Entwicklung der Förderung nach dem BAföG im Hochschulbereich
der Abgeordneten Daweke, Nelle, Frau Rönsch, Carstensen (Nordstrand), Schemken, Strube, Frau Dr. Wisniewski, Frau Männle, Graf von Waldburg-Zeit, Rossmanith, Müller (Wesseling), Roth (Gießen), Sauer (Stuttgart), Austermann, Dr. Lammert, Frau Verhülsdonk, Dr. Götz, Kroll-Schlüter, Dr. Becker (Frankfurt), Seesing, Lenzer, Weiß, Schulhoff, Schreiber, Hornung, Lowack, Dr. Hüsch, Michels und der Fraktion der CDU/CSU sowie der Abgeordneten Neuhausen, Dr.-Ing. Laermann und der Fraktion der FDP
Vorbemerkung
Im Haushaltsbegleitgesetz 1983 wurde die Förderung nach dem BAföG im Hochschulbereich auf Darlehen umgestellt. Inzwischen haben zwei Altersjahrgänge die Hochschulreife erworben. Nach vorläufigen Angaben ist die Zahl der geförderten Studenten bzw. Studentinnen in den letzten Jahren trotz steigender Studentenzahl zurückgegangen. Kritiker der jetzigen Darlehensregelung führen dies auf die Umstellung des BAföG auf Darlehen zurück. Sie geben an, daß das BAföG in seiner Wirksamkeit nachgelassen habe und seiner Zielsetzung nicht mehr gerecht werde.
Höhe und Veränderung der Gefördertenzahlen und Gefördertenquoten werden sowohl durch die förderrechtlichen Bestimmungen nach dem BAföG als auch durch die Entwicklung der Zahl der nach dem BAföG berechtigten Studenten bestimmt. Da sich das Studienverhalten in den letzten Jahren geändert hat (längere Verweildauer, schlechtere Berufsaussichten), ist zu vermuten, daß dies auch Rückwirkungen auf die Gefördertenquote hat.
Wir fragen daher die Bundesregierung:
Fragen5
In den bisherigen Veröffentlichungen werden die Gefördertenquoten stets durch einen Vergleich der Zahl der Geförderten und der Gesamtzahl der eingeschriebenen Studenten ermittelt. Hält die Bundesregierung dieses Verfahren für aussagekräftig hinsichtlich der Wirksamkeit des BAföG?
Wie hoch war bisher der Anteil der nach dem BAföG geförderten Studenten bzw. der Studentinnen im Bereich der wissenschaftlichen und Fachhochschulen?
Hält es die Bundesregierung für sinnvoll, eine gleichbleibende Gefördertenquote anzustreben?
Auf welche Ursachen führt die Bundesregierung die Veränderungen der Gefördertenquote in den vergangenen Jahren zurück? Gibt es hierbei Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Studenten?
Liegen der Bundesregierung Erkenntnisse über die Gründe des veränderten Bildungsverhaltens vor, und in welchem Zusammenhang stehen diese mit den Änderungen der BAföG-Förderung?