[Deutscher Bundestag Drucksache 18/3956
18. Wahlperiode 04.02.2015
Kleine Anfrage
der Abgeordneten Kordula Schulz-Asche, Uwe Kekeritz, Maria Klein-Schmeink,
Elisabeth Scharfenberg, Dr. Harald Terpe, Dr. Franziska Brantner, Agnieszka
Brugger, Katja Dörner, Kai Gehring, Tom Koenigs, Peter Meiwald, Omid Nouripour,
Tabea Rößner, Claudia Roth (Augsburg), Ulle Schauws, Dr. Frithjof Schmidt, Doris
Wagner, Beate Walter-Rosenheimer und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Maßnahmen der Bundesregierung im Kampf gegen die Ebola-Epidemie
in Westafrika
Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Westafrika meldet die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) Erfolge: Die Zahl der Neuerkrankungen sei in allen drei
Ländern auf den niedrigsten Stand seit mehreren Monaten gefallen. Insgesamt
wurden in Westafrika bislang mehr als 21 000 Ebola-Fälle bekannt, von denen
mehr als 8 600 tödlich verliefen.
Ein Grund für die verbesserte Lage sei die inzwischen bessere Ausstattung mit
Isolierstationen und Krankenbetten. Theoretisch gäbe es in den drei Ländern
genug Betten auf Isolierstationen, um alle Menschen mit einer bestätigten oder
wahrscheinlichen Infektion zu behandeln, schreibt die WHO in ihrem
Situationsbericht. Durch die hohe Dunkelziffer und die ungleiche geografische
Verteilung von Fällen und Betten sei dieses Ziel in der Realität jedoch noch nicht
erreicht. Die Betten stehen nicht immer dort, wo sich die Krankheit am
schnellsten ausbreitet (
www.who.int/csr/disease/ebola/situation-reports/en/, zuletzt
eingesehen am 27. Januar 2015).
Die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ verweist derweil auf die Tatsache,
dass der Ebola-Erreger noch nicht unter Kontrolle sei und die Zahl der neuen
Fälle jederzeit wieder steigen könne. Einen Anlass zur Entwarnung sieht die
Hilfsorganisation deshalb nicht. Immer wieder würden Ebola-Fälle u. a. in
abgelegenen Gegenden registriert werden, aus denen bis dahin keine Infektionen
gemeldet worden waren. Zudem seien Gesundheitseinrichtungen dort oft nicht
in der Lage, die Fälle angemessen zu behandeln. Neben dem Bedarf an mobilen
Behandlungsmöglichkeiten müsse die Überwachung und Nachverfolgung von
Infektionswegen intensiviert werden. Erschwerend komme hinzu, dass nach wie
vor viele Menschen keinen Zugang zu regulärer, kostenloser
Gesundheitsversorgung haben. Viele Menschen sterben an vermeidbaren Krankheiten und
unbehandelten Komplikationen anderer Erkrankungen, so die Hilfsorganisation
weiter (
www.aerzte-ohne-grenzen.de/uebersicht-ueber-die-arbeit-von-aerzte-
ohnegrenzen-im-einsatz-gegen-ebola, zuletzt eingesehen am 27. Januar 2015).
Die internationale Hilfe und insbesondere das Engagement der Bundesregierung
waren nach Auffassung der Fragesteller bisher zu langsam und bruchstückhaft.
Anstatt schnell und koordiniert zu handeln, ließ die Bundesregierung ein
ressortübergreifendes Krisenmanagement vermissen. Die fehlende Kohärenz zwischen
den beteiligten Ministerien sowie die wochenlange Handlungsunfähigkeit der
Bundesregierung trugen zur Verzögerung der Hilfen in den betroffenen Ländern
bei. Viel zu spät beteiligte sich die Bundesregierung bei der Finanzierung und
dem Aufbau von Behandlungszentren vor allem in der Nähe städtischer
Ballungsräume. Mit zwei Transall-Maschinen der Bundeswehr werden derzeit im
Rahmen der VN-Mission UNMEER (United Nations Mission for Ebola
Emergency Response) Hilfsgüter aus Dakar in die Hauptstädte Liberias, Sierra
Leones und Guineas transportiert. Lediglich ein Ebola Treatment Center (ETC) wird
durch die Bundeswehr gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz betrieben.
Auch wenn die internationale Gemeinschaft Personal und Material in die
betroffenen Regionen entsendet hat, reicht die Hilfe vor Ort nach wie vor nicht aus.
Um die Ebola-Epidemie einzudämmen, braucht es weiterhin internationales
Engagement: Zukünftig werden vermehrt kleine Behandlungseinrichtungen, die
sich vergleichsweise schnell errichten ließen sowie mobile Einsatzteams
benötigt. Zudem gibt es weiterhin einen ungedeckten Bedarf an gut ausgebildeten
Freiwilligen, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort zu schulen,
Kontaktpersonen Infizierter ausfindig zu machen, die Erkrankten zu isolieren und zu
behandeln sowie die Bevölkerung aufzuklären. Des Weiteren bedarf es eines
besonderen Fokusʼ auf den Wiederaufbau der regulären Gesundheitsversorgung
(Ebola in Westafrika – Briefing von Ärzte ohne Grenzen, Stand 16. Januar 2015).
Wir fragen die Bundesregierung:
Deutschlands Hilfen vor Ort
1. Wie viele Ebola-Infizierte wurden bisher direkt durch die ehrenamtlichen
DRK-Helferinnen und DRK-Helfer und Angehörige der Bundeswehr, die
dem Aufruf der Bundesregierung gefolgt sind, behandelt, und welche
weiteren Maßnahmen plant die Bundesregierung, um die Behandlungszahlen zu
erhöhen?
2. Inwieweit passt die Bundesregierung ihre Hilfen den veränderten Bedarfen in
den betroffenen Ländern an, beispielsweise an kleineren
Behandlungseinrichtungen sowie mobilen Einsatzteams, die in den ländlichen, abgelegenen
Regionen schneller und flexibler zum Einsatz kommen können?
3. Gibt es aufgrund der divergierenden Entwicklungen (u. a. unterschiedliche
geografische Verteilung der Fallzahlen sowie das uneinheitliche Absinken
der Fallzahlen in den drei betroffenen Ländern) seitens der Bundesregierung
verschiedene gesundheits- und entwicklungspolitische Strategien für die
einzelnen betroffenen Länder Liberia, Guinea und Sierra Leone?
Wenn ja, welche?
Wenn nein, wieso nicht?
4. Bewertet die Bundesregierung die geplanten 31 Mio. Euro für das laufende
Haushaltsjahr 2015 für den Kampf gegen Ebola als ausreichend?
Gibt es Pläne, die Mittel aufzustocken?
5. Wie viel Material ist bisher durch die Bundeswehr zu Hilfszwecken im
Rahmen der Ebola-Hilfe transportiert worden?
6. Sind die Kapazitäten des Lufttransports von Hilfsgütern durch die
Bundeswehr ausgelastet, und wenn nein, warum nicht?
7. Sind Probleme im Rahmen dieses Lufttransports aufgetreten, und wenn ja,
welche?
8. Mussten Anfragen seitens der VN-Mission UNMEER zur Deckung des
Bedarfs an Lufttransportkapazitäten negativ beantwortet werden, und wenn ja,
warum?
9. Welchen Bedarf sieht die Bundesregierung zur Ausweiterung der
Kapazitäten des Lufttransports von Hilfsgütern?
10. Welche Möglichkeiten sieht die Bundesregierung, auch ländliche,
abgelegene Regionen mittels Lufttransport durch die Bundeswehr mit Hilfsgütern
zu versorgen?
Freiwillige Helferinnen und Helfer und ihre soziale Absicherung
11. Wie viele freiwillige Helferinnen und Helfer aus Deutschland sind nach
Kenntnis der Bundesregierung bisher in den von Ebola betroffenen
Gebieten im Einsatz (bitte nach Berufsgruppen und Entsendungsorganisation
aufschlüsseln)?
12. Plant die Bundesregierung darüber hinaus, weitere freiwillige Helferinnen
und Helfer in die betroffenen Gebiete zu entsenden, um den von „Ärzte ohne
Grenzen“ beklagten, zum Teil immer noch bestehenden ungedeckten Bedarf
an ausgebildeten Personal zu reduzieren?
13. Inwieweit wird die Bundesregierung der Forderung der Vereinten Nation
nachkommen, mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler,
beispielsweise vom Bernhardt-Nocht-Institut sowie vom Robert Koch-Institut, in die
betroffenen Gebiete zu entsenden?
14. Wie ist nach Kenntnis der Bundesregierung die berufliche Freistellung für
die ehrenamtlichen DRK-Helferinnen und DRK-Helfer im Rahmen des
humanitären Hilfseinsatzes geregelt?
15. Wie gestaltet sich nach Kenntnis der Bundesregierung die soziale
Absicherung (wie private Lebensversicherung, Einsatzentschädigung und
Arbeitsplatzsicherung) der zivilen freiwilligen DRK-Helferinnen und DRK-Helfer
im Infektions- oder Sterbefall, und gibt es Unterschiede zu der sozialen
Absicherung von den Bundeswehrsoldatinnen und Bundeswehrsoldaten
hinsichtlich versorgungsrechtlicher und finanzieller Aspekte?
16. Inwieweit ist nach Kenntnis der Bundesregierung die Nachsorge sowohl für
die freiwilligen DRK-Helferinnen und DRK-Helfer als auch die
Bundeswehrsoldatinnen und Bundeswehrsoldaten geregelt?
17. Wie viele freiwillige Soldatinnen und Soldaten sowie sogenannte
Unterstützungssoldatinnen und Unterstützungssoldaten (die, nach Angaben des
Bundesministeriums der Verteidigung, unter anderem die medizinische
Versorgung der freiwilligen Ebola-Helfer sicherstellen sollen und für die das
Prinzip der Freiwilligkeit nicht gelten solle, vgl.
www.tagesspiegel.de vom
3. Dezember 2014 „Bundeswehr schickt nicht nur Freiwillige“) sind bisher
im Einsatz (bitte nach Einsatzbereichen unterteilen)?
18. Warum gilt nach Einschätzung der Bundesregierung das Prinzip der
Freiwilligkeit bei den sogenannten Unterstützungssoldatinnen und
Unterstützungssoldaten nicht?
19. Teilt die Bundesregierung die Auffassung, dass die Entsendung der
Unterstützungssoldatinnen und Unterstützungssoldaten im Widerspruch zu der
Aussage der Bundesministerin der Verteidigung, Dr. Ursula von der Leyen,
vom 22. September 2014 steht, dass ausschließlich sich freiwillig meldende
militärische und zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bundeswehr
für einen humanitären Einsatz in den Ebola-Gebieten entsandt werden
sollen?
Falls nein, wie begründet sie das?
20. Inwieweit war die Ankündigung der Bundesverteidigungsministerin
Dr. Ursula von der Leyen im „Morgenmagazin der ARD“ am 22.
September 2014, einen Aufruf an die Freiwilligen der Bundeswehr zu
richten, mit dem Krisenstab des Auswärtigen Amtes abgestimmt?
21. Teilt die Bundesregierung die Auffassung, dass das Bewerbungs- und
Ausbildungsverfahren der freiwilligen Helferinnen und Helfer für den
humanitären Einsatz in den betroffenen Gebieten effektiver und effizienter gestaltet
worden wäre, wenn bereits vor dem Aufruf der
Bundesverteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen sowie des Bundesministers für Gesundheit
Hermann Gröhe klare Qualifikationsanforderungen sowie
Freistellungsregelungen und eine klare Rückholgarantie existiert hätten?
Wenn nein, warum nicht?
Ergänzende Hilfen
22. Inwieweit beteiligt sich die Bundesregierung am (Wieder-)Aufbau regulärer
Gesundheitsversorgung in den Krisenländern, und welche konkreten
Maßnahmen plant die Bundesregierung darüber hinaus, um die
Basisgesundheitsversorgung, wie den Zugang zu medizinischen Behandlungen,
Medikamenten und Impfungen sowie SRGR-Diensten (sexuelle und
reproduktive Gesundheit und Rechte – SRGR), wie Aufklärungsarbeit,
Familienplanung, Schwangerschaftsvorsorge, Geburtshilfe etc., in diesen Ländern
zukünftig sicherzustellen?
23. Inwieweit beteiligt sich die Bundesregierung an Präventions- bzw.
Aufklärungsarbeit der Bevölkerung in den betroffenen Gebieten, und welche
weiteren langfristigen Maßnahmen sind geplant?
24. Mit welchen konkreten Maßnahmen reagiert die Bundesregierung auf die
zunehmende Zahl von Waisenkindern aufgrund der Ebola-Seuche in den
betroffenen Ländern?
25. Inwieweit hat sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Kinder- und
Müttersterblichkeitsrate aufgrund mangelnder Schwangerschaftsvorsorge
und Nachsorge sowie fehlender Geburtshilfe entwickelt, und welche
konkreten Maßnahmen hat die Bundesregierung bisher eingeleitet, um die
Versorgung insbesondere von Kindern und Frauen zu verbessern?
26. Inwieweit haben sich nach Kenntnis der Bundesregierung die Morbiditäts-
und Mortalitätsraten von Malaria, HIV/Aids, Tuberkulose und Lassafieber
seit Ausbruch der Ebola-Epidemie in den betroffenen Ländern entwickelt,
und welche konkreten Maßnahmen hat die Bundesregierung bisher
eingeleitet, um die Prävention und Behandlung dieser vernachlässigten und
armutsbezogenen Krankheiten zu verbessern?
27. Ist die Bundesregierung der Auffassung, dass das Behandlungszentrum in
Monrovia auch für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit
Malaria, HIV/Aids, Tuberkulose, Lassafieber und auch für die Geburtshilfe
zur Verfügung stehen sollte, und ab wann rechnet die Bundesregierung mit
dieser Aufgabenerweiterung, bzw. wie viele Patientinnen und Patienten
werden derzeit versorgt?
28. Sieht die Bundesregierung aufgrund der anhaltenden Ebola-Epidemie einen
Grund, die öffentliche Forschung zu vernachlässigten und
armutsassoziierten Krankheiten auszubauen?
a) Wie ist der aktuelle Stand der Evaluation der PDP-Förderung (Product
Development Partnerships) im Rahmen des Förderprogramms
„Vernachlässigte und armutsassoziierte Krankheiten“, und wann werden die
Ergebnisse vorliegen?
b) Strebt die Bundesregierung ein neues Förderkonzept für vernachlässigte
und armutsassoziierte Krankheiten an, und wenn ja, wann soll dieses
vorgelegt werden?
c) Ist die Bundesregierung der Auffassung, dass eine weitere
Ausschreibung der PDP-Förderung noch in der ersten Jahreshälfte 2015 erfolgen
muss, damit keine Lücke in der PDP-Förderung entsteht?
d) In welchem finanziellen Umfang soll die nächste PDP-Förderphase
erfolgen?
e) Welche möglicherweise neuen Komponenten oder Zielstellungen plant
die Bundesregierung bei der nächsten PDP-Förderung?
f) Welche weiteren Forschungsförderungsinstrumente, jenseits der
Förderung von PDP, plant die Bundesregierung, um die Forschung
vernachlässigter und armutsassoziierter Krankheiten sowie den Zugang und die
Verfügbarkeit zu lebensnotwendigen Arzneimitteln zu verbessern?
29. Welche Schlussfolgerungen und Konsequenzen zieht die Bundesregierung
aus den Auswirkungen der Ebola-Epidemie auf die Wirtschafts- und
Sozialsysteme der betroffenen Länder, und welche Maßnahmen plant die
Bundesregierung, um einen Aufbau der Wirtschaftsstrukturen und
Sozialsysteme dort langfristig zu unterstützen bzw. aufzubauen?
Erste Lehren aus der Ebola-Epidemie
30. Teilt die Bundesregierung die Auffassung, dass die deutschen Hilfen für die
betroffenen Länder aufgrund des Mangels an einem effektiven
Krisenmanagements viel zu spät und schleppend angelaufen sind?
Wenn nein, warum nicht?
Wenn ja, welche konkreten Maßnahmen plant die Bundesregierung, um
zukünftig eine operative und ressortübergreifende Struktur der
Seuchenbekämpfung auf Bundesebene zu installieren, welchem Bundesministerium
wird dabei die Federführung zuteil, und welche zukünftige Rolle soll dabei
der derzeitige Ebola-Beauftragte übernehmen?
31. Wie sollte nach Ansicht der Bundesregierung zukünftig ein verbessertes
globales Krisenmanagement, welches die Bundeskanzlerin Dr. Angela
Merkel am Rande der GAVI Impfallianz in Berlin am 27. Januar 2015
ankündigte, sowohl finanziell als auch personell aussehen und mit welchen
Kompetenzen und Zugehörigkeiten ausgestattet sein?
32. Setzt sich die Bundesregierung auf internationaler Ebene weiterhin dafür
ein, den Vorschlag vom Bundesminister des Auswärtigen, Dr. Frank-Walter
Steinmeier, zur Bekämpfung von Seuchen wie Ebola eine internationale
Weißhelm-Truppe aufzubauen (
www.mdr.de vom 20. Oktober 2014
„Weißhelm-Truppe gegen Ebola“), voranzutreiben?
Wenn ja, wer ist mit der Umsetzung dieser Pläne beauftragt, und gibt es
konkrete Pläne, wie eine solche Eingreifgruppe ausgestaltet und finanziert
werden soll?
Wenn nein, warum nicht?
33. Welche Schlussfolgerungen und Konsequenzen zieht die Bundesregierung
aus der Koordinierung der Hilfsmaßnahmen auf europäischer Ebene,
insbesondere zwischen dem Emergency Response Coordination Centre (ERCC),
dem Health Security Committee (HSC) und den einzelnen Mitgliedstaaten?
34. Teilt die Bundesregierung die Auffassung der Fragesteller, dass eine
fehlende solide Grundfinanzierung sowie jahrelang zu geringe freiwillige
Beiträge an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) maßgebliche Gründe für
die verspätete und schleppende internationale Hilfe für die betroffenen
westafrikanischen Ländern waren?
a) Inwieweit wird die Bundesregierung als Erfahrung aus der
internationalen Gesundheitskatastrophe die Verteilung von zweckgebundenen
Mitteln sowie höhere Regelbeiträge der einzelnen Staaten an die WHO
überdenken?
b) Welche zusätzlichen Konsequenzen zieht die Bundesregierung aus der
Ebola-Epidemie, die letztendlich auch in die Reform der WHO Eingang
finden müssen?
c) Welche konkreten Maßnahmen unternimmt die Bundesregierung, damit
der laufende Reformprozess der WHO beschleunigt wird und die WHO
zu einer transparenteren, unabhängigeren und arbeitsfähigeren Instanz
aufgebaut werden kann?
35. Gibt es seitens der Bundesregierung Pläne, den internationalen Einsatz in
Westafrika auf dem kommenden G7-Gipfel zu evaluieren?
Wenn ja, wie sieht der Prozess der Evaluierung aus, und gibt es bereits
Vorgespräche mit den anderen G7-Ländern?
Wenn nein, warum nicht?
36. Welche Bedeutung misst die Bundesregierung dem G7-Gipfel bei der
Bekämpfung von Ebola bei, und gibt es bereits Pläne, gemeinsam mit den
anderen G7-Ländern, konkrete Maßnahmen einzuleiten, um zukünftig eine
bessere und schnellere Reaktion auf weltweite Krisen dieser Art zu
gewährleisten?
Berlin, den 3. Februar 2015
Katrin Göring-Eckardt, Dr. Anton Hofreiter und Fraktion
Gesamtherstellung: H. Heenemann GmbH & Co., Buch- und Offsetdruckerei, Bessemerstraße 83–91, 12103 Berlin,
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ISSN 0722-8333]