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Kleine AnfrageWahlperiode 18Beantwortet

Fahrzeug-Rückrufe wegen mangelnder Abgasreinigung

Nachfrage zu BT-Drs 18/7527; Problembeschreibungen zu Fällen der Beeinträchtigung der Abgasreinigung bei Volvo, Mercedes (Lkw), Opel und Dacia 2011 bis 2014 in den Unterlagen des Kraftfahrt-Bundesamtes, Bemerkung und Anzeige der Fehler beim KBA, Veranlassung der Rückrufaktionen, Überwachung der Fehlerbehebung, Einhaltung der Vorgaben nach dem Rückruf, Ausschluss des Einsatzes illegaler Abschalteinrichtungen, Existenz eines digitalen Aktenbestandes im KBA<br /> (insgesamt 9 Einzelfragen)

Fraktion

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ressort

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

Datum

03.05.2016

Antwortdauer

20 Tage

Aktualisiert

26.07.2022

Offizielle Quellen und Volltext

Die verlinkten PDFs stammen direkt vom Dokumentenserver des Deutschen Bundestages.

Deutscher BundestagDrucksache 18/812213.04.2016

Fahrzeugrückrufe wegen mangelnder Abgasreinigung

der Abgeordneten Stephan Kühn (Dresden), Bärbel Höhn, Oliver Krischer, Matthias Gastel, Tabea Rößner, Markus Tressel, Dr. Valerie Wilms und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Vorbemerkung

Anfang des Jahres 2016 hat die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage die Fahrzeugrückrufe seit dem Jahr 2010 dokumentiert (Bundestagsdrucksache 18/7527). Bei einigen dieser Rückrufe ging es um die Beeinträchtigung der Abgasreinigung, insbesondere hier:

  • Im Jahr 2011 bei Volvo: Die Warnlampe zur Störung des Emissionssystems leuchtet ggf. nicht auf.
  • Im Jahr 2011 bei Mercedes-Benz Lkw: Erhöhte Abgaswerte durch Einbau eines nicht korrekten Motorsteuergerätes.
  • Im Jahr 2012 bei Opel: Falsche Programmierung des Motorsteuergerätes führt zu Nichteinhaltung der Abgaswerte.
  • Im Jahr 2013 bei Dacia: Softwarefehler führt zu Nichteinhaltung der gesetzlichen Abgaswerte.
  • Im Jahr 2014 bei Opel: Unkorrekte Programmierung des Motorsteuergerätes beeinträchtigt die Einhaltung der Euro-5-Vorschriften.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen9

1

Wie lauten die ausführlichen Problembeschreibungen jeweils zu den Fällen a bis e in den Unterlagen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA)?

2

Wodurch wurden die Fehler, die zu den Rückrufaktionen führten, bemerkt? Durch wen wurden in den Fällen a bis e die Probleme beim KBA angezeigt?

3

Durch wen wurden die Rückrufaktionen jeweils veranlasst (KBA oder Hersteller)?

4

In welcher Weise haben das KBA bzw. die Bundesregierung die Behebung der Fehler jeweils überwacht?

5

Hielten sämtliche Fahrzeuge nach den jeweiligen Rückrufaktionen die geforderten Vorgaben ein? Wie wurde dies jeweils überprüft?

6

Kann die Bundesregierung ausschließen, dass in den Fällen a bis e keine illegalen Abschalteinrichtungen bei der Abgasreinigung zum Einsatz gekommen sind? Wie, und durch wen wurde dies jeweils überprüft?

7

Existiert jeweils zu den Fällen a bis e ein digitaler Aktenbestand im KBA? Falls ja, wie sieht jeweils das Inhaltsverzeichnis aus? Sind die Akten zugänglich und einsehbar?

8

Wurden die Details der Rückrufe a bis e der Europäischen Kommission mitgeteilt?

9

Waren die Rückrufe a bis e zu irgendeinem Zeitpunkt Thema der Sitzungen des zuständigen Ausschusses, der die Europäische Kommission nach Artikel 15 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 715/2007 unterstützt? Wenn ja, mit welchen Ergebnissen?

Berlin, den 12. April 2016

Katrin Göring-Eckardt, Dr. Anton Hofreiter und Fraktion

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