[Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales vom
22. Februar 2016 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Deutscher Bundestag Drucksache 18/7661
18. Wahlperiode 24.02.2016
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Beate Müller-Gemmeke, Corinna Rüffer,
Brigitte Pothmer, weiterer Abgeordneter und der Fraktion
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
– Drucksache 18/7483 –
Leiharbeit – Fakten und Kontrollen
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die Bundesagentur für Arbeit (BA) vermittelt in Leiharbeit und führt eine
Statistik zum Einsatz von Leiharbeit. Gleichzeitig hat die BA die Aufgabe, die
Einhaltung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes, arbeitsrechtliche Normen und
die korrekte Anwendung des Tarifrechts zu kontrollieren. Ziel ist es, die
Leiharbeitskräfte vor rechtswidrigen Praktiken der Verleiher zu schützen und bei
Verstößen Genehmigungen zu versagen oder nicht zu verlängern. Gerade jetzt
im Vorfeld des angekündigten Gesetzes, mit dem der Missbrauch von
Leiharbeit verhindert werden soll, stellt sich die Frage nach den Fakten und nach den
bisherigen Ergebnissen der Kontrollen.
Fakten
1. Wie viele Leiharbeitsunternehmen gab es nach Kenntnis der
Bundesregierung im Jahr 2015, und wie viele davon waren
a) ausschließlich oder überwiegend in der Leiharbeit tätig,
b) nicht ausschließlich oder überwiegend in der Leiharbeit tätig,
Nach Angaben der Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA-Statistik) gab es
im Juni 2015 (Jahreswerte liegen noch nicht vor) insgesamt 50 300
Verleihbetriebe in Deutschland, davon hatten 11 000 ihren Schwerpunkt in der
Arbeitnehmerüberlassung. Die Zuordnung des Betriebszwecks erfolgt anhand des
Wirtschaftszweigs des Verleihbetriebs (nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige
2008).
Deutscher Bundestag Drucksache 18/7661
18. Wahlperiode 24.02.2016
Verleihbetriebe nach Schwerpunkt Arbeitnehmerüberlassung 1)
Deutschland
Zeitreihe
Monat Schwerpunkt Anzahl
Juni 2013
Insgesamt 46.755
Schwerpunkt Arbeitnehmerüberlassung 1) 10.754
nicht Schwerpunkt Arbeitnehmerüberlassung 1) 36.001
Juni 2014
Insgesamt 48.444
Schwerpunkt Arbeitnehmerüberlassung 1) 10.773
nicht Schwerpunkt Arbeitnehmerüberlassung 1) 37.671
Juni 2015
Insgesamt 50.293
Schwerpunkt Arbeitnehmerüberlassung 1) 10.956
nicht Schwerpunkt Arbeitnehmerüberlassung 1) 39.337
1) Wirtschaftsgruppen 782 (befristete Überlassung von Arbeitskräften) + 783 (sonstige Überlassung
von Arbeitskräften) der Klassifikation der Wirtschaftszweige WZ 2008.
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit
c) konzernintern in der Leiharbeit tätig,
d) wie viele hatten einen Betriebsrat, und
Hierzu liegen der Bundesregierung keine amtlichen Statistiken vor.
e) wie viele dieser Leiharbeitsunternehmen hatten ihren Sitz im Ausland
(bitte nach Ländern differenzieren)
(bitte jeweils mit Vergleichszahlen aus den Jahren 2013 und 2014)?
Im Jahr 2015 hatten 791 Erlaubnisinhaber nach dem
Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) ihren Sitz in einem anderen EU-/EWR-Land (2013: 605; 2014:
750). Die zehn Länder mit den meisten Erlaubnisinhabern waren im Jahr 2015:
Polen (228), Österreich (113), Großbritannien (91), Niederlande (64), Ungarn
(52), Frankreich (44), Slowakei (43), Tschechien (37), Litauen (20) und
Slowenien (17).
2. Wie hoch waren nach Kenntnis der Bundesregierung die Umsätze der
deutschen Leiharbeitsunternehmen insgesamt im Jahr 2015 (bitte mit
Vergleichszahlen aus den Jahren 2013 und 2014)?
Nach den aktuellen Erhebungen des Statistischen Bundesamts lagen die Umsätze
und sonstige betrieblichen Erträge der Unternehmen mit Schwerpunkt
Arbeitnehmerüberlassung (Wirtschaftsgruppen 782 und 783 der WZ 2008) in Deutschland
im Jahr 2013 bei rund 35,26 Mrd. Euro. Aktuellere amtliche Statistiken liegen der
Bundesregierung nicht vor.
r cksac e 18/7661 – 2 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode
3. Wie viele Leiharbeitskräfte gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung
aktuell nach der geänderten Datenerhebung?
Nach der aktuellen Statistik der Bundesagentur für Arbeit gab es im Juni 2015
insgesamt 961 200 Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer in
Deutschland. Die Leiharbeitskräfte werden in der Statistik zur Arbeitnehmerüberlassung
nach dem Konzept der „Hauptbeschäftigung von Personen“ ermittelt, d. h. als
Summe der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und der ausschließlich
geringfügig Beschäftigten, deren Hauptbeschäftigung als Tätigkeit in
Arbeitnehmerüberlassung gemeldet wurde.
4. Wie viele Leiharbeitskräfte gab es nach Kenntnis der Bundesregierung im
Jahr 2015 insgesamt, und wie viele davon waren bei Verleihbetrieben
beschäftigt,
a) die ausschließlich oder überwiegend in der Leiharbeit tätig sind,
b) die nicht ausschließlich oder überwiegend in der Leiharbeit tätig sind,
Von den insgesamt 961 200 Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmern im
Juni 2015 in Deutschland waren 770 900 in Betrieben mit dem Schwerpunkt
Arbeitnehmerüberlassung beschäftigt und 190 300 in Betrieben, die nicht
ausschließlich oder überwiegend in der Arbeitnehmerüberlassung tätig sind.
Bestand an Leiharbeitnehmern
Insgesamt
Deutschland
Zeitreihe
Berichtsmonat
Deutschland 1)
Veränderung
gegenüber
Vorjahr in
%
in Betrieben
mit
Schwerpunkt
Arbeitnehmer
überlassung1)2)
Anteil von
Spalte 3 an
Leiharbeitnehmern
Insgesamt
Veränderung
gegenüber
Vorjahr in
%
in
Betrieben ohne
Schwerpunkt
Arbeitnehmerüberlassung
Anteil von
Spalte 6 an
Leiharbeitnehmern
Insgesamt
Veränderung
gegenüber
Vorjahr in
%
1 2 3 4 5 6 7 8
Juni 2013 867.535 x 688.526 79,4 x 179.009 20,6 x
Juni 2014 912.519 5,2 728.269 79,8 5,8 184.250 20,2 2,9
Juni 2015 961.162 5,3 770.899 80,2 5,9 190.263 19,8 3,3
1) Einschließlich „keine Zuordnung möglich“.
2) Wirtschaftsgruppen 782 (befristete Überlassung von Arbeitskräften) + 783 (sonstige Überlassung von Arbeitskräften) der
Klassifikation der Wirtschaftszweige WZ 2008.
x Nachweis nicht sinnvoll.
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit
c) die konzernintern in der Leiharbeit tätig sind und
d) die ihren Sitz im Ausland hatten (bitte nach Ländern differenzieren)
(bitte jeweils mit Vergleichszahlen aus den Jahren 2013 und 2014)?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine amtlichen Statistiken vor.
Deutscher Bundestag – 18. ahlperiode – 3 – Drucksache 18/7661
5. Wie viele der Leiharbeitskräfte waren nach Kenntnis der Bundesregierung
im Jahr 2015
a) Vollzeit beschäftigt,
b) Teilzeit beschäftigt,
c) in Minijobs beschäftigt, und
d) wie viele waren befristet bzw. unbefristet beschäftigt
(bitte jeweils nach Geschlecht differenzieren und danach, ob
schwerbehindert bzw. gleichgestellt und mit Vergleichszahlen aus den Jahren 2013 und
2014)?
Von den 961 200 Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmern im Juni 2015
waren 888 500 sozialversicherungspflichtig und 72 700 ausschließlich
geringfügig beschäftigt. Von den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten waren
754 400 vollzeitbeschäftigt und 134 100 in Teilzeit beschäftigt. Eine
Differenzierung zwischen befristeter und unbefristeter Beschäftigung (Frage 5d) ist anhand
der Statistik der BA nicht möglich. Ebenso ist der Ausweis von
schwerbehinderten Personen nicht möglich. Im Übrigen wird auf die als Anlage 1 beigefügten
Tabellen zu Frage 5 verwiesen.
6. In welchen zehn Branchen wurde Leiharbeit nach Kenntnis der
Bundesregierung prozentual am häufigsten eingesetzt (bitte mit Vergleichsangaben
aus den Jahren 2013 und 2014)?
In der Statistik zur Arbeitnehmerüberlassung liegen Informationen zu den
Einsatzbranchen nicht vor.
Um dennoch Aussagen zum Einsatz von Leiharbeitnehmerinnen und
Leiharbeitnehmern treffen zu können, ist eine Darstellung nach ausgeübter Tätigkeit nach
der Klassifikation der Berufe 2010 (KldB 2010) möglich. Von den 961 200
Leiharbeitnehmern im Juni 2015 ging mehr als jeder Fünfte einem Beruf in der
Lagerwirtschaft nach und etwa jeder Zehnte einem Beruf in der Metallbearbeitung.
Eine differenzierte Auflistung nach ausgeübten Tätigkeiten ist der als Anlage 2
beigefügten Tabelle zu Frage 6 zu entnehmen.
7. Welche aktuellen Erkenntnisse hat die Bundesregierung zur
Beschäftigungsdauer von Leiharbeitskräften in Verleih- und Entleihbetrieben (bitte mit
Vergleichszahlen aus den Jahren 2013 und 2014)?
Im ersten Halbjahr 2015 wurden 584 700 Beschäftigungsverhältnisse von
Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmern beendet. Etwa 29 Prozent davon
dauerten weniger als einen Monat und 22 Prozent dauerten mindestens ein Jahr.
Statistische Informationen zur Einsatzdauer der Leiharbeitnehmer in den
Entleihbetrieben liegen nicht vor.
r cksac e 18/7661 – 4 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode
Beendete Beschäftigungsverhältnisse von Leiharbeitnehmern nach Dauer
Deutschland
Zeitreihe
Halbjahr
Insgesamt davon (nach Dauer des beendeten Beschäftigungsverhältnisses)
Insgesamt
Veränderung
gegenüber
Vorjahr in
%
0 bis
unter
1 Monat
1 bis
unter
2
Monaten
2 bis
unter
3
Monaten
3 bis
unter
6
Monaten
6 bis
unter
12
Monaten
1 Jahr
und
mehr
1 2 3 4 5 6 7 8
1. Halbjahr 2013 559.354 x 156.276 70.955 44.757 80.300 81.252 125.814
2. Halbjahr 2013 657.438 x 209.536 96.153 63.903 103.992 74.284 109.570
1. Halbjahr 2014 579.284 3,6 164.986 68.216 45.490 84.089 82.400 134.103
2. Halbjahr 2014 682.073 3,7 209.651 98.137 64.145 109.814 83.221 117.105
1. Halbjahr 2015 584.735 0,9 167.183 69.581 46.551 84.582 85.732 131.106
Halbjahr
Anteil an Insgesamt in %
Insgesamt
0 bis
unter
1 Monat
1 bis
unter
2
Monaten
2 bis
unter
3
Monaten
3 bis
unter
6
Monaten
6 bis
unter
12
Monaten
1 Jahr
und
mehr
1 2 3 4 5 6 7
1. Halbjahr 2013 100,0 27,9 12,7 8,0 14,4 14,5 22,5
2. Halbjahr 2013 100,0 31,9 14,6 9,7 15,8 11,3 16,7
1. Halbjahr 2014 100,0 28,5 11,8 7,9 14,5 14,2 23,1
2. Halbjahr 2014 100,0 30,7 14,4 9,4 16,1 12,2 17,2
1. Halbjahr 2015 100,0 28,6 11,9 8,0 14,5 14,7 22,4
x Nachweis nicht sinnvoll.
Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit
8. Wie viele der Leiharbeitskräfte wurden nach Kenntnis der Bundesregierung
im Jahr 2015 von einem Entleihbetrieb übernommen (bitte absolut und
relativ zu allen Leiharbeitskräften, mit Vergleichszahlen aus den Jahren 2013
und 2014)?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine amtlichen Statistiken vor.
9. Wie hoch war nach Kenntnis der Bundesregierung die durchschnittliche
Brutto-Vergütung sowie der Median im Jahr 2015
a) der abhängig Beschäftigten insgesamt über alle Branchen,
b) in der Leiharbeitsbranche insgesamt und
Deutscher Bundestag – 18. ahlperiode – 5 – Drucksache 18/7661
c) in den zehn Branchen, in denen Leiharbeit am häufigsten eingesetzt wurde
(bitte nach Beschäftigten der jeweiligen Branchen sowie nach
Leiharbeitskräften differenzieren)
(bitte jeweils mit Vergleichszahlen aus den Jahren 2013 und 2014)?
Die Beschäftigungsstatistik ermöglicht die Auswertung von Entgeltverteilungen
der Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer. Aus Gründen der
Vergleichbarkeit mit Referenzgrößen ist die Darstellung auf die Kerngruppe der
sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten (ohne Auszubildende) eingegrenzt.
Erste Auswertungen zeigen, dass das mittlere Bruttomonatsentgelt von
vollzeitbeschäftigten Leiharbeitnehmern (der Kerngruppe) im Jahr 2013 bei 1 725 Euro
lag, im Vergleich zu 2 954 Euro bei allen Vollzeitbeschäftigten der Kerngruppe.
Bei Entgeltvergleichen ist zu beachten, dass sich Leiharbeitskräfte und
Beschäftigte in anderen Branchen teils erheblich voneinander unterscheiden,
beispielsweise in ihren soziodemographischen Eigenschaften oder in der Stabilität ihrer
individuellen Erwerbsbiographien. Ein einfacher Vergleich der mittleren
Bruttoarbeitsentgelte greift daher zu kurz. Berücksichtigt man zusätzlich die
systematischen Unterschiede zwischen den beiden Gruppen, verringert sich die
Lohndifferenz deutlich. Auch die Beschäftigungsstruktur in der Arbeitnehmerüberlassung
unterscheidet sich von der Beschäftigung insgesamt merklich. So übt in der
Zeitarbeit gut die Hälfte aller Vollzeitbeschäftigten (ohne Auszubildende) eine
Helfertätigkeit aus, was mit einer niedrigeren Entlohnung verbunden ist. Die mit
überdurchschnittlichen Verdiensten verbundenen Spezialisten- und
Expertentätigkeiten kommen in der Arbeitnehmerüberlassung hingegen vergleichsweise
selten vor. Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 6 verwiesen.
Die Berichterstattung zu den Entgelten ist noch nicht auf die revidierte
Beschäftigungsstatistik umgestellt, daher sind die Angaben zu den mittleren
Bruttomonatsentgelten noch vorläufig und können sich im Rahmen der für das erste
Halbjahr 2016 geplanten Umstellung noch geringfügig ändern. Dann werden
auch Angaben über das Jahr 2013 hinaus verfügbar sein.
Das im Rahmen der Beschäftigungsstatistik abgebildete
sozialversicherungspflichtige Bruttoarbeitsentgelt (kurz: Arbeitsentgelt) umfasst alle laufenden oder
einmaligen Einnahmen aus der Hauptbeschäftigung bis zur sogenannten
Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung. Auswertungen zu den Entgelten
werden jeweils nur für Beschäftigte am 31. Dezember eines Jahres durchgeführt.
Die Angaben über das sozialversicherungspflichtige Bruttoarbeitsentgelt
beziehen sich immer auf einen spezifischen Beschäftigungszeitraum, der das gesamte
Kalenderjahr, im Extremfall aber auch nur einen Tag umfassen kann. Um
vergleichbare Angaben zu erhalten, werden die Entgeltangaben deshalb auf einen
einheitlichen Zeitraum normiert. Ergebnisse zu den Bruttomonatsentgelten liegen
klassiert in 100-Euro-Schritten vor. Aus den klassierten Daten kann
näherungsweise der Median ermittelt werden. Der Median teilt eine nach der Höhe der
Entgelte sortierte Häufigkeitsverteilung in zwei gleich große Teile und steht damit in
der Mitte der Verteilung.
10. Wie viele Leiharbeitskräfte erhielten nach Kenntnis der Bundesregierung im
Jahresdurchschnitt 2015 den gleichen Lohn, wie die Stammbelegschaften
(bitte mit Vergleichszahlen aus den Jahren 2013 und 2014)?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine amtlichen Statistiken vor.
r cksac e 18/7661 – 6 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode
11. In welchen Branchen existieren nach Kenntnis der Bundesregierung
Branchenzuschläge, und für wie viele Unternehmen sowie Beschäftigte gelten
diese?
Nach Kenntnis der Bundesregierung wurden für die Arbeitnehmerüberlassung in
nachstehenden elf Branchen zwischen dem Bundesarbeitgeberverband der
Personaldienstleister e. V. (BAP) und dem Interessenverband Deutscher
Zeitarbeitsunternehmen e. V. (iGZ) einerseits und Mitgliedsgewerkschaften des Deutschen
Gewerkschaftsbundes (DGB) andererseits sogenannte
Branchenzuschlagstarifverträge geschlossen:
Metall- und Elektroindustrie (TV BZ ME)
Chemieindustrie (TV BZ Chemie)
Kautschukindustrie (TV BZ Kautschuk)
Kunststoff verarbeitende Industrie (TV BZ Kunststoff)
Schienenverkehrsbereich (TV BZ Eisenbahn)
Textil- und Bekleidungsindustrie (TV BZ TB)
Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie (TV BZ HK)
Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitende Industrie (TV BZ PPK)
Druckindustrie (TV BZ Druck – gewerblich) – für gewerbliche
Leiharbeitskräfte
Kali- und Steinsalzbergbau (TV BZ KS)
Papier erzeugende Industrie ( TV BZ PE – gewerblich) – für gewerbliche
Leiharbeitskräfte.
Die Vereinbarungen sehen Lohnzuschläge für die in diesen Bereichen
eingesetzten Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer vor. Leiharbeitskräfte erhalten
abhängig von der Einsatzdauer auf das Bruttostundentabellenentgelt des
Zeitarbeitstarifvertrags einen prozentualen Zuschlag, der an den ununterbrochenen
Einsatz bei demselben Kundenbetrieb gebunden ist. Dieser Zuschlag beginnt nach
sechs Wochen, teilweise bereits ab vier Wochen, und steigt in mehreren Stufen
bis auf maximal 50 Prozent des maßgeblichen Stundentabellenentgelts des
Zeitarbeitstarifvertrages nach Ablauf von neun Monaten an. Der Branchenzuschlag
ist in der Höhe auf die Differenz zum laufenden regelmäßig gezahlten
Stundenentgelt eines vergleichbaren Stammarbeitnehmers des Kundenbetriebs
beschränkt.
Die Branchenzuschlagstarifverträge gelten für alle Verleiher, die als
tarifgebundene Mitgliedsunternehmen des Bundesarbeitgeberverbandes der
Personaldienstleister e. V. (BAP) oder des Interessenverbandes Deutscher
Zeitarbeitsunternehmen e. V. (iGZ) im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung Beschäftigte in einem
Entleihbetrieb der o. g. Branchen einsetzen. Sie gelten aber auch für die
Verleiher, die die Tarifwerke der Tarifvertragsparteien der
Arbeitnehmerüberlassungsbranche wirksam arbeitsvertraglich in Bezug nehmen.
Die Zahl der Verleiher sowie von deren Leiharbeitnehmerinnen und
Leiharbeitnehmern, für die die Branchenzuschlagstarifverträge gelten, wird statistisch nicht
erfasst.
Deutscher Bundestag – 18. ahlperiode – 7 – Drucksache 18/7661
12. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung die durchschnittliche
Lohndifferenz zwischen Stammbelegschaften und Leiharbeitskräften, wenn
die höchste Stufe der jeweiligen Branchenzuschläge in der Leiharbeit
erreicht wurde (bitte nach Branchen differenzieren)?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine amtlichen Statistiken vor.
13. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Beschäftigungsdauer
von Leiharbeitskräften in Entleihbetrieben der Branchen, in denen
Branchenzuschläge eingeführt wurden, von 2011 bis 2015 pro Jahr entwickelt?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine amtlichen Statistiken vor.
14. Wann wird der nächste Arbeitnehmerüberlassungs-Bericht dem Deutschen
Bundestag vorgelegt?
Auf Ersuchen des Deutschen Bundestages berichtet die Bundesregierung alle vier
Jahre über die Erfahrungen bei der Anwendung des
Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes. Den 12. Bericht hat die Bundesregierung dem Deutschen Bundestag im
Februar 2014 vorgelegt.
Kontrollen des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) durch die BA
15. Wie viele Kontrollen wurden nach Kenntnis der Bundesregierung vom
Prüfdienst der BA insgesamt in Verleihbetrieben im Jahr 2015 durchgeführt, und
wie viele davon wurden
a) unangekündigt durchgeführt,
Im Jahr 2015 wurden von der BA 4 804 Prüfungen durchgeführt (2013: 3 957;
2014: 4 400). Prüfungen können unangekündigt nur in begründeten Einzelfällen
durchgeführt werden, z. B. wenn eine Prüfung durch Hinweise auf Verstöße
ausgelöst wird. Die Anzahl von unangekündigten Prüfungen wird nicht statistisch
erfasst. Die überwiegende Zahl von Prüfungen sind Regelprüfungen (vgl.
Antwort zu Frage 15c), welche angemeldet in den Geschäftsräumen des Verleihers
stattfinden.
b) in den Räumen der Verleihbetriebe durchgeführt,
In 2015 wurden 4 360 von insgesamt 4 804 durchgeführten Prüfungen in den
Räumen des Verleihers durchgeführt.
c) nach welchen Kriterien werden die zu prüfenden Verleihbetriebe
ausgewählt, und
Regelprüfungen finden bei allen Verleihern statt. Dafür gibt es vordefinierte
Anlässe: Eine Betriebsprüfung soll bei Inhabern einer befristeten Erlaubnis
mindestens vor der ersten Verlängerung der Erlaubnis und vor Erteilung der
unbefristeten Erlaubnis durchgeführt werden. Bei Inhabern einer unbefristeten Erlaubnis
soll mindestens alle fünf Jahre eine Betriebsprüfung durchgeführt werden.
Bei Hinweisen auf Unregelmäßigkeiten (z. B. durch Beschwerden) sind
anlassbezogene Prüfungen durchzuführen.
r cksac e 18/7661 – 8 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode
d) wie hoch war die Prüfquote im Jahr 2015
(bitte mit Vergleichsangaben aus den Jahren 2013 und 2014)?
Im Jahr 2015 gab es 21 826 Erlaubnisinhaber nach dem AÜG (2013: 20 720;
2014: 21 890). Es wurden 4 804 Prüfungen durchgeführt (2013: 3 957; 2014:
4 400). Die Prüfquote lag somit bei 22 Prozent (2013: 19 Prozent; 2014: 20
Prozent).
Hinweis: Die Zahl der Erlaubnisinhaber ist nicht identisch mit der in der Antwort
zu den Fragen 1a und 1b genannten Zahl der Verleihbetriebe, weil eine Erlaubnis
zur Arbeitnehmerüberlassung mehrere Betriebe umfassen kann.
16. Wie viele Verstöße gegen das AÜG wurden nach Kenntnis der
Bundesregierung insgesamt im Jahr 2015 festgestellt, und wie viele davon waren
Verstöße, weil
a) Leiharbeits-Tarifverträge nicht korrekt angewandt wurden,
b) Mindestlöhne nach dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG) nicht
bezahlt wurden,
c) Branchenzuschläge nicht vergütet wurden,
d) die Eingruppierung der Leiharbeitskräfte nicht der im
Überlassungsvertrag beschriebenen Tätigkeit entsprochen hat,
e) Kündigungsfristen nicht korrekt eingehalten wurden,
f) bei Nichtbeschäftigung kein Entgelt bezahlt wurde,
g) Arbeitszeitkonten Unregelmäßigkeiten aufwiesen,
h) arbeitsrechtliche Pflichten bei Befristungen bzw. Abrufarbeit nicht
eingehalten wurden,
i) gegen die Drehtürklausel verstoßen wurde,
j) die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall nicht ordnungsgemäß geleistet
wurde,
k) Urlaub oder Urlaubsgeld nicht entsprechend gewährt wurde und
l) ausländerrechtliche Vorschriften nicht beachtet wurden
(bitte mit Vergleichszahlen aus den Jahren 2013 und 2014)?
Die Art der Verstöße gegen das AÜG wird von der BA nicht statistisch erfasst.
Es liegen jedoch Erfahrungswerte vor, wonach Verstöße sich über die gesamte
Bandbreite des AÜG und des allgemeinen Arbeitsrechts, einschließlich
Verstößen gegen tarifvertragliche Regelungen, streuen. Häufigkeit und Schwere von
Verstößen variieren dabei erheblich. Verstöße in Bezug auf die korrekte
Berechnung der Vergütung von Zeiten, in denen das Arbeitsentgelt ohne Arbeitsleistung
zu zahlen ist (Feiertage, Urlaub, Krankheit), werden häufiger festgestellt als
Verstöße gegen Branchenzuschlagstarife.
Ist die Tätigkeit eines Leiharbeitnehmers vom Geltungsbereich eines
Branchenmindestlohns nach dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG) erfasst und wird
dieser Mindestlohn nicht bezahlt, erfolgt eine Ahndung nach den Vorschriften des
AÜG lediglich in dem Fall, dass der nach § 8 Absatz 3 AEntG zu zahlende Lohn
die Lohnuntergrenze nach dem AÜG nicht überschreitet. Liegt der nach § 8
Absatz 3 AEntG zu zahlende Lohn dagegen über der Lohnuntergrenze nach dem
AÜG, gehen die Regelungen des AEntG denen des AÜG vor.
Deutscher Bundestag – 18. ahlperiode – 9 – Drucksache 18/7661
Die Prüfung der Branchenmindestlöhne nach dem AEntG und der
Lohnuntergrenze nach dem AÜG obliegt der Finanzkontrolle Schwarzarbeit der
Zollverwaltung (FKS). Hinsichtlich der Anzahl der in 2015 von der FKS geführten
Ermittlungsverfahren wird insoweit auf die Antwort der Bundesregierung zu
Frage 6 der Kleinen Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf
Bundestagsdrucksache 18/7525 verwiesen.
17. Welche anderen − als die in Frage 16 − genannten Vorschriften wurden nach
Kenntnis der Bundesregierung darüber hinaus missachtet (bitte mit
Vergleichsangaben aus den Jahren 2013 und 2014)?
Über die oben genannten Verstöße hinaus, wurden von der BA auch Fehler im
Zusammenhang mit dem Gleichstellungsgrundsatz des AÜG (Equal Treatment)
und der Lohnuntergrenze in der Arbeitnehmerüberlassung festgestellt. In
Einzelfällen verfügten Verleiher nicht über eine ausreichende Betriebsorganisation oder
verstießen gegen die rechtlichen Einschränkungen der Arbeitnehmerüberlassung
in Betriebe des Baugewerbes.
18. Wie viele Ahndungen gab es nach Kenntnis der Bundesregierung im Jahr
2015 insgesamt, und wie viele davon waren
a) Verwarnungen ohne Verwarnungsgeld,
b) Verwarnungen mit Verwarnungsgeld und
c) Geldbußen
(bitte mit Vergleichszahlen aus den Jahren 2013 und 2014)?
Die BA hat auf der Grundlage ihrer Prüfungen Ordnungswidrigkeiten nach § 16
Absatz 1 Nummer 3 bis 7a sowie 8 bis 10 AÜG verfolgt und geahndet. Im Jahr
2015 gab es insgesamt 2 136 Ahndungen nach dem Ordnungswidrigkeitengesetz.
Davon waren
a) 1 117 Verwarnungen ohne Verwarnungsgeld (2013: 675 und 2014: 933),
b) 286 Verwarnungen mit Verwarnungsgeld (2013: 55 und 2014: 238) und
c) 733 Geldbußen (2013: 342 und 2014: 796).
19. Wie hoch war nach Kenntnis der Bundesregierung die Summe der
Verwarnungsgelder bzw. Geldbußen im Jahr 2015 (bitte mit Vergleichszahlen aus
den Jahren 2013 und 2014)?
Im Zusammenhang mit der Verfolgung und Ahndung der Tatbestände nach § 16
Absatz 1 Nummer 3 bis 7a sowie 8 bis 10 AÜG wurden im Jahr 2015
Verwarnungsgelder in Höhe von 13 895 Euro und Geldbußen in Höhe von 776 280 Euro
festgesetzt (2013: Verwarnungsgelder 1 925 Euro und Geldbußen 328 094 Euro
und 2014: Verwarnungsgelder 9 345 Euro und Geldbußen 600 692 Euro).
20. In wie vielen Fällen führten nach Kenntnis der Bundesregierung Verstöße
bzw. Beanstandungen im Jahr 2015 dazu, dass
a) die BA Gespräche mit den Verleihunternehmen geführt hat, und aufgrund
welcher Beanstandungen,
Gespräche mit Verleihunternehmen werden regelmäßig im Anschluss an
Betriebsprüfungen in den Geschäftsräumen der Verleiher geführt. Diese sog.
Abr cksac e 18/7661 – 10 – Deutscher Bundestag – 18. Wahlperiode
schlussgespräche finden unabhängig vom Umfang und von der Art der
festgestellten Verstöße statt. Zu der jeweiligen Anzahl der Betriebsprüfungen in den
Jahren 2013 bis 2015 in den Geschäftsräumen der Verleiher wird auf die Antwort
zu Frage 15b verwiesen.
b) die Verleihbetriebe Auflagen erhalten haben, in welcher Form, und
aufgrund welcher Beanstandungen,
Im Jahr 2015 wurden 476 Auflagen (2013: 480; 2014: 491) an Erlaubnisinhaber
mit Auflagenbescheid erteilt. Die Gründe für die Erteilung einer Auflage werden
von der BA nicht statistisch erfasst.
c) die Arbeitnehmerüberlassungserlaubnis entzogen wurde, und aufgrund
welcher Verstöße, und
Im Jahr 2015 wurden 124 bestehende Erlaubnisse widerrufen (2013: 58; 2014:
68). Eine überwachungsrechtlich vergleichbare Funktion wie der Widerruf erfüllt
die Versagung einer Erlaubnis. In 2015 wurden 262 Anträge auf eine Erlaubnis
(Erst- und Verlängerungsanträge) versagt (2013: 209; 2014: 223). Etwa zwei
Drittel dieser Versagungen beziehen sich schätzungsweise auf
Verlängerungsanträge. Die Gründe für Widerrufe oder Versagungen werden nicht statistisch
erfasst.
Zu den in der Praxis relevanten Gründen gehören jedoch zum Beispiel Verstöße
gegen zu gewährende Arbeitsbedingungen, Verstöße gegen das
Überlassungsverbot im Baugewerbe und Insolvenzen von Unternehmen.
d) bisher unbefristet erteilte Erlaubnisse befristet wurden, und aufgrund
welcher Verstöße
(bitte mit Vergleichszahlen aus den Jahren 2013 und 2014)?
Das AÜG lässt eine nachträgliche Befristung einer bestehenden unbefristeten
Erlaubnis nicht zu. Im Jahr 2015 wurden 559 Anträge auf eine unbefristete
Erlaubnis abgelehnt oder vom Antragsteller schon im Vorfeld der Erteilung in einen
Antrag auf eine befristete Erlaubnis umgewandelt (2013: 220; 2014: 338).
21. Wie viel Personal stand der BA nach Kenntnis der Bundesregierung für den
Prüfdienst der Leiharbeitsbranche in Vollzeitäquivalenten im Jahr 2015 im
Jahresdurchschnitt zur Verfügung, und wie viel davon für
a) die Genehmigung von Anträgen auf Erlaubnis zur
Arbeitnehmerüberlassung,
b) die Entfristung von bisher befristeten Erlaubnissen und
c) für die Prüfungen von Leiharbeitsbetrieben
(bitte mit Vergleichszahlen aus den Jahren 2013 und 2014)?
Für die Durchführung des AÜG standen der BA im Jahr 2015 insgesamt
122,5 Stellen für Plankräfte zur Verfügung (2013: 104,5; 2014: 122,5). Dabei
entfallen auf die Prüfung und Entscheidung von Anträgen auf eine Erlaubnis
(Erstanträge und Verlängerungsanträge, einschließlich Anträge auf eine unbefristete
Erlaubnis) 55,5 Stellen für Plankräfte (2013: 49,5; 2014: 55,5). Für die
Durchführung von Prüfungen der Verleihbetriebe wurden 67,0 Stellen für Plankräfte
angesetzt (2013: 55,0; 2014: 67,0).
Deutscher Bundestag – 18. ahlperiode – 11 – Drucksache 18/7661
Zum Jahresbeginn 2016 wurde die Personalausstattung auf 146,5 Planstellen
angehoben (61,5 Planstellen für die Prüfung und Entscheidung von Anträgen auf
eine Erlaubnis und 85,0 Planstellen zur Durchführung von Prüfungen der
Verleihbetriebe).
22. Wie viele Leiharbeitsbetriebe hatten die Prüfenden beim Prüfdienst der BA
nach Kenntnis der Bundesregierung rein rechnerisch durchschnittlich im
Jahr 2015 zu prüfen (bitte mit Vergleichszahlen aus den Jahren 2013 und
2014)?
Die Anzahl der zu prüfenden Verleihunternehmen mit einer Erlaubnis nach dem
AÜG wird jährlich von der Zentrale der BA festgelegt. Die Zielvorgabe lag im
Jahr 2015 bei 4 500 Prüfungen (2013: 4.250; 2014: 4 400). Dieses Ziel ist mit
4 804 Prüfungen im Jahr 2015 übererfüllt worden (2013: 3 957; 2014: 4 400).
Nach der für das Jahr 2015 dargestellten Prüfquote von 22 Prozent (vgl. Antwort
zu Frage 15d) wird jeder Erlaubnisinhaber rein rechnerisch im Abstand von
4,5 Jahren geprüft.
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Anlage 2
(Tabelle zur Antwort auf Frage 6)
Bestand an Leiharbeitnehmern nach der ausgeübten Tätigkeiten der KldB 2010
Deutschland
Zeitreihe
Tätigkeit nach KldB 2010
Anzahl
Juni 2015
Anteil an
Leiharbeitnehmern
insgesamt
in %
Juni 2014
Anteil an
Leiharbeitnehmern
insgesamt
in %
Juni 2013
Anteil an
Leiharbeitnehmern
insgesamt
in %
1 2 3 4 5 6
Insgesamt 961.162 100,0 912.519 100,0 867.535 100,0
513 Lagerwirt.,Post,Zustellung,Güterumschlag 222.163 23,1 200.141 21,9 180.319 20,8
darunter: 5131 Berufe in der Lagerwirtschaft 219.351 22,8 197.588 21,7 178.067 20,5
242 Metallbearbeitung 107.204 11,2 103.904 11,4 93.361 10,8
251 Maschinenbau- und Betriebstechnik 60.038 6,2 59.519 6,5 58.306 6,7
714 Büro und Sekretariat 39.903 4,2 40.084 4,4 41.097 4,7
244 Metallbau und Schweißtechnik 38.174 4,0 39.900 4,4 40.663 4,7
221 Kunststoff,Kautschukherstell.,verarbeit 30.087 3,1 26.855 2,9 22.114 2,5
262 Energietechnik 24.086 2,5 24.665 2,7 25.027 2,9
263 Elektrotechnik 23.438 2,4 22.755 2,5 21.738 2,5
633 Gastronomie 22.982 2,4 20.363 2,2 19.196 2,2
713 Unternehmensorganisation und -strategie 22.636 2,4 22.211 2,4 22.044 2,5
541 Reinigung 21.123 2,2 20.277 2,2 20.271 2,3
292 Lebensmittel- u. Genussmittelherstellung 20.292 2,1 18.302 2,0 17.159 2,0
525 Bau- und Transportgeräteführung 18.116 1,9 16.045 1,8 14.026 1,6
252 Fahrzeug-Luft-Raumfahrt-,Schiffbautechn. 17.093 1,8 19.579 2,1 21.471 2,5
813 Gesundh.,Krankenpfl.,Rettungsd.Geburtsh. 14.019 1,5 13.517 1,5 14.127 1,6
621 Verkauf (ohne Produktspezialisierung) 13.784 1,4 12.527 1,4 12.550 1,4
332 Maler.,Stuckat.,Bauwerksabd,Bautenschutz 13.538 1,4 13.292 1,5 13.108 1,5
521 Fahrzeugführung im Straßenverkehr 12.901 1,3 11.968 1,3 11.106 1,3
821 Altenpflege 11.357 1,2 9.070 1,0 9.361 1,1
342 Klempnerei,Sanitär,Heizung,Klimatechnik 11.222 1,2 11.312 1,2 11.281 1,3
293 Speisenzubereitung 11.017 1,1 10.369 1,1 9.528 1,1
921 Werbung und Marketing 10.386 1,1 9.338 1,0 10.222 1,2
831 Erziehung,Sozialarb.,Heilerziehungspfl. 10.190 1,1 9.919 1,1 9.108 1,0
343 Ver- und Entsorgung 9.712 1,0 9.763 1,1 9.493 1,1
223 Holzbe- und -verarbeitung 9.273 1,0 9.010 1,0 8.036 0,9
413 Chemie 7.666 0,8 7.489 0,8 7.342 0,8
273 Technische Produktionsplanung,-steuerung 7.553 0,8 6.626 0,7 6.471 0,7
- 2 -
- 3 -
321 Hochbau 6.317 0,7 6.349 0,7 6.624 0,8
272 Techn. Zeichnen, Konstruktion, Modellbau 5.791 0,6 5.902 0,6 6.081 0,7
715 Personalwesen und -dienstleistung 5.767 0,6 5.231 0,6 5.252 0,6
516 Kaufleute - Verkehr und Logistik 5.496 0,6 4.729 0,5 4.310 0,5
231 Papier- und Verpackungstechnik 5.119 0,5 4.117 0,5 3.129 0,4
271 Technische Forschung und Entwicklung 4.904 0,5 4.647 0,5 4.204 0,5
722 Rechnungswesen, Controlling und Revision 4.890 0,5 4.790 0,5 4.944 0,6
241 Metallerzeugung 4.609 0,5 4.590 0,5 4.164 0,5
611 Einkauf und Vertrieb 4.500 0,5 4.155 0,5 3.720 0,4
531 Obj.-,Pers.-,Brandschutz,Arbeitssicherh. 4.259 0,4 4.328 0,5 4.562 0,5
341 Gebäudetechnik 3.461 0,4 3.472 0,4 3.493 0,4
261 Mechatronik und Automatisierungstechnik 3.405 0,4 3.301 0,4 3.316 0,4
732 Verwaltung 3.297 0,3 3.258 0,4 3.189 0,4
832 Hauswirtschaft und Verbraucherberatung 3.252 0,3 2.706 0,3 2.877 0,3
121 Gartenbau 3.239 0,3 2.823 0,3 2.706 0,3
634 Veranstaltungsservice, -management 2.872 0,3 2.687 0,3 2.159 0,2
811 Arzt- und Praxishilfe 2.871 0,3 2.759 0,3 2.841 0,3
222 Farb- und Lacktechnik 2.849 0,3 2.691 0,3 2.515 0,3
431 Informatik 2.826 0,3 2.634 0,3 2.610 0,3
111 Landwirtschaft 2.755 0,3 2.695 0,3 2.625 0,3
232 Technische Mediengestaltung 2.706 0,3 2.436 0,3 2.421 0,3
333 Aus-,Trockenbau.Iso.Zimmer.Glas.Roll.bau 2.669 0,3 2.741 0,3 2.805 0,3
234 Drucktechnik,-weiterverarb.,Buchbinderei 2.570 0,3 2.480 0,3 2.542 0,3
818 Pharmazie 2.508 0,3 2.268 0,2 2.336 0,3
245 Feinwerk- und Werkzeugtechnik 2.436 0,3 2.416 0,3 2.546 0,3
432 IT-Systemanalyse,Anwenderber,IT-Vertrieb 2.345 0,2 2.049 0,2 1.820 0,2
945 Veranstaltungs-, Kamera-, Tontechnik 2.223 0,2 1.908 0,2 1.676 0,2
721 Versicherungs- u. Finanzdienstleistungen 2.213 0,2 2.293 0,3 2.343 0,3
433 IT-Netzwerkt.,-Koord.,-Administr.,-Orga. 2.146 0,2 2.192 0,2 2.126 0,2
632 Hotellerie 2.050 0,2 2.104 0,2 2.105 0,2
514 Servicekräfte im Personenverkehr 1.916 0,2 1.409 0,2 1.280 0,1
281 Textiltechnik und -produktion 1.886 0,2 1.795 0,2 1.172 0,1
282 Textilverarbeitung 1.877 0,2 1.732 0,2 1.626 0,2
434 Softwareentwicklung und Programmierung 1.825 0,2 1.600 0,2 1.508 0,2
211 Berg-, Tagebau und Sprengtechnik 1.813 0,2 1.693 0,2 1.674 0,2
213 Industrielle Glasherstell.,-verarbeitung 1.755 0,2 1.698 0,2 1.619 0,2
812 Medizinisches Laboratorium 1.753 0,2 1.712 0,2 1.730 0,2
623 Verkauf von Lebensmitteln 1.663 0,2 1.619 0,2 1.610 0,2
814 Human- und Zahnmedizin 1.474 0,2 1.274 0,1 1.168 0,1
- 3 -
- 4 -
212 Naturstein-,Mineral-,Baustoffherstell. 1.452 0,2 1.470 0,2 1.366 0,2
622 Verkauf Bekleid.,Elektro,KFZ,Hartwaren 1.421 0,1 1.633 0,2 1.497 0,2
817 Nicht ärztliche Therapie und Heilkunde 1.388 0,1 1.350 0,1 1.288 0,1
243 Metalloberflächenbehandlung 1.260 0,1 1.171 0,1 1.049 0,1
311 Bauplanung u. -überwachung, Architektur 1.152 0,1 1.076 0,1 1.094 0,1
511 Tech.Betrieb Eisenb.,Luft,Schiffsverkehr 1.062 0,1 1.050 0,1 1.080 0,1
322 Tiefbau 1.033 0,1 1.102 0,1 1.107 0,1
414 Physik 985 0,1 861 0,1 889 0,1
823 Körperpflege 816 0,1 880 0,1 910 0,1
522 Fahrzeugführung im Eisenbahnverkehr 734 0,1 639 0,1 577 0,1
423 Umweltmanagement und -beratung 731 0,1 720 0,1 802 0,1
924 Redaktion und Journalismus 730 0,1 688 0,1 720 0,1
612 Handel 726 0,1 725 0,1 704 0,1
711 Geschäftsführung und Vorstand 726 0,1 693 0,1 619 0,1
214 Industrielle Keramikherstell.,-verarbeit 706 0,1 634 0,1 557 0,1
283 Leder-, Pelzherstellung u. -verarbeitung 626 0,1 409 0,0 274 0,0
631 Tourismus und Sport 612 0,1 761 0,1 820 0,1
515 Überwachung u. Steuerung Verkehrsbetrieb 599 0,1 574 0,1 539 0,1
731 Rechtsberatung, -sprechung und -ordnung 581 0,1 649 0,1 639 0,1
842 Lehrt.berufsb.Fächer,betr.Ausb.,Betr.päd 572 0,1 501 0,1 442 0,1
331 Bodenverlegung 570 0,1 580 0,1 526 0,1
845 Fahr-,Sportunterricht außerschul. Bild. 535 0,1 501 0,1 503 0,1
841 Lehrtätigkeit an allgemeinbild. Schulen 514 0,1 429 0,0 364 0,0
913 Gesellschaftswissenschaften 474 0,0 532 0,1 642 0,1
944 Theater-, Film- und Fernsehproduktion 438 0,0 349 0,0 303 0,0
624 Verkauf drog.apotheken.Waren,Medizinbed. 436 0,0 471 0,1 344 0,0
844 Lehrtätigk. außerschul.Bildungseinricht. 434 0,0 447 0,0 440 0,1
825 Medizin-, Orthopädie- und Rehatechnik 393 0,0 374 0,0 384 0,0
723 Steuerberatung 390 0,0 376 0,0 388 0,0
613 Immobilienwirtschaft,Facility-Management 389 0,0 365 0,0 317 0,0
843 Lehr-,Forschungstätigkeit an Hochschulen 375 0,0 562 0,1 550 0,1
412 Biologie 367 0,0 340 0,0 281 0,0
733 Medien-Dokumentations-Informationsdienst 363 0,0 375 0,0 385 0,0
312 Vermessung und Kartografie 351 0,0 362 0,0 381 0,0
942 Schauspiel, Tanz und Bewegungskunst 300 0,0 256 0,0 302 0,0
816 Psychologie, nichtärztl. Psychotherapie 292 0,0 235 0,0 252 0,0
117 Forst-,Jagdwirtschaft, Landschaftspflege 258 0,0 252 0,0 224 0,0
923 Verlags- und Medienwirtschaft 249 0,0 212 0,0 237 0,0
512 Überwachung,WartungVerkehrsinfrastruktur 236 0,0 273 0,0 211 0,0
- 4 -
291 Getränkeherstellung 212 0,0 327 0,0 326 0,0
122 Floristik 209 0,0 224 0,0 260 0,0
941 Musik-, Gesang-, Dirigententätigkeiten 202 0,0 236 0,0 238 0,0
833 Theologie und Gemeindearbeit 174 0,0 174 0,0 186 0,0
533 Gewerbe,Gesundheitsaufsicht,Desinfektion 155 0,0 137 0,0 105 0,0
932 Innenarchitektur, Raumausstattung 144 0,0 142 0,0 150 0,0
112 Tierwirtschaft 142 0,0 112 0,0 100 0,0
922 Öffentlichkeitsarbeit 139 0,0 135 0,0 126 0,0
931 Produkt- und Industriedesign 133 0,0 119 0,0 108 0,0
422 Umweltschutztechnik 130 0,0 115 0,0 105 0,0
712 Angeh. gesetzgeb. Körp., Interessenorg. 124 0,0 140 0,0 136 0,0
523 Fahrzeugführung im Flugverkehr 116 0,0 70 0,0 63 0,0
824 Bestattungswesen 114 0,0 109 0,0 113 0,0
115 Tierpflege 111 0,0 147 0,0 128 0,0
822 Ernährungs-,Gesundheitsberatung,Wellness 105 0,0 106 0,0 114 0,0
524 Fahrzeugführung im Schiffsverkehr 96 0,0 90 0,0 118 0,0
411 Mathematik und Statistik 86 0,0 94 0,0 86 0,0
935 Kunsthandwerkliche Metallgestaltung 69 0,0 80 0,0 71 0,0
233 Fototechnik und Fotografie 62 0,0 52 0,0 73 0,0
946 Bühnen- und Kostümbildnerei, Requisite 62 0,0 56 0,0 61 0,0
815 Tiermedizin und Tierheilkunde 58 0,0 86 0,0 68 0,0
943 Moderation und Unterhaltung 51 0,0 63 0,0 66 0,0
113 Pferdewirtschaft 48 0,0 52 0,0 50 0,0
914 Wirtschaftswissenschaften 47 0,0 52 0,0 49 0,0
421 Geologie, Geografie und Meteorologie 45 0,0 39 0,0 32 0,0
933 Kunsthandwerk und bildende Kunst 39 0,0 37 0,0 75 0,0
625 Buch-Kunst-Antiquitäten-,Musikfachhandel 34 0,0 36 0,0 35 0,0
947 Museumstechnik und -management 34 0,0 48 0,0 48 0,0
114 Fischwirtschaft 27 0,0 28 0,0 21 0,0
934 Kunsthandwerkl. Keramik-, Glasgestaltung 27 0,0 17 0,0 17 0,0
912 Geisteswissenschaften 24 0,0 21 0,0 39 0,0
532 Polizei,Kriminald.,Gerichts,Justizvollz. 22 0,0 19 0,0 13 0,0
911 Sprach-, Literaturwissenschaften 20 0,0 21 0,0 22 0,0
116 Weinbau 19 0,0 18 0,0 22 0,0
936 Musikinstrumentenbau 12 0,0 9 0,0 7 0,0
Erstellungsdatum: 10.02.2016, Zentraler Statistik-Service © Statistik der Bundesagentur für Arbeit
Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken,
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Druck: Printsystem GmbH, Schafwäsche 1-3, 71296 Heimsheim,
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Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
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ISSN 0722-8333]