Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ates Gürpinar, Susanne Ferschl, Gökay
Akbulut, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE.
– Drucksache 20/8810 –
Gesundheitliche und gesellschaftliche Schäden durch Alkoholkonsum
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die deutsche Bevölkerung weist einen hohen Alkoholkonsum auf. Mit
durchschnittlich 10,8 Litern Reinalkohol pro Jahr je Einwohnerin und Einwohner ab
15 Jahren ist Deutschland im europäischen Vergleich nach wie vor
Hochkonsumland. Etwa 6,7 Millionen Menschen weisen bei Umfragen in der 30-Tage-
Prävalenz riskante Konsummuster auf, 1,6 Millionen Menschen sind in
Deutschland alkoholabhängig (Jahrbuch Sucht der DHS, 2022, S. 9 – 18).
Alkohol ist im täglichen Leben leicht erhältlich und ermöglicht eine
kurzzeitige Befriedigung der Bedürfnisse durch eine anregende und entspannende
Wirkung. Langfristig ist Alkohol jedoch an der Entstehung vieler Krankheiten
beteiligt. Der übermäßige Alkoholkonsum birgt Risiken auf persönlicher und
sozialer Ebene. Auf persönlicher Ebene kann der Konsum zu körperlichen und
mentalen Gesundheitsproblemen führen. Die soziale Ebene ist betroffen, weil
sich für das Umfeld der konsumierenden Person auch Risiken und
Gefährdungen ergeben können. Grund ist die Wirkung, die Handeln und Verhalten
verändern kann und zu Vernachlässigung von Pflichten und Erinnerungslücken
führen kann (Qualitätsstandards in der betrieblichen Suchtprävention und
Suchthilfe der DHS, 2023, S. 30 f.). Aber auch wirtschaftlich hat dieser
Alkoholkonsum weitreichende Auswirkungen. So belaufen sich die Folgekosten des
Alkoholkonsums in Deutschland auf rund 57 Mrd. Euro jährlich, Tendenz
steigend (Jahrbuch der Sucht der DHS, 2020, S. 225 – 234). Trotz dieser
negativen Folgen wird die Droge Alkohol nur kaum reguliert. Zwar gibt es
Altersbeschränkungen beim Verkauf, Werbung wird hingegen wenig eingeschränkt
(Jahrbuch Sucht der DHS, 2022, S. 14).
V o r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Die Prävention des riskanten und schädlichen Alkoholkonsums bleibt ein
wichtiges Anliegen der Bundesregierung. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Reinalkohol
ist in Deutschland in den letzten 40 Jahren zurückgegangen. Im internationalen
Vergleich zählt Deutschland allerdings weiterhin zu den Hochkonsumländern.
Männer konsumieren nach wie vor mehr Alkohol als Frauen. Der riskante
Konsum ging bei Männern im Vergleich zu 1995 signifikant zurück, während er bei
Frauen nicht signifikant angestiegen ist.
Deutscher Bundestag Drucksache 20/9070
20. Wahlperiode 02.11.2023
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Gesundheit
vom 27. Oktober 2023 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Immer weniger zwölf- bis 17-jährige Jugendliche haben schon einmal Alkohol
getrunken. Auch der regelmäßige Alkoholkonsum ging in dieser Altersgruppe
in den vergangenen Jahren zurück. Die 30-Tage-Prävalenz des Rauschtrinkens
ist unter männlichen und weiblichen zwölf- bis 17-jährigen Jugendlichen
zwischen 2019 und 2021 rückläufig. Langfristig betrachtet, ist die 30-Tage-
Prävalenz des Rauschtrinkens bei männlichen und weiblichen Jugendlichen derzeit
signifikant niedriger als in den 2000er Jahren.
Der regelmäßige Konsum junger Erwachsener (18- bis 25-Jährige) geht in den
letzten zehn Jahren weiter zurück und lag zuletzt 2021 bei 32 Prozent. Auch bei
den 18- bis 25-jährigen jungen Männern und Frauen ist das Rauschtrinken
zwischen 2019 und 2021 zurückgegangen. Im Vergleich zu 2004 hat sich die 30-
Tage-Prävalenz des Rauschtrinkens bei jungen Männern wie jungen Frauen
deutlich reduziert.
Vor diesem Hintergrund setzt die Bundesregierung die erfolgreichen
Kampagnen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) „Null Alkohol
– voll Power“ für die Zielgruppe der Jugendlichen unter 16 Jahre, sowie
„Alkohol? – Kenn Dein Limit.“ für die Zielgruppe der jungen Erwachsenen sowie der
Erwachsenen weiter fort. Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Akteuren auf
Länder- und kommunaler Ebene setzt sich die Bundesregierung für einen
verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol ein.
1. Wie haben sich der riskante Alkoholkonsum sowie der Rauschkonsum
nach Kenntnis der Bundesregierung in der Gesamtbevölkerung seit 1990
jeweils entwickelt?
a) Wie gestalten sich diese Zahlen, wenn man Frauen und Männer
separat betrachtet?
Die Fragen 1 und 1a werden gemeinsam beantwortet.
Die Daten des Epidemiologischen Suchtsurveys (ESA) von 1995 bis 2021 in
Bezug auf den riskanten Konsum sind in Tabelle 1 dargestellt. Bei Frauen und
Männern verzeichnete man seit 1995 einen signifikanten Rückgang des
riskanten Konsums, der von 16,4 Prozent auf 13 Prozent im Jahr 2021 gesunken ist.
Ein ähnlicher, rückläufiger Trend ist auch bei männlichen Teilnehmern zu
beobachten, bei denen der riskante Konsum im Jahr 1995 bei 20 Prozent lag und
bis 2021 auf 12,5 Prozent gesunken ist. Hingegen hat sich bei weiblichen
Teilnehmerinnen eine leichte Steigerung des riskanten Konsums ergeben, von
12,9 Prozent im Jahr 1995 auf 13,5 Prozent im Jahr 2021.
Tabelle 1: Trends des Alkoholkonsums (Abstinenz und Kategorien
durchschnittlicher Alkoholmengen in den letzten 30 Tagen) bei 18- bis 59-Jährigen,
1995 bis 2021 (Prozent)
Erhebungsjahr
1995 1997 2000 2003 2006 2009 2012 2015 2018 2021
Gesamt (n) 6534 7210 8076 7553 6738 7118 7743 7987 8130 7664
Abstinent 20,3* 21,2* 12,4* 16,8* 25,2* 23,3* 25,1* 25,2* 25,6* 27,4
Risikoarmer Konsum1) 58,7* 58,4 63,3* 64,7* 58,1 60,5* 59,9 59,4 61,4* 57,3
Riskanter Konsum2) 16,4* 16,9* 20,3* 15,7* 14,1 14,1* 12,9 13,6 11,6 13,0
Gefährlicher Konsum3) 3,8* 2,7 3,4* 2,5 2,3 1,8 1,8 1,5 1,2* 2,0
Hochkonsum4) 0,8* 0,7* 0,6 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3 0,2 0,3
Männer (n) 2629 2933 3382 3039 2463 2691 2762 2914 2996 2675
Abstinent 14,1* 15,2* 9,0* 13,0* 20,2 17,1* 19,6* 20,8 21,2 22,8
Risikoarmer Konsum1) 59,1 58,2* 62,7 65,3* 60,6 64,8 64,3 62,7 66,2* 62,1
Erhebungsjahr
1995 1997 2000 2003 2006 2009 2012 2015 2018 2021
Riskanter Konsum2) 20,0* 21,1* 22,6* 17,6* 15,3* 15,3* 13,0 14,4* 11,1 12,5
Gefährlicher Konsum3) 5,7* 4,4* 4,9* 3,7* 3,3* 2,3 2,5 1,7 1,3* 2,3
Hochkonsum4) 1,1* 1,2* 0,7 0,4 0,6 0,5 0,5 0,4 0,2 0,3
Frauen (n) 2947 3246 3822 3406 2767 2928 3248 3256 3292 3145
Abstinent 26,4* 27,1* 15,9* 20,9* 30,3* 29,8* 30,7 29,6* 30,2 32,3
Risikoarmer Konsum1) 58,4* 58,7* 64,0* 64,0* 55,4* 56,1 55,3 56,0* 56,4* 52,2
Riskanter Konsum2) 12,9 12,8 17,9* 13,7 12,9 12,8 12,7 12,9 12,2 13,5
Gefährlicher Konsum3) 1,9 1,0* 1,8 1,2 1,2 1,2 1,1 1,2 1,1 1,7
Hochkonsum4) 0,5 0,3 0,5 0,1 0,1 0,1 0,1 0,3 0,1 0,3
1) letzten 30 Tage, Männer: >0–24 g. Frauen: >0–12 g.
2) letzten 30 Tage, Männer: >24–60 g. Frauen: >12–40 g.
3) letzten 30 Tage, Männer: >60–120 g. Frauen: >40–80 g.
4) letzten 30 Tage, Männer: >120 g. Frauen: >80 g
* Statistisch signifikanter Unterschied (p < 0.05) im Vergleich mit dem Jahr 2021.
Logistische Regression zur Vorhersage der Prävalenzen mit Jahr (Referenz
2021), Alter, (Geschlecht), Erhebungsmodus.
Quelle: Möckl et al., 2023a
Die Trends in Bezug auf die 30-Tage-Prävalenz des episodischen
Rauschtrinkens sind in Tabelle 2 veranschaulicht. Bei Männern und Frauen konnte ein
abnehmender Trend beobachtet werden, wobei die Prävalenz im Jahr 1995 bei
33,7 Prozent lag und im Jahr 2021 auf 25,3 Prozent gesunken ist. Wenn die
Geschlechter separat betrachtet werden, zeigt sich bei Männern (1995: 47,5
Prozent; 2021: 33,6 Prozent) und Frauen (1995: 19,8 Prozent; 2021: 16,7 Prozent)
ein rückläufiger Trend.
Tabelle 2: Trends der 30-Tage-Prävalenz des episodischen Rauschtrinkens1)
nach Geschlecht und Alter, 1995 bis 2021 (Prozent)
Alter Erhebungsjahr
1995 1997 2000 2003 2006 2009 2012 2015 2018 2021
Gesamt (n) 7779 7612 8010 7873 6895 7265 7924 8209 8248 8013
18–59 33,7* 32,3* 27,2 26,3 25,9 26,9 26,9 26,5 26,5 25,3
18–24 33,0 36,8 37,0 38,8 45,4* 43,7* 42,3* 43,2* 41,3 38,3
25–39 35,2* 31,4 28,6 26,2 26,8 29,2 31,9* 30,4 29,1 27,2
40–59 32,7* 31,2* 23,0 23,2 20,8 21,0 20,1 20,1 20,9 20,5
60–64 - - - - 15,9 17,4 16,0 16,7 17,1 15,4
Männer (n) 3539 3565 3638 3535 3054 3215 3402 3683 3713 3462
18–59 47,5* 47,1* 40,7* 39,1* 37,1 39,6* 37,9* 36,7 35,3 33,6
18–24 41,9 49,7 47,6 51,1* 57,5* 56,7* 51,7* 52,0* 48,4 44,9
25–39 50,5* 47,3 *43,3 39,1 39,2 42,1 46,2* 42,6* 38,0 36,3
40–59 46,7* 46,0* 36,3* 36,1* 31,0 33,7* 29,5 29,3 29,9 28,7
60–64 - - - - 23,5 27,5 23,4 28,1 25,1 22,4
Frauen (n) 4240 4047 4372 4338 3841 4050 4522 4526 4535 4539
18–59 19,8* 17,1 13,0* 12,9* 14,4* 13,6* 15,4 16,1 17,3 16,7
18–24 23,0* 23,1* 26,1 26,0* 32,1 30,2 32,5 33,9 33,4 31,2
25–39 19,8 15,4 12,9* 12,5* 14,7 16,0 16,9 17,7 19,6 17,8
40–59 19,0* 16,3 9,3* 9,8* 10,2* 7,8* 10,3 10,7 11,8 12,2
60–64 - - - - 7,0 7,4 8,7 5,8 9,4 8,6
1) Episodisches Rauschtrinken: Konsum von fünf oder mehr Gläsern Alkohol an mindestens einem Tag.
* Statistisch signifikanter Unterschied (p < 0.05) im Vergleich mit dem Jahr 2021.
-) wurde nicht erhoben.
Logistische Regression zur Vorhersage der Prävalenz mit Jahr (Referenz 2021),
Alter, (Geschlecht), Erhebungsmodus.
n für Gesamtstichprobe.
Quelle: Möckl et al., 2023a
b) In welcher Altersgruppe ist Rauschkonsum am verbreitetsten?
Wie sieht es dort bei Frauen bzw. bei Männern aus?
Die Häufigkeit des Rauschkonsums in den letzten 30 Tagen ist in Tabelle 3
anhand des ESA 2021 veranschaulicht. In der Altersgruppe der 25- bis 29-
Jährigen zeigt sich bei Frauen und Männern der höchste Rauschkonsum (ein- bis
drei-mal) mit 22,4 Prozent. Hingegen ist der häufigere Rauschkonsum
(viermal oder häufiger) bei Frauen und Männern in den Altersgruppen der 18- bis
20-Jährigen und 21- bis 24-Jährigen am ausgeprägtesten, wobei er jeweils
15,2 Prozent erreicht. Wenn nur die männlichen Teilnehmer betrachtet werden,
tritt der Rauschkonsum (ein- bis drei-mal) am häufigsten in der Altersgruppe
der 25- bis 29-Jährigen auf, und zwar mit 27,8 Prozent. Der Rauschkonsum
(vier-mal oder häufiger) hingegen zeigt sich bei männlichen Teilnehmern am
ausgeprägtesten in der Altersgruppe der 21- bis 24-Jährigen, wobei er 22,3
Prozent erreicht. Bei Frauen zeigt sich der höchste Rauschkonsum (ein- bis
dreimal: 22,6 Prozent; vier-mal oder häufiger: 11,7 Prozent) in der Altersgruppe
der 18- bis 20-Jährigen.
Tabelle 3: Prävalenz verschiedener Häufigkeiten des episodischen
Rauschtrinkens in den letzten 30 Tagen (Gesamtbevölkerung) (Prozent)
Altersgruppen
Gesamt 18–20
Jahre
21–24
Jahre
25–29
Jahre
30–39
Jahre
40–49
Jahre
50–59
Jahre
60–64
Jahre
Gesamt (n) 8941 1014 1091 1134 1628 1568 1578 928
0 mal 76,6 65,2 62,7 67,4 76,5 79,5 80,2 85,2
1 bis 3 mal 14,2 19,6 22,1 22,4 14,5 12,5 11,6 7,3
4 mal oder häufiger 9,3 15,2 15,2 10,3 9,0 8,0 8,2 7,5
Männer (n) 3886 437 507 507 689 645 677 424
0 mal 68,7 64,6 52,8 58,5 67,4 71,2 74,1 78,9
1 bis 3 mal 18,2 16,9 24,9 27,8 19,3 17,6 14,8 10,4
4 mal oder häufiger 13,0 18,5 22,3 13,7 13,3 11,3 11,0 10,7
Frauen (n) 5043 575 582 621 937 923 901 504
0 mal 84,5 65,7 73,6 76,3 86,0 88,0 86,3 91,3
1 bis 3 mal 10,1 22,6 19,0 16,9 9,5 7,4 8,3 4,3
4 mal oder häufiger 5,4 11,7 7,4 6,8 4,5 4,6 5,3 4,4
n für Gesamtstichprobe.
Episodisches Rauschtrinken: Fünf oder mehr alkoholische Getränke an einem
Tag.
Quelle: Möckl et al, 2023b
c) In welcher Altersgruppe ist der riskante Konsum am verbreitetsten?
Wie sieht es dort bei Frauen bzw. bei Männern aus?
Die Angaben zur Prävalenz des Alkoholkonsums basierend auf dem ESA von
2021 sind in Tabelle 4 (Anlage 1)* dargestellt. Betrachtet man Männer und
Frauen zeigt sich die höchste Prävalenz des riskanten Konsums in der
Altersklasse der 50- bis 59-Jährigen, wo sie 17,8 Prozent beträgt. Männer in dieser
Altersklasse weisen ebenfalls die höchste Prävalenz (20 Prozent) auf. Im
Gegensatz dazu ist der riskante Konsum unter Frauen am verbreitetsten in der
Altersgruppe der 21- bis 24-Jährigen mit einer Prävalenz von 19 Prozent.
2. Wie hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Krankheitslast bei
Frauen im Zusammenhang mit Erkrankungen aufgrund ihres
Alkoholkonsums seit 1990 entwickelt?
Im Rahmen des vom BMG geförderten Projekts „Schätzung alkohol-
attribuierbarer Mortalität und Morbidität: Trends 2006 – 2021“ wurden Zahlen der
Krankenhausaufenthalte/Rehabilitationen aufgrund von alkoholbedingten
Erkrankungen und Verletzungen, d. h. alkoholspezifische, also zu 100 Prozent auf
Alkohol zurückzuführende und solche, die partiell auf Alkohol zurückzuführen
sind, analysiert (Kraus et al., 2023). Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die
altersstandardisierte Rate, der insgesamt auf Alkohol zurückzuführenden
Morbidität von 2006 bis 2012 stieg und danach zurückging (siehe Tabelle 5 –
Anlage 2).* Im Vergleich zu 2006 war die Morbiditätsrate im Jahr 2021 bei Frauen
um -14,5 Prozent deutlich niedriger. Im Vergleich dazu ging die
Gesamtmorbiditätsrate zur gleichen Zeit um 6,5 Prozent zurück.
In den letzten zwei Jahrzehnten zeigten die Trends der altersstandardisierten
alkoholspezifischen Morbiditätsraten bei den 15- bis 69-Jährigen nach einem
Höchststand im Jahr 2012 einen Rückgang mit niedrigeren Raten im Jahr 2021
als 2003 (siehe Abbildung 1). Die Morbidität war zwischen 2019 und 2021
stärker rückläufig als in den Vorjahren. Die altersstandardisierten Raten der
alkoholattributablen Morbidität, die für die Jahre 2006, 2012, 2018 und 2021
geschätzt wurden, zeigten ein ähnliches Muster. Der Anteil der
altersstandardisierten alkoholattributablen Morbiditätsrate an der Gesamtmorbidität ging
zurück. Betrachtet man die Konfidenzintervalle ist dieser Rückgang allerdings
nicht statistisch signifikant.
Die Analysen der Trends der alkoholspezifischen Morbidität zeigen, dass über
einen Zeitraum von fast zwei Jahrzehnten die altersstandardisierten Raten im
Jahr 2021 unter das Niveau von 2003 gefallen sind. Die jüngsten
Veränderungen zwischen 2019 und 2021 müssen jedoch vor dem Hintergrund der
COVID-19-Pandemie diskutiert werden, die weitreichende staatliche
Interventionen wie u. a. die Einschränkung von Gesundheitsdiensten und sozialer
Interaktionen auslöste.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/9070 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
Abbildung 1: Hospitalisierung und Rehabilitation aufgrund alkohol-
spezifischer Krankheiten und Unfälle für 15- bis 69-jährige Frauen in den Jahren
2006, 2012, 2018 und 2021
Quelle: (Kraus et al., 2023)
3. Wie viele Frauen trinken nach Kenntnis der Bundesregierung aktuell
riskant und/oder betreiben Rauschtrinken?
Angaben anhand des ESA 2021 zur Prävalenz des riskanten Konsums und des
episodischen Rauschtrinkens in den letzten 30 Tagen sind in Tabelle 6 in
Anlage 3* dargestellt. Unter Frauen belief sich die Prävalenz des episodischen
Rauschtrinkens auf 15,5 Prozent und des riskanten Konsums auf 14,3 Prozent.
Die Prävalenz des episodischen Rauschtrinkens und/oder des riskanten
Konsums beträgt 22,9 Prozent.
a) Wie viele davon sind Mütter?
Frauen mit mindestens einer Episode des Rauschtrinkens waren seltener Mütter
als Frauen mit riskantem Konsum (42,3 Prozent vs. 52,7 Prozent). (Quelle:
ESA, Berechnungen des IFT Instituts für Therapieforschung).
b) Wie viele davon haben mindestens Abitur?
Bezüglich des Anteils der Frauen mit mindestens (Fach-)Abitur gab es keine
starken Unterschiede (52,9 Prozent vs. 54,2 Prozent). (Quelle: ESA,
Berechnungen des IFT Instituts für Therapieforschung).
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/9070 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
c) Wie viele davon sind berufstätig und wie viele im Rentenalter?
Hierfür wurde der Anteil der Personen mit Vollzeiterwerbstätigkeit oder
Teilzeitbeschäftigung berechnet. Personen ohne Vollzeiterwerbstätigkeit oder
Teilzeitbeschäftigung umfassen Personen in Altersteilzeit (unabhängig davon, in
welcher Phase befindlich), geringfügiger Erwerbstätigkeit, 450-Euro-Job, Mini-
Job, „Ein-Euro-Job“ (bei Bezug von Arbeitslosengeld 2), Beruflicher
Ausbildung/Lehre, Bundesfreiwilligendienst/Zivildienst/Militärdienst, Freiwilligem
Sozialem Jahr, Umschulung, Mutterschafts-, Erziehungsurlaub, Elternzeit oder
sonstiger Beurlaubung, nicht Erwerbstätigkeit (einschließlich Schüler und
Studenten, die nicht gegen Geld arbeiten, Arbeitslose, Vorruheständler, Rentner
ohne Nebenverdienst) oder gelegentlich oder unregelmäßig Beschäftigte.
Die Quote der Frauen mit Vollzeiterwerbstätigkeit oder Teilzeitbeschäftigung
war unter Frauen mit mindestens einer Episode des Rauschtrinkens niedriger
als unter Frauen mit riskantem Konsum (71,9 Prozent vs. 74,2 Prozent). Zu der
Gruppe der über 64-Jährigen wird auf die Antwort zu Frage 5 verwiesen.
(Quelle: ESA, Berechnungen des IFT Instituts für Therapieforschung).
d) Wie verteilt sich der Konsum auf unterschiedliche sozioökonomische
Gruppen (z. B. Einkommensklassen)?
Zur Operationalisierung der sozialen Schicht wurde der Winkler-Scheuch-
Index (Winkler, 1998) berechnet, der eine Unterscheidung von niedriger, mittlerer
und hoher Sozialschicht erlaubt.
Unter Frauen mit mindestens einer Episode des Rauschtrinkens zeigte sich ein
niedrigerer Anteil in der höchsten Sozialschicht im Vergleich zu Frauen mit
riskantem Konsum (36,9 Prozent vs. 43,1 Prozent). (Quelle: ESA, Berechnungen
des IFT Instituts für Therapieforschung).
e) Wo steht Deutschland mit diesen Zahlen im europaweiten Vergleich?
Eine Studie von Kilian et al. (2023) hat die Daten des Standard European
Alcohol Surveys aus dem Jahr 2021 untersucht und den Alkoholkonsum in 33
europäischen Ländern verglichen. Die Daten wurden nach Geschlecht und
Sozioökonomischem Status (SES) geschichtet. In der Studie wurde der tägliche
Konsum von mehr als 40g für Frauen bzw. 60g für Männer als Hochrisikokonsum
definiert. In Deutschland sind 8,5 Prozent der Männer und 4,2 Prozent der
Frauen mit einem schwachen SES innerhalb der Hochrisikogruppe definiert.
Bei Männern und Frauen mit einem hohen SES sind es 6,7 Prozent und
6,3 Prozent. Damit liegt Deutschland unterhalb des Europäischen
Durchschnitts, bei dem 13,2 Prozent der Männer und 8,4 Prozent der Frauen mit
einem schwachen SES einen hochriskanten Konsum aufweisen. Der Durschnitt
bei Männern und Frauen mit einem hohen SES beträgt 11,7 Prozent und
8,9 Prozent.
Die Zahlen sind aufgrund anderer Schwellenwerte für riskanten Konsum und
hochriskanten Konsum nicht direkt mit den Ergebnissen des ESA vergleichbar.
(Quelle: Standard European Alcohol Survey: Kilian et al. 2023).
4. Wie viele Männer trinken nach Kenntnis der Bundesregierung aktuell
riskant und/oder betreiben Rauschtrinken?
Unter Männern belief sich die Prävalenz des episodischen Rauschtrinkens auf
31,3 Prozent, des riskanten Konsums auf 15,2 Prozent sowie des episodischen
Rauschtrinkens und/oder des riskanten Konsums auf 35,4 Prozent. Die
Ergebnisse sind ebenfalls in Tabelle 6 (siehe Frage 3) dargestellt (ESA: Möckl et al.,
2023b).
a) Wie viele davon sind Väter?
Männer mit mindestens einer Episode des Rauschtrinkens waren seltener Väter
als Männer mit riskantem Konsum (45,1 Prozent vs. 51,9 Prozent) (Quelle:
ESA: Berechnungen des IFT).
b) Wie viele davon haben mindestens Abitur?
Der Anteil der Männer mit mindestens (Fach-)Abitur war unter Männern mit
mindestens einer Episode des Rauschtrinkens höher als unter Männern mit
riskantem Konsum (45,2 Prozent vs. 38,7 Prozent). (Quelle: ESA: Berechnungen
des IFT).
c) Wie viele davon sind berufstätig und wie viele im Rentenalter?
Die Quote der Männer mit Vollzeiterwerbstätigkeit oder Teilzeitbeschäftigung
war unter Männern mit mindestens einer Episode des Rauschtrinkens niedriger
als unter Frauen mit riskantem Konsum (83,1 Prozent vs. 85 Prozent). Zu der
Gruppe der über 64-Jährigen wird auf die Antwort zu Frage 5 verwiesen.
(Quelle: ESA: Berechnungen des IFT).
d) Wie verteilt sich der Konsum auf unterschiedliche sozioökonomische
Gruppen (z. B. Einkommensklassen)?
Unter Männern mit mindestens einer Episode des Rauschtrinkens zeigte sich
ein leicht höherer Anteil in der höchsten Sozialschicht im Vergleich zu
Männern mit riskantem Konsum (37,8 Prozent vs. 34,6 Prozent) (Quelle: ESA:
Berechnungen des IFT).
e) Wo steht Deutschland mit diesen Zahlen im europaweiten Vergleich?
Auf die Antwort zu Frage 3e wird verwiesen.
5. Wie viele Menschen über 64 Jahren betreiben nach Kenntnis der
Bundesregierung Rauschtrinken?
Wie viele trinken riskant?
Wie viele weisen eine Abhängigkeit auf?
Im Rahmen des vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) von Oktober
2014 bis Juni 2017 geförderten Projekts des Robert Koch-Institut (RKI) zu
„Prävalenz, Trends und gesundheitsrelevante Folgen des Gebrauchs
psychoaktiver Substanzen (Psychopharmaka, Schmerzmittel und Alkohol) im Alter“
wurde mit den Daten aus der Studie zur Gesundheit Erwachsener in
Deutschland Welle 1 aus den Jahren 2008 bis 2011 (DEGS1) und aus dem Bundes-
Gesundheitssurvey 1997 bis 1999 (BGS98) überprüft, ob und wie sich Prävalenz
und Muster des Gebrauchs von Psychopharmaka und Alkohol bei über 60-
Jährigen in Deutschland verändert haben.
Demnach konsumierten 66,9 Prozent aller Personen im Alter von 60 bis 79
Jahren Alkohol moderat, 17 Prozent riskant. Im Vergleich der beiden Befragungen
nahm moderater (58 Prozent vs. 66,9 Prozent) Alkoholkonsum zu, während der
riskante Konsum nahezu unverändert blieb (16,6 Prozent vs. 17 Prozent). Daten
zur Abhängigkeit in dieser Altersklasse liegen nicht vor.
Die Obergrenze für das Alter der bisherigen ESA-Erhebungen lag bei 59 bzw.
64 Jahren. Im Rahmen der geplanten ESA-Erhebung 2024 ist vorgesehen
Personen bis zum Alter von 85 Jahren zu befragen, so dass in Zukunft
detailliertere Aussagen zu höheren Altersgruppen getätigt werden können.
6. Wie viele Jugendliche unter 18 Jahren und junge Erwachsene bis
25 Jahre betreiben nach Kenntnis der Bundesregierung jeweils
Rauschtrinken?
Wie viele trinken riskant?
Wie viele weisen eine Abhängigkeit auf?
Der Alkoholsurvey der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
(BZgA), der zuletzt im Jahr 2021 durchgeführt wurde, zeigt, dass in
Deutschland 11 Prozent der zwölf- bis 17-jährigen Jugendlichen in den letzten 30
Tagen vor der Befragung Rauschtrinken praktizierten und 3,6 Prozent in den
letzten zwölf Monaten im Durchschnitt so viel Alkohol getrunken hatten, dass sie
über dem Schwellenwert für gesundheitlich riskanten Alkoholkonsum
Erwachsener lagen. Von den 18- bis 25-jährigen jungen Erwachsenen praktizierten in
den letzten 30 Tagen 32,7 Prozent Rauschtrinken. 16,7 Prozent konsumierten
Durchschnittsmengen oberhalb der Schwelle für gesundheitlich riskanten
Alkoholkonsum. Zu der Frage, wie viele der Jugendlichen und jungen Erwachsenen
eine Abhängigkeit aufweisen, erhebt die BZgA keine Daten. Daten der IMAC-
Mind-Studie weisen bei 3,1 Prozent der zwölf- bis 18-jährigen befragten
Jugendlichen eine Alkoholabhängigkeit nach. (Quelle: Arnaud et al. 2023)
7. Wie oft ist nach Kenntnis der Bundesregierung seit 1990 bei der
Aufnahme ins Krankenhaus eine alkoholbezogene Störung diagnostiziert
worden (bitte jeweils nach der einzelnen ICD-Diagnose [ICD =
Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter
Gesundheitsprobleme] aufschlüsseln)?
a) Wie viele davon bei Frauen?
b) Wie viele davon bei Männern?
Die Fragen 7 bis 7b werden gemeinsam beantwortet.
Im Rahmen der Krankenhausdiagnosestatistik stehen die Hauptdiagnosen von
vollstationär im Krankenhaus behandelten Patientinnen und Patienten zur
Verfügung. Eine Auswertung aus der Krankenhausdiagnosestatistik mit
„alkoholbedingten“ Hauptdiagosen gegliedert nach Geschlecht für die Jahre 2000 bis
2021 ergibt sich aus der beigefügten Tabelle (Anlage 4).* Bei den Werten
handelt es sich jeweils um die Zahl der Behandlungsfälle. Mehrfachzählungen
einer Person sind möglich, falls der Patient bzw. die Patientin im Berichtsjahr
aufgrund der gleichen Hauptdiagnose mehrfach stationär behandelt werden
musste. Für die Jahre vor 2000 stehen keine vergleichbaren Daten zur
Verfügung. Die Daten für das Berichtsjahr 2022 liegen noch nicht vor.
8. Wie viele Menschen leiden in Deutschland nach Kenntnis der
Bundesregierung unter einer Alkoholabhängigkeit?
a) Wie viele davon sind Frauen bzw. Männer oder divers?
Die Fragen 8 und 8a werden gemeinsam beantwortet.
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/9070 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
Die Prävalenz alkoholbezogener Störungen nach DSM IV ist in Tabelle 7
dargestellt. Die Daten wurden nach Geschlecht und Altersgruppe geschichtet.
Betrachtet man Männer und Frauen gesamt, wurde eine Prävalenz von 3,1 Prozent
festgestellt. Männer zeigen häufiger eine Abhängigkeit als Frauen (4,5 Prozent
vs. 1,7 Prozent). Die Befragung hat nur nach männlichem und weiblichem
Geschlecht unterschieden.
Tabelle 7: Alkoholbezogene Störungen nach DSM IV (Gesamtstichprobe)
(Prozent)
Altersgruppen
Gesamt 18–20 21–24 25–29 30–39 40–49 50–59 60–64
Gesamt (n) 9200 1076 1166 1170 1617 1579 1641 951
Missbrauch 1) 2,8 6,7 4,6 4,2 3,2 2,0 1,7 1,3
Abhängigkeit 1) 3,1 9,7 7,6 6,0 2,5 1,7 1,8 1,3
Männer (n) 4151 489 536 539 715 699 734 439
Missbrauch 1) 4,0 8,6 5,0 4,8 5,1 3,2 2,9 2,3
Abhängigkeit 1) 4,5 12,5 10,7 8,3 4,0 2,8 2,3 1,0
Frauen (n) 5049 587 630 631 902 880 907 512
Missbrauch 1) 1,5 4,7 4,1 3,5 1,1 0,8 0,5 0,4
Abhängigkeit 1) 1,7 6,6 4,2 3,5 0,9 0,6 1,3 1,6
n für Gesamtstichprobe, Missbrauch und Abhängigkeit nach DSM IV.
1) Missbrauch und Abhängigkeit von Alkohol nach DSM IV.
Quelle: (Seitz et al., 2019)
b) Wie viele sind in den einzelnen Altersdezilen betroffen?
In der Altersgruppe der 18- bis 20-Jährigen sind mehr Männer als Frauen
betroffen (12,5 Prozent vs. 6,6 Prozent). Betrachtet man Männer und Frauen
dieser Altersklasse, konnte bei 9,7 Prozent eine Abhängigkeit nach DSM IV
festgestellt werden. Auch in der Altersklasse der 21- bis 24-Jährigen zeigen
Männer häufiger eine Abhängigkeit als Frauen (10,7 Prozent vs. 4,2 Prozent). Für
beide Geschlechter könnte eine Prävalenz von 7,6 Prozent festgestellt werden.
Bei den 25- bis 29-Jährigen wurde bei 8,3 Prozent der Männer und 3,5 Prozent
der Frauen eine Abhängigkeit nach DSM IV festgestellt. Für beide
Geschlechter ergab sich eine Prävalenz von 6 Prozent. Für die Gruppe der 30- bis 39-
Jährigen zeigten Männer eine Prävalenz von 4 Prozent und Frauen eine Prävalenz
von 0,9 Prozent. Insgesamt wurde bei 2,5 Prozent dieser Altersklasse eine
Abhängigkeit erfasst. Männer und Frauen im Alter von 40 bis 49 Jahren zeigten
eine Häufigkeit von 1,7 Prozent. Im Gegensatz zu Frauen (0,6 Prozent), zeigten
Männer dieser Altersklasse ebenfalls eine höhere Prävalenz (2,8 Prozent). In
der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen sind ebenfalls mehr Männer als
Frauen betroffen (2,3 Prozent vs. 1,3 Prozent). Gesamt leiden 1,8 Prozent
dieser Altersgruppe an einer Abhängigkeit. Bei den 60- bis 64-Jährigen sind mehr
Frauen als Männer betroffen (1,6 Prozent vs. 1 Prozent). Insgesamt konnte bei
1,3 Prozent eine alkoholbezogene Störung festgestellt werden. Grundsätzlich
konnte in höheren Altersklassen eine niedrigere Prävalenz von
alkoholbezogenen Störungen ermittelt werden (Quelle: ESA: Seitz et al., 2019).
c) Wie viele sind in den verschiedenen sozioökonomischen Gruppen
(z. B. Einkommensklassen) betroffen?
Die Daten für die Prävalenz der Alkoholabhängigkeit nach DSM-IV nach
Sozialschicht der 18- bis 64-Jährigen stammen aus dem ESA 2018, da im ESA
2021 keine alkoholbezogenen Störungen nach DSM-Kriterien erhoben wurden.
In Bezug auf den Sozialstatus ergaben sich folgende Ergebnisse: Bei Personen
mit einem niedrigeren Sozialstatus konnte eine Abhängigkeit bei 4,4 Prozent
der Betroffenen festgestellt werden. Personen aus mittleren Sozialschichten und
solche mit einem hohen Sozialstatus zeigen niedrigere Prävalenzwerte, und
zwar 2,7 Prozent und 2,6 Prozent.
(Quelle: ESA: Berechnungen des IFT)
d) Welche weiteren besonderen sozialen und gesellschaftlichen
Risikofaktoren sind der Bundesregierung bekannt?
Die Ätiologie von Abhängigkeitserkrankungen ist auf psychologische, soziale
und biochemische Risikofaktoren zurückzuführen. Epidemiologische Studien
zeigen, dass das Trinkverhalten vom sozialen Umfeld abhängt. Länder, in
denen Alkoholkonsum als unerwünschtes Verhalten gilt, weisen niedrigere
Alkoholmissbrauchsraten auf. Außerdem sind die Raten des Alkoholmissbrauchs
in Ländern mit geringer sozialer Sicherheit (z. B. garantierte Ausbildung,
sicherer Arbeitsplatz) höher. Das Trinkverhalten wird auch durch die Sozialisation
und das erlernte Verhalten beeinflusst. Unterschiedliche Wertvorstellungen in
den Familien können sich ebenfalls positiv oder negativ auf den Konsum
auswirken. Die Einstellung und der Einfluss sozialer Gruppen haben einen
stärkeren Einfluss auf das Trinkverhalten als die persönliche Einstellung zum
Substanzkonsum. Ein weiterer Risikofaktor sind veränderte Familienstrukturen, die
ihrerseits den Missbrauch begünstigen können. Weitere Studien zeigen, dass
ein großes Einkommensgefälle in einem Land zu einem erhöhten
Suchtmittelmissbrauch führen kann (Lesch & Walter, 2009).
9. Wie viele Menschen haben in Deutschland nach Kenntnis der
Bundesregierung in den vergangenen zehn Jahren an einer qualifizierten
Entzugsbehandlung teilgenommen?
10. Wie viele stationäre Plätze für eine Entzugsbehandlung gibt es nach
Kenntnis der Bundesregierung in Deutschland?
Inwiefern ist dieses Angebot nach Ansicht der Bundesregierung
bedarfsdeckend?
Die Fragen 9 und 10 werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Der Bundesregierung liegen hierzu keine Erkenntnisse vor. Es kann deshalb
nicht eingeschätzt werden, inwieweit das Angebot bedarfsdeckend ist.
11. Inwiefern ist Abstinenz nach Ansicht der Bundesregierung vorrangiges
Ziel einer medizinisch-therapeutischen Behandlung der
Alkoholabhängigkeit, und inwiefern sieht sie etwa das „kontrollierte Trinken“ als
sinnvolle Ergänzung an?
12. Welche therapeutische und psychosoziale Begleitung muss für das
„kontrollierte Trinken“ nach Kenntnis der Bundesregierung gegeben sein, und
inwiefern sieht sie die Versorgung hier in Deutschland gewährleistet?
Die Fragen 11 und 12 werden aufgrund des Sachzusammenhangs zusammen
beantwortet.
Die Bewertung von evidenzbasierten therapeutischen oder psychosozialen
Maßnahmen zum „kontrollierten Trinken“ ist nicht Aufgabe der
Bundesregierung, sondern obliegt der wissenschaftlichen Fachwelt. Nach Kenntnis der
Bundesregierung gehen Fachleute davon aus, dass eine Trinkmengenreduktion
bereits viele gesundheitliche Vorteile mit sich bringt und auf dem Weg zur
Abstinenz, die leider häufig als Therapieziel verfehlt wird, einen möglichen
Zwischenschritt darstellt. Die Patientinnen und Patienten, die dieses Zwischenziel
erreicht haben, benötigen grundsätzlich wie alle Betroffenen von
Alkoholkonsumstörungen neben einer geeigneten psychosozialen Unterstützung (z. B.
einer Suchtberatung) eine leitliniengerechte und suchtmedizinische Versorgung,
über deren Einzelelemente je nach individueller Situation zu entscheiden ist.
Soweit es um die psychotherapeutische Versorgung der Betroffenen in der
gesetzlichen Krankenversicherung geht, prüft der Gemeinsame Bundesausschuss
(G-BA) derzeit die bestehenden Regelungen der Psychotherapie-Richtlinie, die
das Therapieziel der vollständigen Abstinenz im Verlauf der Behandlung
beinhaltet.
13. Welchen Stellenwert hat nach Ansicht der Bundesregierung die
ambulante Psychotherapie bei der Behandlung von Alkoholabhängigkeit?
Wie schätzt die Bundesregierung den Versorgungsstand ambulanter
Psychotherapie insgesamt und für Betroffene von Alkoholabhängigkeit im
Besonderen ein?
Ambulante Psychotherapie hat insbesondere bei der Nachsorge im Rahmen der
Suchtbehandlung einen hohen Stellenwert, um die nach Entgiftung und
erfolgter ambulanter oder stationärer Entwöhnung erreichten Ziele weiter zu
stabilisieren und zu bearbeiten (Erhalt des abstinenten Verhaltens, weitere Förderung
und Stabilisierung von Abstinenzmotivation) und gegebenenfalls bestehende
komorbide psychische Störungen (z. B. Depressionen, Angststörungen,
Persönlichkeitsstörungen) mitzubehandeln. Grundlage für die Durchführung von
Psychotherapie in der vertragsärztlichen Versorgung ist in erster Linie die
Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) über die Durchführung der
Psychotherapie (Psychotherapie- Richtlinie, PT-RL, abrufbar im
Internetangebot des G-BA unter:
https://www.g-ba.de/richtlinien/20/). Sie regelt das Nähere
insbesondere zu den zu Lasten der GKV ambulant erbringbaren
psychotherapeutischen Behandlungs- und Anwendungsformen und deren
Anwendungsbereichen und zum Leistungsumfang.
Eine konkrete Benennung der Anzahl an Therapieplätzen ist nicht möglich, da
jede Behandlung individuell unterschiedlich und zudem auch die
Diagnosestellung nicht immer einheitlich ist. Patientinnen und Patienten mit einer
Alkoholkonsumstörung sind häufig von komorbiden Störungen betroffen. Daher stellt
sich unabhängig vom Leistungsangebot die Frage, ob die Inanspruchnahme
ambulanter Psychotherapie durch die betroffenen Patientinnen und Patienten
erfolgt. Für die ambulante Psychotherapie von Alkoholkonsumstörungen gilt –
wie für andere psychische Störungen auch –, dass ein Patient oder eine
Patientin über eine ausreichende Veränderungsmotivation verfügt und
Psychotherapiefähigkeit bestehen muss.
14. Wie viele Therapieplätze würden nach Ansicht der Bundesregierung
theoretisch benötigt, um alle Menschen mit Alkoholgebrauchsstörung zu
versorgen und wie viele Therapieplätze gibt es?
Der Bundesregierung liegen hierzu keine validen Daten vor.
Hinsichtlich der Frage nach erforderlichen Therapieplätzen ist zu beachten,
dass nicht alle Betroffenen mit einer Alkoholgebrauchsstörung eine ambulante
Psychotherapie benötigen und nicht alle Betroffenen mit
Alkoholkonsumstörung, bei denen eine Psychotherapie indiziert ist, psychotherapiemotiviert sind.
Daneben ist zu beachten, dass in Deutschland inzwischen ein sehr
differenziertes Suchthilfesystem entstanden ist, welches sowohl ambulante, stationäre
sowie kombinierte Therapieangebote und erforderliche Leistungen zur Teilhabe
umfasst. In diesem System stellt die ambulante psychotherapeutische
Behandlung gemäß der Psychotherapie-Richtlinie des Gemeinsamen
Bundesausschusses nur einen Mosaikstein im Gesamtbild dar.
15. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl von
Patientinnen und Patienten mit alkoholassoziierten Störungen in der gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV)?
16. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung die Zahl von
Patientinnen und Patienten mit einer Alkoholabhängigkeit in der GKV, und wie
hoch sind die Ausgaben für die Behandlung dieser?
Die Fragen 15 und 16 werden wegen des Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Nach der vom GKV-Spitzenverband eingeholten Auskunft verfügt dieser über
keine geeigneten Daten hierzu. Aufgrund der diskontinuierlichen
Behandlungsverläufe von Menschen mit alkoholassoziierten Störungen und der
unterschiedlichen Einbindung von Leistungsträgern auch über das Fünfte Buch
Sozialgesetzbuch (SGB V) hinaus, ist eine seriöse Schätzung der Ausgaben kaum
möglich.
15. a) Wie hoch sind die Ausgaben für die Behandlung in Relation zur
Prävalenz bei Brustkrebs, Prostatakarzinom sowie Darmkrebs?
Das Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) im Robert Koch-Institut weist für
Brustkrebs, Prostatakarzinom und Darmkrebs für das Jahr 2019 folgende Fünf-
und Zehn-Jahres-Prävalenzen aus:
• Brustkrebs: Fünf-Jahres-Prävalenz (305 757 Frauen und 2 813 Männer),
Zehn-Jahres-Prävalenz (556 757 Frauen und 4 701 Männer). Quelle: https://
www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Brustkrebs/brustkrebs_n
ode.html
• Prostatakarzinom: Fünf-Jahres-Prävalenz (268 381), Zehn-Jahres-Prävalenz
(473 773). Quelle:
https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarte
n/Prostatakrebs/prostatakrebs_node.html
• Darmkrebs: Fünf-Jahres-Prävalenz (88 594 Frauen und 109 112 Männer),
Zehn-Jahres-Prävalenz (148 150 Frauen und 180 670 Männer). Quelle:
https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Darmkrebs/darm
krebs_node.html
Zur Höhe der Ausgaben für die Behandlung in Relation zur Prävalenz bei
Brustkrebs, Prostatakarzinom sowie Darmkrebs liegen der Bundesregierung
keine Erkenntnisse vor.
17. Wie viele Kinder sind nach Kenntnis der Bundesregierung seit 1990 pro
Jahr mit der Diagnose Fetales Alkohol-Syndrom (FAS) zur Welt
gekommen, und für wie hoch schätzt die Bundesregierung die entsprechenden
Zahlen für die Fetale Alkoholspektrum-Störungen (FASD)?
Verlässliche Zahlen aus Deutschland zur Prävalenz des Fetalen
Alkoholsyndroms (FAS) oder Fetalen Alkoholspektrumstörungen (FASD) liegen nicht vor.
Studien zur Prävalenzschätzung von FAS in Europa bewegen sich zwischen 0,2
und 8,2 pro 1 000 Geburten. Laut Schätzungen von Experten und Expertinnen
ist von mindestens 2 000 Kindern mit FAS pro Jahr in Deutschland
auszugehen. Das Vollbild des FAS tritt nach Expertenschätzung bei rund 10 Prozent
aller Kinder mit pränatalen Alkohol-Folgeschäden auf. Damit liegen die
Prävalenzzahlen für Kinder mit FASD deutlich höher.
18. Inwieweit haben sich die konsumierten alkoholhaltigen Getränke nach
Kenntnis der Bundesregierung in den letzten Jahrzehnten verändert?
a) Inwieweit haben sie sich bei Frauen und bei Männern verändert?
Die Fragen 18 und 18a werden gemeinsam beantwortet.
Tabelle 8 zeigt die Trends der 30-Tage-Prävalenz des Konsums verschiedener
Getränke und der durchschnittlichen Trinkmenge. Unter Frauen ist der Konsum
von Bier gesunken (1995: 44,1 Prozent, 1,2l; 2021: 39,1 Prozent, 0,8l).
Ebenfalls ist der Konsum von Wein und Sekt (1995: 67,3 Prozent, 0,5l; 2021:
58,2 Prozent, 0,5l) und Spirituosen (1995: 32,6 Prozent, 0,04l; 2021: 25,7
Prozent, 0,04l) gesunken. Unter Männern ist der Konsum von Bier
zurückgegangen von 82,8 Prozent (3,5l, 1995) auf 70,7 Prozent (2,1l, 2021). Außerdem
konnte für den Konsum von Wein und Sekt (1995: 58,7 Prozent, 0,5l; 2021:
43,8 Prozent, 0,4l) und Spirituosen (1995: 51,5 Prozent, 0,08l; 2021: 39,5
Prozent, 0,04l) ebenfalls ein fallender Trend beobachtet werden. Im Allgemeinen
ist der Trend für Bier, Wein und Sekt und Spirituosen seit 1995 fallend.
Tabelle 8: Trends der 30-Tage-Prävalenz des Konsums verschiedener Getränke
(Gesamtbevölkerung) und der durchschnittlichen Trinkmenge (Konsumierende)
bei 18- bis 59-Jährigen, 1995 bis 2021
Erhebungsjahr
1995 1997 2000 2003 2006 2009 2012 2015 2018 2021
Gesamt (n) 7780 7983 8088 7894 6958 7193 7879 8132 8200 7976
Bier %1) 63,5* 61,1* 67,2* 59,3* 54,5 57,4* 54,5 54,9 55,0 55,2
Liter2) 2,8* 2,6* 2,5* 2,1* 2,1* 1,9* 1,9 1,7 1,5* 1,7
Wein/Sekt % 63,0* 57,9* 67,8* 60,6* 51,4 52,4* 49,9 52,3 49,6 50,8
Liter 0,5 0,5 0,6* 0,5 0,5 0,5 0,5 0,5 0,4* 0,5
Spirituosen % 42,1* 37,0* 38,8* 33,4 31,3 30,2 29,9 32,8 33,0 32,8
Liter 0,07* 0,07* 0,06* 0,05 0,07* 0,06 0,06* 0,05 0,05 0,05
Männer (n) 3541 3709 3670 3560 3086 3202 3395 3669 3690 3459
Bier % 82,8* 79,8* 84,2* 78,7* 71,8 75,3* 72,8 72,0 71,1 70,7
Liter 3,5* 3,4* 3,2* 2,7* 2,7* 2,4 2,3 2,2 1,9* 2,1
Wein/Sekt % 58,7* 51,9* 62,0* 53,0* 43,2 46,2* 42,2 44,3 41,0 43,8
Liter 0,5* 0,6* 0,6* 0,5* 0,5* 0,5* 0,5 0,4 0,4 0,4
Spirituosen % 51,5* 46,5* 46,2* 41,6 37,7 37,7 37,2 40,3 39,9 39,5
Liter 0,08* 0,08* 0,07* 0,06 0,08* 0,07* 0,07* 0,06 0,06 0,06
Frauen (n) 4239 4274 4418 4334 3872 3991 4484 4463 4510 4505
Bier % 44,1* 42,1* 49,5* 38,8 36,8 38,7 35,3 37,1 38,3 39,1
Liter 1,2* 0,9 1,0* 0,9 0,9 0,8 0,8 0,8 0,8 0,8
Wein/Sekt % 67,3* 64,0* 73,8* 68,6* 59,8 58,9 57,9 60,5* 58,5 58,2
Erhebungsjahr
1995 1997 2000 2003 2006 2009 2012 2015 2018 2021
Liter 0,5* 0,5 0,6 0,5* 0,5 0,5 0,5* 0,5 0,4* 0,5
Spirituosen % 32,6* 27,4 31,1* 24,7 24,6 22,4 22,2* 25,1 25,8 25,7
Liter 0,04 0,04 0,04 0,04 0,04 0,04 0,04 0,03 0,04 0,04
1) Anteil der Konsumenten und Konsumentinnen des Getränks (mindestens ein Glas in den letzten 30 Tagen), bezogen auf die
Gesamtstichprobe.
2) Mittelwert in Liter pro Woche, bezogen auf Konsumenten des jeweiligen Getränks.
* Statistisch signifikanter Unterschied (p < 0.05) im Vergleich mit dem Jahr 2021.
-) wurde nicht erhoben.
Logistische Regression zur Vorhersage der Prävalenz bzw. generalisierte lineare
Gamma-Regressionsmodelle mit log-Verknüpfung zur Vorhersage der
Trinkmenge mit Jahr (Referenz 2021), Alter, (Geschlecht), Erhebungsmodus.
n für Gesamtstichprobe.
Quelle: ESA: Möckl et al., 2023a
b) Inwieweit haben sie sich in den verschiedenen Altersgruppen
verändert?
Tabelle 9 zeigt die Trends 30-Tage-Prävalenz des Konsums verschiedener
Getränke nach Altersgruppen in der Gesamtbevölkerung und die Trinkmenge (in
Litern) unter Konsumierenden anhand der Daten des ESA. Im folgenden
Abschnitt wird der Stand von 1995 mit den Ergebnissen des ESA 2021 verglichen.
Die Prävalenz von Personen, die Bier konsumieren, zeigte einen rückläufigen
Trend für alle Altersklassen, einschließlich der 18- bis 24-Jährigen (1995:
57,4 Prozent; 2021: 51,5 Prozent), der 25- bis 39-Jährigen (1995: 64,5 Prozent;
2021: 56,5 Prozent), der 40- bis 49-Jährigen (1995: 64,5 Prozent; 2021:
55,3 Prozent) und der 60- bis 64-Jährigen (2006: 53,9 Prozent; 2021: 49,1
Prozent). Unter Personen, die Bier konsumieren, ist der durchschnittliche
Bierverbrauch in allen Altersklassen gesunken. Bei den 18- bis 24-Jährigen ist der
Verbrauch von 2,7l auf 1,8l gesunken, während er bei den 25- bis 39-Jährigen von
2,7l auf 1,6l gefallen ist. In der Altersgruppe der 40- bis 59-Jährigen wurde ein
Rückgang von 2,8l auf 1,7l verzeichnet. Bei den 60- bis 64-Jährigen hat sich
der Bierkonsum von 2,5l auf 1,9l reduziert.
Bei der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen hat sich der Verbrauch von Wein
und Sekt mit einem relativ stabilen Wert von 0,4l gleichbleibend entwickelt.
Die Prävalenz des Konsums ist in dieser Altersklasse von 55,3 Prozent auf
43,5 Prozent gesunken. Gleiches gilt für die 25- bis 39-Jährigen, bei denen der
Verbrauch unter Konsumierenden bei einem Wert von 0,4l konstant geblieben
ist. Die Prävalenz ist von 64,6 Prozent auf 47,8 Prozent gesunken. In der
Altersgruppe der 40- bis 59-Jährigen hingegen ist der Verbrauch unter
Konsumierenden von 0,5l auf 0,6l leicht angestiegen. In Kontrast dazu ist die
Prävalenz in dieser Altersschicht von 63,9 Prozent auf 54,7 Prozent gesunken. Bei
den 60- bis 64-Jährigen zeigt sich wiederum ein konstanter Verbrauch mit
einem Wert von 0,7l. Die Prävalenz von Personen dieser Altersgruppe, die in
den letzten 30 Tagen Wein oder Sekt konsumiert hat, ist leicht von 55,9 Prozent
(in 2006) auf 54,0 Prozent gesunken.
Der Konsum von Spirituosen unter Konsumierenden hat in verschiedenen
Altersgruppen unterschiedliche Trends gezeigt. In der Altersgruppe der 18- bis
24-Jährigen ist der Konsum von 0,07l auf 0,08l leicht angestiegen. Auch die
Prävalenz der Personen, die angeben im letzten Monat Spirituosen konsumiert
zu haben, ist von 41,5 Prozent auf 41,7 Prozent leicht angestiegen. Hingegen ist
bei den 25- bis 39-Jährigen der Konsum von 0,06l auf 0,05l leicht gesunken.
Auch die 30-Tages-Prävalenz ist in dieser Altersklasse von 40,9 Prozent auf
33,5 Prozent gesunken. In der Altersgruppe der 40- bis 59-Jährigen hat sich der
Verbrauch unter Konsumierenden von 0,07l auf 0,05l reduziert. In dieser
Altersklasse ist die 30-Tages-Prävalenz ebenfalls gesunken (1995: 43,3 Prozent;
2021: 29,9 Prozent). Bei den 60- bis 64-Jährigen ist der Konsum von 0,6l (im
Jahr 2006) auf 0,05l zurückgegangen. Auch hier ist die Anzahl der Personen,
die in den letzten 30 Tagen Spirituosen konsumiert haben, rückläufig (2006:
29,5 Prozent; 2021: 27,1)
Tabelle 9: Trends der 30-Tage-Prävalenz des Konsums verschiedener Getränke
(Gesamtbevölkerung) und der durchschnittlichen Trinkmenge (Konsumierende)
nach Altersklassen, 1995 bis 2021
Erhebungsjahr
Getränk Altersgruppe 1995 1997 2000 2003 2006 2009 2012 2015 2018 2021
Bier 18-24 %1) 57,4 57,0 63,7 56,4 57,3 60,3 59,8 59,6 57,5 51,5
Liter2) 2,7 2,4 2,8 2,1 2,3 1,9 1,7 1,7 1,6 1,8
25–39 %1) 64,5 61,8 68,1 59,5 55,4 58,0 56,7 56,2 54,5 56,5
Liter2) 2,7 2,4 2,4 1,8 1,9 1,8 1,8 1,6 1,5 1,6
40–59 %1) 64,5 62,0 67,5 59,8 53,3 56,2 51,9 52,9 54,7 55,3
Liter2) 2,8 2,7 2,4 2,3 2,2 1,9 1,9 1,8 1,5 1,7
60–64 %1) - - - - 53,9 52,9 47,8 47,0 50,0 49,1
Liter2) - - - - 2,5 2,0 2,1 2,2 1,9 1,9
Wein/Sekt 18–24 %1) 55,3 49,2 63,3 50,1 39,3 41,4 39,7 41,2 41,9 43,5
Lite2) 0,4 0,3 0,4 0,3 0,3 0,3 0,3 0,3 0,4 0,4
25–39 %1) 64,6 58,0 68,0 59,4 51,7 49,7 48,2 49,5 45,3 47,8
Liter2) 0,4 0,4 0,5 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4 0,4
40–59 %1) 63,9 61,0 68,9 64,0 54,1 56,8 53,4 56,7 54,3 54,7
Liter2) 0,5 0,6 0,7 0,6 0,6 0,6 0,5 0,5 0,5 0,6
60–64 %1) - - - - 55,9 56,4 53,9 55,0 57,5 54,0
Liter2) - - - - 0,7 0,6 0,6 0,7 0,7 0,7
Spirituosen 18–24 %1) 41,5 44,8 49,4 44,7 46,9 45,3 46,4 49,1 47,1 41,7
Liter2) 0,07 0,07 0,08 0,08 0,11 0,08 0,09 0,08 0,08 0,08
25–39 %1) 40,9 31,3 37,5 31,3 29,9 30,7 30,9 32,2 34,1 33,5
Liter2) 0,06 0,06 0,06 0,05 0,05 0,05 0,05 0,05 0,05 0,05
40–59 %1) 43,3 38,4 37,0 32,1 28,5 26,0 25,1 29,1 28,6 29,9
Liter2) 0,07 0,07 0,06 0,05 0,06 0,06 0,05 0,04 0,04 0,05
60–64 %1) - - - - 29,5 26,2 22,8 26,4 26,4 27,1
Liter2) - - - - 0,06 0,04 0,04 0,05 0,04 0,05
1) Anteil der Konsumenten und Konsumentinnen des Getränks (mindestens ein Glas in den letzten 30 Tagen), bezogen auf die
Gesamtstichprobe.
2) Mittelwert in Liter pro Woche, bezogen auf Konsumenten des jeweiligen Getränks.
Quelle: (ESA: Berechnungen des IFT)
c) Inwieweit haben sie sich in den verschiedenen sozioökomischen
Gruppen verändert?
Trends der 30-Tages-Prävalenz des Konsums verschiedener Getränke in der
Gesamtbevölkerung und die durchschnittliche Trinkmenge unter
Konsumierenden können Tabelle 10 entnommen werden. Die Daten wurden im ESA 2021
erhoben und nach Bildungsniveau, des höchsten schulischen bzw. beruflichen
Abschlusses nach ISCED (Internationale Standardklassifikation des
Bildungswesens), geschichtet.
Die Prävalenz des Konsums von Bier in niedrigen Bildungsschichten zeigte
einen rückläufigen Trend zwischen 1995 (52 Prozent) und 2021 (40,8 Prozent).
Der Verbrauch unter Konsumierenden ist von 3,1l auf 1,9l gesunken.
Tabelle 10: Trends der 30-Tage-Prävalenz des Konsums verschiedener
Getränke (Gesamtbevölkerung) und der durchschnittlichen Trinkmenge
(Konsumierende) nach ISCED, 1995 bis 2021
Erhebungsjahr
Getränk
Bildung1)
1995 1997 2000 2003 2006 2009 2012 2015 2018 2021
Bier Niedrig %2) 52,0 50,0 54,3 44,9 43,8 46,8 46,0 42,3 40,2 40,8
Liter3) 3,1 2,6 2,9 2,5 2,4 2,0 2,2 2,1 1,5 1,9
Mittel %2) 64,5 63,3 67,6 60,2 55,3 56,6 54,4 54,1 53,9 53,6
Liter3) 3,0 2,7 2,6 2,2 2,3 2,1 2,1 1,8 1,6 1,9
Hoch %2) 67,0 62,8 70,5 62,3 57,7 61,1 57,1 57,9 58,1 58,6
Liter3) 2,4 2,4 2,2 1,9 1,9 1,6 1,6 1,6 1,4 1,5
Wein/Sekt Niedrig %2) 49,9 46,1 48,9 44,3 35,6 31,3 28,7 29,3 30,4 29,4
Liter3) 0,4 0,4 0,5 0,5 0,5 0,4 0,4 0,4 0,4 0,6
Mittel %2) 60,2 55,3 63,9 56,8 46,4 48,1 45,5 46,3 45,3 44,7
Liter3) 0,4 0,4 0,5 0,5 0,5 0,4 0,4 0,4 0,4 0,5
Hoch %2) 71,8 65,9 76,4 68,5 61,5 62,4 60,2 62,2 56,0 58,1
Liter3) 0,6 0,6 0,6 0,5 0,5 0,5 0,5 0,5 0,4 0,5
Spirituosen Niedrig %2) 32,4 33,9 32,4 29,4 26,6 30,2 31,5 29,8 31,1 27,1
Liter3) 0,10 0,07 0,10 0,07 0,14 0,11 0,10 0,08 0,08 0,13
Mittel %2) 41,8 37,9 38,7 34,0 31,4 30,1 30,7 32,3 33,5 32,2
Liter3) 0,07 0,08 0,07 0,06 0,07 0,07 0,07 0,06 0,06 0,06
Hoch %2) 46,3 37,2 40,9 34,1 32,8 30,6 29,0 33,9 33,1 34,2
Liter3) 0,06 0,05 0,05 0,04 0,05 0,04 0,04 0,04 0,04 0,04
1) Niveau des höchsten schulischen bzw. beruflichen Abschlusses nach ISCED 1997 und 2011. Niedrig: Primar- und Sekundarbereich I;
Mittel: Sekundarbereich II sowie Postsekundar und nicht tertiär Bereich; Hoch: Tertiär Bereich I und II.
2) Anteil der Konsumenten und Konsumentinnen des Getränks (mindestens ein Glas in den letzten 30 Tagen), bezogen auf die
Gesamtstichprobe.
3) Mittelwert in Liter pro Woche, bezogen auf Konsumenten des jeweiligen Getränks.
Quelle: (ESA: Berechnungen des IFT)
19. Wie viel Prozent ihres Umsatzes machen die Alkoholhersteller in
Deutschland nach Kenntnis der Bundesregierung mit Menschen, die
missbräuchlich oder abhängig konsumieren?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Daten vor.
20. Wie viel Prozent ihres Umsatzes machen die Alkoholhersteller in
Deutschland nach Kenntnis der Bundesregierung mit Menschen, die
riskantes oder Rauschtrinken betreiben?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Daten vor.
21. Wie viel Geld gaben die Alkoholhersteller nach Kenntnis der
Bundesregierung 2022 für Werbung aus?
Wie viel Geld gab der Bund in diesem Zeitraum für Aufklärungs- und
Präventionsarbeit aus?
Zu den Werbeausgaben der Alkoholhersteller im Jahr 2022 liegen der
Bundesregierung keine eigenen Erkenntnisse vor. Der Bundesverband der Deutschen
Spirituosen-Industrie und -Importeure e. V. (BSI) beziffert die Werbeausgaben
für alkoholische Getränke im Jahr 2022 mit 601 Mio. Euro (Daten aus der
Alkoholwirtschaft 2023;
https://www.spirituosen-verband.de/fileadmin/introducti
on/downloads/BSI-Datenbroschuere_2023.pdf ).
Das BMG und die BZgA haben im Jahr 2022 Haushaltsmittel i. H. v.
3 158 327,51 Euro für Aufklärungs- und Präventionsarbeit zum Thema Alkohol
verausgabt. Darüber hinaus wurden Projekte zu Querschnittthemen gefördert,
bei denen eine exakte Unterscheidung nach Ausgaben nicht möglich ist.
22. Wie viele Betriebe, die alkoholische Getränke herstellen, erhalten
Fördermittel durch den Bund?
Über die Anzahl der geförderten Betriebe, die alkoholische Getränke herstellen,
liegen der Bundesregierung aktuell keine genauen Zahlen vor. Neben den
Informations- und Absatzförderungsmaßnahmen der Europäischen Union wird auch
auf Bundesebene ein breites Spektrum an sektorenübergreifenden
Fördermaßnahmen durchgeführt. Ziel dieser Maßnahmen ist die Stärkung der
Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltigen Erzeugung der jeweiligen Sektoren. Die
Förderung erfolgt beispielsweise im Rahmen von Forschungsprojekten, durch
Zuschüsse für Umweltmaßnahmen oder durch die Unterstützung von
Beteiligungen an nationalen und internationalen Fachmessen.
23. Warum wird Wein nicht besteuert?
Die Einführung einer nationalen Weinsteuer würde zu Beeinträchtigungen der
Wettbewerbsfähigkeit der Winzer im EU-Vergleich führen, da beispielsweise
auch Länder, wie Spanien, Portugal oder Italien, die eine wesentlich höhere
Weinproduktion haben als Deutschland, Wein nicht mit einer Verbrauchsteuer
belegen.
a) Welche indirekten Förderungen gibt es für alkoholproduzierende
Unternehmen in Deutschland noch?
In den Alkoholsteuergesetzen sind steuerliche Förderungen für
alkoholproduzierende Unternehmen vorhanden. So sieht das Alkoholsteuergesetz steuerliche
Vergünstigungen für Abfindungsbrenner vor. Das Biersteuerrecht begünstigt
kleine Brauereien durch reduzierte Steuersätze und ermöglicht die steuerfreie
Abgabe des Haustrunks.
b) Wie viel nimmt der deutsche Staat durch alkoholbezogene Steuern
ein?
Im Kalenderjahr 2022 wurden 3 173,216 Mio. Euro an Steuer auf Alkohol
eingenommen.
24. Wie hoch wird nach Ansicht der Bundesregierung der
volkswirtschaftliche Schaden im Jahr 2030 sein, wenn die Alkoholpolitik so weiterläuft
wie bisher?
Die volkswirtschaftlichen Schäden werden nicht jährlich ermittelt. Die jüngste
verfügbare Schätzung beziffert die direkten und indirekten Kosten des
Alkoholkonsums in Deutschland auf rund 57,04 Mrd. Euro (Quelle: DHS, Jahrbuch
Sucht 2023). Eigene Schätzungen führt die Bundesregierung nicht durch.
Langfristig geht der Alkoholkonsum in Deutschland zurück.
25. Wie viele Treffen fanden zwischen Vertreterinnen und Vertretern der
Alkoholindustrie und der Bundesregierung seit Beginn der aktuellen
Legislaturperiode statt (bitte tabellarisch nach Datum, Verband,
Bundesministerium und Ebene auflisten)?
Die Mitglieder der Bundesregierung, Parlamentarische Staatssekretärinnen und
Parlamentarische Staatssekretäre bzw. Staatsministerinnen und Staatsminister
sowie Staatssekretärinnen und Staatssekretäre, auf die sich diese Frage bezieht,
pflegen in jeder Wahlperiode im Rahmen der Aufgabenwahrnehmung Kontakte
mit einer Vielzahl von Akteuren aller gesellschaftlichen Gruppen. Eine
Verpflichtung zur Erfassung sämtlicher geführter Gespräche bzw. deren Ergebnisse
– einschließlich Telefonate – besteht nicht, und eine solche umfassende
Dokumentation wurde auch nicht durchgeführt (siehe dazu die Antwort der
Bundesregierung zu Frage 10 der Kleinen Anfrage der Fraktion DIE LINKE.
„Maßnahmen der Bundesregierung zur Reduktion des Alkoholkonsums und
Lobbyismus der Alkoholindustrie“ auf Bundestagsdrucksache 20/4149. Zudem
werden Gesprächsinhalte nicht protokolliert. Die nachfolgenden Ausführungen
bzw. aufgeführten Angaben erfolgen auf der Grundlage der vorliegenden
Erkenntnisse sowie vorhandener Unterlagen und Aufzeichnungen.
Diesbezügliche Daten sind somit möglicherweise nicht vollständig.
Ergänzend dazu gilt für den Bereich des Sucht- und Drogenbeauftragten der
Bundesregierung, dass die Themen Alkoholpolitik, -konsum, -sucht oder -
prävention in unterschiedlicher Intensität Gegenstand eines Großteils der
Gespräche des Sucht- und Drogenbeauftragten sind, die im Einzelnen nicht
protokolliert werden.
Datum Verband Ministerium Ebene
21.06.2022 Deutscher Brauer-Bund e. V. BK StM
19.09.2022 CEO Anheuser-Busch InBev BK St
20.10.2022 Business Unit President for Central Europa bei
Anheuser-Busch InBev
BK StM
16.01.2023 Brauerei Gold Ochsen BK BK
23.03.2023 Kevin Brewery BK StM
18.09.2023 Vice President, Regulatory and Public Policy,
Anheuser-Busch InBev
BK St
21.06.2022 Deutscher Brauer-Bund e. V. BMG PStin
20.04.2022 Bundesverband der Deutschen Klein- und
Obstbrenner e. V./Verband Badischer Klein- und
Obstbrenner e. V. (digital)
BMF Stin
Datum Verband Ministerium Ebene
25.08.2022 Bundesverband der Deutschen Klein- und
Obstbrenner e. V./Verband Badischer Klein- und
Obstbrenner e. V. (digital)
BMF Stin
15.09.2022 Bundesverband der Obstverschlussbrenner e. V.
(digital)
BMF Stin
09.11.2022 Bundesverband der Deutschen Spirituosen-
Industrie und -Importeure e. V. (BSI)
BMDV PSt
05.07.2023 Deutscher Brauer-Bund e. V. BMUV St
30.08.2023 Verband Private Brauereien Deutschland e. V. BMUV St
Bei den genannten Terminen des BMUV ging es um Verpackungsfragen.
Ergänzend wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 11 der Kleinen
Anfrage der Fraktion DIE LINKE. „Maßnahmen der Bundesregierung zur
Reduktion des Alkoholkonsums und Lobbyismus der Alkoholindustrie“ auf
Bundestagsdrucksache 20/4149 verwiesen.
26. Wie viele Treffen fanden zwischen der Bundesregierung und
Interessenvertreterinnen und Interessenvertretern der Suchthilfe seit Beginn der
aktuellen Legislaturperiode statt, bei denen es um Alkoholpolitik,
Alkoholkonsum, Alkoholsucht oder Alkoholprävention ging (bitte tabellarisch
nach Datum, Verband bzw. Verein, Bundesministerien und Ebene
auflisten)?
Es wird auf die einleitenden Ausführungen in der Antwort zu Frage 25
verwiesen.
Datum Verband/Verein Bundesministerium Ebene
20.09.2022 Gespräch mit Vertretern und Vertreterinnen
der Deutschen Suchthilfe am Rande des
Jahresempfangs des Sucht- und
Drogenbeauftragten.
BMG PStin
27. Wie viele Fälle sexualisierter Gewalt gab es nach Kenntnis der
Bundesregierung im Jahr 2022, bei denen
a) der Täter betrunken war,
Eine Beantwortung der Fragen 27, 28, und 29 erfolgt mittels Daten der
Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS). Die PKS beruht auf dem Erkenntnisstand bei
Abschluss der polizeilichen Ermittlungen. Straftaten werden zum Teil von der
Polizei, insbesondere wegen des unterschiedlichen Ermittlungsstandes, anders
bewertet als von der Staatsanwaltschaft oder den Gerichten. Für die
Beantwortung wird daher der Begriff des/der Tatverdächtigen (TV) im Sinne der PKS
zugrunde gelegt. „Betrunken“ wird für die Beantwortung der Fragen mit „unter
Alkoholeinfluss stehend“ operationalisiert. Maßgeblich für die Erfassung des
Merkmals „Tatverdächtiger unter Alkoholeinfluss“ ist ein offensichtlicher oder
nach den Ermittlungen wahrscheinlicher Alkoholeinfluss. Opfer hingegen
werden nur als unter Alkoholeinfluss stehend erfasst, falls dieser Einfluss für die
Tat relevant ist und in einem kausalen Zusammenhang zu dieser steht. Es
werden nur aufgeklärte Fälle des jeweiligen Berichtsjahres ausgewiesen. Zu einem
Fall kann es mehrere TV sowie mehrere Opfer geben. Ist das der Fall, ist es
ausreichend, wenn einer der TV oder eines der Opfer ein qualifizierendes
Merkmal („unter Alkoholeinfluss“) aufweist, damit der Fall bei einer
entsprechenden Auswertung gezählt wird.
Der Begriff „sexualisierte Gewalt“ wird definiert als „Straftaten gegen die
sexuelle Selbstbestimmung insgesamt“ (PKS-Schlüssel 100000), dies umfasst:
• Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung §§ 174, 174a, 174b, 174c,
177, 178, 184i, 184j StGB,
• Sexueller Missbrauch §§ 176–176e, 182, 183, 183a StGB,
• Ausnutzen sexueller Neigung §§ 180, 180a, 181a, 184, 184a, 184b, 184c,
184e, 184f, 184g, 184k, 184l StGB.
Im Jahr 2022 wurden beim PKS-Schlüssel 100000 insgesamt 7 616 aufgeklärte
Fälle in der PKS erfasst, bei denen die tatverdächtige Person unter
Alkoholeinfluss stand.
b) das Opfer betrunken war,
Im Jahr 2022 wurden beim PKS-Schlüssel 100000 insgesamt 829 aufgeklärte
Fälle in der PKS erfasst, bei denen das Opfer unter Alkoholeinfluss stand. Im
Übrigen wird auf die einleitenden Ausführungen zu der Antwort zu Frage 27
verwiesen.
c) beide betrunken waren?
Im Jahr 2022 wurden beim PKS-Schlüssel 100000 insgesamt 457 aufgeklärte
Fälle in der PKS erfasst, bei denen sowohl die tatverdächtige Person als auch
das Opfer unter Alkoholeinfluss standen. Im Übrigen wird auf die einleitenden
Ausführungen zu der Antwort zu Frage 27 verwiesen.
d) Wie haben sich diese Zahlen seit 1990 entwickelt?
Da die Methodik der PKS 2009 grundlegend umgestellt wurde (Umstellung auf
Einzeldatensatz) ist nur eine Betrachtung des Zeitraums von 2009 bis 2022
sinnvoll (
https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/Polize
ilicheKriminalstatistik/2022/Interpretation/01_div_Dok/Hinweise-zu-den-Zeitr
eihen.pdf ).
Die Entwicklung der Fälle ist nachfolgend dargestellt:
Entwicklung Fälle mit TV unter Alkoholeinfluss seit 2009.
2009: 5 027,
2010: 4 937,
2011: 4 708,
2012: 4 730,
2013: 4 314,
2014: 4 226,
2015: 3 944,
2016: 4 409,
2017: 6 313,
2018: 7 133,
2019: 6 983,
2020: 6 564,
2021: 6 157,
2022: 7 616.
Entwicklung Fälle mit Opfer unter Alkoholeinfluss seit 2009:
2009: 521,
2010: 547,
2011: 805,
2012: 716,
2013: 668,
2014: 829,
2015: 702,
2016: 683,
2017: 821,
2018: 884,
2019: 783,
2020: 787,
2021: 746,
2022: 829.
Entwicklung Fälle mit TV und Opfer unter Alkoholeinfluss seit 2009:
2009: 347,
2010: 352,
2011: 514,
2012: 461,
2013: 411,
2014: 537,
2015: 461,
2016: 423,
2017: 529,
2018: 559,
2019: 487,
2020: 430,
2021: 422,
2022: 457.
Im Übrigen wird auf die einleitenden Ausführungen in der Antwort zu Frage 27
verwiesen.
e) Wie groß schätzt die Bundesregierung die Dunkelziffer?
Aktuelle Daten zum Dunkelfeld im Bereich der sexuellen Gewalt liefert die
Bund-Länder-Opferbefragung „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland
(SKiD)“. Berücksichtigt wurden dabei sexueller Missbrauch/Vergewaltigung,
körperliche sexuelle Belästigung und das Zeigen von Geschlechtsteilen.
Demnach wurden im Berichtsjahr 2019 insgesamt 3,7 Prozent der in Deutschland
lebenden Bevölkerung ab 16 Jahren Opfer von sexualisierter Gewalt. Die
Inzidenz (Anzahl der Fälle pro 1 000 Befragte) lag dabei bei 179,5. Insgesamt
wurden nur 1,1 Prozent der Erfahrungen mit sexueller Gewalt polizeilich bekannt;
die Anzeigequoten variieren dabei deliktspezifisch: Bei Missbrauch/
Vergewaltigung lag die Anzeigequote bei 9,5 Prozent; bei körperlicher sexueller
Belästigung bei 2,2 Prozent, beim Zeigen von Geschlechtsteilen bei 0,6 Prozent. Im
Bereich sexueller Missbrauch/Vergewaltigung liegt die Hell-/
Dunkelfeldrelation somit bei rund 1:10.
Dass das Dunkelfeld im Bereich der sexuellen Gewalt sehr groß ist, bestätigt
auch eine 2014 veröffentlichte Studie der European Union Agency for
Fundamental Rights (FRA). Demnach gaben zwischen 14 und 15 Prozent der
europaweit befragten Frauen, die seit dem 15. Lebensjahr Opfer von sexueller Gewalt
geworden sind, an, dass jeweils schwerwiegendste Delikt bei der Polizei
gemeldet zu haben. Demnach kommen auf einen registrierten Fall im Hellfeld
knapp sieben Fälle im Dunkelfeld (1:7).
Bei den genannten Studien wird nicht danach differenziert, ob tatverdächtige
Personen oder Opfer unter Alkoholeinfluss standen.
28. In wie viel Prozent der bundesweiten Gewaltdelikte ist nach Kenntnis
der Bundesregierung seit 1990 Alkohol im Spiel
a) beim Täter,
Der Begriff „Gewaltdelikte“ wird für die Auswertung im Sinne der PKS
definiert als „Gewaltkriminalität“ (PKS-Schlüssel 892000). Dieser Schlüssel
umfasst die folgenden Deliktsbereiche bzw. Straftatbestände:
• Mord § 211 StGB,
• Totschlag und Tötung auf Verlangen §§ 212, 213, 216 StGB,
• Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexueller Übergriff im besonders
schweren Fall einschl. mit Todesfolge §§ 177, 178 StGB,
• Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer
§§ 249-252, 255, 316a StGB,
• Körperverletzung mit Todesfolge §§ 227, 231 StGB,
• Gefährliche und schwere Körperverletzung, Verstümmelung weiblicher
Genitalien §§ 224, 226, 226a, 231 StGB,
• Erpresserischer Menschenraub § 239a StGB,
• Geiselnahme § 239b StGB,
• Angriff auf den Luft- und Seeverkehr § 316c StGB.
Nachfolgend ist die Entwicklung des Anteils der Fälle mit mindestens einem
TV unter Alkoholeinfluss seit 2009 dargestellt.
2009: 33,1 Prozent (51 887 von 156 979 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2010: 32,0 Prozent (48 563 von 151 617 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2011: 31,8 Prozent (47 165 von 148 266 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2012: 32,1 Prozent (46 302 von 144 339 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2013: 30,6 Prozent (42 144 von 137 690 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2014: 29,4 Prozent (39 830 von 135 318 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2015: 28,2 Prozent (38 240 von 135 835 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2016: 27,3 Prozent (40 007 von 146 756 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2017: 26,6 Prozent (38 856 von 145 980 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2018: 26,2 Prozent (37 695 von 143 979 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2019: 25,6 Prozent (36 335 von 141 808 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2020: 23,6 Prozent (33 145 von 140 561 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2021: 21,3 Prozent (28 017 von 131 817 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2022: 21,9 Prozent (33 277 von 152 159 aufgeklärten Fällen insgesamt).
Im Übrigen wird auf die einleitenden Ausführungen in der Antwort zu Frage 27
verwiesen.
b) beim Opfer,
Nachfolgend ist die Entwicklung des Anteils der Fälle mit mindestens einem
Opfer unter Alkoholeinfluss an allen aufgeklärten Fällen seit 2009 dargestellt.
2009: 1,2 Prozent (1 934 von 156 979 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2010: 1,3 Prozent (1 908 von 151 617 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2011: 2,2 Prozent (3 319 von 148 266 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2012: 2,1 Prozent (3 079 von 144 339 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2013: 2,1 Prozent (2 882 von 137 690 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2014: 2,8 Prozent (3 817 von 135 318 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2015: 2,5 Prozent (3 355 von 135 835 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2016: 2,3 Prozent (3 307 von 146 756 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2017: 2,2 Prozent (3 240 von 145 980 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2018: 2,2 Prozent (3 102 von 143 979 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2019: 2,1 Prozent (3 033 von 141 808 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2020: 2,0 Prozent (2 788 von 140 561 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2021: 1,8 Prozent (2 404 von 131 817 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2022: 1,9 Prozent (2 890 von 152 159 aufgeklärten Fällen insgesamt).
Im Übrigen wird auf die einleitenden Ausführungen in der Antwort zu Frage 27
verwiesen.
c) gegenüber Frauen,
Nachfolgend ist die Entwicklung des Anteils der Fälle mit mindestens einem
weiblichen Opfer unter Alkoholeinfluss an allen aufgeklärten Fällen seit 2009
dargestellt.
2009: 0,3 Prozent (465 von 156 979 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2010: 0,3 Prozent (443 von 151 617 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2011: 0,5 Prozent (738 von 148 266 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2012: 0,5 Prozent (698 von 144 339 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2013: 0,5 Prozent (662 von 137 690 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2014: 0,6 Prozent (869 von 135 318 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2015: 0,6 Prozent (800 von 135 835 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2016: 0,5 Prozent (785 von 146 756 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2017: 0,6 Prozent (911 von 145 980 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2018: 0,7 Prozent (962 von 143 979 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2019: 0,6 Prozent (862 von 141 808 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2020: 0,6 Prozent (861 von 140 561 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2021: 0,6 Prozent (792 von 131 817 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2022: 0,6 Prozent (860 von 152 159 aufgeklärten Fällen insgesamt).
Im Übrigen wird auf die einleitenden Ausführungen in der Antwort zu Frage 27
verwiesen.
d) gegenüber Männern?
Nachfolgend ist die Entwicklung des Anteils der Fälle mit mindestens einem
männlichen Opfer unter Alkoholeinfluss an allen aufgeklärten Fällen seit 2009
dargestellt.
2009: 1,0 Prozent (1 497 von 156 979 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2010: 1,0 Prozent (1 488 von 151 617 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2011: 1,8 Prozent (2 627 von 148 266 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2012: 1,7 Prozent (2 439 von 144 339 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2013: 1,6 Prozent (2 264 von 137 690 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2014: 2,2 Prozent (3 004 von 135 318 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2015: 1,9 Prozent (2 602 von 135 835 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2016: 1,8 Prozent (2 581 von 146 756 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2017: 1,6 Prozent (2 393 von 145 980 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2018: 1,5 Prozent (2 196 von 143 979 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2019: 1,6 Prozent (2 214 von 141 808 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2020: 1,4 Prozent (1 992 von 140 561 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2021: 1,2 Prozent (1 643 von 131 817 aufgeklärten Fällen insgesamt),
2022: 1,4 Prozent (2 080 von 152 159 aufgeklärten Fällen insgesamt).
Im Übrigen wird auf die einleitenden Ausführungen in der Antwort zu Frage 27
verwiesen.
29. Wie viele Delikte häuslicher Gewalt passieren nach Kenntnis der
Bundesregierung unter Alkoholeinfluss?
Für die Beantwortung der Frage wird folgende Definition zugrunde gelegt:
Häusliche Gewalt beinhaltet alle Formen körperlicher, sexueller oder
psychischer Gewalt und umfasst familiäre sowie partnerschaftliche Gewalt. Häusliche
Gewalt liegt vor, wenn die Gewalt zwischen Personen stattfindet, die in einer
familiären oder partnerschaftlichen Beziehung zusammenwohnen. Sie liegt
auch vor, wenn sie unabhängig von einem gemeinsamen Haushalt innerhalb der
Familie oder in aktuellen oder ehemaligen Partnerschaften geschieht. Damit
beinhaltet die Häusliche Gewalt zwei Ausprägungen, nämlich die
Partnerschaftsgewalt und die innerfamiliäre Gewalt. Bei der Partnerschaftsgewalt werden die
Opfer und Tatverdächtigen betrachtet, die in einer partnerschaftlichen
Beziehung waren oder sind, bei der innerfamiliären Gewalt die Opfer und
Tatverdächtigen, die in einer verwandtschaftlichen Beziehung zueinander stehen
(ohne (Ex-)Partnerschaften).
Partnerschaftsgewalt:
Von den im Jahr 2022 insgesamt in 157 550 Fällen erfassten 157 818 Opfern
vollendeter und versuchter Delikte der Partnerschaftsgewalt standen 1,4
Prozent (2 177 darunter 1 554 weibliche und 623 männliche Opfer) unter dem
Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten. Alkoholeinfluss wurde bei
insgesamt 2 015 Opfern (92,5 Prozent der 2 177 Opfer, die unter dem Einfluss von
psychoaktiven Substanzen standen) festgestellt und war damit gegenüber dem
Einfluss von Drogen (134 Opfer; 6,1 Prozent) und von Medikamenten (28
Opfer; 1,3 Prozent) deutlich überrepräsentiert.
Im Jahr 2022 wurden 129 332 Tatverdächtige bei vollendeten und versuchten
Delikten der Partnerschaftsgewalt erfasst, unter Alkoholeinfluss standen dabei
insgesamt 29 831 (23,1 Prozent).
Innerfamiliäre Gewalt:
Von den im Jahr 2022 insgesamt in 73 396 Fällen erfassten 82 729 Opfern
vollendeter und versuchter Delikte der innerfamiliären Gewalt standen 0,6 Prozent
(508, darunter 152 weibliche und 356 männliche Opfer) unter dem Einfluss von
Alkohol, Drogen oder Medikamenten. Alkoholeinfluss wurde bei insgesamt
463 Opfern (91,1 Prozent der 508 Opfer, die unter dem Einfluss von
psychoaktiven Substanzen standen) festgestellt und war damit gegenüber dem Einfluss
von Drogen (37 Opfer; 9,8 Prozent) und von Medikamenten (8 Opfer; 2,1
Prozent) deutlich überrepräsentiert.
Im Jahr 2022 wurden 68 016 Tatverdächtige bei vollendeten und versuchten
Delikten der innerfamiliären Gewalt erfasst, unter Alkoholeinfluss standen
dabei insgesamt 9 005 (13,2 Prozent).
Im Übrigen wird auf die einleitenden Ausführungen in der Antwort zu Frage 27
verwiesen.
30. Wie viele Arbeitsunfälle passieren nach Kenntnis der Bundesregierung
unter Alkoholeinfluss?
Der Bundesregierung liegen hierzu keine Erkenntnisse vor. Nach Angaben der
Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e. V. enthalten die Unfallanzeigen
keine Angaben über den vorausgegangenen Konsum von Alkohol (oder
anderen Suchtmitteln) durch die Versicherten, so dass hierzu im Rahmen der
Statistik keine entsprechenden Auswertungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
31. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung die Anzahl der
Straftaten, die im Jahr 2022 im Zusammenhang mit dem deutschen
Profifußball standen?
a) Wie viele dieser Straftaten weisen zusätzlich einen Zusammenhang
mit Alkohol auf?
Die Fragen 31 und 31a werden gemeinsam beantwortet.
Der Bundesregierung liegen dazu keine Informationen vor.
32. Wie viele Übergriffe bzw. Vergewaltigungen wurden seit 1990 angezeigt,
die unter Einsatz von Alkohol und/oder KO-Substanzen verübt wurden?
Der Bundesregierung liegen dazu keine Informationen vor.
33. Bei wie viel Prozent der bundesweiten Polizeieinsätze spielt nach
Kenntnis der Bundesregierung Alkoholkonsum eine Rolle?
Der Bundesregierung liegen dazu keine Informationen vor.
34. Wie viele Verkehrsunfälle gab es nach Kenntnis der Bundesregierung
unter Alkoholeinfluss, und wie viele davon mit leichtverletzten,
schwerverletzten und getöteten Menschen?
Es wird auf die Tabelle in der Anlage 5* verwiesen.
35. Wie viele Alkoholunfälle wurden nach Kenntnis der Bundesregierung
mit einem Blut-Alkoholgehalt von unter 0,5 Promille, 0,5 bis 1,1
Promille sowie über 1,1 Promille verursacht?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine Angaben vor.
36. Wie viele Angehörige von Menschen mit einer Alkoholabhängigkeit gibt
es nach Kenntnis der Bundesregierung in Deutschland?
Eine Studie aus dem Jahr 2021 mithilfe von Daten des ESA 2018 hat sich mit
der Schätzung der Anzahl der Kinder aus suchtbelasteten Haushalten
beschäftigt (Kraus et al., 2021). Die betrachteten Substanzkonsumstörungen nach
DSM V Kriterien umfassten Störungen im Zusammenhang mit Tabak, Alkohol,
Cannabis, Kokain und Amphetamin. Im Jahr 2018 lebten in Deutschland
13 597 428 Kinder unter 18 Jahren. Von diesen lebten schätzungsweise 5,1
Prozent bis 9,2 Prozent (688 111 bis 1 257 345) in Haushalten, in denen
mindestens ein Erwachsener eine Alkoholkrankheit hatte. Daten zu weiteren
Angehörigen liegen der Bundesregierung nicht vor.
37. Wie viele minderjährige Kinder von alkoholabhängigen Eltern gibt es
nach Kenntnis der Bundesregierung in Deutschland?
Wie hoch war die Zahl jeweils in der vergangenen zehn Jahren?
Auf die Antwort zu Frage 36 wird verwiesen.
38. Haben Kinder alkoholabhängiger Eltern einen eigenständigen
Hilfeanspruch, auch ohne dass bereits eine Kindeswohlbeeinträchtigung
nachweisbar ist?
Kinder und Jugendliche haben einen eigenen Beratungsanspruch nach § 8
Absatz 3 des Achten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VIII), der an keinerlei
Voraussetzungen geknüpft ist. Der mit dem Bundeskinderschutzgesetz eingeführte
elternunabhängige Beratungsanspruch für Kinder und Jugendliche wurde durch
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/9070 auf der Internetseite
des Deutschen Bundestages abrufbar.
das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz weiter gestärkt (vgl. auch Empfehlung
Nummer 5 im Abschlussbericht der Arbeitsgruppe „Kinder psychisch- und
suchterkrankter Eltern“). Die Beratungsstelle oder das Jugendamt muss nun
nicht mehr prüfen, ob eine Not- und Konfliktlage vorliegt, bevor dem Kind
oder Jugendlichen unabhängig von den Personensorgeberechtigten geholfen
wird. So wurde der Beratungszugang für Kinder und Jugendliche erweitert, ihre
Rechte gestärkt und Hürden abgebaut.
39. Wie viel Ausgaben wurden in den vergangenen fünf Jahren jeweils für
Alkoholprävention aus dem Bundeshaushalt getätigt, und welche
Ausgaben plant die Bundesregierung für 2024 in ihrem derzeitigen
Haushaltsentwurf?
Das BMG und die BZgA haben in den vergangenen Jahren folgende
Haushaltsmittel für Alkoholprävention verausgabt bzw. im Jahr 2023 verplant:
2019: 3 317 450,55 Euro,
2020: 2 880 451,81 Euro,
2021: 3 855 167,85 Euro,
2022: 3 158 327,51 Euro,
2023 2 365 000,00 Euro.
Im Jahr 2024 sind nach dem derzeitigen Regierungsentwurf zum
Bundeshaushalt 2024 Haushaltsmittel i. H. v. 2 188 000,00 Euro für
Alkoholpräventionsmaßnahmen vorgesehen.
Darüber hinaus werden Projekte zu Querschnittthemen gefördert, bei denen
eine exakte Unterscheidung nach Ausgaben nicht möglich ist.
40. Welche konkreten Maßnahmen plant die Bundesregierung, um die
schädlichen Auswirkungen des Alkoholkonsums auf die Gesellschaft und
Gesundheit zu verringern?
Die Bundesregierung arbeitet kontinuierlich daran, dass der riskante und
missbräuchliche Alkoholkonsum in der Bevölkerung reduziert wird. Im
Koalitionsvertrag zwischen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP ist eine
verstärkte Aufklärung in der Alkoholprävention mit besonderem Fokus auf
Kinder, Jugendliche und schwangere Frauen sowie eine Verschärfung der
Regelungen für Marketing und Sponsoring bei Alkohol vorgesehen. Die BZgA wird
ihre Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen zur Förderung eines kritischen
Umgangs mit Alkohol fortführen (siehe auch Antwort zu Frage 39).
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
Anlage 1 – Tabelle 4 zur AW auf Frage 1c – KA 20/8810
Tabelle 4 Prävalenz des Alkoholkonsums (Absnenz und Kategorien durchschnilicher Alkoholmengen pro
Tag) (Prozent) (Gesamtbevölkerung) (Möckl et al., 2023b)
Altersgruppen
Gesamt 18-20
Jahre
21-24
Jahre
25-29
Jahre
30-39
Jahre
40-49
Jahre
50-59
Jahre
60-64
Jahre
Gesamt (n) 8558 954 1048 1095 1563 1496 1508 894
Lebenslang absnent 4,9 13,5 10,1 4,9 4,2 5,1 2,3 2,7
Nur letzte 12 Monate
absnent 11,2 8,2 8,3 8,2 13,5 10,4 12,0 13,5
Nur letzte 30 Tage absnent 15,0 18,1 15,1 14,6 15,6 14,6 13,9 16,0
Risikoarmer Konsum1) 54,1 45,9 49,4 59,1 53,9 55,8 54,0 51,9
Riskanter Konsum 2) 14,8 14,3 17,1 13,3 12,8 14,1 17,8 15,9
Männer (n) 3745 414 487 492 670 618 653 411
Lebenslang absnent 4,4 12,8 8,7 5,1 3,5 4,9 2,5 0,6
Nur letzte 12 Monate
absnent 9,7 9,6 7,3 7,1 9,0 8,5 11,7 15,3
Nur letzte 30 Tage absnent 12,3 18,4 15,9 10,2 12,8 11,5 11,4 12,0
Risikoarmer Konsum1) 58,3 47,7 52,7 65,5 61,3 60,4 54,5 54,6
Riskanter Konsum2) 15,2 11,5 15,5 12,1 13,3 14,8 20,0 17,5
Frauen (n) 4801 538 559 597 891 878 855 483
Lebenslang absnent 5,5 14,4 11,7 4,5 4,9 5,4 2,2 4,7
Nur letzte 12 Monate
absnent 12,8 6,7 9,4 9,5 18,4 12,4 12,2 11,9
Nur letzte 30 Tage absnent 17,8 17,8 14,0 19,3 18,5 17,7 16,5 19,8
Risikoarmer Konsum1) 49,6 43,7 45,8 52,0 45,9 51,2 53,5 49,3
Riskanter Konsum2) 14,3 17,4 19,0 14,8 12,4 13,3 15,6 14,3
n für Gesamtschprobe.
1) letzte 30 Tage: Männer >0-24g, Frauen >0-12g.
2) letzte 30 Tage: Männer >24g, Frauen >12g.
Anlage 2 – Tabelle 5 zur AW auf Frage 2 – KA 20/8810
Tabelle 5 Hospitalisierung und Rehabilitaon aufgrund alkohol-aributabler Krankheiten und Unfälle für 15- bis 69-jährige Frauen in den Jahren 2006, 2012, 2018 und 2021.
(Kraus et al., 2023)
2006 2012 2018 2021
[95%-KI] [95%-KI] [95%-KI] [95%-CI]
Krankheiten mit schädlichen Auswirkungen von
Alkohol
Ansteckende Krankheitena) 2.547 [953; 4.423] 2.684 [865; 4.904] 3.500 [1.054; 5.874] 3.404 [801; 4.876]
Nicht übertragbare Krankheiten
Krebsb) 23.831 [18.125; 30.360] 20.336 [16.511; 26.990] 18.512 [13.409; 21.754] 16.875 [12.493; 20.413]
Neurologische Krankheitenc) 4.779 [3.587; 6.266] 4.866 [3.648; 6.313] 4.741 [3.263; 5.848] 3.675 [2.233; 4.036]
Alkoholkonsumstörungend) 76.688 - 93.507 - 80.236 - 62.793 -
Kardiovaskuläre Krankheitene) 11.698 [9.334; 15.604] 12.247 [10.428; 17.733] 11.563 [8971; 15.017] 9.507 [6.275; 10.484]
Gastrointesnale Krankheitenf) 20.326 [17.137; 24.245] 20.151 [17.339; 24.185] 20.258 [16.822; 23.760] 20.203 [16.544; 21.678]
Unbeabsichgte Unfälleg) 59.133 [35.314; 88.233] 64.178 [37.836; 96.051] 65.071 [37.739; 97.946] 53.630 [29.808; 79.457]
Vorsätzliche Unfälleg) 2.132 [1.218; 3.260] 2.285 [1.287; 3.493] 2.272 [1.253; 3.471] 1.790 [950; 2.711]
Weitere 100% alkoholbedingte Krankheitenh) 3.805 - 1.174 - 755 - 604 -
Krankheiten mit posiven Neoeffekt von
Alkohol
Diabes Mellitusi) -5.226 [-6.600; -3.689] -4.087 [-5271; -2.830] -3.795 [-4.760; -2.643] -2.706 [-3.132; -1.722]
Ischämische Herzkrankheitenj) -1.819 [-19.534; 11.793] -567 [-13.788; 10.158] -1.176 [-13.716; 8.578] -1.090 [-11.275; 6.055]
Ischämischer Schlaganfallk) -14.553 [-25.082; -4.658] -14.770 [-23.075; -4.908] -16.272 [-28.379; -5.583] -15.098 [-27.172; -5.392]
Alkoholbedingte Krankheitsfälle
183.340
[150.536;
223.353] 202.004
[172.260;
246.585] 185.666
[149.091;
222.755] 153.587
[117.989;
179.900]
Alle Krankheitsfälle 5.754.659 - 6.011.367 - 6.164.998 - 5.335.769 -
% der alkoholbedingten an allen Krankheitsfällen 3.2% [2.6; 3.9] 3.4% [2.9; 4.1] 3.0% [2.4; 3.6] 2.9% [2.2; 3.4]
Altersstandardisiertel) Rate pro 100.000
Personen
alkoholbedingter Krankheitsfälle 622 [500; 757] 721 [613; 886] 642 [515; 772] 532 [409; 623]
aller Krankheitsfälle 19.882 - 21.572 - 21.348 - 18.486 -
% der alkoholbedingten an der Gesamtrate 3,1% [2,5; 3,8] 3,3% [2,8; 4,1] 3,0% [2,4; 3,6] 2,9% [2,2; 3,4]
Anmerkungen: n wenn nicht anders angegben. 95%-KI: 95%-Konfidenz-Interval. a) A15–19, B20–24, B90, A50–64, J09–22, J85, P23, U04; b) C00–15; C18–22, C32, C50; c) G40, G41; d) F10; e) I10–
15; I60–62.0, I67.0–67.1, I69.0–69.2, I47–49; f) K29.2, K70-K76, K85, K86; g) basierend auf Verletzungen: S00-S99, T00-T50, T52-T98; Anteile geschätzt anhand der Anteile der globalen Krankheitslast;
h) E24.4, G31.2, G62.1, G72.1, I42.6, O35.4, R78.0, T51.0, T51.9; i) E11–14; j) I20–25; k) G45–46, I63–66, I67.2–67.8, I69.3–69.4; l) Standardbevölkerung: Bevölkerung zum Schtag 31.12.202
Anlage 3 – Tabelle 6 zur AW auf Fragen 3 und 4 – KA 20/8810
Tabelle 6: Prävalenz des episodischen Rauschtrinkens und des riskanten Konsums, 2021 (Prozent) (ESA: eigene Berechnungen)
Anteil Sozioökonomischer Status
Prävalenz
Anteil
Eltern
Anteil
mind. (Fach-)Abitur
Anteil
Erwerbstäg1) Gering Miel Hoch
Männer 50,4 41,5 81,0 20,7 44,6 34,7
Rauschtrinken2) 31,3 45,1 45,2 83,1 15,4 46,8 37,8
Riskanter Konsum 3) 15,2 51,9 38,7 85,0 16,1 49,3 34,6
Rauschtrinken und/oder
Riskanter Konsum 35,4 47,3 43,5 82,9 16,2 46,8 37,0
Frauen 60,3 45,6 69,8 19,5 45,5 35,0
Rauschtrinken2) 15,5 42,3 52,9 71,9 20,0 43,1 36,9
Riskanter Konsum 3) 14,3 52,7 54,2 74,2 14,0 42,9 43,1
Rauschtrinken und/oder
Riskanter Konsum 22,9 50,1 52,6 72,8 17,4 43,1 39,5
n für Gesamtschprobe. Anteile beziehen sich auf Personen mit jeweiligem Konsummuster (Rauschtrinken/Riskanter Konsum).
1) Die Kategorie „Erwerbstäg“ beinhalten voll erwerbstäge oder teilzeitbeschäigte Personen.
2) Episodisches Rauschtrinken mind. einmal in den letzten 30 Tagen: Fünf oder mehr alkoholische Getränke an einem Tag.
3) letzte 30 Tage: Männer >24g, Frauen >12g.
Anlage 4 - Tabelle zur AW auf Frage 7 - KA 20/8810
Statistisches Bundesamt
Aus dem Krankenhaus entlassene vollstationäre Patienten (einschl. Sterbe- und Stundenfälle) 2000-2021
"alkoholbedingte Hauptdiagnosen"
nach Geschlecht
Anzahl
Hauptdiagnose 2000 2001
(Pos.-Nr. der ICD-10) Insgesamt Männlich Weiblich Unbekannt Insgesamt Männlich Weiblich Unbekannt
Insgesamt (alle Krankenhausfälle) 17.187.527 7.755.158 9.432.186 183 17.259.592 7.813.886 9.445.412 294
darunter:
E24.4 Alkoholinduziertes Pseudo-Cushing-Syndrom 7 3 4 - 6 1 5 -
E52 Pellagra (alkoholbedingt) 15 5 10 - 16 5 11 -
F10.0 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Akute Intoxikation 54.041 38.843 15.198 - 61.295 43.977 17.315 3
F10.1 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Schädlicher Gebrauch 12.377 8.894 3.483 - 11.203 7.928 3.274 1
F10.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyndrom 138.120 106.821 31.298 1 134.114 103.206 30.907 1
F10.3 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom 37.221 30.112 7.109 - 42.422 34.265 8.157 -
F10.4 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom mit Delir 18.962 15.299 3.662 1 21.226 17.143 4.082 1
F10.5 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Psychotische Störung 3.651 2.726 925 - 2.710 2.047 663 -
F10.6 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Amnestisches Syndrom 3.698 2.679 1.019 - 4.159 3.068 1.091 -
F10.7 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Restzustand und verzögert auftretende psychotische Störung 3.288 2.583 705 - 3.315 2.587 728 -
F10.8 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Sonstige psychische und Verhaltensstörungen 1.255 975 280 - 1.049 820 229 -
F10.9 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Nicht näher bezeichnete psychische und Verhaltensstörung 6.037 4.400 1.637 - 4.260 3.168 1.091 1
G31.2 Degeneration des Nervensystems durch Alkohol 575 427 148 - 575 437 138 -
G62.1 Alkohol-Polyneuropathie 1.461 1.106 355 - 1.520 1.148 372 -
G72.1 Alkoholmyopathie 24 14 10 - 29 20 9 -
I42.6 Alkoholische Kardiomyopathie 658 595 63 - 607 547 60 -
K29.2 Alkoholgastritis 896 678 218 - 885 660 225 -
K70.0 Alkoholische Fettleber 1.007 754 253 - 885 660 225 -
K70.1 Alkoholische Hepatitis 2.148 1.581 567 - 2.516 1.827 689 -
K70.2 Alkoholische Fibrose und Sklerose der Leber 571 398 173 - 440 317 123 -
K70.3 Alkoholische Leberzirrhose 23.063 15.830 7.233 - 22.505 15.429 7.075 1
K70.4 Alkoholisches Leberversagen 2.143 1.512 631 - 2.895 2.043 852 -
K70.9 Alkoholische Leberkrankheit, nicht näher bezeichnet 1.621 1.116 505 - 1.248 902 346 -
K85.2 Alkoholinduzierte akute Pankreatitis - - - - - - - -
K86.0 Alkoholinduzierte chronische Pankreatitis 4.011 3.270 741 - 3.404 2.881 523 -
O35.4 Betreuung der Mutter bei (Verdacht auf) Schädigung des Feten durch Alkohol 9 - 9 - 2 - 2 -
P04.3 Schädigung des Feten und Neugeborenen durch Alkoholkonsum der Mutter 8 5 3 - 8 5 3 -
Q86.0 Alkohol-Embryopathie (mit Dysmorphien) 70 41 29 - 62 38 24 -
R78.0 Nachweis von Alkohol im Blut 73 48 25 - 44 33 11 -
T51.0 Toxische Wirkung: Äthanol 2.604 1.863 741 - 1.792 1.232 560 -
T51.9 Toxische Wirkung: Alkohol, nicht näher bezeichnet 5.651 3.805 1.846 - 4.175 2.791 1.384 -
Quelle: Statistisches Bundesamt, Krankenhausdiagnosestatistik.
© Statistisches Bundesamt (Destatis), Wiesbaden, 2023
Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.
Anlage 4 - Tabelle zur AW auf Frage 7 - KA 20/8810
Statistisches Bundesamt
Aus dem Krankenhaus entlassene vollstationäre Patienten (einschl. Sterbe- und Stundenfälle) 2000-2021
"alkoholbedingte Hauptdiagnosen"
nach Geschlecht
Anzahl
Hauptdiagnose
(Pos.-Nr. der ICD-10)
2002 2003
Insgesamt Männlich Weiblich Unbekannt Insgesamt Männlich Weiblich Unbekannt
Insgesamt (alle Krankenhausfälle)
darunter:
E24.4 Alkoholinduziertes Pseudo-Cushing-Syndrom
E52 Pellagra (alkoholbedingt)
F10.0 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Akute Intoxikation
F10.1 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Schädlicher Gebrauch
F10.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyndrom
F10.3 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom
F10.4 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom mit Delir
F10.5 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Psychotische Störung
F10.6 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Amnestisches Syndrom
F10.7 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Restzustand und verzögert auftretende psychotische Störung
F10.8 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Sonstige psychische und Verhaltensstörungen
F10.9 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Nicht näher bezeichnete psychische und Verhaltensstörung
G31.2 Degeneration des Nervensystems durch Alkohol
G62.1 Alkohol-Polyneuropathie
G72.1 Alkoholmyopathie
I42.6 Alkoholische Kardiomyopathie
K29.2 Alkoholgastritis
K70.0 Alkoholische Fettleber
K70.1 Alkoholische Hepatitis
K70.2 Alkoholische Fibrose und Sklerose der Leber
K70.3 Alkoholische Leberzirrhose
K70.4 Alkoholisches Leberversagen
K70.9 Alkoholische Leberkrankheit, nicht näher bezeichnet
K85.2 Alkoholinduzierte akute Pankreatitis
K86.0 Alkoholinduzierte chronische Pankreatitis
O35.4 Betreuung der Mutter bei (Verdacht auf) Schädigung des Feten durch Alkohol
P04.3 Schädigung des Feten und Neugeborenen durch Alkoholkonsum der Mutter
Q86.0 Alkohol-Embryopathie (mit Dysmorphien)
R78.0 Nachweis von Alkohol im Blut
T51.0 Toxische Wirkung: Äthanol
T51.9 Toxische Wirkung: Alkohol, nicht näher bezeichnet
Quelle: Statistisches Bundesamt, Krankenhausdiagnosestatistik.
© Statistisches Bundesamt (Destatis), Wiesbaden, 2023
Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.
17.398.538 7.899.306 9.498.235 997 17.313.222 7.907.222 9.405.898 102
6 3 3 - 3 2 1 -
8 1 7 - 16 6 10 -
63.124 45.098 18.025 1 70.562 50.396 20.166 -
10.115 7.228 2.887 - 7.896 5.544 2.352 -
134.491 103.077 31.413 1 134.574 102.465 32.109 -
45.344 36.416 8.928 - 45.637 36.150 9.487 -
18.551 14.951 3.600 - 16.927 13.598 3.329 -
2.523 1.880 643 - 2.212 1.629 583 -
4.005 2.928 1.077 - 4.130 3.035 1.095 -
2.882 2.254 628 - 2.527 1.922 605 -
812 624 188 - 679 491 188 -
2.435 1.850 585 - 971 706 265 -
678 505 173 - 1.124 838 286 -
1.421 1.041 380 - 1.574 1.207 367 -
31 20 11 - 38 31 7 -
548 496 52 - 541 497 44 -
789 574 215 - 763 602 161 -
646 462 184 - 687 505 182 -
2.550 1.856 694 - 3.196 2.317 879 -
304 213 91 - 372 250 122 -
21.209 14.573 6.631 5 22.243 15.361 6.882 -
2.825 1.997 827 1 3.517 2.496 1.021 -
938 660 278 - 737 548 189 -
- - - - - - - -
3.503 2.968 535 - 3.461 2.908 553 -
11 - 11 - 4 - 4 -
3 2 1 - 2 1 1 -
37 17 20 - 20 9 11 -
48 36 12 - 26 16 10 -
1.631 1.079 552 - 1.542 984 558 -
5.351 3.496 1.855 - 3.345 2.154 1.191 -
Anlage 4 - Tabelle zur AW auf Frage 7 - KA 20/8810
Statistisches Bundesamt
Aus dem Krankenhaus entlassene vollstationäre Patienten (einschl. Sterbe- und Stundenfälle) 2000-2021
"alkoholbedingte Hauptdiagnosen"
nach Geschlecht
Anzahl
Hauptdiagnose
(Pos.-Nr. der ICD-10)
2004 2005
Insgesamt Männlich Weiblich Unbekannt Insgesamt Männlich Weiblich Unbekannt
Insgesamt (alle Krankenhausfälle) 17.233.086 7.968.124 9.264.896 66 17.033.742 7.923.597 9.110.069 76
darunter:
E24.4 Alkoholinduziertes Pseudo-Cushing-Syndrom 2 1 1 - 6 3 3 -
E52 Pellagra (alkoholbedingt) 4 2 2 - - - - -
F10.0 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Akute Intoxikation 81.212 57.572 23.639 1 88.938 62.895 26.041 2
F10.1 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Schädlicher Gebrauch 5.490 3.743 1.747 - 4.821 3.246 1.575 -
F10.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyndrom 131.943 99.752 32.191 - 133.656 100.599 33.056 1
F10.3 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom 46.660 36.901 9.759 - 47.367 37.212 10.155 -
F10.4 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom mit Delir 16.285 13.125 3.160 - 14.556 11.756 2.800 -
F10.5 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Psychotische Störung 2.242 1.698 544 - 1.915 1.457 458 -
F10.6 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Amnestisches Syndrom 3.856 2.853 1.003 - 4.332 3.137 1.195 -
F10.7 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Restzustand und verzögert auftretende psychotische Störung 2.329 1.819 510 - 2.062 1.604 458 -
F10.8 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Sonstige psychische und Verhaltensstörungen 596 443 153 - 594 449 145 -
F10.9 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Nicht näher bezeichnete psychische und Verhaltensstörung 251 151 100 - 1.187 978 209 -
G31.2 Degeneration des Nervensystems durch Alkohol 857 672 185 - 845 626 219 -
G62.1 Alkohol-Polyneuropathie 1.608 1.227 381 - 1.504 1.133 371 -
G72.1 Alkoholmyopathie 33 22 11 - 43 32 11 -
I42.6 Alkoholische Kardiomyopathie 455 408 47 - 422 374 48 -
K29.2 Alkoholgastritis 871 688 183 - 992 738 254 -
K70.0 Alkoholische Fettleber 568 394 174 - 479 364 115 -
K70.1 Alkoholische Hepatitis 2.920 2.131 789 - 2.680 1.935 745 -
K70.2 Alkoholische Fibrose und Sklerose der Leber 268 184 84 - 247 184 63 -
K70.3 Alkoholische Leberzirrhose 24.463 17.088 7.374 1 28.119 19.979 8.140 -
K70.4 Alkoholisches Leberversagen 3.628 2.576 1.052 - 3.238 2.234 1.004 -
K70.9 Alkoholische Leberkrankheit, nicht näher bezeichnet 832 607 225 - 671 497 174 -
K85.2 Alkoholinduzierte akute Pankreatitis - - - - - - - -
K86.0 Alkoholinduzierte chronische Pankreatitis 3.064 2.589 475 - 3.037 2.540 497 -
O35.4 Betreuung der Mutter bei (Verdacht auf) Schädigung des Feten durch Alkohol 3 - 3 - 9 - 9 -
P04.3 Schädigung des Feten und Neugeborenen durch Alkoholkonsum der Mutter 14 6 8 - 10 5 5 -
Q86.0 Alkohol-Embryopathie (mit Dysmorphien) 17 9 8 - 27 15 12 -
R78.0 Nachweis von Alkohol im Blut - - - - 3 3 - -
T51.0 Toxische Wirkung: Äthanol 1.715 1.153 562 - 1.454 963 491 -
T51.9 Toxische Wirkung: Alkohol, nicht näher bezeichnet 1.983 1.281 702 - 1.727 1.063 664 -
Quelle: Statistisches Bundesamt, Krankenhausdiagnosestatistik.
© Statistisches Bundesamt (Destatis), Wiesbaden, 2023
Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.
Anlage 4 - Tabelle zur AW auf Frage 7 - KA 20/8810
Statistisches Bundesamt
Aus dem Krankenhaus entlassene vollstationäre Patienten (einschl. Sterbe- und Stundenfälle) 2000-2021
"alkoholbedingte Hauptdiagnosen"
nach Geschlecht
Anzahl
Hauptdiagnose
(Pos.-Nr. der ICD-10)
2006 2007
Insgesamt Männlich Weiblich Unbekannt Insgesamt Männlich Weiblich Unbekannt
Insgesamt (alle Krankenhausfälle) 17.142.474 7.995.912 9.146.275 287 17.568.576 8.188.483 9.379.967 126
darunter:
E24.4 Alkoholinduziertes Pseudo-Cushing-Syndrom 2 1 1 - 3 2 1 -
E52 Pellagra (alkoholbedingt) 1 - 1 - 1 - 1 -
F10.0 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Akute Intoxikation 87.535 62.139 25.394 2 98.562 69.171 29.390 1
F10.1 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Schädlicher Gebrauch 5.016 3.391 1.625 - 5.736 3.852 1.884 -
F10.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyndrom 135.931 101.700 34.231 - 140.614 104.746 35.868 -
F10.3 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom 48.115 37.868 10.246 1 49.673 38.677 10.996 -
F10.4 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom mit Delir 13.665 10.929 2.736 - 12.852 10.328 2.524 -
F10.5 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Psychotische Störung 1.875 1.420 455 - 1.981 1.491 490 -
F10.6 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Amnestisches Syndrom 4.001 2.918 1.083 - 3.700 2.727 973 -
F10.7 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Restzustand und verzögert auftretende psychotische Störung 2.017 1.572 445 - 2.010 1.548 462 -
F10.8 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Sonstige psychische und Verhaltensstörungen 616 473 143 - 641 487 154 -
F10.9 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Nicht näher bezeichnete psychische und Verhaltensstörung 183 119 64 - 350 251 99 -
G31.2 Degeneration des Nervensystems durch Alkohol 736 518 218 - 793 588 205 -
G62.1 Alkohol-Polyneuropathie 1.431 1.087 344 - 1.437 1.091 346 -
G72.1 Alkoholmyopathie 23 16 7 - 28 22 6 -
I42.6 Alkoholische Kardiomyopathie 378 345 33 - 408 372 36 -
K29.2 Alkoholgastritis 811 647 164 - 824 655 169 -
K70.0 Alkoholische Fettleber 454 318 136 - 467 321 146 -
K70.1 Alkoholische Hepatitis 2.418 1.753 665 - 2.112 1.519 593 -
K70.2 Alkoholische Fibrose und Sklerose der Leber 177 116 61 - 163 117 46 -
K70.3 Alkoholische Leberzirrhose 29.042 20.564 8.478 - 29.661 20.774 8.887 -
K70.4 Alkoholisches Leberversagen 2.923 2.027 896 - 2.863 1.983 880 -
K70.9 Alkoholische Leberkrankheit, nicht näher bezeichnet 508 354 154 - 365 251 114 -
K85.2 Alkoholinduzierte akute Pankreatitis 9.509 8.093 1.416 - 11.337 9.576 1.761 -
K86.0 Alkoholinduzierte chronische Pankreatitis 2.806 2.362 444 - 3.143 2.632 511 -
O35.4 Betreuung der Mutter bei (Verdacht auf) Schädigung des Feten durch Alkohol 6 - 6 - 5 - 5 -
P04.3 Schädigung des Feten und Neugeborenen durch Alkoholkonsum der Mutter 9 6 3 - 10 7 3 -
Q86.0 Alkohol-Embryopathie (mit Dysmorphien) 11 7 4 - 15 10 5 -
R78.0 Nachweis von Alkohol im Blut 1 1 - - - - - -
T51.0 Toxische Wirkung: Äthanol 1.591 1.047 544 - 2.791 1.840 951 -
T51.9 Toxische Wirkung: Alkohol, nicht näher bezeichnet 7.993 4.788 3.205 - 2.401 1.466 935 -
Quelle: Statistisches Bundesamt, Krankenhausdiagnosestatistik.
© Statistisches Bundesamt (Destatis), Wiesbaden, 2023
Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.
Anlage 4 - Tabelle zur AW auf Frage 7 - KA 20/8810
Statistisches Bundesamt
Aus dem Krankenhaus entlassene vollstationäre Patienten (einschl. Sterbe- und Stundenfälle) 2000-2021
"alkoholbedingte Hauptdiagnosen"
nach Geschlecht
Anzahl
Hauptdiagnose
(Pos.-Nr. der ICD-10)
2008 2009
Insgesamt Männlich Weiblich Unbekannt Insgesamt Männlich Weiblich Unbekannt
Insgesamt (alle Krankenhausfälle) 17.937.101 8.392.426 9.544.617 58 18.231.569 8.569.023 9.662.423 123
darunter:
E24.4 Alkoholinduziertes Pseudo-Cushing-Syndrom - - - - - - - -
E52 Pellagra (alkoholbedingt) 2 1 1 - 1 - 1 -
F10.0 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Akute Intoxikation 109.283 76.654 32.629 - 114.520 80.455 34.065 -
F10.1 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Schädlicher Gebrauch 5.558 3.756 1.802 - 5.812 4.040 1.772 -
F10.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyndrom 144.193 107.906 36.287 - 143.113 106.499 36.614 -
F10.3 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom 53.917 41.506 12.411 - 55.598 42.665 12.933 -
F10.4 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom mit Delir 12.317 9.906 2.411 - 11.595 9.332 2.263 -
F10.5 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Psychotische Störung 1.833 1.360 473 - 2.319 1.697 622 -
F10.6 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Amnestisches Syndrom 3.596 2.582 1.014 - 3.423 2.489 934 -
F10.7 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Restzustand und verzögert auftretende psychotische Störung 1.920 1.481 439 - 1.813 1.387 426 -
F10.8 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Sonstige psychische und Verhaltensstörungen 657 475 182 - 638 489 149 -
F10.9 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Nicht näher bezeichnete psychische und Verhaltensstörung 530 345 185 - 261 197 64 -
G31.2 Degeneration des Nervensystems durch Alkohol 798 577 221 - 738 521 217 -
G62.1 Alkohol-Polyneuropathie 1.500 1.118 382 - 1.567 1.178 389 -
G72.1 Alkoholmyopathie 35 24 11 - 24 17 7 -
I42.6 Alkoholische Kardiomyopathie 444 402 42 - 396 363 33 -
K29.2 Alkoholgastritis 877 691 186 - 862 669 193 -
K70.0 Alkoholische Fettleber 582 413 169 - 523 372 151 -
K70.1 Alkoholische Hepatitis 2.097 1.514 583 - 1.984 1.475 509 -
K70.2 Alkoholische Fibrose und Sklerose der Leber 157 109 48 - 181 133 48 -
K70.3 Alkoholische Leberzirrhose 30.957 22.039 8.918 - 31.822 22.422 9.400 -
K70.4 Alkoholisches Leberversagen 2.762 1.881 881 - 2.758 1.923 835 -
K70.9 Alkoholische Leberkrankheit, nicht näher bezeichnet 406 317 89 - 625 438 187 -
K85.2 Alkoholinduzierte akute Pankreatitis 11.784 9.970 1.814 - 12.582 10.721 1.861 -
K86.0 Alkoholinduzierte chronische Pankreatitis 3.254 2.753 501 - 3.168 2.672 496 -
O35.4 Betreuung der Mutter bei (Verdacht auf) Schädigung des Feten durch Alkohol 2 - 2 - 6 - 6 -
P04.3 Schädigung des Feten und Neugeborenen durch Alkoholkonsum der Mutter 13 5 8 - 14 11 3 -
Q86.0 Alkohol-Embryopathie (mit Dysmorphien) 21 10 11 - 18 11 7 -
R78.0 Nachweis von Alkohol im Blut 17 13 4 - 1 - 1 -
T51.0 Toxische Wirkung: Äthanol 2.280 1.521 759 - 1.467 982 485 -
T51.9 Toxische Wirkung: Alkohol, nicht näher bezeichnet 1.882 1.109 773 - 1.593 983 610 -
Quelle: Statistisches Bundesamt, Krankenhausdiagnosestatistik.
© Statistisches Bundesamt (Destatis), Wiesbaden, 2023
Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.
Anlage 4 - Tabelle zur AW auf Frage 7 - KA 20/8810
Statistisches Bundesamt
Aus dem Krankenhaus entlassene vollstationäre Patienten (einschl. Sterbe- und Stundenfälle) 2000-2021
"alkoholbedingte Hauptdiagnosen"
nach Geschlecht
Anzahl
Hauptdiagnose
(Pos.-Nr. der ICD-10)
2010 2011
Insgesamt Männlich Weiblich Unbekannt Insgesamt Männlich Weiblich Unbekannt
Insgesamt (alle Krankenhausfälle) 18.489.998 8.705.679 9.784.155 164 18.797.989 8.885.990 9.911.945 54
darunter:
E24.4 Alkoholinduziertes Pseudo-Cushing-Syndrom 1 1 - - 5 1 4 -
E52 Pellagra (alkoholbedingt) - - - - 3 1 2 -
F10.0 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Akute Intoxikation 115.436 81.175 34.261 - 116.517 81.775 34.742 -
F10.1 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Schädlicher Gebrauch 5.532 3.792 1.740 - 5.634 3.784 1.850 -
F10.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyndrom 137.151 101.541 35.610 - 139.616 102.263 37.353 -
F10.3 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom 57.352 44.098 13.254 - 59.599 45.323 14.276 -
F10.4 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom mit Delir 10.193 8.125 2.068 - 9.673 7.685 1.988 -
F10.5 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Psychotische Störung 1.585 1.203 382 - 1.454 1.074 380 -
F10.6 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Amnestisches Syndrom 3.374 2.519 855 - 3.366 2.458 908 -
F10.7 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Restzustand und verzögert auftretende psychotische Störung 1.831 1.373 458 - 1.659 1.285 374 -
F10.8 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Sonstige psychische und Verhaltensstörungen 636 473 163 - 636 470 166 -
F10.9 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Nicht näher bezeichnete psychische und Verhaltensstörung 267 195 72 - 317 254 63 -
G31.2 Degeneration des Nervensystems durch Alkohol 758 536 222 - 656 484 172 -
G62.1 Alkohol-Polyneuropathie 1.478 1.100 378 - 1.539 1.156 383 -
G72.1 Alkoholmyopathie 37 26 11 - 25 15 10 -
I42.6 Alkoholische Kardiomyopathie 349 321 28 - 362 332 30 -
K29.2 Alkoholgastritis 731 580 151 - 757 600 157 -
K70.0 Alkoholische Fettleber 509 363 146 - 616 473 143 -
K70.1 Alkoholische Hepatitis 1.827 1.317 509 1 1.816 1.289 527 -
K70.2 Alkoholische Fibrose und Sklerose der Leber 158 106 52 - 114 71 43 -
K70.3 Alkoholische Leberzirrhose 32.300 22.976 9.321 3 32.671 23.332 9.337 2
K70.4 Alkoholisches Leberversagen 2.555 1.763 792 - 2.442 1.705 737 -
K70.9 Alkoholische Leberkrankheit, nicht näher bezeichnet 307 217 90 - 337 233 104 -
K85.2 Alkoholinduzierte akute Pankreatitis 11.680 9.873 1.807 - 11.924 10.084 1.840 -
K86.0 Alkoholinduzierte chronische Pankreatitis 3.027 2.507 520 - 2.852 2.402 450 -
O35.4 Betreuung der Mutter bei (Verdacht auf) Schädigung des Feten durch Alkohol 9 - 9 - 5 - 5 -
P04.3 Schädigung des Feten und Neugeborenen durch Alkoholkonsum der Mutter 6 3 3 - 16 9 7 -
Q86.0 Alkohol-Embryopathie (mit Dysmorphien) 12 9 3 - 7 3 4 -
R78.0 Nachweis von Alkohol im Blut 1 - 1 - - - - -
T51.0 Toxische Wirkung: Äthanol 1.765 1.113 652 - 1.497 996 501 -
T51.9 Toxische Wirkung: Alkohol, nicht näher bezeichnet 1.109 645 464 - 1.201 716 485 -
Quelle: Statistisches Bundesamt, Krankenhausdiagnosestatistik.
© Statistisches Bundesamt (Destatis), Wiesbaden, 2023
Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.
Anlage 4 - Tabelle zur AW auf Frage 7 - KA 20/8810
Statistisches Bundesamt
Aus dem Krankenhaus entlassene vollstationäre Patienten (einschl. Sterbe- und Stundenfälle) 2000-2021
"alkoholbedingte Hauptdiagnosen"
nach Geschlecht
Anzahl
Hauptdiagnose
(Pos.-Nr. der ICD-10)
2012 2013
Insgesamt Männlich Weiblich Unbekannt Insgesamt Männlich Weiblich Unbekannt
Insgesamt (alle Krankenhausfälle) 19.082.321 9.029.838 10.052.395 88 19.249.313 9.120.687 10.128.610 16
darunter:
E24.4 Alkoholinduziertes Pseudo-Cushing-Syndrom 3 1 2 - 1 - 1 -
E52 Pellagra (alkoholbedingt) 3 - 3 - 1 1 - -
F10.0 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Akute Intoxikation 121.595 84.972 36.622 1 116.503 81.071 35.432 -
F10.1 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Schädlicher Gebrauch 5.508 3.733 1.775 - 5.134 3.490 1.644 -
F10.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyndrom 142.981 104.279 38.702 - 143.275 105.149 38.126 -
F10.3 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom 58.472 44.391 14.081 - 57.679 43.746 13.933 -
F10.4 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom mit Delir 8.811 7.041 1.770 - 8.532 6.892 1.640 -
F10.5 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Psychotische Störung 1.377 1.020 357 - 1.309 983 326 -
F10.6 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Amnestisches Syndrom 3.690 2.730 960 - 3.212 2.375 837 -
F10.7 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Restzustand und verzögert auftretende psychotische Störung 1.613 1.224 389 - 1.507 1.141 366 -
F10.8 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Sonstige psychische und Verhaltensstörungen 654 473 181 - 778 569 209 -
F10.9 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Nicht näher bezeichnete psychische und Verhaltensstörung 333 249 84 - 275 215 60 -
G31.2 Degeneration des Nervensystems durch Alkohol 600 443 157 - 573 430 143 -
G62.1 Alkohol-Polyneuropathie 1.633 1.223 410 - 1.561 1.159 402 -
G72.1 Alkoholmyopathie 33 24 9 - 25 18 7 -
I42.6 Alkoholische Kardiomyopathie 335 298 37 - 300 267 33 -
K29.2 Alkoholgastritis 695 547 148 - 647 528 119 -
K70.0 Alkoholische Fettleber 564 399 165 - 582 415 167 -
K70.1 Alkoholische Hepatitis 1.743 1.248 495 - 1.802 1.310 492 -
K70.2 Alkoholische Fibrose und Sklerose der Leber 150 103 47 - 136 93 43 -
K70.3 Alkoholische Leberzirrhose 32.313 22.999 9.314 - 32.598 23.272 9.326 -
K70.4 Alkoholisches Leberversagen 2.522 1.795 727 - 2.282 1.582 700 -
K70.9 Alkoholische Leberkrankheit, nicht näher bezeichnet 320 231 89 - 293 220 73 -
K85.2 Alkoholinduzierte akute Pankreatitis 12.203 10.299 1.904 - 12.045 10.201 1.844 -
K86.0 Alkoholinduzierte chronische Pankreatitis 2.786 2.360 426 - 2.619 2.201 418 -
O35.4 Betreuung der Mutter bei (Verdacht auf) Schädigung des Feten durch Alkohol 7 - 7 - 6 - 6 -
P04.3 Schädigung des Feten und Neugeborenen durch Alkoholkonsum der Mutter 16 9 7 - 11 5 6 -
Q86.0 Alkohol-Embryopathie (mit Dysmorphien) 9 5 4 - 14 8 6 -
R78.0 Nachweis von Alkohol im Blut 1 1 - - 1 1 - -
T51.0 Toxische Wirkung: Äthanol 956 613 343 - 800 536 264 -
T51.9 Toxische Wirkung: Alkohol, nicht näher bezeichnet 884 500 384 - 719 422 297 -
Quelle: Statistisches Bundesamt, Krankenhausdiagnosestatistik.
© Statistisches Bundesamt (Destatis), Wiesbaden, 2023
Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.
Anlage 4 - Tabelle zur AW auf Frage 7 - KA 20/8810
Statistisches Bundesamt
Aus dem Krankenhaus entlassene vollstationäre Patienten (einschl. Sterbe- und Stundenfälle) 2000-2021
"alkoholbedingte Hauptdiagnosen"
nach Geschlecht
Anzahl
Hauptdiagnose
(Pos.-Nr. der ICD-10)
2014 2015
Insgesamt Männlich Weiblich Unbekannt Insgesamt Männlich Weiblich Unbekannt
Insgesamt (alle Krankenhausfälle) 19.632.764 9.298.558 10.334.188 18 19.758.261 9.403.478 10.354.778 5
darunter:
E24.4 Alkoholinduziertes Pseudo-Cushing-Syndrom 2 1 1 - - - - -
E52 Pellagra (alkoholbedingt) 1 - 1 - 2 2 - -
F10.0 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Akute Intoxikation 118.562 83.301 35.261 - 113.996 80.401 33.595 -
F10.1 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Schädlicher Gebrauch 5.127 3.477 1.650 - 4.779 3.287 1.492 -
F10.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyndrom 143.242 104.721 38.521 - 137.463 101.048 36.415 -
F10.3 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom 58.376 44.567 13.809 - 56.236 42.805 13.431 -
F10.4 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom mit Delir 8.122 6.469 1.653 - 7.672 6.073 1.599 -
F10.5 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Psychotische Störung 1.231 974 257 - 1.164 905 259 -
F10.6 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Amnestisches Syndrom 3.341 2.527 814 - 3.246 2.435 811 -
F10.7 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Restzustand und verzögert auftretende psychotische Störung 1.394 1.049 345 - 1.291 937 354 -
F10.8 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Sonstige psychische und Verhaltensstörungen 838 629 209 - 1.050 803 247 -
F10.9 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Nicht näher bezeichnete psychische und Verhaltensstörung 267 204 63 - 74 53 21 -
G31.2 Degeneration des Nervensystems durch Alkohol 558 409 149 - 458 343 115 -
G62.1 Alkohol-Polyneuropathie 1.531 1.142 389 - 1.456 1.089 367 -
G72.1 Alkoholmyopathie 31 20 11 - 25 14 11 -
I42.6 Alkoholische Kardiomyopathie 305 283 22 - 248 222 26 -
K29.2 Alkoholgastritis 683 533 150 - 672 526 146 -
K70.0 Alkoholische Fettleber 625 461 164 - 676 487 189 -
K70.1 Alkoholische Hepatitis 1.685 1.234 451 - 1.657 1.187 470 -
K70.2 Alkoholische Fibrose und Sklerose der Leber 156 110 46 - 139 90 49 -
K70.3 Alkoholische Leberzirrhose 33.147 23.675 9.472 - 33.642 23.963 9.679 -
K70.4 Alkoholisches Leberversagen 2.300 1.550 750 - 2.161 1.527 634 -
K70.9 Alkoholische Leberkrankheit, nicht näher bezeichnet 290 207 83 - 265 188 77 -
K85.2 Alkoholinduzierte akute Pankreatitis 12.414 10.463 1.951 - 12.204 10.180 2.024 -
K86.0 Alkoholinduzierte chronische Pankreatitis 2.823 2.316 507 - 2.753 2.286 467 -
O35.4 Betreuung der Mutter bei (Verdacht auf) Schädigung des Feten durch Alkohol 6 - 6 - 6 - 6 -
P04.3 Schädigung des Feten und Neugeborenen durch Alkoholkonsum der Mutter 9 4 5 - 14 7 7 -
Q86.0 Alkohol-Embryopathie (mit Dysmorphien) 11 6 5 - 10 9 1 -
R78.0 Nachweis von Alkohol im Blut 1 1 - - - - - -
T51.0 Toxische Wirkung: Äthanol 693 453 240 - 520 324 196 -
T51.9 Toxische Wirkung: Alkohol, nicht näher bezeichnet 712 424 288 - 675 394 281 -
Quelle: Statistisches Bundesamt, Krankenhausdiagnosestatistik.
© Statistisches Bundesamt (Destatis), Wiesbaden, 2023
Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.
Anlage 4 - Tabelle zur AW auf Frage 7 - KA 20/8810
Statistisches Bundesamt
Aus dem Krankenhaus entlassene vollstationäre Patienten (einschl. Sterbe- und Stundenfälle) 2000-2021
"alkoholbedingte Hauptdiagnosen"
nach Geschlecht
Anzahl
Hauptdiagnose
(Pos.-Nr. der ICD-10)
2016 2017
Insgesamt Männlich Weiblich Unbekannt Insgesamt Männlich Weiblich Unbekannt
Insgesamt (alle Krankenhausfälle) 20.063.689 9.556.083 10.507.577 29 19.952.735 9.523.654 10.428.932 149
darunter:
E24.4 Alkoholinduziertes Pseudo-Cushing-Syndrom 1 1 - - 2 1 1 -
E52 Pellagra (alkoholbedingt) 3 2 1 - - - - -
F10.0 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Akute Intoxikation 115.456 80.977 34.478 1 111.839 78.554 33.285 -
F10.1 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Schädlicher Gebrauch 4.448 3.063 1.385 - 4.141 2.912 1.229 -
F10.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyndrom 133.941 98.571 35.370 - 131.368 96.532 34.836 -
F10.3 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom 55.032 41.655 13.376 1 53.629 40.679 12.950 -
F10.4 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom mit Delir 7.199 5.674 1.524 1 6.867 5.538 1.329 -
F10.5 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Psychotische Störung 1.168 911 257 - 1.074 809 265 -
F10.6 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Amnestisches Syndrom 3.155 2.310 845 - 3.140 2.317 823 -
F10.7 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Restzustand und verzögert auftretende psychotische Störung 1.128 818 310 - 1.115 823 292 -
F10.8 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Sonstige psychische und Verhaltensstörungen 1.016 756 260 - 975 720 255 -
F10.9 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Nicht näher bezeichnete psychische und Verhaltensstörung 65 50 15 - 63 44 19 -
G31.2 Degeneration des Nervensystems durch Alkohol 345 242 103 - 285 198 87 -
G62.1 Alkohol-Polyneuropathie 1.384 1.060 324 - 1.393 1.042 351 -
G72.1 Alkoholmyopathie 25 15 10 - 34 28 6 -
I42.6 Alkoholische Kardiomyopathie 255 229 26 - 212 195 17 -
K29.2 Alkoholgastritis 694 540 154 - 649 494 155 -
K70.0 Alkoholische Fettleber 693 501 192 - 663 473 190 -
K70.1 Alkoholische Hepatitis 1.624 1.193 431 - 1.781 1.310 471 -
K70.2 Alkoholische Fibrose und Sklerose der Leber 144 105 39 - 147 98 49 -
K70.3 Alkoholische Leberzirrhose 33.875 24.369 9.506 - 33.801 24.165 9.635 1
K70.4 Alkoholisches Leberversagen 2.112 1.521 591 - 2.363 1.622 741 -
K70.9 Alkoholische Leberkrankheit, nicht näher bezeichnet 259 188 71 - 238 166 72 -
K85.2 Alkoholinduzierte akute Pankreatitis 12.422 10.421 2.001 - 12.026 10.149 1.877 -
K86.0 Alkoholinduzierte chronische Pankreatitis 2.632 2.204 428 - 2.652 2.223 429 -
O35.4 Betreuung der Mutter bei (Verdacht auf) Schädigung des Feten durch Alkohol 5 - 5 - 9 - 9 -
P04.3 Schädigung des Feten und Neugeborenen durch Alkoholkonsum der Mutter 11 6 5 - 10 7 3 -
Q86.0 Alkohol-Embryopathie (mit Dysmorphien) 8 4 4 - 7 5 2 -
R78.0 Nachweis von Alkohol im Blut - - - - - - - -
T51.0 Toxische Wirkung: Äthanol 470 302 168 - 378 228 150 -
T51.9 Toxische Wirkung: Alkohol, nicht näher bezeichnet 536 324 212 - 773 483 290 -
Quelle: Statistisches Bundesamt, Krankenhausdiagnosestatistik.
© Statistisches Bundesamt (Destatis), Wiesbaden, 2023
Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.
Anlage 4 - Tabelle zur AW auf Frage 7 - KA 20/8810
Statistisches Bundesamt
Aus dem Krankenhaus entlassene vollstationäre Patienten (einschl. Sterbe- und Stundenfälle) 2000-2021
"alkoholbedingte Hauptdiagnosen"
nach Geschlecht
Anzahl
Hauptdiagnose
(Pos.-Nr. der ICD-10)
2018 2019
Insgesamt Männlich Weiblich Unbekannt Insgesamt Männlich Weiblich Unbekannt
Insgesamt (alle Krankenhausfälle) 19.808.687 9.486.268 10.322.410 9 19.855.784 9.535.870 10.319.847 67
darunter:
E24.4 Alkoholinduziertes Pseudo-Cushing-Syndrom 1 - 1 - - - - -
E52 Pellagra (alkoholbedingt) 1 1 - - 2 1 1 -
F10.0 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Akute Intoxikation 103.024 71.787 31.236 1 100.116 70.119 29.997 -
F10.1 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Schädlicher Gebrauch 3.857 2.633 1.224 - 3.556 2.485 1.071 -
F10.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyndrom 129.658 95.150 34.508 - 128.297 94.164 34.133 -
F10.3 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom 48.969 37.293 11.676 - 47.545 35.957 11.587 1
F10.4 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom mit Delir 6.250 5.018 1.232 - 5.866 4.680 1.186 -
F10.5 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Psychotische Störung 969 738 231 - 921 690 231 -
F10.6 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Amnestisches Syndrom 3.035 2.255 780 - 2.868 2.154 714 -
F10.7 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Restzustand und verzögert auftretende psychotische Störung 1.040 736 304 - 1.022 735 287 -
F10.8 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Sonstige psychische und Verhaltensstörungen 1.081 835 246 - 1.019 792 227 -
F10.9 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Nicht näher bezeichnete psychische und Verhaltensstörung 1.458 1.057 401 - 1.391 1.026 365 -
G31.2 Degeneration des Nervensystems durch Alkohol 348 265 83 - 376 256 120 -
G62.1 Alkohol-Polyneuropathie 1.293 978 315 - 1.277 968 309 -
G72.1 Alkoholmyopathie 19 17 2 - 16 9 7 -
I42.6 Alkoholische Kardiomyopathie 211 200 11 - 190 169 21 -
K29.2 Alkoholgastritis 689 531 158 - 643 497 146 -
K70.0 Alkoholische Fettleber 655 485 170 - 760 545 215 -
K70.1 Alkoholische Hepatitis 1.736 1.258 478 - 1.635 1.222 413 -
K70.2 Alkoholische Fibrose und Sklerose der Leber 156 108 48 - 147 111 36 -
K70.3 Alkoholische Leberzirrhose 32.283 23.126 9.157 - 32.629 23.502 9.127 -
K70.4 Alkoholisches Leberversagen 2.092 1.450 642 - 2.078 1.418 660 -
K70.9 Alkoholische Leberkrankheit, nicht näher bezeichnet 506 378 128 - 454 329 125 -
K85.2 Alkoholinduzierte akute Pankreatitis 12.339 10.343 1.996 - 12.193 10.192 2.001 -
K86.0 Alkoholinduzierte chronische Pankreatitis 2.614 2.142 472 - 2.758 2.217 541 -
O35.4 Betreuung der Mutter bei (Verdacht auf) Schädigung des Feten durch Alkohol 4 - 4 - 5 - 5 -
P04.3 Schädigung des Feten und Neugeborenen durch Alkoholkonsum der Mutter 13 8 5 - 10 5 5 -
Q86.0 Alkohol-Embryopathie (mit Dysmorphien) 5 2 3 - 9 5 4 -
R78.0 Nachweis von Alkohol im Blut - - - - - - - -
T51.0 Toxische Wirkung: Äthanol 483 329 154 - 412 279 133 -
T51.9 Toxische Wirkung: Alkohol, nicht näher bezeichnet 714 439 275 - 665 417 248 -
Quelle: Statistisches Bundesamt, Krankenhausdiagnosestatistik.
© Statistisches Bundesamt (Destatis), Wiesbaden, 2023
Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.
Anlage 4 - Tabelle zur AW auf Frage 7 - KA 20/8810
Statistisches Bundesamt
Aus dem Krankenhaus entlassene vollstationäre Patienten (einschl. Sterbe- und Stundenfälle) 2000-2021
"alkoholbedingte Hauptdiagnosen"
nach Geschlecht
Anzahl
Hauptdiagnose
(Pos.-Nr. der ICD-10)
2020 2021
Insgesamt Männlich Weiblich Unbekannt Insgesamt Männlich Weiblich Unbekannt
Insgesamt (alle Krankenhausfälle) 17.265.142 8.322.422 8.942.702 18 17.157.549 8.232.341 8.925.204 4
darunter:
E24.4 Alkoholinduziertes Pseudo-Cushing-Syndrom - - - - - - - -
E52 Pellagra (alkoholbedingt) 1 1 - - - - - -
F10.0 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Akute Intoxikation 76.245 54.309 21.935 1 69.269 48.717 20.552 -
F10.1 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Schädlicher Gebrauch 2.938 2.075 863 - 2.609 1.785 824 -
F10.2 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyndrom 110.942 81.614 29.328 - 110.771 80.877 29.894 -
F10.3 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom 41.787 31.753 10.034 - 39.757 30.251 9.506 -
F10.4 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Entzugssyndrom mit Delir 5.683 4.490 1.193 - 5.299 4.257 1.042 -
F10.5 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Psychotische Störung 862 658 204 - 840 648 192 -
F10.6 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Amnestisches Syndrom 2.818 2.101 717 - 2.909 2.185 724 -
F10.7 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Restzustand und verzögert auftretende psychotische Störung 799 563 236 - 809 577 232 -
F10.8 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Sonstige psychische und Verhaltensstörungen 1.005 789 216 - 980 747 233 -
F10.9 Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Nicht näher bezeichnete psychische und Verhaltensstörung 1.246 912 334 - 1.201 869 332 -
G31.2 Degeneration des Nervensystems durch Alkohol 390 277 113 - 379 279 100 -
G62.1 Alkohol-Polyneuropathie 1.166 856 310 - 1.261 936 325 -
G72.1 Alkoholmyopathie 21 18 3 - 26 22 4 -
I42.6 Alkoholische Kardiomyopathie 157 139 18 - 166 149 17 -
K29.2 Alkoholgastritis 542 437 105 - 534 409 125 -
K70.0 Alkoholische Fettleber 723 531 192 - 652 477 175 -
K70.1 Alkoholische Hepatitis 1.595 1.124 471 - 1.577 1.107 470 -
K70.2 Alkoholische Fibrose und Sklerose der Leber 135 98 37 - 141 98 43 -
K70.3 Alkoholische Leberzirrhose 33.303 23.409 9.894 - 35.344 25.036 10.308 -
K70.4 Alkoholisches Leberversagen 1.747 1.205 542 - 1.835 1.248 587 -
K70.9 Alkoholische Leberkrankheit, nicht näher bezeichnet 381 265 116 - 380 268 112 -
K85.2 Alkoholinduzierte akute Pankreatitis 12.471 10.429 2.042 - 12.136 10.092 2.044 -
K86.0 Alkoholinduzierte chronische Pankreatitis 2.267 1.883 384 - 2.407 2.001 406 -
O35.4 Betreuung der Mutter bei (Verdacht auf) Schädigung des Feten durch Alkohol 7 - 7 - 3 - 3 -
P04.3 Schädigung des Feten und Neugeborenen durch Alkoholkonsum der Mutter 12 5 7 - 10 7 3 -
Q86.0 Alkohol-Embryopathie (mit Dysmorphien) 4 2 2 - 15 8 7 -
R78.0 Nachweis von Alkohol im Blut - - - - - - - -
T51.0 Toxische Wirkung: Äthanol 276 156 120 - 223 138 85 -
T51.9 Toxische Wirkung: Alkohol, nicht näher bezeichnet 371 209 162 - 325 192 133 -
Quelle: Statistisches Bundesamt, Krankenhausdiagnosestatistik.
© Statistisches Bundesamt (Destatis), Wiesbaden, 2023
Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.
Alkoholunfälle seit 1990
Insgesamt mit Personenschaden insgesamt Getötete Schwerverletzte Leichtverletzte
1990 . 38.511 53.795 1.940
1991 . 41.603 58.609 2.229 21.350 35.030
1992 . 40.823 57.132 2.102 21.031 33.999
1993 . 40.998 57.112 2.048 20.935 34.129
1994 . 39.892 55.093 1.828 19.919 33.346
1995 91.897 36.966 51.346 1.716 18.342 31.288
1996 87.710 34.468 47.348 1.472 16.646 29.230
1997 81.891 32.884 45.020 1.447 15.368 28.205
1998 71.381 28.736 38.483 1.114 12.645 24.724
1999 69.976 28.350 38.110 1.114 12.110 24.886
2000 68.133 27.375 36.764 1.022 11.325 24.417
2001 64.386 25.690 34.426 909 10.365 23.152
2002 62.873 25.333 33.862 932 9.953 22.977
2003 59.758 24.245 32.060 817 9.343 21.900
2004 55.991 22.548 29.521 704 8.555 20.262
2005 53.394 22.004 28.436 603 8.002 19.831
2006 51.053 20.685 26.896 599 7.564 18.733
2007 51.153 20.785 26.594 565 7.402 18.627
2008 48.226 19.603 25.110 523 6.981 17.606
2009 43.821 17.434 22.175 440 6.159 15.576
2010 39.345 15.070 19.216 342 5.001 13.873
2011 40.548 15.898 20.209 400 5.515 14.294
2012 39.757 15.130 19.321 338 5.393 13.590
2013 36.895 13.980 17.834 314 4.843 12.677
2014 35.310 13.612 17.116 260 4.688 12.168
2015 34.476 13.239 16.682 256 4.590 11.836
2016 35.302 13.403 16.995 225 4.506 12.264
2017 35.326 13.343 16.802 231 4.531 12.040
2018 35.658 13.934 17.473 244 4.634 12.595
2019 35.590 13.949 17.411 228 4.592 12.591
2020 31.540 13.003 15.647 156 4.106 11.385
2021 32.453 13.628 16.426 165 4.272 11.989
2022 38.771 16.807 20.360 242 5.016 15.102
Quelle: Statistisches Bundesamt
Hinweise: Bis 1994 wurden in der amtlichen Statistik ausschließlich Unfälle mit Personenschaden ausgewiesen;
Eine Unterscheidung zwischen Schwer- und Leichtverletzten erfolgt erst seit 1991.
Anlage 5 - Tabelle zur AW auf Frage 34 - KA 20/8810
51.855
Alkoholunfälle Verunglückte
Jahr