[Deutscher Bundestag Drucksache 18/2984 (neu)
18. Wahlperiode 27.10.2014Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Julia Verlinden, Oliver Krischer,
Annalena Baerbock, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN
– Drucksache 18/2829 –
Geplante Regulierung von Fracking
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, und die
Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Dr. Barbara
Hendricks, haben am 4. Juli 2014 „Eckpunkte zu geplanten gesetzlichen
Regelungen für Fracking“ vorgelegt. Obwohl bereits vor der Sommerpause ein
Gesetzentwurf vorgelegt werden sollte, steht eine bundesgesetzliche Regelung
nach wie vor aus. Über Einzelheiten der angekündigten Gesetzesinitiativen
bestehen nach wie vor Unklarheiten. Gleichzeitig mehren sich Berichte über
ungewöhnlich viele Krebsfälle, Erdbeben und Schadstoffbelastungen unter
anderem in den USA und den Niederlanden, aber auch in Niedersachsen in
Gebieten, in denen Erdgasförderung – auch mittels Fracking – bereits stattfindet
oder stattgefunden hat. So hat das Epidemiologische Krebsregister
Niedersachsen im Juni 2014 statistisch auffällig hohe Zahlen von Krebserkrankungen in
der Samtgemeinde Bothel festgestellt (
www.krebsregister-niedersachsen.de,
September 2014). Unter anderem im niedersächsischen Söhlingen im
Heidekreis sollen die Grenzwerte für Quecksilber nach Angaben des Energiekonzerns
ExxonMobil von Juni 2014 erheblich überschritten worden sein (
www.ndr.de
vom 13. Juni 2014 „Exxon räumt zu hohe Quecksilberwerte ein“). Vor diesem
Hintergrund muss die geplante Regulierung von Fracking auch den bereits
bestehenden Problemen der Förderung Rechnung tragen.
Vo r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Bei der geplanten Regulierung von Fracking durch die Bundesregierung steht
der Schutz der Gesundheit und der Umwelt im Vordergrund. Die bislang im
Eckpunktepapier vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
und Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
(BMUB) festgelegten Regulierungen zielen darauf ab, Risiken insbesondere für
das Trinkwasser zu vermeiden ohne wirtschaftliche Tätigkeiten unangemessen
zu beschränken. Die Regulierungen beziehen sich nicht nur auf den Einsatz der Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom
23. Oktober 2014 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 18/2984 (neu) – 2 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeFracking-Technologie, sondern unterwerfen auch die herkömmliche
Erdgasförderung strengeren Regeln. Dies gilt u. a. für die Transparenz und Beteiligung im
Genehmigungsverfahren, die Vorsorge vor Erdbeben, die Entsorgung von
Reststoffen oder die Beweislastregeln bei Schäden. Der Bundesregierung ist
bekannt, dass es bei der Erdgasförderung in der Vergangenheit in Einzelfällen zu
Unfällen und Schäden gekommen ist, jedoch sollten nicht voreilig Schlüsse
hinsichtlich der Ursachen und Auswirkungen gezogen werden.
1. Wie sieht der aktuelle Zeitplan zur Umsetzung der angekündigten
Regelungen für die Frackingtechnologie aus?
Die Bundesregierung geht davon aus, dass die angekündigten Regelungen zum
Fracking noch in diesem Jahr vom Kabinett beschlossen und in der ersten Hälfte
des nächsten Jahres vom Gesetz- bzw. Verordnungsgeber verabschiedet werden.
2. Werden die geplanten Änderungen an Gesetzen und Verordnungen in
getrennten Verfahren oder als „Paket“ behandelt?
Die Bundesregierung plant die Änderungen an den Gesetzen und Verordnungen
in einer Kabinettsitzung zu beschließen. Die Gesetzgebungsverfahren
unterscheiden sich dann im weiteren Verlauf.
3. Ist die Bundesregierung vor dem Hintergrund, dass es laut Auskunft der
Parlamentarischen Staatssekretärin Brigitte Zypries in der
parlamentarischen Fragestunde vom 24. September 2014 noch kein Fracking in
Schiefergaslagerstätten gab (Plenarprotokoll 18/53, Anlage 22), der Ansicht, dass
es sich bei den Fracs im niedersächsischen Damme aus dem Jahr 2008 nicht
um Fracking im Schiefergas gehandelt hat, und wenn ja, wie begründet sie
diese Auffassung?
Im Rahmen der Aufsuchung von potenziellen Schiefergaslagerstätten wurden
im Jahr 2008 in Damme insgesamt drei einzelne Frac-Behandlungen in einer
Bohrung durchgeführt. Eine anschließende Gewinnung von Schiefergas hat
nicht stattgefunden. Ausdrücklich hierauf bezog sich die Antwort der
Parlamentarischen Staatssekretärin Brigitte Zypries.
4. Warum verweist die Bundesregierung in der Antwort auf die Kleine
Anfrage auf Bundestagsdrucksache 18/2478 zu den Fragen 2 und 3 nach
bereits vergebenen Aufsuchungserlaubnissen auf die Behörden der
Bundesländer, obwohl sie jährlich einen Bericht zum Bergbau herausgibt, in dem
eine Auflistung von Erlaubnisfeldern zur Gewinnung von
Kohlenwasserstoffen enthalten ist (siehe
www.bmwi.de/DE/Themen/Industrie/
Rohstoffeund-Ressourcen/gewinnung-heimischer-rohstoffe,did=491834.html)?
Der jährliche Bericht der Bundesregierung zum Bergbau in der Bundesrepublik
Deutschland enthält Angaben über die Erteilung und Nutzung von
Genehmigungen zur Prospektion, Exploration und Gewinnung von allen
Kohlenwasserstoffen. Die Frage 3 der Kleinen Anfrage auf Bundestagsdrucksache 18/2227 bezog
sich dagegen auf speziell auf Aufsuchungserlaubnisse für Kohleflöz- und
Schiefergas. Diese sind in dem Bericht nicht separat ausgewiesen. Detailliertere
Informationen dazu liegen der Bundesregierung nicht vor.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 3 – Drucksache 18/2984 (neu)5. Welche Erlaubnisfelder für Kohlenwasserstoffe werden in dem demnächst
erscheinenden, diesjährigen Bergbaubericht genannt (bitte auflisten,
geografische Lage und Größe nennen)?
In dem zum Ende dieses Jahres erscheinenden Bericht, der die Dokumentation
für das Jahr 2013 enthält, werden nachstehende Informationen über die erteilten
Erlaubnisse veröffentlicht. Eine grobe Übersicht zur Lage und Größe ergibt sich
aus den beigefügten Karten über Erlaubnis und Gewinnungsgebiete für
Kohlenwasserstoffe in der Bundesrepublik und im Festlandsockel unter der Nordsee,
die auch im Anhang C und D des Berichts abgebildet sind.
Drucksache 18/2984 (neu) – 4 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeSeite 4 von 23 Baden-Württemberg
Veränderungen Gewinnungs-
Nummer Erlaubnisgebiet Inhaber gegenüber berechtigungen
2012
1550 Altenheim DrillTec GUT GmbH
1556 Neulußheim Palatina GeoCon GmbH & Co. KG
1573 Bietigheim GeoEnergy Feldgesellschaft Illingen mbH
1602 Oberschwaben II Dipl.-Ing. Stefan Bratschkow
1603 Oberschwaben III Dipl.-Ing. Stefan Bratschkow
1608 Mannheim-Käfertal Palatina GeoCon GmbH & Co. KG
1615 Mittlerer Oberrhein Rhein Petroleum GmbH
1616 Heidelberg-Weinheim Rhein Petroleum GmbH
1617 Tannheim Wintershall Holding GmbH x
1620 Biberach Parkyn Energy Germany (PEG) Limited Verlängerung
1621 Konstanz Parkyn Energy Germany (PEG) Limited Verlängerung
1626 Saulgau-Wangen Konsortium Bell Exploration Ltd. / Concorde Energy LLC Ablauf
1639 Rastatt-Lichtenau-Rheinau II GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
1651 Graben-Neudorf Rhein Petroleum GmbH
1652 Karlsruhe-Lepoldshafen GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
1661 Engelsberg* Wintershall Holding GmbH Erteilung
*nur Ölschiefer
Baden-Württemberg
Veränderungen
Nummer Gewinnungsgebiet Inhaber gegenüber
2540 Fronhofen - Illmensee I GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
2606 Ohmden* Jürgen Fischer GmbH & Co. Schieferwerk
2607 Zell unter Aichelberg* Jürgen Fischer GmbH & Co. Schieferwerk
2612 Aichelberg* Jürgen Fischer GmbH & Co. Schieferwerk
2643 Schieferbruch Kromer* Schieferbruch Kromer, Ohmden
3011 - 3012 Kirchdorf I - II Land Baden-Württemberg
3013 - 3015 Mönchsrot I-III Land Baden-Württemberg
3016 Oberschwarzach I Land Baden-Württemberg
3021 - 3034 Fronhofen II - XV Land Baden-Württemberg
3244 Häsenbühl* Land Baden-Württemberg
3245 - 3248 Bronnhaupten I - IV* Land Baden-Württemberg
3249 - 3251 Dormettingen I - III* Land Baden-Württemberg
3252 - 3254 Dotternhausen I - III* Land Baden-Württemberg
3255 - 3258 Schömberg I - IV* Land Baden-Württemberg
3259 - 3260 Mössingen I - II* Land Baden-Württemberg
3508 - 3509 Eislingen I - II* Land Baden-Württemberg
3510 - 3514 Holzheim I - V* Land Baden-Württemberg
*nur Ölschiefer
Veränderungen Gewinnungs-
Nummer Erlaubnisgebiet Inhaber gegenüber berechtigungen
2012
40 Salzach-Inn Rohöl-Aufsuchungs AG x
41 Chiemgau Rohöl-Aufsuchungs AG Aufhebung x
42 Schwaben Wintershall Holding GmbH x
45 Grafing RWE Dea AG x
49 Schwaben-Süd Rhein Petroleum GmbH Verlängerung x
51 Kinsau Rhein Petroleum GmbH
52 Nasser Berg Nasser Berg GmbH Aufhebung
53 Bruckmühl Terrain Energy Limited Inhaberwechsel x
55 Mindelheim Rhein Petroleum GmbH Verlängerung
56 Teising Nasser Berg Energie GmbH Verlängerung
57 Schongau Rhein Petroleum GmbH
58 Starnberger See Terrain Energy Limited Inhaberwechsel
59 Südbayern-Nord PRD Energy GmbH Erteilung
Regierungspräsidium Freiburg, Abt. 9 Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, 79095 Freiburg i. Br.
Internet:
http://www.rp-freiburg.de
E-Mail: abteilung9@rpf.bwl.de
Internet:
http://www.stmwi.bayern.de
Bayern
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie; Referat VIII/6; 80525 München
Internet:
http://www.rp-freiburg.de
E-Mail: abteilung9@rpf.bwl.de
Regierungspräsidium Freiburg, Abt. 9 Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, 79095 Freiburg i. Br.
2012
Erteilung
E-Mail: poststelle@stmwi.bayern.de
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 5 – Drucksache 18/2984 (neu)Seite 5 von 23
Veränderungen
Nummer Gewinnungsgebiet Inhaber gegenüber
10 Breitbrunn-Eggstätt Bayerische Mineral-Industrie AG, RWE Dea AG
15 Hebertshausen I RWE Dea AG
16 Inzenham III - V RWE Dea AG Ablauf
17 Inzenham-West RWE Dea AG
18 Schmidhausen Bayerische Mineral-Industrie AG
24 Inzenham-Ost RWE Dea AG Erteilung
Brandenburg
Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg; Inselstraße 26, 03046 Cottbus
Veränderungen Gewinnungs-
Nummer Erlaubnisgebiet Inhaber gegenüber berechtigungen
2012
11-1507 Reudnitz Bayerngas GmbH Verlängerung
11-1522 Lübben Central European Petroleum GmbH Verlängerung
11-1525 Pillgram Celtique Energie GmbH
11-1563 Forst Central European Petroleum GmbH Erteilung
11-1572 Reudnitz-Nordost Bayerngas GmbH Erteilung
11-1573 Reudnitz-Südost Bayerngas GmbH Erteilung
11-1574 Kerkwitz-Guben GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH Erteilung
Brandenburg
Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg; Inselstraße 26, 03046 Cottbus
Veränderungen
Nummer Gewinnungsgebiet Inhaber gegenüber
31/22 Kietz GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
31/23 Wellmitzer Lagune GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
31/24 Struktur Fürstenwalde GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
31/25 Rüdersdorf GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
31/68 Dornswalde GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
31/69 Märkisch-Buchholz GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
31/102 Guben-Nord GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
31/103 Guben/Atterwasch GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
31/104 Döbern GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
31/105 Tauer GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
31/106 Drebkau GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
Bremen
Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie; An der Marktkirche 9; 38678 Clausthal-Zellerfeld
Veränderungen Gewinnungs-
Nummer Erlaubnisgebiet Inhaber gegenüber berechtigungen
2012
01 001 Unterweser BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG
(Siehe auch Niedersachsen)
Internet:
http://www.lbeg.niedersachsen.de
E-Mail: poststelle.clz@lbeg.niedersachsen.de
Internet:
http://www.stmwi.bayern.de
E-Mail: poststelle@stmwi.bayern.de
Internet:
http://www.lbgr.brandenburg.de
Internet:
http://www.lbgr.brandenburg.de
Bayern
E-Mail: lbgr@lbgr.brandenburg.de
Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie; Referat VIII/6; 80525 München
E-Mail: lbgr@lbgr-brandenburg.de
2012
2012
Drucksache 18/2984 (neu) – 6 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeSeite 6 von 23 Festlandsockel
Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie; An der Marktkirche 9; 38678 Clausthal-Zellerfeld
Veränderungen Gewinnungs-
Nummer Erlaubnisgebiet Inhaber gegenüber berechtigungen
2012
001 A6, B4, B5, B8, B11, B12, B7,
B10
Wintershall Holding GmbH, GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH,
RWE Dea AG, BASF AG
Verlängerung,
Inhaberwechsel
x
008/52 B14, B15, B18, C13, C16 Verlängerung
008/55 A2, A3, A5, A6, A8, A9, A12 Wintershall Holding GmbH, RWE Dea AG Verlängerung,
Inhaberwechsel
008/71 H15, H16, H17, H18, L1, L2,
L3, L4, L5
Wintershall Holding GmbH, GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH,
Hansa Hydrocarbons Ltd.
008/72 G12, G15, H10, H13, H14 Wintershall Holding GmbH
008/73 B12, B15, C13, C14, C16,
C17, G1
PA Resources UK Ltd., Danoil Exploration A/S Inhaberwechsel
Hamburg
Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie; An der Marktkirche 9; 38678 Clausthal-Zellerfeld
Veränderungen Gewinnungs-
Nummer Erlaubnisgebiet Inhaber gegenüber berechtigungen
2012
092 Cuxhaven (Verkleinerung) RWE Dea AG
(siehe auch Niedersachsen)
11 01 Vierlande BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG Erteilung
Hamburg
Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie; An der Marktkirche 9; 38678 Clausthal-Zellerfeld
Veränderungen
Nummer Gewinnungsgebiet Inhaber gegenüber
273/1G Groß Hamburg 1 GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
273/2G Groß Hamburg 2 GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
273/3G Gr. Hamburg-Allermöhe I GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
273/4G Reitbrook I - IV Storengy Deitschland GmbH
273/5G Gr. Hamburg-Reitbrook V - VII GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
273/6G Gr. Hamburg-Reitbrook VIII GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
273/7G Bergedorf I Storengy Deitschland GmbH
Hessen
RP Darmstadt, Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt Wiesbaden, Dezernat Bergaufsicht, Lessingstraße 16-18, 65189 Wiesbaden
Veränderungen Gewinnungs-
Nummer Erlaubnisgebiet Inhaber gegenüber berechtigungen
2012
1 Groß Gerau Überlandwerk Groß-Gerau GmbH
2 Nördlicher Oberrhein Rhein Petroleum GmbH Verlängerung
3 Nördlicher Oberrhein II Rhein Petroleum GmbH Verlängerung
Hessen
RP Darmstadt, Abteilung Arbeitsschutz und Umwelt Wiesbaden, Dezernat Bergaufsicht, Lessingstraße 16-18, 65189 Wiesbaden
Veränderungen
Nummer Gewinnungsgebiet Inhaber gegenüber
9 Grube Messel Land Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Bergamt in Stralsund; Frankendamm 17; 18439 Stralsund
Veränderungen Gewinnungs-
Nummer Erlaubnisgebiet Inhaber gegenüber berechtigungen
2012
01/07 Grimmen 2 CEP Central European Petroleum GmbH Verlängerung x
001/09 Plantagenetgrund KW CEP Central European Petroleum GmbH
009/09 Stralsund KW CEP Central European Petroleum GmbH
009/11 Anklam CEP Central European Petroleum GmbH
014/11 Ribnitz CEP Central European Petroleum GmbH
015/11 Oderbank KW CEP Central European Petroleum GmbH
Internet:
http://www.lbeg.niedersachsen.de
BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG, RWE Dea AG, GDF SUEZ
E&P Deutschland GmbH
E-Mail: poststelle.clz@lbeg.niedersachsen.de
E-Mail: bergbau@rpda.hessen.de
Internet:
http://www.bergamt-mv.de
2012
E-Mail: poststelle.clz@lbeg.niedersachsen.de
E-Mail: bergbau@rpda.hessen.de
E-Mail: poststelle@ba.mv-regierung.de
Internet:
http://www.lbeg.niedersachsen.de
2012
Internet:
http://www.lbeg.niedersachsen.de
E-Mail: poststelle.clz@lbeg.niedersachsen.de
Internet:
http://www.rp-darmstadt.hessen.de
Internet:
http://www.rp-darmstadt.hessen.de
E-Mail: info@bergamt-mv.de
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 7 – Drucksache 18/2984 (neu)Seite 7 von 23 Mecklenburg-Vorpommern
Bergamt in Stralsund; Frankendamm 17; 18439 Stralsund
Veränderungen
Nummer Gewinnungsgebiet Inhaber gegenüber
021/90 Richtenberg GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
022/90 Grimmen - Papenhagen GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
023/90 Reinkenhagen GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
024/90 Kirchdorf - Mesekenhagen GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
025/90 Lütow - Krummin GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
026/90 Bansin GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
027/90 Heringsdorf GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
Niedersachsen
Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie; An der Marktkirche 9; 38678 Clausthal-Zellerfeld
Veränderungen Gewinnungs-
Nummer Erlaubnisgebiet Inhaber gegenüber berechtigungen
2012
022 Bedekaspel-Erweiterung GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH x
026 Jemgum GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH Verlängerung
027 Leer GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH x
030 Wildes Moor Wintershall Holding GmbH
038 Hümmling GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH x
039 Lingen (Zusammenlegung) GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH Verlängerung x
060 Wettrup-Verkleinerung GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH x
071 Münsterland Oldenburgische Erdölgesellschaft mbH x
077 Oldenburg Oldenburgische Erdölgesellschaft mbH x
082 Jade Weser Oldenburgische Erdölgesellschaft mbH x
086 Jeverland Oldenburgische Erdölgesellschaft mbH x
092 Cuxhaven (Verkleinerung)
(siehe auch Hamburg)
RWE Dea AG
134 Taaken-Rest Mobil Erdgas-Erdöl GmbH x
135 Rotenburg RWE Dea AG x
143 Delmenhorst-Elsfleth BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG x
144 Harpstedt BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG x
149 Ridderade-Ost Wintershall Holding GmbH x
150 Scholen BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG x
153 Verden RWE Dea AG Verlängerung x
157 Dümmersee-Uchte (Zuslg.) Mobil Erdgas-Erdöl GmbH x
513 Hamwiede BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG x
517 Ahrensheide Mobil Erdgas-Erdöl GmbH x
98 003 Celle RWE Dea AG x
99 003 Achim Wintershall Holding GmbH x
00 002 Steinhude-Restfläche GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH Verlängerung
01 001 Unterweser
(siehe auch Bremen)
BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG
01 004 Krummhörn BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG x
04 001 Scharnhorst-Restfläche RWE Dea AG x
05 002 Hahnenhorn RWE Dea AG
05 005 Rautenberg RWE Dea AG x
06 001 Lüchow GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
06 002 Lüdersfeld Archimedes Facility-Management GmbH Ablauf
07 002 Bramsche-Erweiterung BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG
07 003 Schaumburg-Verkleinerung BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG
07 006 Vorhop-Südost GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH Verlängerung
07 007 Drakenburg RWE Dea AG Ablauf x
08 001 Hameln Wintershall Holding GmbH
08 002 Wolfenbüttel Wintershall Holding GmbH Aufhebung
08 003 Simonswolde BEB Erdgas und Erdöl GmbH
09 002 Wolfsburg Wolfsburg Hydrocarbons GmbH Aufhebung
09 003 Aschen Realm Energy Operations Corp. Ablauf
11 002 Steinhorst PRD Energy GmbH
11 01 Werder RWE Dea AG
11 04 Misburg BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG
12 01 Sittensen PRD Energy GmbH
12 02 Wittmund PRD Energy GmbH
12 03 Uelzen PRD Energy GmbH Erteilung
12 04 Oldendorf Kimmeridge Energy Ltd. Erteilung
12 05 Lüneburg Kimmeridge Energy Ltd. Erteilung
12 10 Heemsen Kimmeridge Energy Ltd. Erteilung
13 05 Laarwald Wintershall Holding GmbH Erteilung
2012
Internet:
http://www.bergamt-mv.de
E-Mail: info@bergamt-mv.de
E-Mail: poststelle.clz@lbeg.niedersachsen.de
Internet:
http://www.lbeg.niedersachsen.de
E-Mail: poststelle@ba.mv-regierung.de
Drucksache 18/2984 (neu) – 8 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeSeite 8 von 23 Niedersachsen
Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie; An der Marktkirche 9; 38678 Clausthal-Zellerfeld
Veränderungen
Nummer Gewinnungsgebiet Inhaber gegenüber
00 003 Linsburg-Linsburg I BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG
07 009 Nienhagener Heide
11 006 Volkensen PRD Energy GmbH
97 004 Dethlingen Mobil Erdgas-Erdöl GmbH
010 Juist-Leybucht I GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
035 Oberlanger Tenge-Fehndorf I Wintershall Holding GmbH
035 Rütenbrock Wintershall Holding GmbH
043 Emlichheim A - C und I - V Wintershall Holding GmbH
060 Wettrup I BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG
062 Bersenbrück-Menslage I, II RWE Dea AG
062 Bersenbrück-Menslage-
Westrum I
RWE Dea AG
102 Sottorf-Ost I Mobil Erdgas-Erdöl GmbH
127 Schneverdingen BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG
151 Staffhorst I, IV Wintershall Holding GmbH
232 Eldingen I BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG
286 Fleestedt I GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
318 Bodenteich I BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG
318 Bokel-Hankensbüttel I Hermann von Rautenkranz Internationale Tiefbohr GmbH & Co.
329 Vorhop GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
367 Hankensbüttel I RWE Dea AG
367 Hankensbüttel II RWE Dea AG
386 Vordorf 1, 2, 3 GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
451 Lehrte-Höver 1 GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
561 Schneeren-Steinhude I GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
12 05 Dreilingen Wintershall Holding GmbH
12 06 Holxen Wintershall Holding GmbH
12 08 Meckelfeld BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG
13 02 Eystrup Tulip Oil Holding B.V.
13 04 Emlichheim-Süd Wintershall Holding GmbH
13 05 Emlichheim-Nord Wintershall Holding GmbH
Aufhebung, Ablauf
Erteilung
Erteilung
Erteilung
E-Mail: poststelle.clz@lbeg.niedersachsen.de
2012
Internet:
http://www.lbeg.niedersachsen.de
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 9 – Drucksache 18/2984 (neu)Seite 9 von 23 Nordrhein-Westfalen
Bezirksregierung Arnsberg, Abteilung Bergbau und Energie in NRW; Goebenstraße 25/27; 44135 Dortmund
Veränderungen Gewinnungs-
Nummer Erlaubnisgebiet Inhaber gegenüber berechtigungen
2012
1 Ahsen-Gas Mingas-Power GmbH
2 Alstaden-Gas Minegas GmbH
3 Ananke A-TEC Anlagentechnik GmbH Verlängerung
5 Borussia Gas Minegas GmbH
6 CBM-RWTH* RWTH Aachen
7 Ganymed A-TEC Anlagentechnik GmbH Verlängerung
9 Hamm-Ost HammGas GmbH & Co. KG
12 Harpen-Gas RWE Power Aktiengesellschaft
13 IBBENBÜREN BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG, Mobil Erdgas-Erdöl
15 Julix A-TEC Anlagentechnik GmbH Verlängerung
16 Kallisto A-TEC Anlagentechnik GmbH Verlängerung
17 Lars A-TEC Anlagentechnik GmbH
18 Leif A-TEC Anlagentechnik GmbH
19 Lennert A-TEC Anlagentechnik GmbH
20 Loba A-TEC Anlagentechnik GmbH Verlängerung
22 Mevissen-Gas Minegas GmbH
23 MINDEN BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG, Mobil Erdgas-Erdöl
24 Münsterland-West BEB Erdgas und Erdöl GmbH Verlängerung
25 Phönix RWE Power Aktiengesellschaft
26 Rheurdt-Gas Mingas-Power GmbH
27 Sabuela A-TEC Anlagentechnik GmbH Verlängerung
28 Sinope A-TEC Anlagentechnik GmbH Verlängerung
29 Suderwich-Gas Minegas GmbH
30 Wehofen-Gas Mingas-Power GmbH
31 Wilhelmine Gas Minegas GmbH
32 Ibbenbüren-Gas DSK Anthrazit Ibbenbüren GmbH Ablauf
33 Saxon 2 DART ENERGY (EUROPE) LIMITED Verlängerung
34 Adler Falke Hydrocarbons GmbH
35 Altdendorf-Gas Mingas-Power GmbH
36 Falke Falke Hydrocarbons GmbH
37 Hamm-Süd HammGas GmbH & Co. KG
38 Hellweg HammGas GmbH & Co. KG
39 HERFORD BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG, Mobil Erdgas-Erdöl
40 Io A-TEC Anlagentechnik GmbH Verlängerung
41 Norddeutschland-Gas Mingas-Power GmbH
42 Nordrhein-Westfalen Nord Mobil Erdgas-Erdöl GmbH
43 Saxon 1 West DART ENERGY (EUROPE) LIMITED
44 Voerde-Gas Mingas-Power GmbH
45 Dasbeck HammGas GmbH & Co. KG
46 Herbern-Gas Mingas-Power GmbH
47 Rheinland Wintershall Holding GmbH, Statoil Deutschland Hydrocarbons GmbH Verlängerung,
Beteiligung
48 Rudolf HammGas GmbH & Co. KG
49 Ruhr Wintershall Holding GmbH, Statoil Deutschland Hydrocarbons GmbH Verlängerung,
Beteiligung
50 Donar HammGas GmbH & Co. KG, Mingas-Power GmbH, Minegas
51 Falke-South Falke Hydrocarbons GmbH
52 WeselGas Thyssen Vermögensverwaltung GmbH, PVG für Lagerstätten,
Geologie und Bergschäden mbH
* Aufsuchung zu w issenschaftlichen Zw ecken
Internet:
http://www.bezreg-arnsberg.nrw.de
E-Mail: registratur-do@bra.nrw.de
Drucksache 18/2984 (neu) – 10 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeSeite 10 von 23 Nordrhein-Westfalen
Bezirksregierung Arnsberg, Abteilung Bergbau und Energie in NRW; Goebenstraße 25/27; 44135 Dortmund
Veränderungen
Nummer Gewinnungsgebiet Inhaber gegenüber
1 Arminius Gas Minegas GmbH
2 Baerl / Binsheim Gas Mingas-Power GmbH
3 Brassert-Gas Mingas-Power GmbH
4 Castrop-Gas Minegas GmbH
5 Christemark A-TEC Anlagentechnik GmbH
6 Consol-Gas Minegas GmbH
7 Corvin A-TEC Anlagentechnik GmbH
8 de Wendel-Gas Mingas-Power GmbH
9 Elimens A-TEC Anlagentechnik GmbH
10 Emscher-Lippe Gas Minegas GmbH
11 Emschermulde-Süd-Gas Minegas GmbH
13 Ewald Fortsetzung Gas Minegas GmbH
15 Germania Gas Minegas GmbH
16 Gneisenau Gas Minegas GmbH
17 Grimberg Gas Minegas GmbH
18 Haltern-Gas Mingas-Power GmbH
19 Haniel-Gas Mingas-Power GmbH
20 Hardenberg Gas Minegas GmbH
21 Hansa-Gas Minegas GmbH
22 Her-Fried Stadtwerke Herne AG
23 Her-Mont Stadtwerke Herne AG
24 Her-Teuto Stadtwerke Herne AG
25 Hoerstgen-Gas Mingas-Power GmbH
26 Ickern Gas Minegas GmbH
27 Imudia A-TEC Anlagentechnik GmbH
28 Joarin A-TEC Anlagentechnik GmbH
29 Katlina A-TEC Anlagentechnik GmbH
30 Lealena ThyssenKrupp Real Estate GmbH
31 Leo-Gas Mingas-Power GmbH
32 Lohberg-Gas Mingas-Power GmbH
33 Loh-Gas Minegas GmbH
34 Mansfeld Gas Minegas GmbH
35 Marsula A-TEC Anlagentechnik GmbH
36 Mathanna A-TEC Anlagentechnik GmbH
37 Methost A-TEC Anlagentechnik GmbH
38 Minister Stein Gas Minegas GmbH
39 Neukirchen-Gas Mingas-Power GmbH
40 Nordstern Gas TreuHandStelle für Bergmannswohnstättenim
rheinischwestfälischen Steinkohlenbezirk GmbH
41 Ochtrup I GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
42 Ochtrup II GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
43 Pelkum-Gas Mingas-Power GmbH
44 Pluto Gas Minegas GmbH
45 Prosper Gas Minegas GmbH
46 Radbod-Gas Mingas-Power GmbH
47 Reinphan A-TEC Anlagentechnik GmbH
48 Rheinkamp-Gas Mingas-Power GmbH
49 Rheinpreußen-Gas Mingas-Power GmbH
50 Rialisa A-TEC Anlagentechnik GmbH
51 Romberg-Gas Minegas GmbH
52 Shamrock Gas Minegas GmbH
53 Somborn Gas Minegas GmbH
55 Victor Gas Minegas GmbH
56 Victoria-Gas Minegas GmbH
57 Vincent SILOXA GAS GmbH
58 Walsum-Gas Mingas-Power GmbH
59 Waltrop Gas Minegas GmbH
60 Wan-Thal Stadtwerke Herne AG
61 Welheim Gas Minegas GmbH
62 Werne-Gas Minegas GmbH
63 Westerholt-Gas Mingas-Power GmbH
64 Westfalen-Gas Minegas GmbH
65 Westfalia-Gas ThyssenKrupp Real Estate GmbH
66 Wilberd A-TEC Anlagentechnik GmbH
67 Wildblumen-Gas Minegas GmbH
68 Wulfen-Gas Mingas-Power GmbH
70 Zollern Gas Minegas GmbH
71 Heinrich-Gas Mingas-Power GmbH
72 Overberge-Gas Mingas-Power GmbH
73 Lünen-Süd Gas Minegas GmbH
74 West-Gas Mingas-Power GmbH
2012
E-Mail: registratur-do@bra.nrw.de
Internet:
http://www.bezreg-arnsberg.nrw.de
Erteilung
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 11 – Drucksache 18/2984 (neu)Seite 11 von 23
Rheinland-Pfalz
Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz; Emy-Roeder-Str. 5; 55129 Mainz
Veränderungen Gewinnungs-
Nummer Erlaubnisgebiet Inhaber gegenüber berechtigungen
2012
2 Offenbach/Pfalz GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH Verlängerung
4 Römerberg Palatina GeoCon GmbH & Co. KG x
6 Kandel Montanes Explorationsgesellschaft mbH, GDF SUEZ E&P
Deutschland GmbH
7 Germersheim GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
8 Hochstadt GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
10 Kuhardt Palatina GeoCon GmbH & Co. KG
12 Bergzabern GeoEnergy Feldgesellschaft Bergzabern mbH Verlängerung
13 Steinfeld GeoEnergy Feldgesellschaft Steinfeld mbH
14 Speyerdorf GeoEnergy Feldgesellschaft Speyerdorf mbH
16 Limburgerhof Palatina GeoCon GmbH & Co. KG
18 Gau-Algesheim GTK Geothermie Kraftwerke GmbH Ablauf
19 Mainz GTK Geothermie Kraftwerke GmbH Ablauf
21 Hagenbach HEEAG Erste Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, GDF SUEZ
E&P Deutschland GmbH
Ablauf
22 Herxheimweyher Palatina GeoCon GmbH & Co. KG
23 Maximiliansau Palatina GeoCon GmbH & Co. KG
24 Eddenkoben Palatina GeoCon GmbH & Co. KG
25 Deidesheim GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
26 Ludwigshafen GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
27 Eicher See Rhein Petroleum GmbH Erteilung
28 Guntersblum Rhein Petroleum GmbH Erteilung
29 Rheindürkheim Rhein Petroleum GmbH Erteilung
Rheinland-Pfalz
Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz; Emy-Roeder-Str. 5; 55129 Mainz
Veränderungen
Nummer Gewinnungsgebiet Inhaber gegenüber
15 Landau Ost I-IV Hermann von Rautenkranz Internationale Tiefbohr GmbH & Co.
16 Landau West I, II, IV, V Hermann von Rautenkranz Internationale Tiefbohr GmbH & Co.
17 Rülzheim I BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG
18 Eich A-G Rheinland-Pfalz
19 Eich H-J BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG
20 Mettenheim Rheinland-Pfalz
21 Römerberg-Speyer Palatina GeoCon GmbH & Co. KG
Saarland
Oberbergamt des Saarlandes; Am Bergwerk Reden 10, 66578 Schiffweiler
Veränderungen Gewinnungs-
Nummer Erlaubnisgebiet Inhaber gegenüber berechtigungen
2012
1 Dillingen-Saarbrücken- STEAG New Energies GmbH
Saarland
Oberbergamt des Saarlandes; Am Bergwerk Reden 10, 66578 Schiffweiler
Veränderungen
Nummer Gewinnungsgebiet Inhaber gegenüber
2 Saarbrücken-Süd Landeshauptstadt Saarbrücken
3 Jägersfreude STEAG New Energies GmbH
4 Göttelborn STEAG New Energies GmbH
5 Hangard-Kohlwald STEAG New Energies GmbH
6 Friedrichsthal STEAG New Energies GmbH
7 Warndt STEAG New Energies GmbH
E-Mail: poststelle.oberbergamt@bergverwaltung.saarland.de
Internet:
www.lgb-rlp.de
2012
E-Mail: office@lgb-rlp.de
Verlängerung Eich J
E-Mail: office@lgb-rlp.de
Internet:
http://www.saarland.de/7809.htm
E-Mail: poststelle.oberbergamt@bergverwaltung.saarland.de
Internet:
www.lgb-rlp.de
2012
Internet:
http://www.saarland.de/7809.htm
Drucksache 18/2984 (neu) – 12 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeSeite 12 von 23
Veränderungen Gewinnungs-
Nummer Erlaubnisgebiet Inhaber gegenüber berechtigungen
2012
1 Harz-Börde BNK Petroleum Inc. Aufhebung
2 Kunrau GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH Erteilung
Veränderungen
Nummer Gewinnungsgebiet Inhaber gegenüber
4 Deersheim GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
5 Altmark GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
6 Sanne GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
7 Wenze GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
Schleswig-Holstein
Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie; An der Marktkirche 9; 38678 Clausthal-Zellerfeld
Veränderungen Gewinnungs-
Nummer Erlaubnisgebiet Inhaber gegenüber berechtigungen
2012
233 Heide - Restfläche RWE Dea AG x
05 003 Preetz-Restfläche RWE Dea AG Verlängerung x
11 03 Bramstedt PRD Energy GmbH Erteilung
12 01 Ostrohe PRD Energy GmbH Erteilung
12 02 Schwarzenbek PRD Energy GmbH Erteilung
12 05 Rosenkranz Nord Max Streicher GmbH & Co. KG a. A. Erteilung
12 06 Sterup Central Anglia AS Erteilung
12 07 Gettorf PRD Energy GmbH Erteilung
12 08 Elmshorn PRD Energy GmbH Erteilung
Thüringen
Thüringer Landesbergamt, Puschkinplatz 7, 07545 Gera
Veränderungen Gewinnungs-
Nummer Erlaubnisgebiet Inhaber gegenüber berechtigungen
2012
1345 Seeadler Steinadler Hydrocarbons GmbH Aufhebung
1344 Steinadler Steinadler Hydrocarbons GmbH Aufhebung
1357 Weinbergen Steinadler Hydrocarbons GmbH Aufhebung
Thüringen
Thüringer Landesbergamt, Puschkinplatz 7, 07545 Gera
Veränderungen
Nummer Gewinnungsgebiet Inhaber gegenüber
246 Behringen GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
247 Krahnberg GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
248 Fahner Höhe GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
249 Kirchheiligen-Süd GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
250 Langensalza GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
251 Mühlhausen GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
252 Obermehler GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH
710 Menteroda Menteroda Recycling GmbH
2012
E-Mail: poststelle@lagb.mw.sachsen-anhalt.de
Internet:
http://www.lbeg.niedersachsen.de
E-Mail: poststelle.clz@lbeg.niedersachsen.de
Sachsen-Anhalt
2012
Landesamt für Geologie und Bergwesen, Köthener Str. 34, 06118 Halle
Internet:
http://www.lagb.sachsen-anhalt.de
Sachsen-Anhalt
Landesamt für Geologie und Bergwesen, Köthener Str. 34, 06118 Halle
E-Mail: poststelle@lagb.mw.sachsen-anhalt.de
E-Mail: poststelle@tlba.thueringen.de
Internet:
http://www.lagb.sachsen-anhalt.de
E-Mail: poststelle@tlba.thueringen.de
Sachsen
Sächsisches Oberbergamt, Kirchgasse 11, 09599 Freiberg
Internet:
http://www.bergbehoerde.sachsen.de
E-Mail: poststelle@oba.sachsen.de
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 13 – Drucksache 18/2984 (neu)Seite 13 von 23
Drucksache 18/2984 (neu) – 14 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeSeite 14 von 23
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 15 – Drucksache 18/2984 (neu) 6. Werden die geplanten Regelungen zu den von der Bundesregierung
vorgesehenen wissenschaftlich begleiteten Forschungsbohrungen in Schiefer-
und Kohleflözgas-Lagerstätten so ausgestaltet, dass die Bohrungen später
ggf. kommerziell genutzt werden können?
Nach den Eckpunkten soll Ziel der wissenschaftlich begleiteten
Erprobungsmaßnahmen die Erforschung von Auswirkungen auf die Umwelt und den
Untergrund sein. Die Bundesregierung kann derzeit keine Aussage dazu treffen, ob
später die Voraussetzungen für eine kommerzielle Nutzung vorliegen werden.
Das hängt neben den Ergebnissen der Erprobungsmaßnahmen sowie den
geologischen und technischen Voraussetzungen auch von dem Fortbestand des
Verbots von Frackingmaßnahmen in Schiefer- und Kohleflözgestein ab.
7. Wird Fracking im Sandstein/Tight-Gas-Fracking entgegen der
Ankündigung in den Eckpunkten auch in Natura-2000-Gebieten zugelassen, und
wenn ja, warum?
Die Bundesregierung hat noch nicht abschließend über die Regelungen zur
Umsetzung der Eckpunkte entschieden.
8. Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung über mögliche
Gesundheitsgefahren, wie z. B. statistisch auffällige Zahlen an
Krebserkrankungen in der Nähe von Erdgasfördergebieten, vor, und welche Schlüsse zieht
die Bundesregierung daraus?
Aus einer Studie des Epidemiologischen Krebsregisters Niedersachsen
(
www.krebsregister-niedersachsen.de/dateien/aktuellesnews/pdf/EKN_Bericht
_SG%20Bothel_2014_09_11.pdf) kann entnommen werden, dass die
Häufigkeit bestimmter Krebsneuerkrankungen in der Samtgemeinde Bothel bei
Männern im Vergleich zu anderen Regionen stark erhöht ist. Bisher liegen den
zuständigen Landesgesundheitsbehörden keine Erkenntnisse über mögliche
Ursachen der lokalen Krebshäufung vor. Neben weiteren Untersuchungen im Umfeld
der Erkrankten wird von zuständigen Landesgesundheits- und -bergbehörden in
Niedersachsen untersucht, ob ein Zusammenhang zur Erdgasförderung in der
Region bestehen könnte.
9. Liegen der Bundesregierung Informationen über Störungen und Unfälle in
Verbindung mit dem Einsatz von Fracking vor, und wenn ja, welche?
10. Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse über die kontrollierte oder
unkontrollierte Freisetzung umwelt- und/oder gesundheitsgefährdender
Stoffe im Kontext mit Fracking (oberflächlich und/ oder unter Tage) vor,
und wenn ja, wo erfolgten diese Freisetzungen (bitte trennen nach
absichtlichem Einsatz toxischer Stoffe und unbeabsichtigter Freisetzung durch
Unfälle)?
Die Fragen 9 und 10 werden gemeinsam beantwortet.
Die Bundesregierung führt bislang kein Register über die bei Fracking-
Behandlungen eingesetzten Fracking-Flüssigkeiten. Der Bundesregierung ist jedoch
bekannt, dass der Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung auf seiner
Webseite (
www.erdoel-erdgas.de/Themen/Technik-Standards/Hydraulic-Fracturing/
Info-Plattform-zu-Fracking)Daten zu den Zusatzstoffen bei den seit 2010 in
Deutschland durchgeführten Fracking-Behandlungen veröffentlicht.
Nach Auskunft der zuständigen Landesministerien von Niedersachsen,
Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Bayern und
Drucksache 18/2984 (neu) – 16 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeBaden-Württemberg liegen keine darüber hinausgehenden Kenntnisse über die
Freisetzung umwelt- und/oder gesundheitsgefährdender Stoffe vor. Störungen
und Unfälle im Zusammenhang mit dem Einsatz der Fracking-Technologie sind
nicht bekannt.
11. Wie will die Bundesregierung sicherstellen, dass die rohstofffördernden
Unternehmen ausreichend Mittel zur Verfügung stellen, um die
Beseitigung von Schäden, die durch ihren Bohrlochbergbau und die Nutzung von
Kavernen entstehen können, auszugleichen?
Nach dem Bundesberggesetz darf eine Genehmigung für einen Bergbaubetrieb
nur erteilt werden, wenn sichergestellt ist, dass der Unternehmer zuverlässig ist
und die erforderliche Vorsorge zum Schutz von Sachgütern auch nach
Einstellung des Betriebes getroffen hat. Um die Erfüllung des Anforderungskatalogs
abzusichern, kann die zuständige Behörde eine Sicherheitsleistung verlangen.
12. Wie hoch ist der bisherige finanzielle Aufwand zur Beseitigung von
Bergschäden, verursacht durch die Erdgas- und Erdölförderung in Deutschland
pro Jahr nach Schätzungen der Bundesregierung (bitte für Erdgas und
Erdöl getrennt aufführen)?
Hierfür liegen der Bundesregierung keine Schätzungen vor. Der Haftung für
Bergschäden liegt ein privatrechtliches Rechtsverhältnis zugrunde, so dass keine
Auskunftspflichten gegenüber dem Staat bestehen.
13. Wie hoch könnte nach Inkrafttreten der geplanten Beweislastumkehr der
zukünftige finanzielle Aufwand zur Beseitigung von Bergschäden,
verursacht durch die Erdgas- und Erdölförderung in Deutschland pro Jahr, nach
Schätzungen der Bundesregierung sein (bitte für Erdgas und Erdöl
getrennt aufführen)?
Über den zukünftigen finanziellen Aufwand zur Beseitigung von Bergschäden
liegen der Bundesregierung ebenfalls keine Schätzungen vor (siehe Antwort zu
Frage 12). Die Bundesregierung geht jedoch nicht von einem signifikanten
Anstieg dieses Aufwands aus, da es sich bei der geplanten Beweislastumkehr nicht
um eine Ausweitung des materiellen Anspruchs, sondern um eine
Prozesserleichterung handelt.
14. Sieht die Bundesregierung angesichts vermehrter Erdbeben in
Erdgasförderregionen in Niedersachsen (
www.lbeg.niedersachsen.de
„Niedersächsischer Erdbebendienst“, und auch in den niederländischen
Erdgasförderregionen und den USA in Gas- und Ölfördergebieten wie Oklahoma)
neben der Beweislastumkehr weiteren Änderungsbedarf bei den
bestehenden gesetzlichen Vorschriften zum Schutz von Umwelt und Gesundheit
bei der Förderung fossiler Rohstoffe, und wenn nein, warum nicht?
Die Bundesregierung nimmt den Schutz vor Erdbeben sehr ernst, auch wenn sie
nicht zu beurteilen vermag, ob das Auftreten einzelner Erdbeben einen Anstieg
der seismischen Aktivität bedeutet. Es ist geplant, für Tiefbohrungen in Erbeben
gefährdeten Gebieten besondere Anforderungen an die Durchführung einer
Umweltverträglichkeitsprüfung sowie an die Überwachung und
Vorsorgemaßnahmen zu stellen.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 17 – Drucksache 18/2984 (neu)15. Hat die Bundesregierung sich bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften
und Rohstoffe informiert, wo technisch förderbare Kohleflöz- und
Schiefergaslagerstätten in Deutschland oberhalb und unterhalb von 3 000
Metern vermutet werden, und wo es technisch förderbare Gasvorkommen in
Sandstein gibt?
Wenn nein, warum nicht?
Wenn ja, welche Auskünfte hat sie erhalten?
Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt auf
Veranlassung des BMWi eine Studie zur Abschätzung des Schiefergaspotenzials in
Deutschland durch. Die BGR hat dem BMWi im Jahr 2012 einen
Zwischenbericht vorgelegt. Aus geowissenschaftlicher Sicht wurden hierzu
Gesteinsformationen in einem Tiefenbereich zwischen 1 000 bis 5 000 Metern betrachtet. Eine
Differenzierung potenzieller Vorkommen ober- und unterhalb von 3 000 Metern
ist nicht erfolgt. Die BGR hat das BMWi darüber hinaus bezüglich der
Charakteristika von „Tight Gas“ Lagerstätten in Norddeutschland informiert, die
demnach vorwiegend in großen Tiefen von 3 000 Metern und mehr anzutreffen sind.
16. Ist die 0-Meter-Referenz-Linie, ab der die Tiefe von 3 000 m gemessen
wird, unterhalb denen Fracking auch in Schiefer- und
Kohleflözgaslagerstätten erlaubt werden soll, der Meeresspiegel (Normalnull) oder die
Erdoberfläche bzw. ggf. der Meeresboden, auf dem die Bohrung angesetzt
werden soll?
Die Bundesregierung hält als Referenzpunkt für die Tiefengrenze von 3 000
Metern die Geländeoberkante am Ansatzpunkt der Bohrung für angemessen.
17. Aus welchen Gründen, insbesondere aufgrund welcher wissenschaftlichen
Erkenntnisse, hat sich die Bundesregierung dafür entschieden, Fracking
vor allem abhängig von bestimmten Tiefen zu erlauben, und nicht
abhängig von anderen Charakteristika der Lagerstätten (Gesteinstyp,
Durchlässigkeit, Altbohrungen, Abstand zum Grundwasser etc.)?
Das Eckpunktepapier sieht – in der Erkenntnis, dass sich unterhalb einer Tiefe
von 3 000 Metern kein für die Trinkwassergewinnung nutzbares Grundwasser
mehr befindet – diese allgemeine Grenze für ein gesetzliches Verbot vor. Im
Übrigen trifft das Eckpunktepapier eine Unterscheidung zwischen verschiedenen
Gesteinsformationen.
18. Wie bewertet die Bundesregierung die Ergebnisse des im Juli 2014
veröffentlichten zweiten Teilgutachtens des Umweltbundesamtes zur
Schiefergasförderung, und welche Schlüsse zieht sie daraus für die Regulierung
von Fracking?
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass beide Teilgutachten, die vom
Umweltbundesamt in Auftrag gegeben wurden, zu dem Ergebnis kommen, dass für
eine Freigabe der Schiefergasförderung nach dem derzeitigen Stand noch
wichtige Erkenntnisse fehlen und daher nur Probebohrungen zur Erforschung der
Auswirkungen auf die Umwelt zugelassen werden sollten. Diese Ergebnisse
wird die Bundesregierung berücksichtigen.
19. Wie will die Bundesregierung sicherstellen, dass die geplante
wissenschaftliche Begleitung für Probebohrungen zu einer verlässlichen
Datenbasis für die zukünftige Regulierung des Frackings führen wird, wenn jede
Drucksache 18/2984 (neu) – 18 – Deutscher Bundestag – 18. WahlperiodeLagerstätte unterschiedliche Merkmale aufweist und die Ergebnisse der
Untersuchung einer Lagerstätte somit nicht auf eine andere übertragen
werden können (vgl. zweites Teilgutachten des Umweltbundesamtes)?
Die wissenschaftliche Begleitung von Probebohrungen soll in einem
transparenten inter- und transdisziplinär angelegten Prozess erfolgen, der von einer
unabhängigen Expertenkommission begleitet wird. Die unabhängige
Expertenkommission ist verantwortlich für die Untersuchung von spezifischen
Forschungsfragen im Zusammenhang mit dem Einsatz der Fracking-Technologie oberhalb
von 3 000 Metern Tiefe, um wissenschaftliche Kenntnislücken zu schließen. Sie
soll deshalb einen Forschungsplan zur Klärung der spezifischen
Forschungsfragen entwickeln und umsetzen. Die spezifischen Forschungsfragen sollen unter
Einbeziehung der Stakeholder in einem Agenda-Prozess erarbeitet und
festgelegt werden. Die Einsetzbarkeit des Frackings an einem Lagerstättenstandort
muss jeweils auf Basis der standortspezifischen Gegebenheiten und
Eigenschaften des Untergrundes beurteilt werden. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen
Begleitforschung werden dabei wichtige Erfahrungen und Grundlagen liefern,
auf deren Basis die Beurteilung sicher geführt werden kann.
Die Berücksichtigung der besonderen Merkmale der Lagerstätte wird im
Einzelfall nach den geplanten Änderungen in der Verordnung über die
Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben durch die obligatorische
Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung sicher gestellt.
20. Ist es geplant, den Wasserbehörden bei der Genehmigung von Fracking
immer eine von den Bergbehörden unabhängige Einspruchsmöglichkeit
einzuräumen, und wenn nein, warum nicht?
Entspricht aus Sicht der Bundesregierung die Verpressung von
ungeklärtem Lagerstättenwasser in Versenkbohrungen dem Stand der Technik?
Die Bergbehörden werden die Zulassung von Fracking nur im Einvernehmen
mit den zuständigen Wasserbehörden erteilen können.
Entsprechend dem derzeitigen Stand der Technik soll Lagerstättenwasser nur in
druckabgesenkte kohlenwasserstoffhaltige Gesteinsformationen eingebracht
werden, die einen sicheren Einschluss gewährleisten.
21. Entspricht aus Sicht der Bundesregierung die Verpressung von geklärtem
Lagerstättenwasser in Versenkbohrungen dem Stand der Technik?
Eine Feststoffabscheidung sollte vor den Versenkbohrungen stattfinden. Eine
vorherige Abscheidung aller Fremdstoffe ist bei einem sicheren Einschluss der
Lagerstättenwasser in Gesteinsformationen nicht erforderlich und würde
zusätzliche Belastungen für die Umwelt bedeuten.
22. Sind laut den Plänen der Bundesregierung Schrägbohrungen unterhalb
von Gebieten, für die der Einsatz von Fracking ausgeschlossen wurde,
möglich?
23. Gibt es aus Sicht der Bundesregierung Erdöllagerstätten, für die die
Anwendung von Fracking ausgeschlossen werden sollte?
Wenn ja, welche?
Wenn nein, warum nicht?
Die Fragen 22 und 23 werden gemeinsam beantwortet.
Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode – 19 – Drucksache 18/2984 (neu)Nach den Eckpunkten soll Fracking jeglicher Art auch bei der Gewinnung von
Erdöl in Wasserschutzgebieten, Heilquellenschutzgebieten, Einzugsbereichen
von Talsperren und Seen, die unmittelbar der Trinkwassergewinnung dienen,
untersagt werden. Ziel der Regelung ist der Schutz des Grundwassers aber auch
der Oberflächengewässer. Dieser Schutzzweck schließt es auch aus, dass von
außen in diese Gebiete hineingebohrt werden darf.
24. Welche Vorschriften, die für den Einsatz von Fracking zur
Erdgasförderung gelten sollen, werden für den Einsatz bei der Erdölförderung nicht
gelten (vgl. Frage 18, Antwort auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 18/2478), und warum?
Nach den Eckpunkten soll das Verbot des Fracking in Schiefergestein und
Kohleflözgestein nur für die Erdgasförderung gelten. Die übrigen verschärften
Anforderungen sollen auch für die Erdölförderung gelten.
25. Welche Schlussfolgerungen und Konsequenzen zieht die
Bundesregierung aus der angestrebten Erdölförderung aus dem Oberkarbon in
Mecklenburg-Vorpommern, bei der Fracking genutzt wird, für die geplante
Regelung?
26. Gibt es aus Sicht der Bundesregierung Gefahren aufgrund der
Wiedererschließung von Erdölfeldern mittels Fracking?
Wenn ja, welche?
Auf welche Annahmen stützt die Bundesregierung sich bei ihrer
Einschätzung?
Die Fragen 25 und 26 werden gemeinsam beantwortet.
Der Bundesregierung ist eine geplante Erdölgewinnung aus oberkarbonischen
Schichten in Mecklenburg-Vorpommern nicht bekannt. Allerdings gibt es dort
Erdöl in anderen Gesteinsschichten (Karbonatgesteine des Zechstein). Aus
mehreren dieser Vorkommen wurde bis gegen Ende der 1980er-Jahre Erdöl
gefördert. Bei zwei Feldern findet eine mengenmäßig vergleichsweise geringe
Erdölgewinnung heute noch statt. In jüngster Zeit hat das kanadische Unternehmen
Central European Petroleum (CEP) die Erkundung potenzieller Lagerstätten
wieder aufgenommen.
Nach den Eckpunkten soll die Erdölgewinnung mittels Fracking bei der
Gewinnung von Erdöl in Wasserschutzgebieten, Heilquellenschutzgebieten,
Einzugsbereichen von Talsperren und Seen, die unmittelbar der Trinkwassergewinnung
dienen, untersagt werden. Die Genehmigung und Überwachung der
entsprechenden Maßnahmen obliegt den zuständigen Landesbehörden. Bei Beachtung
der gesetzlichen Regelungen und der geltenden technischen und
Umweltstandards sieht die Bundesregierung keine zusätzlichen Risiken bei der möglichen
Erschließung entsprechender Lagerstätten.
Nach Auskunft des zuständigen Ministeriums für Energie, Infrastruktur und
Stadtentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern erfolgte im Juni 2014 die
hydraulische Stimulation einer Erdöl-Erkundungsbohrung in der konventionellen
Lagerstätte „Saal-Barth“. Im Antragsverfahren ist die Dichtigkeit des
Deckgebirges vom Bergamt Stralsund und den beteiligten Fachbehörden entsprechend
bewertet worden. In diesem Zusammenhang wurde die Möglichkeit von
Wegsamkeiten über in der Umgebung vorhandene Altbohrungen untersucht und
ausgeschlossen. Zudem fanden seismische Überwachungen vor, während und nach
den Aktivitäten statt. Vor und nach der Stimulation waren Nachweise über die
Bohrlochintegrität durch entsprechende Druckprüfungen zu führen. Alle bis-
Drucksache 18/2984 (neu) – 20 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiodeherigen Prüfergebnisse belegen, dass die Stimulation ohne Komplikationen für
Mensch und Umwelt durchgeführt worden ist.
27. Wird das sogenannte Moratorium für Fracking in Schiefer- und
Kohleflözgaslagerstätten 2021 automatisch auslaufen oder geschieht dies nur,
wenn ein entsprechender Beschluss im Deutschen Bundestag bzw.
Bundesrat gefasst wird?
Nach den Eckpunkten überprüft der Gesetzgeber die Angemessenheit der
gesetzlichen Verbotsregelungen im Jahr 2021 auf der Grundlage eines Berichts der
Bundesregierung zum bis dahin erlangten Stand von Wissenschaft und Technik
zur Fracking-Technologie. Wie dies umzusetzen ist, wird derzeit innerhalb der
Bundesregierung beraten.
28. Werden die geplanten Regelungen den Bundesländern die Möglichkeit
eröffnen, selbst noch strengere Auflagen für den Einsatz von Fracking zu
formulieren?
Die Eckpunkte sehen als zusätzliche Möglichkeit für die Länder vor, das Verbot
des Fracking jeglicher Art in Wasserschutzgebieten, Heilquellenschutzgebieten,
Einzugsbereichen von Talsperren und Seen, die unmittelbar der
Trinkwassergewinnung dienen, auch auf Trinkwassergewinnungsgebiete ausweiten zu können.
Weitere Verbotsmöglichkeiten für die Länder enthalten die Eckpunkte nicht; sie
weisen aber auf die bestehenden Regelungsmöglichkeiten im Rahmen der
Landesentwicklungsplanung hin.
29. Welche Auswirkungen haben kommerzielles Fracking und
Probebohrungen auf eine Suche nach einem tiefengeologischen Endlager für
insbesondere hoch radioaktive Abfälle in Deutschland?
Gesteinsschichten mit für das kommerzielle Fracking nutzbarem
Kohlenwasserstoffanteil sind nach bisherigen Erkenntnissen als Endlagerwirtsgestein nicht
geeignet. Zudem liegt der Tiefenbereich für eine Gasgewinnung durch Fracking
im Allgemeinen unterhalb der für die Anlage eines Endlagers als sinnvoll
erachteten Tiefe. Bei Bohrungen zur Gasgewinnung mittels Fracking durch
potenzielles Endlagerwirtsgestein ist die Nutzungskonkurrenz abzuwägen.
30. Wie will die Bundesregierung sicherstellen, dass bei möglichen
Nutzungskonkurrenzen Flächen vorrangig für den Ausbau der erneuerbaren
Energien, und nicht für neue Erdgasbohrungen zur Verfügung gestellt werden?
Die Bundesregierung geht nicht davon aus, dass es zu bedeutenden
Nutzungskonkurrenzen zwischen erneuerbaren Energien und neuen Erdgasbohrungen
kommen wird, die eine Sicherstellung von Flächen seitens des Bundes erfordern.
31. Wer trägt die Kosten für Infrastrukturmaßnahmen, die zur Erschließung
neuer Erdgasfelder mittels Fracking notwendig werden könnten (z. B.
Neubau von Straßen)?
Kosten für Infrastrukturmaßnahmen (Zuwegung), die nicht dem öffentlichen
Verkehr sondern der Erschließung eines Erdgasfeldes dienen, sind vom
verantwortlichen Bergbauunternehmen zu tragen.Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]