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Kleine AnfrageWahlperiode 9Beantwortet

Hilfen zur Beseitigung der Schneebruchschäden in Süddeutschland (G-SIG: 09001149)

Verordnung von Holzeinschlags- und Holzeinfuhrbeschränkungen, Gewährung steuerlicher Sondermaßnahmen bei der Schadensbeseitigung und der Lagerhaltung von Schadholz, Unterstützung der zwischen Waldbesitzern und Holzhandel bereits vereinbarten Maßnahmen der Selbsthilfe, Gewährung von Frachthilfe im Rahmen der Zonenrandförderung sowie eines Ausnahmetarifs bei der Deutschen Bundesbahn für den Transport von Schadholz, Entlastung des einheimischen Schwachholzmarktes durch Maßnahmen zur Exportförderung, Eröffnung zusätzlicher Absatzmöglichkeiten für Nadelschwachholz

Fraktion

CDU/CSU

Ressort

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Datum

03.03.1982

Aktualisiert

26.07.2022

BT09/134611.02.1982

Hilfen zur Beseitigung der Schneebruchschäden in Süddeutschland

Kleine Anfrage

Volltext (unformatiert)

[Deutscher Bundestag 9. Wahlperiode Drucksache 9/1346 11.02.82 Kleine Anfrage der Abgeordneten Kiechle, Susset, Eigen, Freiherr von Schorlemer, Dr. Jobst, Graf Huyn, Röhner, Dr. Waigel, Schröder (Wilhelminenhof), Brunner, Hartmann, Dr. Rose, Dr. Kunz (Weiden), Sauter (Epfendorf), Dr. Riedl (München), Schartz (Trier), Spilker, Dr. Stark (Nürtingen), Kolb, Dr. Friedmann, Niegel, Werner, Biehle, Dr. Stavenhagen, Dr. Schulte (Schwäbisch Gmünd), Neuhaus, Graf von Waldburg-Zeil, Rossmanith, Bühler (Bruchsal), Hinsken, Frau Geiger, Dr. George, Dr. Jenninger, Zierer, Dr. Warnke, Glos, Keller, Hanz (Dahlen) und Genossen und der Fraktion der CDU/CSU Hilfen zur Beseitigung der Schneebruchschäden in Süddeutschland Im Dezember 1981 entstanden durch starke Naßschneefälle verheerende Schneebruchschäden in den süddeutschen Wäldern. Betroffen sind vor allem junge Nadelschwachholzbestände. Bei der Verwertung des angefallenen hiebsunreifen Holzes (ca. 3 Mio. Kubikmeter) entstehen hohe Aufarbeitungskosten, weil das Holz gebrochen ist und weil das Angebot die Nachfrage bei bestimmten Holzsorten beträchtlich übertrifft. Die Aufräumung und Wiederaufforstung der Schadflächen ist schnellstens geboten, um Folgeschäden für die betroffenen Waldbestände zu vermeiden. Die süddeutschen Länder bemühen sich, im Rahmen der ihnen zu Gebote stehenden Möglichkeiten, den Waldbesitzern rasche Hilfe zu gewähren. Das Ausmaß der Schäden erfordert jedoch darüber hinaus die Hilfestellung des Bundes. Wir fragen daher die Bundesregierung: 1 Sieht die Bundesregierung eine Möglichkeit, unter Anwendung des Forstschäden-Ausgleichsgesetzes Holzeinschlags- und Holzeinfuhrbeschränkungen zur Vermeidung des kalamitätsbedingten Angebotsdrucks auf dem Holzmarkt zu verordnen? 2. Gedenkt die Bundesregierung — und wenn ja, in welcher Form — den betroffenen Waldbesitzern durch steuerliche Sondermaßnahmen Hilfe bei der Schadensbeseitigung zu gewähren? 3. Mit welchen flankierenden Mitteln will die Bundesregierung die zwischen Waldbesitzern und Holzhandel bereits vereinbarten Maßnahmen der Selbsthilfe unterstützen? 4. Welche steuerliche Entlastung gedenkt die Bundesregierung der Holzwirtschaft für die zwangsläufig anfallende erhöhte Lagerhaltung von Schadholz zu gewähren? 5. Welche Möglichkeiten ergeben sich im Rahmen der Zonenrandförderung, eine Frachthilfe für Schneebruchholz zu gewähren? 6. Gedenkt die Bundesregierung wenigstens in den Jahren 1982/83 die Frachthilfe Ostbayern im Rahmen der Zonenrandförderung in der bis Sommer 1981 geltenden Höhe von 17 v. H. fortzuführen? 7. Wird die Bundesregierung bei der Deutschen Bundesbahn auf einen Ausnahmetarif für den Transport von Schadholz hinwirken? 8. Beabsichtigt die Bundesregierung, Maßnahmen zur Exportförderung zu ergreifen, um den einheimischen Schwachholzmarkt zu entlasten? 9. Sieht die Bundesregierung eine Möglichkeit, über den Zentralen Absatzfonds zusätzliche Absatzmöglichkeiten für Nadelschwachholz zu eröffnen? Bonn, den 11. Februar 1982 Kiechle Susset Eigen Freiherr von Schorlemer Dr. Jobst Graf Huyn Röhner Dr. Waigel Schröder (Wilhelminenhof) Brunner Hartmann Dr. Rose Dr. Kunz (Weiden) Sauter (Epfendorf) Dr. Riedl (München) Schartz (Trier) Spilker Dr. Stark (Nürtingen) Kolb Dr. Friedmann Niegel Werner Biehle Dr. Stavenhagen Dr. Schulte (Schwäbisch Gmünd) Neuhaus Graf von Waldburg-Zeil Rossmanith Bühler (Bruchsal) Hinsken Frau Geiger Dr. George Dr. Jenninger Zierer Dr. Warnke Glos Keller Hanz (Dahlen) Bayha Handlos Herkenrath Dr. Kreile Michels Rainer Schmitz (Baesweiler) Graf Stauffenberg Dr. Kohl, Dr. Zimmermann und Fraktion]

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