[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Stephan Protschka, Berengar Elsner
von Gronow, Peter Felser, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 19/21016 –
Die Gefahren von Mikro- und Nanoplastik in Lebensmitteln
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) setzt sich
unter anderem für den Schutz von Verbrauchern vor gesundheitsgefährdenden
Stoffen in Lebensmitteln ein (vgl.
https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrun
g/ernaehrung_node.html). In Muscheln (vgl. Sanchez, W., C. Bender, and
J.-M. Porcher, Wild gudgeons [Gobio gobio] from French rivers are
contaminated by microplastics: Preliminary study and first evidence. Environmental
Research, 2014. 128(0): p. 98–100), Fischen (ebd.) oder Honig (vgl. Liebezeit,
G. and E. Liebezeit, Non-pollen particulates in honey and sugar. Food
Additives & Contaminants: Part A, 2013. 30(12): p. 2136–2140) sowie im
Trinkwasser (vgl.
https://www.ugb.de/lebensmittel-im-test/mikroplastik/) wurde
angeblich Mikroplastik nachgewiesen, das beispielsweise aus Kosmetika,
Zahnpasta oder Plastikverpackungen stammt (ebd.). Nach derzeitigem
Forschungsstand sind keine gesundheitlichen Gefahren für den Menschen mit der
Aufnahme von Mikroplastik über Lebensmittel erkennbar (vgl.
https://www.b
mu.de/themen/gesundheit-chemikalien/gesundheit-und-um-welt/lebensmittelsi
cherheit/verbraucherschutz/mikroplastik/#:~:text=Mikroplastik%20in%20Leb
ensmitteln,vom%20K%C3%B6rper%20wieder%20ausgeschieden%20we
rden). Laut der European Food Safety Authority (EFSA) ist jedoch eine
Abschätzung des toxikologischen Risikos nach oraler Aufnahme von
Mikroplastik durch den Menschen aufgrund des Fehlens experimenteller Daten derzeit
nicht möglich (
https://efsa.onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.2903/j.efsa.20
16.4501). Außerdem existieren bisher keine Analysemethoden für die
Identifizierung und Quantifizierung von Nanoplastik in Lebensmitteln, sodass Daten
über das Vorkommen in Lebensmitteln völlig fehlen (ebd.).
Generell ist zu wenig zur Relevanz von Mikroplastik für die menschliche
Gesundheit bekannt, weshalb Forscher die Notwendigkeit von mehr Monitoring
betonen (vgl. ERNÄHRUNGSUMSCHAU, Ausgabe 6, Juni 2020, M318,
Ernährung aktuell).
Deutscher Bundestag Drucksache 19/21311
19. Wahlperiode 28.07.2020
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft
vom 27. Juli 2020 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
1. Wie stuft die Bundesregierung die Gefahren von Mikro- und Nanoplastik
in Lebensmitteln für den Menschen bei oraler Aufnahme ein?
Eine abschließende gesundheitliche Risikobewertung des Verzehrs von mit
Mikro- oder Nanoplastikpartikeln verunreinigten Lebensmitteln ist auf Basis
der aktuellen Datenlage nicht möglich. Der bereits in einer Stellungnahme der
Europäischen Behörde für Lebensmittel-sicherheit (EFSA) im Jahr 2016 zu
Mikroplastik in Meeresfrüchten (doi: 10.2903/j.efsa. 2016.4501, Presence of
microplastics and nanoplastics in food, with particular focus on seafood. EFSA
Panel on Contaminants in the Food Chain (CON-TAM),
www.efsa.europa.eu/d
e/efsajournal/pub/4501) identifizierte Forschungsbedarf zur Schließung von
Datenlücken in den Bereichen Exposition, Bioverfügbarkeit und Toxizität von
Mikro- und Nanoplastikpartikeln besteht weiterhin.
Bislang verfügbare Daten deuten auf eine geringe (0,5 %) Bioverfügbarkeit und
Toxizität von Mikroplastikpartikeln hin. Modellversuche zur Toxizität von
Mikroplastikpartikeln in Labor-nagern belegen ausschließlich geringe Effekte
bei der Gabe von Partikelzahlen, die weit über realistischen
Expositionsszenarien liegen. Es ist daher basierend auf dem derzeitigen Datenstand davon
auszugehen, dass bei realistischer Exposition gesundheitliche Beeinträchtigungen für
Verbraucherinnen und Verbraucher sehr unwahrscheinlich sind.
2. Welche Lebensmittel enthalten nach Kenntnis der Bundesregierung
höchstwahrscheinlich größere Mengen an Mikro- und Nanoplastik?
Generell ist festzustellen, dass es für die Quantifizierung von
Mikroplastikpartikeln in Lebensmitteln mit Bezug auf deren Anzahl oder Masse derzeit keine
genormten analytischen Verfahren gibt. Je nach Fragestellung kommen
unterschiedliche Detektions- und Probenahmevorbereitungsmethoden in Betracht.
Bezüglich der Größe der Teilchen reicht die Spannweite der zu detektierenden
Partikel von Millimetern (mit bloßen Auge sichtbare und manuell auszählbare
Teilchen) bis zu Nanometern (nur elektronenmikroskopisch erfassbar). Die
analytisch erfassten Mikroplastikgehalte werden außerdem durch Partikel aus der
Umgebung (sog. Fallout der Laborluft, kontaminierte
Untersuchungsmaterialien, Kleidung des Laborpersonals etc.) überlagert. Dadurch wird die
analytische Erfassung der Mikroplastikgehalte in den Untersuchungsproben
erschwert. Aufgrund der unterschiedlichen analytischen Vorgehensweisen sind
vorliegende Studien häufig nicht vergleichbar.
Nanoplastik wird aufgrund der analytischen Herausforderungen in diesem
kleinen Größenbereich oft nicht miterfasst. Dadurch ist die Datenlage zum
Vorkommen von Nanoplastik in Lebensmitteln weniger umfassend.
Die bisher erschienenen Studien zum Vorkommen von Mikroplastik in
Lebensmitteln befassen sich hauptsächlich mit der Untersuchung von Lebensmitteln
aquatischen Ursprungs (Muscheln, Schalentiere, Fische, Meersalz).
– Leonard W. D. van Raamsdonk, Meike van der Zande, Albert A. Koelmans,
Ron L. A. P. Hoogenboom, Ruud J. B. Peters, Maria J. Groot, Ad A. C. M.
Peijnenburg and Yannick J. A. Weesepoel (2020) Current Insights into
Monitoring, Bioaccumulation, and Potential Health Effects of Microplastics
Present in the Food Chain, Foods: 2020, 9, 72, DOI: 10.3390/foods-
9010072;
– Brigitte Toussaint, Barbara Raffael, Alexandre Angers-Loustau, Douglas
Gilliland, Vikram Kestens, Mauro Petrillo, Iria M. Rio-Echevarria & Guy
Van den Eede (2019): Review of micro- and nanoplastic contamination in
the food chain, Food Additives & Contaminants: Part A, 36:5, 639-673,
DOI: 10.1080/19440049.2019.1583381;
– Esther Garrido Gamarro, John Ryder, Edel O. Elvevoll & Ragnar L. Olsen
(2020): Microplastics in Fish and Shellfish – A Threat to Seafood Safety?,
Journal of Aquatic Food Product Technology, 29:4, 417-425, DOI:
10.1080/10498850.2020.1739793.
Es liegen wissenschaftliche Erkenntnisse vor, dass Meeresfische mit
Mikroplastik belastet sind. Diese Belastung ist generell niedrig (wenige Partikel pro
Individuum) und bezieht sich auf den Magen-Darm-Trakt der Tiere. Die
absolute Zahl der erfassten Partikel ist abhängig von Fischart und Lebensraum,
aber auch von methodischen Randbedingungen, wie dem untersuchten
Größenspektrum der Mikropartikel und der verwendeten Extraktions- und
Detektionsmethode. Das Lebensmittel Fisch ist in der Regel das Muskelfleisch der Tiere.
Untersuchungen zu Mikroplastik in Fischmuskel gibt es nur vereinzelt.
Allgemein wird davon ausgegangen, dass sich in Muskelfleisch von Meeresfischen
weniger Mikroplastik befindet als im Magen-Darm-Trakt. Damit gibt es keine
Anhaltspunkte, dass das Lebensmittel Meeresfisch größere Mengen an
Mikroplastik enthält.
Für Nanoplastik in Meeresfischen gibt es keine ausreichende Datengrundlage.
Über die Menge an Nanoplastik im Lebensmittel Fisch können derzeit keine
Aussagen getroffen werden.
Muscheln, die durch ihre Ernährungsweise Mikroplastik anreichern und kleine
Fische wie Sardinen und Sprotten, die ganz verzehrt werden, enthalten
vergleichsweise höhere Gehalte an Mikroplastik und stehen daher im Verdacht, zur
Exposition des Menschen mit Mikroplastik beizutragen. Meerestiere, deren
Verdauungstrakt vor dem Verzehr entnommen wird, sind geringer mit
Mikroplastik belastet, da sich der Hauptteil der von ihnen aufgenommenen Partikel in
den entnommenen Teilen des Verdauungstraktes befunden hat.
In Proben von Fleur de Sel konnten Wissenschaftler vom Institut für Biologie
und Chemie des Meeres der Universität Oldenburg einen Gehalt an
Mikroplastik nachweisen (Marten Fischer, Isabel Großmann, Barbara M. Scholz-Böttcher
(2019): Fleur de Sel – An international monitor for microplastics mass load and
composition in European coastal waters? Journal of Analytical and Applied
Pyrolysis, 144, 104711).
Untersuchungen von Trink- und abgefülltem Mineralwasser haben gezeigt, dass
Trinkwasser im Vergleich geringer mit Mikroplastikpartikeln kontaminiert ist.
Ein statistisch signifikanter Unterschied zum Leerwert konnte nur für
Mehrweg-Plastikflaschen nachgewiesen werden. Dies kann darauf hindeuten, dass
ein möglicher höherer Eintrag von Partikeln in Mineralwasser im Prozess der
Mehrwegnutzung erfolgen kann (Schymanski, Darena, et al: Analysis of
microplastics in water by micro-Raman spectroscopy: release of plastic particles
from different packaging into mineral water, Water Research 129 (2018):
154-162).
Darüber hinaus sind in den letzten Jahren in begrenztem Umfang
Untersuchungen auf Mikroplastik in Honig, Bier und Zucker vorgenommen worden. Drei
Studien zeigen auf, dass Mikroplastik in Honig nachweisbar war. Allerdings
sind die Analysen aufgrund gleichzeitig vorliegender Kontaminationen mit
anderen Partikeln (Baumwollteilchen, Ruß, Chitinpartikel, Pollen etc.) mit großen
Unsicherheiten behaftet. Gleiches gilt für die Analysen zu Mikroplastik in Bier
und Zucker.
Mikroplastikpartikel wurden in einer ersten Studie auch in Gemüse und Obst
festgestellt (Conti, Gea Oliveri, et al.: Micro- and nano-plastics in edible fruit
and vegetables. The first diet risks assessment for the genereal population,
Environmental Research (2020): 109677). Für Lebensmittel auf Getreidebasis
und Fleisch sind bislang keine nennenswerten Mikroplastikgehalte beschrieben
worden.
3. Fördert die Bundesregierung derzeit Forschungsprojekte, die die
Belastung von Lebensmitteln in Deutschland mit Mikro- und Nanoplastik
untersuchen?
a) Wenn ja, welche, und wie hoch werden diese Projekte finanziell von
der Bundesregierung gefördert?
Am Max Rubner-Institut werden derzeit zum Thema Mikroplastik folgende
Forschungsarbeiten durchgeführt:
• Projekt „Mikroplastik in Fischereierzeugnissen“ (Februar 2018 bis
voraussichtlich Juli 2024):
Das Institut für Sicherheit und Qualität bei Milch und Fisch arbeitet
gemeinsam mit dem Institut für Lebensmittel- und Bioverfahrenstechnik seit
2018 auf dem Gebiet der Mikroplastik-Analyse in Fischereierzeugnissen.
Der Fokus liegt hierbei auf der Evaluation und Validierung geeigneter
Messmethoden sowie späterer Untersuchungen von Mikroplastik. Das
Projekt wird über den Grundhaushalt sowie über den Titel 42709 finanziert
(58 Wissenschaftlermonate).
• Projekt „Ringversuch von JRC und BAM zur Analyse von Mikroplastik –
Fluoreszenzmikroskopische und gaschromatographische Detektion von
Mikroplastik“ (Februar 2020 bis Februar 2021):
Das Institut für Lebensmittel- und Bioverfahrenstechnik testet in einem
Ringversuch gemeinsam mit dem Institut für Sicherheit und Qualität bei
Milch und Fisch Methoden zur Erfassung von Mikroplastik in Wasser und
Lebensmitteln. Das Projekt wird über den Grundhaushalt finanziert (2
Wissenschaftlermonate).
Weiterhin befassen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Thünen-
Institut für Fischereiökologie mit dem Thema „Mikroplastik in Fisch“. Konkret
läuft im Zeitraum Juli 2017 bis Dezember 2021 das vom Bundesministerium
für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderte Drittmittelprojekt
„PlasM – Mikroplastik im Fisch“ (siehe auch
www.thuenen.de/de/fi/projekte/pl
asm-mikroplastik-und-meeresfische).
In diesem Forschungsprojekt werden unter anderem der Umfang der Aufnahme
von Mikroplastik durch Meeresfische in Nord- und Ostsee sowie deren
mögliche nachteilige Auswirkungen auf die Fischgesundheit untersucht. Es werden
Methoden für den Nachweis von Makro- und Mikroplastik im Rahmen der
Meeresüberwachung entwickelt. Die Frage, ob Mikroplastik in das
Muskelgewebe von Speisefischen übergehen kann, wird in PlasM nicht untersucht.
Dennoch sind die Themen eng verknüpft und eine Methodenentwicklung für die
Matrix Fisch ist Voraussetzung für weitere Untersuchungen im Muskelgewebe.
Das Projekt wird mit 412.968 Euro durch das BMEL gefördert.
b) Wenn nein, warum nicht?
Zu Nanoplastik in Fischen wird derzeit noch nicht geforscht. Die notwendigen
Untersuchungen sind technisch herausfordernd. Die Anforderungen an die
technische Ausstattung in den forschenden Institutionen und an die Expertisen
der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind vergleichsweise hoch. Vor
diesem Hintergrund bewerben sich derzeit nur wenige Institutionen um diese
Forschungsförderung.
4. Fördert die Bundesregierung derzeit Forschungsprojekte, die den Einfluss
von Mikro- und Nanoplastik bei oraler Aufnahme über Lebensmittel auf
die menschliche Gesundheit evaluieren?
a) Wenn ja, welche, und wie hoch werden diese Projekte finanziell von
der Bundesregierung gefördert?
b) Wenn nein, warum nicht?
Die Fragen 4 bis 4b werden gemeinsam beantwortet.
Am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erforscht die in der Abteilung
Lebensmittelsicherheit angesiedelte Nachwuchsgruppe „Nanotoxikologie“ u. a.
Fragen der gastrointestinalen Aufnahme und Toxizität von Mikro- und
Nanoplastikpartikeln. Der Nachwuchsgruppe stehen im Jahr 2020 40.000 Euro an
Forschungsmitteln zur Verfügung.
5. Fördert die Bundesregierung derzeit Forschungsprojekte, die die
Aufnahme von Mikro- und Nanoplastik aus Ackerböden in Pflanzenkulturen
analysieren?
a) Wenn ja, welche, und wie hoch werden diese Projekte finanziell von
der Bundesregierung gefördert?
b) Wenn nein, warum nicht?
Die Fragen 5 bis 5b werden gemeinsam beantwortet.
Forschungsprojekte, die die Aufnahme von Mikro- und Nanoplastik aus
Ackerböden in Pflanzenkulturen analysieren, werden derzeit noch nicht durchgeführt.
Am Julius Kühn-Institut (JKI) im Institut für ökologische Chemie,
Pflanzenanalytik und Vorratsschutz (ÖPV) wird jedoch der Einfluss von Mikroplastik
auf die pflanzliche Entwicklung (Biomasse, Inhaltsstoffe, Entwicklung etc.)
sowie die mikrobielle Bodenaktivität und Regenwurmabundanz in dem aktuell
laufenden Projekt „Auswirkungen von Mikroplastik auf das Agrarökosystem“
untersucht. Das durch Haushaltsmittel geförderte Projekt hat eine Laufzeit von
8 Monaten und beansprucht 0,4 Wissenschaftlerstellen.
Des Weiteren ist ein Forschungsstipendium (Georg Forster Research
Fellowship) mit dem Schwerpunkt der Entwicklung einer Analysemethode zur
Bestimmung von Mikroplastik im Boden und im pflanzlichen Gewebe beantragt
(im Falle der Bewilligung 71.100 Euro).
In dem Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde (PB) des JKI wurde im Jahr
2012 ferner das Drittmittelprojekt „Einfluss biologisch abbaubarer Kunststoffe
auf Mikroorganismen in Böden“ abgeschlossen (Laufzeit 3 Jahre und 3
Monate). Viele Kunststoffe, insbesondere Kunststofftragetaschen (Plastiktüten),
werden mit dem Hinweis auf deren biologische Abbaubarkeit beworben, um deren
ökologische Unbedenklichkeit zu suggerieren. In dem Projekt wurden die
Auswirkungen von Kunststoff im Boden auf Bodenorganismen und die
ökologischen Bedingungen für einen mikrobiologischen Abbau von Plastiktüten im
Boden untersucht.
6. Plant die Bundesregierung Initiativen, um Mikroplastik aus Sicht des
gesundheitlichen Verbraucherschutzes besser beurteilen zu können, und
wenn ja, welche?
Auf die Antworten zu den Fragen 3 und 4 wird verwiesen.
7. Welche Initiativen laufen derzeit auf EU-Ebene zum Thema Mikroplastik
aus Sicht des gesundheitlichen Verbraucherschutzes?
Im Rahmen der EU-Chemikalienverordnung REACH (Registrierung,
Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien) läuft ein Verfahren zur
Beschränkung des absichtlichen Zusatzes von Mikroplastikpartikeln z. B. zu
Körperpflegeprodukten. Ziel ist der Schutz der Umwelt vor sehr persistenten
Kunststoffpartikeln. Detaillierte Informationen hierzu sind unter folgendem
Link verfügbar:
https://echa.europa.eu/registry-of-restriction-intentions/-/dislist/details/0b0236e
18244cd73.
Zusätzlich findet derzeit eine öffentliche Konsultation zu einem Papier der
EFSA statt, das sich mit Aspekten der Präsenz von Partikeln in Lebensmitteln
und Futtermitteln beschäftigt.
Unabhängig davon erfolgte im Rahmen des EU-Forschungsprogramms
„Horizon 2020“ im Juli 2019 eine Ausschreibung für Forschungsprojekte mit dem
Titel „Micro- and nano-plastics in our environment: Understanding exposures
and impacts on human health“ (Ausschreibung SC1-BHC-36-2020). Die Frist
zur Einreichung von Anträgen endete am 4. Juni 2020. Das BfR ist hierbei an
zwei antragstellenden Konsortien beteiligt.
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
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ISSN 0722-8333]