Gebiete mit hoher Schadstoffbelastung in Deutschland
der Abgeordneten Peter Meiwald, Bärbel Höhn, Annalena Baerbock, Matthias Gastel, Sylvia Kotting-Uhl, Oliver Krischer, Christian Kühn (Tübingen), Steffi Lemke, Dr. Julia Verlinden und der Fraktion BÜNDNIDS 90/DIE GRÜNEN
Vorbemerkung
Umweltschadstoffe gefährden Mensch und Natur. Umweltgesetze geben Grenzwerte für die Belastung mit schädlichen Stoffen vor oder empfehlen unbedenkliche Höchstmengen. Diese Werte werden allerdings zeitweilig überschritten, sei es aufgrund bestimmter Wetterlagen oder anderer äußerer Einflüsse.
Dennoch werden immer wieder auch Belastungen innerhalb bestehender Grenzwerte als problematisch erkannt, beispielsweise durch neue Forschungsergebnisse zu den Gesundheitsgefahren bestimmter Stoffe.
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen9
Wo lagen nach Kenntnis der Bundesregierung die Orte mit den höchsten gemessenen Werten anhand der letzten verfügbaren Daten bezogen auf folgende Luftschadstoffe (mit Angabe der pro Schadstoff 15 Orte mit den höchsten gemessenen Werten inklusive der dort gemessenen Werte)
a) Feinstaub PM10,
b) Feinstaub PM2,5,
c) Ozon,
d) Stickstoffdioxid (NO2),
e) Schwefeldioxid,
f) Ammoniak,
g) Quecksilber?
Wie hoch war nach Kenntnis der Bundesregierung die prozentuale Überschreitung der jeweiligen gesetzlichen Grenzwerte der in der Frage 1 genannten Luftschadstoffe in den am höchsten belasteten Gebieten?
Wo lagen nach Kenntnis der Bundesregierung die Orte mit den höchsten gemessenen Werten anhand der letzten verfügbaren Daten bezogen auf folgende Bodenschadstoffe (mit Angabe der pro Schadstoff 15 Orte mit den höchsten gemessenen Werten inklusive der dort gemessenen Werte)
a) Per- und polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK),
b) Polychlorierte Biphenyle (PCB),
c) Dioxine/Furane (PCDD/F),
d) Blei,
e) Quecksilber,
f) Benzol?
Welche der Belastungen der in der Frage 3 genannten Orte mit den jeweils höchsten gemessenen Werten sind nach Einschätzung von Experten – soweit sie der Bundesregierung bekannt sind – auf menschlich verursachte Einträge zurückzuführen?
Welche der in der Frage 3 genannten Orte mit hohen Messergebnissen für Bodenschadstoffe werden von der Bundesregierung als besonders kritisch eingestuft, da beispielsweise der Untergrund oder PH-Wert eine verstärkte Mobilität und Verfügbarkeit des Schadstoffs nahelegt?
Wo lagen nach Kenntnis der Bundesregierung die Orte mit den höchsten gemessenen Werten anhand der letzten verfügbaren Daten bezogen auf folgende Wasserschadstoffe in Oberflächengewässern (mit Angabe der pro Schadstoff jeweils fünfzehn Orte mit den höchsten gemessenen Werten inklusive der dort gemessenen Werte)
a) Nitrat,
b) Phosphat,
c) Polychlorierte Biphenyle (PCB),
d) Kontrastmittel aus medizinischer Anwendung (RKM Gadolinium, Amidotrizoesäure und Iopamidol)?
Wo lagen nach Kenntnis der Bundesregierung die Orte mit den höchsten gemessenen Werten anhand der letzten verfügbaren Daten bezogen auf folgende Wasserschadstoffe im Grundwasser (mit Angabe der pro Schadstoff jeweils 15 Orte mit den höchsten gemessenen Werten inklusive der dort gemessenen Werte)
a) Nitrat,
b) Phosphat,
c) Antibiotika,
d) Pflanzenschutzmittel und Biozidprodukte (Bentazon) einschließlich relevanter Stoffwechsel-, Abbau- und Reaktionsprodukte?
Welche der Belastungen an den in den Fragen 6 und 7 genannten Orten mit den jeweils höchsten gemessenen Werten sind nach Einschätzung von Experten – soweit sie der Bundesregierung bekannt sind – auf menschlich verursachte Einträge zurückzuführen?
Welche der in den Fragen 6 und 7 genannten Orte mit hohen Messergebnissen für Wasserschadstoffe werden von der Bundesregierung als besonders kritisch eingestuft?