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Kleine AnfrageWahlperiode 20Beantwortet
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das Jahr 2023 und aktuelle Daten
(insgesamt 33 Einzelfragen)
Fraktion
Die Linke
Ressort
Bundesministerium des Innern und für Heimat
Datum
08.07.2024
Antwortdauer
47 Tage
Aktualisiert
17.07.2024
ThemenMigration & Integration
Offizielle Quellen und Volltext
Die verlinkten PDFs stammen direkt vom Dokumentenserver des Deutschen Bundestages.
BT20/1149322.05.2024
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das Jahr 2023 und aktuelle Daten
Kleine Anfrage
Volltext (unformatiert)
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Clara Bünger, Dr. André Hahn, Gökay Akbulut, Anke
Domscheit-Berg, Nicole Gohlke, Susanne Hennig-Wellsow, Ates Gürpinar, Jan
Korte, Ina Latendorf, Cornelia Möhring, Petra Pau, Martina Renner, Dr. Petra Sitte
und der Gruppe Die Linke
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das Jahr 2023 und aktuelle Daten
Die von der Linken regelmäßig erfragten ergänzenden Informationen zur
Asylstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) beleuchten
ausgewählte Aspekte, die sonst kaum Beachtung finden. So ist wenig bekannt,
dass die Anerkennungsquote bei inhaltlichen Asylentscheidungen weitaus
höher liegt, als die offiziellen Zahlen vermuten lassen. Die sogenannte bereinigte
Schutzquote, bei der formelle Entscheidungen des BAMF, die keine inhaltliche
Bewertung des Schutzgesuchs enthalten, unberücksichtigt bleiben, lag im Jahr
2022 auf einem Rekord-Hoch bei 72,3 Prozent gegenüber der vom BAMF und
der Bundesregierung verwandten (unbereinigten) Schutzquote in Höhe von
56,2 Prozent (vgl. hierzu und zum Folgenden, soweit nicht anders angegeben,
die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 20/5709).
Zu den Anerkennungen durch das BAMF kommen Anerkennungen durch die
Gerichte nach einer zunächst negativen Entscheidung im Asylverfahren hinzu,
gegen 88,1 Prozent aller („einfach“) ablehnenden BAMF-Bescheide wurde im
Jahr 2022 geklagt. Mehr als die Hälfte der Klagen enden mit einer „sonstigen
Verfahrenserledigung“, z. B. wenn Verfahren von mehreren
Familienangehörigen zusammengelegt werden, wenn eine Klage nicht weiterverfolgt oder wenn
ein Schutzstatus im Einvernehmen mit dem BAMF erteilt wird. „Sonstige
Verfahrenserledigungen“ erfolgen nicht etwa überwiegend in Fällen mit schlechten
Erfolgsaussichten, wie die wichtigsten betroffenen Herkunftsländer zeigen:
Afghanistan, Syrien und der Irak. Auch wenn ein Gericht entscheidet, dass das
Asylverfahren in Deutschland durchgeführt werden muss, gilt dies als „sonstige
Erledigung“ (vgl. die Antwort zu Frage 26 auf Bundestagsdrucksache
19/4961), obwohl den klagenden Asylsuchenden in diesen Fällen Recht
gegeben wurde. Die Bundesregierung räumte auf Nachfrage ein (vgl. Antwort zu
Frage 18 auf Bundestagsdrucksache 19/22023), dass „sonstige
Verfahrenserledigungen“ der Gerichte keine Aussage zur Schutzbedürftigkeit der Betroffenen
beinhalten und nicht als Bestätigung der Entscheidungen des BAMF gewertet
werden können.
Werden diese formellen Erledigungen außer Betracht gelassen und nur
inhaltliche Entscheidungen der Gerichte betrachtet, ergibt sich nach Berechnung der
Fragestellenden eine bereinigte Erfolgsquote von Asylsuchenden im
Klageverfahren im Jahr 2022 in Höhe von 37 Prozent. Im Jahr 2020 lag der Wert bei
31,2 Prozent, das BAMF gab demgegenüber eine Aufhebungsquote in Höhe
Deutscher Bundestag Drucksache 20/11493
20. Wahlperiode 22.05.2024
von nur 16,6 Prozent an (Gerichtsstatistik 2020, www.bamf.de), weil sonstige
Erledigungen wie eine Bestätigung der Bescheide gezählt wurden. Bei
afghanischen Geflüchteten lag die bereinigte Erfolgsquote im Klageverfahren 2022
sogar bei 94,8 Prozent, d. h. fast alle überprüften BAMF-Bescheide erwiesen
sich als rechtswidrig. Hohe Aufhebungsquoten gab es auch in Bezug auf
Schutzsuchende aus dem Iran (42,7 Prozent) und Somalia (61,5 Prozent).
Hinzu kommen Korrekturen durch das BAMF, die oft auf Anregung der Gerichte
erfolgen oder auf geänderten Lageeinschätzungen beruhen. In absoluten Zahlen
heißt das: 40 534 vom BAMF zunächst abgelehnte Asylsuchende erhielten im
Jahr 2022 doch noch einen Schutzstatus, 18 083 durch Entscheidungen der
Gerichte, 7 768 durch Abhilfeentscheidungen des BAMF, 12 402 im Rahmen von
Folgeanträgen und 2 281 aus „sonstigen Gründen“ (vgl. Antwort zu Frage 21e
auf Bundestagsdrucksache 20/8222) – zum Vergleich: 61 778 Ablehnungen
hatte das BAMF im Jahr 2023 ausgesprochen.
Die Spannbreite der bereinigten Schutzquoten unterschiedlicher Außenstellen
des BAMF in Bezug auf einzelne Herkunftsländer ist groß: Bei irakischen
Schutzsuchenden beispielsweise lag sie im Jahr 2022, je nach Standort,
zwischen 2,3 und 71 Prozent, bei iranischen zwischen 24,5 und 79,2 Prozent, bei
türkischen zwischen 5 und 90 Prozent und bei Asylsuchenden aus der
russischen Föderation zwischen 3,7 und 60 Prozent. Das Forschungszentrum des
BAMF nannte u. a. folgende Erklärungen für eine abweichende
Entscheidungspraxis innerhalb des BAMF: ein besonderes „Mikroklima“ in der jeweiligen
Organisationseinheit, die Zusammensetzung des Personals und lokale
Auslegungen von Leitsätzen. Das wurde von der Bundesregierung zunächst als
„hypothetisch“ bewertet (Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 19/6786), auf Nachfrage (Antwort zu Frage 5 auf
Bundestagsdrucksache 19/18498) hieß es dann, dass
Qualitätssicherungsmaßnahmen und Schutzquotenüberprüfungen „den hypothetischen lokalen
(Fehl-)Entwicklungen entgegenwirken bzw. diese verhindern sollen“.
Viele Anerkennungen erfolgen im Rahmen des Familienschutzes, d. h. es geht
um Angehörige von in Deutschland bereits anerkannten Flüchtlingen, hierunter
auch Personen, die im Wege des Familiennachzugs legal eingereist sind
(Antwort zu Frage 2b auf Bundestagsdrucksache 19/13945). Beim Schutz nach der
Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) lag der Anteil des Familienschutzes im
Jahr 2022 bei 67 Prozent (2021: 82,9 Prozent, 2019: 80,6 Prozent, 2017:
24,5 Prozent, 2015: 2,2 Prozent). Werden diese Anerkennungen für
Familienangehörige außer Betracht gelassen, zeigt sich, dass z. B. syrischen
Asylsuchenden im Jahr 2015 zu 99,7 Prozent vom BAMF ein Schutz nach der GFK
zugesprochen wurde, im ersten Halbjahr 2020 aber nur noch zu knapp 5
Prozent (vgl. Valentin Feneberg und Sebastian Pukrop: „Zur Asyl- und
Gerichtsstatistik des BAMF“, in: ASYLMAGAZIN 10-11/2020, Seite 356). Die
meisten GFK-Status werden also an Familienangehörige infolge einer früheren
Spruchpraxis des BAMF erteilt, die aktuelle Entscheidungspraxis ist hingegen
restriktiver, häufiger wird z. B. nur subsidiärer Schutz gewährt.
Bei vielen Asylsuchenden in Deutschland handelt es sich um Kinder und
Jugendliche: Im Jahr 2022 lag der Anteil der unter 18-jährigen Asylsuchenden
bei 37,3 Prozent (2021: 49,4 Prozent), 3,3 Prozent aller Asylsuchenden waren
unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. 24 791 Asylanträge (11,4 Prozent aller
Anträge; 2021: 17,5 Prozent, 2020: 25,9 Prozent) wurden für in Deutschland
geborene Kinder von Geflüchteten (Asylsuchenden, anerkannten Flüchtlingen,
Personen mit humanitärer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Absatz 5 des
Aufenthaltsgesetzes (AufenthG)) gestellt. Das Bundesministerium des Innern und für
Heimat (BMI) benennt vor diesem Hintergrund seit Januar 2020 die Zahl der
„grenzüberschreitenden Asylerstanträge“, bei der Anträge für hier geborene
Kinder nicht berücksichtigt werden (www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitt
eilungen/DE/2020/01/asylzahlen-jahr-2019.html).
Wir fragen die Bundesregierung:
1. a) Wie hoch war die Gesamtschutzquote (Anerkennungen nach Artikel
16a des Grundgesetzes (GG), nach § 60 Absatz 1 AufenthG) in
Anwendung der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK), subsidiärer Schutz
und Abschiebungshindernisse) in der Entscheidungspraxis des BAMF
im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 (bitte jeweils in absoluten
und relativen Zahlen angeben und für die 15 wichtigsten
Herkunftsländer gesondert darstellen, bitte für jedes dieser Länder in relativen
Zahlen angeben, wie viele Asylsuchende Schutz nach Artikel 16a GG,
nach § 60 Absatz 1 AufenthG in Anwendung der GFK, einen
subsidiären Schutzstatus bzw. nationalen Abschiebungsschutz zugesprochen
bekommen haben, bitte in einer weiteren Tabelle nach Art der
Anerkennung differenzieren: Asylberechtigung (darunter Familienasyl),
internationaler Flüchtlingsschutz (darunter Familienschutz),
subsidiärer Schutz (darunter Familienschutz), nationale Abschiebungsverbote
– bitte jeweils so differenziert wie möglich darstellen und in jedem
Fall Angaben zu den Herkunftsländern Algerien, Marokko, Tunesien,
Ukraine, Belarus, Russische Föderation sowie zu allen sicheren
Herkunftsstaaten machen)?
b) Wie hoch war in den genannten Zeiträumen jeweils die „bereinigte
Gesamtschutzquote“, d. h. die Quote der Anerkennungen bezogen auf
tatsächlich inhaltliche und nicht formelle Entscheidungen (bitte wie in
Frage 1a differenzieren), und welche näheren Angaben lassen sich
machen zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen in den
genannten Zeiträumen?
2. a) Wie viele der Anerkennungen nach § 3 Absatz 1 des Asylgesetzes
(AsylG) in Anwendung der GFK im Jahr 2023 bzw. im bisherigen
Jahr 2024 beruhten auf staatlicher, nichtstaatlicher bzw.
geschlechtsspezifischer Verfolgung bzw. waren Familienflüchtlingsschutzstatus
(bitte in absoluten und relativen Zahlen und noch einmal gesondert
nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern angeben)?
b) Wie viele der Anerkennungen in den genannten Zeiträumen waren
Schutzstatus nach § 26 AsylG für Familienangehörige bereits
Anerkannter (bitte jeweils nach dem Bezugsstatus – Asylberechtigung,
Flüchtlingsstatus nach der GFK bzw. subsidiärem Schutz –
differenzieren), und wie viele dieser erteilten Status betrafen in Deutschland
geborene Kinder (bitte nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren)?
c) Wie viele der Asylsuchenden des Jahres 2023 verfügten zum
Zeitpunkt der Asylantragstellung über einen rechtmäßigen Aufenthaltstitel
(welchen?) oder eine Duldung (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Herkunftsstaaten differenzieren), und wie viele Personen verfügten
zuletzt über einen Aufenthaltstitel zur Familienzusammenführung mit
einem Schutzberechtigten (bitte zu beiden Unterfragen auch
Ausführungen dazu machen, bei wie vielen der Betroffenen es um Erst-,
Folge- bzw. Zweitanträge ging)?
d) Wie viele der im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 vom BAMF
zugesprochen Schutzstatus basierten auf Anerkennungen im Rahmen
des Familienschutzes (bitte nach Schutzstatus und den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
3. Welche genaueren Angaben kann die Bundesregierung machen zu den
Rechtsgrundlagen der im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 durch
das BAMF bzw. durch die Gerichte (soweit vorliegend) gewährten
subsidiären Schutzstatus (nach § 4 Absatz 1 Nummer 1, Nummer 2 bzw.
Nummer 3 AsylG, bitte in absoluten und relativen Zahlen darstellen und nach
den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
4. Welche Organisationseinheiten des BAMF (bitte genau bezeichnen)
wurden im Jahr 2023 wegen signifikant negativer oder signifikant positiver
(bitte getrennt darstellen) Abweichungen bei den (bereinigten)
Schutzquoten um Stellungnahme gebeten, und welche Abweichungen in Bezug
auf welche Herkunftsländer waren dies (bitte genauer bezeichnen und in
Tabellenform darstellen wie in der Antwort zu Frage 4 auf
Bundestagsdrucksache 20/5709)?
Welche Erklärungen wurden von den jeweiligen Organisationseinheiten
für die signifikanten Abweichungen gegeben (bitte ausführen), und
inwieweit wurden diese Erklärungen vom BAMF als nachvollziehbar bewertet,
bzw. welche Schlussfolgerungen wurden hieraus gegebenenfalls gezogen
(bitte ausführen)?
5. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die bereinigten
Schutzquoten und absoluten Fallzahlen für die Herkunftsländer Afghanistan,
Irak, Iran, Eritrea, Somalia, Nigeria, Russische Föderation und die Türkei
(hier bitte noch einmal gesondert nach kurdischer bzw. türkischer
Volkszugehörigkeit getrennt auflisten) im Jahr 2023, differenziert nach
Organisationseinheiten im BAMF (bitte nur solche Organisationseinheiten mit
über 50 entsprechenden Entscheidungen auflisten – in jedem Fall aber
auch die Quoten der BAMF-Außenstellen nennen, die für Asyl-
Flughafenverfahren zuständig sind – und nach den Quoten auf- oder
absteigend sortieren; bitte wie in der Antwort zu Frage 5 auf
Bundestagsdrucksache 20/5709 auflisten)?
6. Wie viele Asylanträge von nichtukrainischen Staatsangehörigen, die vor
dem Krieg in der Ukraine geflohen sind, gab es im Jahr 2023 bzw. im
bisherigen Jahr 2024, und wie wurden diese vom BAMF entschieden (bitte
jeweils auch nach den zehn wichtigsten Staatsangehörigkeiten auflisten)?
7. Wie lauten die geschlechtsspezifisch differenzierten Anerkennungszahlen
zu Asylsuchenden aus Afghanistan bzw. aus dem Iran für das Jahr 2023
bzw. das bisherige Jahr 2024 in absoluten und relativen Zahlen (bitte
jeweils auch nach den Formen der Anerkennung bzw. Ablehnung bzw.
sonstige Erledigungen differenzieren)?
8. Entspricht es den internen Leitsätzen im BAMF, eine erlittene bzw.
drohende Folter eines politisch aktiven Kurden in der Türkei als unbeachtlich
einzustufen mit der Begründung, dass „nicht ersichtlich“ sei, „dass diese
Folter aufgrund der Rasse, Religion, Nationalität, politischen
Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe“ erfolgt
sei, sondern „tatsächlich der Terrorbekämpfung“ diene, kann in anderen
Worten das vorgegebene oder vermeintliche Motiv der
„Terrorbekämpfung“ Folter rechtfertigen bzw. zur Ablehnung eines Schutzstatus führen
(Nachfrage zur Antwort der Bundesregierung zu Frage 9a auf
Bundestagsdrucksache 20/8222 – diese Frage lässt sich nach Auffassung der
Fragestellenden in allgemeiner Form beantworten, ohne Auskünfte zu einem
Einzelfall machen zu müssen, bitte ausführen und begründen)?
9. Geht das BAMF davon aus, dass bei Strafverfahren in der Türkei in
Bezug auf Terrorismusvorwürfe oder andere politische Verfahren,
insbesondere gegen kurdische Aktivistinnen und Aktivisten und Gülen-
Anhängende (bitte gegebenenfalls differenzieren), grundsätzlich von
fairen und rechtsstaatlichen Verfahren ausgegangen werden kann oder nicht
(bitte begründet ausführen, Nachfrage zur Antwort der Bundesregierung
zu Frage 9b auf Bundestagsdrucksache 20/8222), und wenn die
Bundesregierung zur Einschätzung der Lage der Rechtsstaatlichkeit in der Türkei
auf die (sehr knappen) Ausführungen im 15. Menschenrechtsbericht der
Bundesregierung verweist (vgl. ebd.), wo es heißt, „Ermittlungs- und
Gerichtsverfahren mit politischem Bezug offenbaren die Grenzen der
Unabhängigkeit der Justiz und wirken einschüchternd auf große Teile der
Zivilgesellschaft“, bedeutet dies, dass in diesen Gerichtsverfahren mit
politischem Bezug nach Auffassung der Bundesregierung in der Türkei nicht
von einer unabhängigen Justiz ausgegangen werden kann, und ist dies
auch die Annahme und Erkenntnislage des BAMF bei der Beurteilung
entsprechender Einzelfälle (bitte ausführen)?
10. Wie viele Asylanträge von Asylsuchenden aus der Türkei hat das BAMF
seit 2021 bis zum letzten verfügbaren Stand als „offensichtlich
unbegründet“ abgelehnt (bitte nach Organisationseinheiten im BAMF
differenzieren; bitte nur solche Organisationseinheiten mit über 50 entsprechenden
Entscheidungen auflisten, bitte zusätzlich nach Jahren aufschlüsseln,
zwischen türkisch- und kurdischstämmigen Antragstellenden unterscheiden
und zum Vergleich auch jeweils die Zahl der einfachen Ablehnungen
nennen)?
11. Wie viele Ablehnungen und wie viele Abschiebungsandrohungen des
BAMF gab es im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 gegenüber
unbegleiteten Minderjährigen (bitte nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren), und in wie vielen Fällen wurde in diesen Zeiträumen
gegenüber unbegleiteten Minderjährigen keine Abschiebungsandrohung
trotz Ablehnung des Asylantrags erlassen, z. B. weil im Herkunftsland
keine geeigneten Aufnahmemöglichkeiten zur Verfügung standen (bitte
ebenfalls nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)?
12. In wie vielen Fällen hat das BAMF im Jahr 2023 bzw. im bisherigen
Jahr 2024 infolge des Urteils des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom
15. Februar 2023 in der Rechtssache C-484/22 von
Abschiebungsandrohungen abgesehen (bitte jeweils nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern, nach Geschlecht, Volljährigkeit bzw. Minderjährigkeit und soweit
möglich nach den Gründen: Kindeswohl, familiäre Bindungen,
Gesundheitszustand, differenzieren), wie viele entsprechende Prüfungen wurden
vom BAMF vorgenommen, wie beurteilt das BAMF die Zusammenarbeit
mit den Ausländerbehörden in diesen Fällen, welcher zeitliche
Mehraufwand ist für das BAMF damit verbunden, und welcher
Gesetzesänderungsbedarf wird seitens des BAMF diesbezüglich gegebenenfalls
gesehen (bitte ausführen)?
13. Wie viele Asylsuchende wurden im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr
2024 registriert (bitte nach Monaten auflisten und der Zahl der gestellten
Asylerstanträge in den jeweiligen Monaten gegenüberstellen), wie groß
war die Zahl der Asylsuchenden, die noch keinen Asylantrag stellen
konnten, zum letzten Stand (bitte auch nach Bundesländern und den zehn
wichtigsten Herkunftsländern auflisten), und gibt es noch relevante
Zeitverzögerungen bei der Asylantragstellung (bitte ausführen)?
14. Zu welchem Anteil und in welcher Zahl verfügten Asylsuchende im
Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 über keine Identitätspapiere
(Reisepässe, Ausweise, sonstiges), mit denen ihre Herkunft bzw. Identität nach
Auffassung des BAMF hinreichend sicher zu klären war (bitte nach den
15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und wie hoch war die
bereinigte Schutzquote im Jahr 2023 bei Asylsuchenden mit bzw. ohne
Identitätspapiere?
15. Wie hoch waren im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 die absolute
Zahl und der Anteil der Asylsuchenden, die aus Ländern ohne
Visumpflicht für die EU einreisen konnten, wie hoch war bei diesen
Asylsuchenden die bereinigte Gesamtschutzquote (bitte jeweils auch nach den 15
wichtigsten Herkunftsländern auflisten), welchen Anteil machten
abgelehnte Asylsuchende aus Ländern ohne Visumpflicht an allen
Ablehnungen des Jahres 2023 aus, und stimmt die Bundesregierung der
Einschätzung der Fragestellenden zu, dass mindestens in diesen Fällen die
Aushändigung einer „Bezahlkarte“ kein „taugliches Mittel“ darstellt, „um
z. B. Geldzahlungen an Schleuser zu unterbinden“, wie es auf
Bundestagsdrucksache 20/11006 zu Nummer 1 auf S. 100 als einzige inhaltliche
Begründung zur Einführung der „Bezahlkarte“ heißt, weil die Betroffenen
keine „Schleuser“ in Anspruch nehmen müssen, sondern visumfrei
einreisen können (bitte ausführen und begründen)?
16. In wie vielen Fällen wurden im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024
mobile Datenträger von Asylsuchenden ausgelesen und ein
Ergebnisprotokoll erstellt (bitte auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern
auflisten)?
a) Zu welchem Anteil verfügten in diesen Zeiträumen Asylsuchende,
deren Identität bzw. Herkunft nach Auffassung des BAMF nicht
hinreichend sicher durch Dokumente geklärt werden konnte, über mobile
Datenträgergeräte, zu welchem Anteil konnten diese technisch
ausgelesen werden, und in wie vielen Fällen erfolgte bislang eine Auslesung
erst nach behördlichen Androhungen oder durch Zwang bzw. gegen
den Willen der Betroffenen (bitte so konkret wie möglich antworten)?
b) In wie vielen der Fälle, in denen eine Datenauslesung in diesen
Zeiträumen erfolgte und ein Ergebnisreport erstellt wurde, wurde dieser
für das Asylverfahren durch die jeweiligen Entscheider angefordert, in
wie vielen dieser Fälle wurde diesem Antrag nach entsprechender
Prüfung durch einen Volljuristen entsprochen bzw. erfolgte eine
Ablehnung (bitte so differenziert wie möglich und in absoluten und relativen
Zahlen antworten)?
c) In wie vielen dieser Fälle, in denen der Ergebnisreport der
Datenauslesung für das Asylverfahren verwandt wurde, hat dieser dazu geführt
oder maßgeblich dazu beigetragen, Angaben der Asylsuchenden zu
ihrer Herkunft bzw. Identität bzw. Staatsangehörigkeit zu widerlegen
bzw. zu bestätigen (bitte ausführen und in absoluten und relativen
Zahlen darstellen)?
d) Welche Erfahrungen oder Probleme gibt es mit der Neuregelung der
Datenauslesung bei Asylsuchenden aus Sicht des BAMF (bitte
darlegen)?
17. Wie viele Asylanträge wurden im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024
nach § 14a Absatz 2 des Asylgesetzes von Amts wegen für hier geborene
(oder eingereiste) Kinder gestellt, wie viele Asylanträge wurden in den
genannten Zeiträumen von Kindern bzw. für Kinder unter 16 Jahren bzw.
von Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren bzw. von unbegleiteten
minderjährigen Flüchtlingen gestellt (bitte jeweils in absoluten Zahlen und in
Prozentzahlen in Relation zur Gesamtzahl der Asylanträge sowie die
Gesamtzahl der Anträge unter 18-Jähriger und sich überschneidende
Teilmengen angeben), und wie hoch waren die jeweiligen (auch bereinigten)
Gesamtschutzquoten für die genannten Gruppen?
18. Wie viele der Asylsuchenden im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024
waren sogenannte Nachgeborene, d. h. hier geborene Kinder von
Asylsuchenden oder Flüchtlingen (bitte in absoluten und relativen Zahlen
angeben und nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
19. Welche Asylentscheidungen ergingen bei unbegleiteten Minderjährigen
im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 (bitte nach verschiedenen
Schutzstatus, Ablehnung, Ablehnung als offensichtlich unbegründet,
Dublin-Entscheidung, sonstige Verfahrenserledigung und wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
20. Wie viele unbegleitete Minderjährige wurden im Jahr 2023 bzw. im
bisherigen Jahr 2024 an welchen Grenzen durch die Bundespolizei
aufgegriffen, wie viele von ihnen wurden an die Jugendämter übergeben, wie viele
von ihnen wurden zurückgewiesen oder zurückgeschoben (bitte nach den
fünf wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
21. Wie viele Asylanträge wurden im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024
als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt (bitte Angaben differenziert
nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern machen und zudem jeweils in
Relation zur Gesamtzahl der Ablehnungen setzen)?
22. Wie viele sogenannte Flughafenverfahren wurden im Jahr 2023 bzw. im
bisherigen Jahr 2024 an welchen Flughafenstandorten mit welchem
Ergebnis durchgeführt (bitte auch Angaben zum Anteil der Minderjährigen,
der unbegleiteten Minderjährigen und den zehn wichtigsten
Herkunftsländern machen), und in wie vielen Fällen wurden Rechtsmittel gegen eine
Ablehnung als offensichtlich unbegründet eingelegt, und was waren die
Ergebnisse der gerichtlichen Überprüfung (bitte nach wichtigsten
Herkunftsländern aufschlüsseln)?
23. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die statistischen Daten zu
Rechtsmitteln und Gerichtsentscheidungen im Bereich Asyl für das
Gesamtjahr 2023 bzw. für das bisherige Jahr 2024 (bitte jeweils in der
Differenzierung wie in der Antwort zu Frage 13 auf Bundestagsdrucksache
20/432 darstellen: Asylverfahren, Widerrufsverfahren, Eilanträge in
Dublin-Verfahren, Verfahrensdauern, auch zu Verfahren des einstweiligen
Rechtsschutzes bzw. nach § 80 Absatz 5 der Verwaltungsgerichtsordnung;
neben der Differenzierung nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern bitte
in jedem Fall auch Angaben zu den sicheren Herkunftsstaaten sowie zu
Marokko, Tunesien, Algerien, Belarus, Ukraine, Russische Föderation
und Türkei machen – aus Gründen der Übersichtlichkeit und wegen
geringer Fallzahlen in den weiteren Instanzen sind Angaben zur ersten Instanz
ausreichend)?
a) Wie viele Rechtsmittel sind derzeit nach Kenntnis der
Bundesregierung anhängig in Verfahren, in denen subsidiär Schutzberechtigte oder
Personen mit nationalem Abschiebungsschutz (bitte differenzieren)
auf einen Flüchtlingsstatus klagen (bitte auch nach den zehn
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und wie viele dieser Verfahren
wurden im Jahr 2023 mit welchem Ergebnis entschieden (bitte nach
Bundesländern und den zehn wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren; Angaben zur ersten Instanz sind ausreichend)?
b) Gegen wie viele der Asylbescheide des BAMF wurden im Jahr 2023
bzw. im bisherigen Jahr 2024 Rechtsmittel eingelegt (bitte in
absoluten und relativen Zahlen angeben und Klagequoten in Bezug auf die
Gesamtzahl der Bescheide und in Bezug auf ablehnende Bescheide
gesondert ausweisen; bitte jeweils nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern und zusätzlich nach den zu sicher erklärten Herkunftsländern
differenzieren, zusätzlich nach der Art der Ablehnung: unbegründet,
offensichtlich unbegründet, unzulässig, differenzieren), und wie
lautete die Klagequote in Bezug auf alle ablehnenden Bescheide des
BAMF für das Jahr 2023 bzw. das bisherige Jahr 2024?
c) Wie ist die aktuelle Zahl der anhängigen Gerichtsverfahren im Bereich
Asyl, differenziert nach (Bundes-, Ober-)Verwaltungsgerichten?
d) In wie vielen Fällen erhielten zunächst abgelehnte Asylsuchende im
Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 doch noch einen Schutzstatus,
und in wie vielen Fällen basierte dies auf einer Gerichtsentscheidung,
auf einer Abhilfeentscheidung bzw. geschah dies infolge eines
Folgeantrags oder aus sonstigem Grunde (bitte differenzieren und zudem
nach den 15 wichtigsten Staatsangehörigkeiten auflisten)?
e) Wie viele gerichtliche Entscheidungen im Eilverfahren gab es im
Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 zu Asylsuchenden, denen
bereits in einem anderen Mitgliedstaat Schutz gewährt worden war, und
mit welchem Ergebnis (bitte nach den zehn wichtigsten
Herkunftsstaaten auflisten)?
f) Wie hoch waren die Kosten, die dem Bundesamt für Migration und
Flüchtlinge (BAMF) im Jahr 2023 aufgrund verlorener Asyl-
Gerichtsverfahren entstanden sind (bitte Gesamtkosten nennen und
zudem nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern aufschlüsseln)?
g) Welche Verwaltungsgerichte (VG) wiesen im Jahr 2023 bei
Asylklagen Aufhebungsquoten (erfolgreiche Klagen Asylsuchender gegen das
BAMF) auf, die weniger als halb so hoch waren wie im
Bundesdurchschnitt (bitte zu den Herkunftsstaaten Afghanistan, Äthiopien, Irak,
Iran, Nigeria, Pakistan, Russische Föderation, Somalia und Türkei
jeweils alle Verwaltungsgerichte auflisten, die dieses Kriterium erfüllen,
soweit mehr als zehn Entscheidungen zum jeweiligen Herkunftsland
getroffen wurden, in jedem Fall jedoch alle Entscheidungen des VG
Gera berücksichtigen, und entsprechende absolute und relative
Zahlenangaben zu den Verfahrensausgängen machen)?
h) Wie waren die Entscheidungen der Verwaltungsgerichte und die
jeweiligen Aufhebungsquoten bei Asylklagen in Bezug auf die
Herkunftsstaaten Afghanistan, Äthiopien, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan,
Russische Föderation, Somalia und Türkei im Jahr 2023 (bitte nach
Bundesländern differenzieren)?
24. Wie viele Asylanhörungen gab es im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr
2024 (bitte nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
25. Wie viele Amtshilfeersuchen in Form von Anfragen in Asyl- und
Rückführungsangelegenheiten hat das BAMF im Jahr 2023 an das Auswärtige
Amt gestellt (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern
aufschlüsseln), und wie ist der Rückgang solcher Anfragen von 1 119 Jahr 2019 auf
151 im Jahr 2022 zu erklären (vgl. die Antwort zu Frage 23 auf
Bundestagsdrucksache 20/8222)?
26. Wie viele Erst- und Folgeanträge (bitte differenzieren) wurden von
Asylsuchenden aus Serbien, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Albanien und
Bosnien-Herzegowina im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 gestellt
(bitte jeweils auch den prozentualen Anteil der Roma-Angehörigen
nennen), und wie wurden diese Asylanträge jeweils mit welchem Ergebnis
beschieden?
27. Welche aktuellen Informationen gibt es zur Personalsituation,
Personalentwicklung und Personalplanung im BAMF (bitte auch spezifische
Angaben zu den Bereichen Asylprüfung, Widerrufsprüfung, Dublin-
Verfahren, Qualitätssicherung und Prozessvertretung machen; bitte wie in
der Antwort zu Frage 20 auf Bundestagsdrucksache 20/5709 angeben),
und welche genaueren Angaben können zum Personaleinsatz durch
Leiharbeitskräfte innerhalb des BAMF gemacht werden (bitte so differenziert
wie möglich ausführen)?
28. Wie viele Einreise- und Aufenthaltsverbote hat das BAMF im Jahr 2023
bzw. im bisherigen Jahr 2024 gegenüber abgelehnten Asylsuchenden mit
welcher Begründung erlassen (bitte nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren), und in wie vielen Fällen wurde in diesen
Zeiträumen ein Schutzstatus an Asylsuchende mit einem Wiedereinreiseverbot
erteilt (bitte nach Status und wichtigsten Herkunftsstaaten differenzieren)?
29. In wie vielen Fällen wurde das BAMF im Jahr 2023 bzw. im bisherigen
Jahr 2024 bei der Prüfung zielstaatsbezogener Abschiebungshindernisse
nach § 72 Absatz 2 AufenthG im Auftrag der Ausländerbehörden welcher
Bundesländer mit welchem Ergebnis beteiligt (bitte auch nach den zehn
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
30. Welche Angaben für das Jahr 2023 bzw. das bisherige Jahr 2024 lassen
sich machen zu überprüften (vor allem: Ausweis-)Dokumenten und zum
Anteil ge- oder verfälschter Dokumente Asylsuchender (bitte zum
Vergleich auch die Anzahl der „beanstandeten“ Dokumente angeben und
nach den zehn wichtigsten Hauptherkunftsländern differenzieren)?
31. Wie ist der aktuelle Stand des Aufbaus einer bundesweiten
behördenunabhängigen Asylverfahrensberatung, an welchen BAMF-Standorten gibt es
eine solche Beratung inzwischen (durch welche Träger), bzw. an welchen
Standorten gibt es keine behördenunabhängige Beratung, und inwieweit
gibt es ein besonderes Beratungsangebot für queere und vulnerable
Schutzsuchende (bitte ausführen und auflisten), und wie bewertet das
BAMF den Ausbau des unabhängigen Beratungsnetzwerks und die
Zusammenarbeit und den Austausch mit den behördenunabhängigen
Beratungsstellen, und wann ist nach Einschätzung des BAMF mit einem
flächendeckenden behördenunabhängigen Beratungsangebot zu rechnen
(bitte ausführen)?
32. In welcher Höhe haben der Bund bzw. das BAMF bislang gegebenenfalls
Mietzahlungen an den Konzern Serco getätigt, vor dem Hintergrund, dass
dieser im Dezember 2023 die Firma European Homecare mit Sitz in Essen
aufgekauft hat, die nach eigenen Angaben über 120 Einrichtungen für die
Unterbringung von Geflüchteten in elf Bundesländern betreibt, und
inwieweit zahlt das BAMF Miete für die von ihm genutzten Räumlichkeiten in
Aufnahmeeinrichtungen an die jeweiligen Betreiber (www.morgenpos
t.de/wirtschaft/article241693976/Ruestungskonzern-Serco-uebernimmt-12
0-Fluechtlingsunterkuenfte.html, bitte nach den einzelnen Einrichtungen
aufschlüsseln)?
33. Welche Mittel in welcher Höhe wurden an wie viele Asylsuchende oder
abgelehnte Asylsuchende (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Zielländern differenzieren) nach dem „StarthilfePlus“-Programm im Jahr 2023
ausgezahlt?
Berlin, den 16. Mai 2024
Heidi Reichinnek, Sören Pellmann und Gruppe
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
BT20/1222808.07.2024
auf die Kleine Anfrage - Drucksache 20/11493 - Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das Jahr 2023 und aktuelle Daten
AntwortAntwort
Volltext (unformatiert)
Deutscher Bundestag Drucksache 20/12228
20. Wahlperiode 08.07.2024
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger, Dr. André Hahn, Gökay
Akbulut, weiterer Abgeordneter und der Gruppe Die Linke
– Drucksache 20/11493 –
Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das Jahr 2023 und aktuelle Daten
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Die von der Linken regelmäßig erfragten ergänzenden Informationen zur
Asylstatistik des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
beleuchten ausgewählte Aspekte, die sonst kaum Beachtung finden. So ist wenig
bekannt, dass die Anerkennungsquote bei inhaltlichen Asylentscheidungen
weitaus höher liegt, als die offiziellen Zahlen vermuten lassen. Die sogenannte
bereinigte Schutzquote, bei der formelle Entscheidungen des BAMF, die keine
inhaltliche Bewertung des Schutzgesuchs enthalten, unberücksichtigt bleiben,
lag im Jahr 2022 auf einem Rekord-Hoch bei 72,3 Prozent gegenüber der vom
BAMF und der Bundesregierung verwandten (unbereinigten) Schutzquote in
Höhe von 56,2 Prozent (vgl. hierzu und zum Folgenden, soweit nicht anders
angegeben, die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf
Bundestagsdrucksache 20/5709).
Zu den Anerkennungen durch das BAMF kommen Anerkennungen durch die
Gerichte nach einer zunächst negativen Entscheidung im Asylverfahren hinzu,
gegen 88,1 Prozent aller („einfach“) ablehnenden BAMF-Bescheide wurde im
Jahr 2022 geklagt. Mehr als die Hälfte der Klagen enden mit einer „sonstigen
Verfahrenserledigung“, z. B. wenn Verfahren von mehreren
Familienangehörigen zusammengelegt werden, wenn eine Klage nicht weiterverfolgt oder wenn
ein Schutzstatus im Einvernehmen mit dem BAMF erteilt wird. „Sonstige
Verfahrenserledigungen“ erfolgen nicht etwa überwiegend in Fällen mit
schlechten Erfolgsaussichten, wie die wichtigsten betroffenen Herkunftsländer
zeigen: Afghanistan, Syrien und der Irak. Auch wenn ein Gericht entscheidet,
dass das Asylverfahren in Deutschland durchgeführt werden muss, gilt dies als
„sonstige Erledigung“ (vgl. die Antwort zu Frage 26 auf
Bundestagsdrucksache 19/4961), obwohl den klagenden Asylsuchenden in diesen Fällen Recht
gegeben wurde. Die Bundesregierung räumte auf Nachfrage ein (vgl. Antwort
zu Frage 18 auf Bundestagsdrucksache 19/22023), dass „sonstige
Verfahrenserledigungen“ der Gerichte keine Aussage zur Schutzbedürftigkeit der
Betroffenen beinhalten und nicht als Bestätigung der Entscheidungen des BAMF
gewertet werden können.
Werden diese formellen Erledigungen außer Betracht gelassen und nur
inhaltliche Entscheidungen der Gerichte betrachtet, ergibt sich nach Berechnung der
Fragestellenden eine bereinigte Erfolgsquote von Asylsuchenden im Klage-
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern und für Heimat
vom 5. Juli 2024 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
verfahren im Jahr 2022 in Höhe von 37 Prozent. Im Jahr 2020 lag der Wert bei
31,2 Prozent, das BAMF gab demgegenüber eine Aufhebungsquote in Höhe
von nur 16,6 Prozent an (Gerichtsstatistik 2020, www.bamf.de), weil sonstige
Erledigungen wie eine Bestätigung der Bescheide gezählt wurden. Bei
afghanischen Geflüchteten lag die bereinigte Erfolgsquote im Klageverfahren 2022
sogar bei 94,8 Prozent, d. h. fast alle überprüften BAMF-Bescheide erwiesen
sich als rechtswidrig. Hohe Aufhebungsquoten gab es auch in Bezug auf
Schutzsuchende aus dem Iran (42,7 Prozent) und Somalia (61,5 Prozent).
Hinzu kommen Korrekturen durch das BAMF, die oft auf Anregung der Gerichte
erfolgen oder auf geänderten Lageeinschätzungen beruhen. In absoluten
Zahlen heißt das: 40 534 vom BAMF zunächst abgelehnte Asylsuchende erhielten
im Jahr 2022 doch noch einen Schutzstatus, 18 083 durch Entscheidungen der
Gerichte, 7 768 durch Abhilfeentscheidungen des BAMF, 12 402 im Rahmen
von Folgeanträgen und 2 281 aus „sonstigen Gründen“ (vgl. Antwort zu Frage
21e auf Bundestagsdrucksache 20/8222) – zum Vergleich: 61 778
Ablehnungen hatte das BAMF im Jahr 2023 ausgesprochen.
Die Spannbreite der bereinigten Schutzquoten unterschiedlicher Außenstellen
des BAMF in Bezug auf einzelne Herkunftsländer ist groß: Bei irakischen
Schutzsuchenden beispielsweise lag sie im Jahr 2022, je nach Standort,
zwischen 2,3 und 71 Prozent, bei iranischen zwischen 24,5 und 79,2 Prozent, bei
türkischen zwischen 5 und 90 Prozent und bei Asylsuchenden aus der
russischen Föderation zwischen 3,7 und 60 Prozent. Das Forschungszentrum des
BAMF nannte u. a. folgende Erklärungen für eine abweichende
Entscheidungspraxis innerhalb des BAMF: ein besonderes „Mikroklima“ in der
jeweiligen Organisationseinheit, die Zusammensetzung des Personals und lokale
Auslegungen von Leitsätzen. Das wurde von der Bundesregierung zunächst
als „hypothetisch“ bewertet (Antwort der Bundesregierung auf die Kleine
Anfrage auf Bundestagsdrucksache 19/6786), auf Nachfrage (Antwort zu Frage 5
auf Bundestagsdrucksache 19/18498) hieß es dann, dass
Qualitätssicherungsmaßnahmen und Schutzquotenüberprüfungen „den hypothetischen lokalen
(Fehl-)Entwicklungen entgegenwirken bzw. diese verhindern sollen“.
Viele Anerkennungen erfolgen im Rahmen des Familienschutzes, d. h. es geht
um Angehörige von in Deutschland bereits anerkannten Flüchtlingen,
hierunter auch Personen, die im Wege des Familiennachzugs legal eingereist sind
(Antwort zu Frage 2b auf Bundestagsdrucksache 19/13945). Beim Schutz
nach der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) lag der Anteil des
Familienschutzes im Jahr 2022 bei 67 Prozent (2021: 82,9 Prozent, 2019: 80,6 Prozent,
2017: 24,5 Prozent, 2015: 2,2 Prozent). Werden diese Anerkennungen für
Familienangehörige außer Betracht gelassen, zeigt sich, dass z. B. syrischen
Asylsuchenden im Jahr 2015 zu 99,7 Prozent vom BAMF ein Schutz nach der
GFK zugesprochen wurde, im ersten Halbjahr 2020 aber nur noch zu knapp
5 Prozent (vgl. Valentin Feneberg und Sebastian Pukrop: „Zur Asyl- und
Gerichtsstatistik des BAMF“, in: ASYLMAGAZIN 10-11/2020, Seite 356). Die
meisten GFK-Status werden also an Familienangehörige infolge einer
früheren Spruchpraxis des BAMF erteilt, die aktuelle Entscheidungspraxis ist
hingegen restriktiver, häufiger wird z. B. nur subsidiärer Schutz gewährt.
Bei vielen Asylsuchenden in Deutschland handelt es sich um Kinder und
Jugendliche: Im Jahr 2022 lag der Anteil der unter 18-jährigen Asylsuchenden
bei 37,3 Prozent (2021: 49,4 Prozent), 3,3 Prozent aller Asylsuchenden waren
unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. 24 791 Asylanträge (11,4 Prozent aller
Anträge; 2021: 17,5 Prozent, 2020: 25,9 Prozent) wurden für in Deutschland
geborene Kinder von Geflüchteten (Asylsuchenden, anerkannten Flüchtlingen,
Personen mit humanitärer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Absatz 5 des
Aufenthaltsgesetzes (AufenthG)) gestellt. Das Bundesministerium des Innern und
für Heimat (BMI) benennt vor diesem Hintergrund seit Januar 2020 die Zahl
der „grenzüberschreitenden Asylerstanträge“, bei der Anträge für hier
geborene Kinder nicht berücksichtigt werden (www.bmi.bund.de/SharedDocs/presse
mitteilungen/DE/2020/01/asylzahlen-jahr-2019.html).
V o r b e m e r k u n g d e r B u n d e s r e g i e r u n g
Der Bundesregierung war eine vollumfängliche Beantwortung der Kleinen
Anfrage innerhalb der gesetzten Frist nicht möglich. Um eine umfassende
Beantwortung sicherzustellen, hatte die Bundesregierung um eine Fristverlängerung
von sechs Wochen gebeten. Diese wurde nicht gewährt. Die Beantwortung
dieser Kleinen Anfrage erfordert einen besonders hohen Auswertungs-, Arbeits-
und Koordinierungsaufwand. Zudem ging zeitgleich eine weitere umfangreiche
Kleine Anfrage der Gruppe Die Linke ein (Bundesdrucksache 20/11504), die
ebenfalls einen hohen Auswertungs-, Arbeits- und Koordinierungsaufwand
erforderte und auf dieselben technischen und personellen Ressourcen beim
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zugriff. Der Bundesregierung
wurde für die Beantwortung der hiesigen Anfrage eine Fristverlängerung von
vier Wochen eingeräumt.
Der Umfang der Informationsbeschaffungs- und Recherchepflicht der
Bundesregierung ist auf das innerhalb der Frist mit zumutbarem Aufwand tatsächlich
Leistbare beschränkt.
Die Bundesregierung hat die technischen und personellen Ressourcen im
Rahmen des Zumutbaren ausgeschöpft, um gleichwohl auch innerhalb der engen
Frist die Fragen mit der notwendigen Sorgfalt so weit wie möglich zu
beantworten. Eine weitergehende Beantwortung hätte die ordnungsgemäße
Aufgabenerledigung der betroffenen Organisationseinheiten erheblich beeinträchtigt.
1. a) Wie hoch war die Gesamtschutzquote (Anerkennungen nach Artikel
16a des Grundgesetzes (GG), nach § 60 Absatz 1 AufenthG) in
Anwendung der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK), subsidiärer
Schutz und Abschiebungshindernisse) in der Entscheidungspraxis
des BAMF im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 (bitte jeweils
in absoluten und relativen Zahlen angeben und für die 15 wichtigsten
Herkunftsländer gesondert darstellen, bitte für jedes dieser Länder in
relativen Zahlen angeben, wie viele Asylsuchende Schutz nach
Artikel 16a GG, nach § 60 Absatz 1 AufenthG in Anwendung der GFK,
einen subsidiären Schutzstatus bzw. nationalen Abschiebungsschutz
zugesprochen bekommen haben, bitte in einer weiteren Tabelle nach
Art der Anerkennung differenzieren: Asylberechtigung (darunter
Familienasyl), internationaler Flüchtlingsschutz (darunter
Familienschutz), subsidiärer Schutz (darunter Familienschutz), nationale
Abschiebungsverbote – bitte jeweils so differenziert wie möglich
darstellen und in jedem Fall Angaben zu den Herkunftsländern
Algerien, Marokko, Tunesien, Ukraine, Belarus, Russische Föderation
sowie zu allen sicheren Herkunftsstaaten machen)?
b) Wie hoch war in den genannten Zeiträumen jeweils die „bereinigte
Gesamtschutzquote“, d. h. die Quote der Anerkennungen bezogen
auf tatsächlich inhaltliche und nicht formelle Entscheidungen (bitte
wie in Frage 1a differenzieren), und welche näheren Angaben lassen
sich machen zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen in
den genannten Zeiträumen?
Die Fragen 1a und 1b werden gemeinsam beantwortet.
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass durch Heranziehen der erfragten
sogenannten bereinigten Gesamtschutzquote (Quote zu Frage 1b) etwaige
Bleibeperspektiven von Staatsangehörigen der im Folgenden genannten Staaten nicht
hergeleitet oder begründet werden können, da die formellen Ablehnungen von
Asylanträgen bei einer derartigen Quotenberechnung nicht berücksichtigt
werden.
Formelle Ablehnungen führen ebenso wie materiell entschiedene
Asylablehnungen im Regelfall zu einer Ausreisepflicht. Maßgeblich für die Feststellung
einer etwaigen Bleibeperspektive ist daher die umfassende Gesamtschutzquote,
die alle ablehnenden Asylentscheidungen berücksichtigt.
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Gesamtjahr 2023 Quote zu Frage 1b
absolut Anteil Anteil
Asylberechtigung 1.824 0,7 % 0,9 %
darunter Familienschutz 598 0,2 % 0,3 %
Flüchtlingsschutz (§ 3 I AsylG) 40.701 15,6 % 20,7 %
darunter Familienschutz 23.825 9,1 % 12,1 %
subsidiärer Schutz nach
§ 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 AsylG 76 0,0 % 0,0 %
§ 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 AsylG 63.445 24,3 % 32,2 %
§ 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 3 AsylG 493 0,2 % 0,3 %
§ 4 Absatz 1 AsylG Familienschutz 7.276 2,8 % 3,7 %
Summe subsidiärer Schutz 71.290 27,3 % 36,2 %
Abschiebungsverbot nach
§ 60 Absatz 5 AufenthG 21.235 8,1 % 10,8 %
§ 60 Absatz 7 AufenthG 227 0,1 % 0,1 %
Summe Abschiebungsverbot 21.462 8,2 % 10,9 %
Gesamtschutz 135.277 51,7 % 68,6 %
01.01.–30.04.2024 Quote zu Frage 1b
absolut Anteil Anteil
Asylberechtigung 591 0,5 % 0,7 %
darunter Familienschutz 169 0,2 % 0,2 %
Flüchtlingsschutz (§ 3 I AsylG) 13.165 12,2 % 16,7 %
darunter Familienschutz 7.152 6,6 % 9,1 %
subsidiärer Schutz nach
§ 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 1 AsylG 14 0,0 % 0,0 %
§ 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 AsylG 26.911 25,0 % 34,1 %
§ 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 3 AsylG 172 0,2 % 0,2 %
§ 4 Absatz 1 AsylG Familienschutz 2.425 2,3 % 3,1 %
Summe subsidiärer Schutz 29.522 27,4 % 37,4 %
Abschiebungsverbot nach
§ 60 Absatz 5 AufenthG 6.740 6,3 % 8,5 %
§ 60 Absatz 7 AufenthG 107 0,1 % 0,1 %
Summe Abschiebungsverbot 6.847 6,4 % 8,7 %
Gesamtschutz 50.125 46,6 % 63,5 %
Nähere Angaben zu den Gründen sonstiger Verfahrenserledigungen für die
genannten Zeiträume können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Gesamtjahr 2023 Entscheidungskategorie
Abschiebung vor Entscheidung 4
Antrag nicht weiter bearbeitet 7
Einstellung wg. § 33 Absatz 1 u. 2, § 32a Absatz 2 AsylG 6.963
nicht erforderlich, Dublin 203
sonstige Einstellung 4.835
unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nummer 1 AsylG) 32.091
unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nummer 2 AsylG) 5.800
unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nummer 3 AsylG) 18
unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nummer 4 AsylG) 6
unzulässig (kein Zweitverf. § 29 Absatz 1 Nummer 5 AsylG) 1.819
unzulässig (kein Folgeverf. § 29 Absatz 1 Nummer 5 AsylG) 12.800
01.01.–30.04.2024 Entscheidungskategorie
Abschiebung vor Entscheidung -
Antrag nicht weiter bearbeitet -
Einstellung wg. § 33 Absatz 1 u. 2, § 32a Absatz 2 AsylG 3.943
nicht erforderlich, Dublin 91
sonstige Einstellung 2.357
unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nummer 1 AsylG) 14.764
unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nummer 2 AsylG) 1.578
unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nummer 3 AsylG) 11
unzulässig (§ 29 Absatz 1 Nummer 4 AsylG) 3
unzulässig (kein Zweitverf. § 29 Absatz 1 Nummer 5 AsylG) 726
unzulässig (kein Folgeverf. § 29 Absatz 1 Nummer 5 AsylG) 5.115
2. a) Wie viele der Anerkennungen nach § 3 Absatz 1 des Asylgesetzes
(AsylG) in Anwendung der GFK im Jahr 2023 bzw. im bisherigen
Jahr 2024 beruhten auf staatlicher, nichtstaatlicher bzw.
geschlechtsspezifischer Verfolgung bzw. waren Familienflüchtlingsschutzstatus
(bitte in absoluten und relativen Zahlen und noch einmal gesondert
nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern angeben)?
Angaben zu Entscheidungen aufgrund staatlicher, nichtstaatlicher bzw.
geschlechtsspezifischer Verfolgung werden nur für Entscheidungen nach § 3
Absatz 1 des Asylgesetzes (AsylG) erfasst und können den nachfolgenden
Tabellen entnommen werden.
Gesamtjahr 2023 Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 Absatz 1 AsylG
Familienflüchtlingsschutz
nach § 26
Absatz 5 AsylG
staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung
davon
geschlechtsspez.
Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
Herkunftsländer
gesamt
40.701 23.825 11.527 3.705 4.175 2.351
darunter:
Syrien 10.494 9.487 852 132 48 19
Türkei 2.642 984 1.561 208 63 58
Afghanistan 15.731 5.786 7.000 2.682 2.442 1.000
Irak 2.130 1.845 61 30 200 121
Iran 1.696 570 1.024 257 38 24
Georgien 8 1 7 3 0 0
Russische
Föderation
259 95 148 84 13 10
Somalia 1.749 857 47 42 755 704
Eritrea 2.524 2.497 11 3 8 8
ungeklärt 1.580 788 364 48 153 19
Venezuela 26 2 11 2 10 7
Guinea 300 150 20 20 117 117
Kolumbien 2 2 0 0 0 0
Nordmazedonien 1 0 1 0 0 0
Pakistan 189 107 40 14 41 25
01.01.–30.04.2024 Gewährung von Flüchtlingsschutz nach § 3 Absatz 1 AsylG
Familienflüchtlingsschutz
nach § 26
Absatz 5 AsylG
staatliche Verfolgung nichtstaatliche Verfolgung
davon
geschlechtsspez.
Verfolgung
davon
geschlechtsspez. Verfolgung
Herkunftsländer
gesamt
13.165 7.152 4.223 1.406 1.284 756
darunter:
Syrien 2.705 2.400 230 59 31 19
Afghanistan 5.676 2.265 2.510 1.012 723 320
Türkei 1.082 302 707 99 39 33
Irak 572 484 18 8 61 40
Somalia 476 253 16 15 184 172
Iran 601 194 360 78 20 18
ungeklärt 587 195 182 25 69 17
Russische
Föderation
70 18 38 16 9 8
Kolumbien - - - - - -
Venezuela 14 2 10 5 2 1
Guinea 64 30 2 2 27 27
Eritrea 778 769 3 - - -
Georgien - - - - - -
Tunesien 19 2 8 7 7 7
Nigeria 38 14 10 10 13 12
b) Wie viele der Anerkennungen in den genannten Zeiträumen waren
Schutzstatus nach § 26 AsylG für Familienangehörige bereits
Anerkannter (bitte jeweils nach dem Bezugsstatus – Asylberechtigung,
Flüchtlingsstatus nach der GFK bzw. subsidiärem Schutz –
differenzieren), und wie viele dieser erteilten Status betrafen in Deutschland
geborene Kinder (bitte nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Gesamtjahr 2023 § 26 AsylG
Anerkennung
§ 3 Absatz 1 AsylG
Familienschutz
§ 4 Absatz 1 AsylG
Familienschutz
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
Herkunftsländer gesamt 598 150 23.825 11.271 7.276 3.955
darunter:
Syrien 71 20 9.487 5.975 5.374 3.012
Türkei 108 30 984 306 124 15
Afghanistan 143 21 5.786 1.119 284 153
Irak 6 1 1.845 1.279 354 193
Iran 25 6 570 194 35 6
Georgien - - 1 - - -
Russische Föderation 25 7 95 28 54 12
Somalia 13 4 857 404 177 100
Eritrea 99 31 2.497 1.065 394 215
ungeklärt 15 5 788 425 181 91
Venezuela 7 2 2 1 5 1
Guinea 2 - 150 89 36 30
Kolumbien - - 2 1 - -
Gesamtjahr 2023 § 26 AsylG
Anerkennung
§ 3 Absatz 1 AsylG
Familienschutz
§ 4 Absatz 1 AsylG
Familienschutz
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
Nordmazedonien - - - - - -
Pakistan 2 2 107 66 1 1
01.01.–30.04.2024 § 26 AsylG
Anerkennung
§ 3 Absatz 1 AsylG
Familienschutz
§ 4 Absatz 1 AsylG
Familienschutz
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
davon in
DE geborene
Kinder
Herkunftsländer gesamt 169 40 7.152 3.031 2.425 1.175
darunter:
Syrien 27 7 2.400 1.465 1.882 931
Afghanistan 39 5 2.265 424 103 45
Türkei 25 9 302 86 30 4
Irak 1 - 484 331 95 52
Somalia 2 - 253 110 30 20
Iran 12 2 194 61 13 4
ungeklärt 1 1 195 97 53 26
Russische Föderation 10 1 18 4 9 4
Kolumbien - - - - - -
Venezuela 5 1 2 - 2 -
Guinea 2 - 30 17 3 2
Eritrea 23 9 769 315 123 47
Georgien - - - - - -
Tunesien - - 2 2 2 -
Nigeria - - 14 9 1 1
c) Wie viele der Asylsuchenden des Jahres 2023 verfügten zum
Zeitpunkt der Asylantragstellung über einen rechtmäßigen Aufenthaltstitel
(welchen?) oder eine Duldung (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Herkunftsstaaten differenzieren), und wie viele Personen verfügten
zuletzt über einen Aufenthaltstitel zur Familienzusammenführung mit
einem Schutzberechtigten (bitte zu beiden Unterfragen auch
Ausführungen dazu machen, bei wie vielen der Betroffenen es um Erst-,
Folge- bzw. Zweitanträge ging)?
Zum Stichtag 31. Dezember 2023 waren im Ausländerzentralregister (AZR)
20.797 Personen erfasst, die im Jahr 2023 einen Asylantrag gestellt haben,
während sie einen gültigen Aufenthaltstitel oder eine gültige Duldung besaßen,
davon 15.110 Personen mit einem Erstantrag und 5.687 mit einem Folgeantrag.
5.048 Personen verfügten zum Zeitpunkt ihrer Asylantragstellung über einen
gültigen Aufenthaltstitel zur Familienzusammenführung mit einem
Schutzberechtigten, davon 4.986 Personen mit einem Erstantrag und 62 Personen mit
einem Folgeantrag. Das AZR unterscheidet diesbezüglich nur zwischen Erst-
und Folgeanträgen, zu Zweitanträgen können aus dem AZR daher keine
Aussagen getroffen werden. Die weiteren Angaben können den nachstehenden
Tabellen entnommen werden.
Asylantragstellung, während ein gültiger Titel oder eine Duldung vorlag Jahr 2023 gesamt
Herkunftsländer gesamt 20.797
darunter:
Syrien 8.147
Asylantragstellung, während ein gültiger Titel oder eine Duldung vorlag Jahr 2023 gesamt
Afghanistan 4.173
Türkei 1.053
Irak 928
Eritrea 742
Somalia 701
Iran 658
ungeklärt 532
Russische Föderation 415
Nordmazedonien 406
Asylantragstellung, während ein gültiger Titel oder eine Duldung vorlag Jahr 2023 gesamt
gesamt 20.797
davon:
Aufenthaltserlaubnis (AE) – Erwerbstätigkeit 65
AE – familiäre Gründe 7.190
AE – völkerrechtliche, humanitäre, politische Gründe 1.208
AE – besondere Aufenthaltsrechte 223
AE – Ausbildung 473
EU-Aufenthaltsrechte 7
Duldungen 11.631
d) Wie viele der im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 vom BAMF
zugesprochen Schutzstatus basierten auf Anerkennungen im Rahmen
des Familienschutzes (bitte nach Schutzstatus und den 15 wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Der Anteil der Flüchtlingseigenschaft bzw. des subsidiären Schutzes an allen
inhaltlichen Entscheidungen ohne Berücksichtigung der Entscheidungen zum
Familienschutz kann nicht belastbar berechnet werden, da nicht alle
Entscheidungen zum Familienschutz statistisch erfasst und demzufolge auch nicht aus
der für die Berechnung erforderlichen Bezugsmenge (Anzahl aller materiellen
Entscheidungen ohne Entscheidungen zum Familienschutz) herausgerechnet
werden können. So wird bei Ablehnungen der Asylberechtigung statistisch
nicht erfasst, wie viele davon ggf. im Zusammenhang mit Entscheidungen zum
Familienschutz erfolgten (vgl. hierzu auch die Antwort zu Frage 1c auf
Bundestagsdrucksache 19/28109).
Angaben zu Entscheidungen mit bzw. ohne Einbeziehung von Entscheidungen
zum Familienschutz (ohne relative Zahlen) können der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden.
Gesamtjahr 2023 Asylberechtigung
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz
§ 3 Absatz 1 AsylG
Subsidiärer Schutz
§ 4 Absatz 1 AsylG
ohne
Familienschutz
mit
Familienschutz
ohne
Familienschutz
mit
Familienschutz
ohne
Familienschutz
mit
Familienschutz
Herkunftsländer
gesamt
1.226 1.824 16.876 40.701 64.014 71.290
Syrien 49 120 1.007 10.494 61.670 67.044
Türkei 146 254 1.658 2.642 76 200
Afghanistan 380 523 9.945 15.731 831 1.115
Irak 4 10 285 2.130 137 491
Iran 97 122 1.126 1.696 114 149
Georgien - - 7 8 2 2
Russische Föderation 84 109 164 259 50 104
Somalia 66 79 892 1.749 147 324
Gesamtjahr 2023 Asylberechtigung
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz
§ 3 Absatz 1 AsylG
Subsidiärer Schutz
§ 4 Absatz 1 AsylG
ohne
Familienschutz
mit
Familienschutz
ohne
Familienschutz
mit
Familienschutz
ohne
Familienschutz
mit
Familienschutz
Eritrea 8 107 27 2.524 88 482
ungeklärt 43 58 792 1.580 216 397
Venezuela 23 30 24 26 26 31
Guinea 66 68 150 300 46 82
Kolumbien 4 4 - 2 - -
Nordmazedonien - - 1 1 - -
Pakistan 12 14 82 189 1 2
Asylberechtigung
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz
§ 3 Absatz 1 AsylG
Subsidiärer Schutz
§ 4 Absatz 1 AsylG
ohne
Familienschutz
mit
Familienschutz
ohne
Familienschutz
mit
Familienschutz
ohne
Familienschutz
mit
Familienschutz
Herkunftsländer
gesamt
422 591 6.013 13.165 27.097 29.522
Syrien 14 41 305 2.705 26.308 28.190
Afghanistan 142 181 3.411 5.676 194 297
Türkei 38 63 780 1.082 22 52
Irak 1 2 88 572 46 141
Somalia 44 46 223 476 51 81
Iran 35 47 407 601 37 50
ungeklärt 9 10 392 587 89 142
Russische Föderation 26 36 52 70 5 14
Kolumbien - - - - 3 3
Venezuela 3 8 12 14 21 23
Guinea 16 18 34 64 14 17
Eritrea - 23 9 778 53 176
Georgien - - - - 3 3
Tunesien 3 3 17 19 - 2
Nigeria 7 7 24 38 4 5
3. Welche genaueren Angaben kann die Bundesregierung machen zu den
Rechtsgrundlagen der im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 durch
das BAMF bzw. durch die Gerichte (soweit vorliegend) gewährten
subsidiären Schutzstatus (nach § 4 Absatz 1 Nummer 1, Nummer 2 bzw.
Nummer 3 AsylG, bitte in absoluten und relativen Zahlen darstellen und
nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Asylentscheidungen BAMF
Gesamtjahr 2023 subsidiärer
Schutz
subsidiärer Schutz
gemäß § 4 Absatz 1
Satz 2 Nummer 1
AsylG
subsidiärer Schutz
gemäß § 4 Absatz 1
Satz 2 Nummer 2
AsylG
subsidiärer Schutz
gemäß § 4 Absatz 1
Satz 2 Nummer 3
AsylG
gesamt absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten
gesamt
71.290 76 0,1 % 63.445 89,0 % 493 0,7 %
darunter:
Syrien 67.044 63 0,1 % 61.474 91,7 % 133 0,2 %
Afghanistan 1.115 9 0,8 % 820 73,5 % 2 0,2 %
Gesamtjahr 2023 subsidiärer
Schutz
subsidiärer Schutz
gemäß § 4 Absatz 1
Satz 2 Nummer 1
AsylG
subsidiärer Schutz
gemäß § 4 Absatz 1
Satz 2 Nummer 2
AsylG
subsidiärer Schutz
gemäß § 4 Absatz 1
Satz 2 Nummer 3
AsylG
gesamt absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Somalia 324 - 0,0 % 144 44,4 % 3 0,9 %
Irak 491 1 0,2 % 129 26,3 % 7 1,4 %
Eritrea 482 - 0,0 % 88 18,3 % - 0,0 %
ungeklärt 397 - 0,0 % 210 52,9 % 6 1,5 %
Jemen 400 2 0,5 % 52 13,0 % 316 79,0 %
Venezuela 31 - 0,0 % 26 83,9 % - 0,0 %
Türkei 200 - 0,0 % 76 38,0 % - 0,0 %
Iran 149 1 0,7 % 113 75,8 % - 0,0 %
Nigeria 19 - 0,0 % 7 36,8 % - 0,0 %
Guinea 82 - 0,0 % 46 56,1 % - 0,0 %
Äthiopien 31 - 0,0 % 7 22,6 % 1 3,2 %
Russische Föderation 104 - 0,0 % 50 48,1 % - 0,0 %
Libanon 30 - 0,0 % 7 23,3 % - 0,0 %
01.01.–30.04.2024 subsidiärer
Schutz
subsidiärer Schutz
gemäß § 4 Absatz 1
Satz 2 Nummer 1
AsylG
subsidiärer Schutz
gemäß § 4 Absatz 1
Satz 2 Nummer 2
AsylG
subsidiärer Schutz
gemäß § 4 Absatz 1
Satz 2 Nummer 3
AsylG
gesamt absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten
gesamt
29.522 14 0,0 % 26.911 91,2 % 172 0,6 %
darunter:
Syrien 28.190 12 0,0 % 26.257 93,1 % 39 0,1 %
Afghanistan 297 1 0,3 % 192 64,6 % 1 0,3 %
Somalia 81 - 0,0 % 51 63,0 % - 0,0 %
Irak 141 - 0,0 % 46 32,6 % - 0,0 %
Venezuela 23 - 0,0 % 21 91,3 % - 0,0 %
Eritrea 176 - 0,0 % 53 30,1 % - 0,0 %
ungeklärt 142 - 0,0 % 89 62,7 % - 0,0 %
Jemen 152 - 0,0 % 26 17,1 % 121 79,6 %
Türkei 52 - 0,0 % 22 42,3 % - 0,0 %
Nigeria 5 - 0,0 % 4 80,0 % - 0,0 %
Iran 50 1 2,0 % 36 72,0 % - 0,0 %
Guinea 17 - 0,0 % 14 82,4 % - 0,0 %
Libanon 25 - 0,0 % 5 20,0 % 1 4,0 %
Libyen 28 - 0,0 % 21 75,0 % 1 3,6 %
Russische Föderation 14 - 0,0 % 5 35,7 % - 0,0 %
Asylentscheidungen durch Gericht
Gesamtjahr 2023 subsidiärer
Schutz
subsidiärer Schutz
gemäß § 4 Absatz 1
Satz 2 Nummer 1
AsylG
subsidiärer Schutz
gemäß § 4 Absatz 1
Satz 2 Nummer 2
AsylG
subsidiärer Schutz
gemäß § 4 Absatz 1
Satz 2 Nummer 3
AsylG
gesamt absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten
gesamt
1.076 18 1,7 % 519 48,2 % 478 44,4 %
darunter:
Jemen 136 4 2,9 % 13 9,6 % 119 87,5 %
Sudan 132 - 0,0 % 5 3,8 % 127 96,2 %
Gesamtjahr 2023 subsidiärer
Schutz
subsidiärer Schutz
gemäß § 4 Absatz 1
Satz 2 Nummer 1
AsylG
subsidiärer Schutz
gemäß § 4 Absatz 1
Satz 2 Nummer 2
AsylG
subsidiärer Schutz
gemäß § 4 Absatz 1
Satz 2 Nummer 3
AsylG
gesamt absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Irak 120 - 0,0 % 108 90,0 % 2 1,7 %
Russische Föderation 101 2 2,0 % 95 94,1 % 2 2,0 %
Eritrea 98 2 2,0 % 90 91,8 % 1 1,0 %
Ukraine 90 - 0,0 % 7 7,8 % 83 92,2 %
Somalia 54 - 0,0 % 14 25,9 % 39 72,2 %
ungeklärt 51 1 2,0 % 15 29,4 % 25 49,0 %
Pers. aus
palästinensischen Gebieten (nicht
als Staat anerkannt)
45 1 2,2 % 1 2,2 % 43 95,6 %
Iran 35 1 2,9 % 34 97,1 % - 0,0 %
Türkei 29 1 3,4 % 21 72,4 % - 0,0 %
Afghanistan 19 2 10,5 % 17 89,5 % - 0,0 %
Burkina Faso 14 - 0,0 % - 0,0 % 14 100,0 %
Syrien 14 - 0,0 % 6 42,9 % 8 57,1 %
Äthiopien 12 1 8,3 % 8 66,7 % 2 16,7 %
01.01.–31.03.2024 subsidiärer
Schutz
subsidiärer Schutz
gemäß § 4 Absatz 1
Satz 2 Nummer 1
AsylG
subsidiärer Schutz
gemäß § 4 Absatz 1
Satz 2 Nummer 2
AsylG
subsidiärer Schutz
gemäß § 4 Absatz 1
Satz 2 Nummer 3
AsylG
gesamt absolut Anteil absolut Anteil absolut Anteil
Staatsangehörigkeiten
gesamt
290 15 5,2 % 135 46,6 % 126 43,4 %
darunter:
Eritrea 52 4 7,7 % 44 84,6 % - 0,0 %
Pers. aus
palästinensischen Gebieten (nicht
als Staat anerkannt)
50 1 2,0 % 15 30,0 % 34 68,0 %
Sudan 48 0,0 % 6 12,5 % 42 87,5 %
ungeklärt 45 1 2,2 % 3 6,7 % 41 91,1 %
Irak 38 5 13,2 % 26 68,4 % 1 2,6 %
Iran 16 2 12,5 % 13 81,3 % - 0,0 %
Russische Föderation 9 - 0,0 % 9 100,0 % - 0,0 %
Türkei 7 1 14,3 % 5 71,4 % - 0,0 %
Jemen 4 - 0,0 % 2 50,0 % 2 50,0 %
Somalia 3 - 0,0 % 2 66,7 % 1 33,3 %
Syrien 2 - 0,0 % - 0,0 % 2 100,0 %
Libyen 2 - 0,0 % 2 100,0 % - 0,0 %
Tadschikistan 2 - 0,0 % 2 100,0 % - 0,0 %
Ukraine 2 - 0,0 % 1 50,0 % 1 50,0 %
staatenlos 2 - 0,0 % - 0,0 % 2 100,0 %
4. Welche Organisationseinheiten des BAMF (bitte genau bezeichnen)
wurden im Jahr 2023 wegen signifikant negativer oder signifikant positiver
(bitte getrennt darstellen) Abweichungen bei den (bereinigten)
Schutzquoten um Stellungnahme gebeten, und welche Abweichungen in Bezug
auf welche Herkunftsländer waren dies (bitte genauer bezeichnen und in
Tabellenform darstellen wie in der Antwort zu Frage 4 auf
Bundestagsdrucksache 20/5709)?
Welche Erklärungen wurden von den jeweiligen Organisationseinheiten
für die signifikanten Abweichungen gegeben (bitte ausführen), und
inwieweit wurden diese Erklärungen vom BAMF als nachvollziehbar
bewertet, bzw. welche Schlussfolgerungen wurden hieraus gegebenenfalls
gezogen (bitte ausführen)?
Im Rahmen der Betrachtung des zweiten Halbjahres 2023 wurden innerhalb der
Gesamtschutzquote ohne Berücksichtigung formeller Entscheidungen (bGSQ)
die Organisationseinheiten (OrgE) berücksichtigt, in denen mindestens 50
materiell-rechtliche Entscheidungen zu den jeweiligen zehn
Hauptherkunftsländern in dem genannten Zeitraum getroffen wurden.
Für das zweite Halbjahr 2023 wurden insgesamt 56 Abweichungen der lokalen
bSQ hinsichtlich der Staatsangehörigkeitsbezeichnungen Türkei, Afghanistan,
Irak, Russische Föderation, Iran, Somalia, „ungeklärt“ und Guinea betrachtet,
darunter 30 Abweichungen unterhalb und 26 Abweichungen oberhalb der
bGSQ. Hinsichtlich der Herkunftsländer (HKL) Syrien und Georgien wurden
keine relevanten Abweichungen festgestellt.
Die OrgE, bei denen die größten Abweichungen von der bGSQ (d. h. die größte
Überschreitung sowie die größte Unterschreitung) festgestellt worden sind,
wurden im Nachgang einer Stichprobensichtung um Plausibilisierung der
Abweichungen gebeten. Nähere Einzelheiten (OrgE sowie die Art der
Abweichung) können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden (Erläuterung:
mrE = materiell-rechtliche Entscheidungen).
Auswertung der Entscheidungsstatistik im zweiten Halbjahr 2023 anhand
überschreitender Abweichungen von zehn Prozentpunkten oder mehr und
Aufforderung zur Stellungnahme (Stand: Januar 2024).
Zehn Haupt-HKL/OrgE Türkei (10.643 mrE;
bGSQ 15,0 %)
Irak (4.471 mrE,
bGSQ 33,0 %)
Russische Föderation
(970 mrE; bGSQ 25,8 %)
AS Braunschweig 133 (67,7 %)
AS Gießen in AZ, LAS 82 (63,4 %)
AS Freiburg 60 (60,0 %)
Zehn Haupt-HKL/OrgE Iran (2.478 mrE;
bGSQ 43,0 %)
Ungeklärt (1.313 mrE;
bGSQ 74,2 %)
Guinea (527 mrE;
bGSQ 47,4 %)
AS Bochum, LAS 108 (60,2 %)
AS Berlin, LAS 184 (91,8 %)
AS Suhl im AZ 62 (83,9 %)
Auswertung der Entscheidungsstatistik im zweiten Halbjahr 2023 anhand
unterschreitender Abweichungen von zehn Prozentpunkten oder mehr und
Aufforderung zur Stellungnahme (Stand: Januar 2024).
Zehn Haupt-HKL/OrgE Türkei
(10.643 mrE;
bGSQ 15,0 %)
Afghanistan
(17.314 mrE;
bGSQ 98,2 %)
Irak (4.471 mrE,
bGSQ 33,0 %)
Russische Föderation
(970 mrE; bGSQ
25,8 %)
AS Eisenhüttenstadt, LAS 164 (1,8 %) 395 (72,7 %) 54 (9,3 %)
AS Chemnitz im AZ, LAS 51 (3,9 %)
AS Leipzig im AZ 260 (83,8 %)
Zehn Haupt-HKL/OrgE Iran (2.478
mrE; bGSQ
43,0 %)
Somalia
(1.519 mrE;
bGSQ 93,8 %)
Ungeklärt
(1.313 mrE;
bGSQ 74,2 %)
Guinea (527 mrE;
bGSQ 47,4 %)
AS Düsseldorf 62 (79,0 %) 51 (37,3 %)
AS Berlin im AZ 177 (9,6 %) 109 (22,0 %)
Seitens der OrgE wurde jeweils als Hauptursache für eine Abweichung der
lokalen bSQ von der bGSQ die Verteilung der Verfahren benannt. Maßgebliche
Auswirkungen auf die lokale bSQ haben somit Verfahren, in denen eine
Ableitung des Schutzes im Rahmen von Familienasyl, abgeleitetem
Flüchtlingsschutz bzw. abgeleitetem subsidiärem Schutz in Betracht kommt. Ebenfalls
sind persönliche Merkmale der Antragstellenden (Ethnie, Volkszugehörigkeit,
Familienstand, Geschlecht, Alter, Religionszugehörigkeit sowie
Herkunftsregion je nach Herkunftsland) bestimmend.
Diese im Rahmen der Plausibilisierungsanfragen ergangenen Stellungnahmen
der OrgE wurden erneut einer systematischen Überprüfung unterzogen. Dabei
wurde die Plausibilität der abgegebenen Stellungnahmen unter
Berücksichtigung der bundesweiten Entscheidungspraxis sowie der zum Zeitpunkt der
Entscheidung gültigen Leitsätze zu den jeweiligen Herkunftsländern betrachtet.
Alle relevanten Abweichungen im Betrachtungszeitraum wurden vom BAMF
als nachvollziehbar bewertet.
5. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die bereinigten
Schutzquoten und absoluten Fallzahlen für die Herkunftsländer Afghanistan,
Irak, Iran, Eritrea, Somalia, Nigeria, Russische Föderation und die
Türkei (hier bitte noch einmal gesondert nach kurdischer bzw. türkischer
Volkszugehörigkeit getrennt auflisten) im Jahr 2023, differenziert nach
Organisationseinheiten im BAMF (bitte nur solche
Organisationseinheiten mit über 50 entsprechenden Entscheidungen auflisten – in jedem Fall
aber auch die Quoten der BAMF-Außenstellen nennen, die für Asyl-
Flughafenverfahren zuständig sind – und nach den Quoten auf- oder
absteigend sortieren; bitte wie in der Antwort zu Frage 5 auf
Bundestagsdrucksache 20/5709 auflisten)?
Die Angaben der Schutzquoten ohne Berücksichtigung formeller
Entscheidungen können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Gesamtjahr 2023 Afghanistan
gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des BAMF
Organisationseinheiten 46.373 98,7 %
darunter:
AS Suhl im AZ 777 100,0 %
AS Schwerin im AZ 462 100,0 %
Dienstleistungszentrum Abteilung 5 356 100,0 %
Gesamtjahr 2023 Afghanistan
gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des BAMF
AS Bremen im AZ, LAS 294 100,0 %
AS Frankfurt/Flughafen 292 100,0 %
AS Zirndorf in AnkER 126 100,0 %
AS Deggendorf in AnkER 71 100,0 %
AS Schweinfurt in AnkER 1.282 99,9 %
AS Bonn im AZ 855 99,9 %
AS Gießen im AZ, LAS 5.140 99,9 %
AS Karlsruhe, LAS 841 99,9 %
AS Heidelberg im AZ 1.179 99,8 %
AS Unna im AZ 364 99,7 %
AS Neustadt 304 99,7 %
AS Braunschweig 306 99,7 %
AS Mönchengladbach im AZ 305 99,7 %
AS Nostorf-Horst, LAS 273 99,6 %
AS Düsseldorf 1.271 99,5 %
AS Berlin, LAS 1.837 99,5 %
AS Bramsche im AZ 751 99,5 %
AS München 1.264 99,4 %
AS Bochum, LAS 1.211 99,4 %
AS Ellwangen 161 99,3 %
AS Friedland, LAS 302 99,3 %
AS Berlin im AZ 120 99,2 %
AS Manching in AnkER 1.291 99,1 %
AS Augsburg in AnkER 442 99,0 %
AS Bielefeld im AZ 271 98,8 %
Entscheidungszentrum West Bonn 2.123 98,8 %
AS Hamburg im AZ, LAS 2.125 98,8 %
AS Neumünster, LAS 2.117 98,7 %
AS Bamberg in AnkER 83 98,7 %
AS Sigmaringen 361 98,6 %
AS Regensburg in AnkER 69 98,5 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 552 98,5 %
AS Büdingen 937 98,1 %
AS Lebach in AnkER, LAS 151 98,0 %
AS Freiburg 154 97,7 %
AS Essen 477 97,5 %
AS Oldenburg 277 97,4 %
AS Jena/Hermsdorf, LAS 329 97,4 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 426 96,8 %
AS Speyer 377 96,6 %
AS Dresden in AnkER 269 96,1 %
AS Trier, LAS 1.453 95,3 %
AS Leipzig im AZ 389 88,3 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 667 81,0 %
Gesamtjahr 2023 Irak
gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des BAMF
Organisationseinheiten 12.943 33,2 %
darunter:
AS Speyer 78 75,4 %
Gesamtjahr 2023 Irak
gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des BAMF
AS Büdingen 80 66,2 %
AS Oldenburg 252 60,9 %
AS Freiburg 97 58,6 %
AS Braunschweig 369 58,3 %
AS Bielefeld im AZ 398 52,5 %
AS Bochum, LAS 785 50,7 %
AS Suhl im AZ 192 48,0 %
AS Friedland, LAS 123 47,8 %
AS Zirndorf in AnkER 237 46,4 %
AS München 186 43,5 %
AS Düsseldorf 591 40,9 %
AS Ellwangen 117 40,6 %
AS Bonn im AZ 477 39,5 %
AS Jena/Hermsdorf, LAS 55 39,1 %
AS Bremen im AZ, LAS 63 38,7 %
AS Essen 327 37,1 %
AS Schwerin im AZ 61 37,0 %
AS Hamburg im AZ, LAS 175 36,1 %
AS Berlin, LAS 227 35,1 %
AS Regensburg in AnkER 232 34,3 %
AS Dresden in AnkER 157 29,3 %
AS Karlsruhe, LAS 463 26,3 %
AS Lebach in AnkER, LAS 64 26,2 %
AS Unna im AZ 202 26,2 %
AS Bramsche im AZ 566 25,6 %
AS Gießen im AZ, LAS 373 24,4 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 108 24,2 %
Entscheidungszentrum West, Bonn 748 23,9 %
AS Trier, LAS 196 22,1 %
AS Sigmaringen 189 21,0 %
AS Heidelberg im AZ 520 19,7 %
AS Mönchengladbach im AZ 212 19,2 %
AS Berlin im AZ 202 19,2 %
AS Augsburg in AnkER 497 17,7 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 126 17,2 %
AS Manching in AnkER 55 16,7 %
AS Bamberg in AnkER 180 15,6 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 192 15,3 %
AS Neumünster, LAS 822 15,2 %
AS Frankfurt/Flughafen 130 7,4 %
Gesamtjahr 2023 Iran
gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des BAMF
Organisationseinheiten 6.894 45,5 %
darunter:
AS Suhl im AZ 104 80,9 %
AS Braunschweig 93 77,0 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 73 69,2 %
AS Büdingen 73 67,7 %
AS Heidelberg im AZ 211 63,1 %
Gesamtjahr 2023 Iran
gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des BAMF
AS Gießen im AZ, LAS 455 60,8 %
AS Bramsche im AZ 130 59,1 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 91 58,7 %
AS Bremen im AZ, LAS 153 58,6 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 55 56,3 %
AS Bochum, LAS 289 55,9 %
AS Berlin, LAS 82 55,4 %
AS Karlsruhe, LAS 88 52,4 %
Entscheidungszentrum West, Bonn 129 52,4 %
AS Trier, LAS 233 48,1 %
AS Düsseldorf 395 41,2 %
AS Frankfurt/Flughafen 64 41,0 %
AS Essen 137 40,8 %
AS Unna im AZ 110 40,0 %
AS Dresden in AnkER 69 39,7 %
AS Mönchengladbach im AZ 125 35,9 %
AS Bonn im AZ 246 32,5 %
AS Hamburg im AZ, LAS 359 27,7 %
AS Neumünster, LAS 253 24,8 %
AS Zirndorf in AnkER 328 22,6 %
AS Bamberg in AnkER 154 21,9 %
AS Berlin im AZ 277 15,0 %
Gesamtjahr 2023 Eritrea
gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des BAMF
Organisationseinheiten 3.767 89,9 %
darunter:
AS Bielefeld im AZ 57 98,2 %
AS Speyer 56 98,2 %
AS Berlin, LAS 52 98,0 %
AS Augsburg in AnkER 79 97,4 %
AS Düsseldorf 154 96,7 %
Entscheidungszentrum West, Bonn 137 96,3 %
AS Sigmaringen 104 95,1 %
AS Bonn im AZ 156 94,7 %
AS Hamburg im AZ, LAS 135 93,2 %
AS Karlsruhe, LAS 77 93,2 %
AS Bamberg in AnkER 64 93,0 %
AS München 167 92,6 %
AS Essen 67 92,5 %
AS Oldenburg 65 92,3 %
AS Büdingen 247 92,2 %
AS Bochum, LAS 220 92,2 %
AS Friedland, LAS 53 90,6 %
AS Suhl im AZ 60 87,9 %
AS Trier, LAS 124 87,5 %
AS Heidelberg im AZ 80 85,9 %
AS Lebach in AnkER, LAS 73 85,9 %
AS Gießen im AZ, LAS 354 84,9 %
AS Neumünster, LAS 218 84,8 %
Gesamtjahr 2023 Eritrea
gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des BAMF
AS Halberstadt im AZ, LAS 85 81,9 %
AS Deggendorf in AnkER 169 65,8 %
AS Frankfurt/Flughafen 5 25,0 %
Gesamtjahr 2023 Somalia
gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des BAMF
Organisationseinheiten 3.963 93,8 %
darunter:
AS Friedland, LAS 77 100,0 %
AS Bremen im AZ, LAS 65 100,0 %
AS Speyer 145 98,5 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 74 98,5 %
AS Bochum, LAS 199 98,5 %
AS Neumünster, LAS 119 98,2 %
AS Schweinfurt in AnkER 274 98,0 %
AS Bonn im AZ 112 97,3 %
Entscheidungszentrum West, Bonn 142 97,1 %
AS Neustadt 67 97,0 %
AS Büdingen 228 96,9 %
AS Heidelberg im AZ 166 96,7 %
AS München 99 96,7 %
AS Hamburg im AZ, LAS 143 96,4 %
AS Sigmaringen 71 95,2 %
AS Braunschweig 53 93,6 %
AS Essen 65 91,7 %
AS Trier, LAS 274 90,8 %
AS Gießen im AZ, LAS 342 88,3 %
AS Karlsruhe, LAS 78 86,6 %
AS Düsseldorf 149 86,5 %
AS Frankfurt/Flughafen 13 76,9 %
AS Zirndorf in AnkER 55 71,1 %
Gesamtjahr 2023 Nigeria
gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des BAMF
Organisationseinheiten 2.944 21,3 %
darunter:
AS Bochum, LAS 175 41,4 %
Entscheidungszentrum West, Bonn 72 25,0 %
AS Trier, LAS 77 21,3 %
AS Essen 56 20,0 %
AS Sigmaringen 79 19,7 %
AS Bonn im AZ 81 19,0 %
AS Heidelberg im AZ 383 18,7 %
AS Düsseldorf 123 17,7 %
AS Karlsruhe, LAS 112 15,7 %
AS Gießen im AZ, LAS 80 14,5 %
AS München 381 11,7 %
AS Frankfurt/Flughafen 17 0 %
Gesamtjahr 2023 Russische Föderation
gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des BAMF
Organisationseinheiten 5.246 29,0 %
darunter:
Entscheidungszentrum West, Bonn 260 56,4 %
AS Gießen im AZ, LAS 154 56,0 %
AS Trier, LAS 53 40,0 %
AS Frankfurt/Flughafen 6 40,0 %
AS Heidelberg im AZ 64 39,0 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 175 38,4 %
AS Bochum, LAS 81 30,8 %
AS Bamberg in AnkER 194 30,4 %
AS Düsseldorf 71 29,1 %
AS Suhl im AZ 80 27,6 %
AS Berlin, LAS 119 22,4 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 58 18,4 %
AS Bonn im AZ 68 18,0 %
AS Hamburg im AZ, LAS 72 17,0 %
AS Berlin im AZ 156 13,3 %
AS Dresden in AnkER 78 10,0 %
AS Neumünster, LAS 152 5,7 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 65 3,8 %
AS Bremen im AZ, LAS 72 1,6 %
Gesamtjahr 2023 Türkei
gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des BAMF
Organisationseinheiten 24.131 17,8 %
darunter:
AS Ellwangen 146 64,4 %
AS Freiburg 135 57,6 %
AS Speyer 259 41,7 %
AS Jena/Hermsdorf, LAS 55 39,5 %
AS Karlsruhe, LAS 471 38,9 %
AS Trier, LAS 891 38,2 %
AS Heidelberg im AZ 1.040 33,3 %
AS Bielefeld im AZ 240 30,5 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 114 30,3 %
AS Büdingen 343 28,8 %
AS Neustadt 88 26,7 %
AS München 955 25,9 %
AS Braunschweig 153 24,0 %
AS Bramsche im AZ 221 23,2 %
AS Bochum, LAS 536 23,0 %
AS Sigmaringen 421 22,5 %
AS Mönchengladbach im AZ 323 22,1 %
AS Augsburg in AnkER 501 21,6 %
AS Unna im AZ 388 20,3 %
AS Bonn im AZ 963 19,3 %
AS Essen 465 16,7 %
AS Gießen im AZ, LAS 2.306 16,6 %
AS Düsseldorf 727 15,2 %
AS Friedland, LAS 242 14,6 %
Gesamtjahr 2023 Türkei
gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des BAMF
Entscheidungszentrum West, Bonn 521 14,0 %
AS Bremen im AZ, LAS 271 13,6 %
AS Braunschweig 2 im AZ 167 13,2 %
AS Frankfurt/Flughafen 56 13,0 %
AS Nostorf-Horst, LAS 302 11,8 %
AS Suhl im AZ 284 11,6 %
AS Hamburg im AZ, LAS 377 10,4 %
AS Oldenburg 205 10,2 %
AS Lebach in AnkER, LAS 191 9,2 %
AS Dresden in AnkER 365 9,2 %
AS Zirndorf in AnkER 821 8,0 %
AS Neumünster, LAS 721 7,0 %
AS Berlin, LAS 2.571 4,8 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 263 2,7 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 752 2,6 %
Gesamtjahr 2023 Türkei
Volkszugehörigkeit Kurden
gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des BAMF
Organisationseinheiten 19.687 6,3 %
darunter:
AS Freiburg 77 25,0 %
AS Halberstadt im AZ, LAS 88 22,6 %
AS Ellwangen 68 22,5 %
AS Karlsruhe, LAS 330 16,7 %
AS Bremen im AZ, LAS 248 14,1 %
AS Friedland, LAS 209 11,9 %
AS Heidelberg im AZ 719 10,8 %
AS Neustadt 69 10,3 %
AS Bochum, LAS 406 9,9 %
AS Büdingen 234 9,5 %
AS Bramsche im AZ 162 9,5 %
AS Nostorf-Horst, LAS 262 8,9 %
AS Speyer 148 8,7 %
AS Suhl im AZ 242 8,6 %
AS Mönchengladbach im AZ 248 8,6 %
AS Gießen im AZ, LAS 1.947 8,2 %
AS Braunschweig 2 im AZ 145 7,9 %
AS Bonn im AZ 737 7,1 %
AS Hamburg im AZ, LAS 325 7,1 %
AS Braunschweig 118 7,0 %
AS Trier, LAS 501 6,9 %
AS Unna im AZ 297 6,9 %
AS Bielefeld im AZ 165 6,2 %
AS Essen 361 5,9 %
AS Dresden in AnkER 319 5,9 %
AS Sigmaringen 330 5,0 %
AS Düsseldorf 592 4,7 %
AS Oldenburg 166 4,6 %
AS München 705 4,6 %
Gesamtjahr 2023 Türkei
Volkszugehörigkeit Kurden
gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des BAMF
AS Lebach in AnkER, LAS 172 3,6 %
AS Berlin, LAS 2.284 3,6 %
Entscheidungszentrum West, Bonn 400 3,5 %
AS Neumünster, LAS 654 3,0 %
AS Augsburg in AnkER 391 2,5 %
AS Frankfurt/Flughafen 43 2,4 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 695 2,0 %
AS Zirndorf in AnkER 690 1,2 %
AS Eisenhüttenstadt, LAS 231 0,5 %
Gesamtjahr 2023 Türkei
Volkszugehörigkeit Türken
gesamt Anteil Gesamtschutz unter Außerachtlassung
formeller Entscheidungen des BAMF
Organisationseinheiten 3.907 64,6 %
darunter:
AS Freiburg 53 90,9 %
AS Ellwangen 76 90,5 %
AS Karlsruhe, LAS 133 88,0 %
AS Büdingen 62 87,9 %
AS Bielefeld im AZ 62 84,3 %
AS Speyer 106 84,0 %
AS Sigmaringen 89 82,9 %
AS München 201 81,0 %
AS Heidelberg im AZ 311 78,7 %
AS Augsburg in AnkER 106 78,3 %
AS Trier, LAS 378 78,1 %
AS Unna im AZ 78 72,6 %
AS Mönchengladbach im AZ 68 69,8 %
AS Bochum, LAS 111 66,0 %
AS Düsseldorf 127 63,4 %
AS Bonn im AZ 195 62,2 %
AS Gießen im AZ, LAS 318 61,3 %
AS Bramsche im AZ 51 60,0 %
AS Essen 92 55,6 %
AS Frankfurt/Flughafen 12 54,5 %
AS Zirndorf in AnkER 111 50,5 %
Entscheidungszentrum West, Bonn 111 49,5 %
AS Neumünster, LAS 56 48,1 %
AS Berlin, LAS 265 15,0 %
AS Chemnitz im AZ, LAS 52 10,9 %
6. Wie viele Asylanträge von nichtukrainischen Staatsangehörigen, die vor
dem Krieg in der Ukraine geflohen sind, gab es im Jahr 2023 bzw. im
bisherigen Jahr 2024, und wie wurden diese vom BAMF entschieden
(bitte jeweils auch nach den zehn wichtigsten Staatsangehörigkeiten
auflisten)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
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drohende Folter eines politisch aktiven Kurden in der Türkei als
unbeachtlich einzustufen mit der Begründung, dass „nicht ersichtlich“ sei, „dass
diese Folter aufgrund der Rasse, Religion, Nationalität, politischen
Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe“
erfolgt sei, sondern „tatsächlich der Terrorbekämpfung“ diene, kann in
anderen Worten das vorgegebene oder vermeintliche Motiv der
„Terrorbekämpfung“ Folter rechtfertigen bzw. zur Ablehnung eines Schutzstatus
führen (Nachfrage zur Antwort der Bundesregierung zu Frage 9a auf
Bundestagsdrucksache 20/8222 – diese Frage lässt sich nach Auffassung
der Fragestellenden in allgemeiner Form beantworten, ohne Auskünfte
zu einem Einzelfall machen zu müssen, bitte ausführen und begründen)?
Nein, dies entspricht nicht den Herkunftsländerleitsätzen des BAMF.
9. Geht das BAMF davon aus, dass bei Strafverfahren in der Türkei in
Bezug auf Terrorismusvorwürfe oder andere politische Verfahren,
insbesondere gegen kurdische Aktivistinnen und Aktivisten und Gülen-
Anhängende (bitte gegebenenfalls differenzieren), grundsätzlich von fairen und
rechtsstaatlichen Verfahren ausgegangen werden kann oder nicht (bitte
begründet ausführen, Nachfrage zur Antwort der Bundesregierung zu
Frage 9b auf Bundestagsdrucksache 20/8222), und wenn die
Bundesregierung zur Einschätzung der Lage der Rechtsstaatlichkeit in der
Türkei auf die (sehr knappen) Ausführungen im 15. Menschenrechtsbericht
der Bundesregierung verweist (vgl. ebd.), wo es heißt, „Ermittlungs- und
Gerichtsverfahren mit politischem Bezug offenbaren die Grenzen der
Unabhängigkeit der Justiz und wirken einschüchternd auf große Teile der
Zivilgesellschaft“, bedeutet dies, dass in diesen Gerichtsverfahren mit
politischem Bezug nach Auffassung der Bundesregierung in der Türkei
nicht von einer unabhängigen Justiz ausgegangen werden kann, und ist
dies auch die Annahme und Erkenntnislage des BAMF bei der
Beurteilung entsprechender Einzelfälle (bitte ausführen)?
Asylentscheidungen werden immer als Einzelfallentscheidungen unter
Berücksichtigung des individuellen Sachvortrags und vorgelegter Unterlagen
getroffen.
Im Übrigen wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 9b der Kleinen
Anfrage der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 20/8222
verwiesen.
10. Wie viele Asylanträge von Asylsuchenden aus der Türkei hat das BAMF
seit 2021 bis zum letzten verfügbaren Stand als „offensichtlich
unbegründet“ abgelehnt (bitte nach Organisationseinheiten im BAMF
differenzieren; bitte nur solche Organisationseinheiten mit über 50
entsprechenden Entscheidungen auflisten, bitte zusätzlich nach Jahren
aufschlüsseln, zwischen türkisch- und kurdischstämmigen Antragstellenden
unterscheiden und zum Vergleich auch jeweils die Zahl der einfachen
Ablehnungen nennen)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Gesamtjahr 2021 o. u.
abgelehnt
davon abgelehnt davon
Kurden Türken Kurden Türken
Bundesgebiet gesamt 493 399 63 2.794 2.291 411
davon
AS Hamburg im AZ, LAS 52 40 9 57 47 8
Gesamtjahr 2022 o. u.
abgelehnt
davon abgelehnt davon
Kurden Türken Kurden Türken
Bundesgebiet gesamt 898 779 80 4.772 4.215 468
davon
AS Berlin, LAS 107 98 8 536 480 49
AS Dresden in AnkER 84 76 7 165 159 6
AS Augsburg in AnkER 79 66 13 138 125 13
AS Neumünster, LAS 78 70 6 277 248 22
AS Eisenhüttenstadt, LAS 69 60 6 54 41 8
AS Bonn im AZ 62 53 8 277 229 44
AS Hamburg im AZ, LAS 56 47 1 42 37 3
Gesamtjahr 2023 o. u.
abgelehnt
davon abgelehnt davon
Kurden Türken Kurden Türken
Bundesgebiet gesamt 2.686 2.358 267 11.869 10.796 900
davon
AS Berlin, LAS 420 373 44 1.859 1.684 165
AS Zirndorf in AnkER 307 274 30 322 298 16
AS Bonn im AZ 185 148 29 546 492 42
AS Hamburg im AZ, LAS 182 170 8 86 79 6
AS Augsburg in AnkER 162 151 10 129 118 10
AS Neumünster, LAS 160 148 7 451 427 21
AS Eisenhüttenstadt, LAS 152 139 10 65 60 2
AS Dresden in AnkER 130 110 15 167 163 4
AS Mönchengladbach im AZ 121 107 8 97 85 11
AS Gießen im AZ, LAS 110 94 15 1.631 1.511 103
AS Friedland, LAS 87 78 6 94 85 7
AS München 74 65 7 459 417 27
AS Essen 69 62 6 299 259 34
AS Suhl im AZ 61 50 9 167 152 12
AS Oldenburg 60 49 8 108 96 9
AS Heidelberg im AZ 57 51 6 549 487 57
01.01.–30.04.2024 o. u.
abgelehnt
davon abgelehnt davon
Kurden Türken Kurden Türken
Bundesgebiet gesamt 1.713 1.491 156 6.655 6.013 479
davon
AS Zirndorf in AnkER 283 259 18 302 277 22
AS Berlin, LAS 271 246 21 1.151 1.034 105
AS Gießen im AZ, LAS 128 109 12 685 630 48
AS Essen 116 104 11 97 82 12
AS Hamburg im AZ, LAS 109 87 16 58 44 9
AS Bonn im AZ 96 74 8 226 205 9
AS Neumünster, LAS 66 61 4 235 222 10
AS Mönchengladbach im AZ 52 46 5 77 70 7
11. Wie viele Ablehnungen und wie viele Abschiebungsandrohungen des
BAMF gab es im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 gegenüber
unbegleiteten Minderjährigen (bitte nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren), und in wie vielen Fällen wurde in diesen
Zeiträumen gegenüber unbegleiteten Minderjährigen keine
Abschiebungsandrohung trotz Ablehnung des Asylantrags erlassen, z. B. weil im
Herkunftsland keine geeigneten Aufnahmemöglichkeiten zur Verfügung standen
(bitte ebenfalls nach den zehn wichtigsten Herkunftsstaaten
differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Gesamtjahr 2023 Ablehnungen
Gesamtergebnis 244
davon:
Syrien 0
Afghanistan 15
Türkei 113
Somalia 2
Irak 27
Guinea 9
Iran 10
Marokko 7
Äthiopien 4
Albanien 1
01.01.–30.04.2024 Ablehnungen
Gesamtergebnis 114
davon:
Syrien 0
Afghanistan 5
Türkei 44
Somalia 3
Guinea 8
Ungeklärt 1
Tunesien 12
Irak 9
Iran 7
Sierra Leone 1
Gesamtjahr 2023 Abschiebungsandrohung
auch in Herkunftsstaat
Abschiebungsandrohung
nur in Drittstaat
Abschiebungsanordnung
in sich. Drittstaat
Gesamtergebnis 262 11 8
davon:
Syrien 0 9 4
Afghanistan 16 1 2
Türkei 100 0 0
Somalia 2 1 0
Irak 26 0 0
Guinea 11 0 0
Iran 10 0 1
Marokko 12 0 0
Äthiopien 4 0 0
Albanien 16 0 0
01.01.–30.04.2024 Abschiebungsandrohung
auch in Herkunftsstaat
Abschiebungsandrohung
nur in Drittstaat
Abschiebungsanordnung
in sich. Drittstaat
Gesamtergebnis 113 7 2
davon:
Syrien 0 5 0
Afghanistan 11 1 0
Türkei 32 0 0
Somalia 3 0 0
Guinea 7 0 0
Ungeklärt 2 0 0
Tunesien 10 0 0
Irak 10 0 0
Iran 5 0 0
Sierra Leone 5 0 0
Gesamtjahr 2023 Keine Abschiebungsandrohung trotz Ablehnung des Antrags*
Gesamtergebnis 39
davon:
Afghanistan 1
Äthiopien 1
Guinea 1
Irak 3
Iran 1
Marokko 3
Türkei 18
* Hinweis: Es liegen keine Daten darüber vor, aus welchen Gründen die Abschiebungsandrohung trotz Ablehnung des Asylantrags
entfällt.
01.01.–30.04.2024 Keine Abschiebungsandrohung trotz Ablehnung des Antrags*
Gesamtergebnis 36
davon:
Afghanistan 1
Guinea 3
Iran 3
Tunesien 2
Türkei 15
* Hinweis: Es liegen keine Daten darüber vor, aus welchen Gründen die Abschiebungsandrohung trotz Ablehnung des Asylantrags
entfällt.
12. In wie vielen Fällen hat das BAMF im Jahr 2023 bzw. im bisherigen
Jahr 2024 infolge des Urteils des Europäischen Gerichtshofs (EuGH)
vom 15. Februar 2023 in der Rechtssache C-484/22 von
Abschiebungsandrohungen abgesehen (bitte jeweils nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern, nach Geschlecht, Volljährigkeit bzw. Minderjährigkeit
und soweit möglich nach den Gründen: Kindeswohl, familiäre
Bindungen, Gesundheitszustand, differenzieren), wie viele entsprechende
Prüfungen wurden vom BAMF vorgenommen, wie beurteilt das BAMF die
Zusammenarbeit mit den Ausländerbehörden in diesen Fällen, welcher
zeitliche Mehraufwand ist für das BAMF damit verbunden, und welcher
Gesetzesänderungsbedarf wird seitens des BAMF diesbezüglich
gegebenenfalls gesehen (bitte ausführen)?
Hierzu liegen der Bundesregierung keine statistisch belastbaren Daten vor.
13. Wie viele Asylsuchende wurden im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr
2024 registriert (bitte nach Monaten auflisten und der Zahl der gestellten
Asylerstanträge in den jeweiligen Monaten gegenüberstellen), wie groß
war die Zahl der Asylsuchenden, die noch keinen Asylantrag stellen
konnten, zum letzten Stand (bitte auch nach Bundesländern und den zehn
wichtigsten Herkunftsländern auflisten), und gibt es noch relevante
Zeitverzögerungen bei der Asylantragstellung (bitte ausführen)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Hinweis: Die Dauer zwischen Erstregistrierung des Asylgesuchs bis zur
Antragstellung beim BAMF wird u. a. auch durch Faktoren beeinflusst, die nicht
in der Verantwortung des BAMF liegen (z. B. zuvor zu durchlaufende
Gesundheitsuntersuchungen auf Länderseite).
Asylgesuche* Asylerstanträge*
Januar 2023 24.623 29.072
Februar 2023 18.092 24.027
März 2023 18.463 25.175
April 2023 18.837 19.629
Mai 2023 22.649 21.949
Juni 2023 24.675 23.194
Juli 2023 26.466 23.674
August 2023 33.974 27.738
September 2023 40.137 27.889
Oktober 2023 43.459 31.887
November 2023 24.287 35.316
Dezember 2023 18.212 23.025
gesamt 2023 324.636 329.120
Januar 2024 17.801 26.376
Februar 2024 15.402 19.494
März 2024 14.703 16.430
April 2024 17.435 17.500
Januar bis April 2024 69.389 84.984
* Anmerkung: Aufgrund nachträglicher Änderungen können die Monatswerte nicht zu einem
Gesamtwert addiert werden.
Bundesland Asylgesuche ohne Antragstellung (Stand: 30.04.2024)
gesamt 10.515
davon:
Baden-Württemberg 900
Bayern 2.004
Berlin 162
Brandenburg 209
Bremen 105
Hamburg 105
Hessen 323
Mecklenburg-Vorpommern 156
Niedersachsen 793
Nordrhein-Westfalen 2.122
Rheinland-Pfalz 518
Saarland 35
Sachsen 572
Sachsen-Anhalt 232
Schleswig-Holstein 355
Thüringen 427
unbekannt* 1.497
* Registrierungen mit Bundesland „unbekannt“ sind solche, die hauptsächlich von polizeilichen Stellen vorgenommen wurden. Bei dieser
Registrierung kann oftmals noch kein Bundesland zugeordnet werden. Dieses wird dann nachträglich bei der Asylantragstellung
bestimmt.
Herkunftsland Asylgesuche ohne Antragstellung (Stand: 30.04.2024)
gesamt 10.515
darunter:
Syrien 2.852
Afghanistan 1.518
Türkei 858
Irak 555
Somalia 293
Ungeklärt 257
Marokko 252
Kosovo 222
Russische Föderation 222
Algerien 207
14. Zu welchem Anteil und in welcher Zahl verfügten Asylsuchende im
Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 über keine Identitätspapiere
(Reisepässe, Ausweise, sonstiges), mit denen ihre Herkunft bzw. Identität
nach Auffassung des BAMF hinreichend sicher zu klären war (bitte nach
den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und wie hoch war
die bereinigte Schutzquote im Jahr 2023 bei Asylsuchenden mit bzw.
ohne Identitätspapiere?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden. Zum
Heranziehen der erfragten Gesamtschutzquote ohne Berücksichtigung formeller
Entscheidungen wird auf die Antwort zu den Fragen 1a und 1b verwiesen.
Vorlage von Identitätspapieren durch Erstantragsteller im Alter ab 18 Jahren
Gesamtjahr 2023
Staatsangehörigkeiten Anzahl der
Erstantragsteller
Anzahl der
Antragsteller mit
Identitätspapieren*
Anzahl der
Antragsteller ohne
Identitätspapiere*
Anteil der
Antragsteller ohne
Identitätspapiere*
gesamt 225.603 117.699 107.904 47,8 %
darunter:
Syrien 72.263 48.331 23.932 33,1 %
Türkei 40.960 21.929 19.031 46,5 %
Afghanistan 35.543 14.331 21.212 59,7 %
Irak 6.223 3.734 2.489 40,0 %
Iran 7.376 3.459 3.917 53,1 %
Georgien 5.503 4.168 1.335 24,3 %
Russische Föderation 4.794 2.720 2.074 43,3 %
Somalia 2.811 236 2.575 91,6 %
Eritrea 1.244 396 848 68,2 %
Ungeklärt 2.616 1.107 1.509 57,7 %
Venezuela 2.790 2.748 42 1,5 %
Guinea 2.355 81 2.274 96,6 %
Kolumbien 2.428 2.235 193 7,9 %
Nordmazedonien 1.287 634 653 50,7 %
Pakistan 2.090 464 1.626 77,8 %
* Pass, Passersatz, Personalausweis.
Die Gesamtschutzquote unter Außerachtlassung formeller Ablehnungen des
BAMF lag im Jahr 2023 bei Asylsuchenden mit Identitätspapieren bei
70,4 Prozent, bei Asylsuchenden ohne Identitätspapiere bei 67,7 Prozent.
Vorlage von Identitätspapieren durch Erstantragsteller im Alter ab 18 Jahren
01.01.–30.04.2024
Staatsangehörigkeiten Anzahl der
Erstantragsteller
Anzahl der
Antragsteller mit
Identitätspapieren*
Anzahl der
Antragsteller ohne
Identitätspapiere*
Anteil der
Antragsteller ohne
Identitätspapiere*
gesamt 55.154 24.026 31.128 56,4 %
darunter:
Syrien 17.017 10.088 6.929 40,7 %
Afghanistan 7.397 2.234 5.163 69,8 %
Türkei 8.121 3.405 4.716 58,1 %
Irak 2.139 1.148 991 46,3 %
Somalia 1.230 51 1.179 95,9 %
Iran 1.767 550 1.217 68,9 %
Ungeklärt 1.469 343 1.126 76,7 %
Russische Föderation 1.048 467 581 55,4 %
Kolumbien 1.089 902 187 17,2 %
Venezuela 939 908 31 3,3 %
Guinea 701 18 683 97,4 %
Eritrea 325 67 258 79,4 %
Georgien 660 484 176 26,7 %
Tunesien 731 61 670 91,7 %
Nigeria 460 65 395 85,9 %
* Pass, Passersatz, Personalausweis.
Für den Zeitraum Januar bis April 2024 lag die Gesamtschutzquote unter
Außerachtlassung formeller Ablehnungen des BAMF bei Asylsuchenden mit
Identitätspapieren bei 68,5 Prozent, bei Asylsuchenden ohne Identitätspapieren
bei 60,4 Prozent.
15. Wie hoch waren im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 die absolute
Zahl und der Anteil der Asylsuchenden, die aus Ländern ohne
Visumpflicht für die EU einreisen konnten, wie hoch war bei diesen
Asylsuchenden die bereinigte Gesamtschutzquote (bitte jeweils auch nach
den 15 wichtigsten Herkunftsländern auflisten), welchen Anteil machten
abgelehnte Asylsuchende aus Ländern ohne Visumpflicht an allen
Ablehnungen des Jahres 2023 aus, und stimmt die Bundesregierung der
Einschätzung der Fragestellenden zu, dass mindestens in diesen Fällen die
Aushändigung einer „Bezahlkarte“ kein „taugliches Mittel“ darstellt,
„um z. B. Geldzahlungen an Schleuser zu unterbinden“, wie es auf
Bundestagsdrucksache 20/11006 zu Nummer 1 auf S. 100 als einzige
inhaltliche Begründung zur Einführung der „Bezahlkarte“ heißt, weil die
Betroffenen keine „Schleuser“ in Anspruch nehmen müssen, sondern visumfrei
einreisen können (bitte ausführen und begründen)?
Es wird in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass Staatsangehörige
von Staaten, die in der Liste in Anhang II der sogenannten EU-
Visumverordnung (Verordnung (EU) 2018/1806) aufgeführt sind, nicht allein aufgrund
dessen für die Einreise nach Deutschland von der Visumpflicht befreit sind. Die
aktuell geltende Rechtslage sieht vielmehr vor, dass aufgrund eines
offenkundigen Bestrebens, in Deutschland ein Schutzersuchen stellen zu wollen, davon
auszugehen ist, dass diese Personen für einen längeren Zeitraum als 90 Tage
innerhalb einer Frist von 180 Tagen einreisen wollen. Damit unterliegen diese
Personen im Hinblick auf die Visumpflicht jedoch nicht mehr der sogenannten
EU-Visumverordnung, sondern allein dem nationalen Ausländerrecht. Aus
diesem Grund können die Staatsangehörigen dieser Staaten kein Recht auf
visumfreie Einreise geltend machen und sind bereits zum Zeitpunkt der Einreise –
vorbehaltlich des § 41 der Aufenthaltsverordnung – uneingeschränkt
visumpflichtig.
Des Weiteren können die erfragten Angaben den nachfolgenden Tabellen
entnommen werden.
Asylanträge gesamt Asylanträge nach
visumbefreiter Einreise
Anteil Asylanträge nach
visumbefreiter Einreise
Gesamtjahr 2023 351.915 34.952 9,9 %
01.01.–30.04.2024 92.545 9.356 10,1 %
Gesamtjahr 2023 Asylanträge nach visumbefreiter Einreise Gesamtschutzquote
gesamt 34.952 1,9 %
darunter:
Georgien 9.399 0,3 %
Nordmazedonien 5.999 0,0 %
Venezuela 3.756 20,1 %
Serbien 3.526 0,2 %
Kolumbien 3.337 0,9 %
Moldau 2.832 0,5 %
Albanien 2.233 0,8 %
Bosnien und Herzegowina 1.132 0,5 %
Ukraine 760 9,9 %
Kosovo 700 0,8 %
Montenegro 299 0,7 %
Peru 251 0,0 %
El Salvador 180 26,5 %
Nicaragua 128 6,7 %
Honduras 68 42,4 %
01.01.–30.04.2024 Asylanträge nach visumbefreiter Einreise Gesamtschutzquote
gesamt 9.356 2,6 %
darunter:
Kolumbien 1.449 0,5 %
Georgien 1.332 0,4 %
Venezuela 1.295 22,3 %
Nordmazedonien 1.256 0,2 %
Serbien 923 0,5 %
Moldau 910 0,1 %
Albanien 606 0,7 %
Kosovo 465 1,7 %
Ukraine 359 3,2 %
Bosnien und Herzegowina 336 0,2 %
Montenegro 116 1,6 %
Peru 66 0,0 %
Nicaragua 50 6,3 %
El Salvador 40 7,5 %
Honduras 39 0,0 %
Ablehnungen
Gesamt
Ablehnungen Asylanträge
nach visumbefreiter Einreise
Anteil Ablehnungen Asylanträge
nach visumbefreiter Einreise
Gesamtjahr 2023 61.778 19.944 32,3 %
Ein geringer Anteil von Asylsuchenden, der visumfrei eingereist ist, kann die
Grundsatzentscheidung für die sogenannte Bezahlkarte nicht in Frage stellen,
zumal die Unterbindung von Geldzahlungen an Schleuser nicht das einzige
Argument für deren Einführung war. So wird auf Seite 101 der in der Frage
zitierten Bundestagsdrucksache 20/11006 und im Beschluss aus der Besprechung
des Bundeskanzlers mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der
Länder vom 6. November 2023 als Ziel auch die Minimierung des
Verwaltungsaufwands für die Kommunen genannt. Im Falle eines erheblichen
Anstiegs von unbegründeten Asylanträgen, die von Staatsangehörigen eines
Drittlandes gestellt werden, mit dem die Visumbefreiung vereinbart worden ist,
wäre zu prüfen, ob die Europäische Kommission im Hinblick auf etwaige
Einleitung eines Verfahrens zur Anwendung des Aussetzungsmechanismus zu
informieren ist (nach Artikel 8 der Verordnung (EU) 2018/1806 zur Aufstellung
der Liste der Drittländer, deren Staatsangehörige beim Überschreiten der
Außengrenzen im Besitz eines Visums sein müssen, sowie der Liste der
Drittländer, deren Staatsangehörige von dieser Visumpflicht befreit sind).
16. In wie vielen Fällen wurden im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024
mobile Datenträger von Asylsuchenden ausgelesen und ein
Ergebnisprotokoll erstellt (bitte auch nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern
auflisten)?
a) Zu welchem Anteil verfügten in diesen Zeiträumen Asylsuchende,
deren Identität bzw. Herkunft nach Auffassung des BAMF nicht
hinreichend sicher durch Dokumente geklärt werden konnte, über
mobile Datenträgergeräte, zu welchem Anteil konnten diese technisch
ausgelesen werden, und in wie vielen Fällen erfolgte bislang eine
Auslesung erst nach behördlichen Androhungen oder durch Zwang
bzw. gegen den Willen der Betroffenen (bitte so konkret wie möglich
antworten)?
b) In wie vielen der Fälle, in denen eine Datenauslesung in diesen
Zeiträumen erfolgte und ein Ergebnisreport erstellt wurde, wurde dieser
für das Asylverfahren durch die jeweiligen Entscheider angefordert,
in wie vielen dieser Fälle wurde diesem Antrag nach entsprechender
Prüfung durch einen Volljuristen entsprochen bzw. erfolgte eine
Ablehnung (bitte so differenziert wie möglich und in absoluten und
relativen Zahlen antworten)?
c) In wie vielen dieser Fälle, in denen der Ergebnisreport der
Datenauslesung für das Asylverfahren verwandt wurde, hat dieser dazu
geführt oder maßgeblich dazu beigetragen, Angaben der
Asylsuchenden zu ihrer Herkunft bzw. Identität bzw. Staatsangehörigkeit zu
widerlegen bzw. zu bestätigen (bitte ausführen und in absoluten und
relativen Zahlen darstellen)?
d) Welche Erfahrungen oder Probleme gibt es mit der Neuregelung der
Datenauslesung bei Asylsuchenden aus Sicht des BAMF (bitte
darlegen)?
Eine Beantwortung der Fragen 16 bis 16d war im Rahmen der nur beschränkt
gewährten Fristverlängerung nicht möglich. Auf die Vorbemerkung der
Bundesregierung wird verwiesen.
17. Wie viele Asylanträge wurden im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr
2024 nach § 14a Absatz 2 des Asylgesetzes von Amts wegen für hier
geborene (oder eingereiste) Kinder gestellt, wie viele Asylanträge wurden
in den genannten Zeiträumen von Kindern bzw. für Kinder unter 16
Jahren bzw. von Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren bzw. von
unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gestellt (bitte jeweils in absoluten
Zahlen und in Prozentzahlen in Relation zur Gesamtzahl der Asylanträge
sowie die Gesamtzahl der Anträge unter 18-Jähriger und sich
überschneidende Teilmengen angeben), und wie hoch waren die jeweiligen (auch
bereinigten) Gesamtschutzquoten für die genannten Gruppen?
Die Gesamtschutzquote bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag
im Jahr 2023 bei 95,4 Prozent (1. Januar bis 30. April 2024 – 93,1 Prozent), bei
unbegleiteten Minderjährigen im Alter von 16 bis unter 18 Jahren bei 91,5
Prozent (1. Januar bis 30 April 2024 – 88,9 Prozent) und bei allen Personen unter
18 Jahren bei 58,7 Prozent (1. Januar bis 30. April 2024 – 52,1 Prozent).
Die Gesamtschutzquote unter Außerachtlassung formeller Ablehnungen des
BAMF bei unbegleiteten Minderjährigen unter 16 Jahren lag im Jahr 2023 bei
97,6 Prozent (1. Januar bis 30. April 2024 – 96,9 Prozent), bei unbegleiteten
Minderjährigen im Alter von 16 bis unter 18 Jahren bei 94,7 Prozent (1. Januar
bis 30. April 2024 – 93,9 Prozent) und bei allen Personen unter 18 Jahren bei
71 Prozent (1. Januar bis 30. April 2024 – 64,1 Prozent).
Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden. Teilmengen sind eingerückt zur beinhaltenden Menge angegeben.
Gesamtjahr 2023
absolut Verhältnis zu
Asylerstanträgen gesamt
Asylerstanträge gesamt 329.120
Gesamtjahr 2023
absolut Verhältnis zu
Asylerstanträgen gesamt
Asylerstanträge von Minderjährigen unter 18 Jahre insgesamt 103.517 31,5 %
Asylerstanträge von Minderjährigen unter 16 Jahre 87.211 26,5 %
unbegleitete Minderjährige unter 16 Jahre 4.423 1,3 %
Anträge gemäß § 14a Absatz 2 AsylG 5.531 1,7 %
Asylerstanträge von Minderjährigen von 16 bis unter 18 Jahre 16.306 5,0 %
unbegleitete Minderjährige (16 bis unter 18 Jahre) 10.846 3,3 %
Anträge gemäß § 14a Absatz 2 AsylG 34 0,0 %
01.01.–30.04.2024
absolut Verhältnis zu
Asylerstanträgen gesamt
Asylerstanträge gesamt 84.984
Asylerstanträge von Minderjährigen unter 18 Jahre insgesamt 29.830 35,1 %
Asylerstanträge von Minderjährigen unter 16 Jahre 24.374 28,7 %
unbegleitete Minderjährige unter 16 Jahre 1.557 1,8 %
Anträge gemäß § 14a Absatz 2 AsylG 1.863 2,2 %
Asylerstanträge von Minderjährigen von 16 bis unter 18 Jahre 5.456 6,4 %
unbegleitete Minderjährige (16 bis unter 18 Jahre) 3.958 4,7 %
Anträge gemäß § 14a Absatz 2 AsylG 12 0,0 %
18. Wie viele der Asylsuchenden im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024
waren sogenannte Nachgeborene, d. h. hier geborene Kinder von
Asylsuchenden oder Flüchtlingen (bitte in absoluten und relativen Zahlen
angeben und nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung liegen nur zu Asylantragstellenden
vor. 22.603 Asylantragstellende im Jahr 2023 (7.040 im Zeitraum 1. Januar bis
30. April 2024) waren sogenannte Nachgeborene, d. h. in Deutschland
geborene Kinder (und zum Zeitpunkt der Asylantragstellung unter einem Jahr alt),
davon 5.116 Kinder (1.602 im Zeitraum 1. Januar bis 30. April 2024) von
anerkannten Asylberechtigten und 5.846 (1.625 im Zeitraum 1. Januar bis 30. April
2024) von anerkannten Flüchtlingen (Artikel 16a GG und § 3 Absatz 1 AsylG).
Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden.
Gesamtjahr 2023 absolut Verhältnis zu Asylerstanträgen gesamt
gesamt 22.603 6,9 %
darunter:
Syrien 8.912 8,7 %
Afghanistan 2.334 4,6 %
Türkei 1.212 2,0 %
Irak 2.247 20,1 %
Iran 359 3,8 %
Russische Föderation 357 4,7 %
Jemen 39 2,2 %
Algerien 29 1,4 %
Tunesien 38 1,6 %
ungeklärt 626 15,4 %
01.01.–30.04.2024 absolut Verhältnis zu Asylerstanträgen gesamt
gesamt 7.040 8,3 %
darunter:
Syrien 2.443 9,3 %
Afghanistan 726 5,6 %
Türkei 613 5,2 %
Irak 569 15,4 %
Somalia 279 12,2 %
Iran 103 4,6 %
ungeklärt 219 11,0 %
Russische Föderation 129 7,3 %
Kolumbien 10 0,7 %
Venezuela 34 2,6 %
19. Welche Asylentscheidungen ergingen bei unbegleiteten Minderjährigen
im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 (bitte nach verschiedenen
Schutzstatus, Ablehnung, Ablehnung als offensichtlich unbegründet,
Dublin-Entscheidung, sonstige Verfahrenserledigung und wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
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20. Wie viele unbegleitete Minderjährige wurden im Jahr 2023 bzw. im
bisherigen Jahr 2024 an welchen Grenzen durch die Bundespolizei
aufgegriffen, wie viele von ihnen wurden an die Jugendämter übergeben, wie
viele von ihnen wurden zurückgewiesen oder zurückgeschoben (bitte
nach den fünf wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
1. Januar 2023 bis
30. April 2024
Unbegleitete
Minderjährige
darunter Übergabe
Jugendamt
darunter
Zurückweisungen
darunter
Zurückschiebungen
gesamt 11.164 8.466 1.018 280
davon nach Grenzen:
Belgien 394 343 1 1
Dänemark 38 25 1 1
Frankreich 1.043 686 7 212
Luxemburg 46 33 3
Niederlande 122 62 1 35
Polen 2.029 1.608 53 2
Schweiz 3.948 3.234 272 6
Tschechien 875 807 4 3
ungeklärt 385 349
Österreich 2.136 1.253 674 17
Luftgrenze 139 58 5
Seegrenze 9 8
nach Staatsangehörigkeit (fünf häufigste)
afghanisch 3.569 2.791 344 15
syrisch 3.205 2.580 257 23
guineisch 815 648 35 81
türkisch 524 349 76 9
somalisch 471 365 46 4
Differenzen in den Tabellen zwischen der Zahl der festgestellten unbegleiteten
Minderjährigen und den aufgeführten Maßnahmen erklären sich aus sonstigen
Maßnahmen der mit der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden
Verkehrs beauftragten Behörden, etwa der Übergabe an inländische Behörden
(z. B. Polizeien der Länder, Ausländerbehörden).
21. Wie viele Asylanträge wurden im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr
2024 als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt (bitte Angaben
differenziert nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern machen und zudem
jeweils in Relation zur Gesamtzahl der Ablehnungen setzen)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Gesamtjahr 2023 Ablehnung insgesamt darunter: als offensichtlich
unbegründet abgelehnt
Anteil an Ablehnungen
gesamt
gesamt 61.778 25.551 41,4 %
darunter:
Syrien 55 5 9,1 %
Türkei 14.555 2.686 18,5 %
Afghanistan 478 24 5,0 %
Irak 6.514 744 11,4 %
Iran 2.444 103 4,2 %
Georgien 7.964 5.822 73,1 %
Russische Föderation 1.178 185 15,7 %
Gesamtjahr 2023 Ablehnung insgesamt darunter: als offensichtlich
unbegründet abgelehnt
Anteil an Ablehnungen
gesamt
Somalia 202 6 3,0 %
Eritrea 359 5 1,4 %
ungeklärt 671 205 30,6 %
Venezuela 1.539 545 35,4 %
Guinea 506 106 20,9 %
Kolumbien 804 121 15,0 %
Nordmazedonien 3.352 3.329 99,3 %
Pakistan 1.064 199 18,7 %
01.01.–30.04.2024 Ablehnung insgesamt darunter: als offensichtlich
unbegründet abgelehnt
Anteil an Ablehnungen
gesamt
gesamt 28.844 12.302 42,7 %
darunter:
Syrien 6 1 16,7 %
Afghanistan 352 14 4,0 %
Türkei 8.368 1.713 20,5 %
Irak 2.161 280 13,0 %
Somalia 92 4 4,3 %
Iran 1.083 56 5,2 %
ungeklärt 166 74 44,6 %
Russische Föderation 1.026 203 19,8 %
Kolumbien 523 22 4,2 %
Venezuela 806 195 24,2 %
Guinea 221 50 22,6 %
Eritrea 179 10 5,6 %
Georgien 2.681 2.628 98,0 %
Tunesien 1.030 590 57,3 %
Nigeria 397 84 21,2 %
22. Wie viele sogenannte Flughafenverfahren wurden im Jahr 2023 bzw. im
bisherigen Jahr 2024 an welchen Flughafenstandorten mit welchem
Ergebnis durchgeführt (bitte auch Angaben zum Anteil der Minderjährigen,
der unbegleiteten Minderjährigen und den zehn wichtigsten
Herkunftsländern machen), und in wie vielen Fällen wurden Rechtsmittel gegen
eine Ablehnung als offensichtlich unbegründet eingelegt, und was waren
die Ergebnisse der gerichtlichen Überprüfung (bitte nach wichtigsten
Herkunftsländern aufschlüsseln)?
Im Berichtszeitraum gab es keine Flughafenverfahren für unbegleitete
Minderjährige. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden.
Gesamtjahr 2023 Flughafenverfahren Entscheidungen innerhalb
von 2 Tagen nach
Antragstellung
Herkunftsland Aktenanlage darunter: Personen
unter 18 Jahren
Mitteilung
§ 18a Absatz 6
offens.
unbegründet
eingestellt
Insgesamt 402 36 277 125 0
darunter:
Syrien 97 11 97 0 0
Iran 61 6 57 3 0
Afghanistan 27 0 26 0 0
Marokko 20 0 3 17 0
Gesamtjahr 2023 Flughafenverfahren Entscheidungen innerhalb
von 2 Tagen nach
Antragstellung
Herkunftsland Aktenanlage darunter: Personen
unter 18 Jahren
Mitteilung
§ 18a Absatz 6
offens.
unbegründet
eingestellt
Sri Lanka 16 0 3 13 0
Simbabwe 15 2 8 7 0
Somalia 14 0 12 0 0
Türkei 14 2 3 11 0
Irak 11 1 6 5 0
Myanmar 11 3 11 0 0
Gesamtjahr 2023 Flughafenverfahren Entscheidungen innerhalb
von 2 Tagen nach
Antragstellung
Flughafen Aktenanlage darunter: Personen
unter 18 Jahren
Mitteilung
§ 18a Absatz 6
offens.
unbegründet
eingestellt
gesamt 402 36 277 125 0
Flughafen Berlin 39 3 30 9 0
Flughafen Frankfurt 328 29 223 105 0
Flughafen München 35 4 24 11 0
Rechtsmittel Verwaltungsgericht
Herkunftsland eingelegt stattgegeben abgelehnt
gesamt 108 7 94
Syrien 0 0 0
Iran 3 0 3
Afghanistan 0 0 0
Marokko 15 0 14
Sri Lanka 11 0 11
Simbabwe 4 0 4
Somalia 0 0 1
Türkei 5 2 3
Irak 4 0 3
Myanmar 0 0 0
01.01.–30.04.2024 Flughafenverfahren Entscheidungen innerhalb
von 2 Tagen nach
Antragstellung
Herkunftsland Aktenanlage darunter: Personen
unter 18 Jahren
Mitteilung
§ 18a Absatz 6
offens.
unbegründet
eingestellt
gesamt 131 20 76 55 0
darunter:
Syrien 25 3 24 0 0
Afghanistan 22 3 22 0 0
Iran 12 2 11 1 0
Marokko 12 0 0 12 0
Irak 10 1 8 2 0
Simbabwe 7 3 1 6 0
Pakistan 6 4 0 6 0
Sri Lanka 5 0 0 5 0
ungeklärt 4 2 4 0 0
Kamerun 3 0 1 2 0
01.01.–30.04.2024 Flughafenverfahren Entscheidungen innerhalb
von 2 Tagen nach
Antragstellung
Flughafen Aktenanlage darunter: Personen
unter 18 Jahren
Mitteilung
§ 18a Absatz 6
offens.
unbegründet
eingestellt
gesamt 131 20 76 55 0
Flughafen Berlin 14 2 13 1 0
Flughafen Frankfurt 106 14 57 49 0
Flughafen München 11 4 6 5 0
Rechtsmittel Verwaltungsgericht
Herkunftsland eingelegt stattgegeben abgelehnt
gesamt 46 1 37
Syrien 0 0 0
Afghanistan 0 0 0
Iran 1 0 1
Marokko 10 0 9
Irak 3 0 2
Simbabwe 5 0 0
Pakistan 6 0 6
Sri Lanka 6 0 5
ungeklärt 0 0 0
Kamerun 2 0 2
23. Wie lauten nach Kenntnis der Bundesregierung die statistischen Daten zu
Rechtsmitteln und Gerichtsentscheidungen im Bereich Asyl für das
Gesamtjahr 2023 bzw. für das bisherige Jahr 2024 (bitte jeweils in der
Differenzierung wie in der Antwort zu Frage 13 auf Bundestagsdrucksache
20/432 darstellen: Asylverfahren, Widerrufsverfahren, Eilanträge in
Dublin-Verfahren, Verfahrensdauern, auch zu Verfahren des
einstweiligen Rechtsschutzes bzw. nach § 80 Absatz 5 der
Verwaltungsgerichtsordnung; neben der Differenzierung nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern bitte in jedem Fall auch Angaben zu den sicheren Herkunftsstaaten
sowie zu Marokko, Tunesien, Algerien, Belarus, Ukraine, Russische
Föderation und Türkei machen – aus Gründen der Übersichtlichkeit und
wegen geringer Fallzahlen in den weiteren Instanzen sind Angaben zur
ersten Instanz ausreichend)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
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Gesamtjahr 2023 20,7 27,6
durchschnittliche Dauer gerichtlicher Verfahren in Monaten
Verfahrensdauer Erst- und Folgeanträge Verfahrensdauer Widerrufe
01.01.– 31.03.2024 17,6 30,8
Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen im Dublin-Verfahren:
Gesamtjahr 2023 (Stand: 15.02.2024) abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 5.862 3.002 8.864
darunter:
Türkei 1.143 360 1.503
Afghanistan 903 553 1.456
Syrien 745 523 1.268
Russische Föderation 695 147 842
Irak 346 341 687
Iran 139 432 571
Nigeria 158 47 205
Libanon 65 88 153
Guinea 72 77 149
Aserbaidschan 118 19 137
Tunesien 103 31 134
Pakistan 101 14 115
Indien 104 7 111
Ungeklärt 68 42 110
Kamerun 42 49 91
Albanien 7 0 7
Bosnien und Herzegowina 8 0 8
Georgien 48 3 51
Ghana 6 3 9
Kosovo 10 0 10
Moldau 8 0 8
Montenegro 0 0 0
Nordmazedonien 0 0 0
Senegal 6 0 6
Serbien 1 1 2
Algerien 66 4 70
Belarus 49 0 49
Marokko 52 10 62
Ukraine 2 1 3
Zeitraum: 01.01.–31.03.2024
(Stand: 15.05.2023)
abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 1.989 490 2.479
darunter:
Türkei 574 52 626
Afghanistan 356 55 411
Syrien 238 81 319
Russische Föderation 106 34 140
Iran 46 55 101
Irak 62 31 93
Guinea 22 61 83
Zeitraum: 01.01.–31.03.2024
(Stand: 15.05.2023)
abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen
Angola 54 5 59
Nigeria 40 11 51
Benin 37 6 43
Pakistan 40 2 42
Indien 29 0 29
Tunesien 14 15 29
Sierra Leone 26 1 27
Kamerun 19 7 26
Albanien 13 0 13
Bosnien und Herzegowina 0 0 0
Georgien 7 0 7
Ghana 1 5 6
Kosovo 0 0 0
Moldau 3 0 3
Montenegro 0 0 0
Nordmazedonien 5 0 5
Senegal 7 0 7
Serbien 0 2 2
Algerien 17 2 19
Belarus 10 1 11
Marokko 14 1 15
Ukraine 1 0 1
Verfahrensdauer Eilanträge im Dublin-Verfahren (in Tagen):
Gesamtjahr 2023
(Stand: 15.02.2024)
Antrag nach § 80
Absatz 5 VwGO
Antrag nach § 80
Absatz 7 VwGO
Antrag nach
§ 123 VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 43,7 31,1 30,3
darunter:
Türkei 43,3 37,1 44,3
Afghanistan 51,8 34,0 30,7
Syrien 39,4 14,2 21,8
Russische Föderation 45,6 46,6 33,9
Irak 58,6 23,0 22,2
Iran 31,0 11,4 26,3
Nigeria 53,4 48,4 16,0
Libanon 19,9 25,8 33,0
Guinea 27,5 8,3 44,0
Aserbaidschan 29,9 20,4 8,2
Tunesien 31,5 0,0 20,5
Pakistan 33,3 7,0 30,0
Indien 31,6 19,5 0,0
ungeklärt 57,2 28,8 14,3
Kamerun 36,7 34,7 0,0
Albanien 12,6 0,0 0,0
Bosnien und Herzegowina 20,3 7,0 0,0
Georgien 26,6 29,5 0,0
Ghana 24,2 0,0 0,0
Kosovo 11,1 0,0 0,0
Moldau 35,1 0,0 0,0
Montenegro 0,0 0,0 0,0
Nordmazedonien 0,0 0,0 0,0
Gesamtjahr 2023
(Stand: 15.02.2024)
Antrag nach § 80
Absatz 5 VwGO
Antrag nach § 80
Absatz 7 VwGO
Antrag nach
§ 123 VwGO
Senegal 63,8 0,0 0,0
Serbien 15,5 0,0 0,0
Algerien 28,6 0,0 25,5
Belarus 128,9 0,0 0,0
Marokko 17,9 12,9 6,0
Ukraine 134,7 0,0 0,0
Zeitraum: 01.01.–31.03.2024
(Stand: 15.05.2024)
Antrag nach § 80
Absatz 5 VwGO
Antrag nach § 80
Absatz 7 VwGO
Antrag nach
§ 123 VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 42,8 39,4 25,1
darunter:
Türkei 44,5 98,1 60,9
Afghanistan 47,9 35,9 16,6
Syrien 36,3 21,3 22,6
Russische Föderation 46,7 41,3 32,6
Iran 50,6 27,4 8,0
Irak 61,2 40,4 16,0
Guinea 24,4 17,3 0,0
Angola 17,4 9,3 8,0
Nigeria 42,9 19,0 112,0
Benin 47,4 0,0 0,0
Pakistan 43,5 7,3 2,0
Indien 42,6 1,0 0,0
Tunesien 59,8 0,0 0,0
Sierra Leone 31,1 0,0 4,0
Kamerun 35,9 9,0 0,0
Albanien 19,5 0,0 0,0
Bosnien und Herzegowina 0,0 0,0 0,0
Georgien 35,0 0,0 0,0
Ghana 8,8 0,0 0,0
Kosovo 0,0 0,0 0,0
Moldau 16,0 0,0 0,0
Montenegro 0,0 0,0 0,0
Nordmazedonien 54,0 0,0 0,0
Senegal 7,5 0,0 7,0
Serbien 19,0 0,0 0,0
Algerien 31,9 9,0 0,0
Belarus 155,0 0,0 0,0
Marokko 20,5 9,0 0,0
Ukraine 62,0 0,0 0,0
Gerichtsentscheidungen zu Eilanträgen (einstweiliger Rechtsschutz) gesamt:
Gesamtjahr 2023 (Stand: 15.02.2024) abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 27.876 10.269 38.145
darunter:
Syrien 2.878 2.504 5.382
Türkei 4.040 1.016 5.056
Georgien 4.211 247 4.458
Afghanistan 2.063 1.607 3.670
Irak 1.550 1.045 2.595
Nordmazedonien 1.809 112 1.921
Gesamtjahr 2023 (Stand: 15.02.2024) abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen
Russische Föderation 1.341 289 1.630
Iran 492 865 1.357
Serbien 972 80 1.052
Albanien 604 61 665
Nigeria 437 213 650
Moldau 575 26 601
Armenien 498 72 570
Venezuela 383 119 502
Aserbaidschan 445 56 501
Bosnien und Herzegowina 340 15 355
Ghana 105 42 147
Kosovo 203 10 213
Montenegro 87 5 92
Senegal 44 5 49
Algerien 247 34 281
Belarus 148 3 151
Marokko 206 29 235
Tunesien 392 78 470
Ukraine 4 5 9
Zeitraum: 01.01.–31.03.2024
(Stand: 15.05.2024)
abgelehnt stattgegeben Gesamtentscheidungen
Staatsangehörigkeiten gesamt 8.568 1.932 10.500
darunter:
Türkei 1.492 318 1.810
Georgien 1.513 74 1.587
Syrien 591 282 873
Afghanistan 633 213 846
Nordmazedonien 701 37 738
Irak 323 160 483
Serbien 348 22 370
Russische Föderation 191 81 272
Tunesien 208 56 264
Albanien 226 37 263
Moldau 192 8 200
Armenien 145 21 166
Iran 76 78 154
Nigeria 95 41 136
Algerien 119 13 132
Bosnien und Herzegowina 115 17 132
Ghana 32 13 45
Kosovo 103 8 111
Montenegro 35 2 37
Senegal 18 1 19
Belarus 35 1 36
Marokko 85 8 93
Ukraine 1 0 1
Verfahrensdauer Eilanträge (einstweiliger Rechtsschutz) gesamt (in Tagen):
Gesamtjahr 2023
(Stand: 15.02.2024)
Antrag nach § 80
Absatz 5 VwGO
Antrag nach § 80
Absatz 7 VwGO
Antrag nach
§ 123 VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 39,0 30,1 40,4
darunter:
Syrien 33,0 29,8 31,5
Türkei 36,0 35,9 31,4
Georgien 33,4 22,9 35,5
Afghanistan 48,2 32,7 49,4
Irak 46,6 22,4 27,6
Nordmazedonien 37,2 45,8 39,2
Russische Föderation 52,5 36,2 44,4
Iran 33,6 32,3 66,0
Serbien 32,7 43,0 39,9
Albanien 31,7 12,2 26,0
Nigeria 56,3 47,4 89,4
Moldau 56,0 57,7 87,0
Armenien 37,6 22,2 36,7
Venezuela 37,7 22,3 14,0
Aserbaidschan 20,1 13,8 22,6
Bosnien und Herzegowina 41,6 52,3 43,3
Ghana 39,4 52,6 57,3
Kosovo 23,5 15,8 38,8
Montenegro 33,8 0,0 17,5
Senegal 53,9 16,0 5,0
Algerien 28,2 5,2 15,1
Belarus 72,9 9,0 44,0
Marokko 29,5 16,8 13,8
Tunesien 38,5 9,5 21,0
Ukraine 404,9 32,0 0,0
Zeitraum: 01.01.–31.03.2024
(Stand: 15.05.2024)
Antrag nach § 80
Absatz 5 VwGO
Antrag nach § 80
Absatz 7 VwGO
Antrag nach § 123
VwGO
Staatsangehörigkeiten gesamt 37,0 32,5 30,5
darunter:
Türkei 32,6 34,3 35,7
Georgien 25,4 43,5 25,8
Syrien 42,5 25,6 28,3
Afghanistan 49,7 21,2 18,9
Nordmazedonien 46,6 16,5 36,0
Irak 41,8 30,4 22,3
Serbien 31,3 15,4 22,2
Russische Föderation 42,8 49,8 34,0
Tunesien 36,2 15,8 18,9
Albanien 32,7 77,1 41,8
Moldau 25,2 7,0 31,7
Armenien 36,2 4,5 51,4
Iran 47,5 40,3 17,6
Nigeria 45,5 15,3 38,0
Algerien 23,4 11,0 36,3
Bosnien und Herzegowina 28,5 35,3 42,8
Ghana 32,3 28,0 19,0
Kosovo 34,5 84,0 27,1
Zeitraum: 01.01.–31.03.2024
(Stand: 15.05.2024)
Antrag nach § 80
Absatz 5 VwGO
Antrag nach § 80
Absatz 7 VwGO
Antrag nach § 123
VwGO
Montenegro 28,3 14,0 33,8
Senegal 20,5 0,0 9,5
Belarus 54,6 0,0 0,0
Marokko 23,5 6,0 15,5
Ukraine 62,0 0,0 0,0
a) Wie viele Rechtsmittel sind derzeit nach Kenntnis der
Bundesregierung anhängig in Verfahren, in denen subsidiär Schutzberechtigte oder
Personen mit nationalem Abschiebungsschutz (bitte differenzieren)
auf einen Flüchtlingsstatus klagen (bitte auch nach den zehn
wichtigsten Herkunftsländern differenzieren), und wie viele dieser Verfahren
wurden im Jahr 2023 mit welchem Ergebnis entschieden (bitte nach
Bundesländern und den zehn wichtigsten Herkunftsländern
differenzieren; Angaben zur ersten Instanz sind ausreichend)?
Die folgenden Klagen gegen Entscheidungen über Asylanträge, in denen vom
BAMF subsidiärer Schutz gewährt wurde, waren zum Stichtag 31. März 2024
anhängig.
anhängige Rechtsmittel gegen subsidiären Schutz zum 31. März 2024
nach Staatsangehörigkeit Klagen
gesamt 9.276
darunter:
Syrien 8.612
Irak 143
ungeklärt 139
Eritrea 93
Afghanistan 70
Jemen 55
Iran 29
Staatenlos 27
Somalia 20
Libyen 16
anhängige Rechtsmittel gegen subsidiären Schutz zum 31. März 2024
nach Bundesländern Klagen
gesamt 9.276
Baden-Württemberg 1.431
Bayern 567
Berlin 1.186
Brandenburg 457
Bremen 120
Hamburg 176
Hessen 800
Mecklenburg-Vorpommern 242
Niedersachsen 906
Nordrhein-Westfalen 2.087
Rheinland-Pfalz 43
Saarland 87
Sachsen 484
Sachsen-Anhalt 259
Schleswig-Holstein 129
Thüringen 302
Die folgenden Klagen gegen die Feststellung eines Abschiebungsverbotes
waren zum Stichtag 31. März 2024 anhängig.
anhängige Rechtsmittel gegen Feststellung eines
Abschiebungsverbotes zum 31. März 2024
nach Staatsangehörigkeit Klagen
gesamt 1.783
darunter:
Afghanistan 930
Irak 217
Syrien 182
Somalia 159
Eritrea 53
Äthiopien 33
Ungeklärt 27
Jemen 22
Türkei 22
Nigeria 19
anhängige Rechtsmittel gegen Feststellung eines
Abschiebungsverbotes zum 31. März 2024
nach Bundesländern Klagen
gesamt 1.783
Baden-Württemberg 227
Bayern 173
Berlin 120
Brandenburg 49
Bremen 23
Hamburg 63
Hessen 231
Mecklenburg-Vorpommern 47
Niedersachsen 164
Nordrhein-Westfalen 471
Rheinland-Pfalz 22
Saarland 10
Sachsen 64
Sachsen-Anhalt 22
Schleswig-Holstein 80
Thüringen 17
Über die Klagen gegen Entscheidungen über Asylanträge, in denen vom
BAMF subsidiärer Schutz gewährt wurde, wurde wie folgt entschieden.
nach
Staatsangehörigkeit
Summe
Entscheidungen
Anerkennungen
gemäß Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz
gemäß § 3 Absatz 1
AsylG
keine
Verbesserung
Gesamtjahr 2023 5.551 12 516 5.023
darunter:
Syrien 5.076 9 457 4.610
Irak 94 0 16 78
ungeklärt 84 1 9 74
Afghanistan 68 0 10 58
Eritrea 53 0 2 51
Jemen 48 0 3 45
Somalia 27 0 3 24
nach
Staatsangehörigkeit
Summe
Entscheidungen
Anerkennungen
gemäß Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz
gemäß § 3 Absatz 1
AsylG
keine
Verbesserung
staatenlos 22 0 1 21
Iran 17 1 6 10
Türkei 11 0 3 8
nach Bundesländern Summe
Entscheidungen
Anerkennungen
gemäß Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz
gemäß § 3 Absatz 1
AsylG
keine
Verbesserung
Gesamtjahr 2023 5.551 12 516 5.023
Baden-Württemberg 873 1 118 754
Bayern 600 1 15 584
Berlin 349 1 68 280
Brandenburg 200 0 52 148
Bremen 95 1 48 46
Hamburg 85 1 14 70
Hessen 705 0 17 688
Mecklenburg-
Vorpommern
69 0 0 69
Niedersachsen 453 2 25 426
Nordrhein-Westfalen 1.186 5 96 1.085
Rheinland-Pfalz 137 0 16 121
Saarland 46 0 0 46
Sachsen 261 0 25 236
Sachsen-Anhalt 209 0 6 203
Schleswig-Holstein 84 0 5 79
Thüringen 199 0 11 188
Über die Klagen gegen die Feststellung eines Abschiebungsverbotes wurden
wie folgt entschieden:
nach
Staatsangehörigkeit
Summe
Entscheidungen
Anerkennungen gemäß
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz gemäß
§ 3 Absatz 1
AsylG
subsidiärer
Schutz gemäß
§ 4 Absatz 1
AsylG
keine
Verbesserung
Gesamtjahr 2023 1.970 7 127 50 1.786
Afghanistan 1.335 6 86 9 1.234
Irak 175 0 23 1 151
Syrien 114 0 1 10 103
Somalia 101 0 6 5 90
Eritrea 44 0 1 12 31
Äthiopien 24 0 2 0 22
ungeklärt 18 0 0 0 18
Nigeria 17 0 1 1 15
Türkei 15 1 2 0 12
Jemen 14 0 0 6 8
nach
Bundesländern
Summe
Entscheidungen
Anerkennungen gemäß
Artikel 16a GG
Flüchtlingsschutz gemäß
§ 3 Absatz 1
AsylG
subsidiärer
Schutz gemäß
§ 4 Absatz 1
AsylG
keine
Verbesserung
Gesamtjahr 2023 1.970 7 127 50 1.786
Baden-Württemberg 120 0 3 3 114
Bayern 209 2 6 7 194
Berlin 184 0 3 3 178
Brandenburg 84 0 1 5 78
Bremen 47 0 2 1 44
Hamburg 52 0 5 47
Hessen 212 2 17 4 189
Mecklenburg-
Vorpommern
33 0 0 0 33
Niedersachsen 249 1 21 5 222
Nordrhein-Westfalen 497 2 46 12 437
Rheinland-Pfalz 79 0 2 1 76
Saarland 12 0 1 0 11
Sachsen 41 0 3 2 36
Sachsen-Anhalt 18 0 3 0 15
Schleswig-Holstein 99 0 14 3 82
Thüringen 34 0 0 4 30
b) Gegen wie viele der Asylbescheide des BAMF wurden im Jahr 2023
bzw. im bisherigen Jahr 2024 Rechtsmittel eingelegt (bitte in absoluten
und relativen Zahlen angeben und Klagequoten in Bezug auf die
Gesamtzahl der Bescheide und in Bezug auf ablehnende Bescheide
gesondert ausweisen; bitte jeweils nach den 15 wichtigsten
Herkunftsländern und zusätzlich nach den zu sicher erklärten Herkunftsländern
differenzieren, zusätzlich nach der Art der Ablehnung: unbegründet,
offensichtlich unbegründet, unzulässig, differenzieren), und wie
lautete die Klagequote in Bezug auf alle ablehnenden Bescheide des
BAMF für das Jahr 2023 bzw. das bisherige Jahr 2024?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
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Staatsangehörigkeit ablehnende Entscheidungen
Gesamtjahr 2023
Stand: 15.02.2024
davon beklagt Anteil
gesamt 126.324 74.276 58,8 %
darunter:
Syrien 10.483 5.128 48,9 %
Afghanistan 10.915 4.547 41,7 %
Türkei 20.982 16.872 80,4 %
Irak 9.712 7.333 75,5 %
Georgien 10.007 6.516 65,1 %
Iran 4.857 3.474 71,5 %
Nordmazedonien 6.863 2.907 42,4 %
Russische Föderation 4.766 2.415 50,7 %
Somalia 897 553 61,6 %
Eritrea 585 398 68,0 %
Serbien 3.678 1.470 40,0 %
ungeklärt 1.572 910 57,9 %
Moldau 3.310 801 24,2 %
Nigeria 2.586 1.651 63,8 %
Albanien 2.415 940 38,9 %
Bosnien und Herzegowina 1.155 427 37,0 %
Ghana 406 161 39,7 %
Kosovo 713 352 49,4 %
Montenegro 300 146 48,7 %
Senegal 122 53 43,4 %
Staatsangehörigkeit ablehnende Entscheidungen
01.01.–31.03.2024
Stand: 15.05.2024
davon beklagt Anteil
gesamt 43.472 24.017 55,2 %
darunter:
Syrien 3.718 1.072 28,8 %
Afghanistan 3.338 1.126 33,7 %
Türkei 9.678 7.184 74,2 %
Irak 2.433 1.742 71,6 %
Georgien 2.885 1.760 61,0 %
Russische Föderation 1.949 933 47,9 %
Iran 1.317 995 75,6 %
Nordmazedonien 1.712 713 41,6 %
Tunesien 1.232 586 47,6 %
Serbien 1.081 455 42,1 %
Somalia 373 220 59,0 %
Ungeklärt 380 190 50,0 %
Algerien 968 264 27,3 %
Eritrea 206 127 61,7 %
Moldau 866 259 29,9 %
Albanien 709 267 37,7 %
Bosnien und Herzegowina 399 157 39,3 %
Ghana 116 43 37,1 %
Kosovo 317 137 43,2 %
Montenegro 96 43 44,8 %
Senegal 66 36 54,5 %
c) Wie ist die aktuelle Zahl der anhängigen Gerichtsverfahren im Bereich
Asyl, differenziert nach (Bundes-, Ober-)Verwaltungsgerichten?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Gericht Stand: 15.05.2024 Anzahl anhängiger Gerichtsverfahren
bei Gericht anhängige Verfahren 123.007
Bundesverwaltungsgericht 17
VGH Baden-Württemberg 39
VG Freiburg 2.343
VG Karlsruhe 2.519
VG Sigmaringen 2.699
VG Stuttgart 4.910
Bayerischer Verwaltungsgerichtshof 28
VG Ansbach 3.011
VG Augsburg 1.285
VG Bayreuth 1.414
VG München 5.572
VG Regensburg 1.609
VG Würzburg 852
Bayerischer VGH – Außenstelle Ansbach 17
OVG Berlin-Brandenburg 99
VG Berlin 10.466
VG Cottbus 1.217
VG Frankfurt/Oder 749
VG Potsdam 2.582
OVG der Freien Hansestadt Bremen 12
VG Bremen 1.212
Hamburgisches Oberverwaltungsgericht 9
VG Hamburg 2.525
Hessischer Verwaltungsgerichtshof 33
VG Darmstadt 3.362
VG Frankfurt/Main 1.803
VG Kassel 1.683
VG Wiesbaden 1.534
VG Gießen 2.956
Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht 77
VG Braunschweig 2.713
VG Hannover 4.339
VG Oldenburg 3.104
VG Osnabrück 1.399
VG Stade 1.773
VG Lüneburg 1.276
VG Göttingen 641
OVG für das Land Nordrhein-Westfalen 213
VG Aachen 2.494
VG Arnsberg 4.918
VG Düsseldorf 5.362
VG Gelsenkirchen 3.731
VG Köln 4.543
VG Minden 2.550
VG Münster 2.924
OVG Rheinland-Pfalz 48
VG Trier 2.098
OVG des Saarlandes 3
Gericht Stand: 15.05.2024 Anzahl anhängiger Gerichtsverfahren
VG des Saarlandes 872
Schleswig-Holsteinisches OVG 36
VG Schleswig-Holstein 4.312
OVG Sachsen-Anhalt 1
VG Magdeburg 847
VG Halle 1.060
Thüringer Oberverwaltungsgericht 90
VG Gera 298
VG Meiningen 1.104
VG Weimar 1.622
Sächsisches Oberverwaltungsgericht 52
VG Chemnitz 4.081
VG Dresden 3.572
VG Leipzig 1.756
OVG Mecklenburg-Vorpommern 23
VG Greifswald 1.080
VG Schwerin 1.438
d) In wie vielen Fällen erhielten zunächst abgelehnte Asylsuchende im
Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 doch noch einen Schutzstatus,
und in wie vielen Fällen basierte dies auf einer Gerichtsentscheidung,
auf einer Abhilfeentscheidung bzw. geschah dies infolge eines
Folgeantrags oder aus sonstigem Grunde (bitte differenzieren und zudem
nach den 15 wichtigsten Staatsangehörigkeiten auflisten)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Positive Entscheidungen aufgrund einer Gerichts- und Abhilfeentscheidung.
Zeitraum: 01.01.–31.12.2023
Staatsangehörigkeit davon aufgrund einer Gerichtsentscheidung Abhilfeentscheidungen
gesamt 13.606 9.131 4.475
davon:
Syrien 1.212 794 418
Türkei 1.210 780 430
Afghanistan 2.332 1.046 1.286
Irak 1.256 961 295
Iran 1.852 1.333 519
Georgien 70 40 30
Russische Föderation 511 302 209
Somalia 516 376 140
Eritrea 185 135 50
ungeklärt 379 258 121
Venezuela 189 171 18
Guinea 202 136 66
Kolumbien 57 52 5
Nordmazedonien 17 7 10
Pakistan 445 333 112
Positive Entscheidungen infolge von Folgeanträgen.
Zeitraum: 01.01.–31.12.2023
Staatsangehörigkeit Summe
gesamt 6.278
davon:
Syrien 920
Türkei 134
Afghanistan 3.891
Irak 206
Iran 355
Georgien 3
Russische Föderation 102
Somalia 196
Eritrea 30
ungeklärt 75
Venezuela 1
Guinea 20
Kolumbien 0
Nordmazedonien 0
Pakistan 40
Positive Entscheidungen infolge von sonstigen Gründen.
Zeitraum: 01.01.–31.12.2023
Staatsangehörigkeit Summe
gesamt 954
davon:
Syrien 16
Türkei 3
Afghanistan 609
Irak 39
Iran 12
Georgien 0
Russische Föderation 2
Somalia 32
Eritrea 3
ungeklärt 7
Venezuela 2
Guinea 7
Kolumbien 0
Nordmazedonien 2
Pakistan 11
Positive Entscheidungen aufgrund einer Gerichts- und Abhilfeentscheidung.
Zeitraum: 01.01.–31.03.2024
Staatsangehörigkeit davon aufgrund einer Gerichtsentscheidung Abhilfeentscheidungen
gesamt 2.963 1.855 1.108
davon:
Syrien 253 115 138
Afghanistan 240 117 123
Türkei 311 163 148
Irak 415 317 98
Iran 383 276 107
Zeitraum: 01.01.–31.03.2024
Staatsangehörigkeit davon aufgrund einer Gerichtsentscheidung Abhilfeentscheidungen
Somalia 86 48 38
ungeklärt 129 85 44
Russische Föderation 127 58 69
Kolumbien 5 5 0
Venezuela 34 30 4
Guinea 40 18 22
Georgien 18 5 13
Eritrea 59 42 17
Tunesien 6 3 3
Nordmazedonien 2 2 0
Positive Entscheidungen infolge von Folgeanträgen.
Zeitraum: 01.01.–31.03.2024
Staatsangehörigkeit Summe
gesamt 1.028
davon:
Syrien 221
Afghanistan 478
Türkei 33
Irak 41
Iran 69
Somalia 46
ungeklärt 21
Russische Föderation 20
Kolumbien 0
Venezuela 1
Guinea 2
Georgien 1
Eritrea 12
Tunesien 0
Nordmazedonien 0
Positive Entscheidungen infolge von sonstigen Gründen.
Zeitraum: 01.01.–31.03.2024
Staatsangehörigkeit Summe
gesamt 88
davon:
Syrien 0
Afghanistan 43
Türkei 0
Irak 4
Iran 2
Somalia 11
ungeklärt 2
Russische Föderation 0
Kolumbien 0
Venezuela 0
Guinea 1
Georgien 0
Eritrea 0
Zeitraum: 01.01.–31.03.2024
Staatsangehörigkeit Summe
Tunesien 0
Nordmazedonien 1
e) Wie viele gerichtliche Entscheidungen im Eilverfahren gab es im
Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024 zu Asylsuchenden, denen
bereits in einem anderen Mitgliedstaat Schutz gewährt worden war, und
mit welchem Ergebnis (bitte nach den zehn wichtigsten
Herkunftsstaaten auflisten)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Entscheidungen in Eilverfahren – Schutzgewährung in einem anderen Mitgliedstaat
nach § 29 Absatz 1 Nummer 2 AsylG
Zeitraum: 01.01.–31.12.2023 (Stand: 15.02.2024)
Staatsangehörigkeit abgelehnt stattgegeben gesamt
gesamt 1.584 2.080 3.664
darunter:
Syrien 995 1.028 2.023
Afghanistan 337 520 857
Irak 46 190 236
Somalia 62 116 178
ungeklärt 47 68 115
Staatsangehörigkeit ohne Bezeichnung 11 48 59
Iran 18 29 47
Nigeria 5 24 29
Pakistan 15 6 21
Türkei 6 14 20
Entscheidungen in Eilverfahren – Schutzgewährung in einem anderen Mitgliedstaat
nach § 29 Absatz 1 Nummer 2 AsylG
Zeitraum: 01.01.–31.03.2024 (Stand: 15.05.2024)
Staatsangehörigkeit abgelehnt stattgegeben gesamt
gesamt 663 426 1.089
darunter:
Syrien 312 190 502
Afghanistan 249 138 387
Somalia 35 32 67
ungeklärt 19 26 45
Irak 21 9 30
Nigeria 6 11 17
Eritrea 5 5 10
Pers. aus palästinensischen Gebieten
(nicht als Staat anerkannt)
0 6 6
Russische Föderation 3 3 6
Libyen 0 3 3
f) Wie hoch waren die Kosten, die dem Bundesamt für Migration und
Flüchtlinge (BAMF) im Jahr 2023 aufgrund verlorener Asyl-
Gerichtsverfahren entstanden sind (bitte Gesamtkosten nennen und zudem
nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern aufschlüsseln)?
Die Gesamtkosten aller verlorenen Asyl-Gerichtsverfahren im Jahr 2023
beliefen sich auf 17.796.756,32 Euro. Die Kosten, die dem BAMF bezüglich der
zehn wichtigsten Herkunftsländer im Jahr 2023 entstanden sind, können der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Herkunftsland Ausgaben
Syrien 3.575.425,84 Euro
Türkei 1.218.603,08 Euro
Afghanistan 3.496.685,83 Euro
Irak 1.444.003,54 Euro
Iran, Islam. Republik 1.998.040,11 Euro
Georgien 83.675,27 Euro
Russische Föderation 458.829,58 Euro
Somalia 616.042,48 Euro
Eritrea 198.924,02 Euro
ungeklärte Staatsangehörigkeit 471.805,15 Euro
Die angegebenen Zahlen beziehen sich immer auf die jeweiligen
Gesamtkosten, also alle Instanzen.
Es wird darauf hingewiesen, dass gemäß § 83b AsylG keine Gerichtskosten
(Gebühren und Auslagen) in asylrechtlichen Streitigkeiten erhoben werden.
Kosten können jedoch für die rechtsanwaltliche Vertretung der Kläger anfallen,
die das BAMF bei einem Unterliegen im gerichtlichen Verfahren teilweise oder
ganz zu erstatten hat.
Rückschlüsse auf die Qualität der Asylentscheidungen des BAMF lassen sich
allein aus der Höhe der Kosten nicht ziehen. Eine Ursache für anderslautende
Urteile der Verwaltungsgerichte kann der Umstand sein, dass die beklagte
Entscheidung des BAMF zum Zeitpunkt der Gerichtsentscheidung oftmals bereits
einige Monate, teilweise aber auch mehrere Jahre, zurücklag. Daher kann die
Beurteilung der Gerichte durch zwischenzeitliche Veränderungen, die das
BAMF bei seiner Entscheidung nicht berücksichtigen konnte (wie die Geburt
von Kindern oder eine veränderte Situation im Herkunftsland), zwangsläufig
abweichen. Solche Veränderungen wirken sich bei der gerichtlichen
Entscheidung je nach Sachlage zu Gunsten der Kläger aus.
Das BAMF führt anlassbezogene Überprüfungen gerichtlich anhängiger
Asylverfahren durch, was wiederum zu Abhilfeentscheidungen führen kann. Zudem
überprüft das BAMF im Rahmen der aktiven Prozessführung auf Anfrage der
Gerichte und Verfahrensbevollmächtigten regelmäßig ergangene Bescheide in
gerichtlichen Verfahren und ändert bei Vorliegen der Voraussetzungen der
jeweiligen Schutzform den Ausgangsbescheid entsprechend ab.
g) Welche Verwaltungsgerichte (VG) wiesen im Jahr 2023 bei
Asylklagen Aufhebungsquoten (erfolgreiche Klagen Asylsuchender gegen das
BAMF) auf, die weniger als halb so hoch waren wie im
Bundesdurchschnitt (bitte zu den Herkunftsstaaten Afghanistan, Äthiopien, Irak,
Iran, Nigeria, Pakistan, Russische Föderation, Somalia und Türkei
jeweils alle Verwaltungsgerichte auflisten, die dieses Kriterium erfüllen,
soweit mehr als zehn Entscheidungen zum jeweiligen Herkunftsland
getroffen wurden, in jedem Fall jedoch alle Entscheidungen des VG
Gera berücksichtigen, und entsprechende absolute und relative
Zahlenangaben zu den Verfahrensausgängen machen)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
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1.
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12
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02
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24. Wie viele Asylanhörungen gab es im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr
2024 (bitte nach den 15 wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können – soweit vorliegend – den nachfolgenden Tabellen
entnommen werden.
Anhörungen Jahr 2023 Anzahl
gesamt 185.965
darunter:
Syrien 70.608
Afghanistan 31.619
Türkei 22.014
Iran 6.228
Irak 6.069
Georgien 5.241
Russische Föderation 3.133
Somalia 2.732
Venezuela 2.426
Ungeklärt 2.295
Eritrea 1.831
Pakistan 1.779
Indien 1.705
Guinea 1.615
Nordmazedonien 1.567
Anhörungen im Zeitraum 01.01.–30.04.2024 Anzahl
gesamt 63.999
darunter:
Syrien 23.066
Afghanistan 10.553
Türkei 8.971
Irak 2.136
Iran 1.512
Georgien 1.144
Kolumbien 1.126
Somalia 1.120
Venezuela 1.052
Russische Föderation 843
Ungeklärt 832
Tunesien 829
Guinea 703
Algerien 617
Eritrea 569
25. Wie viele Amtshilfeersuchen in Form von Anfragen in Asyl- und
Rückführungsangelegenheiten hat das BAMF im Jahr 2023 an das Auswärtige
Amt gestellt (bitte nach den zehn wichtigsten Herkunftsländern
aufschlüsseln), und wie ist der Rückgang solcher Anfragen von 1 119 Jahr
2019 auf 151 im Jahr 2022 zu erklären (vgl. die Antwort zu Frage 23 auf
Bundestagsdrucksache 20/8222)?
Im Jahr 2023 wurden insgesamt 119 Anfragen in Asyl- und
Rückführungsangelegenheiten an das Auswärtige Amt (AA) gestellt. Davon entfielen 81 auf die
zehn wichtigsten Herkunftsländer. Die Angaben im Einzelnen können der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Zehn häufigste AA-Anfragen ohne UNRWA 01.01.–31.12.2023
Rang Land Anzahl
1. Iran 13
2. Moldau 7
3. Indien je 6
Jordanien
5. Syrien 5
6. Venezuela je 4
Libanon
8. ff. Afghanistan, Ägypten, Albanien, Aserbaidschan, Bangladesch, Brasilien,
Eritrea, Guinea, Irak, Kanada, Russische Föderation, Tansania
je 3
gesamt Rang 1–19 81
gesamt alle Länder 119
Bezüglich der Hintergründe für einen Rückgang der Anfragen für das
Herkunftsland Türkei wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 14 der
Kleinen Anfrage der Fraktion der FDP auf Bundestagsdrucksache 19/26759
verwiesen.
Ein weiterer Einschnitt erfolgte durch die Corona-Pandemie.
Anfragen an die Botschaft Teheran, zu deren Beantwortung Umfeld-
Recherchen erforderlich sind, können angesichts des Stands der bilateralen
Beziehungen mit Iran schon länger nicht oder nur im geringen Umfang bearbeitet
werden.
Ebenso sind seit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sowohl
Vorortrecherchen in der Russischen Föderation als auch Kontakte zu russischen
Behörden stark limitiert.
Anfragen zum Sudan sind wegen der Schließung der Botschaft derzeit nicht
möglich. Hier können nur Anfragen, die von Deutschland aus ermittelt werden
können, beantwortet werden.
Vorortrecherchen zu Afghanistan sind nicht möglich, da der Dienstbetrieb der
Deutschen Botschaft Kabul seit August 2021 eingestellt ist. Anfragen können
nur beantwortet werden, sofern sie aus Deutschland ermittelt werden können.
26. Wie viele Erst- und Folgeanträge (bitte differenzieren) wurden von
Asylsuchenden aus Serbien, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Albanien
und Bosnien-Herzegowina im Jahr 2023 bzw. im bisherigen Jahr 2024
gestellt (bitte jeweils auch den prozentualen Anteil der Roma-
Angehörigen nennen), und wie wurden diese Asylanträge jeweils mit welchem
Ergebnis beschieden?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
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27. Welche aktuellen Informationen gibt es zur Personalsituation,
Personalentwicklung und Personalplanung im BAMF (bitte auch spezifische
Angaben zu den Bereichen Asylprüfung, Widerrufsprüfung, Dublin-
Verfahren, Qualitätssicherung und Prozessvertretung machen; bitte wie in der
Antwort zu Frage 20 auf Bundestagsdrucksache 20/5709 angeben), und
welche genaueren Angaben können zum Personaleinsatz durch
Leiharbeitskräfte innerhalb des BAMF gemacht werden (bitte so differenziert
wie möglich ausführen)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Personal-Einsatz ausgewählter Bereiche in VZÄ
eD/mD gD hD Summe
Asyl (ohne Widerruf)* 1156,6 1186,1 48,9 2391,6
Widerrufsprüfung* 50,5 59,6 3,5 113,5
Prozess gesamt 145,7 193,9 33,4 373,0
dezentral* 136,9 185,6 17,7 340,2
zentral (61D & 61E)** 8,8 8,4 15,7 32,8
QS gesamt 36,9 97,0 11,7 145,5
dezentral* 28,1 72,1 5,3 105,5
zentral (62A, 62B, 62C)** 8,8 24,9 6,5 40,1
Dublin gesamt 146,2 186,0 8,0 340,2
dezentral (Dublinzentren 32D, 32E, 32F, o. B.)* 54,7 109,0 0,0 163,7
Dublinreferate (32A, 32B, 32C)** 91,5 77,0 8,0 176,5
* Gemäß Personal-Ist Abfrage KW 23 (3. Juni bis 7. Juni 2024).
** Gemäß ZSD Stand 01.06.2024.
Personal-Einsatz durch Leiharbeitnehmende in VZÄ*
Summe
Asyl (ohne Widerruf)** 291,7
Widerrufsprüfung** 3,2
Prozess** 7,4
QS** 1,6
* Die Leiharbeitnehmenden sind in der darüberliegenden Tabelle „Personal-Einsatz ausgewählter
Bereiche in VZÄ“ nicht inbegriffen, da es sich bei diesen nicht um originäre Mitarbeitende des
BAMF handelt.
** Gemäß Personal-Ist Abfrage KW 23 (3. Juni bis 7. Juni 2024).
Vakante Stellen in VZÄ (Stand: 01.06.2024)
mD gD hD
Prozess zentral (61D, 61E) 1,2 0,0 6,2
QS zentral (62A, 62B, 62C) 0,0 10,2* 2,1*
Dublin (32A-F) 62,9* 39,5 8,0
* Rundungsdifferenzen.
Soll in VZÄ (Stand: 01.06.2024)
mD gD hD
Prozess zentral (61D, 61E) 10,0 7,0 21,9
QS zentral (62A, 62B, 62C) 8,0 35,0 8,5
Dublin (32A-F) 209,0 225,5 16,0
Personalplanung: Asyl und Widerruf: Aktuell sind 169 Vollzeitäquivalente
(VZÄ) (davon 166 unbefristet) im mittleren Dienst (mD) und 781 VZÄ (davon
155 unbefristet) im gehobenen Dienst (gD) in Ausschreibung.
Prozess: Aktuell sind 42 VZÄ (davon 1 unbefristet) im gD in Ausschreibung.
QS: Aktuell sind 0 VZÄ im mD und 3 VZÄ im gD in Ausschreibung.
Dublin: Aktuell sind 18 VZÄ (davon 16 unbefristet) im mD und 8 VZÄ (davon
0 unbefristet) im gD in Ausschreibung.
Die zukünftige Personalplanung für den operativen Bereich hängt maßgeblich
von den künftigen Aufgabenschwerpunkten und der Asylzugangslage ab. Eine
verbindliche Aussage kann deshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht getroffen
werden.
28. Wie viele Einreise- und Aufenthaltsverbote hat das BAMF im Jahr 2023
bzw. im bisherigen Jahr 2024 gegenüber abgelehnten Asylsuchenden mit
welcher Begründung erlassen (bitte nach den zehn wichtigsten
Herkunftsländern differenzieren), und in wie vielen Fällen wurde in diesen
Zeiträumen ein Schutzstatus an Asylsuchende mit einem
Wiedereinreiseverbot erteilt (bitte nach Status und wichtigsten Herkunftsstaaten
differenzieren)?
Angaben zu vom BAMF erlassenen Einreise- und Aufenthaltsverboten können
den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Jahr 2023 Entscheidungen zu
§ 11 Absatz 1
AufenthG
Entscheidungen zu
§ 11 Absatz 7
AufenthG
Entscheidungen mit Aufenthalts- und
Wiedereinreiseverboten (§ 11 Absatz 1 und/oder
Absatz 7 AufenthG)
gesamt 94.848 10.370 97.605
darunter:
Syrien 6.024 9 6.031
Türkei 17.856 54 17.904
Afghanistan 7.754 9 7.763
Irak 8.116 41 8.155
Iran 3.794 25 3.819
Georgien 8.596 105 8.681
Russische
Föderation
3.413 21 3.434
Somalia 627 8 635
Eritrea 365 2 367
ungeklärt 1.221 19 1.228
01.01.–
30.04.2024
Entscheidungen zu
§ 11 Absatz 1
AufenthG
Entscheidungen zu
§ 11 Absatz 7
AufenthG
Entscheidungen mit Aufenthalts- und
Wiedereinreiseverboten (§ 11 Absatz 1 und/oder
Absatz 7 AufenthG)
gesamt 46.863 6.649 47.784
darunter:
Syrien 4.131 1 4.132
Afghanistan 3.502 6 3.508
Türkei 11.408 16 11.422
Irak 2.707 33 2.726
Somalia 381 6 387
Iran 1.470 11 1.477
ungeklärt 380 10 386
Russische
Föderation
2.180 23 2.200
Kolumbien 528 0 528
Venezuela 825 3 827
29. In wie vielen Fällen wurde das BAMF im Jahr 2023 bzw. im bisherigen
Jahr 2024 bei der Prüfung zielstaatsbezogener Abschiebungshindernisse
nach § 72 Absatz 2 AufenthG im Auftrag der Ausländerbehörden
welcher Bundesländer mit welchem Ergebnis beteiligt (bitte auch nach den
zehn wichtigsten Herkunftsländern differenzieren)?
Angaben zur Beteiligung des BAMF bei der Prüfung zielstaatsbezogener
Abschiebungshindernisse nach § 72 Absatz 2 AufenthG können den
nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Jahr 2023 Stellungnahmen gemäß
§ 72 Absatz 2 AufenthG
davon
positiv
davon
negativ
davon sonstige
(Abbruch u. a.)
gesamt 2.660 309 1.365 986
darunter:
Baden-Württemberg 241 18 91 132
Bayern 159 42 39 78
Berlin 1.101 56 765 280
Brandenburg 17 5 6 6
Bremen 11 2 7 2
Hamburg 178 39 47 92
Hessen 147 26 51 70
Mecklenburg-Vorpommern 35 10 20 5
Niedersachsen 124 11 51 62
Nordrhein-Westfalen 373 55 174 144
Rheinland-Pfalz 34 9 11 14
Saarland 11 1 5 5
Sachsen 116 20 41 55
Sachsen-Anhalt 15 4 8 3
Schleswig-Holstein 64 7 30 27
Thüringen 34 4 19 11
Jahr 2023 Stellungnahmen gemäß
§ 72 Absatz 2 AufenthG
davon
positiv
davon
negativ
davon sonstige
(Abbruch u. a.)
gesamt 2.660 309 1.365 986
darunter:
Syrien 67 28 3 36
Türkei 115 1 81 33
Afghanistan 199 64 14 121
Irak 33 7 10 16
Iran 111 8 22 81
Georgien 24 1 15 8
Russische Föderation 84 7 14 63
Somalia 26 17 1 8
Eritrea 6 5 0 1
ungeklärt 31 10 7 14
01.01.–30.04.2024 Stellungnahmen gemäß
§ 72 Absatz 2 AufenthG
davon
positiv
davon
negativ
davon sonstige
(Abbruch u. a.)
gesamt 662 96 342 224
darunter:
Baden-Württemberg 52 11 25 16
Bayern 79 13 24 42
Berlin 141 15 89 37
Brandenburg 5 0 3 2
Bremen 1 0 1 0
01.01.–30.04.2024 Stellungnahmen gemäß
§ 72 Absatz 2 AufenthG
davon
positiv
davon
negativ
davon sonstige
(Abbruch u. a.)
Hamburg 49 8 19 22
Hessen 36 4 14 18
Mecklenburg-Vorpommern 2 1 0 1
Niedersachsen 23 3 13 7
Nordrhein-Westfalen 161 24 92 45
Rheinland-Pfalz 20 5 5 10
Saarland 17 1 11 5
Sachsen 46 10 25 11
Sachsen-Anhalt 4 1 2 1
Schleswig-Holstein 23 0 17 6
Thüringen 3 0 2 1
01.01.–30.04.2024 Stellungnahmen gemäß
§ 72 Absatz 2 AufenthG
davon
positiv
davon
negativ
davon sonstige
(Abbruch u. a.)
gesamt 662 96 342 224
darunter:
Syrien 39 16 4 19
Afghanistan 60 16 2 42
Türkei 54 0 47 7
Irak 16 8 5 3
Somalia 4 0 0 4
Iran 24 2 10 12
ungeklärt 7 1 5 1
Russische Föderation 27 1 17 9
Kolumbien 2 0 1 1
Venezuela 7 5 1 1
30. Welche Angaben für das Jahr 2023 bzw. das bisherige Jahr 2024 lassen
sich machen zu überprüften (vor allem: Ausweis-)Dokumenten und zum
Anteil ge- oder verfälschter Dokumente Asylsuchender (bitte zum
Vergleich auch die Anzahl der „beanstandeten“ Dokumente angeben und
nach den zehn wichtigsten Hauptherkunftsländern differenzieren)?
Die Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
01.01.2023 bis 31.12.2023
zehn häufigste
Herkunftsländer
geprüfte
Dokumente
Dokumente
ohne
Beanstandung
nicht
abschließend bewertbare
Dokumente
beanstandete
Dokumente
Anteil der
beanstandeten
Dokumente in Prozent
Syrien 110.032 103.955 3.698 2.379 2,2
Türkei 32.792 31.731 494 146 0,4
Afghanistan 39.976 37.040 1.895 1.041 2,6
Irak 12.471 11.430 691 350 2,8
Iran 10.955 10.599 277 79 0,7
Georgien 8.837 7.716 1.038 83 0,9
Russische
Föderation
6.109 5.860 210 39 0,6
Somalia 1.020 716 258 46 4,5
Eritrea 2.580 2.205 340 35 1,4
ungeklärt 3.148 3.148 -
01.01.2023 bis 31.12.2023
zehn häufigste
Herkunftsländer
geprüfte
Dokumente
Dokumente
ohne
Beanstandung
nicht
abschließend bewertbare
Dokumente
beanstandete
Dokumente
Anteil der
beanstandeten
Dokumente in Prozent
Rest (ca. 150
weitere HKL)
32.061 26.116 5.548 818 2,6
Summe 259.981 240.516 14.449 5.016 1,9
01.01.2024 bis 31.05.2024
zehn häufigste
Herkunftsländer
geprüfte
Dokumente
Dokumente
ohne
Beanstandung
nicht
abschließend bewertbare
Dokumente
beanstandete
Dokumente
Anteil der
beanstandeten
Dokumente in Prozent
Syrien. 50.824 48.153 1.869 802 1,6
Afghanistan 22.317 19.841 946 711 3,2
Türkei 15.993 15.786 144 63 0,4
Irak 5.844 5.606 179 59 1,0
Somalia 498 384 103 11 2,2
Iran 3.662 3.568 81 13 0,4
ungeklärt 1.300 1.300 -
Russische
Föderation
2.488 2.357 102 29 1,2
Kolumbien 1.920 1.881 39 0 0,0
Guinea 147 62 73 12 8,2
Rest (ca. 150
weitere HKL)
14.826 12.945 2.382 318 2,1
Summe 119.819 111.883 5.918 2.018 1,7
31. Wie ist der aktuelle Stand des Aufbaus einer bundesweiten
behördenunabhängigen Asylverfahrensberatung, an welchen BAMF-Standorten
gibt es eine solche Beratung inzwischen (durch welche Träger), bzw. an
welchen Standorten gibt es keine behördenunabhängige Beratung, und
inwieweit gibt es ein besonderes Beratungsangebot für queere und
vulnerable Schutzsuchende (bitte ausführen und auflisten), und wie bewertet
das BAMF den Ausbau des unabhängigen Beratungsnetzwerks und die
Zusammenarbeit und den Austausch mit den behördenunabhängigen
Beratungsstellen, und wann ist nach Einschätzung des BAMF mit einem
flächendeckenden behördenunabhängigen Beratungsangebot zu rechnen
(bitte ausführen)?
Zum 1. Januar 2023 trat die neue Fassung des § 12a AsylG in Kraft, womit die
Rechtsgrundlage für das Förderprogramm für die behördenunabhängige
Asylverfahrensberatung (AVB) geschaffen wurde. Die Zusammenarbeit und der
Austausch mit den Trägern sind als gut und vertrauensvoll zu bewerten. Im Jahr
2023 konnten insgesamt 189 Einzelprojekte der behördenunabhängigen AVB
gefördert werden. An den BAMF-Standorten, an denen keine bundesgeförderte
AVB zur Verfügung stand, wurde ebenfalls die Beratung sichergestellt. Im
Übrigen wird auf die nachfolgende Tabelle verwiesen.
Organisation Projektstandort BAMF-
Standort
AWO Kreisverband Mannheim e. V. im
Kooperationsverband DW/CV/DRK/AWO für Heidelberg
inkl. AS Schwetzingen
EAE Heidelberg u. AS Schwetzingen:
Kooperationsverbund Diakonie, Caritas
und DRK
x
AWO Kreisverband Erlangen – Höchstadt e. V. Erlangen Stadt
Haus International e. V. Landshut Stadt
AWO Kreisverband Berlin-Mitte e. V. Berlin x
Organisation Projektstandort BAMF-
Standort
Soziale Arbeit Mittelmark e. V. Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark)
AWO Soziale Dienste gGmbH Bremen Bremen und Bremerhaven x
AWO Kreisverband Fulda e. V. Landkreis Fulda
AWO Landkreis Offenbach e. V. Landkreis Offenbach
AWO Perspektiven Stadt Frankfurt am Main
AWO Kreisverband Wittmund e. V. Wittmund
AWO Kreisverband Mülheim an der Ruhr Mülheim/Ruhr (NU)
AWO Kreisverband Chemnitz und Umgebung e. V. Chemnitz x
AWO SPI – Soziale Stadt und Land
Entwicklungsgesellschaft mbH
Halle
AWO Landesverband Schleswig-Holstein e. V. EAE Neumünster x
AWO Sozialmanagement gGmbH Saale-Orla-Kreis Pößneck, Saale-Orla-Kreis
AWO Regionalverband Mitte-West-Thüringen e. V. Stadt Jena x
AWO KV Erfurt e. V. Unstrut-Hainich-Kreis
AWO Rudolstadt e. V. Rudolstadt
Freundeskreis Asyl Karlsruhe Karlsruhe x
IfF-Refugio München München Stadt x
Münchner Flüchtlingsrat München Stadt
Belvue di Monaco eG München Stadt
Hilfe von Mensch zu Mensch e. V. Fürstenfeldbruck Landkreis
Kontakt und Beratungsstelle KuB e. V. Berlin x
Yekmal e. V. Berlin x
Gesellschaft für interkulturelles Zusammenleben
e. V.
Berlin x
BBAG e. V. Brandenburg an der Havel/Potsdam
BI Bildung und Integration Hamburg Süd gGmbH Wilhelmsburg/ Harburg
MiA e. V. Hamburg Stadt x
Lernmobil Viernheim Landkreis Bergstraße
Förderverein Hessischer Flüchtlingsrat e. V. Stadt Frankfurt am Main, Stadt Wiesbaden
Horizont e. V. (Kooperation Asyl) Landkreis Darmstadt-Dieburg
Neue Wohnraumhilfe gGmbH (Kooperation Asyl) Stadt Darmstadt
Exil e. V. Fürstenau (Notunterkunft LAB NI) x
IBIS – Interkulturelle Arbeitsstelle e. V. Oldenburg (EAE LAB Niedersachsen) x
Refugium Flüchtlingshilfe e. V. Braunschweig (EAE) x
Werkstatt im Kreis Unna GmbH Unna (EAE) x
Multikulturelles Forum e. V. Hamm (ZUE) x
Arbeiter-Samariter-Bund Bonn/Rhein-Sieg/Eifel
e. V.
Bonn (EAE), Bonn Bad Godesberg (ZUE),
St. Augustin (ZUE)
x
GGUA – Gemeinnützige Gesellschaft zur
Unterstützung Asylsuchender e. V.
Münster (ZUE) x
IMAG – Initiative für eine menschenfreundliche
Aufnahme Geflüchteter e. V.
Bielefeld (Südring; EAE), Bielefeld
(Oldentruper Hof, EAE)
x
ASB Regionalverband Vest Recklinghausen e. V. Kreis Recklinghausen (ZUE/GU) x
HELP – Zentrum für Sozial-, Bildungs- u.
soziokulturelle Arbeit u. Gefährdetenhilfe für Jugendliche u.
Heranwachsende e. V.
Schneeberg (EAE) + Erzgebirge +
Vogtland
x
Sächsischer Flüchtlingsrat e. V. Leipzig EAE, Außenstellen Mockau und
Dölzig, Dresden (EAE; GU)
x
LAMSA e. V. – Landesnetzwerk
Migrantenorganisation Sachsen-Anhalt e. V.
Halle
Umwelt Technik Soziales e. V. (Projektskizze hieß
es so „DPWV“
EAE Bad Segeberg x
Organisation Projektstandort BAMF-
Standort
Verein L'amitié Multikulturelles Zentrum Stadt und
Landkreis Gotha e. V.
Landkreise Gotha und Ilm-Kreis
Caritasverband Heidelberg e. V. im
Kooperationsverbund DW/CV/DRK/AWO für Heidelberg
inklusive AS Schwetzingen
EAE Heidelberg u. AS Schwetzingen:
Kooperationsverbund DD, Caritas und
DRK
x
Caritas Karlsruhe e. V. im Kooperationsverbund
Karlsruhe (Caritas/Diakonie/Freundeskreis Asyl)
EAE Karlsruhe einschl. bes.
Schutzbedürftige u. AS Eggenstein-Leopoldshafen,
Kooperationsverbund Caritas und Diakonie
und Parität und AWO
x
Caritasverband Freiburg-Stadt e. V. in Kooperation
mit dem DRK und DD
LEA Freiburg und aufsuchend x
Malteser Hilfsdienst gGmbH im Trägerverband
DW/CV/DRK (Caritas Ostwürttemberg)
EAE Ellwangen u. AS Giengen,
Kooperationsverbund Diakonie und DRK und
Caritas
x
Caritasverband für das Dekanat Sigmaringen-
Meßkirch e. V.
EAE Sigmaringen Kooperationsverbund
Diakonie und DRK und Caritas
x
Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart,
Region Schwarzwald-Gäu (Tübingen)
EAE Bes. Schutzbedürftige Tübingen,
Kooperationsverbund Caritas u. Diakonie
und Parität
x
Caritasverband für die Diözese Augsburg e. V. Augsburg Stadt x
Caritasverband für die Stadt Bamberg und den
Landkreis Forchheim e. V.
Bamberg Stadt x
Caritasverband für den Landkreis Deggendorf e. V. Deggendorf Landkreis x
Caritasverband der Erzdiözese München und
Freising e. V.
München Stadt x
Caritasverband für die Diözese Regensburg e. V. Regensburg Stadt u. Landkreis x
Caritasverband für den Landkreis Schwandorf e. V. Schwandorf Landkreis
Caritasverband für die Stadt und Landkreis
Schweinfurt e. V.
Schweinfurt Landkreis x
Caritasverband für das Erzbistum Berlin e. V. Berlin x
Caritasverband für das Erzbistum Berlin Fürstenwalde (Landkreis LOS)
Caritasverband für das Bistum Hamburg e. V.
Landesstelle Hamburg
Hamburg Stadt x
Caritasverband Wiesbaden-Rheingau-Taunus e. V. Wiesbaden
Caritasverband Gießen e. V. EAE Friedberg (Wetteraukreis) x
Caritasverband Frankfurt e. V. EAE Frankfurt Flughafen x
Caritasverband für die Diözese Osnabrück e. V. Osnabrück (EAE) x
Diözesan-Caritasverband Braunschweig Braunschweig (EAE) x
Diözesan-Caritasverband Hildesheim Celle (Außenstelle der EAE
Braunschweig)
x
CaritasSozialdienste Rhein-Kreis Neuss GmbH Neuss (ZUE) x
Caritasverband für den Kreis Mettmann e. V. Ratingen (ZUE) x
Caritasverband Moers-Xanten e. V. Rheinberg (ZUE) x
Caritasverband Wuppertal/Solingen e. V. Wuppertal (ZUE) x
Caritasverband für die Stadt Köln Köln (EAE) x
Caritasverband Aschaffenburg – Stadt und Landkreis
e. V.
Aschaffenburg (GU/TGU/Landkreis)
Caritasverband für die Region Düren-Jülich e. V. Düren
Caritasverband Trier e. V. AfA Trier x
Caritasverband für die Diözese Speyer e. V. AfA Speyer x
Caritasverband für die Diözese Speyer e. V. AfA Kusel x
Caritasverband Westeifel e. V. AfA Bitburg x
Caritasverband für die Diözese Trier e. V. LASt Lebach (Saarland) x
Organisation Projektstandort BAMF-
Standort
Caritasverband Leipzig e. V. Leipzig EAE, Außenstellen Mockau und
Dölzig
x
Caritasverband für Dresden e. V. Dresden (EAE; GU) x
Caritas für das Bistum Magdeburg ZASt Halberstadt x
Caritasverband für das Erzbistum Hamburg e. V. EAE Neumünster/EAE Boostedt x
Caritasverband für Ostthüringen e. V. Landkreis Altenburger Land
Caritasverband für das Bistum Erfurt e. V. Wartburgkreis/Eisenach
DRK Rhein-Neckar e. V. EAE Heidelberg u. AS Schwetzingen:
Kooperationsverbund Diakonie, Caritas
und DRK
x
DRK-KV Freiburg e. V. im Kooperationsverbund
Diakonie Freiburg und Caritasverband Freiburg-
Stadt e. V.
LEA Freiburg und aufsuchend x
DRK Kreisverband Sigmaringen EAE Sigmaringen Kooperationsverbund
Diakonie und DRK und Caritas
x
DRK Berlin Südwest gGmbH Berlin x
DRK Flüchtlingshilfe Brandenburg gGmbH Potsdam + Oranienburg (Landkreis
Oberhavel)
Flüchtlingszentrum (FZ)/Zentrale Information und
Beratung für Flüchtlinge gGmbH
Zentrale Erstaufnahme Rahlstedt (ZEA) x
DRK Kreisverband Hanau e. V. Main-Kinzig-Kreis
DRK Kreisverband Offenbach e. V. Stadt Offenbach
DRK Kreisverband Darmstadt-Stadt e. V. (1 StA) EAE Darmstadt
DRK Soziale Dienste in der Region Hannover
gGmbH
Hannover (Notunterkünfte und GUs) x
DRK-Kreisverband Aurich e. V. Landkreis Aurich
DRK-Kreisverband Emsland e. V. Landkreis Emsland
DRK-Kreisverband Leer e. V. Landkreis Leer
DRK-Kreisverband Helmstedt e. V. Landkreis Helmstedt
DRK-Kreisverband Delmenhorst e. V. Stadt Delmenhorst
DRK-Kreisverband Wesermarsch e. V. Landkreis Wesermarsch
DRK KV Bochum Bochum (LEA) x
DRK Kreisverband Mülheim an der Ruhr Mülheim / Ruhr (NU) x
Deutsches Rotes Kreuz – Landesverband Saarland
e. V.
LASt Lebach x
DRK KV Reichenbach-Vogtland Schneeberg (EAE) + Erzgebirge +
Vogtland
x
DRK Kreisverband Segeberg EAE Boostedt/Kreis Segeberg x
Diakonieverband Ostalbkreis (EAE Ellwangen u.
AS Giengen, Kooperationsverbund Diakonie und
DRK und Caritas)
Ellwangen u. Giengen x
Diakonisches Werk Freiburg im
Kooperationsverbund DRK Kreisverband Freiburg e. V./
Caritasverband Freiburg-Stadt e. V./Diakonisches Werk
LEA Freiburg und aufsuchend x
Diakonisches Werk der Evang. Kirche Heidelberg
(EAE Heidelberg u. AS Schwetzingen:
Kooperationsverbund Diakonie, Caritas und DRK)
Heidelberg u. Schwetzingen x
Diakonische Bezirksstelle Balingen (EAE
Sigmaringen Kooperationsverbund Diakonie und DRK und
Caritas)
Sigmaringen x
Diakonisches Werk Augsburg – Augsburg Stadt u.
Landkreis
Augsburg Stadt u. Landkreis x
Diakonisches Werk Südfranken e. V. Zirndorf x
Organisation Projektstandort BAMF-
Standort
Stadtmission Nürnberg e. V. Zirndorf x
Diakonie München und Oberbayern – Innere
Mission München e. V.
München Stadt x
Diakonisches Werk Neu-Ulm – Neu-Ulm Stadt Neu-Ulm Stadt
Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. Regionalverband
Ostbayern
Regensburg Stadt x
Diakonisches Werk Schweinfurt -Schweinfurt Stadt
u. Landkreis
Schweinfurt Stadt u. Landkreis x
BBZ Berlin Berlin x
Asyl in der Kirche e. V. – Berlin Berlin x
Komm mit e. V. – Eisenhüttenstadt, EAE/LK Oder-
Spree
Eisenhüttenstadt, EAE/LK Oder-Spree x
Evang.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-West/
Südholstein
Hamburg Stadt x
Diakonisches Werk Waldeck-Frankenberg EAE Bad Arolsen (LK Waldeck-
Frankenberg)
x
Ev. Regionalverband Frankfurt und Offenbach EAE Büdingen (Wetteraukreis) x
Ev. Regionalverband Frankfurt und Offenbach Frankfurt am Main
Diakonisches Werk Region Kassel EAE Fuldatal (LK Kassel) x
Regionale Diakonie Rheingau-Taunus Idstein
Regionale Diakonie Darmstadt-Dieburg Darmstadt
Ev. Kirchenkreis Fulda – Diakonisches Werk Fulda
Ev. Dekanat Kronberg – Abteilung Familienbildung Bad Soden
Ev. Dekanat Gießen EAE Gießen x
Diakonisches Werk Marburg-Biedenkopf EAE Neustadt (LK Marburg-Biedenkopf) x
Diakonisches Werk Marburg-Biedenkopf Marburg
Diakonie Mecklenburgische Seenplatte gGmbH Mecklenburgische Seenplatte
Diakonisches Werk Mecklenburg-Vorpommern e. V. Vorpommern-Rügen
Diakonisches Werk des ev. Luth. Kirchenkreises
Walsrode
Bad Fallingbostel (EAE) x
Innere Mission und Evangelisches Hilfswerk im
GDL Friedland e. V.
Friedland (Grenzdurchgangslager) x
Lebensraum Diakonie e. V. Landkreis Hanse Stadt Lüneburg
Innere Mission – Diakonisches Werk Bochum e. V. Bochum (LEA) x
Diakonie Ruhr-Hellweg e. V. Möhnesee (ZUE) x
Diakonie Mark-Ruhr gGmbH Unna (EAE) x
Diakonisches Werk des Kirchenkreises Jülich Wegberg (ZUE) x
Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche der
Pfalz
AfA Speyer x
Diak. Werk d. Ev. Kr. Trier, Simmern-Trarbach u.
An Nahe u. Glan gGmbH
AfA Trier x
Diakonisches Werk an der Saar gGmbH LASt Lebach x
Diakonisches Werk Meißen Landkreis Meißen (GU)
Diakonisches Werk Innere Mission Leipzig e. V. Leipzig (EAE), Außenstellen Mockau und
Dölzig
x
Diakonisches Werk Schleswig-Holstein EAE Rendsburg/Kreis RD-Eck x
Ev. Kirchenkreis Erfurt, Büro für ausländische
Mitbürger:innen
Stadt Erfurt und Umgebung
DO Diakonie Ostthüringen gem. GmbH/FB
Migration
Stadt Gera, Landkreis Greiz, Saale-
Holzland-Kreis; EAE in Eisenberg &
Hermsdorf
x
Evangelischer Kirchenkreis „Henneberger Land“ Landkreise Hildburghausen und Meiningen
Flüchtlingsrat MV e. V. Rostock
Organisation Projektstandort BAMF-
Standort
IB Süd e. V. Dachau
IB Süd e. V. Fürstenfeldbruck
IB Süd e. V. Lauf an der Pegnitz
IB Süd e. V. München x
IB Süd e. V. Neuburg-Schrobenhausen
IB Berlin-Brandenburg gGmbH Berlin Marzahn-Hellersdorf x
IB Berlin-Brandenburg gGmbH Berlin Neukölln x
IB Nord e. V. Hamburg x
IB Südwest gGmbH Darmstadt
IB Südwest gGmbH Frankfurt am Main
IB Südwest gGmbH Gießen x
IB Südwest gGmbH Groß-Gerau
IB Südwest gGmbH Kassel
IB Südwest gGmbH Langen
IB Südwest gGmbH Wetzlar
IB West gGmbH Hochsauerlandkreis
IB West gGmbH Solingen
IB Südwest gGmbH Bad Kreuznach
IB Südwest gGmbH Germersheim
IB Südwest gGmbH Rhein-Hunsrück-Kreis
IB Südwest gGmbH Homburg
IB Mitte gGmbH Leipzig x
IB Mitte gGmbH Burgenlandkreis
IB Mitte gGmbH Salzlandkreis (Aschersleben)
IB Mitte gGmbH Wernigerode
IB Nord e. V. Norderstedt
IB Mitte gGmbH Erfurt
IB Mitte gGmbH Suhl x
ZWST e. V. Zweigstelle Potsdam Potsdam
Jüdische Gemeinde in Hamburg K. d. ö. R. Hamburg x
Jüdische Gemeinde Bochum – Herne – Hattingen
K. d. ö. R.
Herne x
Jüdische Gemeinde Düsseldorf K. d. ö. R. Düsseldorf x
Synagogengemeinde Köln K. d. ö. R. Köln x
Flüchtlingsrat Niedersachsen e. V. Hannover
Flüchtlingshilfe Lippe e. V. Detmold
Refugium Wesermarsch e. V. Brake
Im Rahmen der besonderen Rechtsberatung für queere und weitere vulnerable
Schutzsuchende wurden im Jahr 2023 insgesamt 39 Einzelprojekte gefördert.
Organisation Projektstandort
AWO Soziale Dienste gemeinnützige GmbH Bremen
AIDS-Hilfe Karlsruhe e. V. – Zentrum für sexuelle Gesundheit e. V. Karlsruhe
PLUS Psychologische Lesben- u. Schwulenberatung Rhein-Neckar e. V. Mannheim
Weissenburg e. V. Stuttgart
Imedana e. V. Nürnberg
LeTRa Lesbenberatung des LesCommunity e. V. München
Sub – Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum München e. V. München
Schwulenberatung Berlin gGmbH Berlin
XENION Psychosoziale Hilfen für Verfolgte e. V. Berlin
Katte – Kommunale Arbeitsgemeinschaft Tolerantes Brandenburg e. V. Potsdam
Organisation Projektstandort
AH Frankfurt e. V. Frankfurt/Main
Türkische Gemeinde in Niedersachsen e. V. Hannover
Gemeinnützige Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e. V. Münster
Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e. V. Bochum
Rosa Strippe e. V. Bochum
AGIUA e. V. Migrationssozial- und Jugendarbeit Chemnitz
Gerede e. V. Dresden – Verein für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt Dresden
Begegnungs- und Beratungszentrum „lebensart“ e. V. Halle (Saale)
LSVD Sachsen-Anhalt e. V. Magdeburg
Zentrale Bildungs- und Beratungsstelle für Migrant*innen e. V. (ZBBS) Kiel
Familien- und Sozialverein des LSVD e. V. Köln
RosaLinde Leipzig e. V. Leipzig
Stopp dem Frauenhandel/IN VIA Bayern e. V. München
VIJ e. V. – Fachberatungsstelle für Betroffene von Menschenhandel FiZ –
Fraueninformationszentrum
Stuttgart
FreiJA – Diakonisches Werk Freiburg Freiburg
KommMit – für Migranten und Flüchtlinge e. V. in Berlin, Psychosoziales Zentrum
Brandenburg
Eisenhüttenstadt
Diakonisches Werk Region Kassel Kassel
Ev. Dekanat Gießen Gießen
Ev. Regionalverband Frankfurt und Offenbach (ERV) Frankfurt
Diakonisches Werk Hannover gGmbH Hannover
Lebensraum Diakonie e. V. Lüneburg
Diakonisches Werk an der Saar gGmbH Lebach
Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland, Frauenwerk der Nordkirche Kiel
Refugio Thüringen – Diakonie Mitteldeutschland Erfurt
The Justice Project e.V. Karlsruhe
Stiftung Ev. Jugendhilfe St. Johannis Bernburg Bernburg
Aidshilfe Gießen e. V. Gießen
Kölner Flüchtlingsrat e. V. Köln
Diakonieverband Hannover-Land Ronnenberg
32. In welcher Höhe haben der Bund bzw. das BAMF bislang gegebenenfalls
Mietzahlungen an den Konzern Serco getätigt, vor dem Hintergrund,
dass dieser im Dezember 2023 die Firma European Homecare mit Sitz in
Essen aufgekauft hat, die nach eigenen Angaben über 120 Einrichtungen
für die Unterbringung von Geflüchteten in elf Bundesländern betreibt,
und inwieweit zahlt das BAMF Miete für die von ihm genutzten
Räumlichkeiten in Aufnahmeeinrichtungen an die jeweiligen Betreiber (www.
morgenpost.de/wirtschaft/article241693976/Ruestungskonzern-Serco-ue
bernimmt-120-Fluechtlingsunterkuenfte.html, bitte nach den einzelnen
Einrichtungen aufschlüsseln)?
Das BAMF hat keine Mietzahlungen im Sinne der Fragestellung getätigt.
33. Welche Mittel in welcher Höhe wurden an wie viele Asylsuchende oder
abgelehnte Asylsuchende (bitte auch nach den zehn wichtigsten
Zielländern differenzieren) nach dem „StarthilfePlus“-Programm im Jahr 2023
ausgezahlt?
Eine umfassende Beantwortung der Frage, wie in der vergangenen Kleinen
Anfrage (vgl. Antwort der Bundesregierung zu Frage 30 auf
Bundestagsdrucksache 20/8222) war im Rahmen der nur beschränkt gewährten
Fristverlängerung nicht möglich. Auf die Vorbemerkung der Bundesregierung wird
verwiesen.
Für das Bundesprogramm „StarthilfePlus“ können nachfolgend nur die
Gesamtfördersumme für 2023 sowie die Gesamtzahl der geförderten Personen
(unabhängig vom Aufenthaltsstatus) dargestellt werden.
Im Jahr 2023 wurden im Rahmen des Reintegrationsprogramms „Starthilfe-
Plus“ 1.087.000 Euro ausbezahlt.
Insgesamt wurden 5.139 Personen über das Programm gefördert. Davon
erhielten 4.413 Personen eine zusätzliche finanzielle Unterstützung, 626 Personen
eine Sachleistung im Bereich Wohnen und 100 Personen eine
Reintegrationsunterstützung im Rahmen von „Stufe D“ (Unterstützung für
Langzeitgeduldete). Die Art der Förderung ist abhängig vom Zielland.
Die zehn wichtigsten Zielländer im Jahr 2023 können nachfolgender Tabelle
entnommen werden.
Zielland Rückkehrende
1. Türkei 1.548
2. Irak 799
3. Russische Föderation 639
4. Iran 247
5. Aserbaidschan 230
6. Kolumbien 205
7. Algerien 189
8. Armenien 160
9. Tunesien 138
10. Nigeria 132
Quelle: IOM
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin, www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44, www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333
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