Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Gerold Otten, Rüdiger Lucassen, Jan
Ralf Nolte, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der AfD
– Drucksache 20/7788 –
Evaluation der Impfpflicht gegen COVID-19 bei der Bundeswehr
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Kritische Fragen hinsichtlich der Duldungspflicht von COVID-19-
Schutzimpfungen bei der Bundeswehr gab es bisher nur von der Fraktion der AfD
(Antworten der Bundesregierung siehe Bundestagsdrucksachen 20/460, 29/3299
und 20/6437). Neuere Recherchen erheben nach Ansicht der Fragesteller die
Kritik, dass die Bundesregierung und das Bundesministerium der Verteidigung
(BMVg) ihrer Fürsorgepflicht gegenüber den Soldaten der Bundeswehr nicht
nachkommen. Kritikwürdig erscheint Presseberichten zufolge insbesondere
die von der Bundeswehr genutzte Datengrundlage zur Bewertung des
Impferfolges (
https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/verschlusssache-der-bu
ndeswehr-durchgesickert-covid-impfungen-ueberwacht-aber-warnsignale-igno
riert-a4249915.html). In den nachfolgenden Jahren kam es zumindest zu drei
Todesfällen, davon einer nach Einführung der Impfpflicht. Dieser Fall ist nach
Auffassung der Fragesteller insofern von öffentlichem Interesse, weil die
Bundesregierung in ihrer Antwort zu Frage 2 auf Bundestagsdrucksache 20/6437
angibt, es handle sich dabei um einen „Fall mit einer anerkannten
Wehrdienstbeschädigung im Zusammenhang mit COVID-19-Impfung“. Das wirft nach
Auffassung der Fragesteller Fragen auf hinsichtlich der Aufklärung und des
Informationsflusses im Vorfeld von Impfungen.
Am 7. Juli 2022 entschied das Bundesverwaltungsgericht aufgrund einer
Beschwerde zweier Bundeswehroffiziere, dass die Aufnahme der COVID-19-
Impfung in das Basisimpfschema rechtens sei. Gleichzeitig wurde das BMVg
verpflichtet, die Verhältnismäßigkeit der verpflichtenden Impfanordnung
sowie die Impfsicherheit ständig zu prüfen, weil die Duldungspflicht der
Soldaten in das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit und Berufsfreiheit
eingreife, aber auch „weil die vorhandenen Impfstoffe auf einer für diesen Zweck
noch nicht genutzten Technologie beruhen“ (Urteil des
Bundesverwaltungsgerichts vom 7. Juli 2022, hier Absatz 133:
https://www.bverwg.de/070722B1W
B5.22.0). Es wurde ferner darauf hingewiesen, dass sich „im Laufe der Zeit
eine anfängliche positive Nutzen-Risiko-Bewertung für einen Impfstoff
ändern“ könne, wenn bisher unbekannte Nebenwirkungen auftreten oder die
Wirksamkeit des Impfstoffes nachlässt (ebd., Absatz 78). In diesem
Zusammenhang machten die Richter des Bundesverwaltungsgerichts klar, dass, „da
die Bundeswehr über eigene Bundeswehrkrankenhäuser, wissenschaftliche
Institute und eine Sanitätsakademie verfügt, besitzt die militärische Führung
Deutscher Bundestag Drucksache 20/8074
20. Wahlperiode 22.08.2023
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums der Verteidigung
vom 21. August 2023 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
auch eine ausreichende fachliche Expertise bei der durchaus komplexen
medizinischen Einschätzung der von einzelnen Krankheitserregern ausgehenden
Gefahren, der Effektivität von Impfstoffen und der Risiken von
Impfnebenwirkungen“ (ebd., Absatz 79).
Aus dem Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts erhält die Öffentlichkeit
auch Nachricht über Hintergründe zu einem Todesfall in der Bundeswehr: In
der mündlichen Verhandlung habe das BMVg vorgegeben, „dass bei dem
deutlich über 50-jährigen Soldaten eine Vorerkrankung vorgelegen habe und
im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung ein Vorhofflimmern entstanden
sei“ (ebd., Absatz 143). Es ist aus Sicht der Fragesteller höchst fragwürdig,
warum ein Soldat mit einer ernsten Vorerkrankung eine Impfung erhalten hat,
inwiefern die Bundeswehr berechtigt war, über die Vorerkrankungen des
Verstorbenen öffentliche Auskunft zu erteilen und aufgrund welcher Erkenntnis
der zuständige Arzt seine Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen hat. Die
öffentlichen Aussagen der Witwe, die auf einer Obduktion beruhen,
widersprechen nach Pressemeldungen der Aussage des BMVg, dass beim
Verstorbenen ernsthafte Vorerkrankungen vorgelegen hätten. Vielmehr habe die
Obduktion ergeben, dass es in einem zeitlich engen Zusammenhang mit der
Impfung zu einem Blutgerinnsel gekommen sei, das zum Tode führte.
Auf die Frage, ob eine Evaluierung und Überwachung der Duldungspflicht
stattfänden, antwortete die Bundesregierung, dass die Überwachung der
Notwendigkeit bei „fachlich zuständigen Stellen des Kommandos Sanitätsdienst
der Bundeswehr liege“. Diese zuständige Stelle treffe ihre Entscheidung
„durch Auswertung des aktuellen Informations- und Wissensstandes […],
beispielsweise auf Basis von Veröffentlichungen des Robert-Koch-Institutes, des
Paul-Ehrlich-Institutes und weiterer wissenschaftlicher Publikationen. […]
Eine dezidierte nur auf Bundeswehrangehörige bezogene Auswertung erfolgt
nicht“ (Bundestagsdrucksache 20/6437, S. 3). Das BMVg gründet offenbar die
Evaluation der Impfpflicht für Soldaten nicht auf eigene Daten, obwohl diese
vorliegen. Mit Blick darauf, dass die einrichtungsbezogene Impfpflicht bereits
aufgehoben wurde (
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/ende-der-ei
nrichtungsbezogenen-impfpflicht-in-rlp-100.html), stellt sich nach Ansicht der
Fragesteller die Frage, warum im Rahmen der Duldungspflicht für Soldaten
die Impfpflicht fortbesteht.
1. Welche Bedeutung wird von der Bundesregierung einer Sammlung und
Analyse von Impfnebenwirkungen beigemessen?
a) Existiert innerhalb der Bundeswehr ein Meldeverfahren, und wenn
nein, warum nicht?
Die Fragen 1 und 1a werden zusammen beantwortet.
Entsprechend des in der Bundeswehr festgelegten Meldeweges erfolgen
Meldungen von Impfkomplikationen aus der Gesundheitsversorgung der
Bundeswehr an das zuständige zivile Gesundheitsamt, damit diese von dort gemäß den
Bestimmungen des Infektions-schutzgesetzes u. a. an die zuständige
Bundesoberbehörde, das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), weitergeleitet werden.
Die jeweils zuständige Abteilung der Überwachungsstellen für Öffentlich-
Rechtliche Aufgaben des Sanitätsdienstes der Bundeswehr und die für die
Arzneimittelsicherheit zuständige Stelle im Kommando Sanitätsdienst der
Bundeswehr sind nachrichtlich an entsprechenden Meldungen zu beteiligen.
b) Werden die Meldungen gesammelt und ausgewertet, und wenn ja,
durch wen?
Beim Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr werden die aus der
Gesundheitsversorgung der Bundeswehr eingehenden Meldungen zu Verdachtsfällen
von Impfkomplikationen erfasst. Die erfassten Daten werden bei
Risikobewertungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Impfung durch die zuständige
Stelle beim Kommando Sanitätsdienst (KdoSanDstBw) der Bundeswehr
berücksichtigt.
2. Findet auch im Angesicht des Beschlusses des
Bundesverwaltungsgerichts vom 7. Juli 2022 (vgl. Vorbemerkung der Fragesteller) eine
bundeswehrinterne Auswertung von Wirksamkeit und Sicherheit der
Impfstoffe gegen das Coronavirus anhand der gesammelten Daten statt oder
nur anhand allgemeiner Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI)
oder des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), und wenn letzterer Fall zutrifft, aus
welchem Grund?
Im Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 7. Juli 2022 wurde
festgestellt, dass sich die Bundeswehr auf die Erkenntnisse der Fachgremien des
Robert-Koch-Instituts (RKI) oder des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) abstützen
und verlassen darf, worauf sich die Bundeswehr beschränkt. Dies trifft
insbesondere auch auf eventuelle Änderungen der bisher positiven Nutzen-Risiko-
Bewertung für die Impfstoffe zu.
Bezüglich der Sicherheit der Impfstoffe erfolgt entsprechend der gesetzlichen
Vorgaben eine Meldung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW)
durch die Bundeswehr an das PEI. Zusätzlich wird eine entsprechende
Erfassung durch die zuständigen militärischen Überwachungsstellen durchgeführt.
Das militärische Personal stellt zahlenmäßig nur einen kleinen Teil der
Gesamtbevölkerung dar, von der es sich aber, abgesehen von der Altersstruktur, nicht
grundlegend unterscheidet. Da alle bei Soldatinnen und Soldaten auftretenden
UAW ebenfalls an das PEI gemeldet werden, ist ein rein bundeswehrinternes
Risikomanagement nicht zielführend.
3. Wurden bzw. werden diese Daten (siehe Frage 2) in irgendeiner Form
veröffentlicht, und wenn nein, warum nicht?
Mit Änderung des § 28b des Infektionsschutzgesetzes besteht gemäß dem
Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) keine
Rechtsgrundlage für die Verarbeitung der besonderen Kategorien
personenbezogener Daten mehr, zu denen auch der Impfstatus zählt, so dass die Erhebung
dieser Daten nicht mehr zulässig ist. Durch den Wegfall der zuvor bestehenden
Rechtsgrundlage ist auch die Speicherung der erhobenen Daten regelmäßig
nicht mehr zulässig. Die personenbezogenen Daten waren datenschutzkonform
zu vernichten und stehen daher nicht mehr für Auswertungszwecke zur
Verfügung (auf Bundestagsdrucksache 20/3299 wird verwiesen).
4. Inwiefern sind nach Ansicht der Bundesregierung die Erkenntnisse des
RKI und des PEI hinsichtlich des Infektionsgeschehens in der
Gesamtbevölkerung auf die Personengruppe der Bundeswehrsoldaten übertragbar?
Abgesehen von den Personengruppen im Alter < 17 bzw. > 65 Jahren sind die
Soldatinnen und Soldaten Teil der Gesamtbevölkerung, so dass Erkenntnisse
grundsätzlich für beide Gruppen gelten. Darüber hinaus unterliegt das
militärische Personal relevanten Besonderheiten im bundeswehreigenen Dienstbetrieb
(beengte Verhältnisse wie Gemeinschaftsunterkünfte, auf Schiffen oder in U-
Booten oder Panzern, häufige und wechselnde Personenkontakte,
Gemeinschaftsverpflegung etc.) im Inland und besonders im Ausland, wo darüber
hinaus eingeschränkte Behandlungsmöglichkeiten bestehen können.
Zusätzlich ist zum Erhalt der Funktionsfähigkeit der Streitkräfte ein strengerer
Maßstab anzulegen, was in der vom Bundesverwaltungsgericht wiederholt
bestätigten Duldungspflicht von Impfmaßnahmen in der Bundeswehr (§ 17 a
Soldatengesetz) ihre entsprechende Anwendung findet.
5. Inwieweit und warum kann die Beantwortung von Fragen hinsichtlich
des Umgangs der Bundeswehr mit der Infektionserkrankung COVID-19
die Sicherheit, das Interesse oder das Ansehen der Bundeswehr
gefährden, schädigen oder nachteilig sein (vgl. Antwort zu Frage 1 auf
Bundestagsdrucksache 20/6437, S. 1 f.)?
Das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) hat die Antwort auf Fragen
hinsichtlich des Umgangs der Bundeswehr mit der Infektionserkrankung
COVID-19 als sicherheitsrelevant eingestuft, da sie Rückschlüsse auf die
Einsatzbereitschaft zulässt.
Die Zahlen sind jedoch im Parlamentssekretariat des Deutschen Bundestages
hinterlegt und können dort von Berechtigten eingesehen werden.
6. Hat der Dienstherr der Soldaten ein Interesse an einer Datenerhebung
zum Impfstatus bzw. plant die Bundesregierung in dieser Hinsicht
gesetzgeberische Maßnahmen, wenn es sich nach Ansicht der
Bundesregierung bei COVID-19 um eine für die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr
gefährliche Infektionskrankheit handelt, zu deren Bekämpfung die
Impfpflicht für Soldaten weiter fortbestehen muss, und wenn nein, warum
nicht (siehe Antwort zu Frage 3 auf Bundestagsdrucksache 20/6437,
S. 2)?
Von Seiten des Dienstherrn besteht ein Interesse an einer anonymisierten,
aggregierten Datenerhebung zum Impfstatus der Soldatinnen und Soldaten. Die
Implementierung der elektronischen Gesundheitsakte schreitet in der
Bundeswehr voran; allerdings sind auch hier noch nicht die technischen
Voraussetzungen gegeben, um die Daten zu erheben.
a) Wie kann ein Soldat seinen Impfstatus derzeit nachweisen?
Soldatinnen und Soldaten weisen ihren Impfstatus, wie alle anderen
Bürgerinnen und Bürger auch, mittels ihres Impfbuchs nach. Darüber hinaus werden
Impfungen in den Gesundheitsakten dokumentiert.
b) Wie häufig finden Auffrischungsimpfungen statt?
Wie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) mit hohem
Empfehlungsgrad für alle Personen ab dem 18. Lebensjahr in die Empfehlungen der STIKO
aufgenommen, wird eine Basisimmunität für das militärische Personal des
Geschäftsbereich BMVg vorausgesetzt. Weitere Auffrischimpfungen werden
analog zu den STIKO-Empfehlungen, z. B. für medizinisches Personal mit
Patientenkontakt oder gefährdete Personengruppen, in den von der STIKO
empfohlenen Abständen auf freiwilliger Basis angeboten.
7. Wie viele Impfdosen wurden bisher in der Bundeswehr verimpft, welche
Kosten sind durch die Beschaffung der Impfdosen entstanden, und in
welchem Einzelplan werden diese Kosten veranschlagt?
Bezüglich der Frage zu den bislang in der Bundeswehr verimpften Impfdosen
können keine validen Angaben gemacht werden. Die COVID-19 Impfstoffe für
die Bundeswehr wurden aus zentralen Beständen des Bundes abgerufen. Eine
finanzielle Vergütung durch die Bundeswehr erfolgte nicht. Zu den Kosten
kann keine Aussage getroffen werden, da Detailangaben zu den zu zahlenden
Preisen und Summen Gegenstand der auf EU-Ebene vertraulich vereinbarten
Verträge mit den Impfstoffherstellern sind.
8. Wie viele Impfdosen stehen zur weiteren Verimpfung in der Bundeswehr
bereit, und welche Kosten entstehen dadurch dem Steuerzahler?
Aktuell stehen in der Bundeswehr 49 378 Impfdosen unterschiedlicher
Hersteller zur Verfügung. Zu den Kosten kann keine Aussage getroffen werden.
9. Wie viele Bundeswehrsoldaten sind seit 2020 aufgrund einer Infektion
mit dem Coronavirus und aufgrund einer körperlichen Reaktion auf den
Impfstoff gegen COVID-19 intensiv behandelt worden (bitte getrennt
ausweisen)?
a) Warum liegen diesbezüglich angeblich keine Daten vor (siehe
Antwort zu Frage 2b auf Bundestagsdrucksache 20/460)?
b) Warum gibt es angeblich ebenso wenig eine Datenerfassung zu
Impfschäden bei Soldaten der Bundeswehr?
Die Fragen 9 bis 9b werden zusammen beantwortet.
Die überwiegende Mehrzahl aller medizinischen Behandlungen von
Soldatinnen und Soldaten mit Impfreaktionen erfolgt in zivilen
Behandlungseinrichtungen. Die darüber vorliegenden Daten sind zweckgebunden
(Abrechnungszweck) und dürfen daher nicht zu anderen Zwecken – z. B. Anfragen –
ausgewertet werden. Darüber hinaus lässt das derzeit existierende
Abrechnungssystem eine solche Abfrage technisch in keiner Weise zu.
Das Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr (InstPrävMedBw) erhält
zwar grundsätzlich alle erstellten Krankenkarten, auf diesen wird aber lediglich
das Ereignis einer stationären Behandlung erfasst.
Interne Auswertungen des KdoSanDstBw berücksichtigen Daten zur
intensivmedizinischen Behandlung in den Bundeswehrkrankenhäusern, hingegen keine
Angaben bezüglich von Behandlungen in zivilen Krankenhäusern.
Diese Auswertungen ermöglichen daher keine Angaben zu den entsprechend
genannten statistischen Daten.
10. Wie hoch war der monatliche durchschnittliche Krankenstand bei der
Bundeswehr zwischen 2016 und 2022?
Die Beantwortung der Frage kann in offener Form nicht erfolgen. Die
Einstufung als Verschlusssache mit dem Geheimhaltungsgrad „VS – Nur für den
Dienstgebrauch“ ist im vorliegenden Fall im Hinblick auf das Staatswohl
erforderlich. Nach § 2 Absatz 2 Nummer 4 der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift
zum materiellen Geheimschutz (Verschlusssachenanweisung, VSA) vom
10. August 2018 sind Informationen, deren Kenntnisnahme durch Unbefugte
für die Interessen der Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder
nachteilig sein kann, entsprechend einzustufen.*
Eine offene Beantwortung lässt Rückschlüsse auf die Prognose der
Einsatzbereitschaft zu. Auf die „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestufte Anlage 1
wird verwiesen.
11. Inwiefern und warum handelt es sich bei einer öffentlich einsehbaren
Beantwortung von Fragen hinsichtlich der Anzahl von Krankschreibungen
und Krankentagen in der Vergangenheit um sicherheitsrelevante
Angaben, „deren Bekanntwerden für die Sicherheitsinteressen der
Bundesrepublik Deutschland nachteilig sein könnte“ (siehe Antwort zu den
Fragen 26 bis 29 auf Bundestagsdrucksache 20/1438, S. 9 f.)?
Das Bundesministerium der Verteidigung hat die Beantwortung dieser Fragen
als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft, da sie Rückschlüsse auf die
Prognose der Einsatzbereitschaft zulässt.*
Auf die Antwort zu Frage 10 wird verwiesen.
12. Wie entwickelten sich die Impfzahlen und die Impfquoten in der
Bundeswehr seit der ersten Notzulassung von Impfstoffen gegen COVID-19 bis
ultimo April 2023?
Auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 3 der Kleinen Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 20/6437 wird verwiesen.
13. Worum handelt es sich bei dem sogenannten COVID-Dashboard (https://
www.bundeswehr.de/de/organisation/cyber-und-informationsraum/aktue
lles/neues-informationstool-fuer-das-corona-lagezentrum-225992), und
welche Daten werden im COVID-Dashboard gesammelt?
Das im Artikel dargestellte und beschriebene Dashboard wurde im Jahr 2022
eingestellt. Das genannte Dashboard war der Prototyp, auf dem das
weiterentwickelte, aktuelle Dashboard basiert. Für das aktuelle Dashboard werden
folgende Daten gesammelt: COVID-19-Fälle mit Datum und regionaler
Meldebehörde, Hospitalisierungs- und Todesfälle bei militärischem Personal.
14. Wie hoch waren die Coronainzidenzen bei der Bundeswehr zwischen
2020 und April 2023 gemäß COVID-Dashboard?
a) Ist eine Korrelation mit den Inzidenzen bei der deutschen
Zivilbevölkerung erkennbar?
b) Wie entwickelte sich die Inzidenz bei der Bundeswehr im Vergleich
zur deutschen Gesamtbevölkerung und zur Alterskohorte von 15 bis
59 Jahren seit 2020 bis April 2023?
Die Fragen 14 bis 14b werden zusammen beantwortet.
Die Höhe der Inzidenzen ist der beigefügten Anlage 2 zu entnehmen.** Bis
Mitte November 2022 ist eine gleichgelagerte Korrelation zu erkennen.
Seitdem liegt eine scheinbar höhere Inzidenz bei Bundeswehrangehörigen vor. Auf
* Das Bundesministerium der Verteidigung hat die Antwort als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die
Antwort ist im Parlamentssekretariat des Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen
werden.
** Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/8074 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
die Antwort der Bundesregierung auf die Schriftliche Frage 66 auf
Bundestagsdrucksache 20/4141 wird verwiesen. Die scheinbar höhere Inzidenz bei
Bundeswehrangehörigen ist auf den geringeren PCR-Testumfang im Zivilbereich
sowie eine geringere Meldedisziplin bei den nachgewiesenen COVID-19-
Infektionen in diesem Bereich zurückzuführen.
Zivile Daten und militärische Daten können bezogen auf diese Situation daher
nicht miteinander verglichen werden.
15. Wie viele der in der Antwort zu Frage 4 auf Bundestagsdrucksache
20/3299 in der Tabelle aufgeführten PCR-Tests waren positiv?
2020: 2.212.
2021: 6.924.
16. Wie viele Schnelltests wurden der Bundeswehr zur Verfügung gestellt?
a) Ist der Bundesregierung bekannt, wie viele einfache Schnelltests
durch Nasenabstrich in der Bundeswehr vorgenommen worden sind
(bitte ausführen)?
b) Ist der Bundesregierung bekannt, wie viele Testungen durch
Nasenabstrich positiv waren (wenn ja, bitte ausführen)?
Die Fragen 16 bis 16b werden zusammen beantwortet.
Im Rahmen der COVID-19 Pandemie standen der Bundeswehr etwa 2,16
Millionen Schnellteste (Laienteste) zur Verfügung. Weitergehende Informationen
sind nicht bekannt.
17. Wie viele der auf COVID-19 positiv getesteten Bundeswehrangehörigen
waren gegen COVID-19 geimpft (bitte monatlich seit der ersten
Zulassung von Impfstoffen gegen COVID-19 bis ultimo April 2023
tabellarisch aufschlüsseln)?
Diese Daten wurden nicht erfasst.
18. Welche Bedeutung wird dem sogenannten Long-COVID-Syndrom sowie
dem sogenannten Post-Vac-Syndrom (gesundheitliche Beeinträchtigung
nach der COVID-Schutzimpfung; siehe
https://www.tagesschau.de/wisse
n/gesundheit/post-vaccine-syndrom-corona-impfung-101.html) in der
Bundeswehr beigemessen?
a) Bei wie vielen Soldaten ist bis zum Stichtag 30. April 2023 ein
Long-COVID-Syndrom sowie ein Post-Vac-Syndrom diagnostiziert
worden (vgl. Antwort zu Frage 2c auf Bundestagsdrucksache 20/460
und Antwort zu Frage 7 auf Bundestagsdrucksache 20/3299)?
b) Wie werden Soldaten mit Long-COVID-Syndrom und Post-Vac-
Syndrom durch die Bundeswehr behandelt?
Die Fragen 18 bis 18b werden zusammen beantwortet.
Es bestehen keine schlüssigen statistischen Angaben bezüglich der
diagnostizierten Fälle von Long/Post-Covid oder dem sogenannten „Post-Vac-Syndrom“
in der Bundeswehr.
Die Behandlung erfolgt individuell unter Beachtung der jeweiligen Symptome
und der entsprechenden aktuellen medizinischen Standards (Best-Practise).
19. In welchen Abständen wird gemäß Entscheid des
Bundesverwaltungsgerichts vom 7. Juli 2022 (
https://www.bverwg.de/pm/2022/44) die
Duldungspflicht betreffend die COVID-19-Schutzimpfung überwacht und
evaluiert?
a) Gibt es diesbezüglich Evaluierungsberichte?
b) Auf Grundlage welcher Daten erfolgt eine Überprüfung und
Evaluierung?
c) Unter welchen Voraussetzungen rechnet die Bundesregierung mit
einer Aufhebung der Impfpflicht gegen das COVID-19-Virus?
Die Fragen 19 bis 19c werden zusammen beantwortet.
Alle duldungspflichtigen Impfungen einschließlich derjenigen gegen
COVID-19 unterliegen einem permanenten Monitoring. Dazu werden
kontinuierlich die aktuelle Fachliteratur, Publikationen des RKI und des PEI sowie
weiterer internationaler Fachgremien (wie ECDC und CDC) analysiert. Ebenso
werden bundeswehrinterne Vorgänge wie Meldungen von UAW oder WDB-
Verfahren herangezogen.
Im Nachgang des Beschlusses des BVerwG vom 7. Juli 2022 wird derzeit ein
Expertenpanel für die Impf- und Prophylaxemaßnahmen der Bundeswehr
initiiert, welches sich bei Änderungen der STIKO-Empfehlungen oder Hinweisen
aus der Fachliteratur, mindestens einmal jährlich, mit den duldungspflichtigen
Impfungen befasst und ggf. die Vorschriften dahingehend anpasst.
Die Befassung mit den einzelnen Impfungen erfolgt systematisch auf der
Grundlage der umfänglichen Evaluierungsmethodik WHO-INTEGRATE,
welche den internationalen Standard darstellt und derzeit in ihrer aktuellen
Form von der Pettenkofer School of Public Health zusätzlich extern evaluiert
wird.
20. Wird im Zusammenhang mit der Evaluierung (vgl. Frage 19) auch eine
Nutzen-Risiko-Analyse vorgenommen, und zu welchen Ergebnissen sind
diese Analysen auch mit Blick auf das immer stärker abnehmende
Infektions- und Hospitalisierungsrisiko gekommen?
Ja, die Evaluierungsmethodik WHO-INTEGRATE enthält auch den Unterpunkt
der Nutzen-Schaden-Abwägung. Diese wurde somit ebenfalls erarbeitet. Dabei
wurden im besonderen Maße die Abwägungen der STIKO berücksichtigt,
welche sich im Zuge der Implementierung der Impfempfehlung damit
ausführlich auseinandersetzten. Diese „Gegenüberstellung von Wirksamkeit und
Sicherheit der COVID-19-Impfung“ samt der verwendeten Literatur ist im
Epidemiologischen Bulletin 21/2023 vom 25. Mai 2023 aufgeführt.
Von Seiten der Bundeswehr wurde hinsichtlich der COVID-19-Impfung
ebenfalls unverändert eine positive Nutzen-Risiko-Abwägung festgestellt.
21. Warum besteht nach wie vor die Impfpflicht gegen COVID-19 für
Soldaten, obwohl ein Fremdschutz durch die Impfung nicht gewährleistet
wird?
Neben einem geringen und kurzfristigen Transmissionsschutz durch die
Impfung besteht weiterhin nachweislich ein hoher Individualschutz vor schweren
Krankheitsverläufen, Hospitalisierung und Tod. Somit kommt der Dienstherr
auch seiner Pflicht zur Fürsorge nach.
22. Warum hält die Bundesregierung an der Duldungspflicht der Soldaten für
die COVID-19-Schutzimpfung fest, wenngleich andere Streitkräfte,
beispielsweise die der USA, die Impfpflicht gegen COVID-19 aufgehoben
haben (
https://www.spiegel.de/ausland/usa-republikaner-kippen-corona-i
mpfpflicht-bei-den-streitkraeften-a-81bf511a-d253-4e7f-9d20-caf60595
a461)?
Die Bundeswehr folgt den national amtlichen Empfehlungen der STIKO,
welche unverändert empfiehlt, dass jede erwachsene Person über eine
Basisimmunität verfügen soll (Empfehlungen der STIKO, Epidemiologisches Bulletin
21/2023 vom 25. Mai 2023). Die Handlungen anderer Staaten liegen nicht im
Verantwortungsbereich der Bundesregierung.
23. Warum hält die Bundesregierung an der Duldungspflicht der Soldaten für
die COVID-19-Schutzimpfung fest, wenngleich die
einrichtungsbezogene Impfpflicht zum Schutz vulnerabler Personengruppen aufgehoben
worden ist und es auch keine Impfpflicht für die Altersgruppe von 18 bis
59 Jahren besteht?
Die Bundeswehr orientiert sich an den Empfehlungen der STIKO (zuletzt
Epidemiologisches Bulletin 21/2023 vom 25. Mai 2023), welche unverändert
empfiehlt, dass jede erwachsene Person über eine Basisimmunität verfügen soll.
Darüber hinaus bedingen die Besonderheiten im bundeswehreigenen
Dienstbetrieb (beengte Verhältnisse wie Gemeinschaftsunterkünfte, auf Schiffen oder in
U-Booten oder Panzern, häufige und wechselnde Personenkontakte,
Gemeinschaftsverpflegung etc.) im Inland und besonders im Ausland, auch unter
Berücksichtigung von ggf. eingeschränkten Behandlungsmöglichkeiten, eine
besondere Vorsicht. Ebenso ist die Fürsorgepflicht des Dienstherrn für die
individuelle Soldatin/für den individuellen Soldaten zu berücksichtigen.
Anlage 2 zu PSts‘in bei dem
Bundesminister der Verteidigung Möller
BMVgAVL V20044 vom 21. August 2023
7-Tage-Inzidenzen
Zeitraum
März 2020
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
Zeitraum
April 2020
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
Zeitraum
Mai 2020
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
01 0,00 01 55,98 01 11,41
02 0,00 02 57,61 02 14,13
03 0,00 03 50,54 03 8,70
04 0,00 04 50,54 04 8,70
05 0,00 05 50,00 05 9,24
06 0,00 06 46,20 06 8,15
07 0,00 07 47,28 07 7,07
08 0,00 08 43,48 08 7,07
09 2,72 09 36,96 09 3,26
10 2,17 10 38,04 10 3,80
11 4,89 11 35,33 11 3,80
12 5,98 12 34,24 12 4,35
13 7,61 13 33,15 13 7,07
14 8,70 14 28,80 14 8,15
15 11,41 15 22,83 15 7,61
16 11,96 16 24,46 16 8,70
17 11,41 17 20,11 17 8,15
18 13,04 18 19,57 18 8,15
19 21,74 19 18,48 19 8,15
20 25,54 20 17,39 20 7,07
21 29,89 21 17,39 21 5,43
22 35,87 22 16,30 22 5,43
23 39,67 23 13,59 23 4,35
24 45,65 24 12,50 24 4,35
25 49,46 25 7,61 25 4,35
26 47,28 26 11,41 26 4,35
27 55,43 27 11,41 27 3,26
28 59,24 28 11,41 28 2,17
29 53,80 29 11,96 29 2,17
30 54,89 30 13,04 30 2,17
31 52,17 31 31 2,17
Zeitraum
Juni 2020
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
Zeitraum
Juli 2020
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
Zeitraum
August 2020
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
01 2,72 01 0,54 01 4,89
02 1,63 02 1,63 02 6,52
03 0,54 03 2,72 03 6,52
04 0,54 04 3,80 04 7,61
05 0,54 05 3,80 05 6,52
06 1,09 06 3,80 06 5,43
07 1,09 07 3,80 07 3,26
08 0,54 08 4,35 08 4,89
09 0,54 09 3,26 09 4,35
10 0,54 10 2,17 10 4,35
11 0,54 11 2,72 11 3,26
12 1,09 12 3,80 12 4,35
13 1,09 13 3,80 13 4,89
14 1,63 14 4,35 14 6,52
15 2,17 15 4,35 15 7,07
2
16 2,17 16 5,43 16 5,98
17 2,17 17 5,98 17 5,98
18 2,17 18 4,35 18 7,61
19 2,17 19 4,35 19 8,15
20 1,63 20 4,35 20 11,41
21 1,63 21 4,89 21 12,50
22 1,09 22 4,89 22 16,85
23 1,09 23 4,35 23 18,48
24 1,09 24 3,26 24 18,48
25 1,09 25 5,43 25 19,57
26 1,09 26 4,35 26 20,65
27 1,09 27 4,35 27 20,11
28 0,54 28 3,26 28 25,54
29 0,54 29 3,80 29 22,83
30 0,54 30 4,89 30 21,20
31 31 7,07 31 21,20
Zeitraum
Sept. 2020
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
Zeitraum
Oktober 2020
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
Zeitraum
November
2020
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
01 19,02 01 23,91 01 118,48
02 19,57 02 25,00 02 118,48
03 19,02 03 21,74 03 137,50
04 14,13 04 21,74 04 145,65
05 13,59 05 21,74 05 143,48
06 13,59 06 20,65 06 127,72
07 13,59 07 24,46 07 158,15
08 13,59 08 19,02 08 158,15
09 12,50 09 20,11 09 160,33
10 12,50 10 24,46 10 137,50
11 11,96 11 24,46 11 120,11
12 12,50 12 24,46 12 117,93
13 12,50 13 25,54 13 123,37
14 12,50 14 30,43 14 89,67
15 16,85 15 35,87 15 94,02
16 19,02 16 49,46 16 97,28
17 23,91 17 60,33 17 92,39
18 24,46 18 67,93 18 101,09
19 25,00 19 67,93 19 102,72
20 28,80 20 70,65 20 97,83
21 30,98 21 82,61 21 109,78
22 27,72 22 91,85 22 105,43
23 25,00 23 88,59 23 98,91
24 17,93 24 91,30 24 107,61
25 17,93 25 85,87 25 107,07
26 19,02 26 86,96 26 110,33
27 15,22 27 102,72 27 110,87
28 13,04 28 95,65 28 107,61
29 15,76 29 102,17 29 109,78
30 17,93 30 121,74 30 110,33
31 31 120,65 31
3
Zeitraum
Dezember
2020
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
Zeitraum
Januar 2021
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
Zeitraum
Februar 2020
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
01 107,07 01 121,20 01 79,89
02 114,13 02 113,04 02 67,93
03 108,70 03 122,83 03 63,59
04 130,98 04 123,37 04 77,17
05 114,13 05 108,70 05 81,52
06 115,76 06 104,35 06 94,57
07 116,85 07 103,26 07 104,89
08 116,30 08 114,13 08 105,43
09 110,87 09 147,83 09 96,20
10 127,17 10 149,46 10 103,80
11 116,30 11 153,80 11 89,13
12 132,61 12 157,07 12 90,76
13 142,93 13 163,59 13 75,54
14 141,30 14 171,74 14 64,67
15 159,24 15 158,15 15 65,22
16 180,98 16 145,65 16 79,89
17 177,72 17 136,96 17 79,35
18 178,80 18 132,07 18 88,04
19 203,26 19 122,83 19 81,52
20 197,28 20 121,74 20 85,33
21 204,35 21 108,15 21 85,33
22 216,85 22 109,24 22 85,33
23 195,65 23 113,59 23 74,46
24 204,89 24 117,93 24 79,89
25 171,74 25 186,96 25 87,50
26 132,61 26 200,00 26 98,37
27 124,46 27 187,50 27 91,85
28 122,83 28 184,78 28 98,91
29 108,15 29 176,63 29
30 117,39 30 160,33 30
31 98,91 31 153,80 31
Zeitraum
März 2021
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
Zeitraum
April 2021
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
Zeitraum
Mai 2021
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
01 99,46 01 177,72 01 160,87
02 98,91 02 175,54 02 159,78
03 91,85 03 163,59 03 159,78
04 83,15 04 161,96 04 160,33
05 82,07 05 157,61 05 148,91
06 81,52 06 135,33 06 134,24
07 92,93 07 128,26 07 140,76
08 92,39 08 112,50 08 121,74
09 92,39 09 135,33 09 125,54
10 94,02 10 155,43 10 133,70
11 85,87 11 159,78 11 153,80
12 74,46 12 159,78 12 165,76
13 80,98 13 185,87 13 170,11
14 62,50 14 202,17 14 155,98
4
15 64,67 15 216,30 15 160,87
16 103,80 16 197,28 16 157,61
17 179,35 17 194,57 17 149,46
18 178,26 18 188,59 18 120,11
19 200,54 19 189,67 19 92,39
20 221,20 20 182,61 20 79,89
21 226,09 21 175,00 21 73,91
22 226,09 22 175,54 22 59,78
23 196,20 23 186,96 23 58,70
24 131,52 24 180,98 24 58,15
25 150,54 25 181,52 25 50,00
26 151,09 26 178,80 26 50,00
27 155,98 27 175,00 27 42,39
28 157,61 28 188,59 28 72,83
29 160,87 29 185,33 29 73,37
30 166,30 30 158,15 30 71,74
31 161,41 31 31 71,74
Zeitraum
Juni 2021
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
Zeitraum
Juli 2021
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
Zeitraum
August 2021
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
01 75,54 01 12,50 01 19,02
02 70,65 02 9,24 02 19,02
03 68,48 03 4,89 03 19,57
04 34,78 04 4,35 04 22,28
05 24,46 05 4,35 05 19,57
06 24,46 06 4,35 06 18,48
07 24,46 07 3,80 07 16,85
08 22,83 08 4,89 08 16,85
09 16,85 09 7,61 09 17,93
10 10,87 10 8,70 10 18,48
11 9,78 11 8,70 11 13,04
12 10,33 12 8,70 12 17,93
13 9,78 13 9,24 13 20,11
14 9,24 14 9,78 14 21,20
15 9,24 15 9,78 15 23,91
16 8,70 16 8,70 16 22,28
17 10,33 17 9,24 17 25,54
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19 10,87 19 9,78 19 30,43
20 10,87 20 10,33 20 33,15
21 10,87 21 11,41 21 34,24
22 10,87 22 15,22 22 32,61
23 10,33 23 17,93 23 32,61
24 7,61 24 20,11 24 30,43
25 9,24 25 20,65 25 33,15
26 13,04 26 20,65 26 34,24
27 13,59 27 19,57 27 30,98
28 13,59 28 20,65 28 33,15
29 12,50 29 20,11 29 33,15
30 13,04 30 19,57 30 34,24
31 31 19,57 31 34,24
5
Zeitraum
Sept. 2021
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
Zeitraum
Oktober 2021
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
Zeitraum
November
2021
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
01 34,78 01 35,33 01 105,43
02 45,11 02 39,67 02 98,91
03 50,54 03 40,22 03 91,30
04 50,54 04 40,22 04 107,61
05 51,63 05 41,85 05 114,67
06 50,54 06 41,30 06 150,00
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08 53,26 08 56,52 08 151,09
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12 48,91 12 52,17 12 260,33
13 50,00 13 54,89 13 269,57
14 51,63 14 55,43 14 273,91
15 52,17 15 49,46 15 274,46
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17 51,63 17 53,26 17 293,48
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30 35,87 30 105,43 30 367,39
31 31 104,35 31
Zeitraum
Dezember
2021
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
Zeitraum
Januar 2022
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
Zeitraum
Februar 2022
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
01 385,33 01 130,43 01 1273,37
02 391,85 02 128,80 02 1328,26
03 406,52 03 133,15 03 1385,87
04 362,50 04 128,80 04 1441,30
05 360,33 05 165,76 05 1481,52
06 362,50 06 223,37 06 1463,04
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08 391,85 08 333,70 08 1573,91
09 390,76 09 357,07 09 1595,65
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13 404,35 13 517,39 13 1722,83
14 380,98 14 586,41 14 1630,43
15 363,04 15 641,85 15 1642,39
16 351,63 16 635,33 16 1616,85
17 315,76 17 638,04 17 1642,39
18 297,28 18 662,50 18 1635,33
6
19 292,93 19 692,39 19 1679,89
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27 159,78 27 1068,48 27 1602,17
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29 131,52 29 1202,72 29
30 127,17 30 1233,15 30
31 123,91 31 1238,04 31
Zeitraum
März 2022
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
Zeitraum
April 2022
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
Zeitraum
Mai 2022
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
01 1588,59 01 2123,91 01 1440,22
02 1525,54 02 2113,59 02 1442,93
03 1558,15 03 2107,07 03 1402,72
04 1590,22 04 2099,46 04 1389,67
05 1654,35 05 2007,61 05 1331,52
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19 2238,59 19 1116,30 19 985,33
20 2232,61 20 972,28 20 871,74
21 2228,80 21 1052,17 21 760,87
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23 2196,20 23 1412,50 23 755,98
24 2226,63 24 1423,91 24 748,37
25 2175,54 25 1424,46 25 696,74
26 2154,35 26 1662,50 26 683,15
27 2145,11 27 1733,15 27 608,70
28 2156,52 28 1653,80 28 510,87
29 2229,89 29 1555,43 29 539,13
30 2277,17 30 1450,54 30 539,13
31 2250,54 31 31 503,26
7
Zeitraum
Juni 2022
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
Zeitraum
Juli 2022
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
Zeitraum
August 2022
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
01 451,63 01 1128,26 01 1015,22
02 374,46 02 1190,22 02 980,98
03 496,20 03 1176,09 03 947,83
04 624,46 04 1175,00 04 880,98
05 589,67 05 1172,83 05 810,33
06 591,85 06 1393,48 06 728,26
07 505,43 07 1398,37 07 729,89
08 521,20 08 1339,13 08 727,72
09 648,91 09 1369,02 09 701,63
10 667,39 10 1366,30 10 640,22
11 705,98 11 1370,11 11 609,78
12 729,89 12 1404,35 12 584,78
13 727,72 13 1357,61 13 574,46
14 846,20 14 1283,70 14 573,37
15 904,35 15 1259,78 15 573,37
16 857,61 16 1274,46 16 567,39
17 748,37 17 1271,74 17 575,54
18 671,20 18 1267,93 18 557,61
19 647,83 19 1322,83 19 557,61
20 648,37 20 1297,28 20 545,65
21 689,67 21 1338,04 21 545,11
22 821,20 22 1390,76 22 545,11
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24 1019,02 24 1319,02 24 556,52
25 1092,39 25 1319,02 25 524,46
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27 1110,33 27 1208,70 27 479,35
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30 967,93 30 1014,13 30 461,41
31 31 1013,04 31 426,09
Zeitraum
Sept. 2022
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
Zeitraum
Oktober 2022
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
Zeitraum
November
2022
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
01 422,83 01 805,43 01 670,11
02 426,63 02 852,72 02 558,15
03 412,50 03 852,72 03 463,59
04 408,15 04 779,89 04 457,07
05 407,07 05 685,87 05 420,11
06 394,02 06 769,02 06 416,30
07 379,35 07 884,24 07 417,93
08 374,46 08 1053,80 08 480,43
09 373,37 09 1021,74 09 528,80
10 376,09 10 1022,28 10 491,85
11 373,91 11 1183,15 11 445,65
12 373,91 12 1388,04 12 390,76
13 370,65 13 1386,96 13 390,76
14 390,22 14 1270,11 14 389,13
15 385,33 15 1157,07 15 359,78
16 414,13 16 1142,93 16 338,59
17 423,91 17 1145,65 17 338,04
18 423,91 18 1102,17 18 347,83
8
19 423,91 19 1062,50 19 349,46
20 427,17 20 1044,02 20 350,54
21 439,67 21 1073,91 21 350,54
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23 492,93 23 1033,15 23 347,28
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26 530,98 26 913,59 26 376,09
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28 630,98 28 773,91 28 378,26
29 702,17 29 741,85 29 401,63
30 764,67 30 746,20 30 431,52
31 31 745,65 31
Zeitraum
Dezember
2022
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
Zeitraum
Januar 2023
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
Zeitraum
Februar 2023
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
01 444,02 01 91,30 01 332,07
02 469,57 02 89,13 02 343,48
03 500,00 03 122,83 03 380,98
04 498,37 04 234,24 04 432,61
05 499,46 05 307,61 05 434,24
06 493,48 06 335,87 06 434,24
07 523,91 07 355,98 07 458,15
08 567,93 08 355,43 08 488,04
09 598,37 09 355,43 09 510,33
10 607,07 10 353,26 10 479,89
11 605,43 11 300,00 11 460,87
12 604,89 12 277,17 12 461,96
13 642,39 13 286,96 13 461,96
14 675,54 14 282,61 14 444,02
15 698,37 15 282,61 15 413,59
16 696,74 16 282,61 16 430,98
17 710,87 17 275,00 17 464,13
18 717,39 18 246,74 18 450,54
19 716,30 19 238,59 19 448,37
20 684,24 20 222,83 20 448,37
21 630,98 21 233,70 21 446,20
22 616,30 22 233,70 22 448,37
23 595,11 23 233,70 23 459,24
24 543,48 24 229,89 24 471,20
25 537,50 25 252,72 25 558,70
26 539,67 26 276,09 26 572,28
27 489,13 27 301,09 27 573,91
28 375,00 28 297,28 28 620,65
29 220,11 29 297,28 29
30 150,00 30 297,28 30
31 91,30 31 305,98 31
9
Zeitraum
März 2023
7-Tage-
Inzidenz
COVID-19
01 667,93
02 654,35
03 640,76
04 591,30
05 577,72
06 576,09
07 555,98
08 564,67
09 546,74
10 523,91
11 519,57
12 521,74
13 521,74
14 509,78
15 455,98
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