[Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und
Reaktorsicherheit vom 7. März 2017 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Deutscher Bundestag Drucksache 18/11474
18. Wahlperiode 10.03.2017
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Oliver Krischer, Peter Meiwald,
Stephan Kühn (Dresden), weiterer Abgeordneter und der Fraktion
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
– Drucksache 18/11255 –
Steigende Stickoxid-Werte in deutschen Städten
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Jüngst hat das Umweltbundesamt (UBA) neue Messdaten zur
Stickstoffdioxidbelastung in deutschen Städten veröffentlicht. Das besorgniserregende
Ergebnis: Deutschland hat weiterhin Probleme mit Stickoxidabgasen. Nach der
Auswertung von vorläufigen Messdaten sei der Stickstoffdioxidgrenzwert im
vergangenen Jahr im Jahresmittel an mehr als der Hälfte aller verkehrsnahen
Messstellen überschritten worden. Stickoxide entstehen bei der Verbrennung von
fossilen Brennstoffen. Insbesondere der Verkehrsbereich trägt in Innenstädten zu
gesundheitsgefährdenden Belastungen bei. Obwohl dieses Problem seit Jahren
bekannt ist, handelt die Bundesregierung nach Auffassung der Fragesteller hier
nur unzureichend. So verhindert sie die Einführung einer blauen Plakette,
wodurch Fahrzeuge mit hohen Stickoxidabgasen nach bundesweit einheitlichen
Standards aus den Innenstädten verbannt würden und damit ein wesentlicher
Gesundheitsschutz und bessere Luft in den Städten erreichbar wären.
1. Welche Konsequenzen zieht die Bundesregierung aus den veröffentlichten
Messdaten des UBA, wonach an mehr als der Hälfte aller verkehrsnahen
Messstellen der Stickstoffdioxidgrenzwert im Jahresmittel im vergangenen
Jahr überschritten wurde (siehe
https://www.tagesschau.de/inland/luftver-
schmutzung-117.html)?
Es ist Ziel der Bundesregierung, die Stickstoffdioxid-Belastung in den
Ballungsgebieten deutlich zu reduzieren. Wie in der Antwort der Bundesregierung auf die
Kleine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf
Bundestagsdrucksache 18/10191 ausgeführt, setzte sich die Bundesregierung deshalb auf
europäischer Ebene mit Nachdruck für die Ausarbeitung von Verfahren zur
wirkungsvollen Kontrolle der Realemissionen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen
(RDE) ein und unterstützt deren Weiterentwicklung in Hinblick auf die
Überprüfung in Betrieb befindlicher Fahrzeuge. Als Maßnahmen auf nationaler Ebene
sind die Weiterentwicklung der Lkw-Maut, die Förderung der Elektromobilität,
die Markteinführungsförderung elektrischer und hybrider Antriebe im Bus- und
Lkw-/Lieferfahrzeugbereich und die Änderung des Energiesteuer- und des
Stromgesetzes, durch die die Steuerbegünstigungen für Flüssiggas und Erdgas
über das Jahr 2018 hinaus differenzierend befristet fortgeführt werden soll, zu
nennen. Zur Förderung des Carsharings wird durch die Schaffung eines
einheitlichen Rechtsrahmens unter anderem die Möglichkeit geschaffen, Carsharing-
Fahrzeuge vor Ort beim Parken durch Befreiung von den Parkgebühren im
öffentlichen Straßenraum zu bevorrechtigen.
2. Wann werden die endgültigen Messdaten zu den
Stickstoffdioxidgrenzwerten vom UBA veröffentlicht?
Aufgrund der umfangreichen Qualitätssicherung durch die Länder werden die
endgültigen Daten Mitte des Jahres zur Verfügung stehen.
3. Geht die Bundesregierung davon aus, dass die Stickstoffdioxidgrenzwerte
auch in den kommenden Jahren steigen werden (bitte begründen)?
Die Stickstoffdioxid-Grenzwerte sind durch europäische Vorgaben festgelegt. Sie
sind seit der Verabschiedung der Richtlinie 1999/30/EG des Rates vom 22. April
1999 über Grenzwerte für Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid und Stickstoffoxide,
Partikel und Blei in der Luft (ABl. L 163 vom 29. Juni 1999, S. 41) unverändert.
Eine Erhöhung bedürfte der Änderung der europarechtlichen Vorgaben, wird
zurzeit nicht ernsthaft erwogen und wäre aus Wirkungssicht auch nicht angezeigt.
Sollten die Messwerte der Belastung gemeint sein, so ist festzustellen, dass diese
seit dem Jahr 2010 im Mittel über alle Messstellen einen leicht abnehmenden
Trend zeigen. Nach den Prognosen des Umweltbundesamtes wird sich dieser
fortsetzen.
4. Wo lagen nach Kenntnis der Bundesregierung die 20 Orte mit den anhand
der letzten verfügbaren Daten höchsten gemessenen Jahresmittelwerten
bezüglich des Luftschadstoffs Stickstoffdioxid (NO2), und wie hoch waren die
dort gemessenen Werte (Grenzwert von 40 µg/m3 im Jahresmittel, der nicht
überschritten werden darf)?
Da an belasteten verkehrsnahen Standorten auch Passivsammler seitens der
Länder zur Beurteilung der Belastung eingesetzt werden, deren Auswertung einige
Zeit in Anspruch nimmt, liegen für das Jahr 2016 noch nicht alle Daten vor. Eine
konkrete Angabe der Orte ist daher zurzeit noch nicht möglich und wäre auch auf
Grundlage nicht validierter Daten nicht hinreichend aussagekräftig. Ergänzend
wird auf die Antwort zu Frage 6 verwiesen.
5. Wo lagen nach Kenntnis der Bundesregierung die 20 Orte mit den höchsten
gemessenen Stundenmittelwerten anhand der letzten verfügbaren Daten
bezüglich des Luftschadstoffs Stickstoffdioxid (NO2), und wie hoch waren die
dort gemessenen Werte (Grenzwert von 200 µg/m3 als Stundenmittelwert
der maximal 18-mal im Jahr überschritten werden darf)?
Auch hier liegen für das Jahr 2016 noch keine endgültigen Daten vor. Nach den
vorläufigen Daten überschreiten lediglich zwei Stationen den festgesetzten
Grenzwert (Stuttgart, Am Neckartor und Darmstadt, Hügelstraße). Ergänzend
wird auf die Antwort zu Frage 6 verwiesen.
6. Welche Veränderungen haben sich gegenüber der Antwort auf die Kleine
Anfrage auf Bundestagsdrucksache 18/4393 ergeben (bitte in Tabelle
gegenüberstellen)?
Die nachfolgenden Tabellen stellen die Veränderungen gegenüber der in der
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN (Bundestagsdrucksache 18/4393) verwendeten Daten des
Berichtsjahrs 2013 für das Berichtsjahr 2015 dar. Die in der zitierten Kleinen
Anfrage erbetenen Aussagen für 15 Orte wurden auf die jetzt erbetenen 20 Orte
erweitert.
Tabelle 1: Jahresmittelwert (JMW) in den Jahren 2015 und 20131
Gemeinde Stationscode Stationsname
JMW
2015
in µg/m3
JMW
2013
in µg/m3
Stuttgart DEBW118 Stuttgart Am Neckartor (S) 87 89
DEBW116 Stuttgart Hohenheimer Straße (S) 77 80
DEBW099 Stuttgart_Arnulf-Klett-Platz 62 62
DEBW134 Stuttgart Waiblinger Straße 49 52
DEBW013 Stuttgart Bad Cannstatt 32 32
München DEBY115 München/Landshuter Allee 84 81
DEBY037 München/Stachus 64 64
DEBY039 München/Lothstraße 33 31
DEBY189 München/Allach 26 -
DEBY089 München/Johanneskirchen 23 22
Reutlingen DEBW147 Reutlingen Lederstraße Ost (S) 70 72
DEBW027 Reutlingen 27 25
Köln DENW211 Köln Clevischer Ring 3 66 61
DENW148 Köln Justinianstraße 54 54
DENW219 Köln-Weiden 52 57
DENW151 Köln Neumarkt 51 53
DENW336 Köln Luxemburger Straße 50 53
DENW212 Köln Turiner Straße 46 48
DENW353 Köln Lindweilerweg 144 42 -
DENW358 Köln Bergisch Gladbacher Straße 42 -
DENW297 Köln-Meschenich Brühler Landstraße 40 47
DENW303 Köln Dellbrücker Hauptstraße 40 43
DENW332 Köln Hauptstraße 39 46
DENW249 Köln-Junkersdorf Statthalterhofweg 70 35 40
DENW059 Köln-Rodenkirchen 31 31
DENW053 Köln-Chorweiler 25 27
DENW288 Köln-Weiden An der alten Post - 43
1 Die jeweils höchste Überschreitung des Grenzwertes wurde hervorgehoben.
Gemeinde Stationscode Stationsname
JMW
2015
in µg/m3
JMW
2013
in µg/m3
DENW250 Köln-Junkersdorf Jungbluthbrücke - 40
DENW333 Köln Heidestraße 176 - 36
Kiel DESH052 Kiel-Theodor-Heuss-Ring 65 67
DESH027 Kiel-Bahnhofstr. Verk. 41 37
DESH033 Kiel-Max-Planck-Str. 16 19
Heilbronn DEBW152 Heilbronn Weinsberger Straße Ost (S) 64 64
DEBW015 Heilbronn 30 31
Limburg a.d. Lahn DEHE099 Limburg Schiede 28-30 63 66
DEHE100 Limburg Schiede 37-41 53 52
DEHE101 Limburg Frankfurter Str. 52 52 46
DEHE098 Limburg Diezer Str. 49 38 47
DEHE044 Limburg 25 26
Hamburg DEHH068 Hamburg Habichtstraße 63 57
DEHH070 Hamburg Max-Brauer-Allee II (Straße) 62 63
DEHH026 Hamburg Stresemannstraße 49 58
DEHH064 Hamburg Kieler Straße 48 45
DEHH015 Hamburg Veddel 34 36
DEHH074 Hamburg Billstedt 31 32
DEHH079 Hamburg Altona Elbhang 31 31
DEHH008 Hamburg Sternschanze 27 28
DEHH059 Hamburg Wilhelmsburg 26 27
DEHH016 Hamburg Billbrook 25 26
DEHH033 Hamburg Flughafen Nord 21 22
DEHH072 Hamburg Finkenwerder West 18 19
DEHH073 Hamburg Finkenwerder Airbus 17 19
DEHH047 Hamburg Bramfeld 17 16
DEHH049 Hamburg Blankenese-Baursberg 16 16
DEHH050 Hamburg Neugraben 13 16
DEHH021 Hamburg Tatenberg - 17
Düren DENW266 Düren Euskirchener Straße 61 67
Darmstadt DEHE040 Darmstadt-Hügelstraße 61 59
DEHE001 Darmstadt 25 25
Düsseldorf DENW082 Düsseldorf Corneliusstraße 59 61
DENW216 Düsseldorf-Bilk 56 59
DENW340 Düsseldorf Ludenberger Straße 51 -
DENW354 Düsseldorf Südring 38 -
Gemeinde Stationscode Stationsname
JMW
2015
in µg/m3
JMW
2013
in µg/m3
DENW362 Düsseldorf Norfer Straße 32 -
DENW330 Düsseldorf-Lohausen - 33
DENW071 Düsseldorf-Lörick 25 28
Ludwigsburg DEBW117 Ludwigsburg Friedrichstraße (S) 58 64
DEBW024 Ludwigsburg 27 27
Hannover DENI150 Hannover Friedrich-Ebert-Straße 57 55
DENI152 Hannover Marienstraße 54 53
DENI149 Hannover Bornumer Straße 49 50
DENI153 Hannover Vahrenwalder Straße 46 46
DENI048 Hannover Verkehr 49 46
DENI151 Hannover Kurt-Schumacher-Straße 39 41
DENI054 Hannover 19 21
Mainz DERP010 Mainz-Parcusstraße 57 58
DERP012 Mainz-Große Langgasse 45 42
DERP011 Mainz-Rheinallee 40 41
DERP009 Mainz-Zitadelle 39 37
DERP007 Mainz-Mombach 23 26
Freiburg im Breisgau DEBW122 Freiburg Schwarzwaldstraße (V) 56 65
DEBW127 Freiburg Zähringer Straße (S) 41 44
DEBW084 Freiburg 19 22
Mühlacker DEBW128 Mühlacker Stuttgarter Straße (S) 54 56
Frankfurt a.M. DEHE041 Frankfurt-Friedb.Ldstr. 53 55
DEHE005 Frankfurt-Höchst 36 44
DEHE008 Frankfurt-Ost 34 34
Steinheim an der Murr DEBW225 Steinheim an der Murr 53 -
Berlin DEBE067 B Hardenbergplatz 53 63
DEBE064 B Neukölln-Karl-Marx-Str. 76 52 55
DEBE063 B Neukölln-Silbersteinstr. 52 54
DEBE069 B Mariendorf, Mariendorfer Damm 49 49
DEBE061 B Steglitz-Schildhornstr. 48 50
DEBE065 B Friedrichshain-Frankfurter Allee 41 41
DEBE010 B Wedding-Amrumer Str. 28 27
DEBE068 B Mitte, Brückenstraße 27 27
DEBE034 B Neukölln-Nansenstraße 27 27
DEBE018 B Schöneberg-Belziger Straße 26 27
DEBE066 B Karlshorst-Rheingoldstr./Königswinterstr. 20 17
Gemeinde Stationscode Stationsname
JMW
2015
in µg/m3
JMW
2013
in µg/m3
DEBE027 B Marienfelde-Schichauweg 14 15
DEBE051 B Buch 14 13
DEBE056 B Friedrichshagen 13 13
DEBE032 B Grunewald (3.5 m) 13 13
DEBE062 B Frohnau, Funkturm (3.5 m) 13 12
Wiesbaden DEHE112 Wiesbaden-Schiersteiner Str. 53 59
DEHE037 Wiesbaden-Ringkirche 53 55
DEHE022 Wiesbaden-Süd 29 32
Oberhausen DENW188 Oberhausen Mülheimer Straße 117 53 52
DENW209 Oberhausen Mülheimer Straße 116 46 49
Im Jahr 2015 nicht mehr unter den 20 Orten mit den höchsten gemessenen
Jahresmittelwerten:
Essen DENW215 Essen-Frohnhausen 50 53
DENW161 Essen Alfredstraße 9/11 48 53
DENW277 Essen Krayer Straße 213 44 45
DENW134 Essen Gladbecker Straße 43 46
DENW162 Essen Brückstraße 42 43
DENW043 Essen-Ost Steeler Straße 36 38
DENW247 Essen-Schuir (LANUV) 33 33
DENW169 Essen In der Baumschule 29 30
DENW024 Essen-Vogelheim 27 29
DENW171 Essen Hombrucher Straße 21/23 - 58
DENW276 Essen Hafenstraße - 38
Leonberg DEBW120 Leonberg Grabenstraße (S) 47 60
Tübingen DEBW137
Tübingen-Unterjesingen Jesinger Hauptstraße
(S) 45 46
DEBW136 Tübingen Mühlstraße (S) - 58
DEBW107 Tübingen 22 23
Schwäbisch Gmünd DEBW155 Schwäbisch Gmünd, Remsstraße (S) 44 63
Tabelle 2: Anzahl der Stundenwerte > 200 µg/m³ in den Jahren 2015 und 20132
Gemeinde Stations-code Stationsname
Jahr 2015 -
Zahl der
Stundenwerte
> 200 µg/m³
Jahr 2013 -
Zahl der
Stundenwerte
> 200 µg/m³
Stuttgart DEBW118 Stuttgart Am Neckartor (S) 61 63
DEBW116 Stuttgart Hohenheimer Straße (S) 15 21
DEBW099 Stuttgart_Arnulf-Klett-Platz 0 4
DEBW013 Stuttgart Bad Cannstatt 0 0
Darmstadt DEHE040 Darmstadt-Hügelstraße 57 44
DEHE001 Darmstadt 0 0
München DEBY115 München/Landshuter Allee 30 50
DEBY089 München/Johanneskirchen 0 0
DEBY039 München/Lothstraße 0 0
DEBY189 München/Allach 0 -
DEBY037 München/Stachus 0 0
Limburg DEHE131 Limburg-Schiede 23 -
DEHE044 Limburg 0 1
Kiel DESH052 Kiel-Theodor-Heuss-Ring 20 9
DESH027 Kiel-Bahnhofstr. Verk. 0 2
DESH033 Kiel-Max-Planck-Str. 0 0
Mainz DERP010 Mainz-Parcusstraße 13 9
DERP012 Mainz-Große Langgasse 0 0
DERP007 Mainz-Mombach 0 0
DERP011 Mainz-Rheinallee 9 0
DERP009 Mainz-Zitadelle 0 0
Frankfurt a.M. DEHE041 Frankfurt-Friedb.Ldstr. 12 1
DEHE005 Frankfurt-Höchst 0 0
DEHE008 Frankfurt-Ost 0 0
Hamburg DEHH068 Hamburg Habichtstraße 7 5
DEHH070 Hamburg Max-Brauer-Allee II
(Straße) 3 1
DEHH026 Hamburg Stresemannstraße 0 5
DEHH064 Hamburg Kieler Straße 0 0
DEHH015 Hamburg Veddel 0 0
DEHH074 Hamburg Billstedt 0 0
DEHH079 Hamburg Altona Elbhang 0 0
DEHH008 Hamburg Sternschanze 0 0
2 Überschreitungen des Grenzwerts wurden hervorgehoben.
Gemeinde Stations-code Stationsname
Jahr 2015 -
Zahl der
Stundenwerte
> 200 µg/m³
Jahr 2013 -
Zahl der
Stundenwerte
> 200 µg/m³
DEHH059 Hamburg Wilhelmsburg 0 0
DEHH016 Hamburg Billbrook 0 0
DEHH033 Hamburg Flughafen Nord 0 0
DEHH072 Hamburg Finkenwerder West 0 0
DEHH047 Hamburg Bramfeld 0 0
DEHH073 Hamburg Finkenwerder Airbus 0 0
DEHH049 Hamburg Blankenese-Baursberg 0 0
DEHH050 Hamburg Neugraben 0 0
Dresden DESN084 Dresden-Bergstr. 5 0
DESN061 Dresden-Nord 0 0
DESN092 Dresden-Winckelmannstr. 0 0
Reutlingen DEBW147 Reutlingen Lederstraße Ost (S) 3 5
DEBW027 Reutlingen 0 0
Heilbronn
DEBW152 Heilbronn Weinsberger Straße Ost
(S) 3 3
DEBW015 Heilbronn 0 0
Ludwigsburg DEBW117 Ludwigsburg Friedrichstraße (S) 3 3
DEBW024 Ludwigsburg 0 0
Mannheim DEBW098 Mannheim_Friedrichsring 3 0
DEBW005 Mannheim-Nord 0 0
DEBW006 Mannheim-Mitte - 0
Saal a.d. Donau
DEBY030 Saal a.d. Donau/Regensburger
Straße 3 0
Wiesbaden DEHE037 Wiesbaden-Ringkirche 2 0
DEHE112 Wiesbaden-Schiersteiner Str. 1 1
DEHE022 Wiesbaden-Süd 0 0
Aachen DENW207 Aachen Wilhelmstraße 2 0
DENW094 Aachen-Burtscheid 0 0
Köln DENW211 Köln Clevischer Ring 3 1 3
DENW212 Köln Turiner Straße 0 2
DENW053 Köln-Chorweiler 0 0
DENW059 Köln-Rodenkirchen 0 0
Berlin DEBE067 B Hardenbergplatz 1 8
DEBE063 B Neukölln-Silbersteinstr. 1 0
DEBE061 B Steglitz-Schildhornstr. 1 0
DEBE051 B Buch 0 0
Gemeinde Stations-code Stationsname
Jahr 2015 -
Zahl der
Stundenwerte
> 200 µg/m³
Jahr 2013 -
Zahl der
Stundenwerte
> 200 µg/m³
DEBE056 B Friedrichshagen 0 0
DEBE065 B Friedrichshain-Frankfurter Allee 0 0
DEBE062 B Frohnau, Funkturm (3.5 m) 0 0
DEBE032 B Grunewald (3.5 m) 0 0
DEBE066 B Karlshorst-Rheingoldstr./
Königswinterstr. 0 0
DEBE069 B Mariendorf, Mariendorfer Damm 0 0
DEBE027 B Marienfelde-Schichauweg 0 0
DEBE068 B Mitte, Brückenstraße 0 0
DEBE064 B Neukölln-Karl-Marx-Str. 76 0 0
DEBE034 B Neukölln-Nansenstraße 0 0
DEBE018 B Schöneberg-Belziger Straße 0 0
DEBE010 B Wedding-Amrumer Str. 0 0
Ludwigshafen am
Rhein
DERP041 Ludwigshafen-Heinigstraße
1 0
DERP003 Ludwigshafen-Mundenheim 0 0
DERP001 Ludwigshafen-Oppau 0 0
DERP002 Ludwigshafen-Mitte - 0
Karlsruhe DEBW080 Karlsruhe_Reinhold-Frank-Strasse 1 0
DEBW081 Karlsruhe-Nordwest 0 0
Essen DENW134 Essen Gladbecker Straße 1 0
DENW043 Essen-Ost Steeler Straße 0 0
DENW247 Essen-Schuir (LANUV) 0 0
DENW024 Essen-Vogelheim 0 0
Leipzig DESN025 Leipzig-Mitte 1 1
DESN077 Leipzig Lützner Str. 36 0 0
DESN059 Leipzig-West 0 0
Wolfsburg DENI157 Wolfsburg Heßlinger Straße 1 0
DENI020 Wolfsburg 0 0
Lüdenscheid DENW356 Lüdenscheid Lennestraße 1 -
Sulzbach DESL018 Sulzbach 1 0
Gemeinde Stations-code Stationsname
Jahr 2015 -
Zahl der
Stundenwerte
> 200 µg/m³
Jahr 2013 -
Zahl der
Stundenwerte
> 200 µg/m³
Im Jahr 2015 nicht mehr unter den 20 Orten mit den höchsten
gemessenen Stundenmittelwerten:
Leonberg DEBW120 Leonberg Grabenstraße (S) 0 7
Freiburg im Breisgau DEBW122 Freiburg Schwarzwaldstraße (V) 0 2
DEBW084 Freiburg 0 0
Schramberg DEBW156 Schramberg Oberndorfer Straße 0 2
Tübingen DEBW136 Tübingen Mühlstraße (S) - 2
DEBW107 Tübingen 0 0
7. Wird sich die Bundesregierung innerhalb dieser Wahlperiode noch für eine
blaue Plakette einsetzen, um schädliche Stickoxidabgase in Innenstädten
einzuschränken (bitte begründen)?
Auf die Antwort zu Frage 11 wird verwiesen.
8. Welche konkreten Maßnahmen unternimmt die Bundesregierung, damit es
nicht zu stickoxidbedingten Fahrverboten in Innenstädten kommt?
Auf die Antwort zu Frage 1 wird verwiesen.
9. Welche konkreten Schritte hat die Bundesregierung unternommen, damit
etwa Taxen, Busse und Behördenfahrzeuge auf alternative Antriebe
umgestellt werden, da es nach Ansicht des Bundesministers für Verkehr und
digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, „keinen Sinn [macht], fast
flächendeckend Dieselfahrzeuge aus den Städten auszuschließen“ (siehe
www.zeit.de/news/2016-10/06/verkehr-verkehrsminister-tagen-votum-
fuerblaue-plakette-06053402)?
Auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 7 der Kleinen Anfrage der
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Bundestagsdrucksache 18/10191) wird
verwiesen. Grundsätzlich sind die Länder und Kommunen für die Gestaltung des
Stadt- und Regionalverkehrs zuständig. Trotz der originären Zuständigkeit
unterstützt der Bund diese in erheblichem Umfang bei der Herstellung einer
nachhaltigen Mobilität. Beispielsweise stellt die Bundesregierung finanzielle Mittel von
derzeit rund 9 Mrd. Euro jährlich für den ÖPNV zur Verfügung.
Seit dem Jahr 2009 hat die Bundesregierung darüber hinaus Fördermaßnahmen
in Höhe von rund 4,7 Mrd. Euro ergriffen und Rahmenbedingungen gesetzt, die
die Elektromobilität mit Batterie und Wasserstoff/Brennstoffzelle attraktiver
machen. Am 18. Mai 2016 hat die Bundesregierung ein umfangreiches
Maßnahmenpaket zur zusätzlichen Förderung der Elektromobilität beschlossen und stellt
dafür zusätzlich rund 1 Mrd. Euro bereit. Das Bundesministerium für Verkehr und
digitale Infrastruktur (BMVI) wird mit dem Förderprogramm „Ladeinfrastruktur
für Elektrofahrzeuge in Deutschland“ den Aufbau eines flächendeckenden Netzes
an Ladeinfrastruktur initiieren. Hierfür werden für die Periode von 2017 bis 2020
300 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Unterstützt wird insbesondere der Aufbau
von Schnellladesäulen. Daneben wird auch die Normalladeinfrastruktur
gefördert. Neben der sog. Kaufprämie für Elektrofahrzeuge, für die 600 Mio. Euro
Bundesmittel zur Verfügung stehen, ist die Unterstützung der Beschaffung von
Elektrofahrzeugen durch die öffentliche Hand Teil des genannten
Maßnahmenpakets. Hierdurch soll der Anteil der durch die Bundesregierung in ihrem
Geschäftsbereich zu beschaffenden Elektrofahrzeuge auf mindestens 20 Prozent
erhöht werden.
Anknüpfend an die Pilotvorhaben in den Modellregionen und Schaufenstern zur
Elektromobilität hat das BMVI mit der Förderrichtlinie Elektromobilität vom
Juni des Jahres 2015 ein wichtiges Instrument für den Ausbau der
Elektromobilität vor Ort in Städten, Gemeinden und Kreisen geschaffen. Gefördert wird zum
einen die Beschaffung von Elektrofahrzeugen und der hierfür notwendige Aufbau
von Ladeinfrastruktur vor Ort. Zum anderen werden innovative Mobilitäts- und
Logistikkonzepte gefördert. Das Förderprogramm ist mit jährlich 30 Mio. Euro
ausgestattet.
Das Bundeskabinett hat am 28. September 2016 die Fortführung des
Regierungsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie für die Jahre 2016 bis
2026 beschlossen. Das BMVI stellt in diesem Rahmen fast 250 Mio. Euro für die
Förderung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie in den Jahren 2016
bis 2019 bereit.
Im Hinblick auf alternative Antriebe bei Linienbussen im ÖPNV fördert das
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
seit dem Jahr 2012 im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative die
Markteinführung diesel-elektrischer Hybridbusse.
10. Welches Ergebnis hat die Arbeitsgruppe zur blauen Plakette mit
Federführung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und
Reaktorsicherheit bisher erarbeitet, bzw. wann ist mit Ergebnissen zu rechnen?
Eine Arbeitsgruppe zur blauen Plakette unter Federführung des
Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit wurde von der
Bundesregierung nicht eingerichtet.
11. Wie lautet die abgestimmte Position innerhalb der Bundesregierung zum von
den Umweltministerinnen und Umweltministern der Länder und dem UBA
vorgebrachten Vorschlag, die Fünfunddreißigste Verordnung zur
Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes so fortzuschreiben, dass eine
weitere Schadstoffgruppe (bzw. eine „blaue Plakette“) eingeführt wird, die
eine Einfahrt in eine entsprechende Umweltzone nur für Fahrzeuge mit
einem geringen Stickoxidausstoß bzw. einem Stickoxidausstoß von maximal
80 mg/km erlaubt, vor dem Hintergrund ihrer Antwort auf
Bundestagsdrucksache 18/10191, „eine abgestimmte Position der Bundesregierung liegt
bisher nicht vor“, bzw. wann ist mit einer abgestimmten Position zu rechnen?
Eine abgestimmte Position der Bundesregierung liegt derzeit noch nicht vor.
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