[Deutscher Bundestag Drucksache 18/1937
18. Wahlperiode 30.06.2014Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Petra Pau, Harald Petzold
(Havelland), weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 18/1731 –
Rechtsextreme Parteien „Die Rechte“ und „Der III. Weg“
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Am 27. Mai 2012 fand der Gründungsparteitag der Partei „Die Rechte“ in
Hamburg statt. Ihr Bundesvorsitzender wurde Christian Worch, der seit
Jahrzehnten zu den aktivsten Funktionären des parteiunabhängigen
Neonazispektrums gehört und wegen Volksverhetzung, Aufstachelung zu Rassismus und
Verunglimpfung des Staates bereits fünfeinhalb Jahre in Haft saß. Nach außen
bemüht sich die Partei „Die Rechte“, ihre rechtsextreme Ideologie zumindest
ansatzweise zu verschleiern, um keinen Anlass für ein Verbot zu liefern. So
positionierte Parteigründer Christian Worch die Partei „weniger radikal als die
NPD“ aber „radikaler als die REPs und die pro-Bewegung“ und das
weitgehend von der aufgelösten Deutschen Volksunion (DVU) übernommene
Parteiprogramm beginnt mit einem plakativen Bekenntnis zur freiheitlichen
demokratischen Grundordnung. Während sie anfangs vor allem ehemalige NPD-
und DVU-Mitglieder anzog, wurde sie zumindest in Nordrhein-Westfalen nach
Ansicht des dortigen Verfassungsschutzes „in wesentlichen Teilen eine
Auffangorganisation der verbotenen Kameradschaften“. Die Partei „Die Rechte“
„nutzt das Parteienprivileg als Organisationsstrategie“, um „ihre bisherigen
neonazistischen Aktivitäten unter diesem Schutzschirm weiterzuführen“, heißt
es im Verfassungsschutzbericht Nordrhein-Westfalen 2013. So wurden fast alle
neonazistischen Aufmärsche in diesem Bundesland im vergangenen Jahr über
diese Partei angemeldet (Verfassungsschutzbericht Nordrhein-Westfalen 2013,
S. 8). Die Kreisverbände in Dortmund und Hamm sind in der Führungs- und
Mitgliederstruktur weitgehend mit dem „Nationalen Widerstand Dortmund“
(NWSD) und der „Kameradschaft Hamm“ identisch. Diese Kameradschaften
wurden am 23. August 2013 vom Landesinnenministerium wegen ihrer
Wesensverwandtschaft zum Nationalsozialismus und zur SA verboten. In ihren
Kampagnen wendet sich die Partei in rassistischer Weise gegen Migrantinnen
und Migranten, Flüchtlinge sowie Musliminnen und Muslime und hetzt gegen
Sintize und Sinti und Romnija und Roma sowie Jüdinnen und Juden. Auch vor
Gewaltandrohung und offener Gewalt schrecken Aktivistinnen und Aktivisten
der Partei nicht zurück. So verhinderten Mitglieder der Partei „Die Rechte“ am
27. August 2013 gewaltsam einen Wahlkampfauftritt einer linken Partei in
Dortmund. Mit einem auf ihrer Bundeswebsite angebrachten „Links-Melder“ Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern vom 25. Juni 2014
übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 18/1937 – 2 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiodesammelt die Partei im Rahmen ihrer Anti-Antifa-Arbeit Daten von
Antifaschistinnen und Antifaschisten und linken Strukturen. „Das bedeutet Bedrohung von
Personen bis hin zum Versuch der Vertreibung aus von den Neonazis für sich
reklamierten Stadtteilen“, heißt es dazu im Verfassungsschutzbericht
Nordrhein-Westfalen 2013 (S. 64). Bei den Kommunalwahlen in Dortmund am
25. Mai 2014 gewann der Kreisverbandsvorsitzende der Partei „Die Rechte“,
der unter seinem Spitznamen „SS-Siggi“ bekannte langjährige und mehrfach
einschlägig vorbestrafte Neonaziaktivist Siegfried Borchardt ein
Stadtratsmandat. Am Wahlabend versuchten mehrere Dutzend Neonazis aus dem Umfeld
der Partei „Die Rechte“ das Dortmunder Rathaus zu stürmen. Mehrere
Antifaschistinnen und Antifaschisten sowie Mitglieder anderer Ratsfraktionen, die
sich den Neonazis entgegenstellten, wurden durch Pfefferspray, Schläge und
Flaschenwürfe verletzt. Siegfried Borchardt hatte zuvor auf seiner
Facebookseite die Losung ausgegeben „Mit einem Schlag ins Rathaus“, daneben war
ein Porträt des früheren Hooligans der rechtsextremen Borussenfront mit
geballter Faust zu sehen (
www.welt.de/regionales/duesseldorf/article128415162/
Rechtsradikale-versuchen-Rathaus-zu-stuermen. html).
In München gründete der unter anderem wegen politisch motivierter
Gewalttaten einschlägig vorbestrafte Kameradschaftsaktivist Philipp Hasselbach
symbolträchtig am 20. April 2014 – dem 125. Geburtstag Adolf Hitlers – den
Münchner Kreisverband der Partei „Die Rechte“, dessen Vorsitzender er
wurde. Nach Ansicht des bayerischen Verfassungsschutzes besteht in München
ein Kooperationsbündnis der Partei „Die Rechte“ mit der NPD und der
„Bürgerinitiative Ausländerstopp“ (BIA). So nahm BIA-Stadtrat und NPD-
Bundesvize Karl Richter an der Gründung des Kreisverbandes der Partei „Die Rechte“
teil (
www.neues-deutschland.de/artikel/934042.aus-im-braunen-haus.html).
Dem Ziel, neonazistische Aktivitäten unter dem Schutz des Parteienprivilegs
zu betreiben, diente offenbar die Gründung der Partei „Der III. Weg“ am
28. September 2013 in Heidelberg. Das in Anlehnung an das 25-Punkte-
Programm der NSDAP auf der Homepage der Partei veröffentlichte Zehn-Punkte-
Programm beinhaltet Ziele, wie die „Schaffung eines Deutschen Sozialismus“
und die „Wiederherstellung Gesamtdeutschlands in seinen völkerrechtlichen
Grenzen“. Eine besondere Nähe scheint zwischen der Partei „Der III. Weg“ und
der neonazistischen Kameradschaftsszene zu bestehen. So hieß es im Oktober
2013 auf der Website des vor allem in Bayern aktiven neonazistischen „Freien
Netz Süd“ (FNS) über die wohl in Abgrenzung zur NPD gegründete neue
Partei: „Der Nationale Widerstand hat hingegen mit der Partei DER DRITTE
WEG nun eine neue Chance mehr gewonnen, Deutsche, die es tatsächlich auch
noch sein wollen, zu sammeln und im Verbund mit freien Nationalisten auch in
Zukunft, fernab der Abzockermentalität der Nationaldemokraten, gemeinsam
entschlossen für die Freiheit Deutschlands zu kämpfen“. Die neue Partei solle
vermutlich als Ausweichorganisation für das FNS im Falle eines Verbots durch
das Bundesministerium des Innern dienen, vermutet das „Netz-gegen-Nazis“.
Bereits jetzt gibt es personelle Überschneidungen. So trat der im Mai 2013 aus
der Haft entlassene FNS-Führungskader Tony Gentsch bei einer
Demonstration gegen ein Asylbewerberheim als „Vertreter der neuen Parteialternative
,Der III. Weg‘ “ auf. Bei der Gründung des Münchner Stützpunktes der Partei
„Der III. Weg“ traten Ende März 2014 der wegen Anschlagsvorbereitungen
gegen das jüdische Zentrum in München verurteilte Rechtsterrorist Martin
Wiese und der frühere Führungskader der verbotenen Fränkischen
Aktionsfront Matthias Fischer vor den rund 70 Anwesenden als Redner auf (
www.netz-
gegen-nazis.de/artikel/der-iii-weg-eine-neue-rechtsextreme-kleinstpartei-9317).
1. Welche verfassungsschutzrelevanten Erkenntnisse hat die Bundesregierung
über die Partie „Die Rechte“?
Die am 27. Mai 2012 gegründete rechtsextremistische Partei „Die Rechte“
verfügt derzeit über ca. 450 bis 500 Mitglieder. Sie hat – auch nach eigenen
Angaben – das Parteiprogramm von der mittlerweile aufgelösten
rechtsextremistischen Partei „Deutsche Volksunion“ (DVU) weitgehend übernommen. Einzelne
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 3 – Drucksache 18/1937Programmpunkte sind stark nationalistisch geprägt: Zur „Wahrung der Identität“
der Deutschen und zum Schutz des „deutschen Staatsvolkes“ fordert die Partei
beispielsweise die „Eindämmung ungezügelter Zuwanderung“, die „Aufhebung
der Duldung von Ausländern“ sowie ein „Werbeverbot in ausländischen
Sprachen“.
Öffentlichkeitswirksame Aktivitäten der Partei gehen überwiegend vom
Landesverband Nordrhein-Westfalen aus, thematisch und agitatorisch in Kontinuität
zu früheren Aktivitäten von drei im August 2012 verbotenen neonazistischen
Kameradschaften. Ehemalige Mitglieder und Führungspersonen der verbotenen
Kameradschaften führen ihre Aktivitäten im Landesverband Nordrhein-
Westfalen fort und prägen Politik und öffentliches Erscheinungsbild der (Gesamt-)
Partei.
Damit ist es der Neonaziszene in diesem Bundesland gelungen, die Wirksamkeit
der Vereinsverbote durch die Aktivitäten innerhalb der Partei „Die Rechte“
abzuschwächen. Die größten Mobilisierungserfolge erzielte die Partei ebenfalls
stets in Nordrhein-Westfalen, so etwa bei der Demonstration „Heraus zum
1. Mai“ 2013, an der sich rund 450 Personen, überwiegend aus dem
neonazistischen Spektrum, beteiligten.
2. Welche Aktivitäten der Partei „Die Rechte“ sind der Bundesregierung seit
Gründung der Partei bekannt geworden (bitte Ort, Zeitpunkt, Thema und
Teilnehmerzahl benennen) hinsichtlich
a) eigenen Aufzügen,
b) Beteiligungen an Aufzügen anderer Gruppierungen,
c) Veranstaltungen in geschlossenen Räumen,
d) Plakatier- und Flugblattaktionen?
Hinsichtlich durchgeführter eigener Aufzüge wird auf die Beantwortung der
quartalsweise gestellten Kleinen Anfrage der Fraktion DIE LINKE. zu
rechtsextremistischen Aufmärschen (Antworten der Bundesregierung auf
Bundestagsdrucksachen 17/12278, 17/13385, 17/14636, 18/163, 18/520 sowie 18/1315),
betreffend das vierte Quartal 2012 bis erste Quartal 2014 verwiesen.
Darüber hinaus nahmen nach Kenntnis der Bundesregierung Mitglieder der
Partei „Die Rechte“ am 18. Januar 2014 an einer von der „Initiative gegen das
Vergessen“ unter dem Motto „Ehrenhaftes Gedenken, statt Anpassung an den
Zeitgeist“ in Magdeburg organisierten Demonstration teil.
Zu Veranstaltungen der Partei „Die Rechte“ in geschlossenen Räumen sowie
Plakatier- und Flugblattaktionen liegen der Bundesregierung keine detaillierten
Informationen vor.
3. An welchen Wahlen zu Bundes-, und nach Kenntnis der Bundesregierung,
Landes- und Kommunalwahlen beteiligte sich die Partei „Die Rechte“ seit
ihrer Gründung mit welchen Wahlergebnissen, und über wie viele und
welche Mandatsträgerinnen/Mandatsträger in welchen Orten, Ortsteilen oder
Kreisen verfügt sie nach Kenntnis der Bundesregierung?
Die Partei „Die Rechte“ beteiligte sich seit ihrer Gründung mit einer Landesliste
in Nordrhein-Westfalen an der Wahl zum 18. Deutschen Bundestag am 22.
September 2013 und errang dabei 2 245 Zweitstimmen.
Darüber hinaus nahm die Partei mit einem Wahlkreisvorschlag bei der
Landtagswahl in Hessen im Jahr 2013 teil und errang 300 Stimmen.
Drucksache 18/1937 – 4 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeAuf kommunaler Ebene beteiligte sich die Partei an den Kommunalwahlen am
25. Mai 2014 in Nordrhein-Westfalen und entsendet ein Mitglied (Siegfried
Borchardt) in den Stadtrat von Dortmund (1 Prozent der Wählerstimmen) sowie
je einen Vertreter in die Bezirksvertretungen Dortmund-Huckarde (2,7
Prozent – Michael Brück), Dortmund-Mengede (3 Prozent – Martin Kalfack),
Dortmund-Innenstadt-Nord (3,5 Prozent – Siegfried Borchert) und Dortmund-
Scharnhorst (2,7 Prozent – Daniel Grebe).
Ein Parteimitglied (Dennis Möller) hat mit 0,9 Prozent einen Sitz im Stadtrat
von Hamm erreicht, ein weiteres Parteimitglied (Jens Möller) mit 202 Stimmen
(3,2 Prozent) einen Sitz in der Bezirksvertretung Herringen.
4. Welche bundesweiten und regionalen Veröffentlichungen (Internet,
Flugblätter, Broschüren, Zeitungen etc.) der Partei „Die Rechte“ sind der
Bundesregierung bekannt?
Die Partei „Die Rechte“ und ihre Gliederungen unterhalten zahlreiche
Internetpräsenzen, auf denen anlassgemäß Flugblätter zum Download angeboten
werden.
Begleitend zu Wahlkampfantritten wurden auch regionale
Plakatierungsaktionen verzeichnet. Broschüren und Zeitungen werden von der Partei nicht erstellt.
5. Über welche eigenen oder angemieteten Immobilien und Büros verfügt die
Partei „Die Rechte“ nach Kenntnis der Bundesregierung?
Der Bundesregierung liegen dazu keine Erkenntnisse vor.
6. Welche politischen Schwerpunkte der Partei „Die Rechte“ sind der
Bundesregierung bekannt?
Es wird auf die Antwort zu Frage 1 verwiesen.
7. Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über die finanziellen Quellen
der Partei „Die Rechte“?
Der Bundesregierung liegen dazu keine Erkenntnisse vor.
8. Wie viele und welche Landesverbände der Partei „Die Rechte“ mit welchen
Untergliederungen und wie vielen Mitgliedern existieren seit wann, und wo
sind nach Kenntnis der Bundesregierung weitere Gründungen von
Parteistrukturen in Vorbereitung?
Zurzeit verfügt die Partei über sechs Landesverbände und eine Landesgruppe.
Der Landesverband Nordrhein-Westfalen wurde am 22. September 2012
gegründet und soll über ca. 250 Mitglieder verfügen. Die Kreisverbände
Dortmund, Hamm, Rhein-Erft und der Bezirksverband Münsterland wurden am
27. Oktober 2012 gegründet, der Kreisverband Wuppertal am 30. Januar 2013,
die Kreisverbände Aachen und Heinsberg am 2. Februar 2013.
Die Gründung des Kreisverbandes Düsseldorf erfolgte am 20. April 2013. Dem
Kreisverband sind die drei Ortsverbände Mettmann, Solingen, gegründet am
20. April 2013 und Neuss/Grevenbroich, gegründet am 8. November 2013,
angegliedert.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 5 – Drucksache 18/1937Der Kreisverband Essen/Mülheim wurde am 7. August 2013, der Kreisverband
Soest am 2. Oktober 2013 und der Kreisverband Oberberg am 19. April 2014
gegründet.
Zu den Untergliederungen des Landesverbandes liegen keine Erkenntnisse über
Mitgliederzahlen vor.
Bei den folgenden Landesverbänden liegen keine verlässlichen bzw.
detaillierten Erkenntnisse über die Mitgliederzahlen vor:
Der Landesverband Brandenburg wurde am 26. Januar 2013 gegründet, dazu
gehört der Kreisverband Märkisch-Oderland-Barnim, der am 1. Februar 2014
gegründet wurde.
Der Landesverband Niedersachsen wurde am 24. Februar 1013 gegründet und
verfügt über die beiden Kreisverbände Heidekreis, gegründet am 9. Februar
2013, und Braunschweiger Land, gegründet am 25. August 2013.
Der Landesverband Baden-Württemberg wurde am 3. August 2013 gegründet
und verfügt über die beiden Kreisverbände Karlsruhe, gegründet am 4. Januar
2014, und Pforzheim/Enzkreis, gegründet am 11. Januar 2014. Der
Landesverband Berlin wurde am 15. September 2013 gegründet. Der Landesverband
Rheinland-Pfalz wurde am 28. Dezember 2013 gegründet. Die Landesgruppe
Bremen wurde am 5. Oktober 2013 zur Vorbereitung eines Landesverbandes
gegründet. Die Gründung eines Kreisverbandes München erfolgte am 20. April
2014 und in Sachsen-Anhalt gründete sich der Kreisverband Jerichower Land
am 25. Mai 2014. Der Landesverband Sachsen (gegründet am 26. Oktober 2013)
hat sich am 20. März 2014 wieder aufgelöst.
9. Wie hoch schätzt die Bundesregierung das gegenwärtige
Personenpotenzial der Partei „Die Rechte“ insgesamt ein?
Nach Einschätzung der Bundesregierung beträgt das gegenwärtige
Personenpotenzial der Partei „Die Rechte“ ca. 450 bis 500 Personen.
10. Haben sich Mitglieder und Funktionärinnen/Funktionäre der Partei „Die
Rechte“ nach Kenntnis der Bundesregierung an Gewalttaten beteiligt, und
wenn ja, wann, wo und in welcher Form?
11. Sind der Bundesregierung volksverhetzende Äußerungen durch die Partei
„Die Rechte“ bzw. einzelne ihrer Funktionärinnen und Funktionäre
bekannt, und wenn ja, welche?
Die Fragen 10 und 11 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor. Über den
Kriminalpolizeilichen Meldedienst in Fällen Politisch motivierter Kriminalität
(KPMD – PMK) kann durch die zuständigen Polizeibehörden eine Angabe zur
Gruppenzugehörigkeit des Tatverdächtigen in den sog. Freitextfeldern
übermittelt werden, sofern diese Angaben bei der polizeilichen Sachbearbeitung
vorliegen bzw. im Rahmen der Ermittlungen bekannt wurden.
Eine statistische Erfassung und automatisierte Auswertung dieser Angaben in
der anonymisierten Datei LAPOS (Lagebild Auswertung politisch motivierter
Kriminalität) ist nicht möglich. Mittels einer Auswertung im Freitextfeld der
Datei LAPOS konnten keine Erkenntnisse über Delikte, die Mitgliedern der
Parteien „Die Rechte“ und „Der III. Weg“ selbst zuzuordnen sind, festgestellt
werden.
Drucksache 18/1937 – 6 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode12. Ist es der Bundesregierung bekannt, ob die Partei „Die Rechte“ im
Rahmen sogenannter Anti-Antifa-Arbeit Daten und Informationen über ihre
politischen Gegnerinnen und Gegner sammelt, und wenn ja, in welcher
Form und zu welchem Ziel?
Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung liegen der Bundesregierung nicht vor.
Einzelne Parteiuntergliederungen agitieren gegen Vertreter von Polizeibehörden
und Lokalpolitik. Vor allem der Kreisverband Dortmund organisierte Kampagnen
gegen namentlich benannte Repräsentanten des „Systems“. So brachten
Mitglieder der Partei im Rahmen einer Aktionswoche unter dem Motto „Weg mit allen
Organisationsverboten in Deutschland“ am 28. August 2013 vor dem
Dortmunder Polizeipräsidium und weiteren Polizeidienststellen in der Stadt Plakate an,
auf denen die Absetzung des Staatsschutzleiters des Dortmunder
Polizeipräsidenten gefordert wurde. Die Partei wirft diesem vor, rechtswidrig ein als
Wahlkampfveranstaltung angemeldetes Konzert am 6. Juli 2013 in Herne aufgelöst zu
haben.
Vom 22. bis 24. Dezember 2013 führte der Dortmunder Kreisverband vor den
Wohnhäusern des Dortmunder Oberbürgermeisters und einer
Landtagsabgeordneten der Piratenpartei Kundgebungen durch. Am 3. Dezember 2013 fanden
zusätzlich zwei Kundgebungen an den Wohnsitzen eines SPD-
Bezirksbürgermeisters sowie eines ehemaligen Funktionärs des Deutschen Gewerkschaftsbundes
statt. Mit solchen Aktionen sollte seitens der Partei „Die Rechte“ eine
Drohkulisse gegen lokale Repräsentanten demokratischer Parteien aufgebaut werden.
13. Welche und wie viele Funktionsträgerinnen und -träger der Partei „Die
Rechte“ gehörten nach Kenntnis der Bundesregierung zuvor anderen
rechtsextremen Vereinigungen an, wie
a) der DVU,
b) der NPD,
c) der PRO-Bewegung,
d) den Freien Kameradschaften bzw. Autonomen Nationalisten,
e) sonstigen rechtsextremen Vereinigungen (bitte benennen)?
Die Gründungsmitglieder der Partei „Die Rechte“ waren überwiegend frühere
Mitglieder der DVU. Auch Vorstandsmitglieder des Landesverbandes
Brandenburg gehörten zuvor der DVU an.
Der Vorstand des ehemaligen Landesverbandes Hessen rekrutierte sich zum Teil
aus früheren NPD-Mitgliedern. Der Landesverband ist mittlerweile inaktiv.
Im Vorstand des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen sind Mitglieder der im
August 2012 vom Innenminister Nordrhein-Westfalens verbotenen
Kameradschaften „Nationaler Widerstand Dortmund“, „Kameradschaft Hamm“ und
„Kameradschaft Aachener Land“ präsent.
Hinsichtlich etwaiger (früherer) Mitgliedschaften von Angehörigen der Partei
„Die Rechte“ in der PRO-Bewegung und sonstigen rechtsextremistischen
Vereinigungen liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 7 – Drucksache 18/193714. Welche und wie viele Mitglieder zuvor verbotener rechtsextremer
Kameradschaften sind nach Kenntnis der Bundesregierung welchen
Landesverbänden der Partei „Die Rechte“ beigetreten, bzw. besetzen dort führende
Positionen?
Ehemalige Mitglieder und Führungspersonen der in der Antwort zu Frage 13
genannten verbotenen neonazistischen Kameradschaften führen ihre Aktivitäten
im Landesverband Nordrhein-Westfalen fort und prägen Politik und öffentliches
Erscheinungsbild der Partei: Der Landesvorsitzende Dennis Giemsch und sein
Stellvertreter Michael Brück gehörten dem „Nationalen Widerstand Dortmund“
(NWDO) an. Ein weiteres Vorstandsmitglied war zuvor in der „Kameradschaft
Hamm“ (KS Hamm) aktiv.
15. Inwieweit und in welchen Landesverbänden bestehen bei der Partei „Die
Rechte“ nach Kenntnis der Bundesregierung Anhaltspunkte für eine
Fortführung der Tätigkeit verbotener oder von Verboten bedrohter
Neonazikameradschaften?
16. Inwieweit sieht die Bundesregierung bei der Partei „Die Rechte“ oder
einzelnen ihrer Mitglieder den Versuch, unter dem Schutz des
Parteienprivilegs neonazistische Aktivitäten durchzuführen?
Auf die Antwort zu den Fragen 1 und 14 wird verwiesen.
17. In welchem Verhältnis stehen die Partei „Die Rechte“ und andere
rechtsextreme Parteien zueinander, und inwieweit gibt es Abgrenzungen oder
Kooperationen und Mitgliederbewegungen zur
a) NPD,
b) PRO-Bewegung (Pro Deutschland, Pro NRW, Pro Köln etc.),
c) Partei „Der III. Weg“?
18. Welche Kontakte zu anderen rechtsextremen Parteien und Organisationen
(bitte einzeln benennen) im Inland unterhält die Partei „Die Rechte“, und
welcher Art sind diese Kontakte?
Die Fragen 17 und 18 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Der Landesverband Brandenburg der Partei „Die Rechte“ hat die NPD
anlässlich der Kommunalwahl 2014 im Land unterstützt. Der Kreisverband München
arbeitet mit dem NPD-Ableger „Bürgerinitiative für Ausländerstopp“
zusammen. Hinsichtlich der PRO-Bewegung sowie der Partei „Der III. Weg“ liegen
keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung vor.
19. Welche Kontakte zu rechtsextremen Parteien und Organisationen (bitte
einzeln benennen) im Ausland unterhält die Partei „Die Rechte“, und
welcher Art sind diese Kontakte?
Der Bundesregierung sind vereinzelte Kontakte von Mitgliedern der Partei „Die
Rechte“ zu ausländischen rechtsextremistischen Organisationen bekannt:
So beteiligten sich am 1. Februar 2014 Mitglieder des Kreisverbandes Dortmund
am „Imia-Marsch“ in Griechenland, der jährlich von der dortigen
rechtsextremistischen Partei Chrysi Avgi (Goldene Morgenröte) durchgeführt wird.
Drucksache 18/1937 – 8 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeEbenfalls Mitglieder des Kreisverbandes Dortmund nahmen eigenen Angaben
zufolge am 16. März 2014 in Riga am sog. Veteranenmarsch teil, der jedes Jahr
von früheren lettischen Freiwilligen in der Waffen-SS organisiert wird.
Mitglieder des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen nahmen nach eigener
Angabe am 13. Februar 2014 in Sofia am sog. Lukov-Marsch teil, den
bulgarische Rechtsextremisten jährlich zum Andenken an den Todestag des
nationalistischen Generals Hristo Lukov durchführen.
20. Welche verfassungsschutzrelevanten Erkenntnisse hat die
Bundesregierung über die Partie „Der III. Weg“ einschließlich ihrer Gründerinnen/
Gründer und Führungsfunktionärinnen/-funktionäre?
Zur Partei „Der Dritte Weg“ (Der III. Weg) liegen Anhaltspunkten für
rechtsextremistische Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische
Grundordnung Sinne der § 3 Absatz 1 Nummer 1 i. V. m. § 4 des
Bundesverfassungsschutzgesetzes (BVerfSchG) vor. Führungsaktivisten der Partei sind seit Jahren
fest im rechtsextremistischen Spektrum verankert. Das Parteiprogramm lehnt
sich begrifflich zum Teil an Vertreter des „linken“ nationalsozialistischen
Parteiflügels der NSDAP an und propagiert ein völkisch-antipluralistisches
Menschen- und Gesellschaftsbild. „Der III. Weg“ agitiert antisemitisch,
ausländerfeindlich und revisionistisch.
21. Inwieweit wurde nach Kenntnis der Bundesregierung nach Gründung der
Partei „Der III. Weg“ inzwischen dem Bundeswahlleiter das
Gründungsprotokoll eingereicht sowie Satzung, Programm und Namen der
Vorstandsmitglieder bekannt gegeben?
Gründungsprotokoll, Satzung, Programm und Namen der Vorstandsmitglieder
der Partei „Der dritte Weg“ wurden dem Bundeswahlleiter im September 2013
eingereicht bzw. bekannt gegeben.
Die Unterlagen der Parteien werden gemäß § 6 Absatz 3 des Gesetzes über die
politischen Parteien (PartG) beim Bundeswahlleiter in der Sammlung geführt
und sind öffentlich einsehbar. Abschriften der Unterlagen, aus denen die Namen
der Vorstandsmitglieder der jeweiligen Partei und – sofern vorhanden – der
Landesverbände mit Angabe ihrer Funktionen ersichtlich sind, werden vom
Bundeswahlleiter auf Anforderung gebührenfrei erteilt.
Die Protokolle der jeweiligen Gründungsversammlungen liegen dem
Bundeswahlleiter ebenfalls vor; sie sind nicht Bestandteile der nach § 6 Absatz 3 PartG
zur öffentlichen Einsicht bereitzuhaltenden Unterlagen.
22. Welche Aktivitäten der Partei „Der III. Weg“ sind der Bundesregierung
seit Gründung der Partei bekannt geworden (bitte Ort, Zeitpunkt, Thema
und Teilnehmerzahl benennen) hinsichtlich
a) eigenen Aufzügen,
b) Beteiligung an Aufzügen anderer Gruppierungen,
c) Veranstaltungen in geschlossenen Räumen,
d) Plakatier- und Flugblattaktionen,
e) sonstigen Aktivitäten (bitte benennen)?
Eine statistische Erfassung im Sinne der Fragestellung erfolgte bisher noch
nicht. Aufzüge der Partei „Der III. Weg“ werden künftig im Rahmen der quar-
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 9 – Drucksache 18/1937talsweise erfolgenden Anfragen zu rechtsextremen Aufmärschen der Fraktion
DIE LINKE. im Deutschen Bundestag berücksichtigt.
Beispielhaft zu nennen sind jedoch eine Demonstration in Deggendorf (BY)
gegen eine Asylbewerberunterkunft am 24.Mai 2014 mit 60 Teilnehmern
(Eigenangabe) sowie die Teilnahme und Mitorganisation an einer Demonstration zum
ersten Mai des „Nationalen und Sozialen Aktionsbündnis 1. Mai“ in Plauen mit
rund 700 Teilnehmern aus dem neonazistischen Spektrum, bei der u. a. der
Bundesvorsitzende der Partei als Redner auftrat. Im Rahmen von
Wahlkampfaktivitäten wurden Plakatier- und Flugblattaktionen bekannt.
23. An welchen Wahlen zu Bundes-, und nach Kenntnis der Bundesregierung,
Landes- und Kommunalwahlen beteiligte sich die Partei „Der III. Weg“
seit ihrer Gründung mit welchen Wahlergebnissen, und über wie viele und
welche Mandatsträgerinnen/Mandatsträger in welchen Orten, Ortsteilen
oder Kreisen verfügt sie nach Kenntnis der Bundesregierung?
Die Partei „Der III. Weg“ beteiligte sich seit ihrer Gründung am 28. September
2013 lediglich an der Kreistagswahl am 25. Mai 2014 in Bad Dürkheim (RP)
und erzielte mit 0,5 Prozent kein Mandat.
24. Welche bundesweiten und regionalen Veröffentlichungen (Internet,
Flugblätter, Broschüren, Zeitungen etc.) der Partei „Der III. Weg“ sind der
Bundesregierung bekannt?
Nach Kenntnis der Bundesregierung verfügt die Partei „Der III. Weg“ über eine
Homepage und nutzt soziale Netzwerke wie Facebook.
25. Über welche eigenen oder angemieteten Immobilien und Büros verfügt
die Partei „Der III. Weg“ nach Kenntnis der Bundesregierung?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor.
26. Welche programmatischen Inhalte der Partei „Der III. Weg“ sind der
Bundesregierung bekannt?
27. Inwieweit kann die Bundesregierung in der Programmatik der Partei „Der
III. Weg“ eine Wesensverwandtschaft zum Nationalsozialismus
erkennen?
Auf die Antwort zu Frage 20 wird verwiesen.
28. Welche politischen Schwerpunkte der Partei „Der III. Weg“ sind der
Bundesregierung bekannt?
Ein politischer Schwerpunkt ist das Thema „Asyl“.
29. Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung über die finanziellen Quellen
der Partei „Der III. Weg“?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor.
Drucksache 18/1937 – 10 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode30. Wie viele und welche Landesverbände der Partei „Der III. Weg“ mit
welchen Untergliederungen und wie vielen Mitgliedern existieren seit wann,
und wo sind nach Kenntnis der Bundesregierung weitere Gründungen von
Parteistrukturen in Vorbereitung?
Die Partei hat noch keine Landesverbände. Gemäß § 9 der Satzung ist eine
Gliederung in die Gebietsverbände Süd, West, Nord und Mitte vorgesehen. In ihren
Internetveröffentlichungen berichtet die Partei über „Stützpunkte“ in Bayern
und Baden-Württemberg.
31. Wie hoch schätzt die Bundesregierung das gegenwärtige
Personenpotenzial der Partei „Der III. Weg“ insgesamt ein?
Nach Einschätzung der Bundesregierung bewegt sich das Personenpotenzial im
unteren zweistelligen Bereich.
32. Haben sich Mitglieder und Funktionärinnen/Funktionäre der Partei „Der
III. Weg“ nach Kenntnis der Bundesregierung an Gewalttaten beteiligt,
und wenn ja, wann, wo und in welcher Form?
33. Sind der Bundesregierung volksverhetzende Äußerungen durch die Partei
„Der III. Weg“ bzw. einzelne ihrer Funktionärinnen und Funktionäre
bekannt, und wenn ja, welche?
Auf die Antwort zu den Fragen 10 und 11 wird verwiesen.
34. Ist es der Bundesregierung bekannt, ob die Partei „Der III. Weg“ im
Rahmen sog. Anti-Antifa-Arbeit Daten und Informationen über ihre
politischen Gegnerinnen und Gegner sammelt, und wenn ja, in welcher Form
und zu welchem Ziel?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse vor.
35. Welche und wie viele Funktionsträgerinnen und -träger der Partei „Der
III. Weg“ gehörten nach Kenntnis der Bundesregierung zuvor anderen
rechtsextremen Vereinigungen an, wie
a) der DVU,
b) der NPD,
c) der Partei „Die Rechte“,
d) der PRO-Bewegung,
e) den Freien Kameradschaften bzw. Autonomen Nationalisten,
f) sonstigen rechtsextremen Vereinigungen (bitte benennen)?
Nach Kenntnis der Bundesregierung waren Funktionäre – sofern sie einen
parteipolitischen Vorlauf haben – zuvor in der NPD aktiv, so z. B. der
Bundesvorsitzende Klaus Armstroff. Weitere Parteiaktivisten stammen aus der
neonazistischen Szene.
Darüber hinausgehende Aussagen über Herkunft und Zusammensetzung der
Parteimitglieder können derzeit noch nicht getroffen werden.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 11 – Drucksache 18/193736. Welche und wie viele Mitglieder zuvor verbotener rechtsextremer
Kameradschaften sind nach Kenntnis der Bundesregierung welchen
Landesverbänden der Partei „Der III. Weg“ beigetreten, bzw. besetzen dort führende
Positionen?
37. Inwieweit und in welchen Landesverbänden bestehen bei der Partei „Der
III. Weg“ nach Kenntnis der Bundesregierung Anhaltspunkte für eine
Fortführung der Tätigkeit verbotener oder von Verboten bedrohter
Neonazikameradschaften?
Die Fragen 36 und 37 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
In Einzelfällen ist eine frühere Tätigkeit von Mitgliedern in verbotenen bzw. von
Verbot bedrohten Neonazi-Kameradschaften (insbesondere des „Freien Netz
Süd“) bekannt. Die Verfassungsschutzbehörden prüfen derzeit solche Hinweise.
38. Inwieweit sieht die Bundesregierung bei der Partei „Der III. Weg“ oder
einzelner ihrer Mitglieder den Versuch, unter dem Schutz des
Parteienprivilegs neonazistische Aktivitäten durchzuführen?
Die Möglichkeit, dass Mitglieder der Partei „Der III. Weg“ den Schutz des
Parteienprivilegs zur Durchführung neonazistischer Aktivitäten nutzen, ist in
Betracht zu ziehen.
39. In welchem Verhältnis stehen die Partei „Der III. Weg“ und andere
rechtsextreme Parteien zueinander, und inwieweit gibt es Abgrenzungen oder
Kooperationen und Mitgliederbewegungen zur
a) NPD,
b) PRO-Bewegung (Pro Deutschland, Pro NRW, Pro Köln etc.),
c) Partei „Die Rechte“?
40. Welche Kontakte zu anderen rechtsextremen Parteien und Organisationen
(bitte einzeln benennen) im Inland unterhält die Partei „Der III. Weg“, und
welcher Art sind diese Kontakte?
Die Fragen 39 und 40 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Hinsichtlich der NPD wird auf die Antwort zu Frage 35 verwiesen. Im Übrigen
liegen der Bundesregierung keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung vor.
41. Welche Kontakte zu rechtsextremen Parteien und Organisationen (bitte
einzeln benennen) im Ausland unterhält die Partei „Der III. Weg“, und
welcher Art sind diese Kontakte?
In Einzelfällen ist eine frühere Tätigkeit von Mitgliedern in verbotenen bzw. von
Verbot bedrohten Neonazi-Kameradschaften bekannt. Die
Verfassungsschutzbehörden prüfen derzeit solche Hinweise.
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ISSN 0722-8333]