Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Fraktion der CDU/CSU
– Drucksache 20/10459 –
Aktueller Stand der Umsetzung der Gigabitstrategie
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die von der SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der FDP getragene
Bundesregierung hat am 13. Juli 2022 ihre Gigabitstrategie verabschiedet und
veröffentlicht (bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Anlage/K/gigabitstrategie.pdf?__b
lob=publicationFile). In der Gigabitstrategie sind die Maßnahmen und Ziele
der Bundesregierung für den Ausbau der digitalen Infrastruktur in
Deutschland formuliert. An den in der Gigabitstrategie angekündigten Maßnahmen
und Zielen wollen die Fragesteller die amtierende Bundesregierung messen.
1. Wann wird der Zwischenbericht der Arbeitsgruppe auf Bundesebene zur
„Beschleunigung und Vereinfachung der Antrags- und
Genehmigungsverfahren für den Ausbau von Mobilfunkmasten entlang von
Bundesfernstraßen“ (Gigabitstrategie, S. 17) veröffentlicht, und wurden die
Arbeiten zur Standardisierung der Antragsverfahren sowie der
Technischen Anforderungen an möglichen Standorten Ende 2023 abgeschlossen
(bezugnehmend auf die Antwort zu Frage 1 auf Bundestagsdrucksache
20/8506)?
Der Zwischenbericht der Arbeitsgruppe wurde nicht veröffentlicht, da es sich
um ein internes Arbeitsdokument handelt, auf dessen Grundlage die
Unterarbeitsgruppen ihre Arbeit aufgenommen haben.
Wiederkehrende (rechtliche) Fragestellungen werden künftig im
Zusammenhang mit den Antragsverfahren vereinheitlicht und fortlaufend in einem
Wegweiser beantwortet und veröffentlicht. Aufgrund der Heterogenität der
technischen Anforderungen der Telekommunikationslinien sowie der jeweiligen
Konstruktionen der Trägerinfrastruktur sind im Hinblick auf die Zusammenführung
der Konsolidierungen zwischen den Landesstraßenverwaltungen, der Industrie
und der Bundesstraßenverwaltung weitere Abstimmungen erforderlich.
Deutscher Bundestag Drucksache 20/10709
20. Wahlperiode 19.03.2024
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr
vom 18. März 2024 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
2. Wie ist der aktuelle Stand der Erweiterung des Konzepts für eine
systematische und umfassende Nutzung von Infrastrukturen für die
oberirdische Verlegung von Glasfaserleitungen in Deutschland (Antwort zu
Frage 3 auf Bundestagsdrucksache 20/8506)?
Das BMDV wird sich im ersten Halbjahr 2024 im Rahmen von Workshops und
einer Fachtagung auch möglichen Anwendungshindernissen von oberirdischen
Legetechniken widmen; auf dieser Grundlage wird über möglichen
Handlungsbedarf entschieden.
3. Wie ist der aktuelle Stand von „Pilotprojekten für oberirdische
Verlegungen“ (Gigabitstrategie, S. 58; wenn bereits Pilotprojekte gestartet
wurden, bitte angeben wo in welchem Umfang oberirdisch verlegt wurde
oder eine Verlegung geplant ist sowie wie viele finanzielle Mittel hierfür
eingesetzt wurden bzw. werden, bitte für 2022, 2023 und 2024 angeben),
und warum hält die Bundesregierung an Pilotprojekten fest, obwohl die
oberirdische Verlegung von (Kupfer-)Kabeln bereits seit Längerem
Praxis ist?
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der
Fraktion der CDU/CSU auf Bundestagsdrucksache 20/8506 verwiesen.
4. Wurde das „Transparenzpaket“ (Gigabitstrategie, S. 58) vollständig
umgesetzt, und wie stellt sich die Bundesregierung die Weiterentwicklung
der Analyseplattform vor?
Mit der Implementierung der Analyseplattform am 13. Dezember 2022 wurde
ein wesentlicher Teil des Transparenzpaketes umgesetzt. Berechtigte
Nutzergruppen des Bundes und der Länder erhalten hier Zugriff auf weitere
Informationen zur Breitband- und Mobilfunkversorgung in Gestalt von Dashboards,
Downloadmöglichkeiten und Web Map Service-Diensten. Ebenfalls wurde eine
Uploadmöglichkeit für die Unternehmen zur vereinfachten Lieferung von
Versorgungsinformationen geschaffen.
Die noch ausstehende Registrierungsmöglichkeit für die Kommunen wird im
Zuge einer umfassenden Weiterentwicklung des derzeitigen IT-Systems
realisiert, um für die Vielzahl an Kommunen die jeweiligen Benutzeridentitäten und
Zugriffsrechte zu managen. Die Umsetzung ist für 2024 vorgesehen.
5. Wie ist der Umsetzungsstand des „Messpakets“ (Gigabitstrategie, S. 58),
und wie sollen neue Messkonzepte aussehen?
Die Bundesnetzagentur bereitet ein Messkonzept vor, um die
Mobilfunkversorgung vor Ort realitätsnäher darstellen zu können. Das Messkonzept umfasst
sowohl Messungen zu Verbindungsabbrüchen bei der Sprachtelefonie als auch zu
Datenraten am Endgerät. Hierfür hat der Prüf- und Messdienst der
Bundesnetzagentur in 2023 bereits erste Test-Messungen durchgeführt, die in 2024
ausgeweitet und analysiert werden. Der Entwurf des Messkonzepts wird mit den
Ländern und kommunalen Spitzenverbänden konsultiert. Ziel ist es, eine
einheitliche Parametrisierung für Nachmessungen festzulegen, welche die
Versorgungsmeldung der Netzbetreiber um Informationen zur Versorgungsqualität
ergänzen. Die Messergebnisse sollen perspektivisch im Gigabit-Grundbuch
veröffentlicht werden.
6. Wie ist der Umsetzungsstand des „Liegenschaftspakets“
(Gigabitstrategie, S. 59), und wurde die Integration von Daten zu mitnutzbaren
Liegenschaften für den Mobilfunkausbau bereits gestartet?
Das Liegenschaftspaket ist Teil der Weiterentwicklung des Infrastrukturatlas
zur Planungsplattform für die ausbauenden Unternehmen und die öffentlichen
Stellen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene für Planungs- und
Förderzwecke. Hierbei verfolgt das BMDV einen gestuften Ansatz auf Basis von
Zuarbeiten der Kataster-, bzw. Vermessungsverwaltungen der Länder, um
potenziell unnötige Abfragen bei den mehr als 10 000 Eigentümern öffentlicher
Liegenschaften zu vermeiden. Ein Austausch mit den Vermessungsverwaltungen
der Länder ist bereits erfolgt und soll im ersten Halbjahr dieses Jahres in einer
Projektgruppe intensiviert werden, um einen einheitlichen Prozess der
Datenbereitstellung für das Gigabit-Grundbuch zu vereinbaren.
7. Wie ist der Umsetzungsstand der „Erarbeitung eines Standards für die
Erhebung und Bereitstellung von Infrastrukturdaten zu
Bundesfernstraßen“ (Gigabitstrategie, S. 59), und ist die Nacherfassung zur
Grundlagenermittlung bereits gestartet, und wann liegen die Erhebungsstandards
vor (Antworten zu den Fragen 10, 11 und 86 auf Bundestagsdrucksache
20/8506)?
38. Wie ist der Stand hinsichtlich der angekündigten Dokumentation und
Bereitstellung von Leerrohr- und Glasfaserinfrastrukturen entlang der
Bundesfernstraßen (Gigabitstrategie, S. 21)?
Die Fragen 7 und 38 werden gemeinsam beantwortet.
Das Projekt „Nacherfassung von Infrastrukturen für den Gigabitausbau an
Bundesfernstraßen“ beim Fernstraßen-Bundesamt beinhaltet die strukturierte und
standardisierte Nacherfassung und Bereitstellung von Infrastrukturdaten an den
Bundesfernstraßen. Ende des Jahres 2023 wurde ein Dienstleister mit der
Nacherfassung beauftragt. Die Nacherfassung wird zeitnah beginnen,
Abstimmungen mit den Ländern und der Autobahn GmbH des Bundes laufen bereits. Das
Projekt umfasst auch die Dokumentation der Leerrohr- und
Glasfaserinfrastrukturen entlang der Bundesfernstraßen und die Bereitstellung der Informationen
für das Gigabit-Grundbuch. Im Rahmen der Projektarbeit wird ein
Erfassungsleitfaden und eine einheitliche Datenstruktur definiert, auf deren Basis die
Nacherfassung von digitalen und georeferenzierten Daten durchgeführt werden
wird.
8. Wie ist der Umsetzungsstand der „Erarbeitung eines Konzepts zur
effektiven Nutzung der Potenziale der Infrastrukturen an
Bundesverkehrswegen für den flächendeckenden Gigabitausbau“ (Gigabitstrategie, S. 59)?
Das BMDV arbeitet an der Konzeptentwicklung mit Blick auf potentielle
praktische Anwendungen. In der aktuellen Phase werden verkehrsträgerspezifische
Infrastrukturansätze erörtert. Die Bundesfernstraßen werden sukzessive mit
Glasfaserinfrastrukturen ausgestattet. An einer Pilotstrecke an der A7 (A7-
Mustertrasse der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) soll,
durch standardisierte Infrastrukturen an Verkehrswegen, die Versorgung
unversorgter Siedlungsgebiete mit Glasfaser ermöglicht oder vereinfacht werden. In
folgenden Expertengesprächen auch mit Bezug zu den Verkehrsträgern
Wasserstraße und Schiene soll erörtert werden, inwieweit sich solche technischen
Ansätze auf andere Verkehrsträger übertragen lassen. Damit sollen Synergien
erschlossen werden, die bei künftigen Ausbauvorhaben Berücksichtigung finden
könnten und die Ziele der Gigabitstrategie unterstützen. Übergreifende,
praxisrelevante Ansätze sollen bis Ende 2024 konzeptionell ausgearbeitet werden.
9. Was hat die Bundesregierung bisher bei der „Intensive[n] Mitwirkung an
der Novellierung der Kostensenkungsrichtlinie auf EU-Ebene“ erreichen
können, und welche Positionen vertritt die Bundesregierung
(Gigabitstrategie, S. 59)?
Die Gigabit-Infrastrukturverordnung, welche die Kostensenkungsrichtlinie
ersetzen soll, steht kurz vor ihrem Abschluss. Entsprechend der Zielsetzung in
der Gigabitstrategie ist sie auf den Ausbau von Netzen mit sehr hoher Kapazität
(VHCN) ausgerichtet, lässt aber gleichzeitig weitergehende nationale
Maßnahmen zu und wahrt die notwendige Kohärenz mit dem Kodex für die
elektronische Kommunikation. Über Genehmigungsfiktionen als künftigen Regelfall
beim Netzausbau sowie über die Digitalisierung der Genehmigungsverfahren
und Genehmigungsfreistellungen für weniger invasive Maßnahmen wird der
Ausbau von VHCN beschleunigt. Dies ist ein wichtiges Anliegen der
Bundesregierung. Es gelten umfassende Pflichten zur Mitnutzung von Infrastruktur
und zur Baustellenkoordinierung sowie Transparenzmaßnahmen. Gleichzeitig
bleibt ein sachgerechtes Maß an Investitionsschutz für Unternehmen, die ein
Gebiet als erste mit Glasfaser erschließen, erhalten.
10. Wie ist der Umsetzungsstand des Leitfadens „zum Umgang mit
Konfliktsituationen in Realisierungsprozessen des Mobilfunkausbaus vor Ort“
(Gigabitstrategie, S. 60)?
Der Leitfaden ist seit Mitte 2022 auf der Internetseite von „Deutschland spricht
über 5G“ (
https://www.deutschland-spricht-ueber-5g.de/fuer-kommunen/)
sowie unter dem Menüpunkt Medien (
https://www.deutschland-spricht-ueber-5
g.de/medien/printmaterialien-und-downloads) als Download-PDF verfügbar.
11. Wie ist der aktuelle Umsetzungsstand der Maßnahme „Enge Einbindung
der MIG durch Dspricht5G zur Flankierung geförderter Standorte mit
geeigneten Kommunikationsmaßnahmen“ (Gigabitstrategie, S. 60), und
wie viele finanzielle Mittel wurden dafür bisher eingeplant bzw.
ausgegeben (bitte für die Jahre 2022, 2023 und 2024 angeben)?
Die Dialoginitiative „Deutschland spricht über 5G“ berät und flankiert die
Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft mbH (MIG) bei Konfliktsituationen vor Ort
und organisiert und vermittelt Expertinnen und Experten des
Kompetenzzentrums Elektromagnetische Felder für MIG-eigene Bürgerdialoge. Die MIG kann
ihrerseits in konkreten Konfliktsituationen vor Ort durch ihre Netzplaner
alternative Lösungsansätze entwickeln und ggf. geeignete Ausweichstandorte
identifizieren. Zudem wurde die MIG in zwei Video-Produktionen von Dspricht5G
einbezogen.
Für die Inanspruchnahme der Kommunikationsinitiative durch die MIG sind
keine finanziellen Mittel veranschlagt.
12. Wann rechnet die Bundesregierung mit der Fertigstellung des
Gesamtprojektes „Veröffentlichung der Spezifikationen zu wesentlichen
Geschäftsprozessen zur Unterstützung eines effektiven Open Access“
(Gigabitstrategie, S. 60)?
Der Arbeitskreis Schnittstellen und Prozesse entwickelt auf Basis eines
Mandates des Gigabitforums eine moderne Schnittstellen-Architektur.
Spezifikationsentwürfe für wesentliche Geschäftsprozesse sind bereits fertiggestellt. In den
nächsten Schritten geht es darum, die spezifizierten Anwendungsszenarien
sukzessive in den Markt einzuführen.
Insgesamt handelt es sich um einen kontinuierlichen Prozess. Er richtet sich
maßgeblich an den Erfordernissen der auf Vorleistungsebene tätigen
Telekommunikationsunternehmen aus. Dies umfasst auch bereits die Planung für die
Spezifizierung weiterer Anwendungsszenarien.
13. Wie ist der Stand des Statusberichts zur Diskussion über Prinzipien eines
marktweiten Open Access (Gigabitstrategie, S. 60), und zu welchen
Erkenntnissen ist die Bundesregierung nach der Auswertung der Abfrage
gekommen?
Beim Thema Open Access erarbeitet das Gigabitforum in einer Projektgruppe
einen abgestuften Arbeitsauftrag mit drei Bestandteilen. Im Rahmen des ersten
Arbeitspakets − der Erstellung einer aktuellen Bestandsaufnahme − ist ein
Zwischenstand erreicht worden, welcher der Projektgruppe als Basis für die
weiteren, derzeit laufenden Arbeiten dient. Diese Arbeiten zielen auf
Orientierungspunkte für branchenweit geltende Open-Access-Standards ab. Die für die
Bestandsaufnahme durchgeführte Marktabfrage hat einen entsprechenden Bedarf
aufgezeigt. Zwar gibt es am Markt grundsätzlich bereits bestehende Open-
Access-Vereinbarungen zu allen Vorleistungsprodukten. Allerdings kommen
Open-Access-Anbieter und -Nachfrager in der Praxis noch nicht in dem
Umfang zusammen, wie es gemäß der prinzipiell artikulierten Bereitschaft der an
der Abfrage teilnehmenden Unternehmen möglich und wünschenswert wäre.
14. Wie ist der Stand des Sachstandsberichts über die Themen „Anschluss
von Mehrfamilienhäusern“ und „Errichtung von Inhouse-
Infrastrukturen“ (Gigabitstrategie, S. 60)?
Das Gigabitforum bearbeitet in einer Projektgruppe Fragen des Anschlusses
von und des Netzausbaus innerhalb von Mehrfamilienhäusern. Hierzu steht die
Projektgruppe insbesondere mit Verbänden der Wohnungswirtschaft im
Austausch, um zielgenau noch bestehende Informationsbedarfe zu eruieren und
adressieren zu können.
Im Forschungsprogramm 2023 hat das Wissenschaftliche Institut für
Infrastruktur und Kommunikationsdienste GmbH (WIK) einen Diskussionsbeitrag
veröffentlicht, welcher bestehende Hemmnisse beim Ausbau und bei der
Mitnutzung von gebäudeinternen Infrastrukturen in den Fokus nimmt (
https://www.wi
k.org/veroeffentlichungen/veroeffentlichung/gebaeudeinterne-infrastruktur-n
r-499). Mit dieser Studie wird auch die in der Gigabitstrategie angekündigte
Maßnahme eines „Sachstandsberichts über die Themen Anschluss von
Mehrfamilienhäusern und Errichtung von Inhouse-Infrastrukturen“ umgesetzt.
Daneben hat das WIK im Forschungsprogramm 2022 ein Working Paper
veröffentlicht, das sich mit relevanten technischen Aspekten beim Ausbau und bei
der Mitnutzung gebäudeinterner Infrastrukturen befasst (
https://www.wik.org/v
eroeffentlichungen/veroeffentlichung/working-paper-no-5-gebaeudeinterne-tele
kommunikations-infrastrukturen).
15. Wie ist der Umsetzungsstand der Evaluierung der „Überbauproblematik“
(Gigabitstrategie, S. 60), und wird das Ergebnis der Evaluierung
veröffentlicht und dem Digitalausschuss des Deutschen Bundestages
übermittelt?
16. Wie viele Meldungen liegen der Monitoringstelle für den Glasfaser-
Doppelausbau seit Einrichtung am 3. Juli 2023 vor, und wie wird mit den
Fällen umgegangen?
Die Fragen 15 und 16 werden gemeinsam beantwortet.
Seit ihrer Einrichtung am 3. Juli 2023 übermitteln Unternehmen, Kommunen
und Privatpersonen Informationen an die Monitoringstelle bei der
Bundesnetzagentur.
Bis einschließlich 1. Februar 2024 sind 382 Rückmeldungen bei der
Monitoringstelle eingegangen. Die sich daraus ergebende Anzahl der geschilderten
Fälle ist mit 306 jedoch niedriger. Grund dafür ist insbesondere, dass die
Beschreibung des gleichen Sachverhalts mitunter in mehreren Rückmeldungen
aus verschiedenen Perspektiven, z. B. der Telekommunikationsunternehmen
und der Gebietskörperschaften, erfolgt. Die Sachverhaltsermittlung ist noch
nicht abgeschlossen.
17. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Bündelung von
Ausschreibungen für Bau, Planung und Betrieb zur Reduzierung von
Zeitverzögerungen“ (Gigabitstrategie, S. 61), und was hat die Bundesregierung
bisher konkret unternommen?
Die Maßnahme ist umgesetzt. Zuwendungsempfängern werden im
Betreibermodell parallel laufende Ausschreibungsverfahren für Netzbetrieb und
Planung/Bau ermöglicht. Auf Nummer 3.2 der Richtlinie „Förderung zur
Unterstützung des Gigabitausbaus der Telekommunikationsnetze in der
Bundesrepublik Deutschland“ vom 31. März 2023 wird verwiesen.
18. Welche Maßnahmen hat die Bundesregierung bisher zur Förderung von
Wholesale-Modellen im Breitbandausbau konkret erarbeitet, und bis
wann will sie diese umsetzen (Gigabitstrategie, S. 61)?
Wholesale-Modelle können in der Förderung beantragt und umgesetzt werden.
Die Fördermöglichkeit wird in der Gigabit-Richtlinie 2.0 ausdrücklich
hervorgehoben.
19. Was hat die Prüfung des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr
(BMDV) der Einführung von Gutscheinen zur sinnvollen Ergänzung der
Förderlandschaft (Gigabitstrategie, S. 61) ergeben, und plant die
Bundesregierung die bundesweite Einführung von Gutscheinen für
Gigabitanschlüsse?
20. Was hat die Prüfung des BMDV der Maßnahme „Gutscheine als
Instrument zur Stärkung der Nachfrage, als Überbrückung bis zur
Gigabiterschließung oder als Beitrag zur Errichtung einer gebäudeinternen
Infrastruktur für Gigabitanschlüsse“ (Gigabitstrategie, S. 61) bisher ergeben?
Wann, und wo wird das Gutachten zur Erfassung des Ist-Zustandes
veröffentlicht, und welche Schlüsse zieht die Bundesregierung nach
Messungen zur Qualität der Versorgung?
Die Fragen 19 und 20 werden gemeinsam beantwortet.
Die mögliche Einführung von Gutscheinen zur Ergänzung der Förderlandschaft
wird derzeit geprüft.
21. Wie ist der Umsetzungsstand der „Weiterentwicklung des Mobilfunk-
Monitorings als Grundlage zur differenzierten Erfassung des Ist-
Zustandes und zur Abschätzung der Kosten von Versorgungsauflagen“
(Gigabitstrategie, S. 62), und was hat die Bundesregierung bisher konkret
unternommen?
Das Mobilfunk-Monitoring wird nach Umsetzung des Messkonzepts (siehe
Antwort zu Frage 5) um zusätzliche Informationen zur Versorgungsqualität in
einem Gebiet zeitnah erweitert.
Die Bundesnetzagentur führt derzeit ein Verfahren zur Bereitstellung von
Frequenzen in den Bereichen 800 MHz, 1,8 GHz und 2,6 GHz. Die zuletzt
konsultierten „Rahmenbedingungen einer Übergangsentscheidung“ enthalten auch
Erwägungen für künftige Versorgungsauflagen. Die Erwägungen berücksichtigen
den aktuellen Versorgungsstand.
22. Wie ist der aktuelle Umsetzungsstand der Maßnahme „Abstimmung von
Musterverträgen mit Grundstückseigentümern durch die MIG für den
geförderten und den eigenwirtschaftlichen Ausbau“ (Gigabitstrategie,
S. 62)?
Die MIG hat mit mehreren landeseigenen Forstgesellschaften Musterverträge
über die Anmietung von Grundstücken abgeschlossen (u. a. Baden-
Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern,
Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt). Daneben bestehen Mustermietverträge sowohl
mit dem Deutschen Bauernverband als auch dem Deutschen Städte- und
Gemeindebund. Die Rahmenverträge und Mustermietverträge helfen, den
Förderprozess zu beschleunigen. Anhand der Muster- bzw. Rahmenverträge konnten
bereits über 50 Grundstücke für den geförderten Mobilfunkausbau akquiriert
werden.
23. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Netzbetreiberdialog zur
Nutzung förderfähiger Standorte, Diskussion von möglichen
Kooperationsformen – insbesondere zur Kostensenkung“ (Gigabitstrategie,
S. 62), und was hat die Bundesregierung bisher konkret unternommen?
Der Dialog mit den Netzbetreibern sowie mit den ausbauenden Unternehmen,
den sogenannten Tower Companies, fand am 28. November 2022 statt.
Bei den geförderten Standorten erfolgt die Nutzung der geförderten Masten zu
ungefähr zwei Dritteln durch zwei oder drei Mobilfunknetzbetreiber. Die
gemeinsame Nutzung der geförderten Masten und die damit einhergehende
Reduzierung des anteiligen Standortnutzungsentgelts wird von den Netzbetreibern
somit regelmäßig angestrebt.
Etwaige weitere Maßnahmen der Bundesregierung, um die Nutzung der
geplanten Standorte zu erhöhen, wie insbesondere die Förderung aktiver Technik,
wurde von den Marktteilnehmern als nicht sinnvoll erachtet.
24. Wurde die „Studie zur Untersuchung von zukünftigen
Unterstützungsbedarfen und -möglichkeiten für den Ausbau modernster Mobilfunknetze“
(Gigabitstrategie, S. 62) bereits durchgeführt und veröffentlicht?
Der Bericht des beauftragten Konsortiums zu etwaigen Förderinstrumenten zur
Unterstützung des privatwirtschaftlichen 5G-Ausbaus liegt vor. Eine
Veröffentlichung ist nicht geplant.
25. Wie ist der Stand des Ideenwettbewerbs „Nachhaltiger
Mobilfunkstandort“ (Gigabitstrategie, S. 62)?
Am 19. August 2023 hat die MIG einen Ideenwettbewerb ausgerufen. Zehn
Konzepte wurden für den Wettbewerb zugelassen. Bei einer Matching-/
Pitchingveranstaltung in Naumburg (Saale) am 26. Februar 2024 haben die
Ideengeberinnen und Ideengeber ihre Konzepte der Fach-Jury vorgestellt. Die
Preisverleihung erfolgte noch am selben Tag. Die MIG wird zeitnah für
ausgewählte Gebiete ohne leitungsgebundene Stromversorgung Förderaufrufe
starten, in denen die autarke Mobilfunkversorgung erprobt werden soll.
26. Wie ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Umsetzungsstand der
„Weitgehende[n] Ausstattung der Intercity- und Eurocity-Wagen mit
WLAN“ (Gigabitstrategie, S. 63), und wie viele Intercity- und Eurocity-
Wagen haben noch kein WLAN (bitte in absoluten Zahlen und anteilig
angeben)?
Zum Stichtag 1. März 2024 lag der Anteil der mit kostenlosem WLAN- Service
in der 1. und 2. Klasse ausgestatteten Intercity/Eurocity-Wagen bei 90 Prozent
(855 der zu diesem Zeitpunkt vorhandenen 947 Wagen). Alle künftig neu
hinzukommenden Intercity- und Eurocity-Züge werden standardmäßig mit WLAN
ausgestattet sein.
27. Wie ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Umsetzungsstand der
gelaserten Zugfenster der DB-Zugflotte, um den Internetempfang in den
Zügen zu verbessern, und wann soll die Maßnahme abgeschlossen sein
(bitte getrennt für Fern- und Nahverkehr angeben)?
Die DB Fernverkehr AG hat ein Projekt gestartet, in dem die Scheiben der
meisten ICE- und Intercity 2-Züge nachträglich gelasert werden, um diese
mobilfunkdurchlässig zu machen. Die ersten Wagen werden im März 2024
gelasert. Nach aktueller Planung werden bis voraussichtlich Anfang 2027 80
Prozent der im Projekt vorgesehenen Wagen gelasert. Neu zulaufende Baureihen
wie der ICE L oder der ICE 3 neo sind bereits ab Werk mit
mobilfunktransparenten Scheiben ausgerüstet.
Im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) obliegt die Beauftragung der
nachträglichen Laserbearbeitung der dafür geeigneten Fahrzeuge den
Bestellorganisationen der Bundesländer. Die DB Regio hat hierzu bereits Pilotprojekte
durchgeführt.
28. Wie ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Umsetzungsstand des
Einbaus von Mobilfunk-Repeatern (Gigabitstrategie, S. 63), und wie
viele ICE, Intercity- und Eurocity-Wagen haben noch keine Mobilfunk-
Repeater (bitte in absoluten Zahlen und anteilig angeben)?
Im DB Fernverkehr sind alle ICE-Züge und Intercity 2-Züge (Bombardier) mit
Mobilfunk-Repeatern ausgestattet. Nicht mit Mobilfunk-Repeatern ausgestattet
sind Intercity 1/Eurocity-Wagen, die länger als ursprünglich geplant im Betrieb
bleiben müssen – bei insgesamt stark sinkender Gesamtzahl im Zuge der
Flottenmodernisierung. Zukünftig sollen mobilfunkdurchlässige Scheiben einen
hohen Qualitätsstandard beim Mobilfunkempfang sicherstellen. Eine aktive
Technologie (Repeater) in den Zügen der DB-Fernverkehr wird aufgrund
mangelnder Zukunftsperspektive (z. B. fehlende Eignung für neue
Mobilfunkgenerationen, hohe Betriebs- und Wartungskosten) nicht weiter verfolgt. So werden neu
zulaufende Züge (z. B. ICE 3neo, ICE L) ab Werk mit mobilfunktransparenten
Scheiben ausgerüstet. Die Scheiben der ICE-Bestandsflotte werden schrittweise
per Laser nachträglich mobilfunktransparent bearbeitet. Ein Parallelbetrieb von
Repeatern in Wagen mit mobilfunktransparenten Scheiben ist physikalisch
begründet nicht möglich.
29. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „5G on Track Karlsruhe-
Mulhouse“ (Gigabitstrategie, S. 63), und was sind die Ziele dieser
Maßnahme?
30. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Seamless cross border
mobility 5G DeLux“ (Gigabitstrategie, S. 63), und was sind die Ziele dieser
Maßnahme?
31. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Supportig the Strategic
Deployment Agendas for the EU Corridors“ (Gigabitstrategie, S. 63),
und was sind die Ziele dieser Maßnahme?
32. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Cross-border Highway 5G
Corridor Munich-Prague“ (Gigabitstrategie, S. 63), und was sind die
Ziele dieser Maßnahme?
Die Fragen 29 bis 32 gemeinsam beantwortet.
Die Aufgabe aus der Gigabitstrategie „Einsetzen für die Bildung von
Konsortien für den grenzüberschreitenden 5G-Ausbau von Verkehrswegen (Straße,
Schiene, Wasserwege) im Rahmen von CEF2 Digital“ ist eine Daueraufgabe,
bis das EU-Förderprogramm Connecting Europe Facility 2 – Digital (CEF2
Digital) abgeschlossen ist. Die Aufgabe bezieht sich nicht auf die Durchrührung
der Förderprojekte selbst, sondern darauf, über das Förderprogramm zu
informieren und interessierte Antragsteller zusammen zu bringen. Dies konnte bei
den in den Fragen 29 bis 32 genannten Projekten bereits umgesetzt werden.
Alle dort genannten Projekte haben sich erfolgreich auf Fördermittel aus dem
CEF2-Digital Förderprogramm der EU beworben.
33. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Etablierung einer
kontinuierlichen Förderung der Grundlagenforschung“ (Gigabitstrategie, S. 63),
und gibt es noch weitere Projekte als die Forschung zu 6G und der
Untersuchung zu möglichst geringer Strahlenbelastbarkeit?
Ein wichtiges Querschnittsthema in der Förderung der Forschung zu
zukünftigen Kommunikationssystemen wie 6G stellt die Untersuchung der
Nachhaltigkeit im Sinne möglichst geringer Strahlenexposition dar. Die in diesem
Zusammenhang entstehenden Erkenntnisse mit direktem Bezug zur
Grundlagenforschung im Bereich elektromagnetischen Felder werden über das vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt „6G-
Plattform“ dem zuständigen Bundesamt für Strahlenschutz zur Verfügung gestellt.
Eine Förderung des BMBF darüber hinaus besteht aktuell nicht und ist auch
nicht geplant.
34. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Förderung von
Universitäten und Forschungseinrichtungen“ (Gigabitstrategie, S. 63), und was ist
das Ziel der einzelnen Forschungsprojekte, und welche Erkenntnisse hat
die Bundesregierung aus der 5G-Forschungsförderung gewonnen?
Im Rahmen der 5G-Forschungsregionen wurden 2019 sechs
Sonderzuwendungsbescheide an Forschungseinrichtungen und Universitäten erteilt (vgl.
https://www.bmdv.bund.de/DE/Themen/Digitales/Mobilfunk/5G-Innovationspr
ogramm/5g-innovationsprogramm.html). Die Regionen haben mit
unterschiedlichen Schwerpunkten (u. a. e-Health, Bau, Mobilität oder Industrie) an 5G-
Anwendungen geforscht. Durch die Coronapandemie und die Lieferengpässe kam
es zu Projektverzögerungen, weshalb sich der Abschluss vereinzelter Projekte
bis Q2/2024 zieht. Die Forschungen haben gezeigt, dass auf der zentralen
Bündelung von Wissen und Anwendungsbeispielen eine große Bedeutung für eine
erfolgreiche Technologieeinführung und deren Verbreitung liegt.
35. Wie ist der Umsetzungsstand der Maßnahme „Erarbeitung von
Handlungsempfehlungen für den nachhaltigen Ausbau und Betrieb von
Gigabitnetzen“ (Gigabitstrategie, S. 64), und wann wird die Metastudie zum
Thema veröffentlicht?
Die Metastudie ist unter (
https://www.wik.org/veroeffentlichungen/veroeffentli
chung/metastudie-und-eckpunkte-zum-nachhaltigen-ausbau-von-gigabitnetzen)
veröffentlicht. Auf Grundlage dieser Metastudie werden die Arbeiten
fortgesetzt.
36. Liegt der erste Evaluierungsbericht zur Gigabitrichtlinie 2.0 der
Projektgruppe von Bund, Ländern und Kommunen bereits vor, und wird dieser
veröffentlicht oder dem Ausschuss für Digitales des Deutschen
Bundestages übermittelt?
Ja.
37. Sieht die Bundesregierung aktuell den Bedarf eines Förderbausteins für
aktive Komponenten beim Mobilfunkausbau?
Dieses Thema wurde u. a. im Rahmen des Netzbetreiberdialogs diskutiert und
von den Marktteilnehmern abgelehnt. Im Übrigen wird auf die Antwort zu
Frage 23 verwiesen.
39. Wie ist der Stand bei der Projektförderung von Open RAN (bitte nach
Projekten und für die Jahre 2022, 2023 und 2024 auflisten)?
Das BMDV fördert die Entwicklung und Erprobung innovativer und
softwaregesteuerter Netztechnologien im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung
innovativer Netztechnologien im Mobilfunk“ (InnoNT). Die Förderung ist nicht auf
Open RAN beschränkt, legt aber ein besonderes Augenmerk auf diese
Netzwerkarchitektur. Im Rahmen dieser Richtlinie wurden insgesamt in den Jahren
2022 vier Projekte mit einer Fördersumme von rund 12,9 Mio. Euro und 2023
26 Projekte mit einer Fördersumme von rund 72 Mio. Euro gefördert.
Für das Jahr 2024 stehen noch zwei Bewilligungen aus. Alle bisher bewilligten
Projekte mit allen Zuwendungsempfängern und Teilvorhaben sind auf der
Förderlandkarte des BMDV unter
https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Artikel/fo
erderlandkarte-bmvi-iframe.html einsehbar.
Die ausdrücklich auf Open RAN bezogenen Projekte sind zum Teil vor 2022
bewilligt worden. Es handelt sich dabei um die folgenden Projekte (geordnet
nach Jahr des Projektstarts):
• Im Jahr 2021:
• Projekt „Open RAN Cities“, Laufzeit: 06/2021 bis 12/2021,
Fördervolumen: 10 450 395 Euro; Das Ziel des Forschungs- und
Entwicklungsprojektes Open RAN Cities war die frühzeitige Erforschung, Entwicklung,
umfangreiche Erprobung und Validierung neuartiger Open RAN
Technologien im realen Wirkbetrieb. Schwerpunkt lagen u. a. auf dem
Nachweis der kommerziellen Nutzbarkeit einer Open RAN-basierten
Mobilfunklösung;
• Projekt „Open Lab für Open RAN“, Laufzeit: 07/2021 bis 10/2024,
Fördervolumen: 17 087 029 Euro; Das Open Lab für Open RAN ist eine
herstellerneutrale Testumgebung zur Erforschung und Erprobung Open-
RAN-basierender Komponenten und Services;
• Projekt „O-RAN-Ecosystem-Enabler“, Laufzeit: 06/2021 bis 02/2022,
Fördervolumen: 2 479 444 Euro; Die Zielsetzung des Projektes O-RAN-
EcoSystem-enabler war es, die Markteinführung eines O-RAN
kompatiblen Ecosystems – basierend auf einer offenen Systemarchitektur –
sowie Innovationszyklen und Markeinführungsprozesse zu beschleunigen;
• Projekt „Protopolis“, Laufzeit: 05/2021 bis 03/2022, Fördervolumen:
1 449 948 Euro; Ziel des Projektes Protopolis war es, den Einsatz von
Open RAN Netzen unter möglichst realen Bedingungen und unter den
besonderen Gesichtspunkten eines Telekommunikationsanbieters zu
evaluieren.
• Im Jahr 2022 wurden keine ausdrücklich auf Open RAN bezogenen, neuen
Projekte gestartet. Das oben genannte Projekt „Open Lab für Open RAN“
wurde weitergeführt und die oben genannten Projekte „O-RAN-Ecosystem-
Enabler“ und „Protopolis“ wurden planmäßig beendet.
• Im Jahr 2023:
• Projekt „5GOpportunity“, Laufzeit: 02/2023 bis 12/2024,
Fördervolumen: 1 573 427 Euro; Ziel des Verbundvorhabens 5GOpportunity ist die
Entwicklung und Erprobung eines softwarebasierten, drahtlosen und
adhoc-fähigen Kommunikationssystems für Behörden und Organisationen
mit Sicherheitsaufgaben auf Basis von 5G/OpenRAN und WiFi
• Projekt „Open5GPacemaker“, Laufzeit: 03/2023 bis 12/2024,
Fördervolumen: 2 381 532 Euro; Management und Konfiguration echtzeitfähiger
5G Netze werden im Projekt Open5GpaceMaker untersucht
• Das oben genannte Projekt „Open Lab für Open RAN“ wurde
weitergeführt.
• Im Jahr 2024 wurden keine ausdrücklich auf Open RAN bezogenen, neuen
Projekte gestartet, die oben genannten Projekt „Open Lab für Open RAN“,
„5GOpportunity“ und „Open5GPacemaker“ wurden weitergeführt.
40. Wie oft haben Betreiber kritischer Infrastrukturen seit Inkrafttreten des
IT-Sicherheitsgesetzes 2.0 im Mai 2021 den geplanten erstmaligen
Einsatz einer kritischen Komponente gemäß § 2 Absatz 13 des Gesetzes
über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI-
Gesetz) dem Bundesministerium des Innern und für Heimat angezeigt?
Wie oft wurde der Einsatz der kritischen Komponenten gemäß § 9b BSI-
Gesetz untersagt, und wie oft waren Komponenten chinesischer
Hersteller betroffen?
Es wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 36 der Kleinen Anfrage
der Fraktion der CDU/CSU auf Bundestagsdrucksache 20/7956 verwiesen.
Zwischenzeitlich sind keine Anzeigen eingegangen und keine Untersagungen
ausgesprochen worden.
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