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Kleine AnfrageWahlperiode 16Beantwortet

Herkunft des Atommülls für Schacht Konrad und prognostizierte Kosten (G-SIG: 16012001)

Höhe des Atommüllanteils im Schacht Konrad aus medizinisch genutzten radioaktiven Stoffen, aus Forschungsabfällen, aus Kernforschungszentren, Anteil aus Wiederaufbereitungsanlagen in La Hague, Sellafield und der Versuchs-Wiederaufarbeitungsanlage in Karlsruhe; eingelagerte Plutoniumsmenge, Kosten für Endlagerung in Salzgitter und Morsleben, Gesamtkosten für Endlagerung von Atommüll im Schacht Konrad für Steuerzahler und Energiewirtschaft <p> </p>

Fraktion

DIE LINKE

Datum

21.05.2007

Antwortdauer

32 Tage

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 16/504219. 04. 2007

Herkunft des Atommülls für Schacht Konrad und prognostizierte Kosten

der Abgeordneten Hans-Kurt Hill, Ulla Lötzer, Dr. Gesine Lötzsch, Dr. Dietmar Bartsch, Karin Binder, Heidrun Bluhm, Eva Bulling-Schröter, Roland Claus, Lutz Heilmann, Katrin Kunert, Michael Leutert, Dorothe Menzner, Dr. Kirsten Tackmann und der Fraktion DIE LINKE.

Vorbemerkung

In Stellungnahmen von Seiten der Politik wird immer wieder auf die Bedeutung des geplanten Atommüllendlagers Schacht Konrad für die Lagerung radioaktiver Abfälle aus der medizinischen Nutzung radioaktiver Stoffe verwiesen.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen11

1

Wie hoch wird nach der derzeitigen Abfallmengenprognose der Anteil des Atommülls am Gesamteinlagerungsinventar im Schacht Konrad sein, der aus der medizinischen Nutzung radioaktiver Stoffe stammt?

2

Wie hoch wird nach der derzeitigen Abfallmengenprognose der Anteil des Atommülls am Gesamteinlagerungsinventar im Schacht Konrad sein, der aus der Forschung stammt?

3

Enthalten die Forschungsabfälle auch Plutonium?

4

Wie verteilt sich der Anteil an Atommüll, der aus der Forschung stammt, auf die verschiedenen Kernforschungszentren von Bund und Ländern und auf die private Industrie, aufgelistet nach den einzelnen Forschungseinrichtungen?

5

Wie verteilt sich nach der derzeitigen Abfallmengenprognose das Gesamteinlagerungsinventar im Schacht Konrad auf Bund und Länder als kostenpflichtiger Abfallverursacher einerseits und auf die Energiewirtschaft andererseits?

6

Wie hoch wird nach der derzeitigen Abfallmengenprognose der Anteil des Atommülls am Gesamteinlagerungsinventar im Schacht Konrad sein, der aus der Wiederaufarbeitung stammt, aufgelistet nach den Wiederaufarbeitungsanlagen in La Hague, Sellafield und der Versuchs-Wiederaufarbeitungsanlage in Karlsruhe?

7

Welche Menge Plutonium (in Gramm) darf laut Planfeststellungsbescheid im Schacht Konrad eingelagert werden, und welche Menge wird nach der derzeitigen Abfallmengenprognose tatsächlich anfallen?

8

Mit welchen Kosten müssen aus heutiger Sicht Ablieferer pro Kubikmeter sog. konradgängiger Abfälle rechnen?

9

Welche Kosten mussten Abfallablieferer pro Kubikmeter radioaktiver Abfälle für die Endlagerung in Morsleben zahlen?

10

Wie hoch werden nach gegenwärtiger Berechnung die Gesamtkosten sein, die von der öffentliche Hand, also von den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern für die Endlagerung von Atommüll im Schacht Konrad zu bezahlen sein werden?

11

Wie hoch werden nach gegenwärtiger Berechnung die Gesamtkosten sein, die von der Energiewirtschaft für die Endlagerung von Atommüll im Schacht Konrad zu bezahlen sein werden?

Berlin, den 16. April 2007

Dr. Gregor Gysi, Oskar Lafontaine und Fraktion

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