[Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU
– Drucksache 20/3861 –
Stand der Umsetzung der Gigabitstrategie (im Oktober 2022)
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die von der SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP getragene
Bundesregierung hat am 13. Juli 2022 ihre Gigabitstrategie verabschiedet und
veröffentlicht (
https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Anlage/K/gigabitstrategi
e.pdf?__blob=publicationFile). In der Gigabitstrategie sind die Maßnahmen
und Ziele der Bundesregierung für den Ausbau der digitalen Infrastruktur in
Deutschland formuliert. An den in der Gigabitstrategie angekündigten
Maßnahmen und Zielen wollen wir die amtierende Bundesregierung messen.
1. Wie ist der Stand der angekündigten Maßnahme „Einrichtung/
Erweiterung einer Arbeitsgruppe auf Bundesebene zur Beschleunigung und
Vereinfachung der Antrags- und Genehmigungsverfahren für den Ausbau
von Mobilfunkmasten entlang von Bundesfernstraßen“ (Zeitplanung
gemäß Gigabitstrategie Q2/2022, S. 14)?
a) Hat die Arbeitsgruppe bereits ihre Arbeit aufgenommen, haben
bereits Sitzungen stattgefunden, und wenn ja, wann?
b) Wie ist die Arbeitsgruppe zusammengesetzt, und welche Personen
sind Mitglieder der Arbeitsgruppe?
Sind in der Arbeitsgruppe auch Vertreter von Ländern und
Kommunen vertreten?
c) Welchen zeitlichen Fahrplan verfolgt die Arbeitsgruppe, und wann
sollen Arbeitsergebnisse der Arbeitsgruppe vorliegen?
Werden die Ergebnisse veröffentlicht?
Die Fragen 1 bis 1c werden gemeinsam beantwortet.
Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Vereinheitlichung und Beschleunigung des
Antragsverfahrens zur Genehmigung von Mobilfunkstandorten an
Bundesfernstraßen hat am 14. Juni 2021 ihre Arbeit aufgenommen und setzt sich aus
Vertreterinnen und Vertretern des Fernstraßen-Bundesamtes (FBA), von neun
Ländern, der Autobahn GmbH des Bundes und der Deutsche Einheit Fern-
Deutscher Bundestag Drucksache 20/4147
20. Wahlperiode 20.10.2022
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr
vom 20. Oktober 2022 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
straßenplanungs- und -bau GmbH zusammen. Das FBA koordiniert diese
Arbeitsgruppe.
Die Arbeitsgruppe hat im Juli 2022 einen Zwischenbericht vorgelegt. Die
Arbeiten werden kontinuierlich fortgeführt. Um das Thema zügig
voranzutreiben wird der bisherige Teilnehmerkreis erweitert (Vertreterinnen und Vertreter
des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV),
Telekommunikationsunternehmen, Mobilfunkunternehmen, Autobahn GmbH). Eine
Veröffentlichung der Ergebnisse ist beabsichtigt.
d) Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung bereits ergriffen, um die
Potenziale der Digitalisierung von Genehmigungs- und weiterer
behördlicher Verfahren auf Grundlage des Onlinezugangsgesetzes (OZG)
zu nutzen und in Zusammenarbeit mit Ländern und Kommunen jetzt
zu forcieren?
Was unternimmt die Bundesregierung, um die Nachnutzung
erfolgreicher Projekte flächendeckend zu unterstützen?
Die Bundesregierung, vertreten durch das BMDV, setzt das OZG-
Umsetzungsprojekt „Breitbandausbau (Zustimmung zur Leitungsverlegung nach § 127
Absatz 1 bis 3, 6 bis 8 des Telekommunikationsgesetzes (TKG))“ mit der
Entwicklung eines Breitband-Portals gemeinsam mit den Ländern Hessen und
Rheinland-Pfalz um und nutzt verschiedene Kanäle (bspw. Gigabitbüro des
Bundes, Fachausschüsse, direkte Ansprache der OZG-Koordinatorinnen und
-Koordinatoren), um für die Nachnutzung zu werben.
2. Wie ist der Stand der angekündigten Maßnahme „Auf EU-Ebene auf
innovations- und ausbaufreundliche Breitbandbeihilfeleitlinien
hinwirken“ (Gigabitstrategie, S. 55)?
a) Wann fanden dazu Gespräche von welchen Vertretern der
Bundesregierung mit welchen EU-Vertretern im Jahre 2022 statt (bitte
Datum und Gesprächsteilnehmer auflisten)?
b) Welche Ziele verfolgt die Bundesregierung hinsichtlich der
Breitbandhilfeleitlinien?
Die Fragen 2 bis 2b werden gemeinsam beantwortet.
Die Bundesregierung hat jeweils Anfang 2021 und 2022 im Rahmen der
öffentlichen Konsultation zur Überarbeitung der Leitlinien für staatliche Beihilfen
zur Förderung von Breitbandnetzen eine Stellungnahme an die Europäische
Kommission übermittelt. Die Europäische Kommission hat angekündigt, die
überarbeiteten Breitbandbeihilfeleitlinien Ende 2022 zu veröffentlichen.
Am 27. Januar 2022 fand eine multilaterale Sitzung der Mitgliedstaaten mit der
Europäischen Kommission zu dem Thema Breitbandbeihilfeleitlinien statt. An
der Sitzung nahmen Vertreterinnen und Vertreter des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und des BMDV auf Arbeitsebene teil.
Am 14. Februar 2022 und am 14. März 2022 fanden Gespräche mit der
Generaldirektion Wettbewerb statt, an denen Vertreterinnen und Vertreter des
BMWK und des BMDV auf Arbeitsebene teilnahmen.
Die neuen Leitlinien müssen nach Auffassung der Bundesregierung
insbesondere an die neuen Gigabit- und 5G-Ziele angepasst werden und sollen die
Finanzierung von hochleistungsfähigen Breitbandnetzen und insbesondere von
gigabit- und leistungsstarken Mobilfunknetzen in Gebieten ohne hinreichenden
privaten Netzausbau effizient erleichtern.
3. Wie ist der Stand der angekündigten Maßnahme „Intensive Mitwirkung
an der Novellierung der Kostensenkungsrichtlinie auf EU-Ebene“
(Gigabitstrategie, S. 56)?
a) Wann fanden dazu Gespräche von welchen Vertretern der
Bundesregierung mit welchen EU-Vertretern im Jahre 2022 statt (bitte
Datum und Gesprächsteilnehmer auflisten)?
b) Welche Ziele verfolgt die Bundesregierung hinsichtlich der
Kostensenkungsrichtlinie?
Die Fragen 3 bis 3b werden gemeinsam beantwortet.
Die Bundesregierung hat Anfang 2021 anlässlich der öffentlichen Konsultation
der Europäischen Kommission zur Evaluierung und Überprüfung der
Kostenreduzierungsrichtlinie (Richtlinie 2014/61/EU) eine Stellungnahme abgegeben.
Nach Verlautbarungen der Europäischen Kommission wird die überarbeitete
Kostenreduzierungsrichtlinie im Herbst 2022 im Rahmen eines sog.
Connectivity Infrastructure Act veröffentlicht. Hierzu fanden keine Gespräche zwischen
dem BMDV und EU-Vertretern statt.
Die Kostenreduzierungsrichtlinie (Richtlinie 2014/61/EU), die Maßnahmen zur
Erleichterung des Ausbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen für die
elektronische Kommunikation beinhaltet, muss nach Auffassung der Bundesregierung
an neue technologische Entwicklungen und an neue politische Zielvorgaben für
den Breitbandausbau angepasst werden.
4. Wie werden die Kommunen und ihre Spitzenverbände auf Bundesebene
in die Umsetzung der Gigabitstrategie operativ und politisch
eingebunden?
Die kommunalen Spitzenverbände nehmen am Bund-Länder-Ausschuss auf
Staatssekretärsebene teil und sind darüber eingebunden.
5. Wie ist der Stand der angekündigten „Informationskampagne zwecks
Anregung der Nachfrage nach hochleistungsfähigen Infrastrukturen“
(Gigabitstrategie, S. 56)?
a) Wie viele finanzielle Mittel wurden dafür im Jahr 2022 vorgesehen
und wie viele finanzielle Mittel verausgabt?
b) Gibt es bereits Veröffentlichungen der Informationskampagne?
6. Wie ist der Stand der angekündigten „Informationskampagne zur
Inhouseverkabelung“ (Gigabitstrategie, S. 56)?
a) Wie viele finanzielle Mittel wurden dafür im Jahr 2022 vorgesehen
und wie viele finanzielle Mittel verausgabt?
b) Gibt es bereits Veröffentlichungen der Informationskampagne?
Die Fragen 5 bis 6b werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Konzept und Zielgruppenanalyse für die Informationskampagnen zur
Stimulierung der Nachfrage nach hochleistungsfähigen Infrastrukturen sowie zur
Inhouse-Verkabelung liegen vor. Start der Kampagne wird in Kürze erfolgen;
in diesem Rahmen wird es Veröffentlichungen geben. Das konkrete Budget für
die genannten Kampagnen hängt von Kampagnenreichweite und Dauer der
Kampagnen ab. Dies ist derzeit in Prüfung.
7. Wie ist der Stand des angekündigten „Leitfaden/Flyer Maßnahmen zur
Modernisierung von Netzinfrastrukturen in Bestandsgebäuden und beim
Neubau von Einfamilienhäusern“ (Gigabitstrategie, S. 56)?
Inhalte und zielgruppengerechte Aufbereitung wurden durch das Gigabitbüro
des Bundes erarbeitet. Der Leitfaden befindet sich derzeit in der inhaltlichen
Finalisierung.
8. Liegen die „Forschungsergebnisse als Ausgangspunkt für eine
Diskussion über eine beschleunigte Migration von Kupfer auf Glas“
(Gigabitstrategie, S. 57) bereits vor, und werden diese veröffentlicht?
Der Diskussionsbeitrag zum Einblick in die Migrationsprozesse von Kupfer- zu
Glasfasernetzen in Frankreich und im Vereinigten Königreich,
Rahmenbedingungen für die freiwillige Migration und für die Abschaltung sowie des
derzeitigen Standes der Migrationsprozesse wurde bereits veröffentlicht. Die
Veröffentlichung zur Situation in Deutschland (Phasenkonzept, Ablauf des
Migrationsprozesses und Prüfung materieller Fragen in der Phase der freiwilligen
Migration) steht bevor.
9. An wen wurde die Beauftragung zur Durchführung einer bundesweiten
Potenzialanalyse vergeben (Gigabitstrategie, S. 57)?
Die bundesweite Potenzialanalyse wird von der WIK-Consult GmbH erstellt.
a) Wie viele finanzielle Mittel sind seitens der Bundesregierung für die
Durchführung der Potenzialanalyse vorgesehen?
Das Budget für die Erstellung der Potenzialanalyse liegt in einer
Größenordnung von 170.000 Euro (brutto).
b) Liegen der Bundesregierung bereits erste Ergebnisse der
Potenzialanalyse vor, und wenn nein, wann rechnet die Bundesregierung mit ersten
Ergebnissen?
Werden die ersten Ergebnisse veröffentlicht?
Der Auftragnehmer hat erste, vorläufige Modellrechnungen erstellt, die aktuell
Gegenstand einer Validierung mit Netzbetreibern und Bundesländern sind. Die
abschließenden Berechnungen werden voraussichtlich Ende 2022 vorliegen.
c) Sind die Länder und Kommunen an der Durchführung der
Potenzialanalyse beteiligt?
Methode und Vorgehensweise der Potenzialanalyse wurden den Ländern und
Vertretern der Kommunalen Spitzenverbände vorgestellt. Länder und
Kommunen sind eingeladen, sich an der Erstellung der Potenzialanalyse mittels der
Bereitstellung eigener Daten über den Breitbandausbau zu beteiligen.
d) Plant die Bundesregierung, im Rahmen der Potenzialanalyse die
Ausbaupläne privater Unternehmen abzufragen und diese in das Ergebnis
der Potenzialanalyse miteinfließen zu lassen?
Die WIK-Consult GmbH hat Ausbaupläne privater Unternehmen abgefragt, um
neben Daten über den geförderten Breitbandausbau auch Daten über den
geplanten privaten Ausbau in der Analyse zu berücksichtigen.
e) Inwiefern plant die Bundesregierung, die Potenzialanalyse derart
auszugestalten, dass ihr Ergebnis für die ausbauenden Unternehmen
bindende Verpflichtungszusagen vorsieht, bzw. gibt es eine Zeitspanne,
bis wann ein eigenwirtschaftlicher Ausbau erfolgen muss und die
Kommunen damit Planungssicherheit hätten?
Die Bundesregierung plant keine Verpflichtungen für privatwirtschaftlich
ausbauende Unternehmen. Der Hauptbeitrag zum Gigabitausbau in Deutschland
erfolgt eigenwirtschaftlich. Laut Branchenangaben stehen allein dafür in den
kommenden Jahren 50 Mrd. Euro zur Verfügung. Die Bundesregierung fördert
gezielt dort, wo der eigenwirtschaftliche Ausbau in absehbarer Zeit keine
Wirkung entfalten wird.
f) Inwiefern plant die Bundesregierung, die Potenzialanalyse derart
auszugestalten, dass ihr Ergebnis für den Einsatz von staatlichen
Fördergeldern Sperrwirkungen vorsieht?
Die Bundesregierung plant nicht, die Potenzialanalyse bzw. die hieraus
abzuleitenden Ergebnisse so auszugestalten, dass sie eine unmittelbare Sperrwirkung
entfalten.
g) Die Bundesregierung führt in der Gigabitstrategie aus, dass die
Ergebnisse der Potenzialanalyse keine „unmittelbare Sperrwirkung“
entfalten (Gigabitstrategie, S. 31) – gibt es aus Sicht der Bundesregierung
folglich mittelbare Sperrwirkungen als Ergebnis der Potenzialanalyse?
Es wird davon ausgegangen, dass vor dem Hintergrund der Potenzialanalyse
und unterschiedlicher Agilität der Kommunen bei Initiierung von
Förderverfahren ein effizientes Nebeneinander von privatem und gefördertem Ausbau
erfolgen wird („natürliche Priorisierung“). Diese Annahme wird durch eine
fortlaufende Evaluierung objektiv überprüft. Es besteht die Möglichkeit, dass die
Evaluierung Erkenntnisse aus der Potenzialanalyse und deren Verwendung
einbezieht. Sollte die Evaluierung ergeben, dass öffentliche Mittel nicht in die
Gebiete mit dem höchsten Nachholbedarf fließen oder privaten Ausbau
verdrängen, müssen ggf. Gegensteuerungsmaßnahmen ergriffen werden.
10. Liegt der „Mustervertrag zur Erhöhung der Attraktivität des
Betreibermodells durch Standardisierung und Vereinfachung der Verfahren“
(Gigabitstrategie, S. 58) bereits vor?
Der Mustervertrag liegt im Entwurf vor. Die Abstimmungen hierzu sind noch
nicht abgeschlossen.
11. Wie will die Bundesregierung den Vorrang des Betreibermodells im
Übrigen sicherstellen?
14. Wann wird die Bundesregierung den Entwurf entsprechend geänderter
Förderrichtlinien vorlegen, mit denen ab Anfang 2023 alle Haushalte, die
noch nicht über einen gigabitfähigen Anschluss verfügen, im Rahmen
der beihilferechtlichen Genehmigung des Gigabitförderprogramms in
grauen Flecken förderfähig sein sollen?
24. Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung bereits unternommen, um
wie angekündigt die Anreize für den eigenwirtschaftlichen Ausbau zu
verstärken und bessere Förderrahmenbedingungen zu schaffen
(Gigabitstrategie, S. 11)?
Die Fragen 11, 14 und 24 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs
gemeinsam beantwortet.
Die künftige Ausgestaltung des Betreibermodells sowie der weiteren
Förderbedingungen erfolgt im Rahmen einer neuen Richtlinie zur Gigabit-Förderung.
Die Abstimmungen hierzu sind noch nicht abgeschlossen.
12. Was hat die Prüfung der folgenden Maßnahme „Gutscheine als
Instrument zur Stärkung der Nachfrage, als Überbrückung bis zur
Gigabiterschließung oder als Beitrag zur Errichtung einer gebäudeinternen
Infrastruktur für Gigabitanschlüsse werden geprüft“ ergeben
(Gigabitstrategie, S. 58)?
Wird das Ergebnis der Prüfung veröffentlicht?
Plant die Bundesregierung die bundesweite Einführung von Gutscheinen
für Gigabitanschlüsse?
Die Prüfung der Maßnahme ist noch nicht abgeschlossen.
13. Wie ist der Stand der „Förderrichtlinie für innovative
Funknetztechnologien“ (Gigabitstrategie, S. 61)?
Welches finanzielle Volumen enthält der erste Förderaufruf der
Förderrichtlinie?
Das BMDV fördert innovative, softwaregesteuerte Netztechnologien, darunter
auch Open RAN, bis 2024 mit bis zu 300 Mio. Euro. Wichtiges Element der
Fördermaßnahmen ist dabei die am 1. September 2022 im Bundesanzeiger
veröffentlichte „Richtlinie zur Förderung innovativer Netztechnologien im
Mobilfunk“. Ein erster Förderaufruf zur Förderrichtlinie wurde am 14. September
2022 veröffentlicht; die Einreichungsfrist endet am 14. Oktober 2022. Es
können Vorhaben im Gesamtumfang der noch zur Verfügung stehenden
Haushaltsmittel gefördert werden.
15. Wie viele Mittel plant die Bundesregierung für das
Breitbandförderprogramm des Bundes in dieser Legislaturperiode insgesamt zur Verfügung
zu stellen (bitte für 2023, 2024 und 2025 getrennt ausweisen)?
Zu den Bundesmitteln 2023 wird auf die Antwort zu den Fragen 10 bis 12 auf
Bundestagsdrucksache 20/3291 verwiesen. Der jährliche Finanzbedarf hängt
von den Marktaktivitäten ab und kann deshalb nicht über mehrere Jahre hinweg
beziffert werden. Die konkreten Abschätzungen über die Höhe der
erforderlichen jährlichen Finanzierungsmittel werden Gegenstand künftiger
Haushaltsaufstellungsverfahren sein.
16. Wird die Bundesregierung bei der künftigen Breitbandförderung den
Einsatz von PON (Passive Optical Network)-Technologien und den
Einsatz von P2P (Peer-to-Peer)-Technologien staatlich fördern oder nur eine
von beiden Technologien?
Die Fördermaßnahme muss zu einer wesentlichen Verbesserung der
Breitbandversorgung im Zielgebiet führen. Die geförderte Infrastruktur muss für
Pointto-Point-Lösungen ausgelegt sein und – technologieneutral – Bandbreiten von
mind. 1 Gbit/s symmetrisch erbringen.
17. Wie ist der Stand der Maßnahme „Aufbau von Dashboards und
Verbesserung der umweltbezogenen Datenbasis als Instrument der Evaluierung“
(Gigabitstrategie, S. 61)?
19. Wie ist der Stand des einheitlichen Portalauftritts (Gigabitstrategie,
S. 21), und welche Nutzerzahlen hat das einheitliche Portal bisher?
22. Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung bereits unternommen, um
die Datenbasis zu verbessern und den Umsetzungsprozess der
Gigabitstrategie offen und transparent zu gestalten (Gigabitstrategie, S. 6)?
Wenn noch keine Maßnahmen getroffen wurden: Welche Maßnahmen
sind vorgesehen, und wann ist mit ersten Ergebnissen zu rechnen?
Wo und wie werden diese bekannt gegeben?
27. Wie ist der Stand bezüglich des Gigabit-Grundbuchs und der
angekündigten Roadmap (Zeitplanung gemäß Gigabitstrategie Q3/2022, S. 21)?
Die Fragen 17, 19, 22 und 27 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs
gemeinsam beantwortet.
Die in der Gigabitstrategie vorgesehenen Dashboards werden derzeit in
Zusammenarbeit mit der Bundesnetzagentur und dem Gigabitbüro erarbeitet. Darüber
hinaus werden die bestehenden Geoinformationssysteme der Bundesregierung
für Telekommunikationsinfrastrukturen derzeit schrittweise zusammengeführt
und zu einem Gigabit-Grundbuch weiterentwickelt. Die Vorstellung des
Gigabit-Grundbuchs in der ersten Ausbaustufe ist für Dezember 2022 geplant.
Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 23 verwiesen.
18. Wie ist der Stand der Maßnahme „Start von Pilotprojekten für
oberirdische Verlegungen“ (Gigabitstrategie, S. 19)?
a) Wie viele Pilotprojekte für oberirdische Verlegungen waren bis zum
30. September 2022 für eine oberirdische Verlegung von
Glasfaserleitungen gestartet?
Die Fragen 18 und 18a werden gemeinsam beantwortet.
Eine Handreichung zur Verlegung auf Holzmasten bzw. Stromleitungen
befindet sich in der Finalisierung. Im nächsten Schritt werden bereits im Markt
vollzogene Projekte evaluiert und zusätzliche Pilotprojekte gestartet.
b) Wie hoch sind die finanziellen und zeitlichen Einsparungen bei den
Pilotprojekten im Bau verglichen zu den unterirdischen
Glasfaserleitungen?
Finanzielle und zeitliche Aufwände von unterirdischen Verlegemethoden
können je nach Standortgegebenheiten stark variieren und daher nicht losgelöst von
einem konkreten Projekt beziffert werden.
c) Zu welchem Anteil ist eine oberirdische Verlegung von
Glasfaserleitungen in Deutschland nach dem Konzept für eine systematische und
umfassende Nutzung einer Glasfaserinfrastruktur vorgesehen?
In ländlichen Gebieten, in denen bereits oberirdische Infrastrukturen (z. B. für
kupferbasierte Telefonleitungen oder Stromleitungen) existieren, bietet sich
diese Art der Verlegung an. Die Wahl der Verlegemethode ist letztlich eine
Entscheidung der ausbauenden Unternehmen.
d) Wie könnte eine oberirdische Bauweise insbesondere in ländlichen
Räumen die Baukosten verringern?
Eine Senkung der Baukosten erfolgt durch die deutliche Reduzierung von
Tiefbaukosten. Bei Nutzung bestehender Masten entfallen darüber hinaus
wegerechtliche Zustimmungserfordernisse der Wegebaulastträger.
e) Wie viele Meter Glasfaser lassen sich in oberirdischer Bauweise in
ländlichen Räumen pro Werktag bei vollkommener Ausschöpfung der
Baukapazität verlegen?
Die oberirdische Verlegung von Glasfasern kann je Ausbauprojekt unter
idealen Bedingungen und Vorplanungen mehrere Kilometer pro Tag betragen.
f) Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung über die oberirdische
Verlegung von Glasfaser in Frankreich?
Die Bundesregierung steht mit ihren europäischen Partnern im regelmäßigen
Austausch und prüft dabei gute Beispiele, die auch für den Ausbau digitaler
Infrastrukturen in Deutschland genutzt werden können.
20. Wie viele Produktionen sind im Rahmen der Maßnahme „Deutschland
spricht über 5G – Ausweitung der Kommunikation in den Sozialen
Medien, insbesondere auf YouTube“ bisher erfolgt und wie viele
veröffentlicht worden?
Wie hoch sind die Nutzerzahlen durchschnittlich (Gigabitstrategie, S. 27)
Die Dialoginitiative „Deutschland spricht über 5G“ ist auf Social-Media-
Plattformen Facebook, Instagram, Twitter und YouTube aktiv. Pro Woche werden
auf Facebook, Instagram und Twitter jeweils zwei bis drei Beiträge
veröffentlicht. Im Durchschnitt werden damit pro Monat rund 4,9 Millionen Menschen
erreicht. Seit Veröffentlichung der Gigabitstrategie wurden vier YouTube-
Videos veröffentlicht. Diese Videos generierten insgesamt 996 339 Views.
21. Wie viele finanzielle Mittel wurden bisher für den „5G-
Innovationswettbewerb“ (Gigabitstrategie, S. 47) vorgesehen und wie viele
finanzielle Mittel verausgabt (bitte nach Jahren 2020, 2021 und das erste
Halbjahr 2022 darstellen)?
Wie viele und welche Projekte wurden bisher gefördert?
Das 5G-Innovationsprogramm ist dreistufig angelegt und wurde bereits 2019
gestartet. Die zur Verfügung stehenden Mittel wurden 2020 durch Mittel aus
dem Konjunktur- und Zukunftspaket ergänzt. In Stufe I werden im Rahmen von
mehrjährigen Projekten sechs 5G-Forschungsregionen gefördert. In Stufe II
wurden 67 Konzepte von Städten, Regionen und Zweckverbänden gefördert;
die Maßnahme ist abgeschlossen. In der Stufe III werden aktuell 49 Projekte in
ganz Deutschland gefördert.
Stufe I – 5G-Forschungsregionen
5G4Healthcare in Amberg-Weiden
5G Lab Germany Forschungsfeld Lausitz
5G-Industry Campus Europe in Aachen
5G-Modellregion Kaiserslautern – 5G für Stadt, Land und Arbeit
5G-Reallabor in der Mobilitätsregion Braunschweig-Wolfsburg
Level 5 Indoor Navigation der HafenCity Hamburg
Zuwendung: 55.235.673,10 Euro
Mittelabfluss 2019: 494.758,09 Euro
Mittelabfluss 2020: 10.789.554,18 Euro
Mittelabfluss 2021: 12.872.149,70 Euro
Mittelabfluss 2022 (1. Hj): 7.930.306,49 Euro
Informationen zu den Projekten sind auf folgender Internetseite abrufbar:
https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/DG/5g.html
Stufe II – Der 5G-Innovationswettbewerb (Konzeptförderung)
Zuwendung: 5.751.704,71 Euro
Mittelabfluss 2020: 4.770.270,07 Euro
Mittelabfluss 2021: 981.434,64 Euro
Informationen zu den Projekten sind auf folgender Internetseite abrufbar:
https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/DG/5g-innovationswettbewerb-t
abelle.html
Stufe III – Die 5G-Umsetzungsförderung
Zuwendung: 157.010.728,11 Euro
Mittelabfluss 2021: 7.009.089,23 Euro
Mittelabfluss 2022 (1. Hj): 5.074.311,45 Euro
Informationen zu den Projekten sind auf folgenden Internetseiten abrufbar:
Projekte Runde 1:
https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/DG/5g-innova
tionswettbewerb-tabelle-stufe-3-erste-runde.html
Projekte Runde 2:
https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/DG/5g-innova
tionswettbewerb-tabelle-stufe-3-zweite-runde.html
Projekte Runde 3:
https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/DG/5g-innova
tionswettbewerb-tabelle-stufe-3-dritte-runde.html
23. Wann plant die Bundesregierung das von ihr angekündigte erste
unabhängige Monitoring zur Evaluation der Gigabitstrategie?
Wer wird dieses Monitoring durchführen?
Wann und wie werden Ergebnisse und Vorschläge veröffentlicht?
(Gigabitstrategie, S. 6)
Ein Monitoringkonzept wird gegenwärtig erarbeitet.
25. Welche der auf Seite 12 aufgeführten Maßnahmen
(Genehmigungsverfahren vereinfachen und beschleunigen), die die Bundesregierung
gegenüber den Ländern empfiehlt, wurden von welchen Ländern bereits
umgesetzt?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine eigenen Informationen vor.
26. Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung hinsichtlich der Prüfung
mindertiefer Verlegeverfahren (Gigabitstrategie, S. 17)?
Derzeit werden im Auftrag des BMDV von der Bundesanstalt für
Straßenwesen (BASt) mögliche Langzeitfolgen für Fahrbahnoberflächen im
Zusammenhang mit dem Einsatz von Trenching erforscht.
28. Wie ist der Stand hinsichtlich der angekündigten Dokumentation und
Bereitstellung von Leerrohr- und Glasfaserinfrastrukturen entlang der
Bundesfernstraßen (Gigabitstrategie, S. 21)?
Das BMDV und das FBA bereiten den Start des Projektes vor. Die
Abstimmungen hierzu sind noch nicht abgeschlossen.
29. Wie ist der Stand bezüglich der Einführung eines Gütesiegels für
hochleistungsfähige und nachhaltige Breitbandnetze (Gigabitstrategie, S. 25)?
Die erfolgreiche Einführung eines bundesweiten Gütesiegels erfordert eine
breite Akzeptanz am Markt. Die Bundesregierung ist damit befasst, gemeinsam
mit allen relevanten Marktakteuren die notwendigen Rahmenregeln zur
Zertifizierung zu definieren und eine mögliche Integration bestehender
Zertifizierungsansätze zu prüfen.
30. Welche Erkenntnisse hat die Bundesregierung hinsichtlich der Frage, ob
und inwiefern Wholesale-Modelle im Rahmen der aktuellen und auch
künftigen Förderung ab 2023 berücksichtigt werden könnten
(Gigabitstrategie, S. 33)?
Die Förderung soll den Bedürfnissen und Veränderungen des Glasfaserausbaus
im Markt Rechnung tragen. Die Bundesregierung prüft gegenwärtig, ob und
inwiefern sog. Wholesale-Modelle im Rahmen der aktuellen und künftigen
Förderung ab 2023 berücksichtigt werden.
31. Ist das Ziel einer flächendeckenden Glasfasererschließung (Fiber to the
Home (FTTH)) bis 2030 auch für TV-Kabelnetzgebiete vorgesehen?
32. Ist das Ziel einer flächendeckenden Glasfasererschließung (FTTH) bis
2030 auch für gigabitfähige TV-Kabelnetze vorgesehen?
Die Fragen 31 und 32 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Das Ziel einer flächendeckenden Glasfasererschließung bis 2030 schließt TV-
Kabelnetzgebiete ein.
33. Plant die Bundesregierung, die Förderung des Überbaus von TV-
Kabelnetzen mit Glasfaserleitungen über das bestehende
Glasfaserbereitstellungsentgelt hinaus zu fördern oder eine Neuregelung des in Rede
stehenden Instrumentes vorzunehmen?
34. Plant die Bundesregierung, die Förderung des Überbaus von
gigabitfähigen TV-Kabelnetzen mit Glasfaserleitungen über das bestehende
Glasfaserbereitstellungsentgelt hinaus zu fördern oder eine Neuregelung des
in Rede stehenden Instrumentes vorzunehmen?
Die Fragen 33 und 34 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Mit Wegfall der Aufgreifschwelle werden im Rahmen der beihilfenrechtlichen
Genehmigung des Gigabit-Förderprogramms ab Anfang 2023 alle Haushalte,
die noch nicht über einen gigabitfähigen Anschluss verfügen, in grauen Flecken
förderfähig. Die künftige Ausgestaltung der Fördertatbestände erfolgt im
Rahmen einer neuen Richtlinie zur Gigabit-Förderung. Es ist beabsichtigt, hierbei
den beihilfenrechtlichen Rahmen auszuschöpfen. Im Übrigen wird auf die
Antwort zu den Fragen 11, 14, 24 und 17, 19, 22 und 27 verwiesen.
35. Wie ist der Stand bei der Projektförderung von Open RAN (bitte nach
Projekten und für die Jahre 2020, 2021 und 1. Halbjahr 2022 auflisten)?
Der Stand der Projekte ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:
St
at
us Projektname Zuwendungs-empfänger
geleistete
Zahlungen
2021 in Euro
geleistete
Zahlungen
2022 in Euro
insgesamt
geleistete Zahlungen in
Euro
max. bewilligte
Zuwendung in
Euro
A
bg
es
ch
lo
ss
en
Protopolis Vodafone
GmbH
717.586 253.350 970.936 1.449.948
Open RAN
Cities
DTAG 7.415.140 0 7.415.140 10.450.396
O-RAN-
Ecosystem-
Enabler
Nokia 1.718.585 0 1.718.585 2.479.444
La
uf
en
d Open Lab für
Open RAN
DTAG u. a. 900.158 171.670 1.071.828 17.087.029
Summe 11.176.489 31.466.817
Erläuterungen: Die Bewilligung der Zuwendungsprojekte erfolgte nach
Einrichtung entsprechender Haushaltstitel im Jahr 2021.
36. Wie ist der Stand der „Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für den
nachhaltigen Ausbau und Betrieb von Gigabitnetzen“ (Gigabitstrategie,
S. 51)?
Die Handlungsempfehlungen für den nachhaltigen Ausbau und Betrieb von
Gigabitnetzen werden derzeit erarbeitet.
37. Wann tagt der angekündigte Bund-Länder-Ausschuss auf
Staatssekretärsebene im Jahr 2022, und wer nimmt an dem Ausschuss teil
(Gigabitstrategie, S. 51)?
Der Bund-Länder-Ausschuss auf Staatssekretärsebene tagt am 18. Oktober
2022. Eingeladen sind die zuständigen Staatssekretäre der Länder sowie
Vertreter der kommunalen Spitzenverbände.
38. Wie ist der Stand des von der Bundesregierung noch für 2022
angekündigten weiteren Gutachten zum Nutzungsverhalten von
Mehrpersonenhaushalten?
Wann rechnet die Bundesregierung mit einer Vergabe des Gutachtens,
und wann rechnet die Bundesregierung mit Ergebnissen des Gutachtens?
Werden die Ergebnisse veröffentlicht?
Das im Rahmen der Verhandlungen zur
Telekommunikationsmindestversorgungsverordnung angekündigte weitere Gutachten zum Nutzungsverhalten von
Mehrpersonenhaushalten wird zeitnah durch die Bundesnetzagentur in Auftrag
gegeben. Bis Anfang 2023 sollen zumindest vorläufige Ergebnisse vorliegen.
Das Gutachten wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2023 abgeschlossen
und veröffentlicht werden.
39. Wie ist der Stand der Umsetzung der Maßnahme „Erarbeitung eines
Meilensteinplans zur Schließung „weißer Flecken“ (Zeitplanung gemäß
Gigabitstrategie Ende 2022, S. 39)?
Das BMDV betreibt ein fortlaufendes Monitoring des eigenwirtschaftlichen
sowie des geförderten Mobilfunkausbaus und wird zum Jahresende 2022 auf
Basis der dann aktuellen Versorgungsdaten und Auswertung der
Mobilfunkvorausschau nach § 81 TKG eine Abschätzung zum weiteren Mobilfunkausbau
abgeben.
40. Wie ist nach Kenntnis der Bundesregierung der aktuelle Stand von
Gigabitanschlüssen (FTTH) in Deutschland?
Laut Branchenangaben lag die Anzahl der verfügbaren Glasfaseranschlüsse
Mitte 2022 bei 12,7 Millionen. Das entspricht 26 Prozent der Haushalte und
Unternehmen. Mit Veröffentlichung der ersten Ausbaustufe des Gigabit-
Grundbuchs im Dezember 2022 wird die Bundesregierung aktualisierte Zahlen für die
Gigabitversorgung in Deutschland vorlegen.
41. Hat das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) im
Entwurf des Haushaltsgesetzes 2023 Vorsorge für den geplanten
„Entschädigungsfonds für Baumängel“ für die Kommunen getroffen, und wenn ja,
aus welchem Haushaltsitel wird der Entschädigungsfonds finanziert, und
wenn nein, aus welchen Mitteln will das BMDV den
Entschädigungsfonds finanzieren?
In welchem Umfang sollen Mittel im Entschädigungsfonds bereitgestellt
werden?
Die Prüfung geeigneter Instrumente, um ein etwaig bestehendes Kostenrisiko
bei mindertiefen Verlegeverfahren abzumildern, wird in Kürze abgeschlossen.
42. Befürwortet die Bundesregierung die von der EU-Kommission geplante
„Infrastrukturabgabe“ für große „Tech-Konzerne“ zur Finanzierung der
digitalen Infrastruktur, oder lehnt die Bundesregierung diese
„Infrastrukturabgabe“ ab (bitte begründen)?
Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, dass entsprechende Forderungen
hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Markt, Wettbewerb sowie Verbraucher genau
geprüft werden. Deutschland hat sich gemeinsam mit sechs anderen
Mitgliedstaaten gegenüber der EU-Kommission für einen transparenten Prozess, eine
intensive Prüfung und eine frühzeitige Einbindung der Mitgliedstaaten in die
Debatte stark gemacht.
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ISSN 0722-8333]