Deutscher Bundestag Drucksache 20/14946
20. Wahlperiode 11.02.2025
Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger, Dr. André Hahn, Gökay
Akbulut, weiterer Abgeordneter und der Gruppe Die Linke
– Drucksache 20/14492 –
Abschiebungen und Ausreisen im Jahr 2024
V o r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Im Jahr 2023 wurden 16 430 Menschen aus Deutschland abgeschoben, was
einen deutlichen Anstieg gegenüber den Vorjahren bedeutet. 2022 hatte die
Zahl der Abschiebungen bei 12 945 gelegen, 2021 noch bei 11 982. Die
wichtigsten Zielstaaten der Abschiebungen waren 2023 Georgien, Österreich,
Nordmazedonien, Albanien und Moldau. Auch die Zahl der Dublin-
Überstellungen, die eine Teilmenge der Abschiebungen sind, ist 2023 gestiegen: 5 053
Personen wurden im vergangenen Jahr in andere EU-Staaten überstellt (2022:
4 158), die meisten davon nach Österreich, Frankreich und Spanien. Nach
Italien wurden im ganzen Jahr 2023 nur elf Personen überstellt (siehe dazu
und im Folgenden die regelmäßigen Kleinen Anfragen der Gruppe Die Linke
bzw. der Fraktion DIE LINKE., zuletzt auf den
Bundestagsdrucksachen 20/11471, 20/9796, 20/5795 und 20/3130). Zusätzlich kehrten 2023
10 763 Personen mit einer finanziellen Förderung des Bund-Länder-
Programms REAG/GARP (Reintegration and Emigration Programme for Asylum
Seekers in Germany/Government Assisted Repatriation Programme) in ihr
Herkunftsland zurück (2022: 7 877), hinzu kamen 5 832 Ausreisen mit einer
finanziellen Förderung der Bundesländer. Als Näherungswert für „freiwillige
Ausreisen“ kann zudem die Zahl der ausreisepflichtigen Personen
herangezogen werden, die bei der Ausreise von der Bundespolizei mit einer
Grenzübertrittsbescheinigung erfasst werden. Das betraf 2023 29 949 Personen (2022:
26 545).
In den letzten Jahren gab es immer wieder Berichte über Polizeigewalt,
Familientrennungen, Fesselungen und Zwangsmedikationen bei Abschiebungen
(vgl. Bundestagsdrucksachen 19/4960 und 19/7401). 2019 rügte das
Antifolterkomitee des Europarats die deutsche Abschiebepraxis: Die Behörden
sollten insbesondere auf „unverhältnismäßige und unangemessene“
Gewaltanwendung verzichten und Maßnahmen unterlassen, die bei den Betroffenen ein
Erstickungsgefühl auslösten oder ihnen starke Schmerzen zufügten, etwa
durch Quetschen der Genitalien (
www.spiegel.de/politik/deutschland/abschieb
ungen-europarat-kritisiert-deutschland-bericht-des-anti-folter-komitees-cpt-a-
1266507.html). Auf ein gewaltsames Vorgehen bei Abschiebungen deutet
nach Auffassung der Fragestellenden auch der Einsatz von sogenannten
Hilfsmitteln der körperlichen Gewalt hin. Im Jahr 2023 setzten Polizeibeamtinnen
und Polizeibeamte während Abschiebungen in 1 040 Fällen Hand- und Fuß-
Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums des Innern und für Heimat
vom 11. Februar 2025 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
fesseln, Stahlfesseln und sogenannte Bodycuffs ein (2022: 800, 2021: 716).
Am häufigsten wurden Menschen bei Abschiebungen in die Zielstaaten
Algerien, Gambia und Nigeria gefesselt.
1. Wie viele Abschiebungen gab es im Jahr 2024?
Nach Kenntnis der Bundesregierung sind im Jahr 2024 20 084 Abschiebungen
vollzogen worden.
a) Wie viele Abschiebungen gab es im Jahr 2024, differenziert nach
Zielländern?
Die nachfolgende Übersicht enthält die Aufschlüsselung der vollzogenen
Abschiebungen nach Zielstaaten.
Zielstaat Anzahl abgeschobener Personen
Georgien 1 854
Nordmazedonien 1 396
Türkei 1 087
Albanien 1 074
Serbien 1 031
Frankreich 975
Österreich 970
Spanien 901
Moldau 859
Irak 699
Bulgarien 697
Polen 663
Algerien 546
Kroatien 500
Kosovo 486
Rumänien 443
Marokko 375
Nigeria 356
Niederlande 320
Schweden 301
Tunesien 294
Belgien 293
Griechenland 246
Schweiz 244
Portugal 218
Gambia 205
Aserbaidschan 196
Italien 192
Pakistan 169
Armenien 167
Indien 167
Bosnien-Herzegowina 162
Lettland 126
Litauen 115
Tschechien 115
Ghana 107
Montenegro 100
Finnland 75
Zielstaat Anzahl abgeschobener Personen
China 68
Russische Föderation 66
Ägypten 63
Kolumbien 61
Vietnam 52
Venezuela 51
Slowenien 47
Jordanien 46
Kamerun 45
Slowakei 45
Bangladesch 43
Tadschikistan 42
Dänemark 41
Ungarn 38
Brasilien 32
Côte d'Ivoire 32
Sierra Leone 32
Malta 31
Sri Lanka 30
Usbekistan 30
Senegal 29
Afghanistan 28
Estland 26
Kasachstan 25
Kongo, Demokratische Republik 24
Togo 24
Thailand 22
Norwegen 20
Äthiopien 18
Chile 18
Libanon 18
Guinea 16
Iran 14
Vereinigte Staaten von Amerika 14
Somalia 12
Mongolei 11
Vereinigtes Königreich 10
Zypern 9
Luxemburg 8
Philippinen 8
Turkmenistan 8
Dominikanische Republik 6
Israel 6
Mali 6
Peru 6
Tansania 6
Uganda 6
Benin 5
Kenia 5
Kirgisistan 5
Angola 4
Australien 4
Jamaika 4
Zielstaat Anzahl abgeschobener Personen
Mexiko 4
Paraguay 4
Eritrea 3
Liberia 3
Mosambik 3
Nepal 3
Belarus 2
Argentinien 1
Dschibuti 1
El Salvador 1
Guatemala 1
Irland 1
Japan 1
Kanada 1
Kap Verde 1
Kongo, Volksrepublik 1
Korea, Republik 1
Kuba 1
Laos 1
Libyen 1
Malawi 1
Mauretanien 1
Namibia 1
Nicaragua 1
Saudi-Arabien 1
b) Wie viele Abschiebungen gab es im Jahr 2024, differenziert nach
Staatsangehörigkeit der Betroffenen?
Die nachfolgende Übersicht enthält die Aufschlüsselung der vollzogenen
Abschiebungen nach Staatsangehörigkeiten.
Staatsangehörigkeit Anzahl abgeschobener Personen
Georgien 1 882
Türkei 1 854
Afghanistan 1 463
Nordmazedonien 1 399
Syrien 1 255
Albanien 1 087
Serbien 1 023
Irak 916
Moldau 865
Algerien 799
Marokko 517
Kosovo 498
Nigeria 477
Russische Föderation 396
Tunesien 366
Polen 300
Rumänien 298
Pakistan 281
Aserbaidschan 257
Indien 253
Gambia 228
Staatsangehörigkeit Anzahl abgeschobener Personen
Armenien 195
Somalia 174
Bosnien-Herzegowina 168
Bulgarien 156
Guinea 138
Iran 134
Ägypten 127
China 116
Ghana 113
Montenegro 102
ungeklärt 94
Libanon 84
Angola 77
Jordanien 77
Kolumbien 75
Kamerun 70
Sri Lanka 70
Vietnam 67
Venezuela 64
Senegal 59
Côte d'Ivoire 58
Litauen 58
Tadschikistan 54
Bangladesch 53
Italien 52
Äthiopien 50
Eritrea 48
Belarus 47
Libyen 45
Kongo, Demokratische Republik 44
Sierra Leone 43
Sudan 43
Tschechien 38
Usbekistan 38
Kasachstan 37
Brasilien 36
Slowakei 34
Lettland 31
Togo 31
Kroatien 28
Ungarn 28
Ukraine 27
Griechenland 26
Mongolei 26
Benin 23
Thailand 23
Mali 22
Jemen 21
Chile 20
Niederlande 20
Spanien 18
Uganda 17
Kenia 16
Staatsangehörigkeit Anzahl abgeschobener Personen
Simbabwe 15
Tansania 15
Kirgisistan 14
Niger 14
Vereinigte Staaten von Amerika 14
Burkina Faso 13
Frankreich 13
Peru 13
Portugal 13
Burundi 12
Liberia 12
staatenlos 12
Kuba 11
Myanmar 11
Dschibuti 10
Vereinigtes Königreich 9
Jamaika 9
Turkmenistan 9
Mosambik 8
Südafrika 8
Südsudan 8
Estland 7
Israel 7
Österreich 7
Philippinen 7
Dominikanische Republik 6
Ecuador 6
Ruanda 5
Australien 4
Bahrain 4
Belgien 4
Kap Verde 4
Mauretanien 4
Nepal 4
Besetzte Palästinensische Gebiete
(nicht als Staat anerkannt)
4
Paraguay 4
Schweden 4
Slowenien 4
El Salvador 3
Guinea-Bissau 3
Malawi 3
Mexiko 3
Argentinien 1
Dänemark 1
Guatemala 1
Japan 1
Kanada 1
Kongo, Volksrepublik 1
Korea, Republik 1
Laos 1
Namibia 1
Nicaragua 1
Staatsangehörigkeit Anzahl abgeschobener Personen
Sambia 1
Saudi-Arabien 1
Schweiz 1
Swasiland 1
Zypern 1
c) Wie viele Abschiebungen gab es im Jahr 2024, differenziert nach
Luft-, Land- und Seeweg?
Die nachfolgende Übersicht enthält die Aufschlüsselung der vollzogenen
Abschiebungen nach der Art der Grenze, über welche die Maßnahme erfolgte.
Art der Grenze Anzahl abgeschobener Personen
Landweg 3 039
Luftweg 16 991
Seeweg 54
2. Wie viele Frauen wurden im Jahr 2024 abgeschoben (bitte nach den 15
wichtigsten Zielländern und den 15 wichtigsten Staatsangehörigkeiten
differenzieren)?
Im Jahr 2024 wurden 4 504 Frauen abgeschoben. Die weiteren Angaben sind in
den nachfolgenden Tabellen enthalten.
15 häufigste Zielstaaten Anzahl abgeschobener Frauen
Nordmazedonien 624
Georgien 578
Serbien 383
Moldau 341
Albanien 278
Spanien 270
Frankreich 233
Österreich 157
Kosovo 143
Polen 127
Türkei 102
Kroatien 93
Bulgarien 77
Portugal 77
Niederlande 71
15 häufigste Staatsangehörigkeiten Anzahl abgeschobener Frauen
Nordmazedonien 627
Georgien 586
Serbien 378
Moldau 342
Türkei 323
Albanien 279
Syrien 231
Afghanistan 195
Russische Föderation 152
Kosovo 149
Irak 104
15 häufigste Staatsangehörigkeiten Anzahl abgeschobener Frauen
Nigeria 86
Aserbaidschan 83
Armenien 73
Bosnien-Herzegowina 53
3. Wie viele Minderjährige wurden im Jahr 2024 abgeschoben (bitte nach
den 15 wichtigsten Zielländern und den 15 wichtigsten
Staatsangehörigkeiten differenzieren)?
Im Jahr 2024 wurden 3 687 minderjährige Personen abgeschoben. Die weiteren
Angaben sind in den nachfolgenden Tabellen enthalten.
15 häufigste Zielstaaten Anzahl abgeschobener
Minderjähriger
Nordmazedonien 658
Georgien 493
Serbien 384
Moldau 288
Albanien 277
Spanien 201
Frankreich 178
Kosovo 169
Österreich 144
Polen 88
Kroatien 72
Türkei 66
Schweden 55
Bulgarien 52
Nigeria 50
15 häufigste Staatsangehörigkeiten Anzahl abgeschobener
Minderjähriger
Nordmazedonien 662
Georgien 500
Serbien 377
Moldau 288
Albanien 277
Türkei 275
Syrien 178
Kosovo 173
Afghanistan 160
Russische Föderation 118
Irak 85
Nigeria 68
Aserbaidschan 59
Bosnien-Herzegowina 49
Armenien 39
4. Wie viele Abschiebungen auf dem Luftweg gab es im Jahr 2024,
differenziert nach Abflughäfen und Fluggesellschaften?
Im Jahr 2024 sind 16 991 Personen auf dem Luftweg abgeschoben worden.
Hinsichtlich der Fragen nach den Fluggesellschaften verweist die
Bundesregierung darauf, dass das verfassungsrechtlich verbürgte Frage- und
Informationsrecht des Parlaments auf die Beantwortung gestellter Fragen in der
Öffentlichkeit hin angelegt ist. Wenn das Informationsinteresse des Parlaments aber auf
Auskünfte zielt, die zur Wahrung berechtigter Geheimhaltungsinteressen nicht
öffentlich kundgegeben werden können, sind nach der Rechtsprechung des
Bundesverfassungsgerichts Formen der Informationsvermittlung zu suchen, die
beiden Interessen Rechnung tragen (vgl. Entscheidungen des
Bundesverfassungsgerichts (BVerfGE) 124, 161 [193]). Im vorliegenden Fall ist die
Einstufung der Benennung der Fluggesellschaften als Verschlusssache (VS) sowohl
zur Wahrung von Staatswohlinteressen als auch zur Wahrung berechtigter,
grundrechtlich geschützter Interessen der betroffenen Fluggesellschaften
notwendig. Eine Veröffentlichung der Fluggesellschaften berührt auch durch
Artikel 12 des Grundgesetztes geschützte Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse
dieser Fluggesellschaften und kann sich gegebenenfalls negativ auf die
Wahrnehmung dieser Fluggesellschaften in der Öffentlichkeit auswirken.
Eine öffentliche Benennung der Fluggesellschaften, welche Rückführungsflüge
anbieten, birgt die Gefahr, dass diese Unternehmen öffentlicher Kritik
ausgesetzt werden und in der Folge für die Beförderung von ausreisepflichtigen
Personen in die Zielstaaten nicht mehr zur Verfügung stehen. Damit werden
Rückführungen weiter erschwert oder sogar unmöglich gemacht, sodass staatliche
Interessen an der Ausführung des Aufenthaltsgesetzes negativ beeinträchtigt
werden.
Um gleichwohl dem parlamentarischen Informationsanspruch nachzukommen,
ist dieser Teil der Antwort mit dem Geheimhaltungsgrad „VS-Nur für den
Dienstgebrauch“ gemäß § 2 Absatz 2 Nummer 4 der Allgemeinen
Verwaltungsvorschrift des Bundesministeriums des Innern und für Heimat zum
materiellen und organisatorischen Schutz von Verschlusssachen eingestuft worden.*
Diese wird gesondert in der Anlage übermittelt, die nicht zur Veröffentlichung
bestimmt ist.
Abflughäfen Anzahl abgeschobener Personen
Flughafen Berlin-Brandenburg 2 247
Flughafen Bremen 3
Flughafen Dortmund 16
Flughafen Dresden 4
Flughafen Düsseldorf 2 815
Flughafen Frankfurt/Main 6 342
Flughafen Hahn 5
Flughafen Hamburg 1 045
Flughafen Hannover 756
Flughafen Karlsruhe-Baden-Baden 236
Flughafen Köln/Bonn 174
Flughafen Leipzig/Halle 763
Flughafen Memmingen 4
Flughafen München 2 241
Flughafen Nürnberg 2
* Das Bundesministerium des Innern und für Heimat hat die Antwort als „VS-Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die Antwort ist im Parlamentssekretariat des
Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen werden.
Abflughäfen Anzahl abgeschobener Personen
Flughafen Stuttgart 336
Flughafen Weeze 2
5. Wie viele Überstellungen im Rahmen der Dublin-Verordnung gab es im
Jahr 2024 (bitte nach Zielstaaten und Staatsangehörigkeiten
differenzieren)?
Die Angaben können der nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Jahr 2024 an Mitgliedstaaten Überstellungen
gesamt 5 827
Österreich 1 113
Frankreich 972
Spanien 583
Kroatien 533
Niederlande 379
Polen 340
Schweden 322
Schweiz 309
Belgien 303
Bulgarien 290
Portugal 149
Rumänien 91
Finnland 77
Tschechien 66
Lettland 57
Litauen 50
Slowenien 48
Dänemark 36
Malta 27
Griechenland 22
Norwegen 17
Luxemburg 12
Slowakei 10
Zypern 8
Estland 7
Italien 3
Ungarn 3
Jahr 2024 Staatsangehörigkeit Überstellungen
gesamt 5 827
Afghanistan 1 232
Türkei 899
Syrien 729
Russische Föderation 359
Algerien 295
Irak 212
Marokko 174
Nigeria 126
Guinea 124
Somalia 121
Iran 114
Pakistan 102
Jahr 2024 Staatsangehörigkeit Überstellungen
Indien 93
Tunesien 78
Angola 72
Libanon 70
Ägypten 64
Aserbaidschan 56
Libyen 46
Ungeklärt 44
Belarus 42
China 40
Sri Lanka 38
Jordanien 35
Sudan 34
Armenien 32
Äthiopien 32
Senegal 30
Georgien 28
Eritrea 24
Côte d Ivoire 23
Kamerun 20
Kongo, Demokratische Republik 19
Benin 17
Jemen 16
Kenia 15
Mongolei 15
Simbabwe 15
Burundi 14
Kasachstan 14
Niger 14
Burkina Faso 13
Gambia 13
Staatenlos 13
Bangladesch 12
Tadschikistan 12
Uganda 12
Ukraine 12
Dschibuti 11
Kosovo 11
Liberia 11
Mali 11
Sierra Leone 11
Südafrika 11
Kuba 10
Albanien 9
Kirgisistan 8
Kolumbien 8
Ruanda 7
Tansania 7
Ecuador 6
Jamaika 6
Myanmar 6
Thailand 6
Moldau 5
Jahr 2024 Staatsangehörigkeit Überstellungen
Mosambik 5
Togo 5
Bosnien-Herzegowina 4
Cabo Verde 4
Besetzte Palästinensischen Gebiete
(nicht als Staat anerkannt)
4
Südsudan 4
Venezuela 4
Bahrain 3
El Salvador 3
Mauretanien 3
Tschad 3
Usbekistan 3
Vietnam 3
Chile 2
Ghana 2
Guinea-Bissau 2
Malawi 2
Saudi-Arabien 2
Eswatini 1
Gabun 1
Indonesien 1
Israel 1
Kongo 1
Nepal 1
Peru 1
Sambia 1
Serbien 1
Vereinigte Staaten von Amerika 1
Zentralafrikanische Republik 1
6. Wie viele Zurückschiebungen fanden im Jahr 2024 statt (bitte nach
Flughäfen, Land- und Seegrenzen differenzieren und nach den 15 wichtigsten
Staatsangehörigkeiten der Betroffenen aufschlüsseln)?
Nach Kenntnis der Bundesregierung sind im Jahr 2024 2 150
Zurückschiebungen vollzogen worden. Die weiteren Angaben können den nachfolgenden
Tabellen entnommen werden.
Art der
Grenze
Abflughäfen Anzahl zurückgeschobener
Personen
Landweg 1 827
Luftweg 289
da
vo
n
na
ch
A
bf
lu
gh
äf
en
Flughafen Berlin-Brandenburg 11
Flughafen Düsseldorf 16
Flughafen Frankfurt/Main 20
Flughafen Hamburg 4
Flughafen Hannover 4
Flughafen Karlsruhe-Baden-Baden 2
Flughafen Leipzig/Halle 5
Flughafen Memmingen 54
Flughafen München 107
Flughafen Nürnberg 1
Flughafen Saarbrücken 1
Flughafen Stuttgart 64
Seeweg 34
15 häufigste Staatsangehörigkeiten Anzahl zurückgeschobener
Personen
Syrien 459
Algerien 184
Afghanistan 149
Marokko 118
Türkei 96
Ukraine 96
Guinea 93
Indien 86
Tunesien 85
Albanien 62
Ägypten 52
Georgien 52
Irak 39
Serbien 39
Somalia 33
7. Wie viele begleitete und unbegleitete Minderjährige (bitte differenzieren)
waren im Jahr 2024 von Zurückschiebungen betroffen?
Nach Kenntnis der Bundesregierung sind im Jahr 2024 266 Minderjährige
zurückgeschoben worden. Davon wurden 50 Personen in Begleitung und 216
Personen ohne Begleitung eines Erziehungsberechtigten zurückgeschoben.
8. In welcher Zuständigkeit erfolgten die Abschiebungen und
Zurückschiebungen im Jahr 2024 (bitte jeweils nach Bund und den einzelnen
Bundesländern differenzieren)?
Ab- und Zurückschiebungen erfolgten im Jahr 2024 in der Zuständigkeit der
Länder und in der Zuständigkeit der Bundespolizei. Die Angaben können der
nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Veranlasser Abschiebungen Zurückschiebungen
Baden-Württemberg 2 837
Bayern 3 010 2
Berlin 1 304
Brandenburg 178
Bremen 76
Hamburg 675
Hessen 1 587
Mecklenburg-
Vorpommern
380
Niedersachsen 1 347
Nordrhein-Westfalen 4 440
Rheinland-Pfalz 884
Saarland 202
Sachsen 939
Sachsen-Anhalt 651
Schleswig-Holstein 550
Thüringen 425
Bundespolizei 599 2.148
9. In wie vielen Fällen wurden im Jahr 2024 Zwangsgelder gegen
Beförderungsunternehmen nach § 63 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG)
verhängt, und wie hoch war die Gesamtsumme, wie hoch die
durchschnittliche Summe pro Beförderungsunternehmen (bitte auch nach
Fluggesellschaft, Bus- und Bahnunternehmen, Taxis usw. differenzieren)?
Nach Kenntnis der Bundesregierung ist im Jahr 2024 in 1 088 Fällen ein
Zwangsgeld festgesetzt worden. Die Gesamtsumme der Zwangsgelder betrug
2 182 000 Euro. Die durchschnittliche Summe pro Beförderungsunternehmen
lag bei ca. 198 364 Euro. Die Zwangsgelder wurden ausschließlich gegenüber
Luftverkehrsgesellschaften festgesetzt.
10. Wie viele Personen wurden im Jahr 2024 im Zuge von
Sammelabschiebungen entweder direkt in ihr Herkunftsland oder über Flughäfen anderer
EU-Mitgliedstaaten in ihr Herkunftsland abgeschoben, und wie viele
Personen wurden im Jahr 2024 im Zuge von Sammelüberstellungen in
andere EU-Staaten überstellt (bitte zwischen Sammelabschiebungen in
nationaler Zuständigkeit, Sammelabschiebungen der EU – national und
Sammelabschiebungen der EU – gemeinsame Maßnahme mit anderen
EU-Staaten differenzieren, die jeweiligen Gesamtjahreszahlen nennen
und darüber hinaus die Abschiebungen einzeln mit Datum und Zielland
auflisten)?
Im Jahr 2024 wurden 7 324 Personen im Zuge von 162
Sammelchartermaßnahmen direkt in ihr Herkunftsland abgeschoben. Weitere 426 Personen wurden im
Zuge von 53 Sammelchartermaßnahmen in andere EU-Staaten überstellt.
Insgesamt wurden 7 750 Personen im Rahmen von 215
Sammelchartermaßnahmen aus Deutschland rückgeführt.
a) Bei welchem Staat (für Deutschland: Behörde) lag jeweils die
Federführung für die Abschiebemaßnahme, und welche Bundesländer
waren von deutscher Seite beteiligt?
b) Welche Fluggesellschaften wurden mit der Durchführung der Flüge
beauftragt, von welchen deutschen Flughäfen starteten sie bzw. wo
machten sie eine Zwischenlandung?
c) Wie hoch waren die Kosten der Flüge jeweils, und wer hat die Kosten
getragen (bitte auch die Gesamtkosten angeben)?
d) Wie viele Personen aus welchen Herkunftsstaaten wurden bei den
Abschiebemaßnahmen aus Deutschland jeweils abgeschoben (bitte auch
die Gesamtzahl der abgeschobenen Personen angeben)?
e) Wie viele Bundesbeamte wurden als Begleitpersonal auf den
jeweiligen Flügen eingesetzt?
Die Fragen 10a bis 10e werden gemeinsam beantwortet.
Die Angaben zu den Fragen 10a bis 10e sind in der Tabelle der Anlage 1
aufgeführt. In Bezug auf die Angaben zu den Luftfahrtgesellschaften wird auf die
Begründung in der Antwort zu Frage 4 sowie auf die als „VS-Nur für den
Dienstgebrauch“ eingestufte Anlage verwiesen.*
11. Wie viele Personen wurden im Jahr 2024 mit sogenannten Mini-
Charterflügen für maximal vier Personen entweder direkt in ihr Herkunftsland
oder über Flughäfen anderer EU-Mitgliedstaaten in ihr Herkunftsland
abgeschoben, wie viele Personen wurden im Jahr 2024 mit sogenannten
Mini-Charterflügen in andere EU-Staaten überstellt (bitte die
Gesamtzahlen nennen und die Abschiebeflüge zusätzlich einzeln mit Datum,
Abflughafen, Zielstaat, Fluggesellschaft, Zahl der Begleitbeamten, Zahl
der abgeschobenen Personen und Flugkosten auflisten), und in welchem
Umfang hat Frontex die Kosten für Mini-Charterabschiebungen im Jahr
2024 übernommen?
Im Jahr 2024 wurden insgesamt drei Charterrückführungen im Sinne der
Fragestellung durchgeführt, mit denen insgesamt fünf Personen rückgeführt wurden.
Die Rückführungen fanden nicht über Flughäfen anderer EU-Mitgliedstaaten
statt.
In Bezug auf die Angaben zu den Luftverkehrsgesellschaften wird auf die
Beantwortung zu Frage 4 sowie auf die als „VS-Nur für den Dienstgebrauch“
eingestufte Anlage verwiesen.*
Die weiteren Angaben können der nachstehenden Tabelle entnommen werden.
Datum Abflughafen Zielstaat Rückgeführte
Personen
Bundesbeamte
Kosten des
Fluggerätes
Frontex-
Finanzierung
15.03.2024 Berlin Libanon 3 10 102 085 Euro Nein
20.03.2024 Leipzig Slowakei 1 5 33 085 Euro Nein
15.10.2024 Frankfurt am
Main
Kenia 1 5 137 585 Euro Nein
12. Wie viele der Abschiebungen erfolgten im Jahr 2024
a) unbegleitet,
Im Jahr 2024 erfolgten 9 743 Abschiebungen unbegleitet.
b) in Begleitung von Beamtinnen und Beamten der Bundespolizei,
Im Jahr 2024 erfolgten 7 607 Abschiebungen in Begleitung von Beamtinnen
und Beamten der Bundespolizei.
* Das Bundesministerium des Innern und für Heimat hat die Antwort als „VS-Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die Antwort ist im Parlamentssekretariat des
Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen werden.
c) in Begleitung von Beamtinnen und Beamten der Länderpolizeien oder
anderer Länderbehörden,
Im Jahr 2024 erfolgten 304 Abschiebungen in Begleitung von Beamtinnen und
Beamten der Länderpolizeien oder anderer Länderbehörden.
d) in Begleitung von Sicherheitskräften der Zielstaaten (bitte nach
Zielstaaten aufschlüsseln),
Im Jahr 2024 erfolgten 2 019 Abschiebungen in Begleitung von
Sicherheitskräften der Zielstaaten.
Die weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
Zielstaat Anzahl abgeschobener Personen
Albanien 2
Algerien 410
Benin 1
Bosnien-Herzegowina 7
Georgien 1 358
Libanon 5
Mali 2
Moldau 181
Montenegro 29
Nordmazedonien 3
Senegal 1
Serbien 17
Sierra Leone 3
e) in Begleitung von Sicherheitskräften der Luftverkehrsgesellschaften
(bitte nach Fluggesellschaften und nach Zielstaaten aufschlüsseln und
auch die Namen der von den Fluggesellschaften beauftragten
Sicherheitsunternehmen nennen), und
Zur Beantwortung der Frage nach den verantwortlichen
Luftverkehrsgesellschaften wird auf die Antwort zu Frage 4 sowie auf die als „VS-Nur für den
Dienstgebrauch“ eingestufte Anlage verwiesen.*
Im Jahr 2024 erfolgten 468 Abschiebungen in Begleitung von
Sicherheitskräften der Luftverkehrsgesellschaften. Die Namen der beauftragten
Sicherheitsunternehmen liegen der Bundesregierung nicht vor, da sie statistisch nicht erfasst
werden. Die Angaben zu den Zielstaaten können der nachfolgenden Tabelle
entnommen werden.
Zielstaat Anzahl abgeschobener Personen
Albanien 10
Georgien 37
Irak 43
Kosovo 77
Libanon 2
Moldau 3
Nordmazedonien 114
Rumänien 95
Russische Föderation 28
Serbien 31
* Das Bundesministerium des Innern und für Heimat hat die Antwort als „VS-Nur für den Dienstgebrauch“ eingestuft. Die Antwort ist im Parlamentssekretariat des
Deutschen Bundestages hinterlegt und kann dort von Berechtigten eingesehen werden.
f) wie viele Beamte der Bundespolizei und der Polizeien der Länder
wurden im Jahr 2024 insgesamt zur Begleitung von Abschiebungen
eingesetzt (bitte differenzieren)?
Im Jahr 2024 wurden insgesamt 13 243 Beamtinnen und Beamten der
Bundespolizei und 570 Beamtinnen und Beamte der Polizeibehörden der Länder oder
anderer Länderbehörden zur Begleitung von Abschiebungen eingesetzt.
Insgesamt waren somit 13 813 Beamtinnen und Beamten im Einsatz.
13. Welche Kosten sind dem Bund im Jahr 2024 durch die
Sicherheitsbegleitung bei Abschiebungen entstanden?
Für die Sicherheitsbegleitung bei Rückführungen sind dem Bund im Jahr 2024
Kosten in Höhe von 7 444 000 Euro entstanden.
14. Wie viele Abschiebungen und wie viele Dublin-Überstellungen (bitte
differenzieren) mussten im Jahr 2024 nach Übergabe an die
Bundespolizei abgebrochen werden, was waren die wichtigsten Gründe hierfür (bitte
so wie in der Tabelle zu Frage 19 auf Bundestagsdrucksache 20/3130
darstellen), welche waren die wichtigsten Zielstaaten der abgebrochenen
Abschiebungen und Dublin-Überstellungen, und was waren die
wichtigsten Staatsangehörigkeiten der Betroffenen (bitte jeweils die 15
wichtigsten auflisten)?
Im Jahr 2024 wurden 1 150 vorgesehene Abschiebungen während bzw. nach
Übernahme durch die Bundespolizei abgebrochen, davon 314 Dublin-
Überstellungen.
Dublin-Überstellungen erfasst die Bundespolizei nur in den Fällen, in denen die
zuständige Behörde die Aufenthaltsbeendigung als Dublin-Überstellung
kenntlich macht. Ein Abgleich der Statistiken der Bundespolizei und des
Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erfolgt nicht, weshalb es zu
Abweichungen der Statistiken kommen kann.
Die weiteren Angaben können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden.
nicht vollzogene Abschiebungen (während bzw. nach
Übergabe an die Bundespolizei) auf dem Luftweg
Art des
Fluges
Anzahl
Personen
davon
Dublin-
Überstellungen
nach Gründen, die zum Abbruch der Maßnahme führten
Ablehnung der Übernahme durch die BPOL Charter 0 0
Linie 106 34
aktiver Widerstand Charter 0 0
Linie 74 17
aus medizinischen Gründen Charter 18 2
Linie 66 36
Beförderungsverweigerung durch LVG/Luftfahrzeugführer Charter 0 0
Linie 342 90
den Flug betreffende Gründe Charter 0 0
Linie 85 11
fehlende Durchbeförderungsbewilligung Charter 0 0
Linie 2 0
fehlender Rückführungsplatz Charter 6 0
Linie 2 0
nicht vollzogene Abschiebungen (während bzw. nach
Übergabe an die Bundespolizei) auf dem Luftweg
Art des
Fluges
Anzahl
Personen
davon
Dublin-
Überstellungen
fehlendes/ungültiges Heimreisedokument Charter 10 0
Linie 11 5
Flucht, Fluchtversuch Charter 0 0
Linie 3 0
passiver Widerstand Charter 0 0
Linie 214 73
Rechtsmittel Charter 19 0
Linie 51 5
Scheitern während Transitaufenthalt Charter 0 0
Linie 5 0
Selbstverletzung bzw. Versuch, Suizid bzw. Suizidversuch Charter 0 0
Linie 15 8
sonstige Gründe Charter 9 3
Linie 42 14
Übernahmeverweigerung durch staatl. Begleitpersonal Charter 0 0
Linie 5 0
Übernahmeverweigerung im Zielstaat Charter 1 0
Linie 4 0
nicht vollzogene Abschiebungen auf dem Landweg Grenze zu Anzahl
Personen
davon Dublin-
Überstellungen
nach Gründen, die zum Abbruch der Maßnahme führten
Flucht, Fluchtversuch Polen 3 3
Schweiz 5 5
Rechtsmittel Österreich 3 3
sonstige Gründe (Ausnahme) Polen 2 2
Schweiz 2 1
Übernahmeverweigerung im Zielstaat Schweiz 42
Frankreich 3 2
15 häufigste Zielstaaten Anzahl Personen davon
Dublin- Überstellungen
Türkei 158
Irak 93
Spanien 88 68
Bulgarien 80 45
Schweiz 54 11
Algerien 50
Marokko 42
Rumänien 30 10
Schweden 28 27
Griechenland 24 7
Kroatien 23 23
Gambia 21
Nigeria 21
Portugal 20 19
Georgien 18
Österreich 18 17
15 häufigste
Staatsangehörigkeiten
Anzahl Personen davon
Dublin-Überstellungen
Türkei 174 10
Syrien 165 98
Irak 107 11
Algerien 63 5
Afghanistan 62 51
Marokko 60 2
Iran 30 12
Nigeria 26 1
Guinea 25 19
Somalia 24 9
Gambia 24 1
Russische Föderation 21 16
Tunesien 20 3
Indien 19 7
Georgien 18
15. Wie viele Abschiebungs- und Überstellungsversuche (bitte
differenzieren) scheiterten im Jahr 2024 vor der Übergabe an die Bundespolizei
(bitte zwischen Stornierung im Vorfeld und nicht erfolgter Zuführung am
Flugtag differenzieren)?
Im Jahr 2024 scheiterten 32 567 Abschiebungen vor Übergabe an die
Bundespolizei, davon 9 834 Dublin-Überstellungen. Als gescheiterte Abschiebungen
werden beim Bund auch Fälle gezählt, die von einem Land beim Bund
angemeldet und aus unterschiedlichen Gründen wieder abgemeldet werden. Die
weiteren Angaben können der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.
nicht vollzogene
Abschiebungen (vor Übergabe an die
Bundespolizei)
Anzahl
Personen
davon
Dublin-Überstellungen
nach Gründen, die zum Abbruch der Maßnahme führten
Stornierung des Ersuchens 12 296 2 870
nicht erfolgte Zuführung 20 069 6 915
fehlender Rückführungsplatz 17 0
verspätete Zuführung 10 2
sonstige Gründe 175 47
16. Gab es im Jahr 2024 Abschiebungen trotz laufenden Asyl- oder
Gerichtsverfahrens oder entgegen einer anders lautenden
Gerichtsentscheidung, wenn ja, durch welche Behörde wurden diese Abschiebungen
veranlasst, welche Staatsangehörigkeit hatten die Betroffenen, in welches
Land wurden sie abgeschoben, und wurden sie bereits nach Deutschland
zurückgeholt?
Nach Kenntnis der Bundesregierung sind im Jahr 2024 keine Abschiebungen
von der Bundespolizei vollzogen worden, bei denen rechtzeitig bekannt war,
dass ein laufendes Asyl- oder Gerichtsverfahren oder eine anderslautende
Gerichtsentscheidung vorlagen. Im Übrigen sind die Länder für
aufenthaltsbeendende Maßnahmen zuständig.
a) Ist der Bundesregierung bekannt, ob am 5. Dezember 2023 ein Kurde
aus Siegen in die Türkei abgeschoben wurde, obwohl das Bundesamt
für Migration und Flüchtlinge noch nicht über dessen Asylfolgeantrag
entschieden und der Stadt auch nicht mitgeteilt hatte, dass kein
weiteres Asylverfahren durchgeführt werde, wie das Projekt
„Abschiebungsreporting NRW“ berichtet (
www.grundrechtekomitee.de/fileadm
in/user_upload/Rose_Schiessl_Abschiebungen_in_NRW_Ausgrenzun
g_Entrechtung_Widerstaende.pdf, S. 125)?
b) Wenn ja, warum wurde die in Rede stehende Abschiebung eines
Kurden am 5. Dezember 2023 aus Siegen in die Türkei nicht in der
Antwort zu Frage 16 auf Bundestagsdrucksache 20/11471 erwähnt, in der
explizit nach Abschiebungen trotz eines laufenden Asyl- oder
Gerichtsverfahrens gefragt wurde?
Die Fragen 16a und 16b werden aufgrund des Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Nach Kenntnis der Bundesregierung teilte das BAMF der Ausländerbehörde
Siegen am 4. Dezember 2024 mit, dass kein weiteres Asylverfahren
durchzuführen ist.
Die Abschiebungsandrohung aus dem Erstverfahren war daher weiterhin
vollziehbar und konnte aufgrund der Mitteilung auch vollzogen werden (§ 71
Absatz 5 AsylG a. F.). Deshalb steht die Antwort zu Frage 16 der Kleinen Anfrage
der Gruppe Die Linke auf Bundestagsdrucksache 20/11471 nicht im
Widerspruch zur jetzt gestellten Frage 16b.
Die Bundesregierung teilt nicht die Einschätzung in dem zitierten Bericht, dass
die Abschiebung rechtswidrig gewesen sei. Darüber hinaus wurde nach
Kenntnis der Bundesregierung der Antrag im gerichtlichen Eilverfahren, die
Bundesrepublik Deutschland zu verpflichten, die abgeschobene Person nach
Deutschland zurückzuholen, zurückgenommen.
c) Welche näheren Angaben kann die Bundesregierung zu einer
mutmaßlich rechtswidrigen Abschiebung eines Mannes mit einem Charterflug
von Düsseldorf nach Nigeria am 28. November 2023 machen, über die
die Nationale Stelle zur Verhütung von Folter in ihrem Jahresbericht
für 2023 berichtete (Bundestagsdrucksache 20/12750, S. 47), wieso
wurde der Betroffene an die nigerianischen Behörden übergeben,
obwohl im Verlauf der Chartermaßnahme ein Beschluss des
Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen bei der Bundespolizei einging,
demzufolge die Person nicht hätte abgeschoben werden dürfen, und wieso hat
die Bundespolizei den Mann nicht umgehend zurück nach
Deutschland gebracht, wie es der Gerichtsbeschluss vorsah (vgl. ebd.)?
Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes gibt die Bundesregierung keine
Auskünfte zu Einzelfällen. Allgemein gilt jedoch, dass bis zum Schließen der
Flugzeugtüren – bei rechtzeitiger Information durch die zuständigen Behörden –
grundsätzlich die Möglichkeit besteht, eine Rückführungsmaßnahme
abzubrechen. Nach Schließen der Außentüren ist es bereits aus Gründen der
Luftsicherheit deutlich erschwert, direkten Kontakt zur Flugzeugbesatzung oder
Passagieren aufzunehmen. So dürfen beispielsweise Mobiltelefone nach Schließen der
Außentüren nur im Flugzeugmodus betrieben werden, der eine Kommunikation
nicht mehr zulässt. Selbst bei Erreichen der Informationen nach Schließen der
Außentüren führt ein derartiger Gerichtsbeschluss – anders als etwa konkrete
Gefahren für den Flug, z. B. durch plötzliche Wetterereignisse – nicht zum
Abbruch des Starts bzw. des Fluges. Schließlich kann es auch vorkommen, dass
eine entsprechende Gerichtsentscheidung erst nach Landung des Flugzeuges in
einem Transit- oder Zielstaat bei dem Begleitpersonal bekannt wird.
In diesen Fällen verfügen etwaige deutsche Hoheitsträger über keinerlei
staatliche Befugnisse, die es ihnen ermöglichen würden, die rückzuführende Person
gegen deren Willen oder den Willen der dortigen Hoheitsträger wieder nach
Deutschland zu verbringen. Die für die Abschiebungsverfügung
verantwortliche Behörde ist in der Folge für die Rückholung der Person zuständig. Das
konkrete Vorgehen hängt jedoch stets von den Gegebenheiten des Einzelfalles
ab.
d) Aus welchem Grund wurde die in Rede stehende Abschiebung nach
Nigeria nicht in der Antwort zu Frage 16 auf Bundestagsdrucksache
20/11471 erwähnt, in der explizit nach Abschiebungen trotz einer
anders lautenden Gerichtsentscheidung gefragt worden war?
Nach Kenntnis der Bundesregierung sind im Jahr 2023 keine Abschiebungen
von der Bundespolizei vollzogen worden, bei denen rechtzeitig bekannt war,
dass eine anderslautende Gerichtsentscheidung vorlag.
e) Gibt es weitere Abschiebungen trotz eines laufenden Asyl- oder
Gerichtsverfahrens oder entgegen einer anders lautenden
Gerichtsentscheidung in den Jahren von 2021 bis 2024, die in Antworten auf
entsprechende parlamentarische Anfragen bislang nicht genannt wurden
(vgl. die Regelanfragen der Linken zu Abschiebungen und Ausreisen),
wenn ja, wieso, und welche ergänzenden Angaben kann die
Bundesregierung dazu machen?
Nach Kenntnis der Bundesregierung sind auch in den Jahren 2021 bis 2024
keine weiteren Abschiebungen von der Bundespolizei vollzogen worden, in
denen rechtzeitig bekannt war, dass ein laufendes Asyl- oder Gerichtsverfahren
oder eine anderslautende Gerichtsentscheidung vorlagen. Im Übrigen sind die
Länder für aufenthaltsbeendende Maßnahmen zuständig.
17. Welche Angaben kann die Bundespolizei dazu machen, wie oft im Jahr
2024 im Rahmen von Dublin-Überstellungen und Abschiebungen (bitte
differenzieren) sogenannte Hilfsmittel der körperlichen Gewalt zum
Einsatz kamen (bitte auch nach den 15 wichtigsten Staatsangehörigkeiten
der Betroffenen und den 15 wichtigsten Zielstaaten der Abschiebungen
aufschlüsseln)?
Anzahl Personen davon
Dublin-Überstellungen
Gesamt 1 189 108
davon 15 häufigste Staatsangehörigkeiten
Algerien 407 6
Marokko 145 3
Irak 96 9
Nigeria 77 1
Gambia 60
Afghanistan 57 24
Syrien 53 30
Türkei 32 5
Ghana 19
Tunesien 17 1
Jordanien 14 1
Kamerun 14
Ägypten 13 2
Anzahl Personen davon
Dublin-Überstellungen
Somalia 12 4
Pakistan 11 1
Anzahl Personen davon
Dublin-Überstellungen
15 häufigste Zielstaaten
Algerien 401
Marokko 141
Irak 85
Nigeria 76
Gambia 60
Bulgarien 31 15
Afghanistan 28
Spanien 27 16
Türkei 27
Kroatien 22 22
Ghana 19
Rumänien 17 13
Tunesien 16
Kamerun 14
Jordanien 13
18. Wie viele Personen haben Deutschland im Jahr 2024 mit einer
finanziellen Förderung des Bundes (REAG/GARP) verlassen (bitte nach den 15
wichtigsten Herkunftsstaaten, nach Bundesländern und nach
Aufenthaltsstatus der Betreffenden vor der Ausreise differenzieren)?
Im Jahr 2024 sind 10 225 Personen (Stand: 16. Januar 2025) über das Bund-
Länder-Programm REAG (Reintegration and Emigration Programme for
Asylum Seekers in Germany)/GARP (Government Assisted Repatriation
Programme) 2.0 gefördert freiwillig ausgereist.
Die Aufschlüsselung nach den 15 wichtigsten Staatsangehörigkeiten
(Staatsangehörigkeit und Herkunftsland können voneinander abweichen), nach
Bundesländern und nach Aufenthaltsstatus der Betreffenden vor der Ausreise
können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Staatsangehörigkeit Anzahl der freiwilligen Ausreisen
über REAG/GARP 2.0*
Gesamt 10 225
darunter:
Türkei 3 276
Georgien 1 461
Russische Föderation 809
Nordmazedonien 802
Irak 498
Albanien 470
Kolumbien 355
Aserbaidschan 267
Serbien 259
Armenien 209
Venezuela 184
Iran 168
Staatsangehörigkeit Anzahl der freiwilligen Ausreisen
über REAG/GARP 2.0*
Kosovo 151
Ukraine 119
Moldau 116
*Quelle: BAMF, Stand: 16. Januar 2025, vorläufige Zahlen
Bundesland Anzahl der freiwilligen Ausreisen
über REAG/GARP 2.0*
Gesamt 10 225
davon:
Bayern 2 211
Nordrhein-Westfalen 2 052
Baden-Württemberg 1 554
Niedersachsen 1 127
Sachsen 714
Hessen 472
Berlin 502
Rheinland-Pfalz 329
Hamburg 225
Thüringen 326
Sachsen-Anhalt 225
Schleswig-Holstein 222
Mecklenburg-Vorpommern 107
Saarland 48
Bremen 80
Brandenburg 31
*Quelle: BAMF, Stand: 16. Januar 2025, vorläufige Zahlen
Aufenthaltsstatus vor der Ausreise Anzahl der freiwilligen
Ausreisen über REAG/
GARP 2.0*
Gesamt 10 225
davon:
Aufenthaltsgestattung 5 199
Aufenthaltserlaubnis nach § 23 Absatz 1 AufenthG,
§ 24 AufenthG oder § 25 Absatz 5 AufenthG
132
Duldung nach § 60 AufenthG 2 410
Ausreisepflichtig ohne Duldung 2 127
Ausländer, die Ehegatten, Lebenspartner oder
minderjährige Kinder der zuvor genannten Personen
sind, ohne dass sie selbst die dort genannten
Voraussetzungen erfüllen
80
Folgeantrag, Zweitantrag 25
Anerkannt asylberechtigt, Flüchtlingseigenschaft,
subsidiärer Schutz nach § 25 Absatz 1 oder § 2
AufenthG
77
Chancen-Aufenthaltsrecht nach § 104c AufenthG 39
Ausländer, die einen nicht zuvor genannten
Aufenthaltstitel aus völkerrechtlichen, politischen oder
humanitären Gründen nach den §§ 22 bis 26
AufenthG besitzen
45
Aufenthaltsstatus vor der Ausreise Anzahl der freiwilligen
Ausreisen über REAG/
GARP 2.0*
Familiennachzug 7
Nichtukrainische Drittstaatsangehörige aus der
Ukraine
84
*Quelle: BAMF, Stand: 16. Januar 2025, vorläufige Zahlen
19. Welche Angaben oder ungefähren Einschätzungen kann die
Bundesregierung ergänzend dazu machen, wie viele Personen im Jahr 2024 mit
finanzieller Förderung der Bundesländer ausgereist sind (bitte die
Gesamtzahlen nennen und nach den 15 wichtigsten Herkunftsstaaten und
den Bundesländern differenzieren), welche Zahlen und Programme
welcher Bundesländer wurden bei diesen Angaben berücksichtigt und
welche nicht, und wie aussagekräftig sind diese Angaben mittlerweile?
Zum Stichtag 31. Dezember 2024 waren im Ausländerzentralregister (AZR)
10 176 Personen erfasst, die Deutschland mit einer finanziellen Förderung der
Länder im Jahr 2024 verlassen haben.
Die Verteilung nach Staatsangehörigkeiten und Land des Fortzuges kann den
nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
Ausgereiste Personen mit finanzieller
Förderung der Bundesländer
Staatsangehörigkeiten insgesamt
10 176
darunter: 15 wichtigste Herkunftsstaaten
Türkei 2 991
Georgien 1 692
Nordmazedonien 811
Russische Föderation 733
Albanien 493
Serbien 361
Irak 352
Kosovo 318
Kolumbien 316
Aserbaidschan 205
Moldau 172
Venezuela 152
Armenien 150
Iran 138
Bosnien-Herzegowina 106
Ausgereiste Personen mit finanzieller
Förderung der Bundesländer
Bundesländer
10 176
Baden-Württemberg 1 008
Bayern 2 241
Berlin 644
Brandenburg 183
Bremen 107
Hamburg 353
Hessen 1 743
Mecklenburg-Vorpommern 52
Niedersachsen 972
Ausgereiste Personen mit finanzieller
Förderung der Bundesländer
Bundesländer
10 176
Nordrhein-Westfalen 1 721
Rheinland-Pfalz 207
Saarland 41
Sachsen 457
Sachsen-Anhalt 123
Schleswig-Holstein 99
Thüringen 225
In der Auswertung wurden alle Speichersachverhalte des AZR berücksichtigt,
die eine Förderung auf Landes- bzw. Kommunalebene abbilden. Einzelne
Förderprogramme werden im AZR nicht erfasst.
Der Bundesregierung liegen über die AZR-Eintragungen zur Förderung auf
Landes- bzw. Kommunalebene hinaus keine Daten zu den Förderprogrammen
der Länder vor. Aus diesem Grund ist keine Aussage hinsichtlich der Qualität
der Daten möglich.
Die Verantwortlichkeit der zeitnahen Datenübermittlung an das AZR obliegt
der jeweils meldeverpflichteten Stelle – im Falle der Förderprogramme der
Länder grundsätzlich den Ausländerbehörden in den Ländern.
Eine Addition zu den REAG/GARP-Ausreisen ist nicht vorzunehmen, da es
sich hierbei teilweise um REAG/GARP ergänzende Förderungen derselben
Personen handeln kann.
20. Wie viele Personen sind nach Angaben der Bundespolizei im Jahr 2024
freiwillig mit einer Grenzübertrittsbescheinigung ausgereist (bitte nach
den 15 wichtigsten Staatsangehörigkeiten und zwischen Land-, Luft- und
Seeweg differenzieren)?
Gemäß Polizeilicher Eingangsstatistik der Bundespolizei sind im Jahr 2024
insgesamt 33 419 Personen erfasst worden, die freiwillig unter Vorlage einer
Grenzübertrittsbescheinigung ausgereist sind.
Die Aufschlüsselungen nach den 15 häufigsten Staatsangehörigkeiten und den
Arten der Grenze können den nachfolgenden Tabellen entnommen werden.
15 häufigste Staatsangehörigkeiten Anzahl freiwillig ausgereister
Personen
Türkei 7 499
Georgien 3 474
Albanien 2 715
Nordmazedonien 2 022
Russische Föderation 1 402
Kosovo 1 200
Serbien 1 103
Irak 966
China, Volksrepublik 868
Iran 804
Vietnam 747
Indien 656
Moldau 648
Kolumbien 449
Ukraine 446
Art der Grenze Anzahl freiwillig ausgereister
Personen
Landweg 370
Luftweg 32 870
Seeweg 55
Postrückläufer Auslandsvertretung 119
unbekannt 5
21. Wie viele ausreisepflichtige Personen mit und ohne Duldung, wie viele
ausreisepflichtige abgelehnte Asylsuchende (bitte differenzieren und
jeweils nach Bundesländern auflisten) hielten sich nach Kenntnis der
Bundesregierung zum letzten verfügbaren Stand in Deutschland auf, und was
waren die fünf Hauptherkunftsländer der Ausreisepflichtigen in den
einzelnen Bundesländern (bitte in absoluten und relativen Zahlen für jedes
Bundesland darstellen)?
Ausweislich des AZR waren zum Stichtag 31. Dezember 2024 insgesamt
220 808 Personen ausreisepflichtig, davon 178 512 Personen mit einer Duldung
und 42 296 Personen ohne Duldung.
Bei 125 349 der insgesamt 220 808 ausreisepflichtigen Personen war ein
abgelehnter Asylantrag gespeichert (davon 108 717 Personen mit einer Duldung
und 16 632 Personen ohne eine Duldung).
Es ist darauf hinzuweisen, dass für die vorliegende Ausreisepflicht die im AZR
gespeicherte Asylablehnung nicht zwingend ursächlich sein muss, da diese
Entscheidung grundsätzlich gespeichert wird, bis die Voraussetzungen für ihre
Löschung gegeben sind (vgl. § 36 des Gesetzes über das
Ausländerzentralregister). Insofern kann die Asylablehnung ggf. eine längere Zeit zurückliegen.
Weitere Differenzierungen können den nachfolgenden Tabellen entnommen
werden.
Ausreisepflichtige
gesamt nach Land
Gesamt Ausreisepflichtige mit
Duldung
Ausreisepflichtige ohne
Duldung
Alle Bundesländer 220 808 178 512 42 296
Baden-Württemberg 27 225 23 487 3 738
Bayern 25 419 19 260 6 159
Berlin 17 078 13 030 4 048
Brandenburg 7 810 6 778 1 032
Bremen 3 894 3 480 414
Hamburg 9 416 5 779 3 637
Hessen 12 678 9 124 3 554
Mecklenburg-
Vorpommern
3 978 3 527 451
Niedersachsen 20 665 16 868 3 797
Nordrhein-Westfalen 51 972 43 241 8 731
Rheinland-Pfalz 8 273 6 412 1 861
Saarland 1 929 1 729 200
Sachsen 11 878 9 660 2 218
Sachsen-Anhalt 4 711 3 908 803
Schleswig-Holstein 9 560 8 358 1 202
Thüringen 4 322 3 871 451
Ausreisepflichtige
abgelehnte
Asylbewerber nach Land
Gesamt Ausreisepflichtige mit
Duldung
Ausreisepflichtige ohne
Duldung
Alle Bundesländer 125 349 108 717 16 632
Baden-Württemberg 16 473 15 164 1 309
Bayern 14 316 12 217 2 099
Berlin 9 749 7 675 2 074
Brandenburg 4 562 4 034 528
Bremen 1 692 1 550 142
Hamburg 4 029 2 659 1 370
Hessen 6 465 5 438 1 027
Mecklenburg-
Vorpommern
2 373 2 144 229
Niedersachsen 12 176 10 588 1 588
Nordrhein-Westfalen 28 173 25 114 3 059
Rheinland-Pfalz 5 254 4 434 820
Saarland 780 714 66
Sachsen 8 081 6 937 1 144
Sachsen-Anhalt 2 930 2 617 313
Schleswig-Holstein 5 716 5 098 618
Thüringen 2 580 2 334 246
Ausreisepflichtige in
Baden-Württemberg
Anzahl der Ausländer
im AZR
Anteil
alle
Staatsangehörigkeiten
27 225 100 Prozent
darunter:
Nigeria 2 769 10,17 Prozent
Irak 2 442 8,97 Prozent
Türkei 2 310 8,48 Prozent
Gambia 1 693 6,22 Prozent
Afghanistan 1 389 5,10 Prozent
Ausreisepflichtige in
Bayern
Anzahl der Ausländer
im AZR
Anteil
alle
Staatsangehörigkeiten
25 419 100 Prozent
darunter:
Irak 3 225 12,69 Prozent
Nigeria 3 016 11,87 Prozent
Afghanistan 1 872 7,36 Prozent
Türkei 1 379 5,43 Prozent
Ukraine 1 205 4,74 Prozent
Ausreisepflichtige in
Berlin
Anzahl der Ausländer
im AZR
Anteil
alle
Staatsangehörigkeiten
17 078 100 Prozent
darunter:
Moldau 2 261 13,24 Prozent
Türkei 1 790 10,48 Prozent
Ungeklärt 1 219 7,14 Prozent
Georgien 1 190 6,97 Prozent
Russische Föderation 1 127 6,60 Prozent
Ausreisepflichtige in
Brandenburg
Anzahl der Ausländer
im AZR
Anteil
alle
Staatsangehörigkeiten
7 810 100 Prozent
darunter:
Russische Föderation 1 790 22,92 Prozent
Kenia 760 9,73 Prozent
Kamerun 634 8,12 Prozent
Irak 425 5,44 Prozent
Türkei 409 5,24 Prozent
Ausreisepflichtige in
Bremen
Anzahl der Ausländer
im AZR
Anteil
alle
Staatsangehörigkeiten
3 894 100 Prozent
darunter:
Türkei 378 9,71 Prozent
Albanien 357 9,17 Prozent
Ghana 315 8,09 Prozent
Serbien 291 7,47 Prozent
Russische Föderation 230 5,91 Prozent
Ausreisepflichtige in
Hamburg
Anzahl der Ausländer
im AZR
Anteil
alle
Staatsangehörigkeiten
9 416 100 Prozent
darunter:
Afghanistan 865 9,19 Prozent
Türkei 638 6,78 Prozent
Iran 614 6,52 Prozent
Ghana 588 6,24 Prozent
Russische Föderation 477 5,07 Prozent
Ausreisepflichtige in
Hessen
Anzahl der Ausländer
im AZR
Anteil
alle
Staatsangehörigkeiten
12 678 100 Prozent
darunter:
Türkei 1 328 10,47 Prozent
Afghanistan 1 327 10,47 Prozent
Irak 847 6,68 Prozent
Iran 721 5,69 Prozent
Somalia 538 4,24 Prozent
Ausreisepflichtige in
Mecklenburg-
Vorpommern
Anzahl der Ausländer
im AZR
Anteil
alle
Staatsangehörigkeiten
3 978 100 Prozent
darunter:
Russische Föderation 505 12,69 Prozent
Irak 373 9,38 Prozent
Türkei 265 6,66 Prozent
Syrien 265 6,66 Prozent
Ukraine 264 6,64 Prozent
Ausreisepflichtige in
Niedersachsen
Anzahl der Ausländer
im AZR
Anteil
alle
Staatsangehörigkeiten
20 665 100 Prozent
darunter:
Irak 2 183 10,56 Prozent
Türkei 1 596 7,72 Prozent
Georgien 1 350 6,53 Prozent
Kolumbien 1 005 4,86 Prozent
Serbien 988 4,78 Prozent
Ausreisepflichtige in
Nordrhein-Westfalen
Anzahl der Ausländer
im AZR
Anteil
alle
Staatsangehörigkeiten
51 972 100 Prozent
darunter:
Irak 5 245 10,09 Prozent
Serbien 3 513 6,76 Prozent
Türkei 3 480 6,70 Prozent
Guinea 2 591 4,99 Prozent
Syrien 2 552 4,91 Prozent
Ausreisepflichtige in
Rheinland-Pfalz
Anzahl der Ausländer
im AZR
Anteil
alle
Staatsangehörigkeiten
8 273 100 Prozent
darunter:
Türkei 716 8,65 Prozent
Irak 628 7,59 Prozent
Afghanistan 611 7,39 Prozent
Syrien 549 6,64 Prozent
Pakistan 487 5,89 Prozent
Ausreisepflichtige in
Saarland
Anzahl der Ausländer
im AZR
Anteil
alle
Staatsangehörigkeiten
1 929 100 Prozent
darunter:
Syrien 680 35,25 Prozent
Türkei 197 10,21 Prozent
Irak 114 5,91 Prozent
Serbien 96 4,98 Prozent
Ukraine 70 3,63 Prozent
Ausreisepflichtige in
Sachsen
Anzahl der Ausländer
im AZR
Anteil
alle
Staatsangehörigkeiten
11 878 100 Prozent
darunter:
Venezuela 1 290 10,86 Prozent
Russische Föderation 1 128 9,50 Prozent
Indien 950 8,00 Prozent
Irak 859 7,23 Prozent
Georgien 713 6,00 Prozent
Ausreisepflichtige in
Sachsen-Anhalt
Anzahl der Ausländer
im AZR
Anteil
alle
Staatsangehörigkeiten
4 711 100 Prozent
darunter:
Indien 708 15,03 Prozent
Russische Föderation 354 7,51 Prozent
Syrien 285 6,05 Prozent
Guinea-Bissau 253 5,37 Prozent
Türkei 249 5,29 Prozent
Ausreisepflichtige in
Schleswig-Holstein
Anzahl der Ausländer
im AZR
Anteil
alle
Staatsangehörigkeiten
9 560 100 Prozent
darunter:
Irak 1 953 20,43 Prozent
Türkei 925 9,68 Prozent
Afghanistan 776 8,12 Prozent
Russische Föderation 740 7,74 Prozent
Syrien 703 7,35 Prozent
Ausreisepflichtige im
Freistaat Thüringen
Anzahl der Ausländer
im AZR
Anteil
alle
Staatsangehörigkeiten
4 322 100 Prozent
darunter:
Irak 561 12,98 Prozent
Syrien 310 7,17 Prozent
Türkei 307 7,10 Prozent
Afghanistan 305 7,06 Prozent
Georgien 303 7,01 Prozent
22. Was ist der Bundesregierung über den Verbleib eines jungen Mannes aus
Mauretanien bekannt, der am 10. Juli 2023 aus Deutschland nach
Mauretanien abgeschoben wurde, nachdem sein Asylantrag wegen Konversion
zum Christentum abgelehnt worden war, und dem in Mauretanien ein
Prozess wegen sogenannter Apostasie droht (vgl. Bundestagsdrucksache
20/9025), ist der Bundesregierung bekannt, ob der Mann sich weiterhin
in Haft befindet, unterstützt die Bundesregierung den Mann, und wenn
ja, inwiefern?
Auch unter Abwägung des parlamentarischen Kontrollinteresses kommt die
Bundesregierung hier zu dem Ergebnis, dass die gewünschten
Einzelfallinformationen zum Schutz des allgemeinen Persönlichkeitsrechts des Betroffenen
nicht übermittelt werden können.
Seite 1 von 18
Anlage 1 zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Clara Bünger u. a. und der Gruppe
Die Linke, Bundestagsdrucksache 20/14492
Die Angaben zur Beantwortung der Fragen 10a bis 10e sind in der Tabelle aufgeführt. Die Angaben zu den Fluggesellschaften (10b)
sind in einer separaten Anlage, die als VS-NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH eingestuft ist, aufgeführt.
Datum 1. Zielstaat
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Beteiligte Länder/
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2. Zielstaat
Beteiligte Länder/
Bundespolizei
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08.01.2024 Moldau 15 BY BE HH HE NI 15 28 BPOL 68.414 € Ja
11.01.2024 Bosnien und
Herzegowina 9 BW BY NW SN Serbien 22 BW MV SL 31 36 BPOL 89.080 € Ja
12.01.2024 Kroatien 7 SH 7 16 BPOL 57.410 € Nein
16.01.2024 Serbien 31 NW Nordmazedonien 41 NW 72 58 BPOL 97.000 € Ja
17.01.2024 Tunesien 17 BW HH RP SN TH 17 66 BPOL 70.980 € Ja
18.01.2024 Irak 22 BY BPOL 22 77 BPOL 189.080 € Ja
23.01.2024 Georgien 40 BW BY BE BB HH NW RP
SN ST TH 40 BPOL 105.500 € Ja
23.01.2024 Nigeria 29 BY BE HB HE NW 29 91 BPOL 227.110 € Ja
23.01.2024 Libanon 3 SN 3 13 BPOL 87.405 € Nein
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Datum 1. Zielstaat
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2. Zielstaat
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Beteiligte Länder/
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26.01.2024 Albanien 59 BB HH HE NI SL SN ST SH
TH BPOL Kosovo 13 BW BY NI ST SH TH 72 90 BPOL 92.080 € Ja
26.01.2024 Kroatien 12 HE NI 12 34 BPOL 55.085 € Nein
29.01.2024 Kroatien 4 BW 4 16 BPOL 51.085 € Nein
30.01.2024 Serbien 4 BY Moldau 60 BY BPOL 64 59 BPOL 85.070 € Ja
31.01.2024 Armenien 16 BY MV RP SN SH 16 34 BPOL 109.880 € Ja
02.02.2024 Albanien 75 NW Kosovo 7 NW 82 60 BPOL 97.080 € Ja
06.02.2024 Nordmazedonien 70 MV RP SN ST TH Serbien 21 BB NI SN ST TH 91 57 BPOL 98.100 € Ja
08.02.2024 Georgien 33 NI NW SN ST SH 33 BPOL 132.900 € Ja
08.02.2024 Bulgarien 23 BY 23 59 BPOL 62.070 € Nein
13.02.2024 Nordmazedonien 102 BW BY HE SL Kosovo 9 BW BY BE HE 111 57 BPOL 98.610 € Ja
15.02.2024 Aserbaidschan 42 BY HE NW RP 42 54 BPOL 111.945 € Ja
15.02.2024 Nigeria 10 BW BY NW RP ST Ghana 7 BW HH NW SH BPOL 17 51 BPOL 360.110 € Ja
20.02.2024 Serbien 28 NW Nordmazedonien 56 NW 84 49 BPOL 97.000 € Ja
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Datum 1. Zielstaat
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20.02.2024 Irak 19 BY HE SL 19 42 BPOL 196.080 € Ja
20.02.2024 Albanien 40 BY BB HH HE MV NI SH TH
BPOL Kosovo 4 BY TH 44 49 BPOL 86.796 € Ja
22.02.2024 Georgien 55 BW BY HE NW RP ST TH
BPOL 55 BPOL 105.500 € Ja
23.02.2024 Kroatien 11 BB NW 11 44 BPOL 57.050 € Nein
27.02.2024 Kongo, Dem.
Republik 9 BY NW 9 37 BPOL 299.580 € Ja
27.02.2024 Ägypten 3 BY MV RP 3 16 BPOL 88.070 € Ja
28.02.2024 Gambia 30 BW 30 73 BPOL 193.780 € Ja
29.02.2024 Griechenland 4 BY 4 24 BPOL 53.070 € Nein
05.03.2024 Moldau 35 BY BE HH HE MV NI SH TH Serbien 48 BY BE BB HH MV NI NW
TH 83 68 BPOL 86.070 € Ja
05.03.2024 Pakistan 34 BW BY BB HE NI NW RP SN
SH 34 82 BPOL 485.110 € Ja
06.03.2024 Georgien 55 NW 55 BPOL 110.900 € Ja
06.03.2024 Tunesien 17 BW BY HH SN ST 17 62 BPOL 70.980 € Ja
06.03.2024 Irak 24 BY MV SH 24 71 BPOL 191.530 € Ja
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Datum 1. Zielstaat
1.
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08.03.2024 Kroatien 3 BY 3 22 BPOL 50.085 € Nein
12.03.2024 Nigeria 15 BY NW ST TH BPOL Ghana 13 BY HE NI NW ST TH 28 101 BPOL 350.110 € Ja
13.03.2024 Serbien 45 NI Nordmazedonien 42 MV NI SN ST SH 87 80 BPOL 114.600 € Ja
13.03.2024 Gambia 18 BY BE SN ST 18 57 BPOL 166.880 € Ja
14.03.2024 Irak 30 BW BY HE ST 30 65 BPOL 196.080 € Ja
14.03.2024 Moldau 30 BE HE BPOL 30 BPOL 70.070 € Ja
15.03.2024 Albanien 42 NW SH Kosovo 7 NW 49 48 BPOL 82.350 € Ja
19.03.2024 Serbien 51 BW BY HE NW SL ST TH Nordmazedonien 29 BY BB MV ST 80 50 BPOL 83.342 € Ja
19.03.2024 Georgien 62 BW BY NI SN SH TH 62 BPOL 105.500 € Ja
20.03.2024 Spanien 16 SH 16 31 BPOL 73.600 € Nein
21.03.2024 Serbien 36 NW Nordmazedonien 34 NW 70 58 BPOL 97.000 € Ja
26.03.2024 Georgien 70 BW BE HH NI SN ST TH 70 BPOL 105.500 € Ja
27.03.2024 Nordmazedonien 82 BW BB SL ST TH 82 51 BPOL 75.070 € Ja
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28.03.2024 Kroatien 9 HH 9 26 BPOL 54.085 € Nein
05.04.2024 Albanien 49 BY HE MV NI NW SN ST SH Moldau 30 BY BPOL 79 86 BPOL 100.900 € Ja
05.04.2024 Kroatien 1 BPOL 1 32 BPOL 56.770 € Nein
09.04.2024 Indien 19 BW BE HE NW RP SN ST 19 60 BPOL 225.910 € Ja
10.04.2024 Nordmazedonien 28 BE HH MV RP SH Moldau 36 BE NI ST 64 52 BPOL 88.850 € Ja
11.04.2024 Georgien 65 BW BY HE NI NW RP SH 65 BPOL 112.500 € Ja
11.04.2024 Bulgarien 1 BY 1 22 BPOL 59.940 € Nein
16.04.2024 Nigeria 34 BY BB NW RP BPOL 34 96 BPOL 375.110 € Ja
17.04.2024 Tunesien 20 BW BY BE HH NW SN BPOL 20 73 BPOL 73.980 € Ja
17.04.2024 Kroatien 5 HH 5 18 BPOL 60.351 € Nein
23.04.2024 Moldau 37 BE BB MV NI SN 37 BPOL 73.070 € Ja
23.04.2024 Spanien 4 SH 4 16 BPOL 72.456 € Nein
24.04.2024 Irak 26 BY HE RP SN 26 86 BPOL 185.680 € Ja
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25.04.2024 Georgien 51 BY BB HH HE NI NW SN ST
TH BPOL 51 BPOL 133.000 € Ja
25.04.2024 Bulgarien 2 NW 2 10 BPOL 58.985 € Nein
26.04.2024 Kroatien 6 BW BE 6 36 BPOL 61.256 € Nein
30.04.2024 Serbien 26 NW Nordmazedonien 32 NW 58 59 BPOL 140.100 € Ja
06.05.2024 Spanien 5 NW 5 19 BPOL 62.575 € Nein
07.05.2024 Georgien 63 BY NI NW ST BPOL 63 BPOL 110.900 € Ja
07.05.2024 Bosnien und
Herzegowina 23 BW BY BE HH NW ST Nordmazedonien 58 BW HH ST 81 52 BPOL 87.930 € Ja
07.05.2024 Bulgarien 4 HE NW 4 24 BPOL 58.985 € Nein
08.05.2024 Moldau 31 BY BE 31 50 BPOL 74.020 € Ja
08.05.2024 Albanien 48 NI NW SN BPOL Nordmazedonien 33 NW 81 60 BPOL 111.070 € Ja
08.05.2024 Kroatien 4 TH 4 18 BPOL 46.085 € Nein
14.05.2024 Irak 30 HE NI NW RP SL SN 30 85 BPOL 191.530 € Ja
14.05.2024 Nigeria 20 BW BY NW ST SH Ghana 7 BW BY MV NI SH 27 72 BPOL 380.110 € Ja
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14.05.2024 Bulgarien 19 BY 19 49 BPOL 64.170 € Nein
15.05.2024 Tunesien 21 BW BY HE MV NI SN 21 65 BPOL 83.070 € Ja
17.05.2024 Kroatien 15 HE 15 39 BPOL 66.585 € Nein
22.05.2024 Albanien 37 HB HE NI ST TH Kosovo 22 BY HE NI NW RP SN ST 59 51 BPOL 101.920 € Ja
22.05.2024 Moldau 30 BE Serbien 52 BY BE HB HH NW RP 82 62 BPOL 124.070 € Ja
22.05.2024 Irak 20 BY NW RP SL BPOL 20 73 BPOL 203.570 € Ja
23.05.2024 Georgien 26 BY NI SN ST TH 26 BPOL 105.500 € Ja
27.05.2024 Serbien 45 SN ST TH BPOL Nordmazedonien 50 NI SN TH 95 58 BPOL 92.070 € Ja
28.05.2024 Gambia 24 BW BY 24 87 BPOL 181.080 € Ja
28.05.2024 Georgien 53 BW BE HH HE MV NW RP
ST 53 BPOL 105.500 € Ja
29.05.2024 Moldau 47 HE NI SH 47 70 BPOL 102.370 € Ja
29.05.2024 Albanien 20 BW BY NW SL Kosovo 21 BW HH 41 39 BPOL 99.220 € Ja
31.05.2024 Kroatien 7 HE SH 7 21 BPOL 80.070 € Nein
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04.06.2024 Serbien 28 NI NW 28 34 BPOL 91.238 € Ja
04.06.2024 Pakistan 36 BW BY HE NI NW RP SN 36 72 BPOL 385.110 € Ja
04.06.2024 Irak 19 BY BE BB HE 19 46 BPOL 183.610 € Ja
04.06.2024 Spanien 17 SH 17 21 BPOL 77.585 € Nein
05.06.2024 Georgien 58 BW BY RP 58 BPOL 112.500 € Ja
06.06.2024 Serbien 14 HE NI SL TH 14 21 BPOL 76.850 € Ja
06.06.2024 Bulgarien 2 NW 2 25 BPOL 63.085 € Nein
06.06.2024 Armenien 31 BY NI NW RP ST 31 50 BPOL 130.672 € Ja
10.06.2024 Serbien 6 BW Nordmazedonien 45 BY BW RP SN 51 0 BW BPOL nicht
bekannt
BPOL nicht
bekannt
11.06.2024 Nigeria 17 BW BY NW ST Ghana 13 HH MV NW SN SH BPOL 30 95 BPOL 385.110 € Ja
11.06.2024 Irak 17 BW BY BE HH NI NW RP SH 17 60 BPOL 234.158 € Ja
12.06.2024 Tunesien 23 BY HH HE MV NI NW SN
BPOL 23 59 BPOL 85.070 € Ja
13.06.2024 Kroatien 6 BY 6 36 BPOL 75.685 € Nein
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20.06.2024 Georgien 42 BY NI NW 42 BPOL 110.900 € Ja
21.06.2024 Kroatien 3 BW 3 15 BPOL 73.070 € Nein
25.06.2024 Irak 7 BW BY 7 24 AUT keine Ja
27.06.2024 Albanien 51 NI NW SH BPOL Kosovo 20 BE NI NW BPOL 71 50 BPOL 110.070 € Ja
04.07.2024 Serbien 38 NW BPOL Nordmazedonien 38 NW 76 55 BPOL 110.070 € Ja
04.07.2024 Georgien 50 BY NW ST BPOL 50 BPOL 141.500 € Ja
05.07.2024 Kroatien 4 BY BE BPOL 4 14 BPOL 58.785 € Nein
15.07.2024 Nordmazedonien 71 BW HE NI SN Serbien 44 BW BY HE NW SL 115 74 BPOL 111.070 € Ja
16.07.2024 Nigeria 41 BW BY BE BB NW SN Ghana 41 110 BPOL 404.610 € Ja
18.07.2024 Moldau 37 BY BE NI SN ST Bosnien und
Herzegowina 23 BY BE BB NI RP 60 66 BPOL 108.070 € Ja
18.07.2024 Kroatien 6 NW 6 23 BPOL 58.685 € Nein
24.07.2024 Albanien 25 BY HE NI NW RP SN TH Moldau 15 BY 40 50 BPOL 104.540 € Ja
24.07.2024 Griechenland 6 MV 6 28 BPOL 107.085 € Nein
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24.07.2024 Tunesien 22 BW BY MV NW SN 22 55 BPOL 125.070 € Ja
30.07.2024 Moldau 32 BE MV TH 32 BPOL 78.070 € Ja
30.07.2024 Griechenland 10 BY 10 38 BPOL 72.585 € Nein
01.08.2024 Aserbaidschan 35 BY BE HE NI NW 35 50 BPOL 155.070 € Ja
07.08.2024 Bulgarien 4 HE MV 4 12 BPOL 71.070 € Nein
08.08.2024 Georgien 61 BY BE BB NI NW RP SN ST
TH BPOL 61 BPOL 105.500 € Ja
08.08.2024 Kroatien 4 BW MV SH 4 13 BPOL 59.585 € Nein
14.08.2024 Albanien 52 BW HH HE NI NW RP ST SH
TH Kosovo 33 BW BE NW RP TH 85 53 BPOL 111.070 € Ja
14.08.2024 Spanien 17 HH NI SH 17 24 BPOL 84.785 € Nein
20.08.2024 Irak 36 BW HH HE MV RP SH BPOL 36 83 BPOL 245.080 € Ja
20.08.2024 Rumänien 14 BY 14 38 BPOL 63.085 € Nein
21.08.2024 Georgien 55 BY BE HE NI NW ST TH
BPOL 55 BPOL 110.900 € Ja
21.08.2024 Tunesien 23 BW BY HB HH HE MV NW
SN TH 23 59 BPOL 92.070 € Ja
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22.08.2024 Bulgarien 1 RP 1 4 BPOL 67.935 € Nein
26.08.2024 Moldau 32 BY BE BB NI Serbien 55 BY BE HE MV NI NW SL
ST TH 87 63 BPOL 105.070 € Ja
27.08.2024 Nigeria 29 BW BY HE NW BPOL Ghana 6 BY NW ST 35 63 BPOL 464.610 € Ja
27.08.2024 Kroatien 11 BY BE HE NI ST 11 28 BPOL 65.620 € Nein
29.08.2024 Albanien 51 BY NW Kosovo 36 NW 87 65 BPOL 112.070 € Ja
30.08.2024 Afghanistan 28 BW BY BE HE MV NI NW RP
SN ST TH 28 BPOL
03.09.2024 Pakistan 23 BW BY BE BB HH HE NI NW
RP SN 23 60 BPOL 465.110 € Ja
03.09.2024 Elfenbeinküste
(Cote d' Ivoire) 9 BY NI Senegal 9 BY 18 53 BPOL 354.440 € Ja
04.09.2024 Georgien 44 BY BE BB HE NI NW SN ST
TH 44 BPOL 133.000 € Ja
05.09.2024 Kroatien 29 HH NW SH 29 43 BPOL 74.070 € Nein
05.09.2024 Nordmazedonien 32 BY MV SN ST Kosovo 9 BY 41 49 BPOL 107.900 € Ja
10.09.2024 Moldau 38 BE NW SH 38 BPOL 78.070 € Ja
10.09.2024 Irak 35 BY HE SN BPOL 35 66 BPOL 219.070 € Ja
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11.09.2024 Albanien 49 BY HH HE MV NI NW RP Kosovo 35 HE NI 84 94 BPOL 108.570 € Ja
11.09.2024 Serbien 25 BW HE SN Nordmazedonien 69 BW SN TH 94 BW
12.09.2024 Bulgarien 2 HH NW 2 8 BPOL 83.485 € Nein
12.09.2024 Ägypten 7 RP SH BPOL 7 20 BPOL 100.285 € Ja
12.09.2024 Georgien 56 BW 56 BPOL 112.500 € Ja
16.09.2024 Moldau 27 BY BE MV NI SN SH Georgien 40 BE NI ST 67 54 BPOL 180.070 € Ja
17.09.2024 Serbien 13 HH NI ST SH Nordmazedonien 23 HH MV ST SH 36 53 BPOL 115.810 € Ja
18.09.2024 Irak 40 BE HH HE NI NW SN SH 40 77 BPOL 244.480 € Ja
18.09.2024 Georgien 64 BY RP SH 64 BPOL 105.500 € Ja
19.09.2024 Nigeria 29 BW BY BE HE NI NW RP SN Ghana 16 BW BY BE HB HH NI NW
SN 45 96 BPOL 464.610 € Ja
19.09.2024 Bulgarien 25 BY RP 25 31 BPOL 78.070 € Nein
24.09.2024 Armenien 34 BY HH MV NI RP SN ST SH 34 47 BPOL 125.720 € Ja
24.09.2024 Serbien 54 NW RP Nordmazedonien 28 NW 82 60 BPOL 130.070 € Ja
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25.09.2024 Tunesien 18 BY BB HH NW SN ST SH
BPOL 18 64 BPOL 89.070 € Ja
26.09.2024 Georgien 52 NW SN 52 BPOL 110.900 € Ja
26.09.2024 Kroatien 2 RP ST 2 10 BPOL 61.585 € Nein
26.09.2024 Spanien 8 HH 8 18 BPOL 78.885 € Nein
30.09.2024 Kosovo 34 BW ST 34 BW
01.10.2024 Nordmazedonien 52 BW Bosnien und
Herzegowina 12 BW BY HE NW SL 64 46 BPOL 94.835 € Ja
01.10.2024 Georgien 29 BE HE NI RP ST 29 BPOL 105.500 € Ja
02.10.2024 Nordmazedonien 22 NW RP Kosovo 33 NW 55 42 BPOL 101.770 € Ja
02.10.2024 Tunesien 24 BY HE RP 24 63 BPOL 82.070 € Ja
08.10.2024 Pakistan 24 BW BY HE NI NW RP SN 24 61 BPOL 470.110 € Ja
08.10.2024 Moldau 22 BE MV Nordmazedonien 29 BE HE RP 51 58 BPOL 109.350 € Ja
09.10.2024 Bulgarien 1 TH 1 3 BPOL 75.070 € Nein
11.10.2024 Albanien 9 BY BE NI SN ST Moldau 14 BY 23 22 BPOL 99.845 € Ja
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15.10.2024 Nigeria 30 BW BY HB NW RP ST BPOL Ghana 8 BW BY HE RP BPOL 38 62 BPOL 424.610 € Ja
15.10.2024 Kroatien 6 TH 6 23 BPOL 73.070 € Nein
15.10.2024 Somalia 1 RP 1 5 BPOL
17.10.2024 Albanien 30 HB MV NI SH Kosovo 9 BY MV 39 49 BPOL 95.120 € Ja
17.10.2024 Georgien 39 BW BY HH MV RP SN TH 39 BPOL 105.500 € Ja
21.10.2024 Moldau 23 BE HE MV Serbien 22 HE BE 45 61 BPOL 102.070 € Ja
22.10.2024 Irak 37 BY BE HH HE RP SN ST 37 83 BPOL 221.405 € Ja
22.10.2024 Spanien 11 HH SH 11 22 BPOL 73.340 € Nein
22.10.2024 Albanien 60 NI NW 60 56 BPOL 94.570 € Ja
24.10.2024 Kroatien 10 HE 10 26 BPOL 77.070 € Nein
24.10.2024 Bulgarien 4 NW RP 4 12 BPOL 75.935 € Nein
28.10.2024 Kosovo 43 BW NI ST Albanien 10 BW HE NI SL 30 BW
29.10.2024 Georgien 60 BW BE BB NI NW RP SN SH
TH BPOL 60 BPOL 110.900 € Ja
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30.10.2024 Serbien 25 BY NW BPOL Nordmazedonien 55 NW 80 70 BPOL 140.100 € Ja
05.11.2024 Bosnien und
Herzegowina 17 BY HB NI NW Moldau 15 BE 32 46 BPOL 97.610 € Ja
05.11.2024 Rumänien 15 BY SH 15 29 BPOL 70.581 € Nein
06.11.2024 Tunesien 25 BW BY HE MV NW RP SN
SH 25 67 BPOL 70.980 € Ja
07.11.2024 Bulgarien 3 RP TH BPOL 3 11 BPOL 59.585 € Nein
07.11.2024 Spanien 10 SH 10 15 BPOL 68.385 € Nein
12.11.2024 Nigeria 15 BW BY BB NW SH BPOL Ghana 21 BW HH MV NW SH 35 115 BPOL 350.110 € Ja
12.11.2024 Irak 42 BW HE RP ST SH 42 94 BPOL 227.850 € Ja
13.11.2024 Moldau 12 BE NW SN 12 BPOL 70.070 € Ja
13.11.2024 Kroatien 15 BY 15 31 BPOL 66.070 € Nein
13.11.2024 Spanien 1 HH 1 4 BPOL 67.285 € Nein
13.11.2024 Kongo, Dem.
Republik 3 HE 3 9 BEL keine Ja
14.11.2024 Georgien 64 BW SN 64 BPOL 112.500 € Ja
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15.11.2024 Albanien 34 BY NI NW SH Kosovo 29 BY NW 63 62 BPOL 116.100 € Ja
19.11.2024 Nordmazedonien 41 BW BY HE NI Serbien 42 BW HE TH 83 70 BPOL 87.100 € Ja
20.11.2024 Serbien 47 BY NI TH Montenegro 20 HH MV NI RP 67 71 BPOL 82.000 € Ja
21.11.2024 Moldau 4 BE Georgien 46 BE BB HE ST TH 50 66 BPOL 132.070 € Ja
26.11.2024 Aserbaidschan 37 BY HE NW RP BPOL 37 88 BPOL 126.432 € Ja
26.11.2024 Albanien 46 BW BE BB HH HE MV NI ST
TH Kosovo 32 BE HH HE MV SN ST 78 63 BPOL 86.100 € Ja
26.11.2024 Georgien 47 HE NW RP SN ST SH BPOL 47 BPOL 110.900 € Ja
27.11.2024 Bulgarien 2 MV RP 2 6 BPOL 65.100 € Nein
27.11.2024 Griechenland 11 BY 11 33 BPOL 59.900 € Nein
28.11.2024 Irak 35 HE MV NI NW RP SL SN SH 35 73 BPOL 191.080 € Ja
28.11.2024 Kroatien 6 HE SH TH 6 17 BPOL 53.085 € Nein
03.12.2024 Serbien 32 NW Nordmazedonien 39 NW 71 65 BPOL 116.100 € Ja
03.12.2024 Moldau 32 BE BB NI 32 BPOL 70.070 € Ja
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03.12.2024 Irak 38 BW BY BB HE TH 38 73 BPOL 211.220 € Ja
05.12.2024 Kroatien 22 NW 22 42 BPOL 61.870 € Nein
09.12.2024 Moldau 43 BW BE Serbien 38 BE RP HE SN ST TH 81 80 BPOL 93.490 € Ja
10.12.2024 Nordmazedonien 41 BW BY Kosovo 31 BW 72 56 BPOL 98.610 € Ja
11.12.2024 Georgien 60 HB HH MV NI 60 BPOL 110.900 € Ja
11.12.2024 Moldau 27 BY Armenien 28 BY BE HH NW RP 55 57 BPOL 127.100 € Ja
12.12.2024 Ägypten 4 NW RP 4 16 BPOL 108.278 € Ja
16.12.2024 Moldau 24 BE NI NW Georgien 61 BE NI HE NW SN 85 76 BPOL 101.320 € Ja
16.12.2024 Albanien 28 NI NW TH Nordmazedonien 29 NW TH 57 52 BPOL 94.347 € Ja
18.12.2024 Nigeria 33 BW BY NW Ghana 7 BW BY BB MV NW 40 110 BPOL 357.110 € Ja
18.12.2024 Kolumbien 4 NI 4 9 ESP 44.985 € Ja
18.12.2024 Armenien 12 HH MV NW SH 12 33 BPOL 114.514 € Ja
19.12.2024 Irak 45 BY HH HE NW ST SH BPOL 45 84 BPOL 202.280 € Ja
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Beteiligte Länder/
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19.12.2024 Georgien 67 BW BY HE RP TH 67 BPOL 105.500 € Ja
19.12.2024 Kroatien 5 BW HE 5 20 BPOL 60.680 € Nein
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co. KG, Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
www.heenemann-druck.de
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ISSN 0722-8333