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Kleine AnfrageWahlperiode 18Beantwortet

Ferien-, Kennenlern-, IT- und Abenteuercamps für Schüler/innen und Jugendliche bei der Bundeswehr

Jugendfreizeitcamps der Bundeswehr seit 2012, Häufung einzelner Camps, Anzahl und regionale Herkunft der Teilnehmer, vorzeitige Campabbrüche, Kosten für Organisation und Durchführung, Zielgruppen, Bewerbung, Anfertigung von Foto- und Filmaufnahmen, Berichterstattung auf Medienkanälen der Bundeswehr, Verstoß gegen die UN-Kinderrechtskonvention, besondere Vorfälle in den Camps<br /> (insgesamt 17 Einzelfragen)

Fraktion

DIE LINKE

Ressort

Bundesministerium der Verteidigung

Datum

24.08.2017

Aktualisiert

16.11.2023

Deutscher BundestagDrucksache 18/1313818.07.2017

Ferien-, Kennenlern-, IT- und Abenteuercamps für Schülerinnen, Schüler und Jugendliche bei der Bundeswehr

der Abgeordneten Norbert Müller (Potsdam), Sigrid Hupach, Nicole Gohlke, Dr. Rosemarie Hein, Ralph Lenkert, Cornelia Möhring, Harald Petzold (Havelland), Katrin Werner, Jörn Wunderlich und der Fraktion DIE LINKE.

Vorbemerkung

Die Antworten der Bundesregierung auf diverse Kleine Anfragen der Fraktion DIE LINKE. im Deutschen Bundestag belegen ein umfangreiches und vielseitiges Engagement der Bundeswehr, um für Nachwuchs interessant zu sein. Dabei greift die Bundeswehr nicht nur auf öffentliche Werbekampagnen wie beispielsweise die Kampagne „Mach, was wirklich zählt“ zurück. Die Bundeswehr engagiert sich an ihren Standorten im sozialen Umfeld und unterstützt Initiativen und Einrichtungen u. a. der Kinder- und Jugendhilfe, um „das Verständnis für die Bundeswehr im Allgemeinen und das soldatische Dienen im Besonderen“ zu steigern (zitiert nach Bundestagsdrucksache 18/7494). Dazu unterhält sie engere Kooperationen zu Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie Kitas. Ebenso besucht die Bundeswehr Schulen und Hochschulen und ist auf Berufsmessen vertreten. Die Bundeswehr spricht Jugendliche aber auch durch Kennenlern-, Ferien-, IT- oder Abenteuercamps an.

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen17

1

Welche Camps wurden bzw. werden durch die Bundeswehr organisiert und durchgeführt (bitte für die Jahre 2012 bis 2017 sowie nach Durchführungsort, Einheit, verantwortlicher Standort und Bundesland sowie nach Marine, Heer und Luftwaffe einzeln aufzählen und aufschlüsseln)?

2

Welche der Camps finden bzw. fanden regelmäßig bzw. mehrmals statt, und warum (bitte einzeln ausführen)?

3

Welche der Camps fanden nur einmalig statt, und warum (bitte einzeln ausführen)?

4

Wie viele Jugendliche haben an den Camps teilgenommen (bitte nach Jahren, Standorten und Bundesländern sowie für jedes einzelne Camp aufführen sowie jeweils nach Geschlecht und Alter aufschlüsseln)?

5

Wie viele Jugendliche, die an den Camps teilgenommen haben, haben das Camp vorzeitig abgebrochen (bitte nach Jahren, Standorten und Bundesländern sowie für jedes einzelne Camp aufführen sowie jeweils nach Geschlecht und Alter und Grund des vorzeitigen Abbruchs aufschlüsseln)?

6

Aus welchen Bundesländern kamen bzw. kommen die Teilnehmenden der Camps (bitte für die Jahre 2012 bis 2017 und nach Bundesländern aufschlüsseln)?

7

Welche Kosten sind der Bundeswehr für die Organisation und Durchführung der Camps entstanden (bitte für die Jahre 2012 bis 2017 aufschlüsseln)?

8

Wie sind die Jugendlichen nach Kenntnis der Bundesregierung auf die Feriencamps aufmerksam geworden?

9

Wie und wo wurden bzw. werden die Camps beworben, und welche Kosten entstanden dabei (bitte für die Jahre 2012 bis 2017 aufschlüsseln)?

10

Für welche der Camps wurde bzw. wird durch öffentliche Anzeigen geworben (bitte nach Jahren und Camps aufschlüsseln, sowie in Fernsehwerbung, Anzeigen in Zeitungen, Anzeigen in Zeitschriften, Anzeigen im Internet, Anzeigen im öffentlichen Raum und Kinowerbung unterteilen)?

11

Mit welchen Methoden stellt die Bundeswehr sicher, dass die Werbung für die Camps bei den Jugendlichen ankommt (bitte detailliert ausführen)?

12

Wie definiert die Bundeswehr die Zielgruppe für die Bewerbung der Camps, und welche Reichweite der Bewerbung wird hierbei verfolgt?

13

Nach welchen Kriterien erfolgt die Bewerbung der Camps, und welche ethischen Standards legt die Bundeswehr dieser Bewerbung zugrunde?

14

Von welchen der Camps wurden durch die Bundeswehr bzw. im Auftrag der Bundeswehr Film- oder Fotoaufnahmen angefertigt?

15

Über welche der Camps wurde durch die verschiedenen Medienkanäle der Bundeswehr via Print- oder Onlinemedien, wie beispielsweise bundeswehr karriere.de, bundeswehrentdecken.de, YouTube-Kanal der Bundeswehr, Facebook oder Ähnlichen, berichtet (bitte nach Jahren, Camp, Art der Berichterstattung sowie Medium aufschlüsseln)?

16

Inwiefern kann die Bundesregierung sicherstellen, dass bei den unterschiedlichen Camps der Bundeswehr sowie deren Bewerbung nicht gegen die UN-Kinderrechtskonvention verstoßen wird?

17

Ist es im Rahmen der Camps zu besonderen Vorfällen gekommen, wie beispielsweise sexuellen Übergriffen, Unfällen mit Verletzten, übermäßigem Alkoholkonsum oder Ähnlichem (bitte detailliert ausführen und dabei Camp, Vorfall, Beteiligung Minderjähriger sowie gewählte Lösungsansätze benennen)?

Berlin, den 17. Juli 2017

Dr. Sahra Wagenknecht, Dr. Dietmar Bartsch und Fraktion

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