BundestagKleine Anfragen
Zurück zur Übersicht
Kleine AnfrageWahlperiode 11Beantwortet

Pflegenotstand in deutschen Kinderkrebszentren (G-SIG: 11005400)

Aufwertung des Schwesternberufs, Gegenmaßnahmen

Fraktion

Die Grünen/Bündnis 90

Ressort

Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung

Datum

26.11.1990

Aktualisiert

26.07.2022

Deutscher BundestagDrucksache 11/841406.11.90

Pflegenotstand in deutschen Kinderkrebszentren

der Abgeordneten Frau Kelly und der Fraktion DIE GRÜNEN/Bündnis 90

Vorbemerkung

Kleine Anfrage der Abgeordneten Frau Kelly und der Fraktion DIE GRÜNEN/Bündnis 90

Pflegenotstand in deutschen Kinderkrebszentren

Wir fragen die Bundesregierung:

Fragen10

1

Ist der Bundesregierung bekannt, daß die Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Leukämieforschung und -behandlung im Kindesalter einen erneuten Pflegenotstand in den deutschen Kinderkrebszentren festgestellt haben (Pressemeldungen vom 18. Oktober 1990)?

2

Welchen Beitrag will die Bundesregierung nun leisten um die katastrophale Fehlentwicklung auf den Kinderkrebsstationen abzuwenden?

3

Wie bewertet die Bundesregierung die jetzige Situation in den Kinderkrebszentren in der ehemaligen DDR?

4

Wie beurteilt die Bundesregierung die aufwendige, nebenwirkungsreiche und pflegeintensive Chemotherapie?

5

Trifft es zu, daß in vielen Kinderkrebszentren bis zu einem Drittel der Planstellen nicht besetzt sind?

6

Welches sind 'die Hauptursachen für den Pflegenotstand?

7

Trifft es zu, nach Meinung der Bundesregierung, daß eine der Hauptursachen für den Pflegenotstand die soziale Unzufriedenheit wegen unangemessen niedriger Bezahlung ist?

8

Wie kann nach Meinung der Bundesregierung die Aufwertung des Schwesternberufes beschleunigt werden?

9

Ist der Bundesregierung bekannt, daß die Selbsthilfegruppen betroffener Eltern Spendengelder einsetzten, um länger in der pädiatrischen Onkologie tätigen Pflegekräften eine jährliche Treueprämie in Form eines 14. oder 15. Monatsgehaltes zu gewähren?

10

Welche Gegenmaßnahmen können ergriffen werden, um den Pflegenotstand abzuwenden?

Bonn, den 29. Oktober 1990

Frau Kelly Frau Birthler, Hoss, Frau Dr. Vollmer und Fraktion

Ähnliche Kleine Anfragen