplikatoren
durchgeführt (bitte wie Antwort auf die vorangegangene Frage jeweils
pro Bundesland aufgliedern)?
Veranstaltungen Anzahl
Vorträge an Schulen und Universitäten 3 858
Podiumsdiskussionen an Schulen und Universitäten 28
Seminare für Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten 668
Besuche bei der Truppe 320
Sonstige Informationsveranstaltungen für Jugendliche und junge
Erwachsene (auch außerhalb der Schule)
39
Drucksache 17/14703 – 10 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeDie Angaben zu der Anzahl der Veranstaltungen der Jugendoffiziere im Jahr
2012 sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen. Eine Unterscheidung nach
Lehrern und Referendaren wird nicht vorgenommen.
20. In welchen Bundesländern sind Jugendoffiziere auf welche Weise in die
Lehreraus- und fortbildung eingebunden (bitte detailliert beantworten)?
Mit Ausnahme von Hessen sind die Jugendoffiziere in allen Bundesländern in
die Lehreraus- und -fortbildung eingebunden. Einzelheiten zu den
Veranstaltungen der Jugendoffiziere im Jahr 2012 sind der beigefügten Anlage 4 zu
entnehmen.
21. Welche Kosten (Personal-, Sach- und Reisekosten usw.) entstehen durch
Beschäftigung und Tätigkeit von Jugendoffizieren und Karriereberatern?
Die Kosten/Ausgaben für die Tätigkeit von Jugendoffizieren und
Karriereberatern (Personal-, Sach- und Reisekosten) werden nicht gesondert erfasst.
Unter Zugrundelegung der Organisationsstruktur und unter Berücksichtigung
von Eckwerten der Besoldung-/Entgeltstruktur können für 2012 folgende
Personalausgaben angenommen werden:
Jugendoffiziere (94 Dienstposten): ca. 4,4 Mio. Euro
Karriereberatung (551 Dienstposten): ca. 22,4 Mio. Euro
22. Mit welchen Landeszentralen für politische Bildung haben die
Jugendoffiziere in den Jahren 2010 und 2011 kooperiert (bitte jeweilige
Veranstaltungen und Umfang der Förderung benennen)?
In den Jahren 2010 und 2011 wurden je ein europa- und sicherheitspolitisches
Berlin-Seminar für Referendare in Kooperation mit der Landeszentrale für
politische Bildung in Bremen durchgeführt. Bei diesen Veranstaltungen hat die
Landeszentrale für politische Bildung in Bremen bei Planung und Organisation
der Unterbringung sowie den Besuchen der politischen Institutionen
unterstützt, aber keine finanzielle Förderung geleistet.
Zudem und in Ergänzung zur Bundestagsdrucksache 17/11224, Antwort zu
Frage 7, wird mitgeteilt, dass die Landeszentrale für politische Bildung in
Schleswig-Holstein (lpb SH) 2010 zwei sicherheitspolitische Seminare in Wien
und Brüssel durchgeführt hat. 2011 hat die lpb SH zwei weitere
sicherheitspolitische Seminare in Brüssel und Berlin realisiert. Die Jugendoffiziere haben die
lpb SH bei der Programmgestaltung der Seminare und mit der Bereitstellung
von Bussen bei den jeweiligen Seminarfahrten unterstützt.
Teilnehmer Vorträge
Podiumsdiskussionen
Seminare Besuche
bei Truppe
Sonstige
Informationsveranstaltungen
(auch außerhalb der
Schule)
Lehrerinnen und
Lehrer
171 17 298 47 529
Weitere
Multiplikatoren
304 23 89 43 647
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 11 – Drucksache 17/1470323. Sind seit Beantwortung der letzten diesbezüglichen Anfrage weitere
Berichte von Bezirksjugendoffizieren zur Umsetzung von
Kooperationsabkommen mit den Bundesländern erstellt worden (bitte ggf. beifügen)?
Die Jahresberichte zu den Kooperationsvereinbarungen in Bayern und Baden-
Württemberg für die Schuljahre 2011/2012 liegen vor und sind der
Abgeordneten Ulla Jelpke mit Schreiben vom 15. Januar 2013 zugegangen.
Die Jahresberichte für die Schuljahre 2011/2012 in Mecklenburg-Vorpommern
und Hessen sind als Anlagen 5 und 6 beigefügt
Für das Schuljahr 2012/2013 ist der Jahresbericht in Nordrhein-Westfalen
erstellt und als Anlage 7 beigefügt.
Die Jahresberichte für die Schuljahre 2012/2013 in Bayern, Baden-
Württemberg, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern sind in Erarbeitung und liegen
noch nicht vor.
Drucksache 17/14703 – 12 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeJahr Medien Kooperationspartner Inhalt Kosten Status
2012
Marketingpartnerschaft
Janson Marketing Marketingbegleitung anlässlich City Kart
Siegen, u.a. Branding der Hauptbühne,
Präsentation des Kulturprogramms 6.877 € abgeschlossen
2012 Radio, Internet Radio BigFM Newcomershow von Februar bis Juli 2012
(Bandcontest), Rheinland- Pfalz Tag in
Ingelheim, Rheinland- Pfalz Open Air in
Mainz 79.730 € abgeschlossen
2012 Radio, Internet mir.marketing im radio über Zenithmedia Kooperationspaket zum Stadtfest Leipzig,
5 x tägliche Promos,
Onlinemedialeistung 8.577 € abgeschlossen
2012 Radio, Internet MS Hafen e.V. Kooperationspaket zum Hafenfest in
Münster; Stellfläche, Programmheft,
Verlinkung Internetseite, Pressearbeit 4.760 € abgeschlossen
2012 Radio, Internet Zeitungsgruppe Thüringen Kooperationspaket für das Mega Rock
Festival 2012 in Erfurt; Veröffentlichung
des Bundeswehr-Logos auf T-Shirts,
Flyer, Plakaten, im Internet 20.000 € abgeschlossen
2012
Marketingpartnerschaft
MSC Teutschenthal e.V. MotocrossWM 2012 in Teutschenthal;
Veröffentlichung des Bundeswehr-Logos
im Programmheft, 5 Bundeswehrfahnen
gehisst 2.975 € abgeschlossen
2012 Radio, Internet Radio PSR Kooperationspaket zum "Tag der
Sachsen" in Freiberg
- Präsentationsmöglichkeit bei der
Veranstaltung
- Produktion & Ausstrahlung
Hinweistrailer
- Online Einbindung
- Interview mit Bundeswehrvertreter auf
der Bühne vor Ort 15.845 € abgeschlossen
2012 Radio Radio SALÜ
Spotschaltung FWD & MaZ 18.207 € abgeschlossen
2013 Radio Radio Salü Crossmedia-Paket
"Newcomer 2013" 18.445 € abgeschlossen
2013 Printmedien Stadtkurier Freiburg Kollektiv Jugend-beruf-
Bildung Arbeitgeber Bundeswehr 1.538 € noch fortlaufend
2013 Printmedien Hegauforum 03/13
Arbeitgeber Bundeswehr 571 € abgeschlossen
2013 Printmedien Ludwig-Erhard-Akademie-Pforzheim e.V.
Arbeitgeber Bundeswehr 200 € noch fortlaufend
2013 Printmedien Job und Chancen Region Stuttgart
Arbeitgeber Bundeswehr 1.190 € noch fortlaufend
2013 Printmedien Job und Chancen Region Karlsruhe
Arbeitgeber Bundeswehr 1.158 € noch fortlaufend
2013 Printmedien Zukunftberuf-Ausgabe Technologie Region
Karlsruhe- Offizier 2.198 € noch fortlaufend
2013 Printmedien Ausbildungsplätze-fertig-los Rems-Murr-Kreis
Marine 2.380 € noch fortlaufend
2013 Internet 1000jobboersen.de
IT/ELOKA 13.179 € noch fortlaufend
2013 Radio, Internet Radio PSR Kooperationspaket zum "Laternenfest" in
Halle/Saale
- Präsentationsmöglichkeit bei der
Veranstaltung
- Produktion & Ausstrahlung
Hinweistrailer
- Online Einbindung 11.069 € laufend
2013 Radio, Internet Radio PSR Tag der Sachsen in Schwarzenberg
- Präsentationsmöglichkeit bei der
Veranstaltung
- Produktion & Ausstrahlung
Hinweistrailer
- Online Einbindung 15.650 € laufend
Kooperationsvereinbarungen im personalwerblichen Bereich mit Medien im Jahr 2012
Anlage 1 zu ParlSts beim Bundesminister der Verteidigung Kossendey
1780018-V173 vom 4. September 2013
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 13 – Drucksache 17/14703Bundesland Vorträge sonstige Veranstaltungen
Berlin 117 0
Brandenburg 296 0
Sachsen 552 0
Sachsen-Anhalt 380 0
Thüringen 373 0
Bayern 2.391 0
Baden-Württemberg 854 0
Rheinland-Pfalz 656 0
Saarland 176 0
Hessen 592 0
Nordrhein-Westfalen 1.345 0
Niedersachsen 1.090 0
Bremen 55 0
Hamburg 68 0
Schleswig-Holstein 391 0
Mecklenburg-Vorpommern 283 0
Vorträge / sonstige Veranstaltungen der
Karriereberater /-innen an Schulen
Anlage 2 zu ParlSts beim Bundesminister der Verteidigung Kossendey
1780018-V173 vom 4. September 2013
Drucksache 17/14703 – 14 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeBundesland Anzahl
Berlin 8
Brandenburg 17
Sachsen 145
Sachsen-Anhalt 38
Thüringen 19
Bayern 24
Baden-Württemberg 72
Rheinland-Pfalz 17
Saarland 2
Hessen 43
Nordrhein-Westfalen 191
Niedersachsen 44
Bremen 0
Hamburg 7
Schleswig-Holstein 8
Mecklenburg-Vorpommern 11
Vorträge / Veranstaltungen der Karrierberatung in Jobcentern,
Berufsinformationszentren und Arbeitsagenturen im Jahr 2012
Anlage 3 zu ParlSts beim Bundesminister der Verteidigung Kossendey
1780018-V173 vom 4. September 2013
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 15 – Drucksache 17/14703Lehreraus- und –fortbildung
Zeitraum Bundesland Art der Lehreraus- und -fortbildung
Kooperationspartner (welche
Lehreinrichtung)
jährlich im Sept,
5 Tage Bremen
Seminar Berlin
(jährlich)
Landesinstitut für Schule,
Landeszentrale für politische
Bildung
alle 2 Jahre im
März,
3 Tage
Bremen
Seminar POL&IS
(alle 2 Jahre)
Landesinstitut für Schule
jährlich
April/Mai,
4 Tage
Niedersachsen Seminar Berlin (jährlich) Studienseminar Meppen
jährlich
Mai oder Dez,
4 Tage
Niedersachsen Seminar POL&IS (jährlich) Studienseminar Meppen
09.01.2012
Bayern Vortrag für
Referendarinnen und
Referendare
Realschule Kulmbach
25.01.2012
Bayern Vortrag für
Referendarinnen und
Referendare
Ernst-Theodor-Amadeus.-
Hoffmann Gymnasium (ETH),
Bamberg
31.01.2012 Berlin Tagesseminar Lehrer aus Berliner Schulen
Februar 2012
Mecklenburg-
Vorpommern
Seminar Berlin
(„Sicherheit,
Interkulturalität und
Integration“)
Akademie für Politik, Wirtschaft
und Kultur in MV e.V.
13.02.2012
Thüringen Vortrag für
Referendarinnen und
Referendare
Studienseminar Jena
15.02.2012 bis
17.02.2012
Bayern POL&IS-Seminar für
Referendarinnen und
Referendare
Ernst-Theodor-Amadeus.-
Hoffmann Gymnasium (ETH),
Bamberg / Realschule
Obertraubling
04.03.2012 bis
07.03.2012
Berlin Auslandsseminar in
Prag
Schulpraktische Seminar
Reinickendorf
15.03.2012
Thüringen Vortrag,
Fortbildungsangebot
für Lehrkräfte
Schulamt Westthüringen
21.03.2012
Bayern Vortrag für
Referendarinnen und
Referendare
Graf-Münster-Gymnasium,
Bayreuth
22.03.2012
Thüringen Vortrag,
Fortbildungsangebot
für Lehrkräfte
Schulamt Westthüringen
29.03.2012 Berlin Tagesseminar Lehrer aus Berliner Schulen
Anlage 4 zu ParlSts beim Bundesminister der Verteidigung Kossendey
1780018-V173 vom 4. September 2013
Zeitraum Bundesland Art der Lehreraus- und -fortbildung
Kooperationspartner (welche
Lehreinrichtung)
16.04.2012
Bayern Vortrag für
Referendarinnen und
Referendare
Realschule Wunsiedel
21.04.2012
Bayern Seminar für
Referendarinnen und
Referendare
Ernst-Theodor-Amadeus.-
Hoffmann Gymnasium (ETH),
Bamberg
24.04.2012
Bayern Vortrag für
Referendarinnen und
Referendare
Rupprecht-Gymnasium,
München
23.05.2012
Bayern Vortrag für
Referendarinnen und
Referendare
Realschule Bad Staffelstein
11.06.2012 bis
13.06.2012
Bayern POL&IS-Seminar mit
Referendarinnen und
Referendaren
Staatl. Studienseminar für das
Lehramt an beruflichen
Schulen, München
13.06.2012 Schleswig-Holstein
Seminar „Lernen an
einem anderen Ort“
Institut für Qualitätsentwicklung
an Schulen Schleswig-Holstein
14.6.2012 Rheinland-Pfalz
Podiumsdiskussion Studienseminar der
berufsbildenden Schulen Trier
19.06.2012 Rheinland-Pfalz
Vortrag Studienseminar der
Realschulen Trier
23.07.2012 bis
27.07.2012
Baden-
Württemberg
Brüssel-Seminar Pädagogische Hochschule
Weingarten
Juli/August 2012 Mecklenburg-Vorpommern
Seminar Berlin ohne Kooperationspartner
22.08.2012 Berlin Besuch bei der Truppe Lehrer aus Berliner Schulen
27.08.2012 Thüringen Vortrag für Lehrerinnen und Lehrer
Realschule Hermsdorf
30.08.2012 bis
02.09.2012
Thüringen Seminarfahrt,
Fortbildungsangebot
für Lehrkräfte
Realschule Hermsdorf
03.07.2012 bis
07.09.2012
Schleswig-
Holstein
Seminar Straßburg Institut für Qualitätsentwicklung
an Schulen Schleswig-Holstein
27.09.2012 Berlin Tagesseminar in Berlin Lehrer aus Berliner Schulen
Oktober 2012 Mecklenburg-Vorpommern
Seminar Koblenz
(„Innere Führung – Die
Führungsphilosophie
der Bundeswehr“)
ohne Kooperationspartner
22.10.2012 Schleswig-Holstein
Tagesseminar Institut für Qualitätsentwicklung
an Schulen Schleswig-Holstein
24.10.2012 bis
27.10.2012
Schleswig-
Holstein
Seminar Berlin Institut für Qualitätsentwicklung
an Schulen Schleswig-Holstein
28.10.2012 bis
31.10.2012
Bayern Seminarfahrt,
Fortbildungsangebot
für Lehrkräfte
Europäische Akademie Bayern
November 2012 Mecklenburg-
Vorpommern
Seminar Brüssel Arbeit und Leben e.V.
(DGB/VHS)
Landesarbeitsgemeinschaft
Mecklenburg-Vorpommern
Zeitraum Bundesland Art der Lehreraus- und -fortbildung
Kooperationspartner (welche
Lehreinrichtung)
08.11.2012
Thüringen
Informationsveranstaltung für
Referendarinnen und
Referendare
Studienseminar Jena
19.11.2012 bis
20.11.2012
Bayern Seminar,
Fortbildungsangebot
für Lehrkräfte
Hanns-Seidel-Stiftung
20.11.2012 bis
21.11.2012
Bayern Seminar,
Fortbildungsangebot
für Lehrkräfte
Hanns-Seidel-Stiftung
11.12.2012 Rheinland-Pfalz
Bonn-Seminar Studienseminar der
Realschulen Trier
09.12.2012 bis
13.12.2012
Baden-
Württemberg
Berlin-Seminar Staatliches Seminar für
Didaktik und Lehrerbildung
Realschule, Freiburg
11.12.2012 bis
14.12.2012
Bayern Seminarfahrt,
Fortbildungsangebot
für Lehrkräfte
Gymnasien Oberfranken und
Mittelfranken
10.12. bis
14.12.2012
Schleswig-
Holstein
Seminar Berlin Institut für Qualitätsentwicklung
an Schulen Schleswig-Holstein
19055 Schwerin, 21. August 2013
Werder-Kaserne
Walther-Rathenau-Str. 2
Tel.: +49 (0) 385 511 3520
Fax: +49 (0) 385 511 3529
FspNBw: 8670
E-Mail: jugendoffizierschwerin@bunde
swehr.org
Gutmann, Tony
Kapitänleutnant und Diplom-Kaufmann
Jugendoffizier Schwerin
Landeskommando Mecklenburg-Vorpommern
Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr
Referenten für Sicherheitspolitik
Jahresbericht der Jugendoffiziere
Mecklenburg-Vorpommern für das Schuljahr
2011/2012
Anlage 5 zu ParlSts beim Bundesminister der Verteidigung Kossendey
1780018-V173 vom 4. September 2013
Jahresbericht der Jugendoffiziere Mecklenburg-
Vorpommern für das Schuljahr 2011/2012
Vorwort
Jugendoffiziere sind wichtige Träger der Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr. Sie
leisten, unter Einhaltung des Beutelsbacher Konsens, auch in Mecklenburg-
Vorpommern einen wesentlichen Beitrag zur politischen Bildung.
Vor diesem Hintergrund und der in 2010 geschlossenen Kooperationsvereinbarung
zwischen dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes
Mecklenburg-Vorpommern und dem Wehrbereichskommando I „Küste“ der
Bundeswehr wird der Schuljahresbericht 2011/2012 der Jugendoffiziere in
Mecklenburg-Vorpommern vorgelegt.
Der Bericht gibt die Erfahrungen und Eindrücke der im Bundesland Mecklenburg-
Vorpommern tätigen Jugendoffiziere wieder und ist durch das Landeskommando
Mecklenburg-Vorpommern herausgegeben.
Jahresbericht der Jugendoffiziere Mecklenburg-
Vorpommern für das Schuljahr 2011/2012
Inhaltsverzeichnis
Vorwort ............................................................................................................ - 2 -
Inhaltsverzeichnis ............................................................................................ - 3 -
1. Allgemeines ................................................................................................. - 4 -
2. Jugendoffiziereinsätze ................................................................................. - 4 -
3. Meinungen, Interessen und Kenntnisse der Jugendlichen .......................... - 6 -
4. Zusammenarbeit mit Behörden, Schulen, Hochschulen .............................. - 7 -
5. Zusammenfassung und Ausblick ................................................................. - 8 -
Jahresbericht der Jugendoffiziere Mecklenburg-
Vorpommern für das Schuljahr 2011/2012
1. Allgemeines
Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern wird durch drei Jugendoffiziere der
Bundeswehr betreut. Der Jugendoffizier in Schwerin ist als Bezirksjugendoffizier in
Mecklenburg-Vorpommern für die Koordination der Einsätze der Jugendoffiziere in M-V
verantwortlich und zugleich erster Ansprechpartner für das Ministerium für Bildung,
Wissenschaft und Kultur.
Grundsätzlich teilen sich die Zuständigkeiten der Jugendoffiziere wie folgt auf:
Jugendoffizier Schwerin:
Großraum Schwerin und der Landkreis Ludwigslust-Parchim
Jugendoffizier Rostock:
Nördlicher Teil des Landkreis Rostock, die Landkreise Nordwest-Mecklenburg und
Vorpommern-Rügen, sowie die Stadt Rostock
Jugendoffizier Neubrandenburg:
Südlicher Teil des Landkreis Rostock, die Landkreise Mecklenburgische Seenplatte und
Vorpommern-Greifswald
Im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr wird ab dem 01. Februar 2013 die
fachliche Führung der Jugendoffiziere durch den Stabsoffizier für Öffentlichkeitsarbeit
beim Landeskommando Mecklenburg-Vorpommern erfolgen.
Das Landeskommando Mecklenburg-Vorpommern wird mit Auflösung des
Wehrbereichskommandos I „Küste“ im I. Quartal 2013 die Rechtsnachfolge als
Kooperationspartner mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern antreten.
2. Jugendoffiziereinsätze
Die Jugendoffiziere in Mecklenburg-Vorpommern haben im Schuljahr 2011/2012
insgesamt 189 Veranstaltungen durchgeführt und erreichten dabei 4574
Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Die angebotenen Veranstaltungen der Jugendoffiziere umfassten Schulvorträge, die
interaktive Simulation POL&IS (Politik und internationale Sicherheit), sowie
sicherheitspolitische Seminare in Brüssel und Berlin.
In Ergänzung zu den jeweiligen Angeboten fanden auf Wunsch der Teilnehmerinnen und
Teilnehmer Besuche bei der Truppe statt, um Eindrücke und Erfahrungen aus dem
Truppenalltag zu gewinnen.
Jahresbericht der Jugendoffiziere Mecklenburg-
Vorpommern für das Schuljahr 2011/2012
Schuleinsätze:
Schwerpunkt der Tätigkeit der Jugendoffiziere lag im Bereich der sicherheitspolitischen
Schulvorträge, die auf Einladung der Lehrkräfte durchgeführt wurden. Die dabei
gewählten Themen wurden durch die jeweiligen Lehrkräfte definiert.
In der Gesamtheit haben die Schulvorträge fast zwei Drittel aller
Informationsveranstaltungen ausgemacht und annähernd die Hälfte aller
Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht.
POL&IS, die interaktive Simulation:
Die interaktive Simulation POL&IS ist weiterhin für die Lehrkräfte eine interessante
Alternative zu den Schulvorträgen der Jugendoffiziere.
Die besondere Herausforderung in der Umsetzung liegt sowohl in der für die Simulation
notwendigen Teilnehmerzahl von 35 bis 50 Schülerinnen und Schülern, als auch in dem
notwendigen Zeitansatz von mindestens drei Tagen. Die Kosten für Unterbringung und
Verpflegung erschweren häufig zusätzlich eine Umsetzung. Neben den
organisatorischen Herausforderungen ist weiterhin die Abstimmung und Einbindung in
den jeweiligen Lehrplan der Schulen gefordert.
Durch langfristige Planungen und die Möglichkeit der Unterbringung und Verpflegung in
militärischen Liegenschaften konnten im vergangenen Schuljahr 5 POL&IS-Seminare mit
insgesamt über 200 Schülerinnen und Schülern erfolgreich durchgeführt werden.
Sicherheitspolitische Seminare:
Sicherheitspolitische Seminare in Brüssel und Berlin stellen im Rahmen der Aus- und
Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer unterschiedlicher Schularten und
Führungsebenen einen wichtigen Kern der Angebote der Jugendoffiziere dar.
Durch die Zusammenarbeit mit Akademien und eingetragenen Vereinen (e.V.) konnten
im Schuljahr 2011/2012 über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht werden.
Die regulären Seminarangebote, die u.a. Vorträge und Besuche bei Institutionen und
Regierungsorganisationen, als auch direkte Gespräche mit Abgeordneten und Vertretern
von zivilen Großorganisationen beinhalten, leisten einen entscheidenden Beitrag in der
sicherheitspolitischen Information, um aktuelle Aspekte für Unterrichte und Ausbildungen
aufzunehmen.
Das Seminar „Interkulturalität und Integration“ bildete einen nachhaltigen Höhepunkt im
Berichtszeitraum. Gemeinsam mit der „Akademie für Politik, Wirtschaft und Kultur in
Mecklenburg-Vorpommern e.V.“ ermöglichte das Seminar den Teilnehmerinnen und
Teilnehmern einen Einblick in sicherheitspolitische Konfliktpotenziale. Die Teilnahme an
Unterrichten in Berliner Schulen ermöglichte fachbezogene Diskussionen mit Lehrkräften
der Bundeshauptstadt.
Vor dem Hintergrund einer großen Nachfrage und der positiven Resonanz ist es
beabsichtigt, ein derartiges Seminar im Schuljahr 2012/2013 zu wiederholen.
Jahresbericht der Jugendoffiziere Mecklenburg-
Vorpommern für das Schuljahr 2011/2012
Sonstige Veranstaltungen:
Zum wiederholten Mal unterstützten die Jugendoffiziere im Februar 2012 den
Wettbewerb „Jugend debattiert“. Mit der Teilnahme von 18 Schulen aus dem
Schulamtsbereich Schwerin hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die
Gelegenheit, sich umfassend über den Auftrag der Jugendoffiziere und die
sicherheitspolitische Kommunikation zu informieren. So wurde in einem eigenen
Wettbewerbsthema der Einsatz von Jugendoffizieren an Schulen durch die
teilnehmenden Schülerinnen und Schüler intensiv diskutiert. Den Grundsätzen des
Beutelsbacher Konsens folgend, bestand die Möglichkeit, sich im Rahmen der
gegensätzlichen Standpunkte eine eigene Meinung zu diesem Thema zu bilden. Im
Ergebnis schaffte die kontroverse Diskussion positive Klarheit über die Tätigkeit der
Jugendoffiziere. Die Möglichkeit, über Jugendoffiziere Informationen und Wissen zu
Fragen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik aus erster Hand zu erhalten, wurde
dabei durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stets als notwendig hervorgehoben.
Einsatzzahlen:
Sämtliche Veranstaltungen der Jugendoffiziere schlüsseln sich wie folgt auf:
Schulvorträge mit 2453 Teilnehmerinnen und Teilnehmern
-Seminare mit 215 Teilnehmerinnen und Teilnehmern
in Berlin/Brüssel mit 304 Teilnehmerinnen und Teilnehmern
der Truppe mit 1262 Teilnehmerinnen und Teilnehmern
2 sonstige Veranstaltungen mit 340 Teilnehmerinnen und Teilnehmern
3. Meinungen, Interessen und Kenntnisse von Jugendlichen
Die hier beschriebenen Eindrücke entsprechen der subjektiven Wahrnehmung der
Jugendoffiziere Mecklenburg-Vorpommerns und basieren auf den Kontakten mit den
Teilnehmerinnen und Teilnehmern der jeweiligen Veranstaltungen. Eine empirische
Erhebung wird nicht durchgeführt.
Die Schülerinnen und Schüler werden im Regelfall auf die Veranstaltungen mit dem
Jugendoffizier hinsichtlich der jeweiligen sicherheits- und verteidigungspolitischen
Themen inhaltlich gut vorbereitet. Grundsätzlich liegt bei den Jugendlichen jedoch ein
eher einseitiges und wenig fundiertes Wissen zu sicherheitspolitischen Fragestellungen
vor. Das Interesse an Politik im Allgemeinen ist wenig ausgeprägt.
Durch die mediale Berichterstattung wird zumindest das Interesse der Schülerinnen und
Schüler geweckt. Vor allem in Bezug auf den Umbruch in einigen arabischen Staaten,
den sogenannten „Arabischen Frühling“ und die Auslandseinsätze der Bundeswehr
Jahresbericht der Jugendoffiziere Mecklenburg-
Vorpommern für das Schuljahr 2011/2012
konnten viele Schüler ihr Wissen aus den Medien anwenden und erfolgreich in die
Diskussionen zu diesen Themen einbringen.
Politische Prozesse und Entscheidungen, die hinsichtlich der Entsendung von
Bundeswehrsoldaten und Personal anderer staatlicher Institutionen notwendig sind, sind
nicht umfassend bekannt.
Gleichzeitig ließ sich feststellen, dass die Vereinten Nationen in den Mittelpunkt des
Interesses von Jugendlichen rücken. Dies begründet sich vor allem durch die politischen
Geschehnisse in der arabischen Welt im vergangenen Jahr.
Die Politik, auch die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik der
Europäischen Union, sowie die Bündnisse, wie z.B. die NATO, stehen nicht im Fokus der
Jugendlichen.
In den erwähnten Bereichen konnten die Jugendoffiziere in Abstimmung mit den
jeweiligen Lehrkräften durch ihre Informationsveranstaltungen an den jeweiligen
Abholpunkten anknüpfen. Sowohl Grundlagenwissen zu internationalen Organisationen,
als auch dezidierte Informationen zu den Einsätzen und Einsatzmöglichkeiten der
Bundeswehr im In- und Ausland wurden vermittelt. Das „Primat der Politik“ wurde dabei
stets in den Mittelpunkt gestellt.
Die Jugendlichen haben sich positiv über die Veranstaltungen mit den Jugendoffizieren
geäußert und betonten zumeist, dass es die Art und Weise der Wissensvermittlung
durch die Jugendoffiziere erstaunlich offen und ehrlich präsentiert werden.
Einige Schülerinnen und Schüler äußerten sich dahingehend, dass sie bestimmte
politische Prozesse oder sicherheitspolitische Berichterstattungen nun anders
wahrnehmen, beobachten und sich kritisch mit ihnen auseinandersetzen werden.
4. Zusammenarbeit mit Behörden, Schulen, Hochschulen
Die Jugendoffiziere und ihre Angebote sind bereits vielen im Bildungsbereich tätigen
Personen durchaus bekannt. Die Lehrkräfte haben vielmals Kontakt und kennen die
Jugendoffiziere persönlich.
Mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur besteht eine sehr gute
Zusammenarbeit. Die Angebote der Jugendoffiziere werden als ein möglicher
Bestandteil der Aus- und Fortbildung der Lehrer anerkannt und berücksichtigt. Im
Vordergrund stehen dabei in besonderen Maß die sicherheitspolitischen Seminarfahrten
nach Brüssel oder Berlin.
Bei der Arbeit der Jugendoffiziere mit und in Schulen zeigt sich immer wieder, dass die
Lehrerinnen und Lehrer das Angebot der Jugendoffiziere nutzen, um ihren Schülerinnen
und Schülern auch andere Perspektiven und Expertisen aufzuzeigen.
Jahresbericht der Jugendoffiziere Mecklenburg-
Vorpommern für das Schuljahr 2011/2012
Die Information aus „erster Hand“ speziell zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr ist
dabei ein wichtiges Kriterium für eine kontroverse und ehrliche Diskussion.
Die mediale und teils politische Debatte um die Legitimität der Auftritte der
Jugendoffiziere in Schulen und mit Schulklassen spielen bei den Lehrkräften meistens
keine Rolle.
Vor allem auch bestärkt durch die Schulleitungen wird es den Jugendoffizieren
ermöglicht, weiter den Schwerpunkt ihrer Arbeit, nämlich die Arbeit und Bildung von und
mit Jugendlichen unter Vorgabe der Lehrkräfte durchzuführen.
5. Zusammenfassung und Ausblick
1. Die Jugendoffiziere sind nach wie vor anerkannte und geschätzte Partner für das
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Mecklenburg-Vorpommern
und den gesamten Bildungsbereich.
2. Die Jugendoffiziere werden gern an die Schulen eingeladen. Die bewährten und
schon lange währenden Kooperationen mit einigen Schulen werden sehr
geschätzt und führen zu wiederkehrendem Engagement.
3. Im Berichtsjahr wurden 189 Veranstaltungen mit 4.574 Teilnehmerinnen und
Teilnehmern aus dem Bildungsbereich in Mecklenburg-Vorpommern
durchgeführt. Der Arbeitsschwerpunkt lag eindeutig bei den Schulvorträgen der
Jugendoffiziere. Dies ist ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahresbericht.
4. Der arabische Frühling, der Bürgerkrieg in Syrien und die Konfliktherde im Nahen
Osten, sowie das mediale Interesse führten zu steigendem Interesse an der
Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Bundesrepublik Deutschland zu diesen
Themenfeldern.
5. Durch die Einsätze der Bundeswehr im Ausland – insbesondere in Afghanistan –
wird den Soldatinnen und Soldaten Anerkennung entgegen gebracht. Sie
genießen bei den Jugendlichen Vertrauen und Ansehen.
6. Die Sicherheitspolitischen Seminare, mit den Tagesseminarreisen und den
POL&IS-Seminaren, werden äußerst positiv angenommen. Künftig wird hier
weiterhin ein Informations- und Durchführungsschwerpunkt der Jugendoffiziere
liegen, um besonders den Jugendlichen und jungen Erwachsenen deutsche
Jahresbericht der Jugendoffiziere Mecklenburg-
Vorpommern für das Schuljahr 2011/2012
Sicherheits- und Verteidigungspolitik näher zu bringen und verständlich zu
vermitteln.
7. Die Informationsveranstaltungen der Jugendoffiziere sollten auch weiterhin als
Angebot und integraler Bestandteil der politischen Bildung im Unterricht, sowie
im Rahmen der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften und im
Bildungsbereich tätigen Personen genutzt werden.
Schwerin, 27. September 2012 Gutmann, Kapitänleutnant
JAHRESBERICHT 2011
Bezirksjugendoffizier Hessen, Hptm Gerrit Hohmann
WEHRBEREICHSKOMMANDO II – Bundesland HESSEN
AUSGANGSSITUATION
Am 04. November 2010 haben die hessische Kultusministerin und der Befehlshaber im Wehrbereich II
eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Diese Vereinbarung soll die Zusammenarbeit zwischen
den Schulen auf der einen Seite, sowie den Jugendoffizieren der Bundeswehr auf der anderen Seite,
bekräftigen und eine noch bessere Zusammenarbeit im Rahmen der politischen Bildung ermöglichen.
Jugendoffiziere der Bundeswehr betreuen, wie bisher auch, die Schulen in Hessen und werden in die
Aus- und Fortbildung von Lehrkräften und Referendarinnen und Referendaren eingebunden. Die
Bundeswehr bietet Lehrkräften und Mitgliedern der Schulverwaltung Besuche ihrer Einrichtungen und
Seminare zur Sicherheitspolitik an. Die Angebote zur politischen Bildung sollen regelmäßig in den
Medien des Kultusministeriums und des Wehrbereichskommando II veröffentlicht werden.
EINSÄTZE JUGENDOFFIZIERE
Im Jahr 2011 führten die hauptamtlichen Jugendoffiziere in Hessen mit Schulen und Hochschulen 545
Veranstaltungen mit 10879 Teilnehmern durch. Es wurden 497 Vorträge gehalten, an 7
Podiumsdiskussionen teilgenommen und 25 Simulationen „Politik & Internationale Sicherheit“
(POL&IS) durchgeführt. Es wurden 8 Besuche in Kasernen und Einrichtungen der Bundeswehr
absolviert. 35 Seminare wurden mit 1325 Schülern und Studenten und 3 Seminare mit 3 Lehrern und
Referendaren veranstaltet. Die genauen statistischen Daten befinden sich im Anhang. In der Statistik
sind die Einsätze an Gesamtschulen nicht separat aufgeführt, sondern befinden sich unter den Zahlen
der Realschulen und Gymnasien.
ANGEBOT JUGENDOFFIZIERE
Das Angebot der Jugendoffiziere umfasste folgende Punkte:
Vorträge / Diskussionen: Die Jugendoffiziere bieten an im Unterricht zu
sicherheitspolitischen Themen zu referieren. Themen sind z.B. Auslandseinsätze der
Bundeswehr, NATO, UNO, Terrorismus. Die Einbindung der Vorträge in den Unterricht erfolgt
in Absprache mit dem Fachlehrer.
Podiumsdiskussionen: Die Jugendoffiziere bieten sich als Diskussionspartner für
Podiumsveranstaltungen an und informieren dabei über sicherheitspolitische Hintergründe.
Seminare / Projekttage: Die Jugendoffiziere helfen bei der Gestaltung von Projekttage an
Schulen oder bieten Seminarfahrten zu politischen Einrichtungen und Organisationen an.
POL&IS: Die Jugendoffiziere bieten bei dieser Simulation den Teilnehmern die Möglichkeit
sicherheitspolitische Zusammenhänge und politische Hintergrundinformationen spielerisch
kennen zu lernen.
Besuche bei der Bundeswehr: Die Jugendoffiziere bieten Besuche bei der Truppe in
Kasernen sowie Besuche bei Einrichtungen der Bundeswehr an.
Akquise / Multiplikatorengespräch: Die Jugendoffiziere vermitteln in Gesprächen Details zu
ihrem Gesamtangebot und beraten zu sicherheitspolitischen Themen.
Anlage 6 zu ParlSts beim Bundesminister der Verteidigung Kossendey
1780018-V173 vom 4. September 2013
Schwerpunkte der Themenbereiche Seitens der hessischen Jugendoffiziere waren neben dem ISAF
Einsatz in Afghanistan auch die EU-Mission ATALANTA am Horn von Afrika, die sich gegen die
dortige organisierte Piraterie richtet.
Parallel dazu wurden auch allgemeine Themen der Sicherheitspolitik, wie Agrakolonialismus, die
Schere zwischen den Armen und Reichen (Ländern) in der Welt oder (zum Teil damit sogar
unmittelbar verbunden) der Proliferation, nachgefragt.
Weiterhin wurden die Jugendoffiziere oft zu Themen wie UNO, NATO oder EU, auch bei
Diskussionen, eingeladen und eingebunden. Trotz des Aussetzens der Wehrpflicht im Jahr 2011
wurde dieses Thema verstärkt in den Unterrichten nachgefragt, ebbte jedoch verhältnismäßig schnell
wieder ab. Interessant war insbesondere für die männlichen Schüler, inwiefern das Aussetzen der
Wehrpflicht ihre persönlichen Lebensumstände betreffen wird.
Die Simulation POL&IS stellt ein Kernstück in der Arbeit der Jugendoffiziere dar. Wie in den Vorjahren
war das Interesse an der sicherheitspolitischen Simulation sehr groß. Davon zeugen lange Wartelisten
der Schulen bei den Jugendoffizieren, ausschließlich positives Feedback, jährliche institutionalisierte
Simulationen mit einigen Schulen genauso wie die Zusammenarbeit mit einzelnen Universitäten. Die
Teilnehmer konnten dabei einen eigenen Eindruck von den Möglichkeiten dieses Planspieles
gewinnen. Mit einigen Fachleitern von Studienseminaren hat sich dabei eine regelmäßige Teilnahme
mit ihren Kursen ergeben.
Nachgefragt waren im Berichtsjahr auch Tagesseminare mit Schülerinnen und Schülern. Vor allem
das Angebot zu einer Fahrt zum Point Alpha in die Rhön, zum ehemaligen Ausweichsitz der
Bundesregierung in das Ahrtal, sowie – oft damit einhergehend - in die Bundesstadt Bonn und dort in
das Verteidigungsministerium, stieß auf reges Interesse bei den Schülerinnen und Schülern, sowie
deren Lehrkräfte. Meistens wurden diese Seminare mit einem Besuch im Haus der Geschichte
abgerundet.
KOOPERATION SCHULEN
Die Zusammenarbeit mit Schulen und Lehrern wird durch die Jugendoffiziere grundsätzlich positiv
bewertet. Das Angebot der Jugendoffiziere wird bei weitem nicht von allen Schulen genutzt, aber von
immer mehr zur Kenntnis genommen. Einige Schulleiterinnen und Schulleiter begrüßten die
Vereinbarung zwischen dem Ministerium und der Bundeswehr, andere sehen dieser, auch in Hinblick
auf die bisherige sehr gute Zusammenarbeit mit der Bundeswehr, eher skeptisch gegenüber und
sehen eine vertragliche Vereinbarung eher als Wasser auf den Mühlen der Kritiker. Ein nicht
unerheblicher Faktor ist und war stets die Freiwilligkeit der Annahme des Angebotes und das letztlich
der Schule vorbehalten bleibt, wer konkret und in welcher Funktion eingeladen wird. Sehr wichtig für
die Veranstaltungen der Jugendoffiziere in den Schulen ist es, dass ausdrücklich darauf hingewiesen
wird, dass auf diesen Veranstaltungen keine Nachwuchswerbung betrieben wird. Darauf legen nach
wie vor viele Schulen, insbesondere im süd-westlichen Teils Hessens aber auch in vielen anderen
Bereichen des Bundeslandes großen, um nicht gar zu sagen, größten Wert.
Das Angebot der Jugendoffiziere richtet sich gleichberechtigt an alle Schulformen und wird auch von
allen angenommen. Tagesseminare und Besuche bei der Truppe sind vor allem bei Haupt- und
Realschulen beliebt, der Fokus richtet sich jedoch insbesondere auf Fachvorträge, Seminare und
Simulationen (POL&IS), welche überwiegend mit Gymnasien durchgeführt wurden.
KOOPERATION BEZIRKSREGIERUNGEN
Die Zusammenarbeit mit den Bezirksregierungen gestaltet sich recht unterschiedlich. Nicht alle
Bezirksregierungen sind über die Kooperationsvereinbarung informiert bzw. an einer Kooperation
interessiert. Von Seiten der Jugendoffiziere ist allerdings geplant, weitere Gespräche zu führen, um
die Inhalte der Kooperationsvereinbarung zu besprechen und zu vermitteln.
Dies ermöglicht unter anderem auch die bestehenden Kontakte der Jugendoffiziere zu den
Landräten in den Betreuungsbereichen.
KOOPERATION STUDIENSEMINARE
Die Zusammenarbeit mit den Studienseminaren hat im Berichtsjahr zugenommen. Die Jugendoffiziere
werden von Fachleitern zunehmend zur Aus- und Weiterbildung der Referendare genutzt. Workshops,
Seminarfahrten oder POL&IS boten den Teilnehmern ein attraktives Angebot.
KOOPERATION KULTUSMINISTERIUM
Die Angebote und Kontaktdaten der Jugendoffiziere sind weiterhin den Verantwortlichen im
Kultusministerium präsent. Des Weiteren wird die Verlegung des Bezirksjugendoffiziers nach
Wiesbaden (Juli 2012) zu einer erheblichen Verbesserung der gemeinsamen Koordination führen.
ZUSAMMENFASSUNG
Die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen dem hessischen Kultusministerium und
der Bundeswehr hat sich als bei der Arbeit der Jugendoffiziere nicht nur, aber überwiegend als positiv
herausgestellt. Bei der Akquise in den Schulen war es jedoch selten notwendig, auf diese
Vereinbarung hinzuweisen. Wichtiger ist und war das persönliche Auftreten des Jugendoffiziers vor
Ort. Für manche Schulleiter war die offizielle Billigung der Zusammenarbeit des Kultusministeriums in
Bezug auf die Bundeswehr eine gewisse Argumentationshilfe in Hinblick auf kritische und skeptische
Kolleginnen und Kollegen. Wichtiger als die Kooperationsvereinbarung erwies sich jedoch nachhaltig
der direkte und persönliche Kontakt von Jugendoffizieren zu den im Betreuungsbereich liegenden
Schulen und den Fachbereichsleitern sowie Schulleitern. Bei manchen Jugendoffizieren können diese
Verbindungen bereits als freundschaftlich betrachtet werden, was die Zusammenarbeit mit den
jeweiligen Schulen auf der Arbeitsebene erheblich vereinfacht.
Der Jugendoffizier ist und bleibt anerkannter und kompetenter Experte in Sachen Sicherheitspolitik,
sowohl für Schüler als auch für Lehrer. Die Nachfrage nach Einsätzen der Jugendoffiziere war im
Berichtsjahr 2011 auf akzeptablem Niveau. Dabei gibt es klar zu erkennende Spitzenzeiten, die
jeweils zu Anfang und zum Ende der entsprechenden Schuljahre liegen. Der Schwerpunkt der
Jugendoffiziereinsätze lag wie in den Vorjahren bei Schulvorträgen, insbesondere in den gymnasialen
Sekundarstufen II. Hier ist es, bedingt auch durch die Vorbereitungen auf das Zentralabitur zu
erhöhten Nachfragen bei den Jugendoffizieren gekommen.
Jugendliche sind oft an Politik und insbesondere an Sicherheits- und Verteidigungspolitik wenig
interessiert. Wichtige Zusammenhänge der Globalisierung und internationale Verknüpfungen
Deutschlands sind nur selten bekannt. Die Vorträge der Jugendoffiziere wecken hier die
Aufmerksamkeit und liefern den Schülerinnen und Schülern zeitgleich Informationen aus erster Hand.
In Kooperation mit den Lehrerinnen und Lehrern kann so immer ein interessanter und lehrreicher
Unterricht gestaltet werden.
Der Einsatz der Jugendoffiziere im Unterricht erfolgt stets im Rahmen des Unterrichtskonzeptes der
anfragenden und den Jugendoffizier im Unterricht begleitenden Lehrkraft als Veranstaltung der
Schule. Dies geschieht auf Basis der konsensualen Prämissen und Intentionen der Theorie politischer
Bildung in Form von Gesprächen, Diskussionen, Seminaren, Vorträgen und Podiumsdiskussionen.
Die Jugendoffiziere kommunizieren ihre Fachinhalte auf Grundlage des Beutelsbacher Konsenses
und verfolgen damit einen ganzheitlichen und pluralistischen Bildungsansatz eines
teilnehmerorientierten methodisch-didaktischen Vorgehens, der sich besonders des
Kontroversitätsgebots und des Überwältigungsverbots verpflichtet fühlt. Insoweit tragen die
Jugendoffiziere der Bundeswehr durch ihre Arbeit als Mittler der Politischen Bildung im öffentlichen
Auftrag den Grundprinzipien der Pluralität, Überparteilichkeit und Unabhängigkeit Rechnung.
Anlage 1 – Statistik Jugendoffiziere Hessen
Meldungen
ÖA Hessen
2011 Vorträge /
Diskussionen
Podiumsdiskussionen
Seminare, Projekttage
(ohne POL&IS) POL&IS
Veranst. TN Veranst. TN
Ltg /
Org TN
ges.
Tage
Ltg /
Org TN
ges.
Tage
Schüler /
Studenten
Hauptschule 12 463 0 0 4 304 4 0 0 0
Realschule/
Mittelschule
vglb. 41 1086 0 0 7 210 7 1 23 4
Gymn./
Gesamtschule
Sek I 26 888 0 0 4 131 4 3 87 10
Gymn./
Gesamtschule
Sek II 88 2803 3 127 13 482 23 21 801 71
Berufsbildende
Schulen/ FOS 15 445 0 0 6 198 6 0 0 0
Universitäten/
Hochschulen 2 63 0 0 0 0 0 0 0 0
Sonstige
Schulen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Summe: 184 5748 3 127 34 1325 44 25 911 85
Jugendgruppe/-
verband/ -org. 0 0 1 5 0 0 0 0 0 0
Summe: 0 0 1 5 0 0 0 0 0 0
Multiplikatoren
Schule 164 296 2 7 32 85 42 20 39 68
Schulleitung/
Schulbehörden 2 2 1 2 3 3 3 2 2 7
Gesellschaft/
Kirche 1 1 0 0 0 0 0 0 0 0
Wirtschaft 3 73 0 0 0 0 0 0 0 0
Presse/ ÖA 2 3 0 0 0 0 0 1 2 3
Politik 3 25 0 0 0 0 0 0 0 0
Bundeswehr 2 27 0 0 0 0 0 0 0 0
sonstige
Multiplikatoren 2 27 0 0 0 0 0 0 0 0
Summe: 179 454 3 9 35 88 45 23 43 78
Gesamt : 363 6202 7 141 70 1413 87 48 954 163
Aquise
Multiplikatorengespräch
Besuche bei der
Truppe Tage der offenen Tür
Messe- u.
Ausstellungseinsatz
Ltg /
Org Ustg Veranst TN
Ltg /
Org TN
ges.
Tage
Ltg /
Org TN
ges.
Tage
Schüler /
Studenten
Hauptschule 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Realschule/
Mittelschule
vglb. 0 0 5 127 0 0 0 0 0 0
Gymn./
Gesamtschule
Sek I 0 0 2 46 0 0 0 0 0 0
Gymn./
Gesamtschule
Sek II 1 22 0 0 0 0 0 0 0 0
Berufsbildende
Schulen/ FOS 0 0 1 18 0 0 0 0 0 0
Universitäten/
Hochschulen 2 6 1 38 0 0 0 0 0 0
Sonstige
Schulen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Summe: 3 28 9 229 0 0 0 0 0 0
Jugendgruppe/-
verband/ -org. 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Summe: 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Multiplikatoren
Schule 24 53 7 12 0 0 0 1 4 4
Gesellschaft/
Kirche 9 16 0 0 0 0 0 0 0 0
Schulleitung/
Schulbehörden 2 5 0 0 0 0 0 0 0 0
Wirtschaft 5 25 0 0 0 0 0 0 0 0
Presse/ ÖA 1 1 0 0 0 0 0 0 0 0
Politik 4 16 0 0 0 0 0 1 10 3
Bundeswehr 2 3 0 0 0 0 0 0 0 0
sonstige
Multiplikatoren 5 84 1 2 0 0 0 3 46 10
Summe: 43 203 8 14 0 0 0 5 60 17
Gesamt : 46 231 16 243 0 0 0 5 60 17
ÖA-Einsatz bei
Großveranstaltungen Sonstiges Gesamt
Ltg / Org TN
ges.
Tage Ltg / Org TN
ges.
Tage Veranst. TN
ges.
Tage
Schüler / Studenten
Hauptschule 0 0 0 0 0 0 16 767 16
Realschule / Mittelschule
vglb. 0 0 0 0 0 0 54 1446 57
Gymn. / Gesamtschule
Sek I 0 0 0 0 0 0 35 1152 42
Gymn. / Gesamtschule
Sek II 0 0 0 0 0 0 126 4235 186
Berufsbildende Schulen /
FOS 0 0 0 0 0 0 22 661 22
Universitäten/
Hochschulen 0 0 0 0 0 0 5 107 5
Sonstige Schulen 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Summe: 0 0 0 0 0 0 253 8368 323
Jugendgruppe/-verband/
-org. 0 0 0 0 0 0 1 5 1
Summe: 0 0 0 0 0 0 1 5 1
Multiplikatoren
Schule 0 0 0 1 1 1 251 497 312
Gesellschaft/ Kirche 0 0 0 0 0 0 17 25 22
Schulleitung/
Schulbehörden 1 50 1 0 0 0 4 56 4
Wirtschaft 0 0 0 0 0 0 8 98 8
Presse/ ÖA 0 0 0 0 0 0 4 6 6
Politik 0 0 0 0 0 0 8 51 10
Bundeswehr 0 0 0 3 4 3 7 34 7
sonstige Multiplikatoren 3 1580 3 0 0 0 14 1739 21
Summe: 4 1630 4 4 5 4 291 2506 361
Gesamt : 4 1630 4 4 5 4 545 10879 685
Anlage 7 zu ParlSts beim Bundesminister der Verteidigung Kossendey
1780018-V173 vom 4. September 2013
Leiter der Informationsarbeit
Wilhelm-Raabe-Straße 46
40470 Düsseldorf
Tel.: 0211 – 959 35 02
Fax: 0211 – 959-34 24
Mobil: 0151 / 14 85 42 04
AllgFspWNBw: 90 – 3221- 3502
uwekort@bundeswehr.org
Düsseldorf, 08.August2013
Betreff: Jahresbericht zur Kooperationsvereinbarung
hier: Ausgabe für das Schuljahr 2012/2013
Bezug: Kooperationsvereinbarung zwischen dem Ministerium für Schule und
Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen und dem
Wehrbereichskommando II der Bundeswehr vom 30.08.2012
Am 29.10.2008 wurde erstmals eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem
Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalens und der
Bundeswehr geschlossen. Im Zuge einer breiten Diskussion wurde diese nach der
Landtagswahl modifiziert. Die aktuell gültige Vereinbarung wurde am 30.08.2012
von Herrn Staatssekretär Hecke und Herrn Generalmajor Stelz unterzeichnet.
Die Wehrbereichskommandos wurden im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr
aufgelöst. Das Landeskommando Nordrhein-Westfalen (LKdo NW) führt die
Jugendoffiziere seit dem 01.04.2012 und ist den Zielen und Inhalten der
Kooperationsvereinbarung verpflichtet.
Mit diesem Bericht informiert die Bundeswehr über die Umsetzung der
Kooperationsvereinbarung sowie Eindrücke und Erfahrungen der Jugendoffiziere in
Nordrhein-Westfalen.
1. Allgemeines
Jugendoffiziere sind vor allem im schulischen Bereich wichtige Träger der
Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr. Sie leisten im Rahmen der Information über
die zur Friedenssicherung möglichen Instrumente der Politik und die Aufgaben der
Bundeswehr einen wesentlichen Beitrag zur politischen Bildung. Somit tragen die
Leiter der Informationsarbeit
Wilhelm-Raabe-Str. 46 – 40470 Düsseldorf
Ministerium für Schule und Weiterbildung
des Landes Nordrhein-Westfalen
Völklinger Straße 49
40221 Düsseldorf
Anlage 7 zu Parl Sts beim
Bundesminister der Verteidigung Kossendey
1780018-V173 vom . September 2013
Jugendoffiziere auf der Grundlage des Beutelsbacher Konsenses authentisch,
praxisnah und reflektiert zu einer kritischen Meinungsbildung und Mündigkeit in der
demokratischen Gesellschaft bei.
Der immer wiederkehrende Vorwurf, Jugendoffiziere würden Nachwuchswerbung
betreiben, war auch im Berichtszeitraum ein Diskussionsgegenstand in der
Öffentlichkeit und medialen Berichterstattung. Die Jugendoffiziere haben jederzeit
klar kommuniziert, dass sie ausschließlich Referentinnen und Referenten für
militärische und sicherheitspolitische Grundsatzfragen im Sinne der offiziellen
Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Bundesrepublik Deutschland sind.
2. Aktuelle Debatte
Die Debatte um die Vergabe des Aachener Friedenspreises war prägendster
Diskussionsgegenstand im Berichtszeitraum. Der aus der Aachener
Friedensbewegung hervorgegangene und durch 46 Einzelpersonen gestiftete Preis
wird jährlich am 01. September verliehen. Im Jahr 2013 sollten drei Schulen dafür
ausgezeichnet werden, dass sie bewusst die Zusammenarbeit mit Jugendoffizieren
ablehnen. Eine der Schulen war die Hulda-Pankok-Gesamtschule (HPG) in
Düsseldorf.
Die Rektorin der HPG, Frau Haußmann, lehnte den Preis jedoch ab. In der
dazugehörigen Pressemitteilung wird ausdrücklich darauf verwiesen, dass der
angebliche Beschluss der Schulkonferenz, nicht mit Jugendoffizieren
zusammenarbeiten zu wollen, als gegenstandslos zu betrachten ist. Vielmehr
gehöre zu einer zeitgemäßen und nachhaltigen Friedenserziehung auch die
Auseinandersetzung mit den militärischen Aspekten der Sicherheitspolitik.
Die Debatte um den Friedenspreis war im Betreuungsbereich der Düsseldorfer
Jugendoffiziere sowie im Großraum Aachen, Heinsberg und Geilenkirchen ein
wichtiges Thema in den Gesprächen von Lehrerinnen und Lehrern sowie
Rektorinnen und Rektoren mit den Jugendoffizieren. In anderen Teilen von
Nordrhein-Westfalen wurde das Thema gelegentlich nachgefragt.
Alle angesprochenen Jugendoffiziere betonten ausdrücklich, dass der Preis von
einer privaten Initiative vergeben werde. Dementsprechend respektieren sie die
Entscheidung.
3. Einsätze der Jugendoffiziere
In Nordrhein-Westfalen sind 15 Jugendoffiziere eingesetzt. Sie leisten in Arnsberg,
Augustdorf, Bonn, Düsseldorf, Geilenkirchen, Hilden, Köln, Münster, Siegen, Unna
und Wesel ihren Dienst.
In Düsseldorf, Köln, Münster und Unna sind ob der Verteilung regionaler
Zuständigkeiten jeweils zwei Jugendoffiziere disloziert.
Alle Jugendoffiziere haben klar geregelte regionale Zuständigkeiten. Mit einer
Verwendungsdauer von nicht unter drei Jahren stehen sie somit als verlässliche
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der interessierten Öffentlichkeit als
Fachreferentinnen und Fachreferenten für die sicherheitspolitische
Informationsarbeit zur Verfügung. Die Expertise, Eindrücke und Erfahrungen aller
Jugendoffiziere sind in diesen Bericht mit eingeflossen.
Im Berichtszeitraum führten die Jugendoffiziere in Nordrhein-Westfahlen mit Schulen
und Hochschulen 735 Veranstaltungen durch und erreichten 20.756
Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Eine genaue Aufschlüsselung über die
Veranstaltungen findet sich im Anhang. In der Statistik sind die Einsätze an
Gesamtschulen nicht separat aufgeführt. Sie befinden sich bei den Zahlen der
Realschulen und Gymnasien.
4. Angebot der Jugendoffiziere
Das Angebot der Jugendoffiziere umfasste folgende Punkte:
Vorträge / Diskussionen: Die Schulvorträge sind und bleiben das wichtigste Element im
Angebot der Jugendoffiziere und deren Kernauftrag. Auf Einladung durch und nach
Abstimmung mit der Fachlehrerin bzw. dem Fachlehrer referieren die Jugendoffiziere
zielgruppengerecht, methodisch-didaktisch abwechslungsreich ausgerichtet zu
sicherheitspolitischen Themen. Der „klassische“ 90 minütige Vortrag an Schulen ist das
Kerngeschäft der Jugendoffiziere. Es ergaben sich im Berichtsjahr aber auch immer mehr
zeitlich abgewandelte Formate. So wurde z.B. an einem Düsseldorfer Gymnasium im
Rahmen einer Projektwoche an zwei Tagen eine jeweils dreistündige Veranstaltung mit
einem Jugendoffizier durchgeführt.
Podiumsdiskussionen: Die Jugendoffiziere bieten sich als Diskussionspartner für
Podiumsveranstaltungen an und informieren dabei über aktuelle sicherheitspolitische
Themen. Im Berichtsjahr wurde dies vor allem in der gymnasialen Oberstufe und an
Hochschulen wahrgenommen. So fand z.B. an der Universität Trier eine Podiumsdiskussion
zum Thema „Braucht Europa eine Armee?“ mit Beteiligung eines Jugendoffiziers statt.
Als Diskussionspartnerinnen oder Diskussionspartner waren meistens Vertreterinnen oder
Vertreter der Kirchen, der Friedensbewegung sowie Parlamentarierinnen und Parlamentarier
auf den Podien vertreten.
Trotz unterschiedlicher Auffassungen verliefen die Diskussionen sachlich und waren von
wertschätzender Kommunikation geprägt.
Es ist die Absicht der Jugendoffiziere, dieses Segment im Folgejahr weiter auszubauen und
sich als Gesprächspartner in Podiumsdiskussion zu positionieren.
Seminare / Projekttage: Die Jugendoffiziere helfen bei der Gestaltung von Projekttagen an
Schulen oder bieten Seminarfahrten zu politischen Einrichtungen und Organisationen an.
Wegen der guten Erreichbarkeit der Bundesstadt Bonn werden vor allem Tagesseminare im
Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) mit anschließendem Besuch im
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklungshilfe (BMZ), bei
Sonderorganisationen der Vereinten Nationen (VN) oder im Haus der Geschichte (HdG)
angeboten.
Diese Angebote der Jugendoffiziere werden stark nachgefragt. Oftmals werden die
Seminarfahrten von Schulen im Rahmen von Wandertagen angeboten und erfreuen sich
großer Beliebtheit.
Für Lehrerinnen und Lehrer sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren werden zudem
sicherheitspolitische Hochwertseminare u.a. nach Berlin, Brüssel oder Wien angeboten.
Gerade Lehrerinnen und Lehrer nutzten die gemachten Erfahrungen und in Gespräche
gewonnenen Erkenntnisse für ihren Unterricht.
Politik und Internationale Sicherheit: Die Simulation Politik und Internationale Sicherheit
(POL&IS) ist neben den Schulvorträgen das Kernangebot der Jugendoffiziere. Auch im
Berichtsjahr 2012/2013 überstieg die Nachfrage das Angebot sehr deutlich.
POL&IS wird exklusiv von den Jugendoffizieren der Bundeswehr durchgeführt. Im Rahmen
der mehrtägigen Simulation können Schülerinnen und Schüler Politik aktiv erleben und sich
als handelnde Akteurinnen und Akteure in internationale Beziehungen wahrnehmen.
POL&IS ist als „Markenname“ sehr bekannt. In den meisten Fällen findet die Simulation in
Tagungszentren der Bundeswehr oder bei anerkannten Trägern der politischen Bildung statt.
Die Jugendoffiziere Münster haben im vergangenen Jahr ein internationales POL&IS mit
Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den Niederlanden und Deutschland durchgeführt. Der
Jugendoffizier Hilden organisierte eine Simulation mit deutschen und israelischen
Schülerinnen und Schülern in Kooperation mit dem „Arbeitskreis Partnerschaft mit Israel“.
Die Wartelisten für POL&IS sind lang. Mit vielen Lehrerinnen und Lehrern hat sich die
Durchführung der Simulation nahezu institutionalisiert. Der Einsatz der Jugendoffiziere auf
der Bildungsmesse DIDACTA in Köln hat mit dazu beigetragen, das Interesse für POL&IS
sowie die methodisch-didaktischen Chancen der Simulation für die Teilnehmenden vor allem
jüngeren Lehrerinnen und Lehrern zu verdeutlichen.
Besuche bei der Bundeswehr: Die Jugendoffiziere bieten Besuche in Kasernen und
Einrichtungen der Bundeswehr an. Auch diese erfreuen sich einer großen Beliebtheit. Diese
Besuche haben keinen nachwuchswerbenden Charakter. Vielmehr soll den Schülerinnen
und Schülern der Soldatenalltag und das Gespräch mit Soldatinnen und Soldaten vermittelt
werden.
Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr kam es auch in Nordrhein-Westfalen zur
Veränderung der Stationierung von zivilen und militärischen Dienststellen. Gleichzeitig sind
nahezu alle Dienststellen durch die permanente Gestellung von Einsatzkontingenten
personell stark ausgelastet. Dennoch versuchen die Soldatinnen und Soldaten vor Ort mit
hohem Aufwand und viel Kreativität die Arbeit der Jugendoffiziere zu unterstützen.
Im Berichtsjahr konnte nichtsdestoweniger nicht allen Wünschen von Schulen nach
Besuchen bei der Truppe entsprochen werden.
Informationsveranstaltungen/ Multiplikatorengespräche: Die Jugendoffiziere vermitteln
in Gesprächen Details zu ihrem Gesamtangebot und beraten zu sicherheitspolitischen
Themen. Viele Lehrerinnen und Lehrer sowie im Bereich der Hochschullehre tätige Personen
werden über das Internet auf die Angebote der Jugendoffiziere aufmerksam. Durch
Informationsgespräche verdeutlichen die Jugendoffiziere ihr Aufgabenfeld und identifizieren
gemeinsam mit den Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern mögliche
Veranstaltungsformen und Inhalte.
5. Inhaltliche Schwerpunktthemen
Wie schon im Vorjahreszeitraum lag das Hauptinteresse der Lehrerinnen und Lehrer
im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Stark nachgefragt wurden vor
allem Vorträge über aktuelle Auslandseinsätze der Bundeswehr, insbesondere die
Mission ISAF (International Security Assistance Force) in Afghanistan. Die
Jugendlichen haben generell ein ansprechendes Verständnis von der
asymmetrischen Bedrohungslage und eine Vorstellung von der multipolaren Welt,
wenn man ihnen die Grundlagen und Zusammenhänge erläutert.
Die Meinung der Schülerinnen und Schüler sowie der Studentinnen und Studenten
zu den Auslandseinsätzen ist vielfältig und reicht von Zustimmung über kritische
Akzeptanz bis zur Ablehnung.
Sicherheitspolitische Kernthemen sind nach wie vor Rolle und Aufgabe
internationaler Organisationen, insbesondere der Vereinten Nationen (VN), der
North Atlantic Treaty Organisation (NATO) und der Europäischen Union (EU).
Die Diskussion über eine Rückverlegung aus Afghanistan und die damit
verbundenen sicherheitspolitischen Abwägungen und logistischen
Herausforderungen hat sich im Berichtsjahr immer stärker herauskristallisiert. Auch
die Debatte um bewaffnete Drohnen sowie die mittlerweile gestoppte Beschaffung
der Aufklärungsdrohne EURO HAWK war für die Schülerinnen und Schüler von
großem Interesse.
Im Dialog mit Studentinnen und Studenten hat sich gezeigt, dass die 2011
beschlossene Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht nach wie vor ein Thema für
diese Zielgruppe ist.
6. Kooperation mit Schulen
Die Zusammenarbeit mit Schulen war im Berichtsjahr vertrauensvoll, konstruktiv und
von Wertschätzung gegenüber der Bundeswehr allgemein und den Jugendoffizieren
im Besonderen geprägt.
Viele Kontakte zu Lehrerinnen und Lehrern bestehen zum Teil schon seit vielen
Jahren. Gleichzeitig konnte beobachtet werden, dass auch immer mehr junge
Lehrerinnen und Lehrer offen den Kontakt zu Jugendoffizieren suchen, um deren
Expertise gewinnbringend für die Schülerinnen und Schüler in den Unterricht zu
integrieren.
Die Kooperationsvereinbarung ist ein klares Bekenntnis der Landesregierung und
der Bundeswehr. Die Erfahrung der Jugendoffiziere in Nordrhein-Westfalen zeigt,
dass dies vor allem für Koordinatorinnen und Koordinatoren der gymnasialen
Oberstufe sowie für Rektorinnen und Rektoren aller Schulformen von Bedeutung ist.
7. Kooperation mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung, den
Bezirksregierungen und Schulaufsichtsbehörden
Die Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung, den
Bezirksregierungen und Schulaufsichtsbehörden gestaltet sich wie im letzten Jahr
intensiv und vertrauensvoll.
Bundeswehrkritische Institutionen und Verbände, etwa die Gewerkschaft Erziehung
und Wissenschaft (GEW), erheben immer wieder den Vorwurf, die
Kooperationsvereinbarung gewähre der Bundeswehr einen privilegierten Zugang zu
Schulen. Dieser Vorwurf wurde von den Jugendoffizieren, aber vor allem von
Vertreterinnen und Vertretern der oben genannten Dienststellen entkräftet.
Bei kleinen Anfragen an die Landesregierung, welche die Arbeit der Jugendoffiziere
betrafen, zahlte sich das vertrauensvolle und wertschätzende Verhältnis zwischen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landesministeriums für Schule und
Weiterbildung und des Landeskommandos Nordrhein-Westfalen aus.
Die Arbeit mit den Bezirksregierungen gestaltete sich im Berichtszeitraum
unterschiedlich. Die Informationslage zu Inhalten und Zielen der
Kooperationsvereinbarung variiert. Es ist die Absicht der Jugendoffiziere,
insbesondere der Bezirksjugendoffiziere, im kommenden Jahr durch das Festigen
bestehender Kontakte den Informations- und Kommunikationsfluss zu intensivieren.
8. Zusammenfassung
Die Jugendoffiziere bewerten die Kooperationsvereinbarung ausdrücklich positiv.
Zwar gab es zu Beginn punktuell eine gewisse Verunsicherung bei Lehrerinnen und
Lehrern bezüglich der Einladung von Vertreterinnen und Vertretern der
Friedensbewegung. Diese wurde als verpflichtend interpretiert. Durch Gespräche mit
den Jugendoffizieren und innerhalb der Kollegien konnten diese anfänglichen
Unklarheiten beseitigt werden.
Die Kooperationsvereinbarung schafft Transparenz und Vertrauen und stärkt die
Verankerung der Bundeswehr in der Gesellschaft.
Vor allem bei den Informationsgesprächen mit Schulleiterinnen und Schulleitern
sowie Referentinnen und Referenten schulaufsichtsführender Dienststellen sorgt der
Verweis auf die Kooperationsvereinbarung für klare Verhältnisse und gibt allen
Beteiligten Handlungssicherheit.
Jugendoffiziere sind und bleiben anerkannte und geschätzte Referenten für
Sicherheitspolitik. Da dieser Themenbereich im Lichte einer globalisierten und
multipolaren Welt an Bedeutung gewinnt, kommt der kritischen Auseinandersetzung
eine besondere Rolle zu. Die Jugendoffiziere leisten dabei zielgruppengerecht,
praxisnah und didaktisch vielfältig einen substantiellen Beitrag zur kritischen
Meinungsbildung der Schülerinnen und Schüler sowie der Studentinnen und
Studenten im Rahmen der politischen Bildung.
Die Arbeit der Jugendoffiziere ist dabei stets eingebettet in das Unterrichtskonzept
der zuständigen Lehrerin bzw. des zuständigen Lehrers. Die Pädagoginnen und
Pädagogen sind die gesamte Zeit über anwesend und unterstreichen somit den
Charakter des Jugendoffiziers als externer Referent.
In der Zusammenarbeit mit Schulen wurde die vertrauensvolle und intensive
Kooperation aus dem Vorjahr fortgesetzt. Bei der Zusammenarbeit mit Hochschulen
zeichnet sich eine positive Trendentwicklung ab. Diese wird zukünftig durch die
Jugendoffiziere weiter forciert werden.
Thematisch werden auch im nächsten Berichtszeitraum die Auslandseinsätze der
Bundeswehr, die Gefahr des internationalen Terrorismus sowie die
sicherheitspolitischen Schwerpunktthemen VN, NATO und die Gemeinsame
Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GSVP) der EU im Fokus stehen.
gez. Kort
Uwe Kort, Oberstleutnant
Leiter der Informationsarbeit
Landeskommando Nordrhein-Westfalen
Anlage 1 – Statistik Jugendoffiziere NRW nach Schulformen, Schuljahr 2012/2013
Hauptschule
Veranstaltungen
Teilnehmer
Vorträge / Diskussion 53 1347
Podiumsdiskussion
Seminar / Projekttage 16 597
Pol&IS
Besuche bei der Bundeswehr 14 442
GESAMT
83
2386
Realschule / Mittelschule vglb.
Veranstaltungen
Teilnehmer
Vorträge / Diskussion 114 3179
Podiumsdiskussion
Seminar / Projekttage 20 726
Pol&IS 1 38
Besuche bei der Bundeswehr 14 361
GESAMT
149
4304
Gymnasium Sek. I / Gesamtschule
Veranstaltungen
Teilnehmer
Vorträge / Diskussion 49 1441
Podiumsdiskussion
Seminar / Projekttage 6 363
Pol&IS 1 36
Besuche bei der Bundeswehr 7 230
GESAMT
63
2070
Gymnasium Sek. II / Gesamtschule
Veranstaltungen
Teilnehmer
Vorträge / Diskussion 209 5961
Podiumsdiskussion 2 83
Seminar / Projekttage 20 689
Pol&IS 32 1255
Besuche bei der Bundeswehr 8 189
GESAMT
271
8177
Berufsbildende Schulen / FOS
Veranstaltungen
Teilnehmer
Vorträge / Diskussion 56 1538
Podiumsdiskussion 1 85
Seminar / Projekttage 11 276
Pol&IS 11 434
Besuche bei der Bundeswehr 4 104
GESAMT
83
2437
Lehrer / Referendare / Dozenten
Veranstaltungen
Teilnehmer
Vorträge / Diskussion 36 51
Podiumsdiskussion
Seminar / Projekttage 11 42
Pol&IS
Besuche bei der Bundeswehr 2 54
GESAMT
49
147
Anlage 2 – Statistik Jugendoffiziere NRW Übersicht, Schuljahr 2012/2013
Jugendoffiziere
Nordrhein-Westfalen
Vorträge/
Diskussionen Podiumsdiskussionen
Seminare, Projekttage (ohne
POL&IS)
Anzahl TN Anzahl TN Anzahl TN
Schüler/ Studenten
Hauptschule 53 1347 16 597
Realschule 114 3179 20 726
Gymnasium Sek I 49 1441 6 363
Gymnasium Sek II 209 5961 2 83 20 689
berufsbildende Schulen/ FOS 56 1538 1 85 11 276
Universitäten/ Hochschulen 9 284 3 150 5 129
sonstige Schulen 14 421 1 50
Summe 504 14171 5 318 79 2830
Lehrer/ Ausbilder/ Dozenten 36 51 11 42
Summe 540 14222 5 318 90 2872
Jugendoffiziere
Nordrhein-Westfalen Pol&IS
Besuche bei der
Bundeswehr
Anzahl TN Anzahl TN
Schüler/ Studenten
Hauptschule 14 442
Realschule 1 38 14 361
Gymnasium Sek I 1 36 7 230
Gymnasium Sek II 32 1255 8 189
berufsbildende Schulen/ FOS 11 434 4 104
Universitäten/ Hochschulen 4 162
sonstige Schulen 1 39
Summe 50 1964 47 1326
Lehrer/ Ausbilder/ Dozenten 2 54
Summe 50 1964 49 1380
Jugendoffiziere
Nordrhein-Westfalen Gesamtbilanz
Anzahl TN
Schüler/ Studenten
Hauptschule 83 2386
Realschule 149 4304
Gymnasium Sek I 63 2070
Gymnasium Sek II 271 8177
berufsbildende Schulen/ FOS 83 2437
Universitäten/ Hochschulen 21 725
sonstige Schulen 16 510
Summe 686 20609
Lehrer/ Ausbilder/ Dozenten 49 147
Summe 735 20756
Einsätze GESAMT 735 20756
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]