Volltext (unformatiert)
[Deutscher Bundestag
12. Wahlperiode
Drucksache 12/4412
19. 02. 93
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage des Abgeordneten Dr. Fritz Schumann (Kroppenstedt)
und der Gruppe der PDS/Linke Liste
— Drucksache 12/4130 —
Leistungen in den neuen Ländern und Berlin (Ost)
Alle Fragen beziehen sich soweit nicht anders benannt auf die neuen
Länder und Berlin (Ost).
Die Beantwortung sollte unabhängig davon erfolgen, ob bestimmte
Ermittlungen vorliegen oder nicht. Dazu wird um Ausweis gebeten,
wann diese Ergebnisse vorliegen werden.
Zu allen Fragen wird um Aufgliederung der Antworten für die Jahre
1988, 1989, 1990, 1991, 1992 sowie nach Bundesländern bzw. Berlin
(Ost) gebeten.
Vorbemerkung
Zahlen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR)
liegen für die neuen Bundesländer einschließlich Berlin (Ost) in DM
insgesamt erst ab dem 2. Halbjahr 1990 vor. Rückrechnungen vor
Mitte 1990 werden wegen der Unterschiedlichkeit der
statistischen Erfassung der Güter- und Dienstleistungsproduktion in der
ehemaligen DDR und der fehlenden Bewertungsmöglichkeit in
DM von der Bundesregierung nicht für aussagekräftig gehalten.
Erste Berechnungen von Komponenten der VGR für die einzelnen
neuen Bundesländer durch den Arbeitskreis
„Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder" sind wegen Revisionen der
Gesamtzahlen für 1991 überholt und für 1992 noch nicht erfolgt.
Auch für Forschungsausgaben und Forschungspersonal stehen
durchgängig vergleichbare Zeitreihen für die Jahre 1988 bis 1992
nicht zur Verfügung. Das forschungsstatistische Instrumentarium
der ehemaligen DDR unterschied sich weitgehend von dem der
Bundesrepublik Deutschland, insbesondere Begriffe und Sek -
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Parlamentarischen Staatssekretärs im
Bundesministerium für Wirtschaft, Dr. Reinhard Göhner, vom 15. Februar 1993 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich — in kleinerer Schrifttype — den Fragetext.
toren, wie z. B. „Forschung" oder „Hochschulen", waren
unterschiedlich abgegrenzt, so daß grundsätzlich keine Vergleiche der
im jeweiligen Rahmen ermittelten Daten möglich sind.
Soweit regionalisierte Angaben überhaupt zur Verfügung stehen,
sind diese nur insoweit für die Jahre 1988 bis 1992 vergleichbar,
wie sich die territo riale Gliederung der früheren DDR mit den neu
gebildeten Ländern deckt.
1. Wie viele Erwerbstätige im Inland waren jeweils beschäftigt,
insgesamt und getrennt in Land- und Forstwirtschaft, Fischerei,
produzierendes Gewerbe, Handel, Verkehr, Nachrichtenübermittlung,
Dienstleistungen?
Wie viele waren davon weiblich, wie viele männlich?
Die für die Jahre 1988/89 vorliegenden Zahlen zur
Erwerbstätigkeit in der früheren DDR (Anlage 1) können aufgrund der
unterschiedlichen Abgrenzung nicht widerspruchsfrei mit den
Angaben verknüpft werden, die für das 2. Halbjahr 1990 und für
1991 vom Statistischen Bundesamt ausgewiesen werden (in Tsd.):
2. Hj. 1990 1991
Erwerbstätige (Inland) 8 387 7 179
Land- u. Forstw., Fischerei 728 401
Produzierendes Gewerbe 3 803 2 998
Handel, Verkehr,
Nachrichtenübermittlung 1 377 1 303
Dienstleistungsunternehmen 649 813
Staat, priv. Haushalte, priv. Org.
ohne Erwerbscharakter 1 830 1 664
Nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes lag
die Gesamtzahl der Erwerbstätigen 1992 bei 6,376 Millionen.
Angaben des Statistischen Bundesamtes zur Aufteilung der
Erwerbstätigen auf Frauen und Männer stehen nur aufgrund der
zu bestimmten Stichtagen durchgeführten Erhebungen des
Mikrozensus (Anlage 2) und nicht als Jahresdurchschnittszahlen
zur Verfügung.
2. Wie hoch war das Bruttoinlandsprodukt?
Wie hoch war die Bruttowertschöpfung insgesamt und getrennt für
die Bereiche Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, produzierendes
Gewerbe, Handel, Verkehr, Dienstleistungen, Staat, p rivate
Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck?
Da keine Umrechnung vom produzierten Nationaleinkommen
bzw. Bruttoinlandsprodukt (BIP) der früheren DDR in DDR-Mark
auf ein BIP in DM möglich ist, stehen vergleichbare Angaben erst
ab dem 2. Halbjahr 1990 zur Verfügung (in jeweiligen Preisen und
in Mrd. DM) :
2. Hj. 1990 1991 1992
Bruttoinlandsprodukt 97,7 186,2 231,5
Bruttowertschöpfung (unber.) 100,4 198,3 243,5
Land- u. Forstw., Fischerei 2,5 4,0
Produzierendes Gewerbe 41,8 69,9 79,7
Handel, Verkehr,
Nachrichtenübermittlung 19,8 34,1 37,8
Dienstleistungsunternehmen 15,9 45,5 63,8
Staat, priv. Haushalte,
priv. Org. o. Erwerbscharakter 20,3 46,5 58,3
Regionalisierte Angaben sind durch Revision überholt und liegen
in aktueller Form nicht vor.
3. Wie hoch waren die Bruttoinvestitionen insgesamt und getrennt für
die Bereiche Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, produzierendes
Gewerbe - darunter Elektrizitäts-, Gas-, Fernwärme- und
Wasserversorgung, Bergbau, verarbeitendes Gewerbe, Baugewerbe -
Handel, Verkehr, Nachrichtenübermittlung, Dienstleistungen,
Kreditinstitute, Versicherungsunternehmen, Wohnungsvermietung,
Staat, private Organisationen ohne Erwerbszweck?
Wie hoch waren jeweils für die Bereiche die Anlageinvestitionen an
neuen Ausrüstungen und neuen Bauten?
Zahlen über Investitionen nach Wirtschaftsbereichen für die
neuen Bundesländer einschließlich Berlin (Ost) werden vom
Statistischen Bundesamt im Rahmen der Volkswirtschaftlichen
Gesamtrechnungen noch nicht berechnet. Wann entsprechende
Berechnungen vorliegen, ist gegenwärtig nicht abzusehen.
Regionalisierte Angaben liegen deshalb ebenfalls nicht vor.
Die Zahlen für Bruttoinvestitionen insgesamt aufgeteilt nach
Anlageinvestitionen und Vorratsveränderungen sowie nach
Ausrüstungen und Bauten ergeben sich aus nachstehender Tabelle (in
jeweiligen Preisen und in Mrd. DM):
2. Hj. 1990 1991 1992
Bruttoinvestitionen 22,6 85,7 106,9
Anlageinvestitionen 34,1 82,9 108,1
Ausrüstungen 13,0 40,4 46,7
Bauten 21,2 42,6 61,4
Vorratsveränderungen -11,5 2,7 -1,2
Hinweise auf die Bereichsaufteilung ergeben sich aus der
Investorenrechnung-Ost des Ifo-Instituts, die in ihren Gesamtzahlen
leicht von den vorgenannten Zahlen des Statistischen
Bundesamtes abweicht, aber im Rahmen des derzeitigen
Unsicherheitsspielraums bleibt.
Wirtschaftsbereiche
Anlageinvestitionen
in Mrd. DM
1991 1992
Land-/Forstwirtschaft 1,5 1,5
Produzierendes Gewerbe 28,5 37,5
davon Energie/Wasser/Bergbau 8,1 9,4
Verarbeitendes 'Gewerbe 16,4 23,5
Baugewerbe 4,0 4,6
Handel 5,0 5,7
Verkehr/Nachrichtenübermittlung 14,9 21,1
Dienstleistungsunternehmen 6,5 7,7
(o. Wohnungsvermietung)
Wohnungsvermietung 12,5 15,0
Unternehmen
- insgesamt 68,9 88,5
- ohne Wohnungsvermietung 56,4 73,5
Staat/Organisationen o. E. 14,0 18,0
Alle Wirtschaftsbereiche 82,9 106,5
4. Wie hoch waren die Investitionen für Umweltschutz insgesamt und
getrennt für die Reinhaltung der Luft, Senkung der Abwasserlast,
Lärmminderung und schadlose Beseitigung von Abprodukten und
Siedlungsabfällen?
Das statistische Jahrbuch der früheren DDR weist für die Jahre
1988 und 1989 Investitionen für den Umweltschutz in folgender
Höhe aus (in vergleichbaren Preisen und Mio. DDR-Mark, Basis
1985):
1988 1989
Insgesamt 1 657,1 1 390,3
darunter:
- Reinhaltung der Luft 828,0 496,4
- Senkung der Abwasserlast 577,5 628,1
- Minderung des Lärms 15,7 24,4
- Schadlose Beseitigung 174,5 174,4
von Abfallprodukten
und Siedlungsabfällen
Zahlen über Umweltschutzinvestitionen in den neuen
Bundesländern für die Jahre 1990 bis 1992 liegen derzeit in der gewünschten
Gliederung nicht vor.
Die im Rahmen des von der Bundesregierung beschlossenen
Gemeinschaftswerks „Aufschwung Ost" 1991/92 für
Umweltschutzsofortmaßnahmen bereitgestellten Mittel in Höhe von 800 Mio.
DM verteilten sich wie folgt auf die Länder:
Deutscher Bundestag — 12. Wahlperiode Drucksache 12/4412
Berlin 62 320 000 DM
Brandenburg 128 560 000 DM
Mecklenburg-Vorpommern 95 600 000 DM
Sachsen 238 560 000 DM
Sachsen-Anhalt 144 320 000 DM
Thüringen 130 640 000 DM.
Für Umweltschutzmaßnahmen können zudem in folgenden
Programmen Investitionshilfen gewährt werden:
— Förderung von Pilotprojekten;
— Kommunalkreditprogramm;
— ERP-Kreditprogramm;
— Eigenprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau und der
Deutschen Ausgleichsbank;
— Umweltschutz-Bürgschaftsprogramm;
— Förderung im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe
„Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" ;
— Förderung im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe
„Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes".
5. Wie hoch war das Produktionsergebnis je Arbeitsstunde im
produzierenden Gewerbe?
Das Produktionsergebnis im produzierenden Gewerbe liegt
lediglich als Index vor, der sich nur zur Darstellung von
Veränderungen eignet.
Der statistisch erhobene Umsatz kommt aber dem
Produktionsergebnis recht nahe. Seit Jahresbeginn 1991 werden Umsätze und
geleistete Arbeiterstunden im Rahmen des Monatsberichts —
Industrieberichterstattung — auch für die neuen Bundesländer
einschließlich Berlin (Ost) erhoben. Der Umsatz je geleisteter
Arbeiterstunde belief sich im Durchschnitt des Jahres 1991 auf:
neue Bundesländer insgesamt 68,20 DM
Brandenburg 83,24 DM
Mecklenburg-Vorpommern 80,99 DM
Sachsen 61,03 DM
Sachsen-Anhalt 76,64 DM
Thüringen 52,10 DM
Berlin (Ost) 73,75 DM.
Angaben für das Jahr 1992 liegen noch nicht vor.
6. Wie hoch waren die durchschnittlichen Bruttomonatsverdienste der
Arbeiter und Angestellten?
Welche Höhe hatte das Realeinkommen?
Die monatliche Bruttolohn- und -gehaltssumme je beschäftigten
Arbeitnehmer (Inländer) betrug
Drucksache 12/4412 Deutscher Bundestag — 12. Wahlperiode
im 2. Hj. 1990 1 360 DM
1991 1 810 DM
1992 2 450 DM.
Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte ist von rd. 200
Mrd. DM im Jahr 1991 auf rd. 242 Mrd. DM im Jahr 1992
angestiegen. Deflationiert man diese Entwicklung mit dem
Verbraucherpreisanstieg von 1992 gegenüber 1991 von 8 %, dann ergibt
sich eine Zunahme des realen verfügbaren Einkommens der
privaten Haushalte um 11,3 %. Regionalisierte Angaben liegen nicht
vor.
7. Welche Höhe (Tonnen und Millionen DM) hatten die Lieferungen
und Bezüge zwischen dem früheren Bundesgebiet und den neuen
Ländern und Berlin (Ost) insgesamt und getrennt für Erzeugnisse
der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, bergbauliche Erzeugnisse,
Erzeugnisse des Grundstoff- und Produktionsgütergewerbes,
darunter Eisen und Stahl, Erzeugnisse des Investitionsgüter
produzierenden Gewerbes, darunter Straßenfahrzeuge, Erzeugnisse des
Verbrauchsgüter produzierenden Gewerbes, Erzeugnisse des Nah
-
rungs- und Genußmittelgewerbes?
Bei welchen zehn Gütergruppen waren die größten Veränderungen
in den Lieferungen und Bezügen zu verzeichnen?
Welche konkreten Güter haben in welcher Höhe diese
Veränderungen bewirkt?
Die Wertangaben zu Lieferungen und Bezügen zwischen dem
früheren Bundesgebiet und den neuen Ländern und Berlin (Ost)
lassen sich aus Anlage 3 entnehmen. Darin enthalten sind auch
jene zehn Gütergruppen, bei denen die größten Veränderungen
zu verzeichnen waren (Steigerungen und Rückgänge).
Mengenangaben sowie regional aufgeschlüsselte Daten sind nicht
verfügbar. Die Wertangaben für den innerdeutschen Handel sind
insoweit für den Gesamtzeitraum 1988 bis 1992 vergleichbar, als die
Statistik immer in DM bzw. Verrechnungseinheiten (VE) auf der
Grundlage von Meldungen der westdeutschen Firmen erstellt
wurde. Dabei galt: 1 VE = 1 DM.
8. Wie viele Wohnungen wurden fertiggestellt?
Für die genannten Jahre liegen folgende Zahlen zur
Fertigstellung von Wohnungen vor (allerdings dürfte eine Vergleichbarkeit
der Angaben für 1991 mit denen der Jahre zuvor nur bedingt
gegeben sein) :
Länder 1988 1 ) 1989 1 ) 1990 1 ) 1991 2 ) 1992
Berlin (Ost) 17 803 14 867 6 107 ca. 4 760 —
Brandenburg 14 868 14 255 9 359 ca. 2 980 —
Mecklenburg-Vorpommern 11 160 9 969 9 661 ca. 3 890 —
Sachsen 24 773 19 802 16 491 ca. 5 170 —
Sachsen-Anhalt 14 208 13 254 9 163 ca. 3 370 —
Thüringen 13 407 13 588 10 118 ca. 4 570 —
Insgesamt 96 219 85 735 60 899 ca. 25 000 _3)
1) Neubauten sowie Um- und Ausbau.
2) Schätzungen aus Erhebungen des Gesamtverbandes der Wohnungswirtschaft und noch unvollständigen Meldungen des
Statistischen Bundesamtes.
3) Angaben für 1992 liegen noch nicht vor.
9. Wie hoch waren die durchschnittlichen Mieten?
Vor dem ersten Mietenreformschritt am 1. Oktober 1991 lag die
Bruttokaltmiete im Durchschnitt bei 0,80 DM/qm und Monat, die
Warmmiete lag bei ca. 1,30 DM/qm und Monat.
Nach Anhebung der Mieten zum 1. Oktober 1991 lag die
durchschnittliche Bruttokaltmiete bei 3,50 DM/qm und Monat, die
Warmmiete lag bei knapp 5,50 DM/qm und Monat.
Regionalisierte Angaben liegen nicht vor.
10. Wie viele Güter wurden im Eisenbahnverkehr befördert und wie
viele Tonnenkilometer geleistet?
11. Wie viele Güter wurden im Straßenverkehr befördert?
Die Beantwortung der Fragen ergibt sich unmittelbar aus
Anlage 4. Regionalisierte Angaben liegen nicht vor.
12. Wie viele Direktstudenten gab es an Universitäten, Hochschulen
und Fachschulen, darunter wie viele Studienanfänger?
Die Beantwortung der Frage ergibt sich unmittelbar aus Anlage 5.
Angaben für 1992 sind noch nicht verfügbar.
13. Wie hoch waren die Forschungsausgaben und wieviel
Forschungspotential war angestellt insgesamt und getrennt im öffentlichen
Bereich, an der Akademie der Wissenschaften, Universitäten,
Hochschulen, Fachschulen, im Bereich der Ministerien, im
Unternehmensbereich und bei p rivaten Organisationen ohne
Erwerbszweck?
Gemäß Angaben des Ministeriums für Forschung und Technolo
-
gie (MFT) der ehemaligen DDR, die auf Erhebungen der Staat
lichen Zentralverwaltung für Statistik und des Statistischen Amtes
der DDR basieren, gab es 1989 in der ehemaligen DDR insgesamt
195 073 Beschäftigte in Forschung/Entwicklung (F/E), darunter im
„Wirtschaftssektor" 143 136 und im Hochschulsektor 13 715
(Angaben in Vollbeschäftigteneinheiten). Für den Bereich der
Akademien liegen die folgenden Beschäftigtenzahlen vor: Akademie
der Wissenschaften rd. 24 000, Akademie der
Landwirtschaftswissenschaften 11 400 und Bauakademie rd. 4 200 Mitarbeiter. Das
F/E-Personal umfaßt Beschäftigte mit Hochschul- und
Fachschulabschluß und sonstiges Personal. Entsprechende Angaben stehen
weder für das F/E-Personal für 1988 und 1990 noch für die F/E-
Ausgaben für 1988 bis 1990 zur Verfügung.
Um hinsichtlich internationaler Kriterien zumindest annähernd
vergleichbare Daten für das in Forschung und Entwicklung (FuE)
beschäftigte Personal zur Verfügung zu haben, hatten Mitarbeiter
des MFT der DDR den Versuch einer ersten Bereinigung der
DDR-Daten gemacht. Bei dieser nachträglichen Bereinigung von
Erhebungsdaten muß davon ausgegangen werden, daß die
resultierenden Daten immer noch Einschränkungen hinsichtlich ihrer
Vergleichbarkeit mit den Daten der Bundesrepublik Deutschland
unterliegen. Diese Arbeiten führten zu den folgenden Angaben:
1989 betrug das F/E-Personal der ehemaligen DDR insgesamt
(ohne Geistes- und Sozialwissenschaften) 132 341, darunter im
Wirtschaftssektor 85 767, im Staatssektor 32 486 und im
Hochschulsektor 14 088 (jeweils Vollbeschäftigteneinheiten). Auf die
Geistes- und Sozialwissenschaften entfallen weitere 8 226
Vollbeschäftigteneinheiten in FuE.
Entsprechende Angaben für 1990, wie auch eine regionale
Gliederung der genannten Daten, stehen nicht zur Verfügung. Mit der
Vereinigung am 3. Oktober 1990 wurden die neuen Länder und
Berlin (Ost) in das System der Statistik für Forschung und
Entwicklung (FuE) der alten Bundesländer einbezogen.
Eine Gesamtdarstellung zu FuE-Ausgaben und FuE-Personal
kann für die neuen Länder und Berlin (Ost) heute noch nicht
gegeben werden. Erste statistische Ergebnisse für alle Sektoren
sollen jedoch im Bundesbericht Forschung 1993 dargestellt
werden.
Für den Wirtschaftssektor der neuen Länder und Berlin (Ost)
liegen bereits aktuelle Ergebnisse aus Untersuchungen der SV
-
Gemeinnützigen Gesellschaft für Wissenschaftsstatistik im Stifter
verband für die Deutsche Wissenschaft im Auftrag des
Bundesministeriums für Forschung und Technologie vor.
Danach betrug das FuE-Personal im Durchschnitt des Jahres 1991
rd. 33 890 Vollzeitäquivalente (Jahresanfangsstand 1991 40 680,
Jahresendstand 1991 27 060). Der Jahresdurchschnitt für 1992
wird auf 25 300, der Jahresendstand 1992 auf rd. 23 600 Vollzeit
äquivalente geschätzt.
Für die internen FuE-Aufwendungen des Wirtschaftssektors der
neuen Länder und Berlin (Ost) wurden für 1991 rd. 1,9 Mrd. DM
ermittelt, für 1992 wurden Aufwendungen in gleicher Höhe
geschätzt.
Ergebnisse zur FuE-Statistik der Hochschulen und der außeruni
versitären Forschungseinrichtungen liegen z. Z. noch nicht vor.
Zur Stellensituation des außeruniversitären Sektors kann
festgehalten werden: Aus der Umsetzung der Empfehlungen des
Wissenschaftsrates, der das Personal der von ihm evaluierten
Einrichtungen im Bereich der Akademien der ehemaligen DDR zum
Zeitpunkt der Evaluation (Mitte 1991) mit rd. 30 000 bezifferte,
wurden bis heute mehr als 100 Forschungseinrichtungen mit
insgesamt 12 500 Arbeitsplätzen (einschließlich der 1920 mit Mitteln
des Wissenschaftler-Integrationsprogramms geförderten
Beschäftigten) geschaffen. Daneben gibt es derzeit etwa 3 000
forschungsnahe ABM aus dem ehemaligen Akademienbereich.
Regionale Angaben sowie Daten zu den Ausgaben der
geschaffenen Einrichtungen sind noch nicht verfügbar.
Anlage 1
Erwerbstätige am 30.09.1988 in den neuen Ländern und Berlin-Ost - insgesamt -
Wirtschaftsbereich insgesamt Männer Frauen
Land- u. Forstwirtschaft, Fischerei 987536 622773 364763
Produzierendes Gewerbe 4450817 2757597 1693220
Handel 861245 218395 642850
Verkehr 527682 381769 145913
Nachrichtenübermittlung 141619 43751 97868
Dienstleistungen 2882296 1 187420 1694876
Sonstige Dienstleistungen 621957 249900 372057
Staat 2044651 799570 1245081
Org. o. E., priv. HH. 215688 137950 77738
Insgesamt 9851195 5211705 4639490
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Erwerbstätige am 30.09.1988 in den neuen Ländern und Berlin-Ost
Wirtschaftsbereich Brandenburg Mecklenburg-
Vorpommern
Sachsen Sachsen-
Anhalt
Thüringen Berlin-Ost
Land- u. Forstwirtschaft, Fischer 200593 243369 198583 197586 140074 7331
Produzierendes Gewerbe 649628 360777 1536786 831494 801818 270314
Handel 132194 113413 241475 153379 125276 95508
Verkehr 83369 89639 134001 97116 62512 61045
Nachrichtenübermittlung 22052 19359 38192 22326 19044 20646
Dienstleistungen 463906 416649 740248 452570 400740 408183
Sonst. Dienstl. 83899 75471 179071 90038 83498 109980
Staat 349530 312666 504933 325513 279094 272915
Org. o. E., priv. HH. 30477 28512 56244 37019 38148 25288
Insgesamt 1551742 1243206 2889285 1754471 1549464 863027
Erwerbstätige am 30.09.1989 in den neuen Ländern und Berlin-Ost - insgesamt
Wirtschaftsbereich insgesamt Männer Frauen
Land- u. Forstwirtschaft, Fischerei 975241 617683 357558
Produzierendes Gewerbe 4378864 2718405 1660459
Handel 849345 217150 632195
Verkehr 521810 377663 144147
Nachrichtenübermittlung 140624 43393 97231
Dienstleistungen 2880698 1191847 1688851
Sonstige Dienstleistungen 618357 250550 367807
Staat 2046168 801876 1244292
Org. o. E., priv. HH. 216173 139421 76752
Insgesamt 9746582 5166141 4580441
Erwerbstätige am 30.09.1989 in den neuen Ländern und Berlin-Ost
Wirtschaftsbereich
Brandenburg
Mecklenb.- Sachsen
Vorp.
Sachsen
-
Anhalt
Thüringen Berlin-Ost
Land-u. Forstwirtschaft,
Fischerei 209580 218993 193069 197174 149061 7364
Produzierendes
Gewerbe 623897 341264 1520491 814419 812442 266351
Handel 129971 106530 237049 150215 131592 93988
Verkehr 85549 83701 132342 95744 63774 60700
Nachrichtenübermittlung 22265 18657 37750 22043 19499 20410
Dienstleistungen 461882 400271 739591 451296 418425 409233
Sonst. Dienstl. 82056 71514 179182 89667 86697 109241
Staat 348755 301621 503027 325160 292878 274727
Org. o. E., priv. HH. 31071 27136 57382 36469 38850 25265
Insgesamt 1533144 1169416 2860292 1730891 1594793 858046
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Statistisches Bundesamt
VIII C - 26/1071
Erwerbstätige *) in den neuen Ländern und Berlin -Ost - Ergebnisse des Mikrozensus April 1991 (1% - Stichprobe)
Land Ge- Enaerbstatige
Davon nach Wirtschaftsabteilungen
Land-u.Forst- Energie-,Wasser- Verarbei- Verkehr, Kreditinstitute, Sonstige Organisationen
Gebietskorperschlecht insgesamt wirtschaft, versorgung, tendes Gewerbe Baugewerbe Handel Nachrichten- Versicherungs- Dienstleistungen ohne Erwerbszweck, schalten, Sozial-
Fischerei Bergbau Übermittlung gewerbe _ Priv. Haushalte _ versicherung
-1000 -
Brandenburg m 687,6 69,9 46,3 194,6 109,1 42,7 71,4 5,8 74,6 5,1 68,1
w 582,0 45,9 21,3 108,3 14,0 86,2 37,9 15,9 183,6 6,5 62,4
z 1269,6 115,7 67,7 302,9 123,0 129,0 109,3 21,7 258,2 11,6 130,6
Mecklenburg-Vorpommem m 489,5 73,6 13,8 118,2 73,3 30,5 55,2 5,5 60,2 / 55,9
w 416,4 40,2 / 55,5 11,6 66,7 32,0 12,4 146,4 5,5 42,7
z 905,9 113,8 17,3 173,8 84,9 97,2 87,1 17,9 206,6 8,7 98,5
Sachsen m 1222,1 63,3 77,3 493,0 162,9 67,0 108,2 10,7 156,1 10,0 73,7
w 1060,9 37,6 31,1 315,5 27,3 143,9 58,2 26,0 325,0 24,0 72,2
z 2283,0 100,9 108,4 808,5 190,2 210,9 166,3 36,7 481,1 34,0 145,9
Sachsen-Anhalt m 735,2 69,5 39,2 274,8 105,8 44,0 62,6 6,9 78,8 5,2 48,5
w 647,0 42,0 14,8 152,3 20,4 90,7 39,3 14,3 210,3 8,4 54,5
z 1382,3 111,4 53,9 427,1 126,1 134,8 101,9 21,2 289,1 13,6 103,0
Thüringen m 678,2 51,9 39,5 258,6 95,4 40,7 51,3 5,2 86,0 / 45,4
w 580,3 30,0 11,3 176,5 13,1 73,4 26,5 13,7 180,8 6,5 48,5
z 1258,5 81,9 50,8 435,1 108,5 114,1 77,8 18,9 266,7 10,8 93,9
Berlin-Ost m 343,4 / 9,1 92,1 46,3 31,1 38,2 5,1 83,8 / 32,4
w 318,4 / / 47,7 8,3 53,9 24,0 7,6 137,6 / 29,0
z 661,8 5,8 12,0 139,8 54,6 84,9 62,2 12,7 221,4 7,1 61,3
Insgesamt m 4156,0 331,1 225,1 1431,3 592,8 256,0 386,8 39,3 539,4 30,3 324,0
w 3605,0 198,5 84,9 855,9 94,6 514,8 217,8 89,9 1183,7 55,5 309,3
i 7761,1 529,6 310,1 2287,2 687,4 770,8 604,6 129,2 1723,1 85,8 633,3
*) Erwerbstatige am Wohnort.- Zeichenerklarung: / = keine Angaben, da Zahlenwert nicht sicher genug.
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Statistisches Bundesamt
VIII C - 26/1071
Erwerbstätige') in den neuen Ländern und Berlin -Ost - Ergebnisse der Mikrozensus -Zusatzerhebung Oktober 1991 (0,25 % - Stichprobe)
Land Ge- Erwerbstatige
Davon nach Wirtschaftsabteilungen
Land-u.Forst- Energie-,Wasser- Verarbei- Verkehr, Kreditinstitute, Sonstige Organisationen
Gebietskörperschlecht insgesamt wirtschaft, versorgung, tendes Gewerbe Baugewerbe Handel Nachrichten- Versicherungs- Dienstleistungen ohne Erwerbszweck, schaften, Sozial-
Fischerei Bergbau übermittlunq qewerbe Priv. Haushafte versicherung
-1000 -
Brandenburg m 681,8 69,7 44,0 185,7 103,9 46,7 69,1 6,7 66,2 5,3 84,5
w 573,9 44,3 21,5 86,6 13,1 71,9 38,7 23,1 191,8 11,1 71,8
z 1255,7 114,0 65,5 272,3 117,0 118,7 107,8 29,8 258,0 16,3 156,3
Mecklenburg-Vorpommern m 490,0 55,3 11,3 101,5 84,7 38,5 58,5 10,3 63,8 6,8 59,3
w 391,4 31,1 / 39,1 12,0 63,4 33,6 8,1 144,1 7.2 52,8
z 885,8 86,4 15,6 140,7 96,7 102,0 92,1 18,4 207,9 14,0 112,0
Sachsen m 1148,6 42,5 63,7 407,1 212,3 65,3 103,2 10.9 161,1 / 77,5
w 964,0 29,4 26,4 241,4 30,5 136,2 50,5 27,4 334,6 9,7 77,8
z 2112,6 71,9 90,1 648,6 242,9 201,5 153,7 38,3 495,7 14,6 155,3
Sachsen-Anhalt m 703,1 49,4 36,3 241,0. 122,1 39,8 64,5 7,1 87,1 / 51.5
w 600,7 28,1 15,8 120,4 20,6 82,5 39,3 14,2 211,7 11,9 56,2
z 1303,8 77,4 52,0 361,4 142,7 122,3 103,8 21,3 298,8 16,5 107,7
Thuringen m 643,9 41,5 35,7 223,3 109,2 43,5 47.7 / 84,7 / 49,3
w 527,4 25,2 8,5 127,7 13,5 71,0 22,7 14,1 172,6 8,1 63,9
z 1171,2 66,7 44,2 351,0 122,7 114,4 70,5 18.3 257,4 12,8 113,3
Berlin-Ost m 318,1 / 6,5 85,4 52,5 36,4 33,9 / 76,7 / 26,7
w 303,9 1 / 41,7 7,5 49,8 18,9 8,8 133,2 10,1 33,9
z 634,6 / 10,5 127,1 60,0 86,2 52,7 13,1 210,0 14,4 60,6
Insgesamt m 3996,2 260,6 197,4 1244,0 684,8 270,2 376,9 43,5 539,6 30,5 348.7
w 3372,3 160,8 80,5 656,9 97,2 474,8 203,7 95,7 1188,1 58,1 356.5
i 7368,6 421,3 277,9 1900,9 782,0 745,0 580,7 139.3 1727,6 88,6 705,2
*) Erwerbstatige am Wohnort.- Zeichenerklärung: / = keine Angaben, da Zahlenwert nicht sicher genug.
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Statistisches Bundesamt
VIII C - 26/1071
Erwerbstätige*) in den neuen Ländern und Berlin -Ost - Ergebniise der Mikrozensus -Zusatzerhebung Januar 1992 (0,25% - Stichprobe)
Land Ge- Erwerbstatige
Davon nach Wirtschaftsabteilungen
Land-u.Forst- Energie-,Wasser- Verarbei- Verkehr, Kreditinstitute, Sonstige Organisationen
Gebietskörperschlecht insgesamt wirtschaft, versorgung, tendes Gewerbe Baugewerbe Handel Nachrichten- Versicherungs- Dienstleistungen ohne Erwerbszweck, schalten, Sozial-
Fischerei Bergbau Übermittlung _ qewerbe Priv. Haushalte versicherung
-1000-
Brandenburg m 632,8 55,8 38,2 160,4 109,7 52,0 65.3 6,7 69,8 / 74,9
w 527,2 33,2 17,3 77,9 12,7 64,6 32,0 21,7 184,7 8,0 75,0
z 1163,9 89,0 55,5 238,2 122,4 116,6 97,4 28,5 254,5 12,1 149,9
Mecklenburg-Vorpommem m 465,8 42,5 11,7 95,7 77,2 39,4 49,5 6,7 77,7 7,6 57,7
w 374,1 21,1 5,2 26,1 11,3 64,4 31,8 8,7 136,9 10,9 57,6
z 839,8 63,6 17,0 121,8 88,5 103,8 81,2 15,4 214,7 18,4 115,3
Sachsen m 1071,6 32,7 61,0 370,8 190,7 61,4 91,4 13,6 161,4 5,9 82,7
w 899,8 23,0 25,8 197,6 24,4 125,4 46,2 31,2 340,7 11,0 74,5
z 1971,3 55,8 86,8 568,4 215,0 186,8 137,6 44,8 502,1 16,8 157,3
Sachsen-Anhalt m 674,2 40,2 35,1 232,7 128,9 36,8 60,8 7,5 82,9 / 45,1
w 562,4 22,7 11,6 98,1 21,2 80,4 39,9 16,4 197,9 8,3 65,8
z 1236,6 62,9 46,7 330,8 150,1 117,3 100,7 23,9 280,8 12,4 110,9
Thüringen m 605,2 35,7 33,1 192,2 109,1 44,2 42,4 / 83,5 5,5 54,9
w 490,3 21,3 9,9 102,2 10,9 70,4 17,3 14,0 167,8 17,5 59,1
z 1095,5 57,0 43,0 294,4 120,0 114,5 59,7 18,6 251,2 22,9 114,1
Berlin-Ost m 324,7 / 7,9 79,9 54,6 34,1 33,7 5,7 79,1 / 24,7
w 293,0 / / 33,1 8,3 49,4 17,4 6,6 138,0 6,1 34,1
z 623,0 / 10,5 113,0 62,9 83,4 51,1 12,3 217,1 9,6 58,8
Insgesamt m 3778,2 208,7 187,0 1131,7 670,1 267,8 343,1 44,9 554,4 30,6 340,0
w 3152,0 124,0 72,6 535,0 88,7 454,6 184,6 98,6 1166,0 61,7 366,2
i 6930,3 332,7 259,6 1666,7 758,9 722,4 527,7 143,5 1720,4 92.3 706,2
*) Erwerbstatige am Wohnort.- Zeichenerklärung: / = keine Angaben, da Zahlenwert nicht sicher genug.
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STATISTIK DES INNERDEUTSCHEN WARENVERKEHRS
Lieferungen in Mill. DM (Veränd. jeweils z. Vorjahr)
Gegenstand der Nachweisung 1988 1989
Veränd.
%
1990 Veränd.
%
1991 Veränd.
%
Jan.-Sept. Veränd.
% 1992
f. 9 Monate
Erzeugnisse der Land- u.
Forstwirtschaft, Fischerei 45 40 - 11,1% 381 + 853,4% 745 + 95,6% 336 - 47,1%
Bergbauliche Erzeugnisse und
Energie 348 400 + 14,9% 500 + 25,2% 226 - 54,8% 90 - 45,6%
Erzeugnisse des Grundstoff- u.
Produktionsgütergewerbes 2 663 3 062 + 15,0% 4 111 + 34,4% 7 859 + 91,2% 8 319 + 55,6%
dar. Eisen und Stahl (761) (840) (+ 10,4%) (858) (+ 2,1%) (1 685) (+ 96,4%) (1 345) (+ 5,0%)
Erzeugnisse des
Investitionsgüter produzierenden Gewerbes 2 697 3 083 + 14,3% 7 872 + 155,3% 23 561 + 199,3% 22 733 + 39,0%
dar. Straßenfahrzeuge (131) (168) (+ 28,3%) (2 907) (+ 1632,5%) (11 316) (+ 289,3%) (11 080) (+ 37,9%)
Erzeugnisse des Verbrauchsgüter
produzierenden Gewerbes 816 789 - 3,4% 2 251 + 184,0% 4 656 + 106,9% 4 503 + 40,5%
Erzeugnisse des Nahrungs- und
Genußmittelgewerbes 563 626 + 11,3% 4 738 + 657,8% 9 435 + 99,1% 8 709 + 31,7%
Sonstige Waren mit Handelswert
(Sammelanmeldungen) 103 104 + 1,3% 1 473 + 1310,6% 251 - 83,0% 379 + 199,1%
Insgesamt 7 234 8 104 + 12,0% 21 326 + 163,2% 46 733 + 119,1% 45 069 + 38,9%
für 9 Monate
STATISTIK DES INNERDEUTSCHEN WARENVERKEHRS
- Lieferungen -
Veränderungen bei ausgewählten Warenarten
Waren 1989 zu 1990 1990 zu 1991
1) Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft,
Fischerei
Orangen von 0 Mill. DM von 12 Mill. DM
auf 12 Mill. DM auf 18 Mill. DM
Bananen von 0 Mill. DM von 45 Mill. DM
auf 45 Mill. DM auf 195 Mill. DM
Weißwein von 6 Mill. DM von 43 Mill. DM
auf 43 Mill. DM auf 44 Mill. DM
Rohkaffee von 0 Mill. DM von 48 Mill. DM
auf 48 Mill. DM auf 64 Mill. DM
2) Bergbauliche Erzeugnisse
Braunkohlenbriketts von 0 Mill. DM von 43 Mill. DM
auf 43 Mill. DM auf 51 Mill. DM
Braunkohle, roh von - von 0 Mill. DM
auf - auf 43 Mill. DM
Erdöl, roh von 278 Mill. DM von 306 Mill. DM
auf 306 Mill. DM auf 0 Mill. DM
3) Erzeugnisse des Grundstoff- und
Produktionsgütergewerbes
Vergaserkraftstoffe von 0 Mill. DM von 262 Mill. DM
auf 262 Mill. DM auf 606 Mill. DM
Dieselkraftstoff von 0 Mill. DM von 37 Mill. DM
auf 37 Mill. DM auf 221 Mill. DM
Heizöle von 0 Mill. DM von 9 Mill. DM
auf 9 Mill. DM auf 95 Mill. DM
Pharmazeutische Erzeugnisse von 87 Mill. DM von 168 Mill. DM
auf 168 Mill. DM auf 1 171 Mill. DM
Seifen und Waschmittel von 5 Mill. DM von 235 Mill. DM
auf 235 Mill. DM auf 198 Mill. DM
Körperpflegemittel von 29 Mill. DM von 284 Mill. DM
auf 284 Mill. DM auf 243 Mill. DM
4) Erzeugnisse des Investitionsgüter
produzierenden Gewerbes
Gerüstkonstruktionen von 0 Mill. DM von 59 Mill. DM
auf 59 Mill. DM auf 156 Mill. DM
Elektrische Geräte für Gewerbe von 96 Mill. DM von 270 Mill. DM
und Haushalt auf 270 Mill. DM auf 291 Mill. DM
Nachrichtentechnische Geräte und von 42 Mill. DM von 229 Mill. DM
Einrichtungen auf 229 Mill. DM auf 1 741 Mill. DM
Rundfunk- und Fernsehgeräte etc. von 75 Mill. DM von 473 Mill. DM
auf 473 Mill. DM auf 755 Mill. DM
Datenverarbeitungsgeräte und von 93 Mill. DM von 451 Mill. DM
Büromaschinen auf 451 Mill. DM auf 932 Mill. DM
- 2 -
STATISTIK DES INNERDEUTSCHEN WARENVERKEHRS
- Lieferungen -
Veränderungen bei ausgewählten Warenarten
Waren 1989 zu 1990 1990 zu 1991
5) Erzeugnisse des Verbrauchsgüter
produzierenden Gewerbes
Möbel und Holzwaren von 15 Mill. DM von 265 Mill. DM
auf 265 Mill. DM auf 721 Mill. DM
Druckerzeugnisse von 36 Mill. DM von 358 Mill. DM
(Bücher, Zeitungen, Zeitschriften) auf 358 Mill. DM auf 599 Mill. DM
Bekleidung von 52 Mill. DM von 388 Mill. DM
auf 388 Mill. DM auf 874 Mill. DM
6) Erzeugnisse des Nahrungs- und
Genußmittelgewerbes
Back- und Teigwaren von 20 Mill. DM von 444 Mill. DM
auf 444 Mill. DM auf 724 Mill. DM
Joghurt von 2 Mill. DM von 187 Mill. DM
auf 187 Mill. DM auf 151 Mill. DM
Milch, Sahne etc. von 0 Mill. DM von 100 Mill. DM
auf 100 Mill. DM auf 100 Mill. DM
Fleisch von 5 Mill. DM von 50 Mill. DM
auf 50 Mill. DM auf 218 Mill. DM
Wurst von 0 Mill. DM von 53 Mill. DM
auf 53 Mill. DM auf 105 Mill. DM
Kaffee und Kaffee-Extrakt von 32 Mill. DM von 215 Mill. DM
auf 215 Mill. DM auf 409 Mill. DM
Getränke von 32 Mill. DM von 1 054 Mill. DM
auf 1 054 Mill. DM auf 1 978 Mill. DM
darunter Bier von 4 Mill. DM von 364 Mill. DM
auf 364 Mill. DM auf 627 Mill. DM
Tabakwaren von 23 Mill. DM von 974 Mill. DM
auf 974 Mill. DM auf 2 253 Mill. DM
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STATISTIK DES INNERDEUTSCHEN WARENVERKEHRS
Bezüge in Mill. DM (Veränd. jeweils z. Vorjahr)
Gegenstand der Nachweisung 1988 1989 Veränd. 1990 Veränd. 1991 Veränd. Jan.-Sept. Veränd.
% % % 1992 %
f. 9 Monate
Erzeugnisse der Land- u.
Forstwirtschaft, Fischerei 402 381 -5,1% 720 +89,0% 745 + 3,4% 569 - 5,8%
Bergbauliche Erzeugnisse und
Energie 128 110 - 13,9% 91 -17,7% 50 - 44,5% 18 - 55,2%
Erzeugnisse des Grundstoff- u.
Produktionsgütergewerbes 3 144 3 467 + 10,3% 3 724 +7,4% 3 564 - 4,3% 2 672 - 0,3%
dar. Eisen und Stahl (577) (677) (+ 17,2%) (799) (+ 18,1%) (608) (- 23,9%) (614) (+ 26,4%)
Erzeugnisse des
Investitionsgüter produzierenden Gewerbes 1 010 1 138 + 12,7% 1 275 +12,0% 2 127 + 66,8% 2 167 + 51,2%
dar. Straßenfahrzeuge (58) (79) (+ 36,3%) (138) (+ 75,2%) (720) (+ 422,4%) (1 145) (+ 206,4%)
Erzeugnisse des Verbrauchsgüter
produzierenden Gewerbes 1 778 1 768 - 0,6% 1 789 + 1,2% 1 296 - 27,5% 775 - 20,9%
Erzeugnisse des Nahrungs- und
Genußmittelgewerbes 257 274 + 6,5% 612 + 123,0% 1 190 + 94,6% 1 510 + 66,2%
Sonstige Waren mit Handelswert
(Sammelanmeldungen) 70 66 - 5,1% 63 - 4,7% 13 - 78,6% 51 + 757,2%
Insgesamt 6 789 7 205 + 6,1% 8 274 + 14,8% 8 985 + 8,6% 7 763 + 16,7%
für 9 Monate
STATISTIK DES INNERDEUTSCHEN WARENVERKEHRS
- Bezüge -
Veränderungen bei ausgewählten Warenarten
Waren 1989 zu 1990 1990 zu 1991
1) Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft,
Fischerei
Winterweizen von 20 Mill. DM von 95 Mill. DM
auf 95 Mill. DM auf 82 Mill. DM
Wintergerste ohne Saatgerste von 0 Mill. DM von 38 Mill. DM
auf 38 Mill. DM auf 113 Mill. DM
Braugerste von 54 Mill. DM von 49 Mill. DM
auf 49 Mill. DM auf 65 Mill. DM
Schlachtrinder von 0 Mill. DM von 8 Mill. DM
auf 8 Mill. DM auf 6 Mill. DM
Kuhmilch, roh von 0 Mill. DM von 17 Mill. DM
auf 17 Mill. DM auf 53 Mill. DM
2) Bergbauliche Erzeugnisse und Energie
Braunkohlenbriketts von 67 Mill. DM von 32 Mill. DM
auf 32 Mill. DM auf 14 Mill. DM
Braunkohlengranulat von 4 Mill. DM von 15 Mill. DM
auf 15 Mill. DM auf 3 Mill. DM
Braunkohlenrohteer von 4 Mill. DM von 5 Mill. DM
auf 5 Mill. DM auf 0 Mill. DM
Kaliumchlorid von . 1 Mill. DM von 2 Mill. DM
auf 2 Mill. DM auf 0 Mill. DM
3) Erzeugnisse des Verbrauchsgüter
produzierenden Gewerbes
Großmusikinstrumente von 6 Mill. DM von 5 Mill. DM
auf 5 Mill. DM auf 2 Mill. DM
Sonstige Spielwaren von 17 Mill. DM von 10 Mill. DM
auf 10 Mill. DM auf 2 Mill. DM
Schmuck von 7 Mill. DM von 19 Mill. DM
auf 19 Mill. DM auf 0 Mill. DM
Möbel und Holzwaren von 351 Mill. DM von 289 Mill. DM
auf 289 Mill. DM auf 202 Mill. DM
Bekleidung von 446 Mill. DM von 471 Mill. DM
auf 471 Mill. DM auf 257 Mill. DM
4) Erzeugnisse des Nahrungs- und
Genußmittelgewerbes
Weißzucker, fest von 28 Mill. DM von 78 Mill. DM
auf 78 Mill. DM auf 123 Mill. DM
Milch, Butter, Käse von 18 Mill. DM von 122 Mill. DM
auf 122 Mill. DM auf 340 Mill. DM
Öle, Fett, Talg, Schmalz von 0 Mill. DM von 33 Mill. DM
auf 33 Mill. DM auf 135 Mill. DM
Tabakwaren von 16 Mill. DM von 41 Mill. DM
auf 41 Mill. DM auf 44 Mill. DM
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Güterverkehr in den neuen Bundesländern nach Verkehrszweigen (1)
1988 1989 1990 1991(3) 1992(3)
Beförderte Tonnen- Beförderte Tonnen- Beförderte Tonnen- Beförderte Tonnen- Beförderte Tonnen-
Verkehrszweig Güter kilometer Güter kilometer Güter kilometer Güter kilometer Güter kilometer
Mill-t Mrd-tkm Mill-t Mrd-tkm Mill-t Mrd-tkm Mill-t Mrd-tkm Mill-t Mill-tkm
Eisenbahnen(2) 349,4 60,4 339,3 59,0 234,8 40,9 119,6 18,7 93,8 15,3
Straßengüter- 545,1 16,4 540,6 16,9 368,0 13,0 411,1 20,3 468,0 26,9
verkehr(4)
darunter 27,0 6,7 27,6 7,0 18,0 6,2 51,1 13,3 78,0 19,4
Fernverkehr (2)
Nahverkehr (2) 518,1 9,4 513,0 9,9 350,0 6,8 360,0 7,0 390,0 7,5
(1) Neue Bundesländer insgesamt, eine Aufteilung nach einzelnen Ländern vor 1990 kann es nicht geben
(2) Angaben aus Verkehr in Zahlen 1992 (DIW)
(3) Angaben aus der Prognose Ifo-Institut
(4) Eigene Berechnung
zu (3) Endgültige Angaben liegen z.Z. noch nicht vor
Anlage 5
Studenten und Studienanfänger an den Hochschulen in den „Neuen Ländern"
Ge- WS Studenten
schlecht bzw.
Stu- Insgesamt davon an
dienjahr Universitäten Kunsthochschulen Allgemeinen
Fachhochschulen
Verwaltungs
-
fachhochschulen
St. Sta. St. Sta. St. Sta. St. Sta. St. Sta.
Berlin-Ost
Männlich 1989 11469 2636 10793 2475 676 161 — — — —
1990 13458 5267 12830 5065 628 202 — — — —
1991 12385 3598 8461 2097 784 193 3140 1308 — —
Weiblich 1989 13783 3310 13171 3156 612 154 — — — —
1990 13578 3065 13003 2917 575 148 — — — —
1991 11794 3203 9879 2806 680 183 1235 214 — —
Zusammen 1989 25252 5946 23964 5631 1288 315 — — — —
1990 27036 8332 25833 7982 1203 350 — — — —
1991 24179 6801 18340 4903 1464 376 4375 1522 — —
Brandenburg
Männlich 1989 2883 632 2883 632 — — — — — —
1990 2852 1501 2852 1501 — — — — — —
1991 3905 1647 3365 1301 211 50 161 128 168 168
Weiblich 1989 2946 721 2946 721 — — — — — —
1990 2555 1083 2555 1083 — — — — — — ,
1991 4787 2550 4333 2275 93 39 252 127 109 109
Zusammen 1989 5829 1353 5829 1353 — — — — — —
1990 5407 2584 5407 2584 — — — — — —
1991 8692 4197 7698 3576 304 89 413 255 277 277
Mecklenburg-Vorpommern
Männlich 1989 6714 1677 6714 1677 — — — — — —
1990 6930 2062 6930 2062 — — — — — —
1991 7474 2248 6870 1877 84 33 265 239 255 99
Weiblich 1989 6219 1474 6219 1474 — — — — — —
1990 6230 1636 6230 1636 — — — — — —
1991 6183 1982 5746 1675 107 21 188 154 142 132
Zusammen 1989 12933 3151 12933 3151 — — — — — —
1990 13160 3698 13160 3698 — — — — — —
1991 13657 4230 12616 3552 191 54 453 393 397 231
Sachsen
Männlich 1989 32135 8149 30171 7684 1964 465 — — — —
1990 31144 9491 30251 9212 893 279 — — — —
1991 32250 7764 31160 7344 883 255 207 165 — —
Weiblich 1989 23867 5548 22590 5211 1277 337 — — — —
1990 21215 5205 20439 4990 776 215 — — — —
1991 20728 4432 19819 4085 853 297 56 50 — —
Zusammen 1989 56002 13697 52761 12895 3241 802 — — — —
1990 52359 14696 50690 14202 1669 494 — — — —
1991 52978 12196 50979 11429 1736 552 263 215 — —
Sachsen-Anhalt
Männlich 1989 9524 2355 9316 2303 208 52 — — — —
1990 10268 3487 10054 3419 214 68 — — — —
1991 11023 2755 10307 2510 241 71 475 174 — —
Weiblich 1989 11136 2679 10936 2633 200 46 — — — —
1990 10299 2724 10103 2677 196 47 — — - —
1991 10414 2155 9983 1995 216 69 215 91 — —
Zusammen 1989 20680 5034 20252 4936 408 98 — — — —
1990 20567 6211 20157 6096 410 115 — — — —
1991 21437 4910 20290 4505 457 140 690 265 — —
Bemerkung: St. = Studenten, Sta. = Studienanfänger.
Studenten und Studienanfänger an den Hochschulen in den „Neuen Ländern"
Ge- WS Studenten
schlecht bzw.
Stu- Insgesamt davon an
dienj ahr Universitäten Kunsthochschulen Allgemeinen
Fachhochschulen
Verwaltungs
-
fachhochschulen
St. I Sta. St. Sta. St. Sta. St. Sta. St. Sta.
Thüringen
Männlich 1989 7326 1770 5764 1406 1562 364 — — — —
1990 7655 2434 6062 1933 1593 501 — — — —
1991 8621 2795 7550 1976 331 107 740 712 — —
Weiblich 1989 6438 1398 5023 1106 1415 292 — — — —
1990 6056 1524 4799 1237 1257 287 — — — —
1991 6160 1603 5486 1185 338 87 336 331 — —
Zusammen 1989 13764 3168 10787 2512 2977 656 — — — —
1990 13711 3958 10861 3170 2850 788 — — — —
1991 14781 4398 13036 3161 669 194 1076 1043 — —
Zusammen
Männlich 1989 70051 17219 65641 16177 4410 1042 — — — —
1990 72307 24242 68979 23192 3328 1050 — — — —
1991 75658 20807 67713 17105 2534 709 4988 2726 423 267
Weiblich 1989 64389 15130 60885 14301 3504 829 — — — —
1990 59933 15237 57129 14540 2804 697 — — — —
1991 60066 15925 55246 14021 2287 696 2282 967 251 241
Zusammen 1989 134440 32349 126526 30478 7914 1871 — — — —
1990 132240 39479 126108 37732 6132 1747 — — — —
1991 135724 36732 122959 31126 4821 1405 7270 3693 674 508
Schüler an Fachschulen in den „Neuen Ländern" in Tausend
Land 1988 1989 1990 1991 1 )
Berlin-Ost — — 9,3 1,1
Brandenburg — — 14,8 4,0
Mecklenburg-Vorpommern — — 10,1 2,7
Sachsen — — 44,4 26,0
Sachsen-Anhalt — — 17,2 6,9
Thüringen — — 19,9 9,4
Zusammen 91,9 86,8 115,6 50,1
1 ) Rückgang wegen Umwandlung von Fachschulen in Fachhochschulen.]