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Kleine AnfrageWahlperiode 19Beantwortet
Entwicklung des Kombinierten Verkehrs in Deutschland
(insgesamt 25 Einzelfragen)
Fraktion
DIE LINKE
Ressort
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Datum
19.08.2019
Antwortdauer
27 Tage
Aktualisiert
26.07.2022
ThemenVerkehr & Infrastruktur
Offizielle Quellen und Volltext
Die verlinkten PDFs stammen direkt vom Dokumentenserver des Deutschen Bundestages.
BT19/1186923.07.2019
Entwicklung des Kombinierten Verkehrs in Deutschland
Kleine Anfrage
Volltext (unformatiert)
[Deutscher Bundestag Drucksache 19/11869
19. Wahlperiode 23.07.2019
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Jörg Cezanne, Dr. Gesine Lötzsch, Lorenz Gösta Beutin,
Heidrun Bluhm-Förster, Kerstin Kassner, Caren Lay, Sabine Leidig,
Ralph Lenkert, Michael Leutert, Amira Mohamed Ali, Victor Perli,
Ingrid Remmers, Dr. Kirsten Tackmann, Andreas Wagner, Hubertus Zdebel
und der Fraktion DIE LINKE.
Entwicklung des Kombinierten Verkehrs in Deutschland
Laut Klimaschutzplan der Bundesregierung muss der Verkehrssektor seinen
jährlichen CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 um 40 bis 42 Prozent gegenüber 1990
senken. Nach jüngsten Zahlen verbleibt der Verkehr im Jahr 2018 mit 163
Millionen Tonnen jedoch noch immer auf demselben Emissionsniveau wie 1990. Zum
Erreichen der verbindlichen Klimaziele müssen aus Sicht der Fragesteller vor
allem die Treibhausgasemissionen des Straßengüterverkehrs drastisch reduziert
werden, auf den mit ca. 100 Millionen Tonnen fast zwei Drittel der
verkehrsbedingten Emissionen entfallen.
Die nach der Verkehrsvermeidung effektivste Maßnahme, die Emissionen des
Straßengüterverkehrs erheblich zu reduzieren, besteht aus Sicht der Fragesteller
in der Verkehrsverlagerung auf die umweltschonenderen Verkehrsträger.
Dies kann unter anderem durch den verstärkten Einsatz intermodaler
Transportketten gelingen, bei dem der Großteil der Strecke auf den umweltschonenderen
Verkehrsträgern Schiene und Wasserstraßen (als Hauptlauf) zurückgelegt wird
und die kurzen Zu- und Nachlaufverkehre per Lkw erfolgen. Diesem sogenannten
Kombinierten Verkehr (KV) kommt auch nach Auffassung der Gutachterinnen
und Gutachter zur Verflechtungsprognose 2030, welche eine der Grundlagen der
Erstellung des Bundesverkehrswegeplanes 2030 darstellte, zukünftig eine
größere Bedeutung zu.
Demzufolge wird sich das Güterverkehrsaufkommen des KV bis 2030 um
79,3 Prozent auf 96,6 Millionen Tonnen erhöhen, wobei auch 2030 der Anteil des
KV am gesamten Güterverkehrsaufkommens mit 4 Prozent gering bleibt und der
Straßengüterverkehr mit 83,5 Prozent des Gesamtaufkommens weiterhin
dominiert (vgl. www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/verkehrs
verflechtungsprognose-2030-schlussbericht-los-3.html).
Nach Auffassung der Fragestellerinnen und Fragesteller müssen weitere
Anstrengungen unternommen werden, um den aus Perspektive des Klimaschutzes
notwendigen Ausbau des KV zu verstärken und damit den Anteil des KV am
Güterverkehr deutlich über das in dieser Prognose dargestellte Maß steigen zu lassen.
Um hierzu geeignete Maßnahmen identifizieren zu können, sollen im Rahmen
dieser Anfrage wesentliche Entwicklungen des KV erfragt werden.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung das jährliche
Güterverkehrsaufkommen des KV in Deutschland (in Millionen Tonnen) seit 2009
entwickelt (bitte für die einzelnen Jahre und nach Binnenverkehr, Empfang
aus dem Ausland, Versand in das Ausland und Durchgangsverkehr
differenziert angeben), und wie verteilte sich diese Tonnage jeweils auf die
Hauptlaufverkehrsträger Schiene und Binnenschiff?
2. Wie wird sich das jährliche Güterverkehrsaufkommen des KV in
Deutschland (in Millionen Tonnen) bis 2030 nach Kenntnis der Bundesregierung
entwickeln (bitte für die einzelnen Jahre nach Binnenverkehr, Empfang aus dem
Ausland, Versand in das Ausland und Durchgangsverkehr differenziert
angeben), und wie wird sich diese Tonnage jeweils auf die
Hauptlaufverkehrsträger Schiene und Binnenschiff verteilen?
3. Welchen Anteil am gesamten jährlichen Güterverkehrsaufkommen in
Deutschland hatte der KV nach Kenntnis der Bundesregierung demnach seit
2009, und wie wird sich dieser Anteil nach Kenntnis der Bundesregierung
bis 2030 entwickeln (bitte für die einzelnen Jahre getrennt und unter Angabe
des jeweiligen jährlichen Güteraufkommens aufführen)?
4. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung das jährliche
Güterverkehrsaufkommen in Deutschland seit 2009 auf die Verkehrsträger Straße,
Schiene und Wasserstraße verteilt (bitte jeweils das absolute
Verkehrsaufkommen in Millionen Tonnen sowie den Anteil am gesamten jährlichen
Güterverkehrsaufkommen in Prozent angeben), und wie wird sich die
Verteilung des Güterverkehrsaufkommens nach Kenntnis der Bundesregierung bis
2030 entwickeln (bitte entsprechend der ersten Teilfrage aufführen)?
5. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die jährliche
Güterverkehrsleistung des KV in Deutschland (in Milliarden Tonnenkilometern) seit
2009 entwickelt (bitte für die einzelnen Jahre und nach Binnenverkehr,
Empfang aus dem Ausland, Versand in das Ausland und Durchgangsverkehr
differenziert angeben), und wie verteilte sich diese Verkehrsleistung jeweils auf
die Hauptlaufverkehrsträger Schiene und Binnenschiff?
6. Wie wird sich die jährliche Güterverkehrsleistung des KV in Deutschland (in
Milliarden Tonnenkilometern) bis 2030 nach Kenntnis der Bundesregierung
entwickeln (bitte für die einzelnen Jahre nach Binnenverkehr, Empfang aus
dem Ausland, Versand in das Ausland und Durchgangsverkehr differenziert
angeben), und wie wird sich diese Verkehrsleistung jeweils auf die
Hauptlaufverkehrsträger Schiene und Binnenschiff verteilen?
7. Welchen Anteil an der gesamten jährlichen Güterverkehrsleistung in
Deutschland hatte der KV nach Kenntnis der Bundesregierung demnach seit
2009, und wie wird sich dieser Anteil nach Kenntnis der Bundesregierung
bis 2030 entwickeln (bitte für die einzelnen Jahre getrennt und unter Angabe
der jeweiligen jährlichen Güterverkehrsleistung aufführen)?
8. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die jährliche
Güterverkehrsleistung in Deutschland seit 2009 auf die Verkehrsträger Straße,
Schiene und Wasserstraße verteilt (bitte jeweils die absolute
Verkehrsleistung sowie den Anteil an der gesamten jährlichen Güterverkehrsleistung in
Prozent angeben), und wie wird sich diese Verteilung der
Güterverkehrsleistung nach Kenntnis der Bundesregierung bis 2030 entwickeln (bitte
entsprechend der ersten Teilfrage aufführen)?
9. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung in Deutschland der Anteil
des KV an der Güterverkehrsleistung der Binnenschifffahrt seit 2009
entwickelt (bitte für die einzelnen Jahre unter Angabe der Verkehrsleistung der
Binnenschifffahrt aufführen), und wie wird sich dieser Anteil nach Kenntnis
der Bundesregierung bis 2030 voraussichtlich entwickeln (bitte entsprechend
der ersten Teilfrage aufführen)?
10. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung in Deutschland der Anteil
des KV am Güterverkehrsaufkommen der Binnenschifffahrt seit 2009
entwickelt (bitte für die einzelnen Jahre unter Angabe des Verkehrsaufkommens
der Binnenschifffahrt aufführen), und wie wird sich dieser Anteil nach
Kenntnis der Bundesregierung bis 2030 voraussichtlich entwickeln (bitte
entsprechend der ersten Teilfrage aufführen)?
11. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung in Deutschland der Anteil
des KV an der Verkehrsleistung des Schienengüterverkehrs seit 2009
entwickelt (bitte für die einzelnen Jahre unter Angabe der Verkehrsleistung der
Binnenschifffahrt aufführen), und wie wird sich dieser Anteil nach Kenntnis
der Bundesregierung bis 2030 voraussichtlich entwickeln (bitte entsprechend
der ersten Teilfrage aufführen)?
12. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung in Deutschland der Anteil
des KV am Aufkommen des Schienengüterverkehrs seit 2009 entwickelt
(bitte für die einzelnen Jahre unter Angabe des Verkehrsaufkommens der
Binnenschifffahrt aufführen), und wie wird sich dieser Anteil nach Kenntnis
der Bundesregierung bis 2030 voraussichtlich entwickeln (bitte entsprechend
der ersten Teilfrage aufführen)?
13. Welchen Anteil des jährlichen Güterverkehrsaufkommens des KV hatte
nach Kenntnis der Bundesregierung seit 2009 der Seehafenhinterlandverkehr
(bitte für die einzelnen Jahre und nach den Hauptlaufverkehrsträgern Schiene
und Wasserstraße getrennt aufführen), und wie wird sich dieser Anteil nach
Kenntnis der Bundesregierung bis 2030 entwickeln (bitte entsprechend der
ersten Teilfrage aufführen)?
14. Welchen Anteil der jährlichen Güterverkehrsleistung des KV hatte nach
Kenntnis der Bundesregierung seit 2009 der Seehafenhinterlandverkehr
(bitte für die einzelnen Jahre und nach den Hauptlaufverkehrsträgern Schiene
und Wasserstraße getrennt aufführen), und wie wird sich dieser Anteil nach
Kenntnis der Bundesregierung bis 2030 entwickeln (bitte entsprechend der
ersten Teilfrage aufführen)?
15. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die jährliche Verteilung der
Tonnage des KV auf Container, Wechselbehälter und „Rollende Landstraße“
seit 2009 entwickelt (bitte für die einzelnen Jahre und nach den
Hauptlaufverkehrsträgern Schiene und Wasserstraße getrennt aufführen), und wie wird
sich diese Verteilung nach Kenntnis der Bundesregierung bis 2030
entwickeln (bitte entsprechend der ersten Teilfrage aufführen)?
16. Wie bewertet die Bundesregierung die Datenlage und Datenaufbereitung zu
zentralen Kennziffern des KV vor allem im Hinblick auf die datenbasierte
Evaluierung von Förder- und Klimaschutzprogrammen, und mit welchen
Maßnahmen will sie ggf. zu einer Verbesserung der Datenlage und
Datenaufbereitung im KV beitragen?
17. Wie haben sich die jährlichen direkten CO2-Emissionen des Güterverkehrs
in Deutschland nach Kenntnis der Bundesregierung seit 2009 entwickelt
(bitte gemäß Kyoto-Monitoring angeben und für die Verkehrsträger Straße,
Schiene und Wasserstraße sowie den Luftverkehr getrennt aufführen), und
wie werden sich diese Emissionen nach Kenntnis der Bundesregierung bis
2030 entwickeln (bitte entsprechend der ersten Teilfrage aufführen)?
18. Wie haben sich die jährlichen direkten CO2-Emissionen des
Personenverkehrs in Deutschland nach Kenntnis der Bundesregierung seit 2009
entwickelt (bitte gemäß Kyoto-Monitoring angeben und für die Verkehrsträger
Straße, Schiene und Wasserstraße sowie den Luftverkehr getrennt
aufführen), und wie werden sich diese Emissionen nach Kenntnis der
Bundesregierung bis 2030 entwickeln (bitte entsprechend der ersten Teilfrage
aufführen)?
19. Wie haben sich die jährlichen direkten CO2-Emissionen des gesamten
Verkehrs in Deutschland nach Kenntnis der Bundesregierung seit 2009
entwickelt (bitte gemäß Kyoto-Monitoring angeben und für die Verkehrsträger
Straße, Schiene und Wasserstraße sowie den Luftverkehr getrennt
aufführen), und wie werden sich diese Emissionen nach Kenntnis der
Bundesregierung bis 2030 entwickeln (bitte entsprechend der ersten Teilfrage
aufführen)?
20. Wie viel CO2-Emissionen hat der Verkehrssektor im Jahr 1990, welches das
Basisjahr für die CO2-Reduktionsziele darstellt, gemäß Kyoto-Monitoring in
Deutschland nach Kenntnis der Bundesregierung verursacht, und wie viel
CO2 darf vom (deutschen) Verkehrssektor im Jahr 2030 höchstens emittiert
werden, um die Klimaziele nicht zu verfehlen?
21. Wie hat sich die Anzahl der KV-Terminals in Deutschland seit 2009 nach
Kenntnis der Bundesregierung entwickelt (bitte für die einzelnen Jahre
angeben und nach Terminalarten Straße-Schiene, Straße-Wasserstraße und
Trimodalen Terminals getrennt aufführen), und wie wird sich deren Anzahl
nach Kenntnis der Bundesregierung bis 2030 entwickeln (bitte entsprechend
der ersten Teilfrage aufführen)?
22. Wie hat sich die gesamte Umschlagskapazität der KV-Terminals in
Deutschland seit 2009 nach Kenntnis der Bundesregierung entwickelt (bitte für die
einzelnen Jahre angeben und nach Terminalarten Straße-Schiene, Straße-
Wasserstraße und Trimodalen Terminals getrennt aufführen), und wie wird
sich die Kapazität nach Kenntnis der Bundesregierung bis 2030 entwickeln
(bitte entsprechend der ersten Teilfrage aufführen)?
23. In welcher Höhe sind seit 2009 jährlich Haushaltsmittel für Zuschüsse an
private Unternehmen für Investitionen in den Kombinierten Verkehr auf
Basis der jeweiligen Förderrichtlinien des Bundes verausgabt worden (bitte für
die einzelnen Haushaltsjahre getrennt angeben), und zu wie viel Prozent
wurde der entsprechende Haushaltstitel durch diese Zuschüsse jeweils
ausgeschöpft (bitte unter Angabe der Haushaltsansätze der jeweiligen
Haushaltsjahre seit 2009 angeben)?
In welcher Höhe wurden jährlich durch Deckungsfähigkeiten andere
Ausgaben aus diesem Haushaltstitel getätigt (bitte für die einzelnen Haushaltsjahre
getrennt und unter konkreter Angabe dieser Ausgaben aufführen)?
24. Welche konkreten Investitionen in Anlagen des Kombiniertes Verkehrs
wurden seit 2009 auf Basis der KV-Förderrichtlinie(n) des Bundes bezuschusst,
und in welchem Maße hat sich die Umschlagskapazität der jeweils
geförderten KV-Anlagen dabei erhöht (bitte in absoluten Zahlen sowie in Prozent
angeben und die gesamte jährlich vom Bund geförderte Kapazitätserhöhung
angeben)?
25. Welchen Beitrag kann der KV nach Auffassung der Bundesregierung zum
Erreichen der Klimaziele im Verkehrssektor leisten (bitte begründen), und
mit welchen Maßnahmen wird die Bundesregierung über die bisher
existierenden Förderprogramme den Ausbau des KV unterstützen?
Berlin, den 15. Juli 2019
Dr. Sahra Wagenknecht, Dr. Dietmar Bartsch und Fraktion
Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken, www.satzweiss.com
Druck: Printsystem GmbH, Schafwäsche 1-3, 71296 Heimsheim, www.printsystem.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]
BT19/1249019.08.2019
auf die Kleine Anfrage - Drucksache 19/11869 - Entwicklung des Kombinierten Verkehrs in Deutschland
AntwortAntwort
Volltext (unformatiert)
[D eutscher Bundestag Drucksache 19/12490
19. Wahlperiode 19.08.2019
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Jörg Cezanne, Dr. Gesine Lötzsch,
Lorenz Gösta Beutin, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 19/11869 –
Entwicklung des Kombinierten Verkehrs in Deutschland
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Laut Klimaschutzplan der Bundesregierung muss der Verkehrssektor seinen
jährlichen CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 um 40 bis 42 Prozent gegenüber
1990 senken. Nach jüngsten Zahlen verbleibt der Verkehr im Jahr 2018 mit
163 Millionen Tonnen jedoch noch immer auf demselben Emissionsniveau wie
1990. Zum Erreichen der verbindlichen Klimaziele müssen aus Sicht der
Fragesteller vor allem die Treibhausgasemissionen des Straßengüterverkehrs
drastisch reduziert werden, auf den mit ca. 100 Millionen Tonnen fast zwei Drittel
der verkehrsbedingten Emissionen entfallen.
Die nach der Verkehrsvermeidung effektivste Maßnahme, die Emissionen des
Straßengüterverkehrs erheblich zu reduzieren, besteht aus Sicht der Fragesteller
in der Verkehrsverlagerung auf die umweltschonenderen Verkehrsträger.
Dies kann unter anderem durch den verstärkten Einsatz intermodaler
Transportketten gelingen, bei dem der Großteil der Strecke auf den umweltschonenderen
Verkehrsträgern Schiene und Wasserstraßen (als Hauptlauf) zurückgelegt wird
und die kurzen Zu- und Nachlaufverkehre per Lkw erfolgen. Diesem
sogenannten Kombinierten Verkehr (KV) kommt auch nach Auffassung der
Gutachterinnen und Gutachter zur Verflechtungsprognose 2030, welche eine der
Grundlagen der Erstellung des Bundesverkehrswegeplanes 2030 darstellte, zukünftig
eine größere Bedeutung zu.
Demzufolge wird sich das Güterverkehrsaufkommen des KV bis 2030 um
79,3 Prozent auf 96,6 Millionen Tonnen erhöhen, wobei auch 2030 der Anteil
des KV am gesamten Güterverkehrsaufkommens mit 4 Prozent gering bleibt
und der Straßengüterverkehr mit 83,5 Prozent des Gesamtaufkommens
weiterhin dominiert (vgl. www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/
verkehrsverflechtungsprognose-2030-schlussbericht-los-3.html).
Nach Auffassung der Fragestellerinnen und Fragesteller müssen weitere
Anstrengungen unternommen werden, um den aus Perspektive des Klimaschutzes
notwendigen Ausbau des KV zu verstärken und damit den Anteil des KV am
Güterverkehr deutlich über das in dieser Prognose dargestellte Maß steigen zu
lassen.
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Verkehr und digitale
Infrastruktur vom 15. August 2019 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Um hierzu geeignete Maßnahmen identifizieren zu können, sollen im Rahmen
dieser Anfrage wesentliche Entwicklungen des KV erfragt werden.
V o r b e me r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Hinweise zur Statistik des Kombinierten Verkehrs (KV): Die amtliche Statistik
stellt Angaben für die einzelnen Verkehrsträger in modaler Abgrenzung bereit.
Daher liegen über die gesamte intermodale Transportkette derzeit weder amtliche
Statistiken noch andere Quellen vor, so dass der KV nicht direkt ermittelt werden
kann. Allerdings kann der Transport von Ladungsträgern auf der Schiene und in
der Binnenschifffahrt weitestgehend mit dem KV dieser Verkehrsträger
gleichgesetzt werden, da z. B. Container in Häfen oder Bahnhöfen auf- und abgeladen
werden und der Vor- und Nachlauf mit anderen Verkehrsträgern erfolgen muss.
Daher wird für die Darstellung des KV der Transport von Ladungsträgern (zum
Beispiel Container, Wechselbehälter, Lkw-Sattelauflieger) im Hauptlauf der
Verkehrsträger Eisenbahn und Binnenschiff herangezogen.
Hinweise zur Verkehrsverflechtungsprognose 2030 des Bundesministeriums für
Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI): In der
Verkehrsverflechtungsprognose 2030 wird der KV bei der Berechnung nach Hauptverkehrsrelationen dem
Verkehrsaufkommen bzw. der Verkehrsleistung der jeweiligen Verkehrsträger
des Hauptlaufes zugerechnet. Es erfolgt somit für den KV keine Differenzierung
nach Hauptverkehrsrelationen. Ferner handelt es sich bei der
Verkehrsverflechtungsprognose des Bundes um eine Punktprognose für das Jahr 2030, so dass
keine einzelnen Jahreswerte prognostiziert bzw. ausgewiesen werden.
1. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung das jährliche
Güterverkehrsaufkommen des KV in Deutschland (in Millionen Tonnen) seit 2009
entwickelt (bitte für die einzelnen Jahre und nach Binnenverkehr, Empfang
aus dem Ausland, Versand in das Ausland und Durchgangsverkehr
differenziert angeben), und wie verteilte sich diese Tonnage jeweils auf die
Hauptlaufverkehrsträger Schiene und Binnenschiff?
Die Entwicklung des Güterverkehrsaufkommens im KV (Schiene und
Binnenschifffahrt) nach Hauptverkehrsrelationen ist den Tabellen 1.1 bis 1.3 zu
entnehmen.
1.1 Schienengüterverkehr und Binnenschifffahrt insgesamt: Transport in
Containern, Wechselbehältern und Straßenfahrzeugen in Millionen Tonnen
davon
inner- grenzüber- grenzüber-
Jahr insgesamt
Durchgangsdeutscher schreitender schreitender
verkehr
Verkehr Versand Empfang
2009 80,9 27,2 25,7 17,4 10,7
2010 93,5 30,2 30,0 21,2 12,1
2011 98,2 34,5 29,9 23,5 10,3
2012 98,7 34,2 29,7 23,0 11,9
2013 106,0 35,0 30,9 25,6 14,5
2014 107,2 34,1 32,7 25,3 15,2
2015 111,1 35,1 33,6 26,1 16,3
2016 114,4 34,9 34,8 27,1 17,7
2017 111,4 33,1 34,5 27,0 16,9
2018 114,7 39,5 35,0 28,0 12,2
1.2 Schienengüterverkehr: Transport in Containern, Wechselbehältern und
Straßenfahrzeugen in Millionen Tonnen
davon
Jahr insgesamt inner- grenzüber- grenzüber-
Durchgangsdeutscher schreitender schreitender
verkehr
Verkehr Versand Empfang
2009 62,6 25,4 16,3 12,4 8,5
2010 71,7 28,2 18,8 15,3 9,4
2011 76,5 32,3 19,7 16,5 8,0
2012 77,9 32,0 19,4 17,0 9,4
2013 85,0 33,1 20,4 19,4 12,1
2014 85,0 31,9 21,5 19,0 12,7
2015 89,4 33,0 22,5 19,7 14,2
2016 91,8 32,5 23,7 20,4 15,2
2017 87,8 30,8 22,7 20,0 14,3
2018 93,5 37,0 24,8 21,4 10,3
1.3 Binnenschifffahrt: Transport in Containern in Millionen Tonnen
davon
Jahr insgesamt inner- grenzüber- grenzüber-
Durchgangsdeutscher schreitender schreitender
verkehr
Verkehr Versand Empfang
2009 18,3 1,9 9,4 4,9 2,2
2010 21,8 2,0 11,2 5,9 2,7
2011 21,7 2,2 10,2 7,0 2,3
2012 20,8 2,2 10,2 5,9 2,5
2013 21,1 1,9 10,5 6,2 2,5
2014 22,2 2,2 11,2 6,2 2,6
2015 21,7 2,2 11,0 6,4 2,1
2016 22,7 2,4 11,1 6,7 2,5
2017 23,6 2,3 11,7 7,0 2,6
2018 21,2 2,5 10,2 6,5 1,9
Statistisches Bundesamt
Methodische Hinweise und Anmerkungen finden sich in den Vorbemerkungen
2. Wie wird sich das jährliche Güterverkehrsaufkommen des KV in
Deutschland (in Millionen Tonnen) bis 2030 nach Kenntnis der Bundesregierung
entwickeln (bitte für die einzelnen Jahre nach Binnenverkehr, Empfang aus
dem Ausland, Versand in das Ausland und Durchgangsverkehr differenziert
angeben), und wie wird sich diese Tonnage jeweils auf die
Hauptlaufverkehrsträger Schiene und Binnenschiff verteilen?
Gemäß Verkehrsverflechtungsprognose 2030 wird für das Jahr 2030 mit einem
Güterverkehrsaufkommen des KV in Deutschland in Höhe von 173,7 Millionen
Tonnen gerechnet, das sich mit 136,1 Millionen Tonnen auf die Schiene und mit
37,6 Millionen Tonnen auf das Binnenschiff verteilen wird. In der
Verflechtungsprognose 2030 wird der KV dem Verkehrsaufkommen bzw. der Verkehrsleistung
der jeweiligen Verkehrsträger des Hauptlaufes zugerechnet: es erfolgt somit keine
Differenzierung nach Hauptverkehrsrelationen. Ferner handelt es sich bei der
Verkehrsverflechtungsprognose des Bundes um eine Punktprognose für das Jahr
2030, so dass keine einzelnen Jahreswerte prognostiziert wurden bzw.
ausgewiesen werden.
Im Übrigen wird auf den Schlussbericht der Verkehrsverflechtungsprognose
2030 verwiesen, der auf der Internetseite des BMVI veröffentlicht wurde (vgl.:
www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/verkehrs
verflechtungsprognose-2030-schlussbericht-los-3.pdf?__blob=publicationFile).
3. Welchen Anteil am gesamten jährlichen Güterverkehrsaufkommen in
Deutschland hatte der KV nach Kenntnis der Bundesregierung demnach seit
2009, und wie wird sich dieser Anteil nach Kenntnis der Bundesregierung
bis 2030 entwickeln (bitte für die einzelnen Jahre getrennt und unter Angabe
des jeweiligen jährlichen Güteraufkommens aufführen)?
Die Entwicklung des Güterverkehrsaufkommens im KV im Vergleich zum
Gesamtverkehrsaufkommen ist Tabelle 2 zu entnehmen.
Tabelle 2: Güterverkehrsaufkommen im Kombinierten Verkehr
(Schienengüterverkehr und Binnenschifffahrt) im Vergleich zum
Gesamtverkehrsaufkommen
Verkehrsaufkommen darunter Kombinierter Verkehr
Jahr insgesamt
Mio. t %
2009 3629,6 80,9 2,2
2010 3710,5 93,5 2,5
2011 3960,2 98,2 2,5
2012 3876,0 98,7 2,5
2013 3962,7 106,0 2,7
2014 4083,0 107,2 2,6
2015 4083,6 111,1 2,7
2016 4186,6 114,4 2,7
2017 4253,2 111,4 2,6
2030 4358,4 173,7 4,0
Jahre 2009 bis 2017: Statistisches Bundesamt,
Kraftfahrt-Bundesamt
Jahr 2030: Verkehrsverflechtungsprognose 2030 des BMVI
Methodische Hinweise und Anmerkungen finden sich in den Vorbemerkungen.
4. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung das jährliche
Güterverkehrsaufkommen in Deutschland seit 2009 auf die Verkehrsträger Straße,
Schiene und Wasserstraße verteilt (bitte jeweils das absolute
Verkehrsaufkommen in Millionen Tonnen sowie den Anteil am gesamten jährlichen
Güterverkehrsaufkommen in Prozent angeben), und wie wird sich die
Verteilung des Güterverkehrsaufkommens nach Kenntnis der Bundesregierung bis
2030 entwickeln (bitte entsprechend der ersten Teilfrage aufführen)?
Die Entwicklung des Güterverkehrsaufkommens der Verkehrsträger Straße,
Schiene und Binnenschiff sowie deren Anteile am Gesamtverkehrsaufkommen
sind Tabelle 3 zu entnehmen.
Tabelle 3: Güterverkehrsaufkommen unterteilt nach Verkehrsträgern sowie deren Anteil am
Modal Split des Gesamtverkehrsaufkommens
Schiene Binnenschiff Straße
Jahr insgesamt Modal Split* insgesamt Modal Split* insgesamt Modal Split*
Mio. t % Mio. t % Mio. t %
2009 312,1 8,4 203,9 5,5 3113,6 83,7
2010 355,7 9,4 229,6 6,0 3125,2 82,3
2011 374,7 9,3 222,0 5,5 3363,5 83,1
2012 366,1 9,2 223,2 5,6 3286,7 82,9
2013 373,7 9,2 226,9 5,6 3362,1 83,0
2014 378,0 9,0 228,5 5,5 3489,5 83,4
2015 390,0 9,3 221,4 5,3 3494,9 83,3
2016 399,0 9,2 221,3 5,1 3601,8 83,5
2017 401,0 9,1 222,7 5,1 3682,5 83,7
2030 443,7 10,2 275,6 6,3 3639,1 83,5
Jahre 2009 bis 2017: Verkehr in Zahlen 2018/2019
Jahre 2014 bis 2017 revidierte Werte im Schienengüterverkehr
Jahr 2030: Verkehrsverflechtungsprognose 2030 des BMVI
* Modal Split-Anteile in den Jahren 2009 bis 2017 bezogen auf das Gesamtverkehrsaufkommen
einschließlich der nicht dargestellten Rohrfernleitungen, 2030 ohne Rohrfernleitungen
Weitere Methodische Hinweise/Anmerkungen finden sich in den Vorbemerkungen.
5. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die jährliche
Güterverkehrsleistung des KV in Deutschland (in Milliarden Tonnenkilometern) seit
2009 entwickelt (bitte für die einzelnen Jahre und nach Binnenverkehr,
Empfang aus dem Ausland, Versand in das Ausland und Durchgangsverkehr
differenziert angeben), und wie verteilte sich diese Verkehrsleistung jeweils auf
die Hauptlaufverkehrsträger Schiene und Binnenschiff?
Die Entwicklung der Güterverkehrsleistung im KV (Schiene und
Binnenschifffahrt) nach Hauptverkehrsrelationen ist den Tabellen 4.1 bis 4.3 zu entnehmen.
Tabelle 4.1: Güterverkehrsleistung (in Mrd. Tonnenkilometern) der im Kombinierten
Verkehr (Schienengüterverkehr und Binnenschifffahrt) berförderten Ladeeinheiten
nach Hauptverkehrsrelationen
davon
Jahr insgesamt inner- grenzüber- grenzüber-
Durchgangsdeutscher schreitender schreitender
verkehr
Verkehr Versand Empfang
2009 37,3 12,5 10,4 7,7 6,7
2010 43,9 14,4 12,3 9,5 7,7
2011 45,3 16,3 12,3 9,8 6,8
2012 45,4 15,9 12,1 9,8 7,6
2013 48,5 16,5 12,2 10,5 9,3
2014 49,5 16,0 12,8 11,0 9,8
2015 51,6 17,2 13,4 10,8 10,3
2016 53,1 16,8 13,9 11,2 11,1
2017 51,5 16,5 13,6 11,0 10,4
2018 53,3 19,5 14,5 11,8 7,4
Tabelle 4.2: Güterverkehrsleistung (in Mrd. Tonnenkilometern) der im Kombinierten
Verkehr (Schienengüterverkehr) berförderten Ladeeinheiten nach
Hauptverkehrsrelationen
davon
Jahr insgesamt inner- grenzüber- grenzüber-
Durchgangsdeutscher schreitender schreitender
verkehr
Verkehr Versand Empfang
2009 32,2 12,2 8,0 6,5 5,5
2010 37,8 14,0 9,5 8,1 6,2
2011 39,8 15,9 9,9 8,5 5,5
2012 39,8 15,6 9,5 8,5 6,2
2013 42,4 16,2 9,4 9,1 7,7
2014 43,1 15,7 9,8 9,5 8,1
2015 45,5 16,9 10,5 9,3 8,9
2016 46,8 16,4 11,1 9,8 9,5
2017 44,8 16,1 10,5 9,5 8,7
2018 47,6 19,1 11,8 10,4 6,2
Tabelle 4.3: Güterverkehrsleistung (in Mrd. Tonnenkilometern) der im Kombinierten
Verkehr (Binnenschifffahrt) berförderten Container nach Hauptverkehrsrelationen
davon
Jahr insgesamt inner- grenzüber- grenzüber-
Durchgangsdeutscher schreitender schreitender
verkehr
Verkehr Versand Empfang
2009 5,1 0,3 2,3 1,2 1,2
2010 6,1 0,4 2,7 1,5 1,5
2011 5,5 0,4 2,4 1,4 1,3
2012 5,7 0,3 2,6 1,3 1,4
2013 6,1 0,3 2,8 1,4 1,6
2014 6,4 0,3 3,0 1,5 1,7
2015 6,1 0,4 2,9 1,5 1,4
2016 6,4 0,4 2,9 1,5 1,6
2017 6,7 0,4 3,1 1,6 1,7
2018 5,7 0,4 2,7 1,4 1,2
Statistisches Bundesamt
Weitere methodische Hinweise/Anmerkungen finden sich in den Vorbemerkungen.
6. Wie wird sich die jährliche Güterverkehrsleistung des KV in Deutschland
(in Milliarden Tonnenkilometern) bis 2030 nach Kenntnis der
Bundesregierung entwickeln (bitte für die einzelnen Jahre nach Binnenverkehr, Empfang
aus dem Ausland, Versand in das Ausland und Durchgangsverkehr
differenziert angeben), und wie wird sich diese Verkehrsleistung jeweils auf die
Hauptlaufverkehrsträger Schiene und Binnenschiff verteilen?
Gemäß Verkehrsverflechtungsprognose 2030 wird für das Jahr 2030 mit einer
Güterverkehrs-leistung des KV in Deutschland in Höhe von 76,2 Mrd. tkm
gerechnet, die sich mit 66,2 Mrd. tkm auf die Schiene und mit 10,0 Mrd. tkm auf
das Binnenschiff verteilen wird. In der Verkehrsverflechtungsprognose 2030
wird der KV dem Verkehrsaufkommen bzw. der Verkehrs-leistung der jeweiligen
Verkehrsträger des Hauptlaufes zugerechnet, es erfolgt somit keine
Differenzierung nach Hauptverkehrsrelationen. Ferner handelt es sich bei der
Verkehrsverflechtungsprognose des Bundes um eine Punktprognose für das Jahr 2030, so dass
keine einzelnen Jahreswerte prognostiziert wurden bzw. ausgewiesen werden.
Im Übrigen wird auf den Schlussbericht der Verkehrsverflechtungsprognose
2030 verwiesen, der auf der Internetseite des BMVI veröffentlicht wurde (vgl.:
www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/verkehrs
verflechtungsprognose-2030-schlussbericht-los-3.pdf?__blob=publicationFile).
7. Welchen Anteil an der gesamten jährlichen Güterverkehrsleistung in
Deutschland hatte der KV nach Kenntnis der Bundesregierung demnach seit
2009, und wie wird sich dieser Anteil nach Kenntnis der Bundesregierung
bis 2030 entwickeln (bitte für die einzelnen Jahre getrennt und unter Angabe
der jeweiligen jährlichen Güterverkehrsleistung aufführen)?
Die Entwicklung der Güterverkehrsleistung des KV im Vergleich zur
Gesamtverkehrsleistung ist Tabelle 5 zu entnehmen.
Tabelle 5: Güterverkehrsleistung im Kombinierten Verkehr (Schienengüterverkehr und
Binnenschifffahrt) im Vergleich zur Gesamtverkehrsleistung
Verkehrsleistung darunter Kombinierter Verkehr
Jahr insgesamt
Mrd. tkm %
2009 566,9 37,3 6,6
2010 610,2 43,9 7,2
2011 610,9 45,3 7,4
2012 600,6 45,4 7,6
2013 615,4 48,5 7,9
2014 623,6 49,5 7,9
2015 637,5 51,6 8,1
2016 649,9 53,1 8,2
2017 658,4 51,5 7,8
2030 837,6 76,2 9,1
Jahre 2009 bis 2017: Statistisches Bundesamt
Kraftfahrt-Bundesamt
Jahr 2030: Verkehrsverflechtungsprognose 2030 des BMVI
Weitere Methodische Hinweise/Anmerkungen finden sich in den Vorbemerkungen.
8. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die jährliche
Güterverkehrsleistung in Deutschland seit 2009 auf die Verkehrsträger Straße,
Schiene und Wasserstraße verteilt (bitte jeweils die absolute
Verkehrsleistung sowie den Anteil an der gesamten jährlichen Güterverkehrsleistung in
Prozent angeben), und wie wird sich diese Verteilung der
Güterverkehrsleistung nach Kenntnis der Bundesregierung bis 2030 entwickeln (bitte
entsprechend der ersten Teilfrage aufführen)?
Die Entwicklung der Güterverkehrsleistung der Verkehrsträger Straße, Schiene
und Binnenschiff sowie deren Anteile an der Gesamtverkehrsleistung sind
Tabelle 6 zu entnehmen.
Tabelle 6: Güterverkehrsleistung unterteilt nach Verkehrsträgern sowie deren Anteil am Modal
Split der Gesamtverkehrsleistung
Schiene Binnenschiff Straße
Jahr insgesamt Modal Split* insgesamt Modal Split* insgesamt Modal Split*
Mrd. tkm % Mrd. tkm % Mrd. tkm %
2009 95,8 16,4 55,5 9,5 415,6 71,3
2010 107,3 17,1 62,3 9,9 440,6 70,3
2011 113,3 18,1 55,0 8,8 442,6 70,6
2012 110,1 17,8 58,5 9,5 432,0 70,0
2013 112,6 17,8 60,1 9,5 442,7 69,9
2014 115,0 17,9 59,1 9,2 451,9 70,2
2015 121,0 18,3 55,3 8,4 465,6 70,6
2016 128,3 18,8 54,3 8,0 479,4 70,4
2017 129,9 18,7 55,5 8,0 491,0 70,7
2030 153,7 18,4 76,5 9,1 607,4 72,5
Jahre 2009 bis 2017: Verkehr in Zahlen 2018/2019
Jahre 2014 bis 2017 revidierte Werte im Schienengüterverkehr
Jahr 2030: Verkehrsverflechtungsprognose 2030 des BMVI
* Modal Split-Anteile in den Jahren 2009 bis 2017 bezogen auf die Gesamtverkehrsleistung
einschließlich der nicht dargestellten Rohrfernleitungen, 2030 ohne Rohrfernleitungen
Weitere Methodische Hinweise/Anmerkungen finden sich in den Vorbemerkungen.
9. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung in Deutschland der Anteil
des KV an der Güterverkehrsleistung der Binnenschifffahrt seit 2009
entwickelt (bitte für die einzelnen Jahre unter Angabe der Verkehrsleistung der
Binnenschifffahrt aufführen), und wie wird sich dieser Anteil nach Kenntnis
der Bundesregierung bis 2030 voraussichtlich entwickeln (bitte
entsprechend der ersten Teilfrage aufführen)?
Die Entwicklung des KV und dessen Anteil an der Güterverkehrsleistung der
Binnenschifffahrt ist Tabelle 7 zu entnehmen.
Tabelle 7: Güterverkehrsleistung der Binnenschifffahrt und Anteil des Kombinierten
Verkehrs
Verkehrsleistung darunter: Kombinierter Verkehr
Jahr insgesamt
Mrd. tkm %
2009 55,5 5,1 9,2
2010 62,3 6,1 9,8
2011 55,0 5,5 9,9
2012 58,5 5,7 9,7
2013 60,1 6,1 10,1
2014 59,1 6,4 10,9
2015 55,3 6,1 11,0
2016 54,3 6,4 11,7
2017 55,5 6,7 12,1
2018 46,9 5,7 12,1
Statistisches Bundesamt
Weitere Methodische Hinweise/Anmerkungen finden sich in den Vorbemerkungen.
10. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung in Deutschland der Anteil
des KV am Güterverkehrsaufkommen der Binnenschifffahrt seit 2009
entwickelt (bitte für die einzelnen Jahre unter Angabe des
Verkehrsaufkommens der Binnenschifffahrt aufführen), und wie wird sich dieser Anteil nach
Kenntnis der Bundesregierung bis 2030 voraussichtlich entwickeln (bitte
entsprechend der ersten Teilfrage aufführen)?
Die Entwicklung des KV und dessen Anteil am Güterverkehrsaufkommen der
Binnenschifffahrt ist Tabelle 8 zu entnehmen.
Tabelle 8: Güterverkehrsaufkommen der Binnenschifffahrt und Anteil des
Kombinierten Verkehrs
Verkehrsaufkommen darunter: Kombinierter Verkehr
Jahr insgesamt
Mio. t %
2009 203,9 18,3 9,0
2010 229,6 21,8 9,5
2011 222,0 21,7 9,8
2012 223,2 20,8 9,3
2013 226,9 21,1 9,3
2014 228,5 22,2 9,7
2015 221,4 21,7 9,8
2016 221,3 22,7 10,2
2017 222,7 23,6 10,6
2018 197,9 21,2 10,7
Statistisches Bundesamt
Weitere Methodische Hinweise/Anmerkungen finden sich in den Vorbemerkungen.
11. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung in Deutschland der Anteil
des KV an der Verkehrsleistung des Schienengüterverkehrs seit 2009
entwickelt (bitte für die einzelnen Jahre unter Angabe der Verkehrsleistung der
Binnenschifffahrt aufführen), und wie wird sich dieser Anteil nach Kenntnis
der Bundesregierung bis 2030 voraussichtlich entwickeln (bitte
entsprechend der ersten Teilfrage aufführen)?
Die Entwicklung des KV und dessen Anteil an der Güterverkehrsleistung des
Schienenverkehrs ist Tabelle 9 zu entnehmen.
Tabelle 9: Güterverkehrsleistung des Schienenverkehrs und Anteil des
Kombinierten Verkehrs
Verkehrsleistung darunter: Kombinierter Verkehr
Jahr insgesamt
Mrd. tkm %
2009 95,8 32,2 33,6
2010 107,3 37,8 35,2
2011 113,3 39,8 35,1
2012 110,1 39,8 36,1
2013 112,6 42,4 37,7
2014 112,6 43,1 38,3
2015 116,6 45,5 39,0
2016 116,2 46,8 40,2
2017 111,9 44,8 40,0
2018 117,1 47,6 40,6
Statistisches Bundesamt
Weitere Methodische Hinweise/Anmerkungen finden sich in den Vorbemerkungen.
12. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung in Deutschland der Anteil
des KV am Aufkommen des Schienengüterverkehrs seit 2009 entwickelt
(bitte für die einzelnen Jahre unter Angabe des Verkehrsaufkommens der
Binnenschifffahrt aufführen), und wie wird sich dieser Anteil nach Kenntnis
der Bundesregierung bis 2030 voraussichtlich entwickeln (bitte
entsprechend der ersten Teilfrage aufführen)?
Die Entwicklung des KV sowie dessen Anteil am Güterverkehrsaufkommen des
Schienenverkehrs ist Tabelle 10 zu entnehmen.
Tabelle 10: Güterverkehrsaufkommen des Schienenverkehrs und Anteil des
Kombinierten Verkehrs
Verkehrsaufkommen darunter: Kombinierter Verkehr
Jahr insgesamt
Mio. t %
2009 312,1 62,6 20,1
2010 355,7 71,7 20,2
2011 374,7 76,5 20,4
2012 366,1 77,9 21,3
2013 373,7 85,0 22,7
2014 365,0 85,0 23,3
2015 367,3 89,4 24,3
2016 363,5 91,8 25,2
2017 348,0 87,8 25,2
2018 356,4 93,5 26,2
Statistisches Bundesamt
Weitere Methodische Hinweise/Anmerkungen finden sich in den Vorbemerkungen.
13. Welchen Anteil des jährlichen Güterverkehrsaufkommens des KV hatte nach
Kenntnis der Bundesregierung seit 2009 der Seehafenhinterlandverkehr
(bitte für die einzelnen Jahre und nach den Hauptlaufverkehrsträgern Schiene
und Wasserstraße getrennt aufführen), und wie wird sich dieser Anteil nach
Kenntnis der Bundesregierung bis 2030 entwickeln (bitte entsprechend der
ersten Teilfrage aufführen)?
Die Entwicklung des Güterverkehrsaufkommens der im Schienengüterverkehr
und in der Binnenschifffahrt im Seehafenhinterlandverkehr beförderten
Ladungsträger sowie dessen Anteil am KV ist den Tabellen 11.1 und 11.2 zu entnehmen.
Tabelle 11.1 Güterverkehrsaufkommen im Schienengüterverkehr beförderter
Ladungsträger und der hiervon von/zu Regionen mit Seehafen beförderte Anteil
Jahr insgesamt darunter: Regionen mit Seehafen
1
Mio. t %
2009 61,9 35,8 57,9
2010 70,8 41,2 58,2
2011 75,5 42,4 56,1
2012 77,2 44,4 57,4
2013 84,5 45,0 53,3
2014 85,0 45,5 53,6
2015 89,4 47,2 52,9
2016 91,8 46,9 51,1
2017 87,8 44,5 50,7
2018 93,5 47,9 51,2
1) Für inländische Häfen jeweils NUTS-3-Regionen;
für das Ausland (ARA-Häfen) NUTS-2-Regionen.
Statistisches Bundesamt
Weitere Methodische Hinweise/Anmerkungen finden sich in den Vorbemerkungen.
Tabelle 11.2 Güterverkehrsaufkommen in der Binnenschifffahrt beförderter
Container und der hiervon im Hinterlandverkehr ausgewählter Seehäfen beförderte
Anteil
Jahr insgesamt darunter: ausgewählte Seehäfen
2
Mio. t %
2009 18,3 16,8 91,8
2010 21,8 19,8 90,8
2011 21,7 20,0 92,3
2012 20,8 19,9 95,7
2013 21,1 20,4 96,6
2014 22,2 21,4 96,3
2015 21,7 20,9 96,1
2016 22,7 21,9 96,7
2017 23,6 22,9 97,0
2018 21,2 20,5 96,8
2) Berücksichtigt wurden folgende Häfen:
Amsterdam, Antwerpen, Bremen/Bremerhaven, Cuxhaven, Emden, Hamburg,
Lübeck, Rostock, Rotterdam, Wilhelmshaven
Statistisches Bundesamt
Weitere Methodische Hinweise/Anmerkungen finden sich in den Vorbemerkungen.
14. Welchen Anteil der jährlichen Güterverkehrsleistung des KV hatte nach
Kenntnis der Bundesregierung seit 2009 der Seehafenhinterlandverkehr
(bitte für die einzelnen Jahre und nach den Hauptlaufverkehrsträgern
Schiene und Wasserstraße getrennt aufführen), und wie wird sich dieser
Anteil nach Kenntnis der Bundesregierung bis 2030 entwickeln (bitte
entsprechend der ersten Teilfrage aufführen)?
Die Entwicklung der Güterverkehrsleistung der im Schienengüterverkehr und in
der Binnenschifffahrt im Seehafenhinterlandverkehr beförderten Ladungsträger
sowie deren Anteil am KV ist den Tabellen 12.1 und 12.2 zu entnehmen.
Tabelle 12.1 Güterverkehrsleistung im Schienengüterverkehr beförderter
Ladungsträger und der hiervon von/zu Regionen mit Seehafen beförderte Anteil
Jahr insgesamt darunter: Regionen mit Seehafen
1
Mrd. tkm %
2009 32,1 20,0 62,4
2010 37,6 23,5 62,5
2011 39,6 24,1 61,0
2012 39,6 24,9 62,9
2013 42,3 24,7 58,3
2014 43,1 25,1 58,3
2015 45,5 26,4 58,0
2016 46,8 26,5 56,6
2017 44,8 25,4 56,8
2018 47,6 26,3 55,2
1) Für inländische Häfen jeweils NUTS-3-Regionen;
für das Ausland (ARA-Häfen) NUTS-2-Regionen.
Statistisches Bundesamt
Weitere Methodische Hinweise/Anmerkungen finden sich in den Vorbemerkungen.
Tabelle 12.2 Güterverkehrsleistung in der Binnenschifffahrt beförderter Container
und der hiervon im Hinterlandverkehr ausgewählter Seehäfen beförderte Anteil
2
Jahr insgesamt darunter: ausgewählte Seehäfen
Mrd. tkm %
2009 5,1 4,9 95,6
2010 6,1 5,8 94,7
2011 5,5 5,2 95,1
2012 5,7 5,5 97,6
2013 6,1 5,9 97,9
2014 6,4 6,3 98,0
2015 6,1 5,9 97,5
2016 6,4 6,2 97,8
2017 6,7 6,6 98,1
2018 5,7 5,6 98,1
2) Berücksichtigt wurden folgende Häfen:
Amsterdam, Antwerpen, Bremen/Bremerhaven, Cuxhaven, Emden, Hamburg,
Lübeck, Rostock, Rotterdam, Wilhelmshaven
Statistisches Bundesamt
Weitere Methodische Hinweise/Anmerkungen finden sich in den Vorbemerkungen.
15. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die jährliche Verteilung der
Tonnage des KV auf Container, Wechselbehälter und „Rollende Landstraße“
seit 2009 entwickelt (bitte für die einzelnen Jahre und nach den
Hauptlaufverkehrsträgern Schiene und Wasserstraße getrennt aufführen), und wie wird
sich diese Verteilung nach Kenntnis der Bundesregierung bis 2030
entwickeln (bitte entsprechend der ersten Teilfrage aufführen)?
Die Verteilung des Güteraufkommens im KV (Schiene) nach Ladungsträgern ist
den Tabellen 13.1 und 13.2 zu entnehmen. Die „Rollende Landstraße“ ist in der
Darstellung „Lkw/Sattelzug/-anhänger“ enthalten.
13.1 Verteilung des Güterverkehrsaufkommens auf im Schienengüterverkehr
beförderte Container/Wechselbehälter sowie Lkw/Sattelzüge/Sattelzuganhänger in
Tonnen
insgesamt davon:
Jahr Container/Wechselbehälter Lkw/Sattelzug/-anhänger
Mio. Tonnen
2009 61,9 55,4 6,4
2010 70,8 60,5 10,3
2011 75,5 64,3 11,2
2012 77,2 66,2 11,0
2013 84,5 71,1 13,4
2014 85,0 66,5 18,5
2015 89,4 64,4 25,0
2016 91,8 64,3 27,4
2017 87,8 61,3 26,5
2018 93,5 66,2 27,3
13.2 Verteilung des Güterverkehrsaufkommens auf im Schienengüterverkehr
beförderte Container/Wechselbehälter sowie Lkw/Sattelzüge/Sattelzuganhänger in
Prozent
insgesamt davon:
Jahr Container/Wechselbehälter Lkw/Sattelzug/-anhänger
in Prozent
2009 100 89,6 10,4
2010 100 85,5 14,5
2011 100 85,2 14,8
2012 100 85,8 14,2
2013 100 84,1 15,9
2014 100 78,2 21,8
2015 100 72,0 28,0
2016 100 70,1 29,9
2017 100 69,8 30,2
2018 100 70,8 29,2
Statistisches Bundesamt
Weitere Methodische Hinweise/Anmerkungen finden sich in den Vorbemerkungen.
16. Wie bewertet die Bundesregierung die Datenlage und Datenaufbereitung zu
zentralen Kennziffern des KV vor allem im Hinblick auf die datenbasierte
Evaluierung von Förder- und Klimaschutzprogrammen, und mit welchen
Maßnahmen will sie ggf. zu einer Verbesserung der Datenlage und
Datenaufbereitung im KV beitragen?
Die Datenlage und die Datenaufbereitung sind ausreichend.
17. Wie haben sich die jährlichen direkten CO2-Emissionen des Güterverkehrs
in Deutschland nach Kenntnis der Bundesregierung seit 2009 entwickelt
(bitte gemäß Kyoto-Monitoring angeben und für die Verkehrsträger Straße,
Schiene und Wasserstraße sowie den Luftverkehr getrennt aufführen), und
wie werden sich diese Emissionen nach Kenntnis der Bundesregierung bis
2030 entwickeln (bitte entsprechend der ersten Teilfrage aufführen)?
18. Wie haben sich die jährlichen direkten CO2-Emissionen des
Personenverkehrs in Deutschland nach Kenntnis der Bundesregierung seit 2009
entwickelt (bitte gemäß Kyoto-Monitoring angeben und für die Verkehrsträger
Straße, Schiene und Wasserstraße sowie den Luftverkehr getrennt
aufführen), und wie werden sich diese Emissionen nach Kenntnis der
Bundesregierung bis 2030 entwickeln (bitte entsprechend der ersten Teilfrage
aufführen)?
19. Wie haben sich die jährlichen direkten CO2-Emissionen des gesamten
Verkehrs in Deutschland nach Kenntnis der Bundesregierung seit 2009
entwickelt (bitte gemäß Kyoto-Monitoring angeben und für die Verkehrsträger
Straße, Schiene und Wasserstraße sowie den Luftverkehr getrennt
aufführen), und wie werden sich diese Emissionen nach Kenntnis der
Bundesregierung bis 2030 entwickeln (bitte entsprechend der ersten Teilfrage
aufführen)?
Die Fragen 17 bis 19 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Es wird auf die detaillierten Inventartabellen für die Luftschadstoff-Emissionen
in Deutsch-land verwiesen, die auf der Internetseite des Umweltbundesamtes
veröffentlicht sind (vgl.: www.umweltbundesamt.de/daten/luft/
luftschadstoffemissionen-in-deutschland).
Die Entwicklung der CO2-Emissionen bis 2030 ist abhängig von Maßnahmen, die
derzeit Gegenstand der Beratungen im sog. Klimakabinett sind.
20. Wie viel CO2-Emissionen hat der Verkehrssektor im Jahr 1990, welches das
Basisjahr für die CO2-Reduktionsziele darstellt, gemäß Kyoto-Monitoring in
Deutschland nach Kenntnis der Bundesregierung verursacht, und wie viel
CO2 darf vom (deutschen) Verkehrssektor im Jahr 2030 höchstens emittiert
werden, um die Klimaziele nicht zu verfehlen?
Es wird auf den Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung verwiesen.
21. Wie hat sich die Anzahl der KV-Terminals in Deutschland seit 2009 nach
Kenntnis der Bundesregierung entwickelt (bitte für die einzelnen Jahre
angeben und nach Terminalarten Straße-Schiene, Straße-Wasserstraße und
Trimodalen Terminals getrennt aufführen), und wie wird sich deren Anzahl
nach Kenntnis der Bundesregierung bis 2030 entwickeln (bitte entsprechend
der ersten Teilfrage aufführen)?
22. Wie hat sich die gesamte Umschlagskapazität der KV-Terminals in
Deutschland seit 2009 nach Kenntnis der Bundesregierung entwickelt (bitte für die
einzelnen Jahre angeben und nach Terminalarten Straße-Schiene, Straße-
Wasserstraße und Trimodalen Terminals getrennt aufführen), und wie wird
sich die Kapazität nach Kenntnis der Bundesregierung bis 2030 entwickeln
(bitte entsprechend der ersten Teilfrage aufführen)?
Die Fragen 21 und 22 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Die Bundesregierung lässt die Gesamtanzahl der KV-Terminals und deren
Umschlagkapazität im Rahmen der Evaluierung der KV-Förderrichtlinie erheben. Da
die nächste Evaluierung der KV-Förderrichtlinie 2020 erfolgt, liegen Daten
derzeit für die Jahre 2008 und 2013 vor. Die Anzahl der Terminals und die
Umschlagkapazität in Ladeeinheiten pro Jahr (LE/a) ergeben sich aus nachstehender
Tabelle.
2008 2013
Terminalkategorie Anzahl Umschlagkapazität Anzahl Umschlagkapazität
[LE/a] [LE/a]
Gesamt 123 9.496.250 128 12.477.800
Schiene - Straße 75 6.125.500 70 7.893.500
Wasserstraße - Straße 9 257.000 9 367.300
Trimodal 39 3.113.750 49 4.217.000
23. In welcher Höhe sind seit 2009 jährlich Haushaltsmittel für Zuschüsse an
private Unternehmen für Investitionen in den Kombinierten Verkehr auf
Basis der jeweiligen Förderrichtlinien des Bundes verausgabt worden (bitte für
die einzelnen Haushaltsjahre getrennt angeben), und zu wie viel Prozent
wurde der entsprechende Haushaltstitel durch diese Zuschüsse jeweils
ausgeschöpft (bitte unter Angabe der Haushaltsansätze der jeweiligen
Haushaltsjahre seit 2009 angeben)?
In welcher Höhe wurden jährlich durch Deckungsfähigkeiten andere
Ausgaben aus diesem Haushaltstitel getätigt (bitte für die einzelnen Haushaltsjahre
getrennt und unter konkreter Angabe dieser Ausgaben aufführen)?
Die Angaben ergeben sich aus der Tabelle in der Anlage.
24. Welche konkreten Investitionen in Anlagen des Kombiniertes Verkehrs
wurden seit 2009 auf Basis der KV-Förderrichtlinie(n) des Bundes bezuschusst,
und in welchem Maße hat sich die Umschlagskapazität der jeweils
geförderten KV-Anlagen dabei erhöht (bitte in absoluten Zahlen sowie in Prozent
angeben und die gesamte jährlich vom Bund geförderte Kapazitätserhöhung
angeben)?
Die konkreten Investitionen in KV-Anlagen ergeben sich aus der nachfolgenden
Tabelle. Auf Basis der KV-Förderrichtlinie wird neben Neu- und Ausbauten von
KV-Anlagen auch die Ersatzbeschaffung mobiler Umschlaggeräte gefördert. Die
Kapazitätserhöhung der Umschlag-anlagen ist in Ladeeinheiten pro Jahr angeben.
Durch eine Ersatzbeschaffung erhöht sich die Kapazität grundsätzlich nicht.
Vorhaben bewilligter Kapazitätserhöhung Kapazitätserhöhung
Zuschuss (absolut) (relativ) [%]
[T€] [in LE/a] (*)
Andernach (Ausbau) 2.997,50 nicht bekannt -
Andernach (Ersatzbeschaffung) 174,9 0 0
Aschaffenburg (Ausbau) 425,35 nicht bekannt -
Berlin - Westhafen (Ausbau) 4.764,53 24.000 170
Bohmte (Neubau) 6.465,62 61.600 100
Braunschweig (Ersatzbeschaffung) 355,3 0 0
Bremen-Hansakai (Ausbau) 3.930,42 nicht bekannt -
Bremerhaven (Ausbau) 15.997,40 170.000 130
Burghausen (Neubau) 17.872,57 48.000 100
Burghausen (Ausbau) 3.777,20 20.000 150
Coevorden (Ersatzbeschaffung) 280,00 0 0
Coevorden (Ersatzbeschaffung) 336,00 0 0
Dörpen (Ausbau) 3.584,48 nicht bekannt -
Dortmund (Neubau) 17.276,10 85.000 100
Duisburg (DKT) (Ausbau) 3.179,00 50.000 178
Duisburg-Hafen Rheinhausen (Ausbau) 2.928,87 nicht bekannt -
Duisburg-Rheinhausen (DIT) (Ausbau) 2.737,10 65.000 150
Duisburg (RRT) (Ersatzbeschaffung) 692,75 0 0
Frankfurt/Main - Osthafen (Ausbau) 5.111,22 nicht bekannt -
Frankfurt (Oder) (Ausbau) 5.676,00 48.200 200
Emmelsum (Ausbau) 1.332,76 nicht bekannt -
Emmelsum - Trimodal (Ausbau) 9.996,94 nicht bekannt -
Emmerich (Ausbau) 2.140,53 nicht bekannt -
Emmerich (Ersatzbeschaffung) 323,00 0 0
Gernsheim (Ausbau) 19.087,27 nicht bekannt
Haldensleben (Ersatzbeschaffung) 692,03 0 0
Halle - Hafen (Ausbau) 937,60 7.000 148
Hamburg - Waltershof (Ausbau) 12.700,01 500.000 300
Hamburg - Waltershof (Ausbau) 10.111,50
Vorhaben bewilligter Kapazitätserhöhung Kapazitätserhöhung
Zuschuss (absolut) (relativ) [%]
[T€] [in LE/a] (*)
Hamburg - Waltershof (Ersatzbeschaffung) 388,00 0 0
Hamburg - Altenwerder (Ausbau) 6.863,01 200.000 142
Hamburg - Altenwerder (Ausbau) 4.516,20 in Bau -
Hamburg - Burchardkai (Ausbau) 7.311,80 in Bau -
Herne (Ausbau) 8.019,63 125.000 136
Hof (Ausbau) 15.787,60 in Bau -
Kassel (Ausbau) 659,41 28.000 150
Hürth - Knapsack (Ersatzbeschaffung) 286,00 0 0
Kiel - Ostuferhafen (Ausbau) 1.397,10 39.000 250
Kiel - Schwedenkai (Ausbau) 1.346,67 22.000 330
Köln-Niehl Hafen I (Ersatzbeschaffung) 357,00 0 0
Köln Nord (Neubau) 17.483,00 137.500 100
Kreuztal (Ausbau) 7.540,11 45.000 130
Lübeck (Ausbau) 1.961,00 15.000 110
Ludwigshafen 45.677,00 200.000 167
Mainz (Neubau) 13.001,73 nicht bekannt -
Mannheim - Mühlauhafen (Ausbau) 20.682,12 nicht bekannt -
Minden (Neubau) 16.853,31 nicht bekannt -
Minden Industriehafen (Ersatzbeschaffung) 191,50 0 0
Neuss (Contargo) (Ausbau) 30.023,28 nicht bekannt -
Neuss Trimodal (Ersatzbeschaffung) 1.052,00 0 0
Regenbsurg - Bayernhafen (Ausbau) 14.894,73 88.700 107
Riesa (Neubau) 18.850,25 nicht bekannt -
Rostock (Ersatzbeschaffung) 748,00 0 0
Rostock (Ausbau) 12.539,15 65.000 200
Schkopau (Ausbau) 3.557,60 20.200 183
Schwarzheide (Ausbau) 7.387,90 60.000 200
Stuttgart (Ausbau) 1.594,34 20.000 166
Werra Kombi (Neubau) 5.834,72 22.300 100
Werra Kombi (Ersatzbeschaffung) 350,90 0 0
Wilhelmshaven (Neubau) 22.094,78 225.000 100
Wolfsburg-Fallersleben (Neubau) 5.491,87 nicht bekannt -
* Die Kapazität der geförderten Umschlaganlagen wurde bis 2012 nicht mit einer einheitlichen Systematik erhoben, so dass zu
einigen älteren Anlagen keine vergleichbaren Zahlen zur Kapazität vorliegen.
25. Welchen Beitrag kann der KV nach Auffassung der Bundesregierung zum
Erreichen der Klimaziele im Verkehrssektor leisten (bitte begründen), und
mit welchen Maßnahmen wird die Bundesregierung über die bisher
existierenden Förderprogramme den Ausbau des KV unterstützen?
Der KV leistet einen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele im Verkehrsbereich.
Das Um-schlagaufkommen, nur an den Terminals, die nach der KV-
Förderrichtlinie gefördert worden sind, hat 2013 einen Verlagerungseffekt von 3,5 Millionen
Lkw-Fahrten bewirkt. Infolge dieser Verlagerungswirkung wurde die Lkw-
Fahrleistung im Fernverkehr 2013 um ca. 1,4 Mrd. Lkw-km reduziert und CO2-
Emissionen in Höhe von ca. 2,04 Mio. t vermieden. Aufgrund der KV-Förderrichtlinie
stehen ausreichend Mittel zum Neu- und Ausbau und zur Erweiterung von KV-
Terminals zur Verfügung. Die Bundesregierung wird die KV-Förderrichtlinie
fortlaufend modernisieren; Schwerpunktthemen werden Fördermöglichkeiten zur
Digitalisierung und Automatisierung von KV-Terminals sein, um den KV
zukunftsfähig zu machen.
Deutscher Bundestag – 19. Wahlperiode – 21 – Drucksache 19/12490Anlage zu Frage 23
Haushaltsjahr 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Kapitel/Titel 1202 / 892 41 1202 / 892 41 1202 / 892 41 1202 / 892 41 1202 / 892 41 1202 / 892 41 1202 / 892 41 1210 / 892 41 1210 / 892 41 1210 / 892 41
Soll in € 114.000.000,00 54.600.000,00 80.100.000,00 94.200.000,00 92.700.000,00 92.700.000,00 92.083.000,00 92.700.000,00 92.700.000,00 72.700.000,00
Ist in € 35.094.366,25 46.799.959,94 51.592.947,07 52.542.456,03 45.032.102,41 17.853.935,97 27.608.315,03 38.616.863,95 46.699.298,12 35.651.672,92
Ist in % 31% 86% 64% 56% 49% 19% 30% 42% 50% 49%
Summe weitere
Ausgaben aus o.g.
Titel durch Nutzung
von
Deckungsfähigkeiten
(in €) 78.905.633,75 7.800.040,06 25.707.052,93 29.657.543,97 40.578.393,53 74.156.333,32 30.079.468,19 23.054,76 48.469.854,73 37.048.327,08
Aufschlüsselung der 8.979.384,59 7.800.040,06 25.707.052,93 44.335,11 366.254,96 23.207,51 79.468,19 23.054,76 700.600,94 20.250.395,83
weiteren Ausgaben für Kap. 12 03 Tit. 427 19 für Kap. 12 10 Tit. 521 11 für Kap. 12 10 Tit. 741 22 für Kap. 12 02 Tit. 531 41 für Kap. 12 10 Tit. 741 41 für Kap. 12 02 Tit. 531 41 für Kap. 1210 Tit. 521 11 für Kap. 12 10 Tit. 531 41 für Kap. 1201 Tit. 741 32 für Kap. 1201 Tit. 741 32
nach Summe und Entgelte für Arbeitskräfte mit Unterhaltung der Bedarfsplanmaßnahmen Studien und Untersuchungen für Um- und Ausbau, Studien und Untersuchungen für Unterhaltung der Studien und Erhaltung Erhaltung
Zweck befristeten Verträgen, Bundeswasserstraßen (Bundesstraßen) den Kombinierten Verkehr Lärmschutzmaßnahmen den Kombinierten Verkehr Bundeswasserstraßen Untersuchungen für den (Bundesautobahnen) (Bundesautobahnen)
sonstige (Bundesstraßen) Kombinierten Verkehr
Beschäftigungsentgelte
(auch für Auszubildende)
sowie Aufwendungen für
nebenberuflich und
nebenamtlich Tätige
69.926.249,16 11.449.189,22 108.268,56 30.000.000,00 17.619.479,36 16.797.931,25
für Kap. 12 10 Tit. 741 32 282.482,66 für Kap. 12 10 Tit. 811 12 für Kap. 1210 Tit. 632 12 für Kap. 1210 Tit. 741 22 für Kap. 1201 Tit. 741 42 für Kap. 12 10 Tit. 972 06
Erhaltung für Kap. 1202 Tit. 892 42 Erwerb von Kraftfahrzeugen Pauschale Abgeltung der Bedarfsplanmaßnahmen Erhaltung (Bundesstraßen) Globale Minderausgabe
(Bundesautobahnen) Investitionszuschüsse ann private (Bundesautobahnen) Zweckausgaben bei (Bundesstraßen) infolge § 6 Abs. 11 HG 2016
Unternehmen zur Errichtung, Entwurfsbearbeitung und
Ausbau und Reaktivierung von Bauaufsicht
Gleisanschlüssen (Bundesautobahnen)
243.881,12 7.962.949,35 22.874.862,80 19.260.205,13
für Kap. 12 03 Tit. 427 19 für Kap. 12 10 Tit. 821 22 für Kap. 1210 Tit. 741 22 für Kap. 1201 Tit. 745 21
Entgelte für Arbeitskräfte mit Grunderwerb für Bedarfsplanmaßnahmen Maßnahmen nach dem
befristeten Verträgen, sonstige Bedarfsplanmaßnahmen (Bundesstraßen) Eisenbahnkreuzungsgesetz
Beschäftigungsentgelte (Bundesstraßen) (EKrG) (Bundesstraßen)
(auch für Auszubildende) sowie
Aufwendungen für
nebenberuflich
und nebenamtlich Tätige
4.356.239,55 14.300.000,00 21.095.256,17 10.889.569,30
für Kap. 12 10 Tit. 711 12 für Kap. 12 10 Tit. 823 12 für Kap. 1210 Tit. 741 42 für Kap. 12 10 Tit. 972 06
Hochbauten an Erwerb privat vorfinanzierter Erhaltung (Bundesstraßen) Globale Minderausgabe
Bundesautobahnen bis 1 000 000 Bundesautobahnabschnitte infolge § 6 Abs. 11 HG 2016
€ Baukosten
3.354.241,82 6.500.000,00 10.624.108,65
für Kap. 12 10 Tit. 712 12 für Kap. 12 10 Tit. 823 22 für Kap. 1210 Tit. 812 12
Hochbauten an Erwerb privat vorfinanzierter Erwerb von Geräten (einschl.
Bundesautobahnen über 1 000 Bundesstraßenabschnitte Stahlflachstraßen) und
000 € Baukosten Maschinen mit Ausgaben
von mehr als 5 000 € im Einzelfall
(Bundesautobahnen)
12.267.750,47 19.430.629,63
für Kap. 12 10 Tit. 821 22 für Kap. 1210 Tit. 823 22
Grunderwerb für Erwerb privat vorfinanzierter
Bedarfsplanmaßnahmen Bundesstraßenabschnitte
(Bundesstraßen)
9.108.613,24
für Kap. 12 10 Tit. 823 12
Erwerb privat vorfinanzierter
Bundesautobahnabschnitte
Satz: Satzweiss.com Print, Web, Software GmbH, Mainzer Straße 116, 66121 Saarbrücken, www.satzweiss.com
Druck: Printsystem GmbH, Schafwäsche 1-3, 71296 Heimsheim, www.printsystem.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]
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