Deutscher Bundestag Drucksache 20/12626
20. Wahlperiode 22.08.2024
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger, Dr. André Hahn, Gökay
Akbulut, weiterer Abgeordneter und der Gruppe Die Linke
– Drucksache 20/12385 –
Abschiebungen und Ausreisen im ersten Halbjahr 2024
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Im Jahr 2023 wurden 16 430 Menschen aus Deutschland abgeschoben, was
einen deutlichen Anstieg gegenüber den Vorjahren bedeutet. 2022 hatte die
Zahl der Abschiebungen bei 12 945 gelegen, 2021 noch bei 11 982. Die
wichtigsten Zielstaaten der Abschiebungen waren 2023 Georgien, Österreich,
Nordmazedonien, Albanien und Moldau. Auch die Zahl der Dublin-
Überstellungen, die eine Teilmenge der Abschiebungen sind, ist 2023 gestiegen: 5 053
Personen wurden im vergangenen Jahr in andere EU-Staaten überstellt (2022:
4 158), die meisten davon nach Österreich, Frankreich und Spanien. Nach
Italien wurden im ganzen Jahr nur elf Personen überstellt (siehe dazu und im
Folgenden die Antworten der Bundesregierung auf die regelmäßigen Kleinen
Anfragen der Gruppe Die Linke bzw. der Fraktion DIE LINKE., zuletzt auf
den Bundestagsdrucksachen 20/11471, 20/9796, 20/5795 und 20/3130).
Zusätzlich kehrten 2023 10 763 Personen mit einer finanziellen Förderung des
Bund-Länder-Programms REAG/GARP (Reintegration and Emigration
Programme for Asylum Seekers in Germany/Government Assisted Repatriation
Programme) in ihr Herkunftsland zurück (2022: 7 877), hinzu kamen 5 832
Ausreisen mit einer finanziellen Förderung der Bundesländer. Als
Näherungswert für „freiwillige Ausreisen“ kann zudem die Zahl der ausreisepflichtigen
Personen herangezogen werden, die bei der Ausreise von der Bundespolizei
mit einer Grenzübertrittsbescheinigung erfasst werden. Das betraf 2023
29 949 Personen (2022: 26 545).
In den letzten Jahren gab es immer wieder Berichte über Polizeigewalt,
Familientrennungen, Fesselungen und Zwangsmedikationen bei Abschiebungen
(vgl. die Bundestagsdrucksachen 19/4960 und 19/7401). Im Jahr 2019 rügte
das Antifolterkomitee des Europarates die deutsche Abschiebepraxis: Die
Behörden sollten insbesondere auf „unverhältnismäßige und unangemessene“
Gewaltanwendung verzichten und Maßnahmen unterlassen, die bei den
Betroffenen ein Erstickungsgefühl auslösten oder ihnen starke Schmerzen
zufügten, etwa durch Quetschen der Genitalien (
www.spiegel.de/politik/deutschlan
d/abschiebungen-europarat-kritisiert-deutschland-bericht-des-anti-folter-komit
ees-cpt-a-1266507.html). Auf ein gewaltsames Vorgehen bei Abschiebungen
deutet nach Auffassung der Fragestellenden auch der Einsatz von sogenannten
Hilfsmitteln der körperlichen Gewalt hin. 2023 setzten Polizeibeamtinnen und
Polizeibeamte während Abschiebungen in 1 040 Fällen Hand- und Fußfesseln,
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern und für Heimat
vom 22. August 2024 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Stahlfesseln und sogenannte Bodycuffs ein (2022: 800, 2021: 716). Am
häufigsten wurden Menschen bei Abschiebungen in die Zielstaaten Algerien,
Gambia und Nigeria gefesselt.
1. Wie viele Abschiebungen gab es im ersten Halbjahr 2024 (bitte hier und
im Folgenden nach Monaten differenzieren)?
Im ersten Halbjahr 2024 wurden insgesamt 9 465 Abschiebungen vollzogen.
a) Wie viele Abschiebungen gab es im ersten Halbjahr 2024, differenziert
nach Zielländern?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Zielstaat Anzahl abgeschobener Personen
Georgien 816
Nordmazedonien 770
Österreich 669
Albanien 576
Serbien 529
Frankreich 469
Türkei 441
Moldau 404
Spanien 403
Irak 345
Bulgarien 336
Polen 306
Algerien 258
Kroatien 219
Rumänien 191
Niederlande 146
Marokko 141
Nigeria 137
Schweden 133
Kosovo 130
Tunesien 129
Belgien 121
Gambia 117
Portugal 111
Pakistan 96
Italien 94
Griechenland 92
Schweiz 89
Aserbaidschan 85
Indien 78
Bosnien und Herzegowina 70
Armenien 70
Tschechischen 60
Lettland 56
Ghana 54
Litauen 43
Montenegro 42
China 39
Kolumbien 28
Zielstaat Anzahl abgeschobener Personen
Slowenien 26
Slowakei 26
Finnland 26
Kamerun 24
Bangladesch 23
Jordanien 23
Ägypten 22
Vietnam 22
Venezuela 21
Russische Föderation 19
Dänemark 19
Ungarn 18
Malta 17
Kongo, Demokratische Republik 17
Brasilien 16
Togo 14
Côte d'Ivoire 14
Estland 14
Libanon 14
Thailand 12
Guinea 12
Senegal 11
Tadschikistan 11
Usbekistan 11
Sri Lanka 10
Kasachstan 9
Somalia 8
Vereinigtes Königreich 7
Chile 6
Norwegen 6
Iran 6
Vereinigte Staaten von Amerika 6
Sierra Leone 5
Kirgisistan 5
Israel 5
Peru 5
Uganda 5
Philippinen 4
Tansania 4
Angola 4
Dominikanische Republik 4
Luxemburg 3
Paraguay 3
Mexiko 3
Australien 3
Mali 3
Benin 2
Äthiopien 2
Mongolei 2
Jamaika 2
Mosambik 2
Kenia 2
Eritrea 2
Zielstaat Anzahl abgeschobener Personen
Turkmenistan 1
Mauretanien 1
Korea, Republik 1
Namibia 1
Kongo, Volksrepublik 1
Nicaragua 1
Kap Verde 1
Liberia 1
Malawi 1
Japan 1
Guatemala 1
Zypern 1
b) Wie viele Abschiebungen gab es im ersten Halbjahr 2024, differenziert
nach Staatsangehörigkeit der Betroffenen?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Staatsangehörigkeit Anzahl abgeschobener Personen
Türkei 915
Georgien 839
Nordmazedonien 774
Afghanistan 675
Albanien 586
Syrien 534
Serbien 520
Irak 461
Moldau 409
Algerien 384
Marokko 211
Russische Föderation 200
Nigeria 198
Tunesien 163
Pakistan 152
Rumänien 137
Kosovo 136
Polen 135
Gambia 126
Indien 122
Aserbaidschan 119
Armenien 81
Bosnien und Herzegowina 75
Somalia 70
Bulgarien 62
China 60
Guinea 58
Ghana 57
Libanon 50
Angola 47
Iran 45
Ägypten 44
Montenegro 43
ungeklärt 38
Jordanien 38
Staatsangehörigkeit Anzahl abgeschobener Personen
Kolumbien 38
Kamerun 35
Vietnam 30
Venezuela 29
Libyen 29
Italien 28
Côte d'Ivoire 28
Bangladesch 28
Kongo, Demokratische Republik 27
Belarus 25
Eritrea 25
Sri Lanka 24
Kasachstan 21
Litauen 21
Tschechien 20
Slowakei 20
Senegal 20
Äthiopien 19
Sudan 18
Ungarn 16
Tadschikistan 16
Togo 16
Brasilien 16
Uganda 15
Jemen 14
Usbekistan 13
Thailand 13
Lettland 13
Sierra Leone 13
Ukraine 13
Benin 13
Kirgisistan 13
Kroatien 11
Niederlande 11
Peru 10
Spanien 9
Mali 8
Simbabwe 8
Griechenland 8
Mongolei 8
Portugal 8
Burkina Faso 8
Myanmar 7
Mosambik 7
Israel 6
staatenlos 6
Liberia 6
Chile 6
Vereinigtes Königreich 6
Vereinigte Staaten von Amerika 6
Dschibuti 5
Kenia 5
Estland 5
Staatsangehörigkeit Anzahl abgeschobener Personen
Philippinen 5
Tansania 5
Niger 4
Kuba 4
Jamaika 4
Bahrain 4
Dominikanische Republik 4
Südsudan 4
Besetzte Palästinensische Gebiete* 4
Frankreich 4
Mexiko 3
Paraguay 3
Burundi 3
Australien 3
Belgien 2
Turkmenistan 2
Malawi 2
El Salvador 2
Schweden 2
Guinea-Bissau 1
Sambia 1
Kongo, Volksrepublik 1
Namibia 1
Ecuador 1
Guatemala 1
Kap Verde 1
Nicaragua 1
Dänemark 1
Schweiz 1
Österreich 1
Korea, Republik 1
Japan 1
Mauretanien 1
* Ist nicht als Staat anerkannt.
c) Wie viele Abschiebungen gab es im ersten Halbjahr 2024, differenziert
nach Luft-, Land- und Seeweg?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Art der Grenze Anzahl abgeschobener Personen
Landweg 1 594
Luftweg 7 848
Seeweg 23
2. Wie viele Frauen wurden im ersten Halbjahr 2024 abgeschoben (bitte
nach den 15 wichtigsten Zielländern und den 15 wichtigsten
Staatsangehörigkeiten differenzieren)?
Im ersten Halbjahr 2024 wurden insgesamt 2 103 Personen weiblichen
Geschlechts abgeschoben.
Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden.
15 häufigste Zielstaaten Anzahl abgeschobener Personen weiblichen Geschlechts
Nordmazedonien 349
Georgien 246
Serbien 199
Moldau 167
Albanien 147
Frankreich 117
Spanien 115
Österreich 115
Polen 61
Portugal 37
Türkei 35
Bulgarien 35
Schweden 34
Kroatien 34
Aserbaidschan 30
15 häufigste Staatsangehörigkeiten Anzahl abgeschobener Personen weiblichen Geschlechts
Nordmazedonien 352
Georgien 254
Serbien 194
Türkei 169
Moldau 167
Albanien 148
Syrien 86
Afghanistan 85
Russland 78
Irak 50
Aserbaidschan 44
Nigeria 36
Armenien 29
Angola 21
China (Volksrep.) 21
3. Wie viele Minderjährige wurden im ersten Halbjahr 2024 abgeschoben
(bitte nach den 15 wichtigsten Zielländern und den 15 wichtigsten
Staatsangehörigkeiten differenzieren)?
Im ersten Halbjahr 2024 wurden insgesamt 1 725 Abschiebungen von
minderjährigen Personen vollzogen.
Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden.
15 häufigste Zielstaaten Anzahl abgeschobener Minderjähriger
Nordmazedonien 355
Georgien 213
Serbien 202
Albanien 148
Moldau 142
Österreich 110
Frankreich 104
15 häufigste Zielstaaten Anzahl abgeschobener Minderjähriger
Spanien 80
Polen 42
Schweden 30
Kroatien 29
Portugal 24
Schweiz 21
Türkei 20
Bulgarien 18
Nigeria 18
15 häufigste Staatsangehörigkeiten Anzahl abgeschobener Minderjähriger
Nordmazedonien 359
Georgien 220
Serbien 195
Türkei 153
Albanien 148
Moldau 142
Russische Föderation 66
Syrien 61
Afghanistan 61
Irak 42
Aserbaidschan 27
Nigeria 26
Bosnien und Herzegowina 20
Kosovo 18
Angola 16
4. Wie viele Abschiebungen auf dem Luftweg gab es im ersten Halbjahr
2024, differenziert nach Abflughäfen und Fluggesellschaften?
Im ersten Halbjahr 2024 wurden insgesamt 7 848 Personen auf dem Luftweg
abgeschoben.
Die Angaben zu den Abflughäfen in der Bundesrepublik Deutschland können
der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Abflughäfen Anzahl abgeschobener Personen
Flughafen Berlin-Brandenburg 1 018
Flughafen Bremen 1
Flughafen Dortmund 10
Flughafen Dresden 3
Flughafen Düsseldorf 1 342
Flughafen Frankfurt/Main 2 926
Flughafen Hahn 5
Flughafen Hamburg 497
Flughafen Hannover 348
Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden 53
Flughafen Köln/Bonn 64
Flughafen Leipzig/Halle 468
Flughafen Memmingen 3
Flughafen München 939
Flughafen Nürnberg 2
Abflughäfen Anzahl abgeschobener Personen
Flughafen Stuttgart 168
Flughafen Weeze 1
Hinsichtlich der Beantwortung nach den Fluggesellschaften verweist die
Bundesregierung darauf, dass das verfassungsrechtlich verbürgte Frage- und
Informationsrecht des Parlaments zwar auf Beantwortung gestellter Fragen in der
Öffentlichkeit hin angelegt ist. Wenn das Informationsinteresse des Parlaments
aber auf Auskünfte zielt, die zur Wahrung berechtigter
Geheimhaltungsinteressen nicht öffentlich kundgegeben werden können, sind nach der
Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts Formen der Informationsvermittlung zu
suchen, die beiden Interessen Rechnung tragen (vgl. Entscheidungen des
Bundesverfassungsgerichts 124, 161 [193]). Im vorliegenden Fall ist die Einstufung
der Benennung der Fluggesellschaften als Verschlusssache (VS) sowohl zur
Wahrung von Staatswohlinteressen als auch zur Wahrung berechtigter,
grundrechtlich geschützter Interessen der betroffenen Fluggesellschaften notwendig.
Eine Veröffentlichung der Fluggesellschaften berührt auch durch Artikel 12 des
Grundgesetzes geschützte Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse dieser
Fluggesellschaften und kann sich gegebenenfalls negativ auf die Wahrnehmung dieser
Fluggesellschaften in der Öffentlichkeit auswirken.
Eine öffentliche Benennung der Fluggesellschaften, die Rückführungsflüge
anbieten, birgt die Gefahr, dass diese Unternehmen öffentlicher Kritik ausgesetzt
werden und in der Folge für die Beförderung von ausreisepflichtigen Personen
in die Heimatländer nicht mehr zur Verfügung stehen. Damit werden
Rückführungen weiter erschwert oder sogar unmöglich gemacht, so dass staatliche
Interessen an der Ausführung des Aufenthaltsgesetzes negativ beeinträchtigt
werden.
Um gleichwohl dem parlamentarischen Informationsanspruch nachzukommen,
ist dieser Teil der Antwort mit dem Geheimhaltungsgrad „VS – Nur für den
Dienstgebrauch“ gemäß § 3 Nummer 4 der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift
des Bundesministeriums des Innern und für Heimat zum materiellen und
organisatorischen Schutz von Verschlusssachen eingestuft worden, er wird
gesondert in der Anlage* übermittelt, die nicht zur Veröffentlichung bestimmt ist.
5. Wie viele Überstellungen im Rahmen der Dublin-Verordnung gab es im
ersten Halbjahr 2024 (bitte nach Zielstaaten und Staatsangehörigkeiten
differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
1. Halbjahr 2024 an Mitgliedstaaten Überstellungen
gesamt 3 043
Österreich 791
Frankreich 474
Spanien 296
Kroatien 257
Niederlande 173
Bulgarien 164
Schweden 153
Polen 147
Belgien 123
Schweiz 122
* Das Bundesministerium des Innern und für Heimat hat die Antwort als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die Antwort ist im Parlamentssekretariat des
Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen werden.
1. Halbjahr 2024 an Mitgliedstaaten Überstellungen
Portugal 83
Rumänien 50
Lettland 35
Tschechien 31
Slowenien 31
Finnland 29
Litauen 22
Dänemark 16
Malta 16
Griechenland 6
Norwegen 6
Luxemburg 5
Slowakei 5
Estland 4
Italien 2
Zypern 1
Ungarn 1
1. Halbjahr 2024 Herkunftsländer Überstellungen
gesamt 3 043
Afghanistan 627
Türkei 557
Syrien 361
Russische Föderation 189
Algerien 143
Irak 118
Marokko 97
Nigeria 64
Indien 59
Pakistan 51
Guinea 50
Somalia 47
Angola 43
Tunesien 40
Libanon 39
Iran 36
Aserbaidschan 32
Libyen 29
Georgien 24
Ägypten 22
Belarus 22
Ungeklärt 22
China 20
Sudan 18
Jordanien 17
Äthiopien 16
Armenien 14
Kasachstan 14
Côte d‘Ivoire 13
Sri Lanka 13
Staatenlos 12
Kamerun 11
Senegal 11
1. Halbjahr 2024 Herkunftsländer Überstellungen
Benin 10
Uganda 10
Albanien 9
Eritrea 9
Jemen 9
Burkina Faso 8
Kirgisistan 8
Kongo, Demokratische Republik 8
Simbabwe 8
Kenia 7
Kosovo 7
Liberia 7
Mongolei 7
Sierra Leone 7
Dschibuti 6
Kolumbien 6
Thailand 6
Ukraine 6
Bangladesch 5
Burundi 5
Mosambik 5
Niger 5
Tadschikistan 5
Bosnien und Herzegowina 4
Gambia 4
Kuba 4
Moldau 4
Bahrain 3
El Salvador 3
Personen aus besetzten Palästinensischen
Gebieten (nicht als Staat anerkannt)
3
Venezuela 3
Vietnam 3
Jamaika 2
Myanmar 2
Togo 2
Cabo Verde 1
Gabun 1
Ghana 1
Israel 1
Kongo 1
Malawi 1
Mali 1
Peru 1
Ruanda 1
Sambia 1
Serbien 1
Vereinigte Staaten von Amerika 1
6. Wie viele Zurückschiebungen fanden im ersten Halbjahr 2024 statt (bitte
nach Flughäfen, Land- und Seegrenzen differenzieren und nach den
15 wichtigsten Staatsangehörigkeiten der Betroffenen aufschlüsseln)?
Im ersten Halbjahr 2024 wurden insgesamt 1 374 Zurückschiebungen
vollzogen.
Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden.
Art der Grenze Abflughäfen Anzahl zurückgeschobener Personen
Landweg 1 194
Luftweg Flughafen Berlin-Brandenburg 5
Flughafen Düsseldorf 12
Flughafen Frankfurt/Main 14
Flughafen Hamburg 3
Flughafen Hannover 3
Flughafen Memmingen 18
Flughafen München 71
Flughafen Nürnberg 1
Flughafen Saarbrücken 1
Flughafen Stuttgart 41
Seeweg 11
15 häufigste Staatsangehörigkeiten Anzahl zurückgeschobener Personen
Syrien 253
Algerien 140
Marokko 80
Tunesien 74
Indien 73
Afghanistan 65
Ukraine 64
Guinea 57
Türkei 54
Albanien 36
Georgien 35
Ägypten 28
Côte d'Ivoire 25
Serbien 25
Moldau 22
7. Wie viele begleitete und unbegleitete Minderjährige (bitte differenzieren)
waren im ersten Halbjahr 2024 von Zurückschiebungen betroffen?
Im ersten Halbjahr 2024 wurden insgesamt 146 Minderjährige
zurückgeschoben. Davon wurden 33 Personen in Begleitung und 113 Personen ohne
Begleitung eines Erziehungsberechtigten zurückgeschoben.
8. In welcher Zuständigkeit erfolgten die Abschiebungen und
Zurückschiebungen im ersten Halbjahr 2024 (bitte jeweils nach Bund und den
einzelnen Bundesländern differenzieren)?
Ab- und Zurückschiebungen erfolgten in der Zuständigkeit der Länder und
auch in der Zuständigkeit der Bundespolizei.
Die Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Veranlasser Abschiebungen Zurückschiebungen
Baden-Württemberg 1 333
Bayern 1 399 2
Berlin 518
Brandenburg 94
Bremen 30
Hamburg 321
Hessen 741
Mecklenburg-Vorpommern 225
Niedersachsen 679
Nordrhein-Westfalen 2 050
Rheinland-Pfalz 395
Saarland 78
Sachsen 499
Sachsen-Anhalt 308
Schleswig-Holstein 262
Thüringen 235
Bundespolizei 298 1 372
9. In wie vielen Fällen wurden im ersten Halbjahr 2024 Zwangsgelder
gegen Beförderungsunternehmen nach § 63 des Aufenthaltsgesetzes
verhängt, wie hoch war die Gesamtsumme, und wie hoch war die
durchschnittliche Summe pro Beförderungsunternehmen (bitte auch nach
Fluggesellschaften, Bus- und Bahnunternehmen, Taxis usw.
differenzieren)?
Im ersten Halbjahr 2024 wurde in insgesamt 520 Fällen ein Zwangsgeld
festgesetzt. Die Gesamtsumme der Zwangsgelder betrug 1 050 500 Euro. Die
durchschnittliche Summe pro Beförderungsunternehmen lag bei ca. 96 409 Euro. Die
Zwangsgelder wurden ausschließlich gegenüber Luftverkehrsgesellschaften
festgesetzt.
10. Wie viele Personen wurden im ersten Halbjahr 2024 im Zuge von
Sammelabschiebungen entweder direkt in ihr Herkunftsland oder über
Flughäfen anderer EU-Mitgliedstaaten in ihr Herkunftsland abgeschoben, und
wie viele Personen wurden im ersten Halbjahr 2024 im Zuge von
Sammelüberstellungen in andere EU-Staaten überstellt (bitte zwischen
Sammelabschiebungen in nationaler Zuständigkeit, Sammelabschiebungen
der EU – national – und Sammelabschiebungen der EU – gemeinsame
Maßnahme mit anderen EU-Staaten – differenzieren, die jeweiligen
Gesamtzahlen nennen und darüber hinaus die Abschiebungen einzeln mit
Datum und Zielland auflisten)?
Im ersten Halbjahr 2024 wurden 3 481 Personen im Zuge von 79
Sammelchartermaßnahmen direkt in ihr Herkunftsland abgeschoben. Weitere 190 Personen
wurden im Zuge von 25 Sammelchartermaßnahmen in andere EU-Staaten
überstellt. Insgesamt wurden 3 671 Personen im Rahmen von 104
Sammelchartermaßnahmen aus der Bundesrepublik Deutschland rückgeführt.
a) Bei welchem Staat (für Deutschland: bei welcher Behörde) lag jeweils
die Federführung für die Abschiebemaßnahmen, und welche
Bundesländer waren von deutscher Seite beteiligt?
b) Welche Fluggesellschaften wurden mit der Durchführung der Flüge
beauftragt, von welchen deutschen Flughäfen starteten sie bzw. wo
machten sie eine Zwischenlandung?
c) Wie hoch waren die Kosten der Flüge jeweils, und wer hat die Kosten
getragen (bitte auch die Gesamtkosten angeben)?
d) Wie viele Personen aus welchen Herkunftsstaaten wurden bei den
Abschiebemaßnahmen aus Deutschland jeweils abgeschoben (bitte auch
die Gesamtzahl der abgeschobenen Personen angeben)?
e) Wie viele Bundesbeamte wurden als Begleitpersonal auf den
jeweiligen Flügen eingesetzt?
Die Fragen 10a bis 10e werden gemeinsam beantwortet.
Die Antworten zu den Fragen 10a bis 10e sind in der separaten Anlage*
aufgeführt.
Die Angaben zu den Fluggesellschaften sind der Anlage**, die als „VS – Nur
für den Dienstgebrauch“ eingestuft ist, zu entnehmen. Zur Begründung der
Einstufung wird auf die Antwort zu Frage 4 verwiesen.
11. Wie viele Personen wurden im ersten Halbjahr 2024 mit sogenannten
Mini-Charterflügen für maximal vier Personen entweder direkt in ihr
Herkunftsland oder über Flughäfen anderer EU-Mitgliedstaaten in ihr
Herkunftsland abgeschoben, und wie viele Personen wurden im ersten
Halbjahr 2024 mit sogenannten Mini-Charterflügen in andere EU-
Staaten überstellt (bitte die Gesamtzahlen nennen und die Abschiebeflüge
zusätzlich einzeln mit Datum, Abflughafen, Zielstaat, Fluggesellschaft,
Zahl der Begleitbeamten, Zahl der abgeschobenen Personen und
Flugkosten auflisten), und in welchem Umfang hat die Europäische Agentur
für die Grenz- und Küstenwache Frontex die Kosten für Mini-
Charterabschiebungen im ersten Halbjahr 2024 übernommen?
Im ersten Halbjahr 2024 wurden insgesamt zwei Kleinchartermaßnahmen
durchgeführt, mit denen insgesamt vier Personen rückgeführt wurden. Die
Rückführungen fanden nicht über Flughäfen anderer EU-Mitgliedstaaten statt.
Die Angaben zu den Fluggesellschaften sind der Anlage**, die als „VS –Nur
für den Dienstgebrauch“ eingestuft ist, zu entnehmen. Zur Begründung der
Einstufung wird auf die Antwort zu Frage 4 verwiesen.
Die weiteren Angaben können der nachstehenden Tabelle entnommen werden.
Datum
Abflughafen
Zielstaat Rückgeführte
Personen
Bundesbeamte
Kosten des
Fluggerätes
Frontex-
Finanzierung
15.03.2024 Berlin Libanon 3 11 102 085 Euro nein
20.03.2024 Leipzig Slowakei 1 5 33 085 Euro nein
* Von einer Drucklegung der Anlage wird abgesehen. Diese ist auf Bundestagsdrucksache 20/12626 auf der Internetseite des Deutschen Bundestages abrufbar.
** Das Bundesministerium des Innern und für Heimat hat die Antwort als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die Antwort ist im Parlamentssekretariat des
Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen werden.
12. Wie viele der Abschiebungen erfolgten im ersten Halbjahr 2024
a) unbegleitet,
Im ersten Halbjahr 2024 erfolgten 4 664 Abschiebungen unbegleitet.
b) in Begleitung von Beamtinnen und Beamten der Bundespolizei,
Im ersten Halbjahr 2024 wurden 3 641 Personen in Begleitung von 6 408
Beamtinnen und Beamten der Bundespolizei abgeschoben.
c) in Begleitung von Beamtinnen und Beamten der Länderpolizeien oder
anderer Länderbehörden,
Im ersten Halbjahr 2024 wurden 94 Personen in Begleitung von 188
Beamtinnen und Beamten der Länderpolizeien oder anderer Länderbehörden
abgeschoben.
d) in Begleitung von Sicherheitskräften der Zielstaaten (bitte nach
Zielstaaten aufschlüsseln),
Im ersten Halbjahr 2024 wurden insgesamt 896 Personen in Begleitung von
Sicherheitskräften der Zielstaaten abgeschoben.
Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Zielstaat Anzahl abgeschobener Personen
Algerien 191
Georgien 610
Moldau 67
Montenegro 14
Nordmazedonien 1
Serbien 8
Bosnien-Herzegowina 3
Libanon 2
Gesamt 896
e) in Begleitung von Sicherheitskräften der Luftverkehrsgesellschaften
(bitte nach Fluggesellschaften und nach Zielstaaten aufschlüsseln und
auch die Namen der von den Fluggesellschaften beauftragten
Sicherheitsunternehmen nennen) und
Im ersten Halbjahr 2024 wurden 174 Personen in Begleitung von
Sicherheitskräften der Luftverkehrsgesellschaften rückgeführt. Die Namen der
beauftragten Sicherheitsunternehmen werden statistisch nicht erfasst.
Die Angaben zu den Zielstaaten können der nachfolgenden Tabelle entnommen
werden.
Zielstaat Anzahl abgeschobener Personen
Georgien 37
Irak 43
Libanon 2
Moldau 1
Nordmazedonien 45
Rumänien 34
Russische Föderation 6
Zielstaat Anzahl abgeschobener Personen
Serbien 6
Gesamt 174
Die Angaben zu den Luftverkehrsgesellschaften sind der Anlage*, die als „VS
– Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft ist, zu entnehmen. Zur Begründung
der Einstufung wird auf die Antwort zu Frage 4 verwiesen.
f) wie viele Beamte der Bundespolizei und der Polizeien der Länder
wurden im ersten Halbjahr 2024 insgesamt zur Begleitung von
Abschiebungen eingesetzt (bitte differenzieren)?
Im ersten Halbjahr 2024 wurden 6 408 Beamtinnen und Beamten der
Bundespolizei und 188 Beamtinnen und Beamten der Länderpolizeien oder anderer
Länderbehörden zur Begleitung von Abschiebungen eingesetzt. Insgesamt
waren somit 6 596 Beamtinnen und Beamten im Einsatz.
13. Welche Kosten sind dem Bund im ersten Halbjahr 2024 durch die
Sicherheitsbegleitung bei Abschiebungen entstanden?
Für die Sicherheitsbegleitung bei Rückführungen sind dem Bund im ersten
Halbjahr 2024 Kosten in Höhe von 3 859 000 Euro entstanden.
14. Wie viele Abschiebungen und wie viele Dublin-Überstellungen (bitte
differenzieren) mussten im ersten Halbjahr 2024 nach Übergabe an die
Bundespolizei abgebrochen werden, was waren die wichtigsten Gründe
hierfür (bitte so wie in der Tabelle in der Antwort zu Frage 19 auf
Bundestagsdrucksache 20/3130 darstellen), welche waren die wichtigsten
Zielstaaten der abgebrochenen Abschiebungen und Dublin-
Überstellungen, und welche waren die wichtigsten Staatsangehörigkeiten der
Betroffenen (bitte jeweils die 15 wichtigsten auflisten)?
Im ersten Halbjahr 2024 wurden 534 vorgesehene Abschiebungen während
bzw. nach Übernahme seitens der Bundespolizei abgebrochen, davon 142
Dublin-Überstellungen.
Dublin-Überstellungen erfasst die Bundespolizei nur in den Fällen, in denen die
zuständige Behörde die Aufenthaltsbeendigung als Dublin-Überstellung
kenntlich macht. Ein Abgleich der Statistiken der Bundespolizei und des
Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erfolgt nicht, weshalb es zu
Abweichungen der Statistiken kommen kann. Die weiteren Angaben können den
nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Grund des Abbruchs (Luftweg) Art des
Fluges
Anzahl
Personen
davon Dublin-
Überstellungen
während und nach Übergabe an die Bundespolizei
Widerstand Charter 0 0
Linienflug 132 49
aus medizinischen Gründen Charter 5 0
Linienflug 36 16
Beförderungsverweigerung LVG/Luftfahrzeugführer/
Reederei/Schiffskapitän
Charter 0 0
Linienflug 142 29
* Das Bundesministerium des Innern und für Heimat hat die Antwort als „VS – Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die Antwort ist im Parlamentssekretariat des
Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen werden.
Grund des Abbruchs (Luftweg) Art des
Fluges
Anzahl
Personen
davon Dublin-
Überstellungen
den Flug/die Schiffspassage betreffende Gründe Charter 0 0
Linienflug 27 5
fehlende Durchbeförderungsbewilligung Charter 0 0
Linienflug 2 0
fehlendes Begleitpersonal Charter 0 0
Linienflug 0 0
fehlendes/ungültiges Heimreisedokument Charter 1 0
Linienflug 1 0
fehlender Rückführungsplatz Charter 1 0
Linienflug 2 0
Flucht, Fluchtversuch Charter 0 0
Linienflug 0 0
Rechtsmittel Charter 15 0
Linienflug 30 3
Scheitern während Transitaufenthalt Charter 0 0
Linienflug 2 0
Selbstverletzung bzw. Versuch, Suizid bzw.
Suizidversuch
Charter 0 0
Linienflug 8 4
sonstige Gründe Charter 1 0
Linienflug 27 7
Übernahmeverweigerung Bundespolizei Charter 0 0
Linienflug 67 21
Übernahmeverweigerung durch staatl. Begleitpersonal Charter 0 0
Linienflug 2 0
Übernahmeverweigerung im Zielstaat Charter 0 0
Linienflug 2 0
Grund des Abbruchs (Landweg) Grenze zu Anzahl
Personen
davon Dublin-
Überstellungen
während und nach Übergabe an die Bundespolizei
Flucht, Fluchtversuch Schweiz 1 0
Rechtsmittel Österreich 3 3
sonstige Gründe Schweiz 2 2
Übernahmeverweigerung im Zielstaat Schweiz 22 0
Frankreich 3 2
15 häufigste Zielstaaten Anzahl Personen davon Dublin-Überstellungen
Gesamt 534 142
davon
Türkei 83
Irak 57
Spanien 43 30
Bulgarien 40 23
Algerien 26
Schweiz 25 3
Marokko 17
Nigeria 15
Kroatien 14 14
Portugal 13 13
Österreich 11 10
Schweden 9 8
Georgien 9
15 häufigste Zielstaaten Anzahl Personen davon Dublin-Überstellungen
Frankreich 9 8
Pakistan 8
Kosovo 8
15 häufigste Staatsangehörigkeiten Anzahl Personen davon Dublin-Überstellungen
Gesamt 534 142
davon
Türkei 89 6
Irak 63 4
Syrien 59 31
Algerien 36 4
Marokko 27 1
Afghanistan 22 21
Nigeria 16
Somalia 12 4
Kosovo 11 3
Iran 11 4
Côte d'Ivoire 10 5
Georgien 9
Russische Föderation 9 9
Angola 9 9
Pakistan 8
Indien 8 4
Tunesien 8 3
Guinea 8 7
15. Wie viele Abschiebungs- und Überstellungsversuche (bitte
differenzieren) scheiterten im ersten Halbjahr 2024 vor der Übergabe an die
Bundespolizei (bitte zwischen Stornierung im Vorfeld und nicht erfolgter
Zuführung am Flugtag differenzieren)?
Im ersten Halbjahr 2024 scheiterten 14 067 Abschiebungen vor Übergabe an
die Bundespolizei.
Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Grund des Abbruchs Anzahl Personen davon Dublin-Überstellungen
Gesamt 14 067 4 810
davon
Stornierung des Ersuchens (bis
spätestens am Vortag der Maßnahme)
5 748 1 376
nicht erfolgte Zuführung (einschl.
Absage am Tag der Maßnahme)
8 223 3 398
fehlender Rückführungsplatz 7 0
sonstige Gründe 89 36
16. Gab es im ersten Halbjahr 2024 Abschiebungen trotz laufenden
Asyloder Gerichtsverfahrens oder entgegen einer anders lautenden
Gerichtsentscheidung, und wenn ja, durch welche Behörde wurden diese
Abschiebungen veranlasst, welche Staatsangehörigkeit hatten die
Betroffenen, in welches Land wurden sie abgeschoben, und wurden sie bereits
nach Deutschland zurückgeholt?
Der Bundesregierung liegen keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellung vor.
17. Welche Angaben kann die Bundespolizei dazu machen, wie oft im ersten
Halbjahr 2024 im Rahmen von Dublin-Überstellungen und
Abschiebungen (bitte differenzieren) sogenannte Hilfsmittel der körperlichen Gewalt
zum Einsatz kamen (bitte auch nach den 15 wichtigsten
Staatsangehörigkeiten der Betroffenen und den 15 wichtigsten Zielstaaten der
Abschiebungen aufschlüsseln)?
Im ersten Halbjahr 2024 sind bei 546 Personen (davon 65 Dublin-
Überstellungen) Hilfsmittel der körperlichen Gewalt eingesetzt worden.
Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden.
15 häufigste Staatsangehörigkeiten Anzahl Personen davon Dublin-Überstellungen
Algerien 187 2
Marokko 57 1
Irak 51 3
Nigeria 32 1
Gambia 30
Syrien 19 18
Türkei 18 3
Afghanistan 13 13
Kamerun 11
Tunesien 9 1
Ghana 9
Pakistan 8 1
Jordanien 8 1
Somalia 6 4
Georgien 5
Ägypten 5 1
15 häufigste Zielstaaten Anzahl Personen davon Dublin-Überstellungen
Algerien 185
Marokko 56
Irak 48
Nigeria 31
Gambia 30
Türkei 15
Bulgarien 14 12
Spanien 12 11
Kamerun 11
Kroatien 10 10
Ghana 9
Tunesien 8
Pakistan 7
Rumänien 7 5
Jordanien 7
18. Wie viele Personen haben Deutschland im ersten Halbjahr 2024 mit einer
finanziellen Förderung des Bundes (Reintegration and Emigration
Programme for Asylum-Seeekers in Germany/Government Assisted
Repatriation Programme) verlassen (bitte nach den 15 wichtigsten
Herkunftsstaaten, nach Bundesländern und nach Aufenthaltsstatus der
Betreffenden vor der Ausreise differenzieren)?
Mit Stand 30. Juni 2024 sind im ersten Halbjahr 4 095 Personen über das
Bund-Länder-Programm (REAG/GARP) gefördert ausgereist.
Die Aufschlüsselungen nach den 15 wichtigsten Staatsangehörigkeiten, nach
Bundesländern und nach Aufenthaltsstatus der Betreffenden vor der Ausreise
können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden (es wird darauf
hingewiesen, dass Staatsangehörigkeit und Herkunftsland voneinander abweichen
können).
Staatsangehörigkeit Anzahl der über REAG/GARP
ausgereisten Personen*
Gesamt 4 095
darunter:
Türkei 1 236
Georgien 713
Nordmazedonien 367
Albanien 262
Russische Föderation 233
Irak 176
Kolumbien 148
Venezuela 117
Serbien 93
Armenien 92
Aserbaidschan 79
Iran 67
Bosnien und Herzegowina 47
Ukraine 46
Moldau 44
* Quelle: BAMF
Bundesland Anzahl der über REAG/GARP
ausgereisten Personen*
Gesamt 4 095
davon:
Bayern 937
Nordrhein-Westfalen 793
Baden-Württemberg 534
Niedersachsen 452
Sachsen 352
Hessen 262
Berlin 203
Rheinland-Pfalz 110
Hamburg 101
Thüringen 94
Sachsen-Anhalt 92
Schleswig-Holstein 77
Mecklenburg-Vorpommern 40
Saarland 25
Bundesland Anzahl der über REAG/GARP
ausgereisten Personen*
Bremen 15
Brandenburg 8
* Quelle: BAMF
Aufenthaltsstatus vor der Ausreise Anzahl der über REAG/GARP
ausgereisten Personen*
Gesamt 4 095
davon:
Aufenthaltsgestattung 1 946
Aufenthaltserlaubnis nach § 23 Absatz 1 AufenthG, § 24 AufenthG oder
§ 25 Absatz 5 AufenthG
48
Duldung nach § 60 AufenthG 899
Ausreisepflichtig ohne Duldung 38
Ausländer, die Ehegatten, Lebenspartner oder minderjährige Kinder der
zuvor genannten Personen sind, ohne dass sie selbst die dort genannten
Voraussetzungen erfüllen
1 052
Folgeantrag, Zweitantrag 13
Anerkannt asylberechtigt, Flüchtlingseigenschaft, Subsidiärer Schutz
nach § 25 Absatz 1 oder § 2 AufenthG
30
Chancen-Aufenthaltsrecht nach § 104c AufenthG 9
Ausländer, die einen nicht zuvor genannten Aufenthaltstitel aus
völkerrechtlichen, politischen oder humanitären Gründen nach den §§ 22 bis
26 AufenthG besitzen
18
Familiennachzug 1
Nichtukrainische Drittstaatsangehörige aus der Ukraine 41
* Quelle: BAMF
19. Welche Angaben oder ungefähren Einschätzungen kann die
Bundesregierung ergänzend dazu machen, wie viele Personen im ersten Halbjahr
2024 mit finanzieller Förderung der Bundesländer ausgereist sind (bitte
die Gesamtzahlen nennen und nach den 15 wichtigsten Herkunftsstaaten
und den Bundesländern differenzieren), welche Zahlen und Programme
welcher Bundesländer wurden bei diesen Angaben berücksichtigt und
welche nicht, und wie aussagekräftig sind diese Angaben mittlerweile?
Zum Stichtag 30. Juni 2024 waren im Ausländerzentralregister (AZR) 3 935
Personen erfasst, die Deutschland mit einer finanziellen Förderung der
Bundesländer im ersten Halbjahr 2024 verlassen haben.
Die Verteilung nach Staatsangehörigkeiten und Bundesland des Fortzuges kann
den nachfolgenden Tabellen entnommen werden (es wird darauf hingewiesen,
dass Staatsangehörigkeit und Herkunftsland voneinander abweichen können).
Ausgereiste Personen mit finanzieller Förderung der
Bundesländer – aufgeteilt nach Staatsangehörigkeiten insgesamt
3 935
darunter: 15 wichtigste Herkunftsstaaten
Türkei 1 030
Georgien 839
Nordmazedonien 329
Albanien 233
Russische Föderation 231
Serbien 163
Kolumbien 138
Venezuela 87
Irak 78
Moldau 76
Aserbaidschan 73
Armenien 71
Bosnien und Herzegowina 60
Iran 55
Kosovo 50
Ausgereiste Personen mit finanzieller Förderung der
Bundesländer – aufgeteilt nach Bundesländern
3 935
Baden-Württemberg 339
Bayern 987
Berlin 178
Brandenburg 100
Bremen 6
Hamburg 61
Hessen 402
Mecklenburg-Vorpommern 30
Niedersachsen 654
Nordrhein-Westfalen 589
Rheinland-Pfalz 92
Saarland 21
Sachsen 259
Sachsen-Anhalt 82
Schleswig-Holstein 54
Thüringen 81
Im Übrigen wird zur Einordnung der hier zugrunde liegenden
Speichersachverhalte auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 20a der Kleinen Anfrage
der Fraktion DIE LINKE. auf Bundestagsdrucksache 20/8046 verwiesen.
Eine Addition zu den REAG/GARP-Ausreisen ist nicht vorzunehmen, da es
sich hierbei teilweise um REAG/GARP ergänzende Förderungen derselben
Personen handeln kann.
20. Wie viele Personen sind nach Angaben der Bundespolizei im ersten
Halbjahr 2024 freiwillig mit einer Grenzübertrittsbescheinigung
ausgereist (bitte nach den 15 wichtigsten Staatsangehörigkeiten und zwischen
Land-, Luft- und Seeweg differenzieren)?
Gemäß Polizeilicher Eingangsstatistik der Bundespolizei (PES BPOL) sind im
ersten Halbjahr 2024 insgesamt 15 764 Personen erfasst worden, die freiwillig
unter Vorlage einer Grenzübertrittsbescheinigung (beinhaltet GÜB
Bundespolizei, GÜB Landespolizei, GÜB Ausländerbehörde, GÜB Auslandsvertretung
und Postrückläufer Auslandsvertretung) ausgereist sind.
Die Aufschlüsselung nach den 15 wichtigsten Staatsangehörigkeiten und den
Arten der Grenze können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
15 häufigste Staatsangehörigkeiten Anzahl Personen
Türkei 3 567
Georgien 1 872
Albanien 1 421
Nordmazedonien 1 040
Serbien 566
15 häufigste Staatsangehörigkeiten Anzahl Personen
Russische Föderation 525
China 423
Kosovo 398
Irak 390
Moldau 330
Vietnam 328
Indien 290
Iran 287
Kuwait 236
Ukraine 222
Art der Grenze Anzahl Personen
Landweg 228
Luftweg 15 444
Seeweg 16
Postrückläufer Auslandsvertretung 74
unbekannt 2
21. Wie viele ausreisepflichtige Personen mit und ohne Duldung, wie viele
ausreisepflichtige abgelehnte Asylsuchende (bitte differenzieren und
jeweils nach Bundesländern auflisten) hielten sich nach Kenntnis der
Bundesregierung zum letzten verfügbaren Stand in Deutschland auf, und
welche waren die fünf Hauptherkunftsländer der Ausreisepflichtigen in
den einzelnen Bundesländern (bitte in absoluten und relativen Zahlen für
jedes Bundesland darstellen)?
Ausweislich des AZR waren zum Stichtag 30. Juni 2024 insgesamt 226 882
Personen ausreisepflichtig, davon 182 727 Personen mit einer Duldung und
44 155 Personen ohne Duldung.
Bei 128 355 der insgesamt 226 882 ausreisepflichtigen Personen war ein
abgelehnter Asylantrag gespeichert (davon 110 772 Personen mit einer Duldung und
17 583 Personen ohne eine Duldung).
Es ist darauf hinzuweisen, dass für die vorliegende Ausreisepflicht die im AZR
gespeicherte Asylablehnung nicht zwingend ursächlich sein muss, da diese
Entscheidung grundsätzlich gespeichert wird, bis die Voraussetzungen für ihre
Löschung gegeben sind (vgl. § 36 des Gesetzes über das Ausländerzentralregister
– AZRG). Insofern kann die Asylablehnung ggf. eine längere Zeit
zurückliegen. Weitere Differenzierungen können den nachfolgenden Tabellen
entnommen werden.
Ausreisepflichtige gesamt
nach Land
Gesamt Ausreisepflichtige
mit Duldung
Ausreisepflichtige
ohne Duldung
Alle Bundesländer 226 882 182 727 44 155
Baden-Württemberg 28 486 24 504 3 982
Bayern 26 977 20 323 6 654
Berlin 17 132 12 488 4 644
Brandenburg 7 799 6 531 1 268
Bremen 3 935 3 452 483
Hamburg 8 795 6 322 2 473
Hessen 13 268 9 619 3 649
Mecklenburg-Vorpommern 3 914 3 350 564
Niedersachsen 20 677 16 646 4 031
Nordrhein-Westfalen 54 064 44 981 9 083
Ausreisepflichtige gesamt
nach Land
Gesamt Ausreisepflichtige
mit Duldung
Ausreisepflichtige
ohne Duldung
Rheinland-Pfalz 8 619 6 564 2 055
Saarland 2 074 1 874 200
Sachsen 12 230 9 866 2 364
Sachsen-Anhalt 5 170 4 270 900
Schleswig-Holstein 9 195 7 934 1 261
Thüringen 4 547 4 003 544
Ausreisepflichtige abgelehnte
Asylbewerber nach Land
Gesamt Ausreisepflichtige
mit Duldung
Ausreisepflichtige
ohne Duldung
Alle Bundesländer 128 355 110 772 17 583
Baden-Württemberg 17 123 15 668 1 455
Bayern 15 066 12 723 2 343
Berlin 9 944 7 647 2 297
Brandenburg 4 615 3 900 715
Bremen 1 659 1 491 168
Hamburg 3 542 2 823 719
Hessen 6 578 5 421 1 157
Mecklenburg-Vorpommern 2 336 2 015 321
Niedersachsen 11 726 10 054 1 672
Nordrhein-Westfalen 30 022 26 748 3 274
Rheinland-Pfalz 5 447 4 534 913
Saarland 819 753 66
Sachsen 8 186 7 038 1 148
Sachsen-Anhalt 3 214 2 840 374
Schleswig-Holstein 5 338 4 671 667
Thüringen 2 740 2 446 294
Ausreisepflichtige in Baden-Württemberg Anzahl der Ausländer im AZR Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 28 486 100,00 Prozent
darunter:
Nigeria 3 054 10,72 Prozent
Irak 2 662 9,34 Prozent
Türkei 2 242 7,87 Prozent
Gambia 1 985 6,97 Prozent
Afghanistan 1 614 5,67 Prozent
Ausreisepflichtige in Bayern Anzahl der Ausländer im AZR Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 26 977 100,00 Prozent
darunter:
Irak 3 554 13,17 Prozent
Nigeria 3 531 13,09 Prozent
Afghanistan 2 122 7,87 Prozent
Türkei 1 369 5,07 Prozent
Ukraine 1 188 4,40 Prozent
Ausreisepflichtige in Berlin Anzahl der Ausländer im AZR Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 17 132 100,00 Prozent
darunter:
Moldau 2 400 14,01 Prozent
Türkei 1 395 8,14 Prozent
Georgien 1 395 8,14 Prozent
Ausreisepflichtige in Berlin Anzahl der Ausländer im AZR Anteil
Ungeklärt 1 274 7,44 Prozent
Russische Föderation 1 136 6,63 Prozent
Ausreisepflichtige in Brandenburg Anzahl der Ausländer im AZR Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 7 799 100,00 Prozent
darunter:
Russische Föderation 1 946 24,95 Prozent
Kenia 607 7,78 Prozent
Kamerun 585 7,50 Prozent
Irak 428 5,49 Prozent
Türkei 412 5,28 Prozent
Ausreisepflichtige in Bremen Anzahl der Ausländer im AZR Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 3 935 100,00 Prozent
darunter:
Albanien 391 9,94 Prozent
Türkei 357 9,07 Prozent
Ghana 335 8,51 Prozent
Serbien 330 8,39 Prozent
Nordmazedonien 215 5,46 Prozent
Ausreisepflichtige in Hamburg Anzahl der Ausländer im AZR Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 8 795 100,00 Prozent
darunter:
Afghanistan 787 8,95 Prozent
Iran 614 6,98 Prozent
Ghana 595 6,77 Prozent
Türkei 561 6,38 Prozent
Russische Föderation 495 5,63 Prozent
Ausreisepflichtige in Hessen Anzahl der Ausländer im AZR Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 13 268 100,00 Prozent
darunter:
Afghanistan 1 656 12,48 Prozent
Türkei 1 232 9,29 Prozent
Irak 891 6,72 Prozent
Iran 751 5,66 Prozent
Pakistan 577 4,35 Prozent
Ausreisepflichtige in Mecklenburg-Vorpommern Anzahl der Ausländer im AZR Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 3 914 100,00 Prozent
darunter:
Russische Föderation 473 12,08 Prozent
Irak 388 9,91 Prozent
Ukraine 271 6,92 Prozent
Syrien 264 6,75 Prozent
Georgien 251 6,41 Prozent
Ausreisepflichtige in Niedersachsen Anzahl der Ausländer im AZR Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 20 677 100,00 Prozent
darunter:
Irak 2 216 10,72 Prozent
Georgien 1 433 6,93 Prozent
Türkei 1 387 6,71 Prozent
Serbien 1 117 5,40 Prozent
Syrien 914 4,42 Prozent
Ausreisepflichtige in Nordrhein-Westfalen Anzahl der Ausländer im AZR Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 54 064 100,00 Prozent
darunter:
Irak 5 541 10,25 Prozent
Serbien 3 708 6,86 Prozent
Türkei 3 020 5,59 Prozent
Guinea 2 641 4,88 Prozent
Nordmazedonien 2 599 4,81 Prozent
Ausreisepflichtige in Rheinland-Pfalz Anzahl der Ausländer im AZR Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 8 619 100,00 Prozent
darunter:
Irak 685 7,95 Prozent
Türkei 673 7,81 Prozent
Afghanistan 665 7,72 Prozent
Syrien 561 6,51 Prozent
Pakistan 512 5,94 Prozent
Ausreisepflichtige im Saarland Anzahl der Ausländer im AZR Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 2 074 100,00 Prozent
darunter:
Syrien 741 35,73 Prozent
Türkei 185 8,92 Prozent
Irak 135 6,51 Prozent
Serbien 124 5,98 Prozent
Ukraine 67 3,23 Prozent
Ausreisepflichtige in Sachsen Anzahl der Ausländer im AZR Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 12 230 100,00 Prozent
darunter:
Russische Föderation 1 178 9,63 Prozent
Irak 991 8,10 Prozent
Venezuela 976 7,98 Prozent
Indien 933 7,63 Prozent
Georgien 806 6,59 Prozent
Ausreisepflichtige in Sachsen-Anhalt Anzahl der Ausländer im AZR Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 5 170 100,00 Prozent
darunter:
Indien 797 15,42 Prozent
Russische Föderation 354 6,85 Prozent
Türkei 327 6,32 Prozent
Syrien 293 5,67 Prozent
Afghanistan 263 5,09 Prozent
Ausreisepflichtige in Schleswig-Holstein Anzahl der Ausländer im AZR Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 9 195 100,00 Prozent
darunter:
Irak 1 868 20,32 Prozent
Afghanistan 810 8,81 Prozent
Türkei 745 8,10 Prozent
Russische Föderation 721 7,84 Prozent
Syrien 645 7,01 Prozent
Ausreisepflichtige im Freistaat Thüringen Anzahl der Ausländer im AZR Anteil
alle Staatsangehörigkeiten 4 547 100,00 Prozent
darunter:
Irak 568 12,49 Prozent
Georgien 346 7,61 Prozent
Afghanistan 332 7,30 Prozent
Nordmazedonien 330 7,26 Prozent
Türkei 281 6,18 Prozent
22. Was kann die Bundesregierung zu ihren bisherigen Bemühungen
mitteilen, Abschiebungen nach Afghanistan und Syrien zu ermöglichen, haben
Vertreterinnen und Vertreter der Bundesregierung dazu mit Vertretern
anderer Staaten Gespräche geführt, und wenn ja, mit welchen Staaten, was
wurde dabei ggf. vereinbart, und welche Ressorts sind daran auf
deutscher Seite beteiligt?
Die Bundesregierung prüft fortlaufend intensiv, sowohl unter rechtlichen als
auch operativen Gesichtspunkten, welche Möglichkeiten zur Rückführung von
Personen, die schwerwiegende Straftaten begangen haben, sowie von
terroristischen Gefährdern nach Afghanistan und Syrien bestehen, um die hierfür
zuständigen Länder insoweit zu unterstützen. Sie äußert sich nicht zu
Gesprächsteilnehmerinnen und Gesprächsteilnehmern sowie Inhalten von vertraulichen
Gesprächen, die sie mit den Vertreterinnen und Vertretern anderer Staaten führt,
um den Erfolg dieser Gespräche nicht zu gefährden.
Seite 1 von 10
Anlage zur Kleinen Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger u. a. und der Gruppe Die Linke
Abschiebungen und Ausreisen im ersten Halbjahr 2024
BT-Drucksache 20/12385
Die Angaben zur Beantwortung der Fragen 10a, 10c bis 10e sind in der Tabelle aufgeführt:
Datum 1. Zielstaat
1.
Z
ie
ls
ta
at
R
üc
kg
ef
üh
rte
P
er
so
ne
n
1. Zielstaat
Beteiligte
Länder/
Bundespolizei
2. Zielstaat
2.
Z
ie
ls
ta
at
R
üc
kg
ef
üh
rte
P
er
so
ne
n
2. Zielstaat
Beteiligte
Länder/
Bundespolizei
R
üc
kg
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üh
rte
P
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so
ne
n
G
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Bu
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F
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Fr
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x
Fi
na
nz
ie
ru
ng
08.01.2024 Moldau 15 BY BE HH HE
NI 0 15 28 BPOL 68.414 € Ja
11.01.2024 Bosnien und
Herzegowina 9 BW BY NW
SN Serbien 22 BW MV SL HE 31 36 BPOL 89.080 € Ja
12.01.2024 Kroatien 7 SH 0 7 16 BPOL 57.410 € Nein
16.01.2024 Serbien 31 NW Nordmazedonien 41 NW 72 58 BPOL 97.000 € Ja
17.01.2024 Tunesien 17 BW HH RP SN
TH 0 17 66 BPOL 70.980 € Ja
Seite 2 von 10
Datum 1. Zielstaat
1.
Z
ie
ls
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at
R
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üh
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P
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n
1. Zielstaat
Beteiligte
Länder/
Bundespolizei
2. Zielstaat
2.
Z
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n
2. Zielstaat
Beteiligte
Länder/
Bundespolizei
R
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18.01.2024 Irak 22 BY BPOL 0 22 77 BPOL 189.080 € Ja
23.01.2024 Georgien 40
BW BY BE BB
HH NW RP SN
ST TH
0 40 0 BPOL 105.500 € Ja
23.01.2024 Nigeria 29 BY BE HB HE
NW 0 29 91 BPOL 227.110 € Ja
23.01.2024 Libanon 3 SN 0 3 13 BPOL 87.405 € Nein
26.01.2024 Albanien 59
BB HH HE NI
SL SN ST SH
TH BPOL
Kosovo 13 BW BY NI ST
SH TH 72 90 BPOL 92.080 € Ja
26.01.2024 Kroatien 12 HE NI 0 12 34 BPOL 55.085 € Nein
29.01.2024 Kroatien 4 BW 0 4 16 BPOL 51.085 € Nein
30.01.2024 Serbien 4 BY Moldau 60 BY BPOL 64 59 BPOL 85.070 € Ja
31.01.2024 Armenien 16 BY MV RP SN
SH 0 16 34 BPOL 109.880 € Ja
02.02.2024 Albanien 75 NW Kosovo 7 NW 82 60 BPOL 97.080 € Ja
06.02.2024 Nordmazedonien 70 MV RP SN ST
TH Serbien 21 BB NI SN ST
TH 91 57 BPOL 98.100 € Ja
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08.02.2024 Georgien 33 NI NW SN ST
SH 0 33 0 BPOL 132.900 € Ja
08.02.2024 Bulgarien 23 BY 0 23 59 BPOL 62.070 € Nein
13.02.2024 Nordmazedonien 102 BW BY HE SL Kosovo 9 BW BY BE HE 111 57 BPOL 98.610 € Ja
15.02.2024 Aserbaidschan 42 BY HE NW RP 0 42 54 BPOL 111.945 € Ja
15.02.2024 Nigeria 10 BW BY NW
RP ST Ghana 7 BW HH NW SH
BPOL 17 51 BPOL 360.110 € Ja
20.02.2024 Serbien 28 NW Nordmazedonien 56 NW 84 49 BPOL 97.000 € Ja
20.02.2024 Irak 19 BY HE SL 0 19 42 BPOL 196.080 € Ja
20.02.2024 Albanien 40
BY BB HH HE
MV NI SH TH
BPOL
Kosovo 4 BY TH 44 49 BPOL 86.796 € Ja
22.02.2024 Georgien 55
BW BY HE
NW RP ST TH
BPOL
0 55 0 BPOL 105.500 € Ja
23.02.2024 Kroatien 11 BB NW 0 11 44 BPOL 57.050 € Nein
27.02.2024
Kongo,
Demokratische.
Republik
9 BY NW 0 9 37 BPOL 299.580 € Ja
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27.02.2024 Ägypten 3 BY MV RP 0 3 16 BPOL 88.070 € Ja
28.02.2024 Gambia 30 BW 0 30 73 BPOL 193.780 € Ja
29.02.2024 Griechenland 4 BY 0 4 24 BPOL 53.070 € Nein
05.03.2024 Moldau 35 BY BE HH HE
MV NI SH TH Serbien 48 BY BE BB HH
MV NI NW TH 83 68 BPOL 86.070 € Ja
05.03.2024 Pakistan 34
BW BY BB HE
NI NW RP SN
SH
0 34 82 BPOL 485.110 € Ja
06.03.2024 Georgien 55 NW 0 55 0 BPOL 110.900 € Ja
06.03.2024 Tunesien 17 BW BY HH SN
ST 0 17 62 BPOL 70.980 € Ja
06.03.2024 Irak 24 BY MV SH 0 24 71 BPOL 191.530 € Ja
08.03.2024 Kroatien 3 BY 0 3 22 BPOL 50.085 € Nein
12.03.2024 Nigeria 15 BY NW ST TH
BPOL Ghana 13 BY NI NW ST
TH 28 101 BPOL 350.110 € Ja
13.03.2024 Serbien 45 NI Nordmazedonien 42 MV NI SN ST
SH 87 80 BPOL 114.600 € Ja
13.03.2024 Gambia 18 BY BE SN ST 0 18 57 BPOL 166.880 € Ja
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14.03.2024 Irak 30 BW BY HE ST 0 30 65 BPOL 196.080 € Ja
14.03.2024 Moldau 30 BE HE BPOL 0 30 0 BPOL 70.070 € Ja
15.03.2024 Albanien 42 NW SH Kosovo 7 NW 49 48 BPOL 82.350 € Ja
19.03.2024 Serbien 51 BW BY HE
NW SL ST TH Nordmazedonien 29 BY BB MV ST
HE 80 50 BPOL 83.342 € Ja
19.03.2024 Georgien 62 BW BY NI SN
SH TH 0 62 0 BPOL 105.500 € Ja
20.03.2024 Spanien 16 SH 0 16 31 BPOL 73.600 € Nein
21.03.2024 Serbien 36 NW Nordmazedonien 34 NW 70 58 BPOL 97.000 € Ja
26.03.2024 Georgien 70 BW BE HH NI
SN ST TH 0 70 0 BPOL 105.500 € Ja
27.03.2024 Nordmazedonien 82 BW BB SL ST
TH 0 82 51 BPOL 75.070 € Ja
28.03.2024 Kroatien 9 HH 0 9 26 BPOL 54.085 € Nein
05.04.2024 Albanien 49 BY HE MV NI
NW SN ST SH Moldau 30 BY HE BPOL 79 86 BPOL 100.900 € Ja
05.04.2024 Kroatien 1 BPOL 0 1 32 BPOL 56.770 € Nein
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09.04.2024 Indien 19 BW BE HE
NW RP SN ST 0 19 60 BPOL 225.910 € Ja
10.04.2024 Nordmazedonien 28 BE HH MV RP
SH Moldau 36 BE NI ST 64 52 BPOL 88.850 € Ja
11.04.2024 Georgien 65 BW BY HE NI
NW RP SH 0 65 0 BPOL 112.500 € Ja
11.04.2024 Bulgarien 1 BY 0 1 22 BPOL 59.940 € Nein
16.04.2024 Nigeria 34 BY BB NW RP
BPOL 0 34 96 BPOL 375.110 € Ja
17.04.2024 Tunesien 20 BW BY BE HH
NW SN BPOL 0 20 73 BPOL 73.980 € Ja
17.04.2024 Kroatien 5 HH 0 5 18 BPOL 60.351 € Nein
23.04.2024 Moldau 37 BE BB MV NI
SN 0 37 0 BPOL 73.070 € Ja
23.04.2024 Spanien 4 SH 0 4 16 BPOL 72.456 € Nein
24.04.2024 Irak 26 BY HE RP SN 0 26 86 BPOL 185.680 € Ja
25.04.2024 Georgien 51
BY BB HH HE
NI NW SN ST
TH BPOL
0 51 0 BPOL 133.000 € Ja
25.04.2024 Bulgarien 2 NW 0 2 10 BPOL 58.985 € Nein
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26.04.2024 Kroatien 6 BW BE 0 6 36 BPOL 61.256 € Nein
30.04.2024 Serbien 26 NW Nordmazedonien 32 NW 58 59 BPOL 140.100 € Ja
06.05.2024 Spanien 5 NW 0 5 19 BPOL 62.575 € Nein
07.05.2024 Georgien 63 BY NI NW ST
BPOL 0 63 0 BPOL 110.900 € Ja
07.05.2024 Bosnien und
Herzegowina 23 BW BY BE HH
NW ST Nordmazedonien 58 BW HH ST 81 52 BPOL 87.930 € Ja
07.05.2024 Bulgarien 4 HE NW 0 4 24 BPOL 58.985 € Nein
08.05.2024 Moldau 31 BY BE 0 31 50 BPOL 74.020 € Ja
08.05.2024 Albanien 48 NI NW SN
BPOL Nordmazedonien 33 NW 81 60 BPOL 111.070 € Ja
08.05.2024 Kroatien 4 TH 0 4 18 BPOL 46.085 € Nein
14.05.2024 Irak 30 HE NI NW RP
SL SN 0 30 85 BPOL 191.530 € Ja
14.05.2024 Nigeria 20 BW BY NW ST
SH Ghana 7 BW BY MV NI
SH 27 72 BPOL 380.110 € Ja
14.05.2024 Bulgarien 19 BY 0 19 49 BPOL 64.170 € Nein
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15.05.2024 Tunesien 21 BW BY HE MV
NI SN 0 21 65 BPOL 83.070 € Ja
17.05.2024 Kroatien 15 HE 0 15 39 BPOL 66.585 € Nein
22.05.2024 Albanien 37 HB HE NI ST
TH Kosovo 22 BY HE NI NW
RP SN ST 59 51 BPOL 101.920 € Ja
22.05.2024 Moldau 30 BE Serbien 52 BY BE HB HH
NW RP 82 62 BPOL 124.070 € Ja
22.05.2024 Irak 20 BY NW RP SL
BPOL 0 20 73 BPOL 203.570 € Ja
23.05.2024 Georgien 26 BY NI SN ST
TH 0 26 0 BPOL 105.500 € Ja
27.05.2024 Serbien 45 SN ST TH
BPOL Nordmazedonien 50 NI SN TH 95 58 BPOL 92.070 € Ja
28.05.2024 Gambia 24 BW BY 0 24 87 BPOL 181.080 € Ja
28.05.2024 Georgien 53 BW BE HH HE
MV NW RP ST 0 53 0 BPOL 105.500 € Ja
29.05.2024 Moldau 47 HE NI SH 0 47 70 BPOL 102.370 € Ja
29.05.2024 Albanien 20 BW BY NW SL Kosovo 21 BW HH 41 39 BPOL 99.220 € Ja
31.05.2024 Kroatien 7 HE SH 0 7 21 BPOL 80.070 € Nein
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04.06.2024 Serbien 28 NI NW 0 28 34 BPOL 91.238 € Ja
04.06.2024 Pakistan 36 BW BY HE NI
NW RP SN 0 36 72 BPOL 385.110 € Ja
04.06.2024 Irak 19 BY BE BB HE 0 19 46 BPOL 183.610 € Ja
04.06.2024 Spanien 17 SH 0 17 21 BPOL 77.585 € Nein
05.06.2024 Georgien 58 BW BY RP 0 58 0 BPOL 112.500 € Ja
06.06.2024 Serbien 14 HE NI SL TH 0 14 21 BPOL 76.850 € Ja
06.06.2024 Bulgarien 2 NW 0 2 25 BPOL 63.085 € Nein
06.06.2024 Armenien 31 BY NI NW RP
ST 0 31 50 BPOL 130.672 € Ja
10.06.2024 Serbien 6 BW Nordmazedonien 45 BY BW RP SN 51 0 BW nicht
bekannt
nicht
bekannt
11.06.2024 Nigeria 17 BW BY NW ST Ghana 13 HH MV NW SN
SH BPOL 30 95 BPOL 385.110 € Ja
11.06.2024 Irak 17 BW BY BE HH
NI NW RP SH 0 17 60 BPOL 234.158 € Ja
12.06.2024 Tunesien 23
BY HH HE MV
NI NW SN
BPOL
0 23 59 BPOL 85.070 € Ja
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13.06.2024 Kroatien 6 BY 0 6 36 BPOL 75.685 € Nein
20.06.2024 Georgien 42 BY NI NW 0 42 0 BPOL 110.900 € Ja
21.06.2024 Kroatien 3 BW 0 3 15 BPOL 73.070 € Nein
25.06.2024 Irak 7 BW BY 0 7 24 AUT keine Ja
27.06.2024 Albanien 51 NI NW SH
BPOL Kosovo 20 BE NI NW 71 50 BPOL 110.070 € Ja
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
Vertrieb: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln, Telefon (02 21) 97 66 83 40, Fax (02 21) 97 66 83 44,
www.bundesanzeiger-verlag.de
ISSN 0722-8333