[Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern vom 19. Februar 2016
übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Deutscher Bundestag Drucksache 18/7625
18. Wahlperiode 22.02.2016
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Frank Tempel,
Sevim Dağdelen, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 18/7248 –
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das Jahr 2015
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die von der Fraktion DIE LINKE. regelmäßig erfragten Informationen zur
Asylstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) beleuchten
ausgewählte Aspekte, die in der medialen Berichterstattung zumeist nur wenig
Beachtung finden. So ist kaum bekannt, dass die Anerkennungsquote bei
inhaltlichen Asylentscheidungen weitaus höher liegt, als die offiziellen Zahlen
vermuten lassen (vgl. hierzu und zum Folgenden die Bundestagsdrucksache 18/3850).
Die so genannte bereinigte Schutzquote, bei der rein formelle Entscheidungen
unberücksichtigt bleiben, lag im Jahr 2014 bei 48,5 Prozent – und das, obwohl
Flüchtlinge z. B. aus Serbien, Bosnien oder Mazedonien zu beinahe 100 Prozent
abgelehnt wurden. Hinzu kommen noch Anerkennungen, die von den Gerichten
ausgesprochen werden: Im Jahr 2014 erwiesen sich mehr als 10 Prozent aller
Klagen gegen ablehnende Asylbescheide als begründet, rund 23 Prozent wurden
abgewiesen, zwei Drittel der Gerichtsverfahren wurden aus unterschiedlichen
Gründen eingestellt. Im Ergebnis führte somit weit mehr als jeder zweite
inhaltlich geprüfte Asylantrag zu einem Schutzstatus in Deutschland.
Bei einem Fünftel aller Asylsuchenden stellte das BAMF im Jahr 2014 ein
Rückübernahmeersuchen nach der Dublin-Verordnung der Europäischen Union
(EU). Im Jahr 2013 lag dieser Anteil bei einem Drittel. Es gibt eine steigende
Zahl von Flüchtlingen, deren Schutzbedürftigkeit im EU-Asylsystem zwar
festgestellt wurde, die aber faktisch rechtlos sind, weil sie sich – zumeist aus guten
Gründen – nicht im formal zuständigen Mitgliedstaat aufhalten. Selbst der
damalige Präsident des BAMF, Dr. Manfred Schmidt, erklärte: „Das Schlimmste,
was ihnen heute passieren könnte, wäre, anerkannter Flüchtling in Italien zu
werden“, da dort „selbst Familien mit Kleinkindern unter Brücken schlafen“
müssten (Fränkische Landeszeitung vom 20. Januar 2015).
Die Zahl der Asylsuchenden, die über Griechenland nach Deutschland
einreisen, ist seit dem Überstellungsstopp wegen der dortigen systemischen Mängel
im Asylsystem im Jahr 2011 über Jahre weitgehend stabil geblieben, 2014 brach
die Zahl um 60 Prozent auf nur noch 1 519 Personen ein (Vorjahr: 3 879
Personen). Der zuvor beschworene „Pull-Effekt“ durch die Aussetzung von
Überstellungen nach Griechenland ist somit nicht eingetreten. Übernahmeersuchen
wurden im Jahr 2014 vor allem an Italien gerichtet (25,9 Prozent), danach folgten
Bulgarien (12,5 Prozent) und Ungarn (11,1 Prozent). Syrische Flüchtlinge
stellen dabei mit 15,1 Prozent die größte Betroffenengruppe. Den insgesamt
35 115 Ersuchen im Jahr 2014 standen nur 4 772 tatsächliche Überstellungen
gegenüber, das sind gerade einmal 13,6 Prozent. Gemessen an den
Zustimmungen der anderen EU-Mitgliedstaaten zur Rückübernahme (27 157) betrug die so
genannte Überstellungsquote 17,6 Prozent (Italien: 9,7 Prozent). Viele
Betroffene wehren sich wegen erheblicher Mängel in den Asylsystemen anderer
Mitgliedstaaten oder aufgrund individueller Umstände erfolgreich auf
gerichtlichem Weg gegen eine Überstellung. Manche tauchen im Zweifelsfall lieber
unter, als sich gegen ihren Willen in ein Land überstellen zu lassen, in dem sie
ein unfaires Asylverfahren, unwürdige Lebensbedingungen, Obdachlosigkeit
oder eine Inhaftierung fürchten müssen. Das Dublin-System produziert nach
Auffassung der Fragesteller auf diese Weise eine große Zahl von illegalisierten
Flüchtlingen und erreicht nicht sein vorgebliches Ziel, allen Asylsuchenden in
der EU ein faires Asylverfahren zu bieten. Innerhalb des BAMF werden für
Dublin-Verfahren Personalressourcen gebunden, die nach Auffassung der
Fragesteller weitaus sinnvoller in der regulären Asylprüfung eingesetzt werden
könnten. Eine reale Verteilungswirkung ist mit dem Dublin-System für
Deutschland kaum verbunden: Obwohl die immer komplexeren Dublin-
Verfahren das BAMF und die Gerichte zunehmend beschäftigen, reduzierte sich die
Zahl der Asylsuchenden in Deutschland durch Dublin-Überstellungen im
Jahr 2014 im Saldo um gerade einmal 2 500 Personen – also ein Prozent der
etwa 200 000 im selben Jahr gestellten Asylanträge.
Eine Möglichkeit zur Einsparung von Arbeitskapazitäten im BAMF wäre der
Verzicht auf massenhafte Widerrufsverfahren – in der EU sieht nur Deutschland
obligatorische Widerrufsprüfungen drei Jahre nach der Anerkennung ohne
konkreten Anlass vor. Im Jahr 2014 kam es bei 16 061 Prüfverfahren nur in jedem
20. Fall zu einer Aberkennung eines Flüchtlingsstatus, wobei diese Widerrufe
bei einer gerichtlichen Überprüfung wiederum nur zu einem Drittel Bestand
hatten. Für die Betroffenen – politisch verfolgte und häufig traumatisierte
Flüchtlinge – sind diese Verfahren sehr belastend.
Ein behördliches Asylverfahren in Deutschland dauerte im Jahr 2014 im
Durchschnitt 7,1 Monate. Bei bestimmten Herkunftsländern mit geringen
Anerkennungsquoten ist die Verfahrensdauer infolge von Beschleunigungsmaßnahmen
deutlich kürzer. Umso länger dauern die Verfahren jedoch bei zahlreichen
Flüchtlingen mit guten Anerkennungschancen. Im Jahr 2014 mussten etwa
Asylsuchende aus Afghanistan, Pakistan und dem Iran 14 bis 16 Monate auf
eine Behördenentscheidung warten. Werden Dublin-Verfahren, Folgeverfahren
und priorisierte Schnellverfahren nicht berücksichtigt, ergibt sich eine
durchschnittliche Bearbeitungsdauer im regulären Asylverfahren von 13,1 Monaten.
Immer länger dauert auch die Zeit vom ersten Asylgesuch bis zur
Asylantragstellung, die bei den offiziellen Angaben zur durchschnittlichen
Asylverfahrensdauer nicht berücksichtigt wird, doch die Bundesregierung will oder kann hierzu
keine konkreten Angaben machen (vgl. Bundestagsdrucksache 18/5785,
Antwort zu Frage 4d), bei einzelnen BAMF-Außenstellen sind es mehrere Monate
(vgl. Plenarprotokoll 18/142, S. 13922 f., Anlage 13).
Vom umstrittenen Asyl-Flughafenverfahren waren im Jahr 2014 643
Asylsuchende betroffen, unter ihnen 178 syrische und 96 afghanische Flüchtlinge
sowie 18 unbegleitete Minderjährige. Im Ergebnis wurde 56 dieser Asylsuchenden
nach einer Ablehnung als „offensichtlich unbegründet“ die Einreise im
Rechtssinne verweigert – wie viele von ihnen tatsächlich ausreisten oder abgeschoben
wurden oder in Deutschland verbleiben konnten, ist nicht bekannt.
31,8 Prozent aller Asylsuchenden in Deutschland im Jahr 2014 waren Kinder.
2,6 Prozent waren unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, bei denen die
bereinigte Gesamtschutzquote zwischen 66,4 und 81,1 Prozent betrug. Ausgerechnet
die Asylverfahren unbegleiteter Minderjähriger dauerten im Jahr 2014 mit
durchschnittlich 10,4 Monaten besonders lange.
1. a) Wie hoch war die Gesamtschutzquote (Anerkennungen nach
Artikel 16a des Grundgesetzes – GG –, nach § 60 Absatz 1 des
Aufenthaltsgesetzes – AufenthG – und in Anwendung der Genfer
Flüchtlingskonvention – GFK –, subsidiärer Schutz und Abschiebungshindernisse) in der
Entscheidungspraxis des BAMF im vierten Quartal 2015, im Gesamtjahr
2015, und wie lauten die Vergleichswerte des Vorjahres (bitte in
absoluten Zahlen und in Prozent angeben und für die 15 wichtigsten
Herkunftsländer gesondert darstellen, bitte für jedes dieser Länder in relativen
Zahlen angeben, wie viele Asylsuchende Schutz nach Artikel 16a GG, nach §
60 Absatz 1 AufenthG/GFK, einen subsidiären Schutzstatus bzw.
nationalen Abschiebungsschutz zugesprochen bekommen haben, bitte in einer
weiteren Tabelle nach Art der Anerkennung differenzieren:
Asylberechtigung, internationaler Flüchtlingsschutz, subsidiärer Schutz, nationale
Abschiebungsverbote – bitte jeweils so differenziert wie möglich darstellen)?
b) Wie hoch war in den genannten Zeiträumen jeweils die „bereinigte
Gesamtschutzquote“, d. h. die Quote der Anerkennungen bezogen auf
tatsächlich inhaltliche und nicht rein formelle (Nicht-)Entscheidungen (bitte
wie in Frage 1a differenzieren)?
Die Fragen 1a und 1b werden gemeinsam beantwortet.
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2015
Asylberechtigung Art
16a GG
Flüchtlingsschutz § 3 I
AsylG
Subsidiärer
Schutz § 4 I
AsylG
Abschiebungsverbot
§ 60 V/VII
AufenthG
Gesamtschutz Quote zu Frage 1b
abso-lut in % absolut
in
%
absolut
in % ab-solut in % absolut in % in %
Herkunftsländer
gesamt
453 0,4 70.967 64,4 522 0,5 668 0,6 72.610 65,9 74,7
davon
Syrien 183 0,3 56.252 98,6 8 0,0 82 0,1 56.525 99,1 100,0
Afghanistan 12 0,7 489 27,2 104 5,8 281 15,6 886 49,3 73,9
Irak 92 1,6 4.640 82,2 138 2,4 29 0,5 4.899 86,8 98,2
Albanien - - 4 0,0 17 0,1 18 0,1 39 0,3 0,3
Ungeklärt 3 0,2 1.290 89,0 3 0,2 8 0,6 1.304 90,0 93,7
Eritrea 30 0,5 5.949 95,5 50 0,8 7 0,1 6.036 96,9 99,8
Pakistan 2 0,3 36 4,9 - - 7 1,0 45 6,2 10,6
Iran 55 7,5 333 45,6 8 1,1 8 1,1 404 55,3 78,8
Serbien - - 1 0,0 - - 5 0,1 6 0,1 0,2
Staatenlos 1 0,1 771 97,5 - - - - 772 97,6 99,5
Mazedonien - - 6 0,3 1 0,0 5 0,2 12 0,5 0,8
Kosovo - - 6 0,2 3 0,1 25 0,7 34 1,0 1,2
Russische
Föderation
3 0,2 49 3,3 14 0,9 28 1,9 94 6,3 28,3
sonst. asiat.
Staatsang.
- - 699 87,2 3 0,4 2 0,2 704 87,8 93,5
Ukraine - - 11 3,7 - - - - 11 3,7 25,0
Gesamt 2015
Asylberechtigung Art
16a GG
Flüchtlingsschutz § 3 I
AsylG
Subsidiärer
Schutz § 4 I
AsylG
Abschiebungsverbot
§ 60 V/VII
AufenthG
Gesamtschutz
Quote
zu
Frage
1b
abso-lut in %
absolut in %
absolut in %
absolut in % absolut in % in %
Herkunftsländer
gesamt
2.029 0,7 135.10
7
47,8 1.70
7
0,6 2.07
2
0,7 140.915 49,8 60,6
davon
Syrien 1.167 1,1 99.970 94,7 61 0,1 221 0,2 101.419 96,0 100,0
Albanien - - 7 0,0 33 0,1 36 0,1 76 0,2 0,2
Kosovo - - 13 0,0 22 0,1 97 0,3 132 0,4 0,5
Afghanistan 48 0,8 1.660 27,8 325 5,4 809 13,6 2.842 47,6 77,6
Irak 157 0,9 14.353 85,5 289 1,7 81 0,5 14.880 88,6 99,1
Serbien - - 4 0,0 - - 22 0,1 26 0,1 0,2
Ungeklärt 35 0,8 3.256 78,9 5 0,1 13 0,3 3.309 80,2 90,4
Eritrea 44 0,4 8.870 87,8 347 3,4 39 0,4 9.300 92,1 99,6
Mazedonien - - 23 0,3 1 0,0 20 0,2 44 0,5 0,8
Pakistan 4 0,2 158 7,8 11 0,5 24 1,2 197 9,8 18,9
Iran 208 7,8 1.325 49,7 29 1,1 25 0,9 1.587 59,6 85,1
Russische
Föderation
9 0,2 185 3,8 71 1,5 138 2,9 403 8,3 30,5
Nigeria 7 0,6 25 2,2 7 0,6 37 3,2 76 6,6 29,5
Somalia - - 434 21,3 265 13,0 110 5,4 809 39,7 81,6
Bosnien-Herzeg. - - 1 0,0 - - 12 0,2 13 0,2 0,4
4. Quartal 2014
Asylberechtigung Art
16a GG
Flüchtlingsschutz § 3 I
AsylG
Subsidiärer
Schutz § 4 I
AsylG
Abschiebungsverbot
§ 60 V/VII
AufenthG
Gesamtschutz Quote zu Frage 1b
abso-lut in % absolut
in
%
absolut
in % ab-solut in %
absolut in % in %
Herkunftsländer
gesamt
823 1,9 13.053 30,3 456 1,1 577 1,3 14.90
9
34,6 49,4
davon
Syrien 592 5,2 9.276 81,7 165 1,5 41 0, 4 10.07
4
88,7 100,0
Serbien - - - - 4 0,0 10 0,1 14 0,1 0,2
Kosovo - - - - - - 5 0,5 5 0,5 1,2
Eritrea 5 1,4 165 47,
4
37 10,6 8 2,3 215 61,8 97,7
Afghanistan 21 1,3 413 24,
7
57 3,4 277 16,6 768 46,0 70,0
Albanien - - 2 0,3 11 1,6 - - 13 1,9 2,6
4. Quartal 2014
Asylberechtigung Art
16a GG
Flüchtlingsschutz § 3 I
AsylG
Subsidiärer
Schutz § 4 I
AsylG
Abschiebungsverbot
§ 60 V/VII
AufenthG
Gesamtschutz Quote zu Frage 1b
abso-lut in % absolut
in
%
absolut
in % ab-solut in %
absolut in % in %
Irak 36 2,1 1.441 85,5 27 1,6 11 0,7 1.515 89,9 99,4
Bosnien-
Herzegowina
- - - - - - 6 0,2 6 0,2 0,3
Ukraine - - - - - - - - - - -
Mazedonien - - - - - - 7 0,2 7 0,2 0,3
Ungeklärt 5 0,7 477 68,6 5 0,7 15 2,2 502 72,2 90,8
Somalia - - 101 14,
7
56 8,2 40 5,8 197 28,7 76,4
Nigeria 1 0,3 29 9,1 4 1,3 7 2,2 41 12,9 42,7
Pakistan 1 0,1 111 14,
2
6 0,8 2 0,3 120 15,3 22,6
Russische
Föderation
3 0,2 52 4,1 18 1,4 28 2,2 101 8,0 22,2
Gesamt 2014
Asylberechtigung Art
16a GG
Flüchtlingsschutz § 3 I
AsylG
Subsidiärer
Schutz § 4 I
AsylG
Abschiebungsverbot
§ 60 V/VII
AufenthG
Gesamtschutz Quote zu Frage 1b
absolut in %
absolut in %
absolut
in % ab-solut in %
absolut in % in %
Herkunftsländer
gesamt
2.285 1,8 31.025 24,1 5.17
4
4,0 2.07
9
1,6 40.56
3
31,5 48,5
davon
Syrien 1.489 5,6 19.018 71,2 3.24
6
12,2 106 0,4 23.85
9
89,3 99,9
Serbien - - 1 0,0 17 0,1 25 0,1 43 0,2 0,3
Eritrea 36 2,0 709 39,5 210 11,7 36 2,0 991 55,2 98,4
Afghanistan 87 1,2 1.939 26,6 355 4,9 1.02
2
14,0 3.403 46,7 68,4
Albanien - - 9 0,3 43 1,2 25 0,7 77 2,2 2,6
Kosovo - - 4 0,1 1 0,0 35 0,9 40 1,1 2,2
Bosnien-
Herzegowina
- - - - 2 0,0 15 0,2 17 0,3 0,4
Mazedonien - - 2 0,0 5 0,1 15 0,2 22 0,3 0,4
Somalia 4 0,1 518 14,9 222 6,4 125 3,6 869 25,0 74,1
Irak 60 1,3 3.161 69,0 99 2,2 69 1,5 3.389 73,9 88,7
Russische
Föderation
4 0,1 195 3,0 94 1,5 129 2,0 422 6,5 23,9
Pakistan 18 0,6 513 16,9 15 0,5 20 0,7 566 18,6 28,4
Gesamt 2014
Asylberechtigung Art
16a GG
Flüchtlingsschutz § 3 I
AsylG
Subsidiärer
Schutz § 4 I
AsylG
Abschiebungsverbot
§ 60 V/VII
AufenthG
Gesamtschutz Quote zu Frage 1b
absolut in %
absolut in %
absolut
in % ab-solut in %
absolut in % in %
Nigeria 1 0,1 50 4,0 27 2,1 25 2,0 103 8,1 31,0
Ungeklärt 22 1,1 1.111 53,3 259 12,4 21 1,0 1.413 67,8 81,9
Iran 256 6,2 1.781 43,3 58 1,4 32 0,8 2.127 51,8 73,7
4.Quartal 2015 Quote zu Frage 1b
absolut in Prozent
Asylberechtigung 453 0,4 0,5
Flüchtlingsschutz (§ 3 I AsylG) 70.967 64,4 73,0
Subsidiärer Schutz nach
§ 4 I Nr. 1 AsylG 11 0,0 0,0
§ 4 I Nr. 2 AsylG 275 0,2 0,3
§ 4 I Nr. 3 AsylG 197 0,2 0,2
§ 4 I AsylG Familienschutz 39 0,0 0,0
Summe subsidiärer Schutz 522 0,5 0,5
Abschiebungsverbot nach
§ 60 V AufenthG 447 0,4 0,5
§ 60 VII AufenthG 221 0,2 0,2
Summe Abschiebungsverbot 668 0,6 0,7
Gesamtschutz 72.610 65,9 74,7
Gesamt 2015 Quote zu Frage 1b
absolut in Prozent
Asylberechtigung 2.029 0,7 0,9
Flüchtlingsschutz (§ 3 I AsylG) 135.107 47,8 58,1
Subsidiärer Schutz nach
§ 4 I Nr. 1 AsylG 27 0,0 0,0
§ 4 I Nr. 2 AsylG 955 0,3 0,4
§ 4 I Nr. 3 AsylG 527 0,2 0,2
§ 4 I AsylG Familienschutz 198 0,1 0,1
Summe subsidiärer Schutz 1.707 0,6 0,7
Abschiebungsverbot nach
§ 60 V AufenthG 1.421 0,5 0,6
§ 60 VII AufenthG 651 0,2 0,3
Summe Abschiebungsverbot 2.072 0,7 0,9
Gesamtschutz 140.915 49,8 60,6
Gesamt 2014 Quote zu Frage 1b
absolut in Prozent
Asylberechtigung 2.285 1,8 2,7
Flüchtlingsschutz (§ 3 I AsylG) 31.025 24,1 37,1
Subsidiärer Schutz nach
§ 4 I Nr. 1 AsylG 79 0,1 0,1
§ 4 I Nr. 2 AsylG 1.609 1,2 1,9
§ 4 I Nr. 3 AsylG 3.142 2,4 3,8
§ 4 I AsylG Familienschutz 344 0,3 0,4
Summe subsidiärer Schutz 5.174 4,0 6,2
Abschiebungsverbot nach
§ 60 V AufenthG 987 0,8 1,2
§ 60 VII AufenthG 1.092 0,8 1,3
Summe Abschiebungsverbot 2.079 1,6 2,5
Gesamtschutz 40.563 31,5 48,5
4.Quartal 2014 Quote zu Frage 1b
absolut in Prozent
Asylberechtigung 823 1,9 2,7
Flüchtlingsschutz (§ 3 I AsylG) 13.053 30,3 43,2
Subsidiärer Schutz nach
§ 4 I Nr. 1 AsylG 13 0,0 0,0
§ 4 I Nr. 2 AsylG 187 0,4 0,6
§ 4 I Nr. 3 AsylG 216 0,5 0,7
§ 4 I AsylG Familienschutz 40 0,1 0,1
Summe subsidiärer Schutz 456 1,1 1,5
Abschiebungsverbot nach
§ 60 V AufenthG 376 0,9 1,2
§ 60 VII AufenthG 201 0,5 0,7
Summe Abschiebungsverbot 577 1,3 1,9
Gesamtschutz 14.909 34,6 49,4
c) Wieso gibt das Bundesministerium des Innern (BMI) bei den monatlich
veröffentlichten Asyl-Anerkennungsquoten neben der
Gesamtschutzquote nicht zusätzlich auch die bereinigte Gesamtschutzquote an, die der
Berechnungsweise des Statistischen Amts der EU – Eurostat –, das bei
den Asylentscheidungen Verfahrenseinstellungen, Antragsrücknahmen
und Entscheidungen im Dublin-Verfahren nicht berücksichtigt (vgl.
Bundestagsdrucksache 18/5785, Antwort zu Frage 5c), entsprechen würde
und die Auskunft darüber gibt, in welchem Ausmaß das BAMF Schutz
gewährt, wenn inhaltlich über Asylgesuche entschieden wird – gehört dies
nicht auch zur Darstellung des „Asylgeschehens als Teil des
Migrationsgeschehens in Deutschland“ dazu (Nachfrage zur Antwort auf die Frage
1c auf Bundestagsdrucksache 18/6860)?
Die Fragesteller nehmen offenbar Bezug auf die monatlich vom
Bundesministerium des Innern (BMI) veröffentlichten Pressemitteilungen zu den aktuellen
Asylzahlen. Die in der Frage formulierte Annahme, dass in diesen
Pressemitteilungen Gesamtschutzquoten genannt werden, trifft jedoch nicht zu, da diese im
Regelfall dort nicht genannt werden. Im Übrigen wird auf die ausführliche
Antwort der Bundesregierung zu Frage 1c der Kleinen Anfrage der Fraktion
DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 18/6860 vom 30. November 2015
verwiesen.
2. Wie viele der Anerkennungen nach Artikel 16a GG bzw. nach § 60 Absatz 1
AufenthG/GFK im vierten Quartal 2015 bzw. im Gesamtjahr 2015 (bitte
auch die Vergleichswerte des Vorjahres nennen) beruhten auf staatlicher,
nichtstaatlicher bzw. geschlechtsspezifischer Verfolgung (bitte in absoluten
und relativen Zahlen und noch einmal gesondert nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern angeben)?
Angaben im Sinne der Frage werden nur für Entscheidungen nach § 3 Absatz 1
des Asylgesetzes (AsylG) erfasst und können der folgenden Tabelle entnommen
werden.
Für die Asylbewerber, deren Asylverfahren im schriftlichen Verfahren
entschieden werden, werden diese Merkmale nicht erfasst.
4. Quartal 2015
Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 I AsylG
darunter:
Familienflüchtlingsschutz nach
§ 26 V AsylG
staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung
davon
geschlechtsspez.
Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
70.967 744 18.953 54 6.365 131
darunter:
Syrien 56.252 162 15.062 37 3.852 6
Afghanistan 489 103 27 0 352 47
Irak 4.640 141 242 1 1.667 18
Albanien 4 1 0 0 3 0
Ungeklärt 1.290 9 519 1 92 0
Eritrea 5.949 87 2.237 4 44 0
Pakistan 36 4 1 0 31 2
Iran 333 55 261 2 7 2
Serbien 1 1 0 0 0 0
Staatenlos 771 3 241 0 50 0
Mazedonien 6 0 0 0 5 1
Kosovo 6 0 0 0 6 1
Russische Föd. 49 11 33 1 5 1
sonst. asiat. Sta. 699 6 272 0 56 1
Ukraine 11 8 3 0 0 0
Gesamt 2015
Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 I AsylG
darunter:
Familienflüchtlingsschutz nach
§ 26 V AsylG
staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung
davon
geschlechtsspez.
Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
135.10
7
2.974 38.965 784 16.342 464
darunter:
Syrien 99.970 687 29.151 527 7.291 57
Albanien 7 2 0 0 5 0
Kosovo 13 4 0 0 9 3
Afghanistan 1.660 376 129 9 1.136 111
Irak 14.353 786 589 135 6.638 96
Serbien 4 1 0 0 3 0
Ungeklärt 3.256 66 1.689 17 190 1
Eritrea 8.870 197 4.713 30 74 4
Mazedonien 23 3 0 0 19 9
Pakistan 158 31 8 0 119 5
Iran 1.325 183 1.101 20 27 9
Russische Föd. 185 70 104 3 11 6
Nigeria 25 10 2 1 13 9
Somalia 434 204 4 0 216 79
Bosnien-Herzeg. 1 1 0 0 0 0
4. Quartal 2014
Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 I AsylG
darunter:
Familienflüchtlingsschutz nach
§ 26 V AsylG
staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung
davon
geschlechtsspez.
Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
13.05
3
579 7.826 104 2.925 122
darunter:
Syrien 9.276 128 6.474 67 1.130 6
Serbien 0 0 0 0 0 0
Kosovo 0 0 0 0 0 0
Eritrea 165 11 149 10 4 0
Afghanistan 413 115 28 5 268 30
Albanien 2 0 0 0 2 0
Irak 1.441 130 49 4 1.144 8
Bosnien-Herzeg. 0 0 0 0 0 0
4. Quartal 2014
Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 I AsylG
darunter:
Familienflüchtlingsschutz nach
§ 26 V AsylG
staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung
davon
geschlechtsspez.
Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
Ukraine 0 0 0 0 0 0
Mazedonien 0 0 0 0 0 0
Ungeklärt 477 6 399 2 68 0
Somalia 101 32 2 2 66 32
Nigeria 29 6 0 0 23 17
Pakistan 111 19 4 3 88 12
Russische Föd. 52 16 30 1 5 1
Gesamt 2014
Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 I AsylG
darunter:
Familienflüchtlingsschutz nach
§ 26 V AsylG
staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung
davon
geschlechtsspez.
Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
31.025 3.446 18.965 196 6.891 428
darunter:
Syrien 19.018 827 14.303 97 2.344 14
Serbien 1 0 0 0 1 1
Eritrea 709 85 609 15 14 2
Afghanistan 1.939 430 168 11 1.339 139
Albanien 9 0 1 0 8 2
Kosovo 4 1 0 0 3 2
Bosnien-Herzeg. 0 0 0 0 0 0
Mazedonien 2 0 0 0 2 1
Somalia 518 271 2 2 244 109
Irak 3.161 1.038 107 14 1.898 29
Russische Föd. 195 97 81 3 16 6
Pakistan 513 68 36 6 409 13
Nigeria 50 11 0 0 39 28
Ungeklärt 1.111 61 940 2 106 0
Iran 1.781 258 1.477 31 45 5
3. Wie viele Widerrufsverfahren wurden im vierten Quartal 2015 bzw. im
Gesamtjahr 2015 (bitte auch die Vergleichswerte des Vorjahres nennen)
eingeleitet (bitte Gesamtzahlen angeben und nach den verschiedenen Formen der
Anerkennung und den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und
wie viele Entscheidungen in Widerrufsverfahren mit welchem Ergebnis gab
es in diesen Zeiträumen (bitte Gesamtzahlen angeben und nach den
verschiedenen Formen der Anerkennung und den 15 wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren)?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2015
eingeleitete
Widerrufs
prüfverfahren
Entschei
dungen
insgesamt
Widerruf/
Rücknahme
Art. 16a GG
Widerruf/
Rücknahme
Flüchtlingseigenschaft
Widerruf/
Rücknahme
Subsidiärer
Schutz
kein
Widerruf/
Keine
Rücknahme
absolut
in
Prozent
absolut
in
Prozent
absolut
in
Prozent
absolut
in
Prozent
Herkunftsländer
gesamt
559 708 17 2,4 24 3,4 6 0,8 661 93,4
Irak 153 174 1 0,6 1 0,6 - - 172 98,9
Syrien 92 78 - - 1 1,3 - - 77 98,7
Türkei 83 95 5 5,3 3 3,2 1 1,1 86 90,5
Afghanistan 40 79 - - 2 2,5 - - 77 97,5
Kosovo 22 20 3 15,0 - - 2 10,0 15 75,0
Russische Föd. 18 34 1 2,9 1 2,9 - - 32 94,1
Ungeklärt 16 16 - - - - - - 16 100,0
Vietnam 14 5 1 20,0 2 40,0 - - 2 40,0
Iran 13 62 4 6,5 8 12,9 - - 50 80,6
Äthiopien 9 6 - - - - 1 16,7 5 83,3
Pakistan 9 20 - - - - - - 20 100,0
Serbien 8 6 - - - - 1 16,7 5 83,3
Jahr 2015
eingeleitete
Widerrufs
prüfverfahren
Entschei
dungen
insgesamt
Widerruf/
Rücknahme
Art. 16a GG
Widerruf/
Rücknahme
Flüchtlingseigenschaft
Widerruf/
Rücknahme
Subsidiärer
Schutz
kein
Widerruf/
Keine
Rücknahme
absolut
in
Prozent
absolut
in
Prozent
absolut
in
Prozent
absolut in
Prozent
Herkunftsländer
gesamt
8.302 9.894 140 1,4 101 1,0 62 0,6 9.591 96,9
Irak 1.941 2.347 3 0,1 4 0,2 - - 2.340 99,7
Syrien 1.710 1.911 - - 3 0,2 7 0,4 1.901 99,5
Iran 1.135 1.358 6 0,4 12 0,9 1 0,1 1.339 98,6
Afghanistan 878 1.086 - - 5 0,5 7 0,6 1.074 98,9
Türkei 528 579 51 8,8 20 3,5 7 1,2 501 86,5
Pakistan 256 379 - - 1 0,3 1 0,3 377 99,5
Russische Föd. 191 207 1 0,5 3 1,4 - - 203 98,1
Somalia 185 251 - - 1 0,4 - - 250 99,6
Jahr 2015
eingeleitete
Widerrufs
prüfverfahren
Entschei
dungen
insgesamt
Widerruf/
Rücknahme
Art. 16a GG
Widerruf/
Rücknahme
Flüchtlingseigenschaft
Widerruf/
Rücknahme
Subsidiärer
Schutz
kein
Widerruf/
Keine
Rücknahme
absolut
in
Prozent
absolut
in
Prozent
absolut
in
Prozent
absolut in
Prozent
Eritrea 168 242 - - 2 0,8 - - 240 99,2
Sri Lanka 133 151 2 1,3 4 2,6 5 3,3 140 92,7
Ungeklärt 118 152 1 0,7 1 0,7 3 2,0 147 96,7
Kosovo 114 128 34 26,6 5 3,9 8 6,3 81 63,3
Äthiopien 83 89 1 1,1 - - 1 1,1 87 97,8
China 80 99 1 1,0 1 1,0 1 1,0 96 97,0
Staatenlos 75 108 - - - - - - 108 100,0
4. Quartal 2014
eingeleitete
Widerrufs
prüfverfahren
Entschei
dungen
insgesamt
Widerruf/
Rücknahme
Art. 16a GG
Widerruf/
Rücknahme
Flüchtlingseigenschaft
Widerruf/
Rücknahme
Subsidiärer
Schutz
kein
Widerruf/
Keine
Rücknahme
absolut
in
Prozent
absolut
in
Prozent
absolut
in
Prozent
absolut
in
Prozent
Herkunftsländer
gesamt
4.139 4.026 88 2,2 42 1,0 39 1,0 3.857 95,8
Irak 1.115 1.187 - - 1 0,1 - - 1.186 99,9
Iran 651 691 2 0,3 6 0,9 - - 683 98,8
Syrien 572 401 - - 1 0,2 - - 400 99,8
Afghanistan 404 383 3 0,8 - - 8 2,1 372 97,1
Pakistan 213 124 - - - - - - 124 100,0
Türkei 209 240 19 7,9 3 1,3 3 1,3 215 89,6
Somalia 138 126 - - 1 0,8 - - 125 99,2
Eritrea 129 120 - - 1 0,8 - - 119 99,2
Russische Föd. 69 87 - - 1 1,1 3 3,4 83 95,4
Sri Lanka 65 65 - - - - 2 3,1 63 96,9
Ungeklärt 56 34 - - - - 3 8,8 31 91,2
Staatenlos 51 15 - - - - - - 15 100,0
Aserbaidschan 45 32 - - - - - - 32 100,0
Äthiopien 44 52 - - 1 1,9 - - 51 98,1
Kosovo 42 102 49 48,0 14 13,7 7 6,9 32 31,4
Jahr 2014
eingeleitete
Widerrufs
prüfverfahren
Entschei
dungen
insgesamt
Widerruf/
Rücknahme
Art. 16a GG
Widerruf/
Rücknahme
Flüchtlingseigenschaft
Widerruf/
Rücknahme
Subsidiärer
Schutz
kein
Widerruf/
Keine
Rücknahme
absolut
in
Prozent
absolut
in
Prozent
absolut
in
Prozent
absolut in
Prozent
Herkunftsländer
gesamt
12.527 16.061 357 2,2 257 1,6 154 1,0 15.293 95,2
Irak 3.716 4.098 5 0,1 70 1,7 2 0,0 4.021 98,1
Iran 1.901 2.549 9 0,4 20 0,8 5 0,2 2.515 98,7
Afghanistan 1.376 1.745 5 0,3 4 0,2 26 1,5 1.710 98,0
Syrien 1.174 1.134 8 0,7 24 2,1 2 0,2 1.100 97,0
Türkei 765 965 70 7,3 19 2,0 16 1,7 860 89,1
Somalia 476 657 1 0,2 1 0,2 - - 655 99,7
Pakistan 384 309 - - 1 0,3 - - 308 99,7
Eritrea 369 498 6 1,2 4 0,8 - - 488 98,0
Russische Föd. 309 606 - - 5 0,8 9 1,5 592 97,7
Kosovo 221 593 182 30,7 44 7,4 21 3,5 346 58,3
Sri Lanka 187 499 13 2,6 6 1,2 5 1,0 475 95,2
Äthiopien 181 246 5 2,0 1 0,4 1 0,4 239 97,2
Ungeklärt 123 127 2 1,6 3 2,4 5 3,9 117 92,1
Aserbaidschan 122 229 - - 4 1,7 1 0,4 224 97,8
China 119 140 1 0,7 4 2,9 4 2,9 131 93,6
4. Wie lang war die durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung im vierten Quartal 2015 bzw. im Gesamtjahr 2015 (bitte
auch die Vergleichswerte des Vorjahres nennen), wie lang war die
durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung
(d. h. inklusive eines Gerichtsverfahrens, soweit vorliegend), und wie lang
war die durchschnittliche Bearbeitungszeit bei Asylerstanträgen von
unbegleiteten Minderjährigen (bitte jeweils auch nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern und nach Erst- und Folgeanträgen differenzieren)?
Zahlen zur Verfahrensdauer bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung liegen für
das Jahr 2015 noch nicht vor. Die übrigen Angaben können den nachfolgenden
Tabellen entnommen werden:
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung in Monaten
4. Quartal 2015
Herkunftsländer gesamt 5,1
darunter:
Syrien 2,7
Afghanistan 14,9
Irak 5,8
Albanien 3,9
Ungeklärt 4,6
Eritrea 13,4
Pakistan 15,4
Iran 18,0
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung in Monaten
4. Quartal 2015
Serbien 5,7
Staatenlos 3,7
Mazedonien 4,5
Kosovo 6,7
Russische Föderation 9,0
sonst. asiatische Staatsangehörige 5,0
Ukraine 5,9
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung in Monaten
4. Quartal 2015
Gesamt 5,1
davon
Erstanträge 5,0
Folgeanträge 6,8
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung in Monaten
Jahr 2015
Herkunftsländer gesamt 5,2
darunter:
Syrien 3,2
Albanien 3,2
Kosovo 3,1
Afghanistan 14,0
Irak 6,8
Serbien 4,2
Ungeklärt 5,1
Eritrea 13,3
Mazedonien 4,5
Pakistan 15,3
Iran 17,1
Russische Föderation 11,8
Nigeria 11,8
Somalia 13,6
Bosnien-Herzegowina 4,6
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung in Monaten
Jahr 2015
Gesamt 5,2
davon
Erstanträge 5,1
Folgeanträge 5,2
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung in Monaten
4. Quartal 2014
Herkunftsländer gesamt 6,6
darunter:
Syrien 3,6
Serbien 4,4
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung in Monaten
4. Quartal 2014
Kosovo 4,1
Eritrea 8,5
Afghanistan 15,9
Albanien 4,9
Irak 9,4
Bosnien-Herzegowina 4,5
Ukraine 2,9
Mazedonien 6,3
Ungeklärt 5,2
Somalia 10,9
Nigeria 11,2
Pakistan 18,7
Russische Föderation 14,0
4. Quartal 2015
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bei
Asylerstanträgen von unbegleiteten Minderjährigen bis zu einer
behördlichen Entscheidung in Monaten
Herkunftsländer gesamt 6,0
darunter:
Syrien 4,0
Eritrea 9,6
Irak 4,4
Afghanistan 9,3
Ungeklärt 2,9
Somalia 13,9
Albanien 3,0
Staatenlos 5,0
sonstige asiatische Staatsangehörige 3,9
Kosovo 8,0
Mazedonien 2,6
Libanon 4,2
Serbien 8,3
Pakistan 10,7
Algerien 12,3
Jahr 2015
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bei
Asylerstanträgen von unbegleiteten Minderjährigen bis zu einer
behördlichen Entscheidung in Monaten
Herkunftsländer gesamt 6,7
darunter:
Syrien 4,4
Irak 4,8
Afghanistan 11,4
Eritrea 9,3
Ungeklärt 3,6
Somalia 15,1
Albanien 3,1
Kosovo 3,7
Staatenlos 4,8
Jahr 2015
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bei
Asylerstanträgen von unbegleiteten Minderjährigen bis zu einer
behördlichen Entscheidung in Monaten
sonstige asiatische Staatsangehörige 3,7
Serbien 5,9
Ägypten 10,7
Guinea 16,7
Äthiopien 14,2
Mazedonien 2,8
4. Quartal 2014
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bei
Asylerstanträgen von unbegleiteten Minderjährigen bis zu einer
behördlichen Entscheidung in Monaten
Herkunftsländer gesamt 9,7
darunter:
Syrien 5,7
Afghanistan 13,8
Eritrea 6,3
Irak 11,2
Somalia 11,9
Ungeklärt 7,5
Marokko 9,8
Serbien 5,3
Mazedonien 7,3
Algerien 5,4
Staatenlos 6,5
Äthiopien 21,7
Pakistan 25,1
Nigeria 18,8
Angola 32,3
Jahr 2014
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bei
Asylerstanträgen von unbegleiteten Minderjährigen bis zu einer
behördlichen Entscheidung in Monaten
Herkunftsländer gesamt 10,4
darunter:
Afghanistan 14,3
Syrien 5,5
Eritrea 6,3
Somalia 11,0
Irak 12,2
Ägypten 8,4
Marokko 6,5
Pakistan 17,5
Äthiopien 20,2
Serbien 4,8
Ungeklärt 7,5
Algerien 7,1
Guinea 14,4
Mazedonien 5,9
Iran 13,4
Es wird darauf hingewiesen, dass die Aussagekraft zur durchschnittlichen
Bearbeitungsdauer bei Asylerstanträgen von unbegleiteten Minderjährigen aufgrund
z. T. sehr geringer Fallzahlen begrenzt ist.
a) Wie lang war in den genannten Zeiträumen die durchschnittliche
Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung in Dublin-Verfahren
(bitte auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Angaben zur durchschnittlichen Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen
Entscheidung im Dublin-Verfahren nach Quartalen können den nachfolgenden
Tabellen entnommen werden:
4.Quartal 2015
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung bei Dublin-Verfahren in Monaten
Herkunftsländer gesamt 3,6
darunter:
Syrien 2,9
Afghanistan 4,3
Irak 3,7
Ungeklärt 3,8
Eritrea 4,8
Pakistan 3,8
Iran 3,6
Staatenlos 4,3
Kosovo 3,6
Russische Föderation 2,7
sonstige asiatische Staatsangehörige 3,1
Ukraine 4,3
Somalia 5,1
Gambia 4,9
Bosnien-Herzegowina 2,9
Jahr 2015
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung bei Dublin-Verfahren in Monaten
Herkunftsländer gesamt 3,3
darunter:
Syrien 2,9
Albanien 3,0
Kosovo 3,0
Afghanistan 3,4
Irak 3,5
Serbien 3,7
Ungeklärt 4,1
Eritrea 4,1
Mazedonien 19,4
Pakistan 3,7
Iran 3,7
Russische Föderation 2,9
Nigeria 3,6
Somalia 3,9
Bosnien-Herzegowina 3,8
4.Quartal 2014
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung bei Dublin-Verfahren in Monaten
Herkunftsländer gesamt 3,1
darunter:
Syrien 2,8
Serbien 2,2
Kosovo 2,3
Eritrea 3,4
Afghanistan 3,0
Albanien 3,1
Irak 3,8
Bosnien-Herzegowina 3,7
Ukraine 2,4
Mazedonien 3,6
Ungeklärt 3,4
Somalia 4,6
Nigeria 3,4
Pakistan 3,4
Russische Föderation 2,8
Jahr 2014
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung bei Dublin-Verfahren in Monaten
Herkunftsländer gesamt 4,3
darunter:
Syrien 3,5
Serbien 3,6
Eritrea 4,2
Afghanistan 3,9
Albanien 3,5
Kosovo 3,3
Bosnien-Herzegowina 4,0
Mazedonien 4,1
Somalia 5,0
Irak 4,3
Russische Föderation 4,3
Pakistan 4,7
Nigeria 5,2
Ungeklärt 3,6
Iran 4,4
b) Wie lang war in den genannten Zeiträumen die durchschnittliche
Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung in Asylverfahren, in
denen kein Ersuchen nach der Dublin-Verordnung gestellt wurde (bitte
auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4.Quartal 2015
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung bei Verfahren, in denen kein Ersuchen
nach Dublin VO gestellt wurde in Monaten
Herkunftsländer gesamt 5,1
darunter:
Syrien 2,7
Afghanistan 19,2
Irak 6,0
Albanien 3,9
Ungeklärt 4,6
Eritrea 13,5
Pakistan 20,4
Iran 21,3
Serbien 5,7
Staatenlos 3,7
Mazedonien 4,5
Kosovo 6,7
Russische Föderation 18,7
sonstige asiatische Staatsangehörige 5,1
Ukraine 8,1
Jahr 2015
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung bei Verfahren, in denen kein Ersuchen
nach Dublin VO gestellt wurde in Monaten
Herkunftsländer gesamt 5,3
darunter:
Syrien 3,2
Albanien 3,2
Kosovo 3,1
Afghanistan 19,1
Irak 7,1
Serbien 4,2
Ungeklärt 5,2
Eritrea 13,8
Mazedonien 4,4
Pakistan 21,6
Iran 20,5
Russische Föderation 19,8
Nigeria 22,4
Somalia 16,6
Bosnien-Herzegowina 4,6
4.Quartal 2015
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung bei Verfahren, in denen kein Ersuchen
nach Dublin VO gestellt wurde in Monaten
Herkunftsländer gesamt 5,1
darunter:
Syrien 2,7
Afghanistan 19,2
Irak 6,0
Albanien 3,9
Ungeklärt 4,6
Eritrea 13,5
Pakistan 20,4
Iran 21,3
Serbien 5,7
Staatenlos 3,7
Mazedonien 4,5
Kosovo 6,7
Russische Föderation 18,7
sonstige asiatische Staatsangehörige 5,1
Ukraine 8,1
Jahr 2014
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung bei Verfahren, in denen kein Ersuchen
nach Dublin VO gestellt wurde in Monaten
Herkunftsländer gesamt 7,7
darunter:
Syrien 4,3
Serbien 4,0
Eritrea 11,0
Afghanistan 17,7
Albanien 3,6
Kosovo 5,4
Bosnien und Herzegowina 3,9
Mazedonien 5,3
Somalia 13,8
Irak 10,4
Russische Föderation 16,0
Pakistan 20,1
Nigeria 17,4
Ungeklärt 6,7
Iran 17,7
c) Wie lang war in den genannten Zeiträumen die durchschnittliche
Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung, wenn Dublin-
Verfahren, Folgeverfahren und die priorisierten Länder herausgerechnet werden
(bitte auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben ohne Albanien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Montenegro,
Serbien, Kosovo, Eritrea, Syrien und Irak sowie ohne Dublin- und Folgeverfahren
können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2015
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung ohne Dublin- u.
Folgeverfahren sowie ohne priorisierte Länder in Monaten
Herkunftsländer gesamt 14,7
darunter:
Afghanistan 19,1
Ungeklärt 4,5
Pakistan 20,7
Iran 21,6
Staatenlos 3,6
Russische Föderation 19,6
sonstige asiatische Staatsangehörige 4,8
Ukraine 8,0
Somalia 19,5
Gambia 21,3
Äthiopien 20,1
Libanon 14,6
Nigeria 25,9
Georgien 14,4
Indien 20,4
Jahr 2015
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung ohne Dublin- u.
Folgeverfahren sowie ohne priorisierte Länder in Monaten
Herkunftsländer gesamt 14,5
darunter:
Afghanistan 19,1
Ungeklärt 5,1
Pakistan 22,1
Iran 21,0
Russische Föderation 18,9
Nigeria 22,7
Somalia 16,5
Ukraine 6,8
Staatenlos 4,1
sonstige asiatische Staatsangehörige 6,5
Gambia 22,0
Georgien 10,5
Äthiopien 18,4
Algerien 15,9
Armenien 16,4
4. Quartal 2014
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung ohne Dublin- u.
Folgeverfahren sowie ohne priorisierte Länder in Monaten
Herkunftsländer gesamt 16,8
darunter:
Afghanistan 21,7
Ukraine 7,8
Ungeklärt 5,5
Somalia 14,0
Nigeria 22,6
Pakistan 24,1
Russische Föderation 21,4
Iran 21,9
Georgien 13,0
Armenien 14,4
sonstige asiatische Staatsangehörige 7,7
Staatenlos 5,0
Algerien 15,5
Gambia 24,2
Indien 15,4
Jahr 2014
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer
behördlichen Entscheidung ohne Dublin- u.
Folgeverfahren sowie ohne priorisierte Länder in Monaten
Herkunftsländer gesamt 14,8
darunter:
Afghanistan 18,2
Somalia 13,4
Russische Föderation 15,6
Pakistan 20,3
Nigeria 17,7
Ungeklärt 6,8
Iran 18,1
Georgien 12,3
Ukraine 13,6
Algerien 13,4
Armenien 14,1
Gambia 20,1
sonstige asiatische Staatsangehörige 7,5
Indien 11,7
Türkei 14,6
d) Wie lang war in den genannten Zeiträumen die durchschnittliche
Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung, wenn nur Verfahren
berücksichtigt werden, in denen es eine inhaltliche Asylanhörung gab
(bitte auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
4. Quartal 2015
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu
einer behördlichen Entscheidung bei Verfahren
mit inhaltlicher Asylanhörung
Gesamt 8,6
davon
Afghanistan 20,6
Albanien 3,8
Eritrea 16,1
Irak 11,2
Iran 23,5
Kosovo 6,7
Mazedonien 4,4
Pakistan 22,0
Russische Föderation 25,1
Serbien 6,2
sonstige asiatische Staatsangehörige. 7,1
Staatenlos 12,1
Syrien 5,5
Ukraine 9,9
Ungeklärt 13,2
Jahr 2015
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu
einer behördlichen Entscheidung bei Verfahren
mit inhaltlicher Asylanhörung
Gesamt 7,1
davon
Afghanistan 20,5
Albanien 3,1
Bosnien-Herzegowina 4,9
Eritrea 15,6
Irak 12,9
Iran 22,5
Kosovo 2,7
Mazedonien 4,6
Nigeria 28,8
Pakistan 24,1
Russische Föderation 24,5
Serbien 4,3
Somalia 23,0
Syrien 6,2
Ungeklärt 10,4
4. Quartal 2014
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu
einer behördlichen Entscheidung bei Verfahren
mit inhaltlicher Asylanhörung
Gesamt 9,7
davon
Afghanistan 21,8
Albanien 5,5
Bosnien-Herzegowina 4,9
Eritrea 9,7
Irak 15,3
Kosovo 5,5
Mazedonien 7,0
Nigeria 24,5
Pakistan 25,3
Russische Föderation 24,1
Serbien 5,0
Somalia 20,3
Syrien 5,0
Ukraine 11,6
Ungeklärt 7,6
Jahr 2014
Durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu
einer behördlichen Entscheidung bei Verfahren
mit inhaltlicher Asylanhörung
Gesamt 9,6
davon
Afghanistan 17,8
Albanien 3,6
Bosnien-Herzegowina 4,2
Eritrea 11,1
Irak 15,5
Iran 17,6
Kosovo 5,3
Mazedonien 5,8
Nigeria 17,7
Pakistan 20,3
Russische Föderation 16,9
Serbien 4,3
Somalia 15,0
Syrien 5,0
Ungeklärt 7,7
e) Wie viele Personen wurden im EASY-System als Asylsuchende für das
Jahr 2015 registriert, wie viele Asylantragsteller waren es im Vergleich
hierzu (bitte beide Angaben auch nach Bundesländern, Monaten und den
15 wichtigsten Herkunftsländern – in jedem Fall den sechs
Westbalkanländern – differenzieren)?
Angaben zu im EASY-System erfassten Asylsuchenden und zu formellen
Asylanträgen können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Jahr 2015 EASY-Zugänge formelle Asylanträge
Insgesamt 1.091.894 441.899
davon
Baden-Württemberg 141.540 57.578
Bayern 159.765 67.639
Berlin 55.001 33.281
Brandenburg 33.659 18.661
Bremen 10.274 4.689
Hamburg 27.609 12.437
Hessen 79.788 27.239
Mecklenburg-Vorpommern 23.080 18.851
Niedersachsen 102.231 34.248
Nordrhein-Westfalen 231.878 66.758
Rheinland-Pfalz 52.846 17.625
Saarland 13.442 10.089
Sachsen 58.988 27.180
Sachsen-Anhalt 31.285 16.410
Schleswig-Holstein 38.365 15.572
Thüringen 32.143 13.455
Unbekannt 0 187
Jahr 2015 EASY-Zugänge formelle Asylanträge
insgesamt 1.091.894 441.899
davon
Syrien 428.648 158.657
Albanien 69.426 53.805
Kosovo 33.049 33.427
Afghanistan 154.046 31.382
Irak 121.662 29.784
Serbien 20.365 16.700
Ungeklärt 3.657 11.721
Eritrea 25.505 10.876
Mazedonien 14.004 9.083
Pakistan 28.392 8.199
Iran 29.826 5.394
Russische Föderation 9.056 5.257
Nigeria 11.825 5.207
Somalia 12.814 5.126
Bosnien-Herzegowina 6.275 4.634
Jahr 2015 EASY-Zugänge formelle Asylanträge
insgesamt 1.091.894 441.899
davon
Januar 2015 32.229 17.835
Februar 2015 38.892 17.580
März 2015 31.091 22.754
April 2015 33.150 19.199
Mai 2015 37.194 16.784
Juni 2015 53.721 20.512
Juli 2015 82.798 22.710
August 2015 104.460 16.769
September 2015 163.772 22.983
Oktober 2015 181.166 31.580
November 2015 206.101 35.422
Dezember 2015 127.320 43.227
f) Gibt es gegenüber der Antwort zu Frage 4f auf Bundestagsdrucksache
18/6860 eine geänderte Einschätzung zu der Frage, in welchem Umfang
sich im EASY-System registrierte Asylsuchende später nicht als
Asylantragsteller melden und den Gründen hierzu (bitte darlegen)?
Von den im Jahr 2015 im EASY-System (System zur Erstverteilung von
Asylsuchenden) registrierten Asylbegehrenden sind mit Sachstand 31. Dezember 2015
rund 13 Prozent nicht in der Erstaufnahmeeinrichtung, die im Rahmen der
Verteilung auf die Länder vorgesehen war, angekommen. In wie vielen Fällen es in
der Folge zu der weiteren Entscheidung kommt, keinen Asylantrag zu stellen, ist
jedoch nicht zu ermitteln. Denkbare Gründe hierfür könnten z. B. Rückreisen in
das Heimatland, Weiterreisen in einen anderen Staat oder das Untertauchen in die
Illegalität sein. Bezogen auf die Verteilung im Rahmen des EASY-Systems
könnten auch Mehrfachanträge eine Rolle spielen. Eine Verifizierung ist hier aber
bereits deshalb nicht möglich, da im EASY-System keine personenbezogenen
Daten gespeichert werden.
g) Wie lang sind derzeit die von den einzelnen BAMF-Außenstellen
eingeräumten Terminsetzungen zur Asylantragstellung (bitte bei den
Außenstellen abfragen und nach Außenstellen differenziert und mit Angabe des
jeweiligen Auskunftsdatums darstellen; soweit keine Termine zur
Antragstellung vergeben werden, weil diese über drei Monate betragen würden,
bitte auch dies kenntlich machen), und inwieweit sind vor dem
Hintergrund zum Teil monatelanger Wartezeiten bis zur Asylantragstellung
(vgl. Plenarprotokoll 18/142, S. 13923, Anlage 13) die Angaben des
BAMF zu durchschnittlichen Asylverfahrensdauern, die diese Zeit
unberücksichtigt lassen, überhaupt realistisch und aussagekräftig (bitte
ausführen)?
Aufgrund des sehr hohen Zugangs im Jahr 2015 konnten Termine zur
Antragstellung teilweise nur mit Verzögerung vergeben werden. In nahezu jeder
Außenstelle des BAMF ist ein Rückstau bei den Terminierungen für die Antragstellung
zu verzeichnen, weil die Anzahl der Asylsuchenden höher ist, als es die
dreimonatige Ladungskapazität zulässt. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
(BAMF) hat sich dazu entschlossen, zunächst Termine nur für drei Monate zu
vergeben und dies mit den Landeseinrichtungen entsprechend zu kommunizieren.
Bereits vergebene Termine bleiben davon unberührt. Der Personalaufbau im
BAMF wird dazu führen, dass ab dem ersten Quartal 2016 die Anträge
zunehmend zeitnah angenommen werden können und damit künftig eine auf Monate
hinausgehende Terminierung nicht mehr erforderlich sein wird. Die
Asylsuchenden werden schriftlich zu einer Antragstellung eingeladen.
Die vom BAMF angegebene durchschnittliche Verfahrensdauer gibt die
Bearbeitungsspanne vom Zeitpunkt der förmlichen Asylantragstellung beim BAMF bis
zum zugestellten Bescheid wieder. Für diesen definierten Sachverhalt sind die
Angaben des BAMF zu durchschnittlichen Asylverfahrensdauern realistisch und
aussagekräftig.
h) Welche Verfahren werden derzeit prioritär bearbeitet, wie viele
Asylverfahren wurden im vierten Quartal 2015 bzw. im Gesamtjahr 2015 prioritär
bearbeitet (absolut bzw. anteilig an allen Verfahren, bitte auch nach den
priorisierten Gruppen auflisten), und wie lang ist derzeit im Durchschnitt
die ungefähre Dauer eines priorisierten Asylverfahrens?
Aktuell werden Asylanträge aus den Herkunftsländern des Westbalkan
(Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien)
und Syrien, Eritrea sowie die Anträge von Antragstellern aus dem Irak, die
religiösen Minderheiten angehören, prioritär bearbeitet. Weitere Angaben können
der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
HKL 4. Quartal 2015 Jahr 2015
Zugänge
(EA u.
FA)
anteilig
aller
Zugänge
Entscheidungen
(EA u.
FA)
anteilig
aller
Zugänge
Zugänge
(EA u.
FA)
anteilig
aller
Zugänge
Entscheidungen
(EA u.
FA)
anteilig
aller
Zugänge
Verfahrensdauer
-in
Monaten-
(EA u.
FA)
gesamt 160.970 - 110.229 - 476.649 - 282.726 - 5,2
gesamt
priorisierte Verfahren 120.248 74,7 % 96.570 87,6 % 348.920 73,2 % 237.420 84,0 %
davon
Albanien 9.525 5,9 % 14.620 13,3 % 54.762 11,5 % 35.721 12,6 % 3,2
Bosn.-Herzeg. 1.369 0,9 % 1.610 1,5 % 7.473 1,6 % 6.500 2,3 % 4,6
Kosovo 1.867 1,2 % 3.556 3,2 % 37.095 7,8 % 29.801 10,5 % 3,1
Mazedonien 2.344 1,5 % 2.204 2,0 % 14.131 3,0 % 8.245 2,9 % 4,5
Montenegro 323 0,2 % 972 0,9 % 3.635 0,8 % 2.297 0,8 % 4,5
Serbien 3.691 2,3 % 4.694 4,3 % 26.945 5,7 % 22.341 7,9 % 4,2
Syrien 84.392 52,4 % 57.028 51,7 % 162.510 34,1 % 105.620 37,4 % 3,2
Irak 13.568 8,4 % 5.652 5,1 % 31.379 6,6 % 16.796 5,9 % 6,8
Eritrea** 3.169 2,0 % 6.234 5,7 % 10.990 2,3 % 10.099 3,6 % 13,3
Hinweis: Addition/Abgleich mit Vor(Monats)Listen ist wegen nachträglicher Veränderungen nicht möglich.
**Priorisierung erst seit Juli 2015
i) Wie lang war im vierten Quartal 2015 bzw. im Gesamtjahr 2015 (bitte
auch die Vergleichswerte des Vorjahres nennen) durchschnittlich die
Dauer bis zur Anhörung der Asylsuchenden, wie lang die
durchschnittliche Dauer nach der Anhörung bis zur behördlichen Entscheidung (bitte
nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
4.Quartal 2015 Antragstellung bis Anhörung Anhörung bis Entscheidung
Gesamt 5,4 4,8
davon
Afghanistan 8,2 11,8
Albanien 2,7 1,6
Eritrea 10,9 7,5
Irak 4,7 5,3
Iran 15,7 13,3
Kosovo 5,0 4,3
Mazedonien 2,1 3,2
Pakistan 10,2 12,6
Russische Föderation 17,3 14,6
Serbien 3,6 4,2
sonst. asiat. Staatsangeh. 3,2 5,1
Staatenlos 7,3 7,2
Syrien 3,0 2,9
Ukraine 5,8 5,1
Ungeklärt 6,5 7,8
Jahr 2015 Antragstellung bis Anhörung Anhörung bis Entscheidung
Gesamt 3,9 4,2
davon
Afghanistan 10,0 13,1
Albanien 1,7 1,7
Bosnien-Herzegowina 2,4 3,0
Eritrea 10,5 7,6
Irak 6,0 6,7
Iran 15,3 13,5
Kosovo 1,5 1,6
Mazedonien 1,9 3,0
Nigeria 20,6 15,1
Pakistan 13,7 13,3
Russische Föderation 15,0 16,1
Serbien 2,1 2,7
Somalia 15,1 12,9
Syrien 3,1 3,7
Ungeklärt 5,4 7,1
4.Quartal 2014 Antragstellung bis Anhörung Anhörung bis Entscheidung
Gesamt 3,9 6,5
davon
Afghanistan 7,6 15,4
Albanien 2,0 4,1
Bosnien-Herzegowina. 1,7 3,8
4.Quartal 2014 Antragstellung bis Anhörung Anhörung bis Entscheidung
Eritrea 5,8 6,1
Irak 6,1 9,8
Kosovo 1,6 3,9
Mazedonien 2,1 5,6
Nigeria 17,4 17,6
Pakistan 16,7 14,3
Russische Föderation 14,8 17,2
Serbien 1,5 3,9
Somalia 10,7 9,8
Syrien 2,0 3,2
Ukraine 7,2 9,0
Ungeklärt 4,0 3,9
Jahr 2014 Antragstellung bis Anhörung Anhörung bis Entscheidung
Gesamt 4,0 6,4
davon
Afghanistan 8,1 12,6
Albanien 0,9 2,7
Bosnien-Herzegowina. 1,3 3,3
Eritrea 4,4 6,9
Irak 7,3 10,1
Iran 8,8 11,9
Kosovo 1,4 3,9
Mazedonien 1,7 4,5
Nigeria 13,1 11,5
Pakistan 13,4 12,2
Russische Föderation 9,9 11,2
Serbien 1,3 3,3
Somalia 8,4 7,5
Syrien 2,1 3,1
Ungeklärt 3,4 4,6
j) Wie hoch war im vierten Quartal 2015 bzw. im Gesamtjahr der Anteil rein
schriftlicher Anerkennungsverfahren an allen Verfahren in Bezug auf die
Herkunftsländer Syrien, Irak und Eritrea, wie lang dauerten diese
Verfahren bei Antragstellung im Jahr 2015 durchschnittlich (bitte nach
Herkunftsländern auflisten), und mit welchem zeitlichen, organisatorischen
und personellen (bitte getrennt angeben) Mehraufwand rechnen
fachkundige Bedienstete bzw. die Führungsspitze des BAMF infolge der
Beendigung rein schriftlicher Anerkennungsverfahren zum 1. Januar 2016 – vor
dem Hintergrund, dass schriftliche Anerkennungsverfahren bei syrischen
Asylsuchenden vom 1. Januar bis 31. August 2015 2,3 Monate,
Asylverfahren syrischer Asylsuchender mit inhaltlicher Asylanhörung im
dritten Quartal hingegen 6,8 Monate, d. h. drei Mal so lang, dauerten (vgl.
Bundestagsdrucksache 18/6860, Antworten zu den Fragen 4d und 4o;
bitte ausführlich darstellen)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:
2015 4. Quartal 2015
Herkunftsland Anteil
schriftlicher Verfahren
durchschnittl.
Bearbeitungsdauer
Anteil
schriftlicher Verfahren
durchschnittl.
Bearbeitungsdauer
Eritrea 49,2% 3,9 69,4% 4,3
Irak 57,1% 3,7 72,6% 4,1
Syrien 86,5% 2,4 94,5% 2,3
Die bisherige Verfahrensdauer wird sich nach der Wiedereinführung der
persönlichen Anhörung bei syrischen, eritreischen und irakischen (religiöse
Minderheiten) Antragstellern aus Sicht des BAMF lediglich um die Dauer der Durchführung
der Anhörung erhöhen, so dass eine Differenzierung hinsichtlich der
Verfahrensdauer für die drei Herkunftsländer entbehrlich sein dürfte. Die Dauer der
Anhörung wird abhängig vom jeweiligen Sachvortrag des einzelnen Antragstellers
zwischen 40 bis 120 Minuten betragen. Diese Einschätzung setzt allerdings
optimale Bedingungen für die Durchführung der Asylverfahren voraus. Dazu zählt
zunächst die flächendeckende Einführung der im Modellprojekt Heidelberg
laufenden Prozessabläufe in allen Bundesländern. Darüber hinaus ist eine an die
Entwicklung der Zugangszahlen angepasste weitere Personaleinstellung und -
qualifizierung erforderlich.
k) Nach welchem Kriterium wird entschieden, dass voraussichtlich eine
positive Entscheidung erfolgt, so dass in Anhörungen auf Fragen zum
Einreise- und Aufenthaltsverbot verzichtet wird (vgl. Bundestagsdrucksache
18/6860, Nachfrage zur Antwort auf die Frage 4p), und welchen
anteiligen Umfang machen diese Verfahren in etwa aus?
Das Kriterium ergibt sich zum Teil aufgrund der Zugehörigkeit des Antragstellers
zu einem bestimmten Herkunftsland. Antragsteller aus sehr unsicheren
Herkunftsländern wie Syrien, Eritrea und Irak (religiöse Minderheiten) erhalten mit
weit überwiegender Wahrscheinlichkeit Schutz (Anteil aller Schutzformen 2015
an den BAMF-Asylentscheidungen bei Syrien 96,0 Prozent, bei Eritrea 92,1
Prozent, bei Irak 88,6 Prozent). Bei anderen Herkunftsländern kommt es auf den
individuellen Verlauf der Anhörung und den Angaben des Antragstellers an. Eine
Aussage zum anteiligen Umfang dieser Verfahren ist nicht möglich, da dies
statistisch nicht ausgewertet werden kann.
l) Wie viele beim BAMF anhängige Verfahren sind seit über 3, 6, 12, 18,
24 bzw. 36 Monaten anhängig (bitte auch nach den zehn am meisten
betroffenen Herkunftsländern differenzieren), wie ist der aktuelle Stand der
Bearbeitung von so genannten Altverfahren (seit 2013 bzw. früher
anhängig) im BAMF (bitte im Detail darstellen), und müssten inzwischen nicht
Verfahren, die seit dem Jahr 2014 und früher anhängig sind, als
Altverfahren angesehen werden – und welche Einschätzungen gibt es dazu, in
welchem Zeitraum diese lang andauernden Verfahren abgeschlossen
werden können?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Anhängige Verf.
Stand: 31.12.2015
unter 3
Monate
über 3
Monate
über 6
Monate
über 12
Monate
über 18
Monate
über 24
Monate
über 36
Monate
Insgesamt
Gesamt 132.500 232.164 165.241 89.336 46.066 24.410 1.960 364.664
Anhängige Verf.
Stand: 31.12.2015
unter 3
Monate
über 3
Monate
über 6
Monate
über 12
Monate
über 18
Monate
über 24
Monate
über 36
Monate
Insgesamt
davon
Syrien 60.609 17.303 5.672 1.373 367 73 4 77.912
Afghanistan 14.556 24.367 16.135 9.659 5.901 3.406 252 38.923
Albanien 5.796 18.757 11.404 2.031 537 25 24.553
Irak 13.169 10.733 5.716 2.326 804 421 71 23.902
Serbien 2.810 14.434 10.030 3.780 798 212 12 17.244
Eritrea 3.069 12.962 10.133 7.684 2.167 496 3 16.031
Kosovo 1.680 12.655 10.415 2.038 385 131 8 14.335
Pakistan 3.083 10.500 8.217 5.893 4.071 2.721 382 13.583
Ungeklärt 6.421 4.507 2.761 1.485 558 245 20 10.928
Mazedonien 1.888 8.383 5.116 1.609 447 151 11 10.271
Anhängige Verfahren aus 2013 und früher (Stand
31. Dezember 2015) 24.410
davon
Afghanistan 3.406
Pakistan 2.721
Russische Föderation 2.059
Iran 1.387
Somalia 1.359
Ägypten 1.267
Nigeria 1.174
Guinea 896
Türkei 691
Armenien 565
Waren Anfang 2015 insgesamt 39 802 sog. Altverfahren aus den Jahren 2013 und
früher anhängig, wurde dieser Stand zum 31. Dezember 2015 auf 24 410
anhängige Verfahren reduziert. Altverfahren sind jeweils die Verfahren, in denen die
Antragstellung aus dem vorletzten Kalenderjahr oder früher stammt. Bis wann
diese abgeschlossen werden können, hängt von vielen Parametern ab, u. a. der
Entwicklung der Zugangszahlen und der entsprechenden Personaleinstellung und
-qualifizierung.
5. Wie viele Verfahren im Rahmen der Dublin-Verordnung wurden im vierten
Quartal 2015 bzw. im Gesamtjahr 2015 (bitte auch die Vergleichswerte des
Vorjahres nennen) eingeleitet (bitte in absoluten Zahlen und in
Prozentzahlen die Relation zu allen Asylerstanträgen sowie die Quote der auf
EURODAC-Treffern – EURODAC: europäische Datenbank zur
Speicherung von Fingerabdrücken – basierenden Dublin-Verfahren angeben; bitte
auch nach den unterschiedlichen EURODAC-Treffern differenzieren), und
wie viele VIS-Treffer (VIS: Visa-Informationssystem) bei Asylsuchenden
gab es (bitte Gesamtzahl nennen und jeweils nach den fünf wichtigsten
Ausstellungsländern der Visa und Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der folgenden Tabelle entnommen werden:
Asylerstanträge
Übernahmeersuchen
(ÜE) an die
Mitgliedstaaten gesamt
Prozentualer
Anteil der ÜE
zu den
Asylerstanträgen
Prozentualer
Anteil der ÜE
mit EURO-
DAC-Treffer
4. Quartal 2015 162.551 9.388 5,8 70,7
4. Quartal 2014 55.320 10.969 19,8 69,3
Jahr 2015 441.899 44.892 10,2 76,0
Jahr 2014 173.072 35.115 20,3 68,5
Übernahmeersuchen mit EURODAC-Treffern
4.
Quartal 2015
4.
Quartal 2014
Jahr
2015
Jahr
2014
EURODAC-Treffer gesamt 6.638 7.598 34.109 24.059
davon EURODAC-Treffer
nach Artikel 4/neu Artikel 9 EURODAC-Verordnung 5.449 5.898 25.674 19.229
nach Artikel 8/neu Artikel 14 EURODAC-Verordnung 969 1.167 5.870 3.111
nach Artikel 11/neu Artikel 17 EURODAC-Verordnung 220 533 2.565 1.719
Liegen für eine Person mehrere unterschiedliche EURODAC-Treffer vor, werden
vorrangig die gemäß Artikel 9 der EURODAC-Verordnung vorhandenen Treffer
ausgewiesen.
VIS-Treffer im 4. Quartal 2015 VIS-Treffer im 4. Quartal 2014
VIS-Treffer gesamt 1.312 VIS-Treffer gesamt 1.484
davon: davon:
Ausstellendes Land Ausstellendes Land
Italien 208 Italien 367
Frankreich 208 Frankreich 322
Deutschland 194 Deutschland 201
Spanien 147 Spanien 178
Tschechische
Republik 92 Polen 74
VIS-Treffer im 4. Quartal 2015 VIS-Treffer im 4. Quartal 2014
VIS-Treffer gesamt 1.312 VIS-Treffer gesamt 1.484
davon: davon:
Herkunftsland Herkunftsland
Syrien 337 Iran 282
Georgien 114 Syrien 271
Irak 114 Irak 146
Iran 94 Nigeria 82
Ukraine 61 Algerien 69
VIS-Treffer im Jahr 2015 VIS-Treffer im Jahr 2014
VIS-Treffer gesamt 5.788 VIS-Treffer gesamt 5.952
davon: davon:
Ausstellendes Land Ausstellendes Land
Frankreich 1.098 Italien 1.342
VIS-Treffer im Jahr 2015 VIS-Treffer im Jahr 2014
Italien 1.068 Frankreich 1.120
Deutschland 926 Spanien 977
Spanien 722 Deutschland 793
Polen 376 Polen 365
VIS-Treffer im Jahr 2015 VIS-Treffer im Jahr 2014
VIS-Treffer gesamt 5.788 VIS-Treffer gesamt 5.952
davon: davon:
Herkunftsland Herkunftsland
Syrien 1.275 Iran 1.011
Iran 636 Syrien 874
Irak 519 Irak 675
Algerien 269 Nigeria 328
Ukraine 240 Libanon 262
a) Welche waren in den benannten Zeiträumen die 15 am stärksten
betroffenen Herkunftsländer und welche die 15 am stärksten angefragten
Mitgliedstaaten der Europäischen Union (bitte in absoluten Zahlen und in
Prozentzahlen angeben, sowie in jedem Fall die Zahlen zu Griechenland,
Zypern, Malta, Bulgarien und Ungarn sowie zu syrischen Asylsuchenden
nennen)?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2015 Übernahmeersuchen
Herkunftsländer absolut in Prozent
Syrien 1.754 18,7
Irak 1.439 15,3
Afghanistan 1.203 12,8
Russische Föderation 986 10,5
Pakistan 358 3,8
Nigeria 292 3,1
Ukraine 272 2,9
Eritrea 255 2,7
Iran 247 2,6
Somalia 224 2,4
Algerien 156 1,7
Georgien 144 1,5
Gambia 141 1,5
Ungeklärt 125 1,3
Bangladesch 107 1,1
Jahr 2015 Übernahmeersuchen
Herkunftsländer absolut in Prozent
Syrien 9.594 21,4
Afghanistan 6.008 13,4
Irak 4.618 10,3
Russische Föderation 3.247 7,2
Pakistan 1.468 3,3
Eritrea 1.351 3,0
Kosovo 1.346 3,0
Jahr 2015 Übernahmeersuchen
Herkunftsländer absolut in Prozent
Nigeria 1.314 2,9
Somalia 1.300 2,9
Iran 1.136 2,5
Ukraine 1.081 2,4
Algerien 1.014 2,3
Ungeklärt 964 2,1
Gambia 887 2,0
Georgien 685 1,5
4. Quartal 2014 Übernahmeersuchen
Herkunftsländer absolut in Prozent
Syrien 2.455 22,4
Kosovo 925 8,4
Afghanistan 877 8,0
Russische Föderation 684 6,2
Eritrea 412 3,8
Nigeria 391 3,6
Somalia 383 3,5
Georgien 364 3,3
Irak 343 3,1
Iran 332 3,0
Ukraine 290 2,6
Algerien 287 2,6
Pakistan 282 2,6
Ungeklärt 241 2,2
Gambia 224 2,0
Jahr 2014 Übernahmeersuchen
Herkunftsländer absolut in Prozent
Syrien 5.307 15,1
Russische Föderation 3.083 8,8
Afghanistan 2.997 8,5
Somalia 2.281 6,5
Kosovo 1.747 5,0
Iran 1.380 3,9
Georgien 1.285 3,7
Eritrea 1.198 3,4
Nigeria 1.101 3,1
Algerien 1.079 3,1
Pakistan 1.006 2,9
Irak 956 2,7
Marokko 824 2,3
Serbien 820 2,3
Gambia 667 1,9
4. Quartal 2015 Übernahmeersuchen
ÜE an Mitgliedstaaten absolut in Prozent
Ungarn 3.766 40,1
Italien 1.580 16,8
Polen 1.068 11,4
Bulgarien 827 8,8
Österreich 423 4,5
Frankreich 287 3,1
Spanien 273 2,9
Schweden 220 2,3
Schweiz 183 1,9
Belgien 125 1,3
Niederlande 112 1,2
Litauen 89 0,9
Norwegen 86 0,9
Dänemark 77 0,8
Rumänien 48 0,5
Zypern 13 0,1
Malta 11 0,1
Griechenland 0 0,0
Jahr 2015 Übernahmeersuchen
ÜE an Mitgliedstaaten absolut in Prozent
Ungarn 14.587 32,5
Italien 9.231 20,6
Bulgarien 4.744 10,6
Polen 3.784 8,4
Spanien 2.064 4,6
Frankreich 1.885 4,2
Österreich 1.880 4,2
Schweden 1.311 2,9
Schweiz 1.159 2,6
Belgien 872 1,9
Niederlande 722 1,6
Norwegen 507 1,1
Dänemark 448 1,0
Rumänien 336 0,7
Litauen 289 0,6
Malta 148 0,3
Zypern 50 0,1
Griechenland 0 0,0
4. Quartal 2014 Übernahmeersuchen
ÜE an Mitgliedstaaten absolut in Prozent
Italien 2.902 26,5
Ungarn 1.992 18,2
Bulgarien 1.452 13,2
Polen 992 9,0
Frankreich 641 5,8
Spanien 462 4,2
Schweiz 391 3,6
4. Quartal 2014 Übernahmeersuchen
ÜE an Mitgliedstaaten absolut in Prozent
Belgien 389 3,5
Schweden 381 3,5
Österreich 360 3,3
Niederlande 187 1,7
Norwegen 158 1,4
Dänemark 152 1,4
Rumänien 103 0,9
Litauen 78 0,7
Malta 61 0,6
Zypern 12 0,1
Griechenland 0 0,0
Jahr 2014 Übernahmeersuchen
ÜE an Mitgliedstaaten absolut in Prozent
Italien 9.102 25,9
Bulgarien 4.405 12,5
Ungarn 3.913 11,1
Polen 3.311 9,4
Frankreich 2.422 6,9
Belgien 2.138 6,1
Spanien 1.851 5,3
Schweiz 1.706 4,9
Schweden 1.521 4,3
Österreich 1.085 3,1
Niederlande 752 2,1
Norwegen 599 1,7
Dänemark 520 1,5
Malta 322 0,9
Rumänien 218 0,6
Zypern 53 0,2
Griechenland 0 0,0
b) Wie viele Dublin-Entscheidungen mit welchem Ergebnis (Zuständigkeit
eines anderen EU-Mitgliedstaats bzw. der Bundesrepublik Deutschland,
Selbsteintritt, humanitäre Fälle, Familienzusammenführung usw.) gab es
in den benannten Zeiträumen (bitte bei der Zahl der Selbsteintritte auch
nach Mitgliedstaaten der Europäischen Union und den jeweils fünf
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Entscheidungen über Dublin-Verfahren werden im Statistiksystem beim BAMF
nach den in den folgenden Tabellen aufgeführten Kategorien erfasst:
4. Quartal
2015
4. Quartal
2014
Jahr
2015
Jahr
2014
Ablehnungen durch den
Mitgliedstaat gesamt 1.836 3.500 10.280 10.728
davon Ablehnungen
nach Artikel 6 Satz 2 Dublin II 3 16
nach Artikel 7 Dublin II 3 14
nach Artikel 15 Dublin II 5 22
nach Artikel 8 Absatz 1 Dublin III 4 6 40 9
4. Quartal
2015
4. Quartal
2014
Jahr
2015
Jahr
2014
nach Artikel 8 Absatz 2 Dublin III 1 6
nach Artikel 8 Absatz 3 Dublin III 8 1
nach Artikel 8 Absatz 4 Dublin III 27 21 91 41
nach Artikel 9 Dublin III 5 15 20 37
nach Artikel 10 Dublin III 9 9 57 78
nach Artikel 11 a) Dublin III 31 16 87 48
nach Artikel 11 b) Dublin III 10 38 16
nach Artikel 16 Absatz 1 Dublin III 5 12 54
nach Artikel 16 Absatz 2 Dublin III 1 1 7
nach Artikel 17 Absatz 1 Dublin III 2 7 16 21
nach Artikel 17 Absatz 2 Dublin III 7 9 31 18
nach Artikel 20 Absatz 3 Dublin III 17 10 40 37
Zustimmungen des
Mitgliedstaates gesamt 5.492 6.578 29.699 27.157
davon Zustimmungen
nach Artikel 4 Absatz 3 Dublin II 3 1 98
nach Artikel 6 Satz 1 Dublin II 1 5
nach Artikel 7 Dublin II 1 3 6
nach Artikel 8 Dublin II 1 10
nach Artikel 14 a) und b) Dublin II 10 3
nach Artikel 15 Dublin II 3 9
nach Artikel 8 Absatz 1 Dublin III 2 1 2 8
nach Artikel 8 Absatz 2 Dublin III 4 5
nach Artikel 8 Absatz 3 Dublin III 2
nach Artikel 8 Absatz 4 Dublin III 1 1 5 1
nach Artikel 9 Dublin III 1 3 17 33
nach Artikel 10 Dublin III 3 8 15 38
nach Artikel 11 a) Dublin III 1 5 24 26
nach Artikel 11 b) Dublin III 1 8 2
nach Artikel 16 Absatz 1 Dublin III 10 17 69
nach Artikel 16 Absatz 2 Dublin III 1 5
nach Artikel 17 Absatz 1 Dublin III 1 5 74 7
nach Artikel 17 Absatz 2 Dublin III 6 10 7
nach Artikel 20 Absatz 3 Dublin III 3 40 66 138
4. Quartal 2015
Selbsteintritte oder faktische Überstellungshindernisse, die zur Durchführung
eines nationalen Verfahrens führen
Mitgliedstaaten Herkunftsländer
Belgien 21 darunter:
Syrien 15
Ruanda 2
Afghanistan 1
Serbien 1
Kamerun 1
Bulgarien 155 darunter:
Syrien 81
Irak 54
Afghanistan 8
4. Quartal 2015
Selbsteintritte oder faktische Überstellungshindernisse, die zur Durchführung
eines nationalen Verfahrens führen
Mitgliedstaaten Herkunftsländer
Ungeklärt 7
Somalia 2
Dänemark 2 Libanon 1
Syrien 1
Frankreich 36 darunter:
Syrien 24
Irak 5
Nigeria 2
Burkina-Faso 1
Afghanistan 1
Griechenland 1.491 darunter:
Syrien 1.006
Afghanistan 149
Pakistan 73
Irak 63
Ungeklärt 61
Italien 242 darunter:
Syrien 123
Staatenlos 16
sonst. asiat. Staatsangehörigkeit 15
Somalia 12
Ungeklärt 12
Kroatien 1 Somalia 1
Lettland 4 Tadschikistan 4
Liechtenstein 4 Armenien 4
Litauen 1 Tadschikistan 1
Russische Föderation
Malta 17 Syrien 10
Somalia 4
Nigeria 1
Staatsangehörigkeit ohne Bez. 1
Libyen 1
Niederlande 14 darunter:
Syrien 4
Mongolei 4
Bosnien-Herzegowina 2
Afghanistan 2
Türkei 1
Norwegen 10 Afghanistan 8
Ungeklärt 1
Sudan (ohne Südsudan) 1
Österreich 25 darunter:
Syrien 8
Irak 7
Türkei 3
4. Quartal 2015
Selbsteintritte oder faktische Überstellungshindernisse, die zur Durchführung
eines nationalen Verfahrens führen
Mitgliedstaaten Herkunftsländer
Staatenlos 2
Afghanistan 2
Polen 38 darunter:
Russische Föderation 14
Syrien 12
Ukraine 4
Tadschikistan 3
Georgien 3
Portugal 3 Angola 2
Syrien 1
Rumänien 12 Syrien 9
Irak 3
Schweden 8 Albanien 3
Afghanistan 3
Syrien 1
Armenien 1
Schweiz 12 Kosovo 6
Irak 4
Ägypten 1
Syrien 1
Slowakische Republik 1 Somalia 1
Spanien 83 darunter:
Syrien 69
Kamerun 3
Irak 3
sonst. asiat. Staatsangehörigkeit 3
Guinea 1
Tschechische Republik 4 Syrien 4
Ungarn 1.041 darunter:
Syrien 707
Irak 102
Afghanistan 67
Ungeklärt 60
Kosovo 23
Zypern 1 Syrien 1
Gesamt 3.226
Jahr 2015
Selbsteintritte oder faktische Überstellungshindernisse, die zur Durchführung eines
nationalen Verfahrens führen
Mitgliedstaaten Herkunftsländer
Belgien 68 darunter:
Syrien 35
Serbien 5
Kosovo 4
Jahr 2015
Selbsteintritte oder faktische Überstellungshindernisse, die zur Durchführung eines
nationalen Verfahrens führen
Mitgliedstaaten Herkunftsländer
Libanon 3
Albanien 2
Bulgarien 572 darunter:
Syrien 377
Irak 99
Afghanistan 59
Ungeklärt 12
Somalia 6
Dänemark 8 Kosovo 5
Afghanistan 1
Libanon 1
Syrien 1
Estland 1 Syrien 1
Finnland 3 Afghanistan 3
Frankreich 122 darunter:
Syrien 52
Irak 11
Afghanistan 7
Kosovo 7
Sri Lanka 6
Griechenland 5.436 darunter:
Syrien 3.536
Afghanistan 708
Pakistan 204
Ungeklärt 186
Irak 146
Großbritannien 1 Syrien 1
Italien 999 darunter:
Syrien 522
Ungeklärt 62
Iran 60
Eritrea 47
sonst. asiat. Staatsangehörigkeit 41
Kroatien 4 Syrien 3
Somalia 1
Lettland 5 Tadschikistan 4
Syrien 1
Liechtenstein 4 Armenien 4
Litauen 14 Afghanistan 5
Tadschikistan 4
Georgien 3
Armenien 1
Russische Föderation 1
Malta 55 darunter:
Somalia 19
Syrien 16
Nigeria 7
Eritrea 5
Jahr 2015
Selbsteintritte oder faktische Überstellungshindernisse, die zur Durchführung eines
nationalen Verfahrens führen
Mitgliedstaaten Herkunftsländer
Algerien 4
Niederlande 35 darunter:
Syrien 11
Bosnien-Herzegowina 7
Armenien 5
Mongolei 4
Afghanistan 3
Norwegen 25 darunter:
Afghanistan 18
Jemen 2
Ungeklärt 2
Iran 1
Sri Lanka 1
Österreich 70 darunter:
Syrien 29
Irak 18
Ungeklärt 5
Afghanistan 4
Staatenlos 3
Polen 201 darunter:
Russische Föderation 102
Syrien 37
Tadschikistan 18
Georgien 15
Ukraine 10
Portugal 4 Angola 2
Syrien 1
Ungeklärt 1
Rumänien 44 Syrien 33
Afghanistan 5
Irak 3
Iran 3
Schweden 42 darunter:
Syrien 17
Staatenlos 6
Ungeklärt 5
Afghanistan 4
Albanien 3
Schweiz 32 darunter:
Syrien 18
Kosovo 6
Irak 4
Afghanistan 1
Ägypten 1
Slowakische Republik 4 Irak 2
Somalia 1
Syrien 1
Slowenien 12 Türkei 9
Jahr 2015
Selbsteintritte oder faktische Überstellungshindernisse, die zur Durchführung eines
nationalen Verfahrens führen
Mitgliedstaaten Herkunftsländer
Syrien 3
Spanien 322 darunter:
Syrien 269
Kamerun 9
Ungeklärt 8
Libanon 7
Somalia 7
Tschechische Republik 15 darunter:
Syrien 4
Ukraine 4
Armenien 3
Irak 2
Libanon 1
Ungarn 2.395 darunter:
Syrien 1.640
Afghanistan 210
Irak 155
Ungeklärt 128
Kosovo 118
Zypern 2 Georgien 1
Syrien 1
Gesamt 10.495
4. Quartal 2014
Selbsteintritte oder faktische Überstellungshindernisse, die zur Durchführung
eines nationalen Verfahrens führen
Mitgliedstaaten Herkunftsländer
Belgien 20 darunter:
Nigeria 5
Afghanistan 4
Albanien 4
Bosnien-Herzegowina 3
Russische Föderation 2
Bulgarien 11 Syrien 9
Afghanistan 1
Ungeklärt 1
Frankreich 3 Kenia 1
Russische Föderation 1
Turkmenistan 1
Griechenland 585 darunter:
Syrien 283
Afghanistan 168
Pakistan 22
Nigeria 13
Somalia 13
Island 1 Äthiopien 1
4. Quartal 2014
Selbsteintritte oder faktische Überstellungshindernisse, die zur Durchführung
eines nationalen Verfahrens führen
Mitgliedstaaten Herkunftsländer
Italien 42 darunter:
Afghanistan 14
sonst. asiat. Staatsangehörigkeit 10
Somalia 6
Syrien 5
Iran 4
Kroatien 1 Sri Lanka 1
Malta 30 Somalia 11
Libyen 7
Eritrea 6
sonst. asiat. Staatsangehörigkeit 5
Tschad 1
Niederlande 5 Irak 2
Mongolei 2
Kenia 1
Norwegen 9 Kirgisistan 5
Afghanistan 2
Iran 2
Polen 14 darunter:
Afghanistan 4
Irak 4
Russische Föderation 3
sonst. asiat. Staatsangehörigkeit 1
Tadschikistan 1
Portugal 2 Afghanistan 1
Ägypten 1
Schweden 2 Kosovo 1
Serbien 1
Schweiz 1 Türkei 1
Spanien 14 Irak 7
Libanon 4
Kenia 1
Nigeria 1
Syrien 1
Ungarn 4 Afghanistan 2
Pakistan 1
Syrien 1
Gesamt 744
Jahr 2014
Selbsteintritte oder faktische Überstellungshindernisse, die zur Durchführung
eines nationalen Verfahrens führen
Mitgliedstaaten Herkunftsländer
Belgien 54 darunter:
Russische Föderation 11
Afghanistan 10
Nigeria 5
Albanien 4
Somalia 4
Bulgarien 69 darunter:
Syrien 43
Afghanistan 18
Somalia 4
Senegal 2
Jordanien 1
Dänemark 1 Afghanistan 1
Frankreich 18 darunter:
Montenegro 6
Iran 2
Nigeria 2
Georgien 1
Guinea 1
Griechenland 1.519 darunter:
Syrien 591
Afghanistan 498
Pakistan 95
Iran 50
Somalia 44
Großbritannien 1 Pakistan 1
Island 1 Äthiopien 1
Italien 146 darunter:
Syrien 43
Afghanistan 26
Iran 14
sonst. asiat. Staatsangehörigkeit 13
Somalia 10
Kroatien 1 Sri Lanka 1
Malta 198 darunter:
Libyen 94
Somalia 64
Eritrea 13
sonst. asiat. Staatsangehörigkeit 11
Tschad 4
Niederlande 14 darunter:
Irak 3
Somalia 3
Mongolei 2
Afghanistan 1
Jahr 2014
Selbsteintritte oder faktische Überstellungshindernisse, die zur Durchführung
eines nationalen Verfahrens führen
Mitgliedstaaten Herkunftsländer
Kenia 1
Norwegen 10 Kirgisistan 5
Iran 3
Afghanistan 2
Österreich 2 Pakistan 2
Polen 79 darunter:
Russische Föderation 47
Syrien 12
Irak 5
Afghanistan 4
Ägypten 4
Portugal 9 Syrien 7
Afghanistan 1
Ägypten 1
Rumänien 9 Syrien 8
Afghanistan 1
Schweden 7 Afghanistan 2
Irak 2
Kosovo 2
Serbien 1
Schweiz 4 Syrien 2
Afghanistan 1
Türkei 1
Slowakische Republik 1 Somalia 1
Spanien 34 davon:
Irak 15
Syrien 11
Libanon 4
Iran 1
Kenia 1
Tschechische Rep. 2 Syrien 2
Ungarn 46 darunter:
Afghanistan 21
Syrien 12
Pakistan 6
Kosovo 3
Irak 2
Gesamt 2.225
c) Wie viele Überstellungen nach der Dublin-Verordnung wurden in den
benannten Zeiträumen vollzogen (bitte in absoluten Zahlen und in
Prozentzahlen angeben und auch nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern – in
jedem Fall auch Syrien – und Mitgliedstaaten der Europäischen Union
– in jedem Fall auch Griechenland, Ungarn, Bulgarien, Zypern und
Malta – differenzieren), und wie viele dieser Personen wurden unter
Einschaltung des BAMF, aber ohne Durchführung eines Asylverfahrens
überstellt?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2015 Überstellungen
Herkunftsländer absolut in Prozent
gesamt 893
darunter:
Russische Föderation 128 14,3
Ukraine 72 8,1
Afghanistan 50 5,6
Irak 44 4,9
Algerien 35 3,9
Gambia 33 3,7
Pakistan 32 3,6
Somalia 32 3,6
Albanien 28 3,1
Marokko 27 3,0
Guinea 24 2,7
Nigeria 24 2,7
Georgien 23 2,6
Libyen 23 2,6
Guinea-Bissau 22 2,5
Syrien 7 0,8
Jahr 2015 Überstellungen
Herkunftsländer absolut in Prozent
gesamt 3.597
darunter:
Russische Föderation 465 12,9
Ukraine 178 4,9
Syrien 168 4,7
Afghanistan 166 4,6
Pakistan 165 4,6
Georgien 154 4,3
Gambia 153 4,3
Somalia 147 4,1
Algerien 135 3,8
Kosovo 120 3,3
Marokko 112 3,1
Irak 108 3,0
Guinea 100 2,8
Albanien 94 2,6
Nigeria 92 2,6
4. Quartal 2014 Überstellungen
Herkunftsländer absolut in Prozent
gesamt 946
darunter:
Russische Föderation 184 19,5
Somalia 56 5,9
Kosovo 44 4,7
Afghanistan 42 4,4
Pakistan 42 4,4
Guinea 41 4,3
Algerien 40 4,2
Irak 31 3,3
Marokko 29 3,1
Nigeria 29 3,1
Gambia 27 2,9
Georgien 27 2,9
Mazedonien 23 2,4
Iran 20 2,1
Mali 20 2,1
Syrien 19 2,0
Jahr 2014 Überstellungen
Herkunftsländer absolut in Prozent
gesamt 4.772
darunter:
Russische Föderation 1.435 30,1
Kosovo 267 5,6
Somalia 251 5,3
Afghanistan 246 5,2
Pakistan 192 4,0
Georgien 166 3,5
Marokko 147 3,1
Serbien 142 3,0
Algerien 141 3,0
Mazedonien 136 2,8
Guinea 116 2,4
Syrien 102 2,1
Irak 93 1,9
Iran 93 1,9
Tunesien 87 1,8
4. Quartal 2015 Überstellungen
an Mitgliedstaaten absolut in Prozent
gesamt 893
darunter:
Italien 213 23,9
Polen 166 18,6
Frankreich 77 8,6
Spanien 76 8,5
Österreich 64 7,2
Belgien 56 6,3
Ungarn 55 6,2
4. Quartal 2015 Überstellungen
an Mitgliedstaaten absolut in Prozent
Schweden 53 5,9
Schweiz 40 4,5
Niederlande 21 2,4
Malta 9 1,0
Norwegen 9 1,0
Dänemark 8 0,9
Portugal 7 0,8
Bulgarien 6 0,7
Zypern 1 0,1
Griechenland 0 0,0
Jahr 2015 Überstellungen
an Mitgliedstaaten absolut in Prozent
gesamt 3.597
darunter:
Italien 861 23,9
Polen 556 15,5
Frankreich 427 11,9
Belgien 321 8,9
Spanien 271 7,5
Österreich 193 5,4
Ungarn 192 5,3
Schweden 175 4,9
Schweiz 160 4,4
Niederlande 126 3,5
Dänemark 71 2,0
Norwegen 47 1,3
Bulgarien 39 1,1
Malta 27 0,8
Litauen 23 0,6
Zypern 1 0,0
Griechenland 0 0,0
4. Quartal 2014 Überstellungen
an Mitgliedstaaten absolut in Prozent
gesamt 946
darunter:
Italien 197 20,8
Belgien 168 17,8
Polen 159 16,8
Spanien 70 7,4
Schweiz 64 6,8
Frankreich 57 6,0
Ungarn 37 3,9
Schweden 36 3,8
Niederlande 31 3,3
Österreich 26 2,7
Norwegen 26 2,7
Finnland 19 2,0
Portugal 9 1,0
4. Quartal 2014 Überstellungen
an Mitgliedstaaten absolut in Prozent
Bulgarien 8 0,8
Slowakische Republik 7 0,7
Malta 3 0,3
Zypern 0 0,0
Griechenland 0 0,0
Jahr 2014 Überstellungen
an Mitgliedstaaten absolut in Prozent
gesamt 4.772
darunter:
Polen 1.218 25,5
Belgien 844 17,7
Italien 782 16,4
Frankreich 374 7,8
Schweiz 292 6,1
Österreich 225 4,7
Schweden 215 4,5
Ungarn 178 3,7
Spanien 177 3,7
Niederlande 109 2,3
Norwegen 93 1,9
Dänemark 47 1,0
Malta 44 0,9
Finnland 28 0,6
Portugal 22 0,5
Bulgarien 14 0,3
Zypern 2 0,0
Griechenland 0 0,0
Zeitraum Überstellungen ohne Durchführung eines Asylverfahrens
4. Quartal 2015 33
4. Quartal 2014 17
Jahr 2015 116
Jahr 2014 186
d) Wie viele Asylanträge wurden in den genannten Zeiträumen mit der
Begründung einer Nicht-Zuständigkeit nach der Dublin-Verordnung
abgelehnt oder eingestellt oder als unbeachtlich betrachtet, ohne dass ein
Asylverfahren mit inhaltlicher Prüfung durchgeführt wurde (bitte in absoluten
und relativen Zahlen angeben), und wie viele Asylanträge wurden als
unzulässig erachtet, weil bereits in einem anderen Land ein Schutzstatus
gewährt wurde (bitte in absoluten und relativen Zahlen angeben und weitere
Angaben zu den wichtigsten betroffenen Mitgliedstaaten der
Europäischen Union und den dort gewährten Schutzstatus und die
Staatsangehörigkeit der Betroffenen machen)?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden:
Zeitraum
Entscheidungen gesamt
davon Dublin-Entscheidungen (Nichtzuständigkeit)
davon
unzulässig
(nach § 27a
AsylG)
davon
Einstellungen
davon kein
weiteres Verfahren
durchzuführen
4. Quartal 2015 110.188 4.234 4.211 9 14
Jahr 2015 282.726 18.770 18.658 68 44
4. Quartal 2014 43.066 5.337 5.324 11 2
Jahr 2014 128.911 23.413 23.056 195 162
Zeitraum Entscheidungen gesamt davon Schutz im Mitgliedstaat
4. Quartal 2015 110.188 853
4. Quartal 2014 43.066 1.154
Jahr 2015 282.726 4.308
Jahr 2014 128.911 2.511
Die Entscheidungen über die Gewährung eines Schutzstatus in einem anderen
Land werden unabhängig davon getroffen, ob ein Dublin-Verfahren durchgeführt
wird. Deshalb ist die Zuordnung zu einem Land nicht möglich.
e) In wie vielen Fällen wurde in den genannten Zeiträumen bei
Asylsuchenden festgestellt, dass eigentlich Griechenland nach der Dublin-
Verordnung zuständig wäre (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenziert angeben), wann und nach welchen Kriterien wird in
diesen Fällen die Zuständigkeit eines weiteren durchreisten Dublin-
Mitgliedstaats geprüft, und in welchem ungefähren Umfang finden solche
Prüfungen eines möglicherweise nach den Dublin-Regelungen zuständigen
Viertstaats statt (bitte darlegen)?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden:
Feststellung der Zuständigkeit Griechenlands
4. Quartal 2015
Herkunftsländer gesamt 1.491
darunter:
Syrien 1.006
Afghanistan 149
Pakistan 73
Irak 63
Ungeklärt 61
Staatenlos 36
Iran 15
Marokko 15
Libanon 12
Nigeria 10
Feststellung der Zuständigkeit Griechenlands
Jahr 2015
Herkunftsländer gesamt 5.436
darunter:
Syrien 3.536
Afghanistan 708
Pakistan 204
Ungeklärt 186
Irak 146
Staatenlos 131
sonst. asiatische Staatsangehörigkeit 112
Iran 52
Albanien 43
Somalia 38
Feststellung der Zuständigkeit Griechenlands
4. Quartal 2014
Herkunftsländer gesamt 585
darunter:
Syrien 283
Afghanistan 168
Pakistan 22
Somalia 13
Nigeria 13
Iran 12
Ungeklärt 12
Irak 10
Staatenlos 9
sonst. asiat. Staatsangehörigkeit 8
Feststellung der Zuständigkeit Griechenlands
Jahr 2014
Herkunftsländer gesamt 1.519
darunter:
Syrien 591
Afghanistan 498
Pakistan 95
Iran 50
Somalia 44
Irak 36
sonst. asiat. Staatsangehörigkeit 24
Staatenlos 23
Ungeklärt 20
Nigeria 18
Die Zuständigkeitskriterien nach Artikel 7 bis Artikel 15 Dublin III - Verordnung
werden immer geprüft. Der Umfang hängt vom konkreten Einzelfall ab und kann
daher nicht näher verifiziert werden.
f) Wie viele Übernahmeersuchen, Zustimmungen bzw. Überstellungen
(bitte differenzieren) im Rahmen des Dublin-Systems gab es in den
genannten Zeiträumen durch bzw. an Deutschland (bitte auch nach Ländern
differenzieren und die jeweiligen Überstellungsquoten nennen)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Etwaige
Überstellungsquoten ergeben sich aus dem Verhältnis der jeweils erfolgten
Überstellungen zu den jeweiligen Zustimmungen.
4. Quartal 2015
Übernahmeersuchen an die
Mitgliedstaaten
Übernahmeersuchen von
Mitgliedstaaten
Übernahmeersuchen
Zustimmungen
erfolgte
Überstellungen
Übernahmeersuchen
Zustimmungen
erfolgte
Überstellungen
Österreich 423 191 64 189 138 32
Belgien 125 95 56 529 458 79
Bulgarien 827 398 6 3 1 6
Schweiz 183 72 40 666 572 97
Zypern 13 4 1 5 2 2
Tschechische Rep. 46 47 6 8 5
Dänemark 77 31 8 223 193 40
Estland 27 18 1
Spanien 273 189 76
Finnland 23 15 312 294 7
Frankreich 287 219 77 633 492 109
Griechenland 72 45 200
Kroatien 16 9 4 1 1 1
Ungarn 3.766 1.773 55 33 19 5
Irland 2 3 1 6 1
Island 1 19 16
Italien 1.580 1.176 213 11 6
Liechtenstein 3 2 1
Litauen 89 29 6 2 2 3
Luxemburg 15 6 6 34 30 12
Lettland 13 7
Malta 11 18 9 2 2
Niederlande 112 54 21 949 930 75
Norwegen 86 36 9 661 595 142
Polen 1.068 983 166 33 30 16
Portugal 17 19 7 4 1
Rumänien 48 12 5 3 1 1
Schweden 220 74 53 2.065 1.730 125
Slowenien 3 4 2 4 3 2
Slowakische Republik 18 4 1 2
Vereinigtes Königreich 20 5 75 62 15
Gesamt 9.388 5.492 893 6.545 5.630 973
Jahr 2015
Übernahmeersuchen an die
Mitgliedstaaten
Übernahmeersuchen von
Mitgliedstaaten
Übernahmeersuchen
Zustimmungen
erfolgte
Überstellungen
Übernahmeersuchen
Zustimmungen
erfolgte
Überstellungen
Österreich 1.880 939 193 464 360 141
Belgien 872 714 321 883 756 273
Bulgarien 4.744 1.669 39 26 11 12
Schweiz 1.159 539 160 1.210 1.006 327
Zypern 50 25 1 18 10 8
Tschechische Republik 218 148 18 28 11 3
Dänemark 448 227 71 443 370 166
Estland 58 32 3 2 2 2
Spanien 2.064 1.796 271 4 4 3
Finnland 97 37 6 364 334 33
Frankreich 1.885 1.645 427 1.740 1.289 327
Griechenland 601 508 542
Kroatien 60 46 11 2 1 1
Ungarn 14.587 9.303 192 45 29 12
Irland 4 3 1 14 7
Island 1 2 24 21
Italien 9.231 7.150 861 46 37 15
Liechtenstein 1 4 7 2 1
Litauen 289 222 23 4 4 4
Luxemburg 49 39 14 103 97 35
Lettland 67 50 9
Malta 148 164 27 6 6 2
Niederlande 722 371 126 1.853 1.792 267
Norwegen 507 257 47 780 695 237
Polen 3.784 3.280 556 89 75 52
Portugal 65 56 12 9 5 4
Rumänien 336 175 8 13 7 5
Schweden 1.311 682 175 2.796 2.355 505
Slowenien 40 32 9 10 9 8
Slowakische Republik 110 61 10 6 2 2
Vereinigtes Königreich 105 31 6 195 160 45
Gesamt 44.892 29.699 3.597 11.785 9.965 3.032
4. Quartal 2014
Übernahmeersuchen an die
Mitgliedstaaten
Übernahmeersuchen von
Mitgliedstaaten
Übernahmeersuchen
Zustimmungen
erfolgte
Überstellungen
Übernahmeersuchen
Zustimmungen
erfolgte
Überstellungen
Österreich 360 163 26 71 49 27
Belgien 389 356 168 103 99 32
Bulgarien 1.452 360 8 3 2 1
Schweiz 391 158 64 123 100 81
Zypern 12 10 10 8 10
Tschechische Republik 43 43 1 5 3
Dänemark 152 100 6 84 66 44
Estland 2 4
Spanien 462 381 70 3
Finnland 29 8 19 34 26 13
Frankreich 641 428 57 221 135 74
Griechenland 110 95 119
Kroatien 19 25 2
Ungarn 1.992 1.492 37 4 3
Irland 1 2 2 2
Island 2 1
Italien 2.902 1.495 197 20 19
Liechtenstein 2 1 1
Litauen 78 50 6 2
Luxemburg 12 13 5 19 16 9
Lettland 19 28 3
Malta 61 46 3
Niederlande 187 117 31 175 162 28
Norwegen 158 93 26 64 53 46
Polen 992 874 159 15 8 14
Portugal 10 15 9 1 1
Rumänien 103 42 1 4 1 1
Schweden 381 217 36 279 212 150
Slowenien 29 26 2
Slowakische Republik 55 25 7 1
Vereinigtes Königreich 33 8 3 35 22 5
Gesamt 10.969 6.578 946 1.386 1.086 656
Jahr 2014
Übernahmeersuchen an die
Mitgliedstaaten
Übernahmeersuchen von
Mitgliedstaaten
Übernahmeersuchen
Zustimmungen
erfolgte
Überstellungen
Übernahmeersuchen
Zustimmungen
erfolgte
Überstellungen
Österreich 1.085 619 225 251 191 84
Belgien 2.138 2.147 844 321 285 135
Bulgarien 4.405 1.177 14 13 6 4
Schweiz 1.706 879 292 548 446 241
Zypern 53 58 2 24 19 17
Tschechische Republik 164 138 8 12 8 8
Dänemark 520 314 47 243 211 128
Estland 9 7
Spanien 1.851 1.523 177 10 10 3
Finnland 108 55 28 99 95 62
Frankreich 2.422 1.798 374 818 512 167
Griechenland 462 435 460
Kroatien 61 58 9 3 1
Ungarn 3.913 3.282 178 34 24 10
Irland 2 3 3 2
Island 6 1 7 6
Italien 9.102 8.082 782 51 34 2
Liechtenstein 3 1 1 1 4
Litauen 172 159 17 7 2 2
Luxemburg 98 67 18 55 47 23
Lettland 94 95 5
Malta 322 361 44 1 1
Niederlande 752 481 109 570 543 156
Norwegen 599 385 93 269 230 205
Polen 3.311 4.161 1.218 60 38 26
Portugal 94 108 22 6 6 3
Rumänien 218 87 4 15 11 6
Schweden 1.521 863 215 1.084 925 483
Slowenien 81 61 5 3 2 2
Slowakische Republik 163 126 20 2 1 2
Vereinigtes Königreich 142 64 22 119 85 39
Gesamt 35.115 27.157 4.772 5.091 4.177 2.275
g) Wie und nach welchen Kriterien wird im Allgemeinen und konkret in
Bezug auf syrische Asylsuchende entschieden, ob ein Dublin-Verfahren
eingeleitet wird oder nicht, vor dem Hintergrund, dass bei der Mehrzahl aller
über den Landweg eingereisten Asylsuchenden die Zuständigkeit eines
anderen Mitgliedstaats vorliegen dürfte (bitte so konkret wie möglich
darstellen)?
Auf die Antwort zu Frage 5e wird verwiesen.
h) Welche Auswirkungen hatte die Wiederaufnahme der Dublin-Prüfungen
zum 22. Oktober 2015 bei syrischen Asylsuchenden (bitte so genau wie
möglich darstellen, z. B. in Bezug auf die Betroffenenzahlen, den
personellen und zeitlichen Mehraufwand, Erfolgsquoten usw.)?
Die zahlenmäßige Entwicklung im Zeitverlauf zwischen August und Dezember
2015 kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Im Übrigen wird auf
die Antwort zu Frage 5e verwiesen.
Entwicklung Syrien ab August2015
Zugänge
Entscheidungen
davon
Dublin-
Entscheidungen
Dublin-
Entscheidungen
in %
anhängige
Verfahren
davon
Dublin-
Verfahren
anhängige
Dublin-
Verfahren
in %
Überstellungen in
andere
Mitgliedstaaten
August 10.440 6.345 113 1,8 33.659 6.028 17,9 15
September 16.838 6.126 5 0,1 45.803 2.770 6,0 21
Oktober 28.462 12.552 9 0,1 63.476 1.166 1,8 4
November 30.573 19.461 18 0,1 76.609 3.462 4,5 2
Dezember 25.357 25.015 46 0,2 77.912 5.997 7,7 1
i) Welche Bedingungen, Regeln oder Einschränkungen einzelner
Mitgliedstaaten in Bezug auf die Rückübernahme im Rahmen des Dublin-Systems
gibt es derzeit bzw. gab es im Jahr 2015 (bitte nach den jeweiligen
Mitgliedstaaten differenziert darstellen, z. B. inwieweit es quantitative
Höchstgrenzen oder zeitliche Beschränkungen oder zusätzliche
prozedurale oder sonstige Anforderungen in Bezug auf die Rückübernahme
gibt), und wie wird dies von der Bundesregierung bewertet?
Die ungarischen Behörden kontingentieren weiterhin in dem bisherigen Rahmen
Dublin-Überstellungen der Mitgliedstaaten nach Ungarn. Die insgesamt niedrige
Zahl von Dublin-Überstellungen von Deutschland nach Ungarn (192
Überstellungen im Jahr 2015) hängt unter anderem mit der Kontingentierung von
Überstellungen durch die ungarischen Behörden zusammen, da eine fristgemäße
Überstellung häufig nicht möglich ist.
Bedingungen, Regeln oder Einschränkungen, die in der Dublin III-VO nicht
vorgesehen sind, erhöhen den Aufwand für den überstellenden Mitgliedstaat und
mindern die Effizienz des Dublin-Verfahrens.
6. Wie viele Asylanträge wurden im vierten Quartal 2015 bzw. im
Gesamtjahr 2015 (bitte auch die Vergleichswerte des Vorjahres nennen) nach § 14a
Absatz 2 des Asylgesetzes (AsylG) von Amts wegen für hier geborene (oder
eingereiste) Kinder von Asylsuchenden gestellt, wie viele Asylanträge
wurden in den genannten Zeiträumen von bzw. für Kinder(n) unter 16 Jahren
bzw. von Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren bzw. von unbegleiteten
minderjährigen Flüchtlingen gestellt (bitte jeweils in absoluten Zahlen und
in Prozentzahlen in Relation zur Gesamtzahl der Asylanträge sowie die
Gesamtzahl der Anträge unter 18-Jähriger und sich überschneidende
Teilmengen angeben), und wie hoch waren die jeweiligen (auch bereinigten)
Gesamtschutzquoten für die genannten Gruppen?
Die Gesamtschutzquote bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag im
vierten Quartal 2015 bei 94,1 Prozent (viertes Quartal 2014: 87,7 Prozent), bei
Unbegleiteten im Alter von 16 bis unter 18 Jahren bei 91,5 Prozent (viertes
Quartal 2014: 70,7 Prozent) und bei Personen unter 18 Jahren bei 57,3 Prozent (viertes
Quartal 2014: 29,7 Prozent).
Die sogenannte bereinigte Gesamtschutzquote bei unbegleiteten Minderjährigen
unter 16 Jahren lag im vierten Quartal 2015 bei 97,1 Prozent (viertes
Quartal 2014: 89,9 Prozent), bei unbegleiteten Minderjährigen im Alter von 16 bis
unter 18 Jahren bei 94,6 Prozent (viertes Quartal 2014: 73,3 Prozent) und bei allen
Personen unter 18 Jahren bei 65,5 Prozent (viertes Quartal 2014: 40,8 Prozent).
Die Gesamtschutzquote bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag im
Jahr 2015 bei 92,8 Prozent (2014: 77,1 Prozent), bei Unbegleiteten im Alter von
16 bis unter 18 Jahren bei 88,2 Prozent (2014: 62,7 Prozent) und bei Personen
unter 18 Jahren bei 42,1 Prozent (2014: 31,4 Prozent).
Die sogenannte bereinigte Gesamtschutzquote bei unbegleiteten Minderjährigen
unter 16 Jahren lag im Jahr 2015 bei 95,6 Prozent (2014: 81,1 Prozent), bei
Unbegleiteten im Alter von 16 bis unter 18 Jahren bei 91,7 Prozent (2014: 66,4
Prozent) und bei allen Personen unter 18 Jahren bei 50,9 Prozent (2014: 45,5
Prozent).
Die weiteren Angaben können der folgenden Tabelle entnommen werden.
Teilmengen sind eingerückt zur beinhaltenden Menge angegeben. Bei Anträgen nach
§ 14a Absatz 2 AsylG, die nur Kinder unter 16 Jahre betreffen, kann statistisch
nicht ausgewertet werden, ob ein Kind hier geboren oder eingereist ist.
4.Quartal 2015 4.Quartal 2014
absolut
Verhältnis zu
Asylerstanträgen
gesamt absolut
Verhältnis zu
Asylerstanträgen gesamt
Asylerstanträge gesamt 162.551 55.320
Asylerstanträge von Minderjährigen unter 18
Jahre insgesamt 48.938 30,1% 16.831 30,4%
Asylerstanträge von Minderjährigen unter
16 Jahre 42.017 25,8% 14.724 26,6%
unbegleitete Minderjährige unter 16
Jahre 1.548 1,0% 262 0,5%
Anträge gem. § 14a Absatz 2 AsylG 1.173 0,7% 1.008 1,8%
Asylerstanträge von Minderjährigen von
16 bis unter 18 Jahre 6.921 4,3% 2.107 3,8%
unbegleitete Minderjährige (16 bis
unter 18 Jahre) 3.108 1,9% 1.017 1,8%
Jahr 2015 Jahr 2014
absolut
Verhältnis zu
Asylerstanträgen
gesamt absolut
Verhältnis zu
Asylerstanträgen gesamt
Asylerstanträge gesamt 441.899 173.072
Asylerstanträge von Minderjährigen unter 18
Jahre insgesamt 137.479 31,1% 54.996 31,8%
Asylerstanträge von Minderjährigen unter
16 Jahre 117.008 26,5% 48.370 27,9%
unbegleitete Minderjährige unter 16
Jahre 4.140 0,9% 1.008 0,6%
Anträge gem. § 14a Absatz 2 AsylG 6.774 1,5% 4.728 2,7%
Asylerstanträge von Minderjährigen von
16 bis unter 18 Jahre 20.471 4,6% 6.626 3,8%
unbegleitete Minderjährige (16 bis
unter 18 Jahre) 10.296 2,3% 3.391 2,0%
7. Wie viele unbegleitete Minderjährige (d. h. unter 18-Jährige) haben im
vierten Quartal 2015 bzw. im Gesamtjahr 2015 einen Asylerstantrag gestellt
(bitte aufgliedern nach wichtigsten Herkunftsländern und Bundesländern),
und wie waren die Asylentscheidungen bei unbegleiteten Minderjährigen im
genannten Zeitraum (bitte nach verschiedenen Schutzstatus und wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden:
Asylerstanträge unbegleiteter Minderjähriger
4. Quartal 2015
Herkunftsländer gesamt 4.658
darunter
Syrien 1.878
Afghanistan 1.537
Irak 355
Eritrea 286
Ungeklärt 132
Somalia 119
Pakistan 77
Albanien 36
Iran 27
Guinea 25
Gambia 19
Äthiopien 18
Ägypten 14
Bangladesch 14
Nigeria 12
Asylerstanträge unbegleiteter Minderjähriger
Jahr 2015
Herkunftsländer gesamt 14.439
darunter
Afghanistan 4.744
Syrien 3.985
Eritrea 1.349
Irak 1.340
Somalia 793
Ungeklärt 279
Albanien 223
Pakistan 205
Gambia 179
Äthiopien 133
Kosovo 121
Guinea 117
Iran 77
Ägypten 64
Senegal 53
Asylerstanträge unbegleiteter Minderjähriger
4. Quartal 2015
Bundesländer gesamt 4.658
davon
Baden-Württemberg 262
Bayern 1.544
Berlin 245
Brandenburg 126
Bremen 66
Hamburg 129
Hessen 410
Mecklenburg-Vorpommern 126
Niedersachsen 377
Nordrhein-Westfalen 639
Rheinland-Pfalz 123
Saarland 120
Sachsen 175
Sachsen-Anhalt 26
Schleswig-Holstein 193
Thüringen 97
Asylerstanträge unbegleiteter Minderjähriger
Jahr 2015
Bundesländer gesamt 14.439
davon
Baden-Württemberg 1.038
Bayern 5.117
Berlin 595
Brandenburg 227
Bremen 165
Hamburg 841
Hessen 1.575
Mecklenburg-Vorpommern 190
Niedersachsen 1.076
Nordrhein-Westfalen 1.718
Rheinland-Pfalz 398
Saarland 381
Sachsen 344
Sachsen-Anhalt 59
Schleswig-Holstein 518
Thüringen 197
4. Quartal 2015
Entscheidungen über Erstanträge*
insgesamt
Anerkennung als
Asylberechtigt
(Art. 16a
GG u.
Fam.Asyl)
Anerkennung als
Flüchtling
gem. § 3 I
AsylG
Subsidiärer Schutz
gem. § 4 I
AsylG
Abschiebungsverbot gem. §
60 V/VII
AufenthG
Herkunftsländer gesamt 1.262 10 1.052 23 79
darunter
Syrien 553 6 536 - 1
Afghanistan 134 3 33 7 66
Irak 208 - 202 2 -
Eritrea 219 1 210 7 -
Ungeklärt 28 - 26 - -
Somalia 26 - 17 6 3
Pakistan 3 - - - -
Albanien 21 - - - -
Iran 1 - 1 - -
Guinea - - - - -
Gambia - - - - -
Äthiopien 2 - - - 1
Ägypten 1 - - - -
Bangladesch - - - - -
Nigeria 2 - - - 2
Jahr 2015
Entscheidungen über Erstanträge*
insgesamt
Anerkennung als
Asylberechtigt
(Art. 16a
GG u.
Fam.Asyl)
Anerkennung als
Flüchtling
gem. § 3 I
AsylG
Subsidiärer Schutz
gem. § 4 I
AsylG
Abschiebungsverbot gem. §
60 V/VII
AufenthG
Herkunftsländer gesamt 2.922 21 2.244 105 259
darunter
Afghanistan 408 3 122 24 212
Syrien 1.258 15 1.219 - 2
Eritrea 350 1 304 42 -
Irak 435 1 426 3 -
Somalia 72 - 31 28 8
Ungeklärt 78 - 71 - -
Albanien 52 - - - -
Pakistan 9 - 3 - -
Gambia 2 - 1 - 1
Äthiopien 12 - 3 1 4
Kosovo 48 - - - -
Guinea 12 - - - 12
Iran 8 - 5 - 1
Ägypten 18 - - - 1
Senegal - - - - -
* Etwaige Quoten ergeben sich aus dem Verhältnis der jeweiligen Einzelentscheidungen zu allen
Entscheidungen
8. Wie viele unbegleitete Minderjährige wurden im vierten Quartal 2015 bzw.
im Gesamtjahr 2015 (bitte auch die Vergleichswerte des Vorjahres nennen)
an welchen Grenzen durch die Bundespolizei aufgegriffen, wie viele von
ihnen wurden an die Jugendämter übergeben, wie viele von ihnen wurden
zurückgewiesen oder zurückgeschoben (bitte nach den fünf wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben für das vierte Quartal 2015 und das Jahr 2015 sowie die
Vergleichswerte des Vorjahres können den folgenden Tabellen entnommen werden. Für den
Zeitraum Januar bis November 2015 wurden nur Daten zu Minderjährigen unter
16 Jahren im Sinne von § 80 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) bzw. § 12
AsylG erfasst.
Seit Dezember 2015 erfasst die Bundespolizei Minderjährige bis zum vollendeten
18. Lebensjahr.
4. Quartal 2015
nach Grenze Anzahl
davon
zurückgewiesen
davon
zurückgeschoben
davon Übergabe an
Jugendämter
Gesamt 3007 20 4 2966
Österreich 2681 2 2670
Frankreich 165 9 156
Schweiz 43 5 36
Dänemark 29 29
Polen 21 4 15
Belgien 20 1 19
Seehäfen 17 16
Tschechische Republik 12 11
Flughäfen 11 2 7
Niederlande 6 1 5
Luxemburg 2 2
Jahr 2015
nach Grenze Anzahl
davon
zurückgewiesen
davon
zurückgeschoben
davon Übergabe an
Jugendämter
Gesamt 6153 21 10 6061
Österreich 5263 3 5215
Frankreich 376 9 2 365
Tschechische Republik 99 1 95
Schweiz 91 5 1 83
Belgien 89 1 1 87
Dänemark 85 85
Seehäfen 47 46
Flughäfen 43 2 33
Niederlande 28 1 1 26
Polen 24 4 18
Luxemburg 8 8
4. Quartal 2014
nach Grenze Anzahl
davon
zurückgewiesen
davon
zurückgeschoben
davon Übergabe an
Jugendämter
Gesamt 388 1 11 370
Österreich 225 219
Frankreich 85 85
Belgien 30 5 25
Schweiz 12 12
Niederlande 11 6 5
Dänemark 9 9
Flughäfen 9 1 8
Luxemburg 4 4
Seehäfen 2 2
Tschechische Republik 1 1
Jahr 2014
nach Grenze Anzahl
davon
zurückgewiesen
davon
zurückgeschoben
davon Übergabe an
Jugendämter
Gesamt 1087 1 27 1034
Österreich 540 1 526
Frankreich 287 286
Belgien 82 8 74
Niederlande 62 18 40
Schweiz 46 46
Flughäfen 33 1 27
Dänemark 20 20
Tschechische Republik 7 7
Luxemburg 5 5
Polen 3 1
Seehäfen 2 2
4. Quartal 2015
nach Staatsangehörigkeit
Anzahl
davon
zurückgewiesen
davon
zurückgeschoben
davon Übergabe an
Jugendämter
Afghanistan 1778 5 1765
Syrien 354 3 348
Somalia 247 247
Irak 156 1 154
Eritrea 118 3 115
Jahr 2015
nach Staatsangehörigkeit
Anzahl
davon
zurückgewiesen
davon
zurückgeschoben
davon Übergabe an
Jugendämter
Afghanistan 3656 5 2 3614
Syrien 772 3 2 762
Eritrea 405 3 400
Somalia 373 1 372
Irak 283 1 279
4. Quartal 2014
nach Staatsangehörigkeit
Anzahl
davon
zurückgewiesen
davon
zurückgeschoben
davon Übergabe an
Jugendämter
Afghanistan 256 4 247
Syrien 32 2 30
Marokko 24 1 23
Somalia 23 23
Eritrea 8 8
Jahr 2014
nach Staatsangehörigkeit
Anzahl
davon
zurückgewiesen
davon
zurückgeschoben
davon Übergabe an
Jugendämter
Afghanistan 536 5 522
Eritrea 171 8 163
Somalia 91 1 88
Syrien 73 2 71
Marokko 66 3 63
Etwaige Differenzen zwischen der Zahl der Aufgegriffenen und den aufgeführten
Maßnahmen erklären sich aus sonstigen Maßnahmen der Grenzbehörden, etwa
die Übergabe an zur Abholung berechtigte Personen.
9. Wie viele Asylanträge wurden im vierten Quartal 2015 bzw. im
Gesamtjahr 2015 (bitte auch die Vergleichswerte des Vorjahres nennen) als
„offensichtlich unbegründet“ abgelehnt (bitte Angaben differenziert nach den
15 wichtigsten Herkunftsländern machen und zudem jeweils in Relation zur
Gesamtzahl der Ablehnungen setzen)?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2015 Ablehnung insgesamt darunter: als
offensichtlich
unbegründet abgelehnt
Anteil an
Ablehnungen gesamt
insgesamt 24.575 22.553 91,8%
darunter
Syrien 16 9 56,3%
Afghanistan 313 28 8,9%
Irak 88 8 9,1%
Albanien 12.023 11.830 98,4%
Ungeklärt 87 70 80,5%
Eritrea 14 2 14,3%
Pakistan 381 162 42,5%
Iran 109 14 12,8%
Serbien 2.907 2.889 99,4%
Staatenlos 4 1 25,0%
Mazedonien 1.481 1.469 99,2%
Kosovo 2.920 2.831 97,0%
Russische Föderation 238 70 29,4%
sonst. asiat. Staatsang. 49 41 83,7%
Ukraine 33 12 36,4%
Jahr 2015 Ablehnung insgesamt darunter: als
offensichtlich
unbegründet abgelehnt
Anteil an
Ablehnungen gesamt
insgesamt 91.514 85.173 93,1%
darunter
Syrien 23 16 69,6%
Albanien 31.150 30.253 97,1%
Kosovo 26.139 25.514 97,6%
Afghanistan 819 52 6,3%
Irak 128 19 14,8%
Serbien 13.611 13.532 99,4%
Ungeklärt 352 307 87,2%
Eritrea 38 6 15,8%
Mazedonien 5.583 5.525 99,0%
Pakistan 844 289 34,2%
Iran 278 26 9,4%
Russische Föderation 918 262 28,5%
Nigeria 182 68 37,4%
Somalia 183 35 19,1%
Bosnien-Herzegowina 3.339 3.300 98,8%
4. Quartal 2014 Ablehnung insgesamt darunter: als
offensichtlich
unbegründet abgelehnt
Anteil an
Ablehnungen gesamt
insgesamt 15.298 13.183 86,2%
darunter
Syrien 1 0 0,0%
Serbien 6.642 6.530 98,3%
Kosovo 424 381 89,9%
Eritrea 5 1 20,0%
Afghanistan 329 9 2,7%
Albanien 487 410 84,2%
Irak 9 3 33,3%
Bosnien-Herzegowina 1.887 1.851 98,1%
Ukraine 3 1 33,3%
Mazedonien 2.646 2.542 96,1%
Ungeklärt 51 37 72,5%
Somalia 61 14 23,0%
Nigeria 55 24 43,6%
Pakistan 411 96 23,4%
Russische Föderation 354 65 18,4%
Jahr 2014 Ablehnung insgesamt darunter: als
offensichtlich
unbegründet abgelehnt
Anteil an
Ablehnungen gesamt
insgesamt 43.018 32.601 75,8%
darunter
Syrien 19 8 42,1%
Serbien 13.714 13.015 94,9%
Eritrea 16 4 25,0%
Afghanistan 1.569 62 4,0%
Albanien 2.831 2.463 87,0%
Kosovo 1.812 1.495 82,5%
Bosnien-Herzegowina 3.992 3.701 92,7%
Mazedonien 5.565 5.178 93,0%
Somalia 303 37 12,2%
Irak 432 46 10,6%
Russische Föderation 1.341 329 24,5%
Pakistan 1.428 288 20,2%
Nigeria 229 139 60,7%
Ungeklärt 312 238 76,3%
Iran 759 14 1,8%
10. Wie viele so genannte Flughafenverfahren wurden im vierten Quartal 2015
bzw. im Gesamtjahr 2015 (bitte auch die Vergleichswerte des Vorjahres
nennen) an welchen Flughafenstandorten mit welchem Ergebnis durchgeführt
(bitte auch Angaben zum Anteil der unbegleiteten Minderjährigen und den
zehn wichtigsten Herkunftsländern machen)?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden:
4. Quartal 2015 Entscheidungen innerhalb von 2
Tagen nach Antragstellung
Flughafen
Aktenanlage Mitteilung § 18a
VI
offens. unbegründet eingestellt
108 86 23 0
davon
Frankfurt 108 86 23 0
München 0 0 0 0
Jahr 2015 Entscheidungen innerhalb von 2
Tagen nach Antragstellung
Flughafen
Aktenanlage Mitteilung § 18a
VI
offens. unbegründet eingestellt
627 549 74 0
davon
Frankfurt 623 548 71 0
Berlin 3 1 2 0
München 1 0 1 0
4. Quartal 2014 Entscheidungen innerhalb von 2
Tagen nach Antragstellung
Flughafen
Aktenanlage Mitteilung § 18a
VI
offens. unbegründet eingestellt
171 151 19 0
darunter:
Frankfurt 169 150 18 0
München 2 1 1 0
Jahr 2014 Entscheidungen innerhalb von 2 Tagen
nach Antragstellung
Flughafen
Aktenanlage
Mitteilung § 18a
VI
offens. unbegründet eingestellt
643 539 56 0
darunter:
Frankfurt 569 505 55 0
Düsseldorf 69 32 0 0
Berlin 3 1 0 0
München 2 1 1 0
Entscheidungen innerhalb von 2 Tagen
nach Antragstellung
Herkunftsland Aktenanlage Mitteilung § 18a
VI
offens. unbegründet eingestellt
4. Quartal 2015 108 86 23 0
davon:
Syrien 18 18 0 0
Libanon 11 4 7 0
Irak 10 9 1 0
Armenien 10 6 4 0
Afghanistan 9 8 1 0
Sri Lanka 8 6 2 0
Pakistan 7 7 0 0
sonst. asiat. Staatsang. 6 6 0 0
Iran 6 5 3 0
Somalia 5 5 0 0
Entscheidungen innerhalb von 2 Tagen
nach Antragstellung
Herkunftsland Aktenanlage Mitteilung § 18a
VI
offens. unbegründet eingestellt
Jahr 2015 627 549 74 0
davon:
Syrien 143 142 1 0
Iran 67 64 3 0
Afghanistan 65 61 4 0
Sri Lanka 42 34 7 0
Irak 38 37 1 0
Armenien 33 28 5 0
Kongo, Dem. Republik 31 28 5 0
sonst. asiat. Staatsang. 30 28 2 0
Pakistan 20 18 3 0
Somalia 18 17 1 0
Entscheidungen innerhalb von 2 Tagen
nach Antragstellung
Herkunftsland Aktenanlage Mitteilung § 18a
VI
offens. unbegründet eingestellt
4. Quartal 2014 171 151 19 0
darunter:
Syrien 54 54 - -
Afghanistan 24 24 - -
Kongo, Dem. Republik 14 7 5 -
Sri Lanka 10 10 - -
Iran 9 9 - -
Eritrea 7 7 - -
Somalia 7 7 - -
Irak 7 7 - -
sonst. asiat. Staatsang. 7 1 6 -
Ghana 5 1 4 -
Entscheidungen innerhalb von 2 Tagen
nach Antragstellung
Herkunftsland Aktenanlage Mitteilung § 18a
VI
offens. unbegründet eingestellt
Jahr 2014 643 539 56 0
darunter:
Syrien 178 167 - -
Afghanistan 96 84 - -
Iran 52 48 - -
Somalia 43 41 - -
Kongo, Dem. Republik 35 20 13 -
Irak 27 26 - -
Sri Lanka 22 20 1 -
Pakistan 19 15 - -
sonst. asiat. Staatsang. 19 12 7 -
Ägypten 16 16 - -
Im vierten Quartal 2015 wurde kein unbegleiteter Antragsteller unter 18 Jahren
erfasst.
Im Jahr 2015 wurden am Flughafen Frankfurt/ Main insgesamt 2 unbegleitete
Antragsteller unter 18 Jahren erfasst. Bei den 2 Personen (Afghanistan, Syrien)
erfolgte eine Mitteilung nach § 18a Absatz 6 AsylG. Bei den anderen Flughäfen
gab es keine Feststellungen.
Im vierten Quartal 2014 wurden am Flughafen Frankfurt/ Main zwei unbegleitete
Antragsteller unter 18 Jahren aus Syrien und dem Iran erfasst. Bei allen zwei
Personen erfolgte eine Mitteilung nach § 18a Absatz 6 AsylG. Bei den anderen
Flughäfen gab es keine Feststellungen.
Im Jahr 2014 wurden am Flughafen Frankfurt/ Main insgesamt 18 unbegleitete
Antragsteller unter 18 Jahren erfasst. Bei 16 Personen erfolgte eine Mitteilung
nach § 18a Absatz 6 AsylG. Angaben zu den Herkunftsländern können der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden. Bei den anderen Flughäfen gab es keine
Feststellungen.
Unbegleitete
Antragsteller unter 18 Jahre
Entscheidungen innerhalb von 2 Tagen
nach Antragstellung
Herkunftsland Aktenanlage Mitteilung § 18a
VI
offens. unbegründet eingestellt
Jahr 2014 18 16 - -
darunter:
Somalia 4 2 - -
Afghanistan 4 4 - -
Syrien 3 3 - -
Kongo, Dem. Republik 2 2 - -
Angola 1 1 - -
Eritrea 1 1 - -
Ruanda 1 1 - -
Irak 1 1 - -
Iran 1 1 - -
11. Wie lautet die Statistik zu Rechtsmitteln und Gerichtsentscheidungen im
Bereich Asyl für das Jahr 2015, soweit vorliegend (bitte in der Differenzierung
wie auf Bundestagsdrucksache 18/6860 zu Frage 11 darstellen)?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden:
Erst- und Folgeanträge
Januar –
November
2015
Klagen,
Berufungen,
Revisionen
Gerichtsentscheidungen anhängige
Rechtsmittel
Asyl
Art.16a
GG u.
Fam.Asyl
(GFK)
Flüchtlingsschutz
subsidiärer
Schutz
Abschie
bungsverbot
Ablehnungen
sonst.
Verfahrenserledigungen
(z.B. Rücknahmen)
absolut in Pro-zent absolut
in
Prozent
Herkunfts
länder
gesamt
67.669 56.325 78 1.352 258 740 16.552 29,4% 37.345 66,3% 57.674
darunter
Kosovo 15.771 9.784 0 0 0 52 3.846 39,3% 5.886 60,2% 7.745
Albanien 11.704 4.890 0 0 11 24 1.836 37,5% 3.019 61,7% 8.117
Serbien 10.044 12.112 0 0 0 47 4.441 36,7% 7.624 62,9% 6.559
Syrien 4.876 3.567 10 217 0 5 50 1,4% 3.285 92,1% 3.892
Mazedonien 4.226 4.767 0 6 0 37 1.828 38,3% 2.896 60,8% 3.550
Russ. Föd. 2.644 2.484 3 37 24 13 459 18,5% 1.948 78,4% 4.762
Afghanistan 2.427 2.325 2 225 94 295 279 12,0% 1.430 61,5% 3.776
Bosn.-Herzeg. 1.780 2.377 0 0 0 41 853 35,9% 1.483 62,4% 1.297
Irak 1.300 756 1 24 7 8 36 4,8% 680 89,9% 1.341
Georgien 1.050 999 0 5 4 18 234 23,4% 738 73,9% 963
Montenegro 936 651 0 0 0 13 268 41,2% 370 56,8% 749
Pakistan 897 1.300 0 295 6 15 426 32,8% 558 42,9% 1.370
Somalia 874 1.066 4 43 79 19 101 9,5% 820 76,9% 1.775
Eritrea 751 614 2 44 0 1 19 3,1% 548 89,3% 670
Iran 737 1.123 18 247 4 7 159 14,2% 688 61,3% 1.074
Widerrufsverfahren
Januar –
November 2015
eingelegte
Klagen,
Berufungen,
Revisionen
Gerichtsentscheidungen
anhängige
Rechtsmittel
Widerruf Art.
16a GG/
Flüchtlingseigenschaft /
subs. Schutz
kein Widerruf
sonst.
Verfahrenserledigungen (z.B.
Rücknahmen)
absolut
in
Prozent
absolut
in
Prozent
absolut
in
Prozent
Herkunftsländer
gesamt
145 215 68 31,6% 55 25,6% 92 42,8% 359
darunter
Türkei 44 56 17 30,4% 16 28,6% 23 41,1% 79
Kosovo 20 31 7 22,6% 5 16,1% 19 61,3% 44
Afghanistan 9 18 6 33,3% 5 27,8% 7 38,9% 35
Syrien 8 10 2 20,0% 0 0,0% 8 80,0% 6
Sri Lanka 9 9 0 0,0% 8 88,9% 1 11,1% 16
Russ. Föd. 3 7 5 71,4% 2 28,6% 0 0,0% 6
Angola 1 6 1 16,7% 2 33,3% 3 50,0% 9
Kongo, Dem. Rep. 1 5 1 20,0% 0 0,0% 4 80,0% 6
Iran 7 4 2 50,0% 1 25,0% 1 25,0% 18
Widerrufsverfahren
Januar –
November 2015
eingelegte
Klagen,
Berufungen,
Revisionen
Gerichtsentscheidungen
anhängige
Rechtsmittel
Widerruf Art.
16a GG/
Flüchtlingseigenschaft /
subs. Schutz
kein Widerruf
sonst.
Verfahrenserledigungen (z.B.
Rücknahmen)
absolut
in
Prozent
absolut
in
Prozent
absolut
in
Prozent
Aserbaidschan 9 3 0 0,0% 1 33,3% 2 66,7% 7
Bosnien-Herzeg. 1 3 2 66,7% 0 0,0% 1 33,3% 1
Vietnam 4 3 2 66,7% 0 0,0% 1 33,3% 9
Äthiopien 1 2 1 50,0% 0 0,0% 1 50,0% 3
Polen 1 2 1 50,0% 0 0,0% 1 50,0% 1
Serbien 5 2 0 0,0% 2 100,0% 0 0,0% 10
Durchschnittliche Dauer gerichtlicher Verfahren in Monaten
Verfahrensdauer Erst- und Folgeanträge: Verfahrensdauer Widerrufe:
Jan-November 2015 7,9 21,9
Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen im Dublinverfahren
Jan. – Nov. 2015 abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen
Belgien 284 23 307
Bulgarien 361 107 468
Dänemark u. Färöer 83 4 87
Finnland 5 1 6
Frankreich 534 79 613
Großbritannien mit
Nordirland 4 1 5
Italien 1.973 689 2.662
Kroatien 18 18
Lettland 15 7 22
Litauen 75 17 92
Luxemburg 21 21
Malta 43 33 76
Niederlande 193 17 210
Norwegen 55 11 66
Österreich 199 11 210
Polen 1.331 188 1.519
Portugal 13 4 17
Rumänien 42 11 53
Schweden 176 13 189
Schweiz 131 10 141
Slowakische Rep. 32 5 37
Slowenien 12 4 16
Spanien 504 77 581
Tschechische Rep. 57 9 66
Ungarn 1.794 1.498 3.292
Zypern 2 16 18
Estland 1 1
Liechtenstein 4 4
12. Wie viele Asyl-Anhörungen und wie viele rein schriftliche Anhörungen gab
es im vierten Quartal 2015 bzw. im Gesamtjahr 2015 (bitte auch nach den
15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden:
Anhörungen im 4. Quartal 2015 Anzahl
Herkunftsländer gesamt 21.006
darunter
Syrien 1.492
Afghanistan 1.132
Irak 1.042
Albanien 8.569
Ungeklärt 181
Eritrea 410
Pakistan 328
Iran 326
Serbien 1.656
Staatenlos 45
Mazedonien 914
Kosovo 1.403
Russische Föderation 248
sonst. asiat. Staatsangeh. 217
Ukraine 105
Anhörungen 2015 Anzahl
Herkunftsländer gesamt 83.822
darunter
Syrien 4.120
Albanien 25.849
Kosovo 19.450
Afghanistan 2.908
Irak 2.269
Serbien 7.982
Ungeklärt 693
Eritrea 1.823
Mazedonien 4.129
Pakistan 833
Iran 1.173
Russische Föderation 717
Nigeria 186
Somalia 666
Bosnien-Herzegowina 2.059
Folgende Schriftliche Anhörungen sind im vierten Quartal 2015 bzw. im Jahr
2015 eingegangen:
Beim Bundesamt eingegangene Fragebögen
4. Quartal 2015 Jahr 2015
Eritrea 6.764 13.671
Irak 4.973 17.429
Syrien 83.681 170.599
13. Wie waren die Schutzquoten und die Zahl der Schutzgesuche bei
Asylsuchenden aus Tunesien, Ägypten, Marokko und Libyen im vierten
Quartal 2015 bzw. im Gesamtjahr 2015 (bitte auch die Vergleichswerte des
Vorjahres nennen)?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden:
Herkunftsland
2015 2014
Erstanträge
Folgeanträge
Gesamtschutz
Erstanträge
Folgeanträge
Gesamtschutz
absolut In Prozent absolut In Prozent
Ägypten 1.002 75 365 42,2 1.014 55 94 16,2
Libyen 1.127 25 123 34,4 602 28 120 33,7
Marokko 1.630 117 36 3,7 1.537 78 12 1,0
Tunesien 822 101 1 0,2 676 96 2 0,2
Herkunftsland
4. Quartal 2015 4. Quartal 2014
Erstanträge
Folgeanträge
Gesamtschutz
Erstanträge
Folgeanträge
Gesamtschutz
absolut In Prozent absolut In Prozent
Ägypten 261 10 107 42,8 256 13 10 11,5
Libyen 263 3 42 35,3 173 9 31 44,9
Marokko 510 26 26 7,9 378 25 3 1,1
Tunesien 105 10 - - 164 21 1 0,5
14. Wie viele Erst- und Folgeanträge (bitte differenzieren) wurden von
Asylsuchenden aus Serbien, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Albanien und
Bosnien-Herzegowina in den Monaten Oktober, November und Dezember 2015
gestellt (bitte jeweils auch den prozentualen Anteil der Roma-Angehörigen
nennen), und wie wurden diese Asylanträge in diesen Monaten jeweils mit
welchem Ergebnis beschieden?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden:
Asylanträge Oktober 2015 Entscheidungen über Asylanträge Oktober 2015
Herkunftsland
Asylanträge
gesamt
davon
Erstanträge
davon
Folgeanträge
insgesamt
Anerkennungen
als
Asylberechtigte
(Art. 16a
GG und
Fa-
mil.asyl)
Gewährung von
Flüchtl.-
schutz
gem.
§ 3 I
AsylG
Gewährung von
subsidiärem
Schutz
gem § 4 I
AsylG
Feststellung eines
Abschiebungsverbotes
gem. § 60
V/VII
AufenthG
Ablehnungen
(unbegr.
abgel./
offens.
unbegr.
abgel.)
sonstige
Verfahrenser
ledigungen
Serbien 1.423 861 562 1.608 - - - 2 1.018 588
davon Roma 1.134 616 518 1.359 - - - 1 816 542
Kosovo 753 619 134 1.451 - - 3 12 1.230 206
davon Roma 200 136 64 227 - - - 1 188 38
Mazedonien 1.039 703 336 902 - 4 1 5 645 247
davon Roma 584 297 287 457 - - 1 4 300 152
Montenegro 117 97 20 285 - - 3 - 220 62
davon Roma 40 30 10 52 - - - - 31 21
Albanien 4.680 4.549 131 7.218 - 4 7 1 6.445 761
davon Roma 184 167 17 528 - - - - 440 88
Bosn.-Herzeg. 572 308 264 541 - - - - 321 220
davon Roma 304 101 203 292 - - - - 157 135
Asylanträge
November 2015
Entscheidungen über Asylanträge November 2015
Herkunftsland
Asylanträge
gesamt
davon
Erstanträge
davon
Folgeanträge
insgesamt
Anerkennungen
als
Asylberechtigte
(Art. 16a
GG und
Fa-
mil.asyl)
Gewährung von
Flüchtl.-
schutz
gem.
§ 3 I
AsylG
Gewährung von
subsidiärem
Schutz
gem § 4 I
AsylG
Fest-
stellung eines
Abschiebungsverbotes
gem. § 60
V/VII
AufenthG
Ablehnungen
(unbegr.
abgel./
offens.
unbegr.
abgel.)
sonstige
Verfahrenser
ledigungen
Serbien 1.362 809 553 1.113 - - - 3 588 522
davon Roma 1.174 653 521 968 - - - 3 494 471
Kosovo 663 549 114 804 - 5 - 7 603 189
davon Roma 130 87 43 142 - 1 - - 102 39
Mazedonien 835 609 226 561 - 1 - - 351 209
davon Roma 530 340 190 311 - 1 - - 157 153
Montenegro 126 97 29 142 - - - 2 93 47
davon Roma 52 26 26 22 - - - - 10 12
Albanien 3.044 2.960 84 3.814 - - 2 10 2.874 928
davon Roma 109 102 7 291 - - - - 200 91
Bosn-Herzeg. 522 306 216 403 - - - 1 177 225
davon Roma 312 144 168 227 - - - - 99 128
Asylanträge
Dezember 2015
Entscheidungen über Asylanträge Dezember 2015
Herkunftsland
Asylanträge
gesamt
davon
Erstanträge
davon
Folgeanträge
insgesamt
Anerkennungen
als
Asylberechtigte
(Art. 16a
GG und
Fa-
mil.asyl)
Gewährung von
Flüchtl.-
schutz
gem.
§ 3 I
AsylG
Gewährung von
subsidiärem
Schutz
gem § 4 I
AsylG
Feststellung eines
Abschiebungsverbotes
gem. § 60
V/VII
AufenthG
Ablehnungen
(unbegr.
abgel./
offens.
unbegr.
abgel.)
sonstige
Verfahrenser
ledigungen
Serbien 906 380 526 1.973 - 1 - - 1.310 662
davon Roma 756 263 493 1.674 - - - - 1.068 606
Kosovo 451 342 109 1.301 - 1 - 6 1.089 205
davon Roma 114 72 42 348 - - - - 277 71
Mazedonien 470 297 173 741 - 1 - - 485 255
davon Roma 283 150 133 424 - 1 - - 264 159
Montenegro 80 70 10 545 - - - - 524 21
davon Roma 35 28 7 72 - - - - 62 10
Albanien 1.801 1.760 41 3.588 - - 8 7 2.706 867
davon Roma 53 50 3 255 - - - - 167 88
Bosn.-Herzeg. 275 140 135 666 - - - - 393 273
davon Roma 175 68 107 313 - - - - 163 150
15. Welche neuen Informationen gibt es zur Personalsituation, -entwicklung und
-planung im BAMF und zu unterstützenden Sondermaßnahmen,
insbesondere im Bereich der Asylprüfung, und welche Bedarfsplanung und
Forderungen gibt es derzeit im BAMF für das laufende und das kommende Jahr?
Der Personalkörper des BAMF beträgt Stand vom 2. Februar 2016 nahezu
3 500 Vollzeitäquivalente (VZÄ). Im vergangenen Jahr wurden rund 900
Einstellungen vorgenommen. Im Jahr 2015 erfolgte somit ein Aufwuchs des Personals
um ca. 40 Prozent.
Derzeit sind rund 600 Asylentscheider in den Außenstellen mit der Anhörung von
Asylbewerbern und der Entscheidung über Anträge beschäftigt. Weitere 400
Sonderentscheider sind in vier Entscheidungszentren eingesetzt und bearbeiten dort
entscheidungsreife Verfahren nach Aktenlage. 1 300 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter (1 200 in Außenstellen und 100 in den Entscheidungszentren) sind in den
Asylverfahrenssekretariaten mit Tätigkeiten wie Antragsannahme,
erkennungsdienstliche Behandlung, Koordinierung der Dolmetscher, Versand der Bescheide
und weiteren Tätigkeiten beschäftigt, die für die Durchführung der Asylverfahren
erforderlich sind.
Für das Jahr 2016 wurde zur Bewältigung der Herausforderungen zusätzliche
3 000 Planstellen und Stellen sowie Finanzmittel für zusätzliche 1 000 befristet
einzustellende Beschäftigte genehmigt. Damit wird sich das Personal des BAMF
innerhalb eines Jahres mit bis zu 7 300 nochmals mehr als verdoppeln. Nach
aktueller Planung besteht ein Gesamtbedarf von 1 700 Asylentscheidern und
1 920 Bürosachbearbeitern im Asylverfahrenssekretariat zur zeitgerechten
Bearbeitung der Asylanträge. Die Bedarfe werden in Abständen lagebedingt evaluiert.
Der Rekrutierungsprozess wird im Jahr 2016 kontinuierlich fortgesetzt.
16. Zu welchem ungefähren Anteil wird nach Einschätzungen von fachkundigen
Bediensteten des BAMF derzeit das Prinzip der Einheit von Anhörer und
Entscheider im Asylverfahren in der Praxis gewahrt (soweit möglich bitte
auch nach Herkunftsländern differenzieren)?
Es gibt keine gesetzlichen Vorgaben zur Identität von Anhörer und Entscheider.
Der entsprechende Anteil hat sich gegenüber dem dritten Quartal 2015, wo der
entsprechende Anteil bei grober Einschätzung von fachkundigen Bediensteten
des BAMF bei ungefähr 75 Prozent lag, durch die Leistungen der
Entscheidungszentren des BAMF erkennbar verringert.
Mit den Entscheidungszentren reagiert das BAMF auf die Herausforderung durch
die hohen Flüchtlingszahlen. Ziel ist es, die Außenstellen des BAMF zu entlasten
und die Verfahren zu beschleunigen. In den Entscheidungszentren werden in
größer werdender Menge ausschließlich entscheidungsreife Fälle bearbeitet,
persönliche Anhörungen finden dort nicht statt. Dadurch wird der Anteil der Fälle, in
denen Anhörer und Entscheider identisch sind, zunehmend kleiner.
17. Wie lang war die Verfahrensdauer bei Asylsuchenden, die nicht aus Ländern
des Westbalkans kommen, im vierten Quartal 2015 bzw. im Gesamtjahr
2015 (bitte auch die Vergleichswerte des Vorjahres nennen), und wie hoch
war in diesen Zeiträumen die bereinigte Gesamtschutzquote in Bezug auf
diese Länder (ohne Westbalkan)?
Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer bis zu einer behördlichen Entscheidung
bei Asylsuchenden, die nicht aus Ländern des Westbalkans kommen (also ohne
Albanien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Montenegro, Serbien und
Kosovo), betrug im vierten Quartal 2015 durchschnittlich 5,2 Monate, im Jahr 2015
durchschnittlich 6,1 Monate, im vierten Quartal 2014 durchschnittlich 7,9
Monate und im Jahr 2014 durchschnittlich 8,6 Monate. Die erfragte Quote von
Asylsuchenden, die nicht aus den genannten Ländern des Westbalkans kommen,
betrug im vierten Quartal 2015 95,4 Prozent (viertes Quartal 2014: 83,4 Prozent)
und im Jahr 2015 93,5 Prozent (2014: 73,6 Prozent).
18. Wie lange dauern derzeit im Durchschnitt nach Einschätzungen
fachkundiger Bediensteter des BAMF Asylanhörungen generell, wie lange dauern
diese jeweils bei Asylsuchenden aus den sechs Westbalkanländern, aus
Syrien und anderen wichtigen Herkunftsländern?
Nach Schätzungen des BAMF beträgt die durchschnittliche Dauer der
Asylanhörungen allgemein aktuell etwa 100 Minuten, für Antragsteller aus
Westbalkanländern durchschnittlich etwa 50, bei syrischen Asylantragstellern etwa 45
Minuten.
19. In wie vielen Fällen wurde das BAMF bei der Prüfung zielstaatsbezogener
Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG im Auftrag der
Ausländerbehörden welcher Bundesländer im vierten Quartal 2015 bzw. im
Gesamtjahr 2015 (bitte auch die Vergleichswerte des Vorjahres nennen) mit
welchem Ergebnis beteiligt (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den folgenden Tabellen entnommen werden:
Stellungnahmen
gem. § 72 Abs. 2
AufenthG
davon positiv
davon negativ
davon
sonstige
(Abbruch
u.a.)
4. Quartal 2015 120 18 26 76
davon
Baden-Württemberg 9 3 2 4
Bayern 13 2 11
Berlin 14 4 3 7
Brandenburg 1 1
Hamburg 3 1 2
Hessen 8 1 7
Niedersachsen 8 1 5 2
Nordrhein-Westfalen 42 4 6 32
Rheinland-Pfalz 5 1 4
Saarland 7 4 1 2
Sachsen 5 2 3
Sachsen-Anhalt 3 3
Schleswig-Holstein 2 2
Stellungnahmen
gem. § 72 Abs. 2
AufenthG
davon positiv
davon negativ
davon
sonstige
(Abbruch
u.a.)
Jahr 2015 1.546 360 492 694
davon
Baden-Württemberg 186 46 71 69
Bayern 87 13 21 53
Berlin 169 39 63 67
Brandenburg 5 1 4
Bremen 56 14 17 25
Hamburg 104 29 29 46
Hessen 92 18 22 52
Mecklenburg-Vorpommern 11 1 3 7
Stellungnahmen
gem. § 72 Abs. 2
AufenthG
davon positiv
davon negativ
davon
sonstige
(Abbruch
u.a.)
Niedersachsen 128 24 44 60
Nordrhein-Westfalen 554 151 169 234
Rheinland-Pfalz 41 4 15 22
Saarland 28 7 10 11
Sachsen 24 7 5 12
Sachsen-Anhalt 18 11 7
Schleswig-Holstein 37 6 9 22
Thüringen 5 1 2 2
Unbekannt 1 0 0 1
Stellungnahmen
gem. § 72 Abs. 2
AufenthG
davon positiv
davon negativ
davon
sonstige
(Abbruch
u.a.)
4. Quartal 2014 212 36 55 121
davon
Baden-Württemberg 30 3 8 19
Bayern 16 7 2 7
Berlin 31 4 7 20
Brandenburg 1 1 0
Bremen 12 2 10
Hamburg 11 2 9
Hessen 13 3 2 8
Mecklenburg-Vorpommern 2 1 1 0
Niedersachsen 12 1 6 5
Nordrhein-Westfalen 64 12 18 34
Rheinland-Pfalz 4 1 1 2
Saarland 2 2 0
Sachsen 1 1 0
Sachsen-Anhalt 2 2
Schleswig-Holstein 10 1 4 5
Thüringen 1 1 0
Stellungnahmen
gem. § 72 Abs. 2
AufenthG
davon positiv
davon negativ
davon
sonstige
(Abbruch
u.a.)
Jahr 2014 1.014 200 248 566
davon
Baden-Württemberg 110 19 34 57
Bayern 78 22 15 41
Berlin 132 26 24 82
Brandenburg 11 1 1 9
Bremen 29 2 11 16
Hamburg 76 16 23 37
Stellungnahmen
gem. § 72 Abs. 2
AufenthG
davon positiv
davon negativ
davon
sonstige
(Abbruch
u.a.)
Hessen 85 16 15 54
Mecklenburg-Vorpommern 8 2 4 2
Niedersachsen 75 15 25 35
Nordrhein-Westfalen 329 70 75 184
Rheinland-Pfalz 9 3 2 4
Saarland 8 2 1 5
Sachsen 25 4 4 17
Sachsen-Anhalt 11 0 3 8
Schleswig-Holstein 25 2 9 14
Thüringen 2 0 2 0
Unbekannt 1 0 0 1
20. Inwieweit ist die Sonderauswertung des Ausländerzentralregisters (AZR)
zum 30. Juni 2015 bzw. 30. September 2015 zu noch aufhältigen, im Jahr
2014 bzw. 2015 rechts- oder bestandskräftig abgelehnten Asylbewerbern
(vgl. Frage 21 auf Bundestagsdrucksache 18/6860) aussagekräftig in Bezug
auf die Frage, wie effektiv Abschiebungen oder freiwillige Ausreisen
verlaufen, wenn nicht erhoben bzw. ausgewertet wurde, wie viele der noch
aufhältigen Personen über eine Aufenthaltserlaubnis verfügen (so der
Parlamentarische Staatssekretär Dr. Ole Schröder in einem Schreiben vom 15.
Dezember 2015 an die Abgeordnete Ulla Jelpke) und zudem unklar ist, wie viele
der nach Angaben des AZR Ausreisepflichtigen ohne Duldung sich
tatsächlich noch in Deutschland aufhalten (vgl. Antwort auf Frage 22 auf
Bundestagsdrucksache 18/6860), und wie lauten die angefragten Zahlen einer
entsprechenden Sonderauswertung des AZR zum Ende des Jahres 2015, wenn
diese Umstände berücksichtigt werden (bitte so detailliert wie möglich
darstellen, differenziert nach Herkunfts- und Bundesländern usw.)?
Die Sonderauswertung ist aus fachlichen Gründen veranlasst worden,
wohlwissend dass die gewonnenen Daten nicht alle Fragen im Zusammenhang mit
Ausreisen abgelehnter Asylbewerber werden klären können, sondern eher einen
groben Überblick geben. Aus fachlicher Sicht ist der grobe Überblick hinnehmbar,
da zum einen wegen des kurzen Zeitraumes zwischen Rechts- oder Bestandskraft
der Entscheidung und dem Abfragezeitpunkt andere rechtliche Gründe als
Duldungen für einen andauernden Aufenthalt eine nur untergeordnete Rolle spielen
und zum anderen, da solche Sonderauswertungen aufgrund der vorgegebenen
komplexen technischen Struktur des AZR bereits grundsätzlich sehr zeit- und
arbeitsaufwändig in Konzeption, Auswertung und Zusammenstellung der
auszuwertenden Daten sind und jeder weitere auszuwertende Sachverhalt diesen
Aufwand weiter erhöht.
Angaben zu einer erneuten Sonderauswertung zum Stichtag 31. Dezember 2015
– unter Einbeziehung der zusätzlichen Anforderungen im Sinne der Frage –
können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:
Personen mit im Jahr 2015 abgelehntem Asylantrag (soweit rechts- oder
bestandskräftig) zum Stichtag 31. Dezember 2015:
Bundesland insgesamt davon zum 31.12.2015
nicht aufhältig aufhältig
Baden-Württemberg 7.048 3.400 3.648
Bayern 11.503 8.977 2.526
Berlin 5.152 2.539 2.613
Brandenburg 2.673 1.521 1.152
Bremen 537 133 404
Hamburg 2.634 1.527 1.107
Hessen 7.516 5.648 1.868
Mecklenburg-
Vorpommern 1.012 461 551
Niedersachsen 6.752 3.080 3.672
Nordrhein-Westfalen 18.222 7.863 10.359
Rheinland-Pfalz 4.411 2.601 1.810
Saarland 523 343 180
Sachsen 4.486 1.543 2.943
Sachsen-Anhalt 3.030 1.840 1.190
Schleswig-Holstein 1.361 477 884
Thüringen 2.115 1.121 994
Gesamt 78.975 43.074 35.901
Herkunftsland insgesamt davon zum 31.12.2015
nicht aufhältig aufhältig
Albanien 18.917 11.722 7.195
Kosovo 18.331 12.607 5.724
Serbien 17.053 9.576 7.477
Mazedonien 6.041 2.992 3.049
Bosnien-Herzegowina 4.622 2.605 2.017
Afghanistan 1.453 82 1.371
Russische Föderation 1.168 320 848
Georgien 1.097 583 514
Montenegro 1.077 505 572
Syrien 745 88 657
Pakistan 723 103 620
Jugoslawien (ehemals) 686 312 374
Türkei 438 60 378
Somalia 415 81 334
Marokko 374 130 244
aufhältig 35.901
davon:
mit Duldung 18.318
mit Aufenthaltstitel 2.888
Aufenthaltsgestattung 2.139
ohne Aufenthaltsrecht / kein Eintrag 12.237
davon ausreisepflichtig ohne Duldung 11.066
sonstiges 319
davon im AZR erfasste Duldungsgründe (nach AufenthG)
Bundesland
zum
Stichtag
31.12.2015
mit
Duldung
§ 60a
Abs. 1
§ 60a
Abs.
2 Satz
1
§ 60a Abs.
2 Satz 1
wegen
fehlender
Reisedokumente
§ 60a Abs.
2 Satz 1
fam.
Bindungen zu
Duldungsinh.
fehlende
Reisedokumente
§ 60a
Abs. 2
Satz 1
aus
medizinischen
Gründen
§ 60a
Abs. 2
Satz 1
aus
sonstigen
Gründen
§ 60a
Abs. 2
Satz 2
§ 60a
Abs. 2
Satz 3
§ 60a
Abs.
2b
§ 60a
(alt)
Baden-
Württemberg 2.016 20 1 630 17 2 1.344 1 1
Bayern 762 15 2 230 29 4 467 11 1 3
Berlin 941 3 126 22 630 1 159
Brandenburg 546 13 167 6 359 1
Bremen 211 22 57 6 126
Hamburg 569 105 4 460
Hessen 744 51 158 10 2 516 1 5 1
Mecklenburg-
Vorpommern 274 8 1 102 1 162
Niedersachsen 2.186 114 2 481 55 10 1.366 5 151 2
Nordrhein-
Westfalen 6.255 496 1 1.239 100 25 4.350 15 4 2 23
Rheinland-Pfalz 788 71 4 74 13 565 61
Saarland 118 1 117
Sachsen 1.160 36 731 13 376 4
Sachsen-Anhalt 658 4 221 2 3 412 15 1
Schleswig-Holstein 461 68 100 2 285 5 1
Thüringen 629 9 169 7 6 433 5
Gesamt 18.318 927 14 4.591 287 52 11.968 44 402 7 26
Personen mit im Jahr 2014 abgelehntem Asylantrag (soweit rechts- oder
bestandskräftig) zum Stichtag 31. Dezember 2015:
Bundesland insgesamt davon zum 31.12.2015
nicht aufhältig aufhältig
Baden-Württemberg 4.122 1.743 2.379
Bayern 4.542 2.489 2.053
Berlin 4.335 2.251 2.084
Brandenburg 860 387 473
Bremen 332 21 311
Hamburg 1.632 764 868
Hessen 1.984 830 1.154
Mecklenburg-
Vorpommern 815 378 437
Niedersachsen 4.673 2.006 2.667
Nordrhein-Westfalen 13.661 5.033 8.628
Rheinland-Pfalz 1.690 703 987
Saarland 420 217 203
Sachsen 1.771 837 934
Sachsen-Anhalt 1.752 1.004 748
Schleswig-Holstein 1.060 380 680
Thüringen 1.795 960 835
Gesamt 45.444 20.003 25.441
Herkunftsland insgesamt davon zum 31.12.2015
nicht aufhältig aufhältig
Serbien 13.828 8.285 5.543
Mazedonien 5.501 2.799 2.702
Bosnien-Herzegowina 4.224 2.675 1.549
Afghanistan 2.674 131 2.543
Kosovo 1.863 835 1.028
Albanien 1.791 1.054 737
Russische Föderation 1.415 475 940
Syrien 1.354 73 1.281
Irak 886 58 828
Georgien 812 575 237
Pakistan 784 207 577
Türkei 605 118 487
Jugoslawien (ehemals) 536 269 267
Iran 528 108 420
Marokko 528 271 257
aufhältig 25.441
davon:
mit Duldung 14.369
mit Aufenthaltstitel 7.026
Aufenthaltsgestattung 826
ohne Aufenthaltsrecht / kein Eintrag 2.560
davon ausreisepflichtig ohne Duldung 1.717
sonstiges 660
davon im AZR erfasste Duldungsgründe (nach AufenthG)
Bundesland
zum
Stichtag
31.12.2015
mit
Duldung
§ 60a
Abs. 1
§ 60a
Abs.
2 Satz
1
§ 60a Abs.
2 Satz 1
wegen
fehlender
Reisedokumente
§ 60a Abs. 2
Satz 1 fam.
Bindungen
zu
Duldungsinh.
fehlende
Reisedokumente
§ 60a
Abs. 2
Satz 1
aus
medizinischen
Gründen
§ 60a
Abs. 2
Satz 1
aus
sonstigen
Gründen
§ 60a
Abs. 2
Satz 2
§ 60a
Abs. 2
Satz 3
§ 60a
Abs.
2b
§ 60a
(alt)
Baden-
Württemberg 1.526 20 3 502 14 985 1 1
Bayern 850 37 4 409 15 1 352 2 9 1 20
Berlin 886 4 189 6 542 1 144
Brandenburg 226 9 1 81 135
Bremen 118 20 19 5 74
Hamburg 362 1 161 8 192
Hessen 478 21 1 124 11 312 2 7
Mecklenburg-
Vorpommern 169 1 2 60 1 104 1
Niedersachsen 1.683 145 4 373 26 4 1.028 1 99 3
Nordrhein-
Westfalen 5.525 574 23 1.201 81 14 3.573 11 12 36
Rheinland-Pfalz 467 74 1 50 3 310 5 24
Saarland 99 10 1 88
Sachsen 588 25 1 421 6 133 1 1
Sachsen-Anhalt 501 5 2 259 223 7 5
Schleswig-Holstein 358 81 79 9 184 3 2
Thüringen 533 2 1 124 9 391 6
Gesamt 14.369 1.015 47 4.062 195 19 8.626 33 304 4 64
21. Welche genaueren Angaben kann die Bundesregierung zu dem Schreiben
der Europäischen Kommission an die Bundesregierung machen (vgl. SPIE-
GEL ONLINE vom 27. September 2015: „Deutsche Abschiebepraxis: EU-
Kommission bemängelt Umgang mit abgelehnten Asylbewerbern“), in dem
insbesondere kritisiert worden sein soll, dass es im Jahr 2014 128 000
Personen ohne „Aufenthaltsberechtigung“ und zugleich nur 34 000
Aufforderungen zur Ausreise gegeben haben soll, denen 22 000 Menschen gefolgt
seien, was hat die Bundesregierung dem konkret entgegnet, und welche
Zahlen wurden in diesem Zusammenhang der Europäischen Kommission
übermittelt (bitte so ausführlich wie möglich darstellen; Wiederholung der Frage
23 auf Bundestagsdrucksache 18/6860, weil die Antwort der
Bundesregierung nach Auffassung der Fragesteller noch weniger konkrete Informationen
enthält als der in der Frage in Bezug genommene Zeitungsartikel)?
Die EU-Kommission, d. h. der Generaldirektor der Generaldirektion Inneres
Ruete, hat sich mit Schreiben vom 11. September 2015 an die deutsche
Bundesregierung gewandt und verschiedene Fragen zur deutschen Rückkehrpolitik
aufgeworfen. Unter Bezugnahme auf die notwendige Rückführung von illegal
aufhältigen Drittstaatsangehörigen als wichtige Komponente einer umfassenden und
nachhaltigen Migrationspolitik und unter Verweis auf die Verpflichtungen der
Mitgliedstaaten aus der Rückführungsrichtlinie 2008/115/EG, insbesondere aus
Artikel 8 Absatz 1 der Richtlinie, warf die Kommission einige Fragen an
Deutschland auf.
Diese befassten sich insbesondere mit
der statistischen Differenz zwischen unerlaubt eingereisten / aufhältigen
Drittstaatsangehörigen und ergangenen Rückkehrentscheidungen im
Jahr 2014.
der statistischen Differenz zwischen rechtskräftig abgelehnten Asylanträgen
und ergangenen Rückkehrentscheidungen in den Jahren 2011 bis 2014.
der statistischen Differenz zwischen ergangenen Rückkehrentscheidungen
und tatsächlichen Rückführungen in den Jahren 2008 bis 2014.
Mit Schreiben vom 30. Oktober 2015 hat die Staatssekretärin im
Bundesministerium des Innern, Frau Dr. Emily Haber geantwortet und dabei zu den
angesprochenen Diskrepanzen Folgendes ausgeführt:
Zur Differenz zwischen unerlaubt Aufhältigen und ergangenen
Rückkehrentscheidungen:
Die von der Europäischen Kommission im Anschreiben in Bezug
genommene Zahl der illegal Aufhältigen beinhaltet die Anzahl der Polizeiaufgriffe
wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts. Ein solcher,
zunächst unerlaubter Aufenthalt kann aber – z. B. durch Asylantragstellung –
noch legalisiert werden, weswegen dann – in Übereinstimmung mit Artikel 6
Absatz 4 der Rückführungsrichtlinie – auch keine Rückkehrentscheidung
ergeht.
Zur Differenz zwischen abgelehnten Asylanträgen und ergangenen
Rückkehrentscheidungen:
Hintergrund sind die sog. nationalen Abschiebungsverbote: sofern ein
solches vorliegt, ergeht zwar eine ablehnende Asylentscheidung; von einer
Entscheidung über die Ausreisepflicht wird hingegen aufgrund des nationalen
Abschiebungsverbotes abgesehen. Diese Personen erhalten vielmehr in der
Regel eine humanitäre Aufenthaltserlaubnis.
Zur Differenz zwischen ergangenen Rückkehrentscheidungen und
tatsächlichen Rückführungen in den Jahren 2008 bis 2014:
Neben der erfassten Anzahl der zwangsweisen Rückführungen erfolgen auch
freiwillige Ausreisen. Genaue Zahlen liegen hierzu aber nicht vor.
Unabhängig davon besteht in der Tat ein von der Europäischen Kommission
zutreffend angesprochenes, erhebliches Vollzugsdefizit in Deutschland. Die
Gründe für dieses Defizit in der Aufenthaltsbeendigung sind vielschichtig
und sowohl rechtlicher wie praktischer Natur.
Zum Abbau rechtlicher Hindernisse wurden bereits legislative Maßnahmen
ergriffen, etwa im Bereich der Sicherung von Abschiebungen durch
Abschiebungshaft oder Ausreisegewahrsam, die zu einer besseren Durchsetzung
bestehender Ausreisepflichten führen sollen, z. B. durch das Gesetz zur
Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung.
22. Welche Erkenntnisse und Einschätzungen fachkundiger Bediensteter oder
Rückmeldungen seitens der Bundesländer liegen der Bundesregierung zu der
Frage vor, wie sich die seit dem 1. August 2015 geltenden neuen Regelungen
zur Abschiebehaft in der Praxis auswirken, insbesondere im Umgang mit so
genannten Dublin-Flüchtlingen, und wie bewertet die Bundesregierung dies
(Wiederholung der Frage 26 auf Bundestagsdrucksache 18/6860, weil die
Fragesteller davon ausgehen, dass die Bundesregierung durch entsprechende
Rückfragen bei der Bundespolizei zumindest Angaben zu dem
„insbesondere“ angefragten „Umgang mit so genannten Dublin-Flüchtlingen“, die vor
allem auf Betreiben der Bundespolizei inhaftiert werden, machen kann)?
Für den Vollzug von Abschiebungshaft sind die Länder zuständig. Einrichtung
und Betrieb von (Abschiebungs-)Hafteinrichtungen obliegen daher ebenfalls den
Ländern, deren Behörden nach § 71 Absatz 1 und 5 AufenthG auch für die
Beantragung von Haft zuständig sind. Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse
dazu vor, wie sich die seit dem 1. August 2015 geltenden Regelungen zur
Abschiebungshaft in der Praxis, insbesondere bei sog. Dublin-Fällen, auswirken.
Soweit Haft zur Sicherung von Maßnahmen der Zurückweisung bzw.
Zurückschiebungen in Zuständigkeit der Bundespolizei beantragt wird, liegen der
Bundesregierung keine Zahlen vor. Hierzu wird auf die Antwort der Bundesregierung auf
die Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 18/249
vom 7. Januar 2014, insbesondere zu Frage 2, verwiesen.
23. Welche aktualisierten Angaben, auch zum Jahr 2015 insgesamt (soweit
vorliegend), lassen sich zu überprüften (vor allem: Ausweis-)Dokumenten und
zum ungefähren Anteil gefälschter Dokumente Asylsuchender machen (bitte
auch differenzieren nach wesentlichen Hauptherkunftsländern, wie in der
Antwort zu Frage 4 auf Bundestagsdrucksache 18/7015), welche
Erkenntnisse für das Jahr 2015 liegen zu entsprechenden physikalisch-technischen
Untersuchungen vor (vgl. Antwort zu Frage 7 auf Bundestagsdrucksache
18/7015), und inwieweit unterscheiden sich diese Untersuchungen von den
Prüfungen, von denen in der Antwort zu Frage 4 auf Bundestagsdrucksache
18/7015 die Rede ist (bitte darstellen)?
Vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 wurden 162 510 Erst- und
Folgeanträge von syrischen Staatsangehörigen gestellt. Zu diesen Anträgen wurden
insgesamt 143 989 Dokumente im elektronischen Vorgangsbearbeitungssystem
MARiS erfasst. Allerdings ist dabei zu beachten, dass Einzelpersonen teilweise
mehrere Dokumente vorlegen und viele Dokumente erst wesentlich später zur
Außenstelle geschickt werden und daher nicht unmittelbar für eine Prüfung
vorliegen. Die Zahl der erfassten Dokumente kann daher nicht auf Einzelpersonen
bezogen werden; sie spiegelt auch nicht die tatsächliche Menge der vorgelegten
Dokumente wider. Nach Angaben der Mitarbeiter in den Außenstellen legen über
80 Prozent der syrischen Antragsteller Dokumente vor. Davon handelt es sich bei
ca. 75 Prozent der vorgelegten Dokumente um Reisepässe und ID-Karten. Diese
Dokumente sind, sofern nicht ver- oder gefälscht, als Identitätsnachweis geeignet.
25 378 syrische Dokumente wurden im o. g. Zeitraum überprüft. Davon wurden
ca. 5 Prozent beanstandet.
Von 31 379 Erst- und Folgeanträgen irakischer Antragsteller im Zeitraum 1.
Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 wurden 28 811 Dokumente erfasst. Da auch
hier viele Antragsteller mehrere Dokumente vorlegen, lässt sich der tatsächliche
Anteil von Personen, die Dokumente vorlegen, nicht exakt beziffern. Ca. 60
Prozent der irakischen Antragsteller legten Dokumente vor. Davon handelt es sich
bei ca. 80 Prozent der vorgelegten Dokumente um Staatsangehörigkeitsurkunden,
ID-Karten und Reisepässe, welche als Identitätsnachweis grundsätzlich geeignet
sind. 2015 wurden 2 513 irakische Dokumente geprüft. Sieben Prozent der
geprüften Dokumente wurden beanstandet.
Vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember wurden 10 990 Erst- und Folgeanträge von
eritreischen Antragsstellern gestellt. Hierbei wurden 1 152 Dokumente erfasst.
Der Anteil an eritreischen Antragstellern, welche ein Dokument vorlegen, liegt
somit bei ca. 10 Prozent.
Bei den vorgelegten Dokumenten handelt es sich bei ca. 50 Prozent um ID-
Karten. Diese sind aus hiesiger Sicht als Identitätsnachweis grundsätzlich geeignet.
138 eritreische Dokumente wurden 2015 geprüft, 9 Prozent davon wurden
beanstandet.
Die Untersuchungen unterscheiden sich nicht voneinander; wesentliche
Neuerung ist die Dezentralisierung von Teilen des Prüfverfahrens. Die Außenstellen
des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge wurden und werden geschult und
mit entsprechendem Equipment ausgestattet, um die Vorprüfung bestimmter
Dokumente (insb. aus Syrien) vor Ort durchführen zu können.
Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken,
www.satzweiss.com
Druck: Printsystem GmbH, Schafwäsche 1-3, 71296 Heimsheim,
www.printsystem.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
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ISSN 0722-8333]