[Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Gesundheit vom
3. September 2015 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Deutscher Bundestag Drucksache 18/5930
18. Wahlperiode 07.09.2015
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Pia Zimmermann,
Sabine Zimmermann (Zwickau), Sigrid Hupach, weiterer Abgeordneter und
der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 18/5803 –
Pflegearmut in Deutschland
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
In regelmäßigen Abständen berichten die Medien darüber, wie ein Pflegefall in
der Familie zur Armutsfalle werden kann. Berichtet wird über Angehörige, die
im Alter arm sein werden, weil sie die Pflege ihrer Verwandten übernehmen
(
www.deutschlandradiokultur.de/armutsfalle-pflege-frau-lonn-wird-arm.1076.
de.html?dram:article_id=292261). Am 28. Juli 2015 zeigte das ZDF im Rahmen
der Sendung „37 Grad“ eine Dokumentation über eine Familie, die mit Schulden
und Armut zu kämpfen hat, weil sie ihre Großmutter im häuslichen Umfeld
pflegt (
www.zdf.de/37-grad/die-pflege-macht-uns-arm-wenn-angehoerige-zu-
hause-betreut-werden-39363406.html).
Ein systematischer Überblick über die finanzielle Situation und die
Lebensbedingungen von Menschen mit Pflegebedarf und ihren Angehörigen fehlt jedoch
aufgrund der unübersichtlichen und lückenhaften Datenbasis. Ein solcher
Überblick ist aber notwendig, da es sich bei diesen Berichten nicht um
Einzelschicksale handelt. Armut durch Pflege ist das Ergebnis einer verfehlten Pflegepolitik
dieser Bundesregierung sowie der Vorhergehenden. Die Organisation der
pflegerischen Versorgung in Deutschland ist sozial ungerecht und führt strukturell
zu einer weiteren Verschärfung der sozialen Spaltung.
Aufgrund des Teilleistungsprinzips der Pflegeversicherung ist der Zugang zu
guter pflegerischer Versorgung maßgeblich abhängig vom Einkommen und
Vermögen der Menschen mit Pflegebedarf und ihrer Angehörigen. Wer das
entsprechende Einkommen oder Vermögen nicht hat, ist auf „Hilfe zur Pflege“
angewiesen. Fehlt das Geld für professionelle Pflege, springen oftmals
Angehörige ein und übernehmen die schwere und belastende Pflegearbeit.
Pflege stellt damit auch für sie ein Armutsrisiko dar: Viele Pflegepersonen
reduzieren ihre Erwerbsarbeitszeit oder geben ihre Erwerbstätigkeit für die Pflege
von Angehörigen ganz auf. Das verschlechtert nicht nur ihre aktuelle finanzielle
Situation, sondern solche Unterbrechungen führen auch zu geringeren
Rentenansprüchen und Altersarmut von vor allem Frauen.
Die Bundesregierung kündigt für diesen Herbst erneut einen
Paradigmenwechsel in der Pflege an. Eine grundsätzliche Kursänderung ist aber nicht zu
erwarten, am strukturellen Gerechtigkeitsdefizit der Pflegeversicherung will die
große Koalition nichts ändern, um Kosten zu sparen. Die Pflegeversicherung
soll eine Teilleistungsversicherung bleiben. Damit stellt sie weiterhin nur einen
Zuschuss zu den tatsächlich anfallenden Kosten bei Pflegebedürftigkeit dar.
V o r b e me r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Mit der Pflegeversicherung ist im Jahr 1995 erstmals eine solidarisch finanzierte
Absicherung des Pflegerisikos für die gesamte Bevölkerung eingeführt worden.
Sie hat seither maßgeblich zu einer Verbesserung der Versorgung
pflegebedürftiger Menschen und zur Unterstützung pflegender Angehöriger beigetragen. Die
Pflegeversicherung bietet vielfältige Leistungen zur Sicherstellung der
pflegerischen Versorgung der Betroffenen und zur Unterstützung und Entlastung der
pflegenden Angehörigen. Leistungen der Tages- und Nachtpflege, der
Kurzzeitpflege, der häuslichen Verhinderungspflege sowie niedrigschwellige Betreuungs-
und Entlastungsangebote stabilisieren – ggf. zusammen mit der ambulanten
Sachleistung – häusliche Pflegearrangements und fördern auch die Vereinbarkeit von
Pflege, Familie und Erwerbstätigkeit. Im Falle einer Reduzierung oder
Unterbrechung der Erwerbstätigkeit wegen der Pflege eines Angehörigen hilft die
Inanspruchnahme von Pflegezeit oder Familienpflegezeit bei der Fortsetzung der
Erwerbstätigkeit nach der Pflege. Zusätzlich werden für die Zeit der Pflege
Rentenversicherungsbeiträge gezahlt.
In dieser Legislaturperiode stärkt die Bundesregierung die Pflege umfassend und
nachhaltig. Bereits mit dem Ersten Pflegestärkungsgesetz wurden zum 1. Januar
2015 sämtliche Leistungsbeträge angehoben und die Möglichkeiten der
Inanspruchnahme von Kurzzeit- und Verhinderungspflege sowie von Tages- und
Nachtpflege ausgeweitet und flexibilisiert; zudem wurden zahlreiche weitere
Maßnahmen zur Stärkung der Pflege in der eigenen Häuslichkeit und zur
Entlastung pflegender Angehöriger umgesetzt. In der stationären Pflege wurde die
Betreuungsrelation bei den zusätzlichen Betreuungskräften deutlich verbessert; die
Möglichkeit der Inanspruchnahme ist zudem nicht mehr auf Personen mit
eingeschränkter Alltagskompetenz beschränkt.
Mit dem vom Bundeskabinett am 12. August 2015 beschlossenen Gesetzentwurf
eines Zweiten Pflegestärkungsgesetzes folgt nun die Einführung des neuen
Pflegebedürftigkeitsbegriffs. Mit diesem Gesetzentwurf werden viele
Pflegebedürftige nochmals deutlich höhere Leistungen erhalten als bisher. Mit den
Pflegestärkungsgesetzen I und II erhöht sich das Leistungsvolumen der Pflegeversicherung
zusammen um rd. 5 Mrd. Euro, was einem Anstieg um 20 Prozent entspricht.
Gleichwohl bleibt die Pflegeversicherung ein Teilleistungssystem, welches die
mit der Pflege verbundenen Kosten nicht vollständig abdeckt. Der Übergang zu
einem den jeweiligen Pflegebedarf vollständig deckenden System wäre weder
dauerhaft finanzierbar noch sozial gerecht. Der Zugang zu allen Leistungen der
Pflegeversicherung und die Sicherstellung einer angemessenen Versorgung im
Bereich der Pflege ist in Deutschland unabhängig von den individuellen
Einkommens- und Vermögensverhältnissen immer gewährleistet.
1. Wie hoch war mit Stichtag 31. Dezember 2013 die Armutsgefährdungsquote
gemessen am Bundesmedian unter den anerkannt Pflegebedürftigen
a) zu Beginn der Pflegebedürftigkeit, und
b) am Ende der Pflegezeit (bitte nach Pflegestufen aufschlüsseln)?
Dazu liegen der Bundesregierung keine Informationen vor.
2. Wie hoch ist die Eigenbeteiligungsquote der privaten Haushalte/
Leistungsbezieher an den Pflegegesamtkosten aufgeschlüsselt nach Pflegestufen in
den Jahren 2008 und 2013
Da das Statistische Bundesamt die Pflegestatistik nach § 109 Elftes Buch
Sozialgesetzbuch (SGB XI) nur alle zwei Jahre erhebt, kann die Beantwortung nur für
die Jahre 2009 und 2013 erfolgen.
a) in stationären Pflegeeinrichtungen,
Stationär:
Jahr 2009:
Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
Pflegesatz 1.362 € 1.792 € 2.249 €
./. Leistungen der PV 1.023 € 1.279 € 1.470 €
Monatlicher Eigenanteil
Eigenbeteiligungsquote an
den Pflegesätzen
339 €
24,89 %
513 €
28,63 %
779 €
34,64 %
Jahr 2013:
Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
Pflegesatz 1.414 € 1.875 € 2.365 €
./. Leistungen der PV 1.023 € 1.279 € 1.550 €
Monatlicher Eigenanteil
Eigenbeteiligungsquote an den
Pflegesätzen
391 €
27,65 %
596 €
31,79 %
815 €
34,46 %
In der Pflegestufe III hat es wegen der stufenweisen Anhebung der
Leistungsbeträge in den Jahren 2010 und 2012 keinen Anstieg der Eigenbeteiligungsquote
gegeben. Mit der allgemeinen Leistungsdynamisierung zum 1. Januar 2015
könnte sich eine ähnliche Entwicklung auch in den anderen Pflegestufen ergeben
haben. Das Pflegestärkungsgesetz II sieht eine einheitliche Eigenbeteiligung in
den neuen Pflegegraden 2 bis 5 innerhalb jedes Pflegeheims vor. Wenn der
Deutsche Bundestag diesen Vorschlägen folgt, wird sich die Situation der
Eigenbeteiligungsquote insgesamt verändern.
b) in der ambulanten Pflege?
Ambulant:
Eine Eigenbeteiligungsquote ist wegen der vielfältigen
Inanspruchnahmemöglichkeiten der einzelnen Leistungsarten statistisch nicht ermittelbar.
3. Welche Erkenntnisse liegen der Bundesregierung über die Höhe der
durchschnittlichen monatlichen Eigenanteile an Pflegekosten pro
Pflegebedürftigem in den Jahren von 2005 bis 2014 (bitte für die einzelnen Jahre nach
Pflegestufen, unterschieden in häusliche und stationäre Pflege,
aufschlüsseln) vor?
Die durchschnittlichen monatlichen Eigenanteile am Pflegesatz haben sich im
stationären Bereich wie folgt entwickelt:
Jahr Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
2005 254 423 696
2007 284 454 726
2009 339 513 779
2011 346 532 768
2013 391 596 815
Quelle: Statistisches Bundesamt
Im ambulanten Bereich sind die Anteile nicht berechenbar (siehe Antwort zu
Frage 2).
Zur weiteren Entwicklung siehe ebenfalls Antwort zu Frage 2.
4. Wie hoch sind die durchschnittlichen Teilbeträge an den Eigenanteilen von
Pflegeheimbewohnern in den Jahren von 2005 bis 2014 (bitte für die
einzelnen Jahre nach Pflege¬stufen aufschlüsseln)?
Da das Statistische Bundesamt die Pflegestatistik nach § 109 SGB XI nur alle
zwei Jahre erhebt, kann die Beantwortung nur für die Jahre 2005, 2007, 2009,
2011 und 2013 erfolgen.
a) für Pflegeleistungen,
b) für Unterkunft und Verpflegung,
Jahr 2005:
Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
Pflegesatz 1.277 € 1.702 € 2.128 €
./. Leistungen der PV 1.023 € 1.279 € 1.432 €
Monatlicher Eigenanteil für
Pflegeleistungen
254 €
423 €
696 €
Monatliche Kosten für
Unterkunft und Verpflegung
578 € 578 € 578 €
Jahr 2007:
Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
Pflegesatz 1.307 € 1.733 € 2.158 €
./. Leistungen der PV 1.023 € 1.279 € 1.432 €
Monatlicher Eigenanteil für
Pflegeleistungen
284 €
454 €
726 €
Monatliche Kosten für
Unterkunft und Verpflegung
608 € 608 € 608 €
Jahr 2009:
Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
Pflegesatz 1.362 € 1.792 € 2.249 €
./. Leistungen der PV 1.023 € 1.279 € 1.470 €
Monatlicher Eigenanteil für
Pflegeleistungen
339 €
513 €
779 €
Monatliche Kosten für
Unterkunft und Verpflegung
611 € 611 € 611 €
Jahr 2011:
Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
Pflegesatz 1.369 € 1.811 € 2.278 €
./. Leistungen der PV 1.023 € 1.279 € 1.510 €
Monatlicher Eigenanteil für
Pflegeleistungen
346 €
532 €
768 €
Monatliche Kosten für
Unterkunft und Verpflegung
629 € 629 € 629 €
Jahr 2013:
Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
Pflegesatz 1.414 € 1.875 € 2.365 €
./. Leistungen der PV 1.023 € 1.279 € 1.550 €
Monatlicher Eigenanteil für
Pflegeleistungen
391 €
596 €
815 €
Monatliche Kosten für
Unterkunft und Verpflegung
651 € 651 € 651 €
Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung sind grundsätzlich von den
Pflegeheimbewohnern selbst zu zahlen.
Im Jahr 2015 sind die Leistungsbeträge deutlich auf 1 064 Euro in Pflegestufe I,
1 330 in Pflegestufe II und 1 612 Euro in Pflegestufe III angehoben worden.
Statistische Angaben zur Entwicklung der Pflegesätze in 2015 liegen jedoch noch
nicht vor.
c) für Investitionskosten
Zu den o. a. Kosten kommen Investitionskosten hinzu, die, soweit sie von den
gemäß § 9 SGB XI für die Vorhaltung der pflegerischen Versorgungsstruktur
verantwortlichen Ländern nicht getragen werden, grundsätzlich von den
Pflegeheimbewohnern selbst übernommen werden müssen. Diese betragen nach Angaben
des VdEK im Durchschnitt rd. 400 Euro monatlich.
5. Wie hoch sind die durchschnittlichen Gesamtpflegekosten sowie der Anteil
der durchschnittlichen Eigenanteile an den Gesamtpflegekosten in den
einzelnen Bundesländern (bitte nach Pflegestufen aufschlüsseln)?
Im ambulanten Bereich ist davon auszugehen, dass der weit überwiegende Teil
der pflegebedürftigen Aufwendungen von der Pflegeversicherung getragen wird.
Im stationären Bereich ergeben sich für die Bundesländer für das Jahr 2013
folgende durchschnittlichen Pflegesätze und Eigenanteile:
Pflegesätze/Eigenanteile in Euro
Land Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
Baden-Württemberg 1.591 568 2.047 768 2.615 1.065
Bayern 1.640 617 2.040 761 2.337 787
Berlin 1.584 561 2.147 868 2.556 1.006
Brandenburg 1.278 255 1.611 332 2.142 592
Bremen 1.129 106 1.797 518 2.242 692
Hamburg 1.326 303 1.925 646 2.532 982
Hessen 1.382 359 1.909 886 2.432 882
Meckl.-Vorpommern 1.226 203 1.607 328 2.066 516
Niedersachsen 1.336 313 1.737 458 2.146 596
Nordrh.-Westfalen 1.419 396 2.009 730 2.620 1.070
Rheinland-Pfalz 1.407 384 1.823 544 2.517 967
Saarland 1.550 527 2.113 834 2.688 1.138
Sachsen 1.135 112 1.490 211 2.007 457
Sachsen-Anhalt 1.185 162 1.558 279 1.869 319
Schleswig-Holstein 1.371 348 1.725 446 2.095 545
Quelle: Statistisches Bundesamt
6. Wie hoch ist der relative Anteil der Leistungen der sozialen
Pflegeversicherung an den durchschnittlichen Pflegegesamtkosten, unterschieden nach den
jeweiligen Pflegestufen, in den Jahren 1995, 2000, 2007, 2011 und 2013?
Da das Statistische Bundesamt die Pflegestatistik nach § 109 SGB XI nur alle
zwei Jahre erhebt (erstmals im Jahr 1999), kann die Beantwortung nur für die
Jahre 1999, 2001, 2007, 2011 und 2013 erfolgen.
a) in stationären Pflegeeinrichtungen,
Stationär:
Jahr 1999:
Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
Pflegesatz 2.280 DM (1.166 €) 2.979 DM (1.523 €) 3.891 DM (1.989 €)
./. Leistungen der PV 2.000 DM (1.023 €) 2.500 DM (1.278 €) 2.800 DM (1.432 €)
Relativer Anteil der PV
an den Pflegesätzen
87,72 %
83,92 %
71,96 %
Jahr 2001:
Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
Pflegesatz 1.186 € 1.581 € 2.006 €
./. Leistungen der PV 1.023 € 1.279 € 1.432 €
Relativer Anteil der PV
an den Pflegesätzen
86,26 %
80,90 %
71,39 %
Jahr 2007:
Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
Pflegesatz 1.307 € 1.733 € 2.158 €
./. Leistungen der PV 1.023 € 1.279 € 1.432 €
Relativer Anteil der PV
an den Pflegesätzen
78,27 %
73,80 %
66,36 %
Jahr 2011:
Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
Pflegesatz 1.369 € 1.811 € 2.278 €
./. Leistungen der PV 1.023 € 1.279 € 1.510 €
Relativer Anteil der PV
an den Pflegesätzen
74,73 %
70,62 %
66,29 %
Jahr 2013:
Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
Pflegesatz 1.414 € 1.875 € 2.365 €
./. Leistungen der PV 1.023 € 1.279 € 1.550 €
Relativer Anteil der PV
an den Pflegesätzen
72,35 %
68,21 %
65,54 %
b) in der ambulanten Pflege
Ambulant:
Eine Ermittlung des relativen Anteils der Leistungen der Sozialen
Pflegeversicherung an den durchschnittlichen Pflegegesamtkosten ist wegen der vielfältigen
Inanspruchnahmemöglichkeiten der einzelnen Leistungsarten statistisch nicht
möglich.
7. Wie hoch sind die durchschnittlichen Altersrenten von Pflegebedürftigen
nach dem Elften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XI; bitte nach Pflegestufen
und Geschlechtern sowie häusliche und stationäre Pflege getrennt
ausweisen)?
Das Merkmal „Pflegebedürftigkeit“ wird in den Statistiken der Deutschen
Rentenversicherung nicht erhoben.
8. Wie hoch ist die Anzahl und der Anteil der stationär versorgten
Pflegebedürftigen in den Jahren 2003 bis 2014, die auf „Hilfe zur Pflege“ nach dem
SGB XII angewiesen sind (bitte nach Pflegestufen und Geschlechtern
getrennt ausweisen)?
Im Gesamtzeitraum 2003 bis 2013 ist der Anteil der stationär versorgten
Pflegebedürftigen, die auf „Hilfe zur Pflege“ angewiesen sind, nur geringfügig (um gut
2 Prozentpunkte) gestiegen. Zuletzt war der Anteil sogar leicht rückläufig.
Einzelheiten ergeben sich aus der Anlage zu Frage 8.
9. Wie hoch ist die Anzahl und der Anteil der ambulant (häuslich) versorgten
Pflegebedürftigen in den Jahren 2003 bis 2014, die auf „Hilfe zur Pflege“
nach dem SGB XII angewiesen sind (bitte nach Pflegestufen und
Geschlechtern getrennt ausweisen)?
Bei den ambulant versorgten Pflegebedürftigen liegt der Anteil der Empfänger
von „Hilfe zur Pflege“ seit langem bei einer Größenordnung von rd. 5 Prozent.
Einzelheiten ergeben sich aus der Anlage zu Frage 9.
10. In welcher Höhe hat sich der Anteil der Leistungen aus der „Hilfe zur Pflege“
nach dem SGB XII an den monatlichen Gesamtpflegekosten pro
Pflegebedürftigen seit dem Jahr 1994 und seit dem Jahr 2003 verändert (bitte nach
Pflegestufen und Geschlechtern getrennt ausweisen)?
Über die Höhe der selbst getragenen Ausgaben im ambulanten Bereich liegen
keine statistischen Angaben vor. Statistische Angaben liegen nur zu den
Ausgaben der „Hilfe zur Pflege“ und den Leistungsausgaben der sozialen
Pflegeversicherung vor. Diese sind in der Anlage zu Frage 10 zueinander ins Verhältnis
gesetzt. Dabei wird deutlich, dass die Ausgaben der „Hilfe zur Pflege“ im
vollstationären Bereich bezogen auf die Ausgaben der Pflegeversicherung in den letzten
zehn Jahren relativ leicht zurückgegangen sind.
11. Wie hat sich die Anzahl und der Anteil von Leistungsbeziehern an „Hilfe zur
Pflege“ nach dem Kapitel 7 SGB XII seit Einführung des Rechtsanspruches
auf ein trägerübergreifendes persönliches Budget am 1. Januar 2008 bis zum
Jahr 2014 entwickelt (bitte nach Geschlechtern aufschlüsseln)?
Empfänger und Empfängerinnen von Leistungen zur Hilfe zur Pflege sowie von
Hilfe zur Pflege in Form eines Persönlichen Budgets
Empfänger
von Hilfe zur
Pflege
Jahresende
Empfänger von
Hilfe zur Pflege
in Form eines
Persönlichen
Budgets
(am Jahresende
andauernde
Budgets)
Anteil der
Empfänger
von Hilfe zur
Pflege in Form
eines
Persönlichen Budgets
an den
Empfängern
gesamt der Hilfe
zur Pflege in
%
Empfängerinnen von
Hilfe zur
Pflege
Jahresende
Empfängerinnen
von Hilfe zur
Pflege in Form
eines
Persönlichen
Budgets (am
Jahresende
andauernde
Budgets)
Anteil der
Empfängerinnen von Hilfe
zur Pflege in Form
eines Persönlichen
Budgets an den
Empfängerinnen
gesamt der Hilfe
zur Pflege in %
2008 91 417 62 0,07 193 482 67 0,03
2009 98 250 83 0,08 201 071 89 0,04
2010 105 746 125 0,12 211 924 133 0,06
2011 111 513 151 0,14 218 887 153 0,07
2012 116 597 166 0,14 222 795 180 0,08
2013 119 140 179 0,15 222 643 210 0,09
Quelle: Statistisches Bundesamt
Hinweis:
Die Anzahl der Empfänger von Hilfe zur Pflege ist im Laufe der Jahre zwar
angestiegen, ihr Anteil an den Pflegebedürftigen ist jedoch seit Jahren nahezu
unverändert (rd. 5 Prozent im ambulanten Bereich und gut 30 Prozent im stationären
Bereich).
12. Wie viele anerkannt Pflegebedürftige beziehen Wohngeld oder sonstige
Mietzuschüsse (wenn möglich bitte nach Pflegestufen differenzieren)?
Zu der Frage, wie viele anerkannt Pflegebedürftige „sonstige Mietzuschüsse“ im
Sinne von Leistungen für Unterkunft und Heizung im Rahmen des Zweiten
Buches Sozialgesetzbuch (SGB II – Grundsicherung für Arbeitsuchende) bzw. des
Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII – Sozialhilfe) beziehen, liegen der
Bundesregierung keine Informationen vor.
13. Wie hoch schätzt die Bundesregierung die Zahl sogenannter sonstiger
Hilfebedürftiger, also von Menschen mit gesetzlichem Anspruch auf
Pflegeleistungen, der jedoch nicht geltend gemacht wird?
Zur Zahl sonstiger Hilfebedürftiger liegen der Bundesregierung keine
Schätzungen vor. Die Bundesregierung geht davon aus, dass Menschen mit Anspruch auf
Leistungen der Pflegeversicherung diesen auch realisieren, in jedem Fall
zumindest in Form von Pflegegeld.
14. Wie hoch war mit Stichtag 31. Dezember 2013 die Armutsgefährdungsquote
gemessen am Bundesmedian unter pflegenden Angehörigen, unterschieden
nach Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigung sowie nach Erwerbslosigkeit und
nach Geschlechtern?
Dazu liegen der Bundesregierung keine Informationen vor.
Auf die Antwort zu Frage 1 wird verwiesen.
15. Wie hoch ist die Anzahl der Arbeitsunfähigkeitstage unter abhängig
beschäftigten pflegenden Angehörigen absolut und im Vergleich zu nicht
pflegenden Beschäftigten in vergleichbaren Berufen (bitte nach Geschlechtern, Art
der Beschäftigung und wenn möglich nach Pflegestufen aufschlüsseln)?
In der GKV-Statistik KG2 werden die Arbeitsunfähigkeitsfälle und -tage nur nach
Geschlecht differenziert gezählt, nicht nach Berufsgruppen oder familiärer
Belastung durch Pflege. Es liegen daher keine Daten vor.
16. Wie hoch ist die Zahl und der Anteil an Altersrentnerinnen und
Altersrentnern, die seit dem Jahr 2004 jährlich Rentenleistungen aus Pflegezeiten im
Rahmen der Altersrente beziehen, und wie hoch sind deren
durchschnittlichen Rentenleistungen?
17. Wie hoch ist der Anteil von Altersrentnerinnen und Rentnern, die
Rentenleistungen aus Pflegezeiten beziehen, an der Gesamtzahl der
Altersrentnerinnen und Altersrentner aufgeschlüsselt nach Bundesländern?
18. Wie hoch sind die durchschnittlichen zusätzlichen Rentenanwartschaften pro
Person und pro Monat, die durch häusliche Pflege erworben wurden (bitte
nach Geschlechtern aufschlüsseln)?
Die Fragen 16 bis 18 werden wegen des Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Pflegezeiten sind bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen seit 1995
Pflichtbeitragszeiten und werden auch als Pflichtbeitragszeit in den Statistiken
der Deutschen Rentenversicherung behandelt. Insofern ist eine Isolierung der
Pflegezeiten nicht möglich.
19. Wie viele pflegende Angehörige erreichen jährlich während der Pflegezeit
das Rentenalter, so dass der Erwerb von Rentenanwartschaften aus
Pflegezeiten eingestellt wird, obwohl sie weiterhin pflegen (bitte für den Zeitraum
2004/2005 bis 2014 aufschlüsseln)?
Das Merkmal „Versicherungsstatus vor Rentenbeginn“ wird in den Statistiken
der Deutschen Rentenversicherung nicht erhoben. Hilfsweise kann auf den
Versicherungsstatus zum 31. Dezember des Jahres vor Rentenbeginn zurückgegriffen
werden. Die Werte zu den Anzahlen und zu den Zahlbeträgen sowie die Anteile
von Pflegepersonen zu allen Altersrentenzugängen sind der nachstehenden
Tabelle zu entnehmen.
Quelle: Statistik der Deutschen Rentenversicherung, Rentenzugang, verschiedene Jahrgänge
Die Zahlen sind wenig belastbar. Es wird eine Situation zu einem bestimmten
Stichtag bzw. in einem bestimmten Berichtsjahr dargestellt. Somit kann nur eine
Aussage darüber getroffen werden, dass von den Rentenzugängen eines Jahres
eine bestimmte Anzahl von Versicherten zum 31. Dezember des Vorjahres als
Pflegeperson tätig war. Ob die Pflegetätigkeit bis zum Rentenbeginn weiter
ausgeübt wurde oder wie lange gepflegt wurde, ist diesen Daten nicht zu entnehmen.
20. Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse darüber vor, wie viele pflegende
Angehörige keine Meldung an die Rentenversicherungsträger vornehmen,
und welche Ursachen sieht die Bundesregierung dafür (bitte für den
Zeitraum von 2004/2005 bis 2014 und nach Geschlechtern aufschlüsseln)?
Die Rentenversicherungspflicht von Pflegepersonen wird im Rahmen der
Feststellung der Pflegebedürftigkeit geprüft. Bei Versicherungspflicht werden die
Beiträge für Pflegepersonen von Amts wegen an die Rentenversicherungsträger
abgeführt.
21. In welcher Höhe überstieg jeweils in den Jahren 2003 bis 2014 die
spezifische Kostensteigerung im Pflegebereich (Sach-, Personal- und sonstige
Kosten) die allgemeine Inflationsrate (bitte nach häuslicher und stationärer
Pflege sowie nach Pflegestufen getrennt ausweisen)?
Die durchschnittlichen Kostensteigerungen im ambulanten Bereich sind nicht
ermittelbar. Für die direkt die soziale Pflegeversicherung betreffenden
Kostensteigerungen im stationären Bereich können die prozentualen Steigerungen der alle
zwei Jahre in der Pflegestatistik veröffentlichten Pflege-sätze nach Pflegestufen
mit dem Verbraucherpreisindex verglichen werden. In den Jahren 2003 und 2009
überstiegen die Kostensteigerungen der stationären Pflege die Inflationsrate, in
den Jahren 2005, 2007 und 2011 überstieg die Inflationsrate die stationären
Kostensteigerungen und in 2013 ergeben sich Differenzen in Abhängigkeit von der
Pflegestufe von jeweils unter 0,4 Prozent (siehe auch Anlage zu Frage 21).
22. Welche Schwerpunkte setzt die Bundesregierung für die erforderliche
Leistungsdynamisierung der Pflegeversicherung, und wie hoch müsste der
Dynamisierungsfaktor vor dem Hintergrund gestiegener Personal- und
Sachkosten und angesichts der realen Kostenentwicklung sein, um ein
gleichbleibendes Niveau der Pflegeleistungen zu sichern?
§ 30 SGB XI sieht bzgl. der Leistungsdynamisierung eine Orientierung an der
Preisentwicklung vor; daran soll auch künftig festgehalten werden. In der
rückwirkenden Betrachtung wäre dies in den letzten Jahren überwiegend
kostendeckend gewesen, hätte also zum Erhalt der Kaufkraft der stationären Leistungen
ausgereicht.
Der Gesetzentwurf eines Zweiten Pflegestärkungsgesetzes sieht vor, die für das
Jahr 2018 ohnehin vorgesehene Leistungsdynamisierung über die Festlegung der
neuen Leistungsbeträge bereits in die Reform zur Einführung des neuen
Pflegebedürftigkeitsbegriffs zum 1. Januar 2017 zu integrieren.
23. Befürwortet die Bundesregierung im Rahmen der Dynamisierung der
Pflegeversicherungsleistungen eine Angleichung der Pflegesätze für häusliche
und stationäre Pflegeleistungen und insbesondere eine Anhebung der
Pflegeversicherungsleistungen in der häuslichen Pflege an die Höhe der
Leistungen im stationären Bereich (wenn nein, bitte begründen)?
Im Rahmen des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes ist eine weitgehende
Annäherung von ambulanten und stationären Leistungsbeträge vorgesehen.
24. Welche Aufträge zur Versorgungs- und Armutsforschung im Pflegebereich
wurden seit dem Jahr 2004 mit Bundesmitteln in welcher Höhe finanziert
oder gefördert, und welche weiteren Forschungsschwerpunkte hält die
Bundesregierung für erforderlich (bitte einzeln auflisten)?
Im Rahmen des Maßnahmenprogramms zur Verbesserung der Versorgung
Pflegebedürftiger wurde eine Vielzahl von Projekten im Bereich der
Versorgungsforschung durchgeführt, die in den Jahren 2004 bis 2013 ein Ausgabevolumen von
rd. 17 Mio. Euro erreichten. Über die Schwerpunkte wird in den jeweiligen
Berichten der Bundesregierung über die Entwicklung der Pflegeversicherung nach
§ 10 SGB XI berichtet (siehe zuletzt Fünfter Bericht über die Entwicklung der
Pflegeversicherung und den Stand der pflegerischen Versorgung in der
Bundesrepublik Deutschland, Bundestagsdrucksache 17/8332 vom 12. Januar 2012, dort
Kapitel E). Daneben wurde im Rahmen der allgemeinen Ressortforschung die
Versorgung Pflegebedürftiger mit demenziellen Erkrankungen in zwei
aufeinanderfolgenden Projekten „Leuchtturmprojekt Demenz“ und „Zukunftswerkstatt
Demenz“ untersucht. Weitere Forschungsprojekte des Bundesministeriums für
Bildung und Forschung (BMBF) und des Bundesministeriums für Gesundheit
sind in der Anlage zu Frage 24 zusammengestellt. Künftig wird die Evaluation
der Auswirkungen des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs ein Schwerpunkt der
Versorgungsforschung im Pflegebereich sein.
25. Hält die Bundesregierung Versorgungsforschung zu der Frage, ob und
inwiefern in der pflegerischen Versorgungspraxis Fragen bezüglich des
Leistungszugangs, der Leistungsart und des Leistungsumfangs tatsächlich mit
ökonomischen Interessen verwoben sind, für erforderlich, und welche
Forschungsvorhaben wurden diesbezüglich unterstützt oder initiiert?
Bereits im Jahr 2011 formulierte das BMBF in der Bekanntmachung „Assistierte
Pflege von morgen“ folgenden Anspruch: „Ziel der Verbundprojekte sind
exemplarische marktfähige und für breite Bevölkerungsgruppen nutzbare und
finanzierbare Produkte und Dienstleistungen einschließlich entsprechender
Geschäftsmodelle, welche unter realen Bedingungen getestet und evaluiert werden.“
Im Rahmen der Fördermaßnahme „Zentren der gesundheitsökonomischen
Forschung“ fördert das BMBF derzeit (2012–2017) das Forschungsprojekt: „Qualität
und Wettbewerb im Markt für Pflegedienstleistungen in Deutschland“ an der
Universität Düsseldorf mit einem Fördervolumen von 174 410 Euro. Das Vorhaben
ist Teil des „Forschungszentrums für Gesundheitsökonomik CINCH“ an der
Universität Duisburg/Essen.
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Anlage zu Frage 21
Verbraucherpreisindex Pflegesatz für vollstationäre Dauerpflege Entwicklung Pflegesatz Differenz
Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III
2001 JD 2,00% 39 52 66
2002 JD 1,40%
2003 JD 1,10% 41 55 69 5,13% 5,77% 4,55% 2,63% 3,27% 2,05%
2004 JD 1,60%
2005 JD 1,60% 42 56 70 2,44% 1,82% 1,45% -0,76% -1,38% -1,75%
2006 JD 1,50%
2007 JD 2,30% 43 57 71 2,38% 1,79% 1,43% -1,42% -2,01% -2,37%
2008 JD 2,60%
2009 JD 0,30% 44,79 58,96 73,97 4,16% 3,44% 4,18% 1,26% 0,54% 1,28%
2010 JD 1,10%
2011 JD 2,10% 45,03 59,57 74,92 0,54% 1,03% 1,28% -2,66% -2,17% -1,92%
2012 JD 2,00%
2013 JD 1,50% 46,51 61,69 77,8 3,29% 3,56% 3,84% -0,21% 0,06% 0,34%
2014 JD 0,90%
Anlage zu Frage 24
Folgende Forschungsvorhaben zur Versorgungs- und Armutsforschung wurden seit 2004 mit
Bundesmitteln gefördert:
Forschungsvorhaben des BMBF:
Titel Laufzeit Fördervolumen (€)
Anwendungsorientierte Pflegeforschung
1. Förderphase (2004–2007)
Evidenz basierte Pflege chronisch Pflegebedürftiger
in kommunikativ schwierigen Situationen
2004–2007 525.594 €
Individuelle Pflegeverläufe älterer Menschen und
ihre Determinanten
2004–2007 126.945 €
Die Pflegevisite als Instrument der
Qualitätssicherung in der ambulanten Pflege
2004–2006 135.631 €
Mobilitätsrestriktionen in Alten- und Pflegeheimen:
eine multizentrische Beobachtungsstudie
2004–2007 265.362 €
Effizienz pflegerischer Einschätzung im Vergleich zu
empfohlenen Testinstrumenten zur Vorhersage des
Sturzrisikos in Alten- und Pflegeheimen
2004–2006 155.300 €
Alltagsnahe Förderung des Selbstmanagements und
der Adhärenz von chronisch kranken und
multimorbiden Patienten unter komplexem
Medikamentenregime durch die ambulante Pflege
2004–2006 129.415 €
Selbst- und fremdgefährdendes Verhalten bei
psychisch veränderten Heimbewohnern als
Pflegeproblem: Dimensionen, Assessment und
Interventionskonzepte
2004–2006 211.000 €
Entwicklung und Evaluation eines Instruments zur
Erfassung des ´patient view´ von Demenzkranken in
vollständigen Pflegeeinrichtungen als Grundlage für
eine Ressourcen erhaltende Pflege
2004–2005 144.021 €
Ermittlung der Gestaltungsmöglichkeiten
pflegerischer Interaktionen durch Patientinnen und
Patienten, am Beispiel der Pflege
querschnittsgelähmter Menschen im Krankenhaus
2004–2006 123.348 €
Förderung der Lebensqualität demenzkranker
Menschen durch Stimulierung positiver Emotionen
Ein Beitrag zur Individualisierung und
Situationsorientierung in der Pflege
2004–2007 285.694 €
Anwendungsorientierte Pflegeforschung
2. Förderphase (2007–2013)
Verbesserung der Effektivität und Effizienz der
ambulanten häuslichen Pflege; Entwicklung und
Evaluation einer Patientenschulung bei
tumorbedingter Fatigue; Koordination,
Methodenberatung
2007–2012 772.000 €
Entwicklung und Evaluation einer Praxisleitlinie zu
freiheitseinschränkenden Maßnahmen in Alten-
und Pflegeheimen, Teilprojekt Hamburg
2007–2012 434.736 €
Pflegefehler, Fehlerkultur und Fehlermanagement in
stationären Versorgungseinrichtungen
2007–2010 156.000 €
Implementierung des Resident Assessment
Instruments (RAI) als Qualitätsentwicklungs- und
Steuerungsinstrument in der stationären
Langzeitpflege; Alltagsautonomieförderung für
onkologische Schmerz-Patienten durch
einrichtungsübergreifende
pflegerischinterdisziplinäre Betreuung; WISDE – wirksame
Strategien eines kommunikativen Zugangs zu
demenziell erkrankten und kognitiv
eingeschränkten Personen
2007–2013 1.680.398 €
Strukturierte Informationen während des
Intensivstationsaufenthaltes als Maßnahme zur
Verbesserung einer besonderen
Kommunikationssituation. Eine randomisierte
multizentrische Studie
2007–2012 299.000 €
Altern zu Hause – Unterstützung durch präventive
Hausbesuche – Durchführung und Evaluation von
präventiven Hausbesuchen bei älteren Menschen im
häuslichen Umfeld
2007–2010 228.600 €
Selbst- und fremdgefährdendes Verhalten bei
psychisch veränderten Heimbewohnern: Erprobung
eines Interventionskonzepts (Phase II); Förderung
des Selbstmanagements und der Adhärenz chronisch
kranker Patienten mit komplexen
Medikamentenregimen (Phase II); Verbesserung der
Pflege von türkischen Migranten in Deutschland;
Koordination, Methodenberatung
2007–2012 1.288.314 €
Entwicklung und Prüfung eines
Interventionsprogramms für Pflegende und
pflegende Angehörige zur Förderung von
Handlungskompetenzen in der Betreuung
demenzkranker Menschen
2007–2010 260.000 €
Verbesserung der Lebensqualität von pflegenden
Kindern und Jugendlichen durch ein
familienorientiertes Hilfeangebot. Eine prospektiv
kontrollierte Studie
2007–2010 240.000 €
Versorgungsnahe Forschung
Verbesserung der häuslichen Versorgung von
Palliativpatienten durch Unterstützung pflegender
Angehöriger“. Ziel war es, hausärztliche Praxen und
Angehörige von schwerst-pflegebedürftigen
Patienten und Patientinnen durch gezielte
Informationen und Hilfsangebote zu unterstützen.
Im Projekt konnten Möglichkeiten für Praxisteams
aufgezeigt werden, die Belastung von Angehörigen
zu erkennen und Überlastung zu vermeiden
2011–2014 362.508 €
Studien in der Versorgungsforschung
Versorgungsforschung zur Behandlung und Pflege
von Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht
<1.500g – Der Einfluss von Human- und
Organisationsfaktoren auf die Leistung von
Frühgeborenenintensivstationen
2012–2015 635.119 €
Entwicklung und Validierung eines Instruments zur
Evaluation von Kompetenzen von Pflegepersonal in
Krankenhausnotaufnahmen hinsichtlich der
Reaktionen in Katastrophensituationen – DisPrEN
2012–2014 150.293 €
Interprofessionelle Zusammenarbeit und
Kommunikation im Pflegeheim: eine qualitative
Untersuchung der Probleme in der medizinischen
Versorgung von Pflegeheimbewohner und die
Entwicklung von Verbesserungsstrategien
2012–2015 708.682 €
Forschungsvorhaben des BMG:
Titel Laufzeit Fördervolumen (€)
Sucht im Alter – Repräsentative Erhebung zum
Umgang mit suchtmittelabhängigen älteren
Menschen in stationären und ambulanten
Pflegeeinrichtungen
2008 5.634 €
Schwerpunkt „Sucht im Alter – Sensibilisierung und
Qualifizierung von Fachkräften in der Alten- und
Suchthilfe“ (gefördert wurde in dem Zeitraum an
acht Standorten)
2010–2014 1.685.927 €
Projektübergreifende Analyse des
Förderschwerpunkts „Sucht im Alter –
Sensibilisierung und Qualifizierung von
Fachkräften in der Alten- und Suchthilfe“
2013–2014 59.292,74 €
„Multiresistente Erreger (MRGN und MRSA) im
ambulanten Pflegedienst – Prävalenz und
Risikofaktoren“
2014 19.200 €
Förderschwerpunkt „Antibiotika-Resistenz und
nosokomiale Infektionen“
Epidemiologische Erhebung der Prävalenz
gramnegativer Problemerreger sowie des Einsatzes
antimikrobieller Wirkstoffe bei Bewohnern von
Altenheimen
2011 20.000 €
Sektorübergreifende Versorgung alter Menschen
zur Prävention von nosokomialen Infektionen und
Antibiotikaresistenzen in Altenpflegeheimen
2012–2015 536.638,40 €
MRE Netzwerk Hessen-Saarland: Schnittstellen in
der Versorgung und ihre Überwindung durch
Analyse, Wirkungsevaluation, und Einsatz neuer
Lehr/Lerntechniken
2012–2015 429.830 €
Entwicklung und Validierung eines vereinfachten
Instruments zur Optimierung des
Hygienemanagements in der stationären und
ambulanten Altenpflege
2012–2015 135.000 €
Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken,
www.satzweiss.com
Druck: Printsystem GmbH, Schafwäsche 1-3, 71296 Heimsheim,
www.printsystem.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
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ISSN 0722-8333]