[Deutscher Bundestag Drucksache 17/6817
17. Wahlperiode 22. 08. 2011 Antwort
der Bundesregierung
auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Sylvia Kotting-Uhl, Dorothea Steiner,
Harald Ebner, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
– Drucksache 17/6639 –
Vorläufige Sicherheitsanalyse Gorleben
Vo r b e m e r k u n g d e r F r a g e s t e l l e r
Im Sommer 2010 beauftragte das Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) die Gesellschaft für Anlagen- und
Reaktorsicherheit (GRS) mbH mit der vorläufigen Sicherheitsanalyse
Gorleben, deren vorrangiges Ziel eine nachvollziehbar dokumentierte Prognose sei,
ob der Standort Gorleben die neuen Sicherheitsanforderungen an die
Endlagerung wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle einhalten könne (vgl. BMU-
Pressemitteilung vom 5. August 2010). Zwischenergebnisse sollen im Internet
beim BMU, der GRS und dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) einsehbar
gemacht werden.
Neben der GRS arbeiten weitere Institutionen wie die Bundesanstalt für
Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die DBE TECHNOLOGY GmbH, das
Institut für Nukleare Entsorgung (INE) des Karlsruher Instituts für
Technologie und das Institut für Gebirgsmechanik GmbH (IfG) in Leipzig an der
Analyse mit. Hinzu kommen weitere Unterauftragnehmer wie Dr. Bruno
Thomauske. Nach seinem Ausscheiden aus dem BfS im Jahr 2003 war
Dr. Bruno Thomauske Leiter des Geschäftsbereichs Atomkraftwerke bei der
Vattenfall Europe AG, bis es bei der Kommunikation zu den
Reaktorschnellabschaltungen der Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel zu Pannen und
infolgedessen zur Entlassung Dr. Bruno Thomauskes kam. Nicht zuletzt
deshalb gilt Dr. Bruno Thomauske als umstrittene Figur der deutschen
Atompolitik (vgl. beispielsweise „Thomauskes Baustellen“, Frankfurter Allgemeine,
FAZ.NET vom 16. Juli 2007 und „Vatten-Stör-Fall“, Neue Osnabrücker
Zeitung vom 14. Juli 2007).
In seinem 2004 in der Zeitschrift „Die Atomwirtschaft“ erschienenen Artikel
„Wege zur Endlagerung radioaktiver Abfälle in der Bundesrepublik
Deutschland“ stellte Dr. Bruno Thomauske als bereits vorliegendes Ergebnis der
bisherigen Erkundung Gorlebens fest: „Der Hauptanhydrit liegt zerblockt vor.
Die isolierten Laugenvorkommen in den Hauptanhydritschollen weisen keine
Verbindung zum Salzspiegel oder zum Deckgebirge auf“. Ausweislich der
Äußerungen des BMU soll dagegen erst die weitere Erkundung Aufschluss Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und
Reaktorsicherheit vom 17. August 2011 übermittelt.
Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.
Drucksache 17/6817 – 2 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodegeben, ob diese potentiellen Wegsamkeiten für radioaktive Stoffe tatsächlich
auszuschließen sind.
Des Weiteren vertrat Dr. Bruno Thomauske in dieser Publikation die
Auffassung, dass zur Eignungsbewertung keine weiteren Erkundungsarbeiten mehr
notwendig sind, sondern nur noch zur Ermittlung der
Einlagerungskapazitäten: „Der Eignungsnachweis, ob der Standort für hochradioaktive,
wärmeentwickelnde Abfalle geeignet ist, könnte schon heute erfolgen. Dann bliebe
(durch Umfahrung und Untersuchung der Erkundungsbereiche 3, 5, 7 und 9)
noch zu klären, ob die nordöstliche Hälfte des Salzstockes zur Aufnahme
sämtlicher Abfälle aus der friedlichen Nutzung der Kernenergie der
Bundesrepublik Deutschland hinreichend ist.“
Nach Vorlage der vorläufigen Sicherheitsanalyse Gorleben (im Weiteren auch
kurz Analyse) soll diese laut o. g. BMU-Pressemitteilung einem
internationalen Peer Review unterzogen werden.
Zu Auftrag, Verfahren und den Beteiligten
1. Wie genau lautet der Auftrag, den das BMU der GRS für die Durchführung
der vorläufigen Sicherheitsanalyse Gorleben erteilt hat (genauer Wortlaut
bitte), wann wurde der Auftrag erteilt, und wann begann und endet der
Bearbeitungszeitraum?
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
(BMU) hat auf der Grundlage der Rahmenvereinbarung des BMU mit der
Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) vom 2. März 2005 die
GRS mit der Bearbeitung des Forschungsvorhabens „Vorläufige
Sicherheitsanalyse für den Standort Gorleben“ mit folgender Aufgabenstellung beauftragt:
● Durchführung einer vorläufigen Sicherheitsanalyse mit Schwerpunkt
Langzeitsicherheit, d. h. es ist nachvollziehbar darzulegen, ob und gegebenenfalls
unter welchen Bedingungen ein sicheres Endlager am Standort möglich ist,
● Entwicklung eines optimierten Endlagerkonzeptes unter Berücksichtigung
der betrieblichen Sicherheit und
● Feststellung des noch notwendigen zukünftigen Untersuchungs- und
Erkundungsbedarfs.
Das Forschungsvorhaben beinhaltet die Entwicklung wissenschaftlicher Prüf-
und Bewertungsmethoden anhand konkreter Standortdaten und -verhältnisse.
Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage, ob und ggf. unter welchen
Bedingungen am Standort Gorleben ein Endlager für hochradioaktive Abfälle
und ausgediente Brennelemente sicher betrieben und langzeitsicher
verschlossen werden kann. In dem Forschungsvorhaben zur Durchführung der
vorläufigen Sicherheitsanalyse Gorleben wird das BMU sämtliche vorhandenen
Erkenntnisse über den Salzstock und die Ergebnisse über die bisherige
Erkundung zusammenfassen lassen. Die Prüfungen im Rahmen eines
Planfeststellungsverfahrens werden dadurch nicht vorweggenommen.
Der Vertrag wurde am 15. Juli 2010 vom BMU und am 27. Juli 2010 von der
GRS unterschrieben. Die Vertragslaufzeit begann am 1. Juli 2010 und endet
zum 31. Dezember 2012.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 3 – Drucksache 17/68172. Erfolgte die Vergabe an die GRS als Ergebnis einer öffentlichen
Ausschreibung?
Falls nein, weshalb (bitte ausführliche Angabe der Gründe) erfolgte die
Vergabe freihändig?
Die Aufgabenstellung des Vorhabens liegt im Geltungsbereich der
Rahmenvereinbarung des BMU mit der GRS vom 2. März 2005. Die GRS ist auf der
Grundlage der Rahmenvereinbarung mit der Wahrnehmung dieser Aufgabe
beauftragt.
3. Welchen finanziellen Umfang hat der Auftrag zur vorläufigen
Sicherheitsanalyse Gorleben an die GRS?
Das Auftragsvolumen für die vorläufige Sicherheitsanalyse beträgt insgesamt
bis zu 8 966 950,57 Euro (Preisobergrenze).
4. Wie viele Personen arbeiten insgesamt im Rahmen des BMU-Auftrags,
weiterer Unteraufträge oder anderweitig an der vorläufigen
Sicherheitsanalyse Gorleben mit?
Im Vorhaben arbeiten insgesamt knapp 80 Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler der GRS und ihrer Projektpartner mit. Da für die Bearbeitung der
vorläufigen Sicherheitsanalyse spezialisiertes Fachwissen unterschiedlicher
Disziplinen notwendig ist, hat die GRS verschiedene Partner in das Projekt
eingebunden. Dazu zählen:
Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), die DBE
TECHNOLOGY GmbH, das Institut für Aufbereitung, Deponietechnik und
Geomechanik der TU Clausthal, das Institut für Endlagerforschung der TU
Clausthal, das Institut für Gebirgsmechanik GmbH (IfG), das Institut für
Sicherheitstechnologie (ISTec), das Karlsruher Institut für Technologie/Institut
für Nukleare Entsorgung (KIT/INE), die international nuclear safety
engineering GmbH (nse; Zusammenschluss mehrerer Institute der RWTH Aachen), das
Institut für Atmosphäre und Umwelt (IAU) der Universität Frankfurt sowie die
T-Systems Solutions for Research GmbH. Der GRS bzw. den eingebundenen
Partnern obliegt jeweils allein die Auswahl ihrer Mitarbeiter, die an dem
Vorhaben arbeiten.
5. Welche Personen sind dies im Einzelnen (bitte Übersicht mit Zuordnung
zur jeweiligen Institution/Organisation)?
Auf die Antwort zu Frage 4 wird verwiesen.
6. Welche Unteraufträge für die vorläufige Sicherheitsanalyse Gorleben gibt
es (bitte mit Angabe von Datum, Auftragnehmer, wesentlichem
Auftragsgegenstand, Bearbeitungszeitraum und finanziellem Umfang)?
Auf die Anlage 1 wird verwiesen.
Drucksache 17/6817 – 4 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode7. Wie ist die Arbeit zur Erstellung der vorläufigen Sicherheitsanalyse
Gorleben strukturell gegliedert?
Ist die Bundesregierung bereit, dem Parlament entsprechende
Originalunterlagen zu übermitteln, und wenn nein, wie gedenkt sie anderweitig
Vertrauen in die Ergebnisoffenheit der Beratungen herzustellen?
a) Das Projekt „Vorläufige Sicherheitsanalyse Gorleben“ ist in 14
Arbeitspakete (AP) gegliedert, die inhaltlich aufeinander aufbauen (siehe auch
Strukturplan in Anlage 2).
Diese sind im Einzelnen:
● AP 1: Projektkoordination
● AP 1: Geowissenschaftliche Standortbeschreibung und Langzeitprognose
● AP 3: Abfallspezifikation und Mengengerüst
● AP 4: Sicherheits- und Nachweiskonzept
● AP 5: Endlagerkonzept
● AP 6: Endlagerauslegung und -optimierung
● AP 7: FEP-Katalog (Features, Events, Processes)
● AP 8: Szenarienentwicklung
● AP 9: Integritätsanalysen
● AP 10: Analyse Freisetzungsszenarien
● AP 11: Bewertung Human Intrusion
● AP 12: Bewertung der Betriebssicherheit
● AP 13: Bewertung der Ergebnisse
● AP 14: Empfehlungen für zukünftige Forschung/Erkundung
b) Die Arbeitsergebnisse der vorläufigen Sicherheitsanalyse werden in
Berichtsform auf der Internetseite der GRS „Vorläufige Sicherheitsanalyse
Gorleben“
www.vsg.grs.de veröffentlicht. Hier werden
allgemeinverständlich auch Ziele und Struktur der vorläufigen Sicherheitsanalyse beschrieben
und die Institutionen vorgestellt, die im Unterauftrag der GRS arbeiten. Eine
Veröffentlichung der im Rahmen der vorläufigen Sicherheitsanalyse
erstellten Berichte ist zusätzlich auf der Internetseite
www.gorlebendialog.de
vorgesehen. Die Arbeitsgrundlagen (Berichte und Veröffentlichungen), auf
denen die Arbeit der vorläufigen Sicherheitsanalyse fachlich aufbaut,
werden auf der Internetseite
www.gorlebendialog.de zitiert.
8. Wie ist die Arbeit innerhalb der an der vorläufigen Sicherheitsanalyse
Gorleben beteiligten Institutionen und Personen strukturell aufgeteilt (bitte
auch aufführen, welche Institutionen/Personen für das Zusammenführen
der Einzelbeiträge zum Gesamtbericht und ggf. für die Formulierung von
Schlussfolgerungen verantwortlich sind)?
a) Die verschiedenen am Vorhaben der vorläufigen Sicherheitsanalyse
beteiligten Institutionen arbeiten gemäß ihrer jeweiligen fachlichen Kompetenzen
und Erfahrungen in den verschiedenen Arbeitspaketen in unterschiedlichen
Konstellationen mit. Im Einzelnen wirken folgende Institutionen in
folgenden Arbeitspaketen mit:
● AP 1: GRS
● AP 2: BGR, nse
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 5 – Drucksache 17/6817● AP 3: GRS, ISTec, nse
● AP 4: GRS
● AP 5: DBE TECHNOLOGY, nse, GRS
● AP 6: DBE TECHNOLOGY, nse, GRS
● AP 7: GRS, DBE TECHNOLOGY, BGR, IfG, nse
● AP 8: GRS, BGR, DBE TECHNOLOGY
● AP 9: GRS, IfG, BGR, DBE TECHNOLOGY
● AP 10: GRS, KIT-INE, Univ. Frankfurt
● AP 11: GRS
● AP 12: GRS, ISTec, nse
● AP 13: GRS
● AP 14: GRS, BGR, DBE TECHNOLOGY, nse
Darüber hinaus führen zwei Institute der TU Clausthal (Institut für
Aufbereitung, Deponietechnik und Geomechanik der TU Clausthal sowie Institut für
Endlagerforschung) einen internen Review der Ergebnisberichte durch.
b) Für die Zusammenführung (Synthese) der einzelnen Arbeitsergebnisse und
die Formulierung von Schlussfolgerungen ist allein die GRS verantwortlich
(AP 13 Bewertung der Ergebnisse). Auch das Projektmanagement (AP 1)
und die Vorgabe eines für die vorläufige Sicherheitsanalyse verbindlichen
Sicherheits- und Nachweiskonzepts (AP 4) obliegt allein der GRS. Vor der
Veröffentlichung der Arbeitspaketberichte der Unterauftragnehmer werden
diese durch die Projektleitung intern überprüft. Die Verantwortung für die
Berichte liegt letztlich bei der GRS.
9. Was sind aus Sicht des BMU jeweils die wesentlichen Tätigkeiten/
Arbeiten/Publikationen, die die wissenschaftliche Qualifikation der an der
Analyse mitwirkenden Personen hinsichtlich des von ihnen bearbeiteten
Bereichs darstellen?
Die Auswahl der Personen und Unterauftragnehmer erfolgt nach fachlichen
Gesichtspunkten in Eigenverantwortung der GRS. Kriterien für die Einbindung
von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern innerhalb der GRS waren
Fachkompetenz, langjährige Erfahrung auf dem jeweiligen Arbeitsgebiet sowie
freie Arbeitskapazitäten. Den Unterauftragnehmern der GRS obliegt die
Auswahl ihrer Mitarbeiter, die an dem Vorhaben arbeiten, selbst.
10. Welche Unteraufträge hat die GRS selbstständig vergeben, welche in
Abstimmung mit dem BMU?
Nach welchen Kriterien wurden die Unteraufträge im Einzelnen
vergeben?
a) Die Einbindung der BGR sowie der GRS-Unterauftragnehmer DBE TECH-
NOLOGY, NSE, ISTec, IfG, KIT-INE, Dr. B. Baltes (freier Mitarbeiter der
GRS), der Universität Frankfurt, der Technischen Universität Clausthal
sowie T-Systems Solutions wurde von der GRS vertragsgemäß in
Abstimmung mit dem BMU vorgenommen.
b) Die Kriterien für die Einbindung von Institutionen im Unterauftrag der GRS
waren Fachkompetenz, langjährige Erfahrungen auf dem jeweiligen Fach-
Drucksache 17/6817 – 6 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodegebiet sowie Qualität und Umfang in der Vergangenheit durchgeführter
Studien/Untersuchungen zum Standort Gorleben bzw. zu Salzbergwerken (z. B.
Untertage Deponien) sowie zu sicherheitsrelevanten Fragestellungen der
Endlagerung radioaktiver Abfälle (insb. wärmeentwickelnder) allgemein
und die Wirtschaftlichkeit der Unterauftragsbearbeitung.
11. In welcher Weise konkret (Arbeitsgruppen, Kenntnisnahme von
Berichten etc.) sind
a) das BMU,
b) das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi),
c) das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und
d) das BfS
an der Durchführung der vorläufigen Sicherheitsanalyse Gorleben
beteiligt (inkl. der Formulierung und Vergabe der von der GRS vergebenen
Unteraufträge)?
Weder das BMWi, das BMBF noch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
waren oder sind an der Durchführung der vorläufigen Sicherheitsanalyse
Gorleben (VSG) bzw. an der Formulierung und Vergabe der von der GRS
vergebenen Unteraufträge beteiligt.
Das BMU sorgt für eine Koordinierung der Arbeiten der GRS zur vorläufigen
Sicherheitsanalyse und den Erkundungsarbeiten des BfS. Hierzu wird das BfS
vom BMU zur Teilnahme an den Projektgesprächen zur vorläufigen
Sicherheitsanalyse (bislang acht) und von der GRS zur Teilnahme an den Workshops
zur vorläufigen Sicherheitsanalyse (bislang zwei) eingeladen. In Einzelfällen
werden Vertreter des BfS zu Fachgesprächen zu einzelnen Fachthemen der
vorläufigen Sicherheitsanalyse eingeladen. Das BMWi ist durch die Teilnahme an
den Projektgesprächen in die Arbeiten einbezogen.
12. Waren BMWi, BMBF oder das BfS an der Formulierung des BMU-
Auftrags an die GRS beteiligt?
Nein.
Speziell zum Vorläufige-Sicherheitsanalyse-Gorleben-Experten Dr. Bruno
Thomauske und zur Ergebnisoffenheit der Vorläufigen Sicherheitsanalyse
13. Weshalb hat das BMU bei Dr. Bruno Thomauske in der BMU-
Pressemitteilung vom 5. August 2010 dessen Qualifikation zu Gorleben
hervorgehoben („Prof. Thomauske war jahrelang als leitender Mitarbeiter des
BfS für das Projekt Gorleben verantwortlich und ist daher einer der
größten Wissensträger über diesen Standort“) und bei allen übrigen Personen
und Institutionen nicht?
Die Mitwirkung von Prof. Dr. Bruno Thomauske an der vorläufigen
Sicherheitsanalyse wurde in der Öffentlichkeit thematisiert.
14. Welche wissenschaftlichen Publikationen von Dr. Bruno Thomauske
nach seinem Ausscheiden beim BfS sprechen aus Sicht der
Bundesregierung für seine wissenschaftliche Qualifikation im Zusammenhang mit der
vorläufigen Sicherheitsanalyse Gorleben?
Die Qualifikation von Prof. Dr. Bruno Thomauske ergibt sich aus seinen
früheren Tätigkeiten für das BfS.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 7 – Drucksache 17/681715. Handelt es sich nach Einschätzung der Bundesregierung bei der 2004 von
Dr. Bruno Thomauske geäußerten Feststellung zum Anhydrit (vgl.
Präambel) um eine Fehleinschätzung, und welche Erkenntnisse des BMU
führen zu der Einschätzung, dass weitere Erkundungsarbeiten notwendig
sind, um das geologisch wirksame Einschlusspotential im Anhydrit
hinreichend bewerten zu können?
16. Welcher Erkundungsbedarf besteht nach Einschätzung der
Bundesregierung weiterhin, bevor die Eignung Gorlebens nachgewiesen werden
kann, und wann ist mit abschließenden Ergebnissen für die nordöstliche
Hälfte des Salzstocks zu rechnen?
Die Fragen 15 und 16 werden wegen ihres Sachzusammenhangs gemeinsam
beantwortet.
Die Äußerungen von Prof. Dr. Bruno Thomauske können sich nur auf den bis
zu dem damaligen Zeitpunkt erkundeten Bereich bezogen haben. Wie weit
diese auf den gesamten Erkundungsbereich übertragen und als gesichert
bezeichnet werden können, müssen die Ergebnisse der Erkundungsarbeiten des
BfS in Zukunft zeigen.
Es besteht Erkundungsbedarf über den geologischen Aufbau und den
Stoffbestand des Salzstocks. Diese Informationen und Daten werden für die
Durchführung von Sicherheitsanalysen für ein Endlager sowie für die Erstellung einer
Endlagerplanung benötigt. Erkundungsschwerpunkte sind u. a., die genaue
Ausdehnung der einschlusswirksamen Steinsalzbereiche festzustellen sowie
Vorkommen von Salzlösungen als Reste des Zechsteinmeeres und
Kohlenwasserstoffe im Salzgebirge sowie mögliche Wegsamkeiten zu untersuchen
und sicherheitlich zu bewerten. Einen wesentlichen Beitrag hierzu liefern die
wissenschaftlichen Ergebnisse der vorläufigen Sicherheitsanalyse Gorleben.
Der wissenschaftliche Charakter der Arbeiten der vorläufigen
Sicherheitsanalyse wird richtungweisende Erkenntnisse für die Planung und
Nachweisführung in einem zukünftigen Genehmigungsverfahren (inkl. Sicherheitsanalyse)
liefern und damit auch den zukünftigen Erkundungsbedarf mit vorgeben. Erst
nach Abschluss der Arbeiten der vorläufigen Sicherheitsanalyse und dem
anschließenden Peer-Review-Verfahren kann eine Prognose zum Salzstock
Gorleben hinsichtlich der Einlagerung radioaktiver Abfälle gegeben werden.
Der Hauptanhydrit begrenzt das für die Einlagerung vorhergesehene Hauptsalz
und kann größere, wenn auch isolierte, Lösungseinschlüsse enthalten. Daher
sieht das Konzept vor, zwischen den Einlagerungsbereichen (Hauptsalz) und
dem Hauptanhydrit einen genügend großen Abstand einzuhalten.
Bisherige Erkundungsergebnisse haben auch gezeigt, dass der Hauptanhydrit in
der erwarteten Zerblockung in isolierten Schollen vorliegt und damit nach
derzeitigem Erkundungsstand keine potenziellen Wegsamkeiten darstellen würde.
17. Teilt die Bundesregierung die Auffassung der Fragesteller, dass die
berufliche Tätigkeit beim Atomkraftwerksbetreiber Vattenfall und die
Feststellungen von Dr. Bruno Thomauske zu Gorleben die Glaubwürdigkeit
der ergebnisoffenen Prüfung des Standorts Gorleben durch das BMU
stark einschränken?
Weshalb hält die Bundesregierung trotzdem an der Beteiligung von
Dr. Bruno Thomauske an der Analyse fest, obgleich
Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen für Vertrauen in die Ergebnisoffenheit der
vorläufigen Sicherheitsanalyse Gorleben wirbt?
Bei der vorläufigen Sicherheitsanalyse Gorleben handelt es sich um ein
wissenschaftliches Projekt, welches von ca. 80 Wissenschaftlern und kompetenten
Drucksache 17/6817 – 8 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiodewissenschaftlichen Institutionen als Projektpartner bearbeitet wird. Die
Bearbeiter sind dabei den wissenschaftlichen Grundsätzen verpflichtet.
Im Übrigen wird auf die Antworten zu den Fragen 4, 8 und 14 verwiesen.
Zum Zeitrahmen und Analysegegenstand
18. Welcher Zeitplan ist für die Durchführung der Analyse vorgesehen?
Was sind dabei die wesentlichen Meilensteine?
Zum Zeitrahmen für die Durchführung der vorläufigen Sicherheitsanalyse:
Siehe Antwort zu Frage 1. Die wesentlichen Meilensteine (Berichte an BMU)
bei der Bearbeitung der vorläufigen Sicherheitsanalyse sind in Anhang 3
aufgelistet.
19. Welche Zwischenergebnisse und Berichte sollen voraussichtlich bis wann
erstellt und wann veröffentlicht werden?
Siehe Anlage 3.
20. Für welche Arten von Atommüll wird die vorläufige Sicherheitsanalyse
Gorleben durchgeführt?
Wird sie insbesondere auch für andere Arten als hochradioaktive,
wärmeentwickelnde Abfälle durchgeführt, und falls ja, weshalb?
Folgende Arten radioaktiver Abfälle werden in der vorläufigen
Sicherheitsanalyse berücksichtigt:
Wärmeentwickelnde Abfälle
● Bestrahlte Brennelemente aus Leistungsreaktoren (direkte Endlagerung)
● Radioaktive Abfälle aus den Wiederaufarbeitungsanlagen im Ausland sowie
aus der Wiederaufarbeitung in Karlsruhe
● Abfälle aus Prototyp- und Forschungsreaktoren
● Verpresste Strukturteile aus der endlagergerechten Konditionierung
bestrahlter Brennelemente zur direkten Endlagerung
Vernachlässigbar wärmeentwickelnde Abfälle
Aus dem Betrieb der unterschiedlichen kerntechnischen Anlagen fallen
radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung an, die
möglicherweise nicht im Endlager Konrad eingelagert werden können. Hierzu könnten
z. B. gehören:
● Graphithaltige Abfälle
● Mengen an Urantails (abgereichertes Uran) aus der Urananreicherung
Im Rahmen einer Optionenbetrachtung soll aus sicherheitstechnischer Sicht
geprüft werden, ob und ggf. unter welchen Bedingungen derartige Abfälle
zusätzlich zu den wärmeentwickelnden Abfällen im Salzstock Gorleben
endgelagert werden können.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 9 – Drucksache 17/681721. Welche Mengen welcher Art von Atommüll werden der Analyse
zugrunde gelegt?
Wie werden diese hergeleitet?
Für wärmeentwickelnde radioaktive Abfälle wird die Gesamtmenge der in
Deutschland bereits angefallenen und während der Restlaufzeit der
Kernkraftwerke noch anfallenden Abfälle dieser Art zugrunde gelegt. Für radioaktive
Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung erfolgt eine Schätzung.
Im Übrigen wird auf die Antwort zu Frage 20 verwiesen.
22. Für welche Arten von Atommüll gilt der aktuell geltende
Rahmenbetriebsplan für die Erkundung des Salzstocks Gorleben?
Der aktuell geltende Rahmenbetriebsplan „Untertägige Erkundung des
Salzstockes Gorleben“ bezieht sich auf Tätigkeiten zur Erkundung des Salzstocks
Gorleben. Es sollen Daten und Erkenntnisse über den Aufbau des Salzstocks
und insbesondere die Qualität des Salzes gewonnen werden. Die in dem
Rahmenbetriebsplan vorgesehenen und zugelassenen Arbeiten haben keinen Bezug
zu den Abfallarten.
Zum Peer Review der Analyse
23. Welcher Zeitplan und welches Verfahren sind nach aktuellem Stand für
das Peer Review der Analyse vorgesehen?
Das Peer-Review-Verfahren soll nach jetziger Planung Mitte 2012 mit der
Antragstellung beginnen, von Januar 2013 bis September 2013 durchgeführt und
von Oktober 2013 bis Dezember 2013 ausgewertet und die Ergebnisse
veröffentlicht werden.
24. Sofern die Auswahl bereits getroffen wurde, aus welchen Personen soll
die Peer Review Group für die vorläufige Sicherheitsanalyse Gorleben
bestehen?
Die Auswahl wurde noch nicht getroffen.
25. Sofern die Auswahl bereits getroffen wurde, wer hat über die
Zusammensetzung der Peer Review Group entschieden, und welche Stellen und
Institutionen waren im Vorfeld dieser Entscheidung daran wie beteiligt?
Auf die Antwort zu Frage 24 wird verwiesen.
26. Sofern die Auswahl bereits getroffen wurde, nach welchen Kriterien
wurden die Personen jeweils ausgewählt, und was waren jeweils die
ausschlaggebenden Gründe für ihre Auswahl?
Auf die Antwort zu Frage 24 wird verwiesen.
Drucksache 17/6817 – 10 – Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode27. Sofern die Auswahl der Personen bereits getroffen wurde, welche
konkreten Erfahrungen und Endlagerprojekte mit dem Wirtsmedium Salz
liegen in den jeweiligen Ländern vor, aus denen die einzelnen Mitglieder
der Peer Review Group stammen?
Auf die Antwort zu Frage 24 wird verwiesen.
28. Falls die Zusammensetzung der Peer Review Group noch nicht
entschieden ist,
a) aus wie vielen Personen soll sie insgesamt bestehen,
b) wer wählt sie in welchem Verfahren und nach welchen Kriterien aus,
c) welche Personen sind bereits angefragt worden,
d) welche Personen sollen nach aktuellem Stand angefragt werden,
Es ist noch nicht entschieden, welche Organisation das Peer-Review-Verfahren
durchführt. Infrage kommen z. B. die EU, die IAEA oder die OECD/NEA.
Nicht das BMU, sondern die durchführende Organisation entscheidet, wie die
Peer-Review-Group zusammengesetzt wird und aus wie vielen Personen sie
besteht. Bisher wurden keine Personen angefragt, da noch nicht geklärt ist, wer
das Peer-Review-Verfahren durchführt.
e) welche Mitbestimmung für Parlament und/oder Öffentlichkeit ist
hinsichtlich der Zusammensetzung der Peer Review Group seitens des
BMU vorgesehen?
Das BMU plant, im Dialogprozess Gorleben ein Vertrauensgremium
einzurichten, das unter anderem über Gestaltung und Inhalt des Peer-Review-Verfahrens
mitentscheiden soll. Die Entscheidung, wie die Peer-Review-Group besetzt
wird, bleibt der durchführenden Organisation vorbehalten, damit die
Unabhängigkeit des Testats vom Auftraggeber gewährleistet ist.
f) falls nicht geplant ist, einen Vorschlag vor der
Besetzungsentscheidung öffentlich zu diskutieren, weshalb nicht, und wie soll auf
anderen Wegen Vertrauen in die Unvoreingenommenheit der Experten
hergestellt werden?
Auf die Antworten zu den Fragen 28a bis 28e wird verwiesen.
29. Plant das BMU, Dr. Klaus Kühn am Peer Review zu beteiligen, und
welche Gründe sprechen aus Sicht des BMU dafür?
Auf die Antworten zu den Fragen 24 und 28 wird verwiesen.
30. Falls die Frage, ob Dr. Klaus Kühn beteiligt wird, zum jetzigen Zeitpunkt
noch nicht abschließend beantwortet werden kann, gibt es aus Sicht des
BMU Gründe, die gegen eine Beteiligung von Dr. Klaus Kühn am Peer
Review sprechen, und wenn ja, welche?
Auf die Antworten zu den Fragen 24 und 28 wird verwiesen.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 11 – Drucksache 17/6817Anlage 1: Unteraufträge der GRS incl. Basisdaten
DBE TECHNOLOGY GmbH
Wesentlicher Auftragsgegenstand: DBE TECHNOLOGY ist in folgende
Arbeitspakete (AP) eingebunden:
● AP 5 Endlagerkonzept als Leiter und maßgebliche Verantwortliche dieses
Arbeitspakets
● AP 6 Endlagerauslegung und -Optimierung als Leiter und maßgebliche
Verantwortliche dieses Arbeitspakets
● AP 7 FEP-Katalog
● AP 8 Szenarienentwicklung
● AP 9.1.2/9.2.2 Integritätsnachweis/Integritätsprüfung der geotechnischen
Barrieren als Leiter und maßgebliche Verantwortliche dieses Unter-
Arbeitspakets
● AP 14 Empfehlungen
International Nuclear Safety Engineering (nse) GmbH
Wesentlicher Auftragsgegenstand: nse GmbH ist in folgende Arbeitspakete
(AP) eingebunden:
● AP 2 Grundlagen/ Standortcharakterisierung und Geowissenschaftliche
Standortprognose
AP 3 Abfallspezifikation und Mengengerüst/vernachlässigbar
wärmeentwickelnde Abfälle
AP 6 Endlagerauslegung und -Optimierung/Kritikalitätsausschluss
AP 7 FEP-Katalog
AP 12 Bewertung der Betriebssicherheit
AP 14 Empfehlungen
Institut für Nukleare Entsorgung (INE) des Karlsruher Instituts für Technologie
(KIT)
Wesentlicher Auftragsgegenstand: KIT/INE ist in folgende Arbeitspakete (AP)
eingebunden:
● AP 7 FEP-Katalog
● AP 10 Analyse der Freisetzungsszenarien und Konsequenzenanalyse
Institut für Gebirgsmechanik (IfG) GmbH
Wesentlicher Auftragsgegenstand: IfG ist in folgende Arbeitspakete (AP)
eingebunden:
● AP 7 FEP-Katalog
● AP 9.1.1/9.2.1 Integritätsnachweis/Integritätsprüfung der geologischen
Barriere
Drucksache 17/6817 – 12 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeDr. B. Baltes
Wesentlicher Auftragsgegenstand: Dr. B. Baltes ist in folgende Arbeitspakete
(AP) eingebunden:
● AP 1 Projektkoordination, insbesondere: Projektbegleitung, Beratung,
Qualitätssicherung, Unterstützung der Projektleitung
Technische Universität Clausthal (1):
Wesentlicher Auftragsgegenstand:
Die TUC führt ein internes Review der Ergebnisberichte der vorläufigen
Sicherheitsanalyse durch.
Technische Universität Clausthal (2):
Wesentlicher Auftragsgegenstand:
Es werden laborative und numerische Untersuchungen zur Salzgrus-
Kompaktion durchgeführt, um wesentliche Forschungsfragen in der vorläufigen
Sicherheitsanalyse durch Versuche zu klären.
Institut für Sicherheitstechnologie (ISTec) GmbH
Wesentlicher Auftragsgegenstand: ISTec ist in folgende Arbeitspakete (AP)
eingebunden:
● AP 3 Abfallspezifikation und Mengengerüst
● AP 12 Bewertung der Betriebssicherheitinsbesondere: Review, Beratung
und begleitende Qualitätssicherung
Goethe Universität Frankfurt am Main (1)– Institut für Atmosphäre und
Umwelt
Wesentlicher Auftragsgegenstand:
Prof. W. Püttmann übernimmt aufgrund aktuell aufgetretenen Klärungsbedarfs
Literaturrecherchen und Konsequenzenabschätzungen zum Auftreten von
Kohlenwasserstoffen im Salzstock Gorleben.
Goethe Universität Frankfurt am Main (2)– Institut für Atmosphäre und
Umwelt
Wesentlicher Auftragsgegenstand:
Das Institut für Atmosphäre und Umwelt übernimmt Laboruntersuchungen an
Bohrkernen aus dem Salzstock Gorleben, um im Zuge der aktuell aufgetretenen
Kohlenwasserstoffproblematik wesentliche Forschungsfragen in der
vorläufigen Sicherheitsanalyse durch Versuche zu klären.
T-Systems Solutions for Research GmbH (1)
Wesentlicher Auftragsgegenstand:
T-Systems Solutions for Research erbringt im Zuge des Unterauftrags
IT- Dienstleistungen, insbesondere die Einrichtung und Betreuung eines
internen Kooperations- und Dokumentationsportals über das Internet.
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 13 – Drucksache 17/6817T-Systems Solutions for Research GmbH (2)
Wesentlicher Auftragsgegenstand:
Im Zuge des Unterauftrags an T-Systems Solutions for Research war die
Erbringung von IT-Dienstleistungen, insbesondere die Einrichtung und das
Hosting einer Internetpräsenz der vorläufigen Sicherheitsanalyse, vorgesehen.
Weitere Kooperationen:
Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
Neben den Unterauftragnehmern wurde die Bundesanstalt für
Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) als nachgeordnete Behörde des BMWi fachlich in die
vorläufige Sicherheitsanalyse (VSG) eingebunden.
Die BGR arbeitet an folgenden Arbeitspaketen (AP) mit:
● AP 2 Grundlagen, insbesondere Standortcharakterisierung und
Geowissenschaftliche Standortprognose als Leiter und maßgebliche Verantwortliche
dieses Arbeitspakets
● AP 7 FEP-Katalog
● AP 8 Szenarienentwicklung
● AP 9 Integritätsanalyse, insbesondere Integritätsanalyse der geologischen
Barriere
● AP 14 Empfehlungen, insbesondere Empfehlungen zum ergänzenden
Erkundungsbedarf
Überblick der Unteraufträge mit Vertragslaufzeiten und
Gesamtvertragssummen
Unterauftragnehmer von bis Summe brutto
DBE TECHNOLOGY 01.07.2010 31.12.2012 1 961 700,72 €
nse 01.07.2010 31.12.2012 806 820,00 €
KIT/INE 01.01.2011 31.12.2011 202 300,00 €
IfG 01.07.2010 31.12.2012 775 068,42 €
Dr. B. Baltes 01.07.2010 31.12.2011 76 533,42 €
TU Clausthal (1) 01.07.2010 31.12.2012 157 318,00 €
TU Clausthal (2) 01.03.2011 30.09.2011 48 804,28 €
ISTec 01.07.2010 31.12.2011 53 200,00 €
Uni Frankfurt (1) 01.04.2011 31.12.2011 10 040,00 €
Uni Frankfurt (2) 01.04.2011 31.12.2011 12 316,50 €
SfR (1) 01.07.2010 31.12.2012 13 804,00 €
SfR (2) 01.12.2010 31.12.2012 10 257,80 €
Übersetzer 5 950,00 €
Summe 4 134 113,14 €
Drucksache 17/6817 – 14 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeAnlage 2: Vorläufige Sicherheitsanalyse Projektstrukturplan, Stand 20.07.2011
Deutscher Bundestag – 17. Wahlperiode – 15 – Drucksache 17/6817Anlage 3: Vorläufige Sicherheitsanalyse, Meilensteine ab 2011, Stand 20.07.2011
Datum Meilensteine AP 2 Geowissenschaftliche Standortcharakterisierung und Langzeitprognose
Ende November
2011
Bericht an BMU zur Qualität der Standortdaten
Ende September
2012
Abschlussbericht AP 2 in englischer Version an BMU
Datum Meilensteine AP 3 Abfallspezifikation und -mengengerüst
Ende Juli
2011
AP 3-Abschlussbericht an BMU
Ende September
2011
AP 3-Abschlussbericht in englischer Version an BMU
Ende März
2012
Optional: Berichts-Update, revidierter Abschlussbericht AP 3 in englischer Version
an BMU (Berücksichtigung Begrenzung KKW-Laufzeiten)
Datum Meilensteine AP 4 Sicherheits- und Nachweiskonzept
Ende Juni
2011
Bericht an BMU zum Sicherheits- und Nachweiskonzept (techn. Sicherheit)
Ende März
2012
AP 4-Abschlussbericht an BMU
Ende Juni
2012
AP 4-Abschlussbericht an BMU in englischer Version
Datum Meilensteine AP 5 Endlagerkonzept
Ende Juli
2011
AP 5-Bericht zum Initialkonzept Streckenlagerung an BMU (AP 5-Abschlussbericht)
Datum Meilensteine AP 6 Endlagerauslegung- und optimierung
Ende September
2012
AP 6-Abschlussbericht an BMU in englischer Version
Datum Meilensteine AP 7 FEP-Katalog
Ende September
2012
AP 7-Abschlussbericht an BMU und FEP-Katalog, englische Version
Drucksache 17/6817 – 16 – Deutscher Bundestag – 17. WahlperiodeDatum Meilensteine AP 8 Szenarienentwicklung
Ende September
2011
AP 8-Zwischenbericht an BMU zu Szenarien für die Modellrechnungen
(ISIBEL-Methode)
Ende September
2012
AP 8-Abschlussbericht an BMU (englische Version)
Datum Meilensteine AP 9a Integritätsanalyse geologische Barriere
Ende September
2012
AP 9a-Abschlussbericht an BMU (englische Version)
Datum Meilensteine AP 9b Integritätsanalyse geotechnische Barrieren
Ende September
2012
AP 9b-Abschlussbericht an BMU (englische Version)
Datum Meilensteine AP 10 Lösungstransportanalysen
Ende Okober
2012
AP 10-Abschlussbericht an BMU (englische Version)
Datum Meilensteine AP 11 Human Intrusion
Ende September
2011
Bericht an BMU zu stilisierten Szenarien
Ende September
2012
AP 11-Abschlussbericht an BMU (englische Version)
Datum Meilensteine AP 12 Betriebssicherheit
Ende November
2011
AP 12-Abschlussbericht an BMU
Ende Dezember
2011
AP 12-Abschlussbericht an BMU (englische Version)
Datum Meilensteine AP 13 (Sicherheitsaussage und Robustheitsbewertung) und 14
(Empfehlungen)
Ende Dezember
2012
AP 13-Abschlussbericht an BMU (englische Version)
Ende Dezember
2012
AP 14-Abschlussbericht an BMU (englische Version)Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
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ISSN 0722-8333]