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Kleine AnfrageWahlperiode 20Beantwortet
Stand der Umsetzung der Gigabitstrategie
(insgesamt 89 Einzelfragen)
Fraktion
CDU/CSU
Ressort
Bundesministerium für Digitales und Verkehr
Datum
27.09.2023
Antwortdauer
55 Tage
Aktualisiert
22.11.2023
Offizielle Quellen und Volltext
Die verlinkten PDFs stammen direkt vom Dokumentenserver des Deutschen Bundestages.
BT20/791603.08.2023
Stand der Umsetzung der Gigabitstrategie
Kleine Anfrage
Volltext (unformatiert)
[Kleine Anfrage
der Fraktion der CDU/CSU
Stand der Umsetzung der Gigabitstrategie
Die von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP getragene
Bundesregierung hat am 13. Juli 2022 ihre Gigabitstrategie verabschiedet und veröffentlicht
(bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Anlage/K/gigabitstrategie.pdf?__blob=publicat
ionFile). In der Gigabitstrategie sind die Maßnahmen und Ziele der
Bundesregierung für den Ausbau der digitalen Infrastruktur in Deutschland formuliert.
An den in der Gigabitstrategie angekündigten Maßnahmen und Zielen wollen
die Fragesteller die amtierende Bundesregierung messen.
Wir fragen die Bundesregierung:
1. Hat die Arbeitsgruppe auf Bundesebene zur „Beschleunigung und
Vereinfachung der Antrags- und Genehmigungsverfahren für den Ausbau von
Mobilfunkmasten entlang von Bundesfernstraßen“ (Gigabitstrategie,
S. 17) bereits getagt, und wenn ja, wann?
Wurde der Zwischenbericht der Arbeitsgruppe veröffentlicht, und welche
weitere Vorgehensweise wurde nach dem Zwischenbericht festgelegt
(bezugnehmend auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 32 auf
Bundestagsdrucksache 20/5482)?
2. Was hat die Bundesregierung bisher unternommen, um die „Unterstützung
der Öffentlichkeitsarbeit des Breitbandportals durch das Gigabitbüro des
Bundes“ (Gigabitstrategie, S. 57) umzusetzen, und welche finanziellen
Mittel in welcher Höhe wurden für die Umsetzung bisher ausgegeben und
eingeplant (bitte für die Jahre 2022, 2023 und gemäß Haushaltsentwurf der
Bundesregierung 2024 angeben)?
3. Wie ist der Stand zur „Erarbeitung eines Konzepts für eine systematische
und umfassende Nutzung von Infrastrukturen für die oberirdische
Verlegung von Glasfaserleitungen in Deutschland“ (Gigabitstrategie, S. 58)?
4. Wie ist der Stand von „Pilotprojekten für oberirdische Verlegungen“
(Gigabitstrategie, S. 58)?
Wenn bereits Pilotprojekte gestartet wurden, bitte angeben wo, in welchem
Umfang oberirdisch verlegt wurde oder eine Verlegung geplant ist sowie
wie viele finanzielle Mittel hierfür eingesetzt wurden (bitte für die Jahre
2022, 2023 und gemäß Haushaltsentwurf der Bundesregierung 2024
angeben)?
5. Wie ist der Umsetzungsstand des „Konsolidierungspaket[s]“
(Gigabitstrategie S. 58)?
Deutscher Bundestag Drucksache 20/7916
20. Wahlperiode 03.08.2023
6. Wie ist der Umsetzungsstand des „Transparenzpaket[s]“ (Gigabitstrategie
S. 58)?
7. Wie ist der Umsetzungsstand des „Förder- und Ausbaupaket[s]“
(Gigabitstrategie, S. 58)?
8. Wie ist der Umsetzungsstand des „Messpaket[s]“ (Gigabitstrategie, S. 58)?
9. Wie ist der Umsetzungsstand des „Liegenschaftspaket[s]“
(Gigabitstrategie, S. 59)?
10. Wie ist der Umsetzungsstand der „Erarbeitung eines Standards für die
Erhebung und Bereitstellung von Infrastrukturdaten zu Bundesfernstraßen“
(Gigabitstrategie, S. 59)?
11. Wie ist der Umsetzungsstand der „Erhebung, ggfs. Nacherfassung und
Bereitstellung von Infrastrukturdaten für den Gigabitausbau an
Bundesfernstraßen im Gigabit-Grundbuch der BNetzA [Bundesnetzagentur] und als
Webservice zur Einbindung in andere Fachplanungssysteme“
(Gigabitstrategie, S. 59)?
12. Wie ist der Umsetzungsstand der „Erarbeitung eines Konzepts zur
effektiven Nutzung der Potenziale der Infrastrukturen an Bundesverkehrswegen
für den flächendeckenden Gigabitausbau“ (Gigabitstrategie, S. 59)?
13. Was hat die Bundesregierung bisher dabei erreicht, „Auf EU-Ebene auf
innovations- und ausbaufreundliche Breitbandbeihilfeleitlinien hin[zu]
wirken“ (Gigabitstrategie, S. 59)?
14. Was hat die Bundesregierung bisher bei der „Intensive[n] Mitwirkung an
der Novellierung der Kostensenkungsrichtlinie auf EU-Ebene“ erreichen
können (Gigabitstrategie, S. 59)?
15. Wie ist der Umsetzungsstand bei der Internetplattform-Initiative
„Fachkräfte für den Glasfaserausbau“ und der Bereitstellung von spezifischen
Informationen zum deutschen Stellenmarkt im Bereich Glasfaser-
Netzausbau durch das Gigabitbüro (Gigabitstrategie, S. 59)?
16. Wie ist der Umsetzungsstand bei der „Erarbeitung eines Gesamtkonzepts
für die Fachkräftegewinnung entlang der gesamten Wertschöpfungskette,
einschl. Inhouse-Netzen; Berücksichtigung der Erfordernisse alternativer
Verlegemethoden“ (Gigabitstrategie, S. 59)?
17. Wie ist der Umsetzungsstand bei der Zusammenarbeit mit der
Bundesagentur für Arbeit zur Gewinnung von Fachkräften im In- und Ausland
(Gigabitstrategie, S. 59)?
Welche konkreten Maßnahmen wurden bisher mit der Bundesagentur für
Arbeit umgesetzt?
18. Wie ist der Umsetzungsstand der Informationskampagne zwecks
Anregung der Nachfrage nach hochleistungsfähigen Infrastrukturen
(Gigabitstrategie, S. 59)?
Wie viele finanzielle Mittel wurden dafür bisher eingeplant bzw.
ausgegeben (bitte für die Jahre 2022, 2023 und gemäß Haushaltsentwurf der
Bundesregierung 2024 angeben)?
In welchem Umfang konnte die Nachfrage nach hochleistungsfähigen
Infrastrukturen durch die Informationskampagne nachweisbar gesteigert
werden?
19. Wie ist der Umsetzungsstand der Informationskampagne zur
Inhouseverkabelung (Gigabitstrategie, S. 60)?
Wie viele finanzielle Mittel wurden dafür bisher eingeplant bzw.
ausgegeben (bitte für die Jahre 2022, 2023 und gemäß Haushaltsentwurf der
Bundesregierung 2024 angeben)?
20. Wie ist der Umsetzungsstand des Leitfadens bzw. Flyers „Maßnahmen zur
Modernisierung von Netzinfrastrukturen in Bestandsgebäuden und beim
Neubau von Einfamilienhäusern“ (Gigabitstrategie, S. 60)?
Wie viele finanzielle Mittel wurden dafür bisher eingeplant bzw.
ausgegeben (bitte für die Jahre 2022, 2023 und gemäß Haushaltsentwurf der
Bundesregierung 2024 angeben)?
Wurden die Leitfäden bzw. Flyer nur in digitaler Form verbreitet oder auch
in Papierform, und wenn ja, wie hoch war die Papierauflage der Leitfäden
bzw. Flyer?
21. Wie ist der Umsetzungsstand des Leitfadens „Kommunale
Orientierungshilfe zum eigenwirtschaftlichen Ausbau durch das Gigabitbüro“
(Gigabitstrategie, S. 60)?
Wie viele finanzielle Mittel wurden dafür bisher eingeplant bzw.
ausgegeben (bitte für die Jahre 2022, 2023 und gemäß Haushaltsentwurf der
Bundesregierung 2024 angeben)?
Wurden die Leitfäden nur in digitaler Form verbreitet oder auch in
Papierform, und wenn ja, wie hoch war die Papierauflage der Leitfäden bzw.
Flyer?
22. Wie ist der Umsetzungsstand des geplanten Gütesiegels für
hochleistungsfähige und nachhaltige Breitbandnetze (Gigabitstrategie, S. 60)?
23. Wie ist der Umsetzungsstand der Einführung eines Gütesiegels für
nachhaltigen Netzausbau (Gigabitstrategie, S. 60)?
24. Wie viele Produktionen sind im Rahmen der Maßnahme „Deutschland
spricht über 5G – Ausweitung der Kommunikation in den Sozialen
Medien, insbesondere auf YouTube“ bisher erfolgt, und wie viele sind
veröffentlicht worden, und wie hoch sind die Nutzerzahlen durchschnittlich
(Gigabitstrategie, S. 60)?
Wie viele finanzielle Mittel wurden dafür bisher eingeplant bzw.
ausgegeben (bitte für die Jahre 2022, 2023 und gemäß Haushaltsentwurf der
Bundesregierung 2024 angeben)?
25. Wie ist der Umsetzungsstand des „Leitfadens zum Umgang mit
Konfliktsituationen in Realisierungsprozessen des Mobilfunkausbaus vor Ort“
(Gigabitstrategie, S. 60)?
Wie viele finanzielle Mittel wurden dafür bisher eingeplant bzw.
ausgegeben (bitte für die Jahre 2022, 2023 und gemäß Haushaltsentwurf der
Bundesregierung 2024 angeben)?
Wurden die Leitfäden nur in digitaler Form verbreitet oder auch in
Papierform, und wenn ja, wie hoch war die Papierauflage der Leitfäden bzw.
Flyer?
26. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Enge Einbindung der MIG
[Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft] durch Dspricht5G zur Flankierung
geförderter Standorte mit geeigneten Kommunikationsmaßnahmen“
(Gigabitstrategie, S. 60)?
Wie viele finanzielle Mittel wurden dafür bisher eingeplant bzw.
ausgegeben (bitte für die Jahre 2022, 2023 und gemäß Haushaltsentwurf der
Bundesregierung 2024 angeben)?
27. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Veröffentlichung der
Spezifikationen zu wesentlichen Geschäftsprozessen zur Unterstützung eines
effektiven Open Access“ (Gigabitstrategie, S. 60)?
Sind die Ergebnisse öffentlich verfügbar?
28. Wie ist der Stand des Statusberichts zur Diskussion über Prinzipien eines
marktweiten Open Access (Gigabitstrategie, S. 60)?
Ist der Statusbericht öffentlich verfügbar?
29. Wie ist der Stand des Sachstandsberichts über die Themen Anschluss von
Mehrfamilienhäusern und Errichtung von Inhouse-Infrastrukturen
(Gigabitstrategie, S. 60)?
30. Wie ist der Umsetzungsstand der Evaluierung der „Überbauproblematik“
(Gigabitstrategie, S. 60)?
Wird das Ergebnis der Evaluierung veröffentlicht und/oder dem
Digitalausschuss des Deutschen Bundestages übermittelt?
31. Wie oft wurde die bundesweite Potenzialanalyse (Gigabitstrategie, S. 61)
seit ihrer ersten Veröffentlichung aktualisiert?
32. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Förderverfahren
beschleunigen und Kommunen besser unterstützen/Schrittweise Digitalisierung der
Antragstellung im Förderverfahren“ (Gigabitstrategie, S. 61), und was hat
die Bundesregierung bisher konkret unternommen?
33. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Erhöhung der
Verbindlichkeit von Markterkundungsverfahren“ (Gigabitstrategie, S. 61), und was hat
die Bundesregierung bisher konkret unternommen?
34. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Bündelung von
Ausschreibungen für Bau, Planung und Betrieb zur Reduzierung von
Zeitverzögerungen“ (Gigabitstrategie, S. 61), und was hat die Bundesregierung bisher
konkret unternommen?
35. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Vorgabe eines
Mustervertrags zur Erhöhung der Attraktivität des Betreibermodells durch
Standardisierung und Vereinfachung der Verfahren“ (Gigabitstrategie, S. 61), und
was hat die Bundesregierung bisher konkret unternommen?
36. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Unterstützung der
Kommunen, z. B. durch den Einsatz von Förderlotsen der Projektträger und das
Angebot von Handreichungen zur Verfahrensführung und Muster-
Dokumenten“ (Gigabitstrategie, S. 61), und was hat die Bundesregierung
bisher konkret unternommen?
37. Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung bisher zur Förderung von
Wholesale-Modellen im Breitbandausbau erarbeitet, und bis wann will sie
diese umsetzen (Gigabitstrategie, S. 61)?
38. Was hat die Prüfung der Weiterentwicklung und des Ausbaus des KfW-
Förderprogramms (KfW = Kreditanstalt für Wiederaufbau;
Gigabitstrategie, S. 61) durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr
(BMDV) bisher ergeben?
39. Was hat die Prüfung der Maßnahme „Gutscheine als Instrument zur
Stärkung der Nachfrage, als Überbrückung bis zur Gigabiterschließung oder
als Beitrag zur Errichtung einer gebäudeinternen Infrastruktur für
Gigabitanschlüsse“ (Gigabitstrategie, S. 61) durch das BMDV bisher ergeben?
Plant die Bundesregierung die bundesweite Einführung von Gutscheinen
für Gigabitanschlüsse?
40. Wie ist der Umsetzungsstand der „Weiterentwicklung des Mobilfunk-
Monitorings als Grundlage zur differenzierten Erfassung des IST-
Zustandes und zur Abschätzung der Kosten von Versorgungsauflagen“
(Gigabitstrategie, S. 62), und was hat die Bundesregierung bisher konkret
unternommen?
41. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Erarbeitung eines
Meilensteinplans zur Schließung „weißer Flecken“ (Gigabitstrategie, S. 62), und
was hat die Bundesregierung bisher konkret unternommen?
42. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Abstimmung eines
Mustervertrags für die Standortnutzung zwischen Standort- und
Mobilfunknetzbetreibern“ (Gigabitstrategie, S. 62), und was hat die Bundesregierung
bisher konkret unternommen?
43. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Abstimmung von
Musterverträgen mit Grundstückseigentümern durch die MIG für den geförderten
und den eigenwirtschaftlichen Ausbau“ (Gigabitstrategie, S. 62), und was
hat die Bundesregierung bisher konkret unternommen?
44. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Netzbetreiberdialog zur
Nutzung förderfähiger Standorte, Diskussion von möglichen
Kooperationsformen – insbesondere zur Kostensenkung“ (Gigabitstrategie, S. 62),
und was hat die Bundesregierung bisher konkret unternommen?
45. Wurde die „Studie zur Untersuchung von zukünftigen
Unterstützungsbedarfen und -möglichkeiten für den Ausbau modernster Mobilfunknetze“
(Gigabitstrategie, S. 62) bereits durchgeführt und veröffentlicht?
46. Wurde die „Evaluierung des Nutzungsverhaltens der
Mobilfunknetzbetreiber für geförderte Standorte“ (Gigabitstrategie, S. 62) bereits
durchgeführt?
47. Wie ist der Stand des Ideenwettbewerbs „Nachhaltiger Mobilfunkstandort“
(Gigabitstrategie, S. 62)?
48. Was hat die Bundesregierung bisher zur Initiierung von Dialogforen
(Gigabitstrategie, S. 62) unternommen?
49. Was hat die Bundesregierung bisher zur Erfassung und Vernetzung
vorhandener Initiativen (Gigabitstrategie, S. 62) unternommen?
50. Wie ist der Umsetzungsstand der Erstellung eines Konzepts zur
Entwicklung eines 5G-Ökosystems (Gigabitstrategie, S. 62)?
51. Wie ist der Umsetzungsstand der Änderung der technischen
Netzzugangsbedingungen, so dass nur noch Fahrzeuge mit störfesten Endgeräten
verkehren dürfen (Gigabitstrategie, S. 62)?
Ab wann dürfen nur noch Fahrzeuge mit störfesten Endgeräten verkehren?
Wie viele Fahrzeuge haben bisher noch kein störfestes Endgerät (bitte in
absoluten Zahlen und anteilig angeben)?
52. Wie ist der Umsetzungsstand des GSM-R-Förderprogramms (GSM-R =
Global System for Mobile Communication for Railways) für
Schienenfahrzeuge und der Unterstützung des Einbaus neuer, störfester GSM-R-
Funkmodule und -Zugfunkanlagen (Gigabitstrategie, S. 63)?
Wie viele neue, störfeste GSM-R-Funkmodule und GSM-R-
Zugfunkanlagen wurden bereits eingebaut?
53. Was hat die Prüfung der Bundesregierung bezüglich der Maßnahmen zur
Beschleunigung des Austausches der GSM-R Handhelds gegen störfeste
Versionen (Gigabitstrategie, S. 63) bisher ergeben?
54. Wie ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Umsetzungsstand der
„Weitgehende[n] Ausstattung der Intercity- und Eurocity-Wagen mit
WLAN“ (Gigabitstrategie, S. 63)?
Wie viele Intercity- und Eurocity-Wagen haben noch kein WLAN (bitte in
absoluten Zahlen und anteilig angeben)?
55. Wie ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Umsetzungsstand des
Einbaus von Mobilfunk-Repeatern (Gigabitstrategie, S. 63)?
Wie viele ICE-, Intercity- und Eurocity-Wagen haben noch keine
Mobilfunk-Repeater (bitte in absoluten Zahlen und anteilig angeben)?
56. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Einsetzen für die Bildung
von Konsortien für den grenzüberschreitenden 5G-Ausbau von
Verkehrswegen (Straße, Schiene, Wasserwege) im Rahmen von CEF2 Digital“
(Gigabitstrategie, S. 63), und was hat die Bundesregierung bisher konkret
unternommen?
57. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Dauerhafte Fortschreibung
des Schutzniveaus für Kleinzellen und Einbindung der Kleinzellen
innerhalb von Gebäuden“ (Gigabitstrategie, S. 63), und was hat die
Bundesregierung bisher konkret unternommen?
58. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Etablierung einer
kontinuierlichen Förderung der Grundlagenforschung“ (Gigabitstrategie, S. 63),
und was hat die Bundesregierung bisher konkret unternommen?
59. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Einbeziehung des
Gesundheitsschutzes bei Normung und Standardisierung von Mobilfunktechnik“
(Gigabitstrategie, S. 63), und was hat die Bundesregierung bisher konkret
unternommen?
60. Wie ist der Umsetzungsstand des 5G-Innovationswettbewerbs?
Wie viele Projekte wurden bisher mit welcher Fördersumme gefördert
(bitte auflisten)?
61. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Förderung von
Universitäten und Forschungseinrichtungen“ (Gigabitstrategie, S. 63), und was hat
die Bundesregierung bisher konkret unternommen?
62. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Erarbeitung von
Handlungsempfehlungen für den nachhaltigen Ausbau und Betrieb von
Gigabitnetzen“ (Gigabitstrategie, S. 64), und wie viele Mittel wurden bisher
bewilligt?
63. Was hat das BMDV bisher konkret unternommen, um „Synergiepotenziale
beim Infrastrukturausbau [zu] identifizieren und nutzbar [zu] machen“
(Gigabitstrategie, S. 64)?
64. Wann hat der Bund-Länder-Ausschuss auf Staatssekretärsebene zur
Umsetzung der Gigabitstrategie (Gigabitstrategie, S. 54) zuletzt getagt?
65. Wann hat der letzte hochrangige Branchendialog (Gigabitstrategie, S. 54)
stattgefunden?
66. Wie ist der Umsetzungsstand des Aufbaus von Dashboards und die
Verbesserung der umweltbezogenen Datenbasis als Instrument der
Evaluierung (Gigabitstrategie, S. 64), und was hat die Bundesregierung bisher
konkret unternommen?
67. Liegt der erste Evaluierungsbericht der Projektgruppe von Bund, Ländern
und Kommunen bereits vor, und wird dieser veröffentlicht oder dem
Ausschuss für Digitales des Deutschen Bundestages übermittelt?
68. Liegt der Bundesregierung die Studie über die Untersuchung zu
Möglichkeiten des Einsatzes von Förderinstrumenten zur Unterstützung des
privatwirtschaftlichen Infrastrukturausbaus im Bereich der
Mobilfunkversorgung mit den neuesten Mobilfunkstandards bereits vor (bezugnehmend auf
die Antwort der Bundesregierung zu den Fragen 14 und 16 auf
Bundestagsdrucksache 20/5482), und wird die Studie veröffentlicht?
69. Hat die Evaluierung des Nutzungsverhaltens der Mobilfunknetzbetreiber
für geförderte Standorte durch die Bundesregierung stattgefunden, und
wenn ja, welche Ergebnisse brachte diese Evaluation?
70. Sieht die Bundesregierung den Bedarf eines Förderbausteins für aktive
Komponenten beim Mobilfunkausbau?
71. Konnten Verfahren und Prozesse für Maßnahmen zum Mobilfunkausbau
in Gleisnähe bereits beschleunigt werden, und wenn ja, welche Verfahren
und Prozesse wurden konkret beschleunigt?
72. Wurde das Regelwerk für Maßnahmen in Gleisnähe bereits überprüft, und
wenn ja, welche Ergebnisse brachte diese Überprüfung?
73. Hat die Bundesregierung Gespräche mit den Bundesländern zur
angestrebten Vereinheitlichung der landesgesetzlichen Vorgaben zur baurechtlichen
Verfahrensfreiheit von Mobilfunkmasten geführt, und wenn ja, zu welchen
Zeitpunkten, im Rahmen welcher Formate, und welche Ergebnisse
konnten erzielt werden (Zeitpunkte und Formate bitte einzeln auflisten)?
74. Hat die Bundesregierung Gespräche mit den Bundesländern bezüglich der
angestrebten Vereinheitlichung und Verringerung der landesgesetzlich
vorgegebenen Grenzabstände von Mobilfunkmasten und Mobilfunkantennen
geführt, und wenn ja, zu welchen Zeitpunkten, im Rahmen welcher
Formate, und welche Ergebnisse konnten erzielt werden (Zeitpunkte und
Formate bitte einzeln auflisten)?
75. Hat die Bundesregierung Gespräche mit den Bundesländern bezüglich der
angestrebten Vereinheitlichung und Verringerung der landesgesetzlich
vorgegebenen Anbauverbotsabstände bei der Errichtung von
Mobilfunkmasten und Mobilfunkantennen an Straßen geführt, und wenn ja, zu welchen
Zeitpunkten, im Rahmen welcher Formate, und welche Ergebnisse
konnten erzielt werden (Zeitpunkte und Formate bitte einzeln auflisten)?
76. Hat die Bundesregierung Gespräche mit den Landesregierungen bezüglich
der angestrebten Einrichtung bzw. Erweiterung bzw. Stärkung des
Instruments der Rahmenzustimmung durch die Wegebaulastträger geführt, und
wenn ja, zu welchen Zeitpunkten, im Rahmen welcher Formate, und
welche Ergebnisse konnten erzielt werden (Zeitpunkte und Formate bitte
einzeln auflisten)?
77. Hat die Bundesregierung Gespräche mit den Landesregierungen bezüglich
der angestrebten Schaffung einer transparenten Rechtslage, nach der
Kampfmittelprüfungen bei nach 1945 errichteten Bestandsstraßen
entfallen, geführt, und wenn ja, zu welchen Zeitpunkten, im Rahmen welcher
Formate, und welche Ergebnisse konnten erzielt werden (Zeitpunkte und
Formate bitte einzeln auflisten)?
78. Hat die Bundesregierung Gespräche bezüglich der angestrebten Schaffung
zeitlich befristeter Berichtspflichten zur Dauer der wegerechtlichen
Genehmigungsverfahren geführt, und wenn ja, zu welchen Zeitpunkten, im
Rahmen welcher Formate, und welche Ergebnisse konnten erzielt werden
(Zeitpunkte und Formate bitte einzeln auflisten)?
79. Wird die Bundesregierung – wie es als Ziel noch in den Eckpunkten der
Gigabitstrategie für 2023 formuliert wurde – die Bundesländer 2023
bitten, die Möglichkeit eines vorzeitigen Baubeginns bis zur Erteilung der
Baugenehmigung bei der Errichtung von Mobilfunkmasten vorzusehen?
80. Wird sich die Bundesregierung vor der Weltfunkkonferenz (WRC 2023)
zur künftigen Nutzung des UHF-Bandes (UHF = Ultra High Frequency)
positionieren, und wenn ja, wann, und wie wird diese Positionierung
veröffentlicht oder dem Digitalausschuss des Deutschen Bundestages
übermittelt?
81. Wie viele der etwa 15 000 in Deutschland verkehrenden Lokomotiven und
Triebfahrzeuge sind nach Kenntnis der Bundesregierung technisch so
umgerüstet, dass trotz funktionierenden GSM-R-Netzes für die Bahnen auch
eine weitere 4G-Funkfrequenz entlang der Bahnlinien für einen besseren
Mobilfunkempfang in Betrieb genommen werden kann (bitte nach
Bahnbetreiber aufschlüsseln)?
82. Liegen die Ergebnisse der ersten Evaluierung der
Telekommunikationsmindestversorgungsverordnung (TKMV) bis Ende 2022 (siehe
Plenarprotokoll zum TOP 21 i. V. m. mit Anlage 8: www.bundesrat.de/SharedDocs/
downloads/DE/plenarprotokolle/2022/Plenarprotokoll-1022.pdf?__blob=p
ublicationFile) bereits vor, und werden diese veröffentlicht oder dem
zuständigen Ausschuss für Digitales des Deutschen Bundestages übermittelt?
83. Hat die Bundesregierung bereits erste Pilotprojekte zur oberirdischen
Verlegung von Glasfaserkabeln gestartet (Gigabitstrategie, S. 18), und wenn
ja, wo, und in welchem Umfang?
84. Sind der Bundesregierung Regionen in Deutschland bekannt, in denen
Glasfaserkabel bereits an Holzmasten verlegt wurden, und wenn ja, wann,
und wo?
85. Wann plant die Bundesregierung das von ihr angekündigte erste
unabhängige Monitoring zur Evaluation der Gigabitstrategie (Gigabitstrategie,
S. 6)?
86. Wie ist der Stand hinsichtlich der angekündigten Dokumentation und
Bereitstellung von Leerrohr- und Glasfaserinfrastrukturen entlang der
Bundesfernstraßen (Gigabitstrategie, S. 21)?
87. Wie ist der Stand bei der Projektförderung von Open RAN (RAN = Radio-
Access-Network; bitte nach Projekten und für die Jahre 2020, 2021, 2022,
2023 und gemäß Haushaltsentwurf 2024 der Bundesregierung auflisten)?
88. Wie ist der Stand der „Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für den
nachhaltigen Ausbau und Betrieb von Gigabitnetzen“ (Gigabitstrategie,
S. 51)?
89. Wie oft haben Betreiber kritischer Infrastrukturen seit Inkrafttreten des IT-
Sicherheitsgesetzes 2.0 im Mai 2021 den geplanten erstmaligen Einsatz
einer kritischen Komponente gemäß § 2 Absatz 13 des Gesetzes über das
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI-Gesetz) dem
Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) angezeigt?
Wie oft wurde der Einsatz der kritischen Komponenten gemäß § 9b BSI-
Gesetz untersagt, und wie oft waren Komponenten chinesischer Hersteller
betroffen?
Berlin, den 1. August 2023
Friedrich Merz, Alexander Dobrindt und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.betrifft-gesetze.de
ISSN 0722-8333]
BT20/850627.09.2023
auf die Kleine Anfrage - Drucksache 20/7916 - Stand der Umsetzung der Gigabitstrategie
AntwortAntwort
Volltext (unformatiert)
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU
– Drucksache 20/7916 –
Stand der Umsetzung der Gigabitstrategie
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP getragene
Bundesregierung hat am 13. Juli 2022 ihre Gigabitstrategie verabschiedet und
veröffentlicht (bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Anlage/K/gigabitstrategie.pdf?__blob=p
ublicationFile). In der Gigabitstrategie sind die Maßnahmen und Ziele der
Bundesregierung für den Ausbau der digitalen Infrastruktur in Deutschland
formuliert. An den in der Gigabitstrategie angekündigten Maßnahmen und
Zielen wollen die Fragesteller die amtierende Bundesregierung messen.
1. Hat die Arbeitsgruppe auf Bundesebene zur „Beschleunigung und
Vereinfachung der Antrags- und Genehmigungsverfahren für den Ausbau
von Mobilfunkmasten entlang von Bundesfernstraßen“ (Gigabitstrategie,
S. 17) bereits getagt, und wenn ja, wann?
Wurde der Zwischenbericht der Arbeitsgruppe veröffentlicht, und welche
weitere Vorgehensweise wurde nach dem Zwischenbericht festgelegt
(bezugnehmend auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 32 auf
Bundestagsdrucksache 20/5482)?
Die Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Vereinheitlichung und Beschleunigung des
Antragsverfahrens zur Genehmigung von Mobilfunkstandorten hat unter der
Leitung des Fernstraßen-Bundesamtes mehrfach getagt, zuletzt Ende Mai 2023.
Der Zwischenbericht der Arbeitsgruppe wurde nicht veröffentlicht. Ziel ist es,
die Arbeiten zur Standardisierung der Antragsverfahren sowie der technischen
Anforderungen an mögliche Standorte bis Ende 2023 abzuschließen.
Deutscher Bundestag Drucksache 20/8506
20. Wahlperiode 27.09.2023
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr vom
5. September 2023 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
2. Was hat die Bundesregierung bisher unternommen, um die
„Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit des Breitbandportals durch das
Gigabitbüro des Bundes“ (Gigabitstrategie, S. 57) umzusetzen, und welche
finanziellen Mittel in welcher Höhe wurden für die Umsetzung bisher
ausgegeben und eingeplant (bitte für die Jahre 2022, 2023 und gemäß
Haushaltsentwurf der Bundesregierung 2024 angeben)?
Das Gigabitbüro des Bundes hat verschiedene Maßnahmen zur Unterstützung
der Öffentlichkeitsarbeit des Breitband-Portals, u. a. in Form von Fachartikeln
(online, Fach- und Kommunalzeitschriften) durchgeführt. Dies sind Beiträge
auf der Website und im Newsletter des Gigabitbüro des Bundes, Fachartikel
zum Breitband-Portal in der kommunalen Fachzeitschrift „der gemeinderat”
(10/22), die Vorstellung des Breitband-Portals und Darstellung von Neuerungen
vor Vertreterinnen und Vertretern der Länder, der Kompetenzzentren für
digitale Infrastruktur und der Digitalagenturen, verschiedene Formate (Bund-Länder-
Jour Fixe, Bund-Länder-Workshop) und die Vorstellung des Breitband-Portals
auf einschlägigen Veranstaltungen und Messen.
Im Jahr 2022 sind Kosten in Höhe von 10 261,58 Euro angefallen. Für die
Jahre 2023 und 2024 werden Kosten von jeweils circa 5 000 Euro pro Jahr
erwartet.
3. Wie ist der Stand zur „Erarbeitung eines Konzepts für eine systematische
und umfassende Nutzung von Infrastrukturen für die oberirdische
Verlegung von Glasfaserleitungen in Deutschland“ (Gigabitstrategie, S. 58)?
Nach ersten, strukturierten Arbeitsgruppensitzungen mit den Branchen wurde
das Konzept „Oberirdischer Glasfaserausbau – Nutzung vorhandener
Holzmasten und Errichtung neuer Telekommunikationslinien“ vom Gigabitbüro des
Bundes veröffentlicht. Auf dieser Grundlage und unter weiterer Beteiligung der
Branchen wird derzeit eine Erweiterung des Konzepts geprüft.
4. Wie ist der Stand von „Pilotprojekten für oberirdische Verlegungen“
(Gigabitstrategie, S. 58)?
Wenn bereits Pilotprojekte gestartet wurden, bitte angeben wo, in
welchem Umfang oberirdisch verlegt wurde oder eine Verlegung geplant ist
sowie wie viele finanzielle Mittel hierfür eingesetzt wurden (bitte für die
Jahre 2022, 2023 und gemäß Haushaltsentwurf der Bundesregierung
2024 angeben)?
83. Hat die Bundesregierung bereits erste Pilotprojekte zur oberirdischen
Verlegung von Glasfaserkabeln gestartet (Gigabitstrategie, S. 18), und
wenn ja, wo, und in welchem Umfang?
Die Fragen 4 und 83 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) hat bislang keine
Pilotprojekte initiiert, steht jedoch im Austausch mit den
Branchenvertretungen. Eine Finanzierung von Pilotprojekten durch das BMDV ist derzeit nicht
vorgesehen.
5. Wie ist der Umsetzungsstand des „Konsolidierungspaket[s]“
(Gigabitstrategie S. 58)?
Die Umsetzung des Konsolidierungspakets ist erfolgt. Das Gigabit-Grundbuch
wurde am 13. Dezember 2022 auf einer neuen Internetseite (www.gigabitgrund
buch.bund.de) veröffentlicht.
6. Wie ist der Umsetzungsstand des „Transparenzpaket[s]“
(Gigabitstrategie S. 58)?
Mit der Implementierung der Analyseplattform am 13. Dezember 2022 wurde
ein wesentlicher Teil des Transparenzpaketes umgesetzt. Das Gigabit-
Grundbuch wird kontinuierlich weiterentwickelt, verbessert und mit neuen
Funktionen ausgestattet.
7. Wie ist der Umsetzungsstand des „Förder- und Ausbaupaket[s]“
(Gigabitstrategie, S. 58)?
Das BMDV ist zusammen mit den Projektträgern der Festnetz- und
Mobilfunkförderung im engen Austausch, um die Informationen über die Ergebnisse und
den Stand von Markterkundungs- und Förderverfahren transparenter
darzustellen. Seit Veröffentlichung des Gigabit-Grundbuchs am 13. Dezember 2022
erhalten die Nutzenden bereits einen Überblick über die Status der
Förderverfahren im Festnetz- (Öffentliche Sicht des Breitbandatlas (Bürgerplattform)) und
im Mobilfunkbereich. Letzteres gilt ausschließlich für berechtigte Nutzende
(insb. Planende in den Ländern und Kommunen) der Analyseplattform.
8. Wie ist der Umsetzungsstand des „Messpaket[s]“ (Gigabitstrategie,
S. 58)?
Die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und
Eisenbahnen (BNetzA) bereitet ein Messkonzept vor, um die
Mobilfunkversorgung vor Ort realitätsnäher zu erfassen. Der Prüf- und Messdienst ist hierbei
eingebunden und hat zu diesem Zweck neue Messinstrumente angeschafft.
Erste Messfahrten haben stattgefunden.
9. Wie ist der Umsetzungsstand des „Liegenschaftspaket[s]“
(Gigabitstrategie, S. 59)?
Das Liegenschaftspaket ist Teil der Weiterentwicklung des Infrastrukturatlas
zur Planungsplattform für die ausbauenden Unternehmen und die am Ausbau
beteiligten Verwaltungen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene. Die
Integration von Daten zu mitnutzbaren Liegenschaften für den Mobilfunkausbau
soll sukzessive Ende 2023 starten.
10. Wie ist der Umsetzungsstand der „Erarbeitung eines Standards für die
Erhebung und Bereitstellung von Infrastrukturdaten zu
Bundesfernstraßen“ (Gigabitstrategie, S. 59)?
11. Wie ist der Umsetzungsstand der „Erhebung, ggfs. Nacherfassung und
Bereitstellung von Infrastrukturdaten für den Gigabitausbau an
Bundesfernstraßen im Gigabit-Grundbuch der BNetzA [Bundesnetzagentur] und
als Webservice zur Einbindung in andere Fachplanungssysteme“
(Gigabitstrategie, S. 59)?
86. Wie ist der Stand hinsichtlich der angekündigten Dokumentation und
Bereitstellung von Leerrohr- und Glasfaserinfrastrukturen entlang der
Bundesfernstraßen (Gigabitstrategie, S. 21)?
Die Fragen 10, 11 und 86 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs
gemeinsam beantwortet.
Das Projekt „Nacherfassung von Infrastrukturen für den Gigabitausbau an
Bundesfernstraßen“ beim Fernstraßenbundesamt beinhaltet die strukturierte und
standardisierte Nacherfassung und Bereitstellung von Infrastrukturdaten an den
Bundesfernstraßen. Aktuell wird die Vergabe der Nacherfassungsleistungen
vorbereitet, der eine umfangreiche Grundlagenermittlung in Zusammenarbeit
mit den Ländern voraus ging. Die Nacherfassung soll zu Beginn des
kommenden Jahres beginnen. Bis dahin werden Erhebungsstandards definiert sein.
Standards für die Bereitstellung der Informationen werden aktuell in
Zusammenarbeit mit der BNetzA erarbeitet und sollen in 2024 vorliegen.
12. Wie ist der Umsetzungsstand der „Erarbeitung eines Konzepts zur
effektiven Nutzung der Potenziale der Infrastrukturen an
Bundesverkehrswegen für den flächendeckenden Gigabitausbau“ (Gigabitstrategie, S. 59)?
Das Konzept wird derzeit erarbeitet. Im Lichte der umfassenden
Revitalisierung der Verkehrsinfrastrukturen in Deutschland soll ein zukunftsfähiger,
verkehrsträgerübergreifender und nachhaltiger Gesamtansatz für die digitalisierten
Infrastrukturen des Bundes entwickelt werden, der einerseits zum
flächendeckenden Ausbau der Gigabit-Infrastrukturen beitragen kann und andererseits
als Grundlage für digitale Mobilitätsanwendungen dient.
13. Was hat die Bundesregierung bisher dabei erreicht, „Auf EU-Ebene auf
innovations- und ausbaufreundliche Breitbandbeihilfeleitlinien
hin[zu]wirken“ (Gigabitstrategie, S. 59)?
Die Bundesregierung hat sich intensiv am Prozess zur Überarbeitung der
europäischen Breitbandbeihilfeleitlinien beteiligt. Die überarbeiteten
Breitbandbeihilfeleitlinien wurden am 31. Januar 2023 im Amtsblatt der Europäischen
Union veröffentlicht (Abl. C 36 vom 31. März 2023, S. 1) und werden von der
EU-Kommission seit 1. Februar 2023 angewendet. Die neuen
Breitbandbeihilfeleitlinien sind innovations- und ausbaufreundlicher gestaltet und sind ein
wichtiges Element für die Erreichung der Ziele der Gigabitstrategie. Die
Anhebung des Schwellenwertes für staatliche Förderung im Festnetzbereich und
die an den Endnutzerbedürfnissen orientierten Vorgaben zur Förderung von
Mobilfunknetzen erleichtern den Ausbau von sehr leistungsfähigen
Breitbandnetzen in den Mitgliedstaaten, insbesondere in bisher unzureichend vernetzten
Gebieten.
14. Was hat die Bundesregierung bisher bei der „Intensive[n] Mitwirkung an
der Novellierung der Kostensenkungsrichtlinie auf EU-Ebene“ erreichen
können (Gigabitstrategie, S. 59)?
Die EU-Kommission hat im Rahmen des am 23. Februar 2023 vorgelegten
Konnektivitätspakets einen Vorschlag für eine Gigabit-Infrastrukturverordnung
(GIA) veröffentlicht. Die GIA soll die Kostensenkungsrichtlinie (2014/61/EU)
ablösen und wird seit März 2023 im Rat verhandelt. Die Bundesregierung
bringt ihre Positionen bei den Verhandlungen im Rat ein.
15. Wie ist der Umsetzungsstand bei der Internetplattform-Initiative
„Fachkräfte für den Glasfaserausbau“ und der Bereitstellung von spezifischen
Informationen zum deutschen Stellenmarkt im Bereich Glasfaser-
Netzausbau durch das Gigabitbüro (Gigabitstrategie, S. 59)?
Die Webseite „Fachkräfte für den Glasfaserausbau” ist seit 2020 in Betrieb und
wird seitdem stets aktualisiert. Eine Themenseite „Fachkräfte für den
Glasfaserausbau” auf der Webseite des Gigabitbüros des Bundes besteht ebenfalls.
Eine regelmäßige Veröffentlichung von spezifischen Informationen zum
deutschen Stellenmarkt im Bereich Glasfaser- und -Netzausbau (Marktspiegel)
wurde eingerichtet und wird seitdem quartalsweise publiziert (Start: Drittes
Quartal/2022).
16. Wie ist der Umsetzungsstand bei der „Erarbeitung eines Gesamtkonzepts
für die Fachkräftegewinnung entlang der gesamten Wertschöpfungskette,
einschl. Inhouse-Netzen; Berücksichtigung der Erfordernisse alternativer
Verlegemethoden“ (Gigabitstrategie, S. 59)?
Das Gesamtkonzept für die Fachkräftegewinnung entlang der gesamten
Wertschöpfungskette wurde in enger Abstimmung mit der Bundesagentur für
Arbeit, der Deutschen Industrie- und Handelskammer, der Fachkräfteinitiative für
den Glasfaserausbau und dem Gigabitbüro des Bundes erarbeitet. Das Konzept
ist auf den Webseiten des Gigabitbüros und der Fachkräfteinitiative
veröffentlicht.
17. Wie ist der Umsetzungsstand bei der Zusammenarbeit mit der
Bundesagentur für Arbeit zur Gewinnung von Fachkräften im In- und Ausland
(Gigabitstrategie, S. 59)?
Welche konkreten Maßnahmen wurden bisher mit der Bundesagentur für
Arbeit umgesetzt?
In Abstimmung mit der Bundesagentur für Arbeit, der Initiative Fachkräfte für
den Glasfaserausbau und dem Gigabitbüro des Bundes wurde eine
Veranstaltungsreihe entwickelt, in der Arbeitsagenturen Informationen zum Thema
„Fachkräfte für die Glasfaserbranche” erhalten können. Solche
Berufskundeveranstaltungen, die sich vor allem an Arbeitsvermittlerinnen und -vermittler
richten, werden vor Ort oder online durchgeführt. Auf Basis der dabei
gewonnen Erkenntnisse wird Informationsmaterial für Bewerbende und
Arbeitsagenturen erstellt. Diese wurden auf der Website des Gigabitbüros des Bundes und
der Fachkräfteinitiative veröffentlicht.
18. Wie ist der Umsetzungsstand der Informationskampagne zwecks
Anregung der Nachfrage nach hochleistungsfähigen Infrastrukturen
(Gigabitstrategie, S. 59)?
Wie viele finanzielle Mittel wurden dafür bisher eingeplant bzw.
ausgegeben (bitte für die Jahre 2022, 2023 und gemäß Haushaltsentwurf der
Bundesregierung 2024 angeben)?
In welchem Umfang konnte die Nachfrage nach hochleistungsfähigen
Infrastrukturen durch die Informationskampagne nachweisbar gesteigert
werden?
Im Zuge der Informationskampagne zwecks Anregung der Nachfrage nach
hochleistungsfähigen Infrastrukturen wurden durch das Gigabitbüro des
Bundes der Flyer „Ihr Glasfaseranschluss“ erstellt und verteilt, eine Landingpage
unter dem Internetauftritt des Gigabitbüros des Bundes eingerichtet und
Beiträge auf den Social Media-Kanälen des BMDV gepostet. Die
Kampagnenarbeit ist seither fortlaufend.
Die Informationskampagne und das jeweilige Material wurden synergetisch
entwickelt und durchgeführt. Kosten werden dementsprechend für alle
Maßnahmen gesammelt angegeben. Im Jahr 2022 fielen Kosten von 53 916,75 Euro
an. Für das Jahr 2023 sind circa 38 000 Euro und für das Jahr 2024 circa 44
000 Euro geplant.
19. Wie ist der Umsetzungsstand der Informationskampagne zur
Inhouseverkabelung (Gigabitstrategie, S. 60)?
Wie viele finanzielle Mittel wurden dafür bisher eingeplant bzw.
ausgegeben (bitte für die Jahre 2022, 2023 und gemäß Haushaltsentwurf der
Bundesregierung 2024 angeben)?
20. Wie ist der Umsetzungsstand des Leitfadens bzw. Flyers „Maßnahmen
zur Modernisierung von Netzinfrastrukturen in Bestandsgebäuden und
beim Neubau von Einfamilienhäusern“ (Gigabitstrategie, S. 60)?
Wie viele finanzielle Mittel wurden dafür bisher eingeplant bzw.
ausgegeben (bitte für die Jahre 2022, 2023 und gemäß Haushaltsentwurf der
Bundesregierung 2024 angeben)?
Wurden die Leitfäden bzw. Flyer nur in digitaler Form verbreitet oder
auch in Papierform, und wenn ja, wie hoch war die Papierauflage der
Leitfäden bzw. Flyer?
Die Fragen 19 und 20 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Der Leitfaden wurde unter dem Titel „So kommt die Glasfaser zu Ihnen”
veröffentlicht. Er steht als Download auf der Website des Gigabitbüro des Bundes
bereit. In Papierform wurden über 52 000 Exemplare (Stand: 4. August 2023)
des Leitfadens und über 71 000 Exemplare des kompakten Flyers „Ihr
Glasfaseranschluss“ (Stand: 4. August 2023) veröffentlicht und verteilt.
Der Leitfaden wurde auch im Rahmen der Informationskampagne zur
Inhouseverkabelung verteilt. Ergänzend wurde u. a. eine Landingpage unter dem
Internetauftritt des Gigabitbüros des Bundes mit weiterführenden Informationen
eingerichtet, die Themenseite „Ausbau von Gebäudenetzen (Inhouse) in
Mehrfamilienhäusern“ erweitert sowie Beiträge auf den Social Media-Kanälen des
BMDV erstellt. Zusätzlich wurde der Leitfaden im Netzwerk des Gigabitbüros
des Bundes gestreut und über Multiplikatoren (Kommunen, Länder, etc.)
verbreitet. Die Kampagnenarbeit ist seither fortlaufend.
Im Hinblick auf die Kosten wird auf die Antwort zu Frage 18 verwiesen.
21. Wie ist der Umsetzungsstand des Leitfadens „Kommunale
Orientierungshilfe zum eigenwirtschaftlichen Ausbau durch das Gigabitbüro“
(Gigabitstrategie, S. 60)?
Wie viele finanzielle Mittel wurden dafür bisher eingeplant bzw.
ausgegeben (bitte für die Jahre 2022, 2023 und gemäß Haushaltsentwurf der
Bundesregierung 2024 angeben)?
Wurden die Leitfäden nur in digitaler Form verbreitet oder auch in
Papierform, und wenn ja, wie hoch war die Papierauflage der Leitfäden
bzw. Flyer?
Der Leitfaden „Kommunale Orientierungshilfe zum eigenwirtschaftlichen
Ausbau“ wurde veröffentlicht und ist über den Internetauftritt des Gigabitbüros des
Bundes abrufbar. Es wurden ca. 400 Druckexemplare auf einschlägigen
Veranstaltungen und Messen an Fachpublikum der öffentlichen Hand verteilt.
Für 2022 sind 48 003,30 Euro Kosten angefallen. Da der Leitfaden
abgeschlossen und keine Anpassung geplant ist, ergeben sich keine Folgekosten in den
Jahren 2023 und 2024.
22. Wie ist der Umsetzungsstand des geplanten Gütesiegels für
hochleistungsfähige und nachhaltige Breitbandnetze (Gigabitstrategie, S. 60)?
23. Wie ist der Umsetzungsstand der Einführung eines Gütesiegels für
nachhaltigen Netzausbau (Gigabitstrategie, S. 60)?
Die Fragen 22 und 23 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Eine verpflichtende Einführung derartiger Siegel wird als nicht notwendig
erachtet, da diese aufgrund marktlicher Prozesse bereits jetzt freiwillig angeboten
werden.
24. Wie viele Produktionen sind im Rahmen der Maßnahme „Deutschland
spricht über 5G – Ausweitung der Kommunikation in den Sozialen
Medien, insbesondere auf YouTube“ bisher erfolgt, und wie viele sind
veröffentlicht worden, und wie hoch sind die Nutzerzahlen durchschnittlich
(Gigabitstrategie, S. 60)?
Wie viele finanzielle Mittel wurden dafür bisher eingeplant bzw.
ausgegeben (bitte für die Jahre 2022, 2023 und gemäß Haushaltsentwurf der
Bundesregierung 2024 angeben)?
Format Produziert Veröffentlicht Anzahl YT-
Serie begleitende
Social Media
Assets
(produziert)
Anzahl YT-Serie
begleitende
Social Media Assets
(veröffentlicht)
YouTube
(YT)-
Formate
52 45 29 21
Social
Media
Bewegtbild
21 18 33 25
Netzwerk Abonnenten (+Zuwachs Januar bis Juli 2023)
Facebook 1.177 (+127)
Instagram 1.339 (+107)
Netzwerk Abonnenten (+Zuwachs Januar bis Juli 2023)
Twitter 886 (+8)
YouTube 821 (+51)
Der Social-Media-Content von Deutschland spricht über 5G erreicht auf
Instagram, Facebook und Twitter Millionenreichweiten.
Impressionen Link-
Clicks
Reaktionen Kommentare
Erste Jahreshälfte
2023
38.731.809 20.306 16.822 6.900
Auch der Youtube-Content, hier am Beispiel der sechsteiligen Serie Mensch &
Maschine, erreicht Millionenreichweiten.
Folge 1 Folge 2 Folge 3 Folge 4 Folge 5 Folge 6 Gesamt
Anzeigenimpressionen in
Mio.
14,55 7,76 3,72 3,01 2,82 2,39 34,28
Direkte
Klicks
2.261 2.541 8.083 11.181 12.984 11.716 48.766
Die Angaben (gerundet) beziehen sich auf die Social-Media-Content-Planung
auf Facebook, Twitter, Instagram sowie auf die Youtube-Produktionen und
deren Ausspielung und Verlängerung auf den Social-Media-Kanälen
– Asset-Erstellung (Planung, Redaktion, Grafik)
– Postbewerbung Social-Media-Content
– Digitale Mediaplanung für Social Media und für die Dialog-Plattform
(Fremdleistungen für Bildeinkäufe und Media-Budget sind nicht enthalten).
Eingeplant Ausgegeben
2022 FB, TW, IG: 360.000 Euro
Youtube: 144.000 Euro
360.000 Euro
144.000 Euro
2023 FB, TW, IG: 360.000 Euro
Youtube: 430.000 Euro
210.000 Euro
230.000 Euro
25. Wie ist der Umsetzungsstand des „Leitfadens zum Umgang mit
Konfliktsituationen in Realisierungsprozessen des Mobilfunkausbaus vor Ort“
(Gigabitstrategie, S. 60)?
Wie viele finanzielle Mittel wurden dafür bisher eingeplant bzw.
ausgegeben (bitte für die Jahre 2022, 2023 und gemäß Haushaltsentwurf der
Bundesregierung 2024 angeben)?
Wurden die Leitfäden nur in digitaler Form verbreitet oder auch in
Papierform, und wenn ja, wie hoch war die Papierauflage der Leitfäden
bzw. Flyer?
Der Leitfaden, der am 12. Juli 2022 erstmals im Medienbereich der Website
www.deutschland-spricht-ueber-5g.de veröffentlich wurde, befindet sich
aktuell in der inhaltlichen Überarbeitung. Dabei werden die zahlreichen
Kontaktstellen in den 16 Bundesländern erneut abgefragt und aktualisiert. Zudem
werden alle institutionellen Partner zur Umsetzung der Gigabitstrategie vorgestellt
und mit Kontaktdaten zugänglich gemacht.
Eingeplant Ausgegeben
2022 60.000 Euro 60.000 Euro
2023 10.000 Euro 10.000 Euro
Der Leitfaden ist als Download-PDF auf der Seite www.deutschland-spricht-ue
ber-5g.de/fuer-kommunen/ sowie im Mediabereich der Website verfügbar.
Darüber hinaus gibt Deutschland spricht über 5G eine Broschüre, drei
Faltblätter und ein FAQ heraus, die ebenfalls als Download-PDFs im Mediabereich der
Website verfügbar sind.
26. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Enge Einbindung der MIG
[Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft] durch Dspricht5G zur Flankierung
geförderter Standorte mit geeigneten Kommunikationsmaßnahmen“
(Gigabitstrategie, S. 60)?
Wie viele finanzielle Mittel wurden dafür bisher eingeplant bzw.
ausgegeben (bitte für die Jahre 2022, 2023 und gemäß Haushaltsentwurf der
Bundesregierung 2024 angeben)?
Die Dialoginitiative „Deutschland spricht über 5G” berät und flankiert die
Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft mbH (MIG) regelmäßig im Falle von
Konfliktsituationen vor Ort und organisiert und vermittelt KEMF-Expertinnen und
Experten für MIG-eigene Bürgerdialoge, wie z. B. in Schweikershausen
(Thüringen) am 30. November 2022.
Die MIG wurde in zwei Video-Produktionen einbezogen. Einerseits bei dem
Video: „Wird es trotz 5G noch Funklöcher geben“ (Link: youtu.be/ufqHMa6
l0Mo), andererseits bei dem Video der Serie Mensch + Maschine: „Der
Funklochschließer“ (Link youtu.be/YcQ37-H_FCU).
Die Angaben (gerundet) beziehen sich auf die Kosten für die Unterstützung bei
Bürgerdialogen und Stakeholderveranstaltungen sowie die Videoproduktion mit
der MIG.
Eingeplant Ausgegeben
2022 Unterstützung bei
Bürgerdialogen: 1.000 Euro
Unterstützung bei
Bürgerdialogen: 1.000 Euro
2023 Filmproduktion:
38.000 Euro
Filmproduktion:
38.000 Euro
27. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Veröffentlichung der
Spezifikationen zu wesentlichen Geschäftsprozessen zur Unterstützung eines
effektiven Open Access“ (Gigabitstrategie, S. 60)?
Sind die Ergebnisse öffentlich verfügbar?
Der Arbeitskreis Schnittstellen und Prozesse entwickelt derzeit auf Basis eines
Mandates des Gigabitforums eine moderne Schnittstellen-Architektur. Die
Arbeiten für erste, wesentliche Geschäftsprozesse sind fertiggestellt. Mit
Abschluss des Gesamtprojekts, das Spezifikationen aller Geschäftsprozesse
enthalten wird, ist eine geeignete Veröffentlichung gegenüber interessierten, auf
Vorleistungsebene tätigen Telekommunikationsunternehmen vorgesehen.
28. Wie ist der Stand des Statusberichts zur Diskussion über Prinzipien eines
marktweiten Open Access (Gigabitstrategie, S. 60)?
Ist der Statusbericht öffentlich verfügbar?
Beim Thema Open Access erarbeitet das Gigabitforum in einer Projektgruppe
einen abgestuften Arbeitsauftrag mit drei Bestandteilen. Im Fokus des ersten
Arbeitspakets steht eine differenzierte Bestandsaufnahme, um die
Erfolgsfaktoren und Herausforderungen von Open Access zu identifizieren. Hierzu hat die
Projektgruppe unter anderem eine Marktabfrage durchgeführt, die über die am
Gigabitforum teilnehmenden Verbände an ihre jeweiligen
Mitgliedsunternehmen verteilt wurde. Derzeit werden die Erkenntnisse aus der Abfrage
ausgewertet.
29. Wie ist der Stand des Sachstandsberichts über die Themen Anschluss
von Mehrfamilienhäusern und Errichtung von Inhouse-Infrastrukturen
(Gigabitstrategie, S. 60)?
Das Gigabitforum bearbeitet in einer Projektgruppe Fragen des Anschlusses
von und des Netzausbaus innerhalb von Mehrfamilienhäusern. Hierzu steht die
Projektgruppe insbesondere mit Verbänden der Wohnungswirtschaft in engem
Austausch, um zielgenau noch bestehende Informationsbedarfe zu eruieren und
adressieren zu können.
30. Wie ist der Umsetzungsstand der Evaluierung der „Überbauproblematik“
(Gigabitstrategie, S. 60)?
Wird das Ergebnis der Evaluierung veröffentlicht und/oder dem
Digitalausschuss des Deutschen Bundestages übermittelt?
Zu diesem Thema wird, entsprechend der Ankündigung in der Gigabitstrategie,
eine Bestandsaufnahme durch das Wissenschaftlichen Institut für Infrastruktur
und Kommunikationsdienste (WIK) auf Basis zahlreicher Rückmeldungen aus
der Branche und den Erkenntnissen eines Stakeholder-Dialogs erstellt.
Außerdem hat die BNetzA in Abstimmung mit dem BMDV eine Monitoringstelle für
Glasfaser-Doppelausbau (abrufbar unter www.bundesnetzagentur.de/doppelaus
bau-monitoring) eingerichtet, an die sich betroffene Unternehmen und
Kommunen wenden können. Der Bericht wird derzeit geprüft.
31. Wie oft wurde die bundesweite Potenzialanalyse (Gigabitstrategie, S. 61)
seit ihrer ersten Veröffentlichung aktualisiert?
Die Potenzialanalyse wird regelmäßig auf Aktualität geprüft und soweit
erforderlich aktualisiert. Seit der Veröffentlichung im Februar 2023 wurde sie
einmal im Juni 2023 aktualisiert.
32. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Förderverfahren
beschleunigen und Kommunen besser unterstützen/Schrittweise Digitalisierung
der Antragstellung im Förderverfahren“ (Gigabitstrategie, S. 61), und
was hat die Bundesregierung bisher konkret unternommen?
36. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Unterstützung der
Kommunen, z. B. durch den Einsatz von Förderlotsen der Projektträger und
das Angebot von Handreichungen zur Verfahrensführung und Muster-
Dokumenten“ (Gigabitstrategie, S. 61), und was hat die Bundesregierung
bisher konkret unternommen?
Die Fragen 32 und 36 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Das Antragsverfahren ist vollständig digital möglich. Der Einsatz von
Förderlotsen und das Angebot von Handreichungen zur Verfahrensführung und
Muster-Dokumenten ist vollständig umgesetzt und findet entsprechend Anwendung.
Die Verbesserung des Förderverfahrens und die Unterstützung der Kommunen
sind kontinuierliche Aufgaben und werden auf Basis der Erfahrungen und
Rückmeldungen der Kommunen stetig weiterentwickelt.
33. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Erhöhung der
Verbindlichkeit von Markterkundungsverfahren“ (Gigabitstrategie, S. 61), und was
hat die Bundesregierung bisher konkret unternommen?
Mit der am 3. April 2023 in Kraft getretenen Gigabit-Richtlinie 2.0 wurde das
Markterkundungsverfahren für den Gesamtausbau effizienter gestaltet. Die
Telekommunikationsunternehmen können die Meldung über den privaten Ausbau
des potenziellen Fördergebiets von einer erfolgreichen Vorvermarktung
abhängig machen. Damit wird die Meldung des eigenwirtschaftlichen Ausbaus im
Markterkundungsverfahren an die bestehende Ausbaupraxis der Unternehmen
angepasst. Die Kommunen erhalten eine erhöhte Verbindlichkeit über den
tatsächlich bevorstehenden privatwirtschaftlichen Ausbau und ein besseres Bild
hierüber.
34. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Bündelung von
Ausschreibungen für Bau, Planung und Betrieb zur Reduzierung von
Zeitverzögerungen“ (Gigabitstrategie, S. 61), und was hat die Bundesregierung
bisher konkret unternommen?
Die benannten Maßnahmen sind umgesetzt und finden entsprechende
Anwendung. So wurden u. a. konkret im Betreibermodell parallellaufende
Ausschreibungsverfahren für Netzbetrieb und Planung/Bau ermöglicht. Eine
Handreichung für kommunale Ausschreibungen im Rahmen der Gigabit-Förderung ist
in Arbeit.
35. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Vorgabe eines
Mustervertrags zur Erhöhung der Attraktivität des Betreibermodells durch
Standardisierung und Vereinfachung der Verfahren“ (Gigabitstrategie, S. 61),
und was hat die Bundesregierung bisher konkret unternommen?
Der Mustervertrag zum Betreibermodell wurde im April 2023 überarbeitet und
veröffentlicht.
37. Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung bisher zur Förderung von
Wholesale-Modellen im Breitbandausbau erarbeitet, und bis wann will
sie diese umsetzen (Gigabitstrategie, S. 61)?
Wholesale-Modelle können in der Förderung jederzeit umgesetzt werden.
Die Fördermöglichkeit wird in der Gigabit-Richtlinie 2.0 ausdrücklich
hervorgehoben.
38. Was hat die Prüfung der Weiterentwicklung und des Ausbaus des KfW-
Förderprogramms (KfW = Kreditanstalt für Wiederaufbau;
Gigabitstrategie, S. 61) durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr
(BMDV) bisher ergeben?
Die Nachfrage für das KfW-Förderprogramm steigt kontinuierlich und das
Programm wird stetig verbessert.
39. Was hat die Prüfung der Maßnahme „Gutscheine als Instrument zur
Stärkung der Nachfrage, als Überbrückung bis zur Gigabiterschließung oder
als Beitrag zur Errichtung einer gebäudeinternen Infrastruktur für
Gigabitanschlüsse“ (Gigabitstrategie, S. 61) durch das BMDV bisher
ergeben?
Plant die Bundesregierung die bundesweite Einführung von Gutscheinen
für Gigabitanschlüsse?
Die mögliche Einführung von Gutscheinen zur sinnvollen Ergänzung der
Förderlandschaft wird derzeit geprüft.
40. Wie ist der Umsetzungsstand der „Weiterentwicklung des Mobilfunk-
Monitorings als Grundlage zur differenzierten Erfassung des IST-
Zustandes und zur Abschätzung der Kosten von Versorgungsauflagen“
(Gigabitstrategie, S. 62), und was hat die Bundesregierung bisher konkret
unternommen?
Die Datengrundlage des Mobilfunk-Monitorings wird aktuell bereits für die
Kostenabschätzungen künftiger Versorgungsauflagen genutzt. Parallel wird das
Mobilfunk-Monitoring zu einem Frequenz-Monitoring weiterentwickelt.
Für eine differenziertere Erfassung des IST-Zustands soll ein Gutachten
ausgeschrieben werden. Zudem werden Messungen durch den Prüf- und Messdienst
durchgeführt, mit denen die Qualität der Versorgung erfasst werden soll.
41. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Erarbeitung eines
Meilensteinplans zur Schließung „weißer Flecken“ (Gigabitstrategie, S. 62), und
was hat die Bundesregierung bisher konkret unternommen?
Die weiteren Schritte zur Schließung weißer Flecken sind wesentlich von den
Entscheidungen der BNetzA als unabhängiger Regulierungsbehörde abhängig.
Ein Meilensteinplan kann daher erst dann aufgestellt werden, wenn es Klarheit
über zukünftige Versorgungsauflagen und deren Umfang gibt. Danach kann
abgeschätzt werden, in welchem Umfang weiße Flecken verbleiben und welche
Maßnahmen zu deren Schließung angemessen sind.
42. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Abstimmung eines
Mustervertrags für die Standortnutzung zwischen Standort- und
Mobilfunknetzbetreibern“ (Gigabitstrategie, S. 62), und was hat die
Bundesregierung bisher konkret unternommen?
Die MIG hat ein Muster für einen Standortnutzungsvertrag erstellt und
abgestimmt. Dieser Mustervertrag wird als Anlage zu den
Standortnutzungsvorverträgen beigefügt, die im Vorfeld und als Voraussetzung für die Veröffentlichung
von Förderaufrufen mit den Mobilfunknetzbetreibern vereinbart werden.
43. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Abstimmung von
Musterverträgen mit Grundstückseigentümern durch die MIG für den
geförderten und den eigenwirtschaftlichen Ausbau“ (Gigabitstrategie, S. 62), und
was hat die Bundesregierung bisher konkret unternommen?
Die MIG hat einen Mustervertrag und einen Mustervorvertrag für die
Anmietung von Grundstücken für den geförderten Mobilfunkausbau erstellt. Darüber
hinaus hat sie einen Mustermietvertrag und einen entsprechenden Vorvertrag
mit dem Deutschen Bauernverband und dem Deutschen Städte- und
Gemeindebund abgestimmt. Zudem hat sie Rahmenverträge für die Anmietung von
Grundstücken für den geförderten Mobilfunkausbau mit den Bayerischen
Staatsforsten, den Niedersächsischen Landesforsten, Forst Baden-Württemberg
und dem Landesforst Sachsen-Anhalt abgeschlossen. Anhand der Muster- bzw.
Rahmenverträge konnten inzwischen bereits über 50 Grundstücke für den
geförderten Mobilfunkausbau akquiriert werden. Die MIG verhandelt derzeit mit
weiteren Landesforsten über den Abschluss von Rahmenverträgen für die
Akquise geeigneter Grundstücke, um darauf von den Zuwendungsempfängern
geförderte Mobilfunkmasten bauen lassen zu können.
44. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Netzbetreiberdialog zur
Nutzung förderfähiger Standorte, Diskussion von möglichen
Kooperationsformen – insbesondere zur Kostensenkung“ (Gigabitstrategie, S. 62),
und was hat die Bundesregierung bisher konkret unternommen?
Der Netzbetreiberdialog hat am 28. November 2022 stattgefunden. Im Ergebnis
unterstützt die MIG die Mobilfunknetzbetreiber und Tower Companies
verstärkt bei der Standortsuche und -akquise beim eigenwirtschaftlichen Ausbau,
z. B. durch Musterverträge und Synergien mit dem geförderten Ausbau. Zudem
unterstützt die MIG die Mobilfunknetzbetreiber z. B. durch den Einsatz von
Drohnen für line-of-sight-Tests bei der Prüfung einer möglichen Einbindung
neuer Standorte per Richtfunk in die Bestandsnetze der
Mobilfunknetzbetreiber.
45. Wurde die „Studie zur Untersuchung von zukünftigen
Unterstützungsbedarfen und -möglichkeiten für den Ausbau modernster Mobilfunknetze“
(Gigabitstrategie, S. 62) bereits durchgeführt und veröffentlicht?
68. Liegt der Bundesregierung die Studie über die Untersuchung zu
Möglichkeiten des Einsatzes von Förderinstrumenten zur Unterstützung des
privatwirtschaftlichen Infrastrukturausbaus im Bereich der
Mobilfunkversorgung mit den neuesten Mobilfunkstandards bereits vor
(bezugnehmend auf die Antwort der Bundesregierung zu den Fragen 14 und 16 auf
Bundestagsdrucksache 20/5482), und wird die Studie veröffentlicht?
69. Hat die Evaluierung des Nutzungsverhaltens der Mobilfunknetzbetreiber
für geförderte Standorte durch die Bundesregierung stattgefunden, und
wenn ja, welche Ergebnisse brachte diese Evaluation?
Die Fragen 45, 68 und 69 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs
gemeinsam beantwortet.
Die Studie wurde durchgeführt und befindet sich in der Abstimmung.
46. Wurde die „Evaluierung des Nutzungsverhaltens der
Mobilfunknetzbetreiber für geförderte Standorte“ (Gigabitstrategie, S. 62) bereits
durchgeführt?
Die MIG evaluiert das Nutzungsverhalten kontinuierlich im Rahmen der
Durchführung des Mobilfunkförderprogramms. Die Auswertung der bisher
laufenden Förderverfahren zeigt, dass die Mehrzahl der geförderten Standorte
nach ihrer Errichtung durch mindestens zwei, zum Teil auch alle drei
Mobilfunknetzbetreiber genutzt werden wird.
47. Wie ist der Stand des Ideenwettbewerbs „Nachhaltiger
Mobilfunkstandort“ (Gigabitstrategie, S. 62)?
Der „Nachhaltigkeitswettbewerb Mobilfunk – #greenpower4tower“ – ist am
Tag der offenen Tür der Bundesregierung am 19./20. August 2023 durch ein
Statement von Staatssekretär Stefan Schnorr und durch Publikation der
Wettbewerbsdokumente auf dem Internetauftritt der
Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft mbH unter www.netzda-mig.de/nachhaltigkeitswettbewerb veröffentlicht
worden und startet mit einer mehrwöchigen Bewerbungsphase.
48. Was hat die Bundesregierung bisher zur Initiierung von Dialogforen
(Gigabitstrategie, S. 62) unternommen?
49. Was hat die Bundesregierung bisher zur Erfassung und Vernetzung
vorhandener Initiativen (Gigabitstrategie, S. 62) unternommen?
Die Fragen 48 und 49 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Die Bundesregierung hat zahlreiche Dialogforen und
Vernetzungsveranstaltungen organisiert. Hierzu zählen u. a. die Naumburger Fachtagung der MIG im
Juli 2023 und weitere Abstimmungs- und Vernetzungsgespräche mit
Unternehmen und Verbänden aus der Branche. Diskutiert wurden insbesondere
Möglichkeiten zum Abbau von Ausbau- und Investitionshindernissen sowie zur
Vereinfachung und Beschleunigung von Ausbauvorhaben.
50. Wie ist der Umsetzungsstand der Erstellung eines Konzepts zur
Entwicklung eines 5G-Ökosystems (Gigabitstrategie, S. 62)?
BMDV und das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)
fördern die Entwicklung eines 5G-Ökosystems. Das BMDV fördert mit dem
„Programm für innovative und softwaregesteuerte Netztechnologien“
Netzwerkarchitekturen wie Open RAN sowie die Entwicklung und Erprobung
softwaregesteuerter Netztechnologien. Hierdurch soll ein funktionierendes Innovations-
Ökosystem entstehen.
Mit einem Programm des BMWK werden Campusnetze auf Basis von 5G-
Kommunikationstechnologien einschließlich Open RAN–Ansätzen gefördert.
Das Leitprojekt „CampusOS“ mit 22 Partnern aus Industrie und Forschung ist
hier beispielgebend.
Die Maßnahmen laufen nach jetzigem Stand bis Ende 2024.
51. Wie ist der Umsetzungsstand der Änderung der technischen
Netzzugangsbedingungen, so dass nur noch Fahrzeuge mit störfesten
Endgeräten verkehren dürfen (Gigabitstrategie, S. 62)?
Ab wann dürfen nur noch Fahrzeuge mit störfesten Endgeräten
verkehren?
Wie viele Fahrzeuge haben bisher noch kein störfestes Endgerät (bitte in
absoluten Zahlen und anteilig angeben)?
52. Wie ist der Umsetzungsstand des GSM-R-Förderprogramms (GSM-R =
Global System for Mobile Communication for Railways) für
Schienenfahrzeuge und der Unterstützung des Einbaus neuer, störfester GSM-R-
Funkmodule und -Zugfunkanlagen (Gigabitstrategie, S. 63)?
Wie viele neue, störfeste GSM-R-Funkmodule und GSM-R-
Zugfunkanlagen wurden bereits eingebaut?
81. Wie viele der etwa 15 000 in Deutschland verkehrenden Lokomotiven
und Triebfahrzeuge sind nach Kenntnis der Bundesregierung technisch
so umgerüstet, dass trotz funktionierenden GSM-R-Netzes für die
Bahnen auch eine weitere 4G-Funkfrequenz entlang der Bahnlinien für einen
besseren Mobilfunkempfang in Betrieb genommen werden kann (bitte
nach Bahnbetreiber aufschlüsseln)?
Die Fragen 51, 52 und 81 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs
gemeinsam beantwortet.
Es wird auf den Beschluss der Beschlusskammer 10 der BNetzA vom 23.
November 2022 (BK10-22-0310_Z) verwiesen.
Nach Kenntnis der BNetzA sind rund 17 700 Triebwagen/-züge und nicht
angetriebene Steuerwagen betroffen, die in das deutsche Fahrzeugregister eingestellt
oder für das deutsche Schienennetz zugelassen sind. Davon sind rund 14 600
Fahrzeuge inzwischen mit störfesten GSMR-Geräten ausgerüstet. Rund 1 600
sind mit GSM-R-Endgeräten ausgerüstet, haben aber (noch) keine störfesten
Geräte. Die übrigen Fahrzeuge verkehren nur auf nichtbundeseigenen
Eisenbahnen oder in abgeschlossenen Rangierbereichen und benötigen keine GSM-
R-Endgeräte.
Bezogen auf die rund 1 600 Fahrzeuge, die noch nicht mit störfesten GSM-R-
Endgeräten ausgerüstet sind, streben die Halter eine Nachrüstung bei rund 900
Fahrzeugen an. Rund 700 Fahrzeuge sollen demnächst auf den Eisenbahnen
des Bundes nicht mehr eingesetzt oder ausgemustert werden. Eine
Aufschlüsselung nach Betreiber ist nicht möglich.
53. Was hat die Prüfung der Bundesregierung bezüglich der Maßnahmen zur
Beschleunigung des Austausches der GSM-R Handhelds gegen störfeste
Versionen (Gigabitstrategie, S. 63) bisher ergeben?
Nach Kenntnis der Bundesregierung verhandeln die DB Netz AG und die
betroffenen, öffentlichen Mobilfunknetzbetreiber Vereinbarungen mit dem Ziel,
mögliche Störungen auszuschließen und zeitnah auf etwaige, dennoch
auftretende Störungen zu reagieren. Im Dialog mit der Branche hat sich gezeigt, dass
darüberhinausgehende Maßnahmen zur Beschleunigung des Austausches der
Handfunkgeräte nicht erforderlich sind.
54. Wie ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Umsetzungsstand der
„Weitgehende[n] Ausstattung der Intercity- und Eurocity-Wagen mit
WLAN“ (Gigabitstrategie, S. 63)?
Wie viele Intercity- und Eurocity-Wagen haben noch kein WLAN (bitte
in absoluten Zahlen und anteilig angeben)?
Zum Stichtag vom 31. Dezember 2022 lag der Anteil der mit kostenlosem
WLAN-Service in der 1. und 2. Klasse ausgestatteten Intercity/Eurocity-Wagen
bei 79 Prozent (928 der zu diesem Zeitpunkt vorhandenen 1 179 Wagen). Die
DB Fernverkehr AG strebt weiterhin eine Ausstattung aller Intercity/Eurocity-
Wagen mit WLAN an. Die Intercity 2-Flotte ist zu 100 Prozent mit WLAN
ausgestattet.
55. Wie ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Umsetzungsstand des
Einbaus von Mobilfunk-Repeatern (Gigabitstrategie, S. 63)?
Wie viele ICE-, Intercity- und Eurocity-Wagen haben noch keine
Mobilfunk-Repeater (bitte in absoluten Zahlen und anteilig angeben)?
Der Bundesregierung liegen keine umfassenden Informationen zur Ausstattung
von Eisenbahnfahrzeugen mit Mobilfunk-Repeatern vor, da die Mobilfunk-
Repeater in Zügen – im Einklang mit den Zielen des europäischen
Rechtsrahmens für die Telekommunikation – keiner Einzelgenehmigung bedürfen und es
auch keine Rechtsgrundlage für statistische Erhebungen bei den
Eisenbahnverkehrsunternehmen, die in Deutschland im Personenverkehr tätig sind, gibt.
56. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Einsetzen für die Bildung
von Konsortien für den grenzüberschreitenden 5G-Ausbau von
Verkehrswegen (Straße, Schiene, Wasserwege) im Rahmen von CEF2 Digital“
(Gigabitstrategie, S. 63), und was hat die Bundesregierung bisher
konkret unternommen?
Das BMDV berät, unterstützt und vernetzt als sog. „National Contact Point“
Interessenten bei der Antragstellung unter dem EU-Förderprogramm
„Connecting Europe Facility (CEF) Digital“ auch in Bezug auf grenzüberschreitende
5G-Verkehrs-Korridore. Im Rahmen von Informationsschreiben, Webseiten-
Beiträgen, Vorträgen und Gesprächsterminen mit interessierten Unternehmen
und Konsortien, werden Informationen für Stakeholder zur Verfügung gestellt,
für das EU-Förderprogramm geworben und Interessenten an Förderkonsortien
miteinander ins Gespräch gebracht. Darüber hinaus tritt das BMDV mit den
zuständigen Ministerien der anderen EU-Mitgliedstaaten in Kontakt, um
Möglichkeiten für gemeinsame 5G-Verkehrs-Korridore zu eruieren. Das BMDV
erteilt auch ‚Member State Agreements‘ gemäß Artikel 11(6)b der Verordnung
(EU) 2021/1153 (CEF-Verordnung) für Antragsteller und stellt, soweit
erforderlich und sachgerecht, Unterstützungsschreiben aus. In den ersten CEF
Digital Förderaufrufen konnten sich vier Projekte mit Bezug zu 5G-Korridoren
unter deutscher Beteiligung durchsetzen: 5G on Track Karlsruhe – Mulhouse,
Seamless cross border mobility 5G DeLux, Supporting the Strategic
Deployment Agendas for the EU Corridors, Cross-border Highway 5G Corridor
Munich-Prague.
57. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Dauerhafte Fortschreibung
des Schutzniveaus für Kleinzellen und Einbindung der Kleinzellen
innerhalb von Gebäuden“ (Gigabitstrategie, S. 63), und was hat die
Bundesregierung bisher konkret unternommen?
Die vier Mobilfunkbetreiber haben im Juni 2023 dem Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz als Vertreter
für die Bundesregierung ihre Selbstverpflichtung 2.0 über Informations-,
Kommunikations- und Gesundheitsschutzmaßnahmen beim Ausbau der
Mobilfunknetze im Juni dieses Jahres überreicht (www.bmulead-min/Daten_BMU/Downl
oad_PDF/Strahlenschutz/selbstverpflichtung_mobilfunkbetreiber_2023_b
f.pdf).
In dieser Fortschreibung einer seit 2001 bestehenden Selbstverpflichtung haben
die Mobilfunknetzbetreiber u. a. zugesagt, Kleinzellen jeglicher Bauform im
In- und Outdoor-Bereich so zu errichten und zu betreiben, dass an allen Orten,
die zum dauerhaften oder vorübergehenden Aufenthalt bestimmt sind, die
Grenzwerte der 26. Verordnung zur Durchführung des Bundes-
Immissionsschutzgesetzes (BImSchV) eingehalten werden. Damit wurde die Maßnahme
„Dauerhafte Fortschreibung des Schutzniveaus für Kleinzellen und Einbindung
der Kleinzellen innerhalb von Gebäuden“ (Gigabitstrategie, Seite 63)
umgesetzt.
58. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Etablierung einer
kontinuierlichen Förderung der Grundlagenforschung“ (Gigabitstrategie, S. 63),
und was hat die Bundesregierung bisher konkret unternommen?
Ein wichtiges Querschnittsthema in der Förderung der Forschung zu
zukünftigen Kommunikationssystemen wie 6G stellt die Untersuchung der
Nachhaltigkeit im Sinne möglichst geringer Strahlenexposition dar. Die in diesem
Zusammenhang entstehenden Erkenntnisse mit direktem Bezug zur
Grundlagenforschung im Bereich elektromagnetischer Felder werden über das vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „6G-Plattform“ dem
zuständigen Bundesamt für Strahlenschutz zur Verfügung gestellt.
59. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Einbeziehung des
Gesundheitsschutzes bei Normung und Standardisierung von Mobilfunktechnik“
(Gigabitstrategie, S. 63), und was hat die Bundesregierung bisher
konkret unternommen?
Die Standardisierung und auch die Festlegung der Grenzwerte erfolgt
grundsätzlich nach dem Stand der Technik und (gesundheits-)wissenschaftlichen
Erkenntnissen. Funkanlagen unterliegen der Richtlinie 2014/53/EU und dürfen
nur dann in den Verkehr gebracht werden, wenn u. a. der Schutz der Gesundheit
und Sicherheit von Menschen und Haus- und Nutztieren sowie der Schutz von
Gütern einschließlich der in der Richtlinie 2014/35/EU enthaltenen Ziele in
Bezug auf die Sicherheitsanforderungen, jedoch ohne Anwendung der
Spannungsgrenze, gewährleistet ist.
Ein Hersteller kann sich für die Einhaltung dieser Anforderung u. a. auf
sogenannte harmonisierte Normen abstützen, die diese Anforderungen abdecken
sollen, siehe Artikel 16 der Richtlinie 2014/53/EU. Dementsprechend werden
Gesundheitsaspekte bei der Erstellung solcher Normen berücksichtigt, etwa
hinsichtlich der SAR-Werte von Mobilfunkgeräten. Gerade bei Bestandteilen
von Mobilfunknetzen sind allerdings weniger die Geräteeigenschaften als die
Art und die Umstände ihres Betriebes wesentlich. Diese werden von der
Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer
Felder und der 26. BImSchV geregelt.
Die anzuwendenden Grenzwerte zum Schutz von Personen in
elektromagnetischen Feldern können der Empfehlung 1999/519/EG des Rates vom 12. Juli
1999 zur Begrenzung der Exposition der Bevölkerung gegenüber
elektromagnetischen Feldern (0 Hz bis 300 GHz) entnommen werden.
60. Wie ist der Umsetzungsstand des 5G-Innovationswettbewerbs?
Wie viele Projekte wurden bisher mit welcher Fördersumme gefördert
(bitte auflisten)?
Im Rahmen der Konzeptförderung des 5G-Innovationsprogramms wurden 67
Projekte mit einem Volumen von 5,75 Mio. Euro gefördert. Die Projekte sind
vollständig abgeschlossen.
Im Rahmen der Umsetzungsförderung des 5G-Innovationsprogramms werden
49 laufende Projekte mit einem Volumen von 157 Mio. Euro gefördert. Die
Projekte haben unterschiedliche Laufzeiten. Aufgrund pandemiebedingter
Verzögerungen sind zahlreiche Anträge auf Verlängerung der Projektlaufzeiten zu
erwarten.
61. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Förderung von
Universitäten und Forschungseinrichtungen“ (Gigabitstrategie, S. 63), und was hat
die Bundesregierung bisher konkret unternommen?
Im Rahmen der 5G-Forschungsförderung werden sechs Projekte in den 5G-
Forschungsregionen Aachen, Amberg-Weiden, Braunschweig-Wolfsburg,
Hamburg, Kaiserslautern und der Lausitz gefördert.
Während die Projekte in Aachen, Braunschweig-Wolfsburg und der Lausitz
bereits erfolgreich beendet wurden, laufen die noch verbleibenden drei Projekte
bis zum 31. Dezember 2023. Insgesamt werden die Forschungsregionen mit
55,2 Mio. Euro gefördert.
62. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Erarbeitung von
Handlungsempfehlungen für den nachhaltigen Ausbau und Betrieb von
Gigabitnetzen“ (Gigabitstrategie, S. 64), und wie viele Mittel wurden bisher
bewilligt?
88. Wie ist der Stand der „Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für den
nachhaltigen Ausbau und Betrieb von Gigabitnetzen“ (Gigabitstrategie,
S. 51)?
Die Fragen 62 und 88 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Die Studie und Handlungsempfehlungen zum nachhaltigen Ausbau und Betrieb
von Gigabitnetzen wurde am 26. Mai 2023 bewilligt. Zum jetzigen Zeitpunkt
befindet sich das Projekt in der Phase „Erstellung einer Metastudie“. Für das
Projekt wurden 232.050 Euro bewilligt.
63. Was hat das BMDV bisher konkret unternommen, um
„Synergiepotenziale beim Infrastrukturausbau [zu] identifizieren und nutzbar [zu]
machen“ (Gigabitstrategie, S. 64)?
Die Nutzung von Synergien ist inhärenter Bestandteil der Gigabitstrategie. Eine
Vielzahl der Maßnahmen zahlen auf das Ziel ein, Synergien zu heben und den
Gigabitausbau damit zu beschleunigen. So hat die Bundesregierung das
Gigabit-Grundbuch, das die bestehenden Geoinformationssysteme in einem Portal
bündelt, veröffentlicht. Damit können Investitionsentscheidungen effizienter
vorbereitet, Mitnutzungspotenziale genauer identifiziert und wirksame
Unterstützungsmaßnahmen des Bundes und der Länder geplant werden. Weitere
Maßnahmen sind die Nutzung von Beschleunigungspotenzialen durch digitale
Antrags- und Genehmigungsverfahren und die Veröffentlichung der DIN Norm
18220 für alternative Verlegetechniken..
64. Wann hat der Bund-Länder-Ausschuss auf Staatssekretärsebene zur
Umsetzung der Gigabitstrategie (Gigabitstrategie, S. 54) zuletzt getagt?
65. Wann hat der letzte hochrangige Branchendialog (Gigabitstrategie, S. 54)
stattgefunden?
Diese Fragen 64 und 65 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs
gemeinsam beantwortet.
Der Bund-Länder-Ausschuss auf Staatssekretärsebene hat unter Beteiligung der
Branchenverbände zuletzt am 23. Februar 2023 stattgefunden. Zusätzlich
wurden im Rahmen der Veranstaltung „Ein Jahr Gigabitstrategie“ am 4. Juli 2023
die bisherigen Erfolge, Herausforderungen und weitere erforderliche Schritte
der Gigabitstrategie diskutiert.
66. Wie ist der Umsetzungsstand des Aufbaus von Dashboards und die
Verbesserung der umweltbezogenen Datenbasis als Instrument der
Evaluierung (Gigabitstrategie, S. 64), und was hat die Bundesregierung bisher
konkret unternommen?
Das am 4. Juli 2023 veröffentlichte Monitoring-Tool auf der Webseite des
BMDV (abrufbar unter bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Artikel/DG/gigabitstrat
egie-des-bundes.html) macht den Fortschritt der Gigabitstrategie transparent
und zeigt den Sachstand der Umsetzung der Maßnahmen der Gigabitstrategie
auf.
67. Liegt der erste Evaluierungsbericht der Projektgruppe von Bund,
Ländern und Kommunen bereits vor, und wird dieser veröffentlicht oder dem
Ausschuss für Digitales des Deutschen Bundestages übermittelt?
Der Bericht liegt derzeit noch nicht vor. Das weitere Vorgehen wird geprüft.
70. Sieht die Bundesregierung den Bedarf eines Förderbausteins für aktive
Komponenten beim Mobilfunkausbau?
Neben den Förderkonditionen der Mobilfunkförderung ist eine zusätzliche
Förderung aktiver Mobilfunktechnik denkbar, aber nicht zwingend geboten. Eine
solche Förderung geht EU-beihilferechtlich zwingend mit der Verpflichtung
einher, Wettbewerbern diskriminierungsfreien Zugang zu gewähren. Dies
bewerten Mobilfunknetzbetreiber aus unternehmerischen Erwägungen bisher
kritisch. Ohne Akzeptanz ist die Einführung eines solchen Förderbausteins nicht
sinnhaft.
71. Konnten Verfahren und Prozesse für Maßnahmen zum Mobilfunkausbau
in Gleisnähe bereits beschleunigt werden, und wenn ja, welche Verfahren
und Prozesse wurden konkret beschleunigt?
72. Wurde das Regelwerk für Maßnahmen in Gleisnähe bereits überprüft,
und wenn ja, welche Ergebnisse brachte diese Überprüfung?
Die Fragen 71 und 72 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Zur Unterstützung der Erfüllung der von der BNetzA 2019 erlassenen
gleisspezifischen Auflagen durch die deutschen Mobilfunknetzbetreiber hat die
Deutsche Bahn AG (DB AG) im Herbst 2019 als industrieübergreifendes
Kooperationsprojekt den „Masterplan Konnektivität Schiene“ gestartet. Schwerpunkt ist
es, mit geeigneten Unterstützungsleistungen für den Mobilfunkausbau am Gleis
bei der Auflagenerfüllung mitzuwirken. Dabei geht es insbesondere um die
Überlassung von DB-Flächen zur Errichtung von Mobilfunkstandorten am
Gleis, die Vermietung von Glasfaserverbindungen oder den Aufbau von
Stromnetzanschlüssen.
Darüber hinaus hat die DB AG mit der Deutschen Telekom und Vodafone
Vereinbarungen zur lückenlosen Gleisversorgung des gesamten Streckennetzes mit
Mobilfunk getroffen. Zur besseren Mobilfunkversorgung in Tunneln, die die
DB AG im Auftrag der öffentlichen Mobilfunknetzbetreiber ausbaut, wurden
zwischen der DB AG und den Mobilfunknetzbetreibern sowie den Tower
Companies Maßnahmen zur Halbierung der Verfahrensdauer vereinbart.
73. Hat die Bundesregierung Gespräche mit den Bundesländern zur
angestrebten Vereinheitlichung der landesgesetzlichen Vorgaben zur
baurechtlichen Verfahrensfreiheit von Mobilfunkmasten geführt, und wenn ja, zu
welchen Zeitpunkten, im Rahmen welcher Formate, und welche
Ergebnisse konnten erzielt werden (Zeitpunkte und Formate bitte einzeln
auflisten)?
74. Hat die Bundesregierung Gespräche mit den Bundesländern bezüglich
der angestrebten Vereinheitlichung und Verringerung der
landesgesetzlich vorgegebenen Grenzabstände von Mobilfunkmasten und
Mobilfunkantennen geführt, und wenn ja, zu welchen Zeitpunkten, im Rahmen
welcher Formate, und welche Ergebnisse konnten erzielt werden
(Zeitpunkte und Formate bitte einzeln auflisten)?
75. Hat die Bundesregierung Gespräche mit den Bundesländern bezüglich
der angestrebten Vereinheitlichung und Verringerung der
landesgesetzlich vorgegebenen Anbauverbotsabstände bei der Errichtung von
Mobilfunkmasten und Mobilfunkantennen an Straßen geführt, und wenn ja, zu
welchen Zeitpunkten, im Rahmen welcher Formate, und welche
Ergebnisse konnten erzielt werden (Zeitpunkte und Formate bitte einzeln
auflisten)?
76. Hat die Bundesregierung Gespräche mit den Landesregierungen
bezüglich der angestrebten Einrichtung bzw. Erweiterung bzw. Stärkung des
Instruments der Rahmenzustimmung durch die Wegebaulastträger
geführt, und wenn ja, zu welchen Zeitpunkten, im Rahmen welcher
Formate, und welche Ergebnisse konnten erzielt werden (Zeitpunkte und
Formate bitte einzeln auflisten)?
77. Hat die Bundesregierung Gespräche mit den Landesregierungen
bezüglich der angestrebten Schaffung einer transparenten Rechtslage, nach der
Kampfmittelprüfungen bei nach 1945 errichteten Bestandsstraßen
entfallen, geführt, und wenn ja, zu welchen Zeitpunkten, im Rahmen welcher
Formate, und welche Ergebnisse konnten erzielt werden (Zeitpunkte und
Formate bitte einzeln auflisten)?
78. Hat die Bundesregierung Gespräche bezüglich der angestrebten
Schaffung zeitlich befristeter Berichtspflichten zur Dauer der wegerechtlichen
Genehmigungsverfahren geführt, und wenn ja, zu welchen Zeitpunkten,
im Rahmen welcher Formate, und welche Ergebnisse konnten erzielt
werden (Zeitpunkte und Formate bitte einzeln auflisten)?
79. Wird die Bundesregierung – wie es als Ziel noch in den Eckpunkten der
Gigabitstrategie für 2023 formuliert wurde – die Bundesländer 2023
bitten, die Möglichkeit eines vorzeitigen Baubeginns bis zur Erteilung der
Baugenehmigung bei der Errichtung von Mobilfunkmasten vorzusehen?
Die Fragen 73 bis 79 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Die Bundesregierung hat auf Fachebene mit Vertretern der Fachkommission
Bauaufsicht der Bauministerkonferenz (FK Bauaufsicht) in zwei Terminen am
12. Oktober 2022 und 21. Dezember 2022 Gespräche geführt. Ein drittes
Gespräch, an dem auch Vertreter der Telekommunikationsbranche sowie des
Länderarbeitskreises TIP anwesend waren, hat am 20. April 2023 stattgefunden.
Themen waren hierbei u. a. die Verfahrensfreiheit von Mobilfunkmasten,
Grenzabstände von Mobilfunkmasten sowie Genehmigungsfiktionen bzw.
vorläufiger Baubeginn.
Im Rahmen der laufenden Abstimmungen zum geplanten Bund-Länder-Pakt
zur Planungsbeschleunigung werden die Themen Vereinheitlichung der
baurechtlichen Vorgaben zur Verfahrensfreiheit von Mobilfunkmasten,
Vereinheitlichung und Verringerung der landesgesetzlich vorgegebenen
Anbauverbotsabstände bei der Errichtung von Mobilfunkmasten sowie Einrichtung/Erweiterung
bzw. Stärkung des Instruments der Rahmenzustimmung durch die
Wegebaulastträger mit den Ländern abgestimmt.
Darüber hinaus findet im Rahmen der Bund-Länder-Arbeitsgruppe
„Beschleunigung 5G Netzausbau an Bundesfernstraßen“ ein regelmäßiger Austausch
zwischen Bund und Ländern statt, zuletzt Ende Mai 2023.
Das Land Niedersachsen erarbeitet gegenwärtig eine Handreichung zur
Schaffung einer transparenten Rechtslage mit Blick auf das Erfordernis von
Kampfmittelprüfungen bei nach 1945 errichteten Bestandsstraßen.
80. Wird sich die Bundesregierung vor der Weltfunkkonferenz (WRC 2023)
zur künftigen Nutzung des UHF-Bandes (UHF = Ultra High Frequency)
positionieren, und wenn ja, wann, und wie wird diese Positionierung
veröffentlicht oder dem Digitalausschuss des Deutschen Bundestages
übermittelt?
Die Bundesregierung hat sich im Rahmen der derzeit laufenden Verhandlungen
zum EU-Standpunkt des Rates für die WRC 2023 zu TOP 1.5 der WRC 2023
(UHF-Band) positioniert. Bei TOP 1.5 der WRC 2023 geht es um die
Frequenzzuweisung auf internationaler Ebene und nicht um die nationale Nutzung.
Der Digitalausschuss wurde zuletzt in seiner 41. Sitzung am 21. Juni 2023
durch das BMDV über die deutsche Position zu TOP 1.5 der WRC 2023
informiert. Das Ergebnis der Verhandlungen zum EU-Standpunkt wird für
September 2023 erwartet. Dieses wird vor der Weltfunkkonferenz nicht veröffentlicht.
Der Digitalausschuss wird informiert.
82. Liegen die Ergebnisse der ersten Evaluierung der
Telekommunikationsmindestversorgungsverordnung (TKMV) bis Ende 2022 (siehe
Plenarprotokoll zum TOP 21 i. V. m. mit Anlage 8: www.bundesrat.de/SharedD
ocs/downloads/DE/plenarprotokolle/2022/Plenarprotokoll-1022.pdf?__bl
ob=publicationFile) bereits vor, und werden diese veröffentlicht oder
dem zuständigen Ausschuss für Digitales des Deutschen Bundestages
übermittelt?
Die Ergebnisse liegen noch nicht vor. Die Ergebnisse der Gutachten werden
veröffentlicht und dem Ausschuss für Digitales des Deutschen Bundestages
übermittelt.
84. Sind der Bundesregierung Regionen in Deutschland bekannt, in denen
Glasfaserkabel bereits an Holzmasten verlegt wurden, und wenn ja,
wann, und wo?
Eine umfassende Übersicht über entsprechende Projekte in Deutschland liegt
der Bundesregierung nicht vor.
Im Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau erfolgt bei 51 geförderten
Ausbauprojekten eine Verlegung von Glasfaserkabeln unter anderem an
Holzmasten. Dafür werden sowohl vorhandene Holzmasten genutzt als auch neue
errichtet. Eine Übersicht der Förderprojekte, der betreffenden Regionen sowie
des jeweiligen Baubeginns kann der Anlage* entnommen werden.
85. Wann plant die Bundesregierung das von ihr angekündigte erste
unabhängige Monitoring zur Evaluation der Gigabitstrategie
(Gigabitstrategie, S. 6)?
Die mögliche Ausgestaltung eines unabhängigen Monitorings ist in Prüfung.
Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 66 verwiesen.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/8506 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
87. Wie ist der Stand bei der Projektförderung von Open RAN (RAN =
Radio-Access-Network; bitte nach Projekten und für die Jahre 2020, 2021,
2022, 2023 und gemäß Haushaltsentwurf 2024 der Bundesregierung
auflisten)?
Im Rahmen der Förderung Innovativer Netztechnologien wird auch über Open
RAN hinaus die Entwicklung und Erprobung innovativer, softwaregesteuerter
Netztechnologien gefördert.
In den nachfolgend dargestellten Haushaltsjahren wurden die folgenden
Projekte mit den entsprechenden Volumina bewilligt.
Haushaltsjahr
Anzahl
Projekte
Zuwendungs
empfänger
Gebundene
Mittel in Euro
(insgesamt)
Davon
Festlegungen für
2021 in Euro
Davon
Festlegungen für
2022 in Euro
Davon
Festlegungen für
2023 in Euro
Davon
Festlegungen für
2024 in Euro
2021 4 12 31.466.816,50 17.802.624,50 5.862.008,00 5.284.692,00 2.517.492,00
2022 4 11 7.730.576,00 – – 1.160.576,00 6.570.000,00
2023 11 62 57.026.222,02 – – 39.622.222,02 17.404.000,00
Im Haushaltsjahr 2020 sind keine Bewilligungen erfolgt.
Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass im Laufe des Jahres 2023 noch die
Bewilligung weiterer Projekte geplant ist, für die Förderanträge oder
Förderskizzen bereits eingereicht wurden. Die Bewilligungen werden Festlegungen
für die Haushaltsjahre 2023 und 2024 enthalten. Aussagen zur Höhe der
Mittelbewilligungen können derzeit noch nicht gemacht werden.
89. Wie oft haben Betreiber kritischer Infrastrukturen seit Inkrafttreten des
IT-Sicherheitsgesetzes 2.0 im Mai 2021 den geplanten erstmaligen
Einsatz einer kritischen Komponente gemäß § 2 Absatz 13 des Gesetzes
über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI-
Gesetz) dem Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI)
angezeigt?
Wie oft wurde der Einsatz der kritischen Komponenten gemäß § 9b BSI-
Gesetz untersagt, und wie oft waren Komponenten chinesischer
Hersteller betroffen?
Seit Inkrafttreten des IT-Sicherheitsgesetzes 2.0 im Mai 2021 sind bei dem
Bundesministerium des Innern und für Heimat insgesamt elf derartige
Anzeigen von Betreibern eingegangen, darunter drei Anzeigen mit Komponenten
chinesischer Hersteller. Zum Teil wurde im Rahmen einer Anzeige der geplante
Einsatz mehrerer Komponenten angezeigt. Untersagungen nach § 9b des
Gesetzes über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik wurden
bisher nicht ausgesprochen.
Anlage zu Frage 84 (KA 20-7196) : Ausbauprojekte im Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau mit Verlegung von Glasfaserkabeln u.a. auf Holzmasten
Anlage 1
Bundesland Antragsteller Region Baubeginn
Baden-Württemberg Gemeinde Aspach Heilbronn 15.09.2021
Baden-Württemberg Landkreis Rottweil Rottweil 23.03.2022
Baden-Württemberg Stadt Backnang Rems-Murr-Kreis 13.01.2022
Baden-Württemberg Stadt Kehl Ortenaukreis 24.09.2020
Bayern Gemeinde Drachselsried Regen noch nicht bekannt
Bayern Gemeinde Missen-Wilhams Oberallgäu 29.04.2022
Bayern Gemeinde Münsing Bad Tölz-Wolfratshausen noch nicht bekannt
Bayern Gemeinde Wessobrunn Weilheim-Schongau 16.08.2021
Bayern Markt Wegscheid Passau noch nicht bekannt
Brandenburg Landkreis Dahme-Spreewald Dahme-Spreewald 01.07.2022
Brandenburg Landkreis Elbe-Elster Elbe-Elster 12.02.2021
Brandenburg Landkreis Oberspreewald-Lausitz Oberspreewald-Lausitz 28.08.2020
Brandenburg Landkreis Oder-Spree Oder-Spree 26.04.2021
Brandenburg Landkreis Potsdam-Mittelmark Potsdam-Mittelmark 19.03.2021
Brandenburg Landkreis Teltow-Fläming Teltow-Fläming 28.10.2021
Brandenburg Stadt Frankfurt (Oder) Frankfurt (Oder), Stadt 03.07.2020
Hessen Landkreis Fulda Osthessen 10.03.2017
Hessen Landkreis Fulda Osthessen 12.08.2021
Hessen Landkreis Rheingau-Taunus Großraum Rhein-Main 09.04.2019
Mecklenburg-Vorpommern Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Landkreis Mecklenburgische Seenplatte 04.04.2023
Mecklenburg-Vorpommern Landkreis Rostock Landkreis Rostock 02.05.2019
Mecklenburg-Vorpommern Landkreis Vorpommern-Rügen Landkreis Vorpommern-Rügen 26.03.2018
Niedersachsen Landkreis Emsland Emsland 23.04.2018
Niedersachsen Landkreis Harburg Harburg 09.11.2021
Nordrhein-Westfalen ENNI Stadt & Service Niederrhein (Wir4-Region) Wir4-Region (Moers, Neukirchen-Vluyn, Kamp-Lintfort, Rheinberg) 25.09.2020
Nordrhein-Westfalen Stadt Bielefeld Stadt Bielefeld (Region Ostwestfalen-Lippe) 01.08.2019
Rheinland-Pfalz Landkreis Bitburg-Prüm Westliches Rheinland-Pfalz 23.03.2018
Rheinland-Pfalz Landkreis Bitburg-Prüm Westliches Rheinland-Pfalz 17.07.2022
Rheinland-Pfalz Landkreis Südliche Weinstraße Metropolregion Rhein-Neckar Q1 2024
Sachsen Gemeinde Eppendorf Mittelsachsen 10.01.2018
Sachsen Gemeinde Halsbrücke Mittelsachsen 09.07.2021
Sachsen Gemeinde Jahnsdorf/Erzgebirge Erzgebirgskreis 01.04.2021
Sachsen Gemeinde Kurort Rathen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 04.03.2021
Sachsen Gemeinde Reinhardtsdorf-Schöna Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 01.10.2020
Sachsen Landkreis Vogtlandkreis Vogtlandkreis 01.07.2022
Sachsen Stadt Hartenstein Zwickau 01.10.2018
Sachsen Stadt Stolpen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 25.04.2023
Sachsen Stadt Tharandt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 02.05.2023
Sachsen-Anhalt Burgenlandkreis Burgenlandkreis 01.11.2018
Sachsen-Anhalt Landkreis Mansfeld-Südharz Mansfeld-Südharz 10.11.2022
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Anlage 1
Sachsen-Anhalt Lutherstadt Wittenberg Wittenberg 22.05.2018
Schleswig-Holstein Breitband-Zweckverband Südliches Nordfriesland Südliches Nordfriesland 03.06.2020
Thüringen Gemeinde Floh-Seligenthal Schmalkalden-Meiningen 01.07.2021
Thüringen Gemeinde Föritztal Sonneberg 01.03.2022
Thüringen Gemeinde Langenwetzendorf Gera, Stadt 20.05.2021
Thüringen Landkreis Altenburger Land Altenburger Land 08.06.2022
Thüringen Landkreis Saalfeld-Rudolstadt Saalfeld-Rudolstadt 03.11.2022
Thüringen Landkreis Saalfeld-Rudolstadt Saalfeld-Rudolstadt 02.04.2022
Thüringen Saale-Orla-Kreis Saale-Orla-Kreis 28.02.2019
Thüringen Stadt Geisa Eisenach, Stadt 01.09.2021
Thüringen Wartburgkreis Wartburgkreis 27.04.2021
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ISSN 0722-8333
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