[Deutscher Bundestag Drucksache 18/1321
18. Wahlperiode 05.05.2014Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Jan Korte, Jan van Aken,
weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 18/1189 –
Polizei- und Zolleinsätze im Ausland (Stand: erstes Quartal 2014)
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Auslandseinsätze von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten entwickeln sich
immer mehr zu einem Mittel der deutschen und EU-Außenpolitik. Die
Militärdoktrin der Europäischen Union, die Europäische Sicherheitsstrategie, sieht
ausdrücklich den kombinierten Einsatz militärischer und ziviler (d. h. auch
polizeilicher) Mittel vor, um „einen besonderen Mehrwert“ zu erzielen.
Diese Entwicklung ist aus mehreren Gründen besorgniserregend.
So leistet sie der Vermischung von polizeilichen und militärischen
Zuständigkeiten Vorschub. Die Grenzen zwischen Polizei und Militär drohen zu
verschwimmen. Das gilt umso mehr, als gerade bei Einsätzen in Kriegs- und
Krisengebieten, Polizisten immer wieder in lebensbedrohliche Situationen kommen.
Diese dienen dann wiederum als Legitimation für eine Aufrüstung der Polizei
bis hin zu Überlegungen, schwerbewaffnete Einheiten der Bundespolizei
speziell für Auslandseinsätze aufzustellen.
Hinzu kommt, dass für polizeiliche Auslandseinsätze keinerlei
parlamentarische Zustimmung erforderlich ist. Je nach Rechtsgrundlage ist noch nicht
einmal die Information des Deutschen Bundestages vorgeschrieben. Damit wird
ein wichtiger Bereich der Außenpolitik der parlamentarischen Kontrolle
entzogen. Bedenklich ist dies vor allem wegen der gerade bei Einsätzen in Kriegs-
und Krisengebieten stets vorhandenen Eskalationsgefahr. Bei Einsätzen
aufgrund des § 65 des Bundespolizeigesetzes (BPolG) hat der Deutsche
Bundestag nicht einmal ein verbrieftes Rückholrecht.
Ähnliches gilt für Einsätze von Zollbeamtinnen und Zollbeamten.
Schließlich gewinnen internationale Einsätze innerhalb der Europäischen
Union zunehmend an Bedeutung. Einsätze ausländischer Polizisten in
Deutschland sowie deutscher Polizisten im (EU-)Ausland auf der Grundlage
des Prümer Vertrages oder bilateraler Abkommen unterliegen ebenfalls keiner
parlamentarischen Kontrolle. Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern vom 30. April 2014
übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 18/1321 – 2 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeVo r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Die Kleine Anfrage beinhaltet Fragen, die im Wesentlichen identisch sind mit
den Fragen der Kleinen Anfragen der Fraktion DIE LINKE. vom 29. August 2008
(Bundestagsdrucksache 16/10182), vom 20. November 2008
(Bundestagsdrucksache 16/11009), vom 9. Dezember 2008 (Bundestagsdrucksache 16/11341),
vom 22. April 2009 (Bundestagsdrucksache 16/12773), vom 27. Juli 2009
(Bundestagsdrucksache 16/13849), vom 12. November 2009 (Bundestagsdrucksache
17/26), vom 26. Februar 2010 (Bundestagsdrucksache 17/866), vom 3. Juni 2010
(Bundestagsdrucksache 17/1923), vom 18. August 2010 (Bundestagsdrucksache
17/2769), vom 8. November 2010 (Bundestagsdrucksache 17/3640), vom 9.
Februar 2011 (Bundestagsdrucksache 17/4729), vom 13. Mai 2011
(Bundestagsdrucksache 17/5830), vom 14. Juli 2011 (Bundestagsdrucksache 17/6598), vom
18. Oktober 2011 (Bundestagsdrucksache 17/7346), vom 25. Januar 2012
(Bundestagsdrucksache 17/8503), vom 18. April 2012 (Bundestagsdrucksache
17/9349), vom 24. Juli 2012 (Bundestagsdrucksache 17/10384), vom 11. Oktober
2012 (Bundestagsdrucksache 17/10966), vom 7. Februar 2013
(Bundestagsdrucksache 17/12309), vom 23. April 2013 (Bundestagsdrucksache 17/13209),
vom 29. Juli 2013 (Bundestagsdrucksache 17/14453), vom 21. November 2013
(Bundestagsdrucksache 18/84) und vom 10. Februar 2014
(Bundestagsdrucksache 18/469).
Zur Vermeidung von Wiederholungen wird insoweit auf die Antworten der
Bundesregierung vom 17. September 2008 (Bundestagsdrucksache 16/10252), vom
8. Dezember 2008 (Bundestagsdrucksache 16/11314), vom 5. Januar 2009
(Bundestagsdrucksache 16/11548), vom 11. Mai 2009 (Bundestagsdrucksache
16/12968), vom 14. August 2009 (Bundestagsdrucksache 16/13897), vom
27. November 2009 (Bundestagsdrucksache 17/84), vom 15. März 2010
(Bundestagsdrucksache 17/1006), vom 22. Juni 2010 (Bundestagsdrucksache 17/
2264), vom 3. September 2010 (Bundestagsdrucksache 17/2845), vom 25.
November 2010 (Bundestagsdrucksache 17/3931), vom 28. Februar 2011
(Bundestagsdrucksache 17/4939), vom 1. Juni 2011 (Bundestagsdrucksache 17/6034),
vom 29. Juli 2011 (Bundestagsdrucksache 17/6710), vom 8. November 2011
(Bundestagsdrucksache 17/7617), vom 15. Februar 2012
(Bundestagsdrucksache 17/8688), vom 8. Mai 2012 (Bundestagsdrucksache 17/9536), vom
10. August 2012 (Bundestagsdrucksache 17/10450), vom 29. Oktober 2012
(Bundestagsdrucksache 17/11251), vom 26. Februar 2013
(Bundestagsdrucksache 17/12469), vom 10. Mai 2013 (Bundestagsdrucksache 17/13437), vom
14. August 2013 (Bundestagsdrucksache 17/14552), vom 10. Dezember 2013
(Bundestagsdrucksache 18/154) und vom 27. Februar 2014
(Bundestagsdrucksache 18/676) verwiesen. Veränderungen werden ergänzend dargestellt.
1. An welchen Missionen auf der Grundlage von § 8 Absatz 1 BPolG sind
deutsche Polizistinnen und Polizisten (bitte nach Bundesländern,
Zugehörigkeit zur Bundespolizei bzw. zum Bundeskriminalamt – BKA –
aufgliedern) sowie Zollbeamtinnen und Zollbeamte derzeit beteiligt?
a) Wie viele deutsche Polizistinnen und Polizisten sowie weiteres ziviles
Personal (bitte nach Zugehörigkeit zu Bundesländern, Bundespolizei,
BKA u. a. aufgliedern) sowie Zollbeamtinnen und Zollbeamte sind
dabei jeweils eingesetzt?
UNMIK EUMM
GEO
UNMIL UNMISS UNAMID EUPOL
COPPS
EUBAM
MD/UA
EUPOL
AFG
EULEX EUCAP
Nestor
MINUS
MA
EUBAM
Libyen
Bundespolizei
0 0 1 0 4 0 3 3 31 0 1 2
BKA 1 0 0 0 0 0 0 1 0 0 0 0
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 3 – Drucksache 18/1321Stand 31. März 2014
*Darin enthalten sind 17 zivile nichtpolizeiliche deutsche Experten
b) An welchen Orten und in welchen Stäben, Einrichtungen und Stellen
sind sie tätig (bitte jeweils die einzelnen Personalzahlen angeben)?
Stand: 31. März 2014
Die in den Missionen der Vereinten Nationen (VN) und der Europäischen
Union (EU) eingesetzten Polizeivollzugsbeamten (PVB) des Bundes und der
Länder sowie Zollbeamten nehmen die der Polizei und dem Zoll mit Mandat
zugewiesenen Aufgaben wahr. Der Einsatz der PVB sowie der Zollbeamten liegt
in der Verantwortung des Mandatsgebers (VN/EU) und erfolgt nach dem
jeweiligen Bedarf innerhalb der Mission.
c) Welche tatsächliche Gesamtstärke hat die Mission derzeit?
Zoll 0 0 0 0 0 0 5 0 1 0 0 0
Länderpolizeien
0 4 4 7 0 2 0 16 68 3 5 1
Gesamt 1 4 5 7 4 2 8 37* 100 3 6 3
Mission Einsatzgebiete
UNMIL, Liberia Monrovia (5)
UNMISS, Südsudan Juba, Torit, Rumbek, Aweil (7)
MINUSMA, Mali Bamako, Mopti (6)
UNAMID, Darfur El Fasher, Nyala (4)
UNMIK, Kosovo Gesamt Kosovo (1)
EULEX, Kosovo Gesamt Kosovo (100)
EUPOL AFG, Afghanistan Kabul, Mazar-e Sharif (20)
EUMM, Georgien Tiflis, Gori, Mtskheta, Zugdidi (4)
EUCAP Nestor, Dschibuti Dschibuti (3)
EUBAM MD/UA, Moldau/Ukraine Odessa, Besarabeasca, Kotovsk, Chisinau,
Kurchuhan (8)
EUPOL COPPS, Palästinensische Gebiete Westbank (2)
EUBAM Libyen Tripolis (3)
Mission derzeitige Gesamtstärke Polizei/Zoll
UNMIL, Liberia 1 580
UNMISS, Südsudan 664
UNAMID, Sudan 1 812
MINUSMA, Mali 981
UNMIK, Kosovo 9
EULEX, Kosovo 656
UNMIK EUMM
GEO
UNMIL UNMISS UNAMID EUPOL
COPPS
EUBAM
MD/UA
EUPOL
AFG
EULEX EUCAP
Nestor
MINUS
MA
EUBAM
Libyen
Drucksache 18/1321 – 4 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeStand: 31. März 2014
d) Welche Missionen mit deutscher Beteiligung sind im ersten Quartal
2014 neu hinzugekommen (bitte die rechtliche Grundlage sowie
Mandatsgeber und Missionsträger angeben, die Mandatsobergrenze nennen
sowie den Auftrag der eingesetzten deutschen Kräfte bezeichnen), und
inwiefern hat es Mandatsänderungen bei den bereits bestehenden
Missionen gegeben?
Im Berichtszeitraum ist keine neue internationale Friedensmission mit deutscher
Beteiligung hinzugekommen. Ebenfalls gab es keine Mandatsänderungen bei
den bestehenden Missionen.
e) Wann wird die Mission voraussichtlich beendet sein?
f) Inwieweit beabsichtigt die Bundesregierung eine Veränderung
hinsichtlich der Art und/oder des Umfangs der deutschen Beteiligung, und bis
wann soll diese umgesetzt sein (bitte ggf. konkrete Angaben machen
und Zahlen zu den einzelnen Missionen bzw. Einsätzen nennen)?
Aktuell sind keine Veränderungen hinsichtlich der Art und/oder des Umfangs
der deutschen Beteiligung geplant.
EUPOL AFG, Afghanistan 139
EUBAM MD/UA, Moldau/Ukraine 84
EUPOL COPPS, Paläst. Gebiete 23
EUMM, Georgien 62
EUCAP Nestor, Dschibuti, Kenia, Seychellen, Somalia 8
Mission derzeitiges Mandatsende
UNMIK, Kosovo offen
UNMIL, Liberia 30. September 2014
UNMISS, Südsudan 15. Juli 2014
UNAMID, Sudan 31. August 2014
MINUSMA, Mali 30. Juni 2014
EUPOL AFG, Afghanistan 31. Dezember 2014
EUBAM MD/UA, Moldau/Ukraine 1. Dezember 2015
EULEX, Kosovo 14. Juni 2014
EUPOL COPPS, Paläst. Gebiete 30. Juni 2014
EUMM, Georgien 14. Dezember 2014
EUCAP Nestor, Dschibuti, Kenia, Seychellen, Somalia 15. Juli 2014
EUAVSEC, Südsudan beendet seit 17. Januar 2014
EUBAM Libyen 21. Mai 2015
Mission derzeitige Gesamtstärke Polizei/Zoll
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 5 – Drucksache 18/13212. An welchen Einsätzen auf der Grundlage von § 65 Absatz 2 BPolG (ohne
kurzfristige Ausbildungslehrgänge im Sinne nachfolgend aufgeführter
Fragen) waren bzw. sind deutsche Polizistinnen und Polizisten sowie
Zollbeamtinnen und Zollbeamte im ersten Quartal 2014 beteiligt (bitte nach
Bundesländern, Zugehörigkeit zur Bundespolizei bzw. zum BKA
aufgliedern)?
a) Wie viele deutsche Polizistinnen und Polizisten sowie weiteres ziviles
Personal (bitte nach Zugehörigkeit zu Bundesländern, Bundespolizei,
BKA u. a. aufgliedern) sowie Zollbeamtinnen und Zollbeamte waren
bzw. sind dabei jeweils eingesetzt?
Deutsches Polizeiprojektteam (GPPT) Afghanistan
Stand: 31. März 2014
Gesamt: 124 Beamte, davon 54 Bund (3 BKA/51 BPOL) und 70 Länder.
Projekt Saudi-Arabien
Im ersten Quartal 2014 waren insgesamt 8 Beamte (BPOL) im Projekt zur
Modernisierung des Saudi-Arabischen Grenzschutzes eingesetzt.
b) An welchen Orten und in welchen Stäben, Einrichtungen und Stellen
waren bzw. sind sie tätig (bitte jeweils die einzelnen Personalzahlen
angeben?
GPPT Afghanistan
Stand: 17. April 2014
Saudi-Arabien (gesamtes erstes Quartal 2014)
c) Welche tatsächliche Gesamtstärke hat der Einsatz derzeit?
Deutsches Polizeiprojektteam (GPPT)
Da es sich um ein bilaterales Projekt handelt, entspricht die Gesamtstärke exakt
der deutschen Beteiligung.
Ort Verwendung Anzahl
Kabul Sicherheit/Administration 8
Akademie 9
Flughafen 5
IPCB-S 4
Mazar-e Sharif Sicherheit/Administration 8
Mentoring PTC 14
Flughafen 3
Ort Verwendung Anzahl
Riad Projektleitung 2
Riad Administration 6
Drucksache 18/1321 – 6 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeProjekt Saudi-Arabien (Stand: 17. April 2014)
Derzeit sind sechs Beamte der Bundespolizei im Projekt zur Modernisierung des
Saudi-Arabischen Grenzschutzes eingesetzt.
d) Welche Einsätze mit deutscher Beteiligung sind im ersten Quartal 2014
neu hinzugekommen, und inwiefern hat es relevante Änderungen (vor
allem bei Auftrag, Zweck, Durchführung und Kräfteansatz) bei den
bereits bestehenden Einsätzen gegeben?
Es sind keine Einsätze nach § 65 Absatz 2 des Bundespolizeigesetzes (BPolG)
hinzugekommen. Auf die Antwort zu Frage 1d wird verwiesen.
3. Welche Informationen liegen der Bundesregierung bezüglich
sicherheitsrelevanter Vorfälle vor, in die deutsche Polizistinnen und Polizisten sowie
Zollbeamtinnen und Zollbeamte im ersten Quartal 2014 involviert bzw.
denen sie ausgesetzt waren?
Im Südsudan kommt es seit Mitte Dezember 2013 zu Kämpfen zwischen
Gegnern der Regierung und regierungsnahen Truppen. Wegen bewaffneter
Auseinandersetzungen in der Hauptstadt Juba im Dezember 2013, wurden deutsche
Staatsangehörige aus dem Südsudan evakuiert. Die Bundesregierung evakuierte
auch Polizeibeamte aus der VN-Mission im Südsudan (UNMISS), da eine
Gefährdung nicht auszuschließen war. Da sich die Kampfhandlungen nicht gegen
die Vereinten Nationen richteten, beschloss die Bundesregierung, die
Polizeibeamten Mitte Januar wieder in die UNMISS zu entsenden.
Die Europäische Union evakuierte die Angehörigen der Mission für
Luftsicherheit in Südsudan (EUAVSEC) nach Ausbruch der Kämpfe, unter diesen befand
sich ein deutscher Polizeibeamter. Da diese Mission am 17. Januar 2014
eingestellt wurde, erfolgte keine erneute Entsendung des Personals nach Juba.
4. Wie bewertet die Bundesregierung die politische und militärische
Gefährdungslage in den jeweiligen Einsatzgebieten (bitte Veränderungen
darstellen)?
Politische Lage
EUBAM (Moldau)
Die formellen 5+2-Gespräche zur Lösung des Transnistrienkonflikts
verzeichnen seit der zweiten Jahreshälfte 2012 keine Veränderungen. Der Einstieg in die
Substanz der Konfliktlösung erweist sich als weiterhin schwierig. Im
Zusammenhang mit der veränderten Sicherheitslage in der Ukraine wurden die
Kontrollen an der ukrainischen Grenze im März 2014 verschärft. Die
Bedrohungslage im Einsatzgebiet wird durch die Bundesregierung als „niedrig“
eingeschätzt.
EUPOL/Deutsches bilaterales Polizeiberaterteam (Afghanistan)
Innerhalb des zivilen Wiederaufbaus Afghanistans messen die afghanische
Regierung und die internationale Gemeinschaft dem Aufbau und der
Professionalisierung der Polizei eine zentrale Bedeutung zu. Ziel ist es, die
Sicherheitsverantwortung im Land an funktionierende afghanische Institutionen zu übertragen
(Transition). Mit der Verkündung der fünften und letzten Tranche der Transition
am 18. Juni 2013 durch den afghanischen Staatspräsidenten ist dieser Prozess
nun im gesamten Land eingeleitet. Bis Ende 2014 werden die afghanischen
Sicherheitskräfte allein die Verantwortung für die Sicherheit im Land
übernehmen. Bis dahin können sie in ausgewählten Bereichen (Nachrichtengewinnung,
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 7 – Drucksache 18/1321Lufttransport, Luftnahunterstützung, medizinische Hilfe) noch auf die
Unterstützung der Internationalen Unterstützungstruppen (ISAF – International
Security Assistance Force) zählen.
Die aktuelle Stärke der ANSF (Afghan National Security Forces) beträgt mehr
als 350 000 Soldaten und Polizisten. Ihr quantitativer Aufbau wurde im Jahr
2013 fast abgeschlossen. Der Aufbau der Sicherheitskräfte verläuft damit weiter
nach Plan.
Die afghanischen Streitkräfte haben im Jahr 2013 zum ersten Mal ihren eigenen
Operationsplan erstellt, den sie nun erfolgreich ausführen. Dieser Erfolg
manifestiert sich auch darin, dass die RFK (regierungsfeindlichen Kräfte) ihre
mutmaßlichen operativen Ziele in Afghanistan insgesamt nicht erreichen konnten.
Die ANSF wirken in der gesamten Fläche, konzentrieren sich jedoch auf die
urbanen Zentren und auf den Raum entlang der bedeutsamen
Hauptverkehrsachsen.
Im Zusammenhang mit der Wahl in Afghanistan am 5. April 2014 überzeugten
die ANSF durch ihre Leistungsfähigkeit. Regierungsfeindliche Kräfte waren
nicht in der Lage, die Vorbereitung und die Durchführung der Wahl signifikant
zu stören.
Die Polizeimission der Europäischen Union in Afghanistan (EUPOL
Afghanistan) und das bilaterale deutsche Polizeiberaterteam (GPPT) unterstützen die
notwendige Professionalisierung der afghanischen Polizei auf vielfältige Weise.
Nennenswerte Geländegewinne für die regierungsfeindlichen Kräfte gibt es
derzeit nicht. Schwerpunkte der Kämpfe zwischen den RFK und den ANSF liegen
im Süden und Osten des Landes. Im Regionalkommando Nord sind der
Baghlan-Korridor und die Provinz Faryab mit dem schwierigen Distrikt Ghormach zu
nennen. In der Mehrzahl der Nordprovinzen herrscht eine überwiegend oder
zumindest ausreichend kontrollierbare Sicherheitslage.
In Kabul ist die Sicherheitslage durch die ANSF trotz einzelner
medienwirksamer Anschläge unverändert mindestens überwiegend kontrollierbar. ANSF und
die afghanische Regierung sind bei der Bevölkerung präsent und in der Lage, die
Mehrzahl der geplanten Anschläge zu verhindern. Wirtschaftlich boomt Kabul
mit einer für afghanische Verhältnisse sehr guten Infrastruktur und Wirtschaft.
Die RFK haben in der Kabuler Bevölkerung kaum Unterstützer und können nur
verdeckt in kleinen Gruppen agieren.
UNMIK, EULEX (Kosovo)
Die Lage in der Republik Kosovo ist grundsätzlich ruhig und stabil, allerdings
bleibt die Lage im kosovo-serbisch dominierten Norden des Landes trotz der am
19. April 2013 zwischen Serbien und Kosovo im von der EU vermittelten
Politischen Dialog geschlossenen Normalisierungsvereinbarung und den
Fortschritten bei ihrer Umsetzung angespannt. Augenscheinlich wurde dies zuletzt, als am
31. März 2014 eine Patrouille mit drei kosovo-serbischen Angehörigen der
Kosovo Police im Norden aus noch ungeklärtem Grund aus dem Hinterhalt
beschossen wurde; die Polizisten erlitten Verletzungen. Am 12. März 2014 ließen
Beamte der Polizeistation Zubin Potok auf Druck einer aufgebrachten
Menschenmenge einen kosovo-serbischen Tatverdächten frei, der bei Vorsprache auf
der Polizeistation aus anderem Anlass wegen eines gegen ihn vorliegenden
Haftbefehls u. a. wegen Angriffen auf EULEX festgenommen wurde. EULEX
und der serbische Premierminister Ivica Dačić verurteilten die Befreiungsaktion
scharf. Der aufgrund des Vorfalls suspendierte stellvertretende Leiter der
Polizeiwache in Zubin Potok wurde nach Protesten der Nord-Bürgermeister und
-Gemeinderäte wieder in sein Amt eingesetzt werde.
Drucksache 18/1321 – 8 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeAm 27. Januar 2014 wurde der kosovo-serbische Politiker Oliver Ivanović durch
EULEX wegen des Vorwurfs der Kriegsverbrechen und der Beteiligung an in
der Nachkriegszeit begangenen Tötungsdelikten vernommen und in
Untersuchungshaft genommen. Nach einem einwöchigen Hungerstreik wurde er wie
gefordert nach Mitrovica-Nord verlegt. Am 16. Januar 2014 wurde ein bei den
Kommunalwahlen im November/Dezember 2013 neu gewähltes Mitglied des
Gemeinderats in Mitrovica-Nord (kosovo-serbische Partei SLS) durch Schüsse
getötet. Die Hintergründe der Tat sind noch nicht bekannt. Bei einem Anschlag
auf einen EULEX-Konvoi im Norden Kosovos ist am 19. September 2013 ein
litauischer Angehöriger der Mission EULEX zu Tode gekommen.
Im Juli 2013 war ein EULEX-Fahrzeug mit einem Molotow-Cocktail
angegriffen worden, nachdem EULEX im Norden Kosovos in den vorangegangenen
Tagen vier serbische Volkszugehörige verhaftet hatte.
UNMIL (Liberia)
Der Friedensprozess hat seit Einrichtung von UNMIL im Jahr 2003 deutliche
Fortschritte gemacht. Die Sicherheitslage hat sich nicht zuletzt dank der
Anwesenheit und Ausbildungsleistung von UNMIL stabilisiert. Wegen der hohen
Arbeitslosigkeit, der sich weiterhin in Lagern in Liberia aufhaltenden Flüchtlinge
aus dem benachbarten Côte d’Ivoire sowie des noch nicht abgeschlossenen
nationalen Versöhnungsprozesses besteht weiterhin ein Frustrations- und
Konfliktpotential.
Das Mandat von UNMIL wurde im September 2013 um ein Jahr bis Ende
September 2014 verlängert. Dabei soll die militärische Komponente reduziert
werden (Verringerung bis Juli 2015 auf eine Gesamtpersonalstärke von 3 750). Die
Personalobergrenze der polizeilichen Komponente wird auf 1 795 Mann
festgelegt. Die Frage einer weiteren Verlängerung des Mandats von UNMIL wird nach
dem nächsten Bericht des VN-Generalsekretärs, der für den 15. August 2014
erwartet wird, im VN-Sicherheitsrat behandelt.
UNMIL führt auch die Planung der Übertragung der Sicherheitsverantwortung
auf nationale Kräfte durch. Die „Liberian National Police“ (LNP) plant bis zum
Abzug von UNMIL einen Aufwuchs der Polizeikräfte auf 8 000 Mann.
UNMISS (Südsudan)
Die Republik Südsudan erklärte am 9. Juli 2011 ihre Unabhängigkeit. Mit
Resolution 1996 (2011) hat der VN-Sicherheitsrat am 9. Juli 2011 die Mission der
Vereinten Nationen in Südsudan (UNMISS) eingerichtet, die die Republik
Südsudan beim Staatsaufbau unterstützen soll. Nach anhaltenden
grenzübergreifenden bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der südsudanesischen und
sudanesischen Armee einschließlich Bombardierungen der sudanesischen
Luftstreitkräfte in verschiedenen Regionen der Grenze bis April 2012 ist im Rahmen
eines Waffenstillstands in Folge der VN-Resolution 2046 die Sicherheitslage im
Einsatzgebiet der Mission der Vereinten Nationen im Norden Südsudans ruhig.
Sudan und Südsudan haben am 27. September 2012 in Addis Abeba eine
Verhandlungslösung für die noch offenen Fragen des Friedensprozesses erreicht.
Seit Mitte Dezember 2013 kommt es in Südsudan zu schweren kämpferischen
Auseinandersetzungen infolge eines bereits länger schwelenden Machtkampfes
zwischen Präsident Salva Kiir und dem ehemaligen Vizepräsidenten Riek
Machar. Wichtige politische Führungspersönlichkeiten wurden verhaftet und
u. a. des Hochverrats bezichtigt. Die Kämpfe haben sich von der Hauptstadt in
weitere Landesteile aus v. a. nach Jonglei und die nördlichen Ölregionen Unity
und Upper Nile verbreitet. Friedensverhandlungen unter dem Schirm der IGAD
(Intergovernmental Authority on Development) in Addis Abeba stocken.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 9 – Drucksache 18/1321Der von den Vermittlern aus Äthiopien, Kenia und Sudan am 23. Januar 2014
erreichte Waffenstillstand wurde am 17. Februar 2014 durch einen Angriff der
Rebellen auf die Stadt Malakal gebrochen. In der nach wie vor strittigen Frage
der Freilassung inhaftierter Politiker wurden inzwischen sieben Inhaftierten die
Ausreise nach Kenia ermöglicht; die verbleibenden vier wurden wegen
Hochverrats angeklagt. Mehrere 10 000 Flüchtlinge halten sich in UNMISS-Lagern
auf. Das Flüchtlingslager im UNMISS-Lager in Bor wurde am 17. April 2014
von einem Mob bewaffneter Zivilisten attackiert. Dabei wurden mindestens
48 Zivilisten getötet. Zwei indische UNMISS-Soldaten wurden verletzt. UNMISS-
Soldaten machten zur Verteidigung der Flüchtlinge von Schusswaffen Gebrauch
und konnten die Angreifer zurückdrängen. Deutsche Polizisten sind in Bor nicht
eingesetzt. Am 24. Dezember 2013 hatte der VN-Sicherheitsrat eine temporäre
Aufstockung der VN-Mission UNMISS durch Kräfte aus anderen
Friedensmissionen um 5 500 Soldaten auf 12 500 Soldaten und um 423 auf 1 323 Polizisten
beschlossen. Die Mission EUAVSEC wurde am 17. Januar 2014 beendet.
UNAMID (Sudan)
Die Lage in Darfur ist nach wie vor volatil. Die Umsetzung des unter katarischer
Vermittlung am 14. Juli 2011 unterzeichneten Friedensabkommens für Darfur
zwischen der Regierung der Republik Sudan und dem Zusammenschluss von
Rebellengruppen „Liberation and Justice Movement“ (LJM) geht voran. Die
Rebellengruppen „Sudan Liberation Army“ (SLA) und „Justice and Equality
Movement“ (JEM) verweigerten sich nach wie vor einer Teilnahme an den
Friedensgesprächen und haben sich mit Rebellen in Südkordofan und Blue Nile zur
Sudan Revolutionary Front zusammengeschlossen. Teile des „Justice and
Equality Movement“ (JEM) haben am 10. Februar 2013 in Doha unter katarischer
Vermittlung mit der sudanesischen Regierung ein Waffenstillstandsabkommen
unterzeichnet und sind am 7. April 2013 dem Doha-Friedensabkommen
beigetreten. Eine Konferenz zur Förderung des Wiederaufbaus von Darfur wurde vom
7. bis 8. April 2013 in Doha (Katar) erfolgreich abgehalten. Auch im Jahr 2014
kam es wieder zu Kämpfen zwischen Regierung und Rebellen sowie zu blutigen
Stammesauseinandersetzungen um Land und Bodenschätze. Sie erschweren
weiterhin die humanitäre Lage der Bevölkerung in Darfur. Kriminalität und
ethnische Auseinandersetzungen zwischen Stämmen haben auch im ersten
Quartal 2014 zahlreiche Todesopfer gefordert. Es hat wiederholt Überfälle auf
UNAMID-Truppen gegeben. Der neue Leiter der Mission, Mohamed Ibn
Chambas hat die nach wie vor friedensunwilligen Rebellenführer zu
Vermittlungsgesprächen in Kampala Uganda und Arush Tansania getroffen.
Der VN-Sicherheitsrat hat am 30. Juli 2013 mit Resolution 2113 (2013) das
Mandat von UNAMID für weitere 13 Monate bis zum 31. August 2014
verlängert.
EUPOL COPPS/EUBAM Rafah (Palästinensische Gebiete)
Die Sicherheitslage im Westjordanland blieb im Berichtszeitraum angespannt.
Im Jahr 2013 wurden 27 Palästinenser von israelischen Sicherheitskräften
getötet (2012: acht Opfer) und fünf Israelis verloren ihr Leben durch
palästinensische Einzeltäter (2012: sieben Opfer). Gewalttätige Siedler beschädigen
regelmäßig palästinensische Olivenhaine, verunstalten Moscheen oder beschädigen
parkende Autos.
Innerhalb des Westjordanlandes besteht grundsätzlich Bewegungsfreiheit für
Angehörige der Polizeimission. Die Auswirkungen der israelischen Präsenz
sowie fortbestehende Spannungen zwischen Hamas und Fatah prägen den Alltag.
Missionsangehörige sind aufgefordert, Orte gewaltsamer
Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern bzw. zwischen den palästinensischen
Drucksache 18/1321 – 10 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeFraktionen zu meiden. Darüber hinausgehende spezifische Risiken bestehen für
die Polizeimission nicht.
Für den Gazastreifen gilt weiterhin eine Reisewarnung. Die Zahl der zivilen
Opfer im Gazastreifen und im Süden Israels erreichte in den zwölf Monaten
nach der Ausrufung der von Ägypten ausgehandelten Waffenruhe am 21.
November 2012 den tiefsten Wert seit Beginn der zweiten Intifada im September
2000.
Seit Ende des Jahres 2013 kommt es wieder vermehrt zu Mörsergranaten- und
Raketenbeschuss vom Gazastreifen auf Israel sowie in der Folge zu israelischen
Artillerie- und Luftangriffen gegen Ziele in Gaza. Seit Anfang des Jahres
wurden durch israelische Angriffe zehn Personen teilweise getötet und über
100 Menschen verwundet. Radikale palästinensische Gruppierungen feuerten
im selben Zeitraum bereits über 100 Raketen auf Israel ab (2013: insgesamt 41).
Zudem entdeckten israelische Streitkräfte im Oktober 2013 einen
Angriffstunnel aus Gaza nach Israel, der vermutlich der Entführung von israelischen
Staatsangehörigen dienen sollte.
Ägypten ging nach der Ablösung von Staatspräsident Mohammed Mursi
entschlossen gegen die Schmuggeltunnel der Hamas nach Gaza vor. Über 90
Prozent der Anlagen sollen heute unbrauchbar sein. Dadurch erfuhr neben dem
Zustrom von Waffen auch der Import von unversteuertem Treibstoff und
Baumaterialien einen deutlichen Rückgang. In der Folge musste das einzige Kraftwerk
Gazas mehrmals den Betrieb vorübergehend einstellen. Der Grenzübergang
Rafah blieb seit dem 4. Juli 2013 lange geschlossen, auch wenn er de facto
unregelmäßig stundenweise öffnete. Erst ab Frühjahr 2014 wurde er wieder
tageweise geöffnet.
Im Rahmen der Waffenruhe und im Zusammenhang mit den seit Juli 2013
laufenden Friedensgesprächen zwischen Israel und den Palästinensern ergriff Israel
eine Reihe von Einzelmaßnahmen, die vor allem der Wirtschaft in Gaza
zugutekommen sollten, mittlerweile jedoch teilweise wieder rückgängig gemacht
wurden – auch im Zusammenhang mit der Entdeckung des Angriffstunnels.
Israel hat die Fischereizone von drei auf sechs Seemeilen erweitert, die
Sperrzone am Grenzzaun von 300 auf 100 Meter verkleinert und vorübergehend
Importe von privatem Baumaterial und Schwerlastfahrzeugen ermöglicht.
EUMM (Georgien)
Die Lage ist ruhig, aber nicht stabil. Das sicherheitspolitische Risiko wird vom
Europäischen Auswärtigen Dienst derzeit generell als „niedrig“ eingestuft, in
der Region entlang den Verwaltungslinien zu Süd-Ossetien und Abchasien als
„mittel“. Russische Grenztruppen setzen den Ausbau von Grenzanlagen zur
Reduzierung und besseren Kontrolle des Personen- und Warenverkehrs an diesen
Linien fort. Nach wie vor kommt es zu vereinzelten Zwischenfällen an den
Verwaltungsgrenzen zu Abchasien und Süd-Ossetien, vor allem wenn
Zivilpersonen die Verwaltungsgrenze queren. In manchen Fällen werden Zivilisten
kurzzeitig festgenommen.
EUCAP Nestor (Dschibuti, Kenia, Seychellen)
Die politische Lage in Dschibuti und auf den Seychellen ist unverändert stabil.
In Kenia kam es zu Anschlägen der terroristisch agierenden al-Shabaab in
Nairobi und Mombasa.
EUBAM Libyen
Die Lage in Libyen bleibt in hohem Maße instabil. Es gibt kein staatliches
Gewaltmonopol gegenüber der faktischen Macht der Milizen. Bewaffnete Ausein-
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 11 – Drucksache 18/1321andersetzungen finden weiterhin vereinzelt statt. In ganz Libyen, insbesondere
in den Großräumen Benghazi und Derna, besteht ein erhöhtes Entführungsrisiko
für Ausländer. Premierminister Ali Zeidan wurde am 11. März 2014 vom
Parlament abgewählt und der Verteidigungsminister Abdallah Al-Thenni als
Übergangspremierminister gewählt. Premierminister Abdallah Al-Thenni hat am
12. April 2014 nach einem Anschlagsversuch auf seine Familie sein Amt
niedergelegt, bleibt aber geschäftsführend, bis das Übergangsparlament einen
Nachfolger bestimmt haben wird. Nächste Schritte sollen allgemeine
Parlamentswahlen im Sommer 2014 sein und anschließend die Wahl eines Staatspräsidenten.
MINUSMA (Mali)
Die politische Lage in Mali ist weitgehend stabil. Nach der Abhaltung freier und
fairer Präsidentschafts- und Parlamentswahlen im zweiten Halbjahr 2013 sowie
der Bildung einer legitimen Regierung ist der Prozess der Rückkehr zur
verfassungsmäßigen Ordnung formal abgeschlossen. Staatspräsident Ibrahim
Boubacar Keita und Ministerpräsident Oumar Tabam Ly können sich im
Parlament auf eine Mehrheit von 115 (von insgesamt 147) Sitzen stützen.
Die im Rahmen des nationalen Dialog- und Versöhnungsprozesses begonnenen,
zurzeit informell geführten Gespräche zwischen der malischen Regierung und
Vertretern der Tuareg (sowie anderer Volksgruppen im Norden Malis) über die
künftige Stellung Nord-Malis im malischen Staatsverband verlaufen
schleppend. Nach Vermittlungsgesprächen mit MINUSMA haben sich die Vertreter
der Tuareg jedoch zur Wiederaufnahme von Verhandlungen mit der malischen
Regierung bereit erklärt. Sie sind prinzipiell bereit, die territoriale Integrität
Malis anzuerkennen, fordern aber im Gegenzug mehr Dezentralisierung und
autonome Rechte für den Norden Malis.
Militärische Gefährdungslage
Die militärische Bedrohungslage für die Einsatzländer von Polizei und Zoll, in
denen auch die Bundeswehr eingesetzt wird, ist grundsätzlich unverändert zum
vierten Quartal 2013.
Auch bezüglich des Einsatzes UNMISS im Südsudan wird die Bedrohungslage
landesweit insgesamt weiterhin mit MITTEL bewertet, in den Bundesländern
Upper Nile und Unity aufgrund des seit Dezember 2013 andauernden
innersüdsudanesischen Konfliktes allerdings derzeit mit ERHEBLICH.
5. Wie viele Verbindungsbeamtinnen und Verbindungsbeamte des BKA
halten sich derzeit in welchen Ländern auf (bitte jeweils die Einsatzländer und
Einsatzorte sowie die zugehörige Zahl von Beamtinnen und Beamten
angeben)?
Das Bundeskriminalamt (BKA) hat aktuell 67 Verbindungsbeamte an 54
Standorten eingesetzt. Die Einzelheiten zu den Einsatzländern und den personellen
Besetzungen sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.
Land Ort Anzahl
BKA-VB
Land Ort Anzahl
BKA-VB
Afghanistan Kabul 2 Oman Maskat 1
Ägypten Kairo 1 Österreich Wien 1
Albanien Tirana 1 Pakistan Islamabad 1
Algerien Algier 1 Panama Panama-City 1
Drucksache 18/1321 – 12 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeIm deutschen Verbindungsbüro bei Europol (Den Haag/NDL) sind aktuell fünf
Verbindungsbeamte des BKA eingesetzt. Darüber hinaus sind dort weiterhin je
ein Verbindungsbeamter der Bundespolizei, des Zolls und der Landespolizei
Baden-Württemberg sowie zwei Vertreterinnen der Landespolizei Nordrhein-
Westfalen tätig, die im Rahmen ihrer Tätigkeit zum BKA abgeordnet sind.
Argentinien Buenos Aires 1 Nigeria Lagos 1
Brasilien Brasilia 1 Peru Lima 1
Brasilien Sao Paulo 1 Polen Warschau 2
Bulgarien Sofia 1 Portugal Lissabon 1
China Peking 2 Rumänien Bukarest 2
Dominikanische
Republik
Santo Domingo 1 Russische Föderation Moskau 2
Frankreich Paris 2 Saudi Arabien Riad 1
Ghana Accra 1 Schweden Stockholm 1
Griechenland Athen 1 Serbien Belgrad 1
Großbritannien London 2 Spanien Madrid 2
Indien Neu Delhi 1 Südafrika Pretoria 1
Indonesien Jakarta 1 Thailand Bangkok 2
Italien Rom 2 Tunesien Tunis 1
Jordanien Amman 1 Tschechische Republik Prag 1
Kasachstan Astana 1 Türkei Istanbul 1
Kenia Nairobi 2 Türkei Ankara 1
Kolumbien Bogotá 2 Ukraine Kiew 1
Kosovo Pristina 1 USA Washington 2
Kroatien Zagreb 1 Usbekistan Taschkent 1
Lettland Riga 1 Venezuela Caracas 1
Libanon Beirut 1 Vereinigte Arabische
Emirate
Abu Dhabi 1
Libyen Tripolis 1
Marokko Rabat 1
Mexiko Mexiko-City 1
Niederlande Den Haag 1
Land Ort Anzahl
BKA-VB
Land Ort Anzahl
BKA-VB
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 13 – Drucksache 18/13216. Wie viele deutsche Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte werden derzeit im
Ausland als
a) Dokumentenberater,
Aktuell sind 39 Dokumenten- und Visumberater der Bundespolizei gemäß
nachfolgender Übersicht im Einsatz:
Stand 17. April 2014
Land Einsatzort Anzahl
Ägypten Kairo 2
Algerien Algier 1
China Hongkong 1
China Kanton/Guangzhou 1
China Peking 2
China Shanghai 2
Ghana Accra 1
Indien Chennai 1
Indien Mumbai 1
Indien Neu Delhi 2
Iran Teheran 2
Jordanien Amman 2
Katar Doha 1
Kosovo Pristina 1
Malaysia Kuala Lumpur 1
Nigeria Lagos 3
Pakistan Islamabad 1
Russland Moskau 3
Russland St. Petersburg 1
Sri Lanka Colombo 1
Südafrika Pretoria 2
Thailand Bangkok 1
Türkei Ankara 1
Türkei Istanbul 1
Ukraine Kiew 1
Vereinigte Arabische Emirate Dubai 2
Vietnam Hanoi 1
Drucksache 18/1321 – 14 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiodeb) Sicherheitsbeamte,
Es sind 18 Sicherheitsbeamte der Bundespolizei gemäß nachfolgender
Übersicht im Einsatz.
Stand: 17. April 2014
c) Grenzpolizeiliche Verbindungsbeamte,
Es sind 19 PVB der Bundespolizei gemäß nachfolgender Übersicht als
Grenzpolizeiliche Verbindungsbeamte im Einsatz.
Stand 17. April 2014
Zusätzlich haben grenzpolizeiliche Verbindungsbeamte Nebenakkreditierungen
in folgenden zwölf Ländern: Belgien, Malta, Slowakei, Lettland, Estland,
Österreich, Slowenien, Republik Moldau, Montenegro, Bosnien und Herzegowina,
Albanien, ejR Mazedonien.
d) Unterstützungskräfte sowie Berater in Fragen der Grenzsicherheit
eingesetzt
(bitte jeweils, d. h. zu jedem Unterpunkt, Einsatzland und Einsatzort
sowie die Zahl der eingesetzten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten
Land/Ort Anzahl Land/Ort Anzahl
Afghanistan, Kabul 1 Türkei, Istanbul 1
Nigeria, Lagos 1 Usbekistan, Taschkent 1
USA, Washington D.C. 1 Indonesien, Jakarta 1
Indien, Neu Delhi 1 Pakistan, Islamabad 1
Pakistan, Karachi 1 Guatemala, Guatemala 1
Saudi Arabien, Riad 1 Ägypten, Kairo 1
Russland, Moskau 1 Iran, Teheran 1
Venezuela, Caracas 1 Ghana, Accra 1
China, Peking 1 Kolumbien, Bogotá 1
Land Anzahl Land Anzahl
Spanien 1 Ungarn 1
Frankreich 1 Kosovo 1
Niederlande 1 Serbien 1
Tunesien 1 Rumänien 1
Italien 1 Bulgarien 1
Ukraine 1 Griechenland 1
Kroatien 1 Türkei 1
Tschechische Republik 1 Russland 1
Polen 1 China 1
Litauen 1
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 15 – Drucksache 18/1321nennen und angeben, ob sie vom BKA, von der Bundespolizei oder einer
Länderpolizei gestellt werden)?
Es sind sieben PVB der Bundespolizei als Unterstützungskräfte
(Grenzpolizeiliche Unterstützungsbeamte Ausland – GUA) bzw. Berater wie folgt im Einsatz:
e) In welche der durch die Verordnung (EG) Nr. 377/2004 zur Schaffung
eines Netzes von Verbindungsbeamten für Einwanderungsfragen
geschaffenen örtlichen oder regionalen Kooperationsnetze der
Verbindungsbeamten der EU-Staaten für Einwanderungsfragen sind die in den
Fragen 6c und 6d genannten Kräfte eingebunden?
Grenzpolizeiliche Verbindungsbeamte der Bundespolizei in Drittstaaten
nehmen an den sog. ILO-Netzwerken (International Liaison Officer) gemäß
Verordnung (EG) 377/2004 in den Staaten China, Kosovo, Russland, Serbien, Bosnien,
Moldau, Albanien, Republik Mazedonien, Montenegro, Ukraine, Tunesien und
Türkei teil. Grenzpolizeiliche Unterstützungsbeamte Ausland (GUA) nehmen
nicht an ILO-Netzwerken gemäß Verordnung (EG) 377/2004 teil, da deren
Einsatzgebiet sich auf EU-Mitgliedstaaten beschränkt.
7. Wie viele deutsche Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte wurden im ersten
Quartal 2014 im Rahmen der Europäischen Agentur für die operative
Zusammenarbeit an den Außengrenzen (FRONTEX) eingesetzt:
a) als Dokumentenberater im Rahmen welcher Operationen, und an
welchen Standorten,
Es erfolgten keine Einsätze von Dokumentenberatern für FRONTEX.
b) als Mitarbeiter in der Warschauer Zentrale (bitte mit der jeweiligen
Funktion auflisten),
In der Warschauer Zentrale von FRONTEX waren im ersten Quartal 2014 zehn
Bundespolizeibeamte gemäß nachfolgender Übersicht im Einsatz:
Land Ort Anzahl Einsatzart
Griechenland Flughafen Thessaloniki 1 Bilateral
Griechenland Flughafen Athen 2 Bilateral
Griechenland Flughafen Heraklion 1 Bilateral
Griechenland Seehafen Patras 1 Bilateral
Griechenland Seehafen Igoumenitsa 1 Bilateral
Frankreich Flughafen Paris CDG 1 Bilateral
Funktion Anzahl
Head of Operations Division 1
Horizontal Coordinator (Operations Division) 1
Training Unit 2
Risk Analysis Unit (Operative Auswertung) 1
Pooled Resources 1
Air Border Sector 1
Drucksache 18/1321 – 16 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiodec) die im Rahmen von Operationen deutsches Gerät aus dem FRONTEX-
Ausrüstungspool (technical equipment pool) bedienen (bitte mit
Einsatzstandorten und jeweiligem Tätigkeitsprofil angeben),
Im ersten Quartal 2014 befanden sich keine Einsatzmittel der Bundespolizei aus
dem technischen Zentralregister FRONTEX „Techniqual Equipment Pool“ und
daher auch kein Personal der Bundespolizei zu deren Bedienung im Einsatz.
d) die im Einsatzstaat Maßnahmen zum Screening (Identitätsfeststellung
etc.) von Personen eingesetzt werden, die ohne erforderliche
Einreiseoder Aufenthaltspapiere aufgegriffen wurden,
Es wurden keine Polizeivollzugsbeamte zum Screening eingesetzt.
e) als Mitglieder der europäischen Grenzschutzteams im Rahmen von
gemeinsamen Aktionen, Pilotprojekten oder für Soforteinsätze zu
Grenzsicherungszwecken (bitte einzeln aufführen),
f) im Rahmen gemeinsamer Rückführungsmaßnahmen unter der
Koordination von FRONTEX (bitte mit dem jeweiligen Zielstaat der
Maßnahme, teilnehmenden EU-Staaten, Gesamtkosten und dem deutschen
Kostenanteil auflisten),
Statistische Erhebungen zu den Gesamtkosten und dem deutschen Kostenanteil
der eingesetzten deutschen Polizeibeamten werden nicht geführt.
Return Operations Sector 2
Situation Centre 1
Maßnahme Anzahl
FRONTEX Joint Operation Poseidon Land 14
Nr. Datum Zielstaat Teilnehmende EU-Staaten Eingesetzte Escorts (deutsche
Polizeivollzugsbeamte)
1. 21.01.2014 Mazedonien Schweden 33
2. 28.01.2014 Nigeria Spanien, Island,
Großbritannien, Bulgarien, Dänemark,
Schweden, Ungarn,
Niederlande
4
3. 04.02.2014 Serbien Schweden 35
4. 26.02.2014 Kosovo Finnland, Schweden,
Frankreich, Ungarn, Slowakei
8
5. 21.03.2014 Serbien und
Mazedonien
Spanien, Frankreich 19
Funktion Anzahl
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 17 – Drucksache 18/1321g) im Rahmen weiterer FRONTEX-Maßnahmen (bitte Einsatzorte und
jeweilige Tätigkeit angeben),
und wie viele Erkenntnismeldungen oder sonstige Mitteilungen zu
besonderen Ereignissen gab es vonseiten der deutschen Kräfte an das
Bundespolizeipräsidium, und was war Inhalt dieser Meldungen?
Im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2014 wurden insgesamt 167
Erkenntnismitteilungen-/anfragen der GUA statistisch erfasst und aufgabenbezogen
bearbeitet. Bei den Inhalten dieser Meldungen handelte es sich um die
Übermittlung von grenzpolizeilichen Erkenntnissen.
8. An welchen weiteren internationalen Einsätzen auf der Grundlage des
Prümer Vertrages oder entsprechender bilateraler Abkommen (ausgenommen
die so genannte Nacheile) haben deutsche Polizistinnen und Polizisten –
soweit die Bundesregierung Kenntnis davon hat – im ersten Quartal 2014
teilgenommen?
Seitens der Bundespolizei waren anlässlich der Spielbegegnung Paris St.
Germain gegen Bayer 04 Leverkusen am 12. März 2014 zwei fankundige Beamte
(FKB) sowie eine Sprachmittlerin der BPOL in Paris eingesetzt.
a) Wann und wo fanden diese Einsätze jeweils statt (bitte angeben, in
welchen Einheiten bzw. in welchen Stäben bzw. Dienststellen usw. die
deutschen Polizeikräfte eingesetzt waren)?
Am 11. März 2014 (Anreisetag) erfolgte in Paris eine Einsatzbesprechung mit
anschließender Einweisung in den gesamten Einsatzraum Paris.
Am 12. März 2014 (Spieltag) versahen die FKB der Bundespolizei zunächst an
der mobilen Kontrollstelle der französischen Polizei auf der A 2 (französische
Autobahn), an einem Rastplatz ca. 152 km vor Paris, ihren Dienst. Nach
Beendigung der Kontrollmaßnahmen wurden die FKB im Stadtgebiet Paris bzw.
am Stadion eingesetzt. Die Sprachmittlerin begleitete die Delegationsleitung im
Stadtgebiet Paris.
b) Was waren Anlass und Zweck der Einsätze?
Auf Ersuchen der französischen Polizei wurde eine deutsche Polizeidelegation
zur Unterstützung und Beratung anlässlich der o. a. Spielbegegnung entsandt.
Die FKB waren zur Lagebewertung, Identifikation von Risikofans sowie als
Kommunikationsschnittstelle zu Erkenntnissen deutscher und französischer
Polizeibehörden als auch zu den Fans eingesetzt.
Land Ort Anzahl Tätigkeit
Ungarn Grenzübergang Röszke 2 First Line Officer
Ungarn Grenzübergang Tompa 2 First Line Officer
Kroatien Grenzübergang Bajakovo 2 First Line Officer
Niederlande Flughafen Amsterdam 1 Second Line Airport officer
Drucksache 18/1321 – 18 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiodec) Wie viele deutsche Polizistinnen und Polizisten waren daran beteiligt
(bitte Herkunft nach Länderpolizeien bzw. Bundespolizei oder BKA
angeben)?
Insgesamt wurden acht Polizeibeamte zur Unterstützung und Beratung der
französischen Polizei anlässlich dieser Spielbegegnung entsandt. Die
Polizeidelegation bestand aus Vertretern der Polizei des Landes Nordrhein-Westfalen
(Szenekundige Beamte) und drei Beamten der Bundespolizei.
d) Von wem gingen die Ersuchen aus?
Das Ersuchen der französischen Polizei wurde über den National Football
Information Point (NFIP) Frankreich an den NFIP DEU (ZIS) ausgelöst.
e) Inwiefern haben die deutschen Polizistinnen und Polizisten von ihrer
Befugnis zur Anwendung unmittelbaren Zwangs Gebrauch gemacht?
Anlässlich des o. a. Einsatzes erfolgte seitens der Bundespolizei keine
Anwendung von unmittelbaren Zwang.
f) Welche Einsatzmittel und Fahrzeuge aus deutschen Beständen wurden
jeweils mitgeführt?
Der Einsatz der bundespolizeilichen Kräfte erfolgte in zivil. Die Dienstreise
nach und von Paris erfolgte mit Dienst-Kfz. Es wurden keine Einsatzmittel
mitgeführt.
9. Welche Ausbildungsmaßnahmen für ausländische Sicherheitskräfte haben
deutsche Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte im ersten Quartal 2014
durchgeführt, bzw. an welchen waren sie beteiligt (bitte sowohl bereits
abgeschlossene als auch aktuell stattfindende sowie fortgesetzte Maßnahmen
angeben)?
Bundeskriminalamt
Ausbildungsmaßnahmen, die das BKA im ersten Quartal 2014 zu Gunsten
ausländischer Sicherheitskräfte realisiert hat:
Land Maßnahme Bezeichnung Beginn Ende
Finanzierung/
Haushaltstitel
Kalkulation/
Abrechnung
Algerien Arbeitsbesuch Bedarfserhebung 23.02.2014 25.02.2014 0624 687 01 2 463,65 €
Brasilien Arbeitsbesuch Hospitation bei der
Abteilung Staatsschutz
zum
Themagemeinsame Zentren
29.01.2014 30.01.2014 0624 687 01 9 361,05 €
Dominikanische Republik
Lehrgang Verhandlungen in
Fällen von Geiselnahmen
und Entführungen
03.03.2014 14.03.2014 0624 687 01 8 483,42 €
Indonesien Arbeitsbesuch Beratung
Terrorismusbekämpfung
05.01.2014 15.01.2014 0624 687 01 3 596,51 €
Kenia Lehrgang Tatortarbeit 05.02.2014 07.02.2014 0624 687 01 6 714,05 €
Libanon Arbeitsbesuch Besuch bei
Sicherungsgruppe
04.03.2014 06.03.2014 0624 687 01 595,46 €
Libyen Arbeitsbesuch Bedarfserhebung 04.03.2014 06.03.2014 0624 687 01 15 000 €
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 19 – Drucksache 18/1321EU-Projekte mit Beteiligung des BKA (Innenhilfe)
Aus der Tabelle gehen die Bezeichnung der Maßnahmen, die Ziele und Zeitraum
hervor. Die Maßnahmen finden wechselseitig in den EU-Mitgliedstaaten (EU-MS)
statt. Aufgaben und Tätigkeiten sind Beratung und Ausbildung. Die Anzahl der
DEU Polizeibeamten und -beamtinnen liegt je nach Maßnahme zwischen zwei bis
zehn Beamtinnen und Beamte. Die Kosten wurden bis zu 90 Prozent von der
EU-KOM GD Home getragen – der restliche Betrag wurde von DEU (oder
Partner EU-MS) finanziert.
Marokko Arbeitsbesuch Fachgespräche/
Beratungshilfe zum Thema
Polizeiaufbau
14.01.2014 18.01.2014 0624 687 01 5 705,52 €
Mexiko Arbeitsbesuch Zeugenschutz 29.01.2014 02.02.2014 0624 687 01 4 707,75 €
Ruanda Arbeitsbesuch Bedarfserhebung 10.03.2014 14.03.2014 0624 687 01 5 472,44 €
Türkei Lehrgang Seminar Zeugenschutz 17.03.2014 21.03.2014 EU 15 000 €
Türkei Arbeitsbesuch Hospitation
Cybercrime
10.03.2014 21.03.2014 EU 6 000 €
Förderprogramm Ausgaben
(HH-Titel 53202)
Bezeichnung
ISEC 2010 GD Home A4 0,– € Home/2010/ISEC/AG/FINEC/001
Financial Investigations & Asset Confiscation – Development
& Implementation of Training Courses
17.03.2011–16.03.2014
ISEC 2010 GD Home A4 ca. 110 500,– € Home/2010/ISEC/FP/C2/400 000 1450
Establishment of a mobile competence team for the promotion
of the council decisions 200816151JHA + 200816161JHA
01.07.2011–30.06.2014
ISEC 2010 GD Home A4 ca. 150,– € Home/2010/ISEC/FP/C2/400 000 1449
European operational training for investigations against
pharmaceutical crime – TrainPharmCrime
01.11.2011–31.10.2014
ISEC 2012 GD Home A4 ca. 13 700,– € Home/2012/ISEC/AG/400 000 4320
EU-Expert Meeting on right Wing Extremism/Terrorism 2014
– EU EMRE/T 2014
01.12.2013–01.12.2014
ISEC 2010 GD Home A4 ca. 5 500,– € Home/2010/ISEC/FP/C2/400 000 1448
Post-blast investigation and IEDD (Improvised Explosive
Device Disposal) Training for Experts
22.08.2011–21.08.2014
ISEC 2010 GD Home A4 ca. 4 300,– € Home/2010/ISEC/FP/C2/400 0001437
Development and Distribution of the European Vehicle
Identification Database (EuVID)
01.10.2011–30.09.2014
Land Maßnahme Bezeichnung Beginn Ende
Finanzierung/
Haushaltstitel
Kalkulation/
Abrechnung
Drucksache 18/1321 – 20 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeBundespolizei
ISEC 2012 GD Home A4 ca. 32 000,– € Home/2012/ISEC/FP/C1/400 000 3826
International Symposium 2013 and 2014 for Bomb
Investigators and Bomb Disposal Experts
01.03.2013–28.02.2015
ISEC 2011 GD Home A4 ca. 4 000,– € HOME/2011/ISEC/AG/4000002504
Development of analytical methods for sensitive detection and
identification of organic gunshot residues (OGSR) based on
liquid chromatography-mass spectrometry
(LC-MS) for routine casework
01.01.2013–31.12.2015
ISEC 2011 GD Home A4 6 200,– € HOME/2011/ISEC/AG/4000002506
Research Network on Organised Crime 2013–2016
01.01.2013–31.12.2015
ISEC 2011 GD Home A4 ca. 3 100,– € HOME/2011/ISEC/AG/4000002489
Development, Preparation and Performance of an ENFSI
International Proficiency Test on Shot Range Estimation
01.01.2013–31.12.2015
ISEC 2011 GD Home A4 ca. 4 100,– € HOME/2011/ISEC/AG/4000002595
Cross-Border Surveillance Working group
14.11.2012–13.02.2015
ISEC 2012 GD Home A4 33 500,– € HOME/2012/ISEC/AG/4000004330
Strengthening fight against Mobile Organised Crime Groups
(MOCG) from the Baltic Sea Region
01.01.2014–31.12.2015
Land Bezeichnung Zeitraum Anzahl der
ausl.
Sicherheitskräfte
Kosten/
Titel
Ort
Libyen Entsendung eines
grenzpolizeilichen Beobachters in das U.S.-
Konsulat nach Frankfurt/Main
anlässlich einer
Ausbildungsmaßnahme des libyschen
Grenzschutzes
27.01. bis
31.01.2014
keine DEU
Marokko Informationsbesuch einer MAR
Delegation zur Einweisung in
die Thematik „Digitalfunk“
25.03.2014 2
Angehörige der
MAR Polizei
ca. 500 €
(Abrechnung steht
noch aus)
0610
DEU
Palästinensische
Gebiete
Stipendiatenausbildung
Teilnahme am
Studienjahrgang 68. II Bundespolizei
(gehobener Dienst)
06/2012 bis
08/2014
3
Stipendiaten der
Palästinensischen
Zivilpolizei
Kosten in
2014:
23 019 €
0502
DEU
Förderprogramm Ausgaben
(HH-Titel 53202)
Bezeichnung
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 21 – Drucksache 18/1321Russland Stipendiatenausbildung
Teilnehmer am 29 RAL
(höherer Dienst)
12.09.2012 bis
30.09.2014
1 Stipendiat
des
russischen
Grenzdienstes
Abrechnung
steht noch
aus
0610
DEU
Tunesien Evaluierung/Sondierung im
Bereich Dokumenten- und
Urkundensicherheit,
Grenzkontrolle und maritime Sicherheit
(Evaluierung der in 2013
durchgeführten
Qualifizierungsmaßnahmen
24.03. bis
27.03. 2014
5 Experten
BPOL
1 Vertreter
BMI
ca. 11 000 €
(Abrechnung steht
noch aus)
0610
TUN
Tunesien Schulung im Bereich maritime
Sicherheit
(Monitoring bei
Schulungsmaßnahmen im Bereich der
maritime Sicherheit/
Seenotrettung und Einweisung in die
gelieferte Ausstattungshilfe
17.03 bis
28.03.2014
15
Angehörige der TUN
Nationalgarde
(Multiplikatoren)
3 Trainer
BPOL
ca. 8 000 €
(Abrechnung steht
noch aus)
0610
TUN
Vereinigte
Arabische Emirate
Abu Dhabi
Schulung im Bereich
Luftsicherheit, hier:
Qualitätskontrolle national/international
in Theorie und Praxis sowie
Maßnahmen aus bes. Anlass
(Rahmeneinsatzkonzeption,
BAO Lagen,
Großschadensereignisse zu Gunsten
der Abu Dhabi Police
19.01. bis
31.01.2014
15
Angehörige der
ABU
Polizei,
2 Trainer
BPOL
keine VAE
(Emirat
Abu
Dhabi)
Vereinigte
Arabische Emirate
Abu Dhabi
Schulung im Bereich der
Bekämpfung der
Urkundenkriminalität
(Multiplikatorenausbildung)
30.03. bis
10.04.2014
15
Angehörige der
ABU Polizei
2 Trainer
BPOL
keine VAE
(Emirat
Abu
Dhabi)
Vereinigte
Arabische Emirate
Einweisung einer Delegation
der VAE in die allgemeine
Aufgabenwahrnehmung der
Bundespolizei im Bereich
Bahnpolizei
12.03.2014 8
Angehörige der VAE
Polizei/
Zivilschutz
keine DEU
Österreich Expertentreffen
Thema: Bilaterale
Zusammenarbeit
16.01.2014 Teilnehmer:
Vertreter
BMI/
BPOLP/
GVB
0625 AUT
Österreich Expertentreffen
(Besprechung
Transportgutdiebstahl)
20.02. bis
21.02.2014
0625 AUT
Belgien Expertentreffen
(National Auditors Annual
Meeting, Brüssel)
25.03. bis
26.03.2014
0625 BEL
Land Bezeichnung Zeitraum Anzahl der
ausl.
Sicherheitskräfte
Kosten/
Titel
Ort
Drucksache 18/1321 – 22 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeBelgien Expertentreffen
(Manufacture Meeting ETD,
Brüssel)
15.01.2014 0625 BEL
Bulgarien Schulungsmaßnahme
(Evaluierung der fliegerischen
Maßnahmen in BGR durch
Angehörige des BPOL-
Flugdienstes in Sofia)
24.03. bis
26.03.2014
0625 BGR
Schweiz Leitungsbesuch
(Jährliches Leitungstreffen der
Flughafendienststellen BPOLI
MUC und Zürich im Rahmen
der bestehenden
Arbeitspartnerschaft; Abstimmung der
gemeinsamen Maßnahmen für
das Jahr 2014)
11.02.bis
12.02.2014
0625 DEU
Schweiz Expertentreffen
(Abstimmung Eckpunktepapier
Projekt Gemeinsame operative
Dienstgruppe BPOL/GWK)
13.01.2014 0625 CHE
Tschechien Leitungsbesuch
(Besprechung des Leiters der
Bezirkspolizeidirektion und
dem Präsidenten der BPOLD
Pirna)
05.03.2014 0625 DEU
Tschechien Expertentreffen
Besprechung über Fragen der
Rückführung beim
Gemeinsamen Zentrum in Schwandorf
04.02. bis
05.02.2014
3 CZE
Angehörige der
Fremdenpolizei Prag
7 PVB
BPOL
0625 DEU
Tschechien Leitungsbesuch
(Jährliches Leitungstreffen der
Flughafendienststellen BPOLI
MUC und Prag-Ruzyne im
Rahmen der bestehenden
Arbeitspartnerschaft;
Abstimmung der gemeinsamen
Maßnahmen für das Jahr 2014)
04.02. bis
05.02.2014
0625 DEU
Tschechien Veranstaltung auf
Leitungsebene
(Besprechung auf Einladung
des Leiters der
Bezirkspolizeidirektion Usti nad Labem mit
den angrenzenden CZE-
Bezirkspolizeidirektionen, der
BPOLD Pirna sowie den
Landespolizeidirektionen an der
DEU-CZE-Grenze)
09.01.2014 0625 CZE
Land Bezeichnung Zeitraum Anzahl der
ausl.
Sicherheitskräfte
Kosten/
Titel
Ort
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 23 – Drucksache 18/1321Tschechien Fortbildungsveranstaltung
(Gemeinsame Fortbildung
„Erste Hilfe in besonderen
Einsatzlagen“ in Teplice)
20.02. bis
22.02.2014
Polizeitrainer der
BPOLD PIR
und der
BPOLI’en
0625 CZE
Tschechien Expertentreffen
(Besprechung Handlungsfeld
„Gemeinsame Einsatzformen“)
03.02.2014 0625 CZE
Tschechien Expertentreffen
(Besprechung Handlungsfeld
„Gemeinsame Einsatzformen“)
24.02.2014 0625 CZE
Tschechien Veranstaltung auf
Leitungsebene
(Besprechung der Deutsch-
Tschechischen
Lenkungsgruppe)
06.03.2014 0625 CZE
Tschechien Expertentreffen
(Besprechung Handlungsfeld
„Kontrollen im Grenzraum“)
19.03. bis
20.03.2014
0625 CZE
Tschechien Fortbildungsveranstaltung
(Polizeitraining und
Einsatzmaßnahmen)
21.01. bis
24.01.2014
Teilnahme
von 5 CZE-
Kollegen
0625 DEU
Tschechien Fortbildungsveranstaltung
(Einweisung des 68.
Studienjahrganges bei der Polizei des
Pilsener Kreises
– Besichtigung und
Einweisung Einsatzleitstelle
– Vorstellung des Sachgebietes
Internationale Beziehungen
– Einweisung bei der
Ausländerpolizei)
13.03.2014 7 PVB der
BPOLI
Waidhaus
5
Praktikanten des
68.
Studienjahrs
0625 CZE
Tschechien Expertentreffen
(Besprechung
Transportgutdiebstahl)
27.02.2014 0625 CZE
Dänemark Fortbildungsveranstaltung
(Durchführung einer
Teamtrainingsmaßnahme in der
Akademie Sankelmark)
20.01. bis
21.01.2014
0625 DNK
Dänemark Fortbildungsveranstaltung
(Fortbildung in Taktik,
Eingriffsrecht und
Behördenstrukturen; Teilnehmer BPOL,
Landespolizei SH, DNK)
25.02. bis
26.02.2014
0625 DEU
Land Bezeichnung Zeitraum Anzahl der
ausl.
Sicherheitskräfte
Kosten/
Titel
Ort
Drucksache 18/1321 – 24 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeDänemark Fortbildungsveranstaltung
(Fortbildung mit Schwerpunkt
Polizeitraining; Teilnehmer
BPOL, Landespolizei SH,
DNK)
28.02.2014 0625 DEU
Dänemark Fortbildungsveranstaltung
(Fortbildungsveranstaltung mit
Schwerpunkt
Fahrzeugkontrolle und Folgemaßnahmen)
26.03.2014 0625 DEU
Estland Expertentreffen
(I. BSRBCC BBC (Baltic Sea
Region Border Control
Cooperation) Meeting in Tallinn)
06.03. bis
07.03.2014
0625 EST
Frankreich Expertentreffen
(ECAC (European Civil
Aviation Conference) TTF/57 und
ICAO (International Civil
Aviation Organisation)
WGTech/9, Paris
05.02. bis
07.02.2014
0625 FRA
Frankreich Expertentreffen
(ECAC (European Civil
Aviation Conference) Workshop on
the Use of Explosive Detection
Dogs (EDD) in Aviation
Security, Paris
18.02. bis
19.02.2014
0625 FRA
Frankreich Erfahrungsaustausch
(Treffen von Vertretern der
BPOL und der FRA
Grenzpolizei (DCPAF) in Naterre/FRAU
Themen: Gemeinsames
Lagebild DEU/FRA; Kooperation
auf dem Balkan; gegenseitige
Vertretung durch die DVB in
Tripolis und Dubai
21.01.2014 0625 FRA
Frankreich Fortbildungsveranstaltung
(Teilnahme am
Fortbildungslehrgang Fundamental Rights
for Border Guards Training for
National Trainers
24.03. bis
28.03.2014
1 PVB
BPOL
0625 FRA
Frankreich Erfahrungsaustausch
(Ausbau der bilateralen
Kooperation)
05.02. bis
06.02.2014
0625 FRA
Land Bezeichnung Zeitraum Anzahl der
ausl.
Sicherheitskräfte
Kosten/
Titel
Ort
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 25 – Drucksache 18/1321Frankreich Leitungsbesuch
(Der Leiter der Französischen
Grenzpolizei (DCPAF)
besuchte die BPOLD FRA:
Thema: Informationsaustausch
Easy-PASS/Automatisierte und
Biometriegestützte
Grenzkontrolle)
17.03. bis
18.03.2014
0625 DEU
Frankreich Fortbildungsveranstaltung
(Gemeinsames Einsatztraining
mit Kräften der SPAF Forbach
(FRA Grenzpolizei)
Überwachung der
grenzüberschreitenden Züge von
und nach Frankreich)
28.01.2014 0625 FRA
Frankreich Fortbildungsveranstaltung
„Operative Zusammenarbeit“
27.01. bis
30.01.2014
0625 FRA
Großbritannien Leitungsbesuch
(Besuch des Director General
of International & Immigration
Police Group, Herrn Mike
Anderson
Thema: Bilaterale
Zusammenarbeit)
23.01.2014 0625 DEU
Großbritannien Veranstaltung auf
Leitungsebene
(Antrittsbesuch von Mr. Phil
Duffy (Chief operation Officer)
und Mr. Nick Picard beim
BPOLP. Information
insbesondere zur Struktur der BPOL und
zur Flugabfertigung, hier
vorrangig zur Sichtung von
Reisedokumenten und Maßnahmen
bei illegaler Einreise)
20.02.2014 0625 DEU
Kroatien Expertentreffen (Besprechung
Runder Tisch
Arbeitsgruppe
Telekommunikationsüberwachung)
02.03. bis
05.03.2014
0625 HRV
Italien Leitungsbesuch
(Besuch des Leiters der
italienischen Grenzpolizei im BPOLP.
Gespräch mit Herrn
P. Dr. Romann.
Thema: Bilaterale
Zusammenarbeit)
11.03.2014 0625 DEU
Land Bezeichnung Zeitraum Anzahl der
ausl.
Sicherheitskräfte
Kosten/
Titel
Ort
Drucksache 18/1321 – 26 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeNiederlande Workshop
(Erarbeitung eines
grenzüberschreitenden strategischen
Auswerteprodukts (mit TN der
BPOLD H)
13.02.2014 0625 DEU
Niederlande Erfahrungsaustausch
(Bewältigung demonstrativer
Versammlungslagen)
05.02.2014 0625 NLD
Niederlande Erfahrungsaustausch
(Bewältigung demonstrativer
Versammlungslagen)
12.02.2014 0625 NLD
Niederlande Übung
(Grenzüberschreitende Übung
zum Thema „Geiselnahme“ der
Polizeidirektion Osnabrück,
Kreispolizeibehörde Borken
und der Nationalpolizei der
Niederlande)
15.01.2014 0625 DEU
Niederlande Veranstaltungen auf
Leitungsebene
(Veranstaltung zum Ende der
Förderung der
Grenzüberschreitenden Polizeiteams
(GPT) in Enschede. Teilnehmer
Leiter der im GPT vertretenen
Behörden)
28.03.2014 0625 NLD
Niederlande Workshop
(AG Zusammenarbeit im
EPICC Heerlen und der GVSt
Goch)
17.03.2014 0625 DEU
Niederlande Hospitation
(Thema Gepäck- und
Taschendiebstahl.
Teilnehmer sind Angehörige
der Königlichen Marechaussee)
04.03. bis
06.03.2014
0625 DEU
Niederlande Hospitation
(Einweisung in die Aufgaben/
Liegenschaft des KMAR
District Noord–Oost Noord in
Zwolle, Einweisung
Bearbeiterin Einsatz BPOLI BBH in die
Aufgaben des SB Einsatz beim
District Noord–Oost Noord)
29.01. bis
30.01.2014
0625 DEU
Land Bezeichnung Zeitraum Anzahl der
ausl.
Sicherheitskräfte
Kosten/
Titel
Ort
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 27 – Drucksache 18/1321Niederlande Expertentreffen
(Arbeitstreffen in Münster/
Westfalen zur Vorbereitung
internationale Übung „Reliable
Sword“ unter Beteiligung NLD
Politie & KMar, dt.-niederl.
Korps)
10.03. bis
14.03.2014
0625 DEU
Niederlande Workshop (AG Rückführung) 27.03.2014 2 Teilnehmer
KMar
3 Teiln.
BPOL
0625 DEU
Niederlande Erfahrungsaustausch
IND (Immigration and
Naturalisation Service)
11.02.2014 0625 DEU
Niederlande Expertentreffen
(Sitzung der „AG
Grenzüberschreitende Polizei Teams“ im
Rahmen der Prüfung einer
Intensivierung der
Zusammenarbeit BPOL–KMar)
12.03.2014 0625 DEU
Norwegen Schulungsmaßnahme
(Besuch des Offizierslehrgangs
der NOR Küstenwache.
Besichtigung von Einsatzschiffen,
Einweisung in das Maritime
Schulungs- und
Trainingszentrum sowie in den
maritimen Dauerdienst)
17.03. bis
18.03.2014
0625 DEU
Polen Seminare
(Ebene DGL/GL (1. DEU/POL
Polizeivertrag, 2. Verbesserung
Durchführung gemeinsamer
Streifen, 3. Praktische Übung
am Nachmittag))
20.02.2014 0625 DEU
Polen Fortbildungsveranstaltung
(Absprachen zu gemeinsamen
Maßnahmen mit Polen für das
Jahr 2014 in Berlin)
27.01. bis
28.01.2014
0625 DEU
Polen Hospitation
(Ein Kriminaltechniker des
Ermittlungsdienstes der PSG
Swiecko beim
Ermittlungsdienst der BPOLI FF)
10.03. bis
12.03.2014
1
Angehöriger POL-
Grenzschutz
0625 DEU
Land Bezeichnung Zeitraum Anzahl der
ausl.
Sicherheitskräfte
Kosten/
Titel
Ort
Drucksache 18/1321 – 28 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeEine statistische Erhebung der Gesamtkosten/Teilnehmer für Veranstaltungen
aus dem Titel 06 25 wird nicht geführt.
Inspekteur der Bereitschaftspolizeien der Länder
Im ersten Quartal 2014 wurden keine Maßnahmen im Verantwortungsbereich
des Inspekteurs der Bereitschaftspolizeien der Länder durchgeführt.
a) Wie lauten die Bezeichnungen der Maßnahmen, und wo fanden bzw.
finden sie statt?
b) Was sind die Ziele der Maßnahmen, und über welchen Zeitraum
erstrecken sie sich?
c) Wie vielen und welchen ausländischen Sicherheitskräften wurde bzw.
wird welche Art der Ausbildung gewährt?
Auf die Tabellen in der Antwort zu Frage 9 wird verwiesen.
d) Worin bestanden bzw. bestehen die Aufgaben und Tätigkeiten der
deutschen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten, und in welchen Stäben,
Einrichtungen und sonstigen Stellen waren bzw. sind sie vertreten?
Bei den Ausbildungsmaßnahmen erstrecken sich die Aufgaben deutscher
Polizeivollzugsbeamter auf Ausbildung und Beratung. Im Übrigen wird auf die
Antwort zu Frage 1b verwiesen.
Polen Seminar (Urkundendelikte)
Unterrichtung durch POL-
Grenzschutz
06.03.2014 Teilnehmer:
3
Angehörige POL-
Grenzschutz
21 PVB
BPOL
0625 DEU
Polen Workshops
(Fortbildung für Polizeitrainer-
Kontrolle von Personen und
KFZ (Reisebusse und LKW)
Maßnahme gem. dem
Maßnahmenplan AG Grenze)
18.03. bis
19.03.2014
Teilnehmer:
2
Angehörige
polnischer
Grenzschutz
7 PVB
BPOL
0625 DEU
Slowenien Schulungsmaßnahme
(Einweisung in den
Flugsimulator EC 135 der BPOL)
24.03. bis
28.03.2014
4
Angehörige der
slowenischen
Fliegerstaffel
0625 DEU
Schweden Expertentreffen
(Besuch bei der schwedischen
Migrationsbehörde und mit
Vertretern der schwedischen
Polizei in Norrköping/
Schweden)
19.03. bis
20.03.2014
BPOLP,
BKA,
BAMF
0625 SWE
Land Bezeichnung Zeitraum Anzahl der
ausl.
Sicherheitskräfte
Kosten/
Titel
Ort
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 29 – Drucksache 18/1321e) Wie viele deutsche Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte waren
jeweils an den Maßnahmen beteiligt (bitte für die einzelnen Maßnahmen
detailliert ausweisen)?
Die Anzahl der an den Maßnahmen beteiligten Beamten wird nicht gesondert
erhoben.
f) Welche Kosten entstanden bzw. entstehen der Bundesrepublik
Deutschland für die Ausbildungsmaßnahmen, und aus welchen
Haushaltstiteln wurden diese bestritten?
Auf die Tabellen in der Antwort zu Frage 9 wird verwiesen.
10. Welche Ausbildungsmaßnahmen für ausländische Sicherheitskräfte sind
für die nächste Zukunft geplant, welche Kosten werden dem Bund dafür
entstehen, und aus welchen Haushaltstiteln sollen diese bestritten werden
(bitte nach dem Schema der Fragen 9a bis 9f beantworten)?
Bundeskriminalamt
Nachfolgend sind die geplanten Ausbildungshilfen sowie die
Stipendiatenausbildungen des zweiten Quartals 2014 dargestellt. Es wird darauf hingewiesen,
dass zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht alle Kalkulationen fertig gestellt sowie
Finanzierungen geklärt sind und dementsprechend keine konkreten Angaben
hierzu gemacht werden können.
Land Maßnahme Bezeichnung Status Beginn Ende Finanzierung
Haushaltstitel
Kalkulation
Äthiopien Arbeitsbesuch Informationsaustausch
Rauschgiftbekämpfung
geplant 19.05.2014 23.05.2014 0624 68701 6 000 €
Bolivien multinationaler
Lehrgang
Polizeiliche Einsatztaktiken und
-methoden (mit Peru)
geplant 16.06.2014 20.06.2014 0624 68701 15 000 €
Dominikanische
Republik
Lehrgang Polizeiliche Einsatztaktiken und
-methoden
geplant 12.05.2014 16.05.2014 0624 68701 15 000 €
Dominikanische
Republik
Lehrgang Observation geplant 23.06.2014 27.06.2014 0624 68701 15 000 €
Dominikanische
Republik
Lehrgang Verhandlungen in Fällen von
Geiselnahmen und Entführungen
(Aufbaumodul)
geplant 02.06.2014 06.06.2014 0624 68701 15 000 €
Ghana Lehrgang Operative Analyse geplant 10.06.2014 18.06.2014 0624 68701 10 000 €
Ghana Lehrgang Diensthundeführerausbildung geplant 12.05.2014 01.08.2014 0624 68701 30 000 €
Kenia Lehrgang Terrorismusbekämpfung geplant 16.06.2014 20.06.2014 0624 68701 15 000 €
Kenia multinationaler
Lehrgang
Terrorismusbekämpfung (mit
Ruanda)
geplant 23.06.2014 27.06.2014 0624 68701 10 000 €
Marokko Arbeitsbesuch Einsatz bei
Sportgroßveranstaltungen
geplant 24.04.2014 27.04.2014 0624 68701 10 000 €
Mexiko Lehrgang Polizeiliche Einsatztaktiken und
-methoden
geplant 26.05.2014 30.05.2014 610 687 01 15 000 €
Moldau Lehrgang Tatortarbeit
durchgeführt
01.04.2014 03.04.2014 EU 149,53 €
Nigeria Lehrgang Operative Analyse geplant 27.05.2014 04.06.2014 610 687 01 8 000 €
Nigeria
Hundeausbildung
Diensthundewesen geplant 12.05.2014 01.08.2014 610 687 01 30 000 €
Drucksache 18/1321 – 30 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodePolizeiliche Aufbauhilfe – Stipendiaten
Darüber hinaus beteiligt sich das BKA an dem EU-finanzierten Projekt „EU
Law Enforcement Support for the Fight against Drugs in Peru“. Im Konsortium
befinden sich ferner die EU-Staaten Frankreich, Großbritannien, Niederlande
und die Tschechische Republik.
Nigeria Arbeitsbesuch Besuch der Abteilung KT
durchgeführt
08.04.2014 11.04.2014 610 687 01 3 500 €
Nigeria Lehrgang Beweissicherung RG geplant 20.05.2014 23.05.2014 610 687 01 15 000 €
Palästinensische
Gebiete
Arbeitsbesuch AFIS-Sachverständiger
(Fachliche Betreuung)
geplant 01.06.2014 06.06.2014 610 687 01 6 000 €
Peru multinationaler
Lehrgang
Polizeiliche Einsatztaktiken und
-methoden (mit Bolivien)
geplant 16.06.2014 20.06.2014 610 687 01 15 000 €
Ruanda multinationaler
Lehrgang
Terrorismusbekämpfung (mit
Kenia)
geplant 23.06.2014 27.06.2014 610 687 01 10 000 €
Tansania Lehrgang Polizeiliche Einsatztaktiken und
-methoden
durchgeführt
07.04.2014 11.04.2014 610 687 01 15 000 €
Tunesien Arbeitsbesuch Hospitation (Kfz-Bereich) geplant 21.06.2014 29.06.2014 610 687 01 6 000 €
Tunesien Lehrgang Terrorismusbekämpfung geplant 19.05.2014 23.05.2014 610 687 01 15 000 €
Tunesien Lehrgang Umgang mit USBV
(Entschärferlehrgang )
geplant 16.06.2014 27.06.2014 610 687 01 40 000 €
Tunesien Arbeitsbesuch Delegationsbesuch in Bayern geplant 28.04.2014 30.04.2014 610 687 01 6 000 €
Türkei Arbeitsbesuch Konsultationen
Politisch motivierte Kriminalität
geplant 05.05.2014 08.05.2014 610 687 01 6 000 €
Uganda Lehrgang Tatortarbeit geplant 07.05.2014 15.05.2014 610 687 01 15 000 €
Usbekistan Lehrgang Kfz-Identifizierung geplant 10.05.2014 17.05.2014 610 687 01 15 000 €
Land Maßnahme Bezeichnung Ort Status Beginn Ende Finanzierung
Haushaltstitel
Kalkulation
China STI Stipendiat (Basismodul) DEU
durchgeführt
03.01.2014 03.04.2014 0624 68701 15 000 €
China STI Stipendiat (Basismodul) DEU
durchgeführt
03.01.2014 03.04.2014 0624 68701 15 000 €
Ecuador STI Stipendiat (Basismodul) DEU
durchgeführt
03.01.2014 04.04.2014 0624 68701 15 000 €
Kenia STI Stipendiat (Basismodul) DEU
durchgeführt
03.01.2014 03.04.2014 0624 68701 15 000 €
Marokko STI Stipendiat (Basismodul) DEU
durchgeführt
03.01.2014 04.04.2014 0624 68701 15 000 €
Nigeria STI Stipendiat (Basismodul) DEU
durchgeführt
03.01.2014 04.04.2014 0624 68701 15 000 €
Palästinensische
Autonomiegebiete
STI Stipendiat (Basismodul) DEU
durchgeführt
03.01.2014 03.04.2014 0624 68701 15 000 €
Tunesien STI Stipendiat (Basismodul) DEU
durchgeführt
03.01.2014 04.04.2014 0624 68701 15 000 €
Uganda STI Stipendiat (Basismodul) DEU
durchgeführt
03.01.2014 03.04.2014 0624 68701 15 000 €
Land Maßnahme Bezeichnung Status Beginn Ende Finanzierung
Haushaltstitel
Kalkulation
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 31 – Drucksache 18/1321Konkrete Trainingsinhalte müssen noch abgestimmt werden. Das Projekt soll
noch im Jahr 2014 beginnen.
Im Jahr 2013 wurde das Projekt „EuroEast Police“ zugunsten der Länder der
östlichen Partnerschaft durch die Europäische Kommission mit einer
Projektlaufzeit von 48 Monaten und einem Budget von 5 Mio. Euro ausgeschrieben.
Die Beteiligung Weißrusslands ist zwischenzeitlich suspendiert worden.
Deutschland hat sich als Partner in einem Konsortium, gemeinsam mit den EU-
Mitgliedstaaten Finnland, Frankreich, Litauen, Schweden sowie dem
International Centre for Migration Policy Development (ICMPD), unter der
Konsortialführerschaft von Polen, erfolgreich um die Durchführung beworben. Das
Projekt hat zum 17. März 2014 begonnen. Derzeit erfolgen im Rahmen einer
dreimonatigen „Inception Phase“ die Einrichtung der Kontaktstellen in allen
beteiligten Ländern sowie die Durchführung von Bedarfserhebungsreisen.
Bundespolizei
Die Kosten für die Maßnahmen der Ausbildungs- und Ausstattungshilfe werden
aus dem BMI-Titel 0602 68789, aus EU-Twinning-Restmitteln sowie dem AA-
Titel 0502 68774 getragen.
Land Bezeichnung geplanter
Zeitraum
Anzahl der ausl.
Sicherheitskräfte
Kosten Ort
Tunesien Hospitation von Urkunden-
Multiplikatoren bei der
Urkundenprüfstelle in
Deutschland
geplant
04.05 bis
16.05.2014
TN: 4 Angehörige der
TUN Grenzpolizei
2 Trainer BPOL
ca. 10 000 € DEU
Palästinensische
Gebiete
Einweisung einer Delegation
der Palästinensischen
Zivilpolizei in die allgemeine
Aufgabenwahrnehmung der
Bundespolizei im Bereich
Bahnpolizei
geplant
12.06.2014
15 Angehörige der PSE
Zivilpolizei
keine DEU
Libanon Fahrsicherheitstraining für
panzergeschützte FZ von
Mitarbeitern der Deutschen
Botschaft Beirut
geplant
12.05. bis
16.05.2014
2 LBY Angehörige der
DEU Botschaft
Trainer BPOL
ca. 600 € DEU
Libyen Einweisung einer Delegation
der LBY Diplomatenpolizei in
die allgemeine
Aufgabenwahrnehmung der
Bundespolizei im Bereich
Objektschutz
geplant
06.05.2014
5 Angehörige der LBY-
Diplomatenpolizei
keine DEU
Vereinigte
Arabische
Emirate
Einweisung einer Delegation
der VAE in die allgemeine
Aufgabenwahrnehmung der
Bundespolizei im Bereich
Luftsicherheit/Grenzpolizei
am Flughafen Frankfurt/M.
geplant
26.05. bis
27.05.2014
12 Angehörige des
VAE
Innenministeriums, VAE
Sicherheitsbehörden
ca. 400 € DEU
Frankreich Arbeitstagung der jeweiligen
Analysezentren zur Erstellung
eines gemeinsamen DEU/FRA
Lagebildes
geplant
29.04. bis
30.04.2014
0625 DEU
Drucksache 18/1321 – 32 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeInspekteur der Bereitschaftspolizeien der Länder
Die Planung der (grenz-)polizeilichen Ausbildungs- und Ausstattungshilfe
befindet sich aktuell in der Abstimmung. Es ist beabsichtigt die Zusammenarbeit
mit den ausländischen Sicherheitskräften analog 2013 auch in 2014
fortzusetzen.
Die Kosten der Maßnahmen werden aus dem Titel 0610 687 07 getragen.
11. In welchem Rahmen sind außerdem noch deutsche Polizistinnen und
Polizisten bzw. Zollbeamtinnen und Zollbeamte im Ausland eingesetzt,
und welche Tätigkeiten verrichten sie dort (bitte nach Einsatzländern und
Einsatzorten sowie Zugehörigkeit zu Bundesländern bzw. BKA oder
Bundespolizei aufgliedern)?
Bundeskriminalamt
Seit dem 1. September 2012 ist ein Beamter des Zeugenschutzes (ZD 36) des
Bundeskriminalamtes in Ruanda eingesetzt. Durch seinen Einsatz sollen
Verfahren beim Oberlandesgericht Stuttgart und Frankfurt wegen des Verdachts des
Verbrechens gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen unterstützt
werden.
Ein vom BKA freigestellter Polizeivollzugsbeamter war als Berater für
Polizeireform bei der VN-Mission MINUSMA in Bamako/MALI tätig. Der Einsatz
endete am 17. Februar 2014.
Bundespolizei
Die Bundespolizei setzt Polizeibeamte für den Personenschutz an den deutschen
Auslandsvertretungen in Kabul, Bagdad, Tripolis und Sanaa sowie zur Beratung
der Botschaft in Beirut hinsichtlich Personenschutzes ein. Des Weiteren sind
Polizeibeamte für den Hausordnungs- und Objektschutzdienst an den folgenden
deutschen Auslandsvertretungen im Einsatz:
LKZ Objekt Region Gegenstand/Leistung ASH ABH Zeitraum Planung
KRO 3398019 IBP Arbeitsbesuch kroatische
Polizeileitung
ASH 28.04 bis
29.04.2014
KRO 3398019 BW Seminar/Hospitation
Präventionstag
ASH 11.05. bis
16.05.2014
ca. 8 000 €
Afghanistan Kabul Israel Tel Aviv Pakistan Karachi
Afghanistan Mazar-e Sharif Italien Rom Palästinensische
Gebiete
Ramallah
Ägypten Kairo Jemen Sanaa Polen Warschau
Albanien Tirana Jordanien Amman Rumänien Bukarest
Algerien Algier Kasachstan Almaty Russland Moskau
Armenien Eriwan Kasachstan Astana Russland Kaliningrad
Aserbaidschan Baku Kenia Nairobi Russland St. Petersburg
Äthiopien Addis Abeba Kirgisistan Bischkek Saudi-Arabien Riad
Bangladesch Dhaka Kolumbien Bogotá Senegal Dakar
Belarus Minsk Kongo, DR Kinshasa Serbien Belgrad
Belgien (EU) Brüssel Korea, DV Pjöngjang Simbabwe Harare
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 33 – Drucksache 18/1321Darüber hinaus hat die Bundespolizei zwei Polizeiberater im Einsatz. Diese sind
für fachliche Beratung sowie Informationssteuerung und -gewinnung
verantwortlich. Die Polizeiberater befinden sich an der Ständigen Vertretung der
Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen in New York (1) und an der
Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der Europäischen
Union in Brüssel (1).
Darüber hinaus sind folgende Maßnahmen zu nennen:
Belgien (NATO) Brüssel Kosovo Pristina Spanien Madrid
Bosnien und
Herzegowina
Sarajewo Kroatien Zagreb Sri Lanka Colombo
Brasilien Brasilia Kuba Havanna Sudan Khartum
Bulgarien Sofia Kuwait Kuwait Thailand Bangkok
Burkina Faso Ouagadougou Libanon Beirut Tschechische
Republik
Prag
China Peking Libyen Tripolis Tunesien Tunis
Côte d’Ivoire Abidjan Mali Bamako Türkei Ankara
Frankreich Paris Marokko Rabat Türkei Istanbul
Georgien Tiflis Mauretanien Nouakchott Türkei Izmir
Griechenland Athen Mazedonien Skopje Ukraine Kiew
Großbritannien London Mexiko Mexiko-Stadt Ungarn Budapest
Indien New Delhi Moldau Chisinau USA Washington
Indonesien Jakarta Nigeria Abuja USA (GK) New York
Irak Bagdad Nigeria Lagos USA (VN) New York
Irak Erbil Österreich Wien Usbekistan Taschkent
Iran Teheran Pakistan Islamabad Vietnam Hanoi
Land Bezeichnung/Funktion Zeitraum
Palästinensische
Gebiete
1 Polizeiberater am Deutschen Vertretungsbüro Ramallah
(gehobener Dienst)
Entsendung über BMI
seit Oktober 2013
(Maßnahme dauert an)
Palästinensische
Gebiete
1 Polizeiberater (Verwendung als Course Director in der
Palästinensischen Akademie in Jericho (höherer Dienst)
Entsendung über BMI
seit September 2013
(Maßnahme dauert an)
Libanon 1 Polizeiberater/Verbindungsbeamter an der Deutschen
Botschaft im Libanon
Entsendung über BMI
seit Januar 2013
(Maßnahme dauert an)
Vereinigte Arabische
Emirate
1 Luftsicherheitsverbindungsbeamter in Abu Dhabi Maßnahme dauert an
Niederlande EUROPOL
1 Verbindungsbeamter
1 Nationale Expertin im Bereich Serious and
Organised Crime to Focal Point Checkpoint Department,
Operations Department Business Area
Maßnahme dauert an
Drucksache 18/1321 – 34 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeZoll
Im Rahmen multilateraler Institutionen, z. B. der Europäischen Union, der
OSZE, der Vereinten Nationen und den daraus resultierenden Vereinbarungen
(z. B. Partnerschafts- und Kooperationsabkommen) finden in Form von
Verwaltungszusammenarbeitsprojekten (z. B. Twinning), kleineren Projekten (z. B.
TAIEX) oder Einzelmaßnahmen auch Auslandseinsätze von deutschen
Zollbeamten statt. Diese dienen ausschließlich dem Aufbau von zollfachlichen
Verwaltungskapazitäten in den begünstigten Ländern. Zudem sind 17
Zollverbindungsbeamte in Ländern eingesetzt, mit denen eine enge zollfachliche
Zusammenarbeit besteht oder angestrebt wird.
Inspekteur der Bereitschaftspolizeien
Im Verantwortungsbereich des Inspekteurs der Bereitschaftspolizeien der
Länder sind derzeit keine Polizeivollzugsbeamten im Ausland eingesetzt.
12. Welche materiellen Ausstattungshilfen sind ausländischen
Sicherheitsbehörden in diesem Jahr bislang geliefert sowie zum gegenwärtigen
Zeitpunkt zugesagt, aber noch nicht geliefert worden (bitte konkreten
Empfänger, jeweilige Ausstattung und deren Wert angeben)?
Bundeskriminalamt
Nachfolgend sind bereits umgesetzte und offene Ausstattungshilfen des zweiten
Quartals 2014 aufgelistet. Darunter befinden sich auch einige im Haushaltsjahr
2013 initiierte Maßnahmen, welche aufgrund des Jahreswechsel und damit
verbundenen Kassenschlüssen erst im laufenden Jahr 2014 umgesetzt werden
konnten.
Land Empfänger Status Bezeichnung Beginn Ende Finanzierung
Haushaltstitel
Kalkulation
Buchung
Äthiopien EFP, Ethiopian
Federal Police
in der
Umsetzung
Logistik
Diensthundewesen
10.01.2014 2014 0624 68701 20 000 €
Äthiopien EFP, Ethiopian
Federal Police
durchgeführt
Kfz für
Ethiopian
Federal Police
08.11.2013 29.04.2014
(voraussichtl.
Liefertermin)
0610 68707 150 000 € 123 157,79 €
Dominikanische Republik
Drogenkontrollbehörde DNCD-
DAI,
Internationale Abteilung
durchgeführt
Drug-Wipe-
Tests
05.03.2014 11.04.2014 0624 68701 3 000 € 2 857,19 €
Dominikanische Republik
Nationalpolizei,
DICAT
durchgeführt
IT-Technik 09.12.2013 10.02.2014 0624 68701 15 000 € 12 553,48 €
Haiti
Antidrogenbehörde der
Nationalpolizei
BLTS
durchgeführt
Drug-Wipe-
Tests
05.03.2014 11.04.2014 0624 68701 3 000 € 2 857,19 €
Jordanien jordanische
Polizei
Kriminallabor/
Kriminaltechnik
durchgeführt
Tatortkoffer
für
Tatortdienststelle
06.11.2013 29.04.2014
(geplanter
Übergabetermin)
0624 68701 21 000 €
Kenia Kenya Police,
CID (Criminal
Investigation
Dept.)
in der
Umsetzung
Kraftfahrzeuge
(8 Toyota
Probox)
01.01.2014 2014 0610 68707 60 000 €
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 35 – Drucksache 18/1321Kenia Kenya Police,
CID (Criminal
Investigation
Dept.)
durchgeführt
Tatortkoffer
für
Tatortdienststelle
06.11.2013 29.04.2014
(geplanter
Übergabetermin)
0610 68707 21 000 €
Kenia Kenya Police,
CID (Criminal
Investigation
Dept.)
durchgeführt
IT-Technik 13.11.2013 29.04.2014
(geplanter
Übergabetermin)
0624 68701 30 000 € 28 160,53 €
Kenia Kenya Police,
CID (Criminal
Investigation
Dept.)
durchgeführt
Motorräder 13.11.2013 29.04.2014
(geplanter
Übergabetermin)
0624 68701 30 000 € 26 466,32 €
Kenia Kenya Bomb
Disposal Unit
(BDU)
durchgeführt
Kfz 13.11.2014 29.04.2014
(geplanter
Übergabetermin)
0624 68701 20 000 € 19 457,78 €
Mauretanien Direction
Generale de la Surete
Nationale
DGSN/
Gendarmerie
durchgeführt
Tatortkoffer
für
Tatortdienststelle
06.11.2013 29.04.2014
(geplanter
Übergabetermin)
0624 68701 21 000 €
Palästinensische
Autonomiegebiete
Kriminalpolizei
Palästina
durchgeführt
Transport von
Kriminaltechnik
01.01.2014 28.02.2014 0624 68701 5 000 € 129,46 €
Tunesien Police Nationale in der
Umsetzung
3
Tatortfahrzeuge (inkl.
Umbau)
01.01.2014 2014 0610 68707 100 000 €
Tunesien Direction
Générale de la Sûreté
Nationale
(DGSN)
durchgeführt
Fernlenkmanipulatoren
12.07.2013 14.03.2014 0624 68701 10 000 € 16 422,00 €
Tunesien Direction
Générale de la Sûreté
Nationale
(DGSN)
durchgeführt
Bombenschutzanzug
EOD-9
23.09.2013 18.02.2014 0624 68701 55 000 € 41 473,41 €
Tunesien Direction
Générale de la Sûreté
Nationale
(DGSN)
durchgeführt
Röntgengenerator XRS3
23.09.2013 12.02.2014 0624 68701 7 000 € 9 300,44 €
Tunesien Direction
Générale de la Sûreté
Nationale
(DGSN)
durchgeführt
Röntgenscanner CR35
23.09.2013 11.03.2014 0624 68701 18 000 € 40 020,72 €
Tunesien Polizeischule
Carthago
in der
Umsetzung
IT- und
Mobiliarausstattung
01.01.2014 2014 0624 68701 150 000 €
Tunesien Direction
Générale de la Sûreté
Nationale
(DGSN)
in der
Umsetzung
Aufrüstung
Fernlenkmanipulatoren
07.04.2014 2014 0610 68707 17 000 €
Tunesien Direction
Générale de la Sûreté
Nationale
(DGSN)
durchgeführt
FEM für
Behandlung von
USBV
23.09.2013 03.03.2014 0624 68701 10 000 € 7 770,14 €
Tunesien Police Nacionale
durchgeführt
Tatortkoffer
für
Tatortdienststelle
06.11.2013 29.04.2014
(geplanter
Übergabetermin)
0624 68701 21 000 €
Land Empfänger Status Bezeichnung Beginn Ende Finanzierung
Haushaltstitel
Kalkulation
Buchung
Drucksache 18/1321 – 36 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeBundespolizei
Inspekteur der Bereitschaftspolizeien
Uganda CIID Forensic
Department,
Criminal
Intelligence and
Investigation
Directorate CIID
in der
Umsetzung
Fotoausrüstung
22.01.2014 2014 0624 68701 15 000 €
Land Bezeichnung Zeitraum Kalkulation
Ghana 2 gebrauchte Laptop (aus Altbestand) mit Software Windows
(Lieferung war urspr. für 12/2013 geplant)
Ghanaischer Immigration Service
03/2014
geliefert
ca. 150 € aus HHM BMI
Ghana 3 gebrauchte Laptop (aus Altbestand)
Ghanaischer Immigration Service
01/2014
geliefert
keine Kosten
Nigeria 2 gebrauchte Laptop (aus Altbestand) mit Software Windows
(Lieferung war urspr. für 12/2013 geplant)
Nigeria Immigration Service
03/2014
geliefert
ca. 150 € aus HHM BMI
Tunesien Seenotrettungsmittel für die tunesische Nationalgarde
(Rettungsinseln, Rettungswesten, Rettungsbojen, Rettungsleinen und
-ringe etc.)
02/2014
geliefert
221 000 € aus HHM AA
plus 6 500 € Transport
Burkina
Faso
8 Laptops nebst Zubehör
Migrationsbehörde
04/2014
übergeben
keine Kosten
Land übergebene Ausstattungshilfe im ersten Quartal 2014
Ausstattung Wert
KRO IT- für ein kriminalpolizeiliches Beratungszentrum 4 060 €
zugesagte Ausstattungshilfe für 2014
Ausstattung Wert
MDA 1 Fahrzeug (für mobile Präventionsarbeit) 20 000 €
MDA Ausbau eines Fahrzeugs (für mobile Präventionsarbeit) 45 000 €
MDA 10 Alkoholmessgeräte 25 000 €
Land Empfänger Status Bezeichnung Beginn Ende Finanzierung
Haushaltstitel
Kalkulation
Buchung Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]