Kooperation in der Lu ft- und Weltraumforschung
der Abgeordneten Catenhusen, Dr. Steger und der Fraktion der SPD
Vorbemerkung
Wir fragen die Bundesregierung:
Fragen7
Welcher Art war die Kooperation bei der Schubvektorkontrolle, bei Lageregelungssystemen, Flugbahnberechnung, Positionsbestimmung und bei der Voraussage des Aufschlagspunktes von Höhenforschungsraketen mit Brasilien?
Welche Ziele wurden in den Sitzungen der deutsch-brasilianischen Kommission für die raketentechnische Zusammenarbeit formuliert?
Welche gemeinsamen Workshops und Seminare zu welchen Themen haben mit Brasilien, Argentinien und Indien über wissenschaftlich-technische Kooperation auf dem Gebiet der Raketentechnologie stattgefunden?
Wie bewertet die Bundesregierung die Tatsache, daß eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Raketentechnologie gerade und nur mit solchen Ländern stattfindet, die eine Verfügung über den zivilen nuklearen Brennstoffkreislauf besitzen oder anstreben, angesichts des oft vorgebrachten Arguments, daß eine Proliferationsgefahr aus der zivilen Kernenergienutzung schon deshalb gering einzuschätzen sei, weil die für den wirksamen Einsatz von Atombomben notwendige Raketentechnologie fehlt?
Gibt es Vereinbarungen über wissenschaftlich-technische Kooperation auf den Gebieten der Raketentechnologie zwischen der Hochschule der Bundeswehr in München und staatlichen oder nichtstaatlichen Einrichtungen in Argentinien, Brasilien oder Indien, und welcher Art sind ggf. die Vereinbarungen?
Wer liefert die Komponenten und Ausrüstungen für die gemeinsamen Projekte wissenschaftlich-technischer Kooperation auf dem Gebiet der Raketentechnologie zwischen der Bundesrepublik Deutschland einerseits und Argentinien, Brasilien und Indien andererseits?
Hat die Bundesrepublik Deutschland auf andere Weise an der Lösung raketentechnischer Probleme mitgewirkt, und sind hierbei deutsche Firmen beteiligt oder ausschließlich beteiligt und ggf. welche?